Stammdaten

Register
Amtsgericht Kaiserslautern HRB 30484
Vorher
Blitz F07-neunhundert-achtzig-neun GmbH
Eingetragen
22.11.2007
Branche
Herstellung von Gipserzeugnissen für den BauBeteiligungsgesellschaftenHerstellung von Heizkörpern für Zentralheizungen
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung und der Vertrieb von Gießereiund verwandten Produkten, die Beteiligung an in- und ausländischen Unternehmen sowie die Errichtung von in- und ausländischen Zweigniederlassungen auf dem Gebiet der Herstellung und des Vertriebs von Gießerei - und verwandten Produkten.

Historie

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Management

NameRolle
Torsten Stein
seit 30.1.2023
Geschäftsführer
Stephan Vrublovsky
seit 20.1.2022
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Ascent Investment S.à.r.l.LUX
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Blitz F07-neunhundert-achtzig-acht GmbH
Germany
1.000.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Konzern- und Jahresabschlüsse

Gienanth GmbH

Eisenberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017

Lagebericht [1] zum 31. Dezember 2017

der Gienanth GmbH, Eisenberg

1 Wir weisen darauf hin, dass Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch genau ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben usw.) auftreten können.

1. Geschäftsmodell und Leitlinien

Unser Geschäftsmodell

Die Gienanth Gruppe hat sich als Eisengießerei auf die Herstellung von Produkten für die internationale Automobilindustrie sowie die Großmotorenindustrie und den Maschinenbau spezialisiert. Wir gehören mit einer Produktionskapazität von über 110.000 Tonnen jährlich zu den führenden Herstellern für Zylinderkurbelgehäuse für Diesel und Gasmotoren im Gewichtsbereich zwischen 500kg bis 12Tonnen sowie von hochbeanspruchten Gussteilen im Kupplungsbereich und Bremsbelagsträgern. Zu unserer Produktpalette zählen darüber hinaus z.B. auch Pumpengehäuse, Schaltgabeln, Naben und Kurbelwellenlagerdeckel.

Basis unseres Erfolgs sind unsere Kernkompetenzen, allen voran das breit angelegte Know-how im Handling der Werkstoffe Grauguss, Sphäroguss und Vermiculargraphitguss, insbesondere in hohen Stückzahlen und herausragender Qualität.

Auf der Absatzseite liegt unser Schwerpunkt in der Lösung von komplexen Werkstoffanforderungen sowie Bauteilgeometrien für unsere Kunden, die vor allem im Premiumbereich im Automobilsektor, aber auch in den Endmärkten Bergbau, Baumaschinen, dem Öl- und Gassektor und der Energieerzeugung anzutreffen sind.

Unsere Leitlinien

In unseren Geschäftsfeldern setzen wir Maßstäbe und wollen im fairen Wettbewerb auch weiterhin durch Qualität, Zuverlässigkeit und Innovation überzeugen. Unsere Leitlinien basieren daher auf operativer Exzellenz, begeisterten Kunden, einem engagierten Team und Metallovation ®. Dieser Anspruch wurde jüngst durch die Vergabe des Supplier-Awards eines unserer Großkunden als bester Rohteilelieferant weltweit bestätigt.

Wir wollen ein verantwortungsvoller Arbeitgeber für unsere Mitarbeiter sein, ein verlässlicher Partner für unsere Kunden und Lieferanten, die Anforderungen an Umwelt und Sicherheit jederzeit erfüllen und für unsere Kapitalgeber einen nachhaltigen Wertbeitrag leisten.

Unsere Strategie

Auch künftig setzen wir auf ein nachhaltiges, profitables Wachstum in den beschriebenen Geschäftsfeldern. Wir fokussieren uns ausschließlich auf Märkte, in denen wir neben den organischen Wachstumsmöglichkeiten einen wesentlichen Marktanteil erreichen können bzw. unsere starke Marktposition weiter ausbauen können. Deswegen fokussieren wir uns auf überschaubare Anwendungsgebiete und Kunden, mit denen wir langfristig professionelle und nachhaltige, für beide Seiten gewinnbringende Beziehungen eingehen können.

Ein weiterer Bestandteil unserer Strategie ist es, dass wir die sich verändernden Wertschöpfungsaufgaben unserer Kunden aktiv begleiten und Lösungen anbieten sowie der sich ändernden globalen Nachfrage- und Marktsituation durch Internationalisierung Rechnung tragen.

Die Basis für Erfolg ist stets die fachliche Kompetenz sowie das einzigartige Engagement unserer Mitarbeiter an allen Standorten. Deshalb stehen Mitarbeiterförderung und Weiterbildung bei Gienanth im Mittelpunkt.

Forschung und Entwicklung

Die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten werden an den beiden Standorten vor allem als Auftragsentwicklung wahrgenommen. Darüber hinaus wird stets an neuen Prozessen, Materialien und Produkten gearbeitet um Innovationen zu fördern.

Die Schwerpunkte unserer Arbeiten im Bereich Forschung und Entwicklung konzentrieren sich auf die Entwicklung neuer Modelle und Formen für unsere Kunden. Daneben wird ein erheblicher Teil unserer Anstrengungen darauf verwandt, unsere Abläufe und Prozesse in der Fertigung zu standardisieren, zu automatisieren und zu optimieren oder die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter im Sinne der Sicherheit und Umweltbelastungen zu verbessern. Dabei wird energetischen, ökologischen und sozialen Gesichtspunkten Rechnung getragen.

Kooperationen mit Forschungseinrichtungen wie dem Institut für Gießereitechnik (IfG) in Düsseldorf oder auch der Bergakademie Freiberg, sowie anderen Universitätsinstituten ergänzen die eigenen Arbeiten in vielen Bereichen.

Im Jahr 2017 lag ein Schwerpunkt unserer Entwicklungstätigkeiten auf der Industrialisierung des weltweit ersten Zylinderkurbelgehäuses für einen Großmotor im Werkstoff Vermiculargraphitguss in diesem Gewichtsbereich. Dieser Werkstoff fand zuvor lediglich im Bereich der Kfz-Teile bis 20 kg Anwendung. Dieser Motorblock ging zum Ende des ersten Quartals 2018 in die Serie und kombiniert die Vorteile von Grauguss und Sphäroguss: Er schafft eine optimale Kombination aus Härte, Festigkeit und Wärmeleiteigenschaften. Im Ergebnis konnte damit eine erhebliche Gewichtsreduktion und somit geringere Motorverbrauchswerte erreicht werden. Wir festigen mit dieser Entwicklung nachhaltig unsere Markt- und Technologieführerschaft im Bereich großer Zylinderkurbelgehäuse im Gewichtsbereich von 0,5 bis 12 Tonnen.

2. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Globales Umfeld | Nachdem die Weltkonjunktur im Jahr 2016 geringere Steigerungsraten aufwies, waren die Entwicklungen in 2017 wieder positiver.

Im ersten Halbjahr 2017 stieg die weltweite Produktionsleistung um etwas mehr als 2 Prozent und damit um den höchsten Wert in einem Halbjahr seit dem Jahr 2010. Diese deutliche Steigerung wurde im weiteren Verlauf des Jahres noch gefestigt. Der Aufwärtstrend fand hierbei in nahezu allen großen Volkswirtschaften gleichzeitig statt. Während die Stimmung in den Schwellenländern trotz Erholung weiterhin gedämpft war, erreichte diese in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften ein im Zeitvergleich sehr hohes Niveau. Nach vorläufigen Daten ergibt sich für das Jahr 2017 ein Anstieg der Weltproduktion um 3,8 Prozent und damit wird der stärkste Anstieg seit 2011 erreicht.

Der Welthandel hat sich nach einer längeren Phase ausgeprägter Schwäche kräftig belebt. Diese Entwicklung konnte im Jahr 2017 fortgeführt werden, so dass der Zuwachs gegenüber dem Vorjahr im Sommer 5 Prozent betrug. Insbesondere der asiatische Raum und hier vor allem China war maßgeblich für die Belebung verantwortlich. Ursächlich für diese Entwicklung waren nicht zuletzt die Investitionen, die weltweit deutlich verstärkt wurden.

Die Produktion in den Industriestaaten stieg im ersten Halbjahr deutlich an. In den USA wuchs das Bruttoinlandsprodukt im zweiten und dritten Quartal um jeweils 0,8 Prozent, nachdem im ersten Quartal eine nur moderate Expansion erreicht werden konnte. Der Anstieg war durch Investitionen geprägt, während die hohe Nachfrage der privaten Haushalte auf hohem Niveau konstant blieb. Im vierten Quartal wird nach vorläufigen Daten eine ebenfalls deutliche, aber gegenüber den Sommerquartalen etwas geringere Steigerung erreicht. In Japan stieg das Bruttoinlandsprodukt um 0,6 % aufgrund einer deutlichen Exportzunahme.

Der Euroraum war demgegenüber im Wesentlichen durch die Binnenwirtschaft getrieben. Das Bruttoinlandsprodukt stieg im dritten Quartal mit 0,6 Prozent und damit leicht unterhalb des Vorquartals und 2,6 Prozent oberhalb des Vorjahres. Im Vergleich zu Vorjahren ist die Konjunkturentwicklung zwischenzeitlich in allen Ländern des Euroraums deutlich aufwärts gerichtet. Gegenüber dieser Entwicklung steigt die Produktion im Vereinigten Königreich geringfügiger. Aufgrund der Inflation konnte die Kaufkraft nur wenig ansteigen und die Bauaktivitäten schwächten sich ab. Im Ergebnis stieg das Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal mit 0,4 Prozent und lag damit nur etwas oberhalb des ersten Halbjahrs.

In den Schwellenländern hat der Anstieg der Wirtschaft wieder zugenommen, was insbesondere auf die Produktionsausweitung in den Ländern begründet ist, die Rohstoffe exportieren und in den Jahren 2015 und 2016 Rückgänge aufgrund der signifikanten Rohstoffpreisrückgänge hinnehmen mussten. Diese Länder profitieren nun vom deutlichen Preisanstieg. Zu nennen ist hier insbesondere Brasilien, wo die Rezession beendet werden konnte sowie Russland, dessen Produktion deutlich anstieg. Der Produktionsanstieg ist Russland ist allerdings weiterhin negativ durch die Sanktionen der westlichen Industriestaaten beeinträchtigt. Die Expansion in Asien verläuft weiterhin sehr positiv. In China lag die Steigerung des Bruttoinlandsprodukts mit 6,8% oberhalb des Zielwerts der Regierung. Im Ergebnis wurde damit eine nur gegenüber dem Vorjahr etwas geringere wirtschaftliche Expansion erreicht, wobei der Expansionsrückgang insbesondere durch restriktivere Geldpolitik und ein geringeres Kreditwachstum begründet ist. In Indien wurde der Anstieg der Produktion durch Wirtschaftsreformen deutlich reduziert, die kurzfristig dämpfend, aber langfristig fördernd wirken sollten. Hierzu zählen insbesondere die Bargeldreform sowie die Einführung einer landesweiten Mehrwertsteuer.

