Stammdaten

Register
Amtsgericht Landshut HRB 6405
Eingetragen
14.11.2001
Branche
BeteiligungsgesellschaftenInstitute für Factoring-GeschäfteHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
Ankauf von Ansprüchen aus Bauspar- und Lebensversicherungsverträgen sowie deren Verwertung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Alois Maier
seit 26.2.2008
Geschäftsführer
Jürgen Michael Kraus
seit 24.6.2004
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Jürgen Kraus
München
51.000 DM
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Pacta Invest GmbH

Landshut

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Darstellung des Geschäftsverlaufs

1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Die aufgrund hoher Zinsen, Kriege und politischer Unsicherheiten labile Gesamtwirtschaftslage hat bisher keine negativen Auswirkungen auf unser Geschäftsmodell. Vielmehr scheinen in dieser Nischenbranche kurzfristige Liquiditätsengpässe und Konsumwünsche zur vermehrten Auflösung von Rücklagen zu führen.

2. Umsatz und Auftragsentwicklung

Die Pacta Invest GmbH ist auf dem deutschen und österreichischen Lebensversicherungszweitmarkt tätig. Sie kauft Versicherten ihre Lebens- oder Rentenversicherung ab. Zusätzlich werden Bausparverträge und Unfallversicherungen mit Prämienrückgewähr angekauft. Die Verträge werden nach Zahlung des Kaufpreises aufgelöst. Der seit längerem eingeschlagene Weg wurde auch 2023 konsequent und sehr erfolgreich fortgeführt. Kernstück der Neuausrichtung war die Stärkung der Vertriebsaktivitäten, verbunden mit einer erheblichen Aufstockung der Vertriebskapazitäten. Der 2022 begonnene Aufbau einer digitalen Vertriebsabteilung zeigt vielversprechende Ansätze. Bei kontinuierlicher Weiterentwicklung rechnen wir ab 2024 mit positiven Deckungsbeiträgen aus diesem Vertriebskanal.

3. Personal- und Sozialwesen

Bei der Pacta Invest GmbH waren 2023 durchschnittlich 20 Mitarbeiter beschäftigt. Der erhöhte Umsatz konnte mit gleichbleibendem Personal abgewickelt werden. Die Potenziale der Digitalisierungsmaßnahmen der vergangenen Jahre und die niedrige Fluktuation im administrativen Bereich sind dafür die Hauptgründe. Durch den weiteren Ausbau der digitalen Vertriebsabteilung werden kurzfristig im Durchschnitt 1-2 Mitarbeiter mehr beschäftigt sein. Aufgrund der bisherigen Erfahrungen mit der Einarbeitung in die Vertriebsthematik sehen wir kurzfristig noch keinen Personalanpassungsbedarf auf der administrativen Ebene.

B. Darstellung des Geschäftsergebnisses

Die Pacta Invest GmbH konnte auch 2023 eine Umsatzsteigerung realisieren. So konnten die bereits erheblichen Zuwächse bei den Umsatzerlösen in den letzten 5 Jahren nochmal um 16,83 % gesteigert werden, unsere im Vorjahr prognostizierte Umsatzentwicklung traf zu.

C. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

1. Vermögenslage

Das Finanzanlagevermögen hat sich im Vergleich zum Vorjahr netto um rund TEUR 1.134 auf TEUR 12.815 vermindert. Für die Refinanzierung werden Eigenmittel, Gesellschafterdarlehen und Betriebsmittelkredite eingesetzt.

Durch die kurzfristige Kündbarkeit sämtlicher Verträge (kündbar innerhalb max. eines Jahres) sind die kurzen Darlehenslaufzeiten adäquat hinterlegt. Die Finanzierung ist damit fristenkongruent. Eine längerfristige Festschreibung der Darlehenslaufzeiten ist aufgrund der aktuellen Zinsentwicklung (noch) nicht wirtschaftlich, wird aber regelmäßig geprüft. Die Gesellschaft ist in der Lage steigende Zinsen zu tragen und könnte auch auf extreme Zinssteigerungen mit der schnellen Liquidation von Vermögenswerten reagieren.

