Stammdaten

Register
Amtsgericht Chemnitz HRB 29030
Eingetragen
21.9.2010
Branche
Herstellung von Batterien und AkkumulatorenHerstellung von Fahrrädern sowie von BehindertenfahrzeugenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit Motorantrieb
Gegenstand
Erforschung und Entwicklung neuer Batterietechnologien und Anwendungen; Produktion und Vertrieb von Batterien, Ladegeräten, Gleichstromanlagen; Serviceund Reparaturdienstleistungen und alle dem Unternehmenszweck dienenden sonstigen Hilfsgeschäfte

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Antonios Theologitis
seit 22.7.2025
Geschäftsführer
Julia Kleinert
seit 20.2.2024
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Sunlight Group Energy Storage Systems Industrial and Commercial Societe AnonymeGRC
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
753.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Triathlon Batterien GmbH

Glauchau

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht

Grundlagen des unternehmens

1. Geschäftsmodell

Die Gesellschaft beschäftigt sich mit der Produktion und dem Vertrieb von Industriebatterien. Darüber hinaus werden gebrauchte Batterien wiederaufgearbeitet.

Die Produkte werden mit Schwerpunkt in Deutschland produziert und nahezu weltweit vertrieben.

2. Forschung und Entwicklung

Schwerpunkt der Forschungstätigkeit ist die Entwicklung von innovativen Industriebatterien. Wichtiger Pfeiler unserer Innovationskraft ist hierbei die enge Zusammenarbeit mit der AXXELLON GmbH.

Mit Blick auf die künftigen Markttrends und auf den daraus resultierenden Nachfrageanstieg bei Batteriesystemen wollen wir die F+E-Aufwendungen in den Folgejahren fortführen.

II. WirtschaftsberichT

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft blickte mit großen Sorgen auf die Wintermonate, in denen die aktuelle Energiekrise wie ein Damoklesschwert über den Aussichten der Unternehmen hing. Doch schon während des vierten Quartals und damit noch vor dem meteorologischen und kalendarischen Winterbeginn wurden die Stimmen immer leiser, die die düstersten Szenarien für das deutsche Bruttoinlandsprodukt skizziert hatten.

So registrierte das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) bereits im November - ausgehend von dem bis dato weiterhin niedrigen Niveau der Wirtschaftsleistung - erste Aufwärtsimpulse. Zuvor stürzte der Index vor allem im dritten Quartal und zu Beginn des vierten Quartals infolge der Unsicherheiten über den weiteren Verlauf der Energieversorgung und -sicherheit deutlich unter die 100-Punkte-Marke ab. Insbesondere ab dem zweiten Halbjahr zeigten sich also die nachgelagerten tatsächlichen Auswirkungen infolge des Ausbruchs des Ukraine-Kriegs auf die deutsche Wirtschaft in einem deutlichen Ausmaß. [1]

Dass sich diese Entwicklung über die Jahreswende hinaus nicht fortsetzt, ist vor allem den positiven Impulsen im Bereich der Preise für Energie zu verdanken. Konsequente und auf europäischer Ebene mitunter auch konzertierte politische Aktionen zur Sicherstellung der Energieversorgung der jeweiligen Industrien hat die Zuversicht von Wirtschaftsvertretern deutlich ansteigen lassen. Gut gefüllte Gasspeicher und eine stabile Gasversorgung sorgen dafür, dass sich die Unternehmen auf die Produktion konzentrieren können. Der ifo Geschäftsklimaindex bildete die Erkenntnisse des DIW-Konjunkturbarometers leicht verzögert ab. Er stieg erst im Dezember wieder auf 88,6 Punkte an, nach 86,4 Punkten (saisonbereinigt korrigiert) im November. Zuvor war der Indikator sechsmal in Folge gefallen. Neben der Bewertung der aktuellen Situation der Unternehmen hellte sich gemäß der Umfrage auch ihr Ausblick auf. [2]

Vor allem das Verarbeitende Gewerbe verspürte einen positiven Schub im letzten Monat des Jahres. Das Geschäftsklima hat sich in nahezu allen Branchen der Industrie verbessert. Dabei sticht der Erwartungsindikator hervor. Dieser verbesserte sich vergleichsweise stark. Aber auch mit der aktuellen Geschäftsentwicklung waren die Unternehmen zufriedener. Trotz rückläufigem Auftragsbestand nahm die Unsicherheit ab. Der Dienstleistungssektor konnte den Aufwind aus dem vierten Quartal auch im Schlussmonat bestätigen. Entscheidend war die gestiegene Zuversicht hinsichtlich des ersten Halbjahres 2023.

"Wir dürfen deutlich weniger pessimistisch in das neue Jahr blicken als noch im Spätsommer erwartet", sagt DIW-Konjunkturexperte Guido Baldi. "Für allzu großen Optimismus ist es dennoch zu früh. Dafür sind insbesondere die globalen Risiken weiterhin hoch - nicht nur hinsichtlich der weiteren Entwicklung des Krieges in der Ukraine." [3]

Als Belastung werde dabei auch die abgekühlte Weltwirtschaft gesehen. Dramatische Auswirkungen der abrupten Lockerung bzw. sogar Aufhebung der Zero-Covid-Strategie in China auf die Lieferfähigkeit der chinesischen Volkswirtschaft lassen sich aktuell nicht erkennen.

Vielmehr zeigt sich derzeit die Nachfrage aus dem Inland als leichter Stimmungsdämpfer. Als Herausforderung gilt hier unverändert die sich auf einem hohen Stand eingeschwungene Inflation. Die geldpolitischen Gegenmaßnahmen der Europäischen Zentralbank (EZB) werden wohl dazu beitragen, dass sich die Konjunktur nicht in dem Maße entfalten kann, wie es unter anderen Umständen möglich wäre. Und dennoch: Auch hier deutet sich eine Entspannung an und die Realität wird die pessimistischen Prognosen wohl deutlich verfehlen.

Das IfW Kiel erwartet im Jahr 2023 eine Inflation von 5,4 %, gegenüber zuletzt erwarteten 8,7 %. Die deutsche Industrie sitzt weiterhin auf einem gut gepolsterten Auftragsbestand. Der Trend der Industrieproduktion zeigt dabei nach oben. [4]

Durch die anhaltend hohe Inflation konnte ein Gegensteuern der Notenbanken ab dem 2. Halbjahr 2022 wahrgenommen werden. In Zwischenstufen erfolgte z. B. durch die EZB die Anhebung des Referenzzinssatzes auf 1,526 % (1-Monats-EURIBOR) zum 31.12.2022. [5] Für das Jahr 2023 konnten weitere Erhöhungen auf nunmehr 2,928 % (zum 03.04.2023) verzeichnet werden. [6] Die Anhebungen der globalen Leitzinssätze führen zu einer signifikanten Verteuerung der Finanzierungskosten und zu negativen Auswirkungen auf die Ertragslage.

Offen bleiben in diesem Zusammenhang die Auswirkungen auf das Investitionsniveau und die gesamtwirtschaftliche Nachfrage.

