BENTELER Mechanical Engineering GmbH

Frachtstraße 10, 33602 Bielefeld, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Bielefeld HRB 44875
Eingetragen
13.6.2022
Branche
BeteiligungsgesellschaftenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebHerstellung von Werkzeugmaschinen für die Metallbearbeitung
Gegenstand
Die Entwicklung, die Herstellung und der Vertrieb von maschinellen Einrichtungen, Werkzeugen, Konstruktionen und ähnlichen Erzeugnissen. Die Gesellschaft ist berechtigt, alle Geschäfte zu tätigen und Maßnahmen zu treffen, die dem vorstehenden Geschäftszweck dienlich und förderlich sind. Die Gesellschaft ist ferner berechtigt, gleichartige oder ähnliche Unternehmen zu erwerben oder sich daran zu beteiligen. Sie kann Zweigniederlassungen errichten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Nohad El Ghosseini
seit 5.6.2025
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Holger Theiß
seit 19.1.2023
Prokura
Jörg Schuckenböhmer
seit 13.6.2022
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Benteler International Austria GmbHAUT
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Benteler Automobiltechnik GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

BENTELER Mechanical Engineering GmbH

Bielefeld

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 328.210,83 233.131,16
2. Geleistete Anzahlungen 34.553,14 362.763,97 0,00 233.131,16
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.842.763,23 2.239.067,59
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 577.564,86 669.950,56
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.692,14 2.423.020,23 7.636,40 2.916.654,55
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
2.785.784,20 3.149.785,71
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 768.922,75 335.616,26
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 27.129.000,00 21.265.000,00
3. Geleistete Anzahlungen 56.000,00 3.679,37
4. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -24.856.027,71 3.097.895,04 -21.604.295,63 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 16.968,95 240.895,83
2. Forderungen gegen Gesellschafter 856.368,37 195.127,89
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 10.338.499,80 10.245.108,45
4. Sonstige Vermögensgegenstände 67.711,25 11.279.548,37 45.417,49 10.726.549,66
14.377.443,41 10.726.549,66
C. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 86.290,78
17.163.227,61 13.962.626,15

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Stammkapital 25.000,00 25.000,00
25.000,00 25.000,00
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 4.172.517,00 3.963.383,00
2. Sonstige Rückstellungen 3.903.756,76 2.288.439,46
8.076.273,76 6.251.822,46
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 2.511.271,97
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.154.667,66 4.223.610,98
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0,00 0,00
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.186.147,36 82.010,13
5. Sonstige Verbindlichkeiten 721.138,83 868.910,61
-davon aus Steuern EUR 295.417,94 (i. Vj. EUR 294.467,01) -
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 45.617,98 (i. Vj. EUR 18.389,59) -
9.061.953,85 7.685.803,69
17.163.227,61 13.962.626,15

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023
EUR
1.7.2022 bis 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 43.515.996,03 25.849.903,75
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen -40.821.432,78 -23.691.796,65
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 2.694.563,25 2.158.107,10
4. Vertriebskosten -3.284.650,91 -1.105.162,53
5. Allgemeine Verwaltungskosten -650.086,10 -225.211,57
6. Sonstige betriebliche Erträge 343.498,26 1.512.140,98
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -146.830,35 -1.145.237,53
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 97.252,05 852,36
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 97.252,05 (i. Vj. EUR 852,36) -
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -333.147,40 -139.551,67
- davon an verbundene Unternehmen EUR 312.520,40 (i. Vj. EUR 20.566,67) -
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 0,00
11. Ergebnis nach Steuern -1.279.401,20 1.055.937,14
12. Erträge aus Verlustübernahme aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags 1.279.401,20 0,00
13. Aufwendungen aus Gewinnabführung aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags 0,00 -1.055.937,14
14. Jahresergebnis 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Erläuterungen zum Jahresabschluss

Vorbemerkung

Der Jahresabschluss der BENTELER Mechanical Engineering GmbH, Bielefeld, für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs für große Kapitalgesellschaften gemäß der §§ 264 ff. HGB aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Umsatzkostenverfahren angewandt.

Die BENTELER Mechanical Engineering GmbH wurde mit Unterzeichnung der Gründungsurkunde am 28. April 2022 gegründet. Der operative Geschäftsbetrieb wurde am 1. Juli 2022 aufgenommen. Die Gesellschaft hat nach Maßgabe des Kaufvertrages vom 1. Juli 2022 Vermögenswerte und Schulden der Sparten Automobilanlagenbau und Werkzeugbau von der Benteler Maschinenbau GmbH gekauft. Im Rahmen dieses Kaufs sind die folgenden Vermögensgegenstände und Schulden am 1. Juli 2022 auf die BENTELER Mechanical Engineering GmbH übergegangen:

TEUR
Anlagevermögen 3.584
Umlaufvermögen 6.056
Rückstellungen 6.739
Verbindlichkeiten 334

Durch den unterjährigen Kauf dieser Vermögenswerte und Schulden ist die Gewinn- und Verlustrechnung des Geschäftsjahres 2023 nur eingeschränkt mit der des Rumpfgeschäftsjahres 2022 vergleichbar.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Jahresabschluss ist grundsätzlich nach den folgenden einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt worden.