Das Anlagevermögen beträgt ca. 43,70 % der Bilanzsumme. Ein Ausfallrisiko ist aktuell nicht ersichtlich.

2. Ertragslage

Im Geschäftsjahr erhöhte sich der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um ca. 16,83 %. Der Jahresüberschuss war im Vergleich zum Vorjahr um 3,7 % höher und stieg von TEUR 1.099 auf TEUR 1.140. Ursache für den unterproportionalen Gewinnzuwachs sind die gestiegenen Refinanzierungszinsen.

3. Finanzlage

Unsere Finanzlage ist als stabil zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Forderungen schnellstmöglich zu realisieren.

Neben Eigenmitteln und Gesellschafterdarlehen sichern Betriebsmittelkredite einen weit reichenden Handlungsspielraum für Ankäufe oder kurzfristige Liquiditätsengpässe.

Wir begleichen unsere Verbindlichkeiten innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen.

D. Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken

Unsere Gesellschaft ist gut in das neue Geschäftsjahr gestartet. Es wurden weitere Maßnahmen und Investitionen zur Verbesserung und Ausweitung der Vertriebstätigkeit, sowie zur effizienten Abwicklung der eingereichten Verträge in die Wege geleitet. Der Einsatz eines digitalen Unterschriftentools wird die Bearbeitungszeiten voraussichtlich weiter verkürzen und damit unserer Dienstleistung für viele Vertriebspartner noch attraktiver machen.

Das Management erwartet deswegen eine leicht steigende, mindestens aber auf dem hohen Vorjahresniveau stagnierende Geschäftsentwicklung. Das zu erwartende Geschäftsvolumen kann aufgrund der erreichten Standards dem aktuellen Personalbestand bewältigt werden, zumal das durchschnittliche Ankaufsvolumen pro Vertrag weiterhin hoch ist. Aufgrund der guten Qualifikation der Sachbearbeitung ist eine breite Basis vorhanden, um auch bei stark steigenden Stückzahlen temporäre personelle Engpässe auffangen zu können. Auf dieser Basis erwartet die Geschäftsleitung, dass der Jahresüberschuss -trotz gestiegener Zinsen- auf dem Niveau des Vorjahres liegen wird.

1. Risikobericht

Die Forderungen gegenüber deutschen und österreichischen Versicherungen sowie Bausparkassen können als gesichert angesehen werden. Auch die anhaltenden weltpolitischen Krisen (Ukrainekrieg, Krieg im Gaza-Streifen) haben bisher keine negativen Auswirkungen auf unsere Umsätze. Die hohe Inflation aus den letzten Jahren führt dazu, dass Lebensversicherungen oder Bausparverträge zur Deckung von Liquiditätslücken kurzfristig aufgelöst werden müssen.

Spezieller Risikobericht

Ziel des Finanz- und Risikomanagements unserer Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko und zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit wird ein Liquiditätsplan erstellt, der laufend an die aktuellen Veränderungen angepasst wird und als Basis für die Geldmitteldisposition dient. Die Liquidität ist ausreichend. Engpässe sind nicht zu erwarten.

Der aktuelle Umsatz wird von einer breiten Vertriebsbasis eingereicht. Die aktuellen Entwicklungen werden durch eine EDV-basierte Vertriebs- und Unternehmenstelemetrie taggenau überwacht.

Die Einbringung von einzelnen Forderungen wird im System mit einem adäquaten Mahnwesen überwacht.

Insgesamt ist derzeit keine Entwicklung zu erkennen, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unserer Gesellschaft nachhaltig und wesentlich beeinträchtigen könnte.

2. Chancen

Der Zweitmarkt für Lebensversicherungen bietet weiterhin eine interessante Alternative für die vorzeitige Kündigung einer Lebensversicherung. Durch Volumenwachstum und eine Verbesserung des operativen Ergebnisses kann das Ergebnis der Geschäftstätigkeit gesteigert werden.

Um den Wachstumsweg weiter zu fördern, haben wir neben dem Vertrieb in der Fläche eine hausinterne Vertriebsabteilung installiert, die vor allem die digitalen Wege (Video-Calls, soziale Medien, etc.) zur Akquise und Betreuung nutzt. Daneben wird der Ankauf von verpfändeten Verträgen als weiteres Wachstumsfeld konsequent verfolgt und ausgebaut.

