Ambulante Betreuungsdienste für Menschen mit Behinderung
Lebenshilfe-Werkstatt GmbH
Scharnitzstraße 11, 81377 München, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Matthias Heinau seit 3.1.2024 | Geschäftsführer |
Andrea Karlovic seit 3.1.2024 | Prokura |
Anita Maria Mitterer seit 20.7.2023 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 33.33% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Lebenshilfe-Werkstatt GmbHMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Grundlage der Gesellschaft Geschäftsmodell Die Lebenshilfe Werkstatt GmbH ist eine Einrichtung der Eingliederungshilfe. Sie bietet Menschen mit geistiger Behinderung in einer Hauptwerkstatt und drei Zweigwerkstätten einen Arbeitsplatz im Sinne des SGB XII. Ziel ist es hierbei, Menschen mit Behinderung ein erfülltes und weitgehend selbstbestimmtes Leben in unserer Gesellschaft zu ermöglichen. Dazu hat die Lebenshilfe Werkstatt GmbH vielseitige qualifizierte Angebote zur Förderung, Betreuung und Arbeit geschaffen, die sich an den Fähigkeiten und Fertigkeiten der Werkstattbeschäftigten orientieren. Folgende Geschäftsbereiche werden zur Beschäftigung angeboten: - Montage - Metallbearbeitung - Verpackung - KTL-Beschichtung - Wäscherei - Gastronomie/Catering - Tagescafé - Kaffeerösterei - Aktenvernichtung und Digitalisierung - Technische Aufbereitung - Officemanagement - Außenarbeitsplätze und ausgelagerte Arbeitsgruppen Die Gesellschaft betreut und begleitet außerdem in zwei Förderstätten erwachsene Menschen, die aufgrund der Art und Schwere ihrer Behinderung einen besonderen Unterstützungsbedarf haben, mit einem ganzheitlichen Konzept. Durch die Vernetzung der verschiedenen Lebensbereiche - Förderstätte, Wohnheim, Familie - und individuelle Maßnahmen, die sich an den Fähigkeiten, Neigungen und Bedürfnissen orientieren, wird für die Beschäftigten Selbstständigkeit im alltäglichen Leben und ein hohes Maß an Selbstbestimmung erreicht. Die Lebenshilfe Werkstatt finanziert sich einerseits über die Leistungserlöse, die wir von den Kostenträgern für die berufliche Bildung, Betreuung und Beschäftigung der Menschen mit Behinderung erhalten. Diese Kostenträger sind im Wesentlichen der Bezirk Oberbayern und die Agentur für Arbeit. Außerdem finanziert sich die Lebenshilfe Werkstatt über die Umsatzerlöse aus der Produktion und den Dienstleistungen, die wir gegenüber unseren Kunden aus der freien Wirtschaft erbringen. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Um den gesetzlichen Auftrag - die Ermöglichung der Teilhabe der Menschen mit Behinderung am Arbeitsleben - erfüllen zu können, erhält die Gesellschaft Leistungsentgelte in Form eines Kostensatzes für jeden Menschen mit Behinderung. Dennoch müssen Werkstätten nach §12 Werkstättenverordnung nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen organisiert sein und wirtschaftliche Arbeitsergebnisse anstreben, um an die im Arbeitsbereich beschäftigten Mitarbeitern ein ihrem Leistungsvermögen möglichst angemessenes Arbeitsentgelt ausschütten zu können. Deutschland ist in 2023 in eine Rezession gerutscht: das deutsche Bruttoinlandsprodukt war preisbereinigt um 0,3 Prozent niedriger als im Vorjahr. Nach der Corona-Krise und dem wirtschaftlichen Einbruch im Jahr 2020 erhoffte sich die deutsche Wirtschaft eine Regeneration in den Folgejahren. Durch den Krieg in der Ukraine, den steigenden Energiepreisen und der Rekordinflation fiel die ökonomische Regenerierung im Jahr 2022 jedoch geringer aus, 2023 kam es sogar zu einer Rezession. Trotz dieser nach wie vor schwierigen Bedingungen konnten wir einen leichten Anstieg in den Produktionserlösen erzielen, was allerdings auf meist höhere Preise zurückzuführen ist. (Quelle: Statista, https://de.statista.com/themen/26/bip/ topicOverview) 2.2. Geschäftsverlauf einschließlich Geschäftsergebnis und Lage der Gesellschaft Der tatsächlich realisierte