Das Anlagevermögen und die Vorräte werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Dabei werden jeweils nur die Beträge aktiviert, die nach deutschen handelsrechtlichen Vorschriften aktivierungspflichtig sind. In den Herstellungskosten sind daher auch anteilige Gemeinkosten des Fertigungs- und Materialbereichs sowie Abschreibungen enthalten. Fremdkapitalzinsen gemäß § 255 Abs. 3 Satz 2 HGB sind nicht aktiviert worden.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit ihren Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet und linear über drei bis fünf Jahre abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Gegenstände, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden nach einheitlich festgelegten Nutzungsdauern abgeschrieben. Die Nutzungsdauer von technischen Anlagen und Maschinen liegt zwischen fünf und 21 Jahren, die für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen drei und 15 Jahren. Zugänge beim beweglichen Anlagevermögen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Der Wertminderung bei nachhaltig nicht mehr oder nicht mehr voll verwendungsfähigen Anlagewerten wird durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahresabschluss gemäß den Regelungen des § 6 Abs. 2 EStG und § 6 Abs. 2a EStG berücksichtigt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die in den Vorräten liegenden Risiken, insbesondere eine realistische Kostenschätzung bei der Fertigstellung von Projekten, haben wir durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert angesetzt. Den Risiken im Forderungsbestand wird durch Einzelwertberichtigungen, dem allgemeinen Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Die Rückstellungen für Pensionen werden nach der Projected Unit Credit (PUC)-Methode unter Verwendung der Richttafeln 2018G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,83%(i. Vj. 1,79 %) verwendet. Der Abzinsungssatz wird von der Deutschen Bundesbank nach Maßgabe einer Rechtsverordnung ermittelt und monatlich bekannt gegeben. Rentendynamik und Gehaltsdynamik wurden in Höhe von 2,10 % bzw. 2,50 % in die Stichtagsbewertung zum 31. Dezember 2023 einbezogen.

Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 62 (i. Vj. TEUR 310). In Einklang mit dem Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) vom 23. Dezember 2016 zu den Auswirkungen der Änderung des § 253 HGB auf die Anerkennung steuerlicher Organschaften ist auch der Gewinn, der auf der Anwendung des § 253 HGB n.F. beruht (sogenannter "Abstockungsgewinn") aufgrund des Bestehens eines Ergebnisabführungsvertrages vollständig abgeführt worden, um die notwendige Abführung des gesamten Gewinns nach § 14 Abs. 1 Satz 1 KStG in Verbindung mit § 301 AktG zu gewährleisten (d. h. keine Abführungssperre).

Den nach der Projected Unit Credit (PUC)-Methode unter Verwendung der Richttafeln 2018G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelten Rückstellungen für Altersteilzeit liegt ein Rechnungszins von 1,05 % zugrunde. Gemäß § 253 Abs. 2 HGB sind Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abzuzinsen, der sich aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ergibt. Die Gehaltsdynamik ist mit 2,50 % in die Berechnung eingeflossen.

Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet. Da kein aktiver Markt besteht, anhand dessen sich der Marktpreis ermitteln lässt, wurden für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der Wertpapiere die fortgeführten Anschaffungskosten zugrunde gelegt.

Die Jubiläumsrückstellungen wurden ebenfalls nach der Projected Unit Credit (PUC)-Methode unter Verwendung der Richttafeln 2018G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren in Höhe von 1,76 % (i. Vj. 1,45 %) gemäß den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Abzinsungszinssätzen herangezogen. Die Fluktuation wurde in Abhängigkeit der Dienstjahre mit einer Rate von 0,8 % bis 10,9 % berücksichtigt. Zum 31. Dezember 2023 ergibt sich gemäß versicherungsmathematischem Gutachten ein Erfüllungsbetrag von TEUR 71 (i. Vj. TEUR 71).

Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages (einschließlich künftiger Preis- und Kostensteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr, sind mit dem von der Deutschen Bundesbank im Monat Dezember 2023 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre abgezinst worden.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende kurzfristige Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet und gemäß § 256a HGB bewertet.

Latente Steuern auf Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanzwerten werden gemäß DRS 18 auf der Ebene des Organträgers abgebildet.

B. Erläuterungen zur Bilanz

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Die Aufgliederung des Anlagevermögens und die Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 sind dem beigefügten Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) zu entnehmen.

Vorräte

Unfertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Herstellungskosten wurden um insgesamt TEUR 3.049 (i. Vj. TEUR 3.323) abgewertet, um eine verlustfreie Bewertung zu gewährleisten. Zusätzlich waren TEUR 106 (i. Vj. TEUR 20) als Drohverluste im Auftragsbestand zu berücksichtigen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen Gesellschafter enthalten gegen die Benteler Automobiltechnik GmbH (100%iger Gesellschafter) TEUR 856 (i. Vj. TEUR 195) aus Lieferungen und Leistungen.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus Lieferungen und Leistungen bestanden am Abschlussstichtag in Höhe von TEUR 3.029 (i. Vj. TEUR 2.009). Gegen die BENTELER Business Services GmbH bestehen Forderungen im Rahmen der kurzfristigen Konzernfinanzierung in Höhe von TEUR 7.310 (i. Vj. TEUR 8.236).

Die sonstigen Vermögensgegenstände umfassen andere kurzfristige Forderungen, die nicht aus dem Liefer- und Leistungsverkehr stammen. Weiterhin enthalten sind Steuererstattungsansprüche von TEUR 46 (i. Vj. TEUR 18).

