bawaco
gmbh
Weinstadt
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Lagebericht
für das Geschäftsjahr 2023
der bawaco gmbh
1. Wirtschaftliches Umfeld und Branchenentwicklung
Seit dem Jahr 2005 hat sich die bawaco zu einem starken
Anlagenbauer vor allem im Bereich der Molkereiindustrie sowie
im Bereich aseptischer Fruchtkochanlagen für die
Fruchtzubereitungsindustrie entwickelt. Seit einigen Jahren
kommt das Thema Anlagenbau für Milchalternativen auch
immer stärker zum Tragen.
Weltwirtschaftliches Umfeld Die Weltwirtschaft
entwickelte sich im Kalenderjahr 2023 mit einem Wachstum von
3,1 Prozent etwas besser als noch vor einem Jahr
prognostiziert. Historisch betrachtet war das Jahr 2023
jedoch - die Rezessionsjahre ausgenommen - eines der
wachstumsschwächsten der letzten drei Jahrzehnte. Nur im
Jahr 2019 war der Zuwachs mit +2,8 Prozent geringer. In den
USA (+2,5 Prozent) sowie in mehreren großen Schwellen-
und Entwicklungsländern fiel das Bruttoinlandsprodukt
2023 höher aus als zunächst erwartet. Im Falle der
USA trug die Dynamik des Konsums entscheidend dazu bei. Im
Euro-Raum hingegen verhielten sich die Verbraucher angesichts
hoher Inflationsraten und Energiekosten weiterhin
zurückhaltend. Zudem litten der private Konsum und die
Unternehmensinvestitionen unter den deutlich gestiegenen
Finanzierungskosten. Das Wachstum im Euro-Raum war zusammen
mit dem im Vereinigten Königreich mit jeweils +0,5
Prozent das schwächste unter den großen
entwickelten Volkswirtschaften. Die direkten und indirekten
negativen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine sind in
Europa nach wie vor am deutlichsten zu spüren.
Während sich das Wachstumstempo in den entwickelten
Volkswirtschaften - mit Ausnahme der USA - im abgelaufenen
Berichtsjahr gegenüber 2022 deutlich verlangsamte,
konnte die Gruppe der Schwellen- und Entwicklungsländer
ihre Dynamik mit +4,1 Prozent beibehalten. Überraschend
robust zeigte sich die russische Wirtschaft trotz der
Sanktionen (+3 Prozent). In China belasteten der
Immobiliensektor, geopolitische Verstimmungen mit den USA und
der EU sowie schwache Industrieinvestitionen die
konjunkturelle Erholung. Das gesamtwirtschaftliche Wachstum
lag laut Internationalem Währungsfonds (IWF) bei +5,2
Prozent.
Deutsche Konjunktur Das preisbereinigte
Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag im Jahr 2023 nach ersten
Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,3 Prozent
niedriger als im Vorjahr. Die gesamtwirtschaftliche
Entwicklung in Deutschland kam im nach wie vor
krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Zudem dämpften
die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor
hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen die Konjunktur.
Hinzu kamen ungünstigere Finanzierungsbedingungen
aufgrund der gestiegenen Zinsen und eine geringere Nachfrage
aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der
deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020
nicht weiter fort.
Deutscher Maschinen- und Anlagenbau Die Produktion im
Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland ist nach
vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes
im Vergleich zum Vorjahr im Jahr 2023 um real 0,6 Prozent
gesunken. Die Materialengpässe haben sich weitgehend
aufgelöst. Während die Produktion im ersten
Halbjahr noch von hohen Auftragsbeständen abgepuffert
wurde, brach diese Stütze im weiteren Jahresverlauf
Stück für Stück weg, denn der Auftragseingang
zeigte das gesamte Jahr über eine schwache Dynamik.
Bereits zum Jahresbeginn kam es zu zweistelligen realen
Minusraten, und auch im Jahresverlauf war keine Trendwende in
Sicht. Ein herausforderndes wirtschaftliches Umfeld
geprägt von hoher Unsicherheit führte zu einer
spürbaren Zurückhaltung bei den Bestellungen. Der
Bestelleingang verfehlte sein Vorjahresniveau im Gesamtjahr
2023 preisbereinigt um 12 Prozent. Die Auftragsreichweite lag
zum Jahresende mit 10,2 Monaten zwar immer noch
ungewöhnlich hoch, doch hat die Reichweite inzwischen
spürbar an Länge eingebüßt.
2. Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens
Ertragslage
Das Ergebnis des Geschäftsjahres 2023 ist
erwartungsgemäß wieder besser ausgefallen als im
Vorjahr.
Das Rohergebnis ist von TEUR 7.267 im Vorjahr um TEUR
556 oder 8 % gestiegen.
Die Personalaufwendungen haben sich zum Vorjahr um TEUR
194 erhöht.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um
TEUR 66,7 verringert, wobei der Reduzierung der Werbekosten
(- TEUR 81) und Aufwendungen für Gewährleistungen
(-TEUR 101) und Reisekosten (-TEUR 21), Zunahmen bei Mieten
unbeweglicher Wirtschaftsgüter (+TEUR 9), Mieten
für Einrichtungen bewegl. WG (+TEUR 39), Versicherungen
(+TEUR 46), Fortbildungskosten (+TEUR 38)
gegenüberstanden.
Die Zunahme der sonstigen betrieblichen Erträge um
TEUR 176 ergibt sich u.a. aus dem Ausweis von sonstigen
Erträgen unregelmäßig (+TEUR 34), aus
Versicherungs-entschädigungen (+TEUR 111) und aus den
Erlöse Sachanlageverkäufe (+ TEUR 9).
Durch die Zunahme des Ergebnisses vor Steuern in der
steuerlichen Gewinn- und Verlustrechnung um TEUR 412 auf TEUR
3.027 hat sich der Ertragssteueraufwand um TEUR 401
erhöht.
Insgesamt ermittelt sich beim Jahresergebnis (nach
Handelsrecht) ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr um TEUR
10 auf +TEUR 1.841. Die Umsatzrendite bezogen auf das
Jahresergebnis veränderte sich von +6,0% im Vorjahr auf
+11,0% im Jahr 2023.
Vermögens- und Finanzlage
Die im Geschäftsjahr getätigten Investitionen
betrafen im Wesentlichen die Betriebs- und
Geschäftsausstattung. Die Investitionen des
Geschäftsjahres wurden durch Eigenmittel finanziert.
Das Umlaufvermögen hat im Geschäftsjahr um
TEUR 938 zugenommen, wobei der Zunahme im Bereich der
Vorräte (+TEUR 806), sonstige
Vermögensgegenstände (+TEUR 128), der Liquide
Mittel (+TEUR 529) eine Abnahme im Bereich Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen (-TEUR 530) gegenüberstand.
Im Wesentlichen aufgrund des entstandenen
Jahresüberschusses hat das Eigenkapital um TEUR 1.351
auf TEUR 10.137 zugenommen (+13%). Bedingt durch die Zunahme
der Bilanzsumme (+6%) hat sich die Eigenkapitalquote von
45,7% auf 49,7% verändert.
Die Zunahme der sonstigen Rückstellungen (+TEUR
78) ergibt sich aus dem Verbrauch der Rückstellung
für Gewährleistungen (-TEUR 36) und
Rückstellung für Aufbewahrungspflicht (-TEUR 25),
wobei die Erhöhung der Rückstellung für
Personalkosten (+TEUR 49) und der sonstigen
Rückstellungen (+TEUR 82)
gege-nüberstand.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
haben sich um TEUR 200 auf TEUR 621 verringert.
Die Reduzierung der sonstigen Verbindlichkeiten (-TEUR
262) ist im Wesentlichen auf die Minderung der
Umsatzsteuerschuld zurückzuführen.
3. Ausblick 2024
Aufgrund der im Jahre 2023 bereits getätigten
Umsätze bzw. gestarteten Großprojekte sowie des
vorliegenden Auftragsbestands rechnen wir für das
Geschäftsjahr 2024 mit einem ähnlichen Ergebnis wie
im Vergleich zum Vorjahr bzw. zu 2022. Auch im abgelaufenen
Geschäftsjahr konnten die mittel- bis langfristigen
Wachstums- und Rentabilitätsplanzahlen wieder
erfüllt werden. Wir erwarten, dass wir mit unserer
strategischen Ausrichtung und bestehenden Marktpositionierung
trotz gesamtwirtschaftlicher Risiken weiterhin an die
erfolgreichen Vorjahre anknüpfen können. Aufgrund
der Personalsituation (siehe Punkt 4) ist jedoch aktuell ein
weiteres Wachstum eingeschränkt.
4. Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung
Risiken, die sich auf den Bestand und die
zukünftige Entwicklung der bawaco gmbh in wesentlichem
Umfang nachteilig auswirken könnten, sind speziell bei
Großprojekten welche in Bestandsanlagen stattfinden
möglich, da hier die notwendigen Arbeiten im Vorfeld
sehr schwer abschätzbar und somit schwer kalkulierbar
sind. Speziell bei Großprojekten (größer 1,5
Mio. Euro) besteht die Gefahr eines härteren Wettbewerbs
mit den Marktbegleitern und das Risiko größere
Summen zwischen- oder vorzufinanzieren aufgrund der langen
Laufzeit solcher Projekte von oft ein bis drei Jahren.
Ein Risiko ist auch die etwas schwächelnde
gesamtwirtschaftliche Lage, da sich die Marktbegleiter welche
in den letzten Jahren stärker im Ausland tätig
waren sich wieder um Projekte im heimischen Markt
bemühen wodurch der Konkurrenzdruck für die bawaco
bei den Bestands- wie Neukunden höher wird.
Grundsätzlich würde ein weiterhin
rückgängiges Investitionsverhalten der Kunden zu
einem stärkeren Konkurrenzkampf und dadurch zu geringere
Margen führen. Dies ist aber momentan aufgrund der noch
positiven Projekt Lage für die bawaco speziell bei den
Bestandskunden in Deutschland nicht der Fall was sich
für die zweite Jahreshälfte 2024 aber ändern
kann.
Die Personalsituation ist und bleibt ein wesentliches
Problem. Der Fachkräftemangel in der Branche sorgt auch
bei der bawaco dafür, dass seit längerem keine
neuen Projektleiter mehr eingestellt werden konnten und somit
auch Abgänge nicht kompensiert werden können. Zur
aktuellen Situation kommt das zwei junge Kollegen ab Herbst
2024 ein dreijähriges duales Studium beginnen und somit
auch nicht mehr für den laufenden Projektbetrieb zur
Verfügung stehen. Dadurch ergibt sich eine personelle
Unterdeckung bei der Projektabteilung. Sollte sich die
Personalsituation nicht verbessern (aktuell laufen Aktionen
mit aktiver Personalsuche und Kooperationen mit dualen
Hochschulen) muss das Projektvolumen entsprechend dem
Personalbestand angepasst werden.
Für das laufende wie auch für das
nächste Geschäftsjahr wird mit einer stabilen und
kostendeckenden Auslastung gerechnet.
5. Zweigniederlassungen
Die bawaco verfügt über eine
Zweigniederlassung in Form eines Büros in Dresden und
seit dem 01. Juli 2023 auch über eine weitere
Zweigniederlassung in Form eines Büros in Aretsried bei
Augsburg.
Weinstadt, 10. August 2024
gez.
Herr Valentin Jörns, 1
Bilanz
Aktiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
1.633.111,44 |
1.412.068,74 |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
2.017,00 |
10.329,00 |
| 1.
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
2.017,00 |
10.329,00 |
| II.
Sachanlagen |
834.276,00 |
499.658,00 |
| 1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und
Bauten einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken |
3.323,00 |
4.531,00 |
| 2.
andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
830.953,00 |
495.127,00 |
| III.
Finanzanlagen |
796.818,44 |
902.081,74 |
| 1.
Wertpapiere des Anlagevermögens |
791.818,44 |
644.968,80 |
| 2.
sonstige Ausleihungen |
0,00 |
256.862,94 |
| 3.
Genossenschaftsanteile |
5.000,00 |
250,00 |
| B.
Umlaufvermögen |
18.717.073,95 |
17.778.694,59 |
| I.
Vorräte |
9.074.563,58 |
8.268.255,47 |
| 1.
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe |
785.452,97 |
448.630,83 |
| 2.
unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen |
8.289.110,61 |
7.819.624,64 |
| II.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
1.555.660,54 |
1.953.495,23 |
| 1.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
1.349.362,58 |
1.879.687,76 |
| 2.
Forderungen gegen Gesellschafter |
4.473,25 |
0,00 |
| 3.
sonstige Vermögensgegenstände |
201.824,71 |
73.807,47 |
| III.
