Stammdaten

Register
Amtsgericht Ulm HRB 730300
Eingetragen
29.7.1968
Branche
Großhandel mit Fleisch und FleischwarenEinzelhandel mit Fleisch und FleischwarenGroßhandel mit Fisch und Fischerzeugnissen
Gegenstand
Groß- und Einzelhandel mit Waren des täglichen Bedarfs, insbesondere von Lebensmitteln, Textilien, Elektroartikeln, Eisenwaren, Baumarktartikeln und Baustoffen sowie die eigene Herstellung von Metzgereiprodukten. Die Gesellschaft ist berechtigt, Werkstätten zu errichten und zu betreiben.

Historie

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Management

NameRolle
Franz Josef Müller
seit 24.1.2014
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (5)

Gesellschafter
Beta

5 Gesellschafter

GmbH-Struktur

4 von 5 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Franz Müller
Birkenweg 14, 89264 Weißenhorn
79.950 €
39.00%
P**** M*****
45.100 €
22.00%
A******** J*******
43.050 €
21.00%
M******* N*******
26.650 €
13.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Landmarkt GmbH

Ottobeuren

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011

Lagebericht § 289 HGB

I. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Geschäfts- und Rahmenbedingungen

1. Rahmenbedingungen

Das Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis 31.12.2011 hat sich weiterhin als schwierig erwiesen. Trotzdem schließt das Unternehmen das Jahr mit einem Gewinn von 17.095,13 Euro (Vorjahr - 199. 542,63 Euro) ab. Grund hierfür ist ein den Buchwert übersteigender Ausgleichsanspruch anlässlich der Veräußerung des Verkaufsgebäudes in Kirchdorf.

Die Landmarkt GmbH konnte von der verbesserten volkswirtschaftlichen Lage nicht profitieren. Insbesondere im Weihnachtsgeschäft gegen Jahresende waren liquiditätsgetriebene Umsatzeinbußen gegenüber der Planung des Unternehmens zu verzeichnen, die eine deutlichere Verbesserung des Jahresergebnisses verhindert haben. Die mit dem Weihnachtsgeschäft verbundene Vorfinanzierungslast konnte vor Zufluss des Abfindungsanspruchs nur teilweise gestemmt werden.

Die volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen werden weiterhin für den Einzelhandel als schwierig eingestuft, jedoch sind Tendenzen zur wirtschaftlichen Erholung erkennbar.

2. Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage

a) Vermögenslage

  2011 2010 Veränderung
  T€ % T€ % T€ %
AKTIVA            
Anlagevermögen 1.376 27,3 1.473 29,5 -97 -6,6
Umlaufvermögen inkl. Abgrenzungsposten 3.669 72,7 3.521 70,5 148 -4,2
Summe Aktiva 5.045 100 4.994 100 51 1
PASSIVA            
Eigenkapital 343 6,8 326 6,5 17 5,2
Rückstellungen 91 1,8 139 2,8 -48 -34,5
Mittel- und langfristige Verbindlichkeiten 2.778 55,1 2.516 50,4 262 10,4
Kurzfristige Verbindlichkeiten 1.833 36,3 2.013 40,3 -180 -3,6
Summe Passiva 5.045 100 4.994 100 51 1

Das Anlagevermögen wurde durch planmäßige Abschreibungen reduziert. Der Warenbestand im Unternehmen ist gegenüber Vorjahren durch den Abverkauf anlässlich der Schließung des Standortes in Kirchdorf deutlich vermindert worden. Das Umlaufvermögen ist korrespondierend um den Ausgleichsanspruch in Höhe von 839 T€ erhöht. Der Gewinn 2011 hat das Eigenkapital leicht erhöht.

