Stammdaten

Register
Amtsgericht Passau HRB 5247
Eingetragen
10.8.1987
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von landwirtschaftlichen Maschinen und GerätenGroßhandel mit landwirtschaftlichen Maschinen und GerätenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von landwirtschaftlichen Grundstoffen, lebenden Tieren, textilen Rohstoffen und Halbwaren
Gegenstand
Import, Export und Versandhandel, insbesondere mit landwirtschaftlichen Geräten und artverwandten Erzeugnissen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Elisabeth Laner
seit 20.12.2019
Geschäftsführer
Cyriak Laner
seit 25.2.2004
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
75.00%
Elisabeth Laner
25.00%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Cyriak Laner
A-4761 Enzenkirchen
37.500 DM
75.00%
Elisabeth Laner
A-4761 Enzenkirchen
12.500 DM
25.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Agrotel GmbH

Neuhaus am Inn

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

Gliederung

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

2. Forschung und Entwicklung

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen

2. Geschäftsverlauf und Lage

a) Ertragslage

b) Finanzlage

c) Vermögenslage

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

4. Gesamtaussage

IV. Prognosebericht - Chancen und Risikobericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Die Agrotel GmbH gehört zu den führenden Unternehmen in Deutschland und Europa in den Bereichen

- Windschutz-Seitenwände und Tore

- Textiler Hallenbau

- Biogasspeicher und Betonschutz

Das Unternehmen mit Sitz in Neuhaus am Inn entwickelt, produziert und vertreibt vorgenannte Produkte europaweit.

Wir verstehen uns als Fullservice-Anbieter und bieten unseren Kunden durchdachte und effiziente Komplettlösungen aus einer Hand. Von der Anlagenplanung über die technische Ausführung bis hin zum umfassenden Service.

2. Forschung und Entwicklung

Die Agrotel GmbH entwickelt insbesondere

- Behälterabdeckungen als Biogasspeicher

- Kälberstallungen mit Membraneindeckung

- Kälberhaltungssysteme

- Kälberiglus

- Liegeboxenbeläge

- Freitragende Behälterabdeckungen

- Kleinbiogasanlagen

- Betonschutzfolien für Agrar und Industrie

- Isolierte Seitenwand-Lüftungssysteme

- Betonsanierungslösungen

- Softair Lüftungsüberdruck-Lösungen

- Mobiles Fahrsilo-Abdeckgerät „SiloSchani“

Unsere Entwicklungen fokussieren wir sehr stark auf den landwirtschaftlichen Bereich. Für die Forschung und Entwicklung setzen wir einen beträchtlichen Teil von ca. 0,85 % der jährlichen Umsatzerlöse ein. Für die Entwicklung der textilen Kleinbiogasanlage läuft ein Forschungsprojekt mit der Hochschule Landshut, hier ist ein Budget von € 600.000,00 für die nächsten 3 Jahre eingeplant. Dies entspricht einem Aufwand von ca. € 200.000,00 pro Jahr und ca. 0,6 % der jährlichen Umsatzerlöse nur für die Entwicklung der Kleinbiogasanlage. Im Geschäftsjahr 2023 waren hierbei Ausgaben von TEUR 102 angefallen.

Die Betonsanierungsmatte Sanitarp, welche im Jahr 2017 entwickelt wurde, ist im Markt durch Realisierung von mehreren Projekten bereits angekommen.

2018 entstand als Programmerweiterung die Softair-Lüftung, die bereits erfolgreich in der Praxis Anwendung fand. Zwei Jahre später folgte mit dem mobilen Fahrsiloabdeckgerät „SiloSchani“ eine weitere Innovation, die 2020 erfolgreich am Markt etabliert wurde. Durchschnittlich werden im Bereich Forschung und Entwicklung 1,5 Mitarbeiter beschäftigt.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft stand 2023 weiter unter Druck durch den Krieg in der Ukraine, hohe Energiepreise, Inflation und Störungen globaler Lieferketten. In Deutschland sank das preisbereinigte BIP um 0,3 % (Destatis: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html). Hauptursachen waren steigende Energie- und Materialkosten sowie Lieferengpässe, während der Arbeitsmarkt stabilisierend wirkte. Besonders energieintensive Branchen litten unter der sinkenden Wettbewerbsfähigkeit.

In 2024 ist das preisbereinigte BIP um 0,2 % gesunken (Quelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2025/01/PD25_019_811.html), getragen von nachlassender Inflation und einer teilweisen Entspannung der Energiepreise. Erst ab 2025 konnten Investitionen in Klimaschutz, Digitalisierung und Modernisierung neue Wachstumsimpulse setzen. Die Aussichten bleiben jedoch von geopolitischen Risiken und schwacher globaler Nachfrage belastet und gestalten sich schlechter als erwartet (Quelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2025/08/PD25_310_811.html).

Unser seit 1987 bestehendes Unternehmen hat einen guten Marktanteil in den verschiedenen Vertriebssegmenten.

Durch die Aufteilung in 3 unterschiedliche Geschäftstätigkeiten, wie Erneuerbare Energien, Hallenbau und Tierkomfort sind branchenbezogene wirtschaftliche Einflüsse auszugleichen.

Insgesamt teilt sich das Unternehmen diese wesentlichen Geschäftsbereiche mit ca. 11-12 Mitwettbewerbern im Bereich Biogas sowie mit ca. 5-6 Mitwettbewerbern im Bereich Hallenbau und ca. 9-10 Mitwettbewerbern im Bereich Kuhkomfort und Windschutz.

2. Geschäftsverlauf und Lage

Erfreulich ist, dass sich der Geschäftsverlauf weiterhin positiv entwickelt hat. Das operative Geschäft der Agrotel GmbH im Jahr 2023 geprägt durch eine fast vollständige Kapazitätsauslastung im ganzen Jahr und beläuft sich zum Bilanzstichtag auf einen Zeitraum von ca. 4 Monaten im Voraus.

