AST (Advanced Sensor Technologies) International GmbH

Bärental 26, 75365 Calw, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 770952
Vorher
Blitz F19-540 GmbH
Eingetragen
24.4.2019
Branche
Herstellung von MehrzweckindustrieroboternHerstellung von PrüfmaschinenHerstellung von elektrischem Installationsmaterial
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von Sensoren, Steuerungen und datenbasierten Dienstleistungen für Energieinfrastruktur, lndustrieanwendungen, Mobilität und weitere Endkundenmärkte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jochen Erhardt
seit 25.8.2022
Prokura
Marcel Dengler
seit 11.3.2020
Prokura
Jan Benjamin Heuser
seit 27.1.2020
Prokura
Volker Stoll
seit 27.1.2020
Prokura
Johannes Prosteder
seit 24.9.2019
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

AST (Advanced Sensor Technologies) International GmbH

Calw

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 6.431.873,41 2.928.257,76
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 65.086,84 54.146,38
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 214.030,73 124.467,10
279.117,57 178.613,48
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 9.828.278,04 7.099.084,43
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 18.310.080,95 14.171.400,10
davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen 11.769.023,07 9.013.387,84
III. Flüssige Mittel 1.681.563,70 2.046.191,51
C. Rechnungsabgrenzungsposten 91.349,53 108.008,62
36.622.263,20 26.531.555,90

Passiva

Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 3.706.339,13 3.706.339,13
III. Gewinnvortrag 6.368.883,14 2.000.236,01
IV. Jahresüberschuss 5.921.076,61 4.368.647,13
16.021.298,88 10.100.222,27
B. Rückstellungen 4.489.346,25 3.071.854,90
C. Verbindlichkeiten 14.373.648,07 12.506.212,73
davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 10.212.339,86 7.179.500,00
D. Passive latente Steuern 1.737.970,00 853.266,00
36.622.263,20 26.531.555,90

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Rohergebnis 30.020.474,15 33.016.180,27
davon außergewöhnliche Erträge 2.609.196,14 9.090.048,96
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 9.545.621,78 9.357.877,28
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 1.869.019,99 1.880.607,54
11.414.641,77 11.238.484,82
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 108.047,98 94.594,27
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 9.790.227,21 15.578.659,63
davon außergewöhnliche Aufwendungen 2.609.196,14 9.090.048,96
8.707.557,19 6.104.441,55
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 393.663,89 164.909,07
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 589.098,85 258.743,09
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 2.589.876,62 1.640.670,93
-2.785.311,58 -1.734.504,95
9. Ergebnis nach Steuern 5.922.245,61 4.369.936,60
10. Sonstige Steuern 1.169,00 1.289,47
11. Jahresüberschuss 5.921.076,61 4.368.647,13

Entwicklung des Anlagevermögens der AST (Advanced Sensor Technologies) International GmbH, Calw, im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.1.2023 Zugänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2.938.588,46 3.509.422,00 6.448.010,46
II. Sachanlagen 387.419,34 202.745,72 590.165,06
3.326.007,80 3.712.167,72 7.038.175,52
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2023 Zugänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 10.330,70 5.806,35 16.137,05
II. Sachanlagen 208.805,86 102.241,63 311.047,49
219.136,56 108.047,98 327.184,54
Buchwerte
Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 6.431.873,41 2.928.257,76
II. Sachanlagen 279.117,57 178.613,48
6.710.990,98 3.106.871,24

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Grundlagen

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Calw und ist im Handelsregister Stuttgart unter HRB 770952 eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 238 ff, 264 ff., 290 ff HGB, nach den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung sowie dem GmbHG und den Vorschriften des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Im Berichtsjahr erfolgte eine Größenklassenänderung von einer mittelgroßen zu einer großen Kapitalgesellschaft.

Die Gesellschaft wendet die Bilanzierungsvorschriften des HGB in der zum Abschlussstichtag gültigen Fassung an.

Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen, mit Ausnahme der Ausweisänderung im Materialaufwand.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Das Geschäftsjahr ist gleich dem Kalenderjahr.