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 62 (i.Vj. TEUR 310).

Sonstige Rückstellungen

Mit den sonstigen Rückstellungen wurde Vorsorge für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen getroffen. Diese beziehen sich vor allem auf Personalkosten (TEUR 3.090, i. Vj. TEUR 1.970), nachträglich anfallenden Kosten für Inbetriebnahmen (TEUR 415, i. Vj. TEUR 130) sowie allgemeine Garantieverpflichtungen (TEUR 208, i. Vj. TEUR 124). Die allgemeinen Garantieverpflichtungen wurden in Höhe von 0,5 % des garantiebelasteten Umsatzes gebildet.

Gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wurde der Aktivwert der für die Altersteilzeitverträge abgeschlossenen Rückdeckungsversicherung in Höhe von TEUR 397 mit dem Erfüllungsbetrag der Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von TEUR 787 verrechnet. Erfüllungsbetrag und fortgeführte Anschaffungskosten des Aktivwertes belaufen sich zum 31. Dezember 2023 auf saldiert TEUR 390.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen zum Teil branchenübliche Eigentumsvorbehalte.

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Zum 31. Dezember 2023 bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Zum 31. Dezember 2023 besteht eine Finanzierungsverbindlichkeit gegenüber der BENTELER International AG über nominal TEUR 5.000 mit einer Laufzeit von einem Jahr und drei Monaten und endfälliger Tilgung.

Sonstige Verbindlichkeiten

Unter den sonstigen Verbindlichkeiten sind vor allem Verpflichtungen aus der Lohn- und Gehaltsabrechnung Dezember 2023, abzuführende Lohn- und Kirchensteuern sowie zu zahlende Sozialversicherungsbeiträge bilanziert. Von den sonstigen Verbindlichkeiten entfallen auf Steuern TEUR 295 (I. Vj. TEUR 294). Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit betragen TEUR 46 (i. Vj. TEUR 18).

Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten

Alle Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre
TEUR
Größer 5 Jahre
TEUR
Verpflichtungen aus
Mietverträgen 24 0 0
Leasingverträgen 0 0 0
24 0 0

C. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Umsatzerlöse nach Produktbereichen:

2023 2022 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Automobilanlagenbau 26.983 17.168 +9.815 +57,2
Werkzeugbau 12.512 6.670 +5.842 +87,6
Service und Sonstiges 4.021 2.012 +2.009 +99,9
43.516 25.850 +17.666 +68,3

Umsätze nach Regionen:

2023 2022
TEUR % TEUR %
Inland 20.946 48,1 8.294 32,1
Übrige EU-Länder und Efta 6.823 15,7 2.462 9,5
Osteuropa und China 2.376 5,5 32 0,1
Amerika 9.597 22,0 4.094 15,9
Sonstige 3.774 8,7 10.968 42,4
43.516 100,0 25.850 100,0

Herstellungskosten

Die Herstellungskosten vom Umsatz betragen 2023 TEUR 40.821 (i. Vj. TEUR 23.692), das Bruttoergebnis vom Umsatz beläuft sich auf TEUR 2.695 (i. Vj. TEUR 2.158).

Vertriebs- und Verwaltungskosten

Die Vertriebskosten belaufen sich auf TEUR 3.285 (i. Vj. TEUR 1.105) und die Verwaltungskosten betragen TEUR 650 (i. Vj. TEUR 225).

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten eine Schadenersatzzahlung eines Kunden für stornierte Aufträge in Höhe von TEUR 219 (i. Vj. TEUR 1.337). Zusätzlich sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen und übrige Erträge von insgesamt TEUR 114 berücksichtigt (i. Vj. TEUR 162). Des Weiteren werden TEUR 10 (i. Vj. TEUR 13) aus der Weiterbelastung von Personal- und Sachaufwendungen und periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 4 (i. Vj. TEUR 0) ausgewiesen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen eine Abschreibung auf unfertige Erzeugnisse aufgrund stornierter Kundenaufträge in Höhe von TEUR 147 (i. Vj. TEUR 1.064).

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Von den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen entfallen auf Erträge von verbundenen Unternehmen TEUR 97 (i. Vj. TEUR 1).

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Von den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen entfallen auf Aufwendungen an verbundene Unternehmen TEUR 313 (i. Vj. TEUR 21). Aus der Aufzinsung von Rückstellungen ergibt sich ein Zinsaufwand von TEUR 21 (i. Vj. TEUR 119).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag fallen grundsätzlich aufgrund des bestehenden Organschaftsverhältnisses mit der Benteler Automobiltechnik GmbH, Paderborn, nicht an.

Angaben bei Anwendung des Umsatzkostenverfahrens

a) Materialaufwand

Der Materialaufwand gliedert sich wie folgt auf:

2023
TEUR
2022
TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 19.791 11.743
Bezogene Leistungen 5.494 2.127
25.285 13.870

b) Personalaufwand, soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung

Die Personalaufwendungen gliedern sich wie folgt auf:

2023
TEUR
2022
TEUR
Löhne und Gehälter 16.500 7.023
Soziale Abgaben 2.896 1.434
Aufwand für Altersversorgung 247 120
19.643 8.577

D. Sonstige Angaben

1. Name und Sitz der Gesellschaft

Die Gesellschaft firmiert unter BENTELER Mechanical Engineering GmbH, Bielefeld, und wird beim Amtsgericht Bielefeld unter der Handelsregisternummer HRB 44875 geführt.

2. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.

3. Honorar des Abschlussprüfers

Das von dem Abschlussprüfer berechnete Honorar beträgt für Abschlussprüfungsleistungen TEUR 42 (i. Vj. TEUR 38).

4. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Im Geschäftsjahr hat die Gesellschaft keine für die Beurteilung der Finanzlage wesentlichen nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommenen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen durchgeführt.

5. Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer

2022 Veränderung
%
Gewerbliche Arbeitnehmer 101 101 0 0,0
Angestellte 115 115 0 0,0
216 216 0 0,0
Auszubildende 5 9 -4 -44,4
221 225 -4 -1,8

Zum 1. Juli 2022 sind 229 Arbeitnehmer im Zuge eines Betriebsübergangs von der Benteler Maschinenbau GmbH übernommen worden. Die Durchschnittswerte 2022 beziehen sich auf ein halbes Kalenderjahr.

6. Geschäftsführer

Kaufmann Nick Borislavski, Paderborn

Kaufmann Wolfram Linnig, Paderborn

7. Konzernzugehörigkeit

Die BENTELER Mechanical Engineering GmbH wird in den Konzernabschluss der BENTELER International AG, Salzburg/Österreich, welche den Konzernabschluss für den größten und den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Firmenbuch, Salzburg, offengelegt. Durch die Einbeziehung ist die Gesellschaft von der Verpflichtung zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichts befreit. Der befreiende Konzernabschluss wird nach den von der EU übernommenen IFRS aufgestellt.

 

Bielefeld, den 15. März 2024

BENTELER Mechanical Engineering GmbH

Nick Borislavski, Geschäftsführer

Wolfram Linnig, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchung
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 285.412,63 203.278,10 0,00 0,00 488.690,73
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 34.553,14 0,00 0,00 34.553,14
285.412,63 237.831,24 0,00 0,00 523.243,87
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.455.562,13 25.980,52 0,00 0,00 2.481.542,65
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 771.193,52 94.103,31 21.409,61 7.636,40 851.523,62
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 7.636,40 2.692,14 -7.636,40 2.692,14
3.234.392,05 122.775,97 21.409,61 0,00 3.335.758,41
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3.519.804,68 360.607,21 21.409,61 0,00 3.859.002,28
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte Buchwerte
1.1.2023
EUR
Abschreibungen des Geschäftsjahres
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 52.281,47 108.198,43 0,00 160.479,90 328.210,83 233.131,16
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 34.553,14 0,00
52.281,47 108.198,43 0,00 160.479,90 362.763,97 233.131,16
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 216.494,54 422.284,88 0,00 638.779,42 1.842.763,23 2.239.067,59
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 101.242,96 194.125,41 21.409,61 273.958,76 577.564,86 669.950,56
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 2.692,14 7.636,40
317.737,50 616.410,29 21.409,61 912.738,18 2.423.020,23 2.916.654,55
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
370.018,97 724.608,72 21.409,61 1.073.218,08 2.785.784,20 3.149.785,71

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen

Die BENTELER Mechanical Engineering GmbH ist in zwei Sparten international tätig: Automobilanlagenbau und Werkzeugbau.

Im Bereich Automobilanlagenbau entwickelt und fertigt die Gesellschaft überwiegend Produktionslinien für die BENTELER Automobiltechnik. Die Sparte Werkzeugbau konstruiert und produziert hauptsächlich Werkzeuge für die Warm- und Kaltumformung von Strukturteilen und Fahrwerkskomponenten von Automobilen. Hauptabnehmer für die Werkzeuge ist ebenfalls die BENTELER Automobiltechnik.

Die BENTELER Mechanical Engineering GmbH wurde am 28. April 2022 gegründet. Die Gesellschaft hat nach Maßgabe des Kaufvertrages vom 1. Juli 2022 Vermögenswerte und Schulden der Sparten Automobilanlagenbau und Werkzeugbau von der Benteler Maschinenbau GmbH gekauft. Im Rahmen dieses Kaufs sind die folgenden Vermögensgegenstände und Schulden auf die BENTELER Mechanical Engineering GmbH übergegangen:

EUR Mio
Anlagevermögen 3,6
Umlaufvermögen 6,1
Rückstellungen 6,7
Verbindlichkeiten 0,3

Mit dem Kauf dieser Vermögenswerte und Schulden zum 1. Juli 2022 wurde der operative Geschäftsbetrieb aufgenommen. Somit bildet die Gewinn- und Verlustrechnung des Rumpfgeschäftsjahres 2022 im Wesentlichen den Zeitraum vom 1. Juli bis zum 31. Dezember 2022 ab. Ein Vergleich der Gewinn- und Verlustrechnung mit den Werten des Berichtsjahres ist deshalb nur eingeschränkt möglich.

Im Berichtsjahr wurde ein Umsatz von EUR 43,5 Mio (i. Vj. EUR 25,8 Mio) realisiert. Die Gesamtleistung betrug dabei EUR 49,4 Mio nach EUR 24,5 Mio im Vorjahr, womit ein Ergebnis vor Steuern und Ergebnisübernahme von EUR -1,3 Mio erreicht wurde. Im Vorjahr war noch ein Gewinn von EUR 1,1 Mio erwirtschaftet worden.

