Erbringung von sonstigen Dienstleistungen für Veranstaltungen nicht künstlerischer Art
KRIKO Engineering GmbH
Merzhauser Straße 120, 79100 Freiburg im Breisgau, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Urs Andreas Bühler seit 21.3.2024 | Prokura |
Ralf Dieter Steinhart seit 6.2.2019 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
KRIKO Engineering GmbHFreiburg im BreisgauJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell Die KRIKO Engineering GmbH ist ein unabhängiger Dienstleister und Systemintegrator mit Schwerpunkt in der industriellen Energie- und Automatisierungstechnik. Den Mittelpunkt der Aktivitäten bildet die Ausführung von kompletten Produktions- und Infrastruktur-Anlage-Projekten, d.h. von der Beratung über die Planung bis zur Ausführung. Das Unternehmen ist zwar generell branchenübergreifend tätig, die Papierindustrie, die Chemie-/Pharmaindustrie und die Energieversorgung haben jedoch eine besondere Bedeutung. Die technischen Schwerpunkte liegen dabei in den Bereichen Energietechnik, Antriebstechnik, Automatisierungstechnik, Prozessleittechnik und Industrielle IT. Vertrieblich fokussiert sich die KRIKO Engineering GmbH überwiegend auf Deutschland und die Schweiz, aber auch in Großbritannien, Frankreich und Österreich werden regelmäßig Aufträge akquiriert. Bei der Ausführung der Projekte ist das Unternehmen weltweit tätig, da viele der Kunden auch Produktionsanlagen und Kraftwerke im Ausland bauen oder betreiben. Zu den Mitbewerbern der KRIKO Engineering GmbH zählen in erster Linie drei bis vier weltweit agierende Großunternehmen. Darüber hinaus gibt es auch einige mittelständische Mittbewerber, die dann jedoch in der Regel überwiegend regional tätig sind oder sich auf ein bestimmtes technisches Spezialgebiet konzentriert haben. Organisatorische Struktur Die Geschäftsbereiche der KRIKO Engineering GmbH gliedern sich in die Organisationseinheiten Vertrieb/Beratung, Elektroplanung, Antriebstechnik, Automatisierungstechnik, Prozessleittechnik, Informationstechnik und Sicherheitstechnik. Rechtliche Struktur Der Hauptsitz der KRIKO Engineering GmbH ist Freiburg in Deutschland. Darüber hinaus hat das Unternehmen eine Niederlassung in Basel in der Schweiz, die vom Firmensitz in Deutschland aus gesteuert wird. 2. Forschung und Entwicklung In seiner Rolle als Dienstleister und Systemintegrator betreibt das Unternehmen im Normalfall keine eigene Forschung und Entwicklung. Die Ausnahme bildet das von der Organisationseinheit Informationstechnik entwickelte Softwareprodukt KRIS (KRIKO-Informations-System), dessen Ursprünge mehr als 20 Jahre zurückreichen. KRIS ist ein branchenneutrales Prozessinformations- und Energiemanagementsystem, das zudem eine komfortable Anbindung der Automatisierungsanlagen an die Unternehmens-IT ermöglicht. Die dritte Generation von KRIS ist schon einige Jahren auf dem Markt. Im Jahr 2022 ist mit der Entwicklung der vierten, komplett webbasierten Generation begonnen worden, die dann voraussichtlich im ersten Drittel des Jahres 2025 marktreif sein wird. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. In Ausrüstungen wie Maschinen, Geräte und Fahrzeuge wurde preisbereinigt 3,0 % mehr investiert als im Jahr 2022 Dazu trug jedoch vor allem der Anstieg der gewerblichen Pkw-Neuzulassungen bei, der durch den bis August 2023 geltenden Umweltbonus für Elektroautos im Firmenwagenbereich verstärkt wurde. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Den größten preisbereinigten Zuwachs verzeichnete der Bereich Information und Kommunikation mit +2,6 % und knüpfte damit an seine langjährige, nur im ersten Corona-Jahr 2020 gebremste Wachstumsgeschichte an. Politische Rahmenbedingungen Angesichts der geopolitischen und geoökonomischen Veränderungen sowie des sich verschärfenden Klimawandels stehen die Energieversorgung und die industrielle Produktion in Deutschland und Europa weiterhin vor großen Herausforderungen. Die politischen Klimaschutzziele erhöhen den Druck auf die Wirtschaft, die Energieversorgung der Industrie mehr und mehr zu dekarbonisieren, z.B. durch den Umstieg von Kohle, Öl oder Gas hin zu Biomasse und anderen regenerativen Energieträgern. Bei der Bewältigung der ökonomischen Folgen des Klimawandels sowie der Erhöhung der Ressourcen- und Energieeffizienz kommt der Industrie eine herausragende Rolle zu. Die deutsche Industrie, insbesondere der Maschinen- und Anlagenbau, die Mess-, Steuer- und Regeltechnik sowie die Elektrotechnik, belegt beim Export potenzieller Umwelt- und Klimaschutzgüter internationale Spitzenplätze. Sie kann deshalb einerseits von dieser Entwicklung in besonderer Weise profitieren, anderseits durch ihr Know-how aber auch einen wichtigen Beitrag leisten, um diese Herausforderungen zu meistern. Branchenbezogene Rahmenbedingungen Gemäß ZVEI sind im Jahr 2023 die Auftragseingänge um 2,2% hinter dem Vorjahreswert zurückgeblieben. Hier standen sich ein Zuwachs von 2,6% bei den inländischen Bestellungen und ein Rückgang von 6,1% bei den Auslandsorders gegenüber. Die Beschäftigtenzahl in der Elektro- und Digitalindustrie wuchs um etwa 10.000 auf 910.000. Das waren so viele wie seit Ende 1995 nicht mehr. Was die derzeitigen Produktionsbehinderungen anbelangt, so gab es zuletzt sowohl auf der Angebots- als auch auf der Nachfrageseite eine Entlastung. Mit 43% der Unternehmen berichteten deutlich mehr als im Vorjahr über Auftragsmangel, dagegen haben nur noch 29% ein Problem mit zu wenig Arbeits- bzw. Fachkräften und nur noch 21% mit knappem Material. Bei den Kunden der KRIKO Engineering GmbH haben sich im Jahr 2023 die wirtschaftliche Situation und die Investitionsbereitschaft gegenüber dem Vorjahr weiter stabilisiert bzw. verbessert. Die Modernisierung von Anlagen und die Einsparung von Energie wird über nahezu alle Branchen hinweg intensiviert. Insbesondere die Dekarbonisierung des Energiebedarfs steht im Mittelpunkt der Bemühungen vieler Kunden. Gleichzeitig hat sich im Laufe des Jahres 2023 auch auf Seiten der Lieferanten die Versorgungssituation mit Automatisierungs- und IT-Geräten sowie elektrischen und elektronischen Komponenten wieder deutlich verbessert bzw. weitestgehend normalisiert. 2. Geschäftsverlauf und Lage Die KRIKO Engineering GmbH hat im Geschäftsjahr 2023 einen Auftragseingang erzielt, der etwa 17 % über den mittleren Umsatzerlösen der letzten fünf Jahre liegt. Der Auftragsbestand des Unternehmens liegt zum Abschlussstichtag etwa 13 % unter den mittleren Umsatzerlösen der letzten fünf Jahre. Die erfolgreichen Vertriebsaktivitäten führen zu einem ähnlich hohen Auftragseingang wie in den Vorjahren. Der Auftragsbestand ist nach wie vor sehr hoch, er hat sich jedoch etwas reduziert, da sich im Geschäftsjahr 2023 die Liefer- und Materialengpässe der letzten Jahre aufgelöst haben und demzufolge viele laufende Projekte abgeschlossen und abgerechnet werden konnten. Außerdem werden die Projekte von vielen Kunden wieder zunehmend kurzfristiger beauftragt. Neben den klassischen Projekten in den Bereichen Automatisierungs-, Antriebs- und Elektrotechnik entwickelt sich auch der bereits seit vielen Jahren etablierte Bereich der Industriellen Informationstechnik (IT, OT, KRIS) sehr gut. Der noch relativ neue Bereich der funktionalen Sicherheitstechnik ergänzt das Dienstleistungsangebot sehr gut und ermöglicht nicht nur die Erweiterung der Tätigkeitsfelder bei bestehenden Kunden, sondern auch die Erschließung neuer Kunden. Insgesamt wird der Geschäftsverlauf sehr positiv bewertet. a) Ertragslage
