Stammdaten

Register
Amtsgericht Saarbrücken HRB 24881
Eingetragen
13.7.1989
Branche
Tätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklernWärme- und KältehandelElektrizitätserzeugung aus nicht erneuerbaren Energieträgern zur Verteilung
Gegenstand
Erzeugung, Bezug und Bereitstellung versorgungswirtschaftlicher Produkte und Dienstleistungen sowie sonstigen Infrastrukturprodukten und dienstleistungen, insbesondere von Strom, Wärme, Gas und Wasser. Ziel ist die Versorgung der Kunden bei rationeller Verwendung von Energie und Wasser unter größtmöglicher Schonung der natürlichen Umwelt; sowie Erbringung von technischen und kaufmännischen Dienstleistungen aller Art gegenüber verbundenen sowie nicht verbundenen Unternehmen einschließlich sämtlicher im kaufmännischen Geschäftsbetrieb notwendigen Abrechnungs- und Beratungsleistungen, sowie verwandte Tätigkeiten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jörg RINK
seit 21.6.2018
Prokura
Ralf Dr.Ing. Levacher
seit 10.11.2003
Geschäftsführer

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Stadtwerke Saarlouis GmbH

Saarlouis

Jahres- und Tätigkeitsabschluss nach EnWG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 559.743,00 257.648,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Geschäfts-, Betriebs- und anderen Bauten 4.053.712,46 4.258.973,56
2. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte ohne Bauten 1.201.455,21 1.101.851,71
3. Bauten auf fremden Grundstücken 13.040,00 13.985,00
4. Erzeugungs-, Gewinnungs- und Bezugsanlagen 12.870.676,60 9.925.482,00
5. Verteilungsanlagen 45.010.793,34 43.810.835,05
6. Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.446.858,00 2.596.296,13
7. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.065.036,92 4.286.800,05
67.661.572,53 65.994.223,50
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 309.638,00 309.638,00
2. Beteiligungen 12.752.867,23 12.692.867,23
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 778.400,00 778.400,00
13.840.905,23 13.780.905,23
82.062.220,76 80.032.776,73
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.843.955,23 1.460.134,41
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 470.549,57 569.410,13
2.314.504,80 2.029.544,54
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.997.309,22 5.935.371,28
2. Forderungen gegen Gesellschafter 334.076,11 612.120,62
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 6.350.129,13 3.494.753,82
4. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 471.966,63 19.460,00
5. Forderungen gegen die Kreisstadt 694.327,69 222.486,06
6. Sonstige Vermögensgegenstände 987.669,14 1.811.163,13
14.835.477,92 12.095.354,91
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 5.416.374,26 5.971.114,09
22.566.356,98 20.096.013,54
C. Rechnungsabgrenzungsposten 873.241,35 870.337,73
105.501.819,09 100.999.128,00

PASSIVA

Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 7.311.500,00 7.311.500,00
II. Kapitalrücklage 25.508.014,67 25.508.014,67
III. Gewinnrücklagen 11.202.527,66 10.202.527,66
IV. Bilanzgewinn 0,00 0,00
44.022.042,33 43.022.042,33
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 2.978.842,06 3.327.643,22
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 33.682.758,84 35.145.769,49
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.159.370,50 3.485.268,52
3. Verbindlichkeiten gegenüber der Kreisstadt 205.360,86 40.536,40
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 3.595.173,63 3.775.888,20
5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.815.975,21 2.621.545,36
6. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 60.000,00 29.351,01
7. Sonstige Verbindlichkeiten 7.736.981,36 5.069.918,38
davon aus Steuern: EUR 148.001,11 (Vorjahr: EUR 68.386,95)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 10.872,32 (Vorjahr: EUR 12.219,01)
54.255.620,40 50.168.277,36
D. Rechnungsabgrenzungsposten 4.245.314,30 4.481.165,09
105.501.819,09 100.999.128,00

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

2023 2022
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 61.252.730,87 51.862.246,65
2. Verminderung/Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 2.496,00 -9.022,00
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 786.913,35 841.728,87
4. Sonstige betriebliche Erträge 773.098,73 478.398,44
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 22.940.294,74 15.982.483,88
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 12.602.093,08 12.578.426,09
35.542.387,82 28.560.909,97
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 6.338.971,69 5.623.064,64
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.797.907,75 1.665.496,03
davon für Altersversorgung: EUR 448.925,19 (Vorjahr: EUR 412.411,56)
8.136.879,44 7.288.560,67
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 4.690.845,19 4.224.018,70
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 6.106.566,11 6.060.300,30
9. Erträge aus Beteiligungen 431.349,06 822.912,95
10. Erträge aus sonstigen Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 19.460,00 19.460,00
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 199.721,43 14.769,34
davon Erträge aus der Veränderung der Abzinsung: EUR 1.008,70 (Vorjahr: EUR 1.090,29)
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 177.186,06 (Vorjahr: EUR 19.099,20)
12. Aufwendungen aus Verlustübernahme 3.712.160,90 2.436.828,26
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 871.156,72 755.958,34
davon Aufwendungen aus der Veränderung der Aufzinsung: EUR 118,00 (Vorjahr: EUR 300,00)
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 192.647,00 172.479,69
15. Ergebnis nach Steuern 4.213.126,26 4.531.438,32
16. Sonstige Steuern 63.949,45 85.799,95
17. Aufwendungen für Ausgleichszahlungen 1.034.756,00 926.434,00
18. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 2.114.420,81 2.519.204,37
19. Jahresüberschuss 1.000.000,00 1.000.000,00
20. Einstellungen in Gewinnrücklagen 1.000.000,00 1.000.000,00
21. Bilanzgewinn 0,00 0,00

Handelsregister B des Amtsgerichts Saarbrücken

Registernummer: HRB 24881

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Inhaltsverzeichnis des Anhangs

I. Angaben zum Jahresabschluss

A. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

C. Erläuterungen zur Bilanz

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

II. Sonstige Angaben

A. Angaben gem. § 6b Abs. 2 EnWG

B. Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen

C. Gesamthonorar des Abschlussprüfers

D. Finanzinstrumente

E. Organe und Aufwendungen für Organe

F. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

G. Sonstige Pflichtangaben

I. Angaben zum Jahresabschluss

A. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches sowie der ergänzenden Bestimmungen des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung sowie der ergänzenden Bestimmungen des Gesellschafsvertrages nach den Vorschriften für große Kapitalgesellschaften erstellt. Die Gliederung des Jahresabschlusses erfolgt nach den Vorschriften der §§ 266 ff. HGB.

Die Bilanz wurde unter vollständiger Ergebnisverwendung erstellt. Soweit für Pflichtangaben Wahlrechte bestehen, diese in der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang darzustellen, sind diese aus Gründen der Übersichtlichkeit im Anhang dargestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB gegliedert.

Die Ausweisstetigkeit wurde mit Ausnahme der oben dargestellten Ausweisänderung gewahrt.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungswahlrechte werden nicht in Anspruch genommen. Die Bewertungsmethoden werden unverändert gegenüber dem Vorjahr angewandt.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen aktiviert. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der linearen Methode vorgenommen.

Sachanlagen

Die entgeltlich erworbenen Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen aktiviert. Hergestellte Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden auf Einzelkostenbasis zuzüglich angemessener Gemeinkostenzuschläge, soweit diese für die Herstellung notwendig sind, bewertet. Fremdkapitalzinsen sind nicht in die Herstellungskosten einbezogen worden.

Für abnutzbare Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vorgenommen.

Die seit 2003 vereinnahmten Baukostenzuschüsse werden von den dazugehörigen Wirtschaftsgütern aktivisch abgesetzt. Darüber hinaus werden die einzelnen Baukostenzuschüsse, die die Anschaffungskosten des dazugehörigen einzelnen Hausanschlusses übersteigen, ertragswirksam als Betriebseinnahmen gebucht.

Finanzanlagen

Die Bewertung des Finanzanlagevermögens erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungskosten, Ausleihungen werden mit ihren Nennbeträgen angesetzt. Wertminderungen wird durch angemessene Wertberichtigung Rechnung getragen.

Derivative Finanzgeschäfte

Derivative Finanzgeschäfte in Form von Zinsswapgeschäften werden als Bewertungseinheit mit einem Grundgeschäft zusammengefasst, soweit ein unmittelbarer Sicherungszusammenhang zwischen Finanzgeschäft und Grundgeschäft besteht. Das Ergebnis aus den zur Zinssicherung abgeschlossenen Swap-Kontrakten wird in diesen Fällen erst bei Fälligkeit ausgewiesen.

Vorräte

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu Anschaffungspreisen einschließlich der Nebenkosten und abzüglich von Preisnachlässen bewertet, die unter Beachtung des Niederstwertprinzips nicht über den Wiederbeschaffungskosten am Bilanzstichtag liegen.

Die fertigen Erzeugnisse (Wasserbestand) wurden auf Grundlage der Wassergewinnungskosten ermittelt. Basis für die Ermittlung ist das Fassungsvermögen des Leitungsnetzes sowie das Fassungsvermögen der Speicheranlagen. Der Ansatz des Bestands an CO 2 -Zertifikaten erfolgt zu Anschaffungskosten.

Forderungen und sonstige Aktiva

Die Bewertung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgt zum Nennwert. Dem allgemeinen Kreditrisiko sowie dem internen Zinsverlust wird durch eine Pauschalwertberichtigung des um die einzelwertberichtigten Forderungen bereinigten Nettoforderungsbestandes, Rechnung getragen. Für zweifelhafte Forderungen wird eine angemessene Einzelwertberichtigung gebildet.

Der Bestand an liquiden Mitteln wird mit dem Nominalwert bewertet.

Der Ansatz der sonstigen Aktiva erfolgt zu Nennwerten.

Empfangene Ertragszuschüsse

Die empfangenen Ertragszuschüsse umfassen die bis 2002 vereinnahmten Zuschüsse für Bau- und Hausanschlusskosten. Die Auflösung erfolgt jährlich mit 5 %.

Rückstellungen

Die Rückstellungen werden mit den nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträgen angesetzt. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden erwartete Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Diese Rückstellungen werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Markzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Verbindlichkeiten

Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zum Erfüllungsbetrag.

C. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Summe der Bruttowerte (kumulierte Anschaffungs- und Herstellungskosten) und der kumulierten Abschreibungen je Anlageposten sowie die Zugänge und Abgänge des Berichtsjahres ergeben sich aus dem Anlagenspiegel gem. § 284 Abs. 3 HGB, der diesem Anhang beigefügt ist. Ebenso sind dem Anlagenspiegel die Abschreibungen bzw. Zuschreibungen des Geschäftsjahres zu entnehmen.

In der folgenden Tabelle wird der Anteilsbesitz an assoziierten und verbundenen Unternehmen dargestellt.

Gesellschaft Sitz Eigenkapital zum 31.12.2023 Beteiligungsquote Jahresüberschuss (+) / Jahresfehlbetrag (-) 2023
EURO % EURO
Netzwerke Saarlouis GmbH Saarlouis 100.000,00 100,00 0,00
(i.Vj. 0,00)
Fernwärmeversorgung Saarlouis-Steinrausch GmbH & Co. KG Saarlouis 1.985.549,37 66 2/3 614.507,13
(i.Vj. -288.953,52)
Fernwärme Saarlouis-Steinrausch Geschäftsführungsgesellschaft mbH Saarlouis 81.276,85 66 2/3 3.209,17
(i.Vj. 3.035,40)
DigitalWerk Saar GmbH 1 Saarlouis 100.000,00 20,00 -
Kommunale Beteiligungsgesellschaft Saar mbH Neunkirchen 64.671.157,68 19,46 1.730.061,68
(i.Vj. 2.602.050,90)
HAUSHELD AG 2 Mönchengladbach -773.791,57 14,83 -3.830.427,79

1 Zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses lag der Abschluss der DigitalWerk Saar GmbH noch nicht vor.

2 Es werden die Werte zum Stichtag 31.12.2022 ausgewiesen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind auch Forderungen in Höhe von 248 TEUR (i.Vj. 182 TEUR) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten.

Die Mitzugehörigkeit zu anderen Posten ist in der folgenden Tabelle dargestellt:

davon auch
Gesamt aus Lieferungen und Leistungen sonstige Vermögensgegenstände
TEUR TEUR TEUR
Forderungen gegen Gesellschafter *) 334 89 245
(i.Vj. 612) (i.Vj. 72) (i.Vj. 540)
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 6.350 809 5.541
(i.Vj. 3.495) (i.Vj. 65) (i.j. 3.430)
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 472 453 19
(i.Vj. 19) (i.Vj. 0) (i.Vj. 19)
Forderungen gegen die Kreisstadt 694 162 532
(i.Vj. 222) (i.Vj. 113) (i.Vj. 109)

*) davon 319 TEUR (i.Vj. 596 TEUR) auch gegenüber verbundenen Unternehmen (Wirtschaftsbetriebe Saarlouis GmbH)

Eigenkapital

Die Geschäftsführung hat nach Zustimmung durch die Gesellschafterversammlung, den Jahresüberschuss gem. § 1 Abs. 2 des Ergebnisabführungsvertrages wie folgt verwendet:

TEUR
Jahresüberschuss 1.000
Einstellung in andere Gewinnrücklagen 1.000
Bilanzgewinn 0

Rückstellungen

Die ausgewiesenen Buchwerte zum Bilanzstichtag entsprechen den ermittelten notwendigen Erfüllungsbeträgen der Rückstellungen.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR
Preisrisiken Erdgas 1.557
Emissionszertifikate gem. BEHG 474
Personalrückstellungen 363
Jahresabschlussprüfung und -erstellung 129
Strombezug 105
Jahresablesung 67
Betriebsprüfungen 63
Berufsgenossenschaft 54
Bürgschaftsentgelte 49
Prozesskosten 43
Instandhaltungsverpflichtungen 31
Versicherungen 28
Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen 16
Summe 2.979

Verbindlichkeiten

Im Nachfolgenden ist der Verbindlichkeitenspiegel gem. § 285 Nr. 1 HGB für das Berichtsjahr dargestellt.

mit einer Restlaufzeit von
Verbindlichkeiten bis ein Jahr mehr als ein Jahr davon mehr als fünf Jahre Gesamtbetrag
TEUR TEUR TEUR TEUR
1. gegenüber Kreditinstituten 1.437 32.246 22.650 33.683
(i.Vj. 4.367) (i.Vj. 30.779) (i.Vj. 23.683) (i.Vj 35.146)
2. aus Lieferungen und Leistungen 3.890 269 0 4.159
(i.Vj. 3.065) (i.Vj. 420) (i.Vj. 0) (i.Vj. 3.485)
3. gegenüber der Kreisstadt 206 0 0 206
(i.Vj. 41) (i.Vj. 0) (i.Vj. 0) (i.Vj. 41)
4. gegenüber Gesellschaftern 3.595 0 0 3.595
(i.Vj. 3.776) (i.Vj. 0) (i.Vj. 0) (i.Vj. 3.776)
5. gegenüber verbundenen Unternehmen 4.816 0 0 4.816
(i.Vj. 2.622) (i.Vj. 0) (i.Vj. 0) (i.Vj. 2.622)
6. gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 60 0 0 60
(i.Vj. 29) (i.Vj. 0) (i.Vj. 0) (i.Vj. 29)
7. Sonstige 7.737 0 0 7.737
(i.Vj. 5.070) (i.Vj. 0) (i.Vj. 0) (i.Vj. 5.070)
Gesamtsumme 21.741 32.515 22.650 54.256
(i.Vj. 18.970) (i.Vj. 31.199) (i.Vj. 23.683) (i.Vj. 50.169)

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind 9.441 TEUR (i.Vj. 9.772 TEUR) durch eine kommunale Ausfallbürgschaft bzw. Landesbürgschaft des Saarlandes gesichert. Andere Sicherheiten wurden nicht gewährt.