Automotive | Die Entwicklung des Jahres 2017 in der Sparte Automotive war grundsätzlich durch eine gute Nachfrage geprägt. Im für unser Unternehmen insbesondere wichtigen europäischen Markt wurden im Gesamtjahr 2017 15,6 Mio. PKW-Einheiten verkauft, was einer Steigerung von rund 3 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Im Bereich der Nutzfahrzeuge wurde in Westeuropa (EU-15 und EFTA) 2017 mit +1 % lediglich ein leichtes Wachstum erreicht. Im Ergebnis wurde aber hier mit 290.000 Einheiten das höchste Niveau seit 2008 erreicht, da in den zwei Jahren zuvor jeweils zweistellige Zuwächse erreicht werden konnten.

Im US-amerikanischen Markt reduzierte sich die Stückzahl um knapp 2 % auf 17,1 Mio. Einheiten für Light-Vehicle (Pkw und Light Trucks). Im LKW-Segment wurde nach einem Rückgang in 2016 und einem schwachen ersten Halbjahr 2017 eine Steigerung erreicht, wobei sich die verschiedenen Segmente unterschiedlich entwickelten. Der Medium Duty Bereich verbuchte in 2017 insgesamt +7 % und ist damit seit 2010 jedes Jahr gewachsen. Das Segment Heavy Duty stagnierte demgegenüber insgesamt, zeigte jedoch zuletzt zunehmende Dynamik.

Großmotoren | Der für Gienanth relevante Markt der Großmotoren ist im Geschäftsjahr 2017 deutlich gestiegen und zeigt insbesondere zum Jahresende deutliche Erholungstendenzen, nachdem im Jahr 2016 die Talsohle durchschritten wurde. Ausschlaggebend waren hier insbesondere der Anstieg der Rohstoffpreise sowie des Ölpreises im zweiten Halbjahr 2017. Außerdem führte die Dezentralisierung der Energieversorgung zu einer gesteigerten Nachfrage von Blockheizkraftwerken und somit Großmotoren. Dies führte zu einem Wiedereinsetzen der Investitionstätigkeit der zu Grunde liegenden Industrien. Insbesondere im vierten Quartal zeigte sich in den deutlich steigenden Auftragseingängen die positive konjunkturelle Entwicklung am Markt.

Rohstoff- und Energiemärkte

Unsere Geschäfte sind auch von der Entwicklung der Rohstoffpreise abhängig. Für uns wesentliche Rohstoffe, die unsere Kosten maßgeblich beeinflussen, sind Stahlschrott, Roheisen, Energieträger wie Strom und Koks sowie Legierungen wie Siliciumcarbid und im übrigen Kupfer.

Schrottmarkt | Die Preise für unsere wichtigsten Rohstoffe hatten in 2017 eine deutlich positive Tendenz gegenüber dem Niveau von 2016. Der Durchschnittspreis bei Stahlschrott erhöhte sich um 34%, während Bleche um 27% und Roheisen um 23% anstiegen. Der Anstieg entfiel insbesondere auf das zweite Halbjahr 2017 und läuft insofern tendenziell parallel zur Ölpreisentwicklung. Die positive Preisentwicklung kann auch für 2018, jedoch in geringerem Umfang erwartet werden.

Energiemarkt | Das Preis für Gießereikoks ist in 2017 deutlich um 35% pro Tonne angestiegen. Nach sehr geringen Preisen in 2015 und 2016 war die Rohstoffpreisentwicklung für Koks in 2017 daher analog zum Schrottmarkt und vom Preisniveau mit den Jahren 2013 und 2014 vergleichbar. Der Strompreis hat sich im Jahr 2017 nicht wesentlich verändert, dies gilt auch für die Preise für Gas und andere Energieträger.

Sonstige Beschaffungsmärkte | Auch bei den Nebenstoffen mussten teils deutliche Preissteigerungen hingenommen werden. So stiegen die Preise für Bindemittel um 22% sowie die Preise für Sande um 25%. Kupfer stieg um 24%, während Siliciumcarbid in 2017 konstant blieb. Andere Zusätze stiegen im Schnitt um 7%. Für das Jahr 2018 sind insbesondere im Bereich der Nebenstoffe Preissteigerungen zu erwarten. Die allgemeine Marktbelebung der Rohstoffmärkte im zweiten Halbjahr, die sich 2018 nochmals steigern sollte, führt für unser Unternehmen zu deutlichen Preissteigerungen. Im Gegensatz zum Schrottmarkt sind die Preisentwicklungen für Nebenstoffe aufgrund des geringeren Einkaufsvolumens aber von geringerer Bedeutung.

Geschäftsverlauf

Der Bereich Maschinenformen, der die Automobilindustrie mit Gussteilen versorgt, hatte eine leicht über den Erwartungen liegende Kapazitätsauslastung von Seiten der Kunden. Trotz dessen konnte das geplante EBITDA für diesen Bereich nicht erreicht werden. Wesentlicher Hauptgrund hierfür waren die signifikanten Rohstoffpreissteigerungen, die zeitverzögert über Materialteuerungszuschläge an die Kunden weitergegeben werden können. Der Bereich Handformguss konnte aufgrund des deutlichen Anstiegs der Tonnage, insbesondere im zweiten Halbjahr, die Erwartungen übertreffen.

Die Umsatzerlöse sind im Jahr 2017 insbesondere durch die Marktbelebung im Handformbereich um 12,3 Mio. Euro auf 121,4 Mio. Euro angestiegen.

Die Gesamtleistung erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 15,1 % auf 124,1 Mio. Euro (Vorjahr: 107,9 Mio.Euro), der Exportanteil der Umsatzerlöse ist aufgrund der stärkeren Exportlastigkeit der Großmotoren auf 69,9 Mio. Euro gestiegen - von 63,4 Mio. Euro kommend.

Die Investitionen sind gegenüber dem Vorjahr und der Planung leicht gestiegen, um die Produktion weiter zu optimieren.

Sehr erfreulich im Jahr 2017 war die Verbesserung der Personalaufwandsquote, die insbesondere durch das Restrukturierungsprogramm 'Gienanth 2017' und den damit verbundenen Verbesserungen der Overheadkosten positiv beeinflusst ist. Ein erheblicher Teil dieser Verbesserungen wird erst im Folgejahr 2018 vollständig wirksam und dann nochmals positiv wirken.

Eine weitere Verbesserung ist die Anpassung der Sandkapazität sowie -qualität durch Investitionen in einen neuen Sandkühler zur Mitte des Jahres und durch neue Sandbunker, die erst im Januar 2018 fertiggestellt werden konnten. Aufgrund der deutlichen Verbesserung der Sandkapazität sowie -qualität und aufgrund von organisatorischen Änderungen konnten der Ausschuss und damit die operativen Kosten signifikant reduziert werden. Ein erheblicher Teil der Verbesserung wird erst im Jahr 2018 sichtbar bzw. bei den unterjährigen Verbesserungen in 2017 wird erst der Ganzjahreseffekt in 2018 wirksam.

Eine weitere grundlegende operative Optimierung mit starken Auswirkungen auf den Bereich der Gussputzerei im Maschinenformguss konnte durch ein Logistikprojekt zur Ablaufverbesserung erreicht werden. Dies wurde gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut geplant sowie umgesetzt und im Jahr 2017 finalisiert. Die Installation einer automatisierten Magnesiumdrahtbehandlung im Schmelzbetrieb führte darüber hinaus zu einer deutlichen Verbesserung der Qualität- sowie Prozessstabilität. Außerdem führte die KVP-Offensive nach Lean-Management zu erheblichen Effizienzsteigerungen.

Neben einer Kosteneinsparung bewirken die genannten Maßnahmen insbesondere auch eine Verbesserung der langjährigen Lieferbeziehungen sowie eine bessere Erreichung der Qualitätsanforderungen unserer Kunden. Hierdurch können wir unsere führende Position im Qualitätsbereich weiter halten bzw. ausbauen.

Umsatz- und Ertragslage

(Mio. Euro) 2017 2016
Umsatzerlöse 121,4 109,1
Bestandsveränderungen und and. aktiv. Eigenleistungen 2,7 -1,2
Gesamtleistung 124,1 107,9
Sonstige betriebliche Erträge 1,2 1,7
Materialaufwand -58,1 -46,5
Personalaufwand -38,2 -36,8
Abschreibungen auf immat. Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -7,3 -6,7
Sonstige betriebliche Aufwendungen -20,4 -21,5
Betriebsergebnis (EBIT) 1,3 -1,9
Ergebnisübernahme 0,0 0,3
Wertberichtigung/Zuschreibung auf Finanzanlagen 0,0 0,0
Zinsergebnis -1,4 -1,1
Ergebnis vor Steuern -0,0 -2,7

Die ergebnisseitige Entwicklung in 2017 ist durch die Steigerung der Absatz- und Produktionsmengen in beiden Bereichen Maschinenformguss und Handformguss sowie die operativen Verbesserungen begründet. Die positive Entwicklung wurde noch deutlich durch den Materialpreisanstieg sowie die außerordentlichen Aufwendungen beeinträchtigt. Die hohen Aufwendungen, die durch die in 2017 abgeschlossene Restrukturierung sowie durch periodenfremde Aufwendungen begründet sind, führen auch dazu, dass das normalisierte EBITDA (+11,8 Mio.) unter Berücksichtigung von außerordentlichen Aufwendungen vor dem Betriebsergebnis vor Abschreibungen (+8,7 Mio.) lag, wie auf der folgenden Tabelle auf Seite 9 erläutert wird.

Die Umsatzerlöse sind im Geschäftsjahr 2017 von 109,1 Mio. Euro um 12,3 Mio. Euro bzw. 11,3% auf 121,4 Mio. Euro (Handformguss 31,7 Mio. Euro, Maschinenformguss 85,0 Mio. Euro, Handelsware und sonstiges 4,7 Mio. Euro) gestiegen.

Durch eine positive Bestandsentwicklung der Fertigerzeugnisse sowie aktivierte Entwicklungskosten in Höhe von 1,0 Mio. Euro hat sich der Wert der Bestandsveränderungen und anderen aktivierten Eigenleistungen um 3,9 Mio. Euro auf + 2,7 Mio. Euro erhöht.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten neben der Weiterberechnung von Versicherungs- und ähnlichen Leistungen an das Tochterunternehmen Fronberg Guss Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, Erstattungen aus Schadensfällen sowie die Kompensation der Personalkosten aus dem Ertrag aus der Privatnutzung von PKW durch Mitarbeiter.

Im Verhältnis zur Gesamtleistung stieg der Anteil der kompletten Materialkosten um 3,7 %-Punkte auf 46,8 %. Hauptgrund hierfür waren die insbesondere im zweiten Halbjahr aufgetretenen Materialpreisanstiege, die im Wesentlichen zeitverzögert als Materialteuerungszuschläge an die Kunden weiterbelastet werden können und dadurch temporär zu erheblichen Belastungen führten. Zusätzlich gab es wiederum eine Verschiebung zu duktilen Werkstoffen (Sphäroguss und Vermiculargraphitguss), die entsprechend höhere Materialaufwendungen verursachen, dieser Effekt war jedoch wesentlich geringer.