So rechnet das IfW für 2023 mit einem moderaten Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 0,3 %, nachdem sich die Befürchtungen aus dem vergangenen Herbst noch in einer damaligen Schätzung eines BIP-Rückgangs um 0,7 % zeigten. Der Blick in die fernere Zukunft lässt die IfW-Forscher im Jahr 2024 ein BIP von 1,3 % erwarten. Als robust erweist sich in dieser Gemengelage der Arbeitsmarkt, der dem trüben Zustand der Wirtschaft trotzt - auch weil die Unternehmen weiterhin stark auf Fachkräfte angewiesen sind und diese entsprechend suchen. [7]

2. Geschäftsverlauf

Trotz Verschlechterung des Geschäftsklimas aufgrund der Auswirkungen der Ukraine-Krise konnte der Absatz unserer Produkte im Binnen- und Auslandsmarkt gesteigert werden. Unser Umsatzvolumen hat im Berichtszeitraum um 34 % zugenommen.

Im Bereich der Lithium-Ionen Batteriesysteme konnte das Absatzvolumen signifikant ausgeweitet werden. Weiterer Wachstumstreiber war auch das Segment der Blei-Säure Batterien, insbesondere im Bereich der Erstausrüstung konnten starke Zuwachsraten verzeichnet werden. Analog den Vorperioden stellten die aufgetretenen Verzögerungen bei der Abnahme von Fertigerzeugnissen eine zu lösende Aufgabe dar, da auf Kundenseite - z. B. bedingt durch fehlende Elektronikkomponenten - Flurförderzeuge nicht wie geplant produziert werden konnten. Dies führte zu Verzögerungen in den Abrufen der Batteriesysteme. Ein enges Monitoring der Kennzahlen hat es ermöglicht, dass in unmittelbaren Dialogen mit Kunden auf offene Abrufe reagiert werden konnte. Aufgrund unserer Einschätzung zur Beschaffungssituation rechnen wir mit einer weiter anhaltenden Verbesserung im 1. Quartal 2023. Weitere Kommentare können dem Abschnitt zur Beschaffung entnommen werden.

Die Triathlon Batterien GmbH kann daher abermals auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken.

Auftragseingang:

Der Auftragseingang entwickelte sich in der Berichtsperiode sehr positiv.

Umsatz / EBIT:

Gegenüber dem Geschäftsjahr 2021 ist im Jahr 2022 ein Umsatzanstieg von rund 34 % zu verzeichnen. Es wurde ein EBIT von € 6,0 Mio. erwirtschaftet.

Im Kerngeschäft "Herstellung von Transaktionsbatterien" wurden unsere Erwartungen übertroffen. Alle anderen Geschäftsfelder konnten ebenfalls einen positiven Beitrag zur Geschäftsentwicklung leisten.

Im Geschäftsjahr 2022 konnten wir bestehende Kundenverbindungen weiter ausbauen und neue Kunden gewinnen. Neben dem inländischen Absatz haben wir unsere Ware im wachsenden Umfang auch in das Ausland geliefert.

Beschaffung:

Vorrangig erfolgt die Beschaffung nach Vorgaben der Entwicklung und Fertigung. Die Planung und Disposition werden mittels eines EDV-Systems vorgenommen.

Auf Grund von vorgegebenen Mindestbeständen und der Produktzyklen wird das notwendige Material beschafft.

Ausschlaggebend bei der Beschaffung von Material ist nicht nur der Preis, sondern auch die Qualität, welches fallbezogen unter Berücksichtigung von Umweltaspekten ausgewählt wird. Die Gewährleistung der Lieferfähigkeit und damit verbundenen Kundenzufriedenheit nimmt bei uns höchste Priorität ein. Eine elementare Rolle stellt das strategische Lieferantenmanagement und die langjährige Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten dar.

Unser Ziel ist es, unsere Beschaffungskosten und die Qualität der Belieferung kontinuierlich zu verbessern, die Versorgung unserer Produktion jederzeit zu gewährleisten und Beschaffungsrisiken zu vermeiden und zu beseitigen sowie schnell zusätzliche Lieferpotenziale zu erschließen.

Wie in den Jahren zuvor, haben wir kontinuierlich an einer wettbewerbsfähigen Erweiterung unserer Lieferantenbasis auf den Beschaffungsmärkten gearbeitet. Damit sichern wir uns dauerhaft wettbewerbsfähige Material- und Servicekosten, kontinuierliche Verbesserung von Qualität und Service bei Lieferungen und Leistungen und eine ausreichende Versorgungssicherheit.

Im Geschäftsjahr 2022 waren wir weiterhin, jedoch im weiteren Verlauf des Jahres zunehmend weniger von weltweiten Störungen der Lieferketten und den Auswirkungen der unterjährig erheblich gestiegenen Energiepreise betroffen. Die im Jahr 2021 bestehenden erheblichen Lieferprobleme haben sich im Jahr 2022 sukzessive entspannt. Durch das Abkühlen der Weltwirtschaft konnten sich Staus auf den Handelsrouten wieder leicht auflösen, was Verbesserungen in den Lieferketten nach sich zog. Die Materialverfügbarkeit hat sich in der Folge ebenfalls etwas entspannt.

Die Lagerbestände bei den Roh-Hilfs-Betriebsstoffen wurden mit Blick auf die Erfahrungen in den vergangenen Jahren auf einem hohen Niveau gehalten, um die Materialversorgung der Produktion und die Lieferfähigkeit zu gewährleisten.

Aufgrund der Entwicklungen im Rahmen der Ukrainekrise konnte im 1. Quartal 2022 eine starke Verunsicherung wahrgenommen werden. Dank des Lieferantenmanagements, sowie entsprechender Sicherheitsbestände konnten Lieferengpässe nahezu vollumfänglich vermieden werden. Die Situation hat sich im weiteren Jahresverlauf weiter entspannt. Dennoch bleibt der Fokus in der Beschaffung weiterhin auf eine langfristige Absicherung mit kritischen Materialien und Rohstoffen gerichtet.

Wie die gesamte europäische Industrie waren wir im Jahr 2022 in erheblichem Maße vom Anstieg der Energiekosten betroffen. Verdeutlicht hat sich dies in den Kostenanstiegen in den Kraftstoffen, den Kosten für Elektrizität und Gas. Ebenso führte die Verteuerung der Energie zu einem Anstieg der Preise für Vorprodukte und Dienstleistungen, wie z.B. Frachtkosten. Auch konnten durch die enge Zusammenarbeit mit Energiemarktspezialisten alternative Beschaffungsmodelle implementiert werden, welche eine Flexibilisierung des Energiebezuges und so die Realisierung von Einsparpotenzialen ermöglicht haben. Durch die retrospektive Betrachtung des Energiemarktes und unsere Beschaffungsstrategie im Zeitraum Q4/2022 und Q1/2023 kann festgestellt werden, dass eine signifikante Kostendämpfung erzielt werden konnte.

Personal- und Sozialbereich:

Für Schlüsselpositionen wurden gezielt Fachkräfte gesucht. Den anhaltenden Fachkräfteengpass auf dem Arbeitsmarkt konnten wir durch breite Personalmarketingmaßnahmen entgegenwirken.

