Rhein-Nadel Automation GmbH

Reichsweg 19, 52068 Aachen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Aachen HRB 15626
Eingetragen
26.8.2009
Branche
Herstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebBeteiligungsgesellschaftenGroßhandel mit industriellen Textil-, Näh- und Strickmaschinen
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung und der Vertrieb von Erzeugnissen des Maschinenbaus, speziell der Zuführ- sowie Fördertechnik und ähnlicher Produkte. Die Gesellschaft ist berechtigt, verwandte und alle sonstigen Geschäfte zu betreiben, die dem Gesellschaftszweck unmittelbar oder mittelbar zu dienen geeignet sind. Sie ist insbesondere berechtigt, Zweigniederlassungen im In- und Ausland zu errichten, andere Unternehmen im Inund Ausland gleicher oder ähnlicher Art zu übernehmen oder sich an solchen zu beteiligen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Dr. Tobias Hensen
seit 15.1.2024
Geschäftsführer
Alexander Jakobs
seit 9.11.2023
Prokura
Oliver Kirch
seit 7.4.2021
Prokura
Martina Helmer
seit 7.4.2021
Prokura
Prokura
Geschäftsführer
Benedict Borggreve
seit 26.8.2009
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Rheinnadel GmbH

Aachen

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Konzern-Lagebericht

1. Grundlagen des Konzerns

a) Organisatorische Struktur des Konzerns

Der Rheinnadel GmbH - Konzern umfasst eine Gruppe von 11 nationalen und internationalen Gesellschaften, die unter der Führung der Rheinnadel GmbH stehen. Im Konsolidierungskreis befinden sich neben der Muttergesellschaft noch sieben weitere Gesellschaften. Davon bilden die folgenden Gesellschaften das operative Geschäft ab:

Rhein-Nadel Automation GmbH, Aachen, Deutschland (RNA-DE)

PSA Zuführtechnik GmbH, Schwäbisch Hall, Deutschland (PSA-DE)

RNA Digital Solutions GmbH, München (RNA-DS-DE)

HSH Handling Systems AG, Herzogenbuchsee, Schweiz (HSH-CH)

RNA Automation Ltd., Birmingham, Großbritannien (RNA-UK)

Vibrant S.A., Barcelona, Spanien (Vibrant-ES)

Die Rheinnadel GmbH, Aachen, Deutschland ist eine Zwischenholdinggesellschaft, die ihre Immobilie in Aachen an die Rhein-Nadel Automation GmbH vermietet.

b) Produkte und Absatzmärkte

Die Unternehmensgruppe ist im Sondermaschinenbau mit Spezialisierung auf den Bereich Zuführtechnik tätig. Der Kernmarkt liegt in Europa. Die nachstehenden Ausführungen konzentrieren sich auf den Geschäftsverlauf der operativ tätigen Unternehmen in Deutschland, der Schweiz, Großbritannien und Spanien.

c) Forschung und Entwicklung

Die operativ tätigen Gesellschaften unternehmen, in enger Verknüpfung mit dem operativen Geschäft, Entwicklungen zur technischen Weiterentwicklung vorhandener Produkte sowie zur Einführung von neuen Technologien. Die hohe Innovationskraft bei der Findung intelligenter und pragmatischer, kundenspezifischer Lösungen ist ein wesentlicher Grund für die Marktführerschaft der Unternehmensgruppe im Bereich der Zuführtechnik in Europa.

Seit der Akquisition der RNA Digital Solutions GmbH im Jahr 2021 liegt der Fokus der Entwicklungstätigkeit in der Digitalisierung. Mit Hilfe verschiedener, selbstentwickelter Software, in der auch Künstliche Intelligenz (Kl) zum Einsatz kommt, werden Zuführlösungen entwickelt und simuliert, der Know-how-Transfer im Unternehmen erleichtert und Unternehmensprozesse vereinfacht.

Ein weiterer Schwerpunkt war die fortgesetzte Standardisierung der Produkte und kundenspezifischen Lösungen.

