mtm compact GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit NE-Erzen, NE-Metallen und NE-Metallhalbzeug
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Bendedikt Tutewohl seit 25.3.2025 | Prokura |
Jochen Kübler seit 25.3.2025 | Prokura |
Christoph Ott seit 5.9.2024 | Geschäftsführer |
Robert Lackner seit 5.9.2024 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Borealis AG | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 12.50% | |
| 9.09% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
mtm plastics GmbHNiedergebraJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine AngabenDie Gesellschaft wird unter der Firma mtm plastics GmbH mit Sitz in Niedergebra im Handelsregister des Amtsgerichts Jena unter HRB 402629 geführt. Der Jahresabschluss der mtm plastics GmbH zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie den ergänzenden Vorschriften des GmbHG aufgestellt, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren gewählt wurde. Die Gesellschaft macht bei der Aufstellung des Anhangs von den Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften Gebrauch. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz anzubringenden Vermerke zu den Restlaufzeiten der Forderungen und Verbindlichkeiten einheitlich im Anhang aufgeführt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt durch die Einbindung in die Borealis-Gruppe. Die mtm plastics GmbH kann sich über ein "TREASURY MANAGEMENT AGREEMENT" vom 05.10.2016 finanziell so aufstellen, dass sie jederzeit in der Lage ist, ihre Verpflichtungen zu erfüllen (Cashpoollinie innerhalb der Borealis-Gruppe). Da die mtm plastics GmbH eine zentrale Rolle in der Strategie der Circular Economy der Borealis AG spielt, wird erwartet, dass die Finanzierung durch die Borealis-Gruppe langfristig erfolgen wird. Entsprechend wurde von der Geschäftsführung der Borealis Financial Services N.V. schriftlich bestätigt, dass das Agreement nicht vor dem 31. August 2026 gekündigt wird. Aus diesem Grund geht die Geschäftsführung davon aus, dass die Unternehmensfortführung überwiegend wahrscheinlich ist. Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. II. Angaben zu Bilanzierungs- und BewertungsmethodenImmaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 3 bis 15 Jahren linear abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode auf der Basis der geschätzten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer pro rata temporis vorgenommen. Die Abschreibungsdauer beträgt danach regelmäßig 3 bis 33 Jahre. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu einschließlich 800 EUR werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Geleistete Anzahlungen werden zum Nennwert bilanziert. Die Herstellungskosten für die aktivierten Eigenleistungen aus dem Vorjahr umfassen die aktivierungspflichtigen Bestandteile gemäß § 255 Abs. 2 HGB. Das Finanzanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten bilanziert. Bei dauerhaften Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Der Bestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen wird mit den Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Die Bewertung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten. Die Herstellungskosten umfassen neben den Material- und Fertigungseinzelkosten, auch angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten, des Wertverzehrs des Anlagevermögens sowie einen angemessenen Teil an Verwaltungsgemeinkosten. Die Bewertung wird retrograd vorgenommen. Das Niederstwertprinzip wurde beachtet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde eine pauschale Wertberichtigung in Höhe von 0,50 % (VJ: 0,68 %) des Forderungsbestands vorgenommen. Der Effekt aus der Bewertungsänderung beträgt 0,8 TEUR für das aktuelle Geschäftsjahr. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das Eigenkapital ist mit dem Nennbetrag angesetzt. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt 26 TEUR und ist in voller Höhe eingezahlt. Die Rückstellungen beinhalten alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung der Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Erfüllung der Verpflichtungen notwendigen Betrags. Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zum Erfüllungsbetrag. III. Angaben zur BilanzAktivaEinzelheiten zur Entwicklung des Anlagevermögens können dem Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) entnommen werden. Die Abgänge der Anlagen im Bau i.H.v. 400 TEUR betreffen Korrekturumgliederungen im Zuge der Anlagendurchsicht. Eine Anlageninventur wurde in 2024 durchgeführt. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren, wie auch zum Vorjahresbilanzstichtag, vollständig aus Lieferungen und Leistungen. Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen 2.328 TEUR (VJ: 2.115 TEUR) gegen den Gesellschafter. Die sonstigen Vermögensgegenstände von 1.970 TEUR (VJ: 1.632 TEUR) enthalten:
