Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 29591
Vorher
BT Europaallee Grundbesitz GmbH
Eingetragen
5.1.1998
Branche
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für DritteVerwaltung von Wohngrundstücken, Wohngebäuden und Wohnungen für DritteManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gegenstand
die Verwaltung und der Betrieb von Immobilien, insbesondere Hotels.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Anders Braks
seit 5.10.2015
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Anders Braks
Köln
Rich Investments S.à.r.l.
Luxembourg

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

BUSINESS Hotels GmbH

Köln

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die BUSINESS Hotels GmbH ist eine im Jahr 2005 gegründete Hotelbetriebsgesellschaft für die im Eigentum des Gesellschafterumfeldes der EVENT Hotels befindlichen Hotels in Deutschland. Alle Hotels sind ausgerichtet auf die Gästezielgruppe der Geschäfts- und Tagungsreisenden im mittleren Preissegment und sind mit Ausnahme des Hotel Lyskirchen in Köln an internationale Franchisegeber gebunden.

2. Darstellung des Geschäftsverlaufs

Entwicklung der Branche, Entwicklung des Unternehmens

Die Tourismusbranche in Deutschland hat im Jahr 2023 die Corona-Krise fast hinter sich gelassen. Die Beherbergungsbetriebe verzeichneten im Berichtsjahr 487,2 Millionen Übernachtungen in- und ausländischer Gäste. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen mitteilt, waren das 8,1 % mehr als im Jahr 2022 und 1,7 % weniger als im Vorkrisenjahr 2019. Im Dezember 2023 verbuchten die Beherbergungsbetriebe 9,2 % mehr Gästeübernachtungen als im Dezember 2022. Die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Inland stieg im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um 6,2 % auf 406,3 Millionen. Damit erreichte sie wieder das Vorkrisenniveau von 2019 (+0,1 %). Die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland war mit 80,9 Millionen um 18,9 % höher als 2022. Der Anteil ausländischer Gäste am gesamten Gästeaufkommen lag damit bei 16,6 %, nachdem sie im Jahr 2022 bei 15,1 % und im Rekordjahr 2019 bei 18,1 % gelegen hatte (FN 1).

Nach Angaben des Hotelmarktberichts Deutschland 2023 stieg der Rev-PAR (Umsatz pro verfügbarem Zimmer) landesweit um 18,5 % im Vergleich zum Jahr 2022. Dies ist sowohl auf einen um 6,2 % höheren Durchschnittspreis als auch auf eine um 11,5 % höhere durchschnittliche Auslastung zurückzuführen (FN 2)..

Year to Date - December 2023 vs December 2022
Occ
%
ADR RevPAR
2023 2022 2023 2022 2023 2022
Germany 64,8 58,1 114,49 107,81 74,23 62,67
Aachen 66,6 62,2 99,58 89,48 66,34 55,66
Berlin 71,3 65,8 120,34 111,92 85,77 73,68
Bonn and surrounding 60,6 55,5 110,45 100,56 66,98 55,85
Bremen 64,8 60,1 90,99 85,75 58,92 51,5
Cologne 69,8 60,1 129,55 108,47 90,36 65,23
Dortmund 54,3 50,2 98,32 91,42 53,36 45,86
Dresden 64,1 57,4 94,46 89,72 60,51 51,54
Dusseldorf 61,4 54,4 125,99 115,46 77,41 62,82
Essen 59 49,3 92,27 83,25 54,46 41,01
Frankfurt Rhine-Main 59,8 51,9 109,76 106,5 65,68 55,28
Frankfurt Airport 62,9 52,8 101,6 99,39 63,91 52,51
Freiburg im Breisgau 70,1 65,4 99,49 91,69 69,79 60
Hamburg 75,6 66,7 130,52 118,88 98,63 79,3
Hanover 57,1 49,7 114,11 104,7 65,12 51,98
Heidelberg 71,2 63,9 112,85 104,22 80,36 66,61
Leipzig Area 63,6 59 88,8 82,49 56,44 48,68
Mannheim Area 65,5 58,6 90,56 80,66 59,32 47,28
Muenster 68,6 65,4 113,1 111,48 77,58 72,91
Munich 66,2 59,5 131,45 129,3 87,05 76,94
Munich Airport 64,8 53,8 114,59 110,91 74,24 59,62
Nuremberg Area 63,5 56,7 111,4 101,28 70,72 57,41
Rostock 73,8 70,3 132,71 131,69 97,92 92,54
Stuttgart 63,4 52,9 104,65 97,63 66,3 51,68
Wiesbaden 60,8 52,1 98,93 93,64 60,17 48,74
Year to Date - December 2023 vs December 2022
Percent Change from YTD 2022
Occ ADR RevPAR Room Rev Room Avail Room Sold
Germany 11,5 6,2 18,5 20,9 2,1 13,9
Aachen 7,1 11,3 19,2 20,5 1,1 8,3
Berlin 8,3 7,5 16,4 19,9 3 11,5
Bonn and surrounding 9,2 9,8 19,9 22,1 1,8 11,2
Bremen 7,8 6,1 14,4 16,9 2,2 10,2
Cologne 16 19,4 38,5 41,3 2 18,3
Dortmund 8,2 7,5 16,4 33,1 14,4 23,8
Dresden 11,5 5,3 17,4 20,6 2,7 14,6
Dusseldorf 12,9 9,1 23,2 32 7,1 20,9
Essen 19,8 10,8 32,8 32,5 -0,2 19,5
Frankfurt Rhine-Main 15,3 3,1 18,8 23 3,6 19,4
Frankfurt Airport 19,1 2,2 21,7 24,1 1,9 21,4
Freiburg im Breisgau 7,2 8,5 16,3 17,4 0,9 8,2
Hamburg 13,3 9,8 24,4 25 0,5 13,9
Hanover 14,9 9 25,3 25,6 0,3 15,3
Heidelberg 11,4 8,3 20,7 21,5 0,7 12,2
Leipzig Area 7,7 7,7 15,9 15,9 -0,1 7,6
Mannheim Area 11,8 12,3 25,5 34,2 6,9 19,5
Muenster 4,9 1,5 6,4 15,6 8,6 13,9
Munich 11,3 1,7 13,1 17,3 3,7 15,4
Munich Airport 20,5 3,3 24,5 29,2 3,8 25,1
Nuremberg Area 12 10 23,2 25,9 2,2 14,5
Rostock 5 0,8 5,8 5,8 0 5
Stuttgart 19,7 7,2 28,3 29,2 0,7 20,5
Wiesbaden 16,8 5,6 23,4 28,4 4 21,6