2. Wirtschaftsbericht

a) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Weltwirtschaftliches Umfeld

Die wirtschaftliche Entwicklung im Kalenderjahr 2022 war weiterhin, wenngleich abgeschwächt, geprägt durch die Folgen der Corona-Pandemie. Hinzu kamen die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine. Während es in den meisten Ländern angesichts steigender Impfraten zu weniger coronabedingten Einschränkungen kam, ergriff die chinesische Regierung beim Auftreten neuer Varianten und vergleichsweise kleinerer Ausbrüche stets großflächige Maßnahmen zur Eindämmung. Durch diese Lockdowns wurden die Wirtschaftstätigkeit in China, aber auch die globalen Lieferketten weiterhin beeinträchtigt. Der Krieg in der Ukraine brachte zusätzliche Disruptionen mit sich, insbesondere in Europa. Die Preise für Rohstoffe und Landwirtschaftsprodukte stiegen nach der Invasion Russlands stark an, da die Ukraine kriegsbedingt und Russland sanktionsbedingt als Lieferanten ausfielen. Die Verknappung der Erdgaslieferungen aus Russland in die Europäische Union (EU) führten zu einer erhöhten Unsicherheit bezüglich der Versorgungslage und enormen Preissteigerungen bei fossilen Brennstoffen. Hinzu kamen die nach wie vor pandemiebe- dingt gestörten Wertschöpfungsketten und die damit einhergehenden Preissteigerungen. Zusammen mit Nachholeffekten der privaten Haushalte und Unternehmen, zum Teil noch genährt durch staatliche Konjunkturpakete, führte dies zum starken Anstieg der Inflationsraten. Die Nationalbanken schwenkten angesichts dessen zu Beginn bzw. im Laufe des Jahres 2022 den Weg einer restriktiveren Geldpolitik ein, wodurch sich die Kreditkosten im Laufe des Berichtsjahres erhöhten.

In Folge der sich im Jahresverlauf 2022 eintrübenden globalen Wachstumsperspektiven kam es zu wiederholten Abwärtsrevisionen bei den Prognosen führender Institutionen. Trotz massivem Gegenwind zeigte sich die Konjunktur letztlich aber robuster als allgemein erwartet. Der Internationale Währungsfonds (IWF) nahm Ende Januar 2023 daher eine, wenn auch kleine Aufwärtsrevision vor und schätzte den Zuwachs der globalen Wirtschaftsleistung für das Gesamtjahr 2022 zuletzt auf preisbereinigt +3,4 %, nach einem kräftigen Anstieg von +6,2 % im Jahr zuvor. Die globale Inflationsrate lag 2022 bei geschätzt +8,8 %. Der weltweite Warenhandel wuchs im Gesamtjahr 2022 mit geschätzt +5,4 %. Nachdem die Industrieproduktion im Jahr 2021 dynamisch um +7,8 % zugelegt hatte, wuchs sie im Jahr 2022 nur um 3 %. Das Plus in den entwickelten Volkswirtschaften betrug +2,2 %, die Schwellen- und Entwicklungsländer kamen auf einen Anstieg von +3,8 %.

Tabelle: Bruttoinlandsprodukt zum Vorjahr in %

Land/Region 2022 (Schätzung) 2021 2020
Welt 3,4 6,2 -3,0
Entwickelte. Volkswirtschaften 2,7 5,4 -4,4
Euro-Zone 3,5 5,3 -6,1
Deutschland 1,9 2,6 -3,7
Frankreich 2,6 6,8 -7,9
Italien 3,9 6,7 -9,0
Spanien 5,2 5,5 10,8
Vereinigtes Königreich 4,1 7,6 -9,3
USA 2,0 5,9 -3,4
Japan 1,4 2,1 -4,6
Aufstr. Märkte und Entwicklungsländer 3,9 6,7 -1,9
ASEAN * 5,2 3,8 -3,4
Brasilien 3,1 5,0 -3,9
China 3,0 8,4 2,2
Indien ** 6,8 8,7 -6,6
Russland -2,2 4,7 -2,7

*) Indonesien, Malaysia, Philippinen, Thailand, Vietnam.
**) Fiskaljahr vom 1.4. bis 31.3.

Quelle: IMF World Economic Outlook Update January 2023, für 2020: IMF October 2022 Database.

In Europa sind die negativen Auswirkungen des Krieges am stärksten spürbar. Durch die hohen Preissteigerungen trübte sich das Konsumentenvertrauen merklich ein. Dass es dennoch in der Euro-Zone zu höheren BIP-Zuwächsen als in den USA kam, liegt zum einen an pandemiebedingten Basis- und Nachholeffekten im Bereich Tourismus. Zum anderen spielen konjunkturstützende Maßnahmen aus der EU Aufbau- und Resilienzfazilität sowie staatliche Konjunkturprogramme einzelner Mitgliedsstaaten eine Rolle. In den USA verlor der private Konsum im Laufe des Jahres 2022 an Fahrt, und die Bautätigkeit schrumpfte im hohen einstelligen Bereich. Japan zeigt weiter unter den G7-Staaten den schwächsten gesamtwirtschaftlichen Verlauf.

