Blechwaren Manufaktur GmbH
Weserstraße 7, 65549 Limburg an der Lahn, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Hugo Sebastian Trappmann seit 18.10.2018 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Blechwarenfabrik Limburg GmbH | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Obenauer GmbHSaarbrückenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Konzernlagebericht 20211. Grundlagen des Konzerns Der Obenauer Konzern umfasst eine Gruppe von vierzehn nationalen und internationalen Gesellschaften, die unter der Führung der Holding-Gesellschaft Obenauer GmbH stehen. Daneben bestehen Beteiligungen an fünf Gemeinschafts- bzw. assoziierten Unternehmen (einschließlich deren Tochterunternehmen). Zum Abschlussstichtag war der Obenauer Konzern an folgenden Standorten vertreten:
Der Konzern unterteilt sich in die beiden Geschäftsbereiche Herstellung und Vertrieb von Verpackungen, Verschlüssen, Plakaten und sonstigen Gegenständen aus Blech und Kunststoff (Produktionsbereich) und Handel mit Waren aller Art, insbesondere Lebensmittel und Güter des täglichen Bedarfs (Handelsbereich). Die Absatzmärkte im Produktionsbereich liegen im Wesentlichen in Deutschland, Polen sowie Dänemark, die des Handelsbereichs liegen im Wesentlichen in Deutschland. 2. Wirtschaftsbericht a) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2021 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 2,7 % höher als im Jahr 2020. Die konjunkturelle Entwicklung war auch im Jahr 2021 stark abhängig vom Corona-Infektionsgeschehen und den damit einhergehenden Schutzmaßnahmen. Trotz der andauernden Pandemiesituation und zunehmender Liefer- und Materialengpässe, konnte sich die deutsche Wirtschaft nach dem Einbruch im Vorjahr erholen, wenngleich die Wirtschaftsleistung das Vorkrisenniveau noch nicht wieder erreicht hat. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2021 noch um 2,0 % niedriger. Die preisbereinigten privaten Konsumausgaben haben sich im Jahr 2021 auf dem niedrigen Niveau des Vorjahres stabilisiert und sind damit noch weit von ihrem Vorkrisenniveau entfernt. Gemäß Destatis waren die preisbereinigten Konsumausgaben des Staates auch im Jahr 2021 eine Wachstumsstütze der deutschen Wirtschaft. Sie stiegen trotz des bereits hohen Vorjahresniveaus im zweiten Jahr der Corona-Pandemie preisbereinigt um weitere 3,4 %. Der Außenhandel erholte sich 2021 von den starken Rückgängen im Vorjahr. Deutschland exportierte preisbereinigt 9,4 % mehr Waren und Dienstleistungen ins Ausland als 2020. Die Importe legten gleichzeitig preisbereinigt um 8,6 % zu. Damit lag der Außenhandel Deutschlands 2021 nur noch leicht unter dem Niveau des Jahres 2019. Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt 2021 um 3,1 % gegenüber 2020 erhöht. Ausschlaggebend waren vor allem die hohen monatlichen Inflationsraten im 2. Halbjahr 2021. Die Energieprodukte verteuerten sich 2021 gegenüber dem Vorjahr deutlich um 10,4 %, nach einem Rückgang um 4,8 % im Jahr 2020. Für die Verbraucherinnen und Verbraucher spürbare Preiserhöhungen gab es 2021 bei leichtem Heizöl (+41,8 %) und bei Kraftstoffen (+22,6 %). Auch die Preise für andere Haushaltsenergie wie Erdgas (+4,7 %) und Strom (+1,4 %) erhöhten sich. Neben den Basiseffekten durch die sehr niedrigen Preise im Jahr 2020 wirkte sich die zu Jahresbeginn eingeführte CO 2 -Abgabe hier preiserhöhend aus. Ohne Berücksichtigung der Energiepreise hätte die Jahresteuerungsrate 2021 bei +2,3 % gelegen. Die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich 2021 gegenüber 2020 um 3,2 %. Der Handelsbereich (VLG Großverbraucherdienst Südwest GmbH mit VLG Fleischwaren GmbH, Piemonte GmbH, Feinkost Cremona GmbH, VLG Trier c-gro C&C Großhandel GmbH und VLG Lux S.