Die Beschäftigtenzahl (ohne Auszubildende) lag im Jahresdurchschnitt des Berichtsjahres bei 197 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Im Bereich von Schulungsmaßnahmen konnten unsere Mitarbeiter weiterhin regelmäßig bzw. im Rahmen von Projekten sowohl intern als auch extern teilnehmen.

Die Bereitschaft zu individueller Weiterbildung von Mitarbeitern wird vom Unternehmen nach Kräften unterstützt.

Unsere Belegschaft zeigte bei diesem Geschäftsverlauf eine sehr hohe Einsatzbereitschaft und unterstütze die getroffenen Entscheidungen mit allen Kräften.

Vorjahresprognose:

Im Bereich der Umsatz- und Rohertragsentwicklung haben wir unsere gemäß der Unsicherheiten infolge der noch nicht überwundenen Corona-Pandemie und der Preisentwicklung auf den Beschaffungsmärkten zum Ende des vergangenen Jahres eher konservativen Planungen deutlich übertroffen. Bei der Kostenplanung des abgelaufenen Geschäftsjahrs haben sich die Prognosen ebenfalls mehrheitlich bestätigt.

Obwohl der geplante Umsatz deutlich übertroffen werden konnte, lag der Gewinn vor Steuern unter dem Planungsniveau. Auch die Umsatzrendite zeigt sich qualitativ leicht unter dem Vorjahresniveau. Die Investitionsanregungen konnten vollständig umgesetzt werden.

Damit sind die in der Vorperiode prognostizierten Aussagen eingetreten. Insgesamt war damit ein sehr guter Geschäftsverlauf zu verzeichnen.

3. Lage

a) Ertragslage

Das Geschäftsjahr 2022 haben wir - insbesondere in Hinblick auf die unterjährig erheblichen Auswirkungen und vor allem durch den Ukraine-Krieg aufgetretenen Unsicherheiten - erfolgreich abgeschlossen.

Bei einem Rohertrag in Höhe von € 42,9 Mio. erwirtschaftete das Unternehmen ein Betriebsergebnis (EBT) in Höhe von € 4,7 Mio. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Rohertrag absolut um € 11,7 Mio. an. Die Rohertragsmarge bewegt sich dagegen auf Vorjahresniveau.

Hauptergebnisquelle war nach wie vor das Geschäft mit Bleibatterien.

Der Personalaufwand minderte sich um € 0,5 Mio. auf € 8,9 Mio. Sonstige betriebliche Aufwendungen waren mit € 31,2 Mio. zu verzeichnen, was einem Anstieg um 87,9 % entspricht. Das EBIT beträgt im Geschäftsjahr 2022 € 6,0 Mio. Dies stellt im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang von € 0,3 Mio. dar.

Nach Steuern ergab sich im Geschäftsjahr 2022 ein Jahresergebnis in Höhe von € 2,6 Mio.

Wechselkurse hatten im Geschäftsjahr einen positiven Einfluss auf die Ertragslage. Die Gesellschaft fakturiert an bestimmte ausländische Kunden in US-Dollar und erhält von einigen Lieferanten US-Dollarrechnungen.

b) Finanzlage

Die Finanzlage der Gesellschaft kann als stabil bezeichnet werden. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Der Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug im Geschäftsjahr € 5,3 Mio. Aus der Investitionstätigkeit und aus der Finanzierungstätigkeit waren Mittelabflüsse mit € 2,0 Mio. bzw. € 1,6 Mio. zu verzeichnen. Dies führte zu einer positiven Veränderung des Finanzmittelbestandes in Höhe von € 1,7 Mio.

Die Gesellschaft schließt am Ende der Periode mit einem positiven Finanzmittelbestand in Höhe von € 7,9 Mio.

Wesentliche Einflussfaktoren auf den Cashflow des laufenden Geschäftsbetriebs stellte zum einen die Erhöhung des Warenbestandes, die Erhöhung der Forderungen sowie die Erhöhung der Verbindlichkeiten dar.

Hierdurch konnten im Geschäftsjahr 2022 die negativen Einflüsse auf die Lieferketten und die daraus möglicherweise resultierenden Lieferunterbrechungen im Rahmen der Unsicherheiten über die Warenverfügbarkeit vollumfänglich vermieden werden. Bei unseren Kunden wurde dies sehr positiv wahrgenommen und führte zu einer Steigerung der Kundenzufriedenheit.

Erläuterung der Kapitalstruktur anhand der externen und internen Finanzierungs- quellen:

Die Gesellschaft verfügt über keine eigene Kreditlinie.

Rückstellungen in Höhe von € 5,3 Mio. beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Steuern, Gewährleistungen und Personalkosten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betrugen zum Stichtag € 0,9 Mio.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe € 13,6 Mio. entsprechen rund 10 % der Bilanzsumme.

Sämtliche Verbindlichkeiten konnten stets innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden.

Das Vorratsvermögen beträgt zum Bilanzstichtag € 56,5 Mio. Auf Grund der Energiekrise und der anhaltenden Lieferkettenstörungen war die Beschaffung der Rohstoffe nennenswert schwieriger. Aus diesem Grund wurde der Warenbestand gegenüber dem Vorjahr vorsorglich erhöht. Die Gesellschaft ist dennoch weiterhin der Meinung, dass der Warenbestand hoch genug ist, um eine höchstmögliche Lieferfähigkeit zu gewährleisten.

Das Guthaben bei Banken beliefen sich zum Stichtag auf € 7,9 Mio.

Investitionsanalyse:

Die Gesellschaft führte im Geschäftsjahr umfangreiche Investitionen durch. Dabei handelt es sich vor allem um Ersatzinvestitionen. Die Investitionen betrafen im Wesentlichen Software, Betriebsausstattung und Werkzeuge und beliefen sich für das Geschäftsjahr 2022 insgesamt auf € 2,0 Mio.

Liquiditätsanalyse:

Mit Blick auf den Forderungsbestand, den Verbindlichkeitenstand und die korrespondierenden Barmittel kann die Liquidität zu jedem Zeitpunkt als gut bezeichnet werden. Die Gesellschaft war stets in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen fristgerecht zu erfüllen.

Außerbilanzielle Verpflichtungen:

Außerbilanzielle Verpflichtungen bestehen u.a. durch die Anmietung von Anlagegütern im Wege von Leasing-Geschäften.

c) Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft betrug zum Stichtag € 143,2 Mio.

Wesentliche Vermögenspositionen sind:

Anlagevermögen € 12,8 Mio.
Vorräte € 56,5 Mio.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen € 8,6 Mio.
Forderungen gegen verbundene Unternehmen € 54,9 Mio.
Liquide Mittel € 7,9 Mio.

Im Geschäftsjahr 2022 ist die Anlageintensität (Anlagevermögen zu Gesamtvermögen) leicht gesunken und beträgt 9,0 %. Der Anteil des Vorratsbestandes (Vorräte zu Gesamtvermögen) ist unverändert bei rund 39 %. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände betragen ca. 46,0 % des Gesamtvermögens.

Das ausgewiesene Eigenkapital zum Bilanzstichtag 31.12.2022 beträgt rund € 23,3 Mio. Die Eigenkapitalquote beträgt 16,3 %.