Die Umsatzlegung erfolgt nach HGB auf Basis der Completed-Contract-Methode, sodass Umsätze erst nach Abschluss und Abnahme fakturiert werden können. Der Jahresüberschuss liegt bei TEUR 887 (Vj. TEUR 1.165). Den im Vergleich zu den Vorjahreswerten deutlich gestiegenen Umsatzerlösen steht ein ebenfalls erhöhter Material- und Personalaufwand gegenüber. Gleichzeitig sind durch den Kauf des Bürogebäudes in Freiburg die Abschreibungen und Zinsaufwendungen sprunghaft angestiegen. Die Ertragslage wird als gut eingeschätzt. b) Finanzlage Am Ende des Geschäftsjahres 2023 verfügt das Unternehmen über einen Liquiditätsbestand in Höhe von TEUR 1.415 (Vj. TEUR 2.732), der sich aus TEUR 1.197 (Vj. TEUR 2.517) an flüssigen Mitteln und TEUR 218 (Vj. TEUR 215) an Wertpapieren zusammensetzt. Die Reduzierung der flüssigen Mittel ist zu einem großen Teil den Renovierungs- und Finanzierungskosten für das neue Bürogebäude und den Entwicklungskosten von KRIS 4 zuzuschreiben. Zudem befinden sich aktuell einige größere Projekte in einer Phase, in der die Anzahlungen der Kunden die aufgelaufenen Kosten nicht vollständig abdecken und deshalb eine Vorfinanzierung durch das Unternehmen erforderlich ist. Das Unternehmen finanziert die laufenden Projekte überwiegend aus den projektbezogen erhaltenen Anzahlungen sowie Umsatzerlösen. Die bilanzielle Kapitalstruktur speist sich weitestgehend aus Quellen der Innen- und Eigenfinanzierung, sodass keine fremden Finanzierungen zur Deckung herangezogen werden mussten. Die Fähigkeit des Unternehmens, seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können, war zu keiner Zeit gefährdet und ist auch für das kommende Geschäftsjahr gewährleistet. Die Finanzlage wird als gut eingeschätzt. c) Vermögenslage
Der leichte Anstieg des Anlagevermögens ist verursacht durch den Abschluss der Renovierungsarbeiten und die Anschaffung von zusätzlicher Geschäftsausstattung und Büroeinrichtung im Zusammenhang mit dem Umzug in das Bürogebäude in Freiburg. Das Umlaufvermögen ist etwas geringer als im Vorjahr, aber der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen kann den reduzierten Liquiditätsbestand teilweise ausgleichen. Die Verbindlichkeiten liegen sowohl gegenüber Kreditinstituten als auch Kunden und Lieferanten niedriger als im Vorjahr. Insgesamt ist die Bilanzsumme dadurch auf TEUR 19.394 gesunken. Die Vermögenslage wird als sehr gut eingeschätzt. 3. Finanzielle Leistungsindikatoren Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt der Fokus des Unternehmens auf der Entwicklung von Umsatz, Jahresüberschuss und Umsatzrendite. Dabei gilt es jedoch zu berücksichtigen, dass der Umsatz im Verlauf der Jahre deutlichen Schwankungen ausgesetzt ist. Diese sind zum einen darin begründet, dass große Projekte im Wesentlichen nur in dem Jahr umsatzwirksam werden, in dem die Schlussrechnung gestellt wird. Zum anderen wird der Umsatz auch deutlich davon beeinflusst, wie groß in dem jeweiligen Jahr der über die selbst erbrachten Engineering-Dienstleistungen hinausgehende Anteil an unterbeauftragten Leistungen in den Projekten war (z.B. für Material, Schaltschrankbau, Elektromontage). Der Umsatz ist im Berichtsjahr um etwa 27 % gestiegen. Der Jahresüberschuss ist dagegen um 24 % auf TEUR 887 (Vj. TEUR 1.165) gesunken. Auch wenn das Ergebnis deutlich unter dem Mittelwert der letzten fünf Jahre liegt, ist es noch immer als gut einzustufen. Die Umsatzrendite ist aufgrund der gegenläufigen Entwicklung von Umsatz und Jahresüberschuss jedoch deutlich niedriger als im Vorjahr. 