Techniplas Germany Holdings GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jan Engelmann seit 3.3.2016 | Geschäftsführer |
Ron Dageförde seit 3.3.2016 | Geschäftsführer |
Mike Lippold seit 8.12.2015 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
WEIDPLAS GmbH | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
WEIDPLAS Germany GmbHTreuenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023BilanzAKTIVA
PASSIVA
Entwicklung des Anlagevermögens
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023A. Grundlagen und strategische Ausrichtung des Unternehmens Die WEIDPLAS Germany GmbH mit Sitz in Treuen (nachfolgend WPDEU oder Gesellschaft) ist Teil der Techniplas-Group mit der Techniplas Foreign Holdco LP, Ontario, Kanada, als oberstem Gruppenunternehmen. Die WPDEU fertigt und vertreibt Kunststoffteile für die Automobilindustrie. Am Standort Treuen werden Produkte und Komponenten für die Luft-Wasser-Trennung im Frischlufttrakt von Klimaanlagen, Kunststoffteile für das Interieur, Funktionsteile für den Motorraum und Kunststoffteile mit optisch hochanspruchsvollen Oberflächen gefertigt. Das Werk der WPDEU in Treuen ist für die Produktion und die Kundenbelieferung, die Qualitätssicherung sowie alle damit in Verbindung stehenden administrativen, finanz- und personaltechnischen Planungen sowie die Rechnungslegung verantwortlich. Auch als mittelbares Tochterunternehmen der Weidplas GmbH, Rüti/ZH, Schweiz, (nachfolgend WPCHE) ist die WPDEU eigenverantwortlich für die Produktentwicklung, das Projektmanagement und den Einkauf. Im Einzelfall wird dabei auf die Unterstützung durch die entsprechenden Fachstellen der WPCHE zurückgegriffen. An den Standorten Böblingen, Rüsselsheim und München unterhält die WPDEU drei Engineering-Büros, die die Projektgruppen durch die unmittelbare Nähe zu unseren Kunden bei der Realisierung von Entwicklungsaufgaben und im Serienanlauf unterstützen. Darüber hinaus betreibt die Gesellschaft ein Büro in Hannover, von wo aus überwiegend die Aktivitäten der Prime-Organisation gesteuert werden, bei der der Fokus auf dem Handelsgeschäft liegt. B. Wirtschaftsbericht B.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Im Kalenderjahr 2023 begegnete der globalen Wirtschaft viel Gegenwind. Die Weltwirtschaft erholte sich langsam und ungleichmäßig von den negativen Einflüssen der vergangenen Jahre. Dazu zählen die COVID-19-Pandemie mit ihren Störungen der globalen Nachfrage und der Lieferketten, dem von Russland ausgelösten Krieg in der Ukraine und dem darauffolgenden Anstieg der Rohstoffpreise, insbesondere der Energiepreise in Europa sowie hohen Inflationsraten. 1 Das Jahr 2023 begann mit niedrigen und rückläufigen Erwartungen für das globale Wachstum und verstärkten Ängsten vor einer Rezession. Die Wiedereröffnung Chinas, umfangreiche fiskalische Stimulierungsmaßnahmen in den USA und Europa sowie die verbleibende Stärke der US-Verbraucher stabilisierten das globale Wachstum jedoch. Vor allem in den USA wurde zusätzlicher Marktoptimismus zum Beispiel durch ChatGPT, Luxusgüter, Medikamente zur Gewichtsreduzierung, die Erwartung von Zinssenkungen der Federal Reserve (Fed) und die Bitcoin-Rallye ausgelöst. Dies führte zu einer allgemein positiven Entwicklung der Risikomärkte. Und das trotz des größten Zinsanstiegs seit Jahrzehnten, größerer Kriege, einer Energiekrise, einer regionalen Bankenkrise, einer Rezession in Teilen der Eurozone und aufkommender Anzeichen für eine Verschlechterung der Kredit- und Verbrauchersituation in den USA. 2
2 Market Outlook 2024 | J.P. Morgan Research
(jpmorgan.com))
Für 2024 erwartete der Internationale Währungsfonds laut seiner Prognose im Januar 2023 ein globales Wirtschaftswachstum von 3,1 %. Schätzungen zufolge war das Wirtschaftswachstum in der zweiten Hälfte des Jahres 2023 in den Vereinigten Staaten sowie in mehreren wichtigen Schwellen- und Entwicklungsländern stärker als erwartet. Die steigende Dynamik war jedoch nicht überall zu spüren. Im Euroraum war das Wachstum besonders gedämpft, was auf die schwache Stimmung der Verbraucher, die anhaltenden Auswirkungen der hohen Energiepreise und die Schwäche des zinssensiblen verarbeitenden Gewerbes und der Unternehmensinvestitionen zurückzuführen ist. Für die Eurozone lag das Wachstum bei ca. 0,7 %, im Oktober war der IWF noch von ca. 0,5 % ausgegangen. Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2023 sogar in eine Rezession gerutscht. 3 Laut Statistischem Bundesamt ist das Bruttoinlandsprodukt preisbedingt um 0,3 % gesunken. 4 Den vor allem in den USA und Europa hohen Inflationsraten, insbesondere infolge der Preisanstiege, wurde bereits Ende 2022 mit drastischen finanziellen Straffungen begegnet. Infolge der auch Anfang 2023 steigenden Zinsen sanken die Inflationsraten im Jahr 2023 weiter, wenngleich nicht das Niveau vor der COVID-19-Pandemie erreicht wurde. Der Rückgang der Inflation verlief im Jahr 2023 schneller als erwartet. 5 Die Inflationsrate in Deutschland lag im Dezember 2023 bei 3,7 %. 6 Der Automobilmarkt konnte sich im Jahr 2023 auf den drei größten Märkten China, Europa und USA erholen. China konnte mit 25,8 Millionen verkauften Pkw ein Anstieg zum Vorjahr von 11 % erzielen. Die USA erzielten einen Anstieg zum Vorjahr von 12 % mit 15,5 Millionen PKW-Neuzulassungen, liegen aber rund 9 % unter Vor-Corona Niveau. In Europa wurden 12,8 Millionen neue PKW verkauft, was einem Anstieg zum Vorjahr von 14 % entspricht. Das Vor-Krisen Niveau wurde allerdings um rund 19 % unterschritten. 7
