Stammdaten

Register
Amtsgericht Jena HRB 402629
Vorher
purus Niedergebra GmbH
Eingetragen
18.11.2005
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Platten, Folien, Schläuchen und Profilen aus KunststoffenBearbeitung und Veredlung von Kunststoffwaren
Gegenstand
die Annahme, Aufbereitung und Wiederverwertung von Altkunststoffen, sowie die Produktion und der Handel von Kunststofferzeugnissen, insbesondere Granulaten, Regranulaten und Compound und Verbundwerkstoffen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Bendedikt Tutewohl
seit 25.3.2025
Prokura
Jochen Kübler
seit 25.3.2025
Prokura
Christoph Ott
seit 5.9.2024
Geschäftsführer
Robert Lackner
seit 5.9.2024
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Borealis AGAUT
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Borealis AG
Austria
26.000 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

mtm plastics GmbH

Niedergebra

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 277,00 965,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.473.619,83 4.695.662,83
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.584.950,00 7.668.419,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 992.522,00 890.779,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.490.526,63 14.541.618,46 1.651.803,87 14.906.664,70
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 39.400,00 39.400,00
14.581.295,46 14.947.029,70
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.320.995,48 1.731.550,87
2. Unfertige Erzeugnisse 305.310,80 997.307,89
3. Fertige Erzeugnisse 1.365.206,25 5.014.653,33
4. Geleistete Anzahlungen 9.000,00 4.000.512,53 0,00 7.743.512,09
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.983.780,21 1.698.270,33
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.328.097,10 2.154.711,15
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.969.988,82 6.281.866,13 1.632.489,39 5.485.470,87
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 12.412.853,11 2.588.181,79
22.695.231,77 15.817.164,75
C. Rechnungsabgrenzungsposten 64.520,61 43.086,40
37.341.047,84 30.807.280,85

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 26.000,00 26.000,00
II. Kapitalrücklage 20.687.794,07 687.794,07
III. Gewinnvortrag 3.493.400,48 4.801.704,31
IV. Jahresfehlbetrag -10.729.858,86 -1.308.303,83
13.477.335,69 4.207.194,55
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 1.914.863,58 342.532,42
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 37.674,12 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.400.144,41 3.921.585,38
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Untemehmen 19.196.510,64 21.785.295,62
4. Sonstige Verbindlichkeiten 314.519,40 550.672,88
- davon aus Steuern EUR 92.274,49 (i. Vj. EUR 50.045,77) -
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 8.721,33 (i. Vj. EUR 9.054,24) -
21.948.848,57 26.257.553,88
37.341.047,84 30.807.280,85

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 31.962.142,05 33.166.465,43
2. Verminderung oder Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -4.341.444,17 4.959.207,31
3. Sonstige betriebliche Erträge 875.596,02 5.087.393,35
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 11.027.583,21 13.947.055,39
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 11.027.261,00 22.054.844,21 16.301.555,75 30.248.611,14
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 4.612.630,67 4.320.611,12
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 885.858,78 5.498.489,45 840.884,44 5.161.495,56
- davon für Altersversorgung EUR 8.668,19 (i. Vj. EUR 11.464,68) -
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.217.871,87 2.208.769,65
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 8.363.568,60 6.569.296,84
8. Erträge aus Beteiligungen 65.900,62 0,00
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 138,00 0,00
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.123.497,07 314.454,82
- davon an verbundene Unternehmen EUR 1.121.267,14 (i. Vj. EUR 314.077,99) -
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -713,72 0,00
12. Ergebnis nach Steuern -10.695.224,96 -1.289.561,92
13. Sonstige Steuern 34.633,90 18.741,91
14. Jahresfehlbetrag -10.729.858,86 -1.308.303,83

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft wird unter der Firma mtm plastics GmbH mit Sitz in Niedergebra im Handelsregister des Amtsgerichts Jena unter HRB 402629 geführt.