Die Gesamtleistung hat sich gegenüber dem Vorjahr zwar um 4,5 % vermindert, wobei aber zu berücksichtigen ist, dass das Vorjahr überdurchschnittlich gut ausfiel. Die Gesamtleistung von 8,6 % liegt noch immer deutlich über der prognostizierten Gesamtleistung von 4,0 %.

Ursache hierfür waren Umsatzrückgänge aus Auslandsgeschäften um € 4,3 Millionen. Demgegenüber stehen aber Umsatzzuwächse aus Inlandsgeschäften in fast allen Betriebszweigen, insbesondere wurden im Standardprogramm Windschutz und Bogenhallen € 1,2 Millionen mehr Umsatz erwirtschaftet, sowie nahm der Textile Hallenbau um € 1,0 Millionen zu. Insgesamt ist die Prognose des Vorjahres von leicht niedrigeren Umsatzerlösen eingetreten.

Mit Ablauf des 31.12.2023 (dingliche Übertragung in 2023) wurden Vermögensgegenstände und Schulden der Ceno TOP-TEX GmbH und der Ceno Membrane GmbH, beide mit Sitz in Enzenkirchen (Österreich) - im Folgenden auch „Ceno“ genannt -, mittels Asset Deal für den Kaufpreis von 1,00 EUR erworben. Die Vergleichbarkeit der Bilanzpositionen der Agrotel GmbH mit dem Vorjahr ist daher nur eingeschränkt möglich, was sich auch auf die Darstellung der Vermögens- und Finanzlage auswirkt.

a) Ertragslage

Ergebnisquellen Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
T€ T€ T€ %
Ergebnis vor Ertragssteuern 3.829 5.230 -1.401 -26,8
Finanzergebnis 224 15 209 1.393,3
Ertragssteuerergebnis -1.069 -1.447 378 -26,1
Jahresergebnis 2.760 3.783 -1.023 -27,0

Die Umsatzerlöse haben sich vor allem wegen der rückläufigen Auslandsgeschäfte um 4,8 % auf TEUR 32.146 vermindert. Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich von TEUR 250 auf TEUR 330 insbesondere durch den Zuschuss zum Forschungsprojekt „Hofbiogasanlage“ i.H.v. TEUR 91 erhöht. Der Materialaufwand ist überproportional zu den Umsatzerlösen um TEUR 1.444 auf TEUR 12.442. mithin um 10,4 %, gesunken, was insbesondere auf den rückläufigen Einkauf von Handelswaren zurückzuführen ist. Der Personalaufwand ist weitgehend konstant bei TEUR 5.772 (Vorjahr: TEUR 5.698) geblieben, was aufgrund nur vereinzelter Gehaltserhöhungen zurückzuführen ist.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.295 auf TEUR 7.449 erhöht. Darunter haben sich im Wesentlichen die Kosten der Warenabgabe, worunter auch die Gewährleistungsaufwendungen (u.a. für das Projekt „Hofbiogasanlage“) mit der Zuführung zur Rückstellung bilanziert sind, um TEUR 1.178 erhöht. In den verschiedenen betrieblichen Kosten ist der Aufwand für die Forschungskosten am Projekt „Hofbiogasanlage“ in diesem Jahr mit TEUR 102 enthalten. Gegenläufig haben sich die Reparaturen und Instandhaltungen von TEUR 413 auf TEUR 213 entwickelt. Rückgänge wurden auch bei den Werbe- und Reisekosten (um TEUR 96) verzeichnet.

Das Ergebnis vor Steuern (TEUR 3.829; Vorjahr: TEUR 5.230) hat sich vor allem aufgrund einer Erhöhung der Rückstellung für Gewährleistungen in Höhe von TEUR 1.242 auf TEUR 1.395 gegenüber dem Vorjahr vermindert.

Das Finanzergebnis (TEUR 256; Vorjahr: TEUR 234) besteht zum großen Teil aus den Erträgen der Abzinsung von Rückstellungen (TEUR 68) sowie Zinserträgen aus Termingeldern (TEUR 147) sowie gegenläufig Zinsaufwendungen für Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten (TEUR 18).

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag haben sich im Einklang mit dem verminderten Betriebsergebnis verändert (TEUR 1.069; Vorjahr: TEUR 1.447).

b) Finanzlage

Die Eigenkapitalquote ist auf 52 % (Vj. 56 %) gesunken, da sich die Bilanzsumme erhöht hat. Das Eigenkapital ist absolut angewachsen und beträgt zum 31.12.2023 insgesamt 15.781 T€ und im Vorjahr insgesamt 13.021 T€. Die Ertragslage ist weiterhin gut.

Die Liquidität des Unternehmens ist zum 31.12.2023 durch den Bestand von flüssigen Mitteln in Höhe von TEUR 10.236 (Vorjahr: TEUR 6.578) sichergestellt. Der Anstieg der liquiden Mittel ist auf den Asset Deal der Ceno TOP-TEX GmbH und der Ceno Membrane GmbH zurückzuführen, welche liquide Mittel in Höhe von TEUR 1.293 zum 31. Dezember 2023 auswiesen.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind am Bilanzstichtag in Höhe von 1.580 T€ (Vorjahr: TEUR 1.769) vorhanden. Diese haben sich aufgrund von planmäßigen Tilgungen vermindert.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen sind von TEUR 1.617 auf TEUR 2.539 angestiegen, was vor allem auf die zusätzlichen erhaltenen Anzahlungen von Ceno zurückzuführen ist (TEUR 872).

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich um TEUR 256 auf TEUR 1.782, vor allem wegen der Verbindlichkeiten vom Ceno-Erwerb erhöht.