Forderungen in fremder Währung bestehen nicht. Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben - wie zum Vorjahresbilanzstichtag - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. PassivaIn der Gesellschafterversammlung vom 18. Dezember 2023 wurde beschlossen die Kapitalrücklage der Gesellschaft gem. §272. Abs. 2 Nr. 4 HGB um EUR 20 Mio. erhöhen. In diesem Zusammenhang hat die Gesellschafterin Borealis AG bestehende Darlehensverbindlichkeiten aus einem kurzfristigem Gesellschafterdarlehen iHv EUR 15 Mio sowie EUR 5 Mio Verbindlichkeiten aus kurzfristigem Finanzverkehr eingebracht. Das Eigenkapital setzt sich danach wie folgt zusammen:
Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Personalaufwendungen 236 TEUR (VJ: 121 TEUR), Stromleistungen 774 TEUR (VJ: 0 TEUR), weitere ausstehende Rechnungen iHv 772 TEUR (VJ 92 TEUR) sowie Gewährleistungsverpflichtungen iHv 73 TEUR (VJ 77 TEUR). Der Anstieg der sonstigen Rückstellungen resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Rückstellung für Stromkosten aufgrund nicht erreichter Netzentgeltrückerstattung für stromintensive Unternehmen lt. § 32 Abs. 10 StromNEV (ab 7.000 Benutzungsstunden) sowie aus dem Anstieg der Rückstellung für ausstehende Rechnungen. Diese betrifft insbesondere die Erhöhung von Dienstleistungen verbundener Unternehmen. Die Restlaufzeit der Verbindlichkeiten zeigt folgender Verbindlichkeitenspiegel:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von 18.359 TEUR (VJ: 20.774 TEUR) aus dem Finanzverkehr und in Höhe von 838 TEUR (VJ: 1.011 TEUR) aus Lieferungen und Leistungen. Die in den sonstigen Verbindlichkeiten enthaltenen Mietkaufverbindlichkeiten (7 TEUR; VJ: 26 TEUR) sind durch Eigentumsvorbehalt und Sicherungsübereignungen gesichert. IV. Angaben zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöseDie Umsatzerlöse belaufen sich auf insgesamt 31.962 TEUR (VJ: 33.166 TEUR) und setzen sich wie folgt zusammen:
Sonstige betriebliche ErträgeIn den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Aufwandszuschüsse des Gesellschafters aus dem Hedging von Strompreisen auf Konzernebene in Höhe von 731 TEUR (VJ: 4.860 TEUR) enthalten. Die Veränderung resultiert aus den Preisen des Strommarktes. MaterialaufwendungenDer Materialaufwand in Höhe von 22.055 TEUR (VJ: 30.249 TEUR) umfasst die folgenden Positionen:
AbschreibungenDie Abschreibungen im Geschäftsjahr belaufen sich auf 2.218 TEUR (VJ: 2.209 TEUR) und betreffen hauptsächlich Abschreibungen auf Sachanlagen. Sonstige betriebliche AufwendungenIn den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen i. H. v. 38 TEUR (VJ: 65 TEUR) enthalten. Zinsen und ähnliche AufwendungenIm Geschäftsjahr fielen Zinsen und ähnliche Aufwendungen in Höhe von 1.123 TEUR (VJ: 314 TEUR) an. Diese sind hauptsächlich Zinsaufwendungen für das internal Banking. Steuern von Einkommen und ErtragDie Steuern von Einkommen und Ertrag belaufen sich auf 1 TEUR (VJ: 0 TEUR) und umfassen die Steuererstattung für die Körperschaftsteuer sowie die Gewerbesteuer- und den Solidaritätszuschlag. Sonstige SteuernDie sonstigen Steuern belaufen sich auf 35 TEUR (VJ: 19 TUR) und beinhalten unter anderem Grundsteuer und Kraftfahrzeugsteuer, sowie die Steuernachzahlung für Vorjahre. V. Sonstige AngabenGeschäftsführungGeschäftsführer der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr bzw. bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses 2023:
Vom Wahlrecht § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht. MitarbeiterIm Berichtsjahr wurden durchschnittlich 102 Arbeitnehmer beschäftigt, davon 16 Angestellte und 86 gewerbliche Arbeitnehmer (VJ: 99 Arbeitnehmer, davon 13 Angestellte und 86 gewerbliche Arbeitnehmer). Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle VerpflichtungenZum Bilanzstichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse. Die im Vorjahr vorhandene Patronatserklärung i. H. v. 43 TEUR gegen ein verbundenes Unternehmen wurde abgelöst. Zum Stichtag bestehen finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen in Höhe von insgesamt 931 TEUR (zahlbar 2024 bis 2030). Beteiligungen
* Die Berichtsangaben beziehen sich auf den
zuletzt vorgelegten Jahresabschluss.
NachtragsberichtVorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres liegen nicht vor. ErgebnisverwendungDas Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 10.730 TEUR ab. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen. KonzernverhältnisseDie mtm plastics GmbH steht mit der Borealis AG, Wien, und deren verbundenen Unternehmen in einem Konzernverhältnis und gehört dem Kreis der vollkonsolidierten Unternehmen an. Der Jahresabschluss der mtm plastics GmbH fließt in den Konzernabschluss der Borealis AG ein. Der Borealis AG Konzernabschluss ist im Firmenbuch offengelegt. Die Borealis AG, Wien, erstellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen nach dem International Financial Reporting Standards (IFRS) wie sie in der EU anzuwenden sind. Dieser Konzernabschluss wird in Wien beim Firmenbuch des Handelsgerichtes Wien hinterlegt. Das oberste Mutterunternehmen ist die OMV Aktiengesellschaft, Wien, welche den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen nach dem International Financial Reporting Standards (IFRS) aufstellt. Der Konzernabschluss wird am Sitz der Gesellschaft offengelegt und auf der Webseite des Unternehmens veröffentlicht.
Niedergebra, 24.04.2025 mtm plastics GmbH Robert Lackner, Geschäftsführer Christoph Ott, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023der mtm plastics GmbH1. Grundlagen der Gesellschaft1.1 GeschäftsmodellDie mtm plastics GmbH bereitet am Standort in Niedergebra Sekundärrohstoffe zu hochwertigen Regranulaten und Compounds für die weiterverarbeitende Kunststoffindustrie auf. Der ganzheitliche Geschäftsprozess umfasst neben der Annahme, der Aufbereitung und der Wiederverwertung der eingesetzten Altkunststoffe sowie Plastic-Byproducts hin zu den Regranulaten auch den Vertrieb dieser Kunststofferzeugnisse. Die Weiterverarbeitung berücksichtigt dabei individuelle kundenspezifische Anforderungen. Die Regranulate werden unter den Markennamen Dipolen und Purpolen vertrieben. Sie unterscheiden sich in ihren Materialeigenschaften und werden maßgebend in der Verpackungs- und Bauindustrie sowie in Spezialanwendungen wie in Haushalts- und Gartengeräten eingesetzt. Beide Materialien sind jedoch insbesondere für Spritzgussanwendungen geeignet. Des Weiteren bietet die mtm plastics GmbH den Service der Lohngranulierung - und Compoundierung an. Das Unternehmen ist Bestandteil der Borealis Group of Companies, Wien. Am 04.11.2020 wurde die OMV AG Mehrheitseigentümer der Borealis AG und somit oberster Mutterkonzern der mtm plastics GmbH. 1.2 Ziele und StrategienZu den wichtigsten Zielen gehört die Förderung der Kreislaufwirtschaft, um Kunststoffabfälle als Ressource zu nutzen und einen geschlossenen Kreislauf für Kunststoffe zu schaffen. Um diese Ziele zu erreichen, wurden gemäß dem strategischen Plan weitere Investitionsprojekte durchgeführt, um die Anlagenkapazität weiter zu erhöhen und Effizienzen zu schaffen. Diese Ziele und Strategien tragen dazu bei, die Umweltbelastung durch Kunststoffabfälle zu reduzieren und eine nachhaltigere Zukunft zu fördern. 2. Wirtschaftsbericht2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenDie konjunkturelle Entwicklung in Deutschland war in 2023 geprägt von einer schwierigen Marktsituation in Europa. Im Bereich der Kunststoffindustrie haben die fallenden Rohölpreise zu einer Reduktion der Nachfrage nach Rezyklaten geführt. Zudem stellte sich das Angebot von Polyethylen-Abfällen als Rohstoff auf dem europäischen Markt im ersten Halbjahr des Geschäftsjahrs 2023 als herausfordernd dar und verbesserte sich wesentlich im zweiten Halbjahr 2023. All diese Faktoren haben zu einer signifikanten Reduktion der Profitabilität der gesamten Industrie geführt. Die niedrigen Neuwarenpreise haben in bestimmten Segmenten und Anwendungen der Kunststoffindustrie zum Materialersatz von Rezyklaten geführt, welche die generelle Nachfrage stark reduziert hat. Die reduzierte Nachfrage und die dadurch bedingten niedrigen Preise für Rezyklate haben die Wirtschaftlichkeit der gesamten Recyclingindustrie stark beeinträchtigt. 