rehaneo Holding GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Joseph-Martin Seidel seit 6.11.2025 | Geschäftsführer |
Nicola Nemec seit 17.6.2025 | Prokura |
Anuschka Krichbaum seit 17.6.2025 | Prokura |
Barbara Riescher seit 17.6.2025 | Prokura |
Barbara Koch seit 17.6.2025 | Prokura |
Emanuel Maximilian Edinger seit 17.8.2022 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Johannes StarkStark Holding GmbH | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Stark Verlag GmbHMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023Lagebericht der Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2023, MünchenInhaltsverzeichnis 1 Grundlagen des Unternehmens 1.1 Geschäftsmodell des Unternehmens 1.2 Ziele und Strategien 1.3 Steuerungssystem 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2.2 Geschäftsverlauf 2.3 Lage 2.3.1. Ertragslage 2.3.2. Finanzlage 2.3.3. Investitionen 2.3.4. Vermögenslage 3 Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1 Prognosebericht 3.2 Risikobericht 3.2.1 Risikomanagementsystem 3.2.2 Risiken 3.3 Chancenbericht 1 Grundlagen des Unternehmens1.1 Geschäftsmodell des Unternehmens Der STARK Verlag ist tätig im Bereich der Prüfungsvorbereitung und ist ein Tochterunternehmen der Sanoma Pro Oy. In fast 50 Jahren hat der Stark Verlag mit seinen Büchern Schüler*innen in ganz Deutschland zu erfolgreichen Prüfungen und damit zum Start in ihre berufliche Zukunft verholfen. Über 1.000 Autor*innen sowie 100 Mitarbeiter*innen setzen ihre ganze Energie daran, immer neue Bücher und digitale Angebote zu entwickeln, die den Lehrplänen der einzelnen Bundesländer entsprechen und sich zugleich am aktuellsten Geschehen im Bildungswesen orientieren. Unter dem Motto "Alles für bessere Noten" unterstützt der STARK Verlag, Lernende von der Grundschule bis zum Abitur sowie beim Start ins Studium und Berufsleben. Das Verlagsprogramm enthält über 900 Lernhilfen, die thematisch und methodisch passgenau prüfungsrelevantes Wissen vermitteln. Oftmals werden die Bücher und Arbeitshefte durch digitale Zusatzmaterialien ergänzt. Daneben bietet der STARK Verlag ein umfassendes digitales Programm mit eBooks, ActiveBooks, digitale Prüfungspakete und Online-Kurse für Schüler*innen und Lehrende sowie interaktive Aufgaben mit sofortiger Auswertung, Online-Lernkarten und Lernvideos zum Üben sowie digitale Glossare. Der STARK Verlag unterstützt Lehrkräfte mit Aufgaben-Pools in der digitalen Unterrichtsvorbereitung und stellt dafür Dateien in Text, Bild und Audio zur Verfügung. Sanoma bietet, in zwölf europäischen Ländern 1 , Lösungen für vielfältigste Produkte und Leistungen für die Aus- und Weiterbildung von Schülern, Studierenden und Berufstätigen an. Neben dem klassischen Buch bietet Sanoma auch multimediale Lernsysteme an, die einzelnen Lernenden oder Gruppen helfen, ihre persönlichen und beruflichen Ziele zu erreichen. Der Stark Verlag produziert und vertreibt eben solche Produkte, die der Sanoma Strategie entsprechen. 1.2 Ziele und Strategien Die Strategie und das Ziel des Stark Verlages ist Menschen dabei zu unterstützen, Ihre Talente und Fähigkeiten privat wie beruflich in allen Facetten zu entfalten. 