Quelle: STR Report, LLC and STR Global, Ltd, CoStar Group Companies

In der Gesamtbetrachtung des Jahresverlaufs 2023 zeigt sich, dass die Zahlen touristischer Übernachtungen sowohl am Anfang als auch am Ende des Jahres noch etwas hinter den Werten des Vorkrisenjahres 2019 zurückblieben. In den Monaten Mai bis Oktober 2023 hingegen fanden etwa gleich viele Gästeübernachtungen statt wie in den Vergleichsmonaten des Jahres 2019 (-0,2 %). In den Monaten Mai und September 2023 wurden sogar Rekordwerte von 46,9 und 49,5 Millionen Übernachtungen erreicht (+5,5 % und +3,6 % gegenüber den Vergleichsmonaten 2019). Der Sommertourismus hat sich somit offenbar vollständig von der Pandemie erholt (FN 3).

3. Die geschäftliche Entwicklung der BUSINESS Hotels GmbH

Die oben aufgeführten Parameter bezüglich der Entwicklung in der 3 und 4 Sterne Hotellerie in Deutschland sind im Geschäftsverlauf der Business Hotels ebenfalls erkennbar.

Vermögenslage

Im Berichtsjahr 2023 wurden Vermögensgegenstände wie Möbel, Medientechnik und EDV-Ausrüstung angeschafft, um den Geschäftsbetrieb im Ganzen zu stärken. Des Weiteren erfolgten einige Renovierungsarbeiten im Unterkunftsbereich. Daher ist das Sachanlagevermögen, unter Berücksichtigung der planmäßigen Abschreibungen, um TEUR 32 auf TEUR 1.532 gestiegen.

Bei den sonstigen Vermögensgegenständen ist eine Steigerung um TEUR 7.352 im Vergleich zum Vorjahr auf TEUR 8.655 zu verzeichnen, die im Wesentlichen auf die Cash-Pool-Forderung gegenüber der Event Hospitality Management Holding GmbH & Co.KG von TEUR 6.653 zurückzuführen ist.

Der Rückgang der flüssigen Mittel ist auf die Aufnahme in den Cash Pool mit der EVENT Hospitality Management zurückzuführen.

Durch die Zunahme des Geschäfts konnten im Berichtsjahr die Umsatzerlöse und der Rohgewinn gesteigert werden.

Aufgrund des Jahresüberschusses für das Jahr 2023 in Höhe von TEUR 125 hat die Gesellschaft die bilanzielle Überschuldung aus den Vorjahren ausgeglichen und somit liegt die Eigenkapitalquote im Vergleich zum Gesamtkapital der Gesellschaft im Berichtsjahr bei 0,2 %.

Die Rückstellungen weisen eine Steigerung in Höhe von TEUR 3.802 auf, die im Wesentlichen auf die Ergebnispachten und die Ertragssteuer zurückzuführen ist.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 229 gesunken. Die erhaltenen Anzahlungen auf Buchungen verzeichnen wiederum einen Anstieg um TEUR 370 auf TEUR 586.

Finanzlage

Wir ermitteln unseren Cash-Flow nach DRS 21.

Der Abfluss aus der operativen Tätigkeit in Höhe von TEUR 435 (Vorjahr: Zufluss TEUR 33) ist im Wesentlichen auf die Aufnahme in den Cash Pool mit der EVENT Hospitality Management zurückzuführen.

Der Investitionscashflow ist mit TEUR 830 (Vorjahr TEUR 375) ebenfalls negativ.

Die Finanzierung erfolgte durch die vorhandenen liquiden Mittel.

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen wie die vertraglich vereinbarten Festpachten in Höhe von TEUR 23.532 (Vorjahr TEUR 26.546), Miet- und Leasingverträge für EDV, Kraftfahrzeuge, Drucker, Glasfaseranbindungen und Büro in Höhe von TEUR 719.