In den Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, enthält als Ausgleichsposten die erfolgsneutral erfassten Vermögensgegenstände und Schulden aus dem Ceno-Erwerb in Höhe von TEUR 995. Dieser ist analog der zukünftigen Veränderung der erworbenen Assets in den Folgejahren aufzulösen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern haben sich von TEUR 734 auf TEUR 237 reduziert und enthielten im Vorjahr vor allem Verbindlichkeiten aus der beschlossenen Gewinnausschüttung.

Die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich um TEUR 254 auf TEUR 1.324 aufgrund des Anstiegs von kreditorischen Debitoren (TEUR 254; Vorjahr: TEUR 87) und den erworbenen Verbindlichkeiten von Ceno (TEUR 235) erhöht. Wir verweisen hierzu auch auf unsere Ausführungen im Anhang.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden Investitionen in Höhe von insgesamt TEUR 1.489 (Vorjahr: TEUR 1.324) getätigt, wovon TEUR 550 auf Investitionen in Patente entfällt, die im September 2023 noch vor dem Asset Deal von der Ceno TOP-TEX GmbH und der Ceno Membrane GmbH erworben wurden. Zudem wurden Investitionen in eine Beteiligung (100 %) aus einem Insolvenzplan über die LCA GmbH, Wendorf, (HRB 20963), in Höhe von TEUR 400 vorgenommen. Die restlichen TEUR 539 entfallen in Höhe von TEUR 61 auf die Einrichtung von Sozialräumen und Brandschutztüren am Standort Neuhaus am Inn, TEUR 225 entfallen auf neue Maschinen, vor allem am Standort Greven, und TEUR 253 auf Betriebs- und Geschäftsausstattung. Der Großteil der Maschinen (TEUR 193) und ein Teil Betriebs- und Geschäftsausstattung (TEUR 42) sowie Fuhrpark (TEUR 13) wurden im Rahmen des Asset Deals der Ceno TOP-TEX GmbH und der Ceno Membrane GmbH übernommen und zum Buchwert im Rahmen der Kaufpreisallokation bilanziert.

Der Cashflow ist gegenüber dem Vorjahr gesunken, da das Jahresergebnis niedriger ist (siehe Punkt 2 a).

Für die Herstellung der Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr verweisen wir hierbei auf unsere Ausführungen im Anhang.

c) Vermögenslage

wesentliche Bilanzposten Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
Aktiva T€ T€ T€ %
Anlagevermögen 4.886 4.024 862 21,4
kurzfristige Vermögenswerte 14.846 12.449 2.397 19,3
liquide Mittel 10.236 6.578 3.658 55,6
Passiva
Eigenkapital 15.781 13.021 2.760 21,2
Rückstellungen 5.826 3.386 2.440 72,1
kurzfristige Verbindlichkeiten 7.102 5.139 1.963 38,2
mittelfristige Verbindlichkeiten 786 786 0 0,0
langfristige Verbindlichkeiten 595 791 -196 -24,8
Bilanzsumme 30.090 23.123 6.967 30,1

Das Anlagevermögen ist auf Grund von umfassenden Investitionen gegenüber dem Vorjahr angestiegen (siehe b) Finanzlage).

Hinsichtlich der Ausführung zu den liquiden Mitteln verweisen wir ebenfalls auf Abschnitt b) Finanzlage.

Das Vorratsvermögen, welches kurzfristige Vermögenswerte darstellt, ist um TEUR 2.217 angestiegen und stellt die Hauptursache des Anstiegs der kurzfristigen Vermögenswerte dar. Dabei entfällt ein Wert von TEUR 3.222 auf den Bestand von Ceno. Wir verweisen hierbei auf unsere Ausführungen im Anhang.

Die Forderungen gegenüber verbundene Unternehmen betrifft ein kurzfristiges Darlehen (Laufzeit unter einem Jahr) an die LCA GmbH in Höhe von TEUR 75.

Für die Herstellung der Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr verweisen wir hierbei auf unsere Ausführungen im Anhang.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf:

• Umsatzentwicklung

• Gesamtleistungsrendite

• Betriebsergebnis

• EBITDA

• Cash-Flow

Die für das Unternehmen relevanten Leistungsindikatoren Umsatzerlöse (TEUR 32.146; Vorjahr: TEUR 33.750) und Gesamtleistungsrendite (8,6 %; Vorjahr: 11,3 %) und EBITDA (TEUR 4.358; Vorjahr: TEUR 5.684) haben sich im Vergleich zum Vorjahr vermindert. Dies ist vor allem auf Kostensteigerungen zurück zu führen, die nicht vollständig auf die Kunden umgelegt werden konnten. Die Geschäftsführung ist mit dem Geschäftsverlauf dennoch zufrieden. Der Jahresüberschuss beläuft sich auf TEUR 2.760 (Vorjahr: TEUR 3.784).

Die in 2022 für das Jahr 2023 geplanten Prognosen sind grundsätzlich eingetreten. Während die Gesamtleistung und die Umsatzerlöse plangemäß niedriger ausfielen, konnte jedoch die geplante Gesamtleistungsrendite von 4 % deutlich übertroffen werden.

Die unternehmenswertbildende Kennzahl des EBITDA (Jahresergebnis, Steuern, Finanzaufwand und Abschreibungen) hat sich zwar von 5,68 Mio. € auf 4,36 Mio. € vermindert, ist aber immer noch Zeichen für den erzielten Unternehmenswertzuwachs im Jahr 2023.

Der Cash-Flow wird typisierend aus der Summe von Jahresergebnis (Jahresüberschuss bzw. Jahresfehlbetrag) zuzüglich Abschreibungen berechnet. Demnach ergibt sich eine rechnerische Größe von 3,27 Mio. € in 2023 im Gegensatz zu 4,23 Mio. € in 2022. Unter Berücksichtigung der Nettoverschuldung, bestehend aus Bilanzsumme abzüglich Eigenkapital und liquiden Mitteln, ergibt sich eine Verschlechterung des dynamischen Verschuldungsgrades von 0,8 auf 1,3 Jahre in 2023, da sich auch die Nettoverschuldung von 2022 auf 2023 um 549 T€ erhöht hat.