à r.l.) ist in der GV-Food-Branche tätig. Die für den Handelsbereich relevanten Kunden in den Zielgruppen Gastronomie, Schul- und Kitaverpflegungsunternehmen, Betriebskantinen, Partyservice und Fluggesellschaften litten im 1.Halbjahr 2021 und im November und Dezember stark unter den Folgen des Pandemie-bedingten Lockdowns. Auch Krankenhäuser wiesen wie im Jahr 2020 zeitweise einen höheren Leerstand von Betten aus, da sie eine potentielle medizinische Versorgung von Coronapatienten gewährleisten mussten. Durch die weltweite Störung von Lieferketten konnte in vielen Bereichen eine erhebliche Preisvolatilität festgestellt werden. Der Produktionsbereich (Blechwarenfabrik Limburg GmbH, Blechwaren Manufaktur GmbH, Blechwaren Logistik GmbH, ADL GmbH, Baltic Packaging ApS, FPS Polska Sp. Z.o.o., I.C.E. SE, I.C.E. Russia) ist in der Metallverpackungsbranche tätig. Das Hauptbetätigungsfeld sind Feinstblechverpackungen für chemisch-technische Füllgüter. Geografisch liegen die Absatzmärkte in Mittel- und Nordeuropa, Polen und Russland, wobei Deutschland den größten Absatzmarkt darstellt. Auch die Produktion und der Markt von Metallverpackungen waren im Jahr 2021 wie im Vorjahr weiter durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie geprägt. Einzelne Marktsegmente entwickelten sich in den verschiedenen Phasen der Pandemie höchst unterschiedlich und mit hoher Dynamik. Die Beschaffung der nötigen Vormaterialien stellte die Branche vor Herausforderungen, da die Lieferketten durch Force Majeure Meldungen, Produktionsreduktionen und die Unordnung der internationalen Warenlogistik gestört wurden. Als Folge stiegen die Einkaufspreise weiter stark an und Material war nicht mehr in gewohntem Umfang verlässlich verfügbar. Auf die Infektionslage und die hoheitlichen Maßnahmen zur Pandemieeindämmung musste in den Produktionsbetrieben reagiert werden, um weiter operativ tätig bleiben zu können. Die Zahlen des statistischen Bundesamtes weisen für in Deutschland produzierte Blechverpackungen unter 50l für Farben, Lacke und verwandte Erzeugnisse ein Umsatzplus von 7,6 % und eine Steigerung der verarbeiteten Masse um 7,2 % in 2021 gegenüber dem Vorjahr aus. Der Produktionswert von Aerosoldosen aus Verpackungsstahl stieg um 1,8 % während die verarbeitete Masse im Berichtszeitraum um 3,6 % sank. b) Geschäftsverlauf Der Umsatz im Handelsbereich konnte, obwohl die Pandemie-bedingten Einschränkungen insbesondere in den ersten 6 Monaten und im November und Dezember den Geschäftsbetrieb erheblich mehr beeinflussten als in 2020, leicht (+0,5 %) gesteigert werden. Insbesondere von Juli bis Oktober erfolgte eine Belebung des Geschäftes im Kundensegment Gastronomie. In insgesamt 9 Monaten wurde in den meisten Bereichen des Unternehmens mit Kurzarbeit auf verminderte Umsätze reagiert sowie Maßnahmen zur Senkung von Sachkosten ergriffen. Der Geschäftsverlauf des Produktionsbereichs des Obenauer Konzerns war 2021 weiter durch die Auswirkungen der weltweiten Corona-Pandemie geprägt. Während sich der Bedarf an Metallverpackungen im wichtigen Marktsegment Automobil stabilisierte, setzte sich der Boom im Segment für Heimwerkerprodukte weiter fort. Der Umsatz konnte insgesamt um 20,1 % gesteigert werden. Die Beschaffung der für die Produktion notwendigen Vormaterialien Weißblech, Kunststoffgranulat, Folien, Pappen, Paletten, Farben und Lacke war herausfordernd und mit enormen Steigerungen der Einkaufspreise verbunden. Um die Liefersicherheit zu gewährleisten wurde in enger Abstimmung mit den Kunden vorausschauend disponiert und, wo notwendig, Sicherheitsbestände aufgebaut. Hierdurch konnte eine durchgehende termin- und qualitätsgerechte Belieferung der Kunden sichergestellt werden. Der Umsatz des Joint Ventures zur Produktion von Aerosoldosen (ADL GmbH) steigerte sich um 58,2 %. Die I.C.E. SE konnte ihren Umsatz um rund 32 % steigern. Das über die I.C.E. SE gehaltene Unternehmen zur Produktion von chemisch-technischen Metallverpackungen in Russland wuchs weiter um rund 47 % im Umsatz. Entsprechend der Prognose im Lagebericht 2020 haben sich die Konzernumsätze um TEUR 13.921 (= 11,3 %) auf TEUR 136.728 moderat und das Konzernjahresergebnis um TEUR 2.310 auf TEUR 3.909 deutlich erhöht. In Anbetracht der problematischen Rahmenbedingungen sind wir mit dem Geschäftsverlauf und dem Ergebnis im Konzern insgesamt zufrieden. c) Ertragslage