Der Jahresabschluss der mtm plastics GmbH zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie den ergänzenden Vorschriften des GmbHG aufgestellt, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren gewählt wurde. Die Gesellschaft macht bei der Aufstellung des Anhangs von den Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften Gebrauch.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz anzubringenden Vermerke zu den Restlaufzeiten der Forderungen und Verbindlichkeiten einheitlich im Anhang aufgeführt.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt durch die Einbindung in die Borealis-Gruppe. Die mtm plastics GmbH kann sich über ein "TREASURY MANAGEMENT AGREEMENT" vom 05.10.2016 finanziell so aufstellen, dass sie jederzeit in der Lage ist, ihre Verpflichtungen zu erfüllen (Cashpoollinie innerhalb der Borealis-Gruppe). Da die mtm plastics GmbH eine zentrale Rolle in der Strategie der Circular Economy der Borealis AG spielt, wird erwartet, dass die Finanzierung durch die Borealis-Gruppe langfristig erfolgen wird. Entsprechend wurde von der Geschäftsführung der Borealis Financial Services N.V. schriftlich bestätigt, dass das Agreement nicht vor dem 31. August 2026 gekündigt wird. Aus diesem Grund geht die Geschäftsführung davon aus, dass die Unternehmensfortführung überwiegend wahrscheinlich ist. Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 3 bis 15 Jahren linear abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode auf der Basis der geschätzten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer pro rata temporis vorgenommen. Die Abschreibungsdauer beträgt danach regelmäßig 3 bis 33 Jahre. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu einschließlich 800 EUR werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Geleistete Anzahlungen werden zum Nennwert bilanziert. Die Herstellungskosten für die aktivierten Eigenleistungen aus dem Vorjahr umfassen die aktivierungspflichtigen Bestandteile gemäß § 255 Abs. 2 HGB.

Das Finanzanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten bilanziert. Bei dauerhaften Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Der Bestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen wird mit den Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet.

Die Bewertung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten. Die Herstellungskosten umfassen neben den Material- und Fertigungseinzelkosten, auch angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten, des Wertverzehrs des Anlagevermögens sowie einen angemessenen Teil an Verwaltungsgemeinkosten. Die Bewertung wird retrograd vorgenommen. Das Niederstwertprinzip wurde beachtet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde eine pauschale Wertberichtigung in Höhe von 0,50 % (VJ: 0,68 %) des Forderungsbestands vorgenommen. Der Effekt aus der Bewertungsänderung beträgt 0,8 TEUR für das aktuelle Geschäftsjahr. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das Eigenkapital ist mit dem Nennbetrag angesetzt. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt 26 TEUR und ist in voller Höhe eingezahlt.

Die Rückstellungen beinhalten alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung der Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Erfüllung der Verpflichtungen notwendigen Betrags.

Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zum Erfüllungsbetrag.

III. Angaben zur Bilanz

Aktiva

Einzelheiten zur Entwicklung des Anlagevermögens können dem Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) entnommen werden. Die Abgänge der Anlagen im Bau i.H.v. 400 TEUR betreffen Korrekturumgliederungen im Zuge der Anlagendurchsicht. Eine Anlageninventur wurde in 2024 durchgeführt.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren, wie auch zum Vorjahresbilanzstichtag, vollständig aus Lieferungen und Leistungen. Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen 2.328 TEUR (VJ: 2.115 TEUR) gegen den Gesellschafter.

Die sonstigen Vermögensgegenstände von 1.970 TEUR (VJ: 1.632 TEUR) enthalten:

eine Energiesteuerrückerstattung von 490 TEUR (VJ: 404 TEUR)

Vermögensgegenstände aus Steuererstattungsansprüchen von 252 TEUR (VJ: 146 TEUR), die rechtlich erst nach dem Bilanzstichtag entstehen. In dem Betrag sind österreichische Steuererstattungsansprüche in Höhe von 250 TEUR enthalten, die aus Rechnungskorrekturen entstanden sind.

Forderungen in fremder Währung bestehen nicht. Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben - wie zum Vorjahresbilanzstichtag - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Passiva

In der Gesellschafterversammlung vom 18. Dezember 2023 wurde beschlossen die Kapitalrücklage der Gesellschaft gem. §272. Abs. 2 Nr. 4 HGB um EUR 20 Mio. erhöhen. In diesem Zusammenhang hat die Gesellschafterin Borealis AG bestehende Darlehensverbindlichkeiten aus einem kurzfristigem Gesellschafterdarlehen iHv EUR 15 Mio sowie EUR 5 Mio Verbindlichkeiten aus kurzfristigem Finanzverkehr eingebracht.