4 Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,3 %
gesunken - Statistisches Bundesamt (destatis.de)
6 Inflationsrate im Januar 2024 bei +2,9 % -
Statistisches Bundesamt (destatis.de)
Die größten deutschen Autobauer haben ihre weltweiten Absatzzahlen im Jahr 2023 durchweg steigern können. Die Volkswagen Group um 12 %, die Mercedes-Benz Group um 1,5 % und die BMW Group um 6,5 %. Diese Absatzzahlen sind aber trügerisch, da sich die Gesamtsituation der Automobilindustrie im Jahr 2023 verschlechtert hat. Viele Zulieferer kündigen Sparprogramme, Stellenabbau und Werksverkäufe an. Diese Entwicklung resultiert aus mehreren Faktoren, ein wesentlicher Faktor sind aber die gestiegenen Schadensfälle. Der spürbare Anstieg der Schadensfälle im Automobil-Zuliefererbereich liegt im zweistelligen Bereich, wenn auch noch unter 20 %. Schon im Jahr 2022 war die Anzahl der Insolvenzen im Zulieferbereich gestiegen. Das Vorkrisenniveau wurde im Laufe des Jahres 2023 erreicht. Grund für diese Turbulenzen sind die verhaltenen Aussichten seitens der Hersteller. Die Zulieferer hängen an den Absatzplanungen der Autobauer und deren Aussichten waren Ende 2023 nur bedingt besser als zu Beginn der Jahres 2023. Im Jahr 2023 profitierten die Hersteller auch von Nachholeffekten, dieser Bestellpuffer ist mittlerweile aber aufgebraucht. Generell hat die Automobilbranche in Deutschland auch mit der Nachfrageschwäche nach elektrischen Neuwagen zu kämpfen. Die gekippte Förderung für Elektroautos wirkt sich dabei sehr belastend aus. 8 Auch die Preise für E-Fahrzeuge sind im Moment wenig attraktiv für deutsche Privatkunden Im Januar gingen die Neuzulassungen von E-Autos im Vergleich zum Vormonat deutlich zurück - und auch die E-Auto-Absatzprognosen für das komplette Jahr 2024 sehen aktuell alles andere als vielversprechend aus. Sowohl der Zentralverband des deutschen Kraftfahrzeuggewerbes (ZDK) als auch der Verband der Automobilindustrie (VDA) rechnen mit einem Rückgang. 9 B.2 Geschäftsverlauf Ausgangspunkt für die Betrachtung ist die Prognose für das Geschäftsjahr 2023 aus dem Lagebericht des Geschäftsjahres 2022. Diese lautete wie folgt: "Für das Jahr 2023 planen wir, bei einem Umsatz von EUR 87,4 Mio., einen EBITDAM von EUR 11,5 Mio. und damit deutlich über dem Niveau des Vorjahres zu erwirtschaften. Der geplante Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit erhöht sich leicht auf EUR 6,6 Mio." B.2.a Maßgebliche Steuerungsgrößen und allgemeine Entwicklung Die Geschäftsleitung analysiert und beurteilt die Geschäftsentwicklung und die Lage der Gesellschaft anhand folgender finanzieller Kennzahlen:
9 Mercedes-Benz schraubt Elektroauto-Ziele nach
unten (24auto.de)
Daneben sind weitere - auch nicht finanzielle - Kennzahlen relevant, die nachfolgend erläutert werden. Im Jahr 2023 wurden durch das Werk insgesamt 15,3 Mio. Kunststoffteile (Vj: 13,1 Mio. Teile) mit einem Umsatzvolumen von EUR 44,3 Mio. primär an unsere Kunden wie beispielsweise BMW AG, Daimler AG, die VW - Gruppe und Adam Opel AG (Stellantis) aus dem Werk Treuen ausgeliefert. Das Artikelvolumen konnte somit verglichen zu 2022 deutlich erhöht werden. Im Bereich der Produktionspartner (Prime) sank im vergangenen Jahr das Volumen deutlich von 11,5 Mio. Teile im Jahr 2022 auf 9,3 Mio. Teile im Jahr 2023. Auf Grund des Teilemixes hatte dies keine Auswirkung auf den Umsatz. Der Umsatz stieg im Geschäftsjahr 2023 leicht um ca. EUR 3,7 Mio. auf EUR 84,1 Mio. (Vj. EUR 80,4 Mio.). Die budgetierte Prognose für WPDEU von EUR 87,4 Mio. wurde leicht unterschritten. Weiterhin ist zu erwähnen, dass zum vorhandenen Produktspektrum auch im Jahr 2023 weitere Neuwerkzeuge in anspruchsvollen Technologien für verschiedene Automobilhersteller erfolgreich und termingerecht angelaufen sind bzw. für den Serienanlauf vorbereitet wurden. Eine Vielzahl von internen Optimierungen und Prozessverbesserungen wurden umgesetzt. Die Dynamik im kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP) konnte beibehalten werden. Die Qualitäts- und Lieferperformance zu unseren Kunden konnte unseren Einschätzungen zur Folge auf einem hohen Niveau gehalten werden. So ist die WEIDPLAS Germany GmbH bei allen Kunden als A Lieferant geratet. Nennenswerte Kosten für Sonderfahrten sind trotz Neuanläufen hochanspruchsvoller Bauteile nicht angefallen. Damit konnte die Position der WPDEU als kompetenter und zuverlässiger Anbieter für Komponenten und Systeme im Bereich der Luft-Wasser-Trennung, Luftführungskomponenten und Interieurs im Markt weiter gestärkt werden. Dem