4. Gesamtaussage Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Im Berichtsjahr konnten durch kurzfristige Zahlung der Lieferverbindlichkeiten im großen Umfang Skontoabzüge realisiert werden. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel und kurzfristige Vermögenswerte gedeckt. Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Unternehmens wird als sehr gut eingeschätzt, auch wenn die Ergebnisentwicklung im Berichtsjahr negativ war. Die Abschreibungen und Zinsaufwendungen für das Bürogebäude in Freiburg wirken sich spürbar auf das Ergebnis aus. III. Zweigniederlassungsbericht Das Unternehmen verfügt neben dem Hauptsitz in Freiburg in Deutschland über eine ausländische Niederlassung in Basel in der Schweiz. Diese Niederlassung dient in erster Linie als Service-Stützpunkt, um eine direkte und schnelle technische Betreuung der Kunden in der Schweiz sicherstellen zu können. Darüber hinaus erfolgt auch ein Großteil der hausinternen Entwicklung für das Softwareprodukt KRIS an diesem Standort. Insgesamt werden in der schweizerischen Niederlassung sechs Mitarbeiter beschäftigt. IV. Prognosebericht Wesentliche Änderungen der Geschäftspolitik sind nicht geplant. Mit dem Ende des Jahres 2021 gelungenen Kauf eines von der Fläche her ungefähr doppelt so großen Bürogebäudes in Freiburg sind die Voraussetzungen für das weitere Unternehmenswachstum gegeben. Die Umbau- und Renovierungsarbeiten waren im Januar 2023 abgeschlossen, so dass der Umzug nach Freiburg im Februar 2023 erfolgen konnte. Die wirtschaftliche Ausgangslage für 2024 ist prinzipiell gut. Allerdings bestehen weiterhin schwer abzuschätzende Risiken im Zusammenhang mit den Kriegen in der Ukraine und im Gaza-Streifen und ihren wirtschaftlichen Folgen, der schwachen Entwicklung der Weltwirtschaft sowie den hohen Energiepreisen und Inflationsraten. Aufgrund der sehr guten Kundenbasis und trotz der aktuellen Unsicherheiten in der Industrie wird für die Jahre 2024 und 2025 mit einem stabilen Geschäftsverlauf gerechnet. Bei konservativer Planung wird von einem gleichbleibenden Niveau beim Auftragseingang ausgegangen. Es wird auch für die Jahre 2024 und 2025 mit einem Jahresüberschuss im Bereich von TEUR 800 bis TEUR 1.100 gerechnet. Die im Lagebericht getroffenen Einschätzungen basieren auf den gegenwärtigen Erwartungen und Prognosen sowie den derzeit verfügbaren Informationen. Aufgrund der jeder Planung innewohnenden Unsicherheiten kann die tatsächliche Entwicklung von diesen Einschätzungen abweichen. V. Chancen- und Risikobericht 1. Chancen Nach einem ersten Wiederanstieg im Dezember 2023 hat sich das Geschäftsklima in der deutschen Elektro- und Digitalindustrie gemäß ZVEI auch im Januar 2024 weiter verbessert. Zwar wurde die aktuelle Lage unterm Strich noch genauso beurteilt wie im Vormonat, aber die allgemeinen Geschäftserwartungen kletterten deutlich nach oben. 22% der Elektrofirmen bewerteten ihre wirtschaftliche Situation im Januar als gut, für 52% war sie unverändert und für 26% schlecht. Mit Blick auf die nächsten sechs Monate gehen 15% der Branchenunternehmen von anziehenden Geschäften aus, 58% rechnen mit gleichbleibenden und 27% mit rückläufigen Aktivitäten. Mit der zu erwartenden Umkehrung der Inflationsdynamik im Jahresverlauf und der anhaltenden moderaten weltwirtschaftlichen Belebung dürfte die wirtschaftliche Entwicklung im Verlauf des Jahres 2024 weiterhin an Fahrt gewinnen. Und auch die branchenspezifischen Aussichten sind durchweg positiv, denn die Automation ist das Fundament der industriellen Fertigung in Deutschland und Europa. Sie ermöglicht eine flexiblere, produktivere, sicherere