Neben den unter der Bilanzposition Kassenbestand, Bundesbankguthaben und Guthaben bei Kreditinstituten ausgewiesenen Beträgen von TEUR 50 (Vorjahr TEUR 1.317) liquiden Mitteln, besteht noch eine Cash-Pool-Forderung gegenüber der Event Hospitality Management Holding GmbH & Co.KG von TEUR 6.653 (Vorjahr TEUR 0), die unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen wird.

Die Gesellschaft ist jederzeit in der Lage ihren finanziellen Verpflichtungen innerhalb der gesetzten Zahlungsziele nachzukommen.

Ertragslage

Durch die Zunahme des Geschäfts verzeichnen die Umsatzerlöse einen Anstieg um TEUR 7.804 im Vergleich zum Vorjahr. Die Zimmerbelegung ist von 45,8 % auf 58,1 % gestiegen, was zu einem Anstieg der Zimmervermietungsumsätze um TEUR 6.670 und der Umsätze im F&B Bereich um TEUR 1.578 führte. Die Prognose für das Jahr 2023 konnte erreicht werden.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 6.716 auf TEUR 22.512 gestiegen und maßgeblich durch die Renovierungs- und Instandhaltungsarbeiten und ergebnisabhängige Pacht geprägt.

Der Materialaufwand hat sich im Jahr 2023 aufgrund der gestiegenen Umsatzerlöse erhöht.

Der Anstieg des Personalaufwands um TEUR 2.183 auf TEUR 8.523 gegenüber 2022 ist im Wesentlichen bedingt durch die Erhöhung des Mitarbeiterbestandes sowie die Tariferhöhung.

Der GOP (Gross Operating Profit, operatives Betriebsergebnis vor Pacht, Abschreibungen, Steuern und Umlagen) ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um TEUR 3.786 gestiegen. Dies ist ebenso auf den oben genannten Anstieg der Umsatzerlöse zurückzuführen.

Im Einzelnen wurden folgende Ergebnisse erzielt:

Umsatz 31.813 Mio. € (Vj. 24.009 Mio. €)
Belegung 58,1 % (Vj. 45,8 %)
Nettodurchschnittsrate 112,6, € (Vj. 101,74 €)
RevPAR 65,5 € (Vj. 46,56 €)
GOP 9.945 Tsd. € (Vj. 6.159 Tsd. €)

Bei den o.g. Ergebnissen wurden die von der Bundesregierung aufgelegten Hilfspakete nicht berücksichtigt.

Die einzelnen Hotels haben die folgenden Ergebnisse erreicht:

Kaarst Kamen Bochum Dortmund
Umsatzerlöse T€ 5.363 3.232 5.971 3.673
Betriebsaufwand T€ 6.279 3.360 6.565 4.122
Jahresergebnis T€ -679 14 -340 -54
Hannover Lyskirchen Belfortstr.
Umsatzerlöse T€ 4.240 3.900 5.432
Betriebsaufwand T€ 4.883 4.072 5.686
Jahresergebnis T€ -149 13 -48

Des Weiteren kommt ein Fehlbetrag in Höhe von TEUR 94 aus dem Buchungskreis "Zentrale" hinzu, der insbesondere aus Ertragssteuern und Rechtsberatung resultiert. Diese Kosten wurden nicht auf die Hotels verteilt, da es sich um globale Aufwendungen handelt.

Nachstehend einige Anmerkungen zum Geschäftsverlauf der einzelnen Hotels im Jahr 2023:

Mercure Hotel Köln Belfortstrasse

Im Vergleich zum Vorjahr konnte das Mercure Hotel Köln Belfortstrasse einen Anstieg der Umsätze um 49,1 % verzeichnen. Die Auslastung lag bei 67,9 % und stieg im Vergleich zum Vorjahr (52,72 %) um 15,2 %. Aus der höheren Auslastung und der höheren Durchschnittsrate resultierte ein um 51,2 % höherer RevPar. Die Umsätze im Bereich Logis und Restaurant verzeichneten einen Anstieg um TEUR 1.639 im Vergleich zum Vorjahr.

Ausschlaggebend für die positiven Zahlen waren ein stabiler und wachsender Group Corporates Segment sowie eine sehr gute Nachfrage im Retail Segment. Das Gesamtumsatzergebnis entsprach den Erwartungen.

Durch striktes Kostenmanagement, die Flexibilität des Personals, konnten erhebliche Einsparungen erzielt werden und ein positives GOP in Höhe von TEUR 1.725 erreicht werden.

Mercure Hotel Düsseldorf Kaarst

Der Wettbewerbsdruck in Düsseldorf hat weiter zugenommen, was wiederum den Druck auf Preise und Margen erhöhte. Dennoch konnte die Auslastung des Hotels im Vergleich zum Vorjahr (35,8 %) um 11,6 % auf 47,4 % gesteigert werden, was zu einem Umsatzplus von 1.340 TEUR in den Bereichen Logis und F&B führte. Durch eine Erhöhung der Durchschnittsrate und Einsparungen in der Lohnstruktur konnte ein positiver GOP von 1.545 TEUR erzielt werden.