Der Anstieg der Umsatzerlöse (TEUR +13.921) verteilt sich auf Handelsaktivitäten (TEUR +290), den Produktionsbereich (TEUR +13.515) sowie sonstige Umsätze (TEUR +116). Nach Berücksichtigung der gegenüber dem Vorjahr gestiegenen Bestandsveränderung (TEUR +3.955) und der verminderten anderen aktivierten Eigenleistungen (TEUR -223) ergibt sich eine um TEUR 17.653 höhere Gesamtleistung (TEUR 139.773, Vorjahr TEUR 122.120) gegenüber dem Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um TEUR 4.671 auf TEUR 1.320 zurückgegangen. Sie enthielten im Vorjahr Buchgewinne aus dem Abgang von Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 5.041, davon TEUR 4.147 aus dem Verkauf eines Betriebsgrundstücks in Neustadt (Wied), und eine Siegesprämie in Höhe von TEUR 250 für die Auszeichnung mit dem deutschen Umweltpreis. Im Geschäftsjahr sind Erträge aus der Gewährung von Überbrückungshilfe III in Höhe von TEUR 742 enthalten. Der Materialaufwand hat sich unterproportional um TEUR 9.058 auf TEUR 83.575 erhöht. Die Materialeinsatzquote bezogen auf die Gesamtleistung im Konzern liegt damit bei 59,8 % (Vorjahr 61,0 %). Der Rohertrag hat sich um TEUR 3.924 auf TEUR 57.518 erhöht. Der Personalaufwand hat sich um TEUR 1.893 auf TEUR 28.714 erhöht und beträgt 20,5 % bezogen auf die Gesamtleistung im Konzern (Vorjahr 22,1 %). Ursächlich hierfür ist ein Anstieg der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl von 573 auf 605. Die Abschreibungen liegen mit TEUR 8.015 (Vorjahr TEUR 8.095) weiterhin auf hohem Niveau. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit TEUR 15.400 auf dem Niveau des Vorjahres (TEUR 15.167). Insbesondere das positive Ergebnis aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen in Höhe von TEUR 832 (Vorjahr TEUR -182) führte zu einem um TEUR 1.132 verbesserten Finanzergebnis. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen mit TEUR 201 Steuern für Vorjahre aufgrund einer steuerlichen Außenprüfung. d) Finanzlage Die Eigenkapitalquote beträgt 62,8 % (Vorjahr 62,3 %). Die Finanz- und Liquiditätslage war in 2021 und im laufenden Geschäftsjahr 2022 jederzeit geordnet. Aufgrund der vorhandenen Bankguthaben und Kreditlinien stehen dem Obenauer Konzern zum Abschlussstichtag ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung. Die Finanzierung ist gesichert. Die Cashflows stellen sich wie folgt dar:
Die Finanzierung des Obenauer Konzerns insgesamt erfolgt zum großen Teil über langfristige Bankdarlehen, die überwiegend bereits in 2017 aufgenommen wurden. Die Darlehen wurden in 2021 planmäßig getilgt. Daneben wurden weitere kurzfristige Betriebsmittelkredite in Anspruch genommen. Die Darlehenstilgungen konnten über den Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit finanziert werden. Es wird auf die Konzernkapitalflussrechnung verwiesen. Die Investitionen im Geschäftsjahr betreffen überwiegend technische Anlagen und Maschinen für den Produktionsbereich. e) Vermögenslage
Die Bilanzsumme hat sich um TEUR 4.799 (4,1 %) auf TEUR 122.996 verlängert. Auf der Aktivseite zeigt sich hierbei eine durch hohe Abschreibungen bedingte Abnahme der immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen (-TEUR 4.560). Außerdem haben sich die sonstigen Vermögensgegenstände um TEUR 2.904 auf TEUR 10.097 verringert. Ursächlich hierfür ist im Wesentlichen der in 2021 erfolgte Zahlungseingang auf die im Vorjahr noch ausstehende Kaufpreisforderung (TEUR 4.900) für das Betriebsgrundstück in Neustadt (Wied). Gegenläufig wurden TEUR 2.000 in Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition angelegt. Die Abnahmen auf der Aktivseite wurden überkompensiert durch den Anstieg bei den Vorräten (+TEUR 9.974), der sowohl den Handels- als auch den Produktionsbereich betrifft, und die durch die gestiegenen Umsätze bedingten höheren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (+TEUR 1.486). Die Passivseite zeigt eine im Wesentlichen durch den Konzernjahresüberschuss (TEUR 3.909) bedingte Erhöhung des Eigenkapitals um TEUR 3.668 (Verweis auf den Eigenkapitalspiegel des Konzerns) sowie um TEUR 5.617 gestiegene Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die in Zusammenhang mit dem Aufbau des Vorratsvermögens stehen. Außerdem sind die Steuerrückstellungen, die noch nicht veranlagte Ertragsteuern für das Geschäftsjahr betreffen, um TEUR 1.476 angestiegen. Gegenläufig wurden