Wir bewerten unsere Struktur unseres kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und unserer Verbindlichkeiten aufgrund unserer Erfahrungen als stabil.

d) Gesamtaussage

Die Entwicklung der Vermögens- und Finanzlage wie auch die im Vergleich zum Vorjahr verbesserte Ertragslage entsprechen trotz der vielfältigen Herausforderungen aufgrund der geopolitischen und globalen konjunkturellen Entwicklungen den Erwartungen der Geschäftsleitung und zeigen erneut eine gezielte Steuerung der verfügbaren Ressourcen zur Erzielung des realisierten Ergebnisses.

Geschäftsverlauf und Lage haben sich sehr günstig entwickelt.

4. Leistungsindikatoren

a) Finanzielle Leistungsindikatoren

Für unsere interne Unternehmenssteuerung ziehen wir die Kennzahlen Umsatz, Rohertrag, EBITDA, EBIT und Eigenmittelquote heran.

Der Umsatz (+ 34 %) konnte trotz der Unsicherheiten in der globalen Wirtschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 erneut stark gesteigert werden. Der Rohertrag stieg um 37,6 %. Das EBITDA ist leicht gesunken und beträgt nun € 7,7 Mio. nach € 8,1 Mio. im Vorjahr. Das EBIT sank sich um € 0,3 Mio. auf € 6,0 Mio.

Die Eigenkapitalquote liegt nun bei 16,3 % nach 17,7 % im Vorjahr. Der rechnerische Verschuldungsgrad beträgt nun 515,5 % nach 467,6 % im Vorjahr und hat sich damit weiter erhöht.

b) Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Als nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden im Unternehmen z.B. Gesundheitsquote oder Mitarbeiterfluktuation im Personalbereich herangezogen. Die Mitarbeiterfluktuation ist nach wie vor auf zu vernachlässigendem Niveau. Positiv hervorzuheben sind unsere flexiblen Arbeitszeitregelungen.

Weiterhin werden im Rahmen der ISO-Zertifizierung Kennzahlen wie Produktionsmengen, Kundenzufriedenheit und Reklamationsquoten zur Steuerung des Geschäftsbetriebs herangezogen. Erfreuliche Entwicklung weist beispielsweise die Reklamationsquote auf, welche weiter verbessert werden konnte.

III. Prognosebericht

Während sich die Störungen der globalen Lieferketten zunehmend aufzulösen scheinen, gehen auch im Jahr 2023 große Unsicherheiten vom Krieg in der Ukraine, den daraus resultierenden Handelskonflikten und weiteren globalpolitischen Spannungen aus. Das hohe Inflationsniveau wird im ersten Halbjahr gemäß den Wirtschaftsforschungsinstituten zunächst noch anhalten, sich dann aber etwas entspannen. Die Dynamik bei den Preissteigerungen von Energie und Kraftstoffen hat zwar abgenommen, bleibt jedoch weiterhin auf einem verhältnismäßig hohen Niveau.

Der Internationale Währungsfonds ("IWF") hat im Januar 2023 seine aktualisierte Prognose für die Weltwirtschaft im Jahr 2023 veröffentlicht. Demnach erwarten die Ökonomen für das laufende Jahr einen Rückgang der globalen Wirtschaftsleistung. Zwar hätten sich die Aussichten seit der Aufstellung der ersten Prognose im World Economic Outlook im Oktober 2022 verbessert, sodass die Erwartung für das globale Wachstum um 0,2 Prozentpunkte angehoben worden sei. Doch auch im aktuellen Jahr wirkten hohe Zentralbankzinsen zur Bekämpfung der Inflation und die unmittelbaren Auswirkungen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine die internationale Wertschöpfung und den Handel. Nicht nur der IWF sieht die Spitze des Inflationsniveaus bewältigt. Im globalen Maßstab werde die Inflation von voraussichtlich 8,8 Prozent im Jahr 2022 auf 6,6 Prozent im Jahr 2023 zurückgehen. [8]

Der IWF erwartet für die entwickelten Volkswirtschaften ein Wachstum von 1,2 % (2022: 2,7 %; 2021: 5,4 %) und für die Schwellenländer kumuliert ein Wachstum von 4,0 % (2022: 3,9 %; 2021: 6,7 %). Der IWF geht im Einzelnen davon aus, dass die Entwicklung der Wirtschaft in den USA 2,0 % im Jahr 2022 betrug und 1,4 % im Jahr 2023 betragen wird, in den EURO-Staaten 3,5 % im Jahr 2022 und 0,7 % in 2023, in Deutschland 1,9 % in 2022 und 0,1 % in 2023 sowie in China 3,0 % in 2022 betrug und 5,2 % in 2023 betragen wird. [9]

Deutlich positiver bewertet der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung die Perspektiven der deutschen Wirtschaft im Jahr 2023. Das Expertengremium erwartet eine positive Entwicklung des BIP mit einem Wachstum um 3,6 %. Erhöhte Energiepreise sind in dieser Prognose bereits unterstellt. Dennoch wird das hohe Risiko durch die Abhängigkeit von der Aufrechterhaltung russischer Gaslieferungen betont. Kommt es zu einer dauerhaften Unterbrechung, sei eine geringere Wirtschaftsleistung bis hin zu einer Rezession bei gleichzeitig deutlich höheren Inflationsraten möglich. [10]

Offen bleiben in diesem Zusammenhang unseres Erachtens die Auswirkungen der geänderten Leitzinspolitik der Notenbanken. Durch die signifikanten Erhöhungen der Leitzinsen können negative Auswirkungen auf das gesamtwirtschaftliche Nachfrageniveau zu erwarten sein. [11]

Die Branche bietet weiterhin ein sehr gutes Wachstumspotenzial (Trend zu umweltfreundlichen Antrieben und Energiequellen). Auf dieser Basis wollen wir den erreichten hohen Marktanteil bei unseren Kunden halten und ggf. weiter ausbauen. Für das Jahr 2022 wurde für den gesamten Lithium-Ionen-Batteriemarkt ein ungebremst steiles Wachstum prognostiziert. Der Branchenverband der Elektro- und Digitalindustrie ZVEI registrierte im Berichtsjahr ein Produktionsplus von rund vier Prozent und sprach von einem "starken Jahr für die deutsche Elektro- und Digitalindustrie". Während die nominalen Erlöse um zwölf Prozent auf einen Rekordwert gestiegen seien, hätte der Bereich Batterien maßgeblich zu diesem Wachstum beigetragen. Die Produktgruppe zählt zu den Bereichen mit den höchsten Zuwächsen. Hier stiegen die Erlöse um rund 14 % an. Gemäß der Studie "Battery Monitor 2022", die gemeinsam von der RWTH Aachen und der Beratungsgesellschaft Roland Berger erstellt worden ist, beläuft sich die Nachfrage nach Lithium-Batterien für "Commercial Vehicles" im Jahr 2022 auf rund 38 GWh. Das gesamte globale Nachfragevolumen, d.h. auch für Pkw sowie Stationär Speicher, beläuft sich demnach im Jahr 2022 auf 657 GWh (nach 254 GWh im Jahr 2020). Das Marktforschungsunternehmen BloombergNEF sieht in den steigenden Kosten für die in den Batterien verwendeten Rohmaterialien keinen Grund, um die prognostizierte dynamische Entwicklung des Batteriemarktes anzupassen. So würden einige der Faktoren, die die Teuerung im Bereich der Rohmaterialien für Batterien befeuern, auch zu Preisspiralen bei Benzin und Diesel führen.