Mercure Hotel Hannover Oldenburger Allee

Das Mercure Hotel Hannover Oldenburger Allee konnte im Jahr 2023 von den großen Leitmessen wie Industriemesse, Ligna, EMO, Agritechnica profitieren. Wichtige Veranstaltungskunden wie IFB, W.A.F. haben über das Jahr kontinuierlich Seminare durchgeführt, so dass sich die Nachfrage nach den Tagungsleistungen auf moderatem Niveau stabilisieren konnte. Dank einer um 18,2 % höherer Auslastung und einer höherer Durchschnittsrate konnte im Berichtsjahr eine Umsatzsteigerung von TEUR 1.361 in den Bereichen Logistik und F&B erzielt werden.

Durch striktes Kostenmanagement und Flexibilität des Hotels konnten erhebliche Einsparungen erzielt werden, die zu einem positiven GOP-Ergebnis von TEUR 1.359 führten.

Mercure Hotel Dortmund Centrum

Die Umsätze hielten sich im Jahr 2023 auf dem Niveau der Budget Zahlen. Das Buchungsverhalten über die Systeme gab einen erneuten minimalen Aufschwung, so dass der Umsatz im Bereich Beherbergung und Gastronomie stieg um TEUR 724 gegenüber dem Vorjahr. Der RevPar von EUR 53,59 verzeichnete eine Steigerung von 22,3 % gegenüber 2023, was auf die um 6,7 % höhere Auslastung und gestiegene Durchschnittsrate zurückzuführen ist. Die Nachfrage des Dortmunder Marktes nach Seminaren und Konferenzen verschafft dem Hotel dank seiner zentralen Lage einen Wettbewerbsvorteil.

Das Jahr 2023 konnte mit einem positiven GOP von TEUR 909 abgeschlossen werden.

Mercure Hotel Bochum City

Die Budget Vorgaben konnten für das Jahr 2023 erreicht werden. Das Mercure Hotel Bochum City konnte von den zahlreichen Messen wie IPM, E-World, Medica profitieren und die Budget Vorgaben für das Jahr 2023 erreichen. Bei einer um 7,4 % höheren Belegung und einer um 24,9 % höheren Durchschnittsrate stieg der Umsatz in den Bereichen Beherbergung und F&B um TEUR 1.154. Das Hotel konnte somit das Jahr 2023 mit einem positiven GOP von TEUR 2.012 abschließen.

Im Jahr 2023 liegt der Fokus weiterhin auf dem Privatgastgeschäft und der Preisstrategie.

Mercure Hotel Kamen Unna

Das Buchungsverhalten im Jahr 2023 hat einen positiven Aufschwung gegeben. Die Nachfrage nach Geschäftsunterkünften und das Interesse am Tagungssektor haben zugenommen. Die Umsätze in den Bereichen Beherbergung und F&B sind um TEUR 1.039 im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Dank einer um 18,1 % höheren Auslastung und höherer Durchschnittsrate ist ein Anstieg der RevPar um 56,7 % zu verzeichnen. Es konnte somit ein positives GOP von TEUR 957 erzielt werden.

Hotel Lyskirchen

Der Schwerpunkt des Hotels lag wie im Vorjahr auf dem Privatgastgeschäft und Preisstrategie. Die Auslastung von 68,5 % konnte im Vergleich zum Vorjahr um 10,8 % gesteigert werden. Die Durchschnittsrate stieg ebenfalls um 16,8 % und RevPAR um 38,7 %. Infolgedessen ist ein Anstieg der Umsätze in den Bereichen Logis und F&B um TEUR 992 im Vergleich zum Vorjahr und um TEUR 15 zu Budget Zahlen zu verzeichnen. Es konnte dadurch ein positives GOP von TEUR 1.493 erzielt werden.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Unsere wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren sind:

- RevPAR (Nettoumsatz pro verfügbarem Zimmer)

- Prozentuale operative Betriebskosten vor GOP

- GOP (Gross Operating Profit, operatives Betriebsergebnis vor Pacht, Abschreibungen, Steuern und Umlagen)

Bei der Bewertung der RevPar-Kennzahlen ziehen wir vor allem die über STR Global monetär für die midscale Hotellerie veröffentlichten Zahlen heran. Bei dem GOP und den operativen Kosten werden Vergleichszahlen der Branche, die über die Treugast Unternehmensberatung München regelmäßig zur Verfügung gestellt werden, herangezogen.

Zu den quantitativen Indikatoren verweisen wir auf die unter Punkt 3 dargestellten Geschäftsverläufe der einzelnen Häuser.

5. Gesamtaussage

Der Geschäftsverlauf und die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ist als zufriedenstellend zu beurteilen.

Aufgrund des vorhandenen Bestands an liquiden Mitteln inkl. der Forderungen aus dem Cash-Pool, sowie der positiven Ertrags- und Liquiditätsplanung sind die Zahlungsunfähigkeit und damit die Unternehmensfortführung kurz- bis mittelfristig gesichert.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

6. Chancen- und Risikobericht

Risiken

Der Wettbewerbsdruck innerhalb der Branche hat weiter zugenommen. Onlinebuchungsportale üben durch ihre Marktmacht Druck auf die Branche aus: Sie zwingen Hotels, Bedingungen für Stornierungen, Sonderrabatte oder Werbeaktionen zu akzeptieren, die sie normalerweise nicht anbieten würden. Dies erhöht den Druck auf Preise und Margen.