2. Wirtschaftsbericht

Im Jahr 2023 konnte die globale Konjunktur laut Institut für Weltwirtschaft 1 ihre Wachstumsrate aus dem Vorjahr mit einem Wert von 3,1 % bestätigen (2022: 3,3 %). Gleichzeitig war das Jahr von verschiedenen Faktoren geprägt, die zu anhaltender Volatilität und Unsicherheit beitrugen.

Einer der wichtigsten Faktoren, die das globale Wachstum 2023 beeinträchtigten, war die anhaltende geopolitische Instabilität, die sich in den zahlreichen globalen militärischen Konflikten manifestierte. So dämpften beispielsweise der Krieg in der Ukraine und der Angriff der Hamas auf Israel die globale Wirtschaftsentwicklung. Ein weiterer dämpfender Faktor war sicherlich die Inflation, die für die Weltwirtschaft und ihre einzelnen Volkswirtschaften weiterhin eine wesentliche Belastung darstellte. Als Reaktion darauf gab es 2023 weitere Zinserhöhungen durch die Zentralbanken, die die wirtschaftlichen Aktivitäten drosselten und gleichzeitig Rezessionsängste weiter schürten. Als Treiber des globalen Wachstums stand dem insbesondere die weitere Erholung von der COVID-Pandemie gegenüber. Dies äußerte sich unter anderem in der Entspannung globaler Lieferketten sowie in einer positiven Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt.

Im Euroraum entwickelte sich 2023 die Konjunktur mit 0,5 % deutlich bescheidener als im Vorjahr (2022: 3,5 %). Gründe für das geringe Wachstum sind die hohen Inflationsraten in Verbindung mit einer schwachen außereuropäischen Nachfrage. Außerdem verstärkten die anhaltenden geopolitischen Konflikte, insbesondere in der Ukraine, die wirtschaftliche Unsicherheit.

Dagegen konnte die US-Wirtschaft ihr Wachstum mit einem gesamtwirtschaftlichen Produktionsanstieg von 2,4 % gegenüber dem Vorjahr leicht verbessern. Angetrieben durch den Inflation Reduction Act war insbesondere eine sich ständig verbessernde Beschäftigungssituation auf dem amerikanischen Arbeitsmarkt zu beobachten. Außerdem sanken die Inflationsraten in den USA im Vergleich zu Europa deutlich schneller, was die wirtschaftliche Stabilität erhöhte.

Im Jahr 2023 verzeichneten die 19 wichtigsten Schwellenländer eine Steigerung ihrer gesamtwirtschaftlichen Produktion um 4,8 %. Hauptakteure dieses Wachstums waren China mit einem Zuwachs von 5,4 % und Indien mit 7,3 %. Positive Treiber dieser Entwicklung waren die Erholung von der Corona-Pandemie, reduzierte Inflationsraten und sich entspannende Lieferketten. Dennoch wurden die Schwellenländer durch eine geminderte europäische und amerikanische Nachfrage, geopolitische Konflikte und lokale Herausforderungen belastet.

Die Produktion im Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland ist nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Vergleich zum Vorjahr im Jahr 2023 um real 0,7 % gesunken. Die Materialengpässe haben sich weitgehend aufgelöst. Während die Produktion im ersten Halbjahr noch von hohen Auftragsbeständen abgepuffert wurde, brach diese Stütze im weiteren Jahresverlauf Stück für Stück weg, denn der Auftragseingang zeigte das gesamte Jahr über eine schwache Dynamik. Bereits zum Jahresbeginn kam es zu zweistelligen realen Minusraten, und auch im Jahresverlauf war keine Trendwende in Sicht. Ein herausforderndes wirtschaftliches Umfeld geprägt von hoher Unsicherheit führte zu einer spürbaren Zurückhaltung bei den Bestellungen. Der Bestelleingang verfehlte sein Vorjahresniveau im Gesamtjahr 2023 preisbereinigt um 12,0 %. Die Auftragsreichweite lag im November mit 10,3 Monaten zwar immer noch ungewöhnlich hoch, doch hat die Reichweite inzwischen spürbar an Länge eingebüßt. Der Höchststand lag im Juli und August 2022 bei 12,2 Monaten. Zudem darf der immer noch ungewöhnliche, Zweifel hegende Durchschnittswert nicht über eine sehr unterschiedliche Verteilung innerhalb der Maschinenbaubranche hinwegtäuschen. Nach Ergebnissen der 20. VDMA-Blitzumfrage von Ende Oktober 2023 lag die Auftragsreichweite in 60,0 % der Unternehmen bereits unter ihrem jeweiligen langjährigen Durchschnitt. Und 34,0 % der Maschinenbauer berichteten laut ifo-Konjunkturtest im Oktober von Produktionsbehinderungen aufgrund von Auftragsmangel. Den ersten Produktionsstätten sind demnach die Puffer fürs Produzieren abhandengekommen. Mit der Folge, dass laut Ifo die Kapazitätsauslastung im Maschinenbau von Juli (88,8 %) auf Oktober (85,9 %) deutlich absank. Die konjunkturelle Abkühlung wirkt sich auch mehr und mehr am Arbeitsmarkt aus. Die Einstellungsabsichten der Unternehmen haben sich reduziert, und die Kurzarbeit steigt auf einem niedrigen Niveau an. Nach Schätzungen der Bundesanstalt für Arbeit waren im Oktober etwa 17.000 Beschäftigte im Maschinenbau in Kurzarbeit. Unter dem Strich konnte die Beschäftigtenzahl in den Betrieben mit mindestens 50 Mitarbeitern im Jahresverlauf jedoch trotz der Engpässe am Arbeitsmarkt um etwa 1,0 % zulegen. Der Arbeitskräftemangel bleibt aber nicht zuletzt aufgrund der demografischen Entwicklung akut.