Beschleuniger dieses Markttrends dürften weiterhin die politischen Entwicklungen im nationalen Bereich, sowie auf EU-Ebene bilden. Durch die jüngst beschlossenen Gesetzesvorlagen, welche ein Aus für Verbrennungsmotoren, bzw. eine CO 2 -Neutralität vorsehen, dürfte sich dieser Trend nachhaltig fortsetzen. Insbesondere durch die technologischen Anforderungen im Rahmen der Elektromobilität, der verstärkten Nutzung von erneuerbaren Energien und die Herstellung von Versorgungssicherheit dürfte ein signifikanter Anstieg in der Nachfrage nach Batterietechnologien verzeichnen zu sein. [12]

Es sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik geplant.

Unsere Prognosen beziehen sich auf einen Zeitraum von einem Jahr.

Auf Basis des guten Jahresstarts im Jahr 2023 in Bezug auf die Umsatzentwicklung und insbesondere mit Blick auf die aktuelle Auftragslage deutet sich zwar an, dass das erreichte Umsatzniveau des Vorjahres gehalten und gesteigert werden kann. Doch insbesondere die Ertragsentwicklung ist aufgrund der beschriebenen Herausforderungen mit Unsicherheiten behaftet.

Darüber hinaus sind zum jetzigen Zeitpunkt keine wesentlichen weiteren Belastungen bekannt oder abschätzbar. Im Jahresverlauf können jedoch weitere Einschränkungen für die Geschäftsentwicklung auftreten.

Im Bereich der Umsatzerlöse erwarten wir eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Die Auftragsbestände liegen über Vorjahresniveau.

In den Bereichen Gesundheitsquote und Mitarbeiterfluktuation planen wir keine nennenswerten Änderungen.

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von der erwarteten Entwicklung abweichen können.

Insgesamt erwarten wir eine weiterhin positive Entwicklung der Gesellschaft.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

a) Branchenspezifische Risiken

Mögliche Veränderungen im Nachfrageverhalten unserer Kunden würden größere Anpassungen in der Produktion nach sich ziehen.

Aufgrund der geringen Fertigungstiefe und des vorhandenen Knowhows wäre eine solche Entwicklung aber grundsätzlich beherrschbar. In diesem Falle müssten Teile der Produktion mit einem überschaubaren Investitionsaufwand neu organisiert werden. Die Eintrittswahrscheinlichkeit sehen wir kurzfristig jedoch eher gering.

Dem Wettbewerb am Markt, vor allem durch die zunehmende Konkurrenz der Anbieter in unserem Segment, werden wir weiterhin durch Effizienz, Erfahrung, Innovation, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen. Die entsprechende Umsetzung erfolgt in Fortbildungsmaßnahmen und dem Controlling von innerhalb der Gesellschaft festgelegten Qualitätsstandards.

Die Einführung unserer neuen Produkte beinhaltet stets auch ein technologisches Risiko. Dieses wollen wir durch besonders intensive Endkontrollen und Einzeltests minimieren.

Auf der Beschaffungsseite können wir auf eine breite Palette von Liefermöglichkeiten zurückgreifen. Die Einkaufsstrategie ist stets darauf ausgerichtet, direkte Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten zu vermeiden. Ein weiterer Bestandteil der Strategie beinhaltet langjährige und nachhaltige Beziehungen mit Schlüssellieferanten. Unsere hohen Qualitätsansprüche setzen wir durch Qualitätskontrollen in unseren eigenen Geschäftsräumen um.

b) Ertragsorientierte Risiken

Da unsere Produkte und die Logistik insbesondere im Erstausrüstergeschäft eng auf unsere Kunden zugeschnitten sind, besteht eine gewisse Abhängigkeit. Mit Blick auf das breite Gesamtkundenportfolio sind die Risiken auf der Abnahmeseite aus unserer Sicht jedoch überschaubar.

Die weiterhin bestehende Ungewissheit hinsichtlich der Entwicklung des Ukraine-Kriegs, der globalen Inflation und insbesondere in unseren Zielmärkten sowie der Sicherstellung der Energiebelieferung erschwert eine genaue Prognose der Geschäftsentwicklung der Gesellschaft für das Jahr 2023.

Die Auswirkungen des Ukrainekrieges sind derzeit kaum abschätzbar. Sie hängen zu wesentlichen Teilen von der Dauer des Konflikts ab. Die bisherigen Auswirkungen mit den drastisch gestiegenen Energiekosten und der einhergehenden Inflation wurden zunächst als so signifikant eingestuft, dass in den Erwartungen der Wirtschaftsforscher für Deutschland eine Rezession angenommen worden ist. Diese Prognose konnte inzwischen abgeschwächt bzw. widerrufen werden. In jedem Fall hätte eine Verschlechterung des bislang prognostizierten leichten Wachstums negative Auswirkungen auf die Auftragslage der Gesellschaft.

Ertragsorientierte Risiken sehen wir in steigenden Rohstoffpreisen wie Stahl, Aluminium und Blei, aber auch in erhöhten Energiepreisen wie Gas und Strom, die einen starken Effekt auf die Produktion von Gütern und Dienstleistungen haben. Gleiches gilt für das Personalkostenniveau, Welches aufgrund der zu verzeichnenden Inflation tendenziell steigen wird.

Durch die anhaltend hohe Inflation konnte ein Gegensteuern der Notenbanken ab dem 2. Halbjahr 2022 wahrgenommen werden [13]. In Zwischenstufen erfolgte z.B. durch die EZB die Anhebung des Referenzzinssatzes auf 1,526 % (1-Monats-EURIBOR) zum 31.12.2022. Für das Jahr 2023 konnten weitere Erhöhungen auf nunmehr 2,928 % (zum 01.04.2023) verzeichnet werden. Die Anhebungen der globalen Leitzinssätze führen zu einer signifikanten Verteuerung der Finanzierungskosten und zu negativen Auswirkungen auf die Ertragslage. Offen bleiben in diesem Zusammenhang die Auswirkungen auf die gesamtwirtschaftliche Nachfrage.

c) Finanzwirtschaftliche Risiken

Die Liquiditätslage ist mit Blick auf die eingeräumte Kreditlinie des Verbundes und die Zahlungsmoral unserer Kunden als gut zu bezeichnen.

Da unsere geschäftlichen Transaktionen derzeit fast ausschließlich auf Eurobasis abgewickelt werden, sind Währungsrisiken zu vernachlässigen. Für Realgütergeschäfte in Fremdwährungen werden bei relevanter Größenordnung entsprechende Absicherungsmaßnahmen getroffen.

Nach aktuellem Stand können Einschätzungen zur wirtschaftlichen Entwicklung nur in begrenztem Maße gegeben werden (siehe Kapitel Prognosebericht). Höchste Priorität nimmt weiterhin die Sicherung der Liquidität ein.