B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Herstellungskosten auf Basis der handelsrechtlichen Wertuntergrenze unter Berücksichtigung kalkulatorischer Stundensätze für die Entwicklungsabteilung bewertet. Aufgrund des ausstehenden Produktionsbeginns wurden im Geschäftsjahr keine Abschreibungen vorgenommen.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bzw. zehn Jahren vorgenommen.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern liegen hierbei zwischen drei und 12 Jahren. Zugänge werden ausschließlich nach der linearen Methode abgeschrieben.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten, wobei für Lager- und Verwertungsrisiken Abschläge in angemessenem Umfang vorgenommen wurden.

Die Bewertung der Handelswaren erfolgte zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips zu gleitenden Durchschnittspreisen.

Grundlage für die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse zu Herstellungskosten bilden die aus dem betrieblichen Rechnungswesen übernommenen kalkulatorischen Stückkosten, die auf der Basis der geplanten Normalbeschäftigung ermittelt worden sind. Die kalkulatorischen Stückkosten enthalten Materialeinzel- und -gemeinkosten, Fertigungseinzel- und -gemeinkosten sowie Sonderkosten der Fertigung (z. B. Werkzeugkosten). Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Gängigkeit und Wertminderung der Bestände wurden durch angemessene Abschläge berücksichtigt. Die ermittelten Wertansätze werden retrograd für Zwecke der verlustfreien Bewertung überprüft. Bei Wegfall der Gründe für eine Wertminderung wird eine Wertaufholung nach § 253 Abs. 5 HGB vorgenommen.

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nominalwerten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Erkennbare Risiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch Bildung einer Pauschalwertberichtigung mit 1 % Rechnung getragen.

Die latenten Steuern beinhaltet im Wesentlichen latente Steuern auf temporäre Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz. Bei der Berechnung wurde ein Körperschaftsteuersatz von 15 %, ein Solidaritätszuschlag von 5,5 % und ein Gewerbesteuer-Hebesatz von 400 % zugrunde gelegt.

Bei der Bemessung der Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen und ausreichend Rechnung getragen und der jeweilige Erfüllungsbetrag angesetzt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gegebenenfalls mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag ausgewiesen.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden anteilig alle auf die Zukunft entfallenden Aufwendungen bzw. Erträge erfasst.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit über einem Jahr erfolgt die Umrechnung mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens. Bei Wechselkursänderungen bis zum Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung grundsätzlich zum Wechselkurs des Bilanzstichtags unter Beachtung des Niederstwertprinzips auf der Aktiv- und des Höchstwertprinzips auf der Passivseite.

C. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel als Anlage zum Anhang dargestellt.

Bei den selbst geschaffenen gewerblichen Schutzrechten und ähnlichen Rechten handelt es sich um aktivierte Entwicklungsleistungen. Der Gesamtbetrag der im abgelaufenen Geschäftsjahr angefallenen Forschungs- und Entwicklungskosten beträgt TEUR 5.625. Davon entfallen auf selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens TEUR 3.484.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten in Höhe von TEUR 0 (i. V. TEUR 18) Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr. Sämtliche andere Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

3. Flüssige Mittel

Der Posten "Flüssige Mittel" enthält den Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten.

4. Latente Steuern

Latente Steuern werden insbesondere für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen und sonstigen Rückstellungen ermittelt.

Die latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2022 Veränderung 31.12.2023
EUR EUR EUR
Aktive latente Steuern 28.379,00 149.235,00 177.614,00
Passive latente Steuern 881.645,00 1.033.939,00 1.915.584,00
Saldierte latente Steuern -853.266,00 -884.704,00 1.737.970,00

5. Eigenkapital

Gemäß § 268 Abs. 8 HGB unterliegt die Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände abzüglich der hierauf gebildeten passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 4.506 einer Ausschüttungssperre.

Aus dem Bilanzgewinn stehen somit für Ausschüttungszwecke nur EUR 7.784.376,75 zur Verfügung.

6. Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.

Restlaufzeit
bis 1 Jahr über 1 Jahr bis 5 Jahre über 5 Jahre Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten 5.803 8.712 0 14.515

Die Verbindlichkeiten hatten im Vorjahr folgende Restlaufzeiten:

Restlaufzeit
bis 1 Jahr über 1 Jahr bis 5 Jahre über 5 Jahre Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten 6.210 6.421 0 12.631

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 3.125 durch Sicherungsübertragung des Warenlagers gesichert.