In China war die wirtschaftliche Entwicklung mit einem BIP-Zuwachs von 3 % ausgesprochen schwach. Der Anstieg lag sogar unter dem durchschnittlichen Wachstum aller Entwicklungs- und Schwellenländer in Summe, welches geschätzt +3,9 % betrug. Überdurchschnittlich und weit vor China war der Zuwachs in Indien. (Quelle: IMF World Economic Outlook Update January 2023, cpb World Trade Monitor, November 2022, VDMA)

Globaler Maschinenbau

In einem gesamtwirtschaftlich schwierigen Umfeld zeigte sich auch die Maschinenindustrie im Jahr 2022 an vielen Standorten widerstandsfähig. Das dritte Quartal brachte vielerorts sogar ein höheres Produktionswachstum als erwartet, da sich die Engpasssituation bei einigen Vorprodukten entspannte. Insbesondere der Mangel an elektronischen Bauteilen ist jedoch für viele Unternehmen weiterhin deutlich spürbar.

Das vierte Quartal wiederum war an den großen Maschinenbaustandorten außerhalb der EU-27 von einer Umsatzschwäche geprägt. In der EU spürten die Maschinenbauer zum Jahresende eine verminderte Investitionsgüternachfrage, die Umsätze entwickelten sich aufgrund der angesammelten Auftragsbestände aber weiter solide.

Global betrachtet konnte der Maschinenbauumsatz im Jahr 2022 preisbereinigt um +2 % gesteigert werden. In Japan sowie der EU-27 fiel der Zuwachs mit real +6 bzw. +3,5 % höher aus als in den USA und China. China zeigte mit einem preisbereinigten Umsatzrückgang von real 1 % die schlechteste Performance unter den TOP-5-Maschinenbauländern. In den USA war die Entwicklung mit Stagnation auf Vorjahresniveau nur geringfügig besser. Der nominale Zuwachs betrug hier zwar stattliche +12 %, er war jedoch allein durch Preisanpassungen von durchschnittlich +12 % entstanden. Das Phänomen des inflationären Auseinanderklaffens von nominalen und realen Steigerungsraten trifft letztlich auf alle Herstellerländer zu, allerdings in unterschiedlichem Ausmaß. So meldete das chinesische Statistikamt für den dort ansässigen Maschinenbau lediglich eine Preissteigerung von +0,9 % 2022/2021. (Quelle: Nationale Statistikämter, VDMA, Prognosespiegel international, März 2023)

Deutsche Konjunktur und deutscher Maschinen- und Anlagenbau

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt war im Jahr 2022 nach noch vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um preisbereinigt +1,8 % höher als im Vorjahr. Dabei verlief die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich: Dienstleistungen profitierten nach dem Wegfall nahezu aller Corona-Schutzmaßnahmen von Nachholeffekten. Besonders stark zulegen konnten die Sonstigen Dienstleister, zu denen auch die Kreativ- und Unterhaltungsbranche zählt (+6,1 %). Im Baugewerbe, das vergleichsweise gut durch die Corona-Krise gekommen war, führten Material- und Fachkräftemangel, hohe Baukosten und zunehmend schlechtere Finanzierungsbedingungen dagegen zu einem deutlichen Rückgang der Bruttowertschöpfung (-2,9 %). Die hohen Energiepreise und die immer noch eingeschränkte Verfügbarkeit von Vorprodukten bremsten auch die Wirtschaftsleistung im Verarbeitenden Gewerbe, die im Vorjahresvergleich kaum zunahm (+0,2 %). Das Verarbeitende Gewerbe litt vor allem in der ersten Jahreshälfte 2022 wie schon im Jahr 2021 unter gestörten internationalen Lieferketten. Hinzu kam der massive Anstieg der Energiepreise infolge des Krieges in der Ukraine. Die Konsumausgaben des Staates erhöhten sich 2022 nach zwei stark von Corona geprägten Jahren vergleichsweise moderat um +1,0 %. Der Staat gab deutlich mehr Geld aus, um die zahlreichen Schutzsuchenden aus der Ukraine und anderen Staaten zu verpflegen und unterzubringen. Dagegen sanken die staatlichen Ausgaben zur Bekämpfung der Corona-Pandemie, auch wenn weiterhin umfangreich Impfstoffe beschafft und finanziert wurden. Die Bauinvestitionen nahmen im Jahr 2022 preisbereinigt um - 1,7 % ab. Dabei wirkten sich die fehlenden Baumaterialien und der Fachkräftemangel vor allem im Hochbau und bei Wohnbauten aus. Zunehmende Auftragsstornierungen gewerblicher und privater Bauvorhaben im Zuge andauernd hoher Baupreise sowie steigender Bauzinsen verstärkten den negativen Trend der Bauinvestitionen im Jahresverlauf 2022. In Ausrüstungen - das sind vor allem Investitionen in Maschinen und Geräte sowie Fahrzeuge - wurde 2022 dagegen preisbereinigt +3,3 % mehr investiert als im Vorjahr.

