Stammdaten

Register
Amtsgericht Cottbus HRB 6038
Vorher
Predl Kanalbauelemente GmbH
Eingetragen
6.7.2005
Branche
Herstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Platten, Folien, Schläuchen und Profilen aus Kunststoffen
Gegenstand
Herstellung von Kunststoffelementen für den Kanalbau, Handel und Vertrieb von Kanalbauelementen und Kunststofferzeugnissen, sowie Betreiben von Photovoltaikanlagen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Grit Schunack
seit 6.7.2005
Prokura
Manfred Predl
seit 6.7.2005
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
Manfred Predl
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Predl Besitzgesellschaft mbH
Germany
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Predl GmbH

Uebigau-Wahrenbrück

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht zum 31. Dezember 2023

PREDL GmbH, Kunststoffverarbeitung Mathias-Loi-Straße 1, 04924 Bönitz

Inhaltsverzeichnis

A. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

B. Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

1. Ertragslage

2. Finanzlage

3. Vermögenslage

4. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

C. Prognosebericht

D. Risikobericht

A. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Unternehmensstruktur, Geschäftstätigkeit

Die PREDL GmbH wurde am 01.07.2000 gegründet und hat ihren Sitz in Bönitz. Mit Vertrag 05.08.2005 wurde die Predl Handelsgesellschaft mbH und mit Vertrag vom 18.04.2012 wurde die EUROSCHACHT GmbH unter Übertragung ihres Vermögens unter Auflösung ohne Abwicklung als Ganzes auf die Gesellschaft PREDL GmbH verschmolzen.

Die rechtliche Unternehmensstruktur hat sich im Geschäftsjahr 2023 nicht verändert.

Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der PREDL GmbH liegt in der Herstellung von Kunststoffelementen für den Kanalbau. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die PREDL GmbH hauptsächlich Formteile für den Bereich Kanalschachtbau hergestellt und verkauft.

Die Strategie der PREDL GmbH bezieht sich auf:

- Ausbau der Marktanteile

- separierte Geschäftsbereiche

- leistungsorientierte Vergütung der Mitarbeiter

Durch gezielte Diversifikation und konsequentes Ausnutzen von Marktnischen wurde eine ausgewogene Produktstruktur erreicht, die eine kontinuierliche Geschäftsentwicklung ermöglicht.

Um die Konkurrenzfähigkeit ihrer Leistungen zu sichern, hat die PREDL GmbH unrentable Geschäftszweige aufgegeben und attraktive Geschäftszweige weiter ausgebaut. Im Berichtsjahr hat die PREDL GmbH Aktivitäten in dem Bereich "Flexliner" weiter ausgebaut. Die PREDL GmbH produziert dieses Produkt seit 2019. Im Berichtsjahr konnten die verfügbaren Produktionskapazitäten gut ausgelastet werden. Im Vergleich zum Vorjahr wurde ein gleichbleibendes Produktionsvolumen erzielt.

Geschäftsverlauf

Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 5,0 % niedriger als im Vorjahr; kalenderbereinigt ergab sich sogar ein Rückgang um 5,3%, da das Jahr 2023 mehr Arbeitstage hatte als 2022.

Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahresdurchschnitt 2023 von 44,8 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 477 000 Personen oder 1,1 % weniger als 2022. Besonders betroffen waren geringfügig Beschäftigte sowie Selbstständige, während die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten stabil blieb. Vor allem die erweiterten Regelungen zur Kurzarbeit dürften hier Entlassungen verhindert haben.1)

1) Quelle: Statistisches Bundesamt/ destatis.de

Entwicklung der Branche

Die Geschäfte der Kunststoffbranche entwickelten sich in der zweiten Jahreshälfte 2023 positiv und übertrafen die verhaltenen Erwartungen aus der Jahresmitte. Das Erreichen des Vorkrisen-Niveaus erwartet der Großteil der Branche jedoch erst für 2024.