Jahresüberschuss in Höhe von T€ 211 resultiert aus höheren realisierten Erlösen als geplant in diversen Bereichen. Somit konnte der geplante Jahresüberschuss für das Jahr 2023 in Höhe von T€ 116 um T€ 95 übertroffen werden. Die Gesellschaft finanziert sich primär durch den Kostenträger Bezirk von Oberbayern, Darlehen für Investitionen, sowie durch die Produktionserlöse durch den Werkstattbetrieb. Die Anzahl der betreuten Menschen mit Behinderung beträgt zum Stichtag 31. Dezember 2023 insgesamt 620 Personen (im Vorjahr 615 Personen). Die Werkstatt für seelisch behinderte Menschen mit 60 genehmigten Plätzen ist mit 75 betreuten Menschen mit Behinderung belegt. In der Zweigwerkstatt Lerchenau mit insgesamt 80 genehmigten Plätzen sind weiterhin Kapazitäten frei. Preissteigerungen für Mieten und Energie, aber auch die Tarifänderungen im TVÖD werden regelmäßig in die Kostensätze mit dem Bezirk Oberbayern eingearbeitet. Aktuell sinkt die Belegung der Standorte leicht, was zum Teil auch mit verstärkten Renteneintritten aufgrund der Altersstruktur zu tun hat. Neue Beschäftigte können fast ausschließlich über den Berufsbildungsbereich ergänzt werden. Das Tagescafé Moccasola auf dem Luitpoldgelände in Mittersendling hat sich mit seinen abwechslungsreichen Frühstücks- und Mittagsangeboten sowie die Bewirtung für den Seminarbetrieb des Inclusion.Cube gut etabliert und beschäftigt mittlerweile 9 Mitarbeitende mit Mitarbeiter mit Behinderung fest. Der Standort hat die Anerkennung für 12 Plätze. 2.3. Ertragslage
Von den insgesamt fast 27,9 Mio. EUR betrieblichen Erträge entfallen 21,1 Mio. EUR (im Vorjahr: 22,2 Mio. EUR) auf Umsatzerlöse. Der Umsatz verteilt sich mit ca. 64 % auf Erlöse aus Leistungsvereinbarungen, mit ca. 35 % auf Umsatzerlöse aus dem Werkstattbetrieb und mit 1 % auf sonstige Umsatzerlöse wie z.B. ein Mietkostenzuschuss auf angemietete Werkstattflächen. Die Umsätze im Werkstattbetrieb sind im Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr geringfügig um 286 TEUR gestiegen. Leistungsvereinbarungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 818 TEUR gestiegen, was im Wesentlichen auf die pauschale Erhöhung der Entgelte durch den Bezirk Oberbayern durch die gestiegenen Personal-, Sach- und Investitionskosten zurückzuführen ist. Die betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf 27,8 Mio. EUR (im Vorjahr: 26,1 Mio. EUR) und sind im Vergleich zum Vorjahr um 1.679 TEUR gestiegen. Im Gesamtbetrag sind die Personalaufwendungen für das tarifliche Personal aufgrund der tariflichen Inflationsausgleichszahlungen um 3,9 % im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. Die Materialaufwendungen belaufen sich auf 3,2 Mio. EUR (Vorjahr 3,1 Mio. EUR) und sind somit trotz der Preissteigerungen nur geringfügig gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 471 TEUR gestiegen, was hauptsächlich auf die vermehrten Aufwendungen für soziale Ausgaben mit Stellenanzeigen und Fortbildungen sowie auf Miet- und Pachterhöhungen zurückzuführen sind. Der Anstieg des Neutralen Ergebnis beruht hauptsächlich auf Nachzahlungen von Beförderungskosten der Agentur für Arbeit für die Teilnehmenden im Berufsbildungsbereich aus dem Vorjahr. 2.4. Liquidität und Finanzlage Im Geschäftsjahr erzielte die Gesellschaft einen Gesamtcashflow in Höhe von 35 TEUR. Dieser setzt sich zusammen aus einem positiven Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von 1.214 EUR, einem negativen Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von 1.164 TEUR sowie einem negativen Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von 15 TEUR. Der Finanzmittelfonds ist vor dem Hintergrund der zuvor beschriebenen Entwicklung von 2.228 TEUR auf 2.263 TEUR gestiegen. Die Investitionen der laufenden Geschäftstätigkeit und der Investitionstätigkeit wurden über die laufenden Geschäfte und Eigenmittel finanziert.