Der Außenhandel nahm trotz starker Preisanstiege im Jahr 2022 zu: Deutschland exportierte preisbereinigt +2,9 % mehr Waren und Dienstleistungen als im Vorjahr. Die Importe legten gleichzeitig sehr viel stärker, um preisbereinigt +6,0 %, zu. Der Außenbeitrag dämpfte dadurch insgesamt das BIP-Wachstum.

Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2022 von durchschnittlich 45,6 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren +1,3 % oder rund 590.000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland. Im Verarbeitenden Gewerbe stieg die Zahl der Erwerbstätigen 2022 jedoch nur leicht, die Beschäftigungsverluste der beiden Vorjahre konnten nicht ausgeglichen werden. (Quelle: Statistisches Bundesamt; VDMA)

Die Produktion im Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland hat nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes ihr Vorjahresniveau im Jahr 2022 um real +0,5 % übertroffen. Das Produktionswachstum hätte deutlich höher ausfallen können, wenn nicht hartnäckig gestörte Lieferketten, ein sich intensivierender Fachkräftemangel und Schwierigkeiten bei der Energieversorgung die Produktion so stark und nachhaltig unter Druck gesetzt hätten. Allerdings blieb der von nicht wenigen erwartete Einbruch der Maschinenproduktion aus. Mehr noch: Im letzten Quartal des Jahres gelang eine regelrechte Aufholjagd: Die Produktion legte um +2,1 % zu, und so wurde die bereits im April aufgestellte VDMA-Prognose 2022 von +1 % erreicht. In Folge der deutlich anziehenden Preise für Maschinenbauprodukte nahm der Umsatz ausweislich der Ergebnisse der VDMA Auftragseingangs- und Umsatzstatistik um nominal +10,5 % zu. Die Produktion erreichte zum Jahresende ein Niveau von geschätzt 237 Mrd. Euro, für den Umsatz stehen 244 Mrd. Euro in den Büchern.

Der Auftragseingang startete mit deutlich zweistelligen realen Plusraten ins Jahr, verlor im Jahresverlauf aber zusehends an Dynamik. Starke Produktionsbehinderungen und die nur allmählich abflauende Nachfrage führten zu Rekordauftragsbeständen, denn Stornierungen blieben abgesehen von dem Ausbuchen von Bestellungen aus Russland und Bereinigungen zum Jahresende eher die Ausnahme. Im Maschinenbaudurchschnitt lag die Auftragsreichweite zeitweise über einem Jahr - ein Rekordwert. Im weiteren Jahresverlauf zeigten sich erste Entspannungsanzeichen bei den Lieferketten, insbesondere bei Metallen und Kunststoffen. Die Versorgung mit Elektronikteilen blieb aber herausfordernd. Im Dezember 2022 waren noch 74 % der Unternehmen durch Störungen in vorgelagerten Lieferketten beeinträchtigt. Der Arbeitsmarkt zeigte sich weiterhin robust. Vielmehr verhinderte der Fachkräftemangel so manche Fertigstellung von Maschinen, Maschinenteilen und - komponenten. Viele Unternehmen möchten angesichts des hohen Auftragsbestands einstellen. Die Personalsuche gestaltet sich jedoch schwierig. Nicht nur Fachkräfte sind knapp, sondern Arbeitskräfte insgesamt. (Quelle: Statistisches Bundesamt, VDMA)

Konjunktur und Maschinen- und Anlagenbau in der Schweiz, UK und Spanien

In der Schweiz erhöhten sich die Ausrüstungsinvestitionen im Laufe des Jahres 2022 um 2,1%. Die für den Schweizer Maschinenbau wichtigen Warenexporte stiegen im Jahr 2022 um 1,5%. Die konjunkturelle Entwicklung wurde zum einen durch die Erholung von der Corona-Krise geprägt. Zum anderen lasteten die angespannte Energielage in Europa und das eingetrübte internationale Umfeld auf der Entwicklung.