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks |
8.086.849,83 |
7.556.943,89 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
59.668,84 |
17.578,00 |
| Aktiva |
20.409.854,23 |
19.208.341,33 |
Passiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Eigenkapital |
10.137.319,20 |
8.786.368,30 |
| I.
Gezeichnetes Kapital |
25.000,00 |
25.000,00 |
| II.
Gewinnrücklagen |
2.079,00 |
2.079,00 |
| 1.
andere Gewinnrücklagen |
2.079,00 |
2.079,00 |
| III.
Bilanzgewinn |
10.110.240,20 |
8.759.289,30 |
| davon
Gewinnvortrag |
8.289.289,30 |
6.948.021,42 |
| B.
Rückstellungen |
2.157.308,32 |
1.404.742,35 |
| 1.
Steuerrückstellungen |
970.196,37 |
296.050,31 |
| 2.
sonstige Rückstellungen |
1.187.111,95 |
1.108.692,04 |
| C.
Verbindlichkeiten |
8.115.226,71 |
9.017.230,68 |
| 1.
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen |
7.286.650,98 |
7.721.588,26 |
| 2.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
620.882,69 |
821.146,41 |
| 3.
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern |
1.405,47 |
5.919,34 |
| 4.
sonstige Verbindlichkeiten |
206.287,57 |
468.576,67 |
| davon
aus Steuern |
202.482,07 |
457.580,96 |
| davon
im Rahmen der sozialen Sicherheit |
3.805,50 |
7.431,10 |
| Passiva |
20.409.854,23 |
19.208.341,33 |
Gewinn- und Verlustrechnung
|
1.1.2023 - 31.12.2023
EUR |
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR |
| 1.
Umsatzerlöse |
16.791.898,16 |
29.192.779,14 |
| 2.
Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen
Erzeugnissen |
469.485,97 |
-8.925.318,88 |
| 3.
sonstige betriebliche Erträge |
312.583,02 |
136.773,85 |
| 4.
Materialaufwand |
9.849.063,86 |
13.147.994,62 |
| a)
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren |
4.148.527,16 |
6.240.430,59 |
| b)
Aufwendungen für bezogene Leistungen |
5.700.536,70 |
6.907.564,03 |
| 5.
Personalaufwand |
3.337.084,90 |
3.143.421,29 |
| a)
Löhne und Gehälter |
2.884.071,75 |
2.708.896,87 |
| b)
soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung |
453.013,15 |
434.524,42 |
| davon
für Altersversorgung |
36.137,36 |
35.256,21 |
| 6.
Abschreibungen |
219.937,24 |
165.430,32 |
| a)
auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen |
219.937,24 |
165.430,32 |
| 7.
sonstige betriebliche Aufwendungen |
1.237.008,66 |
1.303.706,07 |
| 8.
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen
des Finanzanlagevermögens |
7.781,81 |
2.198,30 |
| 9.
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
90.039,64 |
8.269,92 |
| 10.
Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere
des Umlaufvermögens |
|
23.481,10 |
| davon
außerplanmäßige Abschreibungen auf
Finanzanlagen |
|
23.481,10 |
| 11.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
1.332,52 |
15.331,65 |
| 12.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag |
1.178.465,52 |
776.892,40 |
| 13.
Ergebnis nach Steuern |
1.848.895,90 |
1.838.444,88 |
| 14.
sonstige Steuern |
7.945,00 |
7.177,00 |
| 15.
Jahresüberschuss |
1.840.950,90 |
1.831.267,88 |
| 16.
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr |
8.289.289,30 |
6.948.021,42 |
| 17.
Ausschüttung |
20.000,00 |
20.000,00 |
| 18.
Bilanzgewinn |
10.110.240,20 |
8.759.289,30 |
Anhang
Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
Die Erstellung des Jahresabschluss erfolgt nach den
Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des
Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG). Es gelten die
Vorschriften für mittelgroße
Kapitalgesellschaften.
Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut
Registergericht
| Firmenname laut
Registergericht: |
bawaco gmbh |
| Firmensitz laut
Registergericht: |
Weinstadt |
| Registereintrag: |
Handelsregister |
| Registergericht: |
Stuttgart |
| Register-Nr.: |
265019 |
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewendeten
Ansatz- und Bewertungsvorschriften werden stetig angewandt.
Immaterielle Vermögensgegenstände
Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu
Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung
unterlagen, um planmäßige Abschreibungen
vermindert.