Die 2019 eingeleiteten Maßnahmen zur Durchdringung der angebundenen Vertriebe in der Tiefe sind erfolgreich. Wir werden diese Maßnahmen 2024 weiter optimieren (digitale Vertriebsabteilung), um das an diesen Stellen brachliegende Umsatzpotenzial zu heben und intensiv zu nutzen.

Zur besseren Bindung der Vertriebe werden wir die Abteilung Vertriebsservice qualitativ weiterentwickeln. Des Weiteren wird unser Vertriebspartner-Betreuungssystem permanent um sinnvolle Features erweitert.

3. Prognosebericht

2023 konnte eine erhebliche Steigerung des Umsatzes erreicht werden. Das Unternehmen konnte im achten Jahr in Folge Umsatzsteigerungen erzielen. Die bereits 2016 eingeleiteten Maßnahmen werden permanent weiterentwickelt und verfeinert, sodass wir davon ausgehen, das hohe Umsatzniveau von 2023 mindestens halten zu können.

Die künftige Ertragslage ist geprägt von den Überschüssen, die aus den angekauften und aufgelösten Verträgen des Umlaufvermögens generiert werden können.

Ziel ist es, das Unternehmen langfristig auf einem stabilen Wachstumskurs zu halten.

Die voraussichtliche Entwicklung unserer Gesellschaft beurteilen wir positiv. Die Ertragslage hat aufgrund noch nicht ausgeschöpfter Marktchancen weiterhin Potenzial nach oben. Wir gehen davon aus, dass sich die Umsätze im worst-Case, auf dem hohen Niveau von 2023 konsolidieren werden. Realistisch erwarten wir Zuwächse im mittleren einstelligen Bereich.

 

Landshut, 09. August 2024

gez. Jürgen Kraus

gez. Alois Maier

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 12.814.315,68 13.948.580,09
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 6.932,00 10.011,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.932,00 10.011,00
II. Sachanlagen 37.906,00 55.400,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 37.906,00 55.400,00
III. Finanzanlagen 12.769.477,68 13.883.169,09
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 12.769.477,68 13.883.169,09
B. Umlaufvermögen 16.476.700,33 20.505.579,19
I. Vorräte 2.149.433,61 2.638.101,37
1. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 2.149.433,61 2.638.101,37
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 13.593.556,38 14.371.923,21
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10.064.549,82 12.118.779,26
2. sonstige Vermögensgegenstände 3.529.006,56 2.253.143,95
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 2.673,72 2.673,72
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 733.710,34 3.495.554,61
C. Rechnungsabgrenzungsposten 22.150,15 15.794,08
D. Aktive latente Steuern 3.358,00 5.098,00
Aktiva 29.316.524,16 34.475.051,36

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 6.372.681,84 5.233.089,53
I. Gezeichnetes Kapital 26.075,89 26.075,89
II. Bilanzgewinn 6.346.605,95 5.207.013,64
davon Gewinnvortrag 5.207.013,64 4.108.186,99
B. Rückstellungen 385.036,31 344.052,13
1. Steuerrückstellungen 197.762,00 124.436,00
2. sonstige Rückstellungen 187.274,31 219.616,13
C. Verbindlichkeiten 22.558.806,01 28.897.909,70
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 15.051.546,05 16.901.091,01
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 15.051.546,05 16.901.091,01
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.976.971,34 6.417.454,50
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 4.976.971,34 6.417.454,50
3. sonstige Verbindlichkeiten 2.530.288,62 5.579.364,19
davon aus Steuern 22.314,35 21.346,33
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.530.288,62 5.579.364,19
Passiva 29.316.524,16 34.475.051,36