1 Kieler Konjunkturbericht Nr. 109 (2023/Q4), Institut für Weltwirtschaft, Kiel, Deutschland.

(Quelle: Statistisches Bundesamt, VDMA.)

Die BENTELER Mechanical Engineering GmbH hat im Geschäftsjahr 2023 Auftragseingänge in Höhe von EUR 52,1 Mio verbuchen können, was naturgemäß deutlich über dem Wert des Vorjahres liegt (EUR 25,8 Mio). Ebenso ist der realisierte Umsatz mit EUR 43,5 Mio und die Gesamtleistung (EUR 49,4 Mio) sehr viel höher als im Rumpfgeschäftsjahr 2022 ausgefallen. Sowohl der Auftragseingang als auch der Umsatz verteilen sich zu ungefähr 2/3 auf die Sparte Automobilanlagenbau und 1/3 auf den Werkzeugbau. Der Exportanteil der Gesellschaft betrug 51,9 % (I. Vj. 67,9 %) der Umsatzerlöse.

2.1 Ertragslage

Das Rumpfgeschäftsjahr 2022 ist stark durch die negativen Folgen des Ukraine-Kriegs in Form der Energiekrise und den teils drastischen Materialpreissteigerungen geprägt worden. Trotzdem konnte das Unternehmen ein positives Ergebnis erwirtschaften, da Kundenaufträge der Sparte Automobilanlagenbau mit einem Gewinn abgeschlossen wurden. Im Berichtsjahr 2023 hat sich die Lage bei Lieferanten entspannt. Allerdings sind die Einkaufspreise weiterhin auf einem sehr hohen Niveau und konnten in einem internationalen Wettbewerb nur bedingt an den Kunden weitergegeben werden. Im Zusammenspiel mit Personalkostensteigerungen führte das zu einem negativen Ergebnis vor Steuern und Verlustübernahme.

Die Personalkosten sind im Vorjahr für den Zeitraum vom 1. Juli 2022 bis 31. Dezember 2022 für durchschnittlich 225 Mitarbeitende angefallen, von denen 229 im Rahmen eines Betriebsübergangs zum 1. Juli 2022 in das Unternehmen eingetreten sind. Im Berichtsjahr waren durchschnittlich 221 Mitarbeitende beschäftigt. Der Aufwand für Material und Dienstleitungszukäufe ist im Anhang dargestellt. Der sonstige betriebliche Ertrag enthält wie im Vorjahr eine Schadenersatzzahlung für einen stornierten Kundenauftrag. Entsprechend ist im sonstigen betrieblichen Aufwand eine Abschreibung auf unfertige Erzeugnisse enthalten.

2.2 Finanzlage

Grundsätzliches Ziel des Finanzmanagements ist die jederzeitige Sicherstellung der Liquidität des Unternehmens.

2023
EUR Mio
2022
EUR Mio
Kapitalflussrechnung
Cashflow aus dem operativen Bereich -6,8 12,9
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -0,4 -3,6
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 6,3 -1,1
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 8,2 0,0
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 7,3 8,2

Die BENTELER Mechanical Engineering GmbH hat in 2023 einen negativen Cashflow in Höhe von EUR -0,9 Mio auszuweisen (i. Vj. EUR 8,2 Mio positiv). Die Ursache für den negativen Cashflow liegt neben dem negativen Ergebnis hauptsächlich im Aufbau der unfertigen Erzeugnisse.

In dem Cashflow aus Investitionstätigkeit sind die Aufwendungen für immaterielle und materielle Investitionen abgebildet.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beinhaltet die Verlustübernahme gemäß Ergebnisabführungsvertrag und die Aufnahme einer Finanzierungsverbindlichkeit in Höhe von EUR 5,0 Mio gegenüber der BENTELER International AG.

Aufgrund einer Cash-Pooling-Vereinbarung mit der BENTELER Business Services GmbH wird der kurzfristige Finanzmittelbestand in der Bilanz unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen.

2.3 Vermögenslage

Das Anlagevermögen wurde im Wesentlichen zum 1. Juli 2022 von der Benteler Maschinenbau GmbH käuflich erworben. Die Investitionen waren im Berichtsjahr niedriger als die Abschreibungen, so dass sich das Anlagevermögen von EUR 3,1 Mio auf EUR 2,8 Mio reduziert hat. Die erhaltenen Kundenanzahlungen haben sich mit EUR 24,9 Mio gegenüber dem Vorjahr leicht erhöht (EUR 24,1 Mio). Die Forderungen an Kunden bestehen hauptsächlich gegen verbundene Unternehmen, wohingegen die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung überwiegend gegenüber externen Lieferanten bestehen. Während die Forderungen im Vergleich zum Vorjahresstichtag leicht gestiegen sind, haben sich die kurzfristigen Verbindlichkeiten deutlich reduziert. Die Verbindlichkeit gegenüber verbundenen Unternehmen besteht im Wesentlichen aus einem Darlehen der BENTELER International AG in Höhe von EUR 5,0 Mio.