Nach einer Befragung des Branchendienstes "KI - Kunststoff Information" unter 400 teilnehmenden Unternehmen beurteilten 56 % der befragten Unternehmen den Geschäftsverlauf in der 2. Jahreshälfte besser als im 1. Halbjahr, wobei die Ergebnisse je nach Unternehmenssparte und -größe stark differieren.

Die Erwartungen für 2024 sind insgesamt positiv. 34 Prozent der befragten Unternehmen rechnen mit einer positiven Entwicklung im ersten Halbjahr, nur 14 Prozent erwarten schlechtere Geschäfte. Als größte Risiken werden steigende Materialpreise und mangelnde Verfügbarkeiten eingeschätzt. 2)

2) Quelle: Pressemitteilungen kiweb.de

Einschätzung der Unternehmensleitung

Der Geschäftsverlauf war im Geschäftsjahr gekennzeichnet von strategischen und marktpolitischen Maßnahmen, die für einen weiterhin positiven Geschäftsverlauf von Tragweite waren und sind.

Die Geschäftsentwicklung der PREDL GmbH blieb im Berichtsjahr hinter den Erwartungen zurück, weil das Jahresergebnis mit einem Rückgang von rd. 26 % stärker gefallen ist als im Lagebericht 2022 prognostizierte wurde. Die angestrebte Stabilisierung auf dem Niveau des Vorjahres wurde nicht erreicht.

Dennoch verlief das Jahr 2023 für die PREDL GmbH erfolgreich. Trotz der schwierigen Wettbewerbssituation wurde ein positives Betriebsergebnis in Höhe von 1.770.134 EUR vor Steuern erwirtschaftet.

B. Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der PREDL GmbH hat sich im Geschäftsjahr 2023 insgesamt positiv entwickelt.

Ertragslage

Der Umsatz liegt mit 11.545 TEUR rund 1.760 TEUR unter dem Vorjahresniveau. Die Umsatz- und Auftragsentwicklung kann als zufriedenstellend beurteilt werden und entspricht weitestgehend dem vergleichbaren Zeitraum des vorangegangenen Wirtschaftsjahres.

Die PREDL GmbH hat ein Jahresergebnis von 2.061.323,25 EUR vor Ertragsteuern erzielt. Die Personalkosten bewegen sich mit 4.531.880,37 EUR auf Vorjahresniveau.

Auf Grund bestehender stabiler Lieferantenbeziehungen war die termingerechte Versorgung mit den erforderlichen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit sichergestellt.

Die Beschaffungs- und Vorratspolitik der PREDL GmbH war darauf ausgerichtet, die zur Fertigung erforderlichen Einsatzstoffe mit geringstmöglichen Beschaffungs-, Lager- und Fehlmengenkosten zum Bedarfszeitpunkt termingerecht bereitzustellen.

Finanzlage

Ergänzend zu den Ausführungen zur Investitionsfinanzierung lässt sich feststellen, dass im Geschäftsjahr 2023 auf eine Inanspruchnahme der Kontokorrentlinien verzichtet werden konnte. Infolge dessen ist bei einer höheren Bilanzsumme die Eigenkapitalquote von 91,5 % auf 92,3 % gestiegen. Die anfallenden finanziellen Verpflichtungen wurden stets - i. d. R. unter Inanspruchnahme von Skontoerträgen - durch schnelle Zahlung erfüllt. Zahlungsfähigkeit war jederzeit gegeben.

Der Cashflow ist positiv geblieben. Der Cashflow aus operativer Tätigkeit betrug im Berichtszeitraum 2.439 TEUR.

Die PREDL GmbH rechnet damit, auch künftig ihre finanziellen Verpflichtungen jederzeit erfüllen zu können.

Mit einer geordneten Vermögens- und Finanzlage ist eine wesentliche Voraussetzung erfüllt, um auch künftig erfolgreich arbeiten zu können.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme von PREDL GmbH belief sich zum Bilanzstichtag auf 25.192.705,37 EUR. Sie hat sich gegenüber dem Vorjahr 2022 (24.183.685,53 EUR) um 4,2 % erhöht.