Die Mitzugehörigkeit zu anderen Posten ist in der folgenden Tabelle dargestellt:

davon auch
Gesamt aus Lieferungen und Leistungen Sonstige Verbindlichkeiten
TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.816 1.104 3.712
(i.Vj. 2.622) (i.Vj. 185) (i.Vj. 2.437)
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 60 0 60
(i.Vj. 29) (i.Vj. 29) (i.Vj. 0)
Verbindlichkeiten gegenüber der Kreisstadt 205 205 0
(i.Vj. 41) (i.Vj. 31) (i.Vj. 10)
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter *) 3.595 446 3.149
(i.Vj. 3.776) (i.Vj. 330) (i.Vj. 3.446)

*) davon 2.114 TEUR (i.Vj. 2.534 TEUR) auch gegenüber verbundenen Unternehmen (Wirtschaftsbetriebe Saarlouis GmbH)

Latente Steuern

Aufgrund einer körperschaftsteuerlichen Organschaft mit der Wirtschaftsbetriebe Saarlouis GmbH (Organträger) werden die entstandenen latenten Steuern der Stadtwerke Saarlouis GmbH beim Organträger gezeigt.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse setzen sich nach den Tätigkeitsbereichen wie folgt zusammen:

2023 2022
Strom 26.167 TEUR 19.626 TEUR
Gas 11.504 TEUR 10.051 TEUR
Wasser 7.660 TEUR 6.963 TEUR
Glasfaser 599 TEUR 0 TEUR
Ertragszuschüsse 82 TEUR 79 TEUR
Sonstige 15.241 TEUR 15.143 TEUR
Gesamtumsatzerlöse 61.253 TEUR 51.862 TEUR

Die Stadtwerke Saarlouis GmbH betreibt ihr Geschäft überwiegend innerhalb der Gemeindegrenzen der Kreisstadt Saarlouis.

Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

Wesentliche periodenfremde Erträge und Aufwendungen sind im Jahresabschluss 2023 enthalten:

1.598 TEUR Erlöse aus Mindermengen Strom
299 TEUR Erlöse aus der Auflösung von Rückstellungen
236 TEUR Erlöse aus der Auflösung der passiven Rechnungsabgrenzung
76 TEUR Erlöse aus Mindermengen Gas
16 TEUR Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens
1.875 TEUR Aufwendungen aus Mehrmengen Strom
201 TEUR Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen
132 TEUR Erlöskorrekturen mit Aufwandscharakter aus dem Verkauf von Strom, Gas und Wasser
67 TEUR Aufwendungen aus dem Abgang von Gegenständen des Anlage-vermögens

Ergebnisverwendung

Für das Geschäftsjahr 2023 wurden gem. § 1 Abs. 2 des Ergebnisabführungsvertrages nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung 1.000.000,00 EUR in die Gewinnrücklage eingestellt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung wirtschaftlich begründet ist. Der verbleibende Gewinn wurde entsprechend des Ergebnisabführungsvertrages an die Gesellschafter abgeführt.

II. Sonstige Angaben

A. Angaben gem. § 6b Abs. 2 EnWG

Im Jahr 2023 gab es folgende Geschäfte größeren Umfangs mit den Netzwerken Saarlouis GmbH:

erbrachte Leistungen empfangene Leistungen
Erlöse aus der Verpachtung des Netzes 4.227 TEUR
Erlöse aus der Betriebsführung des Netzes 6.757 TEUR
Erlöse aus der Betriebsführung des gMSB 896 TEUR
Aufwendungen für die Bereitstellung des Netzes 9.828 TEUR
Aufwendungen aus Messentgelten gem. MsbG 254 TEUR
11.880 TEUR 10.082 TEUR

Die Angaben gem. § 6b Abs. 3 EnWG zu den Tätigkeitsabschlüssen erfolgen in der Anlage 3a des Anhangs.

B. Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Aufgrund bestehender Wartungsverträge - vor allem im Bereich der Hard- und Software - werden im Jahr 2024 Wartungspauschalen in Höhe von 350 TEUR p.a. fällig. Die Aufwendungen für die Betriebsführung des Erdgasnetzes und des Glasfasernetzes belaufen sich auf 613 TEUR p.a. Sonstige Wartungspauschalen fallen in Höhe von 191 TEUR p.a. an.

C. Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Die im Geschäftsjahr erbrachten Leistungen des Abschlussprüfers setzten sich wie folgt zusammen:

a) Abschlussprüferleistungen 29 TEUR
b) Andere Beratungsleistungen 0 TEUR
c) Steuerberatungsleistungen 59 TEUR
d) Sonstige Leistungen 9 TEUR
97 TEUR

D. Finanzinstrumente

Die Stadtwerke Saarlouis GmbH schloss eine Swap-Vereinbarung ab, wonach sie bei einem Zinsanstieg des 3M-Euribors über einen vertraglich festgelegten Festzinssatz eine Ausgleichszahlung erhält und bei einem Zinsrückgang unter einen vertraglich festgelegten Festzinssatz eine Ausgleichszahlung an die Landesbank Saar zu leisten hat. Das Zinsswapgeschäft ist hinsichtlich der Bewertung als Einheit mit variabel verzinslichen Darlehen zu betrachten, so dass trotz sinkendem Zinsniveau erhöhte Auflösungspreise nicht zurückgestellt werden müssen.

Die Absicherung gegen Zinsänderungsrisiken bezieht sich auf den Bilanzposten "Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten". Der Bezugsbetrag beläuft sich zum 31.12.2023 auf insgesamt Mio. 13,25 EUR. Der beizulegende Wert (Marktpreis, Auflösungspreis) beträgt per 31.12.2023 insgesamt 43 TEUR (zu unseren Gunsten).

Es wurden folgende Zinsderivate abgeschlossen:

Zinsderivat Währung Nominaler Bezugswert Endfälligkeit Festzinssatz/Strike Bewertung
in TEUR % in TEUR
Swap EUR 9.441 30.06.2032 2,33 43

Der Bewertung liegen proprietäre Bewertungsmodelle der Landesbank Saar zugrunde.

E. Organe und Aufwendungen für Organe

Die Unternehmensorgane zum Bilanzstichtag setzen sich wie folgt zusammen:

Geschäftsführung

Dr.-Ing. Ralf Levacher Technischer Geschäftsführer
Dipl.-Kfm. Helmut Bier Kaufmännischer Geschäftsführer

Auf die Angabe der Geschäftsführervergütung wird gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Aufsichtsrat

Aufsichtsratsvorsitzender
Peter Demmer Oberbürgermeister
Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender
Michael Dewald Geschäftsführer
Mitglieder des Aufsichtsrates
Andreas Kelich Rentner
Andreas Sauder Leiter Landesfachstelle Demenz
Anke Klein Prokuristin
Carsten Quirin (bis 31.08.2023) Agrarwissenschaftler und Rohstoffeinkäufer
Christoph Morguet Syndikusrechtsanwalt/Leiter Recht
Dieter Schäfer Geschäftsführer
Dr. Marc Heckelmann Leiter Recht und Beteiligungen
Gabriel Mahren Beigeordneter i.R.
Gerald Purucker (bis 31.08.2023) Beigeordneter der Kreisstadt Saarlouis
Hakan Gündüz Dipl.-Psychologe
Peter Engstler Beamter
Hubert Ulrich Dipl.-Wirtschaftsingenieur
Jürgen Mohr Portfoliomanager
Jürgen Pascheck Regierungsbeschäftigter
Marc Speicher Mitglied des Landtages
Michael Hoen Bankkaufmann
Manuel Klingler Leiter Energiebeschaffung/-vertrieb/-dienstleistungen
Rita Lesch Rentnerin
Robert Michalik Rentner
Tim Bernhard Flasche Vizepräsident des Landgerichtes
Wladimir Klund Schweißer
Arbeitnehmervertreter
Achim Kleinbauer Personalsachbearbeiter
Silke Kockler-Schikofsky Teamleiterin Planauskunft

Die durch die Gesellschafterversammlung festgesetzte Vergütung für den Aufsichtsrat für seine Tätigkeit betrug in 2023 insgesamt 9 TEUR.

F. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt waren 113 Arbeitnehmer (ohne Geschäftsführung und Auszubildende) beschäftigt.

G. Sonstige Pflichtangaben

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 der Wirtschaftsbetriebe Saarlouis GmbH, Saarlouis, nach den Vorschriften der Vollkonsolidierung einbezogen. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister bekannt gemacht.

 

Saarlouis, 10. Mai 2024

Dr. Ralf Levacher

Helmut Bier

Anlagenspiegel zum 31.12.2023

(§ 284 Abs. 3 HGB)

Anschaffungswerte
Anlagegruppen Anfangsstand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Endstand 31.12.2023
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnl. Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten 2.718.741,20 517.186,77 103.392,73 78.267,00 3.210.802,24
2.718.741,20 517.186,77 103.392,73 78.267,00 3.210.802,24
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Geschäfts-, Betriebs- und anderen Bauten 10.932.728,51 5.645,19 33.790,39 -120.441,10 10.784.142,21
2. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte ohne Bauten 1.101.946,55 4.988,15 3.054,65 105.209,72 1.209.089,77
3. Bauten auf fremden Grundstücken 51.338,39 0,00 458,10 0,00 50.880,29
4. Erzeugungs-, Gewinnungs- und Bezugsanlagen 17.294.274,31 -105.340,40 375.619,79 4.095.046,23 20.908.360,35
5. Verteilungsanlagen 117.801.908,37 3.264.094,22 864.680,14 614.944,43 120.816.266,83
6. Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.806.818,81 490.043,91 209.059,27 5.593,00 7.003.396,45
7. Anlagen im Bau und Anzahlungen auf Anlagen 4.286.800,05 2.556.856,16 0,01 -4.778.619,28 2.065.036,92
SUMME II. 158.275.814,99 6.216.287,23 1.576.662,35 -78.267,00 162.837.172,87
SUMME I. + II. 160.994.556,19 6.733.474,00 1.680.055,08 0,00 166.047.975,11
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 309.638,00 0,00 0,00 0,00 309.638,00
2. Beteiligungen 12.696.365,29 60.000,00 0,00 0,00 12.756.365,29
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 778.400,00 0,00 0,00 0,00 778.400,00
SUMME III. 13.784.403,29 60.000,00 0,00 0,00 13.844.403,29
SUMME I. bis III. 174.778.959,48 6.793.474,00 1.680.055,08 0,00 179.892.378,40
Abschreibungen / Wertberichtigungen
Anlagegruppen Anfangsstand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Endstand 31.12.2023
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnl. Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten 2.461.093,20 292.949,77 102.983,73 0,00 2.651.059,24
2.461.093,20 292.949,77 102.983,73 0,00 2.651.059,24
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Geschäfts-, Betriebs- und anderen Bauten 6.673.754,95 103.439,46 28.169,56 -18.595,10 6.730.429,75
2. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte ohne Bauten 94,84 0,00 0,00 7.539,72 7.634,56
3. Bauten auf fremden Grundstücken 87.353,39 945,00 458,10 0,00 37.840,29
4. Erzeugungs-, Gewinnungs- und Bezugsanlagen 7.368.792,31 763.890,43 375.619,76 280.620,77 8.037.683,75
5. Verteilungsanlagen 73.991.073,32 2.886.402,51 802.436,90 -269.565,39 75.805.473,54
6. Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.210.522,68 643.218,02 297.202,25 0,00 4.556.538,45
7. Anlagen im Bau und Anzahlungen auf Anlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
SUMME II. 92.281.591,49 4.397.895,42 1.503.886,57 0,00 95.175.600,34
SUMME I. + II. 94.742.684,69 4.690.845,19 1.606.870,30 0,00 97.826.659,58
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 3.498,06 0,00 0,00 0,00 3.498,06
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
SUMME III. 3.498,06 0,00 0,00 0,00 3.498,06
SUMME I. bis III. 94.746.182,75 4.690.845,19 1.606.870,30 0,00 97.830.157,64
Restbuchwerte
Anlagegruppen zum 31.12.2023 zum 31.12.2022
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnl. Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten 559.743,00 257.648,00
559.743,00 257.648,00
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Geschäfts-, Betriebs- und anderen Bauten 4.053.712,46 4.258.973,56
2. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte ohne Bauten 1.201.455,21 1.101.851,71
3. Bauten auf fremden Grundstücken 13.040,00 13.985,00
4. Erzeugungs-, Gewinnungs- und Bezugsanlagen 12.870.676,60 9.925.482,00
5. Verteilungsanlagen 45.010.793,34 43.810.835,05
6. Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.446.858,00 2.596.296,13
7. Anlagen im Bau und Anzahlungen auf Anlagen 2.065.036,92 4.286.800,05
SUMME II. 67.661.572,53 65.994.223,50
SUMME I. + II. 68.221.315,53 66.251.871,50
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 309.638,00 309.638,00
2. Beteiligungen 12.752.867,23 12.692.867,23
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 778.400,00 778.400,00
SUMME III. 13.840.905,23 13.780.905,23
SUMME I. bis III. 82.062.220,76 80.032.776,73

Angaben zu den Tätigkeiten gemäß § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG

1. Erläuterungen zu den Tätigkeiten

Bei den Stadtwerken Saarlouis GmbH ist zu trennen zwischen den Bereichen Elektrizitätsverteilung, Gasverteilung und Entwicklung, Verwaltung oder Betrieb von Ladepunkten für Elektromobile nach § 7c Abs. 2 EnWG.

Die "Sonstigen Tätigkeiten innerhalb des Elektrizitätssektors" beinhalten den Stromvertrieb und die Betriebsführung für den Messstellenbetrieb gem. § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG. Die "Sonstigen Tätigkeiten innerhalb des Gassektors" beinhalten nur den Gasvertrieb. Bei den "Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- bzw. Gassektors" werden im Wesentlichen das Wassergeschäft sowie sonstige Dienstleistungen abgebildet.

Die im Anhang der Stadtwerke Saarlouis GmbH genannten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden finden auf die jeweiligen Tätigkeitsabschlüsse entsprechende Anwendung.

2. Zuordnungs- und Schlüsselungsgrundsätze der Tätigkeitsabschlüsse

In den Bilanzen und in den Gewinn- und Verlustrechnungen erfolgt im Regelfall eine direkte Zuordnung der Aktiv- und Passivposten sowie der Aufwendungen und Erträge auf die verschiedenen Tätigkeiten. Dabei wird in Einzelfällen auch eine Einzelpostenanalyse durchgeführt. In den Fällen, in denen nur ein mittelbarer Sachbezug zu den einzelnen Aktivitäten vorliegt oder die weitere Zuordnung der Konten mit unverhältnismäßig hohem Aufwand verbunden wäre, werden Schlüsselungen und Kostenumlagen sachgerecht vorgenommen. Als Bezugsgrößen für eine indirekte Zuordnung werden Mengen- (z.B. Personalschlüssel) als auch Wertmaßstäbe (z.B. Umsatzerlöse, Restbuchwerte, Schlüssel für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag) angewandt. Zusätzlich werden Informationen aus der internen Rechnungslegung in Form von sachgerechten Kostenstellenzuordnungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie Rückstellungen und Verbindlichkeiten werden, soweit möglich, direkt den Tätigkeiten zugeordnet. Sofern dies nicht weiter möglich ist, werden sachgerechte Schlüsselungen angewandt. Entstandene negative Salden bei den Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bzw. Gesellschafter resultieren aus den im Einzelabschluss zulässigerweise vorgenommenen Verrechnungen.

Die Aufteilung der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag erfolgt in Abhängigkeit eines Mischsteuersatzes des Gesamtunternehmens. Dadurch wird die Steuerbelastung proportional verteilt, so dass negative Ergebnisse zu Steuergutschriften führen können.

Die aufgrund der direkten und indirekten Aufteilung entstehenden Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den jeweiligen Unternehmenstätigkeiten werden in der Tätigkeitsbilanz als solche als Residualgröße in der Position "Eigenkapital" auf der Passivseite ausgewiesen. Das Eigenkapital gleicht somit die Bilanzsummen der Aktiv- und Passivseite aus.

Bei der Zuordnung und bei der Wahl der Verteilungsschlüssel wurde das Stetigkeitsgebot beachtet. Wesentliche Änderungen bei den Zuordnungsregeln und bei der Wahl der Verteilungsschlüssel im Vergleich zum Vorjahr fanden nicht statt.

3. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Tätigkeitsabschlüsse

Soweit die Vorschriften des § 268 HGB nicht innerhalb der Bilanz des Tätigkeitsabschlusses erfüllt werden, erfolgen sie an dieser Stelle.

• Anlagenspiegel gemäß § 284 Abs. 3 HGB

Die Anlagenspiegel (Anlage 3a zum Anhang) der Tätigkeiten Elektrizitäts- und Gasverteilung, Entwicklung, Verwaltung oder Betrieb von Ladepunkten für Elektromobile nach § 7c Abs. 2 EnWG sowie der Messstellenbetrieb gem. § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zeigen die Aufgliederung sowie die Entwicklung der in den Tätigkeitsbilanzen zusammengefassten Anlagepositionen. Die Vermögensgegenstände der gemeinsamen Bereiche wurden anteilig bei den Tätigkeiten Elektrizitäts- und Gasverteilung, Entwicklung, Verwaltung oder Betrieb von Ladepunkten für Elektromobile nach § 7c Abs. 2 EnWG sowie Messstellenbetrieb gem. § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG berücksichtigt.

• Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände gemäß § 268 Abs. 4 Satz 1 HGB)

Die Forderungen in den Tätigkeiten Elektrizitäts- und Gasverteilung, Entwicklung, Verwaltung oder Betrieb von Ladepunkten für Elektromobile nach § 7c Abs. 2 EnWG sowie Messstellenbetrieb gem. § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind in den entsprechenden Bilanzen ausgewiesen.