b) Ertragslage

  2011 2010 Veränderung
  T€ % T€ % T€ %
Gesamtleistung 10.459 100 12.291 100 -1.832 -14,9
Aufwendungen für bezogene Waren 7.564 72,3 8.473 68,9 -909 -10,7
Rohertrag 2.895 27,7 3.818 31,1 -923 -24,2
sonstige betriebliche Erträge 58 0,6 33 0,2 25 75,7
Rohergebnis 2.953 28,3 3.851 31,3 -898 -25,1
Personalkosten 2.479 23,7 2.824 23 -345 -12,2
Abschreibungen 85 0,8 97 0,8 -12 -12,4
sonstige betriebliche Aufwendungen 971 9,3 961 7,8 10 1
Summe betriebliche Aufwendungen 3.535 33,8 3.882 31,6 -347 -8,9
Ordentliches Betriebsergebnis vor Steuern -582 -5,5 -31 -0,2 -551 -1.777,40
Finanzergebnis -222 -2,1 -154 -1,2 -65 -44,2
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -804 -7,6 -185 -1,5 -619 -334,6
Außerordentliches Ergebnis 839 8 0 0 839 100
= Gesamtergebnis vor Steuern 35 0,4 -185 -1,5 220 118,9
Steuern gesamt -18 -0,2 -14 -0,1 -4 -28,6
Jahresüberschuss (Vj. -fehlbetrag) 17 0,2 -199 -1,6 216 108,6

Der Gewinn 2011 resultiert einzig aus dem Abfindungsanspruch anlässlich des Verkaufs der Immobilie in Kirchdorf. Aufgrund des erneuten Rückgangs der Umsätze und des prozentual geringeren Rückgangs der Personalkosten wäre ohne den außerordentlichen Effekt des Ausgleichsanspruchs ein deutlicher Verlust für das Geschäftsjahr 2011 entstanden. Zudem war erneut eine negative Entwicklung beim Weihnachtsgeschäft zu verzeichnen.

Das außergewöhnlich breite Spektrum des Warensortiments der Gesellschaft impliziert eine im Einzelbranchenvergleich reduzierte Warenumschlagshäufigkeit, allerdings ist der Abstand weiterhin zu groß und muss noch deutlich gesenkt werden. Hierzu werden die Identifizierung der Renner/Penner, die Einhaltung der Budgetierung des Wareneinkaufs und die Endimplementierung des Warenwirtschaftssystems weiter vorangetrieben.

Das Unternehmen hat die Personalkosten gegenüber 2010 im Berichtsjahr leicht gesenkt, jedoch nicht im gleichen Verhältnis zum Umsatzrückgang. Die Personalkostensenkungsmaßnahmen greifen auch weiterhin. (Durch entsprechende Stellenreduktionen und Ausnutzung von Fluktuation sowie durch Überstundenabbau konnten die monatlichen Personalkosten sukzessive in 2011 auf ein Niveau von ca. 206.000 Euro monatlich abgesenkt werden und werden durch den Wegfall des Standortes Kirchdorf weiter stark verringert. Mit der Personalkostenreduktion gingen keine nennenswerten Abfindungszahlungen einher.

c) Finanzlage

Die Liquidität des Unternehmens ist weiterhin angespannt. Da das Unternehmen nicht über ausreichende Liquiditätsreserven zur Verlustfinanzierung verfügt, wird der Entwicklung durch Mobilisierung im Warenbestand gebundener Liquidität begegnet.

Die Zahlungsfähigkeit wird durch die weiterhin aufrechterhaltene Zusatzlinie der Sparkasse Memmingen-Lindau-Mindelheim und belassene Gesellschafterdarlehen sichergestellt. Dementsprechend gestaltet sich die Finanzierung weiterhin über Kreditinstitute und Gesellschafter. Über eine Ausweitung des Engagements bei externen Kapitalgebern zur Sicherstellung der operativen Liquidität, steht das Unternehmen nach Bilanzstichtag in aussichtsreichen Verhandlungen. Der Abfindungsanspruch wurde nach Zufluss zum überwiegenden Teil zur vollständigen Rückführung des korrespondierenden Immobiliarkredites verwendet, sodass im Folgejahr die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten deutlich reduziert werden.