Gegenüber dem Vorjahr ergaben sich bei der Vermögensstruktur trotz um ca. 1 Mio.EUR gestiegener Bilanzsumme keine wesentlichen Veränderungen. Die Anteile des Anlagevermögens an der Bilanzsumme betragen rund 60 %.

Aufgrund des strengen Niederstwertprinzips und den Regeln der verlustfreien Bewertung sind im Jahresabschluss sämtliche erkennbaren Verluste über Abwertungen und Rückstellungen berücksichtigt worden.

Beim Wertansatz der unfertigen Bauleistungen und der Beteiligungen an Tochterunternehmen führt die Beachtung des Anschaffungs- und Herstellungskostenprinzips zur Bildung stiller Reserven.

Inflations- und Wechselkurseinflüsse haben auf die Vermögenslage keinen nennenswerten Einfluss. Das Wertpapiervermögen wurde durch Veräußerungen von 3.248 TEUR auf 1.131 TEUR abgebaut.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich infolge der Senkung der Umsatzerlöse von 420 TEUR auf 370 TEUR.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Zur voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft wird im Einzelnen ausgeführt:

Die Entwicklung in der PREDL GmbH wird im laufenden Jahr voraussichtlich nicht von der Entwicklung im Jahr 2023 abweichen.

Wir erwarten für das laufende Geschäftsjahr ein gegenüber dem Vorjahr gleichbleibendes Ergebnis.

Für das laufende Geschäftsjahr sind weiterhin gleichbleibende Umsatzerlöse zu verzeichnen. Steigende Materialpreise und mangelnde Verfügbarkeiten erfordern jedoch einen erhöhten Aufwand in der Rohstoffbeschaffung, um eine ununterbrochene Produktionstätigkeit zu gewährleisten.

Die PREDL GmbH rechnet mit einem im Branchenvergleich befriedigenden Ergebnis.

C. Prognosebericht

Voraussichtliche Entwicklung mit ihren Chancen und Risiken

Eine Prognose der zukünftigen Geschäftsentwicklung vor dem Hintergrund der bekannten konjunkturellen Entwicklung erscheint schwierig. Unvorhersehbare, nicht vom Unternehmen beeinflussbare Entwicklungen und Risiken u.a. der Corona-Pandemie erschweren jede Prognose.

Die PREDL GmbH rechnet in den kommenden zwei Jahren mit ungefähr gleichbleibenden Umsätzen und Erträgen. Nachfolgende Risiken werden gesehen (sortiert nach Bedeutung):

- Umfeld, Branchen- und Wettbewerbsrisiken

- Produktrisiken

- Investitionsrisiken

Chancen für die zukünftige Entwicklung liegen insbesondere in:

- belebender Konjunktur

- der Erschließung neuer Absatzmärkte

- einer stabilen finanziellen Situation

- neuen innovativen Produkten

- hoher Produktqualität

Die Geschäftspolitik wird im Wesentlichen unverändert bleiben.

D. Risikobericht

Risikomanagementziele und -methoden

Vom Unternehmen wurden Maßnahmen getroffen, mit denen die Risikoerkennung, die Risikoanalyse und die Risikokommunikation sichergestellt werden.

Zur Erfassung und Steuerung von Risiken existieren viele Instrumente, die permanent weiterentwickelt werden.

Dieses Risikomanagementsystem soll dazu beitragen, Entwicklungen die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, frühzeitig aufzudecken.

Unser Unternehmen verfügt über Planungs- und Kontrollinstrumente, um Geschäftsrisiken frühzeitig zu erkennen und um wirksame Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Risiken unserer Tätigkeit werden frühzeitig erkannt. Entsprechend dem Risikoprofil setzen wir dabei unterschiedliche Instrumente ein, die wir stetig weiterentwickeln.

Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken

Preisänderungsrisiken können grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden.

Die Absicherung der Währungs- und Zinspositionen erfolgt mit derivativen Finanzinstrumenten.

Weitere wesentliche Risiken

Umfeld-, Branchen- und Wettbewerbsrisiken

Die für die PREDL GmbH wesentlichen gesamtwirtschaftlichen Risiken sind vor allem in der konjunkturellen Entwicklung zu sehen.

Eine weitere Verschlechterung der Rahmenbedingungen könnte das Erreichen der Umsatz- und Ergebnisziele gefährden.

Abgabenerhöhungen und Preissteigerungen können zu einer weiteren Reduzierung der Nachfrage führen und sich somit negativ auf die Umsatzentwicklung auswirken.

Mögliche Risiken für die Weltwirtschaft bestehen in einem weiteren Anstieg der Rohstoffpreise und der mangelnden Verfügbarkeit von Rohstoffen und logistischen Ressourcen.

Produktrisiken

Die zukünftige Unternehmensentwicklung hängt in besonderem Maße davon ab, innovative Produkte zu entwickeln. Mit der Weiterentwicklung des Flexliners und dessen Vermarktung steuert das Unternehmen nachfolgend genannten Punkten entgegen:

- Abhängigkeit von wenigen Umsatzträgern

- Verschlechterung der Qualität des Materials

- das Fehlen innovativer Produkte

- geringer Deckungsbeitrag der Produkte

- erhöhte Ausschussquoten

Investitions-/Finanzierungsrisiken

Risiken, die aus wesentlichen Investitionen resultieren, werden durch einheitliche Investitionsrechnungen bewertet. Auf Grund der guten Eigenkapitalstruktur sieht sich das Unternehmen auch 2023/2024 in der Lage, auch ohne nennenswertes Fremdkapital seine Investitionstätigkeit durchführen zu können.

Personalrisiken

Die PREDL GmbH ist für die Realisierung ihrer strategischen Ziele auf qualifizierte Fach- und Führungskräfte angewiesen.

Die Aus- und Weiterbildung für Mitarbeiter sichert die fachliche Kompetenz des Personals.

Bestandsgefährdende Risiken

Risiken mit besonderem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind nicht zu sehen.

Alle aufgeführten Risiken stellen derzeit keine Bestandsgefährdung dar. Andere bestandsgefährdende Risiken sind aktuell nicht erkennbar.

Bestandsgefährdende wirtschaftliche und rechtliche Risiken sowie Risiken mit besonderem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind nicht erkennbar.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Bönitz, 20.12.2024

gez. Manfred Predl

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 15.021.923,98 15.617.288,17
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 6.366,00 9.232,00
II. Sachanlagen 7.295.352,68 7.593.663,94
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.366.227,67 3.532.059,17
2. technische Anlagen und Maschinen 2.176.481,50 2.043.821,50
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.475.777,00 1.690.617,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 276.866,51 327.166,27
III. Finanzanlagen 7.720.205,30 8.014.392,23
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 6.962.069,31 6.962.069,31
2. Ausleihungen an Gesellschafter 600.000,00 900.000,00
3. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 158.135,99 152.322,92
B. Umlaufvermögen 10.092.577,70 8.477.666,23
I. Vorräte 848.655,02 1.026.259,88
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.150.158,71 1.012.862,49
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.494,42 8.476,49
III. Wertpapiere 1.131.103,47 3.247.906,97
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 6.962.660,50 3.190.636,89
C. Rechnungsabgrenzungsposten 78.203,69 88.731,13
Bilanzsumme, Summe Aktiva 25.192.705,37 24.183.685,53

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 23.254.413,60 22.128.126,71
I. gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
II. Kapitalrücklage 10.461,56 10.461,56
III. Gewinnvortrag 21.617.665,15 19.928.422,70
IV. Jahresüberschuss 1.576.286,89 2.139.242,45
B. Rückstellungen 1.465.903,68 1.532.818,14
C. Verbindlichkeiten 472.388,09 522.740,68
Bilanzsumme, Summe Passiva 25.192.705,37 24.183.685,53