1.3 Steuerungssystem Die für die Steuerung der Stark Verlag GmbH maßgeblichen finanziellen Leistungsindikatoren sind neben der Umsatzentwicklung das Ergebnis der operativen Tätigkeit in den fortgeführten Geschäftsbereichen vor Restrukturierungsaufwand und übrigen Sondereffekten ("Adjusted EBITDA"). Hierbei wird das Ergebnis vor Steuern, die Zinserträge und Aufwendungen sowie den Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte korrigiert sowie Einmaleffekte wie Reststrukturierungen oder Effekte aus nicht fortgeführten Geschäftsbereichen eliminiert (excl. Sondereffekte). 2 Wirtschaftsbericht2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das deutsche Wirtschaftswachstum (BIP) ist im Jahr 2023 gegenüber 2022 gesunken, mit einem Rückgang des preisbereinigten Bruttoinlandsproduktes um 0,3% 2 . Für das gesamte Jahr 2023 ergibt sich dabei eine Erhöhung der Erwerbstätigen von 0,7%. Mit 45.933 Millionen Erwerbstätigen (im Inland per Ende 2023) hat sich die Zahl der Beschäftigten um 0,337 Millionen erhöht (45.596 Millionen Erwerbstätigen im Inland per Ende 2022) 3 . Die Verbraucherpreise stiegen um 5,9% im Jahresdurchschnitt 2023 gegenüber dem Vorjahr 4 , ebenso die Inflationsrate um 5,9% 5 . Die Buchbranche bereitet sich weiterhin auf den Umbruch durch digitale Medien vor. Hierbei spielen die Wissenschafts- und Fachverlage weiterhin eine Vorreiterrolle. Aus Sicht des Verlages wird jedoch mit einer leicht positiven Marktentwicklung für die Prüfungsvorbereitung sowie Lösungsangebote des Verlages gerechnet. Aufgrund einer Vielzahl von Änderungen im Schulsystem sowie im Verhalten von Schülern und Eltern: 1) inhaltlich anspruchsvollere Lehrpläne/Straffung, Verkürzung und Niveausteigerungen bei gleichzeitig sinkender Stundenzahl durch Lehrermängel (Zahl der Lehramtsabsolventinnen und -absolventen ging zurück -0,7%) 6 . Der Anforderungsdruck und das Pensum an die Prüflinge ist weiterhin sehr hoch und bedarf der Unterstützung durch Übungsmaterialien, wie sie der Stark Verlag veröffentlicht und vertreibt. Die vorab dargestellten Faktoren haben dazu geführt, dass die Notwendigkeit eines ergänzenden Lernens am Nachmittag besteht. 2.2 Geschäftsverlauf Die aggregierten Umsatzerlöse stiegen von T€ 11.691 im Vorjahr 2022 um ca. 22,6% auf T€ 14.332 im Jahr 2023, sodass die Erwartungen hinsichtlich einer leichten Steigerung der Umsatzerlöse übertroffen wurden. Die Umsatzerlöse teilen sich für 2023 wie folgt auf:
Innerhalb der Produktreihen bei Stark hat sich die "Rote Reihe" (Abitur- und Prüfungsvorbereitungen) gegenüber dem Vorjahr positiv entwickelt. Die Umsätze der "Weißen Reihe" (allgemeines ergänzendes Training und Lernen im Schulbereich) sind leicht gegenüber dem Vorjahr 2022 gestiegen. Die Reihe "Beruf und Karriere" gegenüber dem Vorjahr 2022 fast unverändert. Die Lizenzerlöse sind im Geschäftsjahr 2023 um 14,4% gestiegen im Vergleich zu 2022. Maßgeblich dafür war im Jahr 2023 eine höhere Ausschüttung der VG Wort im Jahr 2023 für das Jahr 2022 (T€ 127 in 2023 vs. T€ 120 in 2022). Hinsichtlich der Entwicklung des operativen Ergebnisses verweisen wir auf Punkt 2.3.1 dieses Lageberichts. 2.3 Lage 2.3.1. Ertragslage Die absolute Rohertragsmarge (Gesamtleistung inkl. Bestandsveränderung abzüglich Materialaufwand und bezogene Vorleistungen) steigerte sich im Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 26,8% von T€ 8.582 auf T€ 10.886. Die relative Rohertragsmarge (absolute Rohertragsmarge im Verhältnis zu der Gesamtleistung inkl. Bestandsveränderung) hat sich von 69,5% im Jahr 2022 auf 76,6% im Jahr 2023 gesteigert. Die sonstigen betrieblichen Erträge betrugen im Geschäftsjahr 2023 T€ 0 gegenüber T€ 5 im Vorjahr 2022. Der Personalaufwand belief sich im Geschäftsjahr 2023 auf T€ 5.441 (Vorjahr T€ 5.217). Damit haben sich die Personalaufwendungen leicht erhöht. Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 101 Mitarbeiter (davon 0 Azubi und 18 Minijobs) beschäftigt. Im Vorjahr waren durchschnittlich 105 Mitarbeiter (davon 1 Azubi und 21 Minijobs) beschäftigt. Die Abschreibungen im Geschäftsjahr 2023 sind im Vergleich zu 2022 leicht gesunken und betrugen T€ 136 (Vorjahr T€ 159). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Jahr 2023 um 24,8% im Vergleich zu 2022 gestiegen. Im Jahr 2023 betrugen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen T€ 4.851 gegenüber T€ 3.886 im Vorjahr 2022. Die Veränderung resultieren im Wesentlichen aus der gestiegenen Sanoma Management Gebühren T€ 517 (VJ € 12) sowie Software-Wartung & Netz T€ 622 (Vorjahr € 334). Entwicklung des operativen Ergebnisses (Adjusted EBITDA), d.h. vor Steuern, Zinsen und Sondereffekten (Restrukturierungsaufwendungen sowie Effekte aus nicht fortgeführten Geschäftsbereichen) sowie den Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte (sh. auch 1.3. Steuerungssystem):
Der "Adjusted" EBITDA im Jahr 2023 betrug T€ 1.080 (7,5% der Umsatzerlöse) im Vorjahr betrug er T€ -818 (-7,0% der Umsatzerlöse). 2.3.2. Finanzlage Die Veränderung des Bestandes an flüssigen Mitteln entwickelte sich positiv im Geschäftsjahr 2023, mit einem Wert von T€ +1.518, gegenüber dem Geschäftsjahr 2022. Die Veränderung an flüssigen Mittel lässt sich mit dem Umsatzanstieg erklären. Zudem wird für die nächsten zwei Jahre vom Mutterunternehmen Sanoma Pro Oy sichergestellt, dass das Tochterunternehmen Stark Verlag GmbH seine Verbindlichkeiten und Verpflichtungen erfüllen kann. 2.3.3. Investitionen Die getätigten Investitionen im Geschäftsjahr 2023 sind im Vergleich zu 2022 leicht gestiegen. Die Investitionen betrugen im Jahr 2023 T€ 23 (Vorjahr T€ 16) und waren maßgeblich für die Ersatzbeschaffungen im Bereich der Betriebs- und Geschäftsausstattung. 2.3.4. Vermögenslage Im Rahmen der Erläuterung der Vermögenslage werden nachfolgend die Bilanzstände zum 31. Dezember 2023 mit den Vorjahreszahlen zum 31. Dezember 2022 verglichen. Das Anlagevermögen ist von T€ 228 auf T€ 115 gesunken. Wesentlich für den Rückgang sind planmäßige Abschreibungen von Investitionen. Außerplanmäßige Abschreibungen wurden im Geschäftsjahr 2023 nicht durchgeführt. Das Vorratsvermögen ist im Vergleich zu 2022 um 7,9% gesunken. Das Vorratsvermögen gliedert sich auf in Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe in Höhe von T€ 125 (Vorjahr T€ 163), unfertige Erzeugnisse in Höhe von T€ 21 (Vorjahr T€ 81) und fertige Erzeugnisse und Waren in Höhe von T€ 1.715 (Vorjahr T€ 1.775). Der Kassenbestand und das Guthaben bei Kreditinstituten haben sich von 2022 auf 2023 um T€ 1.518 auf T€ 2.464 erhöht. Die Veränderung des Kassenbestands und der Guthaben bei Kreditinstituten ist in Punkt 2.3.2 Finanzlage näher dargestellt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind im Vergleich zum Vorjahr um T€ 2 gestiegen (T€ 43 im Vergleich zum Vorjahr T€ 41). Der Eigenkapital ist im Vergleich zum Vorjahr um T€ 557 gesunken. Der Rückgang des Eigenkapitals resultiert aus dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres in Höhe von T€ 442 (Vorjahr Jahresfehlbetrag T€ 681) sowie einer gegenläufigen Entnahme aus der Kapitalrücklage in Höhe von T€ 1.000 (Vorjahr T€ 0). Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von T€ 2.807 sind im Vergleich zum Vorjahr (Vorjahr T€ 2.345) gestiegen. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Verpflichtung im Personalbereich in Höhe von T€ 459 (Vorjahr T€ 190) und Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von 153 T€ (Vorjahr 75 T€). Des Weiteren sind Rückstellungen für ausstehende Honorare in Höhe von 1.729 T€ (Vorjahr T€ 1.714) und Remissionen in Höhe von 235 (Vorjahr 175 T€) enthalten. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr gesunken (T€ 329 im Jahr 2023 vs. T€ 460 Vorjahr). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind im Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr wesentlich gesunken (T€ 0 im Jahr 2023 vs. T€ 500 Vorjahr). Maßgeblich für die Veränderung ist die Rückzahlung des Hausbankkredites in Höhe von T€ 500 an Sanoma. Die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich im Vergleich zum Vorjahr 2022 erhöht (T€ 187 im Jahr 2023 vs. T€ 66 im Vorjahr) aufgrund höherer steuerlicher Verbindlichkeiten. 3 Prognose-, Chancen- und Risikobericht3.1 Prognosebericht Das Bundesministerium für Wirtschaft prognostiziert in ihrer aktuellen Projektion für 2024, einen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes (0,2%) verglichen mit 2023 7 . Gleichzeitig erwartet die Bundesregierung einen Rückgang der Inflation. Es wird erwartet, dass im Jahr 2024 die Inflation sinken wird auf 2,8% nach 6,0% im Jahr 2023 8 . Das Unternehmen geht davon aus, dass sich die Umsatzerzielung pro Kunde erhöhen wird. Laut Statistischem Bundesamt DESTATIS wird die Zahl der Schülerinnen und Schüler im Schuljahr 2024/2025 ansteigen. In der Statistischen Veröffentlichung werden rund 11,3 Millionen Schülerinnen und Schüler an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen sowie an Schulen des Gesundheitswesens in Deutschland unterrichtet 9 . Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, entspricht dies einer Zunahme von 1,9 % im Vergleich zum vorangegangenen Schuljahr 10 . Es wird derzeit davon ausgegangen, dass der Umsatz des Verlages aufgrund des Wechsels vom achtjährigen Gymnasium zurück zum G9 in Bayern leicht sinken wird. Ein Rückgang im Printbereich könnte hierbei durch einen weiterhin steigenden Verkauf von digitalen Produkten und Zusatzkomponenten zum Teil aufgefangen werden. Der Verlag rechnet für das laufende Geschäftsjahr mit einem leichten Anstieg des operativen Ergebnisses (Adjusted EBITA). Inflationäre Preissteigerung werden durch stetige Optimierung der Prozesse minimiert. 3.2 Risikobericht 3.2.1 Risikomanagementsystem Im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit ist die Stark Verlag GmbH einer Reihe von Risiken ausgesetzt, die sich aus dem normalen Geschäftsverlauf, dem Markt- und Wettbewerbsumfeld sowie möglichen regulatorischen und politischen Veränderungen ergeben. Um das Ausmaß der Risiken zu messen, zu überwachen und zu kontrollieren, werden im Unternehmen verschiedene Management- und Kontrollsysteme eingesetzt, überwacht und kontrolliert. Vom Konzern und von der Geschäftsleitung wurden Maßnahmen ergriffen, dass die bestehenden