GVG Immobilien Service GmbH

Orleansstraße 56, 81667 München, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 78671
Vorher
GVG Grundstücks-Verwaltungs- und -Verwertungsgesellschaft mbH
Eingetragen
7.11.2001
Branche
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für DritteKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Gegenstand
Das Verwalten und Verwerten, die Verpachtung, der An- und Verkauf, die Bebauung, die Vermakelung, die Erschließung, die Entwicklung, die Bewertung und das Leasen von Grundstücken und grundstücksgleichen Rechten jeder Art, die Geschäftsbesorgung für Dritte, insbesondere für Immobiliengesellschaften, sowie ähnliche Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Bernhard Prugger
seit 25.11.2019
Prokura
Rüdiger Kerker
seit 6.3.2017
Prokura
Max Eckstaller
seit 6.3.2017
Prokura
Karin Schmid
seit 6.6.2005
Geschäftsführer
Thomas Schmid
seit 6.6.2005
Geschäftsführer
Helmut Gruber
seit 7.11.2001
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
50.00%
50.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

München
128.000 €
50.00%
Deisenhofen
128.000 €
50.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

GVG Immobilien Service GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

A. Grundlagen des Unternehmens

Die GVG Immobilien Service GmbH besteht seit dem 25. Februar 1986. Die Gesellschaft ist überwiegend im Großraum München tätig. Der Schwerpunkt besteht insbesondere im Verwalten und Verwerten sowie die Entwicklung und die Bebauung von Grundstücken und grundstücksgleichen Rechten. Die Umsätze der Gesellschaft resultieren großteils aus der Geschäftsbesorgung für Dritte, insbesondere für Immobiliengesellschaften, und aus der Übernahme von Aufträgen für die Herstellung von Gebäuden, sowie aus Umbau- und Renovierungsarbeiten.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Jahr 2023 befand sich die deutsche Wirtschaft in einer Rezession. Das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte um 0,3%. Ursache hierfür waren unter anderem rückläufige Investitionen, insbesondere im Bauwesen und in Anlagen und Maschinen. So wurde die deutsche Wirtschaft durch mehrere Faktoren belastet wie z.B. die Energiekrise mit steigenden Energiepreisen, strukturelle Probleme wie bürokratische Hürden, Fachkräftemangel und schleppende Digitalisierung gerade in der Administration.

Der deutsche Mietwohnungsmarkt war im Jahr 2023 geprägt von steigenden Mieten und einem rückläufigen Angebot an Neubauten. So blieb die Nachfrage nach Mietwohnungen hoch, gerade in Ballungsgebieten. Ohne eine signifikante Ausweitung des Wohnungsangebots ist auch in kommenden Jahren mit Wohnungsknappheit und damit verbunden mit steigenden Mieten zu rechnen.

Der deutsche Mietmarkt für Gewerbeimmobilien zeichnete sich im Jahr 2023 durch steigende Mieten gerade bei den Spitzenmieten für Büroimmobilien aus. Die durchschnittliche Spitzenmiete lag bei knapp 40,00 Euro/m 2. Trotz steigender Mieten nahm die Leerstandsquote, gerade in Stadtrandlagen zu. Die Mieten für Einzelhandelsflächen stabilisierten sich in 2023 trotz zunehmender Herausforderungen wie hohe Inflation, steigende Energiepreise und verändertes Konsumverhalten.

Im Jahr 2023 war der Mietmarkt in München sowohl im Wohn- als auch im Gewerbemarkt durch hohe Preise und angespannte Angebotslage gekennzeichnet. Besonders im Wohnbereich verschärfte der geringe Leerstand die Situation; Mieten von über 20,-- Euro/m 2 für Neubauwohnungen waren die Regel. Im Gewerbebereich stiegen die Mieten in Spitzenlagen, gleichlaufend zum deutschen Markt; die Leerstandsquote nahm dennoch zu aufgrund fehlender Nachfrage in Randgebieten.

2. Geschäftsverlauf

Im Geschäftsjahr 2023 war die Gesellschaft überwiegend mit der laufenden technischen und kaufmännischen Betreuung der unterschiedlichen Auftraggeber, überwiegend Immobiliengesellschaften, beschäftigt. Im Gegensatz zum Vorjahr, in welchem zwei große Aufträge abgerechnet wurden, wurde im Geschäftsjahr nur ein Bauvorhaben abgeschlossen und abgerechnet.