gegenüber stehen Auftragseingänge im Jahr 2023 für WPDEU in Höhe von etwa EUR 2,5 Mio. p. a. (EUR 20 Mio. Lifetime Umsatz), wirksam ab dem Jahr 2026. Generell zeigt die Umsatzvorschau der kommenden Jahre, u.a. auch durch diese Akquisen, einen Anstieg des budgetierten Umsatzes für die Jahre bis 2026. Besonders positiv ist zu erwähnen, dass nach den geringen Umsatzjahren 2020 bis 2022 aus heutiger Sicht das Wachstum der kommenden Jahre gesichert ist. B.2.b Investitionen Die Investitionen der WPDEU in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen betrugen im Jahr 2023 TEUR 5.025 (Vj. TEUR 6.810). In Summe lagen die Investitionen 26,2 % unter denen des Vorjahres. Die immateriellen Vermögensgegenstände betreffen die Entwicklungsleistungen unserer Kundenartikel bis zur Serienreife. Im Jahr 2023 wurden TEUR 2.306 (Vj. TEUR 2.700) aktiviert. Hierin sind neben den Leistungen unserer Mitarbeiter auch Leistungen anderer Gesellschaften des Konzernverbundes als auch Fremdleistungen Dritter enthalten. Patente und Lizenzen sind nicht enthalten. Die Investitionen in Sachanlagen waren vor allem für die Neuanläufe von Serienproduktionen, sowie für Kapazitätserweiterungen notwendig. Neben den entsprechenden Maschinen sowie Fertigungslinien waren ebenfalls Entwicklungsleistungen notwendig. Diese Neuanläufe haben uns sowohl im Jahr im Jahr 2023 stark beschäftigt und werden dies auch im Jahr 2024 weiterhin tun. Es kommen wieder für uns teilweise sehr anspruchsvolle Technologien ins Werk. So haben wir z.B. für den Nachfolger des aktuellen VW-Tiguan das für uns völlig neue Produkt "Radlaufblenden" im Anlauf befindlich, welches im "Colorfuse"-Verfahren und damit in Hochglanzoptik produziert wird. Dieses Verfahren stellt noch immer ein Alleinstellungsmerkmal dar. B.2.c Personalbericht Zum 31. Dezember 2023 waren für die WPDEU 312 (Vj. 286) Mitarbeiter beschäftigt tätig, davon 67 (Vj. 67) Mitarbeiter in den Fachbereichen Engineering, Vertrieb, Projektmanagement etc. (Shared Services) sowie 9 (Vj. 8) Auszubildende. Die Personalaufwendungen erhöhten sich gegenüber 2022 um ca. 15,6 %. Auf Grund der hohen Krankenquote wurden verstärkt Leistungen der Zeitarbeitsfirmen in Anspruch genommen. Der Krankenstand lag mit 5,6 % zwar unter dem Schnitt des Vorjahres (6,8 %), war aber dennoch deutlich zu hoch. B.2.d Qualität und Arbeitssicherheit Für das Werk Treuen wurde im April 2023 im Rahmen des durchgeführten jährlichen Audits die Aufrechterhaltung des Managementsysteme nach IATF 16949 bestätigt. Leider verlief das dieses Mal nicht ohne Hauptabweichungen. So wurden durch den Auditor zwei Haupt- und drei Nebenabweichungen festgestellt. Diese 5 Abweichungen wurden danach innerhalb der vorgegebenen Frist erfolgreich abgestellt. Im Juni 2023 bestanden wir die Audits zu den Systemen ISO 45001 (Arbeitssicherheitsmanagement) und ISO 14001 (Umweltmanagement) erfolgreich, das heißt ohne Abweichungen. Im Bereich des Energiemanagements fand im November 2023 ein Überwachungsaudit statt. Bei dem Audit wurden keine Abweichungen festgestellt - ein neues Zertifikat wurde erteilt. Arbeitsschutz und Gesundheitsmanagement sind zentrale Führungsaufgaben bei WEIDPLAS Germany GmbH. Die entsprechenden Jahrespläne wurden abgearbeitet. Leider ist mit 10 die Anzahl der Arbeitsunfälle im Vergleich zu den 9 im Jahr 2022 leicht angestiegen. Zu erwähnen ist jedoch, dass keiner der Unfälle schwerwiegender Natur war. Natürlich ist dennoch jeder Unfall zu viel, deshalb arbeiten wir intensiv an der Verbesserung. B.3 Lage B.3.a Ertragslage Insgesamt wurden im Berichtszeitraum Umsatzerlöse in Höhe von EUR 84,1 Mio. (Vj. EUR 80,4 Mio.), davon mit Dritten EUR 78,2 Mio. (Vj. EUR 74,0 Mio.), erwirtschaftet. Prognostiziert worden war ein Umsatz mit EUR 87,4 Mio. Der Umsatz mit verbundenen Unternehmen betrug EUR 5,9 Mio. (Vj. EUR 6,4 Mio.) und resultierte im Wesentlichen aus erbrachten Engineering-Leistungen und kaufmännischen Dienstleistungen. Die Erhöhung der Gesamtleistung (Umsatzerlöse, Bestandsveränderung und Eigenleistungen) um EUR 4,0 Mio. im Vergleich zum Vorjahr ist im Wesentlichen auf die gestiegenen Kundenabrufe und teilweisen Preiserhöhungen auf Grund gestiegener Material- und Energiekosten zurückzuführen. Der Materialaufwand (RHB) stieg auf Grund des erhöhten Umsatzes aber auch auf Grund höherer Zukaufkosten um 13,3%. Die bezogenen Leistungen wurden um 34,2% deutlich reduziert. Das Hauptaugenmerk richtet sich hier auf das geringere Volumen im Werkzeugeinkauf. Der Rohertrag (Gesamtleistung abzüglich Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie bezogener Leistung) betrug EUR 36,8 Mio. (Vj. EUR 31,4 Mio.), das entspricht ca. 43,2 % der Gesamtleistung (Vj. 38,7 %). Die sonstigen betrieblichen Erträge betrugen EUR 0,8 Mio. und lagen damit leicht über dem Vorjahreswert (EUR 0,6 Mio.). Der Personalaufwand erhöhte sich um 15,6 % bzw. EUR 2,4 Mio. Die planmäßigen Abschreibungen haben sich leicht verringert und betrugen im Jahr 2023 EUR 4,7 Mio. (Vj. EUR 5,3 Mio.). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen leicht um EUR 0,1 Mio. auf EUR 14,6 Mio. Hauptveränderungen innerhalb dieses Postens sind die Verminderung der Konzernumlagen (EUR 1,5 Mio.) die Erhöhung der temporären Mitarbeiter (EUR 0,9 Mio.), Instandhaltungskosten (EUR 0,4 Mio.), Reisekosten (EUR 0,1 Mio.) und Frachtkosten (EUR 0,1 Mio.). Die Erhöhungen sind auf das gestiegene Umsatzvolumen zurückzuführen. Die Zinsaufwendungen lagen unverändert zum Vorjahr bei EUR 0,2 Mio. Der EBITDAM von EUR 8,6 Mio. (Vj. EUR 6,7 Mio.) lag deutlich über dem Vorjahr, aber unter dem im Vorjahr prognostizierten Wert von EUR 11,5 Mio. WPDEU konnte nach den zurückliegenden wirtschaftlich schwierigen Jahren wieder ein positives Ergebnis erwirtschaften. Der entstandene Gewinn von EUR 0,4 Mio. wurde gemäß Ergebnisabführungsvertrag der Techniplas Germany Holdings GmbH zugerechnet. B.3.b Finanzlage Die liquiden Mittel betrugen zum Bilanzstichtag EUR 1,2 Mio. (Vj. EUR 1,2 Mio.). Insgesamt bestehen zum 31. Dezember 2023 Verbindlichkeiten aus Mitteln der Konzernfinanzierung in Höhe von EUR 3,2 Mio. Für das Darlehen der Sparkasse besteht weiterhin in Höhe von EUR 5,0 Mio. eine Grundschuld. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war zu jedem Zeitpunkt im Geschäftsjahr gegeben. Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit lag mit EUR 5,3 Mio. leicht über dem Wert des Vorjahres (EUR 5,1 Mio.). Im Geschäftsjahr wurde das prognostizierte Ziel von EUR 6,6 Mio. leicht unterschritten. Der negative Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von EUR 5,0 Mio. (Vj. EUR 5,9 Mio.) konnte aus dem operativen Cash-Flow zusammen abgedeckt werden. Der negative Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit betrug EUR 0,3 Mio. Es ergibt sich ein Bestand an liquiden Mitteln von EUR 1,2 Mio. (Vj. EUR 1,2 Mio.). B.3.c Vermögenslage und Kapitalstruktur Die Vorräte ohne geleistete Anzahlungen betrugen zum Stichtag TEUR 6.347. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände verminderten sich um EUR 3,0 Mio. Davon verminderten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um EUR 4,0 Mio., die sonstigen Vermögensgegenstände reduzierten sich um EUR 0,6 Mio. und die Forderungen gegen verbundene Unternehmen stiegen um EUR 1,6 Mio. Die Eigenkapitalquote unserer Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2023 40,1 % (Vj. 38,4 %) und liegt damit leicht über dem Vorjahr. Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um EUR 2,6 Mio. verringert, was auf die gesunkenen Forderungen als auch auf die gesunkenen sonstigen Verbindlichkeiten zurückzuführen ist. Der Sonderposten, welcher aus Fördermitteln der Sächsischen Aufbaubank (SAB) im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GA) ausgereicht wurde und aus empfangenen Investitionszulagen besteht, wurde planmäßig über die Nutzungsdauer der geförderten Vermögensgegenstände aufgelöst. Zusätzlich sind hierin Zuwendungen ausgewiesen, welche für die Förderung von Investitionen zur Modernisierung der Produktion in der Fahrzeughersteller- und Zulieferindustrie (BAFA) beantragt und bewilligt worden sind. Für die Deckung der zuwendungsfähigen Ausgaben wurden im Geschäftsjahr 2022 TEUR 918 abgerufen und ausbezahlt. Die ertragswirksame Auflösung erfolgt ab 2024. Die sonstigen Rückstellungen betragen EUR 2,4 Mio. und liegen damit auf Vorjahresniveau. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten und Intercompanygesellschaften erhöhten sind gegenüber dem Vorjahresstichtag um EUR 0,3 Mio. Deutlich abweichender sind jedoch die sonstigen Verbindlichkeiten, welche sich um EUR 2,5 Mio. reduzierten. Vor dem Hintergrund aller geschilderten Rahmenbedingungen (siehe Kapitel B - Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf) kann die Geschäftsführung mit der Entwicklung und dem Ergebnis im Geschäftsjahr 2023 zufrieden sein. C. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht C.1 Risiken Als Teil der weltweit aktiven Techniplas-Gruppe und auf Grund der fortschreitenden Intensivierung des Wettbewerbes ist die WPDEU im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit marktüblichen Risiken ausgesetzt, die grundsätzlich im Rahmen des unternehmerischen Handelns der Geschäftsleitung angemessen und kalkulierbar sind. Alle wesentlichen Risiken wurden identifiziert, analysiert, bewertet und werden permanent überwacht. Das Risikomanagement der WPDEU erfasst und beurteilt die relevanten Risiken, kommuniziert diese an den Konzern und entwickelt in Abstimmung mit dem Konzern Gegenmaßnahmen. In die Risikobetrachtung werden auch die verwendeten Finanzinstrumente einbezogen. Zu den Instrumenten zählen im Wesentlichen die Forderungen und Verbindlichkeiten, die sich aus der laufenden Geschäftstätigkeit ergeben. Die Forderungen unterliegen einem Ausfallrisiko, das heißt dem Risiko, dass Geschäftspartner ihren Verpflichtungen nicht nachkommen können und somit ein Ausfall der Forderung zu verzeichnen ist. Diesem Risiko wird über eine Beurteilung der Bonität der Kunden im Vorfeld des Eingehens einer Geschäftsbeziehung