Aufgrund der weiterhin stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar.

d) Personenbezogene Risiken

Um erfolgreich zu sein, muss die Gesellschaft Führungskräfte, Facharbeiter und Mitarbeiter in Schlüsselpositionen halten und dauerhaft motivieren. Der Wettbewerb um Facharbeiter kann intensiv sein, es besteht somit das Risiko, dass die Gesellschaft offene Stellen nicht adäquat oder nicht schnell genug besetzen kann, besonders im Hinblick auf den aktuellen Arbeitsmarkt in Deutschland.

e) Informationstechnologie- und Informationssicherheitsrisiken

Informationen sind wertvolle und schützenswerte Güter für die Gesellschaft.

Aufgrund der zunehmenden Digitalisierung und Vernetzung wird ein Großteil der Informationen mit IT-Systemen erzeugt, verarbeitet und gespeichert. Die Sicherheit von Informationen und IT-Systemen bedingen sich daher gegenseitig.

Die Gesellschaft hat technische und organisatorische Maßnahmen implementiert, die das Risiko von unbefugtem Zugriff, ungewollter Veränderung oder Löschung verhindern sollen.

Aufgrund der Komplexität der heutigen IT-Landschaften und der sich immer weiter verdichtenden Bedrohungslage können wir eine Kompromittierung von Informationswerten und damit deren unzulässige Veröffentlichung oder Manipulation nicht gänzlich ausschließen. Es wird jedoch kontinuierlich am Aufbau von IT-Sicherheitsmaßnahmen, sowie deren Überprüfung (z.B. mittels Penetration-Tests) gearbeitet.

f) Rechtliche Risiken

Die Gesellschaft kann im Zusammenhang mit der Durchsetzung oder Abwehr von Ansprüchen Dritter einem Rechtsrisiko ausgesetzt sein. In solchen Fällen können Kosten für externe rechtliche Unterstützung sowie für das Führen der Verfahren vor ordentlichen Gerichten oder Schiedsgerichten entstehen.

Weitere laufende oder drohende Gerichts- oder Schiedsgerichtsverfahren sind derzeit nicht bekannt.

2. Chancenbericht

Als Chance sehen wir die enge Zusammenarbeit mit unseren Kunden, durch die das Abnahmepotenzial in den Folgejahren evtl. noch gesteigert werden kann - belegt durch diverse Zusatzgeschäfte und Anfragen in der Vergangenheit.

Die technischen Voraussetzungen in unserem Haus sowie die enge Zusammenarbeit mit befreundeten Firmen ermöglichen es uns, die Betriebsabläufe auch künftig effizient zu gestalten und Kosten einzusparen.

Die Finanzierung von weiterem Wachstum wird neben der Bereitstellung von auskömmlichen Kreditlinien seitens der finanzierenden Kreditinstitute durch die Möglichkeit der zusätzlichen Nutzung von Projektlinien auf der Abnehmerseite garantiert.

Durch eine optimale Lagerhaltung können wir unsere Erträge positiv beeinflussen und unsere Liquidität aktiv gestalten.

Trotz der zuletzt stattgefundenen Verteuerung von Produkten mit der Folge einer leicht abgekühlten Investitionsdynamik besteht unseres Erachtens aufgrund der grundsätzlich intakten Markttrends in der Batteriespeichertechnologie eine reelle Chance, von der aktuellen Entwicklung profitieren zu können und so nachhaltiges Wachstum zu generieren.

Zudem bieten sich uns durch die u.a. im Zuge der durch den Ukraine-Krieg verschärften Energiekrise weitere Chancen, von dem Fokus auf die Nutzung effizienter Energiesysteme und erneuerbarer Energien zu profitieren und unsere Geschäftskapazitäten zu erweitern. Der Konzern antizipiert diese Entwicklungen selbstverständlich laufend und ist u.a. in der Lage, die eigene Produktentwicklung entsprechend neu eingetretener Rahmenbedingungen anzupassen, sofern dies aussichtsreich erscheint.

Beschleuniger dürften weiterhin die politischen Entwicklungen im nationalen Bereich, sowie auf EU-Ebene bilden. Durch die jüngst beschlossenen Gesetzesvorlagen, welche ein Aus für Verbrennungsmotoren, bzw. eine CO 2 -Neutralität vorsehen, dürfte sich dieser Trend nachhaltig fortsetzen. Insbesondere durch die technologischen Anforderungen im Rahmen der Elektromobilität, der verstärkten Nutzung von erneuerbaren Energien und die Herstellung von Versorgungssicherheit dürfte ein signifikanter Anstieg in der Nachfrage nach Batterietechnologien verzeichnen zu sein.

3. Gesamtbild der Risiko- und Chancenlage

Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir in einem teilweise schwierigen Wettbewerbsumfeld, potenziellen Versorgungsengpässen, volatilen Rohstoffpreisen und einem stagnierenden Preisniveau in einigen Produktgruppen.

Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität und unserer Aufstellung im Markt sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken allerdings gut gerüstet.

Die Einschätzungen zur Entwicklung des Inflations- und Zinsniveaus, der Lieferkettenstörungen und des Ukraine-Konflikts wurden im Prognose-, sowie Chancen- und Risikobericht erläutert.

Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden können, sind derzeit nicht erkennbar.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle, rechtliche und sonstige Risiken jeglicher Art. Grundsätzlich wird beim Management der Finanzpositionen eine konservative Risikopolitik verfolgt.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, wird über Rückstellungen/Wertberichtigungen entsprechende Vorsorge getroffen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken und zur Optimierung der Zahlungsströme wird ein adäquates Debitorenmanagement genutzt.

Rohstoff-, Zins-, und Währungsrisiken werden bei Bedarf mittels derivativer Instrumente abgesichert.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft über Lieferantenkredite und Mittel aus den zur Verfügung stehenden Kreditlinien.

Den Risiken von Lieferengpässen begegnen wir durch eine sehr enge Kooperation mit unseren Hauptlieferanten sowie mit einer verstärkten Lagerhaltung.

VI. Bericht über Zweigniederlassungen

Zum Bilanzstichtag sind keine Zweigniederlassungen zu verzeichnen.

 

Glauchau, den 23. Juni 2023

Martin Hartmann, Geschäftsführer

Torben Rochner, Geschäftsführer

[1] https://www.diw.de/de/diw_01.c.860585.de/diw-konjunkturbarometer_november__aussichten_trotz_leichter_erholung_weiterhin_trueb.html

[2] https://www.diw.de/de/diw_01.c.862284.de/diw-konjunkturbarometer_dezember__konjunkturaussichten_hellen_sich_etwas_auf.html

[3] ebd.

[4] https://www.ifw-kiel.de/de/publikationen/medieninformationen/2022/winterprognose-ifw-kiel-wirtschaft-im-naechsten-jahr-mit-kleinem-plus-und-grossen-risiken/

[5] https://www.euribor-rates.eu/de/euribor-werte-pro-jahr/2022/

[6] https://www.euribor-rates.eu/de/euribor-werte-pro-jahr/2023/

[7] https://www.ifw-kiel.de/de/publikationen/medieninformationen/2022/winterprognose-ifw-kiel-wirtschaft-im-naechsten-jahr-mit-kleinem-plus-und-grossen-risiken/

[8] https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Schlaglichter-der-Wirtschaftspolitik/2023/03/12-die-lage-der-weltwirtschaft.html

[9] ebd.