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 68.755.726,25 58.851.059,66
2. sonstige betriebliche Erträge 877.443,32 717.399,06
3. Materialaufwand 65.064.295,65 55.551.662,58
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 65.064.295,65 55.551.662,58
4. Personalaufwand 1.232.635,06 1.150.228,44
a) Löhne und Gehälter 1.021.392,57 961.463,80
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 211.242,49 188.764,64
5. Abschreibungen 31.419,38 18.602,92
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 31.419,38 18.602,92
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 755.392,18 850.353,73
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 176,19 2.295,45
davon Erträge aus Abzinsung 143,82 1.466,87
8. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 9.104,86 13.997,14
davon außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen 9.104,86 13.997,14
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 862.524,74 391.741,88
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 537.603,16 494.551,00
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 5.098,00
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 1.740,00
11. Ergebnis nach Steuern 1.140.370,73 1.099.616,48
12. sonstige Steuern 778,42 789,83
13. Jahresüberschuss 1.139.592,31 1.098.826,65
14. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 5.207.013,64 4.108.186,99
15. Bilanzgewinn 6.346.605,95 5.207.013,64

Anhang

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften, den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung sowie den Regelungen des Gesellschaftsvertrages aufgestellt.

Auf die Rechnungslegung der Gesellschaft finden die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften im Sinne von § 267 Abs. 3 HGB Anwendung.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Pacta Invest GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Landshut
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Landshut
Register-Nr.: 6405

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Ansatzvorschriften der §§ 246-251 HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Ansatzvorschriften für Kapitalgesellschaften, §§ 268-274a, 276 und 277 HGB, und unter Beachtung der generellen Bewertungsvorschriften der §§ 252-256a HGB erstellt.

Auf die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung finden die Vorschriften der §§ 266 und 275 HGB sowie § 42 GmbHG Anwendung. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird entsprechend dem Gesamtkostenverfahren dargestellt.

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibung erfolgt linear bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von drei Jahren.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibung erfolgt linear bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von drei bis acht Jahren.

Geringwertigen Wirtschaftsgüter werden im Zugangszeitpunkt sofort vollständig abgeschrieben.

Finanzanlagen

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

Wertpapiere des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten (inkl. Anschaffungsnebenkosten) zuzüglich nachträglicher Anschaffungskosten aktiviert. Bei dauernder Wertminderung wird eine Teilwertabschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Anzahlungen an Versicherungsverträge, die im Folgejahr ins Anlagevermögen übernommen werden und deren endgültige Kaufpreise mangels mitgeteilter Rückkaufswerte noch nicht vorliegen, werden unter dem gesondert gebildeten Posten "Anzahlungen für Wertpapiere des Anlagevermögens" ausgewiesen.

Vorräte

Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt und unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Guthaben bei Kreditinstituten

Der Ansatz von Guthaben bei Kreditinstituten erfolgt zum Nominalwert.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit danach darstellen.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Rückstellungen

Die Rückstellungen werden in Höhe des voraussichtlichen Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beibehalten werden.

3. Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens gemäß 284 Abs. 3 HGB ist dem Anlagespiegel zu entnehmen, der Bestandteil des Anhangs ist.

Finanzanlagen

Unter den Finanzanlagen werden Ansprüche aus Lebensversicherungen i.H.v. TEUR 12.815 ausgewiesen. Es wurden außerplanmäßige Abschreibungen aus Lebensversicherungen i.H.v. TEUR 9 und TEUR 4 Zuschreibungen veranlasst. Zudem waren Anzahlungen in Höhe von TEUR 86 vorhanden.

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 120.350,39 0,00 0,00 0,00 120.350,39
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 120.350,39 0,00 0,00 0,00 120.350,39
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 73.319,78 10.846,38 6.306,60 0,00 77.859,56
Summe Sachanlagen 73.319,78 10.846,38 6.306,60 0,00 77.859,56
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 13.748.637,44 1.589.344,08 2.791.744,79 160.257,80 12.706.494,53
2. Anzahlungen von Finanzanlagen 153.761,50 92.786,10 0,00 -160.257,80 86.289,80
Summe Finanzanlagen 13.902.398,94 1.682.130,18 2.791.744,79 0,00 12.792.784,33
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Auflösungen
EUR
Zuschreibungen
EUR
31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 110.339,39 3.079,00 0,00 0,00 113.418,39
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 110.339,39 3.079,00 0,00 0,00 113.418,39
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 17.919,78 28.340,38 6.306,60 0,00 39.953,56
Summe Sachanlagen 17.919,78 28.340,38 6.306,60 0,00 39.953,56
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 19.229,85 9.104,86 1.040,90 3.987,16 23.306,65
2. Anzahlungen von Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 19.229,85 9.104,86 1.040,90 3.987,16 23.306,65
NETTOBUCHWERTE
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.932,00 10.011,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 6.932,00 10.011,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 37.906,00 55.400,00
Summe Sachanlagen 37.906,00 55.400,00
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 12.683.187,88 13.729.407,59
2. Anzahlungen von Finanzanlagen 86.289,80 153.761,50
Summe Finanzanlagen 12.769.477,68 13.883.169,09