die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, u.a. aufgrund der planmäßigen Tilgungen, um TEUR 5.397 reduziert. f) Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die Eigenkapitalrendite, bezogen auf das Konzernergebnis vor Steuern, liegt bei 7,5 % (Vorjahr 3,8 %). Die Gesamtkapitalrendite, bezogen auf das Konzernergebnis vor Steuern und vor Fremdkapitalzinsen liegt bei 5,4 % (Vorjahr 3,2 %). Motivierte Fach- und Führungskräfte, die sich eng mit dem Unternehmen und seinen Zielen verbunden fühlen, bilden im Konzern der Obenauer GmbH eine wesentliche Voraussetzung für eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung. Damit wir für alle Aufgaben die besten Talente gewinnen, halten und weiterqualifizieren können, schaffen wir Rahmenbedingungen, die die Mitarbeiter dabei unterstützen, immer optimale Leistungen für den Erfolg des Unternehmens zu erbringen. Im vergangenen Geschäftsjahr belief sich die Zahl der Mitarbeiter im Konzern auf durchschnittlich 605 (Vorjahr 537). Bereits seit 1996 ist das Qualitätsmanagementsystem des Handelsbereiches nach der jeweiligen europäischen Norm zertifiziert. Seit 2006 besteht auch die Zertifizierung für den Handel mit ökologisch erzeugten Lebensmitteln. Im Produktionsbereich sind folgende Zertifizierungen vorhanden: Qualitätsmanagement nach ISO 9001:2015 Umweltmanagement nach ISO 14001:2015 Energiemanagement nach ISO 50001:2011 Arbeitsschutzmanagement nach OHSAS 18001:2007 3. Bericht zur voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken a) Chancen- und Risikobericht Im Rahmen eines implementierten Risikomanagements des Obenauer Konzerns findet ein kontinuierliches Risikomonitoring statt, in welchem Risiken bewertet und behandelt werden. Durch die Implementierung bisher nicht angewandter Technologien, wie bspw. der tiefgreifenden Digitalisierung und Automatisierung des Materialflusses entstehen Risiken, die bewusst eingegangen und kontrolliert werden. Durch die im Kontext der Corona-Pandemie weiterhin gestörten Zulieferketten existieren Risiken, die Produktion bedarfsgerecht mit Vormaterialien zu versorgen, um den eigenen Lieferverpflichtungen nachkommen zu können. Diese Risiken werden weiterhin proaktiv behandelt um die Eintrittswahrscheinlichkeit und die möglichen Auswirkungen zu minimieren. Im Produktionsbereich ergeben sich insgesamt für Metallverpackungen Chancen durch das steigende öffentliche Bewusstsein für Ressourcenschonung und Abfallvermeidung. Dies wurde von der Politik aufgegriffen und resultierte auf europäischer Ebene im "Circular Economy Package" und in Deutschland im Kreislaufwirtschaftsgesetz. Metallverpackungen eignen sich durch ihre inhärenten Eigenschaften in hervorragender Weise für eine solche Kreislaufwirtschaft. Leider werden die Vorgaben der Politik zur Förderung nachhaltiger Verpackungsmaterialien durch die Entsorgungs- und Recyclingwirtschaft noch nicht umgesetzt. Die wesentlichen IT-Risiken verteilen sich auf die Bereiche "Angriffe von außen" (Hacking der Systeme), "Angriffe von innen" (Phishing-Mails, Mails mit Trojanern) und Ausfall der IT durch Hardwaredefekte (Datenverlust). Zum Schutz gegen Angriffe werden Programmlösungen sowie Zugriffsbeschränkungen eingesetzt. Sämtliche Zugriffe werden protokolliert und täglich analysiert. Um Hardwareausfällen vorzubeugen wird die Hardware von einem IT-Systemhaus auf mögliche Ausfälle überwacht (Monitoring), damit diese frühzeitig ausgetauscht werden kann. Zusätzlich sind die Serversysteme doppelt (Backup) vorhanden. Die Daten werden dabei in Echtzeit auf die Backup-Systeme gespiegelt. Daneben wird für alle Server täglich eine Komplettsicherung auf Magnetbändern durchgeführt. Der Obenauer Konzern finanziert sich im Wesentlichen durch kurz-, mittel- und langfristige Bankkredite. Leasing wird lediglich in untergeordnetem Umfang betrieben. Die Bankkredite betreffen überwiegend die in Vorjahren im Produktionsbereich vorgenommenen Investitionen in den Neubau in Limburg-Offheim. Aufgrund von Zinsbindungen bei den langfristigen Krediten wurden keine zusätzlichen Zinssicherungsgeschäfte abgeschlossen. Der Konzern ist insgesamt betrachtet solide und risikoarm