[10] ebd.

[11] https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Schlaglichter-der-Wirtschaftspolitik/2023/03/12-die-lage-der-weltwirtschaft.html

[12] https://www.rolandberger.com/en/Insights/Publications/Battery-Monitor-2022-Technology-and-sustainability-in-the-battery-market.html

[13] Vgl. https://www.euribor-rates.eu/de/euribor-grafik/

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 12.822.733,97 12.518.496,11
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.241.922,00 1.050.355,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.183.922,00 1.050.355,00
2. geleistete Anzahlungen 58.000,00
II. Sachanlagen 11.580.811,97 11.468.141,11
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.146.753,67 7.401.156,95
2. technische Anlagen und Maschinen 1.515.713,00 1.475.257,16
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.550.496,00 2.150.372,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 367.849,30 441.355,00
B. Umlaufvermögen 130.214.402,82 104.546.309,90
I. Vorräte 56.481.861,61 53.837.786,21
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 48.714.220,00 45.541.157,00
2. fertige Erzeugnisse und Waren 7.388.147,86 7.491.503,00
3. geleistete Anzahlungen 379.493,75 805.126,21
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 65.837.868,19 48.357.456,54
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.613.226,36 12.561.567,38
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 54.873.145,31 34.472.142,17
3. sonstige Vermögensgegenstände 2.351.496,52 1.323.746,99
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 7.894.673,02 2.351.067,15
C. Rechnungsabgrenzungsposten 164.458,50 53.721,22
D. Aktive latente Steuern 185.388,87
Summe Aktiva 143.201.595,29 117.303.916,10

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 23.266.030,32 20.667.958,32
I. gezeichnetes Kapital 753.000,00 753.000,00
II. Kapitalrücklage 1.062.000,00 1.062.000,00
III. Gewinnvortrag 18.852.958,32 14.918.560,13
IV. Jahresüberschuss 2.598.072,00 3.934.398,19
B. Rückstellungen 5.282.284,22 4.953.356,91
1. Steuerrückstellungen 1.244.154,22 690.156,91
2. sonstige Rückstellungen 4.038.130,00 4.263.200,00
C. Verbindlichkeiten 109.739.740,84 86.194.997,55
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 909.727,28 1.146.831,68
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.908.585,35
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 13.592.778,99 21.003.240,18
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 83.155.556,90 57.404.149,98
5. sonstige Verbindlichkeiten 9.173.092,32 6.640.775,71
D. Rechnungsabgrenzungsposten 4.913.539,91 5.487.603,32
Summe Passiva 143.201.595,29 117.303.916,10

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Umsatzerlöse 251.790.191,09 187.922.338,41
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 6.873.678,00 -3.916.955,00
3. andere aktivierte Eigenleistungen 26.662,08 24.556,97
4. sonstige betriebliche Erträge 4.897.719,22 2.948.284,33
5. Materialaufwand 215.826.287,26 152.888.545,00
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 214.708.221,34 152.185.915,58
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.118.065,92 702.629,42
6. Personalaufwand 8.894.398,94 9.354.434,82
a) Löhne und Gehälter 7.430.499,65 8.345.142,46
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.463.899,29 1.009.292,36
7. Abschreibungen 1.644.878,66 1.793.233,32
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.644.878,66 1.793.233,32
8. sonstige betriebliche Aufwendungen 31.192.017,92 16.604.004,16
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 12.172,62 212,66
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.364.078,38 945.108,80
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.045.155,22 1.426.535,45
12. Ergebnis nach Steuern 2.633.606,63 3.966.575,82
13. sonstige Steuern 35.534,63 32.177,63
Jahresüberschuss 2.598.072,00 3.934.398,19

Anhang

I. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Firma Triathlon Batterien GmbH, Glauchau, wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

Ausweis und Gliederung erfolgten entsprechend den gesetzlichen Vorschriften. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Gesellschaft weist nach § 267 Abs. 3 HGB die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft auf.

Die Gesellschaft ist unter der Firma Triathlon Batterien GmbH mit Sitz in Glauchau beim Amtsgericht Chemnitz unter der Nummer HRB 29030 eingetragen.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. In anderen Fällen werden eventuelle Kursverluste am Bilanzstichtag berücksichtigt.

Darstellungsstetigkeit

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewandten Gliederungsgrundsätze nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

Vergleichbarkeit

Die Zahlen des Berichtszeitraums sind unmittelbar mit den Vorjahresbeträgen vergleichbar.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Bilanzierungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des 3. Buches des HGB erstellt.

Auf die Rechnungslegung der Gesellschaft finden die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften im Sinne von § 267 Abs. 3 HGB in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) Anwendung.

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Ansatzvorschriften der §§ 246-251 HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Ansatzvorschriften für Kapitalgesellschaften, §§ 268-274, 277 HGB, erstellt.

Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266 und 275 HGB, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren Anwendung findet.

2. Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Bewertungsvorschriften der §§ 252-256a HGB erstellt.

Es wurde wie folgt bewertet:

Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibung erfolgte linear nach der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag niedrigere beizulegende Wert angesetzt.

Zinsen für Fremdkapital wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Das Finanzanlagevermögen ist mit den Anschaffungskosten bewertet.

Umlaufvermögen

Vorräte wurden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips mit dem niedrigen am Abschlussstichtag beizulegenden Wert angesetzt.

Die Herstellungskosten für fertige Erzeugnisse wurde mit Materialeinzel-, Fertigungseinzelkosten sowie Material- und Fertigungsgemeinkosten und einen Wertverzehr des Anlagevermögens soweit veranlasst durch die Fertigung angesetzt. Des Weiteren wurden angemessene Teile der Kosten für die allgemeine Verwaltung, Aufwendungen für soziale Einrichtungen und für freiwillige Leistungen und betriebliche Altersvorsorge mit einbezogen. Zinsen für Fremdkapital sind nicht in den Herstellkosten enthalten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit ihrem Nominalwert angesetzt.

Soweit erforderlich wurden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Die liquiden Mittel wurden zum Nennwert bewertet.

Rechnungsabgrenzungsposten

Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Einnahmen und Ausgaben für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten gebildet und in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages dotiert.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten wurden mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Zur Entwicklung des Anlagevermögens im Berichtsjahr einschließlich der kumulierten Anschaffungs- und Herstellungskosten und der kumulierten Abschreibungen wird auf den separat dargestellten Anlagenspiegel (Seite 10) verwiesen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in Höhe von € 53.404.776,38 aus dem Liefer- und Leistungsverkehr und in Höhe von € 1.468.368,93 aus sonstigen Forderungen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten € 1.472.027,88 Forderungen gegenüber Gesellschaftern.

Eigenkapital

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von € 2.598.072,00 auf neue Rechnung vorzutragen.