Das Eigenkapital setzt sich danach wie folgt zusammen:

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
Gezeichnetes Kapital 26.000,00 26.000,00
Kapitalrücklage 20.687.794,07 687.794,07
Gewinnvortrag 3.493.400,48 4.801.704,31
Jahresfehlbetrag 10.729.858,86 1.308.303,83
13.477.335,69 4.207.194,55

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Personalaufwendungen 236 TEUR (VJ: 121 TEUR), Stromleistungen 774 TEUR (VJ: 0 TEUR), weitere ausstehende Rechnungen iHv 772 TEUR (VJ 92 TEUR) sowie Gewährleistungsverpflichtungen iHv 73 TEUR (VJ 77 TEUR). Der Anstieg der sonstigen Rückstellungen resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Rückstellung für Stromkosten aufgrund nicht erreichter Netzentgeltrückerstattung für stromintensive Unternehmen lt. § 32 Abs. 10 StromNEV (ab 7.000 Benutzungsstunden) sowie aus dem Anstieg der Rückstellung für ausstehende Rechnungen. Diese betrifft insbesondere die Erhöhung von Dienstleistungen verbundener Unternehmen.

Die Restlaufzeit der Verbindlichkeiten zeigt folgender Verbindlichkeitenspiegel:

gesamt
TEUR
bis 1 Jahr
TEUR
mehr als 1 Jahr
TEUR
davon mehr als 5 Jahre
TEUR
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 38 38 0 0
(VJ) (0) (0) (0) (0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.400 2.400 0 0
(VJ) (3.922) (3.922) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 19.197 838 18.359 0
(VJ) (21.785) (1.011) (20.774) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 314 314 0 0
(VJ) (551) (544) (7) (0)
21.949 3.590 18.359 0
(26.258) (5.477) (20.781) (0)

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von 18.359 TEUR (VJ: 20.774 TEUR) aus dem Finanzverkehr und in Höhe von 838 TEUR (VJ: 1.011 TEUR) aus Lieferungen und Leistungen.

Die in den sonstigen Verbindlichkeiten enthaltenen Mietkaufverbindlichkeiten (7 TEUR; VJ: 26 TEUR) sind durch Eigentumsvorbehalt und Sicherungsübereignungen gesichert.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse belaufen sich auf insgesamt 31.962 TEUR (VJ: 33.166 TEUR) und setzen sich wie folgt zusammen:

Umsatz aus Produkten: 29.139 TEUR (VJ: 30.815 TEUR)

Umsatz aus Wertstoffannahme: 2.783 TEUR (VJ: 2.729 TEUR)

Sonstiger Umsatz: 48 TEUR (VJ: 94 TEUR)

Erlösschmälerungen: -8 TEUR (VJ: -200 TEUR)

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Aufwandszuschüsse des Gesellschafters aus dem Hedging von Strompreisen auf Konzernebene in Höhe von 731 TEUR (VJ: 4.860 TEUR) enthalten. Die Veränderung resultiert aus den Preisen des Strommarktes.

Materialaufwendungen

Der Materialaufwand in Höhe von 22.055 TEUR (VJ: 30.249 TEUR) umfasst die folgenden Positionen:

Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe: 11.028 TEUR (VJ: 13.947 TEUR)

Aufwendungen für bezogene Leistungen: 11.027 TEUR (VJ: 16.302 TEUR)

Abschreibungen

Die Abschreibungen im Geschäftsjahr belaufen sich auf 2.218 TEUR (VJ: 2.209 TEUR) und betreffen hauptsächlich Abschreibungen auf Sachanlagen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen i. H. v. 38 TEUR (VJ: 65 TEUR) enthalten.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Im Geschäftsjahr fielen Zinsen und ähnliche Aufwendungen in Höhe von 1.123 TEUR (VJ: 314 TEUR) an. Diese sind hauptsächlich Zinsaufwendungen für das internal Banking.