3. Risiko- und Prognosebericht

Das Unternehmen verzeichnete im Vorjahresvergleich deutliche Umsatzrückgänge, die Anlass für eine Sortimentsbereinigung und -verbesserung sein müssen. Ursächlich für den Rückgang waren neben einer unterbliebenen rechtzeitigen Sortimentsaktualisierung auch die liquiditätsbedingte Reduktion der Werbeaufwendungen sowie die auslaufbedingten (unterbliebene Nachbestellung zur Reduzierung des Umlagerungsaufwandes) Umsatzrückgänge am Standort Kirchdorf vor Schließung. Zudem war eine negative Entwicklung beim Weihnachtsgeschäft zu verzeichnen, der Dezemberumsatz vermochte nicht im erforderlichen Ausmaß zur Stabilisierung beizutragen.

Bestandsgefährdende Risiken können sich aus einer negativen Entwicklung des operativen cash-flows bei weiteren Umsatzrückgängen ergeben. Durch eine Erhöhung des Kontokorrentrahmens bei der Sparkasse Memmingen-Lindau-Mindelheim und die zusätzliche Bereitschaft der Gesellschafter zur Gewährung von Gesellschafterdarlehen ist dem Liquiditätsrisiko in der Vergangenheit begegnet worden.

Unter den exogenen Risiken ist insbesondere ein Risiko hervorzuheben. Ein Kernrisiko liegt in einem Verlust des Alleinstellungsmerkmals als Vollsortimenter an einem der Unternehmensstandorte durch Niederlassung eines Wettbewerbers mit breitem Warensortiment. Aufgrund der derzeit wenig expansiven Situation im stationären Einzelhandel wird dieses Risiko eher als gering eingestuft.

Durch die Verlagerung und Vergrößerung der Metzgereiproduktion wird zugleich die Chance erkannt, die inzwischen weitgehend ausgeschöpften Produktionskapazitäten mittelfristig zu erhöhen und eine Ausweitung des relativ margenstarken Metzgereigeschäftes umsetzen zu können.

Aufgrund der im Geschäftsjahr realisierten Budgetierung des Wareneinkaufs und der Einführung des Warenwirtschaftssystems an den Standorten Ottobeuren und Aichstetten wird in der Prognose davon ausgegangen, dass das Unternehmen eine Reduzierung des operativen Verlustes im Geschäftsjahr 2012 erzielen wird.

Diese Prognose stützt sich weiterhin auf eine bereits umgesetzte deutliche Personalkostenreduzierung auf nunmehr 2,47 Mio. Euro, die fortgesetzt werden soll. Ferner wird davon ausgegangen, dass aufgrund weiterer Erkenntnisse aus der Einführung des Warenwirtschaftssystems an nunmehr allen Hauptstandorten eine operative Verbesserung in der Sortimentsgestaltung sowie im Einkaufsmanagement erreicht werden kann, die die Verbesserungsprognose wesentlich trägt. Die Konzentration des Unternehmens auf den Vertrieb, vor allem von Metzgereiprodukten, wird weiter dazu beitragen, die Umsatzseite auf nunmehr deutlich reduziertem Niveau stabil zu halten.

Für den Fall einer nochmals deutlich negativen Umsatzentwicklung im Geschäftsjahr 2012 sind im Unternehmen Vorkehrungen für die dann gebotene schnellere Kostenreduzierung und die Freisetzung von in Warenbeständen gebundener Liquidität getroffen. Es kann auch aufgrund neuen Personals im Controlling relativ kurzfristig reagiert werden, sodass die Prognose einer Ergebnisverbesserung derzeit gesichert scheint.

Das Unternehmen weist trotz des in 2011 ausgewiesenen Gewinns immer noch ein hälftig aufgezehrtes Eigenkapital aus. Dies wurde der Gesellschafterversammlung angezeigt. Für die ausgereichten Gesellschafterdarlehen sind Rangrücktritte erklärt.

Bestandsgefährdende Risiken ergeben sich aus der Liquiditätsenge, die bei weiteren Umsatzrückgängen verschärft werden könnte. Dies könnte das Unternehmen zur Inanspruchnahme von weiteren Gesellschafterdarlehen zwingen.