Die Personalkosten haben sich dagegen im Verhältnis zur Gesamtleistung auf 30,8 % verringert, während dieser Wert im Vorjahr bei 34,1 % lag. Basis für diese Verbesserung war insbesondere das umgesetzte Restrukturierungsprogramm und die damit verbundene Optimierung der Strukturen.

Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände (ohne Geschäfts- oder Firmenwert) lagen in 2017 mit € 5,3 Mio. um € 0,5 Mio. oberhalb des Vorjahres. In den Abschreibungen sind keine außerplanmäßigen Abschreibungen enthalten. Die Abschreibungen des Geschäfts- oder Firmenwertes verblieben bei zusätzlich € 2,0 Mio.

Im Geschäftsjahr 2017 erhält die Gienanth GmbH einen Jahresüberschuss der Fronberg Guss GmbH von 4838,98 Euro als Ertrag aus Gewinnübernahme gemäß Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag vom 01. Januar 2015.

Der Netto- Zinsaufwand stieg gegenüber dem Vorjahr von 1,1 Mio. Euro auf 1,4 Mio. Euro, resultierend insbesondere aus dem Zinsänderungseffekt aus dem Pensionsgutachten.

Ebenfalls im Zinsaufwand ausgewiesen werden neben den Zinsen für Pensionsverpflichtungen, Zinsen für Jubiläumsgeldverpflichtungen. Der zu Grunde gelegte Zinssatz beträgt bei den Pensionen 3,68% (Vorjahr 4,00%); bei den Jubiläumsverpflichtungen liegt der Zinssatz in 2017 bei 2,80%. Der Zinssatz für die Altersteilzeitverpflichtung beträgt laut Gutachten 1,33%.

(Mio. Euro) 2017 2016
Ergebnis vor Steuern -0,0 -2,7
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (Ertrag) -0,2 0,9
Sonstige Steuern -0,1 -0,1
Jahresergebnis -0,3 -1,9

Unter Berücksichtigung des Ergebnisabführungsvertrages in Höhe von 4.838,98 Euro, ergibt sich damit in Summe ein Jahresfehlbetrag von 0,3 Mio. Euro.

Ausgehend vom handelsrechtlichen Ergebnis ermittelt die Geschäftsführung in der unterjährigen Berichterstattung ein sog. Management-EBITDA, um unter wirtschaftlicher Betrachtungsweise besondere und nicht wiederkehrende Belastungen zu normalisieren und den Gesellschaftern einen Blick auf die nachhaltige Profitabilität des Unternehmens aus Sicht des Managements zu ermöglichen. In der folgenden Tabelle wird die Überleitung von interner Berichterstattung auf die handelsrechtliche Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt:

(Mio. Euro) 2017 2016
Betriebsergebnis (EBIT) gemäß handelsrechtlicher G+V 1,3 -1,9
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen gemäß handelsrechtlicher G+V 7,3 6,7
Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) vor Normalisierungen 8,7 4,8
Periodenfremde und außerordentliche Aufwendungen (+) und Erträge (-) entsprechend der Financial Covenants Berechnung der Konsortialbanken und Definition im Bankenvertrag (ungeprüft) 3,1 4,2
Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) entsprechend der Financial Covenants Berechnung der Konsortialbanken 11,8 9,0
Sonstige Effekte Ineffizienzen durch außergewöhnliche und nicht wiederkehrend eingestufte Effekte, die bei optimaler Produktion zukünftig entfallen sollten (ungeprüft) 4,1 2,4
Wirtschaftliches Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) entsprechend dem Management-Reporting unter Berücksichtigung außergewöhnlicher und nicht wiederkehrender Effekte 15,9 11,4

Die in der obigen Tabelle erfolgten Normalisierungen entfallen auf zwei Bereiche, zum einen die Normalisierungen, die aufgrund des bestehenden Konsortialkreditvertrages ausgehend vom aus der handelsrechtlichen Gewinn- und Verlustrechnung ableitbaren EBITDA abgesetzt werden müssen, und zum anderen weitere einmalige und nicht wiederkehrende Beträge nach Einschätzung der Geschäftsführung, sog. Ineffizienzen.

Die Normalisierungen im Rahmen des Konsortialkreditvertrages beinhalten insbesondere periodenfremde Aufwendungen und Erträge sowie Aufwendungen, die im Rahmen des Restrukturierungskonzeptes "Gienanth 2017" angefallen sind. Die Restrukturierungsaufwendungen beinhalten insbesondere Abfindungszahlungen, Gehaltszahlungen an Mitarbeiter, die aus dem aktiven Dienst ausgeschieden sind, sowie Beratungskosten im Rahmen der Entwicklung und Umsetzung der Restrukturierung.

Die Normalisierungen zur Berücksichtigung der Ineffizienzen beinhalten Positionen, die bei optimaler Produktion zukünftig nach subjektiver Einschätzung der Geschäftsführung entfallen sollten. Hierzu wurden im Jahr 2017 und im laufenden Jahr Investitionen und Reorganisationsmaßnahmen eingeleitet bzw. umgesetzt.

Investitions- und Finanzlage

(Mio. Euro) 2017 2016
Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit 5,7 5,7
Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit -5,4 -5,2
Mittelzufluss (Mittelabfluss) aus der Finanzierungstätigkeit -2,3 3,6
Veränderung der Liquiditätsposition -2,0 4,1

Im Rahmen der Geschäftsausweitung und der Preisanstiege im zweiten Halbjahr des Geschäftsjahres stieg das Working Capital signifikant um 1,5 Mio. Euro an (Vorjahr Rückgang um 3,1 Mio. Euro). Dies reduzierte den gegenüber dem Vorjahr hohen Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit vor Working Capital in Höhe von 7,2 Mio. Euro (Vorjahr 2,6 Mio. Euro). Die Investitionstätigkeit lag mit 5,4 Mio. Euro leicht oberhalb des Vorjahrs (5,2 Mio. Euro) und führte zu einem leicht positiven Mittelzufluss vor Finanzierungstätigkeit (Free Cash Flow) in Höhe von 0,3 Mio. Euro (Vorjahr 0,4 Mio. Euro).

Insbesondere aufgrund des Liquiditätsabflusses durch Rückführung von Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und leichter Erhöhung von Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen von in Summe 2,5 Mio. Euro entstand ein Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von 2,3 Mio. Euro.

Der Liquiditätsbestand hat sich insgesamt um 2,0 Mio. Euro auf 12,1 Mio. Euro (Vorjahr: 14,1 Mio. Euro) reduziert. Die kurzfristige Liquidität der Gienanth GmbH ist mit diesem Liquiditätsbestand sowie der Finanzierungsstruktur ausreichend gesichert.

Insgesamt ist die Finanzierung der Gienanth GmbH durch die Konzernfinanzierung auf Ebene der Konzernmutter Gienanth Group GmbH sichergestellt und die Financial Covenants dieser Finanzierung zum 31. Dezember 2017 sind eingehalten. Auch zukünftig werden nach aktuellem Stand die Financial Covenants nach allen Kriterien eingehalten werden.

Vermögenslage

Aktiva (in Mio. Euro) 31.12.2017 31.12.2016
Geschäfts- oder Firmenwert 4,2 6,2
Immaterielle Vermögensgegenstände 1,1 0,6
Sachanlagen 36,6 36,4
Finanzanlagen 12,9 13,6
Anlagevermögen 54,9 56,8
Vorräte 9,3 7,2
Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände 10,7 5,6
Liquide Mittel 12,1 14,1
Umlaufvermögen 32,1 26,9
Rechnungsabgrenzungsposten 0,1 0,1
Aktive latente Steuern 1,1 1,5
  88,2 85,3

Die Bilanzsumme hat sich im Berichtszeitraum um 2,9 Mio. Euro erhöht.

Die Veränderung des Anlagevermögens ist auf verschiedene Effekte zurückzuführen. Der Geschäfts- und Firmenwert reduzierte sich aufgrund der Abschreibungen in Höhe von 2,0 Mio. Euro. Die übrigen Immateriellen Vermögensgegenstände stiegen aufgrund der Aktivierung der Kosten für die Entwicklung des weltgrößten Zylinderkurbelgehäuses im Werkstoff Vermiculargraphitguss in Höhe von 1,0 Mio. Euro, denen geringere Abschreibungen gegenüberstanden. Da die Entwicklung zum Ende des ersten Quartals 2018 abgeschlossen werden konnte, steigen die Abschreibungen ab dem Jahr 2018 leicht um ca. 0,2 Mio. Euro pro Jahr an.

Die Sachanlagen stiegen leicht um 0,2 Mio. Euro an, da die Abschreibungen durch die Investitionen überkompensiert wurden. Hier ist insbesondere die Erweiterungsinvestition in den neuen Sandkühler im Maschinenformguss zu nennen.

Neben Abschreibungen auf die Sachanlagen entfielen 2,0 Mio. Euro auf den Geschäfts- oder Firmenwert. Außerplanmäßige Abschreibungen wurden im Geschäftsjahr wie auch im Vorjahr nicht vorgenommen.

Das Umlaufvermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr sichtbar erhöht. Ausschlaggebend sind die Steigerung des Umsatzes sowie der Anstieg der Rohstoffpreise gewesen. Im Ergebnis erfolgte insbesondere eine deutliche Erhöhung der Vorräte als auch der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Passiva (in Mio. Euro) 31.12.2017 31.12.2016
Eigenkapital 40,6 40,9
Rückstellungen 17,7 17,4
Verbindlichkeiten 30,0 27,0
  88,2 85,3

Das Jahresergebnis 2017 in Höhe von -0,3 Mio. Euro hat sich im Vergleich zum Vorjahr (-1,9 Mio. Euro) wesentlich verbessert, so dass das Eigenkapital annähernd konstant blieb. Insbesondere aufgrund der Erhöhung der Bilanzsumme um 2,9 Mio. Euro ist die Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2017 auf 46,0 % gesunken (Vorjahr: 48,0%).

Die Pensionsrückstellungen, die aufgrund von Gutachten ermittelt wurden, stiegen um 0,9 Mio. Euro, vor allem bedingt durch Zinsänderungseffekte. Die Gruppe hat erneut im Laufe des Jahres einen Teil der Pensionsberechtigten im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten abgefunden.

Die sonstigen Rückstellungen haben sich um 0,7 Mio. Euro verringert. Wesentliche Ursache für diese Entwicklung sind die Rückstellungen im Vorjahr für das Restrukturierungsprojekte in Höhe von 1,5 Mio. Euro, die im Berichtszeitraum zur Umsetzung der Restrukturierungsmaßnahmen genutzt wurden.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen zum 31. Dezember 2017 EUR 4,8 Mio. Euro und beinhalten nur kurzfristige Verbindlichkeiten. Die langfristige Finanzierung erfolgt seit 2015 auf Ebene der Gienanth Group GmbH.