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Art der Forderung zum Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2023 TEUR kleiner 1 Jahr
TEUR
größer 1 Jahr
TEUR
(Vorjahr) (Vorjahr) (Vorjahr)
aus Lieferungen und Leistungen 10.064,6 10.064,6 0
(12.118,8) (12.118,8) (0,0)
sonstige Vermögensgegenstände 3.529,0 3.526,3 2,7
(2.253,1) (2.250,4) (2,7)
Summe 13.593,6 13.590,9 2,7
(14.371,9) (14.369,2) (2,7)

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt TEUR 26 und ist vollständig einbezahlt. Der Bilanzgewinn beträgt TEUR 6.347, hierin ist ein Gewinnvortrag i.H.v. TEUR 5.207 enthalten.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen belaufen sich für das Geschäftsjahr auf TEUR 187. Diese beinhalten eine Tantiemerückstellung i.H.v. TEUR 52, die Rückstellung für Urlaubsansprüche in Höhe von TEUR 45, die Rückstellung für die Jahresabschlusserstellung, Erstellung der Steuererklärung, Offenlegung und Jahresabschlussprüfung 2023 i.H.v. TEUR 41, Kosten für Vermittlungsboni in Höhe von TEUR 29, Prozesskosten i.H.v. TEUR 10, sowie die Rückstellung für die Verpflichtung zur Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen i.H.v. TEUR 9.

Verbindlichkeiten

Art der Verbindlichkeit zum Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2023 TEUR (Vorjahr) bis 1 J. TEUR (Vorjahr) 1 bis 5 J. TEUR (Vorjahr) größer 5 J. TEUR (Vorjahr)
1. gegenüber Kreditinstituten 15.051,6 15.051,6 0,0 0,0
(16.901,1) (16.901,1) (0,00) (0,00)
2. aus Lieferungen und Leistungen 4.977,0 4.977,0 0,0 0,0
(6.417,5) (6.417,5) (0,00) (0,00)
3. gegenüber Gesellschaftern 2.047,3 2.047,3 0,0 0,0
(4.974,0) (4.974,0) (0,0) (0,0)
4. sonstige Verbindlichkeiten 483,0 483,0 0,0 0,0
(605,4) (605,4) (0,0) (0,0)
davon aus Steuern 22,3 22,3 0,0 0,0
(21,3) (21,3) (0,0) (0,0)
Summe 22.559,0 22.558,9 0,0 0,0
(28.898,0) (28.898,0) (0,0) (0,0)

Für das Darlehen i.H.v. TEUR 8.380 bei der Hauck Aufhäuser Lampe Bank hat die Gesellschaft die Erlebens- und Todesfallleistungen aus den Verträgen des Finanzanlagebestandes abgetreten.

Bei Bankhaus Spängler ist ein Darlehen i.H.v. TEUR 3.084 durch Abtretung der Auszahlungsansprüche der österreichischen Lebensversicherungsverträge besichert. Zudem ist ein Darlehen i.H.v. TEUR 2.500 durch eine Globalzession des Gesellschafters besichert.