• Verbindlichkeiten gem. § 268 Abs. 5 Satz 1 HGB

Die Verbindlichkeiten der Tätigkeiten Elektrizitäts- und Gasverteilung, Entwicklung, Verwaltung oder Betrieb von Ladepunkten für Elektromobile nach § 7c Abs. 2 EnWG sowie Messstellenbetrieb gem. § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr und mehr als ein Jahr sind in den entsprechenden Bilanzen ausgewiesen.

• Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 268 Abs. 7 HGB

Diesbezüglich wird auf die Ausführungen im Anhang verwiesen.

Tätigkeitsbericht gem. § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG Elektrizitätsverteilung Messstellenbetrieb gem. § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG
in EUR
Bilanz 31.12.2023 31.12.2022 31.12.2023 31.12.2022
AKTIVA
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE 207.070,48 94.811,46 6.890,46 3.619,55
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 207.070,48 94.811,46 6.890,46 3.619,55
207.070,48 94.811,46 6.890,46 3.619,55
II. SACHANLAGEN 18.121.567,12 17.723.959,19 762.977,76 844.135,12
1, Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte mit Geschäfts-, Betriebs- und anderen Bauten 868.210,95 1.008.508,17 51.474,73 31.439,01
2. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte ohne Bauten 274.485,19 180.158,24 0,00 0,00
3. Bauten auf fremden Grundstücken 5.288,00 5.845,00 0,00 0,00
4. Erzeugungs-, Gewinnungs- und Bezugsanlagen 567.991,47 589.858,00 0,00 0,00
5. Verteilungsanlagen 14.829.741,25 14.816.618,95 247.665,00 238.317,00
6. Betriebs- und Geschäftsausstattung 790.648,94 837.422,72 440.627,58 573.476,42
7. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 785.201,32 285.548,12 23.210,44 902,69
18.121.567,12 17.723.959,19 762.977,76 844.135,12
III. FINANZANLAGEN 50.000,00 50.000,00 0,00 0,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 50.000,00 50.000,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
50.000,00 50.000,00 0,00 0,00
ANLAGEVERMÖGEN 18.378.637,60 17.868.770,65 769.868,22 847.754,67
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. VORRÄTE 1.030.541,46 745.825,79 0,00 0,00
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.030.541,46 745.825,79 0,00 0,00
2. Fertige Erzeugnisse 0,00 0,00 0,00 0,00
1.030.541,46 745.825,79 0,00 0,00
II. FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE 3.773.647,04 1.536.961,03 1.462.219,12 786.236,25
- davon mehr als ein Jahr Restlaufzeit 208.332,82 94.707,36 0,00 0,00
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 152.485,83 -17.001,77 42.549,35 14.118,88
2. Forderungen gegen Gesellschafter 223.707,47 27.024,64 80.444,67 97.070,90
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.968.354,47 1.287.990,74 834.672,87 649.631,27
4. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 452.506,63 0,00
5. Forderungen gegenüber der Kreisstadt 81.677,61 108.444,66 0,00 0,00
6. Sonstige Vermögensgegenstände 347.421,65 130.502,75 52.045,61 25.415,20
3.773.647,04 1.536.961,03 1.462.219,12 786.236,25
III. KASSENBESTAND, POSTGIROGUTHABEN, GUTHABEN BEI KREDITINSTITUTEN 710.354,90 880.195,40 75.572,24 7.841,40
UMLAUFVERMÖGEN 5.514.543,39 3.162.982,21 1.537.791,36 794.077,65
C. AKTIVE RECHNUNGSABGRENZUNG 733.738,04 777.487,27 2.639,02 1.559,54
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 0,00 0,00 0,00 0,00
E. AKTIVER UNTERSCHIEDSBETRAG AUS DER VERMÖGENSVERRECHNUNG 0,00 0,00 0,00 0,00
BILANZSUMME AKTIVA 24.626.919,03 21.809.240,13 2.310.298,59 1.643.391,86
Tätigkeitsbericht gem. § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG Entwicklung, Verwaltung oder Betrieb von Ladepunkten für Elektromobile nach § 7c Abs 2 EnWG Gasverteilung
in EUR
Bilanz 31.12.2023 31.12.2022 31.12.2023 31.12.2022
AKTIVA
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE 28,01 34,94 82.992,37 24.158,07
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 28,01 34,94 82.992,37 24.158,07
28,01 34,94 82.992,37 24.158,07
II. SACHANLAGEN 236.788,43 255.837,81 14.615.380,12 14.109.757,42
1, Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte mit Geschäfts-, Betriebs- und anderen Bauten 19.510,38 19.604,64 229.876,88 255.259,31
2. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte ohne Bauten 0,00 0,00 10.465,63 6.060,82
3. Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 7.752,00 8.140,00
4. Erzeugungs-, Gewinnungs- und Bezugsanlagen 0,00 0,00 689.098,23 26.961,00
5. Verteilungsanlagen 208.686,00 223.786,00 13.343.462,08 12.343.375,71
6. Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.497,70 9.702,00 189.938,31 202.568,67
7. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 94,35 2.745,16 144.786,99 1.267.391,92
236.788,43 255.837,81 14.615.380,12 14.109.757,42
III. FINANZANLAGEN 0,00 0,00 50.000,00 50.000,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 50.000,00 50.000,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 50.000,00 50.000,00
ANLAGEVERMÖGEN 236.816,44 255.872,75 14.748.372,49 14.183.915,49
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. VORRÄTE 0,00 0,00 141.160,95 116.527,33
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 0,00 0,00 141.160,95 116.527,33
2. Fertige Erzeugnisse 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 141.160,95 116.527,33
II. FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE -15.533,79 3.111,35 1.924.523,70 1.599.937,85
- davon mehr als ein Jahr Restlaufzeit 0,00 0,00 0,00 0,00
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0,00 0,00 13.278,15 7.107,28
2. Forderungen gegen Gesellschafter -5.466,59 4.285,70 154.361,54 151.760,98
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 0,00 1.661.693,29 1.381.477,19
4. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00
5. Forderungen gegenüber der Kreisstadt 0,00 0,00 5.110,04 17.227,29
6. Sonstige Vermögensgegenstände -10.067,20 -1.174,35 90.080,68 42.365,11
-15.533,79 3.111,35 1.924.523,70 1.599.937,85
III. KASSENBESTAND, POSTGIROGUTHABEN, GUTHABEN BEI KREDITINSTITUTEN -141.453,18 -58.967,90 371.282,70 421.300,11
UMLAUFVERMÖGEN -156.986,97 -55.856,56 2.436.967,36 2.137.765,29
C. AKTIVE RECHNUNGSABGRENZUNG 33,24 26,96 12.455,81 12.765,57
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 0,00 0,00 0,00 0,00
E. AKTIVER UNTERSCHIEDSBETRAG AUS DER VERMÖGENSVERRECHNUNG 0,00 0,00 0,00 0.00
BILANZSUMME AKTIVA 79.862,71 200.043,16 17.197.795,65 16.334.446,35
Tätigkeitsbericht gem. § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG Elektrizitätsverteilung Messstellenbetrieb gem. § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG
in EUR
Bilanz 31.12.2023 31.12.2022 31.12.2023 31.12.2022
PASSIVA
A. ZUGEORDNETES EIGENKAPITAL 16.306.572,94 14.316.040,65 1.522.590,65 596.811,06
I. GEZEICHNETES KAPITAL 2.184.047,06 2.215.495,82 122.407,85 147.115,11
II. KAPITALRÜCKLAGE 7.619.599,88 7.729.316,82 427.050,70 513.248,21
III. GEWINNRÜCKLAGE 3.346.351,32 3.091.521,22 187.550,75 205.285,64
IV. JAHRESÜBERSCHUSS /-FEHLBETRAG 0,00 0,00 0,00 0,00
V. KAPITALAUSGLEICHSPOSTEN 3.156.574,68 1.279.706,79 785.581,34 -268.837,89
EIGENKAPITAL 16.306.572,94 14.316.040,65 1.522.590,65 596.811,06
B. EMPFANGENE ERTRAGSZUSCHÜSSE 0,00 0,00 0,00 0,00
EMPFANGENE ERTRAGSZUSCHÜSSE 0,00 0,00 0,00 0,00
C. RÜCKSTELLUNGEN 258.753,65 255.184,53 38.698,85 8.821,90
1. Steuerrückstellungen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Sonstige Rückstellungen 258.753,65 255.184,53 38.698,85 8.821,90
RÜCKSTELLUNGEN 258.753,65 255.184,53 38.698,85 8.821,90
D. VERBINDLICHKEITEN 8.061.592,44 7.238.014,95 749.009,10 1.037.758,89
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 3.227.453,46 3.121.662,16 728.605,51 1.023.728,10
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 4.834.138,98 4.116.352,78 20.403,58 14.030,80
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.064.930,78 5.321.248,84 23.683,65 14.564,20
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 513.676,53 468.766,87 493.516,61 590.111,97
3. Verbindlichkeiten gegenüber der Kreisstadt 631,72 46,54 20,88 0,00
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern -280.092,38 851.477,25 -382.766,01 -329.648,71
5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundene Unternehmen 2.609.628,41 555.548,61 612.444,18 731.643,36
6. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 29.351,01
7. Sonstige Verbindlichkeiten 152.817,39 40.926,84 2.109,79 1.737,06
VERBINDLICHKEITEN 8.061.592,44 7.238.014,95 749.009,10 1.037.758,89
E. PASSIVE RECHNUNGSABGRENZUNG 0,00 0,00 0,00 0,00
F. PASSIVE LATENTE STEUERN 0,00 0,00 0,00 0,00
BILANZSUMME PASSIVA 24.626.919,03 21.809.240,13 2.310.298,59 1.643.391,86
Tätigkeitsbericht gem. § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG Entwicklung, Verwaltung oder Betrieb von Ladepunkten für Elektromobile nach § 7c Abs. 2 EnWG Gasverteilung
in EUR
Bilanz 31.12.2023 31.12.2022 31.12.2023 31.12.2022
PASSIVA
A. ZUGEORDNETES EIGENKAPITAL 152.084,42 240.654,84 11.465.433,43 9.790.806,94
I. GEZEICHNETES KAPITAL 38.832,76 45.154,22 1.709.846,10 1.703.527.85
II. KAPITALRÜCKLAGE 135.477,89 157.531,89 5.965.230,04 5.943.187,21
III. GEWINNRÜCKLAGE 59.498,74 63.008,57 2.619.790,50 2.377.116,87
IV. JAHRESÜBERSCHUSS /-FEHLBETRAG 0,00 0,00 0,00 0,00
V. KAPITALAUSGLEICHSPOSTEN -81.724,97 -25.039,83 1.170.566,78 -233.024,99
EIGENKAPITAL 152.084,42 240.654,84 11.465.433,43 9.790.806,94
B. EMPFANGENE ERTRAGSZUSCHÜSSE 0,00 0,00 0,00 0,00
EMPFANGENE ERTRAGSZUSCHÜSSE 0,00 0,00 0,00 0,00
C. RÜCKSTELLUNGEN 244,53 214,63 86.567,71 71.623,50
1. Steuerrückstellungen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Sonstige Rückstellungen 244,53 214,63 86.567,71 71.623,50
RÜCKSTELLUNGEN 244,53 214,63 86.567,71 71.623,50
D. VERBINDLICHKEITEN -72.466,24 -40.826,31 5.645.794,51 6.472.015,92
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr -72.549,18 -40.961,77 1.514.717,05 2.912.314,98
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 82,94 135,45 4.131.077,46 3.559.700,93
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 96,28 140,60 4.325.341,73 4.535.938,47
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -102.349,93 -31.433,49 268.645,48 224.578,69
3. Verbindlichkeiten gegenüber der Kreisstadt 0,08 0,00 72,15 0,00
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 26.624,84 -14.507,01 163.620,30 306.176,55
5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundene Unternehmen 704,77 1.162,09 881.311,14 1.396.592,83
6. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00
7. Sonstige Verbindlichkeiten 2.457,72 3.811,50 6.803,71 8.729,38
VERBINDLICHKEITEN -72.466,24 -40.826,31 5.645.794,51 6.472.015,92
E. PASSIVE RECHNUNGSABGRENZUNG 0,00 0,00 0,00 0,00
F. PASSIVE LATENTE STEUERN 0,00 0,00 0,00 0,00
BILANZSUMME PASSIVA 79.862,71 200.043,16 17.197.795,65 16.334.446,35
Tätigkeitsbericht gem. § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG Elektrizitätsverteilung Messstellenbetrieb gem. § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG
in EUR
Gewinn- und Verlustrechnung 31.12.2023 31.12.2022 31.12.2023 31.12.2022
1. Umsatzerlöse 9.093.351,29 8.827.228,30 934.668,19 772.212,18
2. Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 282.974,90 328.192,78 72,00 29,88
4. Sonstige betriebliche Erträge 118.769,04 40.367,44 2.242,58 2.824,67
5. Materialaufwand 924.293,82 779.206,96 418.165,04 333.422,10
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 241.766,53 191.759,14 1.740,13 2.126,16
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 682.527,29 587.447,82 416.424,91 331.295,94
6. Personalaufwand 3.017.245,07 2.633.149,42 141.267,53 105.521,54
a) Löhne und Gehälter 2.315.588,80 1.987.723,14 104.893,60 76.564,50
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 701.656,27 645.426,28 36.373,93 28.957,04
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.513.594,56 1.352.647,79 201.582,59 184.180,62
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.477.218,57 2.282.067,52 120.869,98 106.465,15
Ergebnis aus der betrieblichen Tätigkeit 1.562.743,20 2.148.716,82 55.097,63 45.477,32
9. . Erträge aus Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
9a. Erträge aus Gewinngemeinschaften bzw. Gewinnabführungsverträgen 0,00 0,00 0,00 0,00
10. Erträge aus anderen Wertpapieren und sonstigen Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 151.283,06 13.620,42 555,54 -124,41
davon aus der Abzinsung von Rückstellungen 376,20 398,86 25,34 24,78
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
12a. Aufwendungen aus Verlustübernahmen 1.995.462,15 939.739,91 579.147,66 479.709,04
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 130.652,57 104.305,64 7.753,08 9.868,42
davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen 44,30 114,33 2,91 4,37
Finanz - und Beteiligungsergebnis -1.974.831,66 -1.030.425,13 -586.345,20 -489.701,87
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -19.775,34 41.053,57 -23.612,54 -16.613,99
15. Ergebnis nach Steuern -392.313,13 1.077.238,12 -507.635,04 -427.610,56
16. Sonstige Steuern 19.765,83 19.065,68 925,12 625,57
16.a. Erträge aus Verlustübernahmen 0,00 0,00 0,00 0,00
Jahresüberschuss vor Ausgleichszahlungen -412.078,96 1.058.172,44 -508.560,15 -428.236,13
16.b Aufwendungen für Ausgleichszahlungen -102.767,65 220.514,33 -126.828,93 -89.240,84
Jahresüberschuss vor Gewinnabführung -309.311,31 837.658,12 -381.731,22 -338.995,29
16.c Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne -209.995,46 599.633,28 -259.162,29 -242.668,04
17. Jahresüberschuss -99.315,84 238.024,84 -122.568,93 -96.327,25
18. Einstellung in Gewinnrücklagen -99.315,84 238.024,84 -122.568,93 -96.327,25
19. Bilanzgewinn /-verlust 0,00 0,00 0,00 0,00
Tätigkeitsbericht gem. § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG Entwicklung, Verwaltung oder Betrieb von Ladepunkten für Elektromobile nach § 7c Abs. 2 EnWG Gasverteilung
in EUR
Gewinn- und Verlustrechnung 31.12.2023 31.12.2022 31.12.2023 31.12.2022
1. Umsatzerlöse 187.844,08 96.228,45 3.500.553,96 3.818.100,48
2. Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 2.566,33 0,35 139.556,01 129.343,48
4. Sonstige betriebliche Erträge 17,97 17,20 12.039,36 9.566,35
5. Materialaufwand 100.229,25 66.219,36 409.676,46 944.734,43
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 43.019,74 20.441,13 25.324,63 17.189,75
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 57.209,52 45.778,22 384.351,83 927.544,67
6. Personalaufwand 7.599,97 5.785,67 940.074,64 591.152,78
a) Löhne und Gehälter 7.313,55 5.535,99 753.831,92 409.571,03
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 286,42 249,68 186.242,72 181.581,75
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 34.539,58 35.349,21 829.398,51 684.324,24
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 11.503,39 8.457,99 408.491,19 336.925,31
Ergebnis aus der betrieblichen Tätigkeit 36.556,18 -19.566,23 1.064.508,54 1.399.873,56
9. . Erträge aus Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
9a. Erträge aus Gewinngemeinschaften bzw. Gewinnabführungsverträgen 0,00 0,00 0,00 0.00
10. Erträge aus anderen Wertpapieren und sonstigen Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3,19 -3,43 36.350,51 3.278,04
davon aus der Abzinsung von Rückstellungen 0,13 0,11 91,40 103,49
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
12a. Aufwendungen aus Verlustübernahmen 0,00 0,00 1.137.551,09 1.017.379,31
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2,53 2,63 127.378,28 78.364,99
davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen 0,02 0,04 10,41 29,17
Finanz - und Beteiligungsergebnis 0,66 -6,05 -1.228.578,87 -1.092.466,26
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.619,93 -732,65 -7.923,12 11.344,69
15. Ergebnis nach Steuern 34.936,91 -18.839,63 -156.147,21 296.062,60
16. Sonstige Steuern 47,38 47,02 6.553,58 3.639,09
16.a. Erträge aus Verlustübernahmen 0,00 0,00 0,00 0,00
Jahresüberschuss vor Ausgleichszahlungen 34.889,53 -18.886,65 -162.700,79 292.423,51
16.b Aufwendungen für Ausgleichszahlungen 8.701,04 -3.935,82 -40.575,66 60.938,63
Jahresüberschuss vor Gewinnabführung 26.188,49 -14.950,83 -122.125,12 231.484,89
16.c Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne 17.779,71 -10.702,47 -82.912,33 165.707,28
17. Jahresüberschuss 8.408,78 -4.248,36 -39.212,80 65.777,61
18. Einstellung in Gewinnrücklagen 8.408,78 -4.248,36 -39.212,80 65.777,61
19. Bilanzgewinn /-verlust 0,00 0,00 0,00 0,00