vorgesorgt und durch die laufende Überwachung entgegengewirkt. Damit wird das Risiko sowohl antizipativ als auch laufend in die Risikobeurteilung einbezogen Aus aktueller Sicht kann konstatiert werden, dass das Management der WEIDPLAS Germany GmbH Maßnahmen ergriffen hat, um die Risiken zu minimieren und bis heute alle Prozesse in ausreichendem Maße aufrechterhalten. Die operativen Risiken, die sich aus dem Ukraine-Konflikt, dem Nahostkonflikt in Israel / Gaza und die Beeinträchtigung des Seeweges durch das Rote Meer durch Rebellenangriffe auf unser Geschäft ergeben, schätzen wir aktuell als gering ein. Operative Risiken sehen wir dagegen noch immer im Absatz- und Beschaffungsbereich und dem Auftreten von Qualitätsproblemen. Auf beide Themen sind wir vorbereitet und arbeiten stetig daran, sowohl die Lieferketten zu sichern als auch intern die Qualität stetig zu verbessern. Halbleitermangel auf dem Weltmarkt und Kurzarbeit, zwei dominierende Themen der letzten Jahre, stellen aktuell keine Herausforderung mehr dar. Generell ist die Weidplas Germany GmbH den Risiken aus dem Nachfrageverhalten (vertraglich nicht fixierbare Abrufe) der Kunden ausgesetzt. Im Jahr 2023 waren die Produktionsmengen der OEM jedoch deutlich näher an den prognostizierten Stückzahlen als noch in den Vorjahren, was wir als positive Entwicklung werten. Des Weiteren begegnet die Gesellschaft seit vielen Jahren den Savings Forderungen ihrer Kunden mit einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess zur Effizienzsteigerung. Generell bestehen Risiken, dass die Kunden nicht in vereinbarter Zeit und Qualität beliefert werden. Aufgrund des Produktspektrums und der Prozessauslegung in der Produktion werden Risiken aus Gewährleistungsthemen als gering eingeschätzt. Grundsätzlich wird dem Risiko der Preisschwankungen bei den Lieferanten, insbesondere im Rohstoffbereich, durch den Abschluss von langfristigen Verträgen Rechnung getragen. Weitere Risiken bestehen im Energiesektor. Aktuell scheinen die Preise stabil zu sein, mittel- und langfristig ist das jedoch nicht mit Sicherheit zu sagen. Wir bei WPDEU haben langfristige Verträge mit unserem Energielieferanten, was dieses Risiko reduziert. Darüber hinaus sind wir Liquiditätsrisiken und Zahlungsschwankungen ausgesetzt, denen über eine stetige Überwachung der Liquidität und ein entsprechendes Cash-Management begegnet wird. Auf den Einsatz derivativer Finanzinstrumente wird vollständig verzichtet. Zur Absicherung gegen eine Reihe von Rechtsrisiken haben wir unter dem Dach der Weidplas-Gruppe Haftpflichtversicherungen mit Deckungssummen abgeschlossen, die die Unternehmensleitung als angemessen und branchenüblich ansieht. Wir sehen gegenwärtig die Risiken aus dem Russland-Krieg in der Ukraine vergleichbar mit den aus der Corona-Krise und Lieferketten-Krise resultierenden Herausforderungen der Jahre 2020 und 2021. Nach den anstrengenden Jahren verfügen wir nun aber über Erfahrungen im Umgang mit kurzfristigen Nachfrageänderungen sowie verknappten und verteuerten Beschaffungsmärkten. Inwieweit sich Risiken aus dem Ukraine-Konflikt im Jahr 2024 ergeben, ist nicht abschätzbar. Ein Risiko aus der aktuell gebremsten Nachfrage nach Elektrofahrzeugen sehen wir für unsere Gesellschaft nicht, da unsere Produkte in großer Mehrzahl antriebsunabhängig sind. Risiken, die den Bestand der Gesellschaft gefährden könnten - aus dem Umfeld der Gesellschaft, der Branche, der Unternehmensstrategie, dem Personalbereich sowie leistungswirtschaftliche oder informationstechnische Risiken - sind für einen Zeitraum von 24 Monaten nicht absehbar. Auch darüber hinaus sind gegenwärtig keine solchen Risiken erkennbar oder bekannt. C.2 Chancen Chancen ergeben sich im operativen Bereich insbesondere durch die Verbesserung der internen Prozesse auf allen Ebenen und durch Synergieeffekte aufgrund der weiterlaufenden Integration in den Techniplas Konzern. Weitere Chancen ergeben sich für unsere Gesellschaft zudem aus der professionellen Abwicklung von Serienaufträgen für die OEMs sowie der geplanten Beibehaltung der Produktionszahlen für 2024. In diesem Zusammenhang sollte unser Entwicklungs-Knowhow helfen, weiterhin ein attraktiver Anbieter zu sein. Zudem versuchen wir, in den sogenannten Spritzgusswerken die Wertschöpfungstiefe zu erhöhen und Alleinstellungsmerkmale zu generieren, z.B. durch die Colorfuse-Technologie. Aus der Konzernstruktur erhoffen wir uns weitere Technologie-Fortschritte sowie Skaleneffekte gegenüber Kunden und Lieferanten. Auch die sehr dynamische Marktlage aktuell bedeutet Chancen für die Gewinnung von kurzfristigem Neugeschäft, da es durchaus wahrscheinlich ist, dass Geschäft von Wettbewerbern zur WEIDPLAS Germany GmbH transferiert werden kann. Gemeinsam mit dem zentralen Vertrieb sind wir ständig am Suchen dieser Opportunitäten. C.3 Prognosebericht Der Zukunftsausblick fällt nach Befragung zahlreicher Manager aus der Autobranche im Rahmen einer KPMG-Studie pessimistischer aus. Es sind demnach nur 34 % der befragten Manager äußert zuversichtlich, dass in den kommenden fünf Jahren ein profitables Wachstum erzielt werden kann. Im Vorjahr gaben das noch 41 % der Befragten an. Sichtbar wurde der Rückgang der Wachstumserwartung in Westeuropa und den USA. In China stieg allerdings der Anteil der Befragten, die zuversichtlich in die Zukunft blicken von 28 % auf aktuell 36 %. 