Steuern von Einkommen und Ertrag

Die Steuern von Einkommen und Ertrag belaufen sich auf 1 TEUR (VJ: 0 TEUR) und umfassen die Steuererstattung für die Körperschaftsteuer sowie die Gewerbesteuer- und den Solidaritätszuschlag.

Sonstige Steuern

Die sonstigen Steuern belaufen sich auf 35 TEUR (VJ: 19 TUR) und beinhalten unter anderem Grundsteuer und Kraftfahrzeugsteuer, sowie die Steuernachzahlung für Vorjahre.

V. Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr bzw. bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses 2023:

Herr Michael Freutsmiedl (hauptberuflicher Geschäftsstellenleiter und Geschäftsführer der mtm plastics GmbH), Trostberg (Abbestellt am 11.07.2024)

Herr Marco Anorien (hauptberuflicher Geschäftsstellenleiter und Geschäftsführer der mtm plastics GmbH), Timmendorf (Insel Poel) (Abbestellt am 17.04.2023)

Herr Robert Lackner (hauptberuflicher Geschäftsstellenleiter und Geschäftsführer der mtm plastics GmbH), Völkermarkt (AT) (Bestellt am 5.9.2024)

Herr Christoph Ott (hauptberuflicher Geschäftsstellenleiter und Geschäftsführer der mtm plastics GmbH), Bleicherode (Bestellt am 5.9.2024)

Vom Wahlrecht § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht.

Mitarbeiter

Im Berichtsjahr wurden durchschnittlich 102 Arbeitnehmer beschäftigt, davon 16 Angestellte und 86 gewerbliche Arbeitnehmer (VJ: 99 Arbeitnehmer, davon 13 Angestellte und 86 gewerbliche Arbeitnehmer).

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse.

Die im Vorjahr vorhandene Patronatserklärung i. H. v. 43 TEUR gegen ein verbundenes Unternehmen wurde abgelöst.

Zum Stichtag bestehen finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen in Höhe von insgesamt 931 TEUR (zahlbar 2024 bis 2030).

Beteiligungen

Name Sitz Beteiligungsquote Eigenkapital Letztes Jahresergebnis *
VGS mbH & Co. KG Overath 10,00% 336.007,30 EUR -21.918,08 EUR (2023)
VGS mbH Overath 9,09% 115.040,81 EUR 1.790,47 EUR (2023)
GBP Quality GmbH Essen 12,50% 48.095,31 EUR 14.703,39 EUR (2023)

* Die Berichtsangaben beziehen sich auf den zuletzt vorgelegten Jahresabschluss.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres liegen nicht vor.

Ergebnisverwendung

Das Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 10.730 TEUR ab. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Konzernverhältnisse

Die mtm plastics GmbH steht mit der Borealis AG, Wien, und deren verbundenen Unternehmen in einem Konzernverhältnis und gehört dem Kreis der vollkonsolidierten Unternehmen an. Der Jahresabschluss der mtm plastics GmbH fließt in den Konzernabschluss der Borealis AG ein. Der Borealis AG Konzernabschluss ist im Firmenbuch offengelegt.

Die Borealis AG, Wien, erstellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen nach dem International Financial Reporting Standards (IFRS) wie sie in der EU anzuwenden sind. Dieser Konzernabschluss wird in Wien beim Firmenbuch des Handelsgerichtes Wien hinterlegt.

Das oberste Mutterunternehmen ist die OMV Aktiengesellschaft, Wien, welche den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen nach dem International Financial Reporting Standards (IFRS) aufstellt. Der Konzernabschluss wird am Sitz der Gesellschaft offengelegt und auf der Webseite des Unternehmens veröffentlicht.