Anlagenspiegel 2023

(§ 284 Abs. 3 HGB)

Tätigkeitsbericht "Elektrizitätsverteilung"

Anschaffungswerte
Anlagegruppen Anfangsstand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Endstand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.229.158,50 181.336,63 38.897,50 29.365,39 1.400.963,02
1.229.158,50 181.336,63 38.897,50 29.365,39 1.400.963,02
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Geschäfts-, Betriebs- und anderen Bauten 2.946.874,31 -31.225,39 13.046,36 -117.585,55 2.785.017,01
2. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte ohne Bauten 180.253,08 2.891,72 984,58 94.373,53 276.533,75
3. Bauten auf fremden Grundstücken 38.720,12 0,00 458,10 0,00 38.262,02
4. Erzeugungs-, Gewinnungs- und Bezugsanlagen 1.111.927,58 678,06 0,08 193.682,87 1.306.288,43
5. Verteilungsanlagen 48.970.067,10 922.659,77 307.514,21 86.870,87 49.672.083,53
6. Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.283.375,65 128.579,85 129.062,65 2.100,73 2.284.993,58
7. Anlagen im Bau und Anzahlungen auf Anlagen 285.548,12 792.446,99 0,01 -292.793,78 785.201,32
SUMME II. 55.816.765,96 1.816.031,00 451.065,99 -33.351,33 57.148.379,64
SUMME I. + II. 57.045.924,46 1.997.367,63 489.963,49 -3.985,94 58.549.342,66
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 50.000,00 0,00 0,00 0,00 50.000,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
SUMME III. 50.000,00 0,00 0,00 0,00 50.000,00
SUMME I. bis III. 57.095.924,46 1.997.367,63 489.963,49 -3.985,94 58.599.342,66
Abschreibungen / Wertberichtigungen
Anlagegruppen Anfangsstand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Endstand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.134.347,04 96.483,14 36.936,88 -0,76 1.193.892,54
1.134.347,04 96.483,14 36.936,88 -0,76 1.193.892,54
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Geschäfts-, Betriebs- und anderen Bauten 1.938.366,14 8.967,45 11.932,43 -18.595,10 1.916.806,06
2. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte ohne Bauten 94,84 -2.096,43 0,00 4.050,15 2.048,56
3. Bauten auf fremden Grundstücken 32.875,12 557,00 458,10 0,00 32.974,02
4. Erzeugungs-, Gewinnungs- und Bezugsanlagen 522.069,58 110.910,48 0,07 105.316,97 738.296,96
5. Verteilungsanlagen 34.153.448,18 1.122.357,86 342.573,53 -90.890,23 34.842.342,28
6. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.445.952,93 176.415,07 128.023,36 0,00 1.494.344,64
7. Anlagen im Bau und Anzahlungen auf Anlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
SUMME II. 38.092.806,79 1.417.111,43 482.987,49 -118,21 39.026.812,52
SUMME I. + II. 39.227.153,83 1.513.594,57 519.924,37 -118,97 40.220.705,06
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
SUMME III. 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
SUMME I. bis III. 39.227.153,83 1.513.594,57 519.924,37 -118,97 40.220.705,06
Restbuchwerte
Anlagegruppen zum 31.12.2023 zum 31.12.2022
EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 207.070,48 94.811,46
207.070,48 94.811,46
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Geschäfts-, Betriebs- und anderen Bauten 868.210,95 1.008.508,17
2. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte ohne Bauten 274.485,19 180.158,24
3. Bauten auf fremden Grundstücken 5.288,00 5.845,00
4. Erzeugungs-, Gewinnungs- und Bezugsanlagen 567.991,47 589.858,00
5. Verteilungsanlagen 14.829.741,25 14.816.618,92
6. Betriebs- und Geschäftsausstattung 790.648,94 837.422,72
7. Anlagen im Bau und Anzahlungen auf Anlagen 785.201,32 285.548,12
SUMME II. 18.121.567,12 17.723.959,17
SUMME I. + II. 18.328.637,60 17.818.770,63
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 50.000,00 50.000,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00
SUMME III. 50.000,00 50.000,00
SUMME I. bis III. 18.378.637,60 17.868.770,63

Anlagenspiegel 2023

(§ 284 Abs. 3 HGB)

Tätigkeitsbericht "Messstellenbetrieb gem. § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG"

Anschaffungswerte
Anlagegruppen Anfangsstand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Endstand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENS- GEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 34.371,91 26.433,15 0,00 -673,87 60.131,19
34.371,91 26.433,15 0,00 -673,87 60.131,19
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Geschäfts-, Betriebs- und anderen Bauten 85.235,57 58.698,16 57,24 0,00 143.876,49
2. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte ohne Bauten 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Erzeugungs-, Gewinnungs- und Bezugsanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
5. Verteilungsanlagen 295.877,33 34.200,00 0,00 0,00 330.077,33
6. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.261.483,01 57.122,86 5.537,23 137,59 1.313.206,23
7. Anlagen im Bau und Anzahlungen auf Anlagen 902,69 24.034,67 0,00 -1.726,92 23.210,44
SUMME II. 1.643.498,60 174.055,69 5.594,47 -1.589,33 1.810.370,49
SUMME I. + II. 1.677.870,51 200.488,84 5.594,47 -2.263,20 1.870.501,68
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
SUMME III. 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
SUMME I. bis III. 1.677.870,51 200.488,84 5.594,47 -2.263,20 1.870.501,68
Abschreibungen / Wertberichtigungen
Anlagegruppen Anfangsstand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Endstand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENS- GEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 30.752,37 15.277,94 -7.273,30 -62,88 53.240,73
30.752,37 15.277,94 -7.273,30 -62,88 53.240,73
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Geschäfts-, Betriebs- und anderen Bauten 53.796,56 38.605,20 0,00 0,00 92.401,76
2. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte ohne Bauten 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Erzeugungs-, Gewinnungs- und Bezugsanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
5. Verteilungsanlagen 57.560,33 -42.382,50 -67.234,50 0,00 82.412,33
6. Betriebs- und Geschäftsausstattung 688.006,59 190.081,95 5.509,90 0,00 872.578,64
7. Anlagen im Bau und Anzahlungen auf Anlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
SUMME II. 799.363,48 186.304,65 -61.724,60 0,00 1.047.392,73
SUMME I. + II. 830.115,85 201.582,59 -68.997,90 -62,88 1.100.633,46
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
SUMME III. 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
SUMME I. bis III. 830.115,85 201.582,59 -68.997,90 -62,88 1.100.633,46
Restbuchwerte
Anlagegruppen zum 31.12.2023 zum 31.12.2022
EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENS- GEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.890,46 3.619,54
6.890,46 3.619,54
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Geschäfts-, Betriebs- und anderen Bauten 51.474,73 31.439,01
2. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte ohne Bauten 0,00 0,00
3. Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00
4. Erzeugungs-, Gewinnungs- und Bezugsanlagen 0,00 0,00
5. Verteilungsanlagen 247.665,00 238.317,00
6. Betriebs- und Geschäftsausstattung 440.627,59 573.476,42
7. Anlagen im Bau und Anzahlungen auf Anlagen 23.210,44 902,69
SUMME II. 762.977,76 844.135,12
SUMME I. + II. 769.868,22 847.754,66
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00
SUMME III. 0,00 0,00
SUMME I. bis III. 769.868,22 847.754,66

Anlagenspiegel 2023

(§ 284 Abs. 3 HGB)

Tätigkeitsbericht "Entwicklung, Verwaltung oder Betrieb von Ladepunkten für Elektromobilität"

Anschaffungswerte
Anlagegruppen Anfangsstand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Endstand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENS- GEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 331,83 -84,65 0,00 -2,74 244,44
331,83 -84,65 0,00 -2,74 244,44
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Geschäfts-, Betriebs- und anderen Bauten 20.124,00 -237,78 0,23 0,00 19.885,99
2. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte ohne Bauten 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Erzeugungs-, Gewinnungs- und Bezugsanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
5. Verteilungsanlagen 366.472,69 0,00 0,00 18.217,93 384.690,62
6. Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.759,95 -88,81 22,51 0,56 12.649,19
7. Anlagen im Bau und Anzahlungen auf Anlagen 2.745,16 15.574,14 0,00 -18.224,95 94,35
SUMME II. 402.101,80 15.247,55 22,74 -6,46 417.320,15
SUMME I. + II. 402.433,63 15.162,90 22,74 -9,20 417.564,59
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
SUMME III. 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
SUMME I. bis III. 402.433,63 15.162,90 22,74 -9,20 417.564,59
Abschreibungen / Wertberichtigungen
Anlagegruppen Anfangsstand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Endstand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENS- GEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 296,89 24,07 104,27 -0,26 216,43
296,89 24,07 104,27 -0,26 216,43
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Geschäfts-, Betriebs- und anderen Bauten 519,35 -143,73 0,00 0,00 375,62
2. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte ohne Bauten 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Erzeugungs-, Gewinnungs- und Bezugsanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
5. Verteilungsanlagen 142.686,69 33.543,31 225,38 0,00 176.004,62
6. Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.057,95 1.115,93 22,40 0,00 4.151,48
7. Anlagen im Bau und Anzahlungen auf Anlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
SUMME II. 146.263,99 34.515,51 247,78 0,00 180.531,72
SUMME I. + II. 146.560,88 34.539,58 352,05 -0,26 180.748,15
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
SUMME III. 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
SUMME I. bis III. 146.560,88 34.539,58 352,05 -0,26 180.748,15
Restbuchwerte
Anlagegruppen zum 31.12.2023 zum 31.12.2022
EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENS- GEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 28,01 34,94
28,01 34,94
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Geschäfts-, Betriebs- und anderen Bauten 19.510,37 19.604,65
2. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte ohne Bauten 0,00 0,00
3. Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00
4. Erzeugungs-, Gewinnungs- und Bezugsanlagen 0,00 0,00
5. Verteilungsanlagen 208.686,00 223.786,00
6. Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.497,71 9.702,00
7. Anlagen im Bau und Anzahlungen auf Anlagen 94,35 2.745,16
SUMME II. 236.788,43 255.837,81
SUMME I. + II. 236.816,44 255.872,75
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00
SUMME III. 0,00 0,00
SUMME I. bis III. 236.816,44 255.872,75

Anlagenspiegel 2023

(§ 284 Abs. 3 HGB)

Tätigkeitsbericht "Gasverteilung"

Anschaffungswerte
Anlagegruppen Anfangsstand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Endstand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENS- GEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 229.397,27 62.630,53 8.852,75 20.356,41 303.531,46
229.397,27 62.630,53 8.852,75 20.356,41 303.531,46
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Geschäfts-, Betriebs- und anderen Bauten 617.956,72 -49.950,90 205,01 -2.855,55 564.945,26
2. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte ohne Bauten 6.060,82 -1.203,78 0,00 5.608,59 10.465,63
3. Bauten auf fremden Grundstücken 12.618,27 0,00 0,00 0,00 12.618,27
4. Erzeugungs-, Gewinnungs- und Bezugsanlagen 427.419,31 -149.990,59 0,04 933.229,62 1.210.658,30
5. Verteilungsanlagen 29.046.944,61 1.201.499,54 142.416,42 406.598,74 30.512.626,47
6. Betriebs- und Geschäftsausstattung 519.684,26 4.203,74 21.796,79 492,74 502.583,95
7. Anlagen im Bau und Anzahlungen auf Anlagen 1.267.391,91 227.236,56 0,00 -1.349.841,48 144.786,99
SUMME II. 31.898.075,90 1.231.794,57 164.418,26 -6.767,34 32.958.684,87
SUMME I. + II. 32.127.473,17 1.294.425,10 173.271,01 13.589,07 33.262.216,33
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 50.000,00 0,00 0,00 0,00 50.000,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
SUMME III. 50.000,00 0,00 0,00 0,00 50.000,00
SUMME I. bis III. 32.177.473,17 1.294.425,10 173.271,01 13.589,07 33.312.216,33
Abschreibungen / Wertberichtigungen Restbuchwerte
Anlagegruppen Anfangsstand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Endstand 31.12.2023 zum 31.12.2023 zum 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENS- GEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 205.239,20 50.431,00 35.456,75 325,64 220.539,09 82.992,37 24.158,07
205.239,20 50.431,00 35.456,75 325,64 220.539,09 82.992,37 24.158,07
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Geschäfts-, Betriebs- und anderen Bauten 362.697,42 -27.629,04 0,00 0,00 335.068,38 229.876,88 255.259,30
2. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte ohne Bauten 0,00 -1.203,78 0,00 1.203,78 0,00 10.465,63 6.060,82
3. Bauten auf fremden Grundstücken 4.478,27 388,00 0,00 0,00 4.866,27 7.752,00 8.140,00
4. Erzeugungs-, Gewinnungs- und Bezugsanlagen 400.458,31 60.628,02 0,04 60.473,78 521.560,07 689.098,23 26.961,00
5. Verteilungsanlagen 16.703.568,90 729.555,35 202.323,09 -61.636,78 17.169.164,38 13.343.462,09 12.343.375,71
6. Betriebs- und Geschäftsausstattung 317.115,59 17.228,96 21.698,90 0,00 312.645,65 189.938,30 202.568,67
7. Anlagen im Bau und Anzahlungen auf Anlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 144.786,99 1.267.391,91
SUMME II. 17.788.318,49 778.967,51 224.022,03 40,78 18.343.304,75 14.615.380,12 14.109.757,41
SUMME I. + II. 17.993.557,69 829.398,51 259.478,78 366,42 18.563.843,84 14.698.372,49 14.133.915,48
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 50.000,00 50.000,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
SUMME III. 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 50.000,00 50.000,00
SUMME I. bis III. 17.993.557,69 829.398,51 259.478,78 366,42 18.563.843,84 14.748.372,49 14.183.915,48

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Inhaltsverzeichnis des Lageberichtes

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

2. Forschung und Entwicklung

II. Wirtschaftsbericht 2023

1. Aktuelle energiewirtschaftliche Situation in Deutschland

2. Geschäftsverlauf

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

4. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

5. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

III. Angaben gemäß § 6b Abs. 7 EnWG zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG bzw. § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG

IV. Risikobericht

1. Risikomanagement

2. Wesentliche Risiken

V. Prognose- und Chancenbericht

1. Unternehmensentwicklung

2. Entwicklung im Geschäftsjahr 2024

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Stadtwerke Saarlouis GmbH wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 19. Dezember 1988 gegründet. Gesellschafter sind die Wirtschaftsbetriebe Saarlouis GmbH mit 51 % und die energis GmbH mit 49 %. Die Gesellschaft wird im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss der Wirtschaftsbetriebe Saarlouis GmbH zum 31. Dezember 2023 einbezogen.

Gegenstand des Unternehmens ist die Erzeugung, der Bezug und die Bereitstellung versorgungswirtschaftlicher Produkte und Dienstleistungen, insbesondere von Strom, Wärme, Erdgas und Wasser in der Kreisstadt Saarlouis sowie sonstige Infrastrukturprodukte und -dienstleistungen.