Dennoch konnte die Hotelauslastung bei gleichzeitig erhöhten Zimmerpreisen gesteigert werden.

Der enorme Kostendruck, insbesondere die steigenden Energie- und Lohnkosten, stellt die Hotellerie vor weiteren großen Herausforderungen.

Um diesen Herausforderungen zu begegnen, wird die Gesellschaft alle als notwendig erachteten Maßnahmen, insbesondere im Hinblick auf Kosteneinsparungen, ergreifen, längerfristige Verträge werden mit den Lieferanten nachverhandelt, Energiepreise vereinbart, um weitere Kosten zu senken.

Weitere Aufgaben für die Branche ergeben sich aus steigenden bürokratischen Anforderungen wie Datenschutz und Reiserecht.

Die Personalbeschaffung wird im Bereich der Auszubildenden und Facharbeiter weiterhin mit Herausforderungen verbunden sein, aufgrund des Mangels an geeigneten Bewerbern (insbesondere Auszubildende), sowie den zu erwartenden Hotel-Neueröffnungen.

Mit der zunehmenden Digitalisierung steigen auch potenzielle Bedrohungen in der digitalen Infrastruktur, die Datenschutzverletzungen, Datenverlust oder Systemausfälle verursachen können. Zu den häufigsten IT-Risiken gehören Cyberangriffe, menschliche Fehler und technische Ausfälle.

Um diesen Risiken vorzubeugen, werden regelmäßige Sicherheitsüberprüfungen durchgeführt und alle als notwendig erachteten Datenschutzmaßnahmen implementiert. Das Unternehmen hält sich an BSI- und PSI- Vorgaben und folgend den Datenschutz- anforderungen.

Liquiditätsrisiken

Den Ausfallrisiken durch die Anforderung von Deposits wird ausreichend Rechnung getragen, um die Liquiditätsrisiken möglichst gering zu halten.

Zur weiteren Ausführung verweisen wir auf die Risikomanagementziele und -methoden.

Standardrisiken werden durch Versicherungen abgedeckt.

Chancen

Im Jahr 2024 wird das Retailgeschäft im aktiven Verkauf weiterhin eine verstärkte Rolle spielen. Die Fokussierung auf eine Zielgruppe, maßgeschneiderte Angebote oder ein Fokus auf Nachhaltigkeit werden einen wesentlichen Einfluss auf den Erfolg haben. Zur Generierung von Freizeitreisenden (Individualtouristen und Gruppenreisende) werden Übernachtungspakete angeboten, die sich an lokalen Veranstaltungen orientieren und Kooperationsverträge mit Anbietern der Fahrradtourismus, Sport/Fußballvereinen, check24 abgeschlossen.

Anpassung der Preise im Logis- als auch im F&B Bereich und eine ständige Weiterentwicklung im Revenue-Management werden dazu beitragen, die Umsatzziele zu erreichen. Stetige Investitionen in das Hotelprodukt wird das Vertrauen der Gäste weiter festigen.

Investitionen in Künstliche Intelligenz in Form von Hotelrobotern wird helfen, die Arbeitsmängel zu mildern.

Zusätzlich sind die digitalen Innovationen wie digitales Check -in und digitales Check-out unverzichtbar. Mit dem Wachstum der Zahl der onlineaffinen Kunden ist eine verstärkte Digitalisierung eine wesentliche Maßnahme, um den hohen Ansprüchen der Reisenden gerecht zu werden.

Gesamtaussage

Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir weiterhin in einem schwierigen Wettbewerbsumfeld, steigenden Beschaffungspreisen und dem stagnierenden Preisniveau. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken aber gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

Hinsichtlich der Risiken, die insbesondere durch ein weiteres Angebotswachstum an Hotelzimmern am deutschen Markt bestehen, sind wir gut vorbereitet. Hohe Flexibilität in allen Bereichen, die Anbindung der Hotels an ein internationales Franchisesystem, die Fachkompetenz aller Mitarbeiter und das schrittweise Wachstum des Unternehmens vor dem Hintergrund finanzieller Stabilität stellt eine gute Grundlage für wirtschaftlichen Erfolg auch in der Zukunft dar.

Risikomanagementziele und -methoden

In jährlichen Planungsrunden werden alle Geschäftsaktivitäten auf Chancen und Risiken hin untersucht und bewertet. Daraus werden wiederum Ziele abgeleitet, deren Erfüllungsgrad monatlich durch das unternehmenseigene Controlling- und Berichtssystem kontrolliert wird. Sollte es zu Abweichungen oder Veränderungen der Markt- oder Wettbewerbslage kommen, werden diese durch das Kontrollsystem sofort erfasst und analysiert - und zudem die Entscheidungsträger im Unternehmen umgehend darüber unterrichtet. Dieses Vorgehen erlaubt es, negative Entwicklungen zeitnah zu erkennen und sofortige Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

7. Prognosebericht

Das in 2023 formulierte Ziel war, das Jahr 2024 mit Gesamtumsatz von TEUR 33.746 abzuschließen. Damit hätte die Business Hotels GmbH weiterhin insgesamt eine gute Performance erreicht, was auch in einem positiven GOP zum Ausdruck gekommen wäre.