7. Außerbilanzielle Geschäfte

Mit der SüdFactoring GmbH, Stuttgart, besteht eine Factoringvereinbarung. Dabei handelt es sich um echtes Factoring, so dass die SüdFactoring GmbH, Stuttgart, bei Ankauf der Forderungen auch das Forderungsausfallrisiko trägt. Die Forderungen sind daher nicht mehr in der Handelsbilanz zu erfassen. Zum Stichtag waren Forderungen in Höhe von TEUR 2.510 an die Süd- Factoring GmbH, Stuttgart, abgetreten. Damit ergibt sich unter Berücksichtigung nicht ausgezahlter Beträge durch das Factoring ceteris paribus eine Verminderung der Bilanzsumme um 6,4 % und demzufolge eine Verbesserung der Eigenkapitalquote um 2,8 %-Punkte. Das Factoring dient zur Absicherung und Verstetigung der Zahlungseingänge aus der laufenden Geschäftstätigkeit.

8. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Operate-Leasing-Verträgen in Höhe von TEUR 183. Daneben bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen aus Mietverträgen in Höhe von TEUR 285.

D. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

1. Rohergebnis

Das Rohergebnis enthält periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 77 (i. V. TEUR 184) sowie Erträge aus Kursgewinnen in Höhe von TEUR 140 (i. V. TEUR 259).

Außerdem sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen, außergewöhnliche Erlöse für die Weiterberechnung von Brokerware in Höhe von TEUR 2.609 (i. V. TEUR 9.090) enthalten. Diese außergewöhnlichen Erlöse sind in gleicher Höhe auch in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten.

2. Personalaufwendungen

Im Posten "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung" sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von EUR 57 (i. V. EUR 55) enthalten.

3. Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind außergewöhnliche Aufwände für die Beschaffung von Brokerware in Höhe von TEUR 2.609 (i. V. TEUR 9.090) enthalten. Diese außergewöhnlichen Aufwendungen sind in gleicher Höhe auch in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 117 (i. V. TEUR 143).

4. Finanzergebnis

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge betreffen mit TEUR 387 (i. V. TEUR 165) verbundene Unternehmen.

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betreffen mit TEUR 0 (i. V. TEUR 59) Gesellschafter und mit TEUR 130 (i.V. TEUR 0) verbundene Unternehmen.

5. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag beinhalten Aufwendungen aus latenten Steuern in Höhe von TEUR 885 (i. V. TEUR 523).

E. Sonstige Angaben

1. Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 35.

2. Arbeitnehmer

Während des Geschäftsjahres 2023 waren durchschnittlich 154 Arbeitnehmer beschäftigt, davon waren 12 Personen als Teilzeitkräfte und zusätzlich 10 Auszubildende beschäftigt.

3. Nachtragsbericht

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, welche eine wesentliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben, sind nicht eingetreten.

4. Geschäftsführung

Geschäftsführer ist

 

Herr Prosteder, Johannes, München

Die Angaben zu den Gesamtbezügen der Mitglieder der Geschäftsführung sind unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB unterblieben.

5. Konzernzugehörigkeit

Die AST (Advanced Sensor Technologies) International GmbH, Calw, ist das Tochterunternehmen der AST (Advanced Sensor Technologies) International Holding GmbH, Calw, welche den Konzernabschluss und Konzernlagebericht für den kleinsten und größten Kreis aufstellt.

6. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 12.289.959,75, der in Höhe von EUR 4.505.583,00 ausschüttungsgesperrt ist, auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Calw, 28. März 2024

AST (Advanced Sensor Technologies) International GmbH

Geschäftsführung

Johannes Prosteder

Angabe gemäß § 328 HGB:

Der Jahresabschluss der AST (Advanced Sensor Technologies) International GmbH, Calw, für das Geschäftsjahr 2023 ist durch den Gesellschafterbeschluss der Gesellschafterversammlung am 24. Juli 2024 festgestellt worden.