Das sich im Eigentum befindliche Strom- und Erdgasverteilungsnetz ist seit 2008 im Rahmen des Pachtmodells an die Netzwerke Saarlouis GmbH verpachtet. Diese sind der Verteilnetzbetreiber im Konzessionsgebiet der Kreisstadt Saarlouis.

2. Forschung und Entwicklung

2.1. Forschungsprojekt "GridAnalysis"

Ziele des Forschungsvorhabens "GridAnalysis" sind die Entwicklung neuer Modelle und Methoden zur quasistationären und zeitreihenbasierten Simulation von Stromverteilnetzen in Kombination von klassischer Netzberechnung mit Verfahren der Künstlichen Intelligenz. Es wird ein Leitfaden erarbeitet, der einen (teil)automatisierten Betrieb von Stromverteilnetzen auch mit der Möglichkeit einer Topologieänderung bei Sicherstellung einer hohen Versorgungsqualität unter Wahrung der Selektivität des Netzschutzkonzeptes ermöglicht. Ziel des Teilvorhabens der Stadtwerke Saarlouis GmbH ist die Erforschung, Entwicklung und Erprobung neuartiger Netzführungsstrategien, die auch zukünftig eine sichere, effiziente und preiswerte Energieversorgung in den unteren Spannungsebenen (NS/MS) ermöglichen. Der Fokus liegt auf der prototypischen Entwicklung und Erprobung eines KI-unterstützten Netzbetriebs zur Netzzustandsschätzung und -diagnose sowie dem damit verbundenen Einsatz von Flexibilitätspotenzialen und Topologieänderungen im Feldtest. Hierbei wird sowohl Sensorik und Aktorik in die Netze ausgebracht und in die entsprechenden Systeme integriert. Besonderes Augenmerk wird auf bestehende und zukünftig teils automatisiert zu adaptierende Netzschutzkonzepte gelegt. Darüber hinaus werden verschiedene Untersuchungen in den bis dato nicht monitorten Niederspannungsnetzen, beispielsweise hinsichtlich Asymmetrien, durchgeführt, ausgewertet und Handlungsmaßnahmen für Netzbetreiber abgeleitet.

Das Projekt begann am 1. September 2020 und endete regulär zum 31. August 2023. Das Projekt wurde aufgrund der vergangenen Corona-Pandemie kostenneutral um 6 Monate verlängert und ist am 29. Februar 2024 erfolgreich beendet worden.

Mit dem Projekt konnten wichtige Erkenntnisse und Grundlagen geschaffen und weiterentwickelt werden für das Monitoring und Steuern von Flexibilitäten auf der Niederspannungsebene. Insbesondere die Erprobung adäquater Messtechnik für Ortsnetzstationen als auch der Einbezug von intelligenten Messsystemen (TAF 10 / TAF 14) unterstützen aktuell die Umsetzung der gesetzlichen Anforderungen der in 2024 in Kraft getretenen Festlegung der Bundesnetzagentur zu § 14a EnWG.

Gefördert wird das Projekt von der Forschungszentrum Jülich GmbH mit 185 TEUR.

2.2. Forschungsprojekt "FlexChain"

Im Forschungsprojekt "FlexChain" soll untersucht werden, wie kleine Flexibilitätspotentiale privater Haushalte mit Hilfe eines Blockchain-basierenden Handelssystems technisch sinnvoll aktiviert werden können um Engpasssituationen in Verteilnetzen zu vermeiden und wie es gleichzeitig Haushalten ermöglicht werden kann, auch mit diesen von einem netzdienlichen Einsatz zu profitieren. Dies verlangt einen interdisziplinären Ansatz, in dem elektrotechnische, informationstechnische sowie sozioökonomische Fragen verbunden und ganzheitlich beantwortet werden müssen. Die entwickelten Lösungen sollen in einem Feldtest praktisch geprüft werden, auch um die Akzeptanz und mögliche Partizipation betroffener Akteure zu untersuchen, sowie den wirtschaftlichen Nutzen abzuschätzen. Die im Vorhaben zu entwickelnden Lösungen können einen wichtigen Beitrag zum energiepolitischen Zieldreieck von Versorgungssicherheit, Bezahlbarkeit und Klimaverträglichkeit leisten. Neben der technischen Wirkung tragen die zu entwickelnden Lösungen insbesondere zu einer höheren Partizipation und damit Akzeptanz breiter Bevölkerungskreise bei und setzen zusätzliche Anreize zur Aktivierung privaten Kapitals. Insgesamt unterstützt das Vorhaben damit den Wunsch, die Integration erneuerbarer Energien in einem marktorientierten Ansatz zu verfolgen.

Das Projekt begann am 1. September 2020 und endete regulär zum 31. August 2023. Das Projekt wurde aufgrund der vergangenen Corona-Pandemie kostenneutral um 6 Monate verlängert und ist am 29. Februar 2024 erfolgreich beendet worden.

Das Projekt konnte zeigen, dass Anreize bzw. der freiwillige Handel von kleinen Flexibilitäten (in Haushalten) zur Erreichung von mehr Netzdienlichkeit Potentiale bieten, um das Niederspannungsnetz vor dem Hintergrund der Energiewende (Zubau Wallbox, Wärmepumpen und Photovoltaik-Anlagen) weiter sicher bewirtschaften zu können. Insbesondere im Zusammenhang mit automatischen Haus-Energiemanagementsystemen (HEMS) und variablen Preisbestandteilen (dynamische Netzentgelte, dynamische Vertriebsanteile wie die feingranulare Weiterreichung des Börsenpreises) entsteht aktuell ein neuer Markt. Schlüsseltechnologie sind HEMS als auch das intelligente NS-Netz in Verbindung mit dem Rollout von intelligenten Messsystemen.

Gefördert wird das Projekt von der Forschungszentrum Jülich GmbH mit 174 TEUR.

2.3. 5G in Saarlouis

Im Jahr 2019 haben die Stadtwerke Saarlouis GmbH und die Kreisstadt Saarlouis am 5x5G-Wettbewerb des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur teilgenommen und erfolgreich den Zuschlag erhalten. Im Auftrag der Kreisstadt Saarlouis wurde in 2020 ein Konzept für 5G-Anwendungsfälle in den Bereichen Energie, Verkehr und Tourismus ausgearbeitet. Die Konzepterstellung wurde durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert.

Im Frühjahr 2021 wurde das Konsortium (Kreisstadt Saarlouis, Stadtwerke Saarlouis GmbH, Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz, Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes) auf Basis des erarbeiteten Konzeptes aufgefordert einen Umsetzungsantrag einzureichen, welcher am 27. Oktober 2021 von Seiten des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur bewilligt wurde.

Das Umsetzungsprojekt hat sich zum Ziel gesetzt, die Use-Cases Energie, Tourismus und Verkehr zu erproben und umzusetzen. Am Beispiel des Use-Case Energie soll die Nutzung intelligenter Endgeräte zur Darstellung von Infrastrukturen und Betriebsmittel der Netzinfrastruktur in Echtzeit dargestellt und ggfs. Reparaturanweisungen visuell und interaktiv darstellen werden. Alle Anwendungsfälle werden über ein effektives öffentliches 5G-Netz angebunden.

Das Projekt startete am 27. Oktober 2021 und endete regulär am 17. November 2023. Aufgrund der vergangenen Corona-Pandemie wurde das Projekt kostenneutral bis zum 27. September 2024 verlängert.

Gefördert wird das Projekt von Seiten des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur mit 192 TEUR.

2.4. Forschungsprojekt "ModellEEGe"

Die Erzeugung von Strom und Wärme aus erneuerbaren Energien mittels Bürgerenergieprojekten ist ein wichtiger Baustein der Energiewende. Nach der EU-Richtlinie RED II sollen zukünftig sogenannte "Erneuerbare-Energie-Gemeinschaften" (EE-Gemeinschaften) von Bürger*innen, KMU und öffentlichen Einrichtungen gegründet werden können, die die in Ihren Anlagen erzeugte Energie gemeinschaftlich verbrauchen - auch an unterschiedlichen Standorten. Dies ist derzeit in Deutschland jedoch nicht so einfach möglich, denn es bedeutet über die öffentlichen Netze bspw. Strom aus erneuerbaren Energien wie Wind, Photovoltaik (PV), Bioenergie, Wasserkraft usw. zu teilen.

Im neuen Forschungsprojekt "ModellEEGe" sollen daher in ausgewählten Quartieren im Versorgungsgebiet der Stadtwerke Saarlouis GmbH unter umfangreicher Beteiligung künftiger, möglicher Akteure umsetzungsreife Modelle für eine weitgehend bürgerschaftlich organisierte, lokale Strom- und Wärmeversorgung auf der Basis von erneuerbaren Energien und Sharing-Konzepten entwickelt werden. Eine EE-Gemeinschaft ist nicht vorrangig gewinnorientiert, sondern soll Ihren Mitgliedern ökologische, wirtschaftliche oder sozial-gemeinschaftliche Vorteile bringen. Auch für Quartiersbewohner, die keine Möglichkeit haben, eine PV-Anlage zu betreiben bzw. zu finanzieren, besteht so die Möglichkeit auf mehr Teilhabe an der Energiewende. Die Ergebnisse und die im Rahmen des Projekts erarbeiteten Hilfsmittel und Materialien, Tools etc. werden über geeignete Plattformen der Allgemeinheit zur Nutzung zur Verfügung gestellt.

Das Projektkonsortium hofft, während der dreijährigen Projektlaufzeit zeigen zu können, dass mit EE-Gemeinschaften nachbarschaftliche Bürgerenergieprojekte einen wichtigen Beitrag zu Energiewende und Versorgungssicherheit in ganz Deutschland leisten können. Denn durch die aktive Einbindung und Vorteile für die betroffenen Bürger vor Ort, werden Potenziale erschlossen, die wahrscheinlich bislang in dieser Form nicht existieren. Als Vorbild kann Österreich benannt werden, wo bereits EE-Gemeinschaften auf lokaler und regionaler Ebene umgesetzt werden. Weitere Projektpartner sind neben der Stadtwerken Saarlouis GmbH das IZES (Institut für ZukunftsEnergie- und Stoffsysteme) als Konsortialführer und die Arge Solar. Die htw saar und die Anwaltskanzlei von Bredow Valentin Herz unterstützen das Projektkonsortium in technischen und regulatorischen Fragestellungen. Zudem beteiligen sich 14 weitere strategische Partner aus ganz Deutschland aus dem Umfeld von Stadtwerken, Wohnungsbaugesellschaften und Bürgerenergiegenossenschaften am Projekt.

Das Projekt begann im April 2023 und endet nach 3 Jahren regulär im März 2026.

Gefördert wird das Projekt vom Forschungszentrum Jülich GmbH mit einem Betrag von 191 TEUR.

2.5. Weitere Forschungsprojekte

Darüber hinaus plant die Stadtwerke Saarlouis GmbH gemeinsam mit der Kreisstadt Saarlouis, dem DFKI und weiteren Partnern die Teilnahme an einem Forschungsaufruf des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zum Thema Klimaanpassung im Zusammenhang mit "Urbanen Digitalen Zwillingen".

II. Wirtschaftsbericht 2023

1. Aktuelle energiewirtschaftliche Situation in Deutschland

1.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist 2023 nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,3 % zurückgegangen. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang jedoch nur 0,1 %. Gründe für diesen Rückgang sind die nach wie vor hohen Preise in allen Wirtschaftsbereichen, ungünstige Finanzierungsbedingungen aufgrund der gestiegenen Zinsen sowie eine schwache Nachfrage aus dem In- und Ausland. Die wirtschaftliche Erholung nach dem deutlichen Einbruch im Corona-Jahr 2020 hat sich damit nicht weiter fortgesetzt. Dennoch lag das Bruttoinlandsprodukt 2023 im Vergleich zu 2019 um 0,7 % höher.

Die Bruttowertschöpfung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen zeigte 2023 sehr unterschiedliche Entwicklungen. Das Produzierende Gewerbe verzeichnete, vor allem aufgrund des Rückgangs in der Energieversorgung, mit einem Minus von 2,0 % den größten Rückgang. Das Verarbeitende Gewerbe, welches 85 % des Produzierenden Gewerbes ausmacht, verzeichnete einen Rückgang von lediglich 0,4 %. Das Baugewerbe verzeichnete ein leichtes Plus von 0,2 %, die Dienstleistungsbereiche konnten teilweise deutlich höhere Wachstumsraten verbuchen. So z.B. der Bereich Information und Kommunikation mit einem Zuwachs um 2,6 % oder der Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung und Gesundheit mit einem Plus von 1,0 %. Die Bruttowertschöpfung im Bereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe ging um 1,0 % zurück.

Die privaten Konsumausgaben gingen im Jahr 2023 vor allem aufgrund der hohen Verbraucherpreise um 0,8 % zurück. Der Staat reduzierte seine Konsumausgaben um 1,7 %, der erste Rückgang seit fast 20 Jahren.

Während die Ausrüstungsinvestitionen - vor allem Investitionen in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge - um 3,0 % zulegten, gingen die Bauinvestitionen um 2,1 % zurück. Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik machte sich auch beim Außenhandel bemerkbar. Die Importe sanken um 3,0 %, die Exporte um 1,8 %. Aufgrund stärker gesunkener Importe ergab sich im Saldo ein positiver Außenbeitrag, der das Bruttoinlandsprodukt stützte.

Der Arbeitsmarkt zeigt sich weiterhin robust. Vor allem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte, aber auch einer steigenden Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung, nahm die Beschäftigung um 0,7 % zu und überkompensierte die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels. Insgesamt gab es 2023 durchschnittlich 45,9 Mio. Erwerbstätige, so viele wie noch nie zuvor in Deutschland. Dabei fand der Beschäftigungsaufbau fast ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen statt.

Für das Jahr 2024 erwartet die Bundesregierung in ihrem aktuellen Jahreswirtschaftsbericht ein Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) um 0,2 %. Das ist weniger, als in der Herbstprojektion des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz angenommen worden war. Damals ging die Bundesregierung von einem BIP-Wachstum von 1,3 % in 2024 aus.

Die Witterung des Jahres 2023 wies einige Extremwerte auf. Eine Phase weit überdurchschnittlicher Temperaturen in den niederschlagsarmen Wintermonaten Januar und Februar und auch noch im dann allerdings sehr nassen März wurde erst durch einen vergleichsweisen kühleren und regenreicheren April beendet. Die Temperaturen im Mai entsprachen in etwa dem Mittel der letzten 20 Jahre, wenngleich es weniger Niederschläge und mehr Sonnenstunden gab. Die Sommermonate begannen mit einem sehr sonnenscheinreichen, niederschlagsarmen und warmen Juni. Juli und August wiesen neben einigen besonders heißen Tagen in Summe durchschnittliche Temperaturen, etwas weniger Sonnenschein, aber deutlich mehr Niederschläge als in der Vergangenheit auf. Es folgte ein außergewöhnlicher September mit sehr warmer Witterung, vielen Sonnenstunden und Niederschlagsmengen, die in etwa der Hälfte des 20-jährigen Mittels entsprachen. Die Herbstmonate Oktober und November fielen im Vergleich zum langjährigen Mittel ebenfalls zu mild aus. Die Niederschlagsmengen hingegen lagen sowohl über denen der Vorjahresmonate als auch der Monatsmittel der letzten 20 Jahre. Auch der Dezember zeigte eine mildere Durchschnittstemperatur als im Vorjahr.

Insgesamt zeigte sich zum Jahresende, dass auch 2023 wieder ein überdurchschnittlich warmes Jahr war. Dementsprechend lag auch die Gradtagzahl für 2023, die einen Anhaltspunkt für die benötigte Heizenergie liefert, unter dem Mittelwert der letzten 20 Jahre und auch leicht unter ihrem Vorjahreswert.

1.2. Stromverbrauch und -preis

Im Jahresbericht 2023 zur Entwicklung der Energieversorgung stellt der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (BDEW e.V.) heraus, dass die Stromwirtschaft geprägt war durch eine sich insgesamt abschwächende Konjunktur, eine milde Witterung und vor allem aber durch die Folgen des Angriffskrieges auf die Ukraine. Nach ersten Schätzungen nahm der Stromverbrauch (Bruttoinlandsstromverbrauch 1 ) um 4,2 % auf 517 Mrd. kWh ab. Ein noch stärkeres Minus verzeichnete die Stromerzeugung (Bruttostromerzeugung 2 ) mit 10,7 %. Der Stromaustauschsaldo Deutschlands drehte sich mit einem Importüberschuss von 9,2 Mrd. kWh nach vielen Jahren ins Plus.