Die Kostenseite hat sich im Vergleich zum Vorjahr erhöht, insbesondere im Bereich der Personalkosten zur Anpassung an die langfristige Geschäftsentwicklung und im Bereich der Raumkosten aufgrund der Anmietung der neuen Firmenzentrale ab Mitte 2022.

Insgesamt hat sich der Umsatz wie auch der Jahresergebnis im Vergleich zum Vorjahr deutlich reduziert; das Rohergebnis lag auch deutlich unter dem Vorjahr. Das Jahresergebnis war leicht negativ. Dies liegt daran, dass Im Geschäftsjahr anders wie im Vorjahrkeine großen Aufträge abgeschlossen wurden.

3. Lage

a) Ertragslage

Der Rohertrag ist 2023 um TEUR 15.264 gefallen. Im Vergleich zum Vorjahr sind die betrieblichen Erträge um TEUR 164 gestiegen. Das Rohergebnis hat sich aufgrund der Umsatzerlöse von TEUR 25.939 im Jahr 2022 auf TEUR 10.838 im Jahr 2023 verringert. Dem einhergehend ist das Jahresergebnis 2023 von TEUR 11.638 im Vorjahr auf TEUR -56 gefallen.

b) Finanzlage

Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 9.738 bzw. 16,4 % auf TEUR 49.731 verringert. Das Fremdkapital hat sich gegenüber dem Vorjahr von TEUR 41.740 um insgesamt TEUR 9.682 bzw. 23,2 % auf TEUR 32.059 verringert.

Kapitalstruktur 31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
in TEUR in % in TEUR
Eigenkapital 17.672 35,54% 17.728
Rückstellungen 17.494 35,18% 15.912
Verbindlichkeiten
Bankverbindlichkeiten 0 0,00% 0
erhaltene Anzahlungen 5.533 11,13% 16.556
Verbindlichkeiten aus LuL 6.292 12,65% 5.624
sonst. Verbindlichkeiten 2.740 5,51% 3.647
Gesamtfinanzierung 49.731 100,00% 59.469

Der Eigenkapitalanteil der Gesellschaft beläuft sich zum Abschlussstichtag auf 35,5 % (Vorjahr 29,8 %). Die Rückstellungen und Verbindlichkeiten von rd. TEUR 32.059 sind durch das Umlaufvermögen von rd. TEUR 48.263 gedeckt.

c) Vermögenslage

Die Anlagenintensität beträgt 2,90 % (Vorjahr 2,54 %), die Umlaufvermögensintensität beträgt 97,05 % (Vorjahr 97,45 %). Das operative Geschäft führte zu einer Minderung des Vermögens um TEUR 9.738 bzw. rd. 16,4 %.

Vermögensstruktur 31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
in TEUR in % in TEUR
Anlagevermögen 1.443 2,90% 1.513
Umlaufvermögen
Vorräte 6.873 13,82% 18.287
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 9.074 18,25% 14.955
Liquide Mittel 32.317 64,98% 24.711
Rechnungsabgrenzungsposten 25 0,05% 3
Gesamtvermögen 49.731 100,00% 59.469
Schulden
Rückstellungen 17.494 15.912
Verbindlichkeiten 14.565 25.828
Rechnungsabgrenzungsposten 0 0
Reinvermögen zum 31.12. 17.672 17.728
Reinvermögen zum 01.01. 17.728 6.091
Vermögensänderung -56 -0,32% 11.638

d) Liquidität

Der Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug im Geschäftsjahr 2023 TEUR 7.830. Als Finanzmittelbestand wurden die flüssigen Mittel angesetzt.

31.12.2023
in TEUR
Jahresfehlbetrag -56
Abschreibungen/Zuschreibungen Anlagevermögen 293
Veränderung Rückstellungen 1.581
Veränderung Umlaufvermögen
Vorräte 11.414
Forderungen Lieferungen und Leistungen 4.142
sonstige Vermögensgegenstände 1.740
Veränderung aktiver RAP -22
Veränderungen erhaltene Anzahlungen -11.023
Veränderungen kurzfristige Verbindlichkeiten 0
Verbindlichkeiten Lieferungen und Leistungen 668
sonstige Verbindlichkeiten -907
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 7.830
Mittelabfluss aus Investitionen im Anlagevermögen -224
Veränderung der Bankverbindlichkeiten 0
Zahlungsw. Veränderungen des Finanzmittelbestands -224
Finanzmittelbestand am 01.01. 24.711
Finanzmittelbestand am 31.12. 32.317

