Sparkasse Staufen - Breisach

Stammdaten

Register
Amtsgericht Freiburg HRA 310466
Eingetragen
14.1.2000
Branche
Kreditinstitute des SparkassensektorsKreditinstitute mit SonderaufgabenBausparkassen
Gegenstand
Betreiben aller banküblichen Geschäfte im Sinne des § 6 Sparkassengesetz für Baden-Württemberg

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Alexander Vogel
seit 5.2.2025
Vorstandsmitglied
Vorsitzender des Vorstands

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert0.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (18)

NameAnteil
Stadt Bad Krozingen
0.00%
Gemeinde Ballrechten-Dottingen
0.00%
Gemeinde Bollschweil
0.00%
Stadt Breisach am Rhein
0.00%
Gemeinde Ebringen
0.00%

Gesellschafter

18 Gesellschafter

GmbH-Struktur

5 von 18 angezeigt

Stadt Bad Krozingen
Germany
Gemeinde Ballrechten-Dottingen
Germany
Gemeinde Bollschweil
Germany
Stadt Breisach am Rhein
Germany
Gemeinde Ebringen
Germany

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Sparkasse Staufen - Breisach

Staufen im Breisgau und Breisach am Rhein

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

der Sparkasse Staufen-Breisach
Sitz Staufen und Breisach
eingetragen beim
Amtsgericht Freiburg
Handelsregister-Nr. HRA 310466

Jahresbilanz zum 31. Dezember 2023

Aktivseite

31.12.2022
EUR EUR EUR TEUR
1. Barreserve
a) Kassenbestand 12.722.124,98 13.723
b) Guthaben bei der Deutschen Bundesbank 11.288.342,00 12.547
24.010.466,98 26.269
2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei der Deutschen Bundesbank zugelassen sind
a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen 0,00 0
b) Wechsel 0,00 0
0,00 0
3. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 38.475.554,62 73.842
b) andere Forderungen 10.401.169,05 10.474
48.876.723,67 84.316
4. Forderungen an Kunden 1.151.052.600,75 1.139.432
darunter:
durch Grundpfandrechte
gesichert
520.921.598,30 EUR (523.284)
Kommunalkredite 58.444.353,79 EUR (61.438)
5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
a) Geldmarktpapiere
aa) von öffentlichen Emittenten 0,00 0
darunter:
beleihbar bei der
Deutschen Bundesbank
0,00 EUR (0)
ab) von anderen Emittenten 0,00 1.594
darunter:
beleihbar bei der
Deutschen Bundesbank
0,00 EUR (0)
0,00 1.594
b) Anleihen und Schuldverschreibungen
ba) von öffentlichen Emittenten 56.093.504,20 42.624
darunter:
beleihbar bei der
Deutschen Bundesbank
56.093.504,20 EUR (42.624)
bb) von anderen Emittenten 246.606.549,79 289.104
darunter:
beleihbar bei der
Deutschen Bundesbank
137.094.427,10 EUR (141.926)
302.700.053,99 331.728
c) eigene Schuldverschreibungen 0,00 0
Nennbetrag 0,00 EUR (0)
302.700.053,99 333.322
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 83.222.560,38 72.745
6a . Handelsbestand 0,00 0
7. Beteiligungen 12.747.798,21 12.937
darunter:
an Kreditinstituten 229.493,53 EUR (229)
an Finanzdienstleistungs-
instituten
664.936,30 EUR (665)
an Wertpapierinstituten 0,00 EUR (0)
8. Anteile an verbundenen Unternehmen 21.465.000,00 21.465
darunter:
an Kreditinstituten 0,00 EUR (0)
an Finanzdienstleistungs-
instituten
0,00 EUR (0)
an Wertpapierinstituten 0,00 EUR (0)
9. Treuhandvermögen 2.010.609,56 2.599
darunter:
Treuhandkredite 2.010.609,56 EUR (2.599)
10. Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand einschließlich Schuldverschreibungen aus deren Umtausch 0,00 0
11. Immaterielle Anlagewerte
a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0
c) Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0
d) geleistete Anzahlungen 0,00 0
0,00 0
12. Sachanlagen 2.548.348,75 2.936
13. Sonstige Vermögensgegenstände 4.345.507,11 1.300
14. Rechnungsabgrenzungsposten 100.247,98 110
Summe der Aktiva 1.653.079.917,38 1.697.430

Passivseite

31.12.2022
EUR EUR EUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 1.646.263,87 1.763
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 143.491.553,83 213.559
145.137.817,70 215.323
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) Spareinlagen
aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten 230.565.620,16 284.425
ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten 30.685.291,25 35.108
261.250.911,41 319.533
b) andere Verbindlichkeiten
ba) täglich fällig 783.794.327,93 850.136
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 254.384.449,93 108.640
1.038.178.777,86 958.776
1.299.429.689,27 1.278.309
3. Verbriefte Verbindlichkeiten
a) begebene Schuldverschreibungen 0,00 0
b) andere verbriefte Verbindlichkeiten 0,00 0
darunter:
Geldmarktpapiere 0,00 EUR (0)
0,00 0
3a. Handelsbestand 0,00 0
4. Treuhandverbindlichkeiten 2.010.609,56 2.599
darunter:
Treuhandkredite 2.010.609,56 EUR (2.599)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.485.581,38 1.800
6. Rechnungsabgrenzungsposten 270.411,95 253
7. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 15.489.607,00 15.221
b) Steuerrückstellungen 112.048,01 998
c) andere Rückstellungen 13.890.848,75 11.434
29.492.503,76 27.653
8. (weggefallen)
9. Nachrangige Verbindlichkeiten 23.405.313,82 25.559
10. Genussrechtskapital 0,00 0
darunter:
vor Ablauf von
zwei Jahren fällig
0,00 EUR (0)
11. Fonds für allgemeine Bankrisiken 70.643.244,58 66.322
darunter:
Sonderposten nach
§ 340e Abs. 4 HGB
43.244,58 EUR (22)
12. Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital 0,00 0
b) Kapitalrücklage 0,00 0
c) Gewinnrücklagen
ca) Sicherheitsrücklage 79.613.109,79 77.968
79.613.109,79 77.968
d) Bilanzgewinn 1.591.635,57 1.645
81.204.745,36 79.613
Summe der Passiva 1.653.079.917,38 1.697.430
1. Eventualverbindlichkeiten
a) Eventualverbindlichkeiten aus weitergegebenen abgerechneten Wechseln 0,00 0
b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 57.291.690,67 67.073
c) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 3.881.012,38 3.011
61.172.703,05 70.084
2. Andere Verpflichtungen
a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten Pensionsgeschäften 0,00 0
b) Platzierungs- und Übernahmeverpflichtungen 0,00 0
c) Unwiderrufliche Kreditzusagen 76.944.217,39 147.063
76.944.217,39 147.063

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

1.1.-31.12.2022
EUR EUR EUR TEUR
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 27.392.418,44 24.875
darunter:
abgesetzte negative
Zinsen
0,00 EUR (6)
aus der Abzinsung
von Rückstellungen
16.022,79 EUR (2)
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 3.413.519,75 2.762
darunter:
abgesetzte negative Zinsen 3.684,46 EUR (132)
30.805.938,19 27.636
2. Zinsaufwendungen 10.242.192,40 6.399
darunter:
abgesetzte positive
Zinsen
5.189,76 EUR (1.101)
aus der Aufzinsung
von Rückstellungen
346.365,49 EUR (332)
20.563.745,79 21.237
3. Laufende Erträge aus
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 2.474.800,34 1.551
b) Beteiligungen 1.038.631,27 816
c) Anteilen an verbundenen Unternehmen 406.527,56 0
3.919.959,17 2.367
4. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen 0,00 0
5. Provisionserträge 12.161.307,03 11.293
6. Provisionsaufwendungen 542.966,81 605
11.618.340,22 10.687
7. Nettoertrag des Handelsbestands 194.216,57 144
darunter:
Zuführungen zum Fonds
für allgemeine Bankrisiken
21.579,62 EUR (16)
8. Sonstige betriebliche Erträge 1.733.515,84 936
darunter:
aus der Fremdwährungs-
umrechnung
49.620,20 EUR (43)
9. (weggefallen)
38.029.777,59 35.372
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 13.073.201,78 12.204
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 4.210.238,94 4.810
darunter:
für Altersversorgung 1.751.423,16 EUR (2.468)
17.283.440,72 17.014
b) andere Verwaltungsaufwendungen 10.223.740,44 8.852
27.507.181,16 25.866
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 359.110,24 516
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen 260.657,57 707
darunter:
aus der Fremdwährungs-
umrechnung
7.762,96 EUR (4)
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 1.806.227,45 2.063
14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 0,00 0
1.806.227,45 2.063
15. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere 1.365.523,91 2.267
16. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren 0,00 0
1.365.523,91 2.267
17. Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,00 0
18. Zuführungen zum Fonds für allgemeine Bankrisiken 4.300.000,00 20.100
19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 2.431.077,26 16.147
20. Außerordentliche Erträge 0,00 19.642
21. Außerordentliche Aufwendungen 0,00 0
22. Außerordentliches Ergebnis 0,00 19.642
23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 830.866,95 1.794
24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen 8.574,74 57
839.441,69 1.850
25. Jahresüberschuss 1.591.635,57 1.645
26. Gewinnvortrag/Verlustvortrag aus dem Vorjahr 0,00 0
1.591.635,57 1.645
27. Entnahmen aus Gewinnrücklagen
a) aus der Sicherheitsrücklage 0,00 0
b) aus anderen Rücklagen 0,00 0
0,00 0
1.591.635,57 1.645
28. Einstellungen in Gewinnrücklagen
a) in die Sicherheitsrücklage 0,00 0
b) in andere Rücklagen 0,00 0
0,00 0
29. Bilanzgewinn 1.591.635,57 1.645

ANHANG

1.1 Allgemeine Angaben


Die Sparkasse Staufen-Breisach hat ihren Jahresabschluss nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt.


Eine Konsolidierung der Tochterunternehmen der Sparkasse wäre für die Verpflichtung, ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns zu vermitteln, von untergeordneter Bedeutung, da die Vermögenswerte aller Tochterunternehmen in Relation zur Bilanzsumme der Sparkasse und die Jahresergebnisse im Verhältnis zu den GV-Posten der Sparkasse unwesentlich sind. Die Sparkasse hat daher in Anwendung von § 296 Abs. 2 HGB auf die Aufstellung eines Konzernabschlusses verzichtet.


Die Einbringung von Wertpapieren zum Zeitwert ist durch einen Verkauf der Wertpapiere von der Sparkasse an ihren neu aufgelegten Spezialfonds erfolgt.

1.2 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden


Forderungen an Kunden und Kreditinstitute (einschließlich Schuldscheine) sind zum Nennwert bilanziert. Bei der Auszahlung von Darlehen einbehaltene Disagien werden auf deren Laufzeit bzw. Festzinsbindungsdauer verteilt.


Für die im Rahmen unserer Kreditprozesse insbesondere zur Forderungsbewertung identifizierten akuten Ausfallrisiken werden Einzelwertberichtigungen gebildet. Die Höhe der Einzelwertberichtigung entspricht i. d. R. dem Blankokreditanteil des ausfallgefährdeten Kreditengagements. Sicherheiten werden dabei mit ihrem erwarteten Realisationswert (gekündigte Abwicklungsengagements) oder ihrem Beleihungswert (ungekündigte Engagements) berücksichtigt. Das latente Kreditrisiko ist durch Pauschalwertberichtigungen abgeschirmt. Die Berechnung erfolgt auf Basis der Grundsätze des IDW RS BFA 7. Hierbei wurde das Bewertungsvereinfachungsverfahren angewandt und der erwartete Verlust über einen Betrachtungszeitraum von zwölf Monaten ohne eine Anrechnung von Bonitätsprämien angesetzt. Die Berechnung des erwarteten Verlusts erfolgt mit der Anwendung, die in der internen Steuerung eingesetzt wird. Basis dieser Berechnung waren insbesondere die mit unseren Ratingverfahren auf Grundlage der Vergangenheit ermittelten Ausfallwahrscheinlichkeiten der Kreditnehmer für einen 12-Monatszeitraum und die im Rahmen der Kreditprozesse bewerteten Sicherheiten. Kreditnehmer, die im Rahmen der internen Risikosteuerung im Hinblick auf einen Ausfall als risikolos betrachten werden, wurden auch für die handelsbilanzielle Betrachtung ausgeschlossen. Die Voraussetzungen für die Anwendung des vereinfachten Bewertungsverfahrens sind nach dem Ergebnis unserer Analysen gegeben. Die im Rahmen der Berechnung der Pauschalwertberichtigung verwendeten Modelle und Parameter spiegeln nach unserer Einschätzung die Risikosituation zum Abschlussstichtag ausreichend wider.


Die Wertpapiere der Liquiditätsreserve werden zu den Anschaffungskosten bzw. niedrigeren Kurswerten oder den niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert (strenges Niederstwertprinzip). Die Wertpapiere des Anlagevermögens werden im Rahmen des gemilderten Niederstwertprinzips teilweise zu den über den Zeitwert liegenden (ggfs. fortgeführten) Anschaffungskosten bzw. den Buchwerten des Vorjahres angesetzt. Daneben bestehen festverzinsliche Wertpapiere, deren Zeitwert nicht unter dem Buchwert liegt.


Im Anlagevermögen gehaltene Immobilienfonds werden zu Rücknahmepreisen ohne Berücksichtigung der bei einer vorzeitigen Rückgabe anfallenden Rücknahmeabschläge bewertet.


Für die Ermittlung des Bewertungskurses haben wir die Wertpapiere daraufhin untersucht, ob zum Bilanzstichtag ein aktiver Markt vorliegt. Für die Abgrenzung, ob ein aktiver Markt vorliegt, haben wir die Kriterien zugrunde gelegt, die in der MiFID II (Markets in Financial Instruments Directive - Richtlinie 2014/65/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 15. Mai 2014) für die Abgrenzung eines liquiden von einem illiquiden Markt festgelegt wurden. In den Fällen, in denen wir insoweit nicht von einem aktiven Markt ausgehen konnten, haben wir die Bewertung anhand von gerechneten Kursen des kursversorgenden Systems vorgenommen, denen unter Verwendung laufzeit- und risikoadäquater Zinssätze ein Discounted Cashflow-Modell zugrunde liegt.


Bei den Fonds BGV Bayerische Grundvermögen II GmbH & Co.KG, Deka-S-PropertyFund No.2 Be-teiligungs-GmbH&Co.KG, GOLD.INFRA.2020 TF A A und Golding Infr.2022 SCD-Teilf.A wurde der Net-Asset-Value zugrunde gelegt (Buchwert 7,9 Mio EUR).


Die institutsinternen Kriterien für die Einbeziehung von Finanzinstrumenten in den Handelsbestand wurden im Berichtsjahr nicht geändert.


Dem Sonderposten für allgemeine Bankrisiken (§ 340g HGB) haben wir zu Lasten des GV-Posten 7 gemäß § 340e Abs. 4 HGB einen Betrag von 21,6 TEUR (10 % des Nettoergebnisses des Handelsbestands) zugeführt (Vorjahr 16 TEUR).


Die Beteiligungen einschließlich der unter Bilanzposten Aktiva 6 ausgewiesenen Anteile an geschlossenen Investmentvermögen und Anteile an verbundenen Unternehmen wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet.


Das Sachanlagevermögen wird mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer in Anlehnung an die steuerlichen Abschreibungstabellen, bilanziert. Außerplanmäßige Abschreibungen werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Aus Vereinfachungsgründen werden bei den Sachanlagen in Anlehnung an die steuerlichen Regelungen Vermögensgegenstände von geringem Wert (bis 250 Euro) sofort als Sachaufwand erfasst und geringwertige Vermögensgegenstände (bis 1.000 Euro) in einen Sammelposten eingestellt und linear über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben.


Die in den sonstigen Vermögensgegenständen enthaltenen Forderungen und Vermögenswerte wurden mit dem Niederstwert bewertet.


Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Der Unterschied zwischen Erfüllungs- und Ausgabebetrag wird unter den Rechnungsabgrenzungen ausgewiesen.


Die Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist; sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.


Die Pensionsrückstellungen wurden unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze mit dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Zugrundelegung der Richttafeln Heubeck 2018G ermittelt. Für die Abzinsung wurde der sich aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren ergebende durchschnittliche Marktzinssatz von 1,83 % bei einer pauschal angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren verwendet. Die Erfolge aus der Änderung des Abzinsungssatzes seit dem letzten Abschlussstichtag werden im Personalaufwand ausgewiesen. Bei der Berechnung wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,0 % und ein Rententrend von jährlich 2,5 % berücksichtigt. Einen Fluktuationsabschlag haben wir weiterhin nicht angesetzt. Aus der Berechnung der Rückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre und der vergangenen sieben Geschäftsjahre ergibt sich ein Unterschiedsbetrag von 141 TEUR. Eine Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 HGB besteht nicht, da in Vorjahren bereits in entsprechender Höhe die Sicherheitsrücklage dotiert wurde.