2.2 GeschäftsverlaufDas operative Geschäftsjahr 2023 der mtm plastics GmbH war das gesamte Jahr durch eine schwierige Marktsituation in Europa geprägt, welche einen negativen Einfluss auf das Betriebsergebnis hatte. Verkaufsseitig hatte die mtm plastics GmbH die Herausforderung eines signifikanten Rückganges der Nachfrage und fallenden Verkaufspreisen von Rezyklaten. Da gleichzeitig die Preise für Neuwarenplastik fielen, griffen manche Kunden auf - nun deutlich billigere - Kunststoffe aus fossilem Rohstoff zurück, um auf die gestiegene Preissensibilität der Verbraucher reagieren zu können, die aufgrund der gestiegenen Lebenshaltungskosten den Preis über den Wert der Nachhaltigkeit stellten. Dies hatte wesentliche negative Auswirkungen auf die Rentabilität des Unternehmens im Geschäftsjahr 2023. Es wurden gemäß strategischer Planung weitere Investitionsprojekte durchgeführt, um die Anlagenkapazität zu erhöhen und Effizienzen zu schaffen. Diese Investitionen werden zum Ausbau der Marktposition der mtm plastics GmbH beitragen, während die höchsten Sicherheits- und Qualitätsstandards eingehalten werden. Besondere Schwerpunkte werden im Folgejahr der Ausbau von Kundenbeziehungen, das Management von Betriebsvermögen sowie der Erschließung von neuen Märkten für den Einkauf von Input sein. 2.3 Ertrags, Finanz- und Vermögenslage2.3.1 ErtragslageDie Umsatzerlöse lagen im Geschäftsjahr mit 31.962 TEUR leicht unter Niveau des Vorjahres (33.166 TEUR) und deutlich unter den prognostizierten Umsatzerlösen (44.087 TEUR). Der Umsatz aus Regranulaten hat dabei den höchsten Anteil am Gesamtumsatz (68,52 %; Vorjahr: 79,0 %). Das Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem EBIT in Höhe von -9.573 TEUR (Vorjahr: -975 TEUR) und einem Jahresergebnis in Höhe von -10.730 TEUR (Vorjahr: -1.308 TEUR) ab. Das EBITDA ist damit gegenüber dem Vorjahr von 1.234 TEUR auf -7.355 TEUR gefallen. Die Verschlechterung des EBITDA gegenüber dem Vorjahr und unseren Erwartungen ist das Ergebnis eines schwierigen Absatzmarktes für Rezyklate. Die veränderte Marktsituation führte auch zum Rückgang der Verkaufspreise. Die durch die höhere Inflation ansteigenden variablen und fixen Kosten wie Dienstleistungen, Rohstoffkosten sowie Preise für Ersatzteile haben gleichzeitig zu einer signifikanten Verschlechterung der Ertragslage geführt. 2.3.2 FinanzlageDas Geschäftsjahr 2024 stellte das Unternehmen vor erhebliche Herausforderungen. Trotz intensiver Bemühungen, die Effizienz unserer Prozesse zu steigern, mussten wir erneut ein negatives Ergebnis verzeichnen, bedingt durch eine schwächere Nachfrage nach recycelten Kunststoffen und steigenden Rohstoffpreisen. Trotz dieser Rückschläge haben wir Maßnahmen ergriffen, um die finanzielle Stabilität des Unternehmens zu sichern. Dazu zählen Kosteneinsparungsprogramme und die Neuverhandlung von Lieferverträgen. Die Guthaben bei Kreditinstituten stiegen im Vergleich zum Vorjahresstichtag von 2.588 TEUR um 9.825 TEUR auf 12.413 TEUR. Der negative Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit konnte den Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit nicht decken. Hierzu wurde die Inanspruchnahme des Cashpoolings genutzt. Der Finanzmittelfond ist gegenüber dem Vorjahr um 9.825 TEUR