 

Niedergebra, 24.04.2025

mtm plastics GmbH

Robert Lackner, Geschäftsführer

Christoph Ott, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 291.195,05 0,00 0,00 0,00 291.195,05
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.697.237,68 0,00 363.355,61 0,00 12.060.593,29
2. Technische Anlagen und Maschinen 32.328.889,31 0,00 1.333.566,20 29.227,82 33.633.227,69
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.353.568,78 96.109,72 224.183,34 52.196,17 2.621.665,67
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.651.803,87 2.159.938,77 -1.921.105,15 400.110,86 1.490.526,63
48.031.499,64 2.256.048,49 0,00 481.534,85 49.806.013,28
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 39.400,00 0,00 0,00 0,00 39.400,00
48.362.094,69 2.256.048,49 0,00 481.534,85 50.136.608,33
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023
EUR
Abschreibungen des Geschäftsjahres
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 290.230,05 688,00 0,00 0,00 290.918,05
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.001.574,85 585.398,61 0,00 0,00 7.586.973,46
2. Technische Anlagen und Maschinen 24.660.470,31 1.415.089,20 0,00 27.281,82 26.048.277,69
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.462.789,78 216.696,06 0,00 50.342,17 1.629.143,67
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
33.124.834,94 2.217.183,87 0,00 77.623,99 35.264.394,82
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
33.415.064,99 2.217.871,87 0,00 77.623,99 35.555.312,87
Buchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 277,00 965,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.473.619,83 4.695.662,83
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.584.950,00 7.668.419,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 992.522,00 890.779,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.490.526,63 1.651.803,87
14.541.618,46 14.906.664,70
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 39.400,00 39.400,00
14.581.295,46 14.947.029,70

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

der mtm plastics GmbH

1. Grundlagen der Gesellschaft

1.1 Geschäftsmodell

Die mtm plastics GmbH bereitet am Standort in Niedergebra Sekundärrohstoffe zu hochwertigen Regranulaten und Compounds für die weiterverarbeitende Kunststoffindustrie auf. Der ganzheitliche Geschäftsprozess umfasst neben der Annahme, der Aufbereitung und der Wiederverwertung der eingesetzten Altkunststoffe sowie Plastic-Byproducts hin zu den Regranulaten auch den Vertrieb dieser Kunststofferzeugnisse. Die Weiterverarbeitung berücksichtigt dabei individuelle kundenspezifische Anforderungen.

Die Regranulate werden unter den Markennamen Dipolen und Purpolen vertrieben. Sie unterscheiden sich in ihren Materialeigenschaften und werden maßgebend in der Verpackungs- und Bauindustrie sowie in Spezialanwendungen wie in Haushalts- und Gartengeräten eingesetzt. Beide Materialien sind jedoch insbesondere für Spritzgussanwendungen geeignet.

Des Weiteren bietet die mtm plastics GmbH den Service der Lohngranulierung - und Compoundierung an.

Das Unternehmen ist Bestandteil der Borealis Group of Companies, Wien. Am 04.11.2020 wurde die OMV AG Mehrheitseigentümer der Borealis AG und somit oberster Mutterkonzern der mtm plastics GmbH.

1.2 Ziele und Strategien

Zu den wichtigsten Zielen gehört die Förderung der Kreislaufwirtschaft, um Kunststoffabfälle als Ressource zu nutzen und einen geschlossenen Kreislauf für Kunststoffe zu schaffen.

Um diese Ziele zu erreichen, wurden gemäß dem strategischen Plan weitere Investitionsprojekte durchgeführt, um die Anlagenkapazität weiter zu erhöhen und Effizienzen zu schaffen.

Diese Ziele und Strategien tragen dazu bei, die Umweltbelastung durch Kunststoffabfälle zu reduzieren und eine nachhaltigere Zukunft zu fördern.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland war in 2023 geprägt von einer schwierigen Marktsituation in Europa. Im Bereich der Kunststoffindustrie haben die fallenden Rohölpreise zu einer Reduktion der Nachfrage nach Rezyklaten geführt.

Zudem stellte sich das Angebot von Polyethylen-Abfällen als Rohstoff auf dem europäischen Markt im ersten Halbjahr des Geschäftsjahrs 2023 als herausfordernd dar und verbesserte sich wesentlich im zweiten Halbjahr 2023. All diese Faktoren haben zu einer signifikanten Reduktion der Profitabilität der gesamten Industrie geführt.

Die niedrigen Neuwarenpreise haben in bestimmten Segmenten und Anwendungen der Kunststoffindustrie zum Materialersatz von Rezyklaten geführt, welche die generelle Nachfrage stark reduziert hat. Die reduzierte Nachfrage und die dadurch bedingten niedrigen Preise für Rezyklate haben die Wirtschaftlichkeit der gesamten Recyclingindustrie stark beeinträchtigt.