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 8.695.137,48 9.130.390,95
2. Personalaufwand 4.531.880,37 4.583.872,15
a) Löhne und Gehälter 3.512.265,49 3.536.682,56
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.019.614,88 1.047.189,59
davon für Altersversorgung 289.629,00 325.505,23
3. Abschreibungen 1.091.221,51 1.060.186,69
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sowie auf aktivierte Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs 1.091.221,51 1.060.186,69
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.302.322,69 1.346.041,36
5. Erträge aus Beteiligungen 0,00 346.500,00
davon aus verbundenen Unternehmen 0,00 346.500,00
6. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 261.068,95 541.969,09
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 75.770,97 6.188,93
davon aus verbundenen Unternehmen 10.188,07 2.500,00
8. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 252.619,54
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 45.650,20 41.749,18
10. Steuern vom Einkommen und Ertrag 485.036,36 595.124,00
11. sonstige Steuern -420,62 6.213,60
Jahresüberschuss 1.576.286,89 2.139.242,45

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

der

Predlleerb GmbH, Mathias-Loi-Straße 1, 04924 Bönitz



Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft firmiert unter dem Namen Predl GmbH und hat ihren Sitz in Uebigau-Wahrenbrück. Sie wird beim Amtsgericht Cottbus unter der Handelsregisternummer HRB 6038 geführt

Der Jahresabschluss der Predl GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes und des Gesellschaftsvertrages zu beachten.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Angaben zur Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Geschäftsführung ist der Auffassung, dass die Voraussetzungen zur Bewertung unter Annahme der Unternehmensfortführung gegeben sind.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bewertet.

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Pensionsrückstellungen betragen nach Saldierung mit dem Deckungsvermögen € 1.227.944,51.

Die Steuerrückstellungen beinhalten noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet und mit dem Erfüllungsbetrag eingesetzt. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten

Geschäftsvorfälle in fremden Währungen werden im Laufe des Geschäftsjahres mit aktuellen Kursen umgerechnet. Am Geschäftsjahresende werden Forderungen und Verbindlichkeiten zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet; insofern die Posten eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben, werden Fremdwährungsforderungen zum Anschaffungskurs bzw. zum niedrigeren Briefkurs am Bilanzstichtag und Fremdwährungsverbindlichkeiten zum Anschaffungskurs bzw. zum höheren Geldkurs bewertet. Die Bewertung der Bankguthaben in Fremdvaluta erfolgt entsprechend. Aus der laufenden Währungsumrechnung ergaben sich Erträge i.H.v. T€ 56,0 und Aufwendungen i.H.v. T€ 3,1.