Sachanlagen
Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um
planmäßige Abschreibungen vermindert.
Bewegliche, abnutzbare Gegenstände des
Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung
fähig sind und deren Anschaffungskosten nicht mehr als
€ 800,-- betragen, werden im Jahr des Zugangs voll
abgeschrieben.
Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach
der voraussichtlichen Nutzungsdauer der
Vermögensgegenstände linear vorgenommen.
Finanzanlagen
- Ausleihungen zum Nennwert
- sonstige Wertpapiere zu Anschaffungskosten
- Genossenschaftsanteile zum Nennwert
Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag
vorliegende niedrigere Wert angesetzt.
Vorräte
Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am
Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Die
unfertigen Leistungen wurden verlustfrei bewertet.
Forderungen und Wertpapiere
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
sind mit ihrem Nennwert angesetzt. Erkennbaren Risiken wird
durch Einzelwertberichtigung Rechnung getragen. Dem
allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine
Pauschaltwertberichtigung in Höhe von 1 % auf die
Netto-Forderungen ausreichend Rechnung getragen.
Rückstellungen
Die Steuerrückstellungen beinhalten die das
Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten
Steuern sowie die Steuernachzahlungen, die sich aufgrund der
Betriebsprüfung der Jahre 2018 - 2020 ergaben.
Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle
weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden
alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Der Ansatz
erfolgt in Höhe des nach vernünftiger
kaufmännischer Beurteilung notwendingen
Erfüllungsbetrages.
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag
angesetzt.
Angaben zur Bilanz
Brutto-Anlagenspiegel
Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten
Anlagegegenstände im Jahr 2023 ist in einer Anlage zum
Anhang dargestellt (Anlagenspiegel). Dort werden auch die
Abschreibungen vermerkt.
Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit
größer einem Jahr
Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit
größer einem Jahr beträgt EUR
99.324,10 (Vorjahr: EUR 61.250,79 ).
Angaben zu Forderungen gegenüber Gesellschaftern
Der Wert der Forderungen gegenüber Gesellschaftern
beläuft sich auf EUR 4.473,25 (Vorjahr: EUR 0,00)
Angaben zum Bilanzgewinn
Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag in Höhe von
EUR 8.289.289,30 einbezogen.
Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen
Art der Rückstellung
|
Stand zum
|
Stand zum
|
Änderung ggü.
|
|
|
31.12.2022
|
31.12.2023
|
d. Vorjahr in
|
|
|
TEUR
|
TEUR
|
TEUR
|
%
|
Steuerrückstellungen
|
296,1
|
970,2
|
674,1
|
227,7
|
Gewerbesteuer
|
146,0
|
481,3
|
335,3
|
229,7
|
Körperschaftsteuer
|
150,1
|
488,9
|
338,8
|
225,7
|
Sonstige Rückstellungen
|
1.108,7
|
1.187,1
|
78,4
|
7,1
|
Gewährleistung
|
87,0
|
50,3
|
-36,7
|
-42,2
|
Abschluss- und
Prüfungskosten
|
30,0
|
39,0
|
9,0
|
30,0
|
sonstige
Rückstellungen
|
991,7
|
1.097,8
|
106,1
|
10,7
|
Rückstellungen gesamt
|
1.404,8
|
2.157,3
|
752,5
|
53,6
|
Im Posten sonstige Rückstellungen sind die
nachfolgend aufgeführten nicht unerheblichen
Rückstellungsarten enthalten: Rückstellung
für Personalkosten TEUR 935
Angabe zu Verbindlichkeiten mit Restlaufzeitvermerken
Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit
bis zu einem Jahr beträgt EUR 8.115.226,71 (Vorjahr EUR
9.017.230,68).
Art der Verbindlichkeit zum
|
Gesamtbetrag
|
davon mit einer Restlaufzeit
|
31.12.2023
|
|
bis 1 J.
|
1 bis 5 J.
|
größer 5 J.
|
|
TEUR
|
TEUR
|
TEUR
|
TEUR
|
erhaltene Anzahlungen
|
7.286,7
|
7.286,7
|
0,0
|
0,0
|
aus Lieferungen und
Leistungen
|
620,9
|
620,9
|
0,0
|
0,0
|
gegenüber
Gesellschaftern
|
1,4
|
1,4
|
0,0
|
0,0
|
sonstige Verbindlichkeiten
|
206,3
|
206,3
|
0,0
|
0,0
|
Summe
|
8.115,3
|
8.115,3
|
0,0
|
0,0
|
Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen
finanziellen Verpflichtungen
Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten
bestehen in Höhe von EUR 228.673,00 sonstige finanzielle
Verpflichtungen. Im einzelnen beinhalten diese
Verpflichtungen folgende Sachverhalte: Verpflichtungen aus
Mietverträgen EUR 187.880,-- und
Kfz-Leasingverträgen EUR 40.793,00.