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Das Rohergebnis beträgt im Verhältnis zum Umsatz (einschließlich Bestandsveränderung und sonstiger betrieblicher Erträge 24,0 % in 2023 (Vorjahr 41,9 %). Die Umsatzrentabilität 2023 (Quotient aus Ergebnis nach Steuern von TEUR -52 und Umsatzerlöse von TEUR 44.167) beträgt -0,1% (Vorjahr 12,8%). Die Eigenkapitalrentabilität vor Steuer (durchschnittliches Eigenkapital im Verhältnis zum Ergebnis nach Steuern) betrug -0,3% in 2023 (Vorjahr 97,7%).

5. Gesamtaussage

Die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft kann insgesamt als sehr gut bezeichnet werde, auch wenn das Geschäftsjahr mit einem leicht negativen Jahresergebnis abschließt. Im Geschäftsjahr wurden im Vergleich zum Vorjahr keine größeren Bauvorhaben abgeschlossen und abgerechnet, so dass die Erlöse überwiegend aus den Honoraren für die technische und kaufmännische Betreuung der Auftraggeber, überwiegend Objektgesellschaften aus dem Immobilienbereich, bestehen. Die Kosten der Gesellschaft konnten hierdurch nicht vollständig gedeckt werden. Für die Folgejahre nach 2023 sind wiederum Bauvorhaben von langjährigen Geschäftspartnern geplant, für welche die GVG GmbH voraussichtlich beauftragt wird. Die Jahresergebnisse dürften sich dann wieder positiv entwickeln

C. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

1. Prognosebericht

Aufgrund der vertraglichen Struktur mit überwiegend langjährigen Geschäftspartnern ist unabhängig von den Entwicklungen der deutschen Wirtschaft und den künftigen Entwicklungen auf dem deutschen Immobilienmarkt mit stabilen Umsätzen zu rechnen. Die Erlöse aus der Bautätigkeit sind im Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr erheblich gesunken, da im Vorjahr zwei große Bauvorhaben abgeschlossen worden sind. Im Geschäftsjahr dagegen wurden keine vergleichbaren Bauvorhaben fertig gestellt, so dass hier keine größeren Abrechnungen getätigt wurden. Insoweit die Kostensteigerungen ab 2023 durch die Neuverhandlung der Honorare und einer konstanten Entwicklung der Bautätigkeit mittelfristig aufgefangen werden können, ist für 2024 und die Folgejahre von einer stabilen Entwicklung mit leicht positiven Ergebnissen zu rechnen.

2. Risikobericht

Besondere Risiken lagen im Berichtszeitraum nicht vor. Wie bereits vorstehend erläutert, ist der Großteil der Einnahmen durch langfristige Dienstleistungsverträge gesichert, wobei das Ausfallrisiko aufgrund der Struktur auf der Auftraggeberseite und der langjährigen Geschäftsbeziehungen als sehr gering einzuschätzen ist.

Auch vor dem Hintergrund der aktuellen globalen Ereignisse sehen die meisten Experten keine Anzeichen für starke Einbrüche auf dem Immobilienmarkt, gerade im Bereich Wohnungsvermietungen; bei Gewerbeimmobilien dürften sich auch die Toplagen stabil entwickeln.

Die Geschäftspartner der GVG GmbH, die überwiegend aus der Immobilienbranche stammen, sind aktuell nur in geringem Umfang von der konjunkturellen Schwäche betroffen. Die Erträge aus den Dienstleistungsverträgen sollten sich somit künftig stabil entwickeln und neben den Erträgen aus Bautätigkeit eine weiterhin positive Entwicklung der Gesellschaft gewährleisten. Welche Entwicklungen sich bei etwaig länger anhaltender weltweiter konjunktureller Schwäche auf die Immobilienbranche und somit auf die GVG GmbH einstwirken werden, ist aktuell nicht zu prognostizieren.

3. Chancenbericht

Mit einer Abschwächung des Münchner Immobilienmarktes ist im Jahr 2024 zu nicht rechnen. Doch selbst bei mittelfristig negativen konjunkturellen Entwicklungen und einer Abschwächung des Immobilienmarktes in der Region München aufgrund der Coronapandemie und weiterer Weltgeschehnisse wie Ukrainekrieg, etc. ist mittelfristig eine Verschlechterung für die Gesellschaft nicht zu erwarten, da die Erlöse überwiegend auf langfristigen Dienstleistungsverträgen und bestehenden Werkverträgen basieren.