und nachhaltigere Industrie und ist damit ein wesentlicher Schlüssel für die Transformation in eine klimaneutrale und nachhaltigere Gesellschaft. Die KRIKO Engineering GmbH verfügt aufgrund ihrer langjährigen Tätigkeit im Automation-Markt über die Voraussetzungen und die Erfahrungen, um von dieser Entwicklung zu profitieren. Die bei den Kunden geschätzte Zuverlässigkeit und das hohe Maß an Qualität sowie die innovativen Lösungen sichern dem Unternehmen eine gute Position unter den Wettbewerbern am Markt. Insgesamt werden die Chancen am Markt als sehr gut eingeschätzt. 2. Risiken Gesamtwirtschaftliche Risiken Die geopolitischen Risiken haben sich im Geschäftsjahr 2023 im Wesentlichen nicht verändert. Die Vorhersehbarkeit der wirtschaftlichen Entwicklung ist weiterhin schwierig. Hinsichtlich der weltwirtschaftlichen und geopolitischen Aussichten gibt es nach wir vor Unsicherheiten. Vor allem die russische Invasion in die Ukraine und ihre politischen und wirtschaftlichen Folgen, wie Sanktionen und Gegenmaßnahmen, bergen weitreichende Risiken. Dazu kommt die Eskalation des Konflikts mit Israel im Gaza-Streifen. Und auch die zunehmenden politischen und wirtschaftlichen Spannungen zwischen China auf der einen Seite sowie den USA, Europa und Taiwan auf der anderen Seite könnten sich negativ auf die Weltwirtschaft auswirken. Dafür konnten der Energiepreisanstieg und die generell hohe Inflation im Verlauf des Jahres 2023 gebremst werden, und es besteht Hoffnung, dass sich diese Entwicklung auch im Jahr 2024 nachhaltig fortsetzen wird. Insgesamt wird das gesamtwirtschaftliche Risiko als niedriges Risiko bewertet. Branchenspezifische Risiken Eine Auswirkung auf die Investitionsneigung ist bei den Kunden der KRIKO Engineering GmbH derzeit noch nicht zu beobachten. Das größte branchenspezifische Risiko sind die weiterhin sehr hohen Energiepreise, die dazu führen könnten, dass Kunden mit sehr energieintensiven Produktionsanlagen (z.B. Papierindustrie, Chemie- und Pharmaindustrie, Metallverarbeitung) Investitionen in die Modernisierung oder die Erweiterung ihrer Anlagen aufschieben bzw. streichen oder schlimmstenfalls Anlagen endgültig stilllegen und die Produktion an Standorte außerhalb von Deutschland oder Europa verlegen. Aktuell sind derartige Tendenzen jedoch nur vereinzelt zu beobachten. Insgesamt wird das branchenspezifische Risiko als niedriges Risiko bewertet. Personalspezifische Risiken Die Verfügbarkeit von qualifizierten Arbeitskräften am Markt hat sich im Laufe des Jahres 2023 verbessert. Und dieser Trend hat sich in den ersten Monaten des Jahres 2024 nochmals deutlich verstärkt. Dies erleichtert das angestrebte organische Wachstum des Unternehmens spürbar. Parallel wird auch die gute Zusammenarbeit mit Meister-/Technikerschulen in der Region sowie technischen Hochschulen im Südwesten von Deutschland weiter intensiviert. Insgesamt wird das personalspezifische Risiko als niedriges Risiko bewertet. Finanzwirtschaftliche Risiken Aufgrund der stabilen Liquiditätssituation des Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Das Unternehmen finanziert den normalen Geschäftsbetrieb über erhaltene Anzahlungen und Umsatzerlöse. Der Kauf des Bürogebäudes ist überwiegend langfristig und zu sehr guten Konditionen finanziert. Währungsrisiken zwischen EUR und CHF bestehen nur in geringem Umfang. Insgesamt wird das finanzwirtschaftliche Risiko als niedriges Risiko bewertet. 3. Gesamtaussage Durch die vorhandene Fachexpertise und den hohen Qualitätsanspruch wird das Unternehmen den dargestellten Risiken angemessen begegnen können. Es sind bis zum heutigen Tage keine finanziellen oder operativen Risiken identifiziert worden, die ein entwicklungsbeeinträchtigendes oder bestandsgefährdendes Potenzial darstellen würden, sodass die Unternehmensfortführung als gesichert angesehen werden kann.
Freiburg, den 02.07.2024 Ralf Steinhart BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangA. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht Die KRIKO Engineering GmbH hat ihren Sitz in Freiburg (bis 27.06.2023 in Merzhausen). Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Freiburg unter HRB 3674 eingetragen. B. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 wurde auf Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches erstellt. Nach den Größenmerkmalen des HGB ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Posten der Gliederungsvorschriften der §§ 266 und 275 HGB, die keinen Betrag ausweisen, wurden bei der Gliederung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung nicht berücksichtigt. C. Allgemeine Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. 1. Anlagevermögen Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen. Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt in den Fällen, in denen dies zu einer höheren Jahresabschreibung führt. Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit bei dauernder Wertminderung erforderlich, auf den niedrigeren, beizulegenden Wert abgeschrieben. 2. Umlaufvermögen Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten, durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen und angemessene Teile der Verwaltungskosten einbezogen. Die Bewertung der Vorräte erfolgt verlustfrei. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbarer Risiken bewertet. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung auf Forderungen ausreichend Rechnung getragen. Liquide Mittel sind zum Nominalwert bewertet. 3. Rechnungsabgrenzungsposten (aktiv) Für Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, wurde auf der Aktivseite ein Rechnungsabgrenzungsposten gebildet. 4. Eigenkapital Der Ansatz des Eigenkapitals erfolgt mit dem Nennbetrag. 5. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten so bemessen, dass sie nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung tragen. 6. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. 7. Fremdwährungsumrechnung Fremdwährungssachverhalte wurden grundsätzlich zu den Devisenkassamittelkursen umgerechnet. D. Erläuterungen zur Bilanz I. Angaben zur Aktivseite 1. Anlagevermögen Das Anlagevermögen hat sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
Bei den in den Wertpapieren des Anlagevermögens zum Buchwert von € 217.808,62 ausgewiesenen Fondsanteilen beträgt der beizulegende Zeitwert € 199.090,21. Die Abschreibung wurde unterlassen, weil aufgrund der nachhaltigen Ausrichtung des Fonds davon auszugehen ist, dass die Wertminderung voraussichtlich nicht von Dauer ist. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stellen sich bezüglich ihrer Fristigkeiten und Angabepflichten wie folgt dar:
II. Angaben zur Passivseite 1. Eigenkapital/Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von € 886.505,84 auf neue Rechnung vorzutragen. 2. Rückstellungen In den sonstigen Rückstellungen sind insbesondere Rückstellungen für ausstehende Eigen- und Fremdkosten im Projektgeschäft in Höhe von T€ 529, für Urlaubs- und Überzeitenansprüche der Belegschaft in Höhe von T€ 588 sowie für Mitarbeiterprämien und Geschäftsführungstantiemen in Höhe von T€ 251 enthalten. 3. Verbindlichkeiten