Rückstellungen

Die Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

Personalkosten 378.400,00
Boni 302.330,00
Sondernachlass 98.400,00
Gewährleistungen 2.631.310,00
Sonstige Rückstellungen 627.690,00
4.038.130,00

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeit der Verbindlichkeiten ergibt sich aus nachfolgendem Verbindlichkeitenspiegel:

Gesamt- mit einer Restlaufzeit durch Pfand-
betrag 31.12.2022
bis zu 1 Jahr
1 bis 5 Jahre
mehr als 5 Jahre
rechte o.ä. gesichert
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 909.727,28 211.322,67 605.704,61 92.700,00 834.727,28
(Vorjahr) (1.146.831,68) (237.104,47) (693.427,21) (216.300,00) (1.021.831,68)
2. Erhaltene Anzahlungen 2.908.585,35 2.908.585,35 0,00 0,00 0,00
(Vorjahr) (0,00) (0,00) (0,00) (0,00) (0,00)
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 13.592.778,99 13.592.778,99 0,00 0,00 0,00
(Vorjahr) (21.003.240,18) (21.003.240,18) (0,00) (0,00) (0,00)
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 83.155.556,90 77.705.556,90 0,00 5.450.000,00 7.100.000,00
(Vorjahr) (57.404.149,98) (57.404.149,98) (0,00) (0,00) (1.650.000,00)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 9.173.092,32 9.173.092,32 0,00 0,00 0,00
(Vorjahr) (6.640.775,71) (1.190.775,71) (0,00) (5.450.000,00) (5.450.000,00)
109.739.740,84 103.591.336,23 605.704,61 5.542.700,00 7.934.727,28
(Vorjahr) (86.194.997,55) (79.835.270,34) (693.427,21) (5.666.300,00) (8.121.831,68)

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben in Höhe von € 83.155.556,90 bestanden, davon gegenüber Gesellschaftern € 62.199.095,74.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von € 9.288.686,59 aus dem Liefer- und Leistungsverkehr und in Höhe von € 73.866.870,31 aus sonstigen Verbindlichkeiten.

Der unter dem Posten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesene Betrag ist teilweise durch übliche Eigentumsvorbehalte von Lieferanten besichert.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Im vorliegenden Berichtsjahr wurde ein Umsatz von rund T€ 248.009 mit Traktionsbatterien, sowie T€ 3.288 mit sonstigen Produkten und Leistungen erzielt. Kernmarkt mit einem Anteil von 60% bildet Deutschland, gefolgt von Lieferungen an Unternehmen mit Sitz im Drittland mit 32%.

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe € 4.630.361,47 (Vorjahr € 600.352,48) enthalten.

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Der Posten sonstige Zinsen und ähnliche Erträge enthält Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von € 2.760,00.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe € 2.225.662,60 (Vorjahr € 502.631,67) enthalten.

Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Der Posten sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthält Zinsaufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von € 1.037.036,54.

Abschreibungen

Im Geschäftsjahr wurden T€ 1.645 Abschreibungen vorgenommen.

V. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestehen Haftungsverhältnisse aus Gewährleistungsverträgen im Sinne von § 251 HGB. Hieraus haftet die Gesellschaft gesamtschuldnerisch gegenüber Kreditinstituten in Höhe von höchstens € 145.000.000,00, die zum Bilanzstichtag in Höhe von € 105.652.860,66 valutieren. Auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entfällt ein Betrag in Höhe von € 2.411.648,03. Auf Leasingverpflichtungen entfällt ein Betrag in Höhe von € 2.718.415,38. Die eingegangenen Verpflichtungen gegenüber Dritten waren nicht zu passivieren, da die zugrundeliegenden Verbindlichkeiten bei der Hauptschuldnerin voraussichtlich erfüllt werden können und damit mit einer Inanspruchnahme seitens der Gesellschaft nicht zu rechnen ist.

Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

- Martin Hartmann - Kaufmann

- Frank Riemer-Keller - technischer Geschäftsführer - wurde zum 29.09.2022 abberufen

Die Geschäftsführer waren im Berichtszeitrum einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Von der Befreiungsvorschrift nach § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht.

Beschäftigte

Es waren durchschnittlich 197 Mitarbeiter beschäftigt.

Davon 30 Mitarbeiter im Bereich Verwaltung,

davon 149 Mitarbeiter im Bereich Produktion,

davon 18 Mitarbeiter im Bereich Vertrieb.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen finanzielle Verpflichtungen aus mehrjährigen Miet- und Leasingverträgen. Die jährliche Verpflichtung aus diesen Verträgen beträgt T€ 1.612.

Honorar Abschlussprüfer

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers wird mit T€ 22 berechnet, davon entfallen auf Abschlussprüfungsleistungen T€ 22.

- Entwicklung der Anschaffungswerte -

Bilanzposten Anfangsbestand 01.01.2022 Zugänge lfd. Abgänge lfd. Umbuchung lfd. Endstand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.138.965 498.309 4.637.274
2. geleistete Anzahlungen 58.000 58.000
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 4.138.965 556.309 4.695.274
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.593.548 10.593.548
2. technischen Anlage 2.694.257 19.947 189.023 2.903.228
und Maschinen
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.862.597 1.025.954 -318.207 313.912 6.884.256
4. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 441.355 429.429 -502.935 367.849
Summe Sachanlagen 19.591.758 1.475.331 -318.207 20.748.881
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen
2. Beteiligungen
Summe Finanzanlagen
Summe Anlagevermögen 23.730.722 2.031.640 -318.207 25.444.155
Bilanzposten Anfangsbestand 01.01.2022 Zugänge lfd. Abgänge lfd. Umbuchung lfd. Endstand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten -3.088.610 -364.742 -3.453.352
2. geleistete Anzahlungen
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände -3.088.610 -364.742 -3.453.352
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken -3.192.391 -254.403 -3.446.795
2. technischen Anlage -1.219.000 -168.514 -1.387.515
und Maschinen
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -3.712.225 -857.219 235.684 -4.333.760
4. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
Summe Sachanlagen -8.123.617 -1.280.137 235.684 -9.168.069
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen
2. Beteiligungen
Summe Finanzanlagen
Summe Anlagevermögen -11.212.226 -1.644.879 235.684 -12.621.421
Bilanzposten (Stand:) Buchwert 01.01.2022 (Stand:) Buchwert 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.050.355 1.183.922
2. geleistete Anzahlungen 58.000
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 1.050.355 1.241.922
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.401.157 7.146.754
2. technischen Anlage 1.475.257 1.515.713
und Maschinen
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.150.372 2.550.496
4. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 441.355 367.849
Summe Sachanlagen 11.468.141 11.580.812
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen
2. Beteiligungen
Summe Finanzanlagen
Summe Anlagevermögen 12.518.496 12.822.734

 

Glauchau, den 23. Juni 2023

Triathlon Batterien GmbH

Martin Hartmann, Geschäftsführer

Torben Rochner, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Triathlon Batterien GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Triathlon Batterien GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis zum 31.12.2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Triathlon Batterien GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis zum 31.12.2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis zum 31.12.2022 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweiseerwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen.

Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Nürnberg, den 23. Juni 2023

LHS GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Michael Fischer, Wirtschaftsprüfer

Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am 11.3.2024.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

1 nahegelegene Organisation

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.