Wie sich der Immobilienmarkt, gerade im Bereich der gewerblichen Immobilien, entwickeln wird, ist aktuell schwer einzuschätzen. Grundsätzlich werden die Auswirkungen der weltpolitischen Ereignisse Einfluss auf die konjunkturelle Entwicklung nehmen und es gilt abzuwarten, wie sich die Märkte und damit auch der Immobilienmarkt verändern künftig anpassen werden, gerade im Hinblick auf Home-Office, Online-Konferenzen und Ähnlichem. Dies könnte möglicherweise mittelbar Einfluss auf die künftige Entwicklung der Gesellschaft und der Immobilienbranche nehmen.

D. Künftige Entwicklung der Gesellschaft

Aufgrund der bestehenden Geschäftsbesorgungsverträge und der langfristigen Beziehungen zu Immobilieninvestoren sowie der Eigenkapitalausstattung der Gesellschaft ist das Fortbestehen der Gesellschaft gesichert, da der Mietmarkt in München trotz aktuell konjunkturell negativer Entwicklung als langfristig stabil bezeichnet werden kann.

Das Jahr 2023 war dadurch gekennzeichnet, dass im Gegensatz zum Vorjahr keine großen Bauvorhaben abgeschlossen worden sind. So sind auf der Ertragsseite erheblich geringere Umsätze aus der Bautätigkeit angefallen. Die Kostenseite dürfte sich auch nach Anpassung der Personalstärke und dem Umzug 2022 in neue Büroflächen mittel- und langfristig stabil entwickeln. Auch stehen bei den Geschäftspartnern in den kommenden Jahren größere Bauvorhaben an, mit welchen die Gesellschaft beauftragt wird. So dürfte sich die Einnahmenseite künftig auf einem Niveau bewegen, durch welches positive Jahresergebnisse zu erwarten sind.

Wir versichern, dass wir nach bestem Wissen den Geschäftsverlauf einschließlich der Geschäftsergebnisse und der Lage der GVG GmbH im Lagebericht so dargestellt haben, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, und dass die für die GVG GmbH wesentlichen Chancen und Risiken beschrieben wurden.

 

München, den 15.05.2025

gez. Helmut Schmid

gez. Karin Schmid

gez. Thomas Schmid

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.442.869,32 1.512.641,88
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 43.159,00 32.578,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 43.159,00 32.578,00
II. Sachanlagen 1.399.710,32 1.480.063,88
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.393.691,96 1.364.667,20
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.018,36 115.396,68
B. Umlaufvermögen 48.263.492,06 57.953.347,61
I. Vorräte 6.872.922,14 18.286.866,56
1. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.684.849,39 2.357.291,95
2. geleistete Anzahlungen 5.188.072,75 15.929.574,61
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 9.073.837,69 14.955.057,36
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.636.948,74 12.778.446,13
2. sonstige Vermögensgegenstände 436.888,95 2.176.611,23
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 32.316.732,23 24.711.423,69
C. Rechnungsabgrenzungsposten 24.569,59 2.845,56
Aktiva 49.730.930,97 59.468.835,05

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 17.672.014,07 17.728.137,93
I. Gezeichnetes Kapital 256.000,00 256.000,00
II. Gewinnrücklagen 700.000,00 700.000,00
1. andere Gewinnrücklagen 700.000,00 700.000,00
III. Gewinnvortrag 16.772.137,93 5.133.958,86
IV. Jahresfehlbetrag 56.123,86 -11.638.179,07
B. Rückstellungen 17.493.684,41 15.912.378,26
1. Steuerrückstellungen 4.108.784,16 3.963.063,03
2. sonstige Rückstellungen 13.384.900,25 11.949.315,23
C. Verbindlichkeiten 14.565.232,49 25.828.093,86
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 5.532.904,05 16.556.244,91
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 5.532.904,05 16.556.244,91
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.292.108,92 5.624.398,07
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 6.292.108,92 5.624.398,07
3. sonstige Verbindlichkeiten 2.740.219,52 3.647.450,88
davon aus Steuern 141.845,91 79.990,51
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 12.546,16 20.198,31
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.740.219,52 3.647.450,88
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 225,00
Passiva 49.730.930,97 59.468.835,05