Die Vermögenslage stellt sich wie folgt dar:
Die regelmäßigen Abschreibungen von Maschinen und Büro- und Geschäftsausstattung in 2023 haben zwar zu einem Rückgang im Vermögen geführt, jedoch haben die Anzahlungen im Bau der Neubau der Förderstätte in Putzbrunn insgesamt das langfristige Vermögen etwas leicht ansteigen lassen. Der Anstieg im kurzfristigen Vermögen um 1.005 TEUR hängen im Wesentlichen mit dem Kauf von Rohstoffen und Produktion von Fertigteilen zusammen, welche den Buchwert der Vorräte erhöht haben, sowie der sonstigen Forderung aufgrund des Zuschusses der Regierung von Oberbayern für den Neubau der Förderstätte. Der Anstieg des langfristigen Kapitals lässt sich im Wesentlichen auf die Erhöhung der Sonderposten aufgrund des Zuschusses für den Neubau Förderstätte zurückführen. Der Anstieg des kurzfristigen Kapitals lässt sich mit dem erhöhten Kauf von Rohstoffen begründen. 3. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht Risiken Die Lebenshilfe Werkstatt GmbH ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit unterschiedlichen Risiken ausgesetzt, die unmittelbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Um diese Risiken frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und adäquat zu handhaben, setzen wir wirksame Steuerungs- und Kontrollsysteme ein. Im Folgenden sind wesentliche Risikofelder und Chancen aufgeführt. Die Geschäftsführung hat diese vor dem Hintergrund einer quantitativen und qualitativen Einschätzung gewichtet in hoch (hohes Risiko), mittel (mittleres Risiko) und gering (geringes Risiko). Die angespannte Haushaltslage und die Engpässe in der Entgeltabteilung des Bezirks Oberbayern können die Verhandlungen über entsprechende Tagessätze mit den Kostenträgern belasten und deutlich hinauszögern (Risiko niedrig). Die neue Bayerische Landesrahmenvereinbarung nach § 131 SGB IX ist zum 30.06.2023 abgeschlossen worden. In Bayern wird ab 01.01.2024 eine zweijährige Modellphase für die qualitative und quantitative Erprobung der Bestandteile der Landesrahmenvereinbarungen mit 3-4 Modellwerkstätten aus jedem Bezirk durchgeführt. Es ist auch eine Evaluation geplant, erst dann soll die neue Landesrahmenvereinbarung flächendeckend eingeführt werden. Die Lebenshilfe Werkstatt GmbH gehört zu den drei Modellwerkstätten in Oberbayern. Es wird ein neues Bedarfsermittlungsinstrument eingesetzt und mit dem Bezirk die Individuelle Muster-Leistungsvereinbarung verhandelt. Parallel gelten die Grundlagen der bisherigen Rahmenvereinbarung weiter. Mehraufwendungen durch die Teilnahme in der zweijährigen Modellphase sollen erstattet werden. Allerdings besteht noch keine Einigkeit zwischen den Verhandlungspartnern zu einem einheitlichen Leistungsbemessungsinstrument, aktuell werden landesweit einheitliche Eckpunkte gefordert (Risiko niedrig). Eine stufenweise und staatlich beschlossene Anhebung des Grundbetrags des Werkstattlohnes für Werkstattbeschäftigte wird auch weiterhin für den Bereich Werkstätten eine weitere Herausforderung sein (Risiko niedrig). Im März 2024 wurde mit dem Erweiterungsbau der Förderstätte in Putzbrunn (36 Plätze) begonnen. Plan ist die Fertigstellung im ersten Quartal 2025. Aufgrund der aktuellen Situation in der Baubranche ist derzeit in den noch ausstehenden Ausschreibungsergebnissen mit keiner wesentlichen Baukostenerhöhung zu rechnen. Die bisherigen Ausschreibungsergebnisse haben die berechneten Baukostenergebnisse ebenfalls nicht übertroffen. Zur Finanzierung werden neben dem Zuschuss der Regierung von Oberbayern auch Bankdarlehen aufgenommen. Das Finanzierungs- und Liquiditätsrisiko schätzen wir aber dennoch gering ein. Aktuell ist die Auftragslage unseres Hauptauftraggebers aus der Automobilbranche einigermaßen stabil, jedoch zeichnet sich auch gerade ein Rückgang in den Abrufzahlen in der Produktion ab. Die Stimmung unter den Unternehmen hat sich etwas aufgehellt. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im Februar auf 85,5 Punkte gestiegen, nach 85,2 Punkten im Januar. Dies war auf etwas weniger pessimistische Erwartungen zurückzuführen. Die Einschätzungen zur aktuellen Lage blieben unverändert. Hier gleichen sich positive und negative Antworten gegenwärtig nahezu aus. Die Konjunktur stabilisiert sich auf niedrigem Niveau (Quelle: ifo, https://www.ifo.de/umfrage/ifo-geschaeftsklima-deutschland) Dennoch ist ein leichter Rückgang an Aufträgen an einigen Standorten zu verzeichnen. Neben den konjunkturbedingten Einflüssen auf Umsätze könnten nicht geplante Erhöhungen von Material und Rohstoffen aufgrund des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine das Ergebnis und somit auch die Entwicklung der Werkstattlöhne belasten (Risiko mittel). Ein wesentliches Risikofeld ist der Personal - und Fachkräftemangel in allen Bereichen, wobei in 2024 keine tariflichen Steigerungen in den Personalkosten zu erwarten sind (Risiko mittel). Chancen Ende 2022 wurde das Café Moccasola in der Zielstattstr. eröffnet. Das Angebot hat sich gut etabliert und wird laufend ausgebaut. Dort konnte das bereits vor zwei Jahren zuvor eröffnete Konzept des inclusion.cube mit einem Angebot an sozialen Coworking Plätzen inklusive bewirtschafteter Seminarflächen weiter ausgebaut werden. Dieses Angebot wird regelmäßig von sozialen Unternehmen und Kooperationspartnern gebucht. Eine wichtige Komponente in der Teilhabe am Arbeitsleben und der UN-Behindertenrechtskonvention ist das Angebot an inklusiven Arbeitsplätzen. Mittlerweile arbeiten durchschnittlich 15 % aller Mitarbeitenden auf Einzelaußenarbeitsplätzen und in Außenarbeitsgruppen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Die Lebenshilfe Werkstatt verfügt über ein gutes Netzwerk an Kooperationspartner in und um München, so dass die Wünsche und Bedürfnisse unserer Mitarbeitenden größtenteils erfüllt werden können. Im Rahmen von BÜWA (Begleiteter Übergang auf den ersten Arbeitsmarkt) werden aktuell 6 Mitarbeitende betreut. Durch die Fertigstellung des Erweiterungsbaus der Förderstätte in Putzbrunn (36 Plätze) im ersten Quartal 2025 können wir der hohen Nachfrage nach Förderstättenplätzen durch zusätzliche Plätze in der Zukunft sichern. Ein wesentlicher Fokus wird die Vertriebsstrategie des Unternehmens sein, um neben den Auftraggebern aus dem Automotive-Bereich auch andere Branchen zu erschließen. Zumal ist auch die geplante Standortentwicklung über alle Standorte hinweg die Einflussfaktoren wie gesellschaftliche, zielgruppenorientierte Bedarfe und Interessen, regionale und soziale Faktoren in den Blick nehmen wird. Um die Risiken besser beobachten zu können, werden durch ein monatliches Cash- und Umsatzreporting die Planzahlen laufend mit den Ist-Zahlen verglichen. Außerdem werden auch weiterhin nur notwendige Investitionen genehmigt und durchgeführt, um die Liquidität stabil zu halten. Mit Ausnahme der Risiken aus der Konjunkturentwicklung sind derzeit keine erhöhten Risiken im Zusammenhang mit der regulären geschäftlichen Entwicklung erkennbar. Insgesamt schätzen wir die Chancen- und Risikolage als ausgeglichen ein. Prognose Für 2024 rechnen wir für die Produktion mit ähnlichen Umsätzen wie im Geschäftsjahr 2023. Die größte Herausforderung im Jahr 2024 und den Folgejahren wird der allgemeine Anstieg der Kosten, insbesondere der Personalkosten, und die konjunkturellen Schwankungen sein. Bis zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichtes wurden keinerlei, den Fortbestand des Unternehmens gefährdende Sachverhalte, bekannt. Wir rechnen für das kommende Jahr mit einem Jahresüberschuss von 157 T€. Trotz der beschriebenen Herausforderungen sehen wir mittel- und langfristig das Unternehmen auf dem Weg, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln.