Der Letztverbrauch von Strom belief sich im Jahr 2023 nach ersten Daten auf 466 Mrd. kWh (im Vorjahr 491 Mrd. kWh). Der Rückgang betraf alle Verbrauchssektoren. Lediglich im Sektor Verkehr ließen erste Daten auf ein Verbrauchszuwachs schließen. In dem Rückgang zeigen sich neben den konjunkturellen Effekten vor allem die Reaktionen angesichts der Strom- und Energiepreise, die zu sparsamerem Verbrauchsverhalten und zum Teil zu Produktionseinschränkungen führten. Größter Stromverbraucher war 2023 trotz des wiederholten Verbrauchsrückgangs immer noch die Industrie mit einem Anteil von 43 % (im Vorjahr 43 %), gefolgt von den privaten Haushalten mit 28 % (im Vorjahr 28 %). Der Anteil des Sektors Gewerbe, Handel und Dienstleistungen betrug gut 25 % (im Vorjahr 25 %), der des Verkehrssektors 3 % (im Vorjahr 3 %). Der Stromverbrauch der Industrie (Bergbau und Verarbeitendes Gewerbe) betrug im Berichtsjahr insgesamt 201 Mrd. kWh (im Vorjahr 215 Mrd. kWh) und ging damit um weitere 5 % zurück. Der Stromverbrauch der privaten Haushalte nahm um 2,8 % ab, der Stromverbrauch bei Gewerbe, Handel und Dienstleistungen um 4 %. Lediglich im Verkehrsbericht ist mit einem Plus von 7 % für den Fahrstrom von Schienenbahnen sowie für die Elektromobilität zu rechnen.

Der Strompreis für Haushaltskunden ist im Jahr 2023 gegenüber dem 2. Halbjahr 2022 weiter um 14 % auf durchschnittlich 45,73 ct/kWh angestiegen. Grund für den Anstieg sind die sehr stark gestiegenen Strompreise im Großhandel im Jahr 2022. Nach den Höchstständen im 3. Quartal 2022 sanken die Großhandelspreise zwar zu Beginn des Jahres wieder deutlich, lagen aber immer noch rund drei Mal höher als vor der Energiekrise. Genauso, wie sich die drastischen Preisanstiege 2022 nur verzögert und gedämpft in den Endkundenpreisen auswirkten, kamen die Preisrückgänge im Großhandel ebenfalls erst nach und nach in den Endkundenpreisen an. Seit dem 1. Quartal 2023 ist der durchschnittliche Strompreis für Haushalte aber kontinuierlich gesunken und lag im 4. Quartal bei 44,17 ct/kWh. Steuern, Abgaben und Umlagen haben damit nur noch einen Anteil von 27 % am Strompreis, wohingegen der Anteil der Kosten für Beschaffung und Vertrieb weiterhin 52 % beträgt. Die Netzentgelte haben einen Anteil von 21 %. Für das Jahr 2024 sinken die Steuern, Abgaben und Umlagen nur geringfügig.

1 Bruttoinlandsstromverbrauch: Der Bruttoinlandsstromverbrauch ist die Summe aus Bruttostromerzeugung eines Landes und Saldo des Stromaustausches über die Landesgrenzen.

2 Bruttostromerzeugung: Summe der von allen erfassten Anlagen erzeugten elektrischen Energie, gemessen an den Ausgangsklemmen der Hauptgeneratoren.

Die Strompreisbremse, die im Jahr 2023 den Arbeitspreis für 80 % des prognostizierten Jahresverbrauchs auf 40 ct/kWh gedeckelt hat, sorgte für eine spürbare Entlastung der Stromrechnung für Haushaltskunden. Diese ist jedoch zum 31.12.2023 ausgelaufen.

1.3. Erdgasverbrauch und -preis

Nach ersten Daten des BDEW e.V. nahm der Erdgasverbrauch 2023 in Deutschland um 4,3 % auf 813 Mrd. kWh ab und war damit so niedrig wie zuletzt in der 1. Hälfte der 90er Jahre. Die Entwicklungen in der Gaswirtschaft waren auch 2023 gekennzeichnet durch die Folgen des Angriffskrieges auf die Ukraine, ein immer noch vergleichsweise hohes Preisniveau, Einsparmaßnahmen sowie der gedämpften Konjunktur. Diese Entwicklung ließ sich über alle Monate des Jahres 2023 hinweg beobachten.

Der Erdgasabsatz an Letztverbraucher nahm 2023 nach ersten Zahlen in Summe um rund 5 % ab. Aufgeschlüsselt nach einzelnen Kundengruppen war aber keine einheitliche Entwicklung zu beobachten. Die Nachfrage der Industrie ging aufgrund konjunktureller Abschwächung, des vergleichsweisen immer noch hohen Preisniveaus, aber auch des intersektoralen Strukturwandels zurück. So ging der Verbrauch durch die Betriebe des Bergbaus und Verarbeitenden Gewerbes von Erdgas als Energieträger, aber auch als Rohstoff, 2023 um voraussichtlich insgesamt 8,5 % auf 278 Mrd. kWh zurück. Private Haushalte verbrauchten 2023 nach ersten Abschätzungen 4,5 % weniger Erdgas als noch im Vorjahr. Eine Analyse der Daten von Trading Hub Europe (THE) zeigte, dass die privaten Haushalte und kleineren Gewerbebetriebe (Standardlastprofil- bzw. SLP-Kunden) im Vergleich mit ähnlich kalten Tagen der vergangenen Heizperioden weniger Erdgas verbrauchten und damit eine Verhaltensänderung erkennbar war. Der Erdgasverbrauch der Gewerbe-, Handels- und Dienstleistungsunternehmen, der zu fast 90 % für Raumwärmezwecke eingesetzt wird, war nach ersten Daten ebenfalls rückläufig. Der konjunkturelle Abschwung verstärkte diesen Verbrauchsrückgang, so dass sich per Ende 2023 ein Rückgang von 6,5 % auf 90 Mrd. kWh darstellte.

Der durchschnittliche Gaspreis für Haushalte ist nach seinem Höchststand im 4. Quartal 2022 im Jahr 2023 wieder deutlich gesunken. Erdgasheizer in einem Einfamilienhaus (EFH) bezahlten im Jahr 2023 durchschnittlich 13,99 ct/kWh, im 4. Quartal waren es sogar nur 11,53 ct/kWh, ein Rückgang um 42 % gegenüber dem 4. Quartal 2022 (EFH bei 20.000 kWh Jahresverbrauch). Haushalte im Mehrfamilienhaus (MFH) entrichteten im Jahresdurchschnitt 2023 13,59 ct/kWh, im 4. Quartal 2023 sogar nur noch 11,03 ct/kWh (MFH bei 80.000 kWh Jahresverbrauch bzw. 13.333 kWh Jahresverbrauch pro Wohnung). Dennoch liegen die Gaspreise im Großhandel immer noch gut drei Mal höher als im Mittel der Jahre 2016 bis 2020. Der Anteil der Kosten für Beschaffung und Vertrieb am Gaspreis ist 2023 wieder leicht auf 71 % für Einfamilienhäuser (EFH) bzw. 72 % für Mehrfamilienhäuser (MFH) zurückgegangen, nachdem es im 4. Quartal 2023 noch 80 % (EFH) bzw. 81 % (MFH) waren. Steuern, Abgaben und CO 2 -Preis haben einen Anteil von 15 % (EFH) bzw. 16 % (MFH). Der Anteil der Netzentgelte betrug 2023 14 % (EFH) bzw. 12 % (MFH).

Wie beim Strom auch hat die Gaspreisbremse, die im Jahr 2023 den Arbeitspreis für 80 % des prognostizierten Jahresverbrauchs auf 12 ct/kWh gedeckelt hat, für eine spürbare Entlastung der Haushaltskunden gesorgt.

1.4. Wassergebrauch

Der durchschnittliche Wassergebrauch pro Tag und Einwohner liegt im Jahr 2023 im Bereich Haushalte und Kleingewerbe bei 121 Liter und damit um 3 Liter weniger als im Vorjahr.

Im langjährigen Mittel nimmt der Wassergebrauch kontinuierlich ab. Gründe hierfür sind unter anderem das gesteigerte Bewusstsein für einen ressourcenschonenden Gebrauch von Wasser, aber auch moderne Geräte wie Waschmaschinen oder Geschirrspüler werden wassersparender.

Gem. Angaben des BDEW hat sich der durchschnittliche Wassergebrauch pro Kopf in den Jahren 1990 bis 2023 um 26 Liter pro Tag reduziert.

1.5. Elektromobilität

Bis zum Jahr 2030 sollen die Treibhausgasemissionen im Verkehrssektor laut Klimaschutzplan der Bundesregierung um 48 % gegenüber 1990 reduziert werden. Die aktuelle Bundesregierung hat zur Erreichung dieser Reduktion 15 Mio. vollelektrische Pkw bis 2030 als verkehrspolitisches Kernziel verankert. Trotz Wegfalls des Umweltbonus der Innovationsprämie werden die Neuzulassungen 2023 insgesamt auf dem gleichen Niveau des Vorjahres bleiben. Nach Angaben des Kraftfahrtbundesamtes wurden in 2023 insgesamt 524.219 Elektro-Pkw zugelassen.

Ende 2023 standen für Elektro- und Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge deutschlandweit fast 125.000 Ladepunkte zur Verfügung. Dies entspricht einer Steigerung von 46 % gegenüber Ende 2022. Die Anzahl der Schnellladepunkte ist dabei um 56 % auf 24.140 gestiegen, die installierte Ladeleistung um 60 % von 3,7 GW auf 5,9 GW.

2. Geschäftsverlauf

2.1. Energie- und Wasserabgabe 3

a) Strom

Die Stromabgabe (ohne Eigen- und Selbstverbrauch) lag 2023 mit 77.153 MWh um 15,4 % unter dem Vorjahresabsatz.

Die Abgabe im Haushalts- und Gewerbekundensegment lag in 2023 um 2,9 % unter dem Vorjahresniveau. Neben der geringeren Absatzmenge durch die milde Witterung bei Heizungskunden, sind auch Mengenrückgänge durch den anhaltenden Wettbewerb zu verzeichnen.

Im Sonderkundensegment ist die Abgabe im Wesentlichen durch den Wegfall mehrerer Großkunden rückläufig. Konjunkturelle Effekte wirkten sich ebenfalls mindernd auf die Absatzmengen aus.

3 inklusive periodenfremder Abgabemengen

Die Abgabe an Netzbetreiber aus dem Verkauf von Verlustenergie liegt über dem Vorjahresniveau.

Die kumulierte Wechselquote der Haushalts- und Gewerbekunden liegt bei rd. 19,1 % (im Vorjahr 19,7 %). Im Bundesdurchschnitt liegt die Wechselquote bei rd. 49,9 % (Quelle: BDEW e.V.).

Stromabgabe Absatz in 2023 Absatz in 2022 Veränderung
absolut in Prozent
Haushalt und Gewerbe 55.437 MWh 57.100 MWh -1.663 MWh -2,9 %
Sonderkunden 13.854 MWh 27.997 MWh -14.143 MWh -50,5 %
Netzbetreiber 7.862 MWh 6.082 MWh 1.780 MWh 29,3 %
Gesamt 77.153 MWh 91.179 MWh -14.026 MWh -15,4 %

b) Erdgas

Der Erdgasabsatz (ohne Eigen- und Selbstverbrauch) lag insgesamt mit 85.497 MWh um 25,3 % unter dem Vorjahresniveau.

Im Haushalts- und Gewerbekundensegment wirkte sich insbesondere die wärmere Witterung absatzmindernd aus.

Im Sonderkundensegment ist Abgabe im Wesentlichen durch den Wegfall mehrerer Großkunden rückläufig.

Die kumulierte Wechselquote der Haushalts- und Gewerbekunden liegt bei rd. 21,1 % (im Vorjahr 20,8 %). Die Wechselquote im Bundesdurchschnitt liegt bei 39,8 % (Quelle: BDEW e.V.).

Erdgasabgabe Absatz in 2023 Absatz in 2022 Veränderung
absolut in Prozent
Haushalt und Gewerbe 78.815 MWh 81.298 MWh -2.483 MWh -3,1 %
Sonderkunden 6.682 MWh 33.218 MWh -26.536 MWh -79,9 %
Gesamt 85.497 MWh 114.516 MWh -29.019 MWh -25,3 %

c) Wasser

Der Wasserabsatz (ohne Eigen- und Selbstverbrauch) reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um 50 Tm 3.

Wasserabgabe Absatz in 2023 Absatz in 2022 Veränderung
absolut in Prozent
Haushalt und Gewerbe 1.786 Tm 3 1.858 Tm 3 -72 Tm 3 -3,9 %
Sonderkunden 349 Tm 3 327 Tm 3 22 Tm 3 7,0 %
Gesamt 2.135 Tm 3 2.185 Tm 3 -50 Tm 3 -2,3 %

2.2 Energiebezug und Wassergewinnung

Die Strombeschaffung erfolgte im Wesentlichen auf der Basis von Börsennotierungen. In 2023 erfolgte der Bezug fast ausschließlich bei der VSE AG.

Das Erdgas wurde überwiegend bei der VSE AG nach dem Modell der "Vollstrukurierten Beschaffung" beschafft. Ergänzend erfolgten Bandlieferungen durch weitere Marktpartner (Uniper SE, VNG Handel & Vertrieb GmbH sowie Enovos Energie Deutschland GmbH).

Das Wasseraufkommen innerhalb der Stadtteile von Saarlouis erfolgte durch Eigenförderung. Die Versorgung des Industriegebiets Lisdorfer Berg wird durch Fremdbezug aus dem Wasserwerk Bisttal der energis GmbH gewährleistet.

2.3 Beteiligungen

Die Stadtwerke Saarlouis GmbH sind alleinige Gesellschafterin (100.000 EUR) der Netzwerke Saarlouis GmbH, die am 15. November 2007 gegründet wurde. Aufgabe der Netzwerke Saarlouis GmbH ist der Betrieb von Elektrizitäts- und Gasverteilernetzes in Saarlouis im Sinne der §§ 7 und 8 des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG).

Des Weiteren besteht eine Beteiligung in Höhe von jeweils 66 2/3 % an der Fernwärmeversorgung Saarlouis-Steinrausch GmbH & Co. KG, Saarlouis, (189.178 EUR) und der Fernwärme Saarlouis-Steinrausch Geschäftsführungsgesellschaft mbH, Saarlouis, (20.460 EUR). Aufgabe dieser Gesellschaft ist die Versorgung von Letztverbrauchern mit Fernwärme im Stadtteil Steinrausch der Kreisstadt Saarlouis.

Seit dem 7. Mai 2012 sind die Stadtwerke Saarlouis GmbH mit 19,46 % (12.481.857 EUR) an der Kommunalen Beteiligungsgesellschaft Saar mbH (KBS), Neunkirchen, beteiligt. Gegenstand der KBS sind der Erwerb sowie das Halten und Verwalten von Anteilen an Gesellschaften, die im Bereich der Energieversorgung, der Erbringung energieversorgungsnaher Dienstleistungen sowie der Erzeugung und des Vertriebs von Energie tätig sind.

Am 14. Dezember 2023 wurde gemeinsam mit der KEW Kommunale Energie und Wasserversorgung AG, der Stadtwerke Merzig GmbH, der Stadtwerke Dillingen GmbH und der SSW - Stadtwerke St. Wendel GmbH & Co. KG die DigitalWerk Saar GmbH, Saarlouis (DWS) gegründet. Die Stadtwerke Saarlouis GmbH ist mit 20 % (60.000 EUR) beteiligt. Gegenstand der DWS ist die Erbringung von Digitaldienstleistungen, die im Zusammenhang mit dem bestehenden oder künftigen Leistungsportfolio der Gesellschafter stehen, und die der wirtschaftlichen Betätigung in der leitungsgebundenen Trinkwasser-, Strom-, Gas- und Wärmeversorgung sowie der Errichtung und dem Betrieb von Telekommunikationsnetzen dienen.

Mit Datum vom 28. Dezember 2017 sind die Stadtwerke Saarlouis GmbH an der HAUSHELD AG, Mönchengladbach, beteiligt. Die Beteiligungsquote beläuft sich zum Bilanzstichtag 31.12.2023 auf 14,83 % (100.000 EUR). Zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung lag der Jahresabschluss zum 31.12.2023 noch nicht vor. Gegenstand dieses Unternehmens ist u.a. die Aufbereitung, Auswertung und Bereitstellung von Analysen und Messwerten jeglicher Art sowie die Unterstützung von Endverbrauchern im sparsamen Umgang mit Energie, insbesondere durch benutzerfreundliche Mess-, Schalt- und Anzeigegeräte.