gestiegen. Der mtm plastics standen zum Stichtag ausreichend finanzielle Mittel aus Finanzierungsmöglichkeiten mit der Borealis-Gruppe zur Verfügung. Die mtm plastics GmbH kann sich zudem über ein "TREASURY MANAGEMENT AGREEMENT" vom 05.10.2016 finanziell so ausstatten, dass sie jederzeit in der Lage ist, ihre Verpflichtungen zu erfüllen (Cashpoollinie innerhalb der Borealis-Gruppe). Das Agreement wird automatisch um 12 Monate verlängert, die Kündigungsfrist beträgt 1 Monat. Die Geschäftsführung der Borealis Financial Services N.V. hat schriftlich bestätigt, das Agreement nicht vor dem 31. August 2026 zu kündigen. Im Berichtsjahr wurden neue Investitionsprojekte gestartet. Insgesamt wurden im Berichtsjahr 2.256 TEUR investiert. Ein signifikanter Teil der Investitionen wurde getätigt um die Anlagensicherheit sowie Anlageninfrastruktur zu verbessern, um einen effizienten und sichereren Produktionsprozess zu gewährleisten. Weiters wurden Investitionen an den Anlagen selbst unternommen, um einen reibungslosen Produktionsprozess sicherzustellen und damit die Anlagen an die neuesten Rohstoffveränderungen angepasst werden können, zum Beispiel in den Dosiersystemen. 2.3.3 VermögenslageDie Bilanzsumme beträgt zum Stichtag 37.341 TEUR und liegt damit 6.534 TEUR über Vorjahresniveau. Zum 31.12.2023 war das Anlagevermögen dabei durch Eigenkapital mit 92,4 % (31.12.2022 28,1 %) und durch mittel- und langfristiges Fremdkapital mit 7,6 % (31.12.2022 71,9 %) gedeckt. Die Bestände an fertigen und unfertigen Erzeugnissen haben sich um 4.341 TEUR reduziert. Der Anstieg des Eigenkapitals resultiert aus einer Einbringung durch die Gesellschafterin in die Kapitalrücklage in Höhe von 20 mEUR. Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 36,1 % (31.12.2022 13,7 %) der Bilanzsumme. Der wesentliche Anteil am Fremdkapital resultiert zum Bilanzstichtag in Höhe von 19.197 TEUR aus Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und betrifft in Höhe von 18.359 TEUR die Verbindlichkeiten aus dem Finanzverkehr. 2.4 Finanzielle LeistungsindikatorenFür die interne Steuerung wird als finanzieller Leistungsindikator EBIT und EBITDA verwendet. 3. Prognose, Chancen- und Risikobericht3.1 PrognoseberichtZum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Lageberichts ist festzustellen, dass die beschriebenen Herausforderungen im vollen Umfang zum Tragen kommen. Das spiegelt sich auch in den Ergebnissen von 2024 sowie der Vorausschau für 2025 wider. Der Trend von abschwächenden Verkaufspreisen, der auch das Neuwarenplastikgeschäft betrifft, hält auch über 2024 und 2025 an. Die bestehende hohe Inflation und anhaltend höhere Energiepreise trüben auch weiterhin die Nachfrage auf dem Markt nach Rezyklaten. Weitere Kosten werden durch die voranschreitende Integration in den Borealis-Konzern hervorgerufen, zum Beispiel im Bereich Arbeitssicherheit. Vor diesem Hintergrund wird im abgelaufenen Geschäftsjahr 2024 mit einem Umsatz in der Größenordnung von rund 35 mEUR gerechnet. Für das Geschäftsjahr 2025 sind Umsatzerlöse von ebenfalls rund 35 mEUR geplant. Wir gehen davon aus, dass das EBITDA des Geschäftsjahres 2024 signifikante Verbesserungen zum Vorjahr aufweist. Das EBITDA für das Geschäftsjahr 2024 liegt bei rund -4,90 mEUR. Für das Geschäftsjahr 2025 ist ein EBITDA von 0,62 mEUR und ein EBIT von 3,50 mEUR geplant. Unsere langfristige Strategie bleibt unverändert: Wir setzen weiterhin auf Innovation, Nachhaltigkeit und die Förderung der Kreislaufwirtschaft. Wir sind zuversichtlich, dass die ergriffenen Maßnahmen und die kontinuierliche Verbesserung unserer Prozesse uns helfen werden, zukünftige Schwierigkeiten zu überwinden und wieder zu profitablem Wachstum zurückzukehren. 