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Die AST GmbH ist Innovator und Technologieführer in den Bereichen hochpräziser Fluid-, Gas-, und Stromsensorik. Das Unternehmen verfolgt eine Diversifizierungsstrategie in innovative, sich verändernde Märkte wie zum Beispiel Elektromobilität, Wasserstofftechnologie oder hochautomatisiertes Fahren entlang seiner Kerntechnologien. Die Produkte und zunehmend datenbasierte Dienstleistungen werden in Volumenmärkten wie der Automobilindustrie, im Bereich von Infrastruktur für Mobilität und Energiesektor, sowie in weiteren Industrien eingesetzt. Neben dem Projektmanagement zählen Entwicklung, Industrialisierung und die hochautomatisierte Produktion von Sensoren zu den Kernkompetenzen der AST International.

2. Forschung und Entwicklung

Forschung, Grundlagenentwicklung, Fertigungsverfahrensentwicklung, Prototypenbau und Produkt- und Serienentwicklung werden im eigenen Entwicklungszentrum in Calw getätigt. Dabei erfolgt auch eine enge Zusammenarbeit mit Universitäten und Forschungseinrichtungen. Die Einreichung von Patenten und Gebrauchsmustern sind Bestandteil der Entwicklungsmethodik. Aus einem Modulbaukastensystem werden für spezielle Anwendungen kundenspezifische Sensoren entwickelt. Für die Sensorikentwicklung werden die in der Fahrzeugtechnik üblichen Normen und Vorgehensmodelle wie ISO 21434 (Security), ISO 26262 (Functional Safety), Modellbildung und Codegenerierung sowie Automotive Spice angewandt. Wettbewerbsvorteile werden mit eigenen ASICs, mathematischen Verfahren, wiederverwendbaren Modulen und speziellen Fertigungsverfahren erzielt.

Im vergangenen Jahr waren unter anderem wesentliche Produktentwicklungen in den Bereichen Wasserstoffsensorik für Anwendungen in der Mobilität sowie im Energiesektor, im Bereich Stromsensorik für die Elektromobilität und deren Infrastruktur, sowie im Bereich Liquidsensorik innovative Verfahren in der Füllstands- und Qualitätserkennung, z.B. für die Brennstoffzelle und Frostschutzmittel, zu verzeichnen.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Konjunkturbericht des IfW wird ausgeführt, dass sich die Weltkonjunktur, angesichts des Inflationsschocks und der daraus resultierenden massiven Straffung der Geldpolitik im Jahr 2023, besser hielt als erwartet, auch wenn die wirtschaftliche Expansion moderat war. Die Inflation in 2023 sei zügig zurückgegangen und die Geldpolitik würde voraussichtlich im Jahr 2024 mit Zinssenkungen beginnen. Eine konjunkturelle Belebung würde sich aber derzeit noch nicht abzeichnen. In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften bremsen eine hohe Unsicherheit über die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und finanzielle Impulse fallen weg. In China würde die wirtschaftliche Dynamik angesichts der strukturellen Probleme nur verhalten sein. Die Prognose für das kommende Jahr 2024 liegt mit einem Anstieg der Weltproduktion - gemessen auf Basis von Kaufkraftparitäten - bei 2,9 %, unterhalb des Anstiegs in 2023 von 3,1%. Für das Jahr 2025 wird dann ein Anziehen der Weltkonjunktur auf eine Zuwachsrate von 3,2 Prozent erwartet. Die Arbeitslosigkeit in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften würde in der nächsten Zeit noch leicht zunehmen, aber auf historisch niedrigem Niveau bleiben. Die Inflation geht weiter zurück und dürfte im Jahr 2025 allgemein wieder nachhaltig in die Nähe der Zielmarken gesunken sein.

Die derzeitige konjunkturelle Schwächephase im Euroraum dürfte im Verlauf des Jahres 2024 überwunden werden laut dem Kieler Konjunkturbericht. Nach einer kräftigen Erholung im Gefolge der Pandemie befände sich die Wirtschaft im Euroraum derzeit in der Flaute. Die wirtschaftlichen Auftriebskräfte sind erlahmt und bedingen durch die stark gestiegenen Lebenshaltungskosten eine Zurückhaltung des privaten Verbrauchs, ungünstige Finanzierungsbedingungen und zuletzt auch wenig Unterstützung des außenwirtschaftlichen Umfelds. Der seit dem Jahr anhaltende Rückgang der Wirtschaftsleistung in Deutschland dürfte sich in den ersten Monaten zunächst fortsetzen. Erst im Jahr 2025 sei der Anstieg um 1,5 % auf eine Rate in der Nähe des Potenzialwachstums. Die Teuerung sinkt von 5,4 % im Durchschnitt des Jahres 2023 voraussichtlich auf 2,2 % (2024) sowie 1,9 % (2025) und somit in der Nähe des Inflationsziels der Europäischen Zentralbank.