Bei der HypoVereinsbank UniCredit bestehen für das Darlehen i.H.v. TEUR 1.085 folgende Sicherheiten:

• Eine vollstreckbare Buchgrundschuld mit persönlicher Haftung und Unterwerfung unter die Zwangsvollstreckung i.H.v. TEUR 895

• Eine nicht vollstreckbare Buchgrundschuld i.H.v. TEUR 9.331 • Eine Rangrücktritt- und Darlehensbelassungsverpflichtungserklärung i.H.v. TEUR 2.000

Latente Steuern

Die Steuerlatenzen resultieren aus Ansatz- und Bewertungsunterschieden zwischen Handels- und Steuerbilanz und betreffen die Ermittlung der Urlaubsrückstellung, welche in der Rückstellung für Personalkosten enthalten ist.

Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit einem Steuersatz in Höhe von 30,525 %.

Dieser setzt sich aus 15,825 % Körperschaftsteuer zzgl. Solidaritätszuschlag und 14,70% Gewerbesteuer zusammen.

Die latenten Steuern am Ende des Geschäftsjahres betragen TEUR 3.

4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung der Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse werden gemäß § 285 Nr. 4 HGB wie folgt aufgegliedert:

Geographisch bestimmter Markt Umsatz
Deutschland TEUR 49.504
Österreich TEUR 19.252
gesamt TEUR 68.756

Erläuterung der periodenfremden Erträge

Im Einzelnen ergaben sich folgende Erträge, die einem anderen Geschäftsjahr zuzurechnen sind:

nachträgliche Aufwendungen von Versicherungen und Rückzahlungen von bereits ausbezahlten Versicherungsverträgen TEUR 462
periodenfremde Erträge (Verträge gekündigt 2014 bis 2021) TEUR 25
nachträgliche Provisionen für im VJ gekündigte Verträge (Erstattungen) TEUR 1

Die Erträge i.H.v. TEUR 462 sind unter Materialaufwand ausgewiesen.

Die Erträge i.H.v. TEUR 25 sind unter den sonstigen betrieblichen Erträgen und die Erträge von TEUR 1 unter den Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren ausgewiesen.

Erläuterung der periodenfremden Aufwendungen

Im Einzelnen ergaben sich folgende Aufwendungen, die einem anderen Geschäftsjahr zuzurechnen sind:

nachträgliche Erträge von Versicherungen und Rückzahlungen von bereits ausbezahlten Versicherungsverträgen TEUR 361
Periodenfremde Aufwendungen (nachträgliche Auszahlungen an Kunden aus Vorjahren) TEUR 15

Die Aufwendungen i.H.v. TEUR 361 sind unter den Umsatzerlösen ausgewiesen. Die Aufwendungen i.H.v. TEUR 15 sind unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

Außerplanmäßige Abschreibungen

Im Geschäftsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Anlagevermögens i.H.v. TEUR 9 vorgenommen.

5. Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 20.

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Herr Diplom-Betriebswirt (FH), Jürgen Kraus, Kaufmann

Herr Diplom-Betriebswirt, Alois Maier, Kaufmann

Die Geschäftsführerbezüge im Anhang gemäß § 285 Nr. 9a HGB wurden nach § 286 Abs. 4 HGB nicht angegeben.

Anwendung der Ausnahmeregelung nach § 286 Abs. 3 HGB

Auf die Aufstellung des Anteilsbesitzes wurde verzichtet, da diese Aufstellung nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung dem Unternehmen einen erheblichen Nachteil zufügen kann.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen i.H.v. TEUR 86 sonstige finanzielle Verpflichtungen.

Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:

Mietaufwand incl. Nebenkosten: TEUR 38
Leasingaufwand: TEUR 48

Honorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 21.

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind

Der Ende 2023 begonnene Gaza Konflikt sowie der Ukrainekrieg haben nach derzeitigen Erkenntnissen keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage des Unternehmens.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor den Jahresüberschuss i.H.v. TEUR 1.140 zusammen mit dem vorhandenen Gewinnvortrag i.H.v. TEUR 5.207 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Landshut, den 9. August 2024

gez. Jürgen Kraus, Geschäftsführer

gez. Alois Maier, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 09.08.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Pacta Invest GmbH, Landshut

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Pacta Invest GmbH, Landshut - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Pacta Invest GmbH, Landshut, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüflingsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Nürnberg, den 09. August 2024

WARNICK REVISIONS- UND TREUHAND GMBH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

STEFAN WARNICK, Wirtschaftsprüfer

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