Die Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen sind um 2,3 Mio. Euro gesunken. Hintergrund sind Tilgungen des Gesellschafterdarlehens der Gienanth Group.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind analog zu den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie den Vorräten aufgrund der Preis- und Umsatzsteigerungen um 3,5 Mio. Euro auf 12,8 Mio. Euro (Vorjahr: 9,3 Mio. Euro) zum 31. Dezember 2017 gestiegen. In Summe ist das Trade Working Capital (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zzgl. Vorräten und abzgl. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) um 2,9 Mio. Euro angestiegen.

Mitarbeiter

Im Durchschnitt des Geschäftsjahres waren bei Gienanth 593 (Vorjahr: 634) Mitarbeiter beschäftigt. Dem Aufbau von Mitarbeitern in der Produktion aufgrund der Umsatzausweitung stand dabei eine signifikante Reduktion der Mitarbeiter in den sogenannten nichtproduktiven Bereichen gegenüber, da Strukturen im Rahmen des in 2017 umgesetzten Restrukturierungsprogramms vereinfacht und hierdurch Effizienzgewinne geschaffen wurden.

Der wirtschaftlichen Entwicklung entsprechend hat Gienanth die Personalbestände jeweils angepasst. Dies erfolgte durch den Auf- und Abbau von Leiharbeitern und durch das Abschließen bzw. Auslaufen von befristeten Verträgen. Die Mitarbeiterzahl verringerte sich zum 31. Dezember 2017 (einschließlich Auszubildenden) auf 590 Mitarbeiter, eine Reduzierung von 32 gegenüber dem Stichtag des Vorjahres. Zum Jahresende wurden insgesamt 58 Leiharbeiter beschäftigt, im Vorjahr waren es ebenfalls 58.

Qualifikation von Mitarbeitern | Die Qualifizierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird weiterhin nachhaltig fortgeführt und intensiviert. Weiterbildungen werden im Rahmen der betriebsnotwendigen, sicherheitstechnischen und umweltrelevanten Verordnungen durchgeführt.

Ausbildungswesen | Um auch in der Zukunft über gießtechnisch qualifiziertes Personal verfügen zu können, betreibt Gienanth ein umfangreiches Ausbildungsprogramm. Ende 2017 betrug die Zahl der Auszubildenden 35 (Vorjahr: 34). Im Laufe des Jahres haben 10 Auszubildende ihre Ausbildung abgeschlossen, von denen 10 in ein befristetes Arbeitsverhältnis übernommen werden konnten. 12 neue Auszubildende wurden im Geschäftsjahr eingestellt.

Arbeitssicherheit | Als Gießereiunternehmen hat das Thema Arbeitssicherheit bei uns traditionell einen sehr hohen Stellenwert. Unsere Gruppe unterhält diverse Maßnahmen, in denen neben der Arbeitssicherheit auch der Gesundheitsschutz der Mitarbeiter geschult und vermittelt wird. Ziel ist es dabei, durch Schulungen und Ablaufoptimierungen die Arbeitssicherheit weiter zu erhöhen und präventiv mögliche Gefahrenquellen zu eliminieren. Die Verantwortung liegt hierbei bei allen Mitarbeitern - von der Produktion bis zur höchsten Führungsebene.

Kontinuierliche Verbesserung | Das Engagement unserer Mitarbeiter und die hohe Identifikation mit Gienanth zeigt sich nicht nur in der hervorragenden Produktqualität, sondern auch in der permanenten Verbesserung der Abläufe. Es ist die Überzeugung der gesamten Führungsebene, dass ausschließlich und gerade im Zusammenwirken der verschiedenen Mitarbeiter mit ihrer unterschiedlichen Herkunft und Denkweise maßgebliche Verbesserungen in tagtäglichen Abläufen erreicht werden können. Wir bedienen uns dazu neben dem klassischen betrieblichen Vorschlagswesen auch einer eigenständigen Abteilung, die in Projektarbeit mit verschiedenen Mitarbeitern aller Abteilungen konkrete Lösungen für Verbesserungspotentiale nach den Grundsätzen des Lean Managements erarbeitet und umsetzt.

Festlegung zur Förderung der Teilhabe von Frauen an Führungspositionen in der Gienanth GmbH

Zielgröße für die oberste Führungsebene | Am 24. April 2015 ist das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst in Kraft getreten.

Der Aufsichtsrat hat gemäß den gesetzlichen Vorgaben in § 36 GmbHG Zielgrößen für den Frauenanteil auf den beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung der Gienanth GmbH beschlossen. Diese liegen formal bei 0,0% für den Frauenanteil auf der ersten Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung und formal bei 0,0% auf der zweiten Führungsebene. Das entspricht dem Stand zum Zeitpunkt der Festlegung der Zielgrößen. Die Frist für die Erreichung der Ziele für die beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung wurde auf den 31. Dezember 2017 gesetzt. Anschließend wird das Unternehmen die Zahlen überprüfen und erneut Zielgrößen und Maßnahmen zur Erreichung der Zielgrößen für die Gienanth GmbH beschließen. Trotz der formalen Quoten arbeitet unser Unternehmen an der Förderung weiblicher Talente, trotz einem branchenbedingten deutlichen Überhang männlicher Mitarbeiter und Führungskräfte. Im Geschäftsjahr wurden erste Erfolge bei der Gewinnung weiblicher Führungskräfte erzielt, die in der Zukunft ausgebaut werden sollen.

3. Risiko- und Chancenbericht

Risiko- und Chancenmanagementsystem

Unsere Geschäftspolitik ist darauf ausgerichtet, den Fortbestand des Unternehmens zu sichern, dauerhaft angemessene Renditen zu erwirtschaften und den Unternehmenswert systematisch und kontinuierlich zu steigern. Da wir in einem wettbewerbsintensiven Umfeld agieren, sind wir Risiken und Chancen ausgesetzt, die durch externe Einflüsse, vor allem aber auch durch unser eigenes Tun und Handeln zustande kommen. Um diese zu erkennen, setzen wir gruppenweit Risiko- und Chancenmanagementsysteme ein.

Risikopolitik | Um unser unternehmerisches Ziel zu erreichen, erfordern unsere Aktivitäten ein permanentes, verantwortungsvolles Abwägen von Chancen und Risiken. Chancen zu ergreifen sowie die Fähigkeit, Risiken zu erfassen, zu analysieren und mit geeigneten Strategien zu reduzieren, sind wichtige Faktoren unseres unternehmerischen Handelns und unserer nachhaltigen, wertorientierten Unternehmensführung.

Dabei verstehen wir Risiken als mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für das Unternehmen negativen Abweichung von einem geplanten Ziel oder Prognose führen können, der wir durch systematisches Risikomanagement und klare Verantwortlichkeiten für die einzelnen Funktionen begegnen können. Unser Chancenmanagement leiten wir im Wesentlichen aus unserer Strategie ab und sorgen für ein angemessenes Chancen-Risiko-Verhältnis sowie ein ausgewogenes Gleichgewicht von Risiko und Rendite. Die eingesetzten Methoden der Risikoerhebung reichen von Markt- und Wettbewerbsanalysen über enge Kontakte zu Kunden, Lieferanten und Institutionen, der Erstellung von Marktszenarien, Analyse der relevanten Kostentreiber bis zur Verfolgung von Risikoindikatoren aus dem wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Umfeld. Wir betreiben dazu ein umfangreiches System der Früherkennung und Überwachung unternehmens-, absatzmarkt- und branchenspezifischer Risiken.

Die Marktsegmente Automotive (Maschinenformguss) und Motorblöcke (Handformguss) weisen unterschiedliche Chancen und Risiken auf, zu deren frühzeitiger Erkennung, Bewertung und Begrenzung wir unsere Planungs-, Steuerungs- und Kontrollsysteme nutzen. Die möglichen einmaligen oder nachhaltigen Auswirkungen auf die Unternehmensziele werden dann entscheidungsorientiert aufbereitet. Ein weiterer Baustein des Risikomanagements ist die Entwicklung von gegensteuernden Maßnahmen unter Einbeziehung alternativer Risikoszenarien. So können wir Risiken systematisch und gezielt entgegenwirken und Chancen konsequent nutzen. Die Risikoprofile haben sowohl einen Bezug zum laufenden Jahr als auch zur Mittelfristplanung für insgesamt drei Jahre. Erwartete Risiken mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit von 50 % und mehr werden in der Planung bzw. Hochrechnung in Form eines Ergebnisabschlags berücksichtigt.

Risikokommunikation | Für das Funktionieren des Risikomanagements ist eine offene Kommunikation der verantwortlich handelnden Mitarbeiter mit der Geschäftsleitung ebenso wichtig wie die regelmäßige Durchsprache und Diskussion dieser Aspekte auch mit den verschiedenen Stakeholdern, beispielsweise Arbeitnehmervertreter oder Kreditgeber. Wir setzen dazu auf Regeltermine und ein umfangreiches, standardisiertes Berichtswesen. Kurzfristig auftretende Risiken werden bei Eilbedürftigkeit unabhängig von den normalen Berichtswegen direkt an die Geschäftsführung und den Beirat bzw. den Aufsichtsrat und die Gesellschafterversammlung kommuniziert. Geschäfte und Maßnahmen von besonderer Bedeutung und Tragweite bedürfen in besonderen Fällen der Zustimmung des Beirates bzw. der Gesellschafterversammlung.

Risiken aus dem operativen Geschäft

Preisschwankungen und Verfügbarkeit von qualitativ hochwertigen Rohstoffen | Unsere Produktionskosten werden in nicht unerheblichem Maße von den Preisen für Rohstoffe, insbesondere für den Bezug von Energie sowie Schrotten, beeinflusst. Langfristige Kooperationsverträge auf Lieferantenseite sollen hier helfen, die Risiken abzumildern. Auf der Kundenseite versuchen wir konsequent Öffnungsklauseln zu vereinbaren, die diese Mehrbelastungen über Materialteuerungszuschläge auffangen.

Lieferantenausfälle und Lieferengpässe bei speziellen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, Handelswaren sowie gießereispezifischer Maschinenausstattung könnten zu bedeutsamen Kosten- und Lieferrisiken führen. Dies gilt auch für die Beschaffung von logistischen Dienstleistungen. Mögliche Einschränkungen der Verfügbarkeit schließen wir dadurch aus, dass wir prinzipiell eine Mehr-Lieferantenstrategie für alle wesentlichen Rohstoffe fahren und hierbei langfristige Kooperationsverträge eingehen. Mit gezielter Lieferantenauswahl und klar definierten Qualitätsstandards sowie modernen Einkaufsmethoden minimieren wir zusätzlich Beschaffungsrisiken. Dadurch wird sichergestellt, dass die Waren- und Transportverfügbarkeit in der benötigten Menge und Qualität zeitgerecht gewährleistet ist. Das mögliche verbleibende Beschaffungsrisiko bewerten wir für uns insgesamt als moderat.