3.2 ChancenberichtDa die mtm plastics GmbH eine zentrale Rolle in der Strategie der Circular Economy der Borealis AG, und im weiteren Sinn der OMV AG spielt, wird ein Fokus darauf gelegt, die Kapazitäten des mechanischen Recyclings der mtm plastics GmbH weiter nachhaltig zu erhöhen, um eine noch bessere Recyclingquote zu erreichen. Dies geschieht parallel dazu, die neu eingeführten Produkte, Prozesse und Strategien zu festigen, zu verbessern und kontinuierlich an die Anforderungen der Kunden anzupassen. Der Wert der Produkte wird zudem weiter über Maßnahmen wie zusätzliche Nachhaltigkeitszertifizierungen gesteigert. Durch die kontinuierliche Integration in den Konzern der OMV AG wird auch ein erhöhter Schwerpunkt auf Sicherheit sowie Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitern gelegt in 2025. Außerdem steht die Prozessoptimierung im Fokus, um die Synergien mit Borealis AG und der OMV AG bestmöglich nutzen zu können. Absatzseitig werden verstärkte Anstrengungen zur Gewinnung neuer Kunden sowie dem Ausbau existierender Kundenbeziehungen durch das Erweitern des Produktportfolios und das Anpassen des Produktmix unternommen. Außerdem wird verstärkt ein Fokus darauf gelegt, nachhaltige Kundenbeziehungen auf Basis der immer wichtiger werdenden Wertversprechen der Nachhaltigkeit der Kunden der mtm plastics GmbH an ihre Endkunden aufzubauen und zu erweitern. Zusätzlich werden weitere Schritte in eine Integration in den Borealis Konzern in diesem Bereich umgesetzt, um die Reichweite des Verkaufes zu erhöhen. Um das betriebswirtschaftliche Ergebnis nachhaltig in den positiven Bereich zu entwickeln wurde eine spezielle Arbeitsgruppe im Borealis Konzern gebildet um diverse Initiativen in einer Vielzahl von Bereichen umzusetzen. Einige dieser Initiativen wurden schon in 2024 abgeschlossen, wohingegen die Resultate der mittelfristigen Initiativen in 2025-2026 sichtbar werden sollten. 3.3 RisikoberichtIm Rahmen der Risikoanalyse wurden verschiedene bestandsgefährdende Risiken identifiziert und bewertet. Das bedeutendste Risiko in 2025 ist eine geschwächte Nachfrage am Markt nach Rezyklaten durch die niedrigen Preise von Neuplastik und weil gesetzliche Erfordernisse für einen bestimmten Anteil an Rezyklaten in Verpackungen noch nicht implementiert sind. Dies kann die Rentabilität des Unternehmens erheblich beeinträchtigen. Als mittlere Risiken wurden das Ressourcenmanagement und die Qualitätsrisiken bewertet. Engpässe bei der Rohstoffbeschaffung und Schwankungen in der Qualität der eingesammelten Plastikabfälle können die Produktionskapazitäten und die Effizienz des Recyclingprozesses beeinträchtigen. Dies kann zu Lieferverzögerungen und Umsatzverlusten führen. Ein weiteres mittleres Risiko sind Änderungen in Umweltgesetzen und -vorschriften, die zusätzliche Kosten verursachen oder die Betriebsweise beeinflussen können. Niedrig eingestuft wurden die Umweltrisiken. Obwohl Umweltschäden durch den Recyclingprozess zu rechtlichen und finanziellen Konsequenzen führen können, sind sie aufgrund der Implementierung strenger Sicherheitsmaßnahmen weniger wahrscheinlich.
Niedergebra, 24.04.2025 Robert Lackner, Geschäftsführer Christoph Ott, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die mtm plastics GmbH, NiedergebraPrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der mtm plastics GmbH, Niedergebra, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der mtm plastics GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 25. April 2025 KPMG
AG
Servos, Wirtschaftsprüfer Kavun, Wirtschaftsprüferin |
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