Ein dynamischer Verschuldungsgrad von 1,3 Jahren ist weiterhin eine optimale Ausgangslage für die Unternehmensfortführung und externe Unternehmensfinanzierungen.

Es werden projektbezogen Vor- und Nachkalkulationen durchgeführt.

Der Cash-Flow je Produkt könnte bei gewissen Artikeln besser sein, wird jedoch im Gesamten wieder durch bessere Cash-Flows bei anderen Artikeln kompensiert. Die Auftragslage und Kapazitätsauslastung belaufen sich zum Bilanzstichtag zeitlich auf einen Zeitraum von ca. 4 Monaten.

4. Gesamtaussage

Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als sehr gut ein.

Unsere Umsatz- und Ergebnisentwicklung ist weiterhin erfreulich.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Wir konnten im Berichtsjahr bei allen Lieferverbindlichkeiten durch kurzfristige Zahlungen Skontoabzüge realisieren.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel und das Warenlager gedeckt.

Die Umsatzrentabilität ist zufriedenstellend.

Unsere vorgenommene Prognose für 2023 in der wir ein gleichbleibendes Umsatzvolumen wie im Jahr 2022 angestrebt haben, wurde trotz der wirtschaftlichen Situation bezüglich der Ukraine-Krise und dadurch verursachte Unsicherheiten in der Lieferkette, fast erreicht.

IV. Prognosebericht, Chancen- und Risikobericht

a) Prognosebericht

Der Hauptabsatzmarkt Landwirtschaft ist stabil und kontinuierlich. Es gab jedoch eine leichte Umsatzverminderung in den Standardprodukten, wie Windschutz und Bogenhallen. Im Ergebnis lassen sich folgende Umsatzprognosen in den drei Hauptbereichen abgeben:

Für den Bereich Windschutz, Seitenwände und Tore sowie beim textilen Hallenbau geht die Geschäftsführung von einem stabilen Umsatz aus, für den Bereich Biogasspeicher und Betonschutz von einem leicht steigenden Umsatz. Die drei Bereiche tragen in etwa in gleichen Teilen zu den Umsatzerlösen bei. Insgesamt prognostiziert die Geschäftsführung daher einen leicht steigenden Umsatz für das Geschäftsjahr 2024 sowie auch für 2025.

Wir streben dabei erneut eine Gesamtleistungsrendite von 4% an.

Durch Auslandsgeschäfte können wir die Umsätze im Jahr 2024 im Bereich Windschutz, Seitenwände und Tore stabil halten und eine leichte Steigerung gegenüber dem Vorjahr erzielen. Die Umsätze im textilen Hallenbau im Jahr 2024 werden leichte Rückläufe im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen aufgrund eines Genehmigungsstaus und längere Bearbeitungszeiten der Behörden. Die Umsätze im Bereich Biogasspeicher und Betonschutz bleiben weiter stabil. Insgesamt rechnen wir mit einem Umsatzrückgang von ca. 15% im Vergleich zum Vorjahr. Im Bereich Hallenbau rechnen wir mit einem Rückgang von 5%. Im Bereich Biogasspeicher und Betonschutz rechnen wir mit einer Steigerung von 10%. Im Jahr 2025 rechnen wir mit Umsatzrückgängen im Bereich Windschutz und Tore, im Bereich Hallenbau rechnen wir mit einem stabilen Umsatz, im Bereich Biogas rechnen wir damit, den Umsatz weiter ausbauen zu können.

Anfang September 2023 wurden die Firmen Ceno Membrane GmbH und Ceno TOP-TEX GmbH, Greven gekauft und per 31.12.2023 wurden die beiden Gesellschaften in die AGROTEL GmbH integriert. Es gibt nun also einen Produktionsstandort in Greven (NRW).

b) Chancen

Die hohe Fertigungstiefe und die ständige Weiterentwicklung unserer Produktpalette gibt uns eine starke Marktstellung, erlaubt uns kurze fixe Terminzusagen und eine deutliche Differenzierung gegenüber dem Mitbewerber. Innovation bedeutet Vorsprung.

Unsere Lösungen und Produkte sind im Markt bekannt und stehen für Qualität und Wertarbeit.

Unser firmeneigenes Fachberater-Vertriebsnetz ermöglicht uns, sehr nahe beim Kunden zu sein und seine Bedürfnisse und damit für uns verbunden die Marktsituation abzuschätzen.

Wir werden weiterhin an einem gesunden kontinuierlichen Umsatz- und Ergebniswachstum festhalten.

Der Bestand an Vorräten wurde stark erhöht, womit wir weniger unabhängig von kurzfristigen Preissteigerungen und Problemen in der Lieferkette sind.

Anfang September 2023 haben wir die Firma Ceno erworben.

Durch den Firmenzukauf der Ceno ergeben sich für uns enorme Marktchancen vor allem im Bereich Biogas. Einerseits können wir unseren Kunden ein noch breiteres Produktportfolio anbieten, andererseits haben wir viel Know-How dazugewonnen und sind durch die erweiterten Produktionskapazitäten besonders schlagkräftig.

c) Risiken

Der angespannte Arbeitsmarkt bereitet uns große Schwierigkeiten. Einerseits müssen wir erhebliche Lohnerhöhungen an unser bestehendes Personal zugestehen, um Sie zu halten. Andererseits ist zusätzliches qualifiziertes Personal sehr schwer zu finden oder eben auch nur zu relativ hohen Löhnen und Gehältern.

Diese Personalkostenerhöhungen müssen wir über diverse Preissteigerungen an den Markt weitergeben, was sich jedoch in einem erhöhten Mitbewerberdruck widerspiegelt.

Durch die angespannte Zinssituation ist die generelle Investitionsbereitschaft teilweise stark gebremst und die Entscheidungen, finanzierungsintensive Projekte zu realisieren, werden verschoben, daher wird es zunehmend schwieriger Projektabschlüsse zu erzielen.