Absatzmarktseitige und Produktpreisrisiken | Mit intensiven Markt- und Wettbewerbsbeobachtungen sowie regelmäßigen Strategiegesprächen mit Kunden und Lieferanten sowie mit dem Beirat versuchen wir die künftige Marktentwicklung zu prognostizieren. Wir sind mit starken Wettbewerbern konfrontiert und streben dennoch an unsere Marktposition zu sichern und weltweit auszubauen. Mit der Erschließung neuer Märkte, organischem und anorganischem Wachstum sowie Kooperationen wollen wir unsere Marktpositionen ausbauen.

Effiziente Qualitätssicherungssysteme und Zertifizierungen tragen dazu bei, durch kundenorientierte Qualität zu überzeugen und die Stellung in den Märkten zu festigen. Bei Bedarf werden Geschäftsprozesse auch mit Hilfe von externen Beratern untersucht und verbessert. Sich verändernden Rahmenbedingungen begegnen wir weiterhin mit technischen, organisatorischen sowie personellen und tarifvertraglichen Maßnahmen, um weitere Kostensenkungen und Flexibilisierungen zu erreichen sowie durch einen variablen Entgeltanteil leistungsfähige Führungskräfte an das Unternehmen zu binden.

Durch Entwicklungspartnerschaften mit Hochschulen verbessern wir Effizienz und Umweltverträglichkeit der Technologie unserer Produktionsanlagen. Das Risiko, Produkte zu entwickeln, die unsere Kunden nicht akzeptieren, ist aufgrund unserer guten Kundenkontakte und der Art der Vergabe von Erstmusterteilen als gering einzustufen.

Produktionstechnische und Qualitätsrisiken | Als anlagenintensives Unternehmen sind wir auf eine extrem hohe Verfügbarkeit und Leistungsfähigkeit unserer Anlagen angewiesen. Durch den Einsatz vielfältiger technischer und organisatorischer Überwachungs-, Erkundungs- und Kontrollsysteme können wir mögliche Produktionsrisiken frühzeitig erkennen und entsprechend reagieren. Mit einer Vielzahl von Maßnahmen zur Qualitätssicherung, vorbeugender Instandhaltung und kontinuierlicher Anlagenkontrolle werden Risiken verringert. Dazu tragen auch Zertifizierungen nach internationalen Normen und die ständige Weiterentwicklung unserer Anlagen und Produkte bei. Im abgelaufenen Jahr konnten wir als eine der ersten Gießereien in Europa erfolgreich die Zertifizierung nach IATF 16949:2016 erreichen, was unseren Qualitätsanspruch unterstreicht.

Für Feuer- und Wasserschäden und damit verbundene Produktionsausfälle haben wir Versicherungen abgeschlossen. Aufgrund unserer Vorsorgemaßnahmen bewerten wir die verbleibenden möglichen produktionstechnischen Risiken als moderat.

Personalrisiken | Wichtige Faktoren für die erfolgreiche Entwicklung unseres Unternehmens und das erfolgreiche Management von Chancen und Risiken sind die Kompetenz und das Engagement der Mitarbeiter. Zur Sicherung und Stärkung dieser Faktoren trägt unsere Berufsausbildung als wichtige Investition in die Zukunft bei, auch im Hinblick auf den demografischen Wandel. Durch praxisorientierte Nachwuchsförderung, gezielte Weiterbildungsmaßnahmen und Förderung von Potenzialträgern erweist sich Gienanth als attraktiver Arbeitgeber, der insbesondere auch Führungskräfte langfristig an sich binden kann. Mit dieser Strategie und einer verstärkten Zusammenarbeit mit ausgewählten Hochschulen bieten wir qualifizierten Mitarbeitern vielversprechende berufliche Perspektiven. Damit sind wir für den zunehmenden Wettbewerb auf dem Arbeitsmarkt um Fach- und Führungskräfte gut gerüstet. Schlüsselpositionen werden regelmäßig im Hinblick auf eine vorausschauende Nachfolgeplanung analysiert, geeignete Kandidaten werden auf diese Aufgaben vorbereitet. Weitere Elemente sind eine zielgruppenorientierte Betreuung und Beratung sowie attraktive Anreizsysteme. Daher halten wir stärkere Beeinträchtigungen der Unternehmensentwicklung aufgrund von Fluktuation bzw. im Rahmen von Personalbeschaffung und -entwicklung für unwahrscheinlich.

Informationstechnische Risiken | Die wachsende Vernetzung der Informationssysteme und die Notwendigkeit ihrer permanenten Verfügbarkeit stellen hohe Anforderungen an die eingesetzten Informationstechnologien. Möglichen Risiken begegnen wir mit dem Einsatz von Hard- und Software mit aktuellem Sicherheitsstandard. Neben der erforderlichen Wirtschaftlichkeit sind Kompatibilität und Sicherheit der EDV-Systeme und des Datenbestands gewährleistet.

Eine permanente Kontrolle dieser Maßnahmen erfolgt durch den Datenschutzbeauftragten und durch unsere automatischen Sicherungssysteme. Wir halten wesentliche Gefahren im Zusammenhang mit der Informationssicherheit oder Risiken aus der verwendeten Informationstechnologie, insbesondere durch einen längeren Ausfall unserer Netzwerke und die Verfälschung oder Zerstörung von Daten durch Bedien- und Programmfehler oder externe Einflüsse, für unwahrscheinlich aufgrund unserer gezielten Absicherungen.

Rechtliche Risiken

Verschärfung Umweltrecht | Aufgrund von öffentlichen und politischen Diskussionen über künftig höhere Anforderungen an die Umweltanforderungen der von uns eingesetzten Produktionsprozesse sind Einflüsse auf die Erteilung und den Bestand von Betriebsgenehmigungen und Planfeststellungsbeschlüssen sowie wasserrechtlichen Genehmigungen möglich. Wir haben deswegen in den vergangenen Jahren die bestehenden Genehmigungen überprüft und erweitern lassen, so dass wir damit sowohl bei der gegenwärtigen Menge den Nachweis haben, innerhalb der regulatorischen Grenzwerte zu produzieren als auch für zukünftige Wachstumsmöglichkeiten ausreichend Spielraum zu besitzen. Aus heutiger Sicht ist daher eine unveränderte, langfristige Fortführung der derzeitigen Produktionstechniken ohne weitere Auflagen möglich.

Sonstige rechtliche Risiken | Die Gesellschaft ist stets möglichen Rechtsstreitigkeiten ausgesetzt. Für potentielle Prozessrisiken werden Rückstellungen gebildet, wenn die Verpflichtungen wahrscheinlich und die Höhe hinreichend genau abgeschätzt werden kann. Derzeit ist allerdings kein Verfahren anhängig, was im Falle eines für uns negativen Ausgangs, einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens- oder Ertragslage unserer Gesellschaft nehmen kann.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Liquiditätsrisiken | Die Liquidität wird laufend überwacht und über eine zentrale Liquiditätssteuerung bestmöglich eingesetzt. Die Finanzierungsvereinbarung besteht im Rahmen einer Konsortialfinanzierung mit mehr als zehn verschiedenen Sparkassen, eine Abhängigkeit von einem Institut besteht daher nicht.

Risiken aus Schwankungen der Zuflüsse werden durch unsere wöchentliche Liquiditätsplanung frühzeitig erkennbar und gesteuert. Aufgrund der vorhandenen liquiden und liquiditätsnahen Mittel sowie der verbindlich zugesagten Kreditlinien über die Gienanth Group GmbH als auch des Gesellschafterdarlehens kann Gienanth kurzfristig auf ausreichend liquide Mittel zugreifen und seinen Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen.

Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten | Die Finanzverbindlichkeiten der Gienanth Group GmbH als Mutterunternehmen sind zum 31. Dezember 2017 mit einem Bezugsbetrag von 20,0 Mio. Euro mit einem festen Zins (Zins-Cap) von 1% in Abhängigkeit vom 6-Monats-EURIBOR ausgestattet, welcher zum 30.06.2018 ausläuft. Steigende Zinsen würden das Finanzergebnis demnach im Absicherungszeitraum nicht belasten. Aufgrund des durch die erheblichen Tilgungen abnehmenden Zinsänderungsrisikos ist derzeit keine Verlängerung dieser Absicherung geplant. Zur Steuerung dieses Risikos werden zusätzlich regelmäßig Zinsanalysen erstellt. Die Auswirkungen von grundsätzlich möglichen Zinsschwankungen bewerten wir als moderat.

Beurteilung der Gesamtrisikosituation

Die Einschätzung des Gesamtrisikos erfolgt auf Grundlage des Risikomanagementsystems in Kombination mit den eingesetzten Planungs-, Steuerungs- und Kontrollsystemen. Zu den wesentlichen potenziellen Risiken der zukünftigen Entwicklung unserer Gruppe gehören, insbesondere Risiken aus Schwankungen von Angebot und Nachfrage, Zinsänderungsrisiken sowie Preisänderungsrisiken auf dem Beschaffungsmarkt, insbesondere dem Energiemarkt, die nicht oder nur zeitverzögert an Kunden weitergegeben werden können.

Zum jetzigen Zeitpunkt sind auf Basis der Erkenntnisse unserer mittelfristigen Planung keine bestandsgefährdenden Risiken für die zukünftige Entwicklung erkennbar, die einzeln oder in Wechselwirkung mit anderen Risiken zu einer dauerhaften und wesentlichen negativen Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage führen könnten. Künftige Chancenpotenziale sind dabei in die Beurteilung des Gesamtrisikos nicht eingeflossen. Organisatorisch haben wir alle Voraussetzungen geschaffen, um mögliche Chancen- und Risikosituationen frühzeitig erkennen zu können.

Während der monatlichen Beiratssitzungen werden sämtliche Risiken mit den Gesellschaftern besprochen und Gegenmaßnahmen diskutiert, die anschließend zur Umsetzung gelangen.

Chancen

Chancen ergeben sich aus einem weiterhin stetig internationalen Marktwachstum für Zylinderkurbelgehäuse für Großmotoren. Die Erholung der zugrundeliegenden Hauptmärkte unserer Kunden (Rohstoffabbau, dezentrale Energieversorgung und Öl- und Gasindustrie) hat sich insbesondere im zweiten Halbjahr 2017 gezeigt und ist auch in den Entwicklungen nach dem Bilanzstichtag weiter sichtbar. In diesem Markt, welcher für uns eine Schlüsselindustrie darstellt, erwarten wir für die nähere Zukunft deutliche Ergebniszuwächse. Durch unsere, durch Kunden kontinuierlich ausgezeichnete, Liefertreue und -qualität ergibt sich zusätzlich die hohe Wahrscheinlichkeit, dass wir von Problemen anderer Wettbewerber, die zu einer Neuvergabe von Kundenaufträgen führen, stärker profitieren können. Die in diesem Zusammenhang erfolgten Kapazitätserweiterungen erlauben es uns ebenfalls, solche Wachstumschancen weiter zu nutzen.