Risiken von den verantwortlichen Bereichsleitern kontinuierlich überwacht werden und an die Geschäftsführung im Rahmen von Planungs- und Controlling Prozessen berichtet werden. Neben einer langfristigen umfassenden strategischen Planung existiert sowohl bei Sanoma wie auch bei Stark ein Budgetierungs- und Forecasting-System mit einem jährlichen Business Plan, der vom CEO Sanoma Learning genehmigt wird. Die Monatsergebnisse, die die Gewinn- und Verlustrechnung, die Bilanz und den Cashflow beinhalten, werden den entsprechenden Zahlen aus dem Businessplan und dem Vorjahr gegenübergestellt und Abweichungen analysiert und kommentiert. 3.2.2 Risiken Im Folgenden werden Risiken der künftigen Entwicklung, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können, dargestellt. Die Risiken sind entsprechend ihrer Bedeutung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in einer Rangreihenfolge angeführt. Am Ende des Abschnittes befindet sich eine tabellarische Zusammenfassung der Risiken. Die Bewertung der Eintrittswahrscheinlichkeit der Szenarien ist auch nach Auswertung aller vorliegenden Informationen eine subjektive Einschätzung der Geschäftsleitung zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts. Die Risiken haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert. Die Risiken erscheinen für die Stark Verlag GmbH aktuell (Stand Unterzeichnung Jahresabschluss 2023) als beherrschbar und es wird mit einer weiteren Erholung der Umsätze gerechnet und zusätzlichen Chancen, die Umsätze durch Digitallösungen zu steigern. Es sind aber auch negative Szenarien im Laufe des neuen Geschäftsjahres 2024 möglich. Ein Liquiditäts- bzw. Finanzierungsrisiko für die Stark Verlag GmbH sind aus dem Grund auszuschließen, da das Mutterunternehmen Sanoma Pro Oy sich verpflichtet, dass das Tochterunternehmen Stark Verlag GmbH seine Verbindlichkeiten und Verpflichtungen in den nächsten zwei Jahren erfüllen kann. Die Aktivitäten unserer existierenden und neuer Wettbewerber werden beobachtet; zusätzliche Angebote der anderen, in diesem Segment tätigen Verlage sowie der Online-Anbieter könnten einen zusätzlichen höheren Wettbewerbsdruck ausüben; entsprechende Auswirkungen auf Umsatzerlöse sind nicht auszuschließen. Wichtig ist aus Sicht des Verlages, die Umstellung in Bayern zurück von G8 auf G9 im Gymnasium, deshalb werden im Jahr 2025 keine flächendeckende Abiturprüfung im Freistaat stattfinden. Im Bereich Produktion können Risiken für die operativen Ergebnisse durch Papierpreissteigerungen entstehen. Der Konzern Sanoma versucht diesen Risiken durch eine Koordinierung und Bündelung seines gesamteuropäischen Papiereinkaufsvolumens entgegenzuwirken (geringe Eintrittswahrscheinlichkeit / geringe mögliche Auswirkungen). Das Risiko von Forderungsausfällen wird durch regelmäßige Bonitätsüberprüfungen unserer größeren Kunden, das Management von Kreditlinien, ein regelmäßiges Mahnwesen und die Überwachung des Zahlungsverhaltens reduziert (bisher geringe Risiken bezogen auf Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung); in der Zukunft kann eine Änderung der Risikostruktur nicht ausgeschlossen werden. Der Stark Verlag wird weiterhin an seiner Kostenstruktur arbeiten und Optimierungsmaßnahmen stetig umsetzen und interne Strukturen entsprechend anpassen, um vorhandene Ressourcen möglichst effektiv zu nutzen.