Im Einzelnen waren folgende Ergebnisse geplant:

Kaarst Kamen Bochum Dortmund
Umsatzerlöse T€ 5.729 3.269 6.026 3.937
Belegung % 50 60 70 57
Durchschnittsrate 112,18 100,13 109,98 106,47
Hannover Lyskirchen Belfortstr.
Umsatzerlöse T€ 4.418 3.804 5.499
Belegung % 54 70 70
Durchschnittsrate 108,03 128,25 130,08

Mit Stand vom August 2024 liegen einige der Hotels der Business Hotels GmbH über den Budgetvorgaben. Dank höherer Durchschnittsrate wurden gute Ergebnisse generiert und durch ein striktes Kostenmanagement ein höherer GOP als geplant erreicht. Umsatzsteigerungen sind in den Bereichen Beherbergung und der sonstigen Umsätze zu verzeichnen. Für das Geschäftsjahr 2024 rechnen wir mit einem im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 verbesserten positiven operativen Cashflow.

Im Jahr 2023 wurden einige Renovierungsmaßnahmen im Beherbergungsbereich durchgeführt und im Jahr 2024 sind weitere Investitionen im gleichen Bereich geplant. Es wird auch weiterhin in Modernisierung der Medientechnik und in neue technische Lösungen investiert.

Der Mitarbeiterbestand ist im Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Saisonale Schwankungen wurden mit temporären Mitarbeitern über Personaldienstleister /Leiharbeitsfirmen ausgeglichen. Weitere Kostensteigerungen durch neue Tarifvereinbarungen sind nicht zu erwarten.

Die Entwicklung des Geschäftsjahres 2024 bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses 2023 entspricht unserer Erwartung.

 

Köln, den 21. März 2025

Anders Braks, Geschäftsführer

1 Quelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/02/PD24_053_45.html

2 Quelle: STR Report, STR,LLC and STR Global, Ltd, CoStar Group Companies

3 Quelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/02/PD23_055_45412.html

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.561.119,97 1.524.964,94
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 29.180,62 25.305,62
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 29.180,62 25.305,62
II. Sachanlagen 1.531.939,35 1.499.659,32
1. technische Anlagen und Maschinen 809,00 1.413,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.378.490,39 1.434.265,65
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 152.639,96 63.980,67
B. Umlaufvermögen 10.282.979,63 4.393.405,42
I. Vorräte 141.652,18 248.343,11
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 10.090.923,11 2.827.390,52
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 12.901,76 0,00
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 8.574,75 0,00
2. sonstige Vermögensgegenstände 10.078.021,35 2.827.390,52
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 50.404,34 1.317.671,79
C. Rechnungsabgrenzungsposten 138.455,09 74.158,95
D. nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 0,00 100.119,25
Bilanzsumme, Summe Aktiva 11.982.554,69 6.092.648,56

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 24.962,95 0,00
I. gezeichnetes Kapital 25.564,59 25.564,59
II. Verlustvortrag 125.683,84 111.828,63
III. Jahresüberschuss 125.082,20 -13.855,21
IV. nicht gedeckter Fehlbetrag 0,00 100.119,25
B. Rückstellungen 6.524.148,83 2.722.144,30
C. Verbindlichkeiten 5.433.442,91 3.370.504,26
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 2.271,83
2. sonstige Verbindlichkeiten 5.433.442,91 3.368.232,43
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 5.431.383,48 3.366.099,32
Bilanzsumme, Summe Passiva 11.982.554,69 6.092.648,56

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 32.228.078,30 23.080.961,60
2. Personalaufwand 8.524.316,83 6.340.296,16
a) Löhne und Gehälter 6.946.114,00 5.127.805,35
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.578.202,83 1.212.490,81
davon für Altersversorgung 140.022,50 90.675,60
3. Abschreibungen 629.302,24 546.992,90
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sowie auf aktivierte Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs 629.302,24 546.992,90
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 22.512.131,37 15.796.086,52
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.362,68 1.094,52
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 126,10 101.584,09
davon an verbundene Unternehmen 0,00 78.146,59
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 171.433,00 42.519,24
8. sonstige Steuern 269.049,24 268.432,42
Jahresüberschuss 125.082,20 -13.855,21

Anhang

I. Allgemeine Angaben und Erläuterungen zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Allgemeine Angaben

Die Business Hotels GmbH hat ihren Sitz in Köln. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Köln unter HR B 29591 eingetragen.

Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss der Business Hotels GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften gemäß der §§ 238 ff. und §§ 264 ff. HGB aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Die Gliederung der Bilanz entspricht der Kontenform gem. § 266 Abs. 2 und 3 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist in Staffelform nach § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt worden.

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätzen aufgestellt worden.

Nach den in § 267 Abs. 2 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Größenabhängige Erleichterungen wurden teilweise in Anspruch genommen.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der in § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB beschriebenen Fortführung der Unternehmertätigkeit aufgestellt.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die gewöhnlichen Nutzungsdauern liegen zwischen drei und fünf Jahren.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von bis zu fünf Jahren). Für Besteck, Geschirr und Wäsche wurden Festwerte gebildet, die nicht abgeschrieben werden. Zugänge im Bereich dieser Wirtschaftsgüter werden als Ersatzbeschaffungen direkt im Aufwand verbucht.