Sparkassen haben ihren Arbeitnehmern Leistungen der betrieblichen Altersversorgung nach Maßgabe des "Tarifvertrags über die zusätzliche Altersvorsorge der Beschäftigten des öffentlichen Dienstes - Altersvorsorge-TV-Kommunal (ATV-K)" zugesagt. Um den anspruchsberechtigten Mitarbeitern die Leistungen der betrieblichen Altersversorgung gemäß ATV-K zu verschaffen, ist die Sparkasse Mitglied in der Zusatzversorgungskasse des Kommunalen Versorgungsverbands Baden-Württemberg (ZVK). Die ZVK finanziert die Versorgungsverpflichtungen im Umlage- und Kapitaldeckungsverfahren (Hybridfinanzierung). Hierbei werden im Rahmen eines Abschnittdeckungsverfahrens ein Umlagesatz und ein Zusatzbeitrag bezogen auf die zusatzversorgungspflichtigen Entgelte der versicherten Beschäftigten ermittelt. Aus den Zusatzbeiträgen wird gemäß § 64 ZVK-Satzung innerhalb des Vermögens der ZVK ein separater Kapitalstock aufgebaut. Die ZVK erhebt zusätzlich zur Deckung der im ehemaligen Gesamtversorgungssystem entstandenen Versorgungsansprüche ein Sanierungsgeld. Der Rechtsanspruch der versorgungsberechtigten Mitarbeiter zur Erfüllung des Leistungsanspruchs gemäß ATV-K richtet sich gegen die ZVK, während die Verpflichtung der Sparkasse ausschließlich darin besteht, der ZVK im Rahmen des mit ihr begründeten Mitgliedschaftsverhältnisses die erforderlichen, satzungsmäßig geforderten Finanzierungsmittel zur Verfügung zu stellen. Nach der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) in seinem Rechnungslegungsstandard IDW RS HFA 30 n. F. vertretenen Rechtsauffassung begründet die Durchführung der betrieblichen Altersversorgung bei einem externen Versorgungsträger wie der ZVK handelsrechtlich eine mittelbare Versorgungsverpflichtung. Die ZVK hat im Auftrag der Sparkasse den nach Rechtsauffassung des IDW (vgl. IDW RS HFA 30 n. F.) zu ermittelnden Barwert der auf die Sparkasse im umlagefinanzierten Abrechnungsverband entfallenden Leistungsverpflichtung zum 31. Dezember 2023 ermittelt. Unabhängig davon, dass es sich bei dem Kassenvermögen um Kollektivvermögen aller Mitglieder des umlagefinanzierten Abrechnungsverbandes handelt, ist es gemäß IDW RS HFA 30 n. F. für Zwecke der Angaben im Anhang nach Art. 28 Abs. 2 EGHGB anteilig in Abzug zu bringen. Auf dieser Basis beläuft sich der gemäß Art. 28 Abs. 2 EGHGB anzugebende Betrag auf 24.733 TEUR. Der Barwert der auf die Sparkasse entfallenden Leistungsverpflichtung wurde in Anlehnung an die versicherungsmathematischen Grundsätze und Methoden (Anwartschaftsbarwertverfahren), die auch für unmittelbare Pensionsverpflichtungen angewendet wurden, unter Berücksichtigung einer gemäß Satzung der ZVK unterstellten jährlichen Rentensteigerung von 1% und unter Anwendung der Heubeck-Richttafeln RT 2005 G (in einer an den Bestand der ZVK angepassten Modifikation) ermittelt. Als Diskontierungszinssatz wurde gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB i. V. m. der Rückstellungsabzinsungsverordnung der auf Basis der vergangenen zehn Jahre ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz von 1,82 % verwendet, der sich bei einer pauschal angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Da es sich nicht um ein endgehaltbezogenes Versorgungssystem handelt, sind erwartete Gehaltssteigerungen nicht zu berücksichtigen. Die Daten zum Versichertenbestand der Versorgungseinrichtung per 31. Dezember 2023 liegen derzeit noch nicht vor, sodass auf den Versichertenbestand per 31. Dezember 2022 abgestellt wurde. Der gemäß Art. 28 Abs. 2 EGHGB anzugebende Betrag bezieht sich auf die Einstandspflicht der Sparkasse gemäß § 1 Abs. 1 Satz 3 BetrAVG, bei der die Sparkasse für die Erfüllung der zugesagten Leistung einzustehen hat (Subsidiärhaftung), sofern die ZVK die vereinbarten Leistungen nicht erbringt. Hierfür liegen gemäß der Einschätzung des Verantwortlichen Aktuars im Aktuar-Gutachten 2023 für die Sparkasse keine Anhaltspunkte vor. Vielmehr bestätigt der Verantwortliche Aktuar der ZVK in diesem Gutachten die Angemessenheit der rechnungsmäßigen Annahmen zur Ermittlung des Finanzierungssatzes und bestätigt auf Basis des versicherungsmathematischen Äquivalenzprinzips die dauernde Erfüllbarkeit der Leistungsverpflichtungen der ZVK.


Bezüglich der als wesentlich einzuordnenden, bei den sonstigen Rückstellungen (Passivposten 7c) ausgewiesenen Rückstellungen, ergeben sich folgende ergänzende Hinweise:


Bei der Ermittlung der im Zusammenhang mit der Rückstellungsbewertung entstehenden Aufwendungen und Erträge wird davon ausgegangen, dass die Änderung des Abzinsungssatzes zum Beginn der Periode eingetreten ist. Erfolge aus der Änderung des Abzinsungssatzes oder der Restlaufzeit werden im operativen Ergebnis, ansonsten einheitlich im Finanzergebnis ausgewiesen.


Bei den Rückstellungen für steigende Prämien bei Spareinlagen haben wir keinen Fluktuationsabschlag angesetzt. Sie werden auch bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger abgezinst.


Die Rückstellung für Einzelrisiken im Kreditgeschäft werden nicht abgezinst, da wir von einer Inanspruchnahme während des nächsten Jahres ausgehen. Das akute Ausfallrisiko haben wir vorsichtig geschätzt.


Für die vom BGH-Urteil vom 6. Oktober 2021 zur Wirksamkeit von Zinsänderungsklauseln bei Prämiensparverträgen mittelbar betroffenen Sparverträge haben wir für mögliche Zinsansprüche der Kunden Rückstellungen gebildet. Dabei haben wir im Rahmen einer vernünftigen kaufmännischen Beurteilung unter Berücksichtigung bisheriger und erwarteter Kundenreaktionen die Wahrscheinlichkeit eingeschätzt, dass Ansprüche geltend gemacht werden. Den Referenzzinssatz, der einen wesentlichen Parameter für die Bewertung der Rückstellungen darstellt, haben wir aufgrund der derzeit noch ungeklärten Rechtslage für Zwecke der Bewertung der Rückstellungen unter Berücksichtigung des handelsrechtlichen Vorsichtsprinzips festgelegt. Darüber hinaus wurden bei der Berechnung der Rückstellungen hinsichtlich der konkreten einzelnen Vertragsverläufe vereinfachte Annahmen berücksichtigt. Eine Abzinsung erfolgt nicht, da wir von einer Inanspruchnahme während des nächsten Jahres ausgehen.


Nach IDW RS BFA 3 n. F. sind die zinsbezogenen Instrumente des Bankbuchs (Zinsbuch) einer verlustfreien Bewertung zu unterziehen. Zu diesem Zweck werden die zinsbezogenen Vermögensgegenstände und Schulden sowie derivative Finanzinstrumente (insbesondere Zins-Swaps) des Bankbuchs einem Saldierungsbereich zugeordnet. Für diesen ist unter Berücksichtigung von voraussichtlich zur Bewirtschaftung des Bankbuchs erforderlichen Aufwendungen (Refinanzierungs-, Risiko- und Verwaltungskosten) zu prüfen, ob aus den noch zu erwartenden Zahlungsströmen bis zur vollständigen Abwicklung des Bestands ein Verlust droht. Die Sparkasse wendet die barwertige Berechnungsmethode an. Der Barwert ergibt sich aus den zum Abschlussstichtag abgezinsten Zahlungsströmen des Bankbuchs. Betrags- und Laufzeitinkongruenzen sind mittels fiktiver Geschäfte zu schließen. Auf der Passivseite ist dabei der angenommene individuelle Refinanzierungsaufschlag der Sparkasse zu berücksichtigen. Die künftigen für die vollständige Abwicklung des Bankbuchs benötigten Verwaltungskosten wurden aus statistischen Daten abgeleitet. Der ermittelte Verwaltungskostensatz wurde auch für den Einbezug sogenannter Overheadkosten berücksichtigt. Weiterhin wurden Gebühren und Provisionserträge, die direkt aus den Zinsprodukten resultieren, im Rahmen der verlustfreien Ermittlung des Bankbuchs berücksichtigt. Zum Bilanzstichtag ergibt sich kein Verpflichtungsüberschuss.


Die strukturierten Produkte (Forwarddarlehen, Darlehen mit Mindestzinsklausel, Schuldscheine mit vorzeitigen Schuldnerkündigungsrecht und Schuldscheine mit Referenzzinsklausel) wurden unter Berücksichtigung des IDW RS HFA 22 einheitlich (ohne Abspaltung der Nebenrechte), bewertet.
Die zur Steuerung von Zinsänderungsrisiken abgeschlossenen Zinsswapgeschäfte wurden in die verlustfreie Bewertung der zinsbezogenen Geschäfte des Bankbuchs (Zinsbuchs) einbezogen und waren somit nicht gesondert zu bewerten.


Das Währungsrisiko wird über eine Währungsgesamtposition je Währung als Einheit gesteuert. In diese werden je Währung die einzelnen Fremdwährungsforderungen und -Verbindlichkeiten sowie Kassageschäfte eingestellt. Eine besondere Deckung gemäß § 340h HGB wird in Höhe der sich hierbei betragsmäßig ausgleichenden Positionen je Währung angenommen. Die Umrechnung der auf fremde Währung lautenden Bilanzposten und der am Bilanzstichtag nicht abgewickelten Kassageschäfte erfolgte mit dem Kassamittelkurs.
Die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Die Erträge aus der Währungsumrechnung besonders gedeckter Geschäfte wurden ebenfalls erfolgswirksam vereinnahmt. Der Ausweis der Aufwendungen und Erträge aus besonders gedeckten Positionen erfolgte saldiert im sonstigen betrieblichen Ergebnis.

1.3 Erläuterung zur Jahresbilanz

1.3.1 Aktivseite

3. FORDERUNGEN AN KREDITINSTITUTE


In dieser Position sind enthalten:

31.12.2023
TEUR
Forderungen an die eigene Girozentrale 7.951
Von den Vermögensgegenständen lauten auf Fremdwährung 1.335


Die Unterposition b) - andere Forderungen - (ohne anteilige Zinsen) setzt sich nach Restlaufzeiten wie folgt zusammen:

TEUR
bis drei Monate 40
mehr als drei Monate bis ein Jahr 112
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 0
mehr als fünf Jahre 10.000

4. FORDERUNGEN AN KUNDEN


In dieser Position sind enthalten:

31.12.2023 Vorjahr
TEUR TEUR
Forderungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 5.697 5.049
Im Rahmen des sogenannten Pfandbriefpoolings wurden grundpfandrechtlich besicherte Kundenforderungen an die Landesbank Baden-Württemberg übertragen. Die Landesbank kann diese Forderungen zur Begebung von Hypotheken-Pfandbriefen nutzen. Aufgrund der vertraglichen Rückübertragungsmöglichkeiten verbleibt das wirtschaftliche Eigentum an den Forderungen bei der Sparkasse, die dem entsprechend die Forderungen weiterhin unter Aktiva-Posten 4 und mit nebenstehendem Betrag in dem dazugehörigen Unterausweis "durch Grundpfandrechte besichert" ausweist. Forderungen, denen keine entsprechenden Refinanzierungen gegenüberstehen, sind mit ihrem Buchwert in den Angaben zur "Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten" enthalten. 677
3.881


Diese Position (ohne anteilige Zinsen) setzt sich nach Restlaufzeiten wie folgt zusammen:

TEUR
bis drei Monate 22.564
mehr als drei Monate bis ein Jahr 90.467
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 302.787
mehr als fünf Jahre 716.515
mit unbestimmter Laufzeit 18.202

5. SCHULDVERSCHREIBUNGEN UND ANDERE FESTVERZINSLICHE WERTPAPIERE


In dieser Position sind enthalten:

31.12.2023
TEUR
Beträge, die in dem auf den Bilanzstichtag folgenden Jahr fällig werden (ohne anteilige Zinsen) 72.958
TEUR
Von den in dieser Position enthaltenen Wertpapieren sind börsennotiert 275.655
Nicht mit dem Niederstwert bewertet sind Wertpapiere mit Buchwerten von zusammen 274.853
Der Zeitwert dieser so bewerteten Wertpapiere beläuft sich auf Wir gehen von einer nur vorübergehenden Wertminderung aus, da der Zeitwert bei diesen Wertpapieren unter deren Einlösungsbetrag liegt. 262.003


In Unterposition b) - Anleihen und Schuldverschreibungen - sind enthalten:

31.12.2023 Vorjahr
TEUR TEUR
Nachrangige Forderungen 14.085 14.085

6. AKTIEN UND ANDERE NICHT FESTVERZINSLICHE WERTPAPIERE

TEUR
Von den in dieser Position enthaltenen Wertpapieren sind börsennotiert 570

Anteile an Investmentvermögen


An den folgenden Investmentvermögen halten wir mehr als 10 % der Anteile:

Anlageziele Bezeichnung des Investmentvermögens Marktwert Buchwert Ausschüttungen
im Geschäftsjahr
TEUR TEUR TEUR
Spezialfonds Kaiserstuhl-Fonds 31.839 31.839 244


Bei dem Spezialfonds Kaiserstuhl-Fonds lagen grundsätzlich keine Beschränkungen in der Möglichkeit der täglichen Rückgabe vor. Jedoch kann bei Vorliegen außergewöhnlicher Umstände eine ordnungsgemäße Rückgabe ausgesetzt werden, sofern eine Aussetzung unter Berücksichtigung der Interessen der Anleger erforderlich erscheint.

9. TREUHANDVERMÖGEN


Das ausgewiesene Treuhandvermögen stellt in voller Höhe Forderungen an Kunden (Aktivposten 4) dar.

12. SACHANLAGEN


In dieser Position sind enthalten:

TEUR
im Rahmen der eigenen Tätigkeit genutzte Grundstücke und Gebäude 963
Betriebs- und Geschäftsausstattung 507

13. SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE


In dieser Position sind enthalten:

31.12.2023 Vorjahr
TEUR TEUR
nachrangige Vermögensgegenstände 945 945
Steuererstattungsansprüche 1.962

14. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN


In dieser Position sind enthalten:

31.12.2023 Vorjahr
TEUR TEUR
Unterschiedsbetrag zwischen Erfüllungs- und niedrigerem Ausgabebetrag von Verbindlichkeiten 85 4

ANLAGENSPIEGEL

Entwicklung des Anlagevermögens (Angaben in TEUR)
Entwicklung der Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.1. des Geschäftsjahres Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand am 31.12. des Geschäftsjahres
Immaterielle Anlagewerte 188 0 0 0 188
Sachanlagen 13.634 155 1.754 0 12.035
Entwicklung des Anlagevermögens (Angaben in TEUR)
Entwicklung der kumulierten Abschreibungen
Stand am 1.1. des Geschäftsjahres Abschreibungen im Geschäftsjahr Zuschreibungen im Geschäftsjahr Änderungen der gesamten Abschreibungen im Zusammenhang mit
Zugängen Abgängen Umbuchungen
Immaterielle Anlagewerte 188 0 0 0 0 0
Sachanlagen 10.697 359 0 0 1.570 0
Entwicklung des Anlagevermögens (Angaben in TEUR)
Entwicklung der kumulierten Abschreibungen Buchwerte
Stand am 31.12. des Geschäftsjahres Stand am 31.12. des Geschäftsjahres Stand am 31.12. des Vorjahres
Immaterielle Anlagewerte 188 0 0
Sachanlagen 9.486 2.548 2.936
Veränderungssaldo
(§ 34 Abs. 3 RechKredV)
(ohne anteilige Zinsen)
Forderungen an Kreditinstitute 0 10.000 10.000
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere -25.694 301.131 326.825
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 18.802 82.598 63.796
Beteiligungen -189 12.748 12.937
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 21.465 21.465
Sonstige Vermögensgegenstände 0 930 930

1.3.2 Passivseite

1. VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER KREDITINSTITUTEN


In dieser Position sind enthalten:

31.12.2023
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber der eigenen Girozentrale 138.407
TEUR
Der Gesamtbetrag der als Sicherheit übertragenen Vermögensgegenstände für in dieser Position enthaltene Verbindlichkeiten beläuft sich auf insgesamt 138.416


Die Unterposition b) - mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist - setzt sich (ohne anteilige Zinsen) nach Restlaufzeiten wie folgt zusammen:

TEUR
bis drei Monate 3.135
mehr als drei Monate bis ein Jahr 9.151
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 44.935
mehr als fünf Jahre 86.222

2. VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER KUNDEN


In dieser Position sind enthalten:

31.12.2023 Vorjahr
TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.232 327
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 434 4.664
TEUR
Von den Schulden lauten auf Fremdwährung 1.042


Die Unterposition ab) - Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten - setzt sich (ohne anteilige Zinsen) nach Restlaufzeiten wie folgt zusammen:

TEUR
bis drei Monate 187
mehr als drei Monate bis ein Jahr 30.099
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 400
mehr als fünf Jahre 0


Die Unterposition bb) - andere Verbindlichkeiten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist - setzt sich (ohne anteilige Zinsen) nach Restlaufzeiten wie folgt zusammen:

TEUR
bis drei Monate 103.202
mehr als drei Monate bis ein Jahr 119.868
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 29.139
mehr als fünf Jahre 443

4. TREUHANDVERBINDLICHKEITEN


Bei den Treuhandverbindlichkeiten handelt es sich um Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Passivposten 1).

6. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN


In dieser Position sind enthalten:

31.12.2023 Vorjahr
TEUR TEUR
Unterschiedsbetrag zwischen Nennbetrag und niedrigerem Auszahlungsbetrag von Forderungen 24 15

9. NACHRANGIGE VERBINDLICHKEITEN

TEUR
Für die in dieser Position ausgewiesenen Verbindlichkeiten sind Aufwendungen in folgender Höhe angefallen 383


Die Bedingungen der im Passivposten "Nachrangige Verbindlichkeiten" enthalten Mittelaufnahmen entsprechen dem Artikel 63 der Capital Requirements Regulation (CRR). Eine Umwandlungsmöglichkeit in Kapital oder eine andere Schuldform ist in keinem Fall vereinbart oder vorgesehen.


Die einzelnen Mittelaufnahmen, die jeweils 10 % des Gesamtbetrags übersteigen, sind wie folgt ausgestattet (ohne anteilige Zinsen):

Betrag Zinssatz fällig am Vorzeitige
Rückzahlungsverpflichtung
TEUR %
3.000 3,0 10.10.2024 nein


Die nachrangigen Verbindlichkeiten von insgesamt 20.248 TEUR (ohne anteilige Zinsen) die im Einzelfall 10 % des Gesamtbetrages der nachrangigen Verbindlichkeiten nicht übersteigen, haben eine durchschnittliche Verzinsung von 1,47 % und eine Laufzeit von 6 bis 15 Jahren.

1.3.3. Passivseite unter dem Strich

1. EVENTUALVERBINDLICHKEITEN


Im Posten "Eventualverbindlichkeiten" sind im Unterposten b) "Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen" drei Einzelposten von wesentlicher Bedeutung in Bezug auf die Gesamttätigkeit der Sparkasse enthalten; die Einzelbeträge liegen zwischen 3.316 und 8.103 TEUR.


Die übernommenen Verpflichtungen aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen waren nicht zu passivieren, da wir grundsätzlich aufgrund der Bonität der Kreditnehmer davon ausgehen, dass die zugrundeliegenden Verpflichtungen erfüllt werden, und wir daher nicht in Anspruch genommen werden. Für die in einem der dargestellten Einzelposten enthaltenen notleidenden Bürgschaften wurde eine Rückstellung in Höhe des Blankoanteils aufgrund einer drohenden Inanspruchnahme gebildet.

2. ANDERE VERPFLICHTUNGEN


Im Posten "Andere Verpflichtungen" sind im Unterposten c) "Unwiderrufliche Kreditzusagen" 4 Einzelposten von wesentlicher Bedeutung in Bezug auf die Gesamttätigkeit der Sparkasse enthalten; die Einzelbeträge liegen zwischen 2.242 TEUR und 5.981 TEUR. Bei den genannten unwiderruflichen Kreditzusagen handelt es sich mit 13.120 TEUR um Kontokorrentkredite und mit 2.291 TEUR um Darlehen.


Wir gehen derzeit grundsätzlich davon aus, dass die unwiderruflichen Kreditzusagen künftig von den Kreditnehmern in Anspruch genommen werden.

1.4 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

5. PROVISIONSERTRÄGE


Wir haben Provisionserträge aus gegenüber Dritten erbrachten Dienstleistungen für die Vermittlung und Verwaltung von Bausparverträgen, Versicherungen, Wertpapierverwaltungen und Krediten erhalten.