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 4.885.821,34 4.023.754,84
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 537.784,00 11,50
II. Sachanlagen 2.915.307,00 2.991.013,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 871.802,50 896.132,50
2. technische Anlagen und Maschinen 1.027.390,00 1.034.856,50
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.016.114,50 1.026.024,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 34.000,00
III. Finanzanlagen 1.432.730,34 1.032.730,34
1. Beteiligungen 400.000,00
2. Sonstige Finanzanlagen 1.032.730,34 1.032.730,34
B. Umlaufvermögen 25.082.950,99 19.028.182,07
I. Vorräte 8.795.566,46 6.578.737,35
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 6.050.894,42 5.871.012,53
1. Forderungen gegen Gesellschafter 6.682,55
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 75.000,00
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 75.000,00
3. sonstige Vermögensgegenstände 5.969.211,87 5.871.012,53
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 10.236.490,11 6.578.432,19
C. Rechnungsabgrenzungsposten 53.866,29 24.000,00
D. Aktive latente Steuern 68.030,00 47.980,00
Aktiva 30.090.668,62 23.123.916,91

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 15.781.354,02 13.021.775,79
I. Gezeichnetes Kapital 25.564,59 25.564,59
II. Bilanzgewinn 15.755.789,43 12.996.211,20
davon Gewinnvortrag 12.996.211,20 9.712.490,46
B. Rückstellungen 5.826.402,73 3.385.506,03
C. Verbindlichkeiten 8.482.911,87 6.716.635,09
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.579.901,23 1.769.000,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 7.457,23
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 1.572.444,00 1.769.000,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 237.131,83 733.763,03
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 237.131,83 733.763,03
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 25.001,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 25.001,00
4. sonstige Verbindlichkeiten 6.640.877,81 4.213.872,06
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 6.635.764,89 4.208.759,14
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 5.112,92 5.112,92
Passiva 30.090.668,62 23.123.916,91

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 17.347.490,07 17.525.422,17
2. Personalaufwand 5.771.576,36 5.698.314,80
a) Löhne und Gehälter 4.740.201,37 4.708.526,27
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.031.374,99 989.788,53
davon für Altersversorgung 9.069,95 8.835,14
3. Abschreibungen 511.216,62 449.394,13
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 511.216,62 449.394,13
davon außerplanmäßige Abschreibungen 380,00 750,00
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 7.448.753,39 6.153.728,47
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 3.321,70 1.921,29
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 238.253,99 17.707,17
davon aus verbundenen Unternehmen 20.039,95
davon Erträge aus Abzinsung 67.897,00 12.025,00
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 1,00
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 17.560,59 4.351,64
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.069.191,99 1.446.767,27
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 20.050,00
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 2.080,00
10. Ergebnis nach Steuern 2.770.765,81 3.792.494,32
11. sonstige Steuern 10.420,58 8.006,58
12. aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 767,00 767,00
13. Jahresüberschuss 2.759.578,23 3.783.720,74
14. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 12.996.211,20 9.712.490,46
15. Ausschüttung 500.000,00
16. Bilanzgewinn 15.755.789,43 12.996.211,20

Anhang

Inhaltsverzeichnis zum Anhang

I. Rechtliche Grundlagen

II. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

III. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

IV. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz

V. Angaben zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

VI. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

VII. Sonstige Angaben

VIII. Anlagenspiegel

I. Rechtliche Grundlagen:

Firma: Agrotel GmbH
Sitz: Neuhaus am Inn
Handelsregister: Passau, HRB 5247, Eintragung am 10.08.1987
Gesellschaftsvertrag: Es gilt der Gesellschaftsvertrag in der Fassung vom 08.05.1987 wie er vor dem Notariat Kehl unter der Nummer 416/87 beurkundet wurde, sowie die Änderung vom 14.12.2017.
Gegenstand des Unternehmens: Textiles Bauwesen
Stammkapital: DM 50.000,00 (€ 25.564,59), voll eingezahlt
Gesellschafter Cyriak Laner, Anteil am Stammkapital DM 37.500,00 (€ 19.173,44)
Elisabeth Laner, Anteil am Stammkapital DM 12.500,00 (€ 6.391,15)
Geschäftsjahr: Das Geschäftsjahr der Gesellschaft ist das Kalenderjahr.
Geschäftsführung: Zu einzelvertretungsberechtigten Geschäftsführern sind Herr Cyriak Laner und Frau Elisabeth Laner bestellt.
Herr Cyriak Laner ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

II. Allgemeine Angaben:

Der Jahresabschluss der Firma Agrotel GmbH, Neuhaus, wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches, insbesondere der Vorschriften der §§ 242 f. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen (§§ 264 ff. HGB) für mittelgroße Kapitalgesellschaften gem. § 267 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes und des Gesellschaftsvertrages zu beachten.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Die geltenden handelsrechtlichen Bewertungsvorschriften wurden unter Berücksichtigung der Fortführung der Unternehmenstätigkeit beachtet. Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden beibehalten.

Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung des Jahresabschlusses nach § 288 HGB wurden in Anspruch genommen.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Hinweis zur eingeschränkten Vergleichbarkeit mit den Vorjahreszahlen:

Mit Vertrag vom 07.09.2023 wurden mit Ablauf des 31.12.2023 die Vermögensgegenstände der Ceno Top-TEX GmbH und der Ceno Membrane GmbH im Wege eines Asset Deals zum Kaufpreis von 1,00 € in die Gesellschaft Agrotel GmbH eingebracht:

Ceno Top-TEX GmbH, 4761 Enzenkirchen (Österreich)

Firmenbuch Graz, FN 387769 z

mit Zweigniederlassung in 48268 Greven, Amtsgericht Steinfurt, HRB 10930

Ceno Membrane GmbH, 4761 Enzenkirchen, Österreich,

Firmenbuch Graz, FN 387770 a

mit Zweigniederlassung in 48268 Greven, Amtsgericht Steinfurt, HRB 10931

Die Vermögensgegenstände dieser Unternehmen sind mit Ablauf des 31.12.2023, 24:00 Uhr auf die Agrotel GmbH zu Anschaffungskosten im Rahmen einer Kaufpreisalloaktion übergegangen. Die erworbenen Aktiva und Passiva sind in diesem Jahresabschluss enthalten, da die dingliche Übertragung bereits im Geschäftsjahr 2023 stattfand. Die Vorjahreszahlen zum 31.12.2022 sind daher nur eingeschränkt mit den aktuellen Zahlen zum 31.12.2023 vergleichbar.

III. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden: Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen

Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten § 253 Abs. 1 HGB vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen gemäß der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer angesetzt bilanziert.

Wirtschaftsgüter mit Netto-Anschaffungskosten mit einem Wert bis zu € 800,00 wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben (Sofortabschreibung von sog. „geringwertigen Wirtschaftsgütern“ oder „GWG“).

Finanzanlagevermögen

Die Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten bzw. soweit erforderlich mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren Wert bewertet.

Umlaufvermögen

Die Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten bzw. zu den niedrigeren Tagespreisen des Bilanzstichtages bewertet.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten ohne Einbeziehung von Verwaltungsgemeinkosten bewertet. Soweit Verluste erkennbar waren, wurden sie unter strenger Beachtung des Imparitätsprinzips für die gesamte Bauzeit berücksichtigt. Der Bestand der Waren ist zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bewertet. Ausfallrisiken bei Einzelforderungen wurden durch Einzelwertberichtigung berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wird daneben durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % (TEUR 139) auf die Netto-Forderungen ausreichend Rechnung getragen.

Die Kassenbestände. Bankguthaben und die Rechnungsabgrenzungsposten wurden jeweils zum Nennwert angesetzt.

Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, werden zum Nennwert bewertet und sind unter dem Rechnungsabgrenzungsposten aktiv abgegrenzt.

Latente Steuern

Im Berichtsjahr ergeben sich aktive latente Steuern. Diese resultieren aus dem unterschiedlichen Ansatz in der Handelsbilanz zur Steuerbilanz von Rückstellungen für Prozesskosten, Rückstellungen für Gewährleistungen sowie den Rückstellungen für Personalkosten einerseits, sowie den unterschiedlichen Nutzungsdauern bei der Abschreibung im Anlagevermögen andererseits als passive latente Steuern (. Der Steuersatz beträgt 27,375 %.

Rückstellungen

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und wurden für ungewisse Verbindlichkeiten gebildet. Sie sind nach § 253 HGB mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist und berücksichtigen künftige Preis- und Kostensteigerungen.

Bei der Bewertung wurden zu erwartende Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Diese orientieren sich an der Teuerungsrate und wurden über die jeweilige Laufzeit der Rückstellung mit Sätzen zwischen 2,0 % und 8,2 % berücksichtigt.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

IV. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz:

Anlagevermögen

Zur Entwicklung des Anlagevermögens wird auf den separat dargestellten Anlagenspiegel verwiesen.

Durch den Unternehmenserwerb der Ceno TOP-TEX GmbH und der Ceno Membrane GmbH - nachfolgend „Ceno“ genannt, beide mit Sitz in Enzenkirchen (Österreich), via Asset Deal zum Kaufpreis von 1,00 EUR und mit Wirkung zum Ablauf des 31. Dezember 2023, wobei die Vermögensgegenstände noch zum Abschlussstichtag integriert werden, ist nur ein eingeschränkter Vergleich mit den Vorjahreszahlen zum 31. Dezember 2022 möglich.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden Investitionen in Höhe von insgesamt TEUR 1.489 (Vorjahr: TEUR 1.324) getätigt, wovon TEUR 550 auf Investitionen in Patente entfällt, die im September 2023 noch vor dem Asset Deal von der Ceno TOP-TEX GmbH und der Ceno Membrane GmbH, beide mit Sitz in Enzenkirchen (Österreich), erworben wurden. Zudem wurden Investitionen in eine Beteiligung (100 %) aus einem Insolvenzplan über die LCA GmbH, Wendorf, in Höhe von TEUR 400 vorgenommen. Die restlichen TEUR 539 entfallen in Höhe von TEUR 61 auf die Einrichtung von Sozialräumen und Brandschutztüren am Standort Neuhaus am Inn, TEUR 225 entfallen auf neue Maschinen, vor allem am Standort Greven, und TEUR 253 auf Betriebs- und Geschäftsausstattung. Der Großteil der Maschinen (TEUR 193) und ein Teil Betriebs- und Geschäftsausstattung (TEUR 42) sowie Fuhrpark (TEUR 13) wurden im Rahmen des Asset Deals der Ceno TOP-TEX GmbH und der Ceno Membrane GmbH übernommen und zum Buchwert, der den Anschaffungskosten im Rahmen der Kaufpreisallokation entspricht, bilanziert.

Umlaufvermögen

Die Vorräte betragen zum Stichtag TEUR 8.796. Die Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffe betragen TEUR 22, ohne Bestand von Ceno TEUR 3. Die unfertigen Erzeugnisse betragen TEUR 2.004, ohne den Bestand von Ceno TEUR 1.292. Die fertigen Erzeugnisse und Waren betragen zum Stichtag insgesamt EUR 6.770, ohne den Bestand von Ceno würden diese TEUR 4.278 betragen. Davon entfallen TEUR 4.153 auf Waren und TEUR 126 auf fertige Erzeugnisse.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben im GJ TEUR 6.051 (Vorjahr: TEUR 5.871) betragen. Davon entfallen folgende Werte auf den Erwerb der Firmen Ceno Membrane GmbH und Ceno TOP-TEX GmbH:

- Pauschalwertberichtigung der Forderungen aus Lieferungen aus Leistungen TEUR (-) 102;

Einzelwertberichtigung TEUR (-) 171; Forderungen aus L+L TEUR 998;

- Sonstige Forderungen TEUR 2

- Sonstige Vermögensgegenstände TEUR 48.