Darüber hinaus bestehen Chancen darin, unsere Wertschöpfungstiefe zu erweitern, in dem wir von Kunden vor- bzw. nachgelagerte Wertschöpfungsprozesse übernehmen. Abgerundet werden die Chancen durch neu im Markt eingeführte Produkte, vor allem im Automobilbereich.

4. Prognosebericht

Im Rahmen der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung gehen die Bundesbank, die Bundesregierung und die führenden Institute davon aus, dass die Weltwirtschaft ihre moderate Aufwärtsbewegung in 2018 fortsetzen wird. Der drastische Ölpreisrückgang seit Mitte 2014 endete in 2017 und insbesondere im zweiten Halbjahr fand eine deutliche Erhöhung statt, die sich bislang in 2018 weiter fortsetzt. Die globale Investitionstätigkeit steigerte sich in 2017 und ein Anhalten des Trends wird auch für das Jahr 2018 erwartet. Insbesondere im wichtigen Industriesektor 'Oil & Mining' zogen die Investitionen merklich an, was sich insbesondere in den gestiegenen Umsätzen im Handformgussbereich bei Gienanth niedergeschlagen hatte. Im Jahr 2018 setzt sich diese Entwicklung bislang fort beziehungsweise weitet sich deutlich aus. Im Ergebnis erwarten wir für den Maschinenformbereich moderate Geschäftsausweitungen und für den Handformbereich signifikante Nachfragesteigerungen.

Der Markt für Automotive-Produkte erweist sich als längerfristig stabil mit weiterhin leicht anziehender Nachfrage, welche wir durch die Ausweitung und Erneuerung unserer Produktionsanlagen begegnet haben und die Kapazitäten durch die verbesserten Sandkapazitäten merklich ausgeweitet haben. Die optimale Nutzung dieser erhöhten Kapazitäten begegnen wir mit unserer Vertriebsoffensive, die bislang gute Ergebnisse erbracht hat. Die Auslastung wird daher auch in 2018 als insgesamt gut erwartet.

Der Markt für Motorblöcke hat sich nicht zuletzt aufgrund der Entspannung auf den Rohstoffmärkten im zweiten Halbjahr deutlich verbessert. Für das Jahr 2018 wird ein weiterer signifikanter Umsatzanstieg erwartet. Wir reagieren darauf und erweitern aktuell unsere Kapazitäten in diesem Bereich, um die sprunghaft angestiegene Nachfrage zu bedienen. Die Wachstumsraten werden hier insbesondere auch durch unsere Anfang 2018 abgeschlossene Entwicklung von Großmotorblöcken im Werkstoff Vermiculargraphitguss deutlich unterstützt. Die Nachfrage im Bereich Vermiculargraphitguss bei Motorblöcken wird deutlich gegenüber dem Vorjahr ansteigen.

Nach der bereits erfolgten deutlichen Steigerung des operativen Ergebnisses (EBITDA) in 2017 erwarten wir eine weitere deutliche Verbesserung in 2018, die sich insbesondere aus den abgeschlossenen Restrukturierungsmaßnahmen und den damit verbundenen Effizienzgewinnen als auch der Nachfrageausweitung im Handformbereich speist. Das Working Capital wird entsprechend der Geschäftsausweitung weiter steigen. Das Investitionsniveau wird sich in 2018 ähnlich zum Vorjahr bewegen. Das Ergebnis nach Steuern sollte sich überproportional zum verbesserten operativen Ergebnis entwickeln, da die wesentlichen Restrukturierungsmaßnahmen im Jahr 2017 abgeschlossen wurden.

Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft ist vollumfänglich durch die Finanzierung der Gienanth Group GmbH sowie die Ausreichung von Gesellschafterdarlehen als auch mit dem aktuell komfortablen Liquiditätsbestand gesichert.

Die in diesem Lagebericht enthaltenen Aussagen über die zukünftigen Entwicklungen beruhen auf Einschätzungen der Geschäftsführung nach bestem Wissen und Gewissen zum Zeitpunkt der Erstellung. Diese Aussagen sind naturgemäß einer Reihe von Risiken und Unsicherheiten unterworfen, die, falls sie eintreffen, zu anderen Ergebnissen als vorgesehen führen können.

 

Eisenberg, den 19. April 2018

Dr. Hans-Jürgen Brenninger

Dr. Roberto dos Santos

Bilanz zum 31. Dezember 2017

Aktiva

31.12.2017 31.12.2016
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.014.228,50   0,00  
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 126.648,18   566.672,17  
3. Geschäfts- oder Firmenwert 4.240.652,79 5.381.529,47 6.197.877,16 6.764.549,33
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 15.184.181,84   15.565.860,08  
2. Technische Anlagen und Maschinen 12.334.544,21   12.760.109,59  
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.346.659,06   4.898.459,23  
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.752.033,37 36.617.418,48 3.200.366,73 36.424.795,63
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 11.527.866,19   11.527.866,19  
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.400.000,00 12.927.866,19 2.050.000,00 13.577.866,19
    54.926.814,14   56.767.211,15
B. Umlaufvermögen        
I. Vorräte        
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.375.968,17   2.937.687,58  
2. Unfertige Erzeugnisse und unfertige Leistungen 2.696.119,87   3.121.912,99  
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 3.240.263,48 9.312.351,52 1.114.788,69 7.174.389,26
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände        
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.301.004,07   0,00  
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.541.496,34   1.342.747,20  
3. Sonstige Vermögensgegenstände 4.835.413,41 10.677.913,82 4.343.053,88 5.685.801,08
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten   12.097.033,99   14.106.131,21
    32.087.299,33   26.966.321,55
C. Rechnungsabgrenzungsposten        
- davon Disagio EUR 0,00 (i. Vj. EUR 0,00) -   114.427,60   103.573,99
D. Aktive latente Steuern   1.093.962,00   1.491.521,52
    88.222.503,07   85.328.628,21

Passiva

       
      31.12.2017
EUR
31.12.2016
EUR
A. Eigenkapital        
I. Gezeichnetes Kapital     1.000.000,00 1.000.000,00
II. Kapitalrücklage     100.932.001,69 100.932.001,69
III. Verlustvortrag     -61.010.820,37 -59.112.650,14
IV. Jahresfehlbetrag     -343.752,95 -1.898.170,23
      40.577.428,37 40.921.181,32
B. Rückstellungen        
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen     11.138.236,00 10.237.921,00
2. Sonstige Rückstellungen     6.537.070,93 7.200.043,78
      17.675.306,93 17.437.964,78
C. Verbindlichkeiten        
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten     4.752.486,26 4.496.936,29
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen     7.200,00 60.000,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen     12.816.148,44 9.307.119,08
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen     5.036.914,15 7.373.985,73
- davon Gesellschafterdarlehen EUR 1.036.401,73 (i. Vj. EUR 3.776.431,73) -        
- davon aus Lieferungen und Leistungen EUR 75.404,62 (i. Vj. EUR 42.700,64) -        
5. Sonstige Verbindlichkeiten     7.357.018,92 5.731.441,01
      29.969.767,77 26.969.482,11
      88.222.503,07 85.328.628,21

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017

2017 2016
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse   121.439.298,50   109.082.979,21
2. Erhöhung (i. Vj. Verminderung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen   1.699.681,67   -1.235.737,42
3. Andere aktivierte Eigenleistungen   1.026.649,69   82.846,82
4. Sonstige betriebliche Erträge   1.202.811,68   1.670.085,49
5. Materialaufwand        
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -55.252.148,11   -44.339.218,39  
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -2.849.782,81 -58.101.930,92 -2.200.541,87 -46.539.760,26
6. Personalaufwand        
a) Löhne und Gehälter -31.396.149,87   -31.794.592,52  
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -6.778.090,05 -38.174.239,92 -4.985.565,34 -36.780.157,86
- davon für Altersversorgung EUR 592.203,82 (i. Vj. EUR -1.363.866,54) -        
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   -7.282.460,76   -6.748.046,64
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen   -20.417.862,37   -21.521.376,97
9. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen   4.838,98   281.936,90
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge   86.110,83   107.773,30
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 81.265,04 (i. Vj. EUR 105.121,23) -        
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen   -1.523.730,71   -1.236.651,07
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (i. Vj. Ertrag)   -239.308,88   998.760,55
13. Ergebnis nach Steuern   -280.142,21   -1.837.347,95
14. Sonstige Steuern   -63.610,74   -60.822,28
15. Jahresfehlbetrag   -343.752,95   -1.898.170,23

Anhang für das Geschäftsjahr 2017

I. Allgemeine Angaben

Die Gienanth GmbH, mit Sitz in Eisenberg, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Kaiserslautern unter HRB 30484, erstellt und veröffentlicht den Jahresabschluss und Lagebericht nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB). Er umfasst das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017.

II. Grundsätze der Bilanzierung und Bewertung

Die Vermögens- und Schuldposten sind unter Beachtung der Vorschriften des Handelsgesetzbuchs für große Kapitalgesellschaften und der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung im Jahresabschluss angesetzt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen beibehalten worden.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB dargestellt.

1. Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände

Die Zugänge sind zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen aktiviert.

Das Aktivierungswahlrecht für selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurde in 2017 erstmalig in Anspruch genommen. Die Aktivierung erfolgt zu den in der Entwicklungsphase anfallenden Herstellungskosten. Einbeziehungswahlrechte wie z. B. die Berücksichtigung von Verwaltungsgemeinkosten werden nicht ausgeübt. Es besteht eine Ausschüttungssperre in Höhe der aktivierten selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens (TEUR 1.014). Die Abschreibung über eine Nutzungsdauer von 5 Jahre beginnt mit der Fertigstellung der Entwicklung.

Die Abgänge wurden zu Anschaffungskosten und aufgelaufenen Abschreibungen zum Zeitpunkt ihres Ausscheidens ausgebucht.

Die Abschreibungen erfolgten planmäßig nach der linearen Methode entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer gemäß den aktuell gültigen AfA-Tabellen der Finanzverwaltung bzw. den branchenüblichen Tabellen. Die voraussichtlichen Nutzungsdauern liegen im Rahmen einer vertretbaren Nutzungsdauerschätzung, denen keine besonderen Umstände entgegenstehen.

Die Abschreibungsdauer des Firmenwerts wurde auf 12 Jahre festgelegt. Die voraussichtliche Nutzungsdauer von 12 Jahren liegt im Rahmen einer vertretbaren Nutzungsdauerschätzung, der keine besonderen Umstände entgegenstehen. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn voraussichtlich dauernde Wertminderungen vorliegen. Der Geschäfts- und Firmenwert entstand vor dem 1. Januar 2010.

Für geringwertige Güter des Anlagevermögens mit einem Anschaffungswert von EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 wird in Anlehnung an die steuerrechtlichen Vorschriften des § 6 Abs. 2a EStG ein Sammelposten gebildet. Der Sammelposten wird jährlich mit einem Fünftel gewinnmindernd aufgelöst.