Sonstige Angaben
Durchschnittliche Zahl der während des
Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer
Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren
während des Geschäftsjahres im Unternehmen
beschäftigt:
Arbeitnehmergruppen
|
|
Zahl
|
Arbeiter
|
|
0,00
|
Angestellte
|
|
25,00
|
leitende Angestellte
|
|
6,00
|
Die Gesamtzahl der
durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer
beträgt damit
|
31,00
|
|
vollzeitbeschäftigte
Mitarbeiter
|
|
20,00
|
teilzeitbeschäftigte
Mitarbeiter
|
|
11,00
|
Namen der Geschäftsführer
Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs
wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende
Personen geführt: Valentin Jörns, Technischer
Betriebswirt
Vorgänge von besonderer Bedeutung
Nach Ablauf des Geschäftsjahres sind keine
weiteren Ereignisse eingetreten, die von wesentlicher
Bedeutung sind und zu einer veränderten Beurteilung des
Unternehmens führen könnten.
Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung
Die Geschäftsführung schlägt in
Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende
Ergebnisverwendung vor: der Jahresüberschuss
beträgt EUR 1.855.941,73 und wird auf neue Rechnung
vorgetragen.
Unterschrift der Geschäftsführung
Weinstadt, 24.09.2024
gez.
Valentin Jörns
|
Anschaffungs-,
Herstellungs-
kosten
01.01.2023
EUR
|
Zugänge
EUR
|
Abgänge
EUR
|
Umbuchungen
EUR
|
Anschaffungs-,
Herstellungs-
kosten
31.12.2023
EUR
|
Anlagevermögen
|
|
|
|
|
|
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
|
|
entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
25.690,52
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
25.690,52
|
Summe Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
25.690,52
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
25.690,52
|
II. Sachanlagen
|
|
|
|
|
|
1. Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
|
10.877,20
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
10.877,20
|
2. andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
1.131.036,58
|
546.278,69
|
52.872,55
|
0,00
|
1.624.442,72
|
Summe Sachanlagen
|
1.141.913,78
|
546.278,69
|
52.872,55
|
0,00
|
1.635.319,92
|
III. Finanzanlagen
|
|
|
|
|
|
1. Wertpapiere des
Anlagevermögens
|
671.030,06
|
126.033,75
|
9,00
|
0,00
|
797.054,81
|
2. sonstige Ausleihungen
|
256.862,94
|
959,19
|
257.822,13
|
0,00
|
0,00
|
3. Genossenschaftsanteile
|
250,00
|
4.750,00
|
0,00
|
0,00
|
5.000,00
|
Summe Finanzanlagen
|
928.143,00
|
131.742,94
|
257.831,13
|
0,00
|
802.054,81
|
Summe Anlagevermögen
|
2.095.747,30
|
678.021,63
|
310.703,68
|
0,00
|
2.463.065,25
|
|
kumulierte
Abschreibung
01.01.2023
EUR
|
Abschreibung
Geschäftsjahr
EUR
|
Abgänge
EUR
|
Umbuchungen
EUR
|
kumulierte
Abschreibung
31.12.2023
EUR
|
Anlagevermögen
|
|
|
|
|
|
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
|
|
entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
15.361,52
|
8.312,00
|
0,00
|
0,00
|
23.673,52
|
Summe Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
15.361,52
|
8.312,00
|
0,00
|
0,00
|
23.673,52
|
II. Sachanlagen
|
|
|
|
|
|
1. Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
|
6.346,20
|
1.208,00
|
0,00
|
0,00
|
7.554,20
|
2. andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
635.496,03
|
210.417,24
|
52.423,55
|
0,00
|
793.489,72
|
Summe Sachanlagen
|
641.842,23
|
211.625,24
|
52.423,55
|
0,00
|
801.043,92
|
III. Finanzanlagen
|
|
|
|
|
|
1. Wertpapiere des
Anlagevermögens
|
26.061,26
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
26.061,26
|
2. sonstige Ausleihungen
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
3. Genossenschaftsanteile
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
Summe Finanzanlagen
|
26.061,26
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
26.061,26
|
Summe Anlagevermögen
|
683.265,01
|
219.937,24
|
52.423,55
|
0,00
|
850.778,70
|
|
Zuschreibung
Geschäftsjahr
EUR
|
Buchwert
Geschäftsjahr
31.12.2023
EUR
|
Buchwert
Vorjahr
31.12.2022
EUR
|
Anlagevermögen
|
|
|
|
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
0,00
|
2.017,00
|
10.329,00
|
Summe Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
0,00
|
2.017,00
|
10.329,00
|
II. Sachanlagen
|
|
|
|
1. Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
|
0,00
|
3.323,00
|
4.531,00
|
2. andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
0,00
|
830.953,00
|
495.540,55
|
Summe Sachanlagen
|
0,00
|
834.276,00
|
500.071,55
|
III. Finanzanlagen
|
|
|
|
1. Wertpapiere des
Anlagevermögens
|
20.824,89
|
791.818,44
|
644.968,80
|
2. sonstige Ausleihungen
|
0,00
|
0,00
|
256.862,94
|
3. Genossenschaftsanteile
|
0,00
|
5.000,00
|
250,00
|
Summe Finanzanlagen
|
20.824,89
|
796.818,44
|
902.081,74
|
Summe Anlagevermögen
|
20.824,89
|
1.633.111,44
|
1.412.482,29
|
sonstige Berichtsbestandteile
gez.
Valentin Jörns, Technischer Betriebswirt
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 24.09.2024 festgestellt.
Bestätigungsvermerk
des unabhängigen Abschlussprüfers
an die bawaco gmbh, Weinstadt
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der bawaco GmbH,
Weinstadt, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr
vom 1.1.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang,
einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben
wir den Lagebericht der bawaco GmbH, Weinstadt, für das
Geschäftsjahr vom 1.1.2023 bis zum 31.12.2023
geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
· entspricht der beigefügte
Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen,
für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum
31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das
Geschäftsjahr vom 1.1.2023 bis zum 31.12.2023 und
· vermittelt der beigefügte
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser
Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht
den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB
erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des
Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und
des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB
unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen
Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt
"Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts"
unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.
Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in
Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und
berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen
deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen
Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die