2.2 Geschäftsverlauf

Das operative Geschäftsjahr 2023 der mtm plastics GmbH war das gesamte Jahr durch eine schwierige Marktsituation in Europa geprägt, welche einen negativen Einfluss auf das Betriebsergebnis hatte.

Verkaufsseitig hatte die mtm plastics GmbH die Herausforderung eines signifikanten Rückganges der Nachfrage und fallenden Verkaufspreisen von Rezyklaten. Da gleichzeitig die Preise für Neuwarenplastik fielen, griffen manche Kunden auf - nun deutlich billigere - Kunststoffe aus fossilem Rohstoff zurück, um auf die gestiegene Preissensibilität der Verbraucher reagieren zu können, die aufgrund der gestiegenen Lebenshaltungskosten den Preis über den Wert der Nachhaltigkeit stellten. Dies hatte wesentliche negative Auswirkungen auf die Rentabilität des Unternehmens im Geschäftsjahr 2023.

Es wurden gemäß strategischer Planung weitere Investitionsprojekte durchgeführt, um die Anlagenkapazität zu erhöhen und Effizienzen zu schaffen. Diese Investitionen werden zum Ausbau der Marktposition der mtm plastics GmbH beitragen, während die höchsten Sicherheits- und Qualitätsstandards eingehalten werden.

Besondere Schwerpunkte werden im Folgejahr der Ausbau von Kundenbeziehungen, das Management von Betriebsvermögen sowie der Erschließung von neuen Märkten für den Einkauf von Input sein.

2.3 Ertrags, Finanz- und Vermögenslage

2.3.1 Ertragslage

Die Umsatzerlöse lagen im Geschäftsjahr mit 31.962 TEUR leicht unter Niveau des Vorjahres (33.166 TEUR) und deutlich unter den prognostizierten Umsatzerlösen (44.087 TEUR). Der Umsatz aus Regranulaten hat dabei den höchsten Anteil am Gesamtumsatz (68,52 %; Vorjahr: 79,0 %). Das Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem EBIT in Höhe von -9.573 TEUR (Vorjahr: -975 TEUR) und einem Jahresergebnis in Höhe von -10.730 TEUR (Vorjahr: -1.308 TEUR) ab. Das EBITDA ist damit gegenüber dem Vorjahr von 1.234 TEUR auf -7.355 TEUR gefallen.

Die Verschlechterung des EBITDA gegenüber dem Vorjahr und unseren Erwartungen ist das Ergebnis eines schwierigen Absatzmarktes für Rezyklate. Die veränderte Marktsituation führte auch zum Rückgang der Verkaufspreise.

Die durch die höhere Inflation ansteigenden variablen und fixen Kosten wie Dienstleistungen, Rohstoffkosten sowie Preise für Ersatzteile haben gleichzeitig zu einer signifikanten Verschlechterung der Ertragslage geführt.

2.3.2 Finanzlage

Das Geschäftsjahr 2024 stellte das Unternehmen vor erhebliche Herausforderungen. Trotz intensiver Bemühungen, die Effizienz unserer Prozesse zu steigern, mussten wir erneut ein negatives Ergebnis verzeichnen, bedingt durch eine schwächere Nachfrage nach recycelten Kunststoffen und steigenden Rohstoffpreisen. Trotz dieser Rückschläge haben wir Maßnahmen ergriffen, um die finanzielle Stabilität des Unternehmens zu sichern. Dazu zählen Kosteneinsparungsprogramme und die Neuverhandlung von Lieferverträgen.

Die Guthaben bei Kreditinstituten stiegen im Vergleich zum Vorjahresstichtag von 2.588 TEUR um 9.825 TEUR auf 12.413 TEUR.

Der negative Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit konnte den Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit nicht decken. Hierzu wurde die Inanspruchnahme des Cashpoolings genutzt. Der Finanzmittelfond ist gegenüber dem Vorjahr um 9.825 TEUR gestiegen. Der mtm plastics standen zum Stichtag ausreichend finanzielle Mittel aus Finanzierungsmöglichkeiten mit der Borealis-Gruppe zur Verfügung.