München, 31. März 2024 Lebenshilfe-Werkstatt GmbH Anita Mitterer Matthias Heinau Geschäftsführung Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVSEITE
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 20231. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Lebenshilfe-Werkstatt GmbH hat ihren Sitz in München. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts München unter HR B 45451 eingetragen. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde nach den handelsrechtlichen Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften gemäß § 267 Abs. 2 HGB sowie der einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Im Gegensatz zum Vorjahr werden die Erlöse aus den Erstattungen der Fahrtkosten statt in den Umsatzerlösen in den sonstigen betrieblichen Erträgen dargestellt (TEUR 2.066). Das Vorjahr wurde nicht angepasst (TEUR 2.036). Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. 2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten vermindert um nutzungsbedingte, linear errechnete planmäßige Abschreibungen bewertet. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis 250,00 EUR werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben; ihr Abgang wird im Zugangsjahr unterstellt. Für Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten zwischen 250,01 EUR bis 1.000,00 EUR wurde im Geschäftsjahr ein Sammelposten gebildet; die Abschreibung des Sammelpostens beträgt 20 % p.a. Den planmäßigen Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde: - Gebäude: überwiegend zwischen 30 und 50 Jahren - Techn. Anlagen und Maschinen: zwischen 3 und 20 Jahren - Betriebs- und Geschäftsausstattung: zwischen 3 und 23 Jahren Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden vorgenommen, wenn die Wertminderung dauerhaft ist. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu Anschaffungskosten oder den durchschnittlichen Jahreseinkaufspreisen bewertet. Fertige Erzeugnisse sind mit einem Abschlag in Höhe von 6 % vom Verkaufspreis bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit den Nominalwerten angesetzt. Individuelle Ausfallrisiken werden gegebenenfalls durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Am Bilanzstichtag existieren keine Vermögensgegenstände in ausländischer Währung. Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nominalwert erfasst. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Investitionszuschüsse der öffentlichen Hand werden nach der sog. Bruttomethode (vgl. IDW St/HFA 2/1996 i.d.F. 2013 und HFA 1/1984) bilanziert. Hierbei erfolgt die Passivierung des Zuschusses als Sonderposten und in der Fortführung unter ertragswirksamer Auflösung korrespondierend zur Nutzungsdauer der zugrundeliegenden geförderten Vermögengegenstände des Anlagevermögens. Demnach wurden vom Geschäftsjahr 2001 bis 2016 Investitionszuschüsse als Sonderposten aus Zuschüssen und Zuweisungen zur Finanzierung des Sachanlagevermögens erfasst. Die ertragswirksame Auflösung erfolgt korrespondierend zur planmäßigen Abschreibung der entsprechenden Vermögensgegenstände mit T€ 25 (Vj. T€ 25) in den sonstigen betrieblichen Erträgen. Seit dem Geschäftsjahr 2023 werden die Investitionszuschüsse wieder in der Bruttomethode dargestellt. Bei der Modernisierung der Hauptwerkstatt hingegen, wurden bzw. werden die Investitionszuschüsse von den Anschaffungs- und Herstellungskosten abgesetzt (sog. Nettomethode). Die Zuwendungen betragen € 7,8 Mio. und wurden überwiegend in den Jahren 2018 und 2019 korrespondierend zum angeschafften bzw. hergestellten Sachanlagevermögen in Höhe von ca. € 7 Mio. direkt in Abzug gebracht. Zum 31. Dezember 2023 sind noch ca. € 0,3 Mio. zur Verwendung offen. Hätten wir im Rahmen der Modernisierung der Hauptwerkstatt für die Bilanzierung der Investitionskostenzuschüsse die Bruttomethode angewandt, so würde das Anlagevermögen höher ausgewiesen sein und um den gleichen Betrag der Sonderposten auf der Seite der Passiva. Die Abschreibungen und die sonstigen betrieblichen Erträge wären im Ausweis höher, im Saldo jedoch würde sich kein unterschiedlicher Ergebniseffekt zur Nettomethode ergeben. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Kosten- und Preissteigerungen einbezogen. Ferner werden Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit einem der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Die Rückstellung für Altersteilzeitvereinbarungen beziffert sich auf T€ 153 (Vorjahr: T€ 95). Die korrespondierende Insolvenzsicherung von T€ 178 führt zu einer Überdeckung der Rückstellung. Der überschießende Teil wird im aktiven Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung dargestellt in Höhe von T€ 25. Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen. 3. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Zur Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände sowie der Sach- und Finanzanlagen wird auf den Anlagenspiegel auf Seite 6 verwiesen. Beteiligungen Die Gesellschaft besitzt Kapitalanteile an einem Unternehmen, bei dem der Anteilsbesitz der Herstellung einer dauernden Verbindung dient. Auf die Angaben wird mit Hinweis auf § 286 Abs. 3 Satz 1 HGB verzichtet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital ist voll eingezahlt und entspricht der Eintragung im Handelsregister. Sonderposten Ferner wurde unter Bezugnahme auf § 265 Abs. 5 Satz 2 HGB zur Darstellung der bisher erhaltenen und verwendeten Investitionskostenzuschüsse auf der Passivseite, die Bilanz um den Posten "Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des Sachanlagevermögens" erweitert. Verbindlichkeiten Zusätzliche Angaben zu den Verbindlichkeiten gemäß § 285 Nr. 1 HGB:
Zur Sicherung der Darlehen unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind Briefgrundschulden im Grundbuch Scharnitzstr. 11 in Höhe von insgesamt EUR 14.891.780 eingetragen. 4. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Angabe nach § 285 Nr. 3a HGB
Personal Angabe nach § 285 Nr. 7 HGB
Ergebnisverwendung Angabe nach § 285 Nr. 34 HGB Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von 210.692,38 EUR auf neue Rechnung vorzutragen. Organmitglieder Angabe nach § 285 Nr. 10 HGB Es gibt eine Gesellschafterversammlung. Zum Geschäftsführer war im Geschäftsjahr 2023 bestellt: Herr Andreas Jehn, Sozialpädagoge, bis 30.06.2023. Ab 01.07.2023 Anita Mitterer, Betriebswirtin. Ab 16.11.2023 zusätzlich Matthias Heinau, Maschinenbauingenieur Dipl-Ing. Da nur die Geschäftsführung Bezüge von der Gesellschaft erhält, wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB auf eine Angabe verzichtet.
München, den 31.03.2024 Anita Mitterer und Matthias Heinau Anlagennachweis zum 31. Dezember 2023
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersBei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn Lebenshilfe-Werkstatt GmbH, München Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Lebenshilfe-Werkstatt GmbH, München - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Lebenshilfe-Werkstatt GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und desLageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, am 10. Juli 2024 CURACON
GmbH
Faaß, Wirtschaftsprüfer Tietz, Wirtschaftsprüfer ErgebnisverwendungsbeschlussDie Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 erfolgte in der Gesellschafterversammlung vom 11. Juli 2024. Der Jahresüberschuss in Höhe von EUR 210.692,38 und der Gewinnvortrag in Höhe von EUR 2.327.320,21 wird auf neue Rechnung vorgetragen. |
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