(Quelle: https://www.seco.admin.ch/seco/de/home/wirtschaftslage---wirtschaftspolitik/Wirtschaftslage/bipquartalsschaetzungen-.html )

Stellvertretend für die Situation des Schweizer Maschinen- und Anlagenbaus wird aus dem Geschäftsbericht 2022 der Division Automation der Mikron SA zitiert: "Im Geschäftssegment Mikron Automation blieb die Nachfrage aus dem wichtigsten Absatzmarkt, der Pharma- und Medizintechnikindustrie, das ganze Jahr hindurch hoch. Nach dem erfolgreichen Jahr 2021 konnte das Geschäftssegment seine Profitabilität weiter verbessern. Der rekordhohe Bestellungseingang war geprägt von mehreren Aufträgen eines marktführenden Pharmaunternehmens. Insgesamt waren die Kapazitäten im Jahresverlauf sehr gut ausgelastet. In China beeinträchtigten die pandemiebedingten Stillstände allerdings noch immer das Geschäft. In Boudry hat Mikron Automation ihre neue, hochmoderne Montagehalle vollumfänglich in Betrieb genommen. Mit CHF 183,8 Mio. übertraf das Geschäftssegment Mikron Automation den Nettoumsatz des Geschäftsjahres 2021 (CHF 176,7 Mio.) um 4,0%. Der Auftragseingang von Mikron Automation erreichte mit CHF 239,0 Mio. ein Rekordniveau und übertraf den Vorjahreswert von CHF 170,5 Mio. um 40,2%. Der daraus resultierende Auftragsbestand von CHF 168,8 Mio. per Ende 2022 liegt 46,0% über demjenigen von Ende 2021 (CHF 115,6 Mio.). Mikron Automation erzielte einen EBIT von CHF 17,5 Mio. (2021: CHF 15,8 Mio.) und eine EBIT-Marge von 9,5% (2021: 8,9%). 39% des Umsatzes erzielte Mikron Automation in Europa (inklusive Schweiz), 41% in Nordamerika und 19% in Asien. Das Geschäftssegment konnte seine Marktposition in der Pharma- und Medizintechnikindustrie erneut deutlich stärken. Im Jahr 2022 stammten 91% des Umsatzes aus diesem Bereich." (Quelle: https://2022.report.mikron.com/de/lagebericht/mikron-automation/)

Das Vereinigte Königreich schloss das Jahr 2022 mit einem Plus von 4% des Bruttoinlandsprodukts (BIP) ab und damit mit dem kräftigsten Wirtschaftswachstum im Kreis der G7-Staaten. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung war jedoch in der zweiten Jahreshälfte stark rückläufig (Veränderung des realen BIP jeweils zum Vorjahresquartal im drittem Quartal 2022 -0,2% und im vierten Quartal 2022 0%), geprägt von einer durchschnittlichen Inflationsrate größer 9%, die sich negativ auf das Konsumverhalten auswirkte. Das BIP des industriellen Sektors verzeichnete im 4. Quartal entgegen dem gesamtwirtschaftlichen Trend einen leichten Anstieg (Oktober 2022/2021 +0,1% und Dezember 2022/2021 +0,3%). Dieser Anstieg war jedoch zu schwach, um sich positiv auf das Investitionsverhalten auszuwirken. Die Investitionsgüterindustrie zehrte im Wesentlichen von den hohen Auftragsbeständen, die zum Ende des Jahres 2021 und Beginn des Jahres 2022 aufgebaut werden konnten.

(Quelle: https://dzresearchblog.dzbank.de/content/dzresearch/de/2023/02/10/grossbritannien- haarscharfanderrezessionvorbeinoch.html)

Um 5,5 % legte die spanische Wirtschaft im vergangenen Jahr zu. Damit steht das südeuropäische Land besser da als die meisten nordeuropäischen Staaten. Es ist das größte Konjunkturplus, das in Spanien seit 20 Jahren registriert wurde - Tourismus und Bauindustrie sind die Lokomotiven. Die Arbeitslosigkeit sank in Spanien auf den niedrigsten Stand seit 15 Jahren - obwohl sie mit heute 13 % immer noch erschreckend hoch ist (EU-Durchschnitt 6,1 %). Auch bei der Inflationsbekämpfung konnte Spanien gute Erfolge erzielen: Im Dezember 2022 lag die Preissteigerung nur noch bei 5,5 % (in der gesamten EU befand sich die Rate bei 10,4 %). (Quelle: https://www.dw.com/de/spanien-trotzt-inflation-mit-wirtschaftsboom- und-wohltaten/a-64619676)

Aufgrund der hohen Abhängigkeit von den Automobilherstellern und Automobilzulieferern und deren Investitionszurückhaltung im Jahr 2022 wuchs die Investitionsgüterindustrie kaum.

b) Geschäftsverlauf

Im Geschäftsjahr 2022 betrug der konsolidierte Auftragseingang der Gruppe 78,1 Mio. €. Dies ist ein Anstieg gegenüber dem Jahr 2021 um 8,6 %. Die Entwicklung in den einzelnen Märkten fiel jedoch sehr unterschiedlich aus.