2. Geschäftsverlauf

Aus Sicht der Geschäftsführung verlief das Geschäftsjahr 2023 planmäßig und zufriedenstellend. Der Umsatz der AST GmbH lag im Gesamtjahr 2023, aufgrund der sich stark erholenden Nachfrage im Nutzfahrzeugbereich, des zunehmenden Anteils an Sensorikprodukten im Serienumsatz und erfolgreich hochgelaufenen Neuprojekten, mit TEUR 57.295 oberhalb des Vorjahreswerts. Gleichzeitig verbesserte sich die Kennzahl EBIT vom Umsatz um 4,5 %-Punkte auf 15,2 %.

Der Anstieg des operativen Jahresergebnisses vor Steuern und Zinsen (EBIT) um TEUR 2.602 auf TEUR 8.706 ist, neben der Steigerung des Umsatzes und der aktivierten Eigenleistungen, auf ein bereits in Vorjahren realisiertes und im Geschäftsjahr weitergeführtes effizientes Kostenmanagement sowie eines zunehmenden Ersatzteilgeschäfts zurückzuführen.

Weiterhin konnten Materialpreissteigerungen nahezu vollständig an die Kunden weitergereicht werden. Ebenso konnten aufgrund der fortschreitenden Ausrichtung zu höherwertigen, innovativen Produkten und dem Ersatzteilgeschäft, die Margen insgesamt gesteigert werden.

Außergewöhnliche Erlöse und Aufwendungen aus der Weiterberechnung von Brokerware wurden in der dargestellten Ertragslage in Höhe von TEUR 2.609 saldiert. Daher ist die Vergleichbarkeit mit der in Anlage 2 dargestellten Gewinn- und Verlustrechnung an der Stelle der sonstigen betrieblichen Erträge und sonstigen betrieblichen Aufwendungen nicht möglich.

3. Lage

a) Ertragslage

31.12.2023 31.12.2022
TEUR % TEUR %
Rohertrag 27.411 100,0 23.926 100,0
Personalaufwand 11.415 41,6 11.238 47,0
Abschreibungen 108 0,4 95 0,4
Sonstige betriebl. Aufwendungen 7.181 26,2 6.489 27,1
Betriebsaufwand 18.704 68,2 17.822 74,5
Betriebsergebnis 8.707 31,8 6.104 25,5
Finanzergebnis -196 -0,7 -94 -0,4
Ergebnis vor Steuern 8.511 31,0 6.010 25,1
Ertragsteuern 2.590 9,4 1.641 6,9
Jahresüberschuss 5.921 21,6 4.369 18,3

Die Rohertragsrendite (bezogen auf das operative EBIT) liegt bei rund 31,8%.

Ausschlaggebend für den Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen war die Steigerung der Entwicklungs- und Versuchskosten.

b) Finanzlage

Die Finanzlage ist als gesichert zu bezeichnen.

Die Liquidität ist durch den positiven operativen Cashflow, sowie bestehende Bankdarlehen und Kontokorrentlinien gesichert. Die Finanzierung von Wachstumsinvestitionen in Entwicklung, Prozesse und Anlagen ist durch langfristige Bankdarlehen gesichert. Im Geschäftsjahr wurden Geldmarktkredite in Höhe von TEUR 1.000 vereinbart und darüber hinaus Anlagenkredite im Umfang von TEUR 2.770 in Anspruch genommen. Des Weiteren bestehen freie Factoring- und Kontokorrentlinien in erheblichem Maße. Zum Bilanzstichtag war ein Forderungsbestand von TEUR 2.510 an den Factor verkauft.

c) Vermögenslage

31.12.2023 31.12.2022
TEUR % TEUR %
Immaterielle Vermögensgegenstände 6.432 17,6 2.928 11,0
Sachanlagen 279 0,8 179 0,7
Langfristig gebundenes Vermögen 6.711 18,3 3.107 11,7
Vorräte 9.828 26,8 7.099 26,8
Forderungen und Rechnungsabgrenzungsposten 18.402 50,2 14.280 53,8
davon Forderungen Verbundbereich 11.769 32,1 9.013 34,0
Liquide Mittel 1.681 4,6 2.046 7,7
Kurzfristig gebundenes Vermögen 29.911 81,7 23.425 88,3
36.622 100 26.532 100

Der Anstieg des langfristig gebundenen Vermögens ist getrieben durch Wachstumsinvestitionen im Bereich der SMD Fertigung, und der Montage im Segment Energie-Infrastruktur sowie die Aktivierung von Entwicklungsleistungen. Das kurzfristig gebundene Vermögen entspricht 81,7 % des Gesamtvermögens.