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 44.167.121,51 90.969.328,03
2. Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 672.442,56 7.764.497,52
3. sonstige betriebliche Erträge 286.908,48 123.268,83
davon Erträge aus der Währungsumrechnung 96,98
4. Materialaufwand 34.288.069,43 57.389.008,38
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 127.451,82 120.811,96
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 34.160.617,61 57.268.196,42
5. Personalaufwand 6.740.831,36 6.066.694,54
a) Löhne und Gehälter 5.656.599,71 5.070.531,19
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.084.231,65 996.163,35
davon für Altersversorgung 32.186,59 33.694,68
6. Abschreibungen 293.337,96 227.772,43
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 293.337,96 227.772,43
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.673.648,44 2.221.917,42
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 183.445,66 39.462,16
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 242,00 73.498,38
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 20.876,76 5.745.171,28
11. Ergebnis nach Steuern -51.972,86 11.643.499,07
12. sonstige Steuern 4.151,00 5.320,00
13. Jahresfehlbetrag 56.123,86 -11.638.179,07

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die GVG Immobilien Service GmbH, München, wird im Handelsregister unter HRB 78671 beim Amtsgericht München geführt.

Der vorliegende Jahresabschluss ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) und des GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Angaben, die zulässigerweise in der Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang aufgeführt werden können, sind in der Regel im Anhang zu finden.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Immaterielle Vermögensgegenstände

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von bis zu 15 linear abgeschrieben.

2. Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Dabei werden die Zugänge pro rata temporis abgeschrieben.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von netto EUR 250,00 werden im Zugangsjahr als Aufwand erfasst.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungskosten bis zu einem Wert von netto EUR 800,00 werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben und als Abgang im Anlagenspiegel erfasst.

3. Vorräte

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet.

4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nominalwert.

5. Liquide Mittel

Die liquiden Mittel werden mit den Nennwerten angesetzt.

6. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

7. Rückstellungen

Die Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften und sind jeweils in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt.

8. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

9. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Passivseite Einnahmen vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

III. Angaben zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 546.005,88 31.896,60 0,00
546.005,88 31.896,60
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.210.316,85 325.140,12 63.055,31
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 115.396,68 6.018,36 115.396,68
2.325.713,53 331.158,48 178.451,99
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 577.902,48
577.902,48
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.973,00 2.484.374,66
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 6.018,36
11.973,00 2.490.393,02
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 513.427,88 21.315,60 0,00 0,00 534.743,48
513.427,88 21.315,60 534.743,48
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 845.649,65 272.022,36 26.989,31 0,00 1.090.682,70
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
845.649,65 272.022,36 26.989,31 1.090.682,70
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 43.159,00 32.578,00
43.159,00 32.578,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.393.691,96 1.364.667,20
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.018,36 115.396,68
1.399.710,32 1.480.063,88

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr, ebenso im Vorjahr.

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von EUR 1.468,79 (Vorjahr: EUR 825,69) enthalten.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Aufgliederung der Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse werden gemäß § 285 Nr. 4 HGB wie folgt aufgegliedert:

Tätigkeitsbereich Umsatz
TEUR
Erlöse aus Generalunternehmertätigkeit 34.663,00
Erlöse aus der Geschäftsbesorgung und Verwaltung 9.504,00

V. Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen nicht bilanzierte Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 10.281 (Vorjahr: TEUR 9.718).

2. Anzahl der Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich 90 (Vorjahr: 84) Mitarbeiter.

3. Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Helmut Schmid ausgeübter Beruf: Kaufmann
Karin Schmid ausgeübter Beruf: Kauffrau
Thomas Schmid ausgeübter Beruf: Kaufmann

4. Vergütungen der Geschäftsführer

Als Vergütung für die geleisteten Tätigkeiten im Berichtsjahr wurden EUR 516.000,00 gewährt.

5. Honorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 10.

6. Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresfehlbetrag 2023 in Höhe von EUR -56.123,86 wird zusammen mit dem Gewinnvortrag in Höhe von EUR 16.772.137,93 auf neue Rechnung vorgetragen.

sonstige Berichtsbestandteile

 

München, den 15. Mai 2025

gez. Helmut Schmid

gez. Karin Schmid

gez. Thomas Schmid

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 26.05.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die GVG Immobilien Service GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der GVG Immobilien Service GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GVG Immobilien Service GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023, und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Nürnberg, 26.05.2025

advoc Revision GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Dr. Sebastian Knöchel, Wirtschaftsprüfer

gez. Harald Burkhardt, Wirtschaftsprüfer

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