Die mtm plastics GmbH kann sich zudem über ein "TREASURY MANAGEMENT AGREEMENT" vom 05.10.2016 finanziell so ausstatten, dass sie jederzeit in der Lage ist, ihre Verpflichtungen zu erfüllen (Cashpoollinie innerhalb der Borealis-Gruppe). Das Agreement wird automatisch um 12 Monate verlängert, die Kündigungsfrist beträgt 1 Monat. Die Geschäftsführung der Borealis Financial Services N.V. hat schriftlich bestätigt, das Agreement nicht vor dem 31. August 2026 zu kündigen.

Im Berichtsjahr wurden neue Investitionsprojekte gestartet. Insgesamt wurden im Berichtsjahr 2.256 TEUR investiert. Ein signifikanter Teil der Investitionen wurde getätigt um die Anlagensicherheit sowie Anlageninfrastruktur zu verbessern, um einen effizienten und sichereren Produktionsprozess zu gewährleisten. Weiters wurden Investitionen an den Anlagen selbst unternommen, um einen reibungslosen Produktionsprozess sicherzustellen und damit die Anlagen an die neuesten Rohstoffveränderungen angepasst werden können, zum Beispiel in den Dosiersystemen.

2.3.3 Vermögenslage

Die Bilanzsumme beträgt zum Stichtag 37.341 TEUR und liegt damit 6.534 TEUR über Vorjahresniveau. Zum 31.12.2023 war das Anlagevermögen dabei durch Eigenkapital mit 92,4 % (31.12.2022 28,1 %) und durch mittel- und langfristiges Fremdkapital mit 7,6 % (31.12.2022 71,9 %) gedeckt.

Die Bestände an fertigen und unfertigen Erzeugnissen haben sich um 4.341 TEUR reduziert.

Der Anstieg des Eigenkapitals resultiert aus einer Einbringung durch die Gesellschafterin in die Kapitalrücklage in Höhe von 20 mEUR. Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 36,1 % (31.12.2022 13,7 %) der Bilanzsumme.

Der wesentliche Anteil am Fremdkapital resultiert zum Bilanzstichtag in Höhe von 19.197 TEUR aus Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und betrifft in Höhe von 18.359 TEUR die Verbindlichkeiten aus dem Finanzverkehr.

2.4 Finanzielle Leistungsindikatoren

Für die interne Steuerung wird als finanzieller Leistungsindikator EBIT und EBITDA verwendet.

3. Prognose, Chancen- und Risikobericht

3.1 Prognosebericht

Zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Lageberichts ist festzustellen, dass die beschriebenen Herausforderungen im vollen Umfang zum Tragen kommen. Das spiegelt sich auch in den Ergebnissen von 2024 sowie der Vorausschau für 2025 wider. Der Trend von abschwächenden Verkaufspreisen, der auch das Neuwarenplastikgeschäft betrifft, hält auch über 2024 und 2025 an. Die bestehende hohe Inflation und anhaltend höhere Energiepreise trüben auch weiterhin die Nachfrage auf dem Markt nach Rezyklaten. Weitere Kosten werden durch die voranschreitende Integration in den Borealis-Konzern hervorgerufen, zum Beispiel im Bereich Arbeitssicherheit. Vor diesem Hintergrund wird im abgelaufenen Geschäftsjahr 2024 mit einem Umsatz in der Größenordnung von rund 35 mEUR gerechnet. Für das Geschäftsjahr 2025 sind Umsatzerlöse von ebenfalls rund 35 mEUR geplant. Wir gehen davon aus, dass das EBITDA des Geschäftsjahres 2024 signifikante Verbesserungen zum Vorjahr aufweist. Das EBITDA für das Geschäftsjahr 2024 liegt bei rund -4,90 mEUR. Für das Geschäftsjahr 2025 ist ein EBITDA von 0,62 mEUR und ein EBIT von 3,50 mEUR geplant.