Das Vorratsvermögen zum Stichtag entspricht 26,8 % und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entsprechen 16,8 % des Gesamtvermögens.

Der Vorratsbestand ist geprägt durch erhöhte Sicherheitsbestände, um die Lieferfähigkeit in dem derzeit herausfordernden Umfeld jederzeit sicherstellen zu können sowie durch Bestandsaufbau für den Markteintritt in das neue Geschäftsfeld Energie-Infrastruktur.

Der Anstieg der Forderungen ist durch veränderte Zahlungsbedingungen begründet.

d) Kapitalstruktur

31.12.2023 31.12.2022
TEUR % TEUR %
Festkapital 25 0,1 25 0,1
Rücklagen und Bilanzgewinn 15.996 43,7 10.075 38,0
Eigenkapital 16.021 43,7 10.100 38,1
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8.713 23,8 6.421 24,2
Passive Latente Steuern 1.738 4,7 853 3,2
Mittel- und Langfristiges Fremdkapital 10.451 28,5 7.274 27,4
Rückstellungen 4.489 12,3 3.072 11,6
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Übrige Verbindlichkeiten und 1.500 4,1 759 2,9
Rechnungsabgrenzungsposten 4.161 11,4 5.327 20,1
Kurzfristiges Fremdkapital 10.150 27,7 9.158 34,5
36.622 100 26.532 100

Unsere Kapitalstruktur ist ausgewogen und geprägt durch eine Zunahme von Bankfinanzierungen, die zur Finanzierung von Betriebsmitteln und Investitionen verwendet wurden. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich durch den thesaurierten Bilanzgewinn leicht und beträgt 43,7 %.

Die Eigenkapitalrendite ausgehend vom Betriebsergebnis beträgt 54,3 %.

Der Anstieg der Rückstellungen ist vollständig durch den Anstieg der Steuerrückstellungen begründet.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Stichtag 9,9 % der Bilanzsumme und werden regelmäßig innerhalb der vorgegebenen Zahlungsfristen beglichen. Der Rückgang beruht im Wesentlichen auf optimierte Zahlungskonditionen mit unseren Lieferanten.

Die übrigen Verbindlichkeiten entsprechen zum Stichtag 1,5 % der Bilanzsumme.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir steuern das Unternehmen mit Kennzahlen wie Umsatz, EBITDA, EBIT und dem Cashflow sowie über Umsatzrendite und Eigenkapitalquote. Hierzu werden Monatsabschlüsse gefertigt und in die entsprechenden Reports überführt. In den Bereichen Einkauf und Vertrieb sind separate Reports verankert, welche teilweise in den Finanzbereich einfließen. Die Umsatzrendite bezieht sich auf das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT).

III. Prognosebericht

Aufgrund langlaufender Projekte in verschiedenen Märkten kann die zukünftige Umsatzentwicklung innerhalb konjunktureller Schwankungsbreiten mit ausreichender Sicherheit prognostiziert werden. Neue im Anlauf befindliche Projekte bzw. Neuentwicklungen werden im Jahr 2024 zum geplanten Umsatzwachstum beitragen. Für das Jahr 2024 gehen wir bedingt durch Neuproduktanläufe im Energie-Infrastrukturbereich von einem konstanten Umsatz aus. Die EBIT-Marge wird sich aufgrund des fortschreitenden Wandels zu innovativen Produkten voraussichtlich im Umfang von rund 2 %-Punkten weiter verbessern. Das Wachstum im Energie-Infrastrukturbereich wird durch Erweiterungsinvestitionen in Produktionsmittel sowie Produktvarianten weiter gestärkt.