von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und
geeignet sind, um als Grundlage für unsere
Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht
zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den
Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für
die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen,
für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und
dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner
sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die
internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den
deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der
frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten
- falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben
sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern
einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie
dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der
insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft
vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem
Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen
Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der
zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner
sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die
Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als
notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines
Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden
deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und
um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten
- falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht
insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft
vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem
Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen
Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen
Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der
zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie
einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere
Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht
beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der
vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine
wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche
Darstellungen können aus Verstößen oder
Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich
angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden
könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der
Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts
getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
· identifizieren und beurteilen wir die
Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter -
falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht,
planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion
auf diese Risiken durch sowie erlangen
Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen.
Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht
aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher
als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße
betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen,
beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende
Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner
Kontrollen beinhalten können.
· gewinnen wir ein Verständnis von dem
für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten
internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des
Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um
Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen
Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel,
ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der
Gesellschaft abzugeben.
· beurteilen wir die Angemessenheit der von
den gesetzlichen Vertretern angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den
gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte
und damit zusammenhängenden Angaben.
· ziehen wir Schlussfolgerungen über
die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung
der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der
erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche
Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder
Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir
zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit
besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk
auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im
Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben
unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu
modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der
Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks
erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse
oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass
die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr
fortführen kann.
· beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den
Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses
einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss
die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und
Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter
Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft
vermittelt.
· beurteilen wir den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der
Lage der Gesellschaft.
· führen wir Prüfungshandlungen
zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten
zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis
ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen
wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben
von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen
Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der
zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein
eigenständiges Prüfungsurteil zu den
zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden
Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches
unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse
wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.
Wir erörtern mit den für die Überwachung
Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die
Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame
Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger
Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während
unserer Prüfung feststellen.
Fellbach, den 27. September
2024
R.
Ackermann GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Reiner
Ackermann
Wirtschaftsprüfer
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