Die RNA-DE verzeichnete einen Auftragseingang von 40,2 Mio. €. Dies ist ein Wachstum gegenüber dem Vorjahr um 1,2 Mio. €. Insbesondere die Nachfrage nach Hochleistungs-Zuführsystemen war anhaltend hoch.

Die PSA-DE, die auf Zuführsysteme für medizintechnische und pharmazeutische Anlagen spezialisiert ist, erzielte einen Auftragseingang von 6,2 Mio. €.

Die Kapazitäten der RNA-DS waren im Jahr 2022 durch gruppeninterne Entwicklungsaufträge ausgelastet. Es fanden daher keine nennenswerten Vertriebsaktivitäten statt.

Auf die HSH-CH entfiel der wesentliche Teil des Auftragseingangswachstums der Gruppe. Im Jahr 2022 wuchs der Auftragseingang um 8 Mio. € auf 20,4 Mio. €, somit ein Plus von 56%. Aufbauend auf einer stabilen Nachfrage der Bestandskunden (auf dem Niveau des Vorjahres) konnte ein zusätzliches Auftragsvolumen von 6 Mio. € aus Aufträgen für die Verpackung von pharmazeutischen Produkten generiert werden.

Die RNA-UK konnte das hohe Niveau des Vorjahres nicht halten. Mit 5,2 Mio. € fiel der Auftragseingang im Jahr 2022 um 42% geringer aus als im Vorjahr. Aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen (siehe Ausführungen 2.a)) war eine generelle und deutliche Investitionszurückhaltung spürbar.

Trotz der bereits angesprochenen hohen Abhängigkeit vom Automobil- und Automobilzulieferer-Sektor konnte die Vibrant-ES ihren Auftragseingang im Jahr 2022 um 0,8 Mio. € auf 6 Mio. € steigern. Die Steigerung konnte im Wesentlichen in den Sektoren Lebensmittelverpackungen, Elektronik-Bauteile und Konsumgütern erzielt werden.

Der Auftragsbestand betrug per 31.12.2022 40,3 Mio. €. Dies waren 8 Mio. € mehr als am 31.12.2021.

Die Summe der Umsätze der im Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen betrug im Geschäftsjahr 2022 67,8 Mio. € und stieg damit um 2,6 Mio. € gegenüber dem Jahr 2021.

Der kumulierte Umsatz der RNA-DE im Jahr 2022 betrug (vor Konsolidierung) 38,9 Mio. € und erhöhte sich damit gegenüber dem Vorjahr um 1,6 Mio. €. Der Hauptmarkt der RNA ist nach wie vor Deutschland, in dem im Jahr 2022 55 % des Umsatzes generiert werden konnten. 30 % des Jahresumsatzes entfiel auf Kunden aus der Europäischen Union, 4% auf Drittländer und 11 % des Umsatzes wurde im Wesentlichen durch den Verkauf von Komponenten und Förderbändern an die ausländischen Unternehmen der RNA-Gruppe erzielt.

Bei der PSA-DE wuchs der Umsatz (nach Konsolidierung) im Berichtsjahr um 0,8 Mio. € auf 5,9 Mio. €. Dieses Umsatzwachstum ist nur durch den Umzug in die neue und größere Betriebsimmobilie möglich geworden.

Der Umsatz (nach Konsolidierung) der RNA-DS betrug 48 T€ und wurde durch den Verkauf von Software-Lizenzen und der digitalen Simulation von Zuführlösungen erzielt.

Der kontinuierlich hohe Auftragseingang ermöglichte der HSH-CH auch eine Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr um 3,7 Mio. € auf 13,7 Mio. € (nach Konsolidierung). 98 % dieses Umsatzes hat die HSH mit Schweizer Kunden gemacht. Auf die Top-5-Kunden entfielen 75% des Gesamtumsatzes.