Die Bilanzsumme beträgt zum 31. Dezember 2023 EUR 17,2 Mio nach EUR 14,0 Mio im Vorjahr. Das Vermögen der Gesellschaft setzte sich aus EUR 2,8 Mio Anlagevermögen und EUR 14,4 Mio Umlaufvermögen zusammen.

Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages mit der Benteler Automobiltechnik GmbH betrug das Eigenkapital unverändert EUR 25.000, was dem Stammkapital entspricht.

Insgesamt ist das Geschäftsjahr 2023 für die BENTELER Mechanical Engineering GmbH aufgrund des negativen Ergebnisses und Cashflows nicht zufriedenstellend verlaufen.

3. Prognosebericht

Das Institut für Weltwirtschaft prognostiziert ein stabiles Wirtschaftswachstum von 2,9 % für 2024 und 3,2 % für 2025. Globale Treiber für die wirtschaftliche Entwicklung sind eine erwartete Zinswende auf Grund von reduzierten Inflationsraten und damit verbundene Steigerungen der Kaufkraft sowie verbesserte Finanzierungsbedingungen. Dennoch werden geopolitische Konflikte und die Auswirkungen vergangener Schocks die Weltwirtschaft weiter belasten.

Für den Euroraum wird ein Wachstum von 0,8 % im Jahr 2024 und 1,5 % im Jahr 2025 erwartet. Grund hierfür ist die Schwächephase der europäischen Wirtschaft zu Beginn des Jahres 2024, ausgelöst durch hohe Lebenshaltungskosten, schwierige Finanzierungsbedingungen und geopolitische Unsicherheit. Im Verlauf des Jahres 2024 wird aber eine Trendwende durch steigende Reallöhne und verbesserte Finanzierungsbedingungen erwartet.

In den USA werden Wachstumsraten von 1,5 % für 2024 und 2,0 % für 2025 prognostiziert. Getrieben wird dieses Wachstum durch vermehrte Bauinvestitionen und zunehmenden privaten Konsum in Verbindung mit reduzierten Inflationsraten. Ein stärkeres Wachstum wird jedoch durch die Erwartung einer nachlassenden Dynamik am Arbeitsmarkt voraussichtlich verhindert.

Für die Schwellenländer wird im Vergleich zu den Industrieländern in den kommenden beiden Jahren ein stärkeres Wachstum erwartet. Treiber hierfür sind vor allem die reduzierten Inflationsraten, die insbesondere in Schwellenländern einen deutlich stärkeren Einfluss auf die Kaufkraft haben. Für China werden Wachstumsraten von 4,7 % für 2024 und 4,6 % für 2025 prognostiziert, angetrieben durch einen steigenden inländischen Konsum. Allerdings wird das Wachstum durch die anhaltende Immobilienkrise in China gebremst. Indien weist mit 7,0 % sowohl für 2024 als auch für 2025 die weltweit höchsten Wachstumsprognosen vor.

Die beschriebenen Prognosen müssen jedoch im Kontext eines volatilen Marktes betrachtet werden. Insbesondere die geopolitischen Konflikte, die erwartete Zinswende und die hohe Unsicherheit bezüglich des chinesischen Marktes können das zukünftige Wachstum erheblich beeinflussen.

Die BENTELER Mechanical Engineering GmbH konnte die für das Geschäftsjahr 2023 prognostizierten Auftragseingänge, Umsätze und Ergebnisse übertreffen. Für das Geschäftsjahr 2024 wird mit einem leichten Rückgang der Nachfrage nach Fertigungslinien und Umformwerkzeugen für die Automobilindustrie gerechnet. Aufgrund des hohen Bestandes an unfertigen Erzeugnissen, wird der Umsatz im Geschäftsjahr 2024 trotzdem ungefähr das Niveau von 2023 erreichen. Das Ergebnis vor Steuern und Ergebnisabführung wird trotz des anhaltenden Preisdrucks voraussichtlich leicht über den Werten von 2023 liegen. Die Prognosen sind dabei wiederum mit einer hohen Unsicherheit hinsichtlich der weiteren Entwicklung der geopolitischen Konflikte behaftet.

Das Fortbestehen der Gesellschaft über den Prognosezeitraum bis mindestens zum 31. März 2025 ist nach Einschätzung der Geschäftsführung gegeben, da die Gesellschaft aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrags mit der Gesellschafterin BENTELER Automobiltechnik GmbH einen Anspruch auf Ausgleich negativer handelsrechtlicher Jahresergebnisse hat und darüber hinaus aufgrund der bestehenden Cash-Pooling-Vereinbarung mit der BENTELER Business Services GmbH über ausreichend liquide Mittel verfügt, um ihren jeweiligen Zahlungsverpflichtungen bei Fälligkeit nachkommen zu können. Wir gehen von der rechtzeitigen Realisierbarkeit der zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit jeweils notwendigen Liquiditätsansprüche im Rahmen des Cash-Pooling aus. Daher gehen wir als gesetzliche Vertreter bei der Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden im handelsrechtlichen Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aus.

4. Bericht zu Chancen und Risiken

Die BENTELER Mechanical Engineering GmbH ist in das Risiko-Managementsystem der BENTELER-Gruppe einbezogen.