3.3 Chancenbericht Im Folgenden werden Chancen der künftigen Entwicklung, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können, dargestellt. Die Chancen haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert. Es bietet sich weiterhin eine Chance für den Stark Verlag in dem Bereich der digitalen Unterrichtsmaterialien für Lehrer sowie digitale Konzepte für das individuelle Lernen. Durch gezielte strategische Kooperationen mit Technologie-Partnern sieht der Stark Verlag eine Chance, sich als essenzieller Partner von Schülern, Eltern und Lehrern zu positionieren und damit zukünftig höhere Umsätze zu erzielen. Der Stark Verlag sieht auch eine Chance zur Umsatzsteigerung durch zusätzliche Budgets der Bundesregierung für den Schulbereich ("DigitalPakt Schule 2019-2024") sowie zusätzliche Förderungen von Schülern und Schülerinnern zur Schließung von Lernrückständen. Insgesamt betrachtet sind aus heutiger Sicht (Stand Unterschriftsdatum Jahresabschluss 2023) die Auswirkungen aller Chancen auf eine deutliche Umsatzsteigerung als gering anzusehen.
Unterschrift Geschäftsführer Der Geschäftsführer hat den vorliegenden Jahresabschluss am 21. Juni 2024 zur Veröffentlichung freigegeben.
München, den 21. Juni 2024 Stark Verlag GmbH Gerhard Glatz, Geschäftsführer Sitz der Gesellschaft 81541 München Amtsgericht München, HRB 159506
1 Quelle: Who we are <
https://www.sanoma.com/en/who-we-are/>>Zugriff am
22.02.2024 11:25
Bilanz zum 31.12.2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 20231. Allgemeine AngabenDer Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsrechts aufgestellt. Die Gesellschaft ist verpflichtet, nach den Größenmerkmalen des § 267 Abs. 2 HGB die Rechnungslegungsvorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften anzuwenden. 2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze und zur WährungsumrechnungBei der Erstellung des Jahresabschlusses sind die folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zur Anwendung gekommen: Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer über 3-5 Jahre linear pro rata temporis abgeschrieben. Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten aktiviert und linear unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Nutzungsdauer über 3-10 Jahre abgeschrieben; dabei gelten für die unterschiedlichen Klassen von Vermögensgegenständen folgende betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern: EDV-Hardware 3 Jahre; Mietereinbauten gem. Mietvertragsdauer 5-10 Jahre; Betriebs- und Geschäftsausstattung 7 Jahre. Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen Euro 250,00 und Euro 1.000,00 wurden entsprechend §6 Abs. 2a EStG linear auf einen Zeitraum von 5 Jahren abgeschrieben. Abgänge werden dabei nicht berücksichtigt. Soweit die beizulegenden Werte des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, wird eine außerplanmäßige Abschreibung bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Herstellungskosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse umfassen Material- und Fertigungseinzelkosten sowie deren Gemeinkosten. Fremdkapitalzinsen werden nicht einbezogen. Der verlustfreien Bewertung wurde durch einen Gängigkeitsabschlag auf die Herstellungskosten Rechnung getragen. Die Bewertung erfolgt grundsätzlich nach dem FIFO-Prinzip. Wie im Vorjahr wurden im Geschäftsjahr 2023 Aufwendungen für Redaktionsleistungen in Höhe von 680 T€ (Vorjahr 680 T€) in den Herstellungskosten aktiviert, da ein wesentlicher Teil dieser Leistungen aufgrund geänderter Anforderungen an diesen Bereich sowie einer internen Neuausrichtung auf den Herstellungsprozess entfallen. Die geänderten Anforderungen ergeben sich v.a. aus der Diversifikation des Produktportfolios und führen dazu, dass ein wesentlicher Teil der Redaktionsleistung mittlerweile herstellungsbezogen ist. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nominalbeträgen abzüglich angemessener Wertberichtigung angesetzt. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos werden 1 % der übrigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen pauschalwertberichtigt. Seit 01. Juli 2017 erfolgt eine Auslagerung ("Outsourcing") von Lager- und Warenwirtschaft ("Supply Chain") sowie von Auftragsbearbeitung und -verwaltung, Rechnungsstellung, Retouren- und Forderungsbearbeitung (auch genannt "OTC - Order to Cash") an einen für die Bücherbranche spezialisierten Dienstleister für die Verlagsauslieferung. Die Kassenbestände und Bankguthaben sind mit den Nominalwerten angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das Eigenkapital wird zum Nennbetrag bilanziert. Die sonstigen Rückstellungen wurden mit dem notwendigen Erfüllungsbetrages nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ermittelt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten mit dem Betrag ihrer voraussichtlichen Inanspruchnahme. Die Verbindlichkeiten sind zu Erfüllungsbeträgen angesetzt. Passive latente Steuern werden grundsätzlich mit aktiven latenten Steuern auf die handels- und steuerrechtlich voneinander abweichenden Wertansätzen verrechnet. Über den Saldierungsbereich hinausgehende aktive Steuerlatenzen werden in Ausübung des Wahlrechtes des § 274 Abs. 1 Satz 2 HBG nicht aktiviert. Aktive latente Steuern setzen sich aus temporären Differenzen auf sonstigen Rückstellungen, Anlagevermögen und steuerliche Verlustvorträge zusammen. Passive latente Steuern sind weder zum 31. Dezember 2023 noch zum Bilanzstichtag vorhanden. Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt mit dem für die Gesellschaft geltenden Steuersatz von 32,98%. Umsatzerlöse werden erfasst, sobald die Leistungserbringung erfolgt ist, Aufwendungen werden unter Berücksichtigung des Vorsichtsprinzips erfasst. Die Währungsumrechnung erfolgte gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs. 3. Angaben zum Jahresabschluss3.1. Angaben zur Bilanz Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen sind dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten eine Forderung in Höhe von 195 T€ (Vorjahr 0 T€) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die übrigen sonstigen Vermögensgegenstände haben wir im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultierten aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von in Höhe von 8 T€ (Vorjahr 0 T€). Das gezeichnete Kapital in Höhe von 55 T€ (Vorjahr 55 T€) ist zum Bilanzstichtag voll eingezahlt. Die Kapitalrücklage in Höhe von 15.236 T€ (Vorjahr 16.236 T€) hat sich um 1.000 T€ im Rahmen einer Auflösung und Entnahme an die Gesellschafterin reduziert. Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 2.807 T€ (Vorjahr 2.345 T€) sind im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Die Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus der Verpflichtung im Personalbereich in Höhe von 459 T€ (Vorjahr 190 T€) und Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von 232 T€ (Vorjahr 75 T€). Des Weiteren sind Rückstellungen für ausstehende Honorare in Höhe von 1.729 T€ (VJ 1.714 T€) und für Remissionen in Höhe von 235 T€ (Vorjahr 175 T€) enthalten. Die Rückstellungen sind kurzfristig. Sämtliche Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Darlehen in Höhe von 0 T€ (Vorjahr 500 T€). 