10 Das globale Wachstum wird laut Internationalem Währungsfonds (IWF) für 2024 mit 3,1 Prozent und für 2025 mit 3,2 Prozent prognostiziert, wobei die Prognose für 2024 um 0,2 Prozentpunkte besser ausfällt als im Weltwirtschaftsausblick (WEO) vom Oktober 2023. Die USA und einige Entwicklungs- und Schwellenlänger sind widerstandsfähiger als erwartet und China erhält fiskalische Unterstützung. 11 Die Prognose für 2024 und 2025 liegt jedoch unter dem historischen Durchschnitt (2000 bis 2019) von 3,8 Prozent, da die erhöhten Leitzinsen der Zentralbanken zur Inflationsbekämpfung und die Rücknahme der fiskalischen Unterstützung angesichts der hohen Verschuldung die Wirtschaftstätigkeit belasten und das zugrunde liegende Produktivitätswachstum gering ist. 12 Die Inflation geht in den meisten Regionen schneller zurück als erwartet, da die Probleme auf der Angebotsseite und die restriktive Geldpolitik überwunden sind. Es wird erwartet, dass die globale Gesamtinflation im Jahr 2024 auf 5,8 Prozent und im Jahr 2025 auf 4,4 Prozent fallen wird, wobei die Prognose für 2025 nach unten korrigiert wurde. 13 Das ifo Institut erwartet nach einer Befragung von Wirtschaftsexpertinnen und -experten ein globales durchschnittliches BIP-Wachstum von 2,6 %. Die Einschätzung für Europa beläuft sich auf 1,9 %. Deutschland befindet sich mit prognostizierten 0,6 % unter den Schlusslichtern. 14 Für Deutschland gilt, dass die Inflation sich zwar weiterhin verbessert, eine Entwarnung aber noch nicht gegeben werden. Es wird aber erwartet, dass die deutsche Wirtschaft ab Beginn des Jahres 2024, aufgrund wachsender Absatzmärkte im Ausland sowie steigenden Konsumausgaben durch die privaten Haushalte, wieder Fahrt aufnehmen wird. 15 Generell wird der deutsche Automarkt auch im Jahr 2024 weiterhin unter großem Druck stehen. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) rechnet für den deutschen Automarkt im laufenden Jahr mit einem Minus beim Absatz von einem Prozent auf 2,8 Millionen Fahrzeuge, was ungefähr ein Viertel weniger als im Vorkrisenjahr 2019 ist. Der Absatz bei den Elektro-Autos wird sogar mit minus 14 % noch deutlicher laut den ersten Prognosen schrumpfen. Dem gegenüberstehen aber positivere Aussichten auf dem europäischen Markt. Hier erwartet der VDA ein Plus von 4 %, was sich auch schon in den letzten Quartalen 2023 auf den größten Automobilmärkten, widerspiegelte. 16 Die voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft wird neben der allgemeinen konjunkturellen Entwicklung in der Automobilindustrie vor allem von den wirtschaftlichen Entwicklungen in Deutschland, aber auch in der Weltwirtschaft, abhängig sein. Ausgehend vom globalen Wachstum im Jahr 2023 in Höhe von 3,3 Prozent wird laut momentaner Prognosen (Oktober 2023) das globale Wachstum voraussichtlich auf 3,1 Prozent im Jahr 2024 sinken. 17 Das ifo-Institut prognostiziert für das Jahr 2024 zudem eine Inflationsrate von 2,3 Prozent. 18 Nach Einschätzung der EU-Kommission dürfte sich die konjunkturelle Lage weiterhin besser entwickeln als gedacht. Für Europa werde für 2024 ein Wachstum des BIP von 0,8 % prognostiziert. Für Deutschland wird beim BIP ein Plus von 0,3 Prozent und eine Inflation von 2,8 Prozent erwartet. 19
16
https://www.swrfernsehen.de/marktcheck/automobilindustrie-vda-jahresauftakt-2024-100.html
18 ifo-Prognose zur Entwicklung der Inflation
bis 2025 | Statista
19 EU-Kommission korrigiert Wachstumsprognose
nach unten - Wirtschaft - SZ.de (sueddeutsche.de)
Zusammenfassend erwarten die Prognosen gesamtwirtschaftlich ein stärkeres globales Wachstum als noch im Jahr 2023. Die stetig sinkende Inflation und die weiterhin anhaltende Erholung der Weltwirtschaft werden sich weiterhin positiv auswirken können. Für das Jahr 2024 planen wir bei einem Umsatz von EUR 77,7 Mio. einen EBITDAM von EUR 11,7 Mio. Der geplante Projektumsatz liegt deutlich unter dem Niveau von 2023, dennoch haben wir das Ziel, Minimum den gleichen EBITDAM zu erreichen. Der geplante Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit vermindert sich leicht auf EUR 9,7 Mio. D. Schlussbemerkung Den noch immer sehr anspruchsvollen Bedingungen des Jahres 2023 in der Automobilbranche, speziell im Sektor Kunststoffindustrie, zum Trotz, konnten wir die Vielzahl der zum Teil neuen Herausforderungen bewältigen. Durch die Eigentümerstruktur und die damit verbundene Finanzstruktur der Gruppe, die darüber hinaus gewonnenen neuen Kundenaufträge, verbunden mit einer erneut soliden operativen Performance, wurde trotz des Nichterreichens des budgetierten Finanzergebnisses eine zukunftsträchtige Basis für eine erfolgreiche Weiterentwicklung der Gesellschaft im Jahr 2024 geschaffen.