Dank eines Auftragsbestands von 5,8 Mio. € konnte die RNA-UK trotz der oben erwähnten rückläufigen Auftragseingänge im Jahr 2022 einen Umsatz von 7,8 Mio. € erzielen.

Nach einem schleppenden ersten Halbjahr konnten die Vibrant-ES den Umsatz um 0,6 Mio. € auf 5,5 Mio. € steigern.

Basierend auf innovativen, an den Bedürfnissen der Kunden orientierten Lösungen konnte die Unternehmensgruppe im Jahr 2022 ihre Position als europäischer Marktführer im Bereich der Zuführtechnik behaupten.

Zum Ende des Jahres 2022 betrug die Zahl der Mitarbeiter:innen 430. Dies sind 26 Personen mehr als per 31.12.2021. Die Einstellungen erfolgten im Wesentlichen für technische Tätigkeiten.

c) Ertragslage

Im Jahr 2022 betrug der konsolidierte Jahresumsatz aller in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen 67,8 Mio. € und stieg damit um 2,6 Mio. € gegenüber dem Vorjahr.

Die Umsatzerlöse wurden zu 70% in der Europäischen Union und zu 30% in Drittländern erzielt. Von dem in Drittländern erzielten Umsatz entfiel der Großteil auf europäische Drittländer.

Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse und Bestandsveränderung) betrug im Berichtsjahr 69,9 Mio. €. Dies ist eine Zunahme gegenüber dem Vorjahr um 5 Mio. €.

Das operative Konzernergebnis vor Steuern, das neutrale Ergebnis und Finanzergebnis betrug 3,0 Mio. € und lag damit nur leicht unter dem Niveau des Vorjahres (3,1 Mio. €).

Die Umsatzrentabilität vor Steuern und konzernfremden Ergebnisanteilen betrug 4,4 % (im Vorjahr 1,9 %). Die Gesamtkapitalrentabilität vor Steuern und konzernfremden Ergebnisanteilen lag im Berichtsjahr bei 7,7 % (im Vorjahr 6,7 %).

d) Finanzlage

Die Finanzlage der Gruppe war im gesamten Jahr 2022 stabil.

Der Jahres-Cash-Flow betrug 3,9 Mio. €. Er fiel um 0,5 Mio. € höher aus als im Vorjahr und wurde dazu genutzt, die Erhöhung der Vorräte sowie die Geschäftsausweitung zu finanzieren.

Die Unternehmensgruppe hat zum Jahresende einen Betriebsmittelkredit in Höhe von 1,2 Mio. € aufgenommen und die Zusage für einen weiteren Betriebsmittelkredit in Höhe von 0,75 Mio. € erhalten (beide mit einer Laufzeit von 5 Jahren). Diese Kredite dienen der Finanzierung der erhöhten Kapitalbindung in den Vorräten, die notwendig ist, um Lieferschwierigkeiten aufgrund der Beschaffungsengpässe vorzubeugen. Zudem sollen im Geschäftsbereich Maschinenbau standardisierte Basismaschinen auf Lager gefertigt werden, um die Lieferzeiten zu verkürzen.

Für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden alle Tilgungsleistungen (1,1 Mio. €) vertragsgemäß erbracht.

Für die für das Geschäftsjahr 2022 und Vorjahre noch zu zahlenden Ertragsteuern wurde eine angemessene Rückstellung gebildet.

e) Vermögenslage

Auf der Vermögensseite sank der Wert des immateriellen Anlagevermögens, um die Abschreibungen. Es gab keine nennenswerten Investitionen. Von dem Aktivierungswahlrecht für selbsterstellte Software wurde kein Gebrauch gemacht.

Im Umlaufvermögen hat sich der Wert der Vorräte um 4,7 Mio. € auf 13,2 Mio. € erhöht. Um vor dem Hintergrund der generellen Beschaffungsengpässe die Lieferfähigkeit aufrecht zu erhalten, wurden die Bestände an Vorprodukten um 3,5 Mio. € auf 11,9 Mio. € aufgebaut. Aufgrund der aktuellen Entspannung an den Beschaffungsmärkten werden diese hohen Bestände aktuell wieder reduziert. Der Wert der angearbeiteten Aufträge stieg per 31.12.2022 um 1,6 Mio. € auf 7,1 Mio. €. Hierin wie auch dem nachstehend aufgezeigten Anstieg der Warenforderungen zeigt sich die Geschäftsbelebung im Jahr 2022.