29. BILANZGEWINN


Der Verwaltungsrat wird den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 in seiner für den 25.09.2024 vorgesehenen Sitzung feststellen. Der Vorschlag für die Verwendung des Ergebnisses sieht vor, den Bilanzgewinn vollständig der Sicherheitsrücklage zuzuführen.

1.5 Sonstige Angaben


Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen

Name, Sitz Höhe des
Kapitalanteils
Eigenkapital Jahresergebnis
Sparkassenverband Baden-Württemberg, Stuttgart 0,7 % - 1 - 1
SVB-Sparkassen-Versicherung Beteiligungs-GmbH Nr. 8, Stuttgart 11,7 % 42.000 TEUR
(30.11.2022)
1.225 TEUR
(2021/2022)
Sparkasse Staufen-Breisach Immobilien GmbH & Co.KG 100,0 % - 1 - 1
Sparkasse Staufen-Breisach Verwaltungs Gmbh 100,0 % - 1 - 1

1 Keine Angabe gemäß § 286 Abs. 3 Satz 2 HGB


Der übrige Anteilsbesitz nach § 285 Nr. 11 HGB ist für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung.


Wir sind unbeschränkt haftende Gesellschafterin der VISA-Streit-GbR (DKE-GbR, Berlin).


Der Sparkassenverband Baden-Württemberg hat sich zusammen mit den weiteren Trägern quotal entsprechend seinem Stammkapitalanteil an der Bereitstellung von zusätzlichem Eigenkapital für die Landesbank Baden-Württemberg beteiligt. Als Mitglied des Sparkassenverbands Baden-Württemberg sind wir verpflichtet, über Umlagen den nicht anderweitig gedeckten Verbandsaufwand entsprechend dem maßgeblichen Umlageschlüssel abzudecken.
Darüber hinaus sind wir Mitglied des Sicherungssystems der Deutschen Sparkassenorganisation, wobei das System der freiwilligen Institutssicherung beibehalten wurde.
Zusätzlich erfüllt das Sicherungssystem auch die Anforderungen des Einlagensicherungsgesetzes. Aus diesen Verpflichtungen ist über die laufenden jährlichen Beitragsverpflichtungen hinaus derzeit ein akutes Risiko einer wesentlichen Inanspruchnahme nicht erkennbar.


Zum Erwerb der Landesbank Berlin Holding AG (LBBH) durch die S-Finanzgruppe haben wir uns über den Deutschen Sparkassen- und Giroverband ö.K. (DSGV) an der Erwerbsgesellschaft der S-Finanzgruppe mbH & Co. KG (Erwerbsgesellschaft) als Kommanditistin unterbeteiligt. In diesem Zusammenhang besteht ein Aufwendungsersatzanspruch des DSGV gegenüber den Unterbeteiligten für den Fall, dass die über die Erwerbsgesellschaft auszuschüttenden Dividenden der LBBH die laufenden Aufwendungen (im Wesentlichen aus der Fremdfinanzierung) nicht abdecken. Aktuell ist aus dieser Verpflichtung kein akutes Risiko einer Inanspruchnahme erkennbar.

Derivative Finanzinstrumente


Die am Bilanzstichtag noch nicht abgewickelten Termingeschäfte gliedern sich wie folgt:

Nominalbeträge
in TEUR
nach Restlaufzeiten Insgesamt
bis 1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre
Zinsbezogene Geschäfte
OTC-Produkte
Zinsswaps 0 0 46.000 46.000


Bei den zinsbezogenen Swapgeschäften handelt es sich um Deckungsgeschäfte, welche im Rahmen der Zinsbuchsteuerung abgeschlossen wurden.


Bei den Kontrahenten im Zinsswapgeschäft per 31. Dezember 2023 handelt es sich ausschließlich um deutsche Kreditinstitute.


Für die nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Derivate, die nicht einer Bewertungseinheit gemäß § 254 HGB zugeordnet sind, ergeben sich folgende zusätzliche Angaben nach § 285 Nr. 19 HGB:

Nominalbeträge Zeitwerte 2 Buchwerte
TEUR TEUR TEUR
+ ./. Optionsprämie
(P5)
Rückstellung
(P7)
Zinsbezogene Geschäfte
OTC-Produkte
Zinsswaps *) 46.000 3.026 0 0

*) Diese in die Zinsbuchsteuerung einbezogenen Zinsswaps wurden bei der verlustfreien Bewertung der zinsbezogenen Geschäfte des Bankbuchs (Zinsbuchs) berücksichtigt (vgl. Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden") und waren insoweit nicht gesondert zu bewerten.
2 Ohne anteilige Zinsen


Bei der Mark to Model Bewertung wird bezüglich der derivativen Finanzinstrumente wie folgt verfahren:


Zinsswaps werden in die Basisbestandteile Kuponanleihe und Floater zerlegt und unter Zugrundelegung entsprechender Zinsstrukturkurven getrennt bewertet. Der Barwert des Swaps ergibt sich dabei aus der Differenz der Barwerte der beiden Basisprodukte.

Latente Steuern


Aufgrund abweichender Ansatz- und Bewertungsvorschriften zwischen Handels- und Steuerbilanz bestehen zum Bilanzstichtag Steuerlatenzen. Dabei wird der Gesamtbetrag der künftigen Steuerbelastungen durch absehbare Steuerentlastungen überdeckt. Ein Ausweis passiver latenter Steuern war insoweit nicht erforderlich, auf den Ansatz aktiver latenter Steuern hat die Sparkasse entsprechend § 274 Abs. 1 HGB verzichtet. Die wesentlichen künftigen Steuerbelastungen resultieren aus bilanziellen Ansatzunterschieden bei den Forderungen an verbundene Unternehmen. Die zum Ausgleich der künftigen Steuerbelastungen benötigten absehbaren künftigen Steuerentlastungen ergeben sich aus unterschiedlichen bilanziellen Ansätzen bei den Rückstellungen und Forderungen an Kunden. Zur Ermittlung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz von 28,002 % (Körperschaft- und Gewerbesteuer zzgl. Solidaritätszuschlag) zugrunde gelegt. Aus Beteiligungen an Personengesellschaftenresultierende, lediglich der Körperschaftsteuer und dem Solidaritätszuschlag unterliegende Differenzen wurden bei den Berechnungen mit einem Steuersatz von 15,825 % berücksichtigt.

Abschlussprüferhonorare


Im Geschäftsjahr wurden für folgende Leistungen unseres Abschlussprüfers Honorare entrichtet:

TEUR
für die Abschlussprüfung 446
für andere Bestätigungen 8
für die Steuerberatung 11
Insgesamt 465


Von den Honoraren für die Abschlussprüfung betreffen 325 TEUR das Geschäftsjahr 2023 (ordentliche Aufwendungen). Aperiodische Aufwendungen sind in Höhe von 121 TEUR angefallen, wovon 83 TEUR auf eine Korrekturbuchung aus dem Vorjahr beruhen.

Mitarbeiter/innen


Im Jahresdurchschnitt wurden beschäftigt:

Anzahl
Vollzeitkräfte 117
Teilzeit- und Ultimokräfte 126
Auszubildende 14
Insgesamt 257

Bezüge / Kreditgewährungen an Vorstand und Verwaltungsrat


Für die früheren Mitglieder des Vorstandes bzw. deren Hinterbliebene wurden Versorgungsbezüge in Höhe von 612 TEUR bezahlt. Für diese Personengruppe bestehen Pensionsrückstellungen in Höhe von 8.684 TEUR.


Die Mitglieder des Verwaltungsrats und des Kreditausschusses erhielten für ihre Tätigkeit im Berichtsjahr Gesamtbezüge in Höhe von 109 TEUR.


Den Mitgliedern des Vorstandes wurden Kredite (einschließlich Haftungsverhältnisse) in Höhe von 133 TEUR gewährt.
An die Mitglieder des Verwaltungsrats wurden Kredite (einschließlich Haftungsverhältnisse) in Höhe von 3.195 TEUR ausgereicht.

Organe

Verwaltungsrat
Vorsitzender Rein, Oliver Bürgermeister Breisach
1. Stellvertreter Benitz, Michael Bürgermeister Staufen
2.Stellvertreter Kieber, Volker Bürgermeister Bad Krozingen
Mitglieder bis 30.11.2023 Ahlers, Rüdiger Bürgermeister Münstertal
Breig, Thomas Bürgermeister Ehrenkirchen
Eble, Erhard Geschäftsführer eines Unternehmens für Labor-,
Analysen- und Prozesstechnik
Eckerle, Benedikt Bürgermeister Ihringen
ab 01.12.2023 Kiss, Sebastian Bürgermeister Schallstadt
bis 30.06.2023 Löffler, Claudia Sparkassenangestellte
Müller, Daniel Sparkassenangestellter
Rhode, Sylvia Sparkassenangestellte
ab 01.07.2023 Rieß, Matthias Sparkassenangestellter
Dr. Schnurr, Bernhard Rechtsanwalt, Fachanwalt für Steuerrecht
Seelinger, Sascha Sparkassenangestellter
Seitz, Oliver Sparkassenangestellter
Zachow, Christoph Bürgermeister Heitersheim
Zotz. Martin Weinbau-Ingenieur
Vorstand
Vorsitzender Grüninger, Michael Sparkassendirektor
Mitglied Selinger, Georg Sparkassendirektor

 

Staufen, den 10. Juli 2024


Der Vorstand der Sparkasse Staufen-Breisach

Michael Grüninger Georg Selinger

Anlage zum Jahresabschluss gemäß § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG zum 31. Dezember 2023 ("Länderspezifische Berichterstattung")


Die Sparkasse Staufen-Breisach hat keine Niederlassungen im Ausland. Sämtliche nachfolgende Angaben entstammen dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und beziehen sich ausschließlich auf ihre Geschäftstätigkeit als regional tätige Sparkasse in der Bundesrepublik Deutschland. Die Tätigkeit der Sparkasse Staufen-Breisach besteht im Wesentlichen darin, Einlagen oder andere rückzahlbare Gelder von Privat- und Firmenkunden entgegenzunehmen und Kredite für eigene Rechnung zu gewähren.


Die Sparkasse Staufen-Breisach definiert den Umsatz als Saldo aus der Summe folgender Komponenten der Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB: Zinserträge, Zinsaufwendungen, laufende Erträge aus Aktien etc., Erträge aus Gewinngemeinschaften etc., Provisionserträge, Provisionsaufwendungen, Nettoertrag/-aufwand des Handelsbestands und sonstige betriebliche Erträge. Der Umsatz beträgt für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2023 38.030 TEUR.


Die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in Vollzeitäquivalenten beträgt im Jahresdurchschnitt 243.


Der Gewinn vor Steuern beträgt 2.431 TEUR.


Die Steuern auf den Gewinn betragen 831 TEUR. Die Steuern betreffen laufende Steuern.


Die Sparkasse Staufen-Breisach hat im Geschäftsjahr keine öffentlichen Beihilfen erhalten.

Lagebericht der Sparkasse Staufen-Breisach 2023

1. Grundlagen der Geschäftstätigkeit der Sparkasse


Die Sparkasse ist gemäß § 1 der Satzung eine Anstalt des öffentlichen Rechts. Sie ist Mitglied des Sparkassenverbands Baden-Württemberg (SVBW) und über diesen dem Deutschen Sparkassen- und Giroverband e. V. (DSGV), Berlin, angeschlossen. Sie ist beim Amtsgericht Freiburg unter der Nummer HRA 310 466 im Handelsregister eingetragen.


Träger der Sparkasse sind die Gemeinden, Ballrechten-Dottingen, Bollschweil, Ebringen, Ehrenkirchen, Eschbach, Gottenheim, Hartheim, Ihringen i.K., Merdingen, Münstertal, Pfaffenweiler, Sasbach a.K., Schallstadt sowie die Städte Bad Krozingen, Breisach am Rhein, Heitersheim, Staufen im Breisgau, Vogtsburg i.K. und Sulzburg.


Organe der Sparkasse sind der Vorstand und der Verwaltungsrat.


Die Sparkasse ist Mitglied im Sparkassenverband SVBW und über dessen Sparkassen-Teilfonds dem Sicherungssystem der Sparkassen-Finanzgruppe angeschlossen. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat das institutsbezogene Sicherungssystem der Sparkassen-Finanzgruppe als Einlagensicherungssystem nach dem Einlagensicherungsgesetz (EinSiG) anerkannt. Das Sicherungssystem stellt im Entschädigungsfall sicher, dass den Kunden der Sparkassen der gesetzliche Anspruch auf Auszahlung ihrer Einlagen gemäß dem EinSiG erfüllt werden kann ("gesetzliche Einlagensicherung"). Darüber hinaus ist es das Ziel des Sicherungssystems, einen Entschädigungsfall zu vermeiden und die Sparkassen selbst zu schützen, insbesondere deren Liquidität und Solvenz zu gewährleisten ("diskretionäre Institutssicherung").


Die Sparkasse bietet als selbstständiges regionales Wirtschaftsunternehmen zusammen mit ihren Partnern aus der Sparkassen-Finanzgruppe Privatkunden, Unternehmen und Kommunen Finanzdienstleistungen und -produkte an, soweit das Sparkassengesetz Baden-Württemberg, die Sparkassengeschäftsordnung oder die Satzung keine Einschränkungen vorsehen. Der im Sparkassengesetz verankerte öffentliche Auftrag verpflichtet die Sparkasse, mit ihrer Geschäftstätigkeit in ihrem Geschäftsgebiet den Wettbewerb zu stärken und die angemessene und ausreichende Versorgung aller Bevölkerungskreise, der Wirtschaft - insbesondere des Mittelstands - und der öffentlichen Hand mit Bankdienstleistungen sicherzustellen.


Die Gesamtzahl der Beschäftigten (aktiv bankspezifisch) hat sich bis zum 31. Dezember 2023 gegenüber dem Vorjahr nicht verändert und bleibt bei 245 Personen konstant, hiervon sind 108 Personen vollzeitbeschäftigt, 118 teilzeitbeschäftigt sowie 19 in Ausbildung.


Die Gesamtzahl unserer Beratungscenter hat sich bis zum 31. Dezember 2023 gegenüber dem Vorjahr um 5 auf 7 reduziert. Des Weiteren unterhalten wir 9 SB-Filialen. Die Veränderungen sind im Wesentlichen zurückzuführen auf die geringere Kundenfrequenz und die Sicherheitsaspekte.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen im Jahr 2023

Volkswirtschaftliches Umfeld


Die Weltwirtschaft hatte in den letzten Jahren mit der Pandemie, dem Krieg in der Ukraine und schließlich der Inflation und den damit einhergehenden steigenden Lebenshaltungskosten zu kämpfen. Hinzu kamen zunehmende geopolitische Spannungen, die Unsicherheit schürten. Zugleich dämpften die Zinserhöhungen zahlreicher Notenbanken die Wirtschaftsaktivität. Das alles belastete das globale Wachstum merklich.


Laut Internationalem Währungsfonds (IWF) ist die globale Wirtschaftsleistung 2023 um voraussichtlich 3,1 % gewachsen. Im Euro-Raum dürfte sie lediglich um 0,5 % gestiegen sein. Die deutsche Volkswirtschaft verzeichnete 2023 voraussichtlich ein um 0,3 % schrumpfendes Bruttoinlandsprodukt. Ursächlich hierfür waren die hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen, die ungünstigen Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen sowie eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland.


In Baden-Württemberg ist aufgrund der engen globalen Verflechtung der Wirtschaft das Bruttoinlandsprodukt sogar um voraussichtlich 0,6 % zurückgegangen. Das außenwirtschaftliche Umfeld zeigte sich eingetrübt, die Inflation belastete weiter die Kaufkraft der privaten Haushalte und die Ertragserwartungen der Unternehmen. Die wirtschaftliche Entwicklung ist maßgeblich auf zurückgehende Aufträge und die rückläufige Produktion im verarbeitenden Gewerbe zurückzuführen.


Der deutsche Arbeitsmarkt war trotz schwacher Konjunktur robust. Die Arbeitslosenquote stieg nach der Bundesagentur für Arbeit lediglich leicht von durchschnittlich 5,4 % in 2022 auf 5,7 % in 2023 und in Baden-Württemberg von 3,6 % auf 4,0 %. Gleichzeitig haben Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in den Jahreswerten etwas zugenommen. Die gemeldete Nachfrage nach neuen Mitarbeitern hat spürbar nachgelassen, ist aber weiterhin vergleichsweise hoch. Die konjunkturell bedingte Kurzarbeit lag im Jahresverlauf auf einem im langjährigen Vergleich moderaten Niveau.


Die Verbraucherpreise in Deutschland sind 2023 gemessen am Verbraucherpreisindex um 5,9 % im Durchschnitt gegenüber 2022 gestiegen. Zwar lagen sie damit unter dem historischen Höchststand des Jahres 2022 seit Einführung des Euros von 6,9 %, jedoch verharren die Preissteigerungsraten über dem 2 %-Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB). Auch 2023 hat die EZB daher den Kampf gegen die anhaltend hohen Inflationsraten weitergeführt. Insgesamt hat die EZB im Berichtsjahr 2023 ihren Hauptrefinanzierungssatz um insgesamt 200 Basispunkte auf 4,5 % erhöht. Den Einlagensatz hat sie ebenfalls um insgesamt 200 Basispunkte auf 4,0 % erhöht.


Die Renditen für zehnjährige Bundesanleihen sind insbesondere im vierten Quartal 2023 per Saldo gesunken. Zum Schluss des Jahres 2022 lagen sie bei 2,51 %. Ende 2023 wurde für diese Benchmark eine Rendite von 2,02 % verzeichnet.


Auf den Immobilienmärkten wurde 2023 eine deutliche Preiskorrektur vollzogen. Die Zinswende übte einen Abwärtsdruck auf die Bewertung von Immobilien aus. Sowohl die Preise für Wohnimmobilien als auch die Preise für Bürogebäude waren 2023 rückläufig. Die Wohnungs- und Büromieten tendierten hingegen aufwärts. Die Bauinvestitionen sanken im dritten Jahr in Folge, 2023 noch einmal preisbereinigt um 2,1 %. Am stärksten war der Rückgang im Wohnungsbau und das trotz Wohnungsknappheit. 2023 wurden bundesweit 26,6 % weniger Baugenehmigungen für Wohnungen als 2022 erteilt; in Baden-Württemberg war ein Rückgang von 32,1 % zu verzeichnen. Bauunternehmen und Bauträger kämpfen mit massiv gestiegenen Baukosten und höheren Zinsen.


Nach einem ungünstigen Börsenjahr 2022 legten die großen Aktienindizes 2023 deutlich zu.


Der Deutsche Aktienindex (DAX) stieg nach Rückgängen im August und Oktober zum Jahresende deutlich. Neben der zunehmenden Ernüchterung über die realwirtschaftliche Situation und den ausbleibenden Aufschwung kam es insbesondere im vierten Quartal 2023 zu einem starken Aktienkursanstieg aufgrund von Zinssenkungsfantasien. Mit einem Jahresschlussstand von 13.923 Punkten Ende 2022 und 16.751 Punkten Ende 2023 errechnet sich im DAX eine positive Jahresperformance von 20,3 %. Für den EURO STOXX 50, als wichtiger Indikator für die Entwicklung des europäischen Aktienmarktes, ging es von 3.793 Punkten zum Jahresende 2022 auf 4.521 Punkte Ende 2023 aufwärts. Der S&P 500, der als Kursbarometer für die USA gilt, legte im Jahresverlauf von 3.839 Punkte auf 4.769 Punkte zu.


Gem. IHK-Konjunkturbericht vom Herbst 2023 ist die konjunkturelle Lage sowohl in Deutschland als auch in der Region am südlichen Oberrhein weiterhin durch eine geringe Wachstumsdynamik geprägt. Ähnlich wie im vergangenen Jahr besteht eine Verunsicherung in den Unternehmen, u.a. aufgrund hoher Energiepreise, der Alterung der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter und einem Auftragsrückgang im In- und Ausland. Auch die Geschäftserwartungen für die kommenden 12 Monate gehen deutlich zurück.

Branchenumfeld und rechtliche Rahmenbedingungen 2023


Das makrofinanzielle Umfeld ist von der Zinswende und einer erhöhten Unsicherheit geprägt. Dabei hat sich das seit 2022 gestiegene Zinsniveau, welches sich in 2023 invers entwickelte, sowohl auf der Aktiv- wie auch auf der Passivseite deutlich auf das Geschäft der Kreditinstitute ausgewirkt.


Im Aktivgeschäft verzeichneten die Kreditinstitute nach Angaben der Deutschen Bundesbank nur noch eine leichte Zunahme der Kredite an inländische Nichtbanken um 1,0 % von Dezember 2022 bis Dezember 2023, nach einem Anstieg um 6,5 % im Jahr 2022. Am Jahresende 2023 lag der Bestand an Unternehmenskrediten 1,1 % über dem Wert des Vorjahreszeitraums. Bei den Krediten an wirtschaftlich unselbstständige und sonstige Privatpersonen verzeichneten die Kreditinstitute ein Plus von 0,7 %. Die Kreditnachfrage privater Haushalte zum Erwerb von Wohneigentum entwickelte sich - nach dem Einbruch um gut 60,0 % im Jahresverlauf 2022 - weiterhin schwach.


Die Sparkassen in Baden-Württemberg verzeichneten nur eine geringfügige Zunahme des Kreditvolumens (1,8 %). Dieses Plus wurde von den Unternehmenskunden getragen (3,5 %), während das Privatkundengeschäft konstant blieb. Im Neugeschäft ging insbesondere die Nachfrage nach privaten Wohnungsbaukrediten im Vergleich zum Vorjahr zurück (-46,6 %).


Über mehrere Jahre hinweg hatten Niedrig- bzw. Negativzinsen und der Mangel an sicheren Anlagealternativen zu einem starken Anstieg der Sichteinlagen geführt. Im Zuge des steigenden Zinsniveaus kam es zu erheblichen Umschichtungen von Sichteinlagen zu Termingeldern und verzinsten Anlageprodukten, die sich im laufenden Jahr fortsetzen dürften. In Summe nahmen laut der Deutschen Bundesbank die Einlagen von Nichtbanken bei Kreditinstituten im Inland im Jahr 2023 um 2,0 % zu (2022: +4,1 %). Während die täglich fälligen Bankguthaben um 6,6 % zurückgingen, gab es deutliche Steigerungen bei Termineinlagen (+25,9 %).


Die Entwicklung bei den baden-württembergischen Sparkassen bewegte sich im Trend der gesamten Kreditwirtschaft. Insgesamt nahmen die Kundeneinlagen um 1,5 % leicht zu, bei gleichzeitig deutlichen zinsbedingten Umschichtungen von Sicht- und Spareinlagen (-16,2 %) zu Gunsten einer Vervierfachung von Termingeldern und Eigenemissionen.


Das nicht bilanzwirksame Kunden-Wertpapiergeschäft der baden-württembergischen Sparkassen hat sich in Folge des gestiegenen Zinsniveaus spürbar belebt und insbesondere zu einer höheren Nachfrage nach festverzinslichen Papieren geführt. Der gesamte Wertpapierumsatz erreichte 25 Mrd. Euro und lag damit fast ein Viertel über dem Vorjahreswert.


Nachdem die langandauernde Niedrigzinsphase die Ertragskraft der Kreditinstitute deutlich belastet hatte, führte die Zinswende der EZB zu einem spürbaren Anstieg der zentralen Ertragsquelle "Zinsüberschuss" und machte sich 2023 positiv in der Ertragslage der Banken bemerkbar. Wie die Deutsche Bundesbank in ihrer Analyse der Ertragslage der deutschen Kreditinstitute hervorhebt, wird sich der Wertberichtigungsbedarf auf festverzinsliche Wertpapiere im Jahr 2023 voraussichtlich verringern, demgegenüber werden die Kreditinstitute voraussichtlich eine höhere Kreditvorsorge zu bilden haben.


Die Analyse für die Ertragsentwicklung in der Kreditwirtschaft im Allgemeinen gilt im Wesentlichen auch für die baden-württembergischen Sparkassen. Die Zinswende der EZB führte zu einem spürbaren Anstieg der zentralen Ertragsquelle "Zinsüberschuss". Dagegen erhöhte sich der Verwaltungsaufwand bedingt durch die hohe Inflation deutlich. Vor dem Hintergrund der aktuellen Krisen ergibt sich ein steigendes Kreditrisiko, das sich in einer verstärkten Risikovorsorge für Kredite bei baden-württembergischen Sparkassen widerspiegelt.


Die Stabilität der Sparkassen-Finanzgruppe insgesamt ist durch das Verbundrating erneut bestätigt worden. Die Ratingagenturen Fitch (A+), DBRS (A high) und Moodys (Aa2) haben an ihren Einstufungen festgehalten.


Aufsichtsrechtliche Änderungen ergaben sich durch die Aktualisierung der Mindestanforderungen an das Risikomanagement (7. MaRisk-Novelle) durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) im Juni 2023. Mit dieser Novelle wurden die Anforderungen an die Kreditvergabe und Überwachung sowie Regelungen zur Handhabung des Immobiliengeschäfts und der Nachhaltigkeitsrisiken angepasst bzw. ergänzt. Soweit die Änderungen der MaRisk klarstellenden Charakter hatten, trat die neue Fassung mit ihrer Veröffentlichung in Kraft. Für neue Anforderungen galt eine Übergangsfrist bis zum 1. Januar 2024. Dies bezog sich insbesondere auf die Regelungen zu den Immobiliengeschäften.


Insgesamt müssen sich die Kreditinstitute auf eine Fortsetzung der Regulierungspolitik der letzten Jahre sowie mittelfristig auf weiter erhöhte Eigenmittelanforderungen einstellen. So wurde beispielsweise am 15. Februar 2024 bereits die 8. MaRisk-Novelle von der BaFin zur Konsultation gestellt.

2.2. Bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren


Folgende Kennzahlen stellen unsere bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren dar:

Kennzahlen
Cost-Income-Ratio 1
Zinsüberschuss 2
Ordentlicher Ertrag 3
Personalkosten 4
Sachkosten 5

1 Cost-Income-Ratio =Verwaltungsaufwand in Relation zum Rohertrag (Zins- und Provisionsüberschuss) zuzüglich Nettoergebnis des Handelsbestands sowie Saldo der sonstigen ordentlichen Erträge und Aufwendungen gemäß Abgrenzung des Betriebsvergleichs (bereinigt um neutrale und aperiodische Positionen)
2 Zinsüberschuss =Betriebsvergleichszahlen: GuV-Positionen Zinserträge, Zinsaufwendungen und laufende Erträge (GuV-Position 1-3) exkl. neutrale und aperiodische Positionen
3 Ordentlicher Ertrag =Provisionsüberschuss und sonstiger ordentlicher Ertrag; Betriebsvergleichszahlen - exkl. neutrale und aperiodische Positionen
4 Personalkosten =Betriebsvergleichszahlen: GuV-Position Personalaufwand (GuV-Position 10a) exkl. neutrale und aperiodische Positionen
5 Sachkosten =Betriebsvergleichszahlen: GuV-Position andere Verwaltungsaufwendungen und Abschreibungen und Wertberichtigungen (GuV-Position 10b und 11) exkl. neutrale und aperiodische Positionen


Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren zum Bilanzstichtag können der Tabelle im Kapitel 2.4.3 Ertragslage entnommen werden.

2.3. Darstellung, Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs

Bestand zum
Jahresende
Anteil in %
des GV
Anteil in %
des GV
2023 2022 Veränderung Veränderung 2023 2022
Mio. EUR Mio. EUR Mio. EUR % % %
Bilanzsumme 1.653,1 1.697,4 - 44,4 - 2,6
DBS 1 1.663,7 1.681,6 - 17,9 - 1,1
Geschäftsvolumen 2 1.714,2 1.767,5 - 53,3 - 3,0
Forderungen an Kreditinstitute 48,9 84,3 - 35,4 - 42,0 2,9 4,8
Kundenkreditvolumen 3 1.214,2 1.212,1 2,1 0,2 70,8 68,6
Wertpapieranlagen 4 385,9 406,1 - 20,1 - 5,0 22,5 23,0
Beteiligungen / Anteilsbesitz 5 34,2 34,4 - 0,2 - 0,5 2,0 1,9
Sachanlagen 2,5 2,9 - 0,4 - 13,2 0,1 0,2
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 145,1 215,3 - 70,2 - 32,6 8,5 12,2
Mittelaufkommen von Kunden 6 1.322,8 1.303,9 19,0 1,5 77,2 73,8
Rückstellungen 29,5 27,7 1,8 6,7 1,7 1,6
Eigenkapital 81,2 79,6 1,6 2,0 4,7 4,5

1 Durchschnittsbilanzsumme in der Abgrenzung des Betriebsvergleichs
2 Geschäftsvolumen (GV) = Bilanzsumme zzgl. Eventualverbindlichkeiten
3 Bilanzpositionen Aktiva 4 und Aktiva 9 zzgl. Eventualverbindlichkeiten
4 Bilanzpositionen Aktiva 5, Aktiva 6 und Aktiva 6a
5 Bilanzpositionen Aktiva 7 und Aktiva 8
6 Bilanzpositionen Passiva 2, Passiva 3 und Passiva 9

Bilanzsumme und Geschäftsvolumen


Das Geschäftsvolumen (Bilanzsumme zuzüglich Eventualverbindlichkeiten) hat sich von 1.767,5Mio. EUR auf 1.714,2 Mio. EUR vermindert. Die Bilanzsumme ist von 1.697,4 Mio. EUR auf 1.653,1 Mio. EUR zurückgegangen.


Gründe für den Rückgang des Geschäftsvolumens und der Bilanzsumme sind hauptsächlich der Abbau der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, der Wertpapieranlagen und der Forderungen an Kreditinstitute.

2.3.2. Aktivgeschäft 2.3.2.1. Forderungen an Kreditinstitute


Die Forderungen an Kreditinstitute verringerten sich von 84,3 Mio. EUR auf 48,9 Mio. EUR.


Der Rückgang der Forderungen an Kreditinstitute ist vor allem auf die Reduzierung von täglich fälligen Geldern zurückzuführen.
Es besteht ein Schuldschein in Höhe von 10,0 Mio. EUR (im Vorjahr 10,0 Mio. EUR), der einen Emittent aus dem Sparkassenverbund betrifft.

2.3.2.2. Forderungen an Kunden


Infolge der Zinsentwicklung im Jahr 2023 war eine deutliche Reduzierung der Kreditnachfrage zu beobachten. Dennoch erhöhte sich das Kundenkreditvolumen von 1.212,1 Mio. EUR auf 1.214,2 Mio. EUR.


Das leichte Wachstum der Forderungen an Kunden vollzog sich bei den Privatkunden fast ausschließlich im langfristigen Bereich. Bei den Unternehmenskunden hingegen im kurzfristigen Bereich.


Die Sparkasse hat im Geschäftsjahr 2023 neue Kredite in Höhe von insgesamt 92,7 Mio. EUR zugesagt (Vorjahr 172,5 Mio. EUR). Der Gesamtbestand der Wohnungsbaukredite verringerte sich im Gesamtjahr um 0,2 % auf 750,8 Mio. EUR. Die Neuzusagen zur Finanzierung des Wohnungsbaus reduzierten sich um 51% auf 43,9 Mio. EUR.

2.3.2.3. Wertpapieranlagen


Zum Bilanzstichtag verminderte sich das Wertpapiervermögen gegenüber dem Vorjahr um insgesamt 20,1 Mio. EUR auf 385,9 Mio. EUR. Für den Rückgang war insbesondere die Abnahme der Schuldverschreibungen und festverzinslichen Wertpapieren in Höhe von 30,6 Mio. EUR maßgeblich. Im Geschäftsjahr 2023 haben wir die bisher im Direktbestand einzeln gehaltenen Anteile an zwei Immobilienfonds, den Bestand an Aktien, Aktienanleihen und Short Call Optionen auf Aktien in einem neu aufgelegten Masterfonds (Spezialfonds) gebündelt.

2.3.2.4. Beteiligungen / Anteilsbesitz


Im Geschäftsjahr 2023 sank das Volumen der Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen um 0,2 Mio. EUR auf 34,2 Mio. EUR.

2.3.2.5. Sachanlagen


Die Sachanlagen verringerten sich von 2,9 Mio. EUR auf 2,5 Mio. EUR. Der Rückgang der Sachanlagen resultiert hauptsächlich aus den Abschreibungen.

2.3.3. Passivgeschäft

2.3.3.1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten


Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden deutlich abgebaut und reduzierten sich von 215,3 Mio. EUR auf 145,1 Mio. EUR. Die Sparkasse hat insbesondere die befristeten Einlagen und aufgenommenen Darlehen zurückgeführt.

2.3.3.2. Mittelaufkommen von Kunden


Das Mittelaufkommen von Kunden erhöht sich von 1.303,9 Mio. EUR auf 1.322,8 Mio. EUR. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden nahmen im Vergleich zum Vorjahr vor allem im Bereich der Sparbriefe und befristeten Einlagen zu. Bei den Spareinlagen war ein deutlicher Rückgang i.H.v. 58,3 Mio. EUR auf 261,4 Mio. EUR und bei den täglich fälligen Geldern ein Rückgang i.H.v. 66,3 Mio. EUR auf 783,8 Mio. EUR zu verzeichnen.


Aufgrund gestiegener Zinsen wurden im Vergleich zum Vorjahr vermehrt Sparkassenbriefe abgeschlossen, um das Zinsniveau zu sichern.

2.3.4. Dienstleistungsgeschäft


Im Dienstleistungsgeschäft haben sich im Jahr 2023 folgende Schwerpunkte ergeben:

Zahlungsverkehr


Der Bestand an Konten verminderte sich gegenüber dem Vorjahr um 10 Konten auf 49.918 Konten. Der Bestand an Kreditkarten hingegen konnten wir nochmals erhöhen und verzeichneten gegenüber dem Vorjahr ein Wachstum um 2,7% auf 12.515 Karten.

Vermittlung von Wertpapieren


Das Geschäftsjahr 2023 war im Bereich der Dienstleistungen geprägt durch das Wertpapiergeschäft. Neben den Fonds lag der Schwerpunkt im Bereich der festverzinlichen Wertpapiere. Gegenüber dem Vorjahr konnten wir das Wertpapiergeschäft weiter beleben. Die Wertpapierumsätze nahmen gegenüber dem Vorjahr um 38,3% zu und erreichten einen Wert von 204,5 Mio. EUR.

Immobilienvermittlung


Die Nachfrage nach Immobilien konzentrierte sich überwiegend auf Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser. Es wurden insgesamt 16 Objekte über uns vermittelt, was einen Rückgang von 5,9% gegenüber dem Vorjahr bedeutet.

Vermittlung von Bausparverträgen und Versicherungen


Im Geschäftsjahr wurden insgesamt 422 Bausparverträge mit einer durchschnittlichen Bausparsumme von 79,3 TEUR und einem Volumen von insgesamt 33,5 Mio. EUR abgeschlossen, was eine Steigerung des Volumens von 3,5% gegenüber dem Vorjahr bedeutet.


An Sach-/Leben- und Rentenversicherung konnten 563 Verträge mit einer Versicherungssumme von 5,9 Mio. EUR vermittelt werden, was eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr von 16,1% bedeutet.

2.3.5. Derivate


Die derivativen Finanzinstrumente dienten überwiegend der Sicherung der eigenen Positionen und nicht spekulativen Zwecken. Eine Übersicht zum Jahresende wie sich die Kontrakte nach Art und Umfang sowie nach Fristigkeiten und Kontrahenten gliedern, ist dem Anhang zum Jahresabschluss zu entnehmen.

2.3.6. Investitionen


Im Geschäftsjahr 2023 wurden keine weiteren bedeutenden Investitionen in Sachanlagen getätigt, die über das beschriebene hinaus geht.

2.4. Darstellung, Analyse und Beurteilung der Lage

2.4.1. Vermögenslage


Die Daten zur Vermögenslage können aus der Tabelle unter Punkt 2.3 (Darstellung, Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs) entnommen werden.


Der Anteil des Kundenkreditvolumens am Geschäftsvolumen hat sich von 68,6 % auf 70,8 % erhöht. Leicht abgefallen ist der Anteil des Wertpapiervermögens am Geschäftsvolumen. Hier ist ein Rückgang von 23,0 % auf 22,5 % zu verzeichnen. Des Weiteren ist der Anteil der Forderungen an Kreditinstute am Geschäftsvolumen von 4,8 % auf 2,9 % zurückgegangen.


Der Anteil der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten am Geschäftsvolumen hat sich von 12,2 % auf 8,5 % verringert. Der Anteil des Mittelaufkommens von Kunden am Geschäftsvolumen hat sich von 73,8 % auf 77,2 % erhöht. Gegenüber dem Vorjahr ergaben sich insbesondere Verschiebungen der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten hin zu Mittelaufkommen von Kunden.


Sämtliche Vermögensgegenstände und Rückstellungen werden vorsichtig bewertet. Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Einzelheiten sind dem Anhang zum Jahresabschluss zu entnehmen. Stille Lasten bestehen in Form von vermiedenen Niederstwertabschreibungen.


Die zum Jahresende ausgewiesene Sicherheitsrücklage erhöhte sich durch die Zuführung des Bilanzgewinns 2022. Insgesamt weist die Sparkasse inklusive des Bilanzgewinns 2023 vor Gewinnverwendung ein Eigenkapital von 81,2 Mio. EUR (Vorjahr 79,6 Mio. EUR) aus. Neben der Sicherheitsrücklage verfügt die Sparkasse über umfangreiche weitere Eigenkapitalbestandteile. So wurde der Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB durch eine zusätzliche Vorsorge von 66,3 Mio. EUR auf 70,6 Mio. EUR erhöht.


Die Gesamtkapitalquote gemäß Art. 92 CRR (Verhältnis der angerechneten Eigenmittel bezogen auf die anrechnungspflichtigen Positionen) übertrifft am 31. Dezember 2023 mit 16,46 % (im Vorjahr: 14,97 %) die aufsichtlichen Mindestanforderungen von 8,0 % gemäß CRR zuzüglich des SREP-Zuschlags sowie den kombinierten Kapitalpufferanforderungen zzgl. den Kapitalerhaltungspuffer übersteigenden Anteil der Eigenmittelempfehlung nach § 6d KWG deutlich. Zum 1. Februar 2022 erhöhte sich der antizyklische Kapitalpuffer von null auf 0,75 % der risikogewichteten Positionswerte. Zudem wurde ein Systemrisikopuffer von 2,00 % für den Wohnimmobiliensektor eingeführt. Beide Kapitalpufferanforderungen sind seit dem 1. Februar 2023 zu erfüllen. Zudem können wir die von der Aufsicht festgelegte Eigenmittelempfehlung zur Abdeckung von Risiken in Stresssituationen vorhalten.


Auch die harte Kernkapitalquote und die Kernkapitalquote übersteigen die aufsichtlich vorgeschriebenen Werte deutlich. Die Kernkapitalquote beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf 14,32 % der anrechnungspflichtigen Positionen nach CRR.


Die Verschuldungsquote (Verhältnis des Kernkapitals zur Summe der bilanziellen und außerbilanziellen Positionen) beträgt am 31. Dezember 2023 8,82 % und liegt damit über der aufsichtlichen Mindestanforderung von 3,0 %.


Auf Grundlage unserer normativen Risikotragfähigkeit ist bis zum Jahr 2026 (Betrachtungszeitraum) auch weiterhin eine Übererfüllung der aufsichtlichen Anforderungen an die Eigenmittelausstattung als Basis für die geplante zukünftige Geschäftsausweitung zu erwarten.

2.4.2. Finanzlage


Die Zahlungsfähigkeit der Sparkasse war im abgelaufenen Geschäftsjahr aufgrund einer angemessenen Liquiditätsvorsorge jederzeit gegeben. Die Liquiditätsdeckungsquote (Liquidity Coverage Ratio - LCR) lag mit 110,13 % bis 171,17 % oberhalb des Mindestwerts von 100,0 %. Die LCR-Quote lag zum 31. Dezember 2023 bei 158,43 %. Die strukturelle Liquiditätsquote (Net Stable Funding Ratio - NSFR) lag in einer Bandbreite von 114,21 % bis 124,91 %; damit wurde die aufsichtliche Mindestquote von 100,0 % eingehalten. Zur Erfüllung der Mindestreservevorschriften wurden Guthaben bei der Deutschen Bundesbank geführt. Kredit- und Dispositionslinien bestehen bei der Deka Bank und der Landesbank Baden-Württemberg. Das Angebot der Deutschen Bundesbank, Refinanzierungsgeschäfte in Form von Offenmarktgeschäften abzuschließen, wurde in 2023 nicht genutzt. Die Sparkasse nahm 2023 am elektronischen Verfahren "MACCs (Mobilisation and Administration of Credit Claims)" der Deutschen Bundesbank zur Nutzung von Kreditforderungen als notenbankfähige Sicherheiten teil.


Die Zahlungsfähigkeit ist nach unserer Finanzplanung gewährleistet.

2.4.3. Ertragslage


Die wesentlichen Erfolgskomponenten der Gewinn- und Verlustrechnung laut Jahresabschluss sind in der folgenden Tabelle aufgeführt. Die Erträge und Aufwendungen sind nicht um periodenfremde und außergewöhnliche Posten bereinigt.

2023 2022 Veränderung Veränderung
Mio. EUR Mio. EUR Mio. EUR %
Zinsergebnis 1 24,5 23,6 0,9 3,7
Provisionsüberschuss 2 11,6 10,7 0,9 8,7
Nettoergebnis des Handelsbestands 0,2 0,1 0,1 34,8
Sonstige betriebliche Erträge 3 1,7 0,9 0,8 85,1
Personalaufwand - 17,3 - 17,0 - 0,3 1,6
anderer Verwaltungsaufwand - 10,2 - 8,9 - 1,4 15,5
sonstige betriebliche Aufwendungen 4 - 0,6 - 1,2 0,6 - 49,3
Ergebnis vor Bewertung und Risikovorsorge 9,9 8,3 1,6 19,6
Aufwand aus Bewertung und Risikovorsorge 5 - 3,2 - 4,3 1,2 - 26,7
Zuführungen zum Fonds für allg. Bankrisiken - 4,3 - 20,1 15,8 - 78,6
Außerordentliches Ergebnis - 19,6 - 19,6 - 100,0
Ergebnis vor Steuern 2,4 3,5 - 1,1 - 30,4
Steueraufwand - 0,8 - 1,9 1,0 - 54,6
Jahresüberschuss 1,6 1,6 - 0,1 - 3,2
Bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren
mit Bezug zur Gewinn - und Verlustrechnung
(nach Betriebsvergleichszahlen)
Veränderung
Mio. EUR
Veränderung
%
Prognose
für
2024
Cost-Income-Ratio in % 6 71,8 74,7 - 2,9 - 3,9 73,4
Zinsüberschuss in Mio. EUR 24,0 21,9 2,1 9,7 25,3
ordentlicher Ertrag in Mio. EUR 12,5 11,4 1,1 9,7 12,6
Personalkosten in Mio. EUR 16,9 15,9 1,0 6,0 17,9
Sachkosten in Mio. EUR 9,3 8,7 0,7 7,7 9,8

1 Zinsüberschuss: GuV- Posten Nr. 1 bis 4
2 Provisionsüberschuss: GuV- Posten Nr. 5 und 6
3 Sonstige betriebliche Erträge: GuV - Posten Nr. 8
4 Sonstige betriebliche Aufwendungen: GuV-Posten Nr. 11, 12, 17 und 21
5 Aufwand aus Bewertung und Risikovorsorge: GuV-Posten Nr. 13 bis 16
6 Verwaltungsaufwand in Relation zum Rohertrag (Zins- und Provisionsüberschuss) zuzüglich Nettoergebnis des Handelsbestands sowie Saldo der sonstigen ordentlichen Erträge und Aufwendungen gemäß Abgrenzung des Betriebsvergleichs (bereinigt um neutrale und aperiodische Positionen)


Zur Analyse der Ertragslage wird für interne Zwecke und für den überbetrieblichen Vergleich der bundeseinheitliche Betriebsvergleich der Sparkassenorganisation eingesetzt, in dem eine detaillierte Aufspaltung und Analyse des Ergebnisses unserer Sparkasse in Relation zur durchschnittlichen Bilanzsumme erfolgt. Zur Ermittlung eines Betriebsergebnisses vor Bewertung werden die Erträge und Aufwendungen um außergewöhnliche Posten bereinigt, die in der internen Darstellung dem neutralen Ergebnis zugerechnet werden. Nach Berücksichtigung des Bewertungsergebnisses ergibt sich das Betriebsergebnis nach Bewertung. Unter Berücksichtigung des neutralen Ergebnisses und der Steuern verbleibt der Jahresüberschuss.


Das Betriebsergebnis vor Bewertung auf Basis von Betriebsvergleichswerten beträgt 0,62 % (Vorjahr 0,50 %) der durchschnittlichen Bilanzsumme des Jahres 2023; es lag damit unter dem Durchschnitt der baden-württembergischen Sparkassen vergleichbarer Größenordnung. Im Jahr 2023 haben sich die als bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren auf Basis der Betriebsvergleichswerte zur Unternehmenssteuerung definierten Größen wie folgt entwickelt:


Die Cost-Income-Ratio verbesserte sich von 74,7 % auf 71,8 %. Der im Vorjahreslagebericht prognostizierte Wert von 77,0 % wurde übertroffen. Die Personalkosten sind im Gegensatz zum Vorjahr gestiegen, von 15,9 Mio. EUR auf 16,9 Mio. EUR und liegen leicht unter dem prognostizierten Wert von 17,1 Mio. EUR. Die Sachkosten haben sich von 8,7 Mio. EUR auf 9,3 Mio. EUR erhöht, und haben somit den prognostizierten Wert von 9,8 Mio. EUR leicht unterschritten.


Im Geschäftsjahr hat sich der Zinsüberschuss besser entwickelt als erwartet. Er erhöhte sich um 9,7 % auf 24,0 Mio. EUR.


Der ordentliche Ertrag erhöhte sich um 9,7 % auf 12,5 Mio. EUR. Somit wurde der prognostizierte Wert von 11,7 Mio. EUR übertroffen.

Analyse der Erfolgskomponenten der Gewinn- und Verlustrechnung laut Jahresabschluss


Das Zinsergebnis hat sich vor allem aufgrund der gestiegenen laufenden Erträge, hauptsächlich aus Aktien und Immoblienfonds, positiv entwickelt. Dabei konnte die Zinsspanne, als Differenz zwischen Zinsertrag (inkl. der GuV 3) und Zinsaufwand ausgeweitet werden.


Das Provisionsergebnis konnte im Geschäftsjahr spürbar erhöht werden. Die Hauptgründe hierfür waren gestiegene Provisionserträge aus Kontoführungsgebühren, höhere Erträge aus dem Kartengeschäft, gestiegene Wertpapierprovisionserträge sowie geringere Aufwendungen für Vermittlungstätigkeiten Dritter.


Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind insbesondere aufgrund einer im Vorjahr notwendigen deutlichen Erhöhung der Archivierungsrückstellung gesunken und dem Rückgang der planmäßigen Abschreibungen aufgrund der Übertragung von zahlreichen Immobilien auf ein Tochterunternehmen.


Abschreibungen und Wertberichtigungen wurden nach Verrechnung mit Erträgen und Zuschreibungen, sowie der Risikovorsorgen in Höhe von 3,2 Mio. EUR vorgenommen (Vorjahr 4,3 Mio. EUR). Diese Abschreibungen resultieren größtenteils aus der deutlichen Erhöhung der Risikovorsorge im Kreditgeschäft. Die Abschreibungen aus Wertpapieranlagen wurden durch realisierte Kursgewinne ausgeglichen. Die vermiedenen Abschreibungen aufgrund der Anwendung des gemilderten Niederstwertprinzips betrugen zum 31.12.2023 12,8 Mio. EUR.


Der Sonderposten nach § 340 g HGB wurde um 4,3 Mio. EUR erhöht.


Für das Geschäftsjahr 2023 war ein um 1,0 Mio. EUR auf 0,8 Mio. EUR rückläufiger Steueraufwand auszuweisen.


Vor dem Hintergrund des intensiven Wettbewerbs und der Auswirkungen der Veränderung des Zinsniveaus sind wir mit der Entwicklung der Ertragslage im Jahr 2023 insgesamt zufrieden.


Die gemäß § 26a Absatz 1 Satz 4 KWG offen zu legende Kapitalrendite, berechnet als Quotient aus Nettogewinn (Jahresüberschuss) und Bilanzsumme, betrug im Geschäftsjahr 2023 0,1 %.

2.4.4. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage


Vor dem Hintergrund der politischen und konjunkturellen Rahmenbedingungen sowie der Zinsentwicklung bewerten wir die Geschäftsentwicklung als zufriedenstellend. Mit der Entwicklung des Jahres 2023 konnten wir sowohl unsere Prognose und das zufriedenstellende Betriebsergebnis vor Bewertung des Vorjahres übertreffen. Die Gründe hierfür waren der Zinsüberschuss, welcher sich aufgrund der gestiegenen laufenden Erträge verbesserte und auch das Provisionsergebnis, welches sich positiv entwickelt hat. Ursächlich für den Rückgang von Geschäftsvolumen und Bilanzsumme waren in erster Linie der Abbau von festverzinslichen Wertpapieren sowie von Forderungen an Kreditinsitute und die Reduktion der Refinanzierungsmittel von Kreditinstituten.

3. Nachtragsbericht


Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres zum 31. Dezember 2023 haben sich nicht ergeben.

4. Risikobericht

4.1. Risikomanagementsystem


Zur Sicherstellung der langfristigen Fortführung der Unternehmenstätigkeit auf Basis der eigenen Substanz und Ertragskraft setzt die Sparkasse ein Risikotragfähigkeitskonzept mit einer regelmäßigen Berechnung der Risikotragfähigkeit (ökonomische Perspektive) und einer Kapitalplanung (normative Perspektive) ein. Die Risikotragfähigkeit wird ergänzt um Stresstests, und es erfolgt eine prozessuale Verknüpfung mit den Strategien, der Risikoinventur und der Risikoberichterstattung. Erstmals zum 31. März 2023 wurden damit fristgerecht die Anforderungen der am 24. Mai 2018 veröffentlichten aufsichtlichen Leitlinien an bankinterne Risikotragfähigkeitskonzepte umgesetzt.


In der Geschäftsstrategie werden die Ziele der Sparkasse für jede wesentliche Geschäftstätigkeit sowie die Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele dargestellt. Die Risikostrategie umfasst die Ziele der Risikosteuerung der wesentlichen Geschäftsaktivitäten sowie die Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele.


Ziel der Risikoinventur ist es, mindestens jährlich systematisch Risiken zu identifizieren, um deren Wesentlichkeit beurteilen zu können. Zudem werden regelmäßig quantitative und qualitative Analysen zur Bestimmung von Risiko- und Ertragskonzentrationen vorgenommen. Auf der Grundlage der zuletzt durchgeführten Risikoinventur wurden folgende Risiken in der ökonomischen und der normativen Perspektive als wesentlich eingestuft:

Risikoart Risikokategorie
Adressenausfallrisiko Adressenausfallrisiko im Kundengeschäft
Adressenausfallrisiko im Eigengeschäft
Beteiligungsrisiko
Marktpreisrisiko Marktpreisrisiko aus Zinsen (Zinsänderungsrisiko)
Markpreisrisiko aus Spreads (Spreadrisiken)
Marktpreisrisiko aus Aktien
Marktpreisrisiko aus Immobilien
Marktpreisrisiko aus Aktienanleihen
Infrastrukturrisiko
Liquiditätsrisiko Refinanzierungskostenrisiko
Zahlungsunfähigkeitsrisiko
Operationelles Risiko


Für die frühzeitige Identifizierung von wesentlichen Risiken sowie von risikoartenübergreifenden Effekten wurden Indikatoren abgeleitet, die auf quantitativen oder qualitativen Merkmalen basieren.


Ziel der Ermittlung der Risikotragfähigkeit in der ökonomischen Perspektive ist die Gewährleistung des Gläubigerschutzes. Die Sparkasse ermittelte zum 31. Dezember 2023 ein ökonomisches Risikodeckungspotenzial von 167,4 Mio. EUR. Das daraus abgeleitete Gesamtlimit von 107,0 Mio. EUR wurde auf die wesentlichen Risiken verteilt und so bemessen, dass eine angemessene Steuerung der Risiken ermöglicht wird. Die wesentlichen Risiken werden vierteljährlich ermittelt und den Limiten gegenübergestellt. Die bereitgestellten Limite reichten sowohl unterjährig als auch zum Bilanzstichtag aus, um die wesentlichen Risiken abzudecken.


Zur Berechnung des gesamtinstitutsbezogenen Risikos wurden für alle wesentlichen Risiken das Konfidenzniveau auf 99,9 % und der Risikobetrachtungshorizont auf ein Jahr rollierend festgelegt. Zwischen den wesentlichen Risikoarten werden keine risikomindernden Diversifikationseffekte berücksichtigt. Die Sparkasse berücksichtigt innerhalb des Marktpreisrisikos zwischen den Risikofaktoren Zinsen, Spreads und Aktien risikomindernde Diversifikationseffekte.


Das auf der Grundlage des Gesamtlimits eingerichtete Limitsystem in der ökonomischen Perspektive stellt sich zum 31. Dezember 2023 wie folgt dar:

Risikoart Risikokategorie Limit Limitauslastung
Mio. EUR Mio. EUR %
Adressenrisiko Kundengeschäft 16,5 14,9 90,1
Eigengeschäft 9,0 8,4 93,0
Marktpreisrisiko Zinsänderungsrisiko 20,0 14,3 71,4
Spreadrisiko 15,0 10,6 70,4
Aktienrisiko 6,0 3,5 58,4
Immobilienrisiko 10,5 9,9 94,2
Aktienanleihenrisiko 1,5 1,2 79,3
Infrastrukturrisiko 4,5 4,1 91,7
Beteiligungsrisiko 4,5 4,1 91,8
Liquiditätsrisiko Refinanzierungskostenrisiko 7,5 6,0 79,9
Operationelles Risiko 12,0 10,8 89,6
Risikotragfähigkeitslimit/Gesamtrisiko 107,0 87,7 81,9


Die zuständige Abteilung steuert die Risiken im Rahmen der bestehenden organisatorischen Regelungen und der Limitvorgaben des Vorstands.


Ziel der Ermittlung der Risikotragfähigkeit in der normativen Perspektive ist die Fortführung der Sparkasse. Hierzu besteht ein zukunftsgerichteter Kapitalplanungsprozess bis zum Jahr 2026. Um einen Kapitalbedarf rechtzeitig identifizieren zu können, wurden Annahmen über die künftige Ergebnisentwicklung für das Planszenario sowie für ein adverses Szenario getroffen.


In der normativen Perspektive sind alle regulatorischen und aufsichtlichen Anforderungen sowie die darauf basierenden internen Anforderungen zu berücksichtigen. Relevante Steuerungsgrößen sind die Kernkapitalanforderung, die Gesamtkapitalanforderung (SREP-Gesamtkapitalanforderung, die kombinierte Pufferanforderung) und die Eigenmittelempfehlung sowie die Strukturanforderungen hinsichtlich des Kapitals, die Höchstverschuldungsgrenze und die Großkreditgrenze.


Für den betrachteten Zeitraum von drei Jahren können die aufsichtlichen Anforderungen im Planszenario vollständig erfüllt werden. Gleiches gilt im Falle der Betrachtung adverser Entwicklungen, in dem jedoch nur die harten Mindestkapitalanforderungen zwingend einzuhalten sind.


Die der Risikotragfähigkeit zu Grunde liegenden Annahmen sowie die Angemessenheit der Methoden und Verfahren werden jährlich überprüft und bei Bedarf angepasst (Validierung).


Die Sparkasse setzt zur Steuerung der Zinsänderungsrisiken derivative Finanzinstrumente (Swapgeschäfte) ein. Sie wurden in die verlustfreie Bewertung des Bankbuchs einbezogen.


Stresstests werden ergänzend zur Risikotragfähigkeit durchgeführt. Ziel ist die Abbildung außergewöhnlicher aber plausibel möglicher Ereignisse über Szenario- und Sensitivitätsanalysen. Als Ergebnis dieser Simulationen ist festzuhalten, dass auch bei unerwarteten Risikoereignissen die Risikotragfähigkeit gegeben ist. Das adverse Szenario in der normativen Perspektive zeigte deutliche Engpässe in Form von einer Reduktion des Kernkapitals. Aufgrund dessen wurden keine Maßnahmen ergriffen, jedoch Maßnahmen entwickelt welche im Fall des Risikoeintritts umgesetzt werden können.


Die turnusmäßige Risikoberichterstattung an den Vorstand umfasst den Gesamtrisikobericht zu den wesentlichen Risikoarten. Dieser Bericht enthält neben quantitativen Informationen auch eine qualitative Beurteilung zu wesentlichen Positionen und Risiken. Auf besondere Risiken für die Geschäftsentwicklung und dafür geplante Maßnahmen wird gesondert eingegangen. Der Verwaltungsrat wird vierteljährlich über die Risikosituation informiert. Neben der turnusmäßigen Berichterstattung ist auch geregelt, in welchen Fällen eine Ad-hoc-Berichterstattung zu erfolgen hat.


Der Sicherung der Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit von Steuerungs- und Überwachungssystemen (Interne Kontrollverfahren) dienen neben eingerichteten Funktionstrennungen bei Zuständigkeiten und Arbeitsprozessen auch die Tätigkeiten der Risikocontrolling-Funktion, der Compliance-Funktion und der Internen Revision.


Die Risikocontrolling-Funktion, die aufbauorganisatorisch von Bereichen, die Geschäfte initiieren oder abschließen, getrennt ist, hat die Aufgabe, die wesentlichen Risiken zu identifizieren, zu beurteilen, zu überwachen und darüber zu berichten. Der Risikocontrolling-Funktion obliegt die Methodenauswahl, die Überprüfung der Angemessenheit der eingesetzten Methoden und Verfahren, die Errichtung und Weiterentwicklung der Risikosteuerungs- und -controllingprozesse. Zusätzlich verantwortet sie die Umsetzung der aufsichtlichen und gesetzlichen Anforderungen, die Erstellung der Risikotragfähigkeitsberechnung und die laufende Überwachung der Einhaltung von Limiten. Sie unterstützt den Vorstand in allen risikopolitischen Fragen und ist an der Erstellung und Umsetzung der Risikostrategie maßgeblich beteiligt. Die Risikocontrolling-Funktion wird durch einen Mitarbeiter der Abteilung Zentraler Stabsbereich -Gruppe Gesamtbanksteuerung und Rechnungswesen wahrgenommen.


Die Compliance-Funktion wirkt auf die Implementierung wirksamer Verfahren zur Einhaltung der für die Sparkasse wesentlichen rechtlichen Regelungen und Vorgaben und entsprechender Kontrollen hin. Ferner hat sie den Vorstand hinsichtlich der Einhaltung dieser rechtlichen Regelungen und Vorgaben zu unterstützen und zu beraten.


Die Interne Revision prüft und beurteilt risikoorientiert und prozessunabhängig die Wirksamkeit und Angemessenheit des Risikomanagements im Allgemeinen und des internen Kontrollsystems im Besonderen sowie die Ordnungsmäßigkeit grundsätzlich aller Aktivitäten und Prozesse. Sie ist dem Vorstand unmittelbar unterstellt und ihm gegenüber berichtspflichtig.


Verfahren zur Aufnahme von Geschäftsaktivitäten in neuen Produkten oder auf neuen Märkten (Neu-Produkt-Prozess) sind festgelegt. Zur Einschätzung der Wesentlichkeit geplanter Veränderungen in der Aufbau- und Ablauforganisation sowie den IT-Systemen bestehen Definitionen und Regelungen.

4.2. Strukturelle Darstellung der wesentlichen Risiken

4.2.1. Adressenrisiko


Unter dem Adressenrisiko wird ein Verlust in einer bilanziellen oder außerbilanziellen Position verstanden, der durch eine Bonitätsverschlechterung einschließlich des Ausfalls eines Schuldners bedingt ist. Dabei wird das Adressenrisiko in das Ausfall- sowie das Migrationsrisiko eines Schuldners unterteilt.


Das Ausfallrisiko umfasst die Gefahr eines Verlustes, welcher aus einem drohenden bzw. vorliegenden Zahlungsausfall eines Schuldners entsteht.


Das Migrationsrisiko bezeichnet die Gefahr eines Verlustes, der sich dadurch ergibt, dass sich die Bonitätseinstufung (Rating) des Schuldners verändert hat.


Das Länderrisiko umfasst neben dem bonitätsinduzierten Länderrisiko auch das politische Risiko, z. B. aus einem Transferstopp. Das Länderrisiko im Sinne eines Ausfalls oder einer Bonitätsveränderung eines Schuldners ist Teil des Adressenrisikos im Kunden- und Eigengeschäft. Der Schuldner kann ein ausländischer öffentlicher Haushalt oder ein sonstiger Schuldner sein, der seinen Sitz im Ausland und somit in einem anderen Rechtsraum hat.


Die Messung des Adressenrisikos erfolgt in der ökonomischen Perspektive über eine Monte-Carlo-Simulation mithilfe der Anwendung Credit Portfolio View (CPV). Dabei wird die Wertentwicklung der einzelnen Geschäfte in einem jeweils spezifischen ökonomischen Umfeld simuliert. Zur Bewertung werden neben den Portfoliodaten der Sparkasse Risikoparameter (z. B. Ausfallzeitreihen, Korrelationen, Migrations- und Shiftmatrizen, Verwertungs, Neubewertungs- und Einbringungsquoten) verwendet, die aus historischen Daten aller Sparkassen ermittelt wurden. Die Ergebnisse der simulierten Wertentwicklungen werden zu einer Wertänderungsverteilung zusammengeführt, woraus die Risikokennzahlen wie z. B. der Value-at-Risk abgeleitet werden. Die Risikomessung von Kunden- und Eigengeschäft erfolgt jeweils isoliert.

4.2.1.1. Adressenrisiko im Kundengeschäft


Das Adressenrisiko im Kundengeschäft umfasst einerseits die Gefahr eines Verlustes durch einen drohenden bzw. vorliegenden Zahlungsausfall eines originären Kredites sowie von Eventualverbindlichkeiten wie beispielsweise Avale (Ausfallrisiko). Andererseits umfasst es auch die Gefahr, dass Sicherheiten teilweise oder ganz an Wert verlieren und deshalb zur Absicherung der Kredite nicht ausreichen oder überhaupt nicht beitragen können (Sicherheitenverwertungs- und -einbringungsrisiko).


Teil des Adressenrisikos im Kundengeschäft ist auch die Gefahr, dass sich im Zeitablauf die Bonitätseinstufung (Ratingklasse) des Kreditnehmers ändert und damit ein möglicherweise höherer Spread gegenüber der risikolosen Zinskurve berücksichtigt werden muss (Migrationsrisiko).


Die Steuerung des Adressenrisikos im Kundengeschäfts erfolgt entsprechend der festgelegten Strategie unter besonderer Berücksichtigung der Größenklassenstruktur, der Bonitäten, der Branchen, der gestellten Sicherheiten sowie des Risikos der Engagements.


Der Risikomanagementprozess umfasst folgende wesentliche Elemente:

Trennung zwischen Markt (1. Votum) und Marktfolge (2. Votum) bis in die Geschäftsverteilung des Vorstands

regelmäßige Bonitätsbeurteilung und Beurteilung des Kapitaldienstes auf Basis aktueller Unterlagen

Einsatz standardisierter Risikoklassifizierungsverfahren (Rating- und Scoringverfahren) in Kombination mit bonitätsabhängiger Preisgestaltung und bonitätsabhängigen Kompetenzen

interne, bonitätsabhängige Richtwerte für Kreditobergrenzen, die unterhalb der Großkreditgrenzen des KWG liegen, dienen der Vermeidung von Risikokonzentrationen im Kundenkreditportfolio. Einzelfälle, die diese Obergrenze überschreiten, unterliegen einer verstärkten Beobachtung

regelmäßige Überprüfung von Sicherheiten

Einsatz eines Risikofrüherkennungsverfahrens, das gewährleistet, dass bei Auftreten von signifikanten Bonitätsverschlechterungen frühzeitig risikobegrenzende Maßnahmen eingeleitet werden können

festgelegte Verfahren zur Überleitung von Kreditengagements in die Intensivbetreuung oder Sanierungsbetreuung

Berechnung des Adressenrisikos für die Risikotragfähigkeit in der ökonomischen Perspektive mit dem Kreditrisikomodell "Credit Portfolio View"

Kreditportfolioüberwachung auf Gesamthausebene mittels regelmäßigem Reporting


Das Kreditgeschäft der Sparkasse gliedert sich im Wesentlichen in zwei große Gruppen: Das Firmenkunden- und das Privatkundenkreditgeschäft.

Kreditgeschäft der Sparkasse Buchwerte*
31.12.2023 31.12.2022
Mio. EUR Mio. EUR
Firmenkundenkredite 421,3 412,1
Privatkundenkredite 549,2 545,1
Weiterleitungsdarlehen 137,6 138,1
darunter für den Wohnungsbau 84,6 82,9
Kredite an öffentliche Haushalte 42,9 44,1
Gesamt 1.151,1 1.139,4


Tabelle: Kreditgeschäft der Sparkasse

* nach Abzug von Einzelwertberichtigungen und Vorsorgereserven(aus Vereinfachungsgründen erfolgte der Abzug bei den Firmenkundenkrediten)


Die regionale Wirtschaftsstruktur spiegelt sich auch im Kreditgeschäft der Sparkasse wider. Schwerpunkte bilden mit 4,2 % die Ausleihungen an das Grundstücks- und Wohnungswesen, mit 4,1 % an das Baugewerbe, mit 4,0% an das verarbeitende Gewerbe und mit 3,0 % an die Beratung, Planung und Sicherheit.


Die Größenklassenstruktur zeigt insgesamt eine breite Streuung des Ausleihgeschäfts. Den höchsten Anteil am Kreditvolumen hat die Größenklasse 1,0 Mio. EUR bis 5,0 Mio. EUR mit 21,7 %, 17,5 % entfallen auf die Kredite von 5 Mio. EUR bis Großkreditgrenze und 15,7 % auf die Kredite von 250 TEUR bis 500 TEUR.


Die Kredit-Risikostrategie ist ausgerichtet auf Kreditnehmer mit guten Bonitäten bzw. geringeren Ausfallwahrscheinlichkeiten. Dies wird durch die Neugeschäftsplanung unterstützt. Zum 31. Dezember 2023 ergibt sich im Kundengeschäft folgende Ratingklassenstruktur:

Ratingklasse Anzahl in % Volumen in %
1 bis 9 94,0 91,6
10 bis 15 4,9 3,3
16 bis 18 0,6 0,9


Das Länderrisiko ist für die Sparkasse von untergeordneter Bedeutung. Das an Kreditnehmer mit Sitz im Ausland ausgelegte Kreditvolumen einschließlich Wertpapiere betrug am 31. Dezember 2023 150,7 Mio. EUR. Dies entspricht 8,0 % des Bruttogesamtkreditvolumens.


Insgesamt sind wir der Auffassung, dass unser Kreditportfolio sowohl nach Branchen und Größenklassen als auch nach Ratinggruppen gut diversifiziert ist.


Risikovorsorgemaßnahmen sind für alle Engagements vorgesehen, bei denen nach umfassender Prüfung der wirtschaftlichen Verhältnisse der Kreditnehmer davon ausgegangen werden kann, dass es voraussichtlich nicht mehr möglich sein wird, alle fälligen Zins- und Tilgungszahlungen gemäß den vertraglich vereinbarten Kreditbedingungen zu vereinnahmen. Bei der Bemessung der Risikovorsorgemaßnahmen werden die voraussichtlichen Realisationswerte der gestellten Sicherheiten berücksichtigt. Für latente Risiken im Forderungsbestand wurden Pauschalwertberichtigungen gebildet. Der Vorstand wird vierteljährlich über die Entwicklung der Strukturmerkmale des Kreditportfolios, die Einhaltung der Limite und die Entwicklung der notwendigen Vorsorgemaßnahmen für Einzelrisiken schriftlich unterrichtet. Eine Ad-hoc-Berichterstattung ergänzt bei Bedarf das standardisierte Verfahren.


Das Stadtzentrum von Staufen ist bekanntlich seit längerem von Hebungen des Untergrundes betroffen. Bereits eine Vielzahl von Häusern ist zum Teil stark beschädigt. Die Immobilien der Sparkasse sind davon nicht betroffen. Eventuelle finanzielle Folgen können sich durch die Wertminderung einer begrenzten Anzahl von Sicherungsobjekten ergeben. Die Sparkasse hat entsprechende Maßnahmen zur Vorsorge getroffen. Größere finanzielle Schäden werden nicht erwartet. Die zwischenzeitlich eingeleiteten technischen Maßnahmen führten dazu, dass sich die Geschwindigkeit der Hebungen weiter verringert hat, aber die Hebungen noch nicht zum Stillstand gekommen sind.


Entwicklung der Risikovorsorge:

Art der Risikovorsorge Anfangsbestand
per 01.01.2023
Zuführung Auflösung Verbrauch Endbestand
per 31.12.2023
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Einzelwertberichtigungen 4.142,6 1.297,9 --445,4 - 1.276,3 3.718,8
Rückstellungen 172,7 - - 172,7 - -
Rückstellungen Avale - 3.712,6 - - 3.712,6
Pauschalwertberichtigungen 1.488,1 32,2 - 71,7 - 1.448,6
Gesamt 5.803,4 5.042,7 -689,8 - 1.276,3 8.880,0


Das Verfahren für die Bildung der Pauschalwertberichtigung ist im Anhang erläutert.


Die Entwicklung der Risikovorsorge in 2023 zeigt im Vergleich zum Vorjahr eine wesentliche Steigerung insbesondere aufgrund der notwendigen Neubildung der Risikovorsorge bei einem größeren Kreditengagement.

4.2.1.2. Adressenrisiko im Eigengeschäft


Das Adressenrisiko im Eigengeschäft umfasst die Gefahr eines Verlustes, der aus einem drohenden bzw. vorliegenden Zahlungsausfall eines Emittenten oder eines Kontrahenten (Ausfallrisiko) resultieren kann.


Ebenso besteht die Gefahr, dass sich im Zeitablauf die Bonitätseinstufung (Rating) des Schuldners ändert und damit ein möglicherweise höherer Spread gegenüber der risikolosen Zinskurve berücksichtigt werden muss (Migrationsrisiko). Dabei unterteilt sich das Kontrahentenrisiko in ein Wiedereindeckungs-, ein Vorleistungs- und ein Erfüllungsrisiko.


Zudem gibt es im Eigengeschäft das Risiko, dass die tatsächlichen Restwerte der Emissionen bei Ausfall von den prognostizierten Werten abweichen.


Ferner beinhalten Aktien eine Adressenrisikokomponente. Diese besteht in der Gefahr einer negativen Wertveränderung aufgrund von Bonitätsverschlechterung oder Ausfall des Aktienemittenten.


Die Steuerung des Adressenrisikos des Eigengeschäfts erfolgt entsprechend der festgelegten Strategie unter besonderer Berücksichtigung der Größenklassenstruktur, der Bonitäten, der Branchen sowie des Risikos der Engagements.


Der Risikomanagementprozess umfasst folgende wesentliche Elemente:

Festlegung von Limiten je Partner (Emittenten- und Kontrahentenlimite)

Regelmäßige Bonitätsbeurteilung der Vertragspartner anhand von externen Ratingeinstufungen sowie eigenen Analysen

Berechnung des Adressenrisikos für die Risikotragfähigkeit in der ökonomischen Perspektive mit dem Kreditrisikomodell "Credit Portfolio View"


Die Eigengeschäfte umfassen zum Bilanzstichtag ein Volumen von 385,9 Mio. EUR. Wesentliche Positionen sind dabei die Schuldverschreibungen und die festverzinslichen Wertpapiere (302,7 Mio. EUR), Investmentfonds (42,9 Mio. EUR), Spezialfonds (31,8 Mio. EUR) und geschlossene Fonds (7,9 Mio. EUR).


Dabei zeigt sich nachfolgende Ratingverteilung:

Externes Rating
Moody's /
Standard & Poor's
Aaa bis Baal /
AAA bis BBB+
Baa2 bis Baa3 /
BBB bis BBB-
Ba1 bis Ba3 /
BB+ bis BB-
B1 bis C /
B+ bis C
Ausfall ungeratet
31.12.2023 79,6% 20,4% 0,0% 0,0% 0,0% 0,0%
31.12.2022 83,4% 16,6% 0,0% 0,0% 0,0% 0,0%


Die durch die Sparkasse gehaltenen Wertpapiere verfügen über ein Rating im Bereich des Investmentgrades.


Das Volumen ausländischer Emittenten in Form von Wertpapieren betrug am 31.12.2023 118,9 Mio. EUR. Das daraus resultierende Länderrisiko ist für die Sparkasse von untergeordneter Bedeutung.

4.2.2. Marktpreisrisiko


Das Marktpreisrisiko wird definiert als Verlust in einer bilanziellen oder außerbilanziellen Position, welcher sich aus der Veränderung von Risikofaktoren ergibt.


Die Steuerung der Marktpreisrisiken erfolgt entsprechend der festgelegten Strategie unter besonderer Berücksichtigung der festgelegten Limite und der vereinbarten Anlagerichtlinien für den Spezialfonds. Der Anlageausschuss (Eigenanlagenrunde) hat die Aufgabe den Vorstand bei der Umsetzung der Strategie zu unterstützen.

4.2.2.1. Zinsänderungsrisiko


Das Zinsänderungsrisiko wird definiert als die Gefahr eines Verlustes in einer bilanziellen oder außerbilanziellen Position, welcher sich aus der Veränderung der risikolosen Zinskurve ergibt. In einer periodischen Sicht bzw. in der normativen Perspektive können sich Veränderungen im Zinsüberschuss, im Bewertungsergebnis Wertpapiere sowie aus einer Bildung bzw. Veränderung einer Drohverlustrückstellung im Rahmen der verlustfreien Bewertung des Bankbuchs gemäß IDW RS BFA 3 n. F. ergeben. Schwankungen im Zinskonditionsbeitrag sind in die Betrachtung des Zinsänderungsrisikos in der normativen Perspektive integriert.


Der Risikomanagementprozess umfasst folgende wesentliche Elemente:

Periodische Steuerung und normative Perspektive: Berechnungen auf Basis verschiedener Zinsszenarien mittels der IT-Anwendung "Integrierte Zinsbuchsteuerung Plus", Betrachtung des laufenden Geschäftsjahres und der drei Folgejahre bei der Bestimmung der Auswirkungen auf das handelsrechtliche Ergebnis

Ökonomische Perspektive: Ermittlung des Value-at-Risk auf Basis des Varianz-Kovarianz-Ansatzes mittels der von der S-Rating und Risikosysteme GmbH entwickelten IT-Anwendung "MPR". Die Parameter der Normalverteilung werden aus historischen Daten geschätzt. Unter Berücksichtigung ihrer Portfoliostruktur wurde der Delta-Gamma-Ansatz ausgewählt.

Steuerung des wertorientierten Zinsänderungsrisikos auf Basis einer modernen historischen Simulation der Marktzinsänderungen: Die negative Abweichung der Performance innerhalb der nächsten 90 Tage (Haltedauer) wird mit einem Konfidenzniveau von 95,0 % berechnet. Zur Beurteilung des Zinsänderungsrisikos orientiert sich die Sparkasse an einer definierten Benchmark (angelehnt an die Struktur des gleitenden 10-Jah-resdurchschnitts "1,5 x 10 Jahre gleitend - 0,5 x 3-Monats-Euribor gleitend"). Abweichungen zeigen ggf. einen Bedarf an Steuerungsmaßnahmen auf und dienen als zusätzliche Information für zu tätigende Neuanlagen, Verkäufen bzw. Absicherungen.

Ermittlung des Zinsrisikokoeffizienten und des Frühwarnindikators gemäß § 25a Abs. 2 KWG auf Basis des BaFin-Rundschreibens 6/2019 vom 6. August 2019

Berücksichtigung von Risiken aus Fonds nach dem Durchschauprinzip.


Zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken wurden neben bilanzwirksamen Instrumenten auch derivative Finanzinstrumente in Form von Zinsswaps (Nominalbetrag 46,0 Mio. EUR) eingesetzt (vgl. Angaben im Anhang zum Jahresabschluss).


Die Auswirkungen eines Zinsschocks um + bzw. - 200 Basispunkte auf den Barwert der zinstragenden Geschäfte des Anlagebuchs stellen sich zum 31. Dezember 2023 wie folgt dar:

Zinsänderungsrisiken
Barwertveränderung
+200 Basispunkte -200 Basispunkte
TEUR -17.118,85 18.603,34
in % der Eigenmittel -10,21% 11,10%


Der erneut starke Zinsanstieg im Jahr 2023 führte zu gesunkenen Bar- und Marktwerten zinstragender Geschäfte, die in die Bewertung des Zinsbuchs gemäß IDW RS BFA 3 n. F. eingehen. Im konstanten Zinsszenario besteht zum 31.12.2023 keine Notwendigkeit der Bildung einer Drohverlustrückstellung. Die Reserve beträgt 28,9 Mio. EUR. Weitere Zinsanstiege erhöhen das Risiko eines Verpflichtungsüberschusses und damit das Risiko zur Bildung einer Drohverlustrückstellung in künftigen Jahresabschlüssen.

4.2.2.2. Spreadrisiko


Das Spreadrisiko wird definiert als die Gefahr eines Verlustes in einer bilanziellen oder außerbilanziellen Position, welcher sich aus der Veränderung von Spreads bei gleichbleibendem Rating ergibt. Dabei wird unter einem Spread die Differenz zu einer risikolosen Zinskurve verstanden. Der Spread ist unabhängig von der zu Grunde liegenden Zinskurve zu sehen, d. h. ein Spread in einer anderen Währung wird analog einem Spread in Euro behandelt.


Der Risikomanagementprozess umfasst folgende wesentliche Elemente:

Periodische Steuerung und normative Perspektive: Berechnungen auf Basis verschiedener Spreadszenarien mittels der IT-Anwendung SimCorp Dimension ("SCD")

Ökonomische Perspektive: Ermittlung des Value-at-Risk auf Basis des Varianz-Kovarianz-Ansatzes mittels der IT-Anwendung "MPR". Die Parameter der Normalverteilung werden aus historischen Daten geschätzt. Unter Berücksichtigung ihrer Portfoliostruktur wurde Delta-Gamma-Ansatz ausgewählt.

Berücksichtigung von Risiken aus Fonds nach dem Durchschauprinzip


Im Bereich der Spreadklasse SR_FIN_BBB (Bankschuldverschreibungen mit Rating BBB) liegt eine Risikokonzentration vor.

4.2.2.3. Aktienrisiko


Das Aktienrisiko wird definiert als die Gefahr eines Verlustes in einer bilanziellen oder außerbilanziellen Position, welcher sich aus der Veränderung von Aktienkursen ergibt. Neben dem Marktpreisrisiko beinhalten Aktien auch eine Adressenrisikokomponente.


In der normativen Perspektive umfasst das Aktienrisiko darüber hinaus das Risiko, dass Dividendenerträge nicht in der erwarteten Höhe erzielt werden können.


Der Risikomanagementprozess umfasst folgende wesentliche Elemente:

Periodische Steuerung und normative Perspektive: Berechnungen auf Basis der Standardparameter der SR in der Anwendung "IDH-MPR"

Ökonomische Perspektive: Ermittlung des Value-at-Risk auf Basis des Varianz-Kovarianz-Ansatzes mittels der IT-Anwendung "MPR". Die Parameter der Normalverteilung werden aus historischen Daten geschätzt. Unter Berücksichtigung ihrer Portfoliostruktur wurde im Varianz-Kovarianz-Ansatz die die Delta-Gamma-Variante ausgewählt.

Berücksichtigung von Risiken aus Fonds nach dem Durchschauprinzip


Aktien werden zum 31.12.2023 in einem überschaubaren Umfang im Spezialfonds sowie im Direktbestand gehalten.

4.2.2.4. Immobilienrisiko


Das Immobilienrisiko wird definiert als die Gefahr eines Verlustes in einer bilanziellen oder außerbilanziellen Position, welcher sich aus der Veränderung von Marktwerten aus Immobilien ergibt. Immobilieninvestitionen umfassen sowohl Direktinvestitionen (Renditeobjekte, Rettungserwerb) als auch indirekte Investitionen (Immobilienfonds, Beteiligungen in Immobiliengesellschaften).


In der normativen Perspektive umfasst das Immobilienrisiko darüber hinaus das Mietertragsrisiko aus eigenen, fremdgenutzten Immobilien.


Der Risikomanagementprozess umfasst folgende wesentliche Elemente:

Periodische Ermittlung und normative Perspektive: Berechnungen auf Basis der Standardparameter der SR mittels des Property Return Modells

Ökonomische Perspektive: Ermittlung des Value-at-Risk auf Basis des Varianz-Kovarianz-Ansatzes mittels der IT-Anwendung "caballito" Regelmäßige Ermittlung der Marktpreisrisiken aus Immobilieninvestitionen (Immobilienfonds) nach dem Benchmarkportfolioansatz und für Immobilienbeteiligungen (auch die Sparkasse Staufen-Breisach Immobilien GmbH & Co. KG) anhand eines Immobilienindikators


Immobilien werden ausschließlich im Eigenbestand bzw. in der bestehenden Tochtergesellschaft der Sparkasse Staufen-Breisach Immobilien GmbH & Co. KG gehalten. Immobilienfonds befinden sich sowohl im Eigenbestand als auch im Spezialfonds. Besondere Risiken sind aus den Anlagen derzeit nicht erkennbar.

4.2.2.5. Aktienanleihenrisiko


Das Marktpreisrisiko aus Aktienanleihen wird definiert als die Gefahr eines Verlustes in einer bilanziellen oder einer außerbilanziellen Position, welcher sich aus der Veränderung von Aktienkursen, der Veränderung der risikolosen Zinskurve sowie aus der Veränderung von Spreads bei gleichbleibendem Rating ergibt.


Neben dem Marktpreisrisiko beinhalten Aktienanleihen auch eine Adressenrisikokomponente.


In der normativen Perspektive umfasst das Aktienanleihenrisiko darüber hinaus das Risiko, dass Erträge aus Aktienanleihen nicht in der erwarteten Höhe erzielt werden können.


Der Risikomanagementprozess umfasst folgende wesentliche Elemente:

Periodische Steuerung und normative Perspektive: Berechnungen auf Basis der Standardparameter der SR in der Anwendung "IDH-MPR"

Ökonomische Perspektive: Ermittlung des Value-at-Risk auf Basis des Varianz-Kovarianz-Ansatzes mittels der IT-Anwendung "MPR". Die Parameter der Normalverteilung werden aus historischen Daten geschätzt. Unter Berücksichtigung ihrer Portfoliostruktur wurde im Varianz-Kovarianz-Ansatz die die Delta-Gamma-Variante ausgewählt.

Berücksichtigung von Risiken aus Fonds nach dem Durchschauprinzip


Aktienanleihen werden in einem überschaubaren Umfang zurzeit in dem Spezialfonds gehalten.

4.2.2.6 Infrastrukturrisko


Infrastrukturrisiken stellen die Gefahr von Ereignissen dar, die sich negativ auf eine Investition in die Infrastruktur auswirken können. Das Infrastrukturrisiko wird als Teil der Marktpreisrisiken angesehen und ist für die Sparkasse von wesentlicher Bedeutung. Das Marktpreisrisiko aus Infrastrukturrisiken wird definiert als die Gefahr eines Verlustes in einer bilanziellen Position, die sich aus der Veränderung bzw. Neubewertung von Marktwerten der unterschiedlichen Infrastrukturprojekten in den jeweiligen Fonds ergibt.


In der normativen Perspektive umfasst das Infrastrukturrisiko darüber hinaus das Risiko, dass eine Bewertungsmaßnahme notwendig ist sowie, dass Ausschüttungen nicht wie geplant erfolgen.


Der Risikomanagementprozess umfasst folgende wesentliche Elemente:

Ökonomische Perspektive: Ermittlung des Value-at-Risk auf Basis des Varianz-Kovarianz-Ansatzes anhand des von der Fondsgesellschaft ermitteltem VaR. Die Parameter der Normalverteilung werden aus historischen Daten geschätzt. Unter Berücksichtigung ihrer Portfoliostruktur wurde im Varianz-Kovarianz-Ansatz die die Delta-Gamma-Variante ausgewählt.

Berücksichtigung von Risiken aus Fonds nach dem Durchschauprinzip


Die Sparkasse hat zwei Infrastrukturfonds in ihrem Direktbestand.

4.2.3. Beteiligungsrisiko


Das Beteiligungsrisiko umfasst die Gefahr eines Verlustes durch eine negative Wertänderung einer Beteiligung.


Je nach Beteiligungsart unterscheidet man nach dem Risiko aus strategischen Beteiligungen, Funktionsbeteiligungen und Kapitalbeteiligungen.


Die Steuerung des Beteiligungsrisikos erfolgt entsprechend der festgelegten Strategie.


Der Risikomanagementprozess umfasst folgende wesentliche Elemente:

Rückgriff auf das Beteiligungscontrolling des Sparkassenverbandes Baden-Württemberg für die Verbundbeteiligungen

In der normativen Perspektive wird die Auswirkung auf aufsichtliche Quoten durch Beteiligungen berücksichtigt.

Ökonomische Perspektive: Ermittlung des Value-at-Risk auf Basis einer Szenarioanalyse

Regelmäßige Auswertung und Beurteilung der Jahresabschlüsse der Beteiligungsunternehmen

Regelmäßige qualitative Beurteilung der Unternehmensentwicklung, der strategischen Ausrichtung sowie der Marktstellung des jeweiligen Beteiligungsunternehmens


Wertansätze für Beteiligungsinstrumente zum 31. Dezember 2023:

Gruppen von Beteiligungsinstrumenten Buchwert in
Mio. EUR
Verbundbeteiligungen 12,8 1
Sonstige strategische Beteiligungen 22,4

1 Inkl. der stillen Einlage der Sparkasse bei der LBBW


Das Beteiligungsportfolio besteht vorwiegend aus sonstigen strategischen Beteiligungen und Beteiligungen innerhalb der Sparkassen-Finanzgruppe sowie der Beteiligung an unserer Immobilientochtergesellschaft. Daneben bestehen weitere Beteiligungen von untergeordneter Bedeutung.


Insgesamt betrachtet konzentriert sich das Beteiligungsrisiko der Sparkasse derzeit vor allem auf die wesentlichen Beteiligungen, der Sparkasse Staufen-Breisach Immobilien GmbH &Co. KG (dieses Risiko wird im Zuge des Immobilienrisikos gemessen) und innerhalb der Sparkassen-Finanzgruppe (LBBW, LBBH, Sparkassenversicherung, SVB, SVBW). Teilweise werden die Beteiligungen auch indirekt über den SVBW gehalten. Daneben bestehen weitere Beteiligungen von untergeordneter Bedeutung. Unter Berücksichtigung des Gesamtkreditengagements besteht eine Risikokonzentration bezüglich der Adresse LBBW. Des Weiteren besteht in Verbindung mit dem operationellen Risiko eine Risikokonzentration bei der Beteiligung an der Finanzinformatik.

4.2.4. Liquiditätsrisiko


Das Liquiditätsrisiko setzt sich aus dem Zahlungsunfähigkeits- und dem Refinanzierungskostenrisiko zusammen. Das Liquiditätsrisiko umfasst in beiden Bestandteilen auch das Marktliquiditätsrisiko. Dieses ist das Risiko, dass aufgrund von Marktstörungen oder unzulänglicher Markttiefe Finanztitel an den Finanzmärkten nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt und/oder nicht zu fairen Preisen gehandelt werden können.


Das Zahlungsunfähigkeitsrisiko stellt die Gefahr dar, Zahlungsverpflichtungen nicht in voller Höhe oder nicht fristgerecht nachzukommen.


Das Refinanzierungskostenrisiko bildet die Gefahr ab, dass die Refinanzierungskosten über der in der Planung angesetzten Höhe liegen. Dies kann auf der Schwankung des institutseigenen Spreads sowie aus der unerwarteten Veränderung der Refinanzierungsstruktur beruhen.


Das Refinanzierungskostenrisiko in der ökonomischen Perspektive ergibt sich aus der negativen Veränderung des Liquiditätsbeitrages aufgrund von marktbedingten Spreadschwankungen.


In der normativen Perspektive wird die GuV-Auswirkung des Refinanzierungskostenrisikos in Form höherer Zinsaufwendungen abgebildet. Aufgrund des Einflusses von Bilanzbeständen und der Zinsentwicklung wird das Refinanzierungskostenrisiko zusammen mit dem Zinsänderungsrisiko betrachtet.


Die Steuerung des Liquiditätsrisikos erfolgt entsprechend der festgelegten Strategie.


Der Risikomanagementprozess umfasst folgende wesentliche Elemente:

Regelmäßige Ermittlung und Überwachung der Liquiditätsdeckungsquote (Liquidity Coverage Ratio, LCR)

Regelmäßige Ermittlung und Überwachung der strukturellen Liquiditätsquote (Net Stable Funding Ratio, NSFR)

Regelmäßige Ermittlung der Survival Period und Festlegung einer Risikotoleranz

Diversifikation der Vermögens- und Kapitalstruktur

Regelmäßige Erstellung von Liquiditätsübersichten auf Basis einer hausinternen Liquiditätsplanung, in der die erwarteten Mittelzuflüsse den erwarteten Mittelabflüssen gegenübergestellt werden

Tägliche Disposition der laufenden Konten

Liquiditätsverbund mit Verbundpartnern der Sparkassen-Finanzgruppe

Definition eines sich abzeichnenden Liquiditätsengpasses sowie eines Notfallplans

Erstellung einer Refinanzierungsplanung

Ökonomische Perspektive: Ermittlung des Value-at-Risk auf Basis des Varianz-Kovarianz-Ansatzes mittels der von der S-Rating und Risikosysteme GmbH entwickelten IT-Anwendung "RKR". Der Risikowert beschreibt die Veränderung des Liquiditätsbarwerts bei veränderten Refinanzierungskosten, die aus veränderten Marktliquiditätsspreads resultieren. Die voraussichtliche Liquiditätsspreadbindungsdauer der variabel verzinslichen Geschäfte wird über Liquiditätsmischungsverhältnisse (identisch mit den Zinsmischungsverhältnissen) abgebildet.


Unplanmäßige Entwicklungen, wie z. B. vorzeitige Kündigungen sowie Zahlungsunfähigkeit von Geschäftspartnern, werden dadurch berücksichtigt, dass im Rahmen der Risiko- und Stressszenarien sowohl ein Abfluss von Kundeneinlagen als auch eine erhöhte Inanspruchnahme offener Kreditlinien simuliert wird.


Die Survival Period der Sparkasse beträgt im Szenario kombinierter Stress zum 31. Dezember 2023 länger als 6 Monate.


Konzentrationen bestehen beim Liquiditätsrisiko in folgenden Bereichen: Die Nettoveränderungen des Liquiditätsdesckungspotenzials mit der Laufzeit mehr als 1 Monat bis 3 Monate sowie bei der Stützstelle 10 Jahre.


Die Zahlungsfähigkeit der Sparkasse war im Geschäftsjahr jederzeit gegeben.

4.2.5. Operationelles Risiko


Das operationelle Risiko bedeutet die Gefahr eines Verlustes durch Schäden, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Mitarbeitern, der internen Infrastruktur oder infolge externer Einflüsse eintreten.


Die Steuerung der operationellen Risiken erfolgt entsprechend der festgelegten Strategie.


Der Risikomanagementprozess umfasst folgende wesentliche Elemente:

Jährliche Schätzung des operationellen Risikos auf Basis der szenariobezogenen Schätzung von risikorelevanten Verlustpotenzialen aus der IT-Anwendung "OpRisk-Szenarien"

systematische Sammlung und Analyse eingetretener Schadensfälle in einer Schadensfalldatenbank

Periodische Steuerung und normative Perspektive: Abbildung im Plan- und adversen Szenario

Ökonomische Perspektive: Ermittlung des Value-at-Risk auf Basis der IT-Anwendung "OpRisk-Schätzverfahren" der SR. Die Sparkasse schätzt zunächst den Median ihrer eigenen Schadensfallhistorie. Dieser Median wird mit dem Median des OpRisk-Pools adjustiert und anschließend zur Ermittlung des Risikos mittels sog. q-Faktoren auf das gewünschte Konfidenzniveau skaliert. Die q-Faktoren werden aus Schadensfällen aller Sparkassen abgeleitet

Erstellung von Notfallplänen, insbesondere im Bereich der IT. Abschluss von Versicherungen.


Aufgrund der ausschließlichen Nutzung von IT-Anwendungen der Sparkassen-Finanzgruppe bzw. der S-Rating und Risikosysteme GmbH bestehen hohe Abhängigkeiten im Falle eines Ausfalls der IT.

4.3. Gesamtbeurteilung der Risikolage


Unser Haus verfügt über ein dem Umfang der Geschäftstätigkeit entsprechendes System zur Steuerung, Überwachung und Kontrolle der vorhandenen Risiken gemäß § 25a KWG. Mit den eingerichteten Risikosteuerungs- und -controllingprozessen können die wesentlichen Risiken frühzeitig identifiziert und gesteuert sowie relevante Informationen an die zuständigen Entscheidungsträger weitergeleitet werden.


In 2023 bewegten sich die Risiken innerhalb der vom Vorstand vorgegebenen Limite. Limitanpassungen ergaben sich zum 31.12.2023 beim Infrastrukturrisiko wegen der Neuanlage sowie beim Beteiligungsrisiko aufgrund einer konzeptionellen Änderung. Daneben erfolgten unterjährig weitere Limitanpassungen. Das Risikotragfähigkeitslimit (ökonomische Perspektive) war am Bilanzstichtag mit 81,9 % ausgelastet. Die Mindestanforderungen an die Einhaltung aufsichtlicher Kenngrößen der normativen Perspektive der Risikotragfähigkeit wurden sowohl im Planszenario als auch unter der Berücksichtigung adverser Entwicklungen vollständig erfüllt. Demnach war und ist die Risikotragfähigkeit derzeit gegeben. Die durchgeführten Stresstests zeigen, dass auch außergewöhnliche Ereignisse durch das vorhandene Risikodeckungspotenzial abgedeckt werden können.


Bestandsgefährdende oder entwicklungsbeeinträchtigende Risiken sind nicht erkennbar. Risiken der künftigen Entwicklung bestehen durch die Regulatorik und in weiteren starken Zinsanstiegen (u. a. Drohverlustrückstellung gemäß IDW RS BFA 3 n. F.). Im Fall sich einer weiter eintrübenden Konjunktur und einer rückläufigen Ertragslage werden die freien Kapitalbestandteile nur begrenzt erhöht werden können. Im Hinblick auf die tendenziell weiter steigenden Eigenkapitalanforderungen und die durchgeführte Kapitalplanung (normative Perspektive) ist mittelfristig mit einer nahezu gleichbleibenden Risikotragfähigkeit bzw. Kapitalquoten zu rechnen.


Die Sparkasse nimmt am Risikomonitoring des Sparkassenverbandes Baden-Württemberg teil. Die Erhebung erfolgt dreimal jährlich. Dabei werden die wichtigsten Risikomesszahlen auf Verbandsebene ausgewertet und die Entwicklungen beobachtet. Jede Sparkasse wird insgesamt bewertet und einer von vier Monitoringstufen zugeordnet. Die Sparkasse ist der gelben Bewertungsstufe zugeordnet.


Insgesamt beurteilen wir unsere Risikolage als ausgewogen.

5. Chancen- und Prognosebericht

5.1. Chancenbericht


Unser "Chancenmanagement" ist in den jährlichen Strategieüberprüfungsprozess integriert.

Wir sind zu allererst eine Kundenbank und sehen entsprechend auch unsere Chancen vor allem in unseren Geschäftsbeziehungen zu den privaten, gewerblichen und kommunalen Kunden in unserer Region. Dieses Selbstverständnis und auch das selbstbewusste nach vorne blicken, kommen in unserer Vision - Wir können mehr. Die Menschen machen den Unterschied - zum Ausdruck.

Die Chance auf eine Stabilisierung unserer Ertragskraft wollen wir vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen vor allem dadurch nutzen, dass wir uns künftig noch stärker auf das Kundenkreditgeschäft fokussieren. Darüber hinaus arbeiten wir laufend daran unsere Prozesse zu optimieren.

Chancen wollen wir nutzen, indem wir neben dem Präsenz der Beratungscenter in der Fläche und der flächendeckend angebotenen SB-Technik das Multikanalbanking bzw. die Internetbanking-Angebote weiter ausbauen.

Zwar investiert die Sparkasse primär in die Kredite an ihre Kunden, zu einem Teil erfolgt die Anlage der Mittel aber auch am Kapitalmarkt. Im Zinsbereich waren im Jahr 2023 weiterhin die Auswirkungen der gestiegenen Zinsen erkennbar. Wir erwarten daraus in den folgenden Jahren weiter positive Effekte..

Chancen erwarten wir auch aus unseren Investitionen in zukunftsweisende Informationstechnologien. Die Fortentwicklung der medialen Vertriebswege wird eines der Schlüsselthemen der kommenden Jahre sein. Dieser Entwicklung werden wir durch die Implementierung eines digitalen Beratungscenters gerecht. Um die Kundenbindung weiter zu intensivieren und die partnerschaftliche Zusammenarbeit innerhalb der Sparkassen-Finanzgruppe zu fördern, bedarf es zudem geeigneter technischer Lösungen, die eine unternehmensübergreifende Anbindung von Geschäftsprozessen und eine ganzheitliche Sicht auf den Kunden ermöglichen. Diese konsequente Integration modernster medialer Vertriebskanäle neben und ergänzend zu dem bewährten stationären Vertrieb in der Filiale, soll unseren Erfolg auch in der Zukunft sichern.

5.2. Prognosebericht


Die nachfolgenden Einschätzungen haben Prognosecharakter. Sie stellen unsere Einschätzungen der wahrscheinlichsten künftigen Entwicklung auf Basis der uns zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts zur Verfügung stehenden Informationen dar. Da Prognosen mit Unsicherheit behaftet sind bzw. sich durch die Veränderungen der zugrundeliegenden Annahmen als unzutreffend erweisen können, ist es möglich, dass die tatsächlichen künftigen Ergebnisse gegebenenfalls deutlich von den zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts getroffenen Erwartungen über die voraussichtlichen Entwicklungen abweichen. Zu diesen gehören insbesondere die Konjunktur-, Inflations- und Zinsentwicklung, die Entwicklung der Immobilienmärkte, aber auch geopolitische Krisen.


Der Prognosezeitraum umfasst das auf den Bilanzstichtag folgende Geschäftsjahr.


Als Risiken im Sinne des Prognoseberichts werden künftige Entwicklungen oder Ereignisse gesehen, die zu einer für die Sparkasse negativen Prognose- bzw. Zielabweichung führen können.


Als Chancen im Sinne des Prognoseberichts werden künftige Entwicklungen oder Ereignisse gesehen, die zu einer für die Sparkasse positiven Prognose- bzw. Zielabweichung führen können.

5.2.1. Rahmenbedingungen


Nach dem Internationalen Währungsfonds (IWF) dürfte die Weltwirtschaft im laufenden Jahr um 3,1 % wachsen. Im Euroraum soll das Wirtschaftswachstum 2024 leicht anziehen auf 0,9 % nach 0,5 % im Jahr zuvor. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt soll nach der Konjunkturprognose des ifo Instituts vom März 2024 im laufenden Jahr nur um 0,2 % wachsen; in Baden-Württemberg nach der Landesbank Baden-Württemberg um 0,1 %. Getrieben sind diese Werte von einem negativen statistischen Überhang aus 2023 und dem schwachen Jahresauftakt 2024. Getragen wird das Wachstum vor allem von einer unterstellten Erholung des privaten Konsums, der in 2024 preisbereinigt um 1,0 % zulegen könnte. Für die Lage bei den Bauinvestitionen und im Außenhandel bleibt eine Prognose für 2024 dagegen noch schwierig. Die konjunkturelle Schwäche wird den Beschäftigungsaufbau verlangsamen und die Arbeitslosigkeit zunächst weiter steigen lassen. Für die Arbeitslosenquote wird nach der Konjunkturprognose des ifo Instituts erwartet, dass diese in diesem Jahr mit durchschnittlich 5,9 % um 0,2 %-Punkte höher liegt als noch im Jahr 2023. Der weitgehend geräumte Arbeitsmarkt dürfte die gesamtwirtschaftliche Entwicklung der Gütermärkte mit einer Seitwärtsbewegung bei der Erwerbstätigkeit begleiten. Diese Prognosen stehen natürlich unter dem Vorbehalt, dass es nicht zu weiteren Verschärfungen bei den zahlreichen geostrategischen und politischen Konflikten kommt.


Die Inflationsraten dürften auch aufgrund gesunkener Energiepreise im laufenden Jahr weiter zurückgehen. In Deutschland ist mit einer Inflationsrate von 2,5 % zu rechnen. Nachdem die Notenbanken in 2023 weltweit zunächst ihren restriktiven Kurs fortgeführt hatten und in den vergangenen Monaten das Leitzinsniveau stabil gehalten haben, deuten sich nunmehr erste Tendenzen für Zinssenkungen der Zentralbanken im Jahr 2024 an.


Nach einem Ausblick der Deutschen Bundesbank wird erwartet, dass der zunehmende Wettbewerb im Einlagengeschäft, das schwache Kreditneugeschäft sowie steigende Verwaltungsaufwendungen durch notwendige Investitionen (u. a. zur Verhinderung von Cyberkriminalität und zur verstärkten Digitalisierung) die Ertragslage der nächsten Jahre belasten werden. Eine schwache gesamtwirtschaftliche Entwicklung könnte zusätzlich zu einem Anstieg von Kreditausfällen führen. Vor dem Hintergrund der angespannten wirtschaftlichen Gesamtsituation unterliegt die Einschätzung zur Entwicklung der Risikovorsorge im Kreditgeschäft den gleichen Unsicherheiten wie die Prognose zur Wirtschaftsentwicklung.


Der DAX dürfte sich nach Meinung der Landesbank Baden-Württemberg bis zum Jahresende 2024 nochmals auf voraussichtlich 18.000 Punkte verbessern. Für den Euro Stoxx 50 wird ebenso mit einer positiven Entwicklung gerechnet.

5.2.2. Geschäftsentwicklung


Abgeleitet aus der Bestandsentwicklung der Vorjahre und in Abstimmung mit den Vertriebsverantwortlichen, rechnen wir mit einer Seitwärtsbewegung im Kundenkreditgeschäft.


Im Einlagengeschäft setzt sich der über Konditionen geführte Wettbewerb fort. Vor dem Hintergrund der erwarteten konjunkturellen Entwicklung erwarten wir für 2024 einen leichten Rückgang der Kundeneinlagen.


Bei der Bilanzsumme erwarten wir aufgrund der vorgenannten Entwicklungen insbesondere aufgrund der Entwicklung im Wertpapierbereich für das Folgejahr einen Rückgang.


Im Dienstleistungsgeschäft gehen wir für 2024 aufgrund der Rahmenbedingungen von einem moderaten Anstieg des Ertrages aus.

5.2.3. Finanzlage


Aufgrund unserer vorausschauenden Finanzplanung gehen wir davon aus, dass auch im Prognosezeitraum die Zahlungsfähigkeit gewährleistet ist und die bankaufsichtlichen Anforderungen eingehalten werden können.

5.2.4. Ertrags- und Vermögenslage


Vor dem Hintergrund der dargestellten Erwartungen hinsichtlich der Entwicklung der Rahmenbedingungen erwarten wir für das Geschäftsjahr 2024 folgende Entwicklung unserer bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren:

Bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren mit Bezug zur Gewinn- und Verlustrechnung (Betriebsvergleich)
Prognose
für 2024
Cost-Income-Ratio in % 73,4
Zinsüberschuss in Mio. EUR 25,3
ordentlicher Ertrag in Mio. EUR 12,6
Personalkosten in Mio. EUR 17,9
Sachkosten in Mio. EUR 9,8


Stand: April 2024

Prognose Cost-Income-Ratio


Hinsichtlich des Rohertrags (Zins- und Provisionsüberschuss sowie dem Saldo der sonstigen ordentlichen Erträge und Aufwendungen) erwarten wir eine moderate Steigerung. Der prognostizierte Verwaltungsaufwand für 2024 steigt insgesamt. Wir erwarten einen Anstieg der Cost-Income-Ratio gegenüber dem Berichtsjahr.

Prognose Zinsüberschuss


Für den Zinsüberschuss erwarten wir, insbesondere aufgrund der gestiegenen Zinsen, einen moderaten Anstieg. Auch gehen wir von einem moderaten Anstieg des Zinsspanne aus.

Prognose ordentlicher Ertrag


Bei dem ordentlichen Ertrag planen wir für das Jahr 2024 die gleiche Entwicklung wie im Jahr 2023.

Prognose Personalkosten


Bei den Personalkosten planen wir mit einem moderaten Anstieg. Dieser ist insbesondere auf die Tariferhöhungen zurückzuführen. Des Weiteren werden notwendige Nachbesetzungen sowie Doppelungen einzelner Stellen, aufgrund anstehender Nachfolgeregelungen, zu Erhöhungen führen.

Prognose Sachkosten


Bei den Sachkosten rechnen wir im Jahr 2024 mit einem leichten Anstieg. Zur Reduzierung der Sachkosten ist in 2023 ein Effiziensprojekt aufgesetzt worden, aus welchem für die Zukunft spürbare Einsparungen zu erwarten sind.


Insbesondere bei einer konjunkturellen Abschwächung könnten sich gleichwohl weitere Belastungen für die künftige Ergebnis- und Kapitalentwicklung ergeben.


Des Weiteren können sich aufgrund regulatorischer Verschärfungen für die Finanzwirtschaft (Vereinheitlichung der Einlagensicherung, Basel IV-Regelungen, Meldewesen, CRR III) weitere Belastungen ergeben, die sich auf die Ergebnis- und Kapitalentwicklung der Sparkasse negativ auswirken können.

5.3. Gesamtaussage


Die Prognose für das Geschäftsjahr 2024 lässt insgesamt erkennen, dass das hinsichtlich Wettbewerbssituation und Zinslage schwieriger werdende Umfeld auch an der Sparkasse nicht spurlos vorübergeht.


Unsere Perspektiven für das Geschäftsjahr 2024 beurteilen wir in Bezug auf die aufgezeigten Rahmenbedingungen unter Berücksichtigung der von uns erwarteten Entwicklung der Rahmenbedingungen und unserer bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren zusammengefasst als günstig.


Bei der prognostizierten Entwicklung der Ertragslage sollte eine weitere Stärkung der Eigenmittel gesichert sein.


Aufgrund unserer vorausschauenden Finanzplanung gehen wir daher davon aus, dass auch im Prognosezeitraum die Risikotragfähigkeit und die Einhaltung aller bankaufsichtlichen Kennziffern durchgängig gewährleistet sind.

Feststellung Jahresabschluss 2023 der Sparkasse Staufen-Breisach

Beschluss über die Verwendung des Überschusses nach §§ 31, 12 Abs. 2 Nr. 7 SpG


Der Verwaltungsrat beschließt, den Jahresüberschuss i.H.v. 1.591.635,57 EUR des Jahres 2023 der Sicherheitsrücklage zuzuführen. Diese beläuft sich anschließend auf 81.204.745,36 EUR.


Beschluss

Datum: 25. September 2024



Verwaltungsratsvorsitzender


Schriftführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS


An die Sparkasse Staufen-Breisach, Staufen und Breisach

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile


Wir haben den Jahresabschluss der Sparkasse Staufen-Breisach (im Folgenden: Sparkasse) bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Sparkasse für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.


Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kreditinstitute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Sparkasse zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Sparkasse. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.


Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 Handelsgesetzbuch (im Folgenden: HGB) erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile


Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden: EU-APrVO) unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Sparkasse unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Art. 10 Abs. 2 Buchstabe f) EU-APrVO i. V. m. § 340k Abs. 3 HGB, dass alle von uns beschäftigten Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Art. 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses


Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.


Nachfolgend stellen wir den aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:

Bewertung von Forderungen an Kunden

a) Sachverhalt und Problemstellung


Das Kundenkreditgeschäft ist ein maßgebliches Geschäftsfeld der Sparkasse. Bei der Bewertung einzelner Kundenforderungen ist das Adressenausfallrisiko des Kreditnehmers, d. h. insbesondere die Wahrscheinlichkeit, mit der ein Kreditnehmer seinen vertraglichen Leistungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen kann, sowie die Bewertung der ggf. vorliegenden Sicherheiten, maßgeblich. Die Bewertung dieser Forderungen beruht somit in einem hohen Maße auf den Einschätzungen und Annahmen des Vorstands der Sparkasse zu den genannten Sachverhalten. Die Unsicherheiten bei diesen Ermessensentscheidungen sind aktuell insbesondere durch die aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen geprägt. Von besonderer Bedeutung ist hierbei die Einschätzung, inwieweit die hieraus resultierenden Belastungen die Kapitaldienstfähigkeit der betroffenen Kreditnehmer dauerhaft negativ beeinflussen. Diese Thematik hat daher wesentliche Auswirkungen auf den Jahresabschluss, insbesondere auf die Ertragslage der Sparkasse. Für die Zwecke der Rechnungslegung sind insofern die Kreditprozesse zur Bewertung der Forderungen von besonderer Bedeutung. Die Bewertung von Forderungen an Kunden bedarf insoweit einer besonderen Befassung durch den Abschlussprüfer.

b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse


Bereits im Rahmen unserer vorgezogenen Prüfung der organisatorischen Pflichten haben wir die Ordnungsmäßigkeit der Kreditprozesse, u. a. die Früherkennungsverfahren für Kreditrisiken und den Forderungsbewertungsprozess, betrachtet. Die relevanten Kreditprozesse sowie die Ausgestaltung und Wirksamkeit des internen Kontrollsystems bei der Bewertung der Kundenforderungen beurteilen wir regelmäßig auf Grundlage von Aufbau- und Funktionsprüfungen.


Bei einer risikoorientierten - unter besonderer Berücksichtigung der aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen - vorgenommenen bewussten Auswahl von Kreditengagements haben wir aussagebezogene Prüfungshandlungen in Form von Einzelfallprüfungen vorgenommen und auf der Grundlage von Kreditunterlagen zu den wirtschaftlichen Verhältnissen die von der Sparkasse vorgenommene Beurteilung des kreditnehmerbezogenen Adressenausfallrisikos sowie die Bewertung der Kreditsicherheiten bei ausfallgefährdeten Forderungen nachvollzogen.

c) Verweis auf weitergehende Informationen


Weitere Informationen und Erläuterungen sind in den Anhangangaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (Abschnitt 1.2) sowie zu den Beständen zum Bilanzposten Aktiva 4 (Abschnitt 1.3.1) enthalten. Darüber hinaus verweisen wir auf die Darstellungen und Erläuterungen im Lagebericht (Abschnitte 2.3.2.2., 2.4.1. und 4.2.1).

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter (Vorstand) und des Aufsichtsorgans (Verwaltungsrat) für den Jahresabschluss und den Lagebericht


Der Vorstand ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kreditinstitute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Sparkasse vermittelt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.


Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der Vorstand dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Sparkasse zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.


Außerdem ist der Vorstand verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Sparkasse vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.


Der Verwaltungsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Sparkasse zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts


Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Sparkasse vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.


Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.


Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der vom Vorstand angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der vom Vorstand dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des vom Vorstand angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Sparkasse zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Sparkasse ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Sparkasse vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Sparkasse.

führen wir Prüfungshandlungen zu den vom Vorstand dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben vom Vorstand zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.


Wir erörtern mit dem Verwaltungsrat unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.


Wir geben gegenüber dem Verwaltungsrat eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihm alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und, sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.


Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit dem Verwaltungsrat erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Übrige Angaben gemäß Art. 10 EU-APrVO


Wir sind nach § 30 Abs. 2 Satz 2 Sparkassengesetz für Baden-Württemberg i. V. m. § 340k Abs. 3 Satz 1 HGB gesetzlicher Abschlussprüfer der Sparkasse.


Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem Prüfungsbericht nach Art. 11 EU-APrVO in Einklang stehen.


Von uns beschäftigte Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, haben folgende Leistungen, die nicht im Jahresabschluss oder im Lagebericht angegeben wurden, zusätzlich zur Abschlussprüfung für die Sparkasse erbracht:

Prüfung im Zusammenhang mit dem "MACCs-Verfahren" (Kreditforderungen - Einreichung und Verwaltung) gemäß Abschnitt V Nr. 11 (1) der Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Deutschen Bundesbank

Prüfung im Zusammenhang mit der Kostenumlage der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht für den Aufsichtsbereich Wertpapierhandel gemäß § 16j Abs. 2 Satz 2 des Gesetzes über die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Finanzdienstleistungsaufsichtsgesetz - FinDAG)

VERANTWORTLICHE/R WIRTSCHAFTSPRÜFER


Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Jochen Eberhard.

 

Stuttgart, den 23. Juli 2024


Sparkassenverband Baden-Württemberg Prüfungsstelle


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