Mit 5,46 % (103.906 EUR) sind die Stadtwerke Saarlouis GmbH an der Neustromland GmbH & Co. KG (NSL), Saarbrücken, beteiligt. Gegenstand der NSL sind sämtliche Aktivitäten auf dem Gebiet der Erzeugung, Bereitstellung und Speicherung von Energie aus regenerativen Energieträgern, insbesondere die Planung, die Bereitstellung und Speicherung von Energie aus regenerativen Energieträgern.

Darüber hinaus sind die Stadtwerke Saarlouis GmbH noch an der Windpark Saar GmbH & Co. Repower KG mit 0,3666 % (6.605 EUR) beteiligt. Gegenstand dieser Gesellschaft ist das Betreiben von Windkraftanlagen sowie die Erzeugung von Strom.

An der Bürger-Energie-Genossenschaft Köllertal eG (BEG) sind die Stadtwerke Saarlouis GmbH seit dem 20. April 2020 mit einem Genossenschaftsanteil (500 EUR) beteiligt. Gegen-stand der BEG ist die Planung, Finanzierung, Errichtung und Betrieb von Anlagen zur Erzeugung regenerativer Energien, zur Energiespeicherung sowie zur Energieeffizienzerhöhung und zur Energieeinsparung.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Zur Steuerung der Unternehmensaktivitäten nutzt die Gesellschaft verschiedene Kennzahlen. Insbesondere dienen als finanzielle Leistungsindikatoren die erzielten Rohmargen sowie EBT vor Ergebnisabführung.

4. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

4.1. Personal

Zum Bilanzstichtag waren 122 Mitarbeiter*innen (im Vorjahr 115) beschäftigt, davon sind 79 Mitarbeiter männlich (im Vorjahr 75) und 43 Mitarbeiterinnen weiblich (im Vorjahr 39). Ebenso sind 8 Auszubildende (im Vorjahr 5) in den Ausbildungsberufen Industriekaufleute, Informatikkaufleute, Elektroniker mit der Fachrichtung Betriebstechnik und Anlagenmechaniker Fachrichtung Versorgungstechnik, Vermessungstechniker und Kaufmann für Marketingkommunikation beschäftigt. Derzeit sind 56 % der Mitarbeiter*innen (im Vorjahr 59 %) in der Altersklasse zwischen 40 und 65 Jahren.

Weiterbildung und Förderung der Mitarbeiter*innen genießen bei der Stadtwerke Saarlouis GmbH einen hohen Stellenwert. Im Berichtszeitraum wurden erneut zahlreiche mitarbeiterspezifische Qualifizierungs- und Personalentwicklungsmaßnahmen durchgeführt, um sowohl fachspezifische Kenntnisse zu vermitteln als auch Flexibilität und Veränderungsbereitschaft zu fördern.

4.2. Umweltschutz

Das Energiemanagementsystem (EnMS) wurde gem. DIN EN ISO 50001 eingerichtet. Das EnMS der Stadtwerke Saarlouis GmbH wurde im Juli 2015 erfolgreich auditiert. Ziel dieses Systems ist es, die Energieeffizienz der Energie- und Wasserversorgung der Kreisstadt Saarlouis zu steigern. Das EnMS wurde zuletzt im Oktober 2022 rezertifiziert.

4.3. Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001 und TSM

Die Ablaufprozesse sind in das bestehende "Managementinformationssystem" eingearbeitet und beschreiben das Qualitätsmanagementsystem der Stadtwerke Saarlouis GmbH und der Netzwerke Saarlouis GmbH. Es dient der transparenten Darstellung der Managementaktivitäten. Die darin getroffenen Festlegungen sind für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verbindlich und dienen der Vertrauensbildung in die Leistungsfähigkeit und in die Qualität der Leistungen und Produkte. Das Managementsystem erfüllt die Forderungen der DIN EN ISO 9001 und wird regelmäßig durch eine unabhängig akkreditierte Organisation überprüft und rezertifiziert, zuletzt im Juli 2022.

Darüber hinaus ist die Gesellschaft auch TSM-zertifiziert. Bei den Energieaufsichten der Länder ist das TSM (Technisches Sicherheitsmanagement) als ein wesentlicher Baustein der Selbstregulierung und Selbstüberwachung der Energiewirtschaft anerkannt. Es erfolgt eine regelmäßige Rezertifizierung, zuletzt im Dezember 2023.

4.4. Zertifizierung nach DIN EN ISO 27001

Der Gesetzgeber fordert ab Januar 2018 ein zertifiziertes Informationssicherheits-Managementsystem (ISMS). Dieses wurde seit November 2015 bei der Stadtwerke Saarlouis GmbH aufgebaut. Das System ist eine Aufstellung von Verfahren und Regeln innerhalb des Unternehmens, welche dazu dienen, die Informationssicherheit dauerhaft zu definieren, zu steuern, zu kontrollieren, aufrechtzuerhalten und fortlaufend zu verbessern. Die Zertifizierung nach DIN EN ISO 27001 erhielt die Stadtwerke Saarlouis GmbH sowie der Netzbetreiber Netzwerke Saarlouis GmbH im Januar 2018. Eine Rezertifizierung erfolgt in regelmäßig vorgeschriebenen Abständen von 3 Jahren. Im Dezember 2023 erfolgte die entsprechende Rezertifizierung.

5. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

5.1. Vermögenslage

Das Gesamtvermögen hat sich von 100.999 TEUR um 4.503 TEUR auf 105.502 TEUR erhöht. Das langfristig gebundene Vermögen hat sich um 2.029 TEUR auf 82.062 TEUR erhöht. Das mittel- und kurzfristig gebundene Vermögen steigerte sich um 2.473 TEUR auf 23.440 TEUR. Der Anstieg des Gesamtvermögens beruht im Wesentlichen aus der Erhöhung des Anlagevermögens sowie Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Der Anlagendeckungsgrad nach der erweiterten Fassung beträgt 94,7 % (im Vorjahr 97,7 %). Die Eigenkapitalquote hat sich von 42,6 % auf 41,7 % vermindert.

5.2. Finanzlage

Die Eigenkapitalstruktur hat sich gegenüber dem Vorjahr durch die Bildung von Gewinnrücklagen weiter verbessert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten machen 31,9 % (im Vorjahr 34,8 %) der Bilanzsumme aus. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 4,0 % (im Vorjahr 3,5 %) der Bilanzsumme. Sämtliche Verbindlichkeiten können stets innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden.

Die Zahlungsströme nach Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit sind der folgenden Kapitalflussrechnung zusammengefasst:

Kapitalflussrechnung (in TEUR) 2023 2022 Veränderung
Cashflow aus Geschäftstätigkeit 13.272 TEUR 14.305 TEUR -1.033 TEUR
Cashflow aus Investitionstätigkeit -6.122 TEUR -7.730 TEUR 1.609 TEUR
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -7.705 TEUR -2.401 TEUR -5.304 TEUR
Veränderung des Zahlungsmittelfonds -555 TEUR 4.174 TEUR 4.729 TEUR

Die Investitionen in das Sachanlagevermögen sowie die immateriellen Vermögensgegenstände im Geschäftsjahr 2023 betrugen 6.733 TEUR (im Vorjahr 8.647 TEUR). Diese wurden, wie auch in den Vorjahren, für die Erneuerung und Erweiterung der Verteilungsanlagen in den Sparten Strom, Erdgas und Wasser verwendet. Ebenso wurde auch in das Glasfasernetz weiter investiert. Für Investitionen in das Finanzanlagevermögen wurden 60 TEUR (im Vorjahr 0 TEUR) verwendet. Die Investitionen wurden zu 69,1 % aus den Abschreibungen finanziert (im Vorjahr 48,8 %).

5.3. Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2023 erhöhten sich die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr um 8.605 TEUR auf 59.711 TEUR.

Das Betriebsergebnis (ohne neutrales Ergebnis) hat sich von 7.628 TEUR auf 8.342 TEUR erhöht.

Das Finanz- und Beteiligungsergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr von -2.333 TEUR auf -3.928 TEUR reduziert.

Das neutrale Ergebnis verbesserte sich auf -71 TEUR (im Vorjahr -678 TEUR).

Der Jahresüberschuss vor Ergebnisverwendung, Ausgleichszahlung und Ergebnisabführung reduzierte sich von 4.446 TEUR auf 4.149 TEUR. Im Wirtschaftsplan wurde ein Jahresüberschuss von 3.740 TEUR ausgewiesen.

Die Ausgleichszahlung an die energis GmbH beträgt 1.035 TEUR und die Ergebnisabführung an die Wirtschaftsbetriebe Saarlouis GmbH beträgt 2.114 TEUR. In die anderen Gewinnrücklagen wurden 1.000 TEUR eingestellt.

Die Geschäftsführung beurteilt den Geschäftsverlauf als positiv.

III. Angaben gemäß § 6b Abs. 7 EnWG zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG bzw. § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG

Gemäß § 6b Abs. 3 EnWG haben Unternehmen, die im Sinne von § 3 Nr. 38 EnWG zu einem vertikal integrierten Energieversorgungsunternehmen verbunden sind, mit der Erstellung des Jahresabschlusses für jeden der in § 6b Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 - 7 EnWG genannten Tätigkeitsbereiche jeweils eine nach den für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften entsprechende Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung aufzustellen.

Im Jahr 2008 haben die Netzwerke Saarlouis GmbH (gegründet Ende 2007) im Rahmen des sogenannten "Legal Unbundling" das operative Geschäft aufgenommen. Die Stadtwerke Saarlouis GmbH verpachtet seit diesem Zeitpunkt das Elektrizitäts- und Erdgasverteilungsnetz an die Netzwerke Saarlouis GmbH. Hierdurch entstehen bei der Verpächterin entsprechende Erlöse. Ebenso ist die Stadtwerke Saarlouis GmbH mit der Betriebsführung der Netze betraut, wodurch ebenfalls Erlöse entstehen.

Die Betriebsführung für den Messstellenbetrieb gem. § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG wird ebenfalls von der Stadtwerke Saarlouis GmbH wahrgenommen. Hierdurch entstehen ebenfalls entsprechende Erlöse.

Die Bilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen der Tätigkeitsabschlüsse nach § 6b Abs. 3 EnWG bzw. § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG sind dem Jahresabschluss beigefügt.

IV. Risikobericht

1. Risikomanagement

Die Stadtwerke Saarlouis GmbH hat entsprechend dem Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) sowie dem Gesetz über den Stabilisierungs- und Restrukturierungsrahmen für Unternehmen (StaRUG) ein systematisches Risikomanagement eingerichtet, um den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Gegenstand der Risikoüberwachung ist die Kontrolle der zur Risikosteuerung ergriffenen Maßnahmen sowie die Beobachtung der Unternehmensrisiken.

Die Risikoinventur zum Bilanzstichtag führte zu dem Ergebnis, dass aktuell keine Risiken erkennbar sind, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden.

Ein wichtiges Augenmerk liegt auf Risiken, die sich aus den veränderten Marktsituationen ergeben. Insbesondere den Risiken aus dem gesetzgeberischen und regulatorischen Umfeld, die sich aus der Übernahme der Verluste der Netzwerke Saarlouis GmbH ergeben, gilt eine besondere Aufmerksamkeit.

Das Jahresergebnis ist hauptsächlich von den Faktoren Konjunkturentwicklung, Witterung, Preisentwicklung sowohl auf den Beschaffungs- als auch Absatzmärkten, Beteiligungsergebnis sowie Veränderungen in den gesetzlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen abhängig.

2. Wesentliche Risiken

Die Risiken werden im Folgenden absteigend nach dem Risikopotenzial absteigend aufgeführt.

2.1. Energie- und wasserwirtschaftliche Risiken

Neben den allgemeinen konjunkturellen Risiken ergeben sich wettbewerbsbedingte Bezugs- und Absatzrisiken im Strom- und Erdgasmarkt, die sich im Jahresergebnis sowohl positiv, als auch negativ, bemerkbar machen können. Die durchgeführten Geschäfte auf der Bezugsseite dienen einer strukturierten Beschaffung zur Streuung von Preisänderungsrisiken. Spekulationsgeschäfte wurden nicht getätigt. Aufgrund der Energiekrise und der damit verbundenen hohen und volatilen Preise müssen die Preisrisiken stärker verfolgt werden. Preise müssen auf der Absatzseite regelmäßig geprüft und kurzfristig angepasst werden.

Daneben steht im Fokus die kontinuierliche Überprüfung der Kosten der Wassersparte auf Basis des in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe des BDEW e.V. und des VKU e.V. im Mai 2012 veröffentlichten "Leitfadens zur Wasserpreiskalkulation". Hierdurch können ggfs. Unterdeckungen bei der Wasserpreisgestaltung identifiziert und Gegenmaßnahmen eingeleitet werden.

2.2. Ausfall- und Liquiditätsrisiken

Forderungen gegenüber den Kunden unterliegen grundsätzlich Ausfallrisiken. Diese versuchen die Stadtwerke Saarlouis GmbH mit einem aktiven Forderungsmanagement zu begrenzen. Bei Bedarf werden Bonitätsprüfungen vorgenommen oder aber auch Sicherheitsleistungen vereinbart. Um diese Risiken zu mildern, werden angemessene Kundenabschläge vereinbart. Die verschärften insolvenzrechtlichen Anfechtungen und damit verbundene Rückforderungsansprüche stehen ebenfalls im Vordergrund des Forderungsmanagements. Darüber hinaus wird das Risiko auch durch ein aktives Forderungsmanagement minimiert.

Die aktuelle Energiekrise hat zu erheblichen Preiserhöhungen für Strom und Gas geführt, was wiederum ein erhöhtes Forderungsausfallrisiko nach sich zieht. Das Forderungsmanagement und die damit verbundene Nachverfolgung benötigt ein besonderes Augenmerk.

2.3. Beteiligungsrisiken

Risiken, die sich aus dem gesetzgeberischen und regulatorischen Umfeld, dabei insbesondere den Risiken, die sich aus der Übernahme der Verluste der Netzwerke Saarlouis GmbH ergeben, gilt ein besonderes Augenmerk. Durch regulatorische Eingriffe kann es zu höheren Verlusten kommen.

Bei der Beteiligung an der KBS wird es im Wesentlichen davon abhängen, wie die VSE AG den Herausforderungen der Energiewende gerecht werden kann. Hier besteht das Risiko, das Beteiligungserträge geringer als geplant ausfallen können.

Beteiligungen an Unternehmen, die Energie aus Wind und Sonne erzeugen, ist der Ertrag je nach Wind- und Sonneneintrag kurz- und langfristigen Schwankungen unterworfen. Ob und wie sich Veränderungen im Klima auswirken, lässt sich zurzeit noch nicht verlässlich einschätzen.

2.4. Finanzwirtschaftliche Risiken

Eine Auswirkung der Finanzkrise sind auch verschärfte Formvorschriften der Kreditinstitute bei der Darlehensvergabe. Für Energie- und Wasserversorgungsunternehmen wird es somit in Zukunft, unabhängig von der kommunalen Nähe, wichtiger, aus Bankensicht notwendige Kennzahlen einzuhalten.

2.5. Politische und regulatorische Risiken

Sowohl auf europäischer und nationaler Ebene werden fortlaufend tiefgreifende energiepolitische Entscheidungen getroffen, die zahlreiche Risiken für die Stadtwerke Saarlouis GmbH führen können. Durch die europäische Energiepolitik besteht das Risiko von Absatzminderungen bei gleichzeitig hohen Umsetzungsaufwendungen. Weitere Risiken können sich aus den europäischen Wettbewerbsordnungen ergeben.

Ein verstärktes Augenmerk wird auf Risiken liegen, die sich aus der veränderten Marktsituation ergeben.

2.6. Rechtliche Risiken

Im laufenden Geschäftsbetrieb können prinzipiell rechtliche Risiken bestehen, in der die Stadtwerke Saarlouis GmbH involviert sein können. Dadurch entstehende Belastungen können sich unter anderem dadurch ergeben, dass vertragliche Regelungen im Nachhinein als nicht wirksam erachtet werden. Darüberhinaus können aber auch außergerichtliche Ansprüche gegen die Gesellschaft geltend gemacht werden. Für dadurch entstehende Verluste auch rechtlichen Risiken werden entsprechende Rückstellungen gebildet.

2.7. IT- und Informationssicherheitsrisiken

Unter Anwendung technischer und organisatorischer Maßnahmen innerhalb des zertifizierten Informationssicherheits-Managementsystem (ISMS) begegnet die Stadtwerke Saarlouis GmbH möglichen Gefährdungen, die sich auf die Vertraulichkeit, Integrität oder Verfügbarkeit von Informationen auswirken können.