3.2. Angaben zur Gewinn- und Verlust-Rechnung Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Die Umsatzerlöse werden im Zeitpunkt realisiert, in dem die Leistungen abgeschlossen sind und der Anspruch auf Gegenleistung entstanden ist. Die Gesellschaft erzielt hierbei ihre Umsatzerlöse insbesondere in den Produktbereichen Bücher, digitale Produkte / eBooks sowie Übrige. Seit Mitte 2017 bis zum 30. Juni 2023 wurde die komplette Auslieferung im Namen und auf Rechnung der Pearson Deutschland GmbH abgewickelt. Seit 1. Juli 2023 erfolgt die Auslieferung über unseren OTC Dienstleister Zeitfracht Medien GmbH, Erfurt, in eigenem Namen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 4.851 T€ (Vorjahr 3.886 T€) bestehen im Wesentlichen aus Aufwendungen für Vertriebskosten in Höhe von 2.233 T€ (Vorjahr 2.208 T€) aus Gebäudekosten in Höhe von 627 T€ (Vorjahr 554 T€), Prüfungs- und Beratungskosten in Höhe von 532 T€ (Vorjahr 490 T€) sowie IT/EDV-Kosten in Höhe von 523 T€ (Vorjahr 354 T€). Im Dezember 2021 veröffentlichte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) Modellregelungen zur Einführung einer globalen Mindestbesteuerung. In Deutschland wurde die Pillar 2-Gesetzgebung im Dezember 2023 beschlossen und tritt ab dem 1. Januar 2024 in Kraft. Die Sanoma Gruppe fällt in den Anwendungsbereich der OECD-Pillar 2-Modellregelungen. Auf die Stark Verlag GmbH wird zukünftig voraussichtlich keine Steuermehrbelastung aus der nationalen Ergänzungssteuer entfallen, da sie weder oberste Muttergesellschaft noch Gruppenträgerin der Mindeststeuergruppe im Sinne der § 3 MinStG ist. 4. Sonstige Angaben4.1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen folgende Verpflichtungen aus Mietverträgen für Büroräume, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Kraftfahrzeug- und Anlagenleasing:
4.2. Sonstige Angaben Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 100 Arbeitnehmer (darunter keine Azubis und 19 Minijobber) beschäftigt. Dabei wird die wirtschaftliche Betrachtung über das Gesamtjahr herangezogen.
4.3. Mutterunternehmen Die Stark Verlag GmbH gehört über ihren Gesellschafter Sanoma Pro OY zum Konzern der Sanoma Oyj, Sanoma, Finnland (größter Konsolidierungskreis) deren Konzernabschluss auf der Homepage der Gesellschaft, auf der Homepage der Finnish Patent and Registration Office oder unter folgender Adresse erhältlich ist:
Die Stark Verlag GmbH ist in den Konzernabschluss der Sanoma Pro OY, Helsinki, Finnland, (kleinster Konsolidierungskreis) einzubeziehen. Die Sanoma Pro OY hat bis zum Aufstellungszeitraum für den kleinsten Konsolidierungskreis bisher keinen Konzernabschluss aufgestellt. 4.4. Geschäftsführung Der Geschäftsführung gehörten im Geschäftsjahr 2023 folgende Personen an:
Hinsichtlich der Angabe der Geschäftsführerbezüge wird von der Befreiungsvorschrift nach § 286 Nr. 4 HGB Gebrauch gemacht. Die Geschäftsführer sind vertraglich an die Stark Verlag GmbH, München, an Pearson Italien S.p.A., Mailand und Sanoma Pro OY, Helsinki gebunden. Die Vergütungen werden von der Stark Verlag GmbH, der Pearson Italien S.p.A., Mailand und von der Sanoma Pro OY, Helsinki bezogen. 4.5. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag (Nachtragsbericht) Die Stark Verlag GmbH wurde am 2. Januar 2024 durch die Sanoma Pro OY, Helsinki an die Stark Holding GmbH veräußert. Für den Jahresabschluss der Stark Verlag GmbH haben sich hieraus keine Auswirkungen ergeben. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor. 4.6. Ergebnisverwendung Der in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene Jahresüberschuss in Höhe von 464 T€ wird in voller Höhe mit dem Verlustvortrag in Höhe von 11.972 T€ verrechnet.
München, 21. Juni 2024 Gerhard Glatz, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens in der Zeit vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Stark Verlag GmbH, München Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Stark Verlag GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Stark Verlag GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 21. Juni 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Christoph Tübbing, Wirtschaftsprüfer ppa. Andreas Sulzer, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 11. September 2024 festgestellt. |
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