Geringwertige Anlagegüter werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer abgeschrieben.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Abgesehen von den handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten angesetzt.

Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch eine Pauschalwertberichtigung von 2,5 % auf die Netto-Forderungen ausreichend Rechnung getragen.

Die liquiden Mittel sind mit dem Nennwert angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten stellen Ausgaben (aktive Rechnungsabgrenzungsposten) dar, deren Aufwendungen wirtschaftlich erst nach dem Bilanzstichtag entstehen.

Die sonstigen Rückstellungen decken alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen ab. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigem Erfüllungsbetrag angesetzt. Sämtliche Rückstellungen sind kurzfristiger Natur, daher entfällt eine fristgerechte Abzinsung.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Nicht in Euro lautende Fremdwährungsbeträge werden gemäß § 256a HGB umgerechnet.

II. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Software und Betriebs- und Geschäftsausstattung werden zu Anschaffungskosten bilanziert und über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Für Besteck, Geschirr und Wäsche wurden Festwerte gebildet, die nicht abgeschrieben werden. Die Festwerte werden alle drei Jahre gemäß § 240 Abs. 3 S.2 HGB gezählt. Die letzte Zählung erfolgte per 31.12.2023. Zugänge im Bereich dieser Vermögensgegenstände werden als Ersatzbeschaffungen direkt im Aufwand verbucht.

Die Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens sind im Anlagenspiegel dargestellt.

2. Umlaufvermögen

Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.423 (Vorjahr: TEUR 1.524) sind Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 51 (Vorjahr: TEUR 40) enthalten.

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 8.655 (Vorjahr: TEUR 1.303) bestehen im Wesentlichen aus der Cash-Pool-Forderung gegenüber der Event Hospitality Management Holding GmbH & Co.KG von TEUR 6.653 (Vorjahr TEUR 0), den Nebenkostenvorauszahlungen von TEUR 1.303 (Vorjahr: TEUR 922), von der Bundesregierung aufgelegten Hilfspaketen in Höhe von TEUR 442 (Vorjahr: TEUR 0), der Rückvergütung von TEUR 13 (Vorjahr: TEUR 29) und der Forderungen gegen die Bundesagentur für Arbeit im Rahmen des Kurzarbeitergeldes in Höhe von TEUR 0 (TEUR 0).

Sämtliche Forderungen, darunter Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 13 (Vorjahr: TEUR 0) und sonstige Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Die liquiden Mittel in Höhe von TEUR 50 (Vorjahr: TEUR 1.318) entfallen im Wesentlichen auf Guthaben bei Kreditinstituten und im geringeren Umfang auf Kassenbestände. Der Rückgang des Guthabens bei Kreditinstituten um TEUR 1.268 ist auf die Aufnahme in den Cash Pool mit der EVENT Hospitality Management zurückzuführen.

3. Gezeichnetes Kapital

Das Stammkapital in Höhe von EUR 25.564,59 (Vorjahr 25.564,59 - DM 50.000) ist in voller Höhe eingezahlt.

4. Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 242 (Vorjahr: TEUR 71) beinhalten Rückstellungen für Ertragssteuern aus den Vorjahren und das laufende Jahr.

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 6.282 (Vorjahr: TEUR 2.651) beinhalten Rückstellungen für Instandhaltungen von TEUR 216 (Vorjahr: TEUR 227), für variable Pacht in Höhe von TEUR 2.407 (Vorjahr: TEUR 0), für Energie in Höhe von TEUR 1.251 (Vorjahr: TEUR 995), für Personalkosten von TEUR 441 (Vorjahr TEUR 55) sowie für Abschluss und Prüfungskosten in Höhe von TEUR 17 (Vorjahr: TEUR 39).

5. Verbindlichkeiten

Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit werden die gesetzlich vorgeschriebenen Angaben bezüglich der Verbindlichkeiten im folgenden Verbindlichkeitsspiegel zusammengefasst dargestellt:

insgesamt
TEUR
unter einem Jahr
TEUR
bis fünf Jahre
TEUR
über fünf Jahre
TEUR
Durch Grundpfandrechte Drittergesichert Durch andere Rechtegesichert
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 0 0 0
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 586 586 0 0 0 0
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.295 1.295 0 0 0 0
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundene Unternehmern 0 0 0 0 0 0
5. Sonstige Verbindlichkeiten 3.552 3.550 2 0 0 0
5.433 5.431 2 0 0 0

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen von TEUR 586 (Vorjahr: TEUR 216) resultieren ebenfalls aus der Abgrenzung auf den Bilanzstichtag und beinhalten Anzahlungen von Gästen für das Folgejahr.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.295 (Vorjahr: TEUR 1.525) haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr.

Die sonstigen Verbindlichkeiten von TEUR 3.551 (Vorjahr: TEUR 1.627) beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Auflösung in den Vorjahren der Cash Pool-Vereinbarung mit der EVENT Hospitality Management in Höhe von TEUR 904, Verbindlichkeiten aus Förderung Coronahilfen in Höhe von TEUR 2.224, die an, nach förderrechtlichen Gesichtspunkten als verbundene Unternehmen gelten, abzuführen sind, sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 2 (Vorjahr TEUR 0).

III. Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 2.139 (Vorjahr: TEUR 427) beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 260 (Vorjahr: TEUR 200) sowie die von der Bundesregierung aufgelegten Hilfspaketen in Höhe von TEUR 1.464 (Vorjahr: TEUR 0) zur Überbrückung der Schließung der Hotels aufgrund der Corona Pandemie. Periodenfremde Erträge sind in Höhe von TEUR 124 (Vorjahr: TEUR 78) enthalten. Erträge aus der Währungsumrechnung sind in Höhe von TEUR 0,16 (Vorjahr: TEUR 0,14) enthalten.

2. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (TEUR 22.512; Vorjahr: TEUR 15.796) beinhalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 167 (Vorjahr: TEUR 94) für die Lieferungen und Leistungen aus dem Vorjahr.

Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen sind in der Positionen Zinsen und ähnliche Erträge von TEUR 0,3 (Vorjahr TEUR 0,0) enthalten.

Die Position Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthält Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen von TEUR 0,1 (Vorjahr TEUR 0,0).

IV. Sonstige Angaben

1. Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB bestehen nicht.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen wie die vertraglich vereinbarten Festpachten in Höhe von TEUR 23.532 (Vorjahr TEUR 26.546), Miet- und Leasingverträge für EDV, Kraftfahrzeuge, Drucker, Glasfaseranbindungen und Büro in Höhe von TEUR 719.

Die Leasing- / Mietgeschäfte verringern insbesondere die Kapitalbindung und verbessern die Eigenkapitalquote, führen aber während der Vertragslaufzeit auch zur Bindung an die geleasten / gemieteten Wirtschaftsgüter.

3. Angaben zu den Arbeitnehmern

Die Gesellschaft beschäftigte im Jahr 2023 durchschnittlich 192 Arbeitnehmer. Die Aufteilung ist wie folgt:

Angestellte 26
Arbeiter 168

4. Angaben zu den Organen der Gesellschaft nach § 285 S. 1 Nr. 10 HGB

Alleinvertretungsberechtigter Geschäftsführer ist Herr Anders Braks, Kaufmann, Köln

Auf die Angabe der Bezüge wird gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

5. Honorar des Abschlussprüfers

Auf die Angabe des Gesamthonorars des bestellten Abschlussprüfers nach § 285 Nr. 17 HGB wurde gemäß § 288 Abs. 2 HGB verzichtet.

V. Nachtragsbericht

Es ergeben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag.

VI. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 125 auf neue Rechnung vorzutragen.

Anlagespiegel

Historische Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 01.01.
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umgliederung
EUR
Stand am 31.12.2023
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 209.481,02 4.500,00 0,00 0,00 213.981,02
209.481,02 4.500,00 0,00 0,00 213.981,02
II. SACHANLAGEN
1. technische Anlagen und Maschinen 6.044,95 0,00 0,00 0,00 6.044,95
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.011.761,22 689.934,93 1.310.096,24 0,00 10.391.599,91
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 63.980,67 152.639,96 63.980,67 0,00 152.639,96
11.081.786,84 842.574,89 1.374.076,91 0,00 10.550.284,82
Summe Anlagevermögen 11.291.267,86 847.074,89 1.374.076,91 0,00 10.764.265,84
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 01.01.
EUR
Zugang
EUR
Abgang
EUR
Umgliederung
EUR
Stand am 31.12.2023
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 184.175,40 625,00 0,00 0,00 184.800,40
184.175,40 625,00 0,00 0,00 184.800,40
II. SACHANLAGEN
1. technische Anlagen und Maschinen 4.631,95 604,00 0,00 0,00 5.235,95
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.577.495,57 628.073,24 1.192.459,29 0,00 9.013.109,52
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
9.582.127,52 628.677,24 1.192.459,29 0,00 9.018.345,47
Summe Anlagevermögen 9.766.302,92 629.302,24 1.192.459,29 0,00 9.203.145,87
Restbuchwerte
Stand am 31.12.2023
EUR
Stand am 31.12.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 29.180,62 25.305,62
29.180,62 25.305,62
II. SACHANLAGEN
1. technische Anlagen und Maschinen 809,00 1.413,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.378.490,39 1.434.265,65
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 152.639,96 63.980,67
1.531.939,35 1.499.659,32
Summe Anlagevermögen 1.561.119,97 1.524.964,94

sonstige Berichtsbestandteile

 

Köln, den 21. März 2025

Anders Braks, Geschäftsführer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 23.04.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Business Hotels GmbH, Köln

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Business Hotels GmbH, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Business Hotels GmbH, Köln, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt.

Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, 4. April 2025

HANSA REVISION Schubert & Coll. GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dipl.-Kfm. Christian Feit, Wirtschaftsprüfer

Dipl.-Kfm. Michael Klein, Wirtschaftsprüfer

Die Verwendung des vorstehend wiedergegebenen Bestätigungsvermerks außerhalb dieses Prüfungsberichts setzt unsere vorherige Zustimmung voraus.

Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses und / oder Lageberichtes in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) erfordert unsere erneute Stellungnahme, soweit dabei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird. Wir weisen diesbezüglich auf § 328 HGB hin.

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