4. Zweigniederlassungen

Der Umsatz der Gesellschaft verteilt sich auf die einzelnen Zweigniederlassungen wie folgt:

Kirchdorf: Umsatz: T€ 1.917 (Vj. T€ 2.471)

Die kleinste Voll-Sortiment-Filiale der Landmarkt GmbH musste im Vergleich zum Vorjahr einen Umsatzrückgang hinnehmen, Schließung zum 31.12.2011

Aichstetten: Umsatz: T€ 3.072 (Vj. T€ 3.759)

Aichstetten hatte im abgelaufenen Wirtschaftsjahr aufgrund der Konkurrenzsituation einen starken Umsatzrückgang verbuchen müssen.

Ottobeuren: Umsatz: T€ 5.193 (Vj. T€ 5.780)

Im Stammhaus Ottobeuren musste durch die weiterhin schlechten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ein weiterer Umsatzrückgang hingenommen werden.

Erkheim: Umsatz: T€ 299 (Vj. T€ 306)

Die Metzgereifiliale konnte den optimistischen Umsatzerwartungen vom Vorjahr nicht gerecht werden und verbuchte einen leichten Umsatzrückgang.

II. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres

Nach Schluss des Geschäftsjahres 2011 ist der Abfindungsanspruch anlässlich des Verkaufs der Immobilie in Kirchdorf zugeflossen. Die korrespondierende Finanzierung konnte vollständig getilgt werden.

Ferner konnte der Kontokorrent unter Verbesserung der Zinsbelastung in ein mittelfristiges Darlehen umgeschuldet werden. Zur Stabilisierung der Liquiditätslage hat zudem die Aufnahme von Darlehen bei Gesellschaftern und Dritten stabilisiert beigetragen.

 

Ottobeuren, den 20.11.2012

Bilanz

Aktiva

  31.12.2011
EUR
31.12.2010
EUR
A. Anlagevermögen 1.424.013,66 1.473.194,49
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 47.565,46 49.171,56
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 47.565,46 49.171,56
II. Sachanlagen 1.376.448,20 1.424.022,93
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.302.593,64 1.352.871,55
2. technische Anlagen und Maschinen 40.199,66 35.856,79
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 33.654,90 35.294,59
B. Umlaufvermögen 3.621.431,83 3.520.532,45
I. Vorräte 2.558.687,91 3.179.937,48
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.050.937,76 320.024,55
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 52.328,36 108.827,44
2. sonstige Vermögensgegenstände 998.609,40 211.197,11
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 11.806,16 20.570,42
Bilanzsumme, Summe Aktiva 5.045.445,49 4.993.726,94

Passiva

   
  31.12.2011
EUR
31.12.2010
EUR
A. Eigenkapital 342.811,98 325.716,85
I. gezeichnetes Kapital 204.516,75 204.516,75
II. Gewinnrücklagen 951.718,15 951.718,15
III. Verlustvortrag 830.518,05 630.975,42
IV. Jahresüberschuss 17.095,13 -199.542,63
B. Rückstellungen 91.048,01 139.116,17
C. Verbindlichkeiten 4.611.585,50 4.528.893,92
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.959.343,52 2.008.634,16
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 819.001,92 899.011,38
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.833.240,06 1.621.248,38
Bilanzsumme, Summe Passiva 5.045.445,49 4.993.726,94

Gewinn- und Verlustrechnung

  1.1.2011 - 31.12.2011
EUR
1.1.2010 - 31.12.2010
EUR
1. Rohergebnis 2.952.749,68 3.851.059,26
2. Personalaufwand 2.478.533,02 2.824.971,48
a) Löhne und Gehälter 2.029.439,98 2.318.768,34
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 449.093,04 506.203,14
davon für Altersversorgung 15.000,00 17.520,00
3. Abschreibungen 84.816,62 97.132,86
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sowie auf aktivierte Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs 84.816,62 97.132,86
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 971.119,96 961.513,16
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 7.049,92 7.186,87
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 228.986,38 160.068,97
7. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -803.656,38 -185.440,34
8. außerordentliche Erträge 838.610,00 0,00
9. außerordentliches Ergebnis 838.610,00 0,00
10. sonstige Steuern 17.858,49 14.102,29
11. Jahresüberschuss 17.095,13 -199.542,63

Anhang 2011

der Landmarkt GmbH, Ottobeuren

ALLGEMEINE ANGABEN

1. Bilanzierungs‑ und Bewertungsmethoden

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear auf die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen.