finanziert. Im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit, insbesondere beim Einkauf, ist der Obenauer Konzern Währungskursschwankungen ausgesetzt. Ziel des finanziellen Risikomanagements ist es, dieses Marktrisiko durch die laufenden operativen und finanzorientierten Aktivitäten zu begrenzen. Hierzu werden nach Einschätzung des Managements gegebenenfalls Währungsderivate, insbesondere Devisentermingeschäfte, zur Absicherung von Kursschwankungen eingesetzt. Diese Währungsderivate werden nicht als bilanzielle Sicherungsbeziehungen eingestuft. Das Ausfallrisiko für derivative Finanzinstrumente wird als gering eingestuft, da diese nur mit Banken geschlossen werden, zu denen langjährige Geschäftsbeziehungen bestehen. Daneben wirken sich Währungsschwankungen auch bei der Umrechnung der Abschlüsse der Konzernunternehmen außerhalb des Euroraums aus. Chancen im Handelsbereich ergeben sich derzeit sowohl in der Umsatzausweitung bei bestehenden Kunden, wie auch in der Akquisition neuer Kunden im Sozialbereich und der Gastronomie. Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf, insbesondere im Handelsbereich, können sich insbesondere durch Verschärfung der regulatorischen Einschränkungen aufgrund wieder ansteigender Inzidenzen ergeben. Sich nicht im Regelbetrieb befindliche Schulen und Betriebskantinen oder ein eingeschränkter Gastronomiebetrieb können dazu führen, dass Nachfragerückgänge bestehen bleiben und die Rückkehr zum Vor-Corona-Umsatzniveau erst zeitverzögert wieder erreicht wird. Wesentliche Einzelrisiken oder sogar eine Gefährdung des Fortbestands des Konzerns und der einzelnen Konzernunternehmen wird aus heutiger Sicht nicht gesehen, jedoch könnte sich die Corona-Pandemie, wie oben beschrieben, oder der Ukraine-Konflikt (auf die Ausführungen im folgenden Ausblick wird verwiesen), temporär nachteilig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken. b) Ausblick Im Handelsbereich liegen die Umsätze aufgelaufen per Ende Juli in fast allen Bereichen auf dem Niveau des Jahres 2019 und mehr als 50 % über den Umsätzen des Jahres 2021, obwohl die Monate Januar und Februar 2022 noch erheblich von den Folgen der regulatorischen Einschränkungen der Corona-Pandemie betroffen waren. Ab März 2022 konnte eine Normalisierung des Auftragsverhaltens unserer Kunden und das Erreichen des Umsatzniveaus des Jahres 2019 festgestellt werden. Unsicherheiten ergeben sich hauptsächlich insbesondere wegen des Ukraine-Konflikts und der damit einhergehenden Störung der Bezüge von in der Ukraine hergestellten Produkten. Die Verstärkung des Vertriebs des webbasierten Küchenmanagementsystems stabilisiert weiterhin unsere Kundenbeziehungen. Hier stellen wir bei den Kunden eine Neuorientierung des Bestellverhaltens und des web- oder softwarebasierten Küchenmanagements fest. Ein benutzerfreundlicherer Webshop wurde bereits ab Anfang 2021 eingeführt und in den Abholbetrieben (cash & carry), wie auch im GV-Lieferbereich unseren Kunden angeboten. Für das gesamte Geschäftsjahr 2022 rechnen wir im Handelsbereich mit einem Umsatz, der erheblich über dem des Jahres 2021, aber auch über dem des Jahres 2019 liegen wird, sofern keine weiteren regulatorischen Einschränkungen des Geschäftes aufgrund der epidemischen Lage eintreten werden. Erhöhungen ergeben sich bei Energiekosten (Treibstoff, Heizung) und im Personalkostenbereich. In etlichen Bereichen werden zurückgefahrene Investitionen nachgeholt. Die weiter stark steigenden Einkaufskosten auf den Beschaffungsmärkten des Produktionsbereichs werden zu einer notwendigen Anpassung der Verkaufspreise in 2022 und weiteren Umsatzsteigerungen führen. Für das Geschäftsjahr 2022 wird für den Konzern insgesamt mit einem deutlichen Anstieg der Umsatzerlöse gerechnet. Das Konzernergebnis sowie die Eigen- und Gesamtkapitalrendite werden voraussichtlich ebenfalls deutlich über denen des Geschäftsjahres 2021 liegen. Den Prognosen liegt die Annahme zugrunde, dass es in den Monaten Oktober bis Dezember zu keinem pandemiebedingten Einbruch kommt. Es ist zudem darauf hinzuweisen, dass aufgrund der aktuellen Situation die Prognosen einer außergewöhnlich hohen Unsicherheit unterliegen.