2.8. Pandemierisiken

Anfang des Jahres 2023 konnte die schrittweise Rückkehr zum Normalbetrieb immer weiter vorangetrieben werden. Einige der im Betrieb eingeführten Schutzmaßnahmen wurden im 1. Quartal 2023 noch beibehalten. Der Krisenstab der Stadtwerke Saarlouis GmbH kam weiterhin zusammen, um die aktuelle Situation im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie zu bewerten und über die bestehenden Schutzmaßnahmen zu entscheiden. Nachdem die WHO den globalen Corona-Gesundheitsnotstand aufgehoben und die höchste Alarmstufe für beendet erklärt hat, wurde am 25. Mai 2023 die Stufe 1 des betrieblichen Pandemieplans außer Kraft gesetzt, nach diese am 2. April 2020 ausgerufen worden war.

V. Prognose- und Chancenbericht

1. Unternehmensentwicklung

1.1. Energie- und Wasserabsatz

Der Wirtschaftsplan geht bei der Stromnachfrage für 2024 von einem leicht höheren Absatz im Haushalts-, Gewerbe- und Sonderkundensegment gegenüber 2023 aus. Bei der Gasnachfrage ist temperaturbereinigt ebenfalls mit einem höheren Absatz im Haushalts-, Gewerbe- und Sonderkundensegment gegenüber 2023 zu rechnen. Allerdings können vor dem Hintergrund des abgeschwächten Verbrauchsverhaltens der Kunden, insbesondere durch die wirtschaftliche Lage und das allgemeine Bestreben nach Energieeffizienz, die Absatzmengen noch beeinflusst werden. An den Beschaffungsmärkten ist derzeit mit einer stabilen Marktlage zu rechnen. Allerdings kann durch eine Verschärfung globaler Krisen (Ukraine, Naher Osten) jederzeit mit einer Erhöhung der Beschaffungspreise gerechnet werden, die eine unterjährige Preisanpassung der Vertriebspreise mit sich führen.

Ebenso werden sich auch die wettbewerblichen und politischen Rahmenbedingungen auf den Energievertrieb auswirken. Dies kann zu einer steigenden Wechselbereitschaft bei den Kunden führen. Zukünftig wird es in diesem Marktumfeld schwieriger die Renditeerwartungen der Gesellschafter zu erfüllen.

Im Geschäftsbereich Wasser bleibt der Absatz, insbesondere an Haushaltskunden, bedingt durch die fortlaufenden Einsparungen der Kunden sowie des demographischen Wandels grundsätzlich weiter rückläufig. Hier wird es notwendig sein, eine Tarifgestaltung zu entwickeln, die unabhängiger von kaum zu beeinflussenden Nachfrageentwicklungen ist. Eine Arbeitspreisanpassung erfolgte zum 1. Januar 2024.

1.2. Glasfaser

Die Stadtwerke Saarlouis GmbH betreibt seit 1996 einen synergetischen Leerrohr- bzw. Glasfaserausbau. Seit 2010 wird die Mitverlegung von Speedpipes auf Basis eines FttH-Masterplanes durchgeführt. Zusätzlich wurden bzw. werden bei Erneuerungen von Hausanschlüssen die für die FttH-Erschließung notwendigen Leerrohre mitverlegt. Der derzeitige Ausbaustand entspricht rund 40 % der für einen Voll-Rollout benötigten Leerrohre bzw. Glasfaserstrecken. Um gegenüber anderen Telekommunikationsanbietern im Vorteil zu sein, werden die Stadtwerke Saarlouis GmbH in 2024 mit einem flächendeckenden wirtschaftlichen FttH-Ausbau im Stadtgebiet beginnen. Bereits seit Oktober 2023 werden die ersten Kunden mit Glasfaserprodukten versorgt.

1.3. Erneuerbare Energien

Die Stadtwerke Saarlouis GmbH planen für die Zukunft verstärkt an der Energiewende zu partizipieren. Vor diesem Hintergrund sollen Erneuerbare Energien-Projekte inkl. Bürgerbeteiligung vorangetrieben werden. Entsprechende Flächen wurden bereits mit der Kreisstadt Saarlouis lokalisiert und bzgl. ihrer Machtbarkeit hin untersucht.

1.4. Elektromobilität

Die Stadtwerke Saarlouis GmbH bauen seit 2018 eine gesamtstädtische Ladeinfrastruktur mit Normal- und Schnellladesäulen auf, um so die Elektromobilität voranzutreiben. Vor dem Hintergrund weiterer attraktiver Fördermöglichkeiten, behält sich die Stadtwerke Saarlouis GmbH vor weitere Ladepunkte in Saarlouis zu errichten. Die Entwicklung der in den Ladesäulen abgesetzten Mengen können aus heutiger Sicht als positiv angesehen werden.

1.5. Netzinfrastruktur

Die Bundesnetzagentur hat Ende 2023 von ihrer in § 14a EnWG vorgesehenen Festlegungsermächtigungen Gebrauch gemacht. Die Beschlusskammern 6 und 8 haben Festlegungen zu den Eckpunkten der Ausgestaltung der Vorgaben zur Integration von steuerbaren Verbrauchseinrichtungen sowie zur Ausgestaltung der Netzentgeltreduzierungen veröffentlicht. Die Umsetzung startete bereits zum 01.01.2024. Die Betreiber von Stromnetzen der allgemeinen Versorgung müssen die Festlegung zwingend umsetzen und erhalten mit der netzorientierten Steuerung ein Instrument, über das Engpässe in einzelnen Netzbereichen möglichst vermieden werden sollen. Auf diese Weise soll dem sprunghaft gestiegenen Zubau insbesondere von Wärmepumpen und privaten Ladeeinrichtungen übergangsweise begegnet werden können, jedenfalls solange der notwendige Netzausbau nicht umgesetzt werden kann. Die Netzwerke Saarlouis GmbH erarbeiten derzeit gemeinsam mit der Stadtwerke Saarlouis GmbH entsprechende Lösungen, um die technischen Voraussetzungen für ein netzorientiertes Steuern zu schaffen. Mit entsprechenden Lösungen ist bereits im Laufe des Jahres 2024 zu rechnen.

1.6. Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit und Klimaschutz sind Kernelemente der politisch-strategischen Ausrichtung der EU. Im Mittelpunkt steht hierbei das Ziel der Klimaneutralität bis 2050. Zu dessen Erreichung wurde 2019 mit dem European Green Deal ein zentrales Maßnahmenpaket vorgestellt, das in den Bereichen Verkehr, Handel, Industrie und Energieversorgung für weniger CO 2 -Emissionen durch klimaschutzrelevante Maßnahmen und die Umstellung auf eine emissionsfreie Wirtschaft sorgen soll. Trotz der großen Investitionsmenge in Höhe von mindestens einer Billion Euro, die von der EU im European Green Deal zur Erreichung der Klimaziele festgeschrieben wurde, sieht sich die EU nur in Zusammenarbeit mit der Privatwirtschaft dazu in der Lage, einen ausreichenden finanziellen und effizienten Weg hin zur Klimaneutralität zu gehen. In diesem Kontext kommt der EU-Taxonomie-Verordnung (EU 2020/852), die im Juni 2020 final verabschiedet wurde, eine wichtige Rolle zu, um Wirtschaftstätigkeiten aufgrund ihrer Nachhaltigkeit zu klassifizieren und Kapitalströme, wie private Investitionen, gezielt auf nachhaltige Wirtschaftsaktivitäten zu lenken. Der Gedanke dahinter: Es soll mehr Geld in nachhaltige Tätigkeiten einfließen, um Ziele, wie den Wandel von der Kohleverstromung hin zu einer klimaneutralen Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien, schneller erreichen zu können.

Artikel 8 der Taxonomie-Verordnung (EU) 2020/852) regelt die Berichtspflichten. Nicht-Finanzunternehmen, zu den auch die Stadtwerke Saarlouis GmbH gehören, die unter die nicht-finanzielle Berichterstattung (NFRD bzw. zukünftig CSRD) fallen, gelten als berichtspflichtig. Diese Unternehmen müssen gemäß Artikel 8 in ihre nichtfinanzielle Berichterstattung aufnehmen, "wie und in welchem Umfang die Tätigkeiten des Unternehmens mit Wirtschaftstätigkeiten verbunden sind, die als ökologisch nachhaltige Wirtschaftstätigkeiten gemäß Taxonomie-Verordnung einzustufen sind". Herangezogen werden hierfür drei "key performance indicators" (KPI): Umsatz, Investitionsausgaben und Betriebsausgaben.

Die Stadtwerke Saarlouis GmbH sind aufgrund des vorgenannten gesetzlichen Rahmens berichtspflichtig. Erstmalig wird die Berichtspflicht, nach den derzeit geltenden gesetzlichen Vorgaben, für das Geschäftsjahr 2025 in 2026 umgesetzt werden müssen. Hierzu haben sich die Stadtwerke Saarlouis GmbH personell so aufgestellt, dass ein Team von internen Experten die Berichtserstattung federführend im Haus bearbeitet. Das Team wird zur vollständigen Bearbeitung des zu erstellenden Berichtes von Bereichs- und Abteilungsverantwortlichen unterstützt. Weitere Unterstützung wird von Seiten der Wirtschaftsprüfer sowie aus dem Stadtwerkeverband der Trianel geleistet.

Zur Erstellung des Berichtes wird derzeit eine Software im Rahmen eines Pilotprojektes getestet. Das Pilotprojekt ist für den Zeitraum eines halben Jahres angesetzt. Weitere Softwarelösungen werden derzeit von zwei anderen Stadtwerken erprobt. Nach Abschluss des Pilotprojektes wird ein Benchmark der getesteten Softwarelösungen durchgeführt. Dieses Vorgehen dient der Entscheidungsfindung ob und welche der getesteten Softwarelösungen, die geeignetste Lösung für die Erstellung des Berichtes darstellt.

2. Entwicklung im Geschäftsjahr 2024

Die Verschärfung des Wettbewerbes im Energiemarkt wird sich auch im Jahr 2024 fortsetzen. Insbesondere durch den Wegfall des Zuschusses für die Übertragungsnetzentgelte in Höhe von 5,5 Mrd. EUR für das Jahr 2024 hat sich das Netzentgelt der Übertragungsnetzbetreiber von 3,12 ct/kWh auf 6,43 ct/kWh mehr als verdoppelt. Dieser Umstand wird die Stadtwerke Saarlouis GmbH vor besondere Herausforderungen bei der Gestaltung der Vertriebspreise stellen. Auch eine Anpassung der Vertriebsstrategie behalten sich die Stadtwerke Saarlouis GmbH vor dem Hintergrund der Strom- und Erdgaspreisentwicklung vor. Durch den Wegfall der Preisbremsen für Strom und Gas wird sich der Wettbewerb auf dem Energiemarkt ebenfalls wieder verschärfen.

Für das laufende Geschäftsjahr erwarten die Stadtwerke Saarlouis GmbH einen Stromabsatz von 71.499 MWh, einen Erdgasabsatz von 88.417 MWh und einen Wasserabsatz von 2.158 Tcbm.

Der Wirtschaftsplan beinhaltet Investitionen in Höhe von 17.633 TEUR. Im Strombereich sollen 6.205 TEUR investiert werden, die im Wesentlichen für die Erweiterung des Umspannwerkes Fort Rauch dienen. Die bestehende 10 kV-Schaltanlage bietet keine weiteren Abgangsfelder zur Versorgung zusätzlicher Kundenanfragen. Mit einer neuen 10 kV-Schaltanlage wird den Anforderungen, die sich aufgrund der Energiewende ergeben, Rechnung getragen. Neue Mittelspannungs-Hausanschlüsse werden beispielsweise für die Elektrifizierung der Busflotte des ÖPNV benötigt. Darüber hinaus müssen durch die hohe Anzahl an PV-Anlagen, Wärmepumpen, Wallboxen und weitere Verbraucher und Einspeiser sowie der gesetzlichen Anforderungen (z.B. steuerbare Verbrauchseinrichtungen gem. § 14a EnWG oder Osterpaket 2023) zusätzliche Investitionen zur Digitalisierung des Niederspannungsnetzes erfolgen. Des Weiteren ist beabsichtigt die Planung eines neuen Umspannwerkes im Bereich Röderberg aufzunehmen. Aufgrund der Sektorenkopplung (Elektrifizierung des Wärme- und Verkehrssektors) sowie der stark voranschreitenden Energiewende soll das Umspannwerk Röderberg als neuer Einspeisepunkt zur Versorgung der Ortschaften inkl. Gewerbegebietes östlich der Saar errichtet werden. Erst durch die Errichtung des neuen Einspeisepunktes können die zusätzlichen Lastentnahmen (Elektromobilität, LKW-Ladeparks der angesiedelten Speditionen, Leistungserhöhungen im Gewerbegebiet Röderberg) sowie Erneuerbare-Energien-Anlagen auf größeren Hallendächern oder Freiflächenanlagen netztechnisch aufgenommen werden.

Im Erdgasbereich sind für die fortlaufende Ertüchtigung der Verteilungsnetze 1.526 TEUR geplant. Im Bereich Wasser werden 3.159 TEUR investiert und für die Sonstigen Tätigkeiten werden 105 TEUR benötigt. Im gemeinsamen Bereich werden 1.087 TEUR investiert.

Die Investitionen im Glasfaserbereich in Höhe von 5.561 TEUR beinhalten die ersten Investitionen in den flächendeckenden FttH-Ausbau. Ein Ausbau der Stadtteile erfolgt jedoch nur, wenn sich ein entsprechendes Kundeninteresse zeigt und die Wirtschaftlichkeit gegeben ist. Darüber hinaus planen die Stadtwerke Saarlouis GmbH die Glasfaserinfrastruktur in einer eigenen Gesellschaft abzubilden, um die Finanzierung des flächendeckenden Ausbaus sicherzustellen.

Das Geschäftsjahr 2024 ist geprägt von zum Teil starken Preissteigerungen und langen Lieferfristen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen. Ob alle geplanten Investitions- und Unterhaltungsmaßnahmen planmäßig durchgeführt werden können, bleibt abzuwarten bzw. bedarf einer kontinuierlichen Beobachtung des Marktes.

Der Wirtschaftsplan sieht einen Jahresüberschuss vor Ergebnisverwendung von 3.701 TEUR vor. Unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Konsequenzen bzgl. der oben beschriebenen Entwicklung und der indirekten Auswirkungen der noch ausstehenden Genehmigungen der Erlösobergrenzen Strom (3. Regulierungsperiode 2019 bis 2023 und 4. Regulierungsperiode 2024 bis 2028) sowie der Genehmigung der Erlösobergrenze Gas (4. Regulierungsperiode 2023 bis 2027) bei der Tochtergesellschaft Netzwerke Saarlouis GmbH geht die Geschäftsführung in 2024 jedoch weiterhin von einem positiven Ergebnis aus.

 

Saarlouis, 10. Mai 2024

Dr. Ralf Levacher

Helmut Bier

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Stadtwerke Saarlouis GmbH, Saarlouis

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Stadtwerke Saarlouis GmbH, Saarlouis, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Stadtwerke Saarlouis GmbH, Saarlouis, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG

Prüfungsurteile

Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 eingehalten hat. Darüber hinaus haben wir die Tätigkeitsabschlüsse für die Tätigkeiten "Elektrizitätsverteilung", "Gasverteilung", "Entwicklung, Verwaltung oder Betrieb von Ladepunkten für Elektromobile nach § 7c Abs. 2b EnWG" gem. § 6b Abs. 3 Satz 1 EnWG sowie "Messstellenbetrieb gem. § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG" - bestehend jeweils aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie die als Anlage beigefügten Angaben zu den Rechnungslegungsmethoden für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse - geprüft.

Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entsprechen die beigefügten Tätigkeitsabschlüsse in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG und des § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten und der Tätigkeitsabschlüsse in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F.) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG" weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des IDW Qualitätsmanagementstandards: Anforderungen an das Qualitätsmanagement in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QMS 1 (09.2022)) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für die Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten. Die gesetzlichen Vertreter sind auch verantwortlich für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse nach den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG und des § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten.

Die Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass der jeweilige Tätigkeitsabschluss kein unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Tätigkeit zu vermitteln braucht.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten der Gesellschaft nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen,

ob die gesetzlichen Vertreter ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten haben und

ob die Tätigkeitsabschlüsse in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG und des § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG entsprechen.

Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG beinhaltet.

Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sowie nach § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.

Unsere Verantwortung für die Prüfung der Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass wir für den jeweiligen Tätigkeitsabschluss keine Beurteilung der sachgerechten Gesamtdarstellung vornehmen können.

 

Saarbrücken, 10. Mai 2024

DORNBACH GmbH
NIEDERLASSUNG SAARBRÜCKEN
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Prof. Hell, Wirtschaftsprüfer

Theobald, Wirtschaftsprüfer

Datum der Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 26. Juni 2024 festgestellt.

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