Gebäude werden linear auf die Nutzungsdauer abgeschrieben. Die beweglichen Gegenstände des Anlagevermögens werden linear und teilweise degressiv entsprechend der tatsächlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Vermögensgegenstände, deren Anschaffungskosten € 150,00 nicht übersteigen, werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Für Vermögensgegenstände, deren Anschaffungskosten mehr als € 150,00 und höchstens € 1.000,00 betragen, wurde in 2009 ein Sammelposten gebildet, der über fünf Jahre abgeschrieben wird. Ab 2010 werden Vermögensgegenstände zwischen € 150,00 und € 410,00 in voller Höhe abgeschrieben. Von den steuerlichen Sammelposten wird ab 2010 kein Gebrauch mehr gemacht.

Die Waren werden mit den Anschaffungskosten bewertet. Die Anschaffungskosten werden retrograd aus den Verkaufspreisen anhand der jeweiligen Handelsspanne ermittelt. Posten mit verminderter Marktgängigkeit werden auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Sofern notwendig, wurden Einzelwertberichtigungen gebildet. Auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden wegen des allgemeinen Zins- und Kreditrisikos Pauschalwertberichtigungen vorgenommen.

Liquide Mittel wurden zum Nennwert angesetzt.

Die Rechnungsabgrenzungsposten betreffen voraus gezahlte, dem folgenden Geschäftsjahr zuzurechnende Aufwendungen. Die Auflösung der Posten erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf bzw. der wirtschaftlichen Zugehörigkeit.

Der Ansatz und Ausweis des Eigenkapitals erfolgt gemäß § 272 HGB.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung. Es wurde der Erfüllungsbetrag zugrunde gelegt.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Bewertungsgrundsätze bleiben gegenüber dem Vorjahr unverändert.

2. Grundlagen der Währungsumrechnung

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet.

Verluste aus Kursänderungen werden durch Neubewertung am Bilanzstichtag berücksichtigt.

ANGABEN UND ERLäUTERUNGEN ZUR BILANZ

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ist auf der folgenden Seite dargestellt.

Entwicklung des Anlagevermögens vom 1.1. - 31.12.2011

  Anschaffungs-/Herstellungskosten
  Stand 31.12.2010
Zugang 2011
Abgang 2011
Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 59.223,25 6.288,90 0,00
II. Sachanlagen      
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 3.974.189,28 0,00 941.498,51
2. technische Anlagen und Maschinen 360.958,30 14.914,37 2.095,51
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 755.703,83 15.983,52 235.208,41
  5.090.851,41 30.897,89 1.178.802,43
  5.150.074,66 37.186,79 1.178.802,43
  kumulierte Abschreibungen
  Stand 31.12.2011
Stand 01.01.2011
Zugang 2011
Abgang 2011
Stand 31.12.2011
Anlagevermögen          
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 65.512,15 10.051,69 7.895,00 0,00 17.946,69
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 3.032.690,77 2.621.317,73 50.276,41 941.497,01 1.730.097,13
2. technische Anlagen und Maschinen 373.777,16 325.101,51 10.570,50 2.094,51 333.577,50
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 536.478,94 720.409,24 16.074,71 233.659,91 502.824,04
  3.942.946,87 3.666.828,48 76.921,62 1.177.251,43 2.566.498,67
  4.008.459,02 3.676.880,17 84.816,62 1.177.251,43 2.584.445,36
  Buchwert  
  Buchwert 31.12.2011
31.12.2010
Abschreibungen des Geschäftsjahres
Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 47.565,46 49.171,56 7.895,00
II. Sachanlagen      
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 1.302.593,64 1.352.871,55 50.276,41
2. technische Anlagen und Maschinen 40.199,66 35.856,79 10.570,50
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 33.654,90 35.294,59 16.074,71
  1.376.448,20 1.424.022,93 76.921,62
  1.424.013,66 1.473.194,49 84.816,62