Saarbrücken, 12. August 2022 Der Geschäftsführer Thomas Hempel Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2021
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021I. Allgemeine AngabenDer Konzernabschluss der Obenauer GmbH, Saarbrücken, eingetragen beim Amtsgericht Saarbrücken unter der Registernummer HRB 4157, zum 31. Dezember 2021 wurde nach den Vorschriften des HGB (§§ 290 ff.) aufgestellt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert. Der Ausweis ist gegenüber dem Vorjahr unverändert. Der in der nach DRS 21 erstellten Kapitalflussrechnung des Konzerns ausgewiesene Finanzmittelfonds entspricht dem Bilanzposten "Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten" abzüglich jederzeit fälliger kurzfristiger Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Das Geschäftsjahr für den Konzern und alle konsolidierten Unternehmen entspricht dem Kalenderjahr. II. Konsolidierungskreis und AnteilsbesitzIn den Konsolidierungskreis sind neben der Obenauer GmbH nach den Vorschriften über die Vollkonsolidierung mit Minderheitenausweis folgende vierzehn Tochter- und Enkelunternehmen einbezogen:
Die Tochter- und Enkelunternehmen Blechwarenfabrik Limburg GmbH, VLG Großverbraucherdienst Südwest GmbH, RABA Verpackungen GmbH, Blechwaren Logistik GmbH, Blechwaren Manufaktur GmbH, Piemonte GmbH, Feinkost Cremona GmbH, VLG Trier c-gro C&C Großhandel GmbH, VLG Fleischwaren GmbH und Oblimas GmbH & Co. KG nehmen die Erleichterungen des § 264 Abs. 3 HGB bzw. des § 264b HGB bezüglich der Aufstellung, Prüfung - soweit sie prüfungspflichtig sind - und Offenlegung des Jahresabschlusses teilweise in Anspruch. Darüber hinaus sind folgende Unternehmen im Konzernabschluss berücksichtigt worden: Gemeinschaftsunternehmen (§ 310 HGB)
Assoziierte Unternehmen (§ 311 HGB)
Die Bewertung der Anteile an dem Gemeinschaftsunternehmen I.C.E. Innovative Canmakers Europe SE, München und den assoziierten Unternehmen ADL GmbH, Limburg, sowie work- flow FPS Polska Sp. z o.o., Skarbimierz/Polen, erfolgt nach der Equity-Methode.
1 Mittelbar über die Blechwarenfabrik
Limburg GmbH, Limburg.
III. KonsolidierungsgrundsätzeKapitalkonsolidierungen vor Einführung des BilMoG wurden nach der Buchwertmethode durchgeführt. Hiernach wurden die Buchwerte der Beteiligungen an den zu konsolidierenden Unternehmen mit dem zum Zeitpunkt des Erwerbs bzw. der erstmaligen Einbeziehung vorhandenen konzernanteiligen Eigenkapital dieser Gesellschaften aufgerechnet. Die sich ergebenden aktivischen Unterschiedsbeträge aus der Erstkonsolidierung auf den 31. Dezember 1988 wurden nach § 309 Abs. 1 Satz 1 HGB von 1989 bis 1992 jährlich zu einem Viertel durch Abschreibungen getilgt. Weitere aktivische Unterschiedsbeträge aus Erstkonsolidierungen nach dem 31. Dezember 1988 wurden an den Gewinnrücklagen abgesetzt. Kapitalkonsolidierungen nach Einführung des BilMoG wurden gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB n.F. nach der Neubewertungsmethode vorgenommen. Dabei wurden die Wertansätze der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile an Tochterunternehmen mit dem zu Zeitwerten angesetzten anteiligen Eigenkapital zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung verrechnet. Die sich ergebenden aktivischen Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert und über eine Laufzeit von fünf Jahren abgeschrieben. Aus der Konsolidierung der Baltic Packaging ApS ergab sich ein passiver Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 2.349. Aufgrund der absehbaren negativen Ertragsentwicklung bzw. der erwarteten Verluste durch Änderungen im Kundenstamm, die zu einer Minderung des Kaufpreises geführt haben, hat der passive Unterschiedsbetrag Fremdkapitalcharakter. Eine planmäßige Auflösung über einen bestimmten Zeitraum unterblieb deshalb. Da in den Vorjahren der erwartete Verlust realisiert wurde, wurde der passive Unterschiedsbetrags bereits vollständig ertragswirksam aufgelöst. Die Equity-Bewertung des Gemeinschafts- bzw. der assoziierten Unternehmen erfolgt gemäß § 312 Abs. 1 Nr. 1 HGB unter Ansatz des Buchwerts. Die erstmalige Aufrechnung wurde auf den Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung bzw. des Erwerbs der Anteile vorgenommen. Ein Unterschiedsbetrag aus der erstmaligen Aufrechnung hat sich nicht ergeben. Die innerhalb des Eigenkapitals unter entsprechender Bezeichnung ausgewiesenen Nicht beherrschende Anteile wurden von dem am Bilanzstichtag vorhandenen konsolidierungspflichtigen Eigenkapital errechnet. Die Schuldenkonsolidierung erfolgt nach § 303 Abs. 1 HGB durch Eliminierung der Forderungen mit den entsprechenden Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Aufwendungen und Erträge zwischen den einbezogenen Gesellschaften wurden gemäß § 305 Abs. 1 HGB durch Verrechnung der Umsatzerlöse und sonstigen betrieblichen Erträge zwischen den Konzernunternehmen mit den auf sie entfallenden Aufwendungen