Unsere langfristige Strategie bleibt unverändert: Wir setzen weiterhin auf Innovation, Nachhaltigkeit und die Förderung der Kreislaufwirtschaft. Wir sind zuversichtlich, dass die ergriffenen Maßnahmen und die kontinuierliche Verbesserung unserer Prozesse uns helfen werden, zukünftige Schwierigkeiten zu überwinden und wieder zu profitablem Wachstum zurückzukehren.

3.2 Chancenbericht

Da die mtm plastics GmbH eine zentrale Rolle in der Strategie der Circular Economy der Borealis AG, und im weiteren Sinn der OMV AG spielt, wird ein Fokus darauf gelegt, die Kapazitäten des mechanischen Recyclings der mtm plastics GmbH weiter nachhaltig zu erhöhen, um eine noch bessere Recyclingquote zu erreichen. Dies geschieht parallel dazu, die neu eingeführten Produkte, Prozesse und Strategien zu festigen, zu verbessern und kontinuierlich an die Anforderungen der Kunden anzupassen. Der Wert der Produkte wird zudem weiter über Maßnahmen wie zusätzliche Nachhaltigkeitszertifizierungen gesteigert.

Durch die kontinuierliche Integration in den Konzern der OMV AG wird auch ein erhöhter Schwerpunkt auf Sicherheit sowie Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitern gelegt in 2025. Außerdem steht die Prozessoptimierung im Fokus, um die Synergien mit Borealis AG und der OMV AG bestmöglich nutzen zu können.

Absatzseitig werden verstärkte Anstrengungen zur Gewinnung neuer Kunden sowie dem Ausbau existierender Kundenbeziehungen durch das Erweitern des Produktportfolios und das Anpassen des Produktmix unternommen. Außerdem wird verstärkt ein Fokus darauf gelegt, nachhaltige Kundenbeziehungen auf Basis der immer wichtiger werdenden Wertversprechen der Nachhaltigkeit der Kunden der mtm plastics GmbH an ihre Endkunden aufzubauen und zu erweitern. Zusätzlich werden weitere Schritte in eine Integration in den Borealis Konzern in diesem Bereich umgesetzt, um die Reichweite des Verkaufes zu erhöhen.

Um das betriebswirtschaftliche Ergebnis nachhaltig in den positiven Bereich zu entwickeln wurde eine spezielle Arbeitsgruppe im Borealis Konzern gebildet um diverse Initiativen in einer Vielzahl von Bereichen umzusetzen. Einige dieser Initiativen wurden schon in 2024 abgeschlossen, wohingegen die Resultate der mittelfristigen Initiativen in 2025-2026 sichtbar werden sollten.

3.3 Risikobericht

Im Rahmen der Risikoanalyse wurden verschiedene bestandsgefährdende Risiken identifiziert und bewertet. Das bedeutendste Risiko in 2025 ist eine geschwächte Nachfrage am Markt nach Rezyklaten durch die niedrigen Preise von Neuplastik und weil gesetzliche Erfordernisse für einen bestimmten Anteil an Rezyklaten in Verpackungen noch nicht implementiert sind. Dies kann die Rentabilität des Unternehmens erheblich beeinträchtigen.

Als mittlere Risiken wurden das Ressourcenmanagement und die Qualitätsrisiken bewertet. Engpässe bei der Rohstoffbeschaffung und Schwankungen in der Qualität der eingesammelten Plastikabfälle können die Produktionskapazitäten und die Effizienz des Recyclingprozesses beeinträchtigen. Dies kann zu Lieferverzögerungen und Umsatzverlusten führen.

Ein weiteres mittleres Risiko sind Änderungen in Umweltgesetzen und -vorschriften, die zusätzliche Kosten verursachen oder die Betriebsweise beeinflussen können.

Niedrig eingestuft wurden die Umweltrisiken. Obwohl Umweltschäden durch den Recyclingprozess zu rechtlichen und finanziellen Konsequenzen führen können, sind sie aufgrund der Implementierung strenger Sicherheitsmaßnahmen weniger wahrscheinlich.

 

Niedergebra, 24.04.2025

Robert Lackner, Geschäftsführer

Christoph Ott, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die mtm plastics GmbH, Niedergebra

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der mtm plastics GmbH, Niedergebra, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der mtm plastics GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 25. April 2025

KPMG AG
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