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahrsabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
Zugänge
davon FK-Zinsen
Abgänge
Umbuchungen
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 158.751,57 1.192,00 0,00 0,00 0,00 159.943,57
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 158.751,57 1.192,00 0,00 0,00 0,00 159.943,57
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.983.752,92 0,00 0,00 0,00 0,00 4.983.752,92
technische Anlagen und Maschinen 10.211.962,91 511.582,26 0,00 448.244,43 318.253,68 10.593.554,42
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.201.872,52 26.764,57 0,00 30.110,60 0,00 3.198.526,49
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 327.166,27 267.953,92 0,00 0,00 -318.253,68 276.866,51
Summe Sachanlagen 18.724.754,62 806.300,75 0,00 478.355,03 0,00 19.052.700,34
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 6.962.069,31 0,00 0,00 0,00 0,00 6.962.069,31
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 152.322,92 5.813,07 0,00 0,00 0,00 158.135,99
Ausleihungen an Gesellschafter 900.000,00 0,00 0,00 300.000,00 0,00 600.000,00
Summe Finanzanlagen 8.014.392,23 5.813,07 0,00 300.000,00 0,00 7.720.205,30
Summe Anlagevermögen 26.897.898,42 813.305,82 0,00 778.355,03 0,00 26.932.849,21
kumulierte Abschreibungen 01.01.2023
Abschreibungen Geschäftsjahr
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 149.519,57 4.058,00 0,00 0,00 0,00 153.577,57
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 149.519,57 4.058,00 0,00 0,00 0,00 153.577,57
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.451.693,75 165.831,50 0,00 0,00 0,00 1.617.525,25
technische Anlagen und Maschinen 8.168.141,41 679.728,44 0,00 430.796,93 0,00 8.417.072,92
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.511.255,52 241.603,57 0,00 30.109,60 0,00 1.722.749,49
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 11.131.090,68 1.087.163,51 0,00 460.906,53 0,00 11.757.347,66
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Ausleihungen an Gesellschafter 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 11.280.610,25 1.091.221,51 0,00 460.906,53 0,00 11.910.925,23
Zuschreibungen Geschäftsjahr
Buchwert 31.12.2023
Buchwert 31.12.2022
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 6.366,00 9.232,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 6.366,00 9.232,00
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 3.366.227,67 3.532.059,17
technische Anlagen und Maschinen 0,00 2.176.481,50 2.043.821,50
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 1.475.777,00 1.690.617,00
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 276.866,51 327.166,27
Summe Sachanlagen 0,00 7.295.352,68 7.593.663,94
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 6.962.069,31 6.962.069,31
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 158.135,99 152.322,92
Ausleihungen an Gesellschafter 0,00 600.000,00 900.000,00
Summe Finanzanlagen 0,00 7.720.205,30 8.014.392,23
Summe Anlagevermögen 0,00 15.021.923,98 15.617.288,17

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von € 20.393,81 (Vorjahr: € 616,92) enthalten. Bei den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von € 2.494,42 (Vorjahr: € 8.476,49) handelt es sich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Der Betrag der sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt € 308,72 (Vorjahr: € 869,72).

Pensionsrückstellungen

Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde die "projected unit credit method" angewandt. Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:

Zinssatz 1,82 %
erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen 0,00 %
zugrunde gelegte Sterbetafel Heubeck 2018 G

Bei den Rückstellungen für Altersvorsorgeverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von € 54.378. Dieser Betrag unterliegt gem. § 253 HGB einer Ausschüttungssperre.

Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden

Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:

Erfüllungsbetrag der Rückstellung für Pensionsverpflichtung € 3.594.972,00
Anschaffungskosten der verrechneten Vermögenswerte € -2.367.027,49

Verbindlichkeiten

Alle Verbindlichkeiten haben eine Laufzeit von unter einem Jahr. In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 7,4 (Vorjahr: T€ 1,1) und gegenüber Gesellschaftern in Höhe von T€ 0,1 (Vorjahr T€ 0,4) enthalten.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Auszubildende 1,5
Arbeiter 49,5
Angestellte 20
leitende Angestellte 2

Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 73,00

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch Herrn Manfred Predl, Schmerkendorf, - Kaufmann - geführt. Auf die Angabe der Bezüge wird in Berufung auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 % der Anteile

Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:

Firmenname/Sitz Anteilshöhe Jahr Jahresergebnis Eigenkapital
Predl Austria GmbH, Österreich 99,0 % 2023 453 T€ 8.922 T€
Predl Sp.z.o.o., Polen 99,5 % 2023 0 T€ 408 T€

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Bilanz noch in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Bönitz, 20. Dezember 2024

gez.

Manfred Predl

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 09.09.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Wirtschaftsprüfers

An die Predl GmbH:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Predl GmbH, Bönitz, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,

Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund on dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolosen Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, 20. Dezember 2024

COMMERZIAL TREUHAND
Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Dipl.-Kffr. Pamela Blüher, Wirtschaftsprüferin

gez. Dipl.-Kfm. Norbert Klamt, Wirtschaftsprüfer

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