aufgerechnet. Die Zinserträge und ähnlichen Erträge sind ebenso mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet worden. Zwischenergebnisse, die für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns wesentlich sind, wurden gem. § 304 Abs. 1 HGB eliminiert. Hierzu wurden die in den Konzernabschluss zu übernehmenden Vermögensgegenstände, die ganz oder teilweise auf Lieferungen oder Leistungen zwischen den vollkonsolidierten Konzernunternehmen beruhen, mit dem Betrag angesetzt, zu dem sie in der auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellten Jahresbilanz dieses Unternehmens angesetzt werden könnten, wenn die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen auch rechtlich ein einziges Unternehmen bilden würden. IV. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDie Jahresabschlüsse der einbezogenen inländischen Tochterunternehmen sowie des inländischen Gemeinschaftsunternehmens und der assoziierten Unternehmen werden in den Konzernabschluss entsprechend den gesetzlichen Vorschriften einheitlich nach den bei der Obenauer GmbH geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Das polnische Tochterunternehmen FPS Polska Sp. z o.o., das dänische Tochterunternehmen Baltic Packaging ApS sowie das luxemburgische Tochterunternehmen VLG LUX S.à r.l., das assoziierte Unternehmen workflow FPS Polska Sp. z o.o. sowie die russischen Tochterunternehmen Novaya Banka iz Evropy Holding LCC und Novaya Banka iz Evropy LCC des Gemeinschaftsunternehmens I.C.E. Innovative Canmakers Europe SE wenden davon abweichend die gesetzlichen Vorschriften über die Rechnungslegung der jeweiligen Länder an. Eine Anpassung an die konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften ist aus Wesentlichkeit nicht erfolgt. In fremder Währung lautende Abschlüsse von Tochtergesellschaften werden nach der modifizierten Stichtagsmethode gemäß § 308a HGB umgerechnet. Die Durchschnittskurse wurden dabei als Mittelwert der täglichen Referenzkurse des Geschäftsjahres, die von der Europäischen Zentralbank (EZB) veröffentlicht werden, ermittelt. Die sich ergebende Umrechnungsdifferenz ist innerhalb des Konzerneigenkapitals unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen. Der Währungsunterschied aus der Schuldenkonsolidierung wird erfolgswirksam ausgewiesen. Zum Bilanzstichtag beträgt die Summe der negativen Equity-Werte TEUR 307. Bei den immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens und beim Sachanlagevermögen wurden die Zugänge zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten ohne Einbeziehung von Fremdkapitalzinsen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen auf die Vermögensgegenstände wurden nach der linearen und der degressiven Methode über die geschätzte Nutzungsdauer der einzelnen Gegenstände vorgenommen. Die Nutzungsdauer der immateriellen Vermögensgegenstände liegt - mit Ausnahme eines Einzelfalls, welcher eine Nutzungsdauer von zehn Jahren hat - zwischen drei und fünf Jahren. Die Vorjahresabschreibungen wurden planmäßig fortgeführt. Die Finanzanlagen stehen zu Anschaffungskosten abzüglich Abschreibungen zu Buche. Die Vorräte sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Lagen der Börsen- oder Marktpreis oder der Wert, der den Gegenständen am Abschlussstichtag beizulegen war, niedriger als die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, kamen die hieraus sich ergebenden Werte zum Ansatz. Für Qualitätsminderungen und Ungängigkeiten wurden Abschläge vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten unter Berücksichtigung erkennbarer Einzelrisiken bewertet. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Die flüssigen Mittel sind zum Nennbetrag bewertet. Die Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Die Rückstellungen für Pensionen werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie werden pauschal mit einem, einer Restlaufzeit von 15 Jahren entsprechenden, durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beläuft sich auf TEUR 250. Dieser Betrag ist ausschüttungsgesperrt. Die Bewertung erfolgte nach dem versicherungsmathematischen Teilwertverfahren bzw. dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method). Dabei wurden folgende Annahmen bei der Berechnung berücksichtigt:
Durch die Umstellung der Bewertung der Pensionsrückstellungen nach BilMoG ergibt sich ein zusätzlicher einmaliger Rückstellungsbetrag in Höhe von TEUR 1.125. Von der Übergangsregelung gem. Art. 67 Abs. 1 S. 1 EGHGB wurde Gebrauch gemacht. Von diesem Betrag wurden demgemäß TEUR 73 den Pensionsrückstellungen zugeführt und gesondert in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Die Unterdeckung der Pensionsrückstellung zum 31. Dezember 2021 beträgt TEUR 218 (Art. 67 Abs. 2 EGHGB). Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgt ohne Rücksicht auf den Ausweis unrealisierter Gewinne zum Devisenkassamittelkurs gemäß § 256a HGB. V. Erläuterungen zur Konzernbilanz und zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung1. Angaben zu Posten der KonzernbilanzDie Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2021 ist aus dem nachfolgenden Anlagenspiegel ersichtlich. Anlagevermögen (Anlagenspiegel)