In der Organisation werden insbesondere die Funktionen Entwicklung, Qualität und Projektmanagement weiter verstärkt. Im Bereich Forschung und Entwicklung werden die vorhandenen Technologieplattformen und Applikationen weiterentwickelt und durch Patentanmeldungen abgesichert.

Bezüglich der Risiken verweisen wir auf unseren Risikobericht.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Wir sind gesetzlich verpflichtet, auf wesentliche Risiken der künftigen Entwicklung, die bestandsgefährdende oder wesentliche Einflüsse auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage haben können, hinzuweisen.

Zur Identifikation und Bewertung wesentlicher Risiken haben wir ein umfassendes Kontroll- und Risikomanagementsystem als Bestandteil der Unternehmensplanung implementiert. Dieses System wird zur Anpassung an neue Erkenntnisse fortlaufend weiterentwickelt.

2. Branchenspezifische Risiken

Im Mobility Bereich im Bereich der LKW Schalter sehen wir eine rückläufige Nachfrage im Seriengeschäft, die teilweise durch das ansteigende Ersatzteilgeschäft kompensiert wird. Angebotsseitige Engpässe auf dem Weltmarkt (z.B. Material, Logistik) haben sich weiter entspannt. Weitere Risiken können sich durch eine Verschärfung geopolitischer Spannungen, wie etwa dem Krieg in der Ukraine, oder den Spannungen zwischen den USA und China ergeben. Darüber hinaus ist der Mangel an Fachpersonal sowie der immer weiter voranschreitende Technologiewandel ein mögliches Risiko für die Branche. Im Energie-Infrastrukturbereich sehen wir negative Auswirkungen durch den Auslauf von Förderungen der E- Mobility in Deutschland.

3. Ertragsorientierte Risiken

Ertragsrisiken sehen wir in konjunkturellen Einflüssen sowie Produktausläufen bei unseren Kunden. Angesichts dessen lässt sich eine künftige Beeinträchtigung der operativen Ergebnissituation nicht ausschließen.

Ferner unterliegen Serienanläufe bei innovationsgetriebenen Neuprojekten entsprechenden Risiken aus zeitlichen Verzögerungen.

4. Finanzwirtschaftliche Risiken

Alle uns bekannten Risiken sind durch entsprechende Rückstellungen ausreichend abgedeckt. Im Übrigen lässt sich der Einfluss der genannten Risiken auf unsere wirtschaftliche Lage nicht hinreichend quantifizieren.

Die Liquidität wird über ein Budget, einen Business Plan, und Forecasts überwacht.

Bestandsgefährdende Risiken sind nach unseren Erkenntnissen nicht gegeben.

5. Chancenbericht

Wir gehen für das Geschäftsjahr 2024 von einer positiven Entwicklung des Unternehmens aus.

Weiterhin ergeben sich durch Vertriebs- und Entwicklungsaktivitäten entlang unserer Kerntechnologien fortlaufend neue Umsatzpotentiale. Diese werden durch den stetig steigenden Personalstand in der Entwicklung und anderen Funktionen realisiert.

Das Unternehmen konzentriert sich mit den Kerntechnologien in der Sensortechnik auf strategische Themen in den definierten Zielindustrien. Im Bereich Mobility deckt das Unternehmen neben der Elektromobilität auch sicherheitsrelevante Technologien, bis hin zu Autonomen Fahren ab.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Das Unternehmen verfügt über ein effizientes Mahnwesen. Forderungsausfälle liegen aufgrund der hohen Bonität der Kunden nahezu nicht vor. Bei einigen Kunden wird Factoring bzw. Supply-Chain-Factoring angewendet.

Übergeordnetes Ziel des Risikomanagements ist das proaktive Management von Risiken. Das bedeutet, Risiken werden über das Risikomanagementsystem in regelmäßigen Zeitabständen systematisch erfasst, bewertet und proaktiv gesteuert.

 

Calw, 28. März 2024

AST (Advanced Sensor Technologies) International GmbH

Johannes Prosteder

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die AST (Advanced Sensor Technologies) International GmbH, Calw

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der AST (Advanced Sensor Technologies) International GmbH, Calw, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der AST (Advanced Sensor Technologies) International GmbH, Calw, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, 28. März 2024

RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Matthias Spingler, Wirtschaftsprüfer

Josua Weisser, Wirtschaftsprüfer

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