Die BENTELER International AG als strategische Holding steuert die BENTELER Mechanical Engineering GmbH mittels Zielvorgaben. Das Erreichen dieser Ziele wird durch ein umfassendes Managementinformationssystem überwacht, das alle relevanten Kennzahlen nach "Ist", "Prognose" und "Plan" abbildet. Bei erkennbaren negativen Abweichungen werden frühzeitig entsprechende Maßnahmen veranlasst.

Die BENTELER Mechanical Engineering GmbH berichtet monatlich über ihre wirtschaftliche Entwicklung und zeigt Chancen und Risiken in Bezug auf die geplanten Ergebnisse, aber auch für künftige Entwicklungen auf.

Ergänzend verfügt die BENTELER Mechanical Engineering GmbH über ein unternehmensweites, internes Kontrollsystem (IKS), das organisatorische Sicherheitsmaßnahmen, Verfahrensregelungen und Systemprüfungen vorsieht. Die Interne Revision der BENTELER Gruppe wird in regelmäßigen Abständen das IKS der BENTELER Mechanical Engineering GmbH untersuchen. Dabei überprüft sie unter anderem die Einhaltung von Richtlinien, die Ordnungsmäßigkeit und Effizienz der Geschäftsprozesse und der Berichterstattung sowie die Funktionsfähigkeit des Risikomanagements.

Mögliche negative Auswirkungen der aktuellen geopolitischen Konflikte auf den Geschäftsverlauf im Jahr 2024 sind schwer vorhersehbar. Die Geschäftsführung wird auf kurzfristige Nachfragerückgänge und deren negative Folgen für die Umsatz- und Ergebnisentwicklung so weit wie möglich mit Kapazitätsanpassung durch Kurzarbeit und striktes Ausgabenmanagement reagieren.

Als strategischer Partner der BENTELER Automobiltechnik partizipiert die Gesellschaft an Wachstumschancen der BENTELER Gruppe im Automotive Markt. Des Weiteren können unsere Automatisierungslösungen unseren Kunden helfen, den Arbeitskräftemangel durch den demografischen Wandel teilweise zu kompensieren.

Technische Risiken werden bereits in der Angebotsphase durch eine Risikoanalyse bewertet und minimiert.

Neue Aufträge von externen Kunden in nennenswerter Höhe werden in der Regel durch eine Warenkreditversicherung oder ansonsten eine gleichwertige Sicherheit gegen Ausfall abgesichert.

Ergebnisrisiken werden durch ein konsequentes Auftragscontrolling gemanagt, welches frühzeitig Plan-Ist-Abweichungen erkennen lässt.

Auf der Versorgungsseite könnte die BENTELER Mechanical Engineering GmbH dadurch belastet werden, dass aufgrund von finanziellen Schwierigkeiten bei bestehenden Lieferanten Lieferprobleme auftreten und kurzfristig neue, geeignete Partner gefunden werden müssen.

Um diesem Risiko gegenzusteuern, bewertet der Einkauf der BENTELER Mechanical Engineering GmbH Lieferanten und deren Finanzlage, bevor diese mit Aufträgen betraut werden. Durch eine flexible Einkaufsorganisation mit einer Multiple-Sourcing-Strategie wird diesem Risiko wie auch Materialpreisrisiken weiterhin begegnet.

Abgestimmte Zahlungsströme auf Lieferanten- und Kundenseite ermöglichen es, Liquiditätsrisiken entgegenzuwirken.

Im Rahmen der internationalen Geschäftsbeziehungen ist die BENTELER Mechanical Engineering GmbH Währungsrisiken aufgrund von Wechselkursänderungen ausgesetzt, insbesondere bei Beschaffung und Verkauf. Das zentral durch die BENTELER International AG gesteuerte Finanz- und Währungsmanagement begrenzt Devisenrisiken durch ein Informationssystem.

Branchenübliche Risiken sind durch Industrieversicherungen abgedeckt.

Zur Vermeidung von Risiken im Personalbereich finden regelmäßig Mitarbeitergespräche statt. Des Weiteren existiert ein umfangreiches Qualifizierungsprogramm, in dessen Rahmen die Mitarbeiter interne und externe Schulungen erhalten. Die Personalbeschaffung wird durch eine Teilnahme an Recruiting-Messen, Kooperationen mit Hochschulen und einer eigenen Ausbildung sichergestellt.

Somit sind, abgesehen von Absatzmarkt- und Materialpreisrisiken sowie wirtschaftlichen Folgen geopolitischer Konflikte, keine bedeutsamen Risiken für die zukünftige Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erkennbar.

5. Haftungsausschluss

Der Lagebericht enthält zukunftsbezogene Aussagen über erwartete Entwicklungen. Diese Aussagen basieren auf aktuellen Einschätzungen und sind naturgemäß mit Risiken und Unsicherheiten behaftet. Die tatsächlich eintretenden Ergebnisse können von den hier formulierten Aussagen abweichen.

 

Bielefeld, den 15. März 2024

BENTELER Mechanical Engineering GmbH

Nick Borislavski, Geschäftsführer

Wolfram Linnig, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die BENTELER Mechanical Engineering GmbH, Bielefeld

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der BENTELER Mechanical Engineering GmbH, Bielefeld, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BENTELER Mechanical Engineering GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bielefeld, den 28. März 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Reuter, Wirtschaftsprüfer

Knoblauch, Wirtschaftsprüferin

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 12.08.2024 festgestellt.

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