Ohne die Werte von Ceno belaufen sich die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände der Agrotel GmbH im GJ auf TEUR 5.271.

In der Bilanz sind zum Stichtag 31. Dezember 2023 Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TUER 7 (Vorjahr: TEUR 0) ausgewiesen. Alle Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind kurzfristig.

Liquide Mittel: Die Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks haben im GJ TEUR 10.236 (Vorjahr: TEUR 6.578) betragen. Davon entfällt ein Wert von TEUR 1.294 auf den Erwerb der Firmen Ceno Membrane GmbH und Ceno TOP-TEX GmbH.

Ohne die Werte von Ceno belaufen sich die liquiden Mittel zum Stichtag demnach auf TEUR 8.943.

Latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern ergeben sich aus zeitlichen Bewertungsunterschieden zwischen Handels- und Steuerbilanz und wurden folgendermaßen berechnet:

Sachverhalt Abweichung Steuersatz latente Steuern 01.01.2023 latente Steuern 31.12.2023 Änderung im Geschäftsjahr
Anlagevermögen -366,938,00 €
Rückstellungen 615.482,00 €
248.544,00 € 27,375% 47.980,00 € 68.030,00 € 20.050,00 €

Der Betrag der aktivierten latenten Steuern in Höhe von € 68.030,00 ist ausschüttungsgesperrt.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital ist noch nicht auf Euro umgestellt, es lautet auf DM 50.000,00.

In der Bilanz ist der in Euro umgerechnete Betrag von € 25.564,59 ausgewiesen.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 4.465 (Vorjahr: TEUR 2.605) wurden im Wesentlichen für folgende Positionen (in TEUR) gebildet:

31.12.2023 31.12.2022
Personalkosten 922 564
Archivierungskosten 48 48
Prozesskosten 789 760
Gewährleistungen 2.639 1.205
Abschluss- und Prüfungskosten 67 28

Davon entfallen folgende Werte auf den Erwerb der Firmen Ceno Membrane GmbH und Ceno TOP-TEX GmbH:

- Rückstellungen Personalkosten TEUR 397
- Rückstellungen Gewährleistung TEUR 100
- Rückstellung für Abschluss TEUR 30.

Ohne diese Werte würden sich die sonstigen Rückstellungen per 31.12.2023 auf TEUR 3.937 belaufen.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

Verbindlichkeiten Gesamt- davon Restlaufzeit
(Vorjahr) betrag
bis 1 Jahr
1-5 Jahre
über 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.579.901,23 204.013,23 786.224,00 589.664,00
(1.769.000,00) (196.556,00) (786.224,00) (786.220,00)
Erhaltene Anzahlungen 3.534.408,20 3.534.408,20
(1.617.178,15) (1.617.178,15)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.782.081,49 1.782.081,49
(1.525.851,88) (1.525.851,88)
Verbindlichkeiten gegen UN mit Beteiligungsverhält. 25.001,00 25.001,00
(0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 237.131,83 237.131,83
(733.763,03) (733.763,03)
Sonstige Verbindlichkeiten 1.324.388,12 1.319.275,20 5.112,92
(1.070.842,03) (1.065.729,11) (5.112,92)
8.482.911,87 7.101.910,95 786.224,00 594.776,92
(6.716.635,09) (5.139.078,17) (786.224,00) (791.332,92)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind wie folgt besichert:

Sparkasse Oberösterreich, Darlehen (Saldo am Bilanzstichtag € 1.572.444,00):

- Bürgschaft durch Herrn Cyriak Laner

- Bürgschaft durch Frau Elisabeth Laner

- Übertragung Sicherungseigentum an Investitionsgütern der Agrotel GmbH

Der Gesamtbetrag aller besicherten Verbindlichkeiten beträgt daher TEUR 1.572.

Die Verbindlichkeiten haben zum Stichtag insgesamt TEUR 8.483 (Vorjahr: TEUR 6.717) betragen. Davon entfallen folgende Werte auf den Erwerb der Firmen Ceno Membrane GmbH und Ceno TOP-TEX GmbH:

- Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten TEUR 7

- Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen TEUR 872;

- Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen TEUR 213;

- Sonstige Verbindlichkeiten TEUR 235

Die Laufzeit für diese Verbindlichkeiten beträgt bis zu ein Jahr.

In den sonstigen Verbindlichkeiten von Ceno sind solche aus Steuern in Höhe von TEUR 102 enthalten. Zudem sind Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 30 enthalten.

V. Angaben zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung:

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

VI. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung:

Periodenfremde Erträge sind in folgender Position enthalten:

Sonstige betriebliche Erträge 105 T€

Periodenfremde Aufwendungen sind in folgender Position enthalten:

Sonstige betriebliche Aufwendungen 61 T€

Diese betreffen vor allem Nachzahlungen von Beiträgen und Gebühren aus den Vorjahren.

Die periodenfremden Aufwendungen und Erträge stellen auch Aufwendungen und Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung dar. Zudem weist die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 einen Aufwand für Gewährleistungen in Höhe von TEUR 1.395 (Vorjahr: TEUR 153) auf. Dieser resultiert aus der Bildung der Rückstellung für Gewährleistungen

In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen in Höhe von € 238.253,99 sind Zinserträge aus Abzinsungen in Höhe von € 67.897,00 enthalten.

Aufwendungen auf Grund einer atypisch stillen Gesellschaft

Gemäß Vertrag über die Errichtung einer atypisch stillen Gesellschaft steht dem stillen Gesellschafter ein Gewinnanteil von € 767,00 zu.