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind solche aus Steuern in Höhe von T€ 378 (im Vorjahr T€ 308) und im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von T€ 5 (im Vorjahr T€ 7) enthalten. 4. Gesamtbetrag der gesicherten Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von T€ 5.782 (im Vorjahr: T€ 5.993) sind durch Grundschulden zu Gunsten der Darlehensgeberin gesichert. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte. E. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung I. Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von € 66.074,30 (im Vorjahr € 108.842,63) enthalten. Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von € 12.715,92 (im Vorjahr € 30.309,50) enthalten. F. Sonstige Angaben I. Angaben der Arbeitnehmer nach § 285 Nr. 7 HGB
Die Berechnung erfolgte methodisch gem. § 267 Abs. 5 HGB mit einem Viertel der Summe aus den Zahlen der jeweils an den Quartalsenden des Kalenderjahres in der Gesellschaft Beschäftigten. II. Angaben zu den Organen der Gesellschaft nach § 285 Nr. 9 und 10 HGB Zu Geschäftsführern waren während des Geschäftsjahres bestellt: Herr Karl-Anton Ubald Kleiser, Geschäftsführer (abberufen mit Eintragung am 27.06.2023) Herr Ralf Dieter Steinhart, Geschäftsführer Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, vertritt er allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, vertreten zwei gemeinsam oder ein Geschäftsführer mit einem Prokuristen. Einzelvertretungsbefugnis kann erteilt werden. Die Geschäftsführer können von den Beschränkungen des § 181 BGB allgemein befreit werden. Gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterbleibt die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer. Unterschrift der Geschäftsführung
Freiburg, 05.07.2024 Ralf Dieter Steinhart, Geschäftsführer Bescheinigung Bescheinigung des Steuerberaters über die Erstellung Wir haben auftragsgemäß den vorstehenden Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - der Firma KRIKO Engineering GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 unter Beachtung der deutschen handelsrechtlichen Vorschriften erstellt. Grundlage für die Erstellung waren die von uns geführten Bücher und die uns darüber hinaus vorgelegten Belege und Bestandsnachweise, die wir auftragsgemäß nicht geprüft haben, sowie die uns erteilten Auskünfte. Die Buchführung sowie die Aufstellung des Inventars und des Jahresabschlusses nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Wir haben unseren Auftrag unter Beachtung der Verlautbarung der Bundessteuerberaterkammer zu den Grundsätzen für die Erstellung von Jahresabschlüssen durchgeführt. Dieser umfasst die Entwicklung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung sowie des Anhangs auf Grundlage der Buchführung und des Inventars sowie der Vorgaben zu den anzuwendenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Die Erstellung des von den gesetzlichen Vertretern aufgestellten und dem vorstehenden Jahresabschluss beigefügten Lageberichts und dessen Beurteilung waren nicht Gegenstand unseres Erstellungsauftrags.
Bad Krozingen, 02.07.2024 Menn & Menn Steuerberater sonstige Berichtsbestandteile
Freiburg, 05.07.2024 gez. Ralf Steinhart Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 05.07.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkBei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die KRIKO Engineering GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der KRIKO Engineering GmbH, Freiburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der KRIKO Engineering GmbH, Freiburg, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
79183 Waldkirch, den 3. Juli 2024 Muchenberger
& Kollegen GmbH & Co. KG
gez. Dipl.-Volkswirt Dr. Michael Muchenberger, Wirtschaftsprüfer gez. Dipl.-Volkswirt Andreas Kopp, Wirtschaftsprüfer |
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