Die Obenauer GmbH hält einen eigenen Geschäftsanteil im Nominalwert von EUR 1.500,00. Dies entspricht einem Anteil von 0,06 % am Stammkapital. Die Verbindlichkeiten 2021:
Die Verbindlichkeiten 2020:
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundpfandrechte auf eigenem Grundbesitz und Verpfändung von Bankguthaben gesichert. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte. Die Berechnung der latenten Steuern beruht auf temporären Differenzen zwischen Posten in der Handelsbilanz und Steuerbilanz. Die aktiven latenten Steuern beruhen auf abweichenden Bewertungen der Pensionsrückstellungen sowie der sonstigen Rückstellungen und auf steuerlichen Verlustvorträgen. Außerdem haben sich aus einer unterschiedlichen Bewertung in dem Posten "Grundstücke, grundstückgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken" passive latente Steuern ergeben. Bei der Bewertung der latenten Steuern wird der unternehmensindividuelle Steuersatz in Höhe 29,860 % bzw. 14,035 % (für gewerbesteuerliche Verlustvorträge) oder 15,825 % (für körperschaftsteuerliche Verlustvorträge) angesetzt. Die latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:
Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte / Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zu Finanzierungszwecken wurden Miet- und Leasingverträge über vorwiegend Technische Anlagen und Maschinen und Betriebs- und Geschäftsausstattung geschlossen. Risiken bestehen in den in diesen Verträgen vereinbarten Miet- und Leasingzahlungen und dem daraus resultierenden Abfluss von liquiden Mitteln. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen resultieren überwiegend aus Baukosten sowie Bestellungen technischer Anlagen und Maschinen. Die zukünftigen Zahlungen aus Miet- und Leasingverträgen sowie aus sonstigen finanziellen Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:
2. Konzern-Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind außergewöhnliche Erträge in Höhe von TEUR 742 aus der Gewährung von Überbrückungshilfe III enthalten. Personalaufwand In den Sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung wurden Erstattungen der Arbeitsagentur für Sozialversicherung im Rahmen von Kurzarbeitergeld in Höhe von TEUR 412 verrechnet. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten Steuern für Vorjahre aufgrund einer steuerlichen Außenprüfung in Höhe von TEUR 201. VI. Sonstige AngabenKapitalflussrechnung Die sonstigen zahlungsunwirksamen Aufwendungen/Erträge betreffen insbesondere die Ergebnisse aus der Equity-Bewertung der assoziierten Unternehmen und des Gemeinschaftsunternehmens. Abschlussprüferhonorar
Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer beträgt:
Geschäftsführer der Obenauer GmbH war im Geschäftsjahr Herr Thomas Hempel (Saarbrücken), Geschäftsführer der VLG Großverbraucherdienst Südwest GmbH, Saarbrücken. Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Geschäftsführers des Mutterunternehmens wurde verzichtet (§ 314 Abs. 3 Satz 2 i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB). Dem Geschäftsführer gewährte Vorschüsse und Kredite
An den Geschäftsführer, als Gesamtschuldner mit zwei weiteren Personen, ist in Vorjahren in mehreren Tranchen ein Kredit in Höhe von insgesamt EUR 150.897,71 zur Renovierung eines Mietobjektes vergeben worden. Der Kredit hat eine unbestimmte Laufzeit und wird mit dem Zinssatz des EURIBOR Zwölfmonatsgeldes zuzüglich eines Aufschlages von 2,5 Prozentpunkten p.a., mindestens jedoch mit 2,00 % p.a. und höchstens mit 8,00 % p.a. variabel verzinst. Die Tilgung erfolgt durch die geleisteten Mieteinnahmen, welche als Sicherheit an die Obenauer GmbH abgetreten wurden. Nachtragsbericht Es haben sich nach dem Ende des Geschäftsjahres keine Vorgänge von besonderer Bedeutung ergeben.
Saarbrücken, den 12. August 2022 Der Geschäftsführer Thomas Hempel Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2021
Eigenkapitalspiegel des Konzerns für das Geschäftsjahr 2021
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Obenauer GmbH, Saarbrücken Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Obenauer GmbH, Saarbrücken, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Obenauer GmbH, Saarbrücken, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Saarbrücken, den 12. August 2022 Gottschalk,
Becker & Partner
Prof. Dr. Gottschalk, Wirtschaftsprüfer Ansel, Wirtschaftsprüfer Sonstige Angaben Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 der Obenauer GmbH, Saarbrücken, wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 12. Oktober 2022 gebilligt. |
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