VII. Sonstige Angaben:

Durchschnittlich beschäftigte Mitarbeiter:

Kaufmännische Arbeitnehmer 52
Gewerbliche Arbeitnehmer 53
105

Sonstige finanzielle Verpflichtungen:

Zum 31.12.2023 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen in Höhe von 2.237 T€ jährlich, sowie aus Leasing- und Lizenzverträgen, zahlbar in 2024 (172 T€) und 2025-2026 (225 T€)

Vorschlag der Ergebnisverwendung:

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Es erfolgt keine Gewinnausschüttung an die Gesellschafter.

Der gesamte Jahresüberschuss wird auf neue Rechnungen vorgetragen.

Angaben über die Mitglieder der Unternehmensorgane

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurde die Gesellschaft durch die einzelvertretungsberechtigten Geschäftsführer Herrn Cyriak Laner, Agraringenieur, und Frau Elisabeth Laner, Betriebswirten, vertreten.

Der Geschäftsführer Herr Cyriak Laner ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Bezüglich der Angaben der Gesamtbezüge der Geschäftsführer wurde die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB i.V.m. § 285 Nr. 9a und b HGB zurecht in Anspruch genommen.

Vorgänge von besonderer Bedeutung zum Schluss des Geschäftsjahres (Nachtragsbericht):

Im Jahr 2024 und 2025 werden Mitarbeiter und Geschäftsprozesse der erworbenen Unternehmen der Ceno Top-TEX GmbH und der Ceno Membrane GmbH weiter integriert. Dies hat - anders als im Geschäftsjahr 2023 - auch einen Effekt auf die Gewinn- und Verlustrechnung der Agrotel GmbH.

VIII. Anlagenspiegel:

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 99.452,09 550.000,00 36.494,35 613.960,74
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 99.452,09 550.000,00 36.494,35 613.960,74
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.600.274,30 61.256,47 2.661.530,77
2. technische Anlagen und Maschinen 2.813.339,14 224.615,82 106.144,31 2.931.810,65
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.119.151,97 253.493,93 99.923,51 2.272.722,39
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 34.000,00 0,00 34.000,00 0,00
Summe Sachanlagen 7.566.765,41 539.366,22 240.067,82 7.866.063,81
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 400.000,00 0,00 400.000,00
2. Wertpapiere des des Anlagevermögens 1.032.730,34 0,00 0,00 1.032.730,34
Summe Finananzanlage 1.032.730,34 400.000,00 1.432.730,34
Summe Anlagevermögen 8.698.947,84 1.489.369,22 275.562,17 9.912.754,89
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 35.491,85 0,00 76.176,74
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 35.491,85 0,00 76.176,74
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 1.789.728,27
2. technische Anlagen und Maschinen 31.110,21 0,00 1.904.420,65
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 92.874,01 0,00 1.256.607,89
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 123.984,22 0,00 4.950.756,81
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00
2. Wertpapiere des des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00
Summe Finananzanlage 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 159.476,07 0,00 5.026.933,55
Zuschreibg. Geschäftsjahr
EUR
Buchwert 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 537.784,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 537.784,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 871.802,50
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 1.027.390,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 1.016.114,50
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 0,00 2.915.307,00
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 400.000,00
2. Wertpapiere des des Anlagevermögens 0,00 1.032.730,34
Summe Finananzanlage 0,00 1.432.730,34
Summe Anlagevermögen 0,00 4.885.821,34
kumulierte Abschreibungen 01.01.2023
EUR
Zuschreibg. Geschäftsjahr
EUR
Buchwert 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 99.440,59 0,00 537.784,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 99.440,59 0,00 537.784,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.704.141,80 0,00 871.802,50
2. technische Anlagen und Maschinen 1.778.482,64 0,00 1.027.390,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.093.127,97 0,00 1.016.114,50
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 4.575.752,41 0,00 2.915.307,00
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 400.000,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögegens 0,00 0,00 1.032.730,34
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 1.432.730,34
Summe Anlagevermögen 4.675.193,00 0,00 4.885.821,34

sonstige Berichtsbestandteile

 

Neuhaus, 18.12.2025

gezeichnet Cyriak Laner

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 18.12.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Agrotel GmbH

Eingeschränkte Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Agrotel GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Agrotel GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt mit Ausnahme dieser und deren möglichen Auswirkungen unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen, mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen dieses Sachverhalts, steht dieser Lagebericht in Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkungen der Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile

Die Bewertung der ausgewiesenen unfertigen Erzeugnisse zum 31. Dezember 2023 in Höhe von EUR 1.267.668,56 und der Bestand der Forderungen in Höhe von EUR 5.668.093,61 ist nicht hinreichend nachgewiesen, da wir keine ausreichenden Prüfungsunterlagen erhalten und uns durch alternative Prüfungshandlungen keine hinreichende Sicherheit über den Bestand gewinnen konnten. Wir konnten somit nach Ausschöpfung unserer angemessenen prüferischen Möglichkeiten keine ausreichenden geeigneten Prüfungsnachweise erlangen. Wir können daher nicht ausschließen, dass der Jahresabschluss zum 31.12.2023 hätte geändert werden müssen, mit entsprechender Auswirkung auf die Bestandsveränderung in der Gewinn- und Verlustrechnung und das Jahresergebnis 2023. Diese Sachverhalte beeinträchtigen möglicherweise auch die Darstellung des Geschäftsverlaufs im Lagebericht einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft.

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere eingeschränkten Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/1-v3-hgb-ja-non-pie/ eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.

 

Regen, 28.11.2025

REDONIS GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Jakob Eisenreich, Wirtschaftsprüfer/Geschäftsführer

Die Agrotel GmbH hat Offenlegungserleichterungen entsprechend der Gesellschaftsgröße in Anspruch genommen.

Dieser Bestätigungsvermer über die durchgeführte Abschlussprüfung bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht 2023.

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