2. Finanzanlagen

Die Finanzanlagen sind mit ihren Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren am Bilanzstichtag beizulegenden Wert aktiviert.

3. Vorräte

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Waren sind mit dem gewogenen Durchschnitt zum Jahresende angesetzt.

Der Ansatz von unfertigen und fertigen Erzeugnissen erfolgt zu Herstellungskosten. Ein nach dem Grundsatz verlustfreier Bewertung ermittelter Wert findet Anwendung, sofern er unter den Herstellungskosten liegt.

Bei der Ermittlung der Herstellungskosten sind neben den Material- und Fertigungseinzelkosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie die planmäßigen Abschreibungen des der Fertigung dienenden Anlagevermögens eingerechnet worden. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

4. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Zum Ansatz kamen die Nennwerte abzüglich angemessener Abwertungen. Zur Deckung des allgemeinen Kredit- und Ausfallrisikos wurde eine Pauschalabwertung abgesetzt.

5. Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Der Ansatz erfolgt zu Nennwerten bzw. dem niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Zeitwert.

6. Sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel

Die Bestände sind zu Nennwerten bilanziert.

7. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Die Rechnungsabgrenzungsposten betreffen abgegrenzten geleisteten Vorauszahlungen für bestimmte zukünftige Zeiträume ausgewiesen.

8. Steuerabgrenzung

Aufgrund der unterschiedlichen Behandlung bei Ansatz und Bewertung von Vermögensgegenständen und Schulden in der Handels- und Steuerbilanz kommt es zur Existenz von latenten Steuern. Die Gesellschaft übt dabei das Wahlrecht des § 274 HGB im Sinne einer Nettobilanzierung der aktiven und passiven latenten Steuern aus.

9. Pensionsrückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind passiviert und nach folgenden Grundlagen bewertet:

31.12.2017 31.12.2016
1. Allgemein    
Bewertungsmethode Anwartschaftsbarwert Anwartschaftsbarwert
2. Rechnungszins    
Ausübung Wahlrecht nach § 253 Abs. 2 S.2 HGB Ja/Restlaufzeit: 15 Jahre Ja/Restlaufzeit: 15 Jahre
Zinssatz gem. RückAbzinsV 3,68% 4,00%
Stichtag Veröffentlichung Deutsche Bundesbank 31.12.17 31.12.16
3. Biometrische Rechnungsgrundlagen    
Sterbetafeln RT 2005 G RT 2005 G
Finanzierungsendalter 63-65 63-65
Versicherungsmathematisches Verfahren PUC-Methode i.S.v. IAS 19 PUC-Methode i.S.v. IAS 19
4. Sonstige Rechnungsgrundlagen    
Rententrend 1,00% 1,00%
Gehaltstrend 1,50% 1,50%
Trend der Beitragsbemessungsgrenze n/a n/a

10. Steuerrückstellung

Für das Ergebnis des Geschäftsjahres bestehen wie im Vorjahr keine Rückstellungen.

11. Sonstige Rückstellungen

Bei Bildung der übrigen Rückstellungen ist den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen. Sie sind in der Höhe des Erfüllungsbetrags bemessen, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen wurden bei der Bewertung berücksichtigt. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden diese mit ihrer Restlaufzeit entsprechend durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre nach § 253 Abs. 2 S. 1 HGB diskontiert.

Bei der Ermittlung der Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften wurden für Aufträge, deren Lieferungsverpflichtungen die Verkaufserlöse überstiegen, die Lieferungsverpflichtungen zu Vollkosten bewertet.

Die Jubiläumsrückstellung ist vollständig mit dem nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten Erfüllungsbetrag auf Basis eines Zinssatzes von 2,80% (Vorjahr: 3,23%) passiviert, für die Altersteilzeitrückstellung wurde ein Zinssatz von 1,33% angewendet. Für die Annahmen zu Lohn- und Gehaltssteigerungen sowie die zugrunde gelegten Sterbetafeln nach den Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Heubeck wird auf die Bewertungsgrundlagen der Pensionsrückstellung verwiesen.

12. Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

III. Erläuterungen und Angaben zu den einzelnen Posten der Bilanz

1. Entwicklung des Anlagevermögens

Auf den Anlagespiegel (Anlage zum Anhang) wird verwiesen.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr Restlaufzeiten bis zu einem Jahr.

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich in Höhe von TEUR 411 (Vorjahr: TEUR 0) um ein kurzfristiges Darlehen inklusive Zinsen gegenüber Fronberg Guss GmbH in Höhe von TEUR 23 (Vorjahr: TEUR 3) um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Forderungen aus Verrechnungsverkehr und Vorsteuererstattungen belaufen sich in diesem Jahr auf TEUR 1.108 (Vorjahr: TEUR 1.339), davon entfallen TEUR 287 auf Forderungen aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit Fronberg Guss GmbH.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Forderungen gegenüber dem Hauptzollamt in Höhe von TEUR 1.321 (Vorjahr: TEUR 1.362) sowie Steuererstattungen aus den Vorjahren.

3. Steuerabgrenzung (Aktiv und Passiv)

Zur latenten Steuerabgrenzung wurden die Bilanzansätze in Handels- und Steuerbilanz gegenübergestellt sowie die steuerlichen Verlustvorträge berücksichtigt. Es wurde ein Steuersatz von 28,61% (Vorjahr: 28,61%) angewendet.

Aus der Erstanwendung des § 274 HGB in der Fassung des BilMoG ergab sich bei der Gesellschaft zum 1. Januar 2010 ein Überhang der passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 5.995. Zum 31. Dezember 2017 veränderten sich die aktiven latenten Steuern von TEUR 1.492 im Vorjahr auf TEUR 1.094. Die Differenzen der Bilanzansätze in Handels- und Steuerbilanz resultieren im Wesentlichen aus den im Rahmen der Verschmelzung gehobenen stillen Reserven, dem Geschäfts- oder Firmenwert und dem Bewertungsunterschied der Beteiligung Fronberg Guss GmbH sowie der erstmaligen Aktivierung von Entwicklungskosten. Gegenläufig ergeben sich aktive latente Steuern auf den Zinsvortrag. Des Weiteren entstehen aus unterschiedlichen Wertansätzen zwischen Handels- und Steuerbilanz auch im Bereich der Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen aktive latente Steuern.

4. Pensionsrückstellung

Aufgrund der Änderungen des § 253 Abs. 2 S. 1 HGB im Vorjahr ergibt sich für die Pensionsrückstellungen ein Betrag von TEUR 11.138, der mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre berechnet wurde. Ohne die gesetzliche Änderung hätte sich ein Rückstellungsbetrag von TEUR 12.815 ergeben, der mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre berechnet worden wäre. Dies führt zu einem Unterschiedsbetrag von TEUR 1.677. Der Unterschiedsbetrag unterliegt gemäß § 253 Abs. 6 HGB einer Ausschüttungssperre.

Auf Grund der geänderten Bewertung der Pensionsverpflichtungen durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) ergab sich eine erforderliche Zuführung in Höhe von TEUR 2.209. Dieser Betrag wird in Ausübung des Wahlrechts gem. Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB bis spätestens zum 31. Dezember 2024 angesammelt. Im aktuellen Jahr erfolgte eine entsprechende Zuführung zu den Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 147 (1/15 des Unterschiedsbetrages), die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen wurde. Der Betrag der somit in der Bilanz nicht ausgewiesenen Pensionsverpflichtungen gem. Art. 67 Abs. 2 EGHGB beläuft sich zum Abschlussstichtag auf TEUR 1.031.

5. Sonstige Rückstellungen

Die wesentlichen Positionen betreffen Personalkosten wie Anspar- und Gleitzeitkonten (TEUR 3.401), ausstehenden Urlaub (TEUR 497), noch zu gewährende Gutschriften (TEUR 424), Restrukturierungsprojekte (TEUR 395), Aufstockungsbeträge Altersteilzeit (TEUR 387), Jubiläumsverpflichtungen (TEUR 323), ausstehende Eingangsrechnungen (TEUR 276), drohende Verluste aus schwebenden Geschäften (TEUR 273), Bonuszahlungen AT (TEUR 170) sowie Rückstellung für Berufsgenossenschaftsbeiträge in Höhe von TEUR 112.

6. Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten stellen sich zum 31. Dezember 2017 wie folgt dar:

Restlaufzeit
Verbindlichkeiten
in EUR
Gesamtbetrag Unter 1 Jahr 1-5 Jahre Über 5 Jahre
1. gegenüber Kreditinstituten 4.752.486,26 4.752.486,26 0,00 0,00
Vorjahr 4.496.936,29 4.496.936,29 0,00 0,00
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 7.200 7.200 0,00 0,00
Vorjahr 60.000,00 60.000,00 0,00 0,00
3. aus Lieferungen und Leistungen 12.816.148,44 12.816.148,44 0,00 0,00
Vorjahr 9.307.119,08 9.307.119,08 0,00 0,00
4. gegenüber verbundenen Unternehmen 5.036.914,15 5.036.914,15 0,00 0,00
Vorjahr 7.373.985,73 7.373.985,73 0,00 0,00
Davon Gesellschafterdarlehen 1.036.401,73 1.036.401,73 0,00 0,00
Vorjahr 3.776.431,73 3.776.431,73 0,00 0,00
5. Sonstige Verbindlichkeiten 7.357.018,92 7.357.018,92 0,00 0,00
Vorjahr 5.731.441,01 5.731.441,01 0,00 0,00
Davon aus Steuern 1.792.164,28 1.792.164,28 0,00 0,00
Vorjahr 1.938.192,35 1.938.192,35 0,00 0,00
Davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 73.597,05 73.597,05 0,00 0,00
Vorjahr 96.401,27 96.401,27 0,00 0,00
Summe 29.969.767,77 29.969.767,77 0,00 0,00
Vorjahr 26.969.482,11 26.969.482,11 0,00 0,00

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 5.037 beinhalten im Wesentlichen TEUR 2.303 aus dem Ergebnisabführungsvertrag und TEUR 1.218 (Vorjahr: 1.248) aus Weiterberechnung von Beratungsleistungen und Zinsen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten umfassen in Höhe von TEUR 4.342 Verbindlichkeiten aus dem Forderungsankaufsvertrag mit der Lux Kapitalmarkt Management AG.

IV. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Aufgliederung der Umsatzerlöse (§ 285 Nr. 4 HGB).

(in Mio. Euro) 2017 2016
Gliederung nach Produktionsbereichen    
Handformguss (Motorblöcke) 31,7 27,3
Maschinenformguss (Automobilguss) 85,0 77,6
Handelsware, Modelle und Sonstiges 4,7 4,2
  121,4 109,1
Gliederung nach geographischen Absatzmärkten    
Inlandsumsätze 51,5 45,7
Auslandsumsätze 69,9 63,4
davon EU Ausland 64,5  
davon Drittland 5,5  
  121,4 109,1

2. Aktivierte Eigenleistungen

Das Aktivierungswahlrecht für selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurde in 2017 erstmalig in Anspruch genommen. Der Aufwand für Entwicklungskosten beträgt im Geschäftsjahr TEUR 1.014.

3. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 1.203 bestehen im Wesentlichen aus Erträgen verbundener Unternehmen aus Weiterverrechnungen TEUR 495, Schadensersatzleistungen TEUR 255 (Vorjahr: TEUR 493) und der periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen TEUR 238 (Vorjahr: TEUR 789).

4. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen enthalten im Geschäftsjahr keine außerplanmäßigen Abschreibungen. Die planmäßigen Abschreibungen betragen TEUR 7.282 (Vorjahr: TEUR 6.748) wobei TEUR 2.348 (Vorjahr: TEUR 2.348) die Abschreibung auf die aufgedeckten stillen Reserven im Rahmen der Verschmelzung aus dem Geschäftsjahr 2008 sowie die Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert betreffen.

5. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen zum 31. Dezember 2017 TEUR 20.418 (Vorjahr: TEUR 21.521). Diese beinhaltet im Wesentlichen Aufwendungen für Personalservice in Höhe von TEUR 4.418, Instandhaltungskosten über TEUR 3.265, Entsorgungskosten über TEUR 1.934 und Aufwendungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 1.690. Weiterhin sind Aufwendungen in Höhe von TEUR 147 (VJ: TEUR 147) für die ratierliche Zuführung der geänderten Bewertung der Pensionsrückstellung aufgrund von nach Art 67 Abs. 1 und 2 EGHGB enthalten.

Periodenfremde Aufwendungen über TEUR 1.270 wurden gebucht für Kundenbelastungen aus Vorjahren, Auflösung von Forderungen gegen Dritte, Anpassungen von Vorratskonten sowie Rückstellungsanpassung aus Vorjahren.

Ferner wurden außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.440 gebucht für Umlage-Korrekturen aus Vorjahren an die Gienanth Group GmbH, Personalberatungen und Gehaltszahlungen an ehemalige Geschäftsführer.

6. Aufwendungen für die Rückstellungsabzinsung

Im Zinsaufwand sind TEUR 445 (Vorjahr: TEUR 500) aus der Abzinsung der Pensionsrückstellung sowie Zinsaufwand durch Zinsänderungseffekt gemäß §253 Abs. 2 S. 1 HGB in Höhe von TEUR 528 enthalten. Ferner beinhalten die Zinsaufwendungen Zinsen für die Abzinsung der Altersteilzeit- und Jubiläumsrückstellung in Höhe von TEUR 27.

7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Der Steueraufwand des Geschäftsjahres setzt sich neben dem Aufwand aus dem operativen steuerlichen Ergebnis auch aus den Effekten der Veränderung der latenten Steuern im Geschäftsjahr zusammen. Im Geschäftsjahr 2017 wurden Aufwendungen aus latenten Steuern von TEUR 398 (i. Vj. Ertrag in Höhe von TEUR 1.033) erfasst.

V. Sonstige Angaben

1. Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB

Mit allen Kunden sind in den Rahmenverträgen Gewährleistungsvereinbarungen eingeschlossen.

Die zugrundeliegende Verpflichtung kann von Gienanth erfüllt werden, da zurzeit nicht mit einer Inanspruchnahme gerechnet wird.

Die Finanzierung der Gienanth Gruppe besteht auf Ebene der Gienanth Group GmbH.

Die Gienanth Group GmbH hat mit Vertrag vom 26. Mai 2015 einen Konsortialkreditvertrag mit der Kreissparkasse Biberach (Konsortialführerin) über 34,0 Mio. Euro abgeschlossen. Des Weiteren wurde Genussscheinkapital von 1,0 Mio. Euro gewährt. Die Verbindlichkeiten gegenüber den Konsortialbanken sind durch Verpfändung aller Geschäftsanteile an den Gesellschaften der Gienanth-Gruppe, Verpfändung der Bankkonten, Abtretung aller Forderungen der Gruppengesellschaften, Sicherungsübereignung der beweglichen Vermögensgegenständen und Stellung von Grundschulden gesichert. Die Darlehen belaufen sich zum 31.12.2017 auf 26,7 Mio. Euro.

Die Verzinsung der Darlehen erfolgte anhand einer festen Marge zuzüglich der variablen Komponente des EURIBORs. Die variable Komponente wird durch einen ZinsCap von 1% auf einen Betrag von 20,0 Mio. Euro fest verzinst.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Miet- und Leasingverträgen bestehen folgende Verpflichtungen:

(in TEUR) 2017 2016
fällig 2017 (2016) 1.675 1.515
fällig 2018-2021 (2017-2020) 3.697 3.555

3. Arbeitnehmer gemäß § 285 Nr. 7 HGB

In der Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 (im Durchschnitt) wurden beschäftigt:

2017 2016
Angestellte 104 118
Gewerbliche Arbeitnehmer 457 483
Auszubildende 32 33
Gesamt Personal 593 634

4. Mitglieder der Organe gemäß § 285 Nr. 10 HGB

Zu Geschäftsführern waren im Geschäftsjahr bestellt:

Name Ressort
Dr. Hans-Jürgen Brenninger Vorsitzender der Geschäftsleitung
Dr. Roberto dos Santos (ab 01.01.2018) Technischer Geschäftsführer

Mitglieder des Aufsichtsrats waren im Geschäftsjahr 2017:

Name Beruf
Prof. Dr. Wolfram Mörsdorf Dipl.-Ing; Vorsitzender
Jannick Hunecke Mitglied der Geschäftsleitung DB AG, Frankfurt am Main
Karl Wojik Dipl.-Ing.
Manfred Becker ( *) Modellbauer; Stv. Vorsitzender
Thomas Brunck ( *) Schlosser
Norbert Indlekofer Dipl.-Ing., Vorstand Schaeffler AG

Im Geschäftsjahr haben die Aufsichtsräte keine Bezüge von der Gesellschaft erhalten (im Vorjahr: TEUR 0). Die mit " *" gekennzeichneten Mitglieder sind Arbeitnehmervertreter.

5. Gesamtbezüge der früheren Mitglieder der Organe und ihrer Hinterbliebenen gemäß § 285 Nr. 9b HGB

2017
Bezüge in 2017 (TEUR) 319
Gebildete Pensionsrückstellungen (TEUR) 4.264

6. Anteilsbesitz gemäß § 285 Nr. 11 HGB

Firma, Sitz Beteiligungsquote Eigenkapital in € 31.12.2017 Jahresergebnis in € 2017
Fronberg Guss GmbH, Schwandorf 100% 5.093.907,51 0,00
Fronberg Guss Immobilien GmbH, Schwandorf 100% 2.696.251,01 453.240,94

7. Angaben zum Mutterunternehmen nach § 285 Nr. 14 HGB

Die Gesellschaft ist seit dem 03.03.2015 ein Tochterunternehmen der Gienanth Group GmbH (vormals Tochterunternehmen der Gienanth Holding GmbH), Eisenberg, und wird in deren Konzernabschluss einbezogen. Die Gienanth Group GmbH stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Konzernkreis auf.

8. Honorar der Abschlussprüfer gemäß § 285 Nr. 17 HGB

Die Gienanth GmbH macht von der Befreiungsvorschrift des § 285 Nr. 17 HGB Gebrauch und verzichtet auf die Anhabe des Gesamthonorars des Abschlussprüfers. Die Gesellschaft verweist hierzu auf die erforderlichen Angaben im Konzernanhang der Gienanth Group GmbH, Eisenberg, der im Bundesanzeiger veröffentlicht wird.

9. Nachtragsbericht

Nach Schluss des Geschäftsjahres 2017 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung aufgetreten, die die ausgewiesenen Kennzahlen und die Geschäftsergebnisse in irgendeiner Form nennenswert beeinflussen.

10. Gewinnverwendungsvorschlag

Es wird vorgeschlagen den Jahresfehlbetrag zum 31. Dezember 2017 auf neue Rechnung vor zu tragen.

 

Eisenberg, 19. April 2018

Dr. Hans-Jürgen Brenninger

Dr. Roberto dos Santos

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2017

Anschaffungs-/Herstellungskosten
1.1.2017
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2017
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 1.014.228,50 0,00 0,00 1.014.228,50
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.312.611,46 55.977,74 0,00 0,00 8.368.589,20
3. Geschäfts- oder Firmenwert 51.143.372,55 0,00 0,00 0,00 51.143.372,55
  59.455.984,01 1.070.206,24 0,00 0,00 60.526.190,25
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 30.963.159,55 47.692,70 0,00 358.850,15 31.369.702,40
2. Technische Anlagen und Maschinen 76.651.834,56 1.181.914,63 0,00 1.023.035,04 78.856.784,23
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 25.204.385,10 2.256.893,70 0,00 601.804,65 28.063.083,45
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.200.366,73 1.843.660,53 308.304,05 -1.983.689,84 2.752.033,37
  136.019.745,94 5.330.161,56 308.304,05 0,00 141.041.603,45
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 20.385.021,50 0,00 0,00 0,00 20.385.021,50
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 2.050.000,00 0,00 650.000,00 0,00 1.400.000,00
  22.435.021,50 0,00 650.000,00 0,00 21.785.021,50
  217.910.751,45 6.400.367,80 958.304,05 0,00 223.352.815,20
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2017
EUR
Abschreibungen des Geschäftsjahres
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2017
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.745.939,29 496.001,73 0,00 8.241.941,02
3. Geschäfts- oder Firmenwert 44.945.495,39 1.957.224,37 0,00 46.902.719,76
  52.691.434,68 2.453.226,10 0,00 55.144.660,78
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 15.397.299,47 788.221,09 0,00 16.185.520,56
2. Technische Anlagen und Maschinen 63.891.724,97 2.630.515,05 0,00 66.522.240,02
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 20.305.925,87 1.410.498,52 0,00 21.716.424,39
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  99.594.950,31 4.829.234,66 0,00 104.424.184,97
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 8.857.155,31 0,00 0,00 8.857.155,31
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
  8.857.155,31 0,00 0,00 8.857.155,31
  161.143.540,30 7.282.460,76 0,00 168.426.001,06
Buchwerte
31.12.2017
EUR
31.12.2016
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.014.228,50 0,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 126.648,18 566.672,17
3. Geschäfts- oder Firmenwert 4.240.652,79 6.197.877,16
  5.381.529,47 6.764.549,33
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 15.184.181,84 15.565.860,08
2. Technische Anlagen und Maschinen 12.334.544,21 12.760.109,59
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.346.659,06 4.898.459,23
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.752.033,37 3.200.366,73
  36.617.418,48 36.424.795,63
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 11.527.866,19 11.527.866,19
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.400.000,00 2.050.000,00
  12.927.866,19 13.577.866,19
  54.926.814,14 56.767.211,15

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Gienanth GmbH, Eisenberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gienanth GmbH. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Frankfurt am Main, den 24. April 2018

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Herr, Wirtschaftsprüfer

Sieg, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017 der Gienanth GmbH wurde am 19. April 2018 festgestellt.

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