Treuen, den 19.04.2024 Jan Engelmann, Geschäftsführer Ron Dageförde, Geschäftsführer Anhang für das Geschäftsjahr 2023HR-B Nr. 29211 AG Chemnitz1. Allgemeine Hinweise Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Gemäß bzw. analog zu § 265 Abs. 5 und 6 HGB wurden einige Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung zwecks Aufstellung eines klaren und übersichtlichen Jahresabschlusses hinzugefügt bzw. deren Bezeichnung an ihren tatsächlichen Inhalt angepasst. Das sind die Posten:
2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Der Jahresabschluss wird unter Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB aufgestellt. Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer von zwei bis zehn Jahren um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibung erfolgt pro rata temporis. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Herstellungskosten nach § 255 Abs. 2a Satz 1 HGB i. V. m. § 255 Abs. 2 Satz 1 und 2 HGB aktiviert und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer der Serienproduktion von bis zu zehn Jahren sowie bei Vorliegen einer voraussichtlich dauernden Wertminderung außerplanmäßig abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Dabei richten sich die Abschreibungssätze nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer:
Die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen und selbst geschaffener immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens umfassen neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie anteilige Abschreibungen. Die Gesellschaft nimmt das Wahlrecht nach § 255 Abs. 3 Satz 2 HGB nicht in Anspruch und aktiviert keine Fremdkapitalzinsen. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250,00 sind im Jahr 2023 als Aufwand erfasst worden. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 150,00 und bis zu EUR 1.000,00, die nach dem 31. Dezember 2007 angeschafft worden sind, wurde der jährlich steuerlich gebildete Sammelposten aus Vereinfachungsgründen in die Handelsbilanz übernommen. Ab 2018 hat sich die Grenze lt. § 6 Abs. 2 EStG auf EUR 250,00 erhöht. Von den jährlichen Sammelposten, deren Höhe insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist, werden entsprechend den steuerlichen Vorschriften pauschalierend jeweils 20 % p. a. im Jahr, für dessen Zugänge er gebildet wurde, und den vier darauffolgenden Jahren abgeschrieben. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse/Leistungen sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten der Fertigung auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen - sofern durch die Fertigung verursacht - berücksichtigt werden. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Geleistete Anzahlungen des Vorratsvermögens sind mit ihrem Nennwert angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Kassenbestand und Bankguthaben sind zum Nominalwert angesetzt. Unter dem Rechnungsabgrenzungsposten werden Auszahlungen und fällige Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Gesellschaft hat am 20. November 2015 mit der Techniplas Germany Holdings GmbH mit Sitz in Treuen (Amtsgericht Chemnitz HRB 29588) einen Gewinnabführungsvertrag geschlossen. Nach der Genehmigung durch die Gesellschafterversammlung am 1. Dezember 2015 und Eintragung im Handelsregister am 8. Dezember 2015 ist dieser wirksam geworden. Infolgedessen bilden die Weidplas Germany GmbH und die Techniplas Germany Holdings GmbH einen Organkreis. Die Weidplas Germany GmbH ist Organgesellschaft. Damit entfällt der Ausweis latenter Steuern. Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennwert angesetzt. Erhaltene Zuschüsse und Zulagen im Zusammenhang mit Investitionen werden im Sonderposten für Investitionszuschüsse und -zulagen passiviert. Der Sonderposten wird über die durchschnittliche Nutzungsdauer der geförderten Vermögensgegenstände ertragswirksam aufgelöst. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. 3. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres in dem als Anlage beigefügten Anlagespiegel dargestellt. Der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten für das Geschäftsjahr beträgt TEUR 2.306. Diese Entwicklungskosten wurden unter den selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens im Geschäftsjahr aktiviert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 4.322 Vj. TEUR 2.646) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen als auch sonstige Forderungen. Forderungen gegen die Gesellschafterin bestehen in Höhe von TEUR 5.367 (Vj. TEUR 5.416), davon TEUR 5.249 aus Verlustausgleichsansprüchen gemäß Ergebnisabführungsvertrag einschließlich Zinsen. Zum Stichtag werden sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 29 (Vj. TEUR 23) mit einer Laufzeit von über einem Jahr bilanziert. Weitere Forderungen sowie sonstige Vermögensgegenstände mit einer Laufzeit von über einem Jahr bestehen zum Stichtag und bestanden zum vorherigen Stichtag darüber hinaus nicht. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten antizipative Forderungen in Höhe von TEUR 204 (Vj. TEUR 288) sowie Forderungen an debitorische Kreditoren in Höhe von TEUR 108. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt TEUR 2.450 und ist voll eingezahlt. Zum 31. Dezember 2023 unterliegt nach § 268 Abs. 8 HGB ein Gesamtbetrag in Höhe von TEUR 11.409 der Ausschüttungssperre. Der Betrag betrifft in voller Höhe den Ausweis der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens. Sonderposten für Investitionszuschüsse und -zulagen Durch den Sonderposten werden Investitionszuschüsse und -zulagen neutralisiert. Die ertragswirksame Auflösung erfolgt entsprechend der Abschreibung der Anlagegüter, für die die Zuwendungen gewährt wurden. Im Geschäftsjahr wurde ein Teilbetrag in Höhe von TEUR 156 (Vj. TEUR 190) ertragswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen aufgelöst. In diesem Posten werden ebenfalls Zuwendungen ausgewiesen, welche für die Förderung von Investitionen zur Modernisierung der Produktion in der Fahrzeughersteller- und Zulieferindustrie (BAFA) beantragt und bewilligt worden sind. Für die Deckung der zuwendungsfähigen Ausgaben wurden im Geschäftsjahr 2022 TEUR 918 abgerufen und ausbezahlt. Die ertragswirksame Auflösung erfolgt ab 2024. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen insbesondere Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern TEUR 1.256 (Vj. TEUR 1.150), Gewährleistungsverpflichtungen TEUR 300 (Vj. TEUR 256) sowie Abgrenzungen und ausstehende Eingangsrechnungen EUR 869 (Vj. TEUR 982). Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch eine Buchgrundschuld über EUR 5,0 Mio. besichert. Sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.643 (Vj. TEUR 2.143) sind durch Sicherungsübereignung von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens besichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 13.709 (Vj. TEUR 13.507) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Gegenüber der Gesellschafterin bestehen keine Verbindlichkeiten. Die übrigen Verbindlichkeiten gegenüber verbunden Unternehmen in Höhe von TEUR 3.200 (Vj. TEUR 3.200) betreffen sonstige Verbindlichkeiten aus Darlehen und sind kurzfristig fällig. 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Struktur der Umsatzerlöse stellt sich wie folgt dar:
Regional gliedern sich die Umsätze des Geschäftsjahres 2023 in Inlandsumsätze in Höhe von TEUR 56.438, Umsätze in der EU in Höhe von TEUR 18.822 sowie Umsätze mit Drittländern in Höhe von TEUR 8.825. Sonstige betriebliche Erträge Innerhalb des Postens werden insbesondere Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens (TEUR 156, Vj. TEUR 190) sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 353 Vj. TEUR 152), Erträge aus Kostenweiterberechnungen (TEUR 149, Vj. TEUR 129). Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen stellen periodenfremde Erträge im Sinne von § 285 Nr. 32 HGB dar. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen Wir verweisen auf den Anlagenspiegel. Sonstiger betrieblicher Aufwand Der sonstige betriebliche Aufwand liegt mit TEUR 14.605 leicht über dem Vorjahresniveau von TEUR 14.485. Innerhalb des Postens werden Konzernumlagen (TEUR 5.276, Vj. TEUR 6.783) und Aufwendungen für temporäre Mitarbeiter (TEUR 2.472, Vj. TEUR 1.541), Instandhaltungskosten (TEUR 1.890, Vj. TEUR 1.453) und Fracht-/Behälterkosten (TEUR 1.686, Vj. TEUR 1.600) ausgewiesen. 5. Nachtragsbericht Nach Ablauf des Jahres 2023 sind keine Ereignisse eingetreten, die für die WEIDPLAS Germany GmbH von wesentlicher Bedeutung sind und zu einer veränderten Beurteilung der Lage des Unternehmens führen könnten. 6. Sonstige Angaben Geschäftsführung Die Geschäftsführung wurde im Geschäftsjahr, unverändert zum Vorjahr, durch die Herren Ron Dageförde und Jan Engelmann gemeinschaftlich verantwortet. Organbezüge Die Gesellschaft macht hinsichtlich der Angaben zu den im Geschäftsjahr an den Geschäftsführer gewährten Bezügen von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
Konzernverhältnisse Seit dem 19. Juni 2020 wird die Gesellschaft in den Konzernabschluss der Techniplas Foreign Holdco LP, Ontario, Kanada, die den Konzernabschluss für den größten Kreis aufstellt, einbezogen. Des Weiteren erfolgt der Einbezug in den Konzernabschluss der Techniplas Germany Holdings GmbH, Treuen, Deutschland, die den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis aufstellt, der im Unternehmensregister veröffentlich wird. Honorar des Abschlussprüfers Das Honorar für Abschlussprüfungsleistungen beträgt für das Geschäftsjahr 2023 TEUR 44. Haftungsverhältnisse Für Verbindlichkeiten eines verbundenen Unternehmens gegenüber einem Kreditinstitut in Höhe des Nominalbetrages von EUR 34 Mio. ist die Gesellschaft Mitschuldner und haftet mittels Globalzession von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Risiken einer Inanspruchnahme waren zum Bilanzstichtag insbesondere aufgrund der Bonität und des Zahlungsverhaltens des verbundenen Unternehmens nicht ersichtlich. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte Es bestehen in Höhe von TEUR 1.759 sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber Dritten. Im Wesentlichen sind dies Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen, Wartungs- und Serviceverträgen. Darüber hinaus bestehen keine wesentlichen außerbilanziellen Geschäfte.
Jan Engelmann, Geschäftsführer Ron Dageförde, Geschäftsführer BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die WEIDPLAS Germany GmbH, Treuen PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Jahresabschluss der WEIDPLAS Germany GmbH, Treuen - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der WEIDPLAS Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Leipzig, 17. Mai 2024 BDO
AG
gez. Eisner, Wirtschaftsprüfer gez. Sachs, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der Weidplas Germany GmbH wurde am 02.07.2024 festgestellt. |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
2 nahegelegene Organisationen
Beteiligungsgesellschaften
Herstellung von Rohrform-, Rohrverschluss- und Rohrverbindungsstücken aus Stahl
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen