Krauss-Maffei Automation AGLiquidiert

85445 Oberding, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 131850
Vorher
Neureder AG
Eingetragen
29.6.2000
Branche
Herstellung von MehrzweckindustrieroboternHerstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungHerstellung von Maschinen für die Verarbeitung von Kunststoffen und Kautschuk
Gegenstand
Entwicklung, Herstellung, Anschaffung und Vertrieb von Robotern für die kunststoffund metallverarbeitende Industrie sowie verwandte industrielle Gebiete.

Historie

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Management

NameRolle
Wolfgang Dr. Molter
seit 28.2.2013
Prokura
Thomas Marufke
seit 14.11.2012
Vorstandsmitglied
Martin Straßer
seit 13.7.2012
Prokura
Vorstandsmitglied

Konzern- und Jahresabschlüsse

Krauss-Maffei Automation AG

Oberding

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2010 bis zum 30.09.2011

Bilanz zum 30. September 2011

Aktiva

Anhang 30.09.2011
T€
30.09.2010
T€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 90 20
90 20
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 340 419
2. Technische Anlagen und Maschinen 131 71
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 320 151
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 72 3
863 644
6 953 664
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 757 695
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 7.277 5.798
3. Geleistete Anzahlungen 59 134
8.093 6.627
4. abzüglich erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 7 1.193 0
6.900 6.627
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 808 544
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 7 9.443 8.770
3. Sonstige Vermögensgegenstände 56 24
10.307 9.338
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 61 271
17.268 16.236
C. Rechnungsabgrenzungsposten 70 65
18.291 16.965

Passiva

Anhang 30.09.2011
T€
30.09.2010
T€
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 8 4.500 4.500
II. Kapitalrücklage 8 450 450
III. Bilanzgewinn 1.280 1.280
6.230 6.230
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 9 85 64
2. Steuerrückstellungen 293 0
3. Sonstige Rückstellungen 10 6.996 5.103
7.374 5.167
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 7 0 863
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11 4.141 4.565
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 11 350 6
4. Sonstige Verbindlichkeiten 11 196 134
davon aus Steuern T€ 121 (i. Vj. T€ 107)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit T€ 34 (i. Vj. T€ 14)
4.687 5.568
18.291 16.965

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2010/2011

Anhang 01.10.2010 - 30.09.2011
T€
01.10.2009 - 30.09.2010
T€
1. Umsatzerlöse 1 33.466 25.083
2. Erhöhung des Bestands an unfertigen Erzeugnissen und Leistungen 1.478 2.573
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 72 0
4. Sonstige betriebliche Erträge 2 811 549
35.827 28.205
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren - 18.999 - 15.805
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen - 1.091 - 902
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter - 7.973 - 6.797
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung - 1.696 - 1.274
davon für Altersversorgung T€ 16 (i. Vj. T€ 7)
7. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen - 288 - 174
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen - 2.453 - 1.785
- 32.500 - 26.737
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 24 10
davon aus verbundenen Unternehmen T€ 22 (i. Vj. T€ 5)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 32 - 3
- 8 7
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 3.319 1.475
12. Außerordentliche Aufwendungen 3 - 2 0
davon Aufwendungen aus der Anwendung der Art. 66 und 67 Abs. 1 bis 5 EGHGB (Übergangsvorschriften zum BilMoG) T€ - 2 (i. Vj. T€ 0)
13. Außerordentliches Ergebnis - 2 0
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - 293 140
15. Ergebnis vor Verwendung 3.024 1.615
16. Aufwendungen aus Ergebnisabführung - 3.040 - 1.615
17. Jahresfehlbetrag/Jahresüberschuss - 16 0
18. Gewinnvortrag 1.280 1.280
19. Entnahmen aus anderen Gewinnrücklagen 4 16 0
20. Bilanzgewinn 1.280 1.280

Anhang für das Geschäftsjahr 2010/2011

der Krauss-Maffei Automation AG, Oberding

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG und der Satzung aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Eine Anpassung wurde gemäß EGHGB nicht vorgenommen. Die Vorjahreszahlen sind daher nur eingeschränkt vergleichbar.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Anlagevermögen

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer über zwei bis vier Jahre planmäßig linear abgeschrieben.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Für bewegliche Anlagegüter, die bis 31. Dezember 2007 zugegangen sind, wird die degressive Abschreibungsmethode angewandt.

Des Weiteren wird vom Wahlrecht Gebrauch gemacht, die degressive Abschreibungsmethode, deren Anwendung gemäß einer gesetzlichen Ausnahmeregelung auf Zugänge des beweglichen Anlagevermögens im Zeitraum vom 01. Januar 2009 bis 31. Dezember 2010 wieder ermöglicht wurde, auf Zugänge innerhalb dieses Zeitraums anzuwenden.

Zur linearen Abschreibungsmethode wird in dem Jahr, in dem die lineare Abschreibungsmethode erstmals zu höheren Jahresabschreibungsbeträgen führt, übergegangen.

Die übrigen Anlagegüter werden linear abgeschrieben.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von 150,00 € werden im Jahr des Zugangs als Aufwand erfasst. Für geringwertige Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als 150,00 € bis 1.000,00 € (Anschaffung nach dem 31. Dezember 2007) wird das steuerliche Sammelpostenverfahren aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewandt. Der jahrgangsbezogene Sammelposten wird im Zeitraum von fünf Jahren jeweils mit 20 % p.a. im Zugangsjahr und in den vier darauf folgenden Jahren abgeschrieben. Im Jahr der Beendigung der Abschreibung wird der Sammelposten als Abgang erfasst.

Dauerhaft dem Unternehmenszweck dienende Fertigerzeugnisse, die in Showrooms (Technikum) Kunden präsentiert werden oder die zu Schulungszwecken gefertigt worden sind, sind im Anlagevermögen aktiviert worden. Die Anlagen werden planmäßig abgeschrieben.

Umlaufvermögen

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Für bestimmte Vorräte werden die Werte mithilfe zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren unter Beachtung des Niederstwertprinzips ermittelt. Die Unterschiedsbeträge zu einer Bewertung zum Börsenkurs oder dem Marktpreis am Bilanzstichtag sind im Rahmen der Erläuterungen der Vorräte dargelegt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Darüber hinaus werden Gängigkeitsabschläge vorgenommen.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse und Leistungen sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie angemessene Teile für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige Leistungen und für betriebliche Altersversorgung wurden nicht aktiviert.

In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Für Verluste aus Liefer- und Abnahmeverpflichtungen sind in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet.

Die vom Kunden erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen sind von den Vorräten abgesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind abgezinst.

Die liquiden Mittel werden mit den Nennwerten angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Tag darstellen.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital entspricht dem Grundkapital laut Satzung sowie der Handelsregistereintragung und ist voll eingezahlt.

Rückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode (bis 30. September 2010 Teilwertverfahren) unter Verwendung der "Richttafeln 2005 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 5,13 % gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 2,5 % und erwartete Rentensteigerungen mit 1,0 % bzw. 2,0 % berücksichtigt. Die Fluktuation wurde mit einer gesellschaftstypischen Rate berücksichtigt.

Unter Inanspruchnahme des Wahlrechts nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wird der sich aus der Änderung der Rückstellungsbilanzierung nach §§ 249 Abs. 1 Satz 1, 253 Abs. 1 Satz 2, Abs. 2 HGB durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) ergebende Zuführungsbetrag über den Höchstzeitraum von 15 Jahren beginnend ab dem Geschäftsjahr 2010/11 verteilt.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.

Soweit die zugrunde liegende Verpflichtung einen Zinsanteil ohne Gegenleistung darstellt, wurde die Rückstellung zum Barwert mit einem Zinsfuß von 3,78 % - 3,92 % angesetzt.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

III. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Aufgliederung der Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt nach In- und Ausland:

2010/2011
T€
2009/2010
T€
Inland 30.253 23.089
Ausland 3.218 1.995
sonstige Erlöse - 5 - 1
33.466 25.083

Die konzerninternen Umsätze beliefen sich auf 26.364 T€ (i. Vj. 20.828 T€).

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 767 T€.

3. Außerordentliche Aufwendungen

Aus der Anwendung von Art. 66 und Art. 67 Abs. 1 bis 5 EGHGB (Übergangsvorschriften zum BilMoG) resultieren außerordentliche Aufwendungen: aus der Umstellung von Pensionsrückstellungen in Höhe von 1 T€ und aus der Umstellung von Verbindlichkeiten in Fremdwährung in Höhe von 1 T€.

4. Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen

Aus der Anwendung von Art. 66 und Art. 67 Abs. 1 bis 5 EGHGB (Übergangsvorschriften zum BilMoG) resultieren folgende Erträge, die direkt in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt wurden: Rückstellung für Gewährleistungen in Höhe von 10 T€ und Sonst. Rückstellungen (Archivierung) in Höhe von 6 T€.

Die Gewinnrücklagen wurden gemäß Gesellschafterbeschluss per 30. September 2011 entnommen und zusammen mit dem Jahresüberschuss an die Muttergesellschaft abgeführt.

5. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Mit Wirkung zum 1. Oktober 2007 wurde mit der KraussMaffei Technologies GmbH als Organträger ein Ergebnisabführungsvertrag geschlossen. Der oberste Organträger ist die KaussMaffei AG. Demzufolge wird der Steueraufwand für die Wirtschaftsjahre ab 2008 auf Ebene des obersten Organträgers erfasst.

IV. Angaben zur Bilanz

6. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens nach den einzelnen Bilanzpositionen haben wir in Form des Anlagespiegels dargestellt (Anlage zum Anhang).

7. Umlaufvermögen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten 8.504 T€ (i. Vj. 6.392 T€) gegen die Gesellschafterin KraussMaffei Technologies GmbH.

Zum 30. September 2011 werden die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen gemäß dem Wahlrecht nach § 268 Abs. 5 S. 2 HGB von den Vorräten offen abgesetzt. Im Vorjahr erfolgte ein Ausweis unter den Verbindlichkeiten. Der Vorjahreswert wurde nicht angepasst.

8. Eigenkapital

Das Grundkapital beträgt unverändert 4.500 T€. Es ist eingeteilt in 4.500.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem Nennwert von 1 € pro Aktie.

Die Aktien werden zum Bilanzstichtag zu 100 % von der KraussMaffei Technologies GmbH, München, gehalten.

Gemäß § 150 AktG sind Kapitalgesellschaften in der Rechtsform der Aktiengesellschaft zur Bildung einer gesetzlichen Rücklage verpflichtet. In diese sind jeweils 5 % des um einen Verlustvortrag aus dem Vorjahr geminderten Jahresüberschusses einzustellen, bis die gesetzliche Rücklage und die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 1-3 HGB zusammen den zehnten oder den in der Satzung bestimmten höheren Teil des Grundkapitals erreichen. Seit dem 30. September 2007 beträgt die Kapitalrücklage 450 T€.

9. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Der noch in künftigen Perioden anzusammelnde Fehlbetrag gemäß Art. 67 Abs. 2 EGHGB beträgt 17 T€.

10. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 6.996 T€ (i. Vj. 5.103 T€) betreffen im Wesentlichen Gewährleistungen, fehlende Kosten, Personalkosten und andere Risiken aus dem laufenden Geschäft.

11. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten umfassen solche gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 291 T€.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten haben zum Bilanzstichtag folgende Restlaufzeiten:

Art der Verbindlichkeit Restlaufzeiten
bis 1 Jahr
T€
1 bis 5 Jahre
T€
größer 5 Jahre
T€
Summe
T€
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.141 0 0 4.141
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (i.W. KraussMaffei Technologies GmbH) 350 0 350
Sonstige Verbindlichkeiten 196 0 0 196
Gesamt 4.687 0 0 4.687
(Vorjahr 5.568 0 0 5.568)

12. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den Garantien wird aufgrund der guten Ertragslage als gering eingeschätzt.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen für Leasing und Mieten belaufen sich auf 2.953 T€ (davon innerhalb eines Jahres fällig 495 T€). Darüber hinaus besteht eine Abnahmeverpflichtung in Höhe von 722 T€ für Gegenstände des Umlaufvermögens.

V. Sonstige Angaben

13. Personal

Die Gesellschaft beschäftigt im Geschäftsjahr 2010/11 durchschnittlich 155 Mitarbeiter.

Die Mitarbeiterstruktur zum Stichtag stellt sich wie folgt dar:

2011 2010
Arbeiter 45 43
Angestellte 105 92
Auszubildende 14 7
164 142

14. Angaben zum Mutterunternehmen gemäß § 285 Nr. 14 HGB

Zum 30. September 2011 wird die Gesellschaft in den Konzernabschluss der MPM Equity LLC, Chicago, USA, der nach International Financial Reporting Standards aufgestellt wird, einbezogen.

Der Konzernabschluss mit Konzernlagebericht zum 30. September 2010 wurde am 03. August 2011 zur Veröffentlichung beim elektronischen Bundesanzeiger eingereicht. Der Konzernabschluss mit Konzernlagebericht zum 30. September 2011 wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

15. Gesellschaftsorgane

Der Vorstand setzte sich im Geschäftsjahr wie folgt zusammen:

 

Josef Neureder

Oberding

Vorsitzender des Vorstandes

 

Daniela Zink

München

Vorstand

Leiterin Controlling und Finanzen

KraussMaffei Financial Services GmbH

Der Aufsichtsrat setzte sich im Geschäftsjahr wie folgt zusammen:

 

Dr. Karlheinz Bourdon

Emmendingen

Vorsitzender

Geschäftsführer der KraussMaffei Technologies GmbH

 

Georg Holzinger

München

Leiter Forschung & Entwicklung im Geschäftsbereich Spritzgießtechnik der KraussMaffei Technologies GmbH

 

Michael Bruggesser

Bad Aibling

Arbeitnehmervertreter

Leiter Konzernpersonalwesen

 

Oberding, 7. Dezember 2011

Josef Neureder

Daniela Zink

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Krauss-Maffei Automation AG, Oberding, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2010 bis 30. September 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

München, 7. Dezember 2011

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Broschulat, Wirtschaftsprüfer

Christ, Wirtschaftsprüfer

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2010/2011

der Krauss-Maffei Automation AG, Oberding

1. Die Gesellschaft

Die Krauss-Maffei Automation AG (KMA oder Gesellschaft) ist eine selbstständig operierende Gesellschaft der Mannesmann Plastics Machinery Gruppe (MPM).

Die KMA zählt zu den führenden Herstellern von Automationslösungen bei der Produktion und Verarbeitung von Kunststoff. Die Gesellschaft entwickelt und produziert die Produkte und Anlagen in eigenen Produktionsstätten in Deutschland. Vertrieben werden diese unter der etablierten Marke KraussMaffei über eigene Mitarbeiter und ein weltweit dicht geknüpftes Vertriebs- und Servicenetz des direkten Mutterunternehmens KraussMaffei Technologies GmbH (KMT).

Oberstes Ziel ist es, den Kunden weltweit mit hochwertigen, effizienten und bedürfnisgerechten Automationslösungen und Anlagen sowie umfassenden Serviceleistungen einen Mehrwert über deren gesamte Wertschöpfungskette zu bieten. Dabei bedient die KMA internationale Kunden aus verschiedenen Abnehmerbranchen, insbesondere aus der Verpackungs-, der Automobil- und der Automobilzulieferindustrie sowie der Bau-, der Elektro-/ Elektronik-, der Medizin-/ Pharma- und der Haushaltsgeräteindustrie.

Die Geschäftstätigkeit der KMA unterteilt sich in folgende zwei Bereiche:

Modular

Engineered

Das Modular Geschäft ist geprägt durch den Einsatz hochgradig standardisierter Roboter und Peripherien, jeweils mit starkem Wiederholcharakter. Bei den Robotern kommen die Produktgruppen Linear- und Industrieroboter sowie PET-Entnahmesysteme zum Einsatz. Bei den Peripherien handelt es sich im Wesentlichen um Schutzeinhausungen und Fördertechniken. In der Regel ist der wertmäßige Anteil von kundenspezifischen Sonderlösungen oder -anpassungen kleiner zehn Prozent des Gesamtauftragswertes.

Bei Engineered Projekten ist der Anteil an kundenspezifischen Lösungen markant. Trotz Verwendung der standardisierten Komponenten handelt es sich fast ausschließlich um einmalige Sonderlösungen. Ein Wiederholcharakter ist damit höchst selten gegeben.

Rechtliche und organisatorische Struktur

Oberste Muttergesellschaft der KMA ist die MPM Equity LLC, Chicago, USA. Die direkte Muttergesellschaft ist die KraussMaffei Technologies GmbH, München.

2. Rahmenbedingungen

2.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Im Jahr 2011 haben sich die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen weltweit auf einem hohen Niveau stabilisiert. Experten führender deutscher Wirtschaftsinstitute erwarten in einem Gemeinschaftsgutachten für das Jahr 2011 einen Zuwachs der Weltproduktion um 2,6 Prozent und der Weltwirtschaftsleistung von 4,0 Prozent (Vorjahr: 5,1 Prozent). Die Inflationserwartungen sind im Jahresverlauf weltweit leicht gestiegen und es wird 2011 mit einem durchschnittlichen Preisanstieg von 5,0 Prozent gerechnet (Vorjahr: 3,7 Prozent). Dieser Anstieg ist einerseits auf eine expansive Geldpolitik sowie andererseits auf gestiegene Roh-stoffpreise zurückzuführen.

2.2. Entwicklung in den Märkten für Kunststoff und Gummi sowie in den Branchen der Zielgruppen von KMA

Nach einem deutlichen Wachstum in 2010 haben sich die Märkte für Kunststoff und Gummi auch 2011 weiter deutlich aufwärts bewegt. In den ersten acht Monaten des Jahres stieg der Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahr um 19 Prozent. Die dynamische Entwicklung ist demzufolge auf das fortlaufende Auflösen von Investitionsstaus als Folge der weltweiten Wirtschaftskrise aus dem Jahre 2009 zurückzuführen. Insgesamt erreichte Experten zufolge das Niveau des Gesamtmarktes im abgelaufenen Geschäftsjahr nahezu das Niveau der Boomjahre 2007 und 2008, wenngleich sich das Wachstum im Jahresverlauf als Folge reduzierter Lagerbestände und einer zunehmenden unsicheren Gesamtmarktentwicklung abschwächte.

In Europa verzeichnete der Kunststoff- und Gummimaschinenbau hohe Wachstumsraten, die die Branche zurück auf das Spitzenniveau von 2008 führten. Die Experten des europäischen Dachverbands Euromap erwarten, dass das Produktionsvolumen in Europa in 2011 auf rund 11 Mrd. € steigen wird (Vorjahr: 9,8 Mrd. €). Weltweit seien die Wachstumsraten für Produktion und den Export von Kunststoff- und Gummimaschinen noch stärker gestiegen als in Europa, so dass für 2011 von einer deutlichen Steigerung des weltweiten Produktionsvolumen ausgegangen wird (Vorjahr: 23,3 Mrd. €). Insbesondere habe der Aufschwung der Industrie- und Schwellenländer in Asien dazu geführt, dass sowohl die Anteile der europäischen Länder als auch der USA an der Weltproduktion und am Weltexport leicht rückläufig waren, während asiatische Unternehmen ihren Anteil ausbauten.

Insgesamt zeigte sich branchenübergreifend, dass Produzenten zunehmend innovative und individuelle Lösungen nachfragen, die eine Gesamtbetrachtung und -begleitung des Herstellungsprozesses notwendig machen. Des Weiteren stiegen die Anforderungen der Kunden im Hinblick auf eine kompetente Unterstützung zur Material- und Energieeinsparung, zur Verbesserung der Effizienz bei Prozessen und im Produktionsablauf und zur Substitution herkömmlicher Werkstoffe wie Metalle und Aluminium durch leichtere Kunststoffe. Demzufolge zeigte sich eine steigende Nachfrage beispielsweise bei Kunden der Automobilindustrie nach Lösungen im Bereich Automatisierung.

2.3. Rechtliche Rahmenbedingungen

Das rechtliche Umfeld der Gesellschaft ist von einer Vielzahl nationaler und internationaler gesetzlicher Regelungen geprägt. Besondere Bedeutung für die Geschäftstätigkeit haben unter anderem Vorschriften über Betriebsgenehmigungen, die technische Sicherheit von Maschinen, medizin- und pharmarechtliche Regelungen, Bauvorschriften, arbeitsschutzrechtliche Vorschriften, Exportkontrollregelungen sowie umwelt- und anwendergerechte Bestimmungen betreffend Produktion, Standorte und Erzeugnisse. Sämtliche Produktionsstand-orte unterliegen den einschlägigen Vorschriften zum Schutz der Umwelt. Diese betreffen unter anderem die Begrenzung von Luft- und Bodenverunreinigungen, Einleitungen in unter-irdische Gewässer, sonstige Emissionen in die Umwelt, die Handhabung, Lagerung und den Transport von Gefahrstoffen sowie die Einhaltung von Sicherheitsvorschriften am Arbeitsplatz zum Schutz vor gefährlichen Stoffen.

Die KMA hat auch im abgelaufenen Geschäftsjahr mittels interner Kontrollsysteme aktiv und konsequent die Einhaltung geltender Richtlinien und Vorschriften sichergestellt. Notwendige und bedarfsgerechte Anpassungsmaßnahmen wurden zeitnah umgesetzt oder in die Wege geleitet.

2.4. Position im Wettbewerb

Der Markt für Kunststoff und Gummi verarbeitende Technik umfasst die Teilmärkte Spritzgießtechnik, Extrusionstechnik, Reaktionstechnik (einschließlich Schäumtechnik), Thermoform- und Warmformtechnik, Blasformtechnik und andere Kunststoff und Gummi verarbeitende Techniken. Die KMA ist mit ihrer Geschäftstätigkeit in Zusammenarbeit mit der KMT ausschließlich auf den Teilmärkten Spritzgieß-, Extrusions- und Reaktionstechnik tätig. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die Gesellschaft sich erneut gegen international agierende Wettbewerber und in den einzelnen Ländern gegen lokale Anbieter behauptet.

3. Entwicklung des Geschäftsjahres 2010/2011

Die Geschäftsentwicklung verlief im abgelaufenen Geschäftsjahr sehr positiv. Die Gesellschaft verzeichnete im Vergleich zum Vorjahr ein deutliches Wachstum und profitierte von einer steigenden Nachfrage nach Automationslösungen und Serviceleistungen seitens der Kunden weltweit. Zugute kam KMA der im Frühjahr 2010 eingekehrte Aufschwung am Kunststoffmarkt, der sich im Verlauf des Geschäftsjahres mit hoher Dynamik fortsetzte und zu einem V-förmigen Aufschwung innerhalb der Branche weltweit führte. Somit konnte KMA deutliche Zuwachsraten bei Umsatz, Auftragseingang und Auftragsbestand erzielen.

Die Gesellschaft ist mit anspruchsvollen Zielen in das abgelaufene Geschäftsjahr gestartet, um die rasant gestiegene Kundennachfrage und die sich bietenden Wachstumschancen zu nutzen. Der Gesamtverlauf des Geschäftsjahres 2010/2011 stellt die Gesellschaft zufrieden.

Im Geschäftsjahr 2010/2011 hat KMA die wesentlichen Finanzkennzahlen gegenüber dem Vorjahr verbessert. So erzielte die Gesellschaft einen Umsatz in Höhe von 33,5 Mio. € (Vorjahr: 25,1 Mio. €). Dies entspricht einer Steigerung von 33,5 Prozent. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit hat sich von 1,5 Mio. € auf 3,3 Mio. € verbessert. Der Auftragseingang stieg um 32,1 Prozent von 27,4 Mio. € auf 36,2 Mio. €. Der Auftragsbestand betrug zum Ende des Geschäftsjahres am 30. September 2011 insgesamt 11,0 Mio. €. Dies ist ein Plus von 34,1 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreswert in Höhe von 8,2 Mio. €.

4. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

4.1. Ertragslage

Die positive Geschäftsentwicklung der Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr spiegelt sich auch in der Ertragslage wider. Der Umsatz stieg deutlich um 33,5 Prozent auf 33,5 Mio. € (Vorjahr: 25,1 Mio. €).

Die Kosten für Forschung und Entwicklung nahmen von 0,6 Mio. € auf 0,7 Mio. € zu. Der Forschungs- und Entwicklungsaufwand gemessen am Umsatz belief sich damit auf 2,1 Prozent (Vorjahr: 2,2 Prozent). Die Steigerung ist eine Folge der Entwicklung neuer Produkte und Verfahren im Hinblick auf Markt- und Kundenbedürfnisse.

Die Vertriebskosten stiegen im abgelaufenen Geschäftsjahr um 0,3 Mio € von 2,5 Mio. € auf 2,8 Mio. €. Dies ist vor allem auf die Intensivierung der Vertriebstätigkeiten zurückzuführen.

Die allgemeinen Verwaltungskosten sind von 0,5 Mio. € auf 0,6 Mio. € gestiegen.

Das positive Ergebnis von 3,0 Mio. € (Vorjahr: 1,6 Mio. €) wurde im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrags an die KraussMaffei Technologies GmbH abgeführt.

4.2. Finanzlage

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit hat sich gegenüber dem Vorjahr verbessert. Ursache hierfür ist vor allem die gute Ertragslage des Unternehmens, die trotz Aufbaus des Working Capital zu einem positiven Cash Flow führt.

Die KMA hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 0,6 Mio. € in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände investiert. Die Mittel flossen überwiegend in Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie in Miet-, Versuchs- und Verleihmaschinen.

Das Working Capital ist im Vergleich zum Vorjahr von 10,5 Mio. € auf 12,7 Mio. € gestiegen. Dies ist vor allem auf das höhere Geschäftsvolumen zurückzuführen. Dadurch sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Forderungen gegen verbundene Unternehmen von 9,3 Mio. € im Vorjahr auf 10,3 Mio. € sowie die Vorräte von 6,6 Mio. € im Vorjahr auf 8,1 Mio. € in diesem Jahr gestiegen. Demgegenüber wurden jedoch auch die erhaltenen Anzahlungen von 0,9 Mio. € im Vorjahr auf 1,2 Mio. € erhöht. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen hingegen wurden trotz gestiegenen Geschäftsvolumens von 4,6 Mio. € auf 4,5 Mio. € reduziert.

Die Relation von Working Capital zu Umsatz sank auf 37,9 Prozent (Vorjahr: 41,8 Prozent).

Grundsätzlich ist das Finanz- und Liquiditätsmanagement der KMA weiterhin durch die Konzernfinanzierung bestimmt.

4.3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme belief sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 18,3 Mio. € (Vorjahr: 17,0 Mio. €).

Die langfristigen Vermögenswerte stiegen auf 1,0 Mio. € (Vorjahr: 0,7 Mio. €), was im Wesentlichen auf die Veränderung durch Zugänge bei den Sachanlagen mit 0,5 Mio. € (Vorjahr: 0,1 Mio. €) zurückzuführen ist.

Die kurzfristigen Vermögenswerte beliefen sich auf 17,3 Mio. € (Vorjahr: 16,2 Mio. €). Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus einem erhöhten Geschäftsvolumen.

Bei unverändertem Eigenkapital aufgrund der Ergebnisabführung zur Muttergesellschaft und einer höheren Bilanzsumme hat sich die Eigenkapitalquote von 36,7 Prozent auf 34,1 Prozent verringert.

Die Rückstellungen sind im Vergleich zum Vorjahr von 5,2 Mio. € um 2,2 Mio. € auf 7,4 Mio. € gestiegen.

Die Verbindlichkeiten haben sich gegenüber dem Vorjahr von 5,6 Mio. € um 0,9 Mio. € auf 4,7 Mio. € verringert, im Wesentlichen durch den geänderten Ausweis der erhaltenen Anzahlungen, die zum 30. September 2011 offen von den Vorräten abgesetzt werden. Dabei hat die KMA die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen trotz des gestiegenen Geschäftsvolumens leicht von 4,6 Mio. € auf 4,5 Mio. € reduziert.

4.4. Gesamtaussage zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Zusammenfassend lässt sich aus Sicht der Gesellschaft sagen, dass sich die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich verbessert hat.

5. Geschäftsentwicklung und weitere ergebnisrelevante Faktoren

5.1. Geschäftsentwicklung

Die Nachfrage nach Automationslösungen für Spritzgießproduktionszellen ist gegenüber dem Vorjahr deutlich angestiegen. Das Angebotsvolumen lag im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich über dem Niveau des Vorjahrs. Grund hierfür ist die starke weltweite Konjunkturentwicklung in den Kernbranchen der Gesellschaft.

Insgesamt wird der Markt für Automationslösungen in der Kunststoffindustrie weiter als Wachstumsfeld gesehen, der in einer anhaltenden Aufschwungphase weitere Chancen zur Geschäftsausweitung bietet.

5.2. Weitere ergebnisrelevante Faktoren

5.2.1. Forschung und Entwicklung

Die KMA hat im abgelaufenen Geschäftsjahr stetig und projektspezifisch neue Produkte sowie Verfahrens- und Anwendungslösungen mit dem Ziel entwickelt, Markt- und Kundenbedürfnisse bedarfsgerecht zu befriedigen, Markttrends zu wecken und die weltweit führende Marktposition zu stärken. Die Kosten für Forschung und Entwicklung nahmen von 0,6 Mio. € auf 0,7 Mio. € zu. Der Forschungs- und Entwicklungsaufwand gemessen am Umsatz belief sich damit auf 2,1 Prozent (Vorjahr: 2,2 Prozent). Zum 30. September 2011 arbeiteten in der Entwicklungsabteilung der Gesellschaft insgesamt 6 Mitarbeiter (Vorjahr: 3 Mitarbeiter).

5.2.2. Produktion

Die KMA produziert Ihre Roboter sowie benötigen Komponenten und Teile an verschiedenen Standorten in Deutschland. Die größte Produktionsstätte ist Oberding. Zum 30. September 2011 arbeiteten insgesamt 105 Mitarbeiter (Vorjahr: 101 Mitarbeiter) in den Produktionsstätten.

5.2.3. Qualität und Nachhaltigkeit

Die Gesellschaft hat auch im abgelaufenen Geschäftsjahr großen Wert auf Qualität und Nachhaltigkeit in ihren Prozessen gelegt. Dies bezog sich auf die hergestellten Produkte und deren Lebensdauer sowie auf alle Prozesse vor, während und nach der Produktion sowie produktionsbegleitende Prozesse. Des Weiteren betraf dies administrative Abläufe sowie Prozesse mit Lieferanten.

5.2.4. Einkauf und Logistik

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde die Einkaufsfunktion der KMA kontinuierlich und erfolgreich weiterentwickelt. Der Bereich Einkauf hat sich darauf fokussiert, die Partner auf der Lieferantenseite auf das deutlich höhere Geschäftsvolumen einzustellen und dabei Verfügbarkeit, Qualität, Preise und Bestände auf einem effizienten Niveau zu halten. Anspruchsvoll war dabei der kontrollierte Umgang mit den Marktpreisen für Material und Rohstoffe, die in der vergangenen Periode sehr volatil waren.

5.2.5. Personal

Die Personalsituation der KMA war im abgelaufenen Geschäftsjahr vom Wachstum der Gesellschaft geprägt. Bedingt durch das gestiegene Geschäftsvolumen und einer damit verbundenen hohen Kapazitätsauslastung stieg die Anzahl der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in der KMA zum 30. September 2011 um 11 auf 150 (Vorjahr: 139 Mitarbeiter). Dies entspricht einem Zuwachs von 7,9 Prozent.

Im Zuge einer engagierten und nachhaltigen Ausbildungsarbeit hat die KMA ihr hohes Ausbildungsniveau aufrecht erhalten, um den Personalbedarf mit Nachwuchskräften sicherzu-stellen. Zum 30. September 2011 haben sich zusätzlich 14 Mitarbeiter in Ausbildung befunden. Dies entspricht 8,5 Prozent der Gesamtbelegschaft.

5.2.6. Vertrieb und Marketing

Die vielfältigen Vertriebs- und Marketingmaßnahmen im abgelaufenen Geschäftsjahr hatten das Ziel, die gemeinsamen Endkunden der KMT und KMA sowohl persönlich als auch mittels des Einsatzes zahlreicher Informationen und Unterlagen von den Produkten und Dienstleistungen der Gesellschaft zu überzeugen.

Neben der eigenen Vertriebsaktivität hat das weltweite Netz von Händlern und Vertretern der KMT erfolgreich zur verbesserten Geschäftsentwicklung beigetragen. Von wesentlicher Bedeutung sind auch die großen nationalen und internationalen Messen sowie in München veranstaltete Hausmessen.

6. Nachtragsbericht zu Vorgängen von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres

Nach Ende des Geschäftsjahres 2010/2011 sind keine wesentlichen Ereignisse eingetreten, die Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung haben können.

7. Chancen- und Risikomanagement

Die KMA ist im Rahmen ihrer internationalen Geschäftstätigkeit Chancen und Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit ihrem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Um diesen Risiken kontrolliert begegnen zu können, unterliegen wesentliche Geschäftsprozesse einem internen Kontroll- und Überwachungssystem. Damit können Risiken frühzeitig erkannt und erforderliche Gegenmaßnahmen rechtzeitig eingeleitet werden.

Nach Ansicht des Vorstands können mit dem installierten Risikofrüherkennungssystem sämtliche wesentlichen und bestandsgefährdenden Risiken angemessen identifiziert werden.

7.1. Risikomanagement

Ein mehrstufiges System zur Identifizierung und Überwachung sämtlicher bestandsgefährdender Risiken ist installiert, dessen Aufgabe es ist, auf Basis einer kurz- und mittelfristigen Prognose (Betrachtungszeitraum: 24 Monate) die Gefährdung durch zukünftige Ereignisse zu erkennen, um die notwendigen Schritte zu einer angemessenen Bewältigung in einem geordneten Verfahren einzuleiten.

Sämtliche geschäftlichen Risiken werden den Unternehmensabläufen gegenübergestellt, analysiert und quantifiziert. Die Risikosteuerung erfolgt über die Definition und Einleitung geeigneter Gegenmaßnahmen. Die Bewertung eines Risikos erfolgt nach einheitlichen Maßstäben. Auf Risikoerfassungsbögen werden sämtliche identifizierten Risiken regelmäßig von den Bereichsverantwortlichen gemeldet und abgefragt. Beurteilt werden die maximale Schadenshöhe, die Eintrittswahrscheinlichkeit und die Effektivität möglicher Gegenmaßnahmen.

Am Ende dieser Prüfung steht das sogenannte Nettorisiko oder tatsächliche Risikopotential. Aus der Addition aller einzelnen Risikopotentiale ergibt sich die Gesamtrisikosituation der Gesellschaft. Diese wiederum lässt sich segmentieren nach spezifischen Risiken in den einzelnen Bereichen sowie nach übergreifenden Risiken auf Gesellschaftsebene. Der Stand der Umsetzung wird in regelmäßigen Abständen über das Risikomanagementsystem kontrolliert.

Überwachungs- und Steuerungssystem

Für das Überwachungs- und Steuerungssystem werden im Wesentlichen die folgenden weiteren Instrumentarien genutzt:

Vorstandssitzung

Jahresplanung und Prognoserechnung (Budgetplanung, unterjährige Planungen und eine Mittelfristplanung)

Monats- und Quartalsreporting

Investitionsplanung

Produktions- und Kapazitätsplanung (Budgetplanung und Mittelfristplanung)

Strategische Unternehmensausrichtung

Vertriebs- und Markt-Analysen

Bereichsübergreifende Koordination von Projekten

Strategische Entwicklungsprojekte

Patentkoordination

Einkaufs- und Lieferantenmanagement

Exportkontrolle

Debitorenmanagement

Absatzfinanzierung

Liquiditätsplanung

Personalplanung und -entwicklung

Interne Revision

Compliance Management (CoE)

Internes Kontrollsystem

Diese Einrichtungen und Instrumentarien bilden die Grundlage für das bestehende Risikomanagement.

Zum Bilanzstichtag 30. September 2011 bestehen folgende Chancen wie auch Risiken, die einen erheblichen Einfluss auf die weitere Entwicklung der Gesellschaft haben könnten. Ein Risiko ist die Beschreibung eines Ereignisses mit der Möglichkeit negativer Auswirkungen. Eine mögliche positive Auswirkung eines Risikos wird als Chance bezeichnet. Ursächlich ist das Risiko mit einem Wagnis verbunden. Im Vergleich zum Vorjahr kam es nicht zu wesentlichen Änderungen in der Risikostruktur.

Zum 30. September 2011 ist über folgende wesentliche Risiken für die KMA zu berichten:

Umfeld- und Branchenrisiken

Unternehmensstrategische Risiken

Leistungswirtschaftliche Risiken

Finanzwirtschaftliche Risiken

Rechtliche Risiken

Sonstige Risiken

Auf Basis der in der Unternehmensstrategie verankerten Ziele will die KMA im kommenden Geschäftsjahr Umsatz und Ertrag steigern. Dies wird durch eine positive Auftrags- und Geschäftslage und bereits eingeleitete unternehmerische Maßnahmen unterstützt.

Umfeld- und Branchenrisiken

Die Nachfrage nach den Robotern der Gesellschaft ist von der allgemeinen Konjunkturentwicklung sowie der Entwicklung bestimmter zyklischer Branchen abhängig. Das erwartete Marktwachstum basiert sowohl auf einer erwarteten positiven wirtschaftlichen Entwicklung in den entwickelten Industrieregionen wie Westeuropa und den USA als auch in Wachstumsländern, insbesondere in Osteuropa und den Emerging Markets. Es ist allerdings möglich, dass die erwartete wirtschaftliche Entwicklung nicht oder nicht im erwarteten Ausmaß eintreten wird, beispielsweise durch Krisensituationen in einzelnen Regionen oder an den weltweiten Finanzmärkten. Die KMA begegnet dem mit einer aktiven Markt- und Wettbewerbsbeobachtung, um schnell auf Marktänderungen zu reagieren.

Unternehmensstrategische Risiken

Wesentlicher Bestandteil der Unternehmensstrategie ist es, die gute Marktposition mit neuen Produkten und innovativen Verfahrenslösungen zu untermauern und das Produkt- und Leistungsportfolio gezielt auszubauen. Dabei besteht das Risiko, dass nachfolgend eine Markteinführung nicht erfolgreich verläuft. Die KMA begegnet diesem Risiko mit einer klaren Orientierung auf die Marktbedürfnisse, einem stringenten Entwicklungsmanagement und einer zielgerichteten Markteinführung.

Leistungswirtschaftliche Risiken

Die KMA ist bestrebt, neue und innovative Lösungen anzubieten. Damit ist die Gesellschaft dem Risiko ausgesetzt, dass diese neuen Leistungen, trotz eines hohen Forschungs- und Entwicklungsaufwands, nicht von den Kunden angenommen werden. Dieses Risiko wird minimiert, in dem die Gesellschaft sich konsequent an den Bedürfnissen des Marktes und damit der Kunden orientiert.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Durch die finanzielle Eingliederung und die Zentralisierung der Konzernfinanzierung in eine einzelne Finanzgesellschaft ist die KMA entsprechend abhängig von der Bonität und der Finanzierung des Konzerns.

Rechtliche Risiken

Die Gesellschaft verfügt über ein stringentes System zur Überwachung und Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen und interner Richtlinien (Compliance). Die KMA überwacht die Einhaltung mittels eines konsequenten Compliance-Managements. Trotz dieses Compliance-Systems mit internen Compliance-Managern und einem externen und unabhängigen Compliance-Büro ist es möglich, dass Verstöße sich erheblich negativ auf die Gesellschaft auswirken können. Die KMA begegnet diesem Risiko mit einer regelmäßigen Schulung der Mitarbeiter und einer aktiven und konsequenten Verfolgung beim Bekanntwerden von Verstößen bin hin zur Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen gegenüber den Verursachern.

Die Gesellschaft unterliegt dem Risiko von Haftungs- oder Schadenersatzansprüchen, beispielsweise aufgrund von Konstruktionsfehlern, Mängeln an einzelnen Robotern, schwerwiegenden Serien- und Baureihenfehlern oder der Verletzung vertraglicher Vereinbarungen mit Kunden und Geschäftspartnern. Dies könnte zu erheblichen Nachbesserungsarbeiten, der Rücknahme oder dem Austausch von Produkten oder der Nachlieferung und Ausbesserung von Einzelteilen und damit zu Kosten für die Gesellschaft führen. Nachfolgend könnte dies sowohl die Reputation der Gesellschaft als auch die Marktakzeptanz für die Produkte und damit die Ertragslage belasten. Die KMA begegnet diesem Risiko unter anderem durch eine hohe Qualität in der Produktherstellung, einem aktiven Prozess- und Qualitätsmanagement sowie der Regelung geeigneter Haftungsbeschränkungen beziehungsweise Gewährleistungsausschlüssen in den Verträgen mit Kunden und Geschäftspartnern.

Sonstige Risiken

Es besteht das Risiko, dass immaterialgüterrechtlich geschützte Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse der KMA Wettbewerbern bekannt werden könnten, beispielsweise durch das Abwerben von Mitarbeitern. Dies könnte nachfolgend die Wettbewerbsposition schwächen und sich nachteilig auf die Ertragslage auswirken. Diesem Risiko wird durch einen aktiven Schutz des Know-hows in der Gesellschaft begegnet.

7.2. Chancenbericht

Neben den aufgeführten Risiken sieht die KMA auch Chancen, Ihre Marktposition und Ertragslage auszubauen. Diese Erwartungen werden durch die folgenden Markttrends gestützt. Die Gesellschaft sieht sich zur Nutzung dieser Trends technologisch mit ihrem Produkt- und Leistungsportfolio sehr gut aufgestellt, um daraus resultierende Marktpotenziale zu nutzen und um Kunden einen Mehrwert entlang ihrer Wertschöpfungskette zu bieten.

Urbanisierung und Globalisierung

Die Weltbevölkerung sowie deren Wohlstand wachsen weiter, wodurch die Nachfrage zur Herstellung von Kunststoffprodukten steigen wird. Des Weiteren wird ein weltweit steigender Bedarf an Medizinapplikationen erwartet, welcher in den Schwellenländern durch einen wachsenden Standard in der medizinischen Versorgung und in vielen Industriegesellschaften durch eine steigende Anzahl von älteren Menschen verursacht wird.

Ressourcenschonung und Materialeinsparung

Im Hinblick auf knapper werdende Ressourcen und Rohstoffe sind Produzenten angehalten, verstärkt Material einzusparen sowie neue als auch nachwachsende Rohstoffe sukzessive in den Produktionsprozess einzubinden. So sind Unternehmen unter anderem in der Verpackungsindustrie und in der Automobilindustrie bestrebt, Materialanteile und Gewicht zu reduzieren.

Energie-, Prozess- und Produkteffizienz

Wesentliche Anforderungen sind für die Kunden künftig Effizienzverbesserungen, die auch zu Kosteneinsparungen führen. Die Anforderungen diesbezüglich steigen. Des Weiteren steigen die Anforderungen zur Reduktion der Emission von Kohlenstoffdioxid im Produktionsprozess. Die KMA verfügt über effiziente Automationstechnik und Systemlösungen sowie über intelligente Antriebstechnik und Engineering Know how, um Produzenten fach- und bedarfsgerecht zu beraten und zu unterstützen.

8. Prognosebericht und Ausblick

Experten führender deutscher Wirtschaftsinstitute gehen in einem Gemeinschaftsgutachten davon aus, dass die Weltwirtschaft im Jahr 2012 wachsen und die gesamte Weltproduktion um 2,5 Prozent und der Welthandel um 5,0 Prozent expandieren wird. Für die Jahre 2012 bis 2014 wird mit einer stabilen wirtschaftlichen Entwicklung der Weltwirtschaft, getrieben durch das Wachstum der Emerging Markets, von durchschnittlich 4,4 Prozent gerechnet.

Insgesamt sind die globalen Risiken im Hinblick auf eine Abschwächung der weltweiten Konjunktur im Jahresverlauf deutlich gestiegen, unter anderem aufgrund der Schuldenkrise in Europa und den USA, des Inflationsdrucks in den Schwellenländern sowie politischen Unruhen in Nahost und den daraus resultierenden Rezessionsängsten für die Weltkonjunktur.

Erwartet wird insbesondere, dass die Schuldenproblematik zu Sparprogrammen in einigen Ländern führen wird, die wiederum die Konjunktur des jeweiligen Landes bremsen könnten. Insbesondere müssten Europa und die USA die Staatsschuldenkrise nachhaltig in den Griff bekommen, da bei zu starken Sparanstrengungen ein Abgleiten in die Rezession drohen würde. Bei einer weiteren Verschuldung bereits hoch verschuldeter Staaten würden des Weiteren auch Staatspleiten drohen. Laut Experten führender Wirtschaftsinstitute würde schwäche sich aber auch in wichtigen Schwellenländern die Wachstumsdynamik abschwächen. Jedoch würde das Wachstum in dieser Region ebenso stützend wirken, wie eine expansive Geldpolitik sowie das Wachstum in Mittel- und Osteuropa, Lateinamerika und Asien. Es wird erwartet, dass im Winterhalbjahr 2011/2012 die Industrieproduktion in den USA und im Euroraum stagniert.

Vor dem Hintergrund der prognostizierten gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Aussichten für die weltweite Kunststoff- und Gummiindustrie blickt die KMA durchaus zuversichtlich auf das Geschäftsjahr 2011/2012. Mittelfristig ist die Gesellschaft aufgrund der gestiegenen Risiken für die Weltwirtschaft aus heutiger Sicht zurückhaltend optimistisch.

Für das Geschäftsjahr 2011/2012 erwartet die KMA auf Basis des zum 30. September 2011 vorherrschenden Auftragsbestands ein Umsatzwachstum im einstelligen Prozentbereich sowie eine entsprechende Steigerung des operativen Gewinns.

Für das Geschäftsjahr 2012/2013 ist die Gesellschaft aus heutiger Sicht zurückhaltend, da abzuwarten bleibt, inwieweit sich die im Herbst 2011 vorherrschenden Turbulenzen an den Finanzmärkten in 2012 entwickeln werden. Sollten die Auswirkungen auf die Realwirtschaft gering sein, wäre eine weitere positive Entwicklung des Umsatzes im einstelligen Prozentbereich und eine entsprechende Steigerung des operativen Ergebnisses möglich. Sollten stärkere Auswirkungen auf die Realwirtschaft entstehen, so wäre auch ein Rückgang möglich.

Zur Zielerreichung im Geschäftsjahr 2011/2012 ist es weiterhin notwendig, dass die KMA Kostendisziplin wahrt und dass bereichsübergreifend Synergien genutzt werden. Die Gesellschaft setzt daher den Weg der bereichsübergreifenden Bündelung ihrer Stärken und Kompetenzen fort, um in einem sich schneller ändernden Umfeld aktiv und kraftvoll agieren zu können.

 

Oberding, 7. Dezember 2011

Josef Neureder, Vorstandsvorsitzender

Daniela Zink

Vorstand

Bericht des Aufsichtsrats für 2010 / 2011

der Krauss-Maffei Automation AG

Der Aufsichtsrat hat sich während des Geschäftsjahres 2010/2011 anhand regelmäßiger mündlicher und schriftlicher Berichte der Geschäftsführung und in gemeinsamen Sitzungen eingehend über die Lage und die Entwicklung des Unternehmens sowie über die wesentlichen Geschäftsvorgänge unterrichtet.

Anhand der Berichte und der erteilten Auskünfte hat der Aufsichtsrat die Geschäftsführung überwacht. Er hat wichtige geschäftliche Einzelvorgänge erörtert und die aufgrund gesetzlicher oder satzungsmäßiger Bestimmungen zur Zustimmung vorgelegten Geschäfte behandelt.

Der Aufsichtsrat ist im abgelaufenen Geschäftsjahr zu drei Sitzungen zusammengetreten. Gegenstand der gemeinsamen Erörterung war insbesondere die Nutzung der geschäftlichen Möglichkeiten unter hervorragenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie der Bau einer neuen Halle am Standort Schwaig.

Der Jahresabschluss zum 30. September 2011 sowie der Lagebericht sind von der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft worden. In seinem Prüfungsbericht erläutert der Abschlussprüfer die Prüfungsgrundsätze und Prüfungsfeststellungen. Als Ergebnis ist festzuhalten, dass der Jahresabschluss den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erhalten hat.

Jahresabschluss und Lagebericht sowie der Prüfungsbericht haben allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vorgelegen. Die Abschlussunterlagen wurden in der Sitzung vom 13. Dezember 2011 in Gegenwart des Abschlussprüfers, der über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet hat, ausführlich behandelt. Den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns haben wir geprüft. Es bestanden keine Einwände. Der Aufsichtsrat stimmt daher dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu. Den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss billigen wir. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Mit dem Lagebericht und insbesondere der Beurteilung zur weiteren Entwicklung des Unternehmens sind wir einverstanden.

Der Aufsichtsrat hat keine Einwendungen gegen die den Abhängigkeitsbericht abschließende Erklärung des Vorstandes und schließt sich dem Ergebnis der Prüfung des Berichts durch den Abschlussprüfer an.

Der Bilanzgewinn des Geschäftsjahres vom 01.10.2010 bis 30.09.2011 in Höhe von TEURO 3.040 wird gemäß bestehendem Gewinnabführungsvertrag der Gesellschaft mit der KraussMaffei Technologies GmbH an diese abgeführt.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre persönlichen Leistungen und die konstruktive Zusammenarbeit.

 

Schwaig, im Dezember 2011

Für den Aufsichtsrat

Dr. Karlheinz Bourdon

Niederschrift über die ordentliche Hauptversammlung der Krauss-Maffei Automation AG am 24.01.2012 um 10:30 Uhr in den Geschäftsräumen der KraussMaffei Technologies GmbH, Krauss-Maffei-Str. 2, 80997 München

Anwesend sind:

1.

Herr Dr. Karlheinz Bourdon, als Vorsitzender des Aufsichtsrats der Krauss-Maffei Automation AG

2.

Herr Dr. Karlheinz Bourdon und Herr Dr. Jan Eckert, als Vertreter der KraussMaffei Technologies GmbH

Die Erschienenen zu 2. erklärten:

Die durch uns vertretene Gesellschaft, die KraussMaffei Technologies GmbH, München, besitzt 100 % des Aktienkapitals der Krauss-Maffei Automation AG, Oberding-Schwaig, mit einem Grundkapital von EUR 4.500.000,--. Die Angabe des Aktienbesitzes dient zugleich als Anwesenheitsliste der vertretenen Aktionärin und wird von dem Vorsitzenden mit dieser Niederschrift unterzeichnet.

Zum Zwecke der Wahl des Vorsitzenden in der Hauptversammlung übernahm im allseitigen Einverständnis zunächst Herr Dr. Bourdon die Sitzungsleitung. Die Erschienenen wählten sodann Herrn Dr. Bourdon zum Vorsitzenden der Hauptversammlung; dieser nahm die Wahl an.

Herr Dr. Bourdon übernahm sodann den Vorsitz und eröffnete die Hauptversammlung.

Der Vorsitzende ernannte Herrn Dr. Eckert zum Protokollführer und stellte fest, dass das gesamte Aktienkapital der Gesellschaft erschienen war.

Im Anschluss hieran erklärten die zu 2. Erschienenen:

Wie halten nunmehr in eingangs genannter Eigenschaft handelnd eine ORDENTLICHE HAUPTVERSAMMLUNG der Krauss-Maffei Automation AG mit dem Sitz in Oberding-Schwaig ab unter Verzicht auf form- und fristgerechte Einberufung, und zwar zur Erledigung folgender Tagesordnung:

Tagesordnung:

1.

Vorlage des festgestellten Jahresabschlusses, des Lageberichts und des Berichts des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr vom 01.10.2010 - 30.09.2011

2.

Beschlussfassung über die Entlastung des Vorstands für das Geschäftsjahr vom 01.10.2010 - 30.09.2011

3.

Beschlussfassung über die Entlastung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr vom 01.10.2010 - 30.09.2011

4.

Beschlussfassung über die Verwendung des Jahresabschlusses

5.

Wahl eines Abschlussprüfers

Zu Punkt 1 der Tagesordnung:

Der Hauptversammlung wurde der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 01.10.2010 - 30.09.2011 mit dem Lagebericht des Vorstands und dem Bericht des Aufsichtsrats vorgelegt.

Der Vorsitzende stellte hierzu fest, dass

1.

der Jahresabschluss und der Lagebericht von dem Abschlussprüfer, der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und vom Aufsichtsrat geprüft worden seien und zu Beanstandungen keinen Anlass gegeben haben;

2.

der Abschlussprüfer den nach den gesetzlichen Vorschriften erforderlichen Bestätigungsvermerk erteilt habe;

3.

der Aufsichtsrat den Jahresabschluss und den Lagebericht gebilligt habe, so dass der Jahresabschluss damit gemäß § 172 AktG festgestellt sei;

Auf Verlesung dieser Unterlagen wird verzichtet.

Anträge zu diesem Punkt der Tagesordnung werden nicht gestellt und Beschlüsse nicht gefasst.

Zu Punkt 2 der Tagesordnung:

Die Hauptversammlung beschloss, dem Vorstand für das Geschäftsjahr vom 01.10.2010 - 30.09.2011 Entlastung zu erteilen.

Zu Punkt 3 der Tagesordnung:

Die Hauptversammlung beschloss, dem Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr vom 01.10.2010 - 30.09.2011 Entlastung zu erteilen.

Zu Punkt 4 der Tagesordnung:

Der Jahresüberschuss beträgt TEURO 3.024. Der Gewinnvortrag beträgt TEURO 1.280. Der Jahresüberschuss in Höhe von TEURO 3.040 wird an die KraussMaffei Technologies GmbH, München, im Rahmen des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags abgeführt. Neben dem Jahresüberschuss wurden TEUR 16 a. o. Ertrag abgeführt, der sich aufgrund von Bewertungsunterschieden aus dem Übergang auf BilMog ergibt. Der Gewinnvortrag wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Zu Punkt 5 der Tagesordnung:

Auf Vorschlag vom Aufsichtsrat beschloss die Hauptversammlung, die Ernst & Young GmbH zum Abschlussprüfer für das laufende Geschäftsjahr zu wählen.

Hiermit war die Tagesordnung erledigt. Die Hauptversammlung wurde geschlossen.

Vorstehende Beschlüsse wurden einstimmig gefasst und nach der Beschlussfassung sowohl ihrem Inhalt als auch ihrem Abstimmungsergebnis nach sofort verkündet. Hierüber wurde diese Niederschrift aufgenommen und von dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats sowie dem Protokollführer wie folgt eigenhändig unterschrieben:

 

Dr. Karlheinz Bourdon, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Dr. Jan Eckert, Protokollführer

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