2. Eigenkapital

a. Gezeichnetes Kapital € 204.516,75
b. Andere Gewinnrücklagen € 951.718,15

c. Gewinn-/Verlustvortrag

Der Gewinn-/Verlustvortrag entwickelt sich im Geschäftsjahr 2011 wie folgt:

Stand zum 01.01.2011 € -630.975,42
- Jahresfehlbetrag 2010 € -199.542,63
Stand zum 31.12.2011 € - 830.518,05

3. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen vor allem Urlaubsansprüche der Belegschaft, Aufwendungen für die Berufsgenossenschaft, Kosten für die Filialschließung und Kosten des Jahresabschlusses nebst Prüfung.

4. Verbindlichkeiten

Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten und deren Restlaufzeit ist der folgenden Übersicht zu entnehmen.

Verbindlichkeitenspiegel zum 31.12.2011

Art der Verbindlichkeiten Gesamt Restlaufzeit bis zu 1 Jahr Restlaufzeit zwischen 1-5 Jahre Restlaufzeit über 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.959.343,52 732.812,09 327.142,26 899.389,17
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 819.001,92 819.001,92 0,00 0,00
sonstige (*) Verbindlichkeiten 1.833.240,06 281.116,45 376.467,40 1.175.656,21
Gesamt 4.611.585,50 1.832.930,46 703.609,66 2.075.045,38

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Pfandrechte und ähnliche Rechte (Grundschulden, Übereignung Waren) gesichert.

(*)

- davon aus Steuern: 74.746,62 € (VJ. 109.489,09 €)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 103.760,27 € (VJ. 50.325,98 €)
- davon gegenüber Gesellschaftern: 1.196.564,08 € (VJ 1.082.167,33 €)

ANGABEN ZUR GEWINN‑ UND VERLUSTRECHNUNG

Außerordentliche Erträge

Die außerordentlichen Erträge in Höhe von € 838.610,00 betreffen den Abfindungsanspruch durch den Eigentumsübergang der Immobilie Kirchdorf, die auf fremden Grund und Boden errichtet wurde. Der Abfindungsanspruch ist durch die Filialschließung Kirchdorf und die Beendigung der Nutzung des Grund und Bodens zum 31.12.2011 entstanden.

SONSTIGE ANGABEN

Geschäftsführer:

Herr Franz Müller

Frau Annemarie Jenewein (Abberufen zum 04.03.2011)

Im Jahresdurchschnitt sind bei der Gesellschaft 127 (VJ 136) Mitarbeiter beschäftigt. Dabei waren 11 Mitarbeiter gewerbliche Mitarbeiter und 116 Angestellte.

Bezüglich der Geschäftsführerbezüge wird von der Schutzklausel gem. § 286 Abs. 4 HGB gebrauch gemacht.

VORSCHLAG DER GESCHäFTSFüHRUNG ZUR VERWENDUNG DES JAHRESERGEBNISSES

Die Geschäftsführung schlägt vor, den ausgewiesenen Jahresüberschuss des Geschäftsjahres zusammen mit dem Verlustvortrag des Vorjahres auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Ottobeuren, den 20.11.2012

Angabe der Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

1.1.2011 - 31.12.2011

Der Betrag der sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beträgt 1.162.063,79 EUR.

1.1.2010 - 31.12.2010

Der Betrag der sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beträgt 1.082.167,33 EUR.

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 19.12.2012 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Landmarkt GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Regelungen in der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht hin. Dort sind im Abschnitt "Risiko- und Prognosebericht" ausgeführt, dass der Fortbestand der Gesellschaft aufgrund angespannter Liquidität bedroht sein kann bzw. durch den Verlust von fünfzig Prozent des Eigenkapitals ggf. eine Überschuldung drohen kann.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Memmingen, 21. November 2012

rpg GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Stefan Rauh, Wirtschaftsprüfer

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