Die Summe der Warenforderungen ist gegenüber dem Vorjahr um 4 Mio. € auf 12,8 Mio. € gestiegen. Die Debitorenlaufzeit betrug durchschnittlich 57 Tage. Der ausgewiesene Forderungsbetrag ist werthaltig. Für begründete Risiken wurden Einzelwertberichtigungen vorgenommen.

Die konsolidierten Bankguthaben der Gruppe betrugen per 31.12.2022 5,2 Mio. € und haben damit gegenüber dem Vorjahresstichtag um 4,9 Mio. € abgenommen. Wesentliche Gründe hierfür sind die deutlich erhöhte Kapitalbindung in den Vorräten wie auch den Warenforderungen.

Nennenswerte stille Reserven sind nur in der Bilanzposition "Grundstücke und Bauten" enthalten.

Die Gruppe macht nicht von bilanzunwirksamen Finanzierungsinstrumenten Gebrauch.

f) Gesamtaussage

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sehen wir als gesichert an.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

a) Gesamtwirtschaftliche Lage und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Weltwirtschaft

Für das Gesamtjahr 2023 prognostiziert der Internationale Währungsfonds (IWF) ein weltwirtschaftliches Wachstum von +2,9 %. Das sind 0,2 Prozentpunkte mehr als im Oktober 2022 erwartet wurden. Globale Krisen belasten die Weltwirtschaft zwar weiter schwer, die totale Neuausrichtung der Corona-Politik Chinas könnte laut IWF aber den Weg zur Erholung ebnen. Ein Abrutschen der Weltwirtschaft in die Rezession dürfte so vermieden werden. Gleichwohl wird auf etliche Risiken, die eine schlechtere Entwicklung zur Folge hätten, hingewiesen: So könnte sich in China die Corona-Situation und die Krise im Immobiliensektor verschlechtern, der Krieg in der Ukraine könnte eskalieren, und in den Schwellen- und Entwicklungsländern könnte es zu einer Schuldenkrise kommen.

Das gesamtwirtschaftliche Wachstum der größten Volkswirtschaften variiert 2023 stark. Lediglich im Vereinigten Königreich wird die Wirtschaftsleistung wohl um 0,6 % schrumpfen. In den anderen Ländern sollte ein Rückgang vermieden werden.

In China soll das Wachstum nach der schwachen Entwicklung 2022 im laufenden Jahr 2023 wieder nahe der Planzahl verlaufen: Der IWF prognostiziert +5,2 % Anstieg. In Indien, der mittlerweile fünftgrößten Volkswirtschaft der Welt, könnte es mit +6,1 % Zuwachs erneut etwas dynamischer laufen. Die Zinsanhebungen der Zentralbanken, nahezu weltweit, zeigen bereits und sollten weiterhin Wirkung zeigen, sodass die Teuerungsrate mit weltweit +6,6 % zwar hoch bleiben, aber niedriger als im Vorjahr ausfallen dürfte. (Quelle: IMF World Economic Outlook Update January 2023)

Globaler Maschinenbau

Die VDMA-Volkswirte erwarten für das Jahr 2023 einen preisbereinigten Anstieg des Welt-Maschinenumsatzes um +1 %, mit überdurchschnittlichen Zuwächsen in Indien (+6 %) sowie China und im Vereinigten Königreich (jeweils +4 %). Dem Maschinenbau in Süd-Korea dürfte ein kleiner Zuwachs von +1 % gelingen. Für Japan wird eine Stagnation auf Vorjahresniveau erwartet. Für die EU-27 wird ein Rückgang um -1 % vorhergesagt. Noch schlechter fällt die Einschätzung für die USA mit -3 % aus. (Quelle: VDMA Prognosespiegel international März 2023)

Deutsche Konjunktur und Maschinen- und Anlagenbau

Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW Kiel) blickt optimistischer auf die deutsche Konjunktur in diesem Jahr als noch vor wenigen Monaten. Das Institut rechnet für 2023 mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um +0,5 %, nachdem es Mitte Dezember noch von +0,3 Prozent ausgegangen war. Die konjunkturellen Aussichten haben sich zuletzt etwas aufgehellt, und die deutsche Wirtschaft kämpft sich aus der Energiekrise. Gleichwohl bleibt die Aufwärtsdynamik verhalten. Die zuletzt deutlich rückläufigen Gaspreise stimulieren die Konjunktur zwar etwas, sie entlasten aber vor allem den Staatshaushalt, der nun mit weniger Subventionen im Rahmen der Energiepreisbremsen einspringen muss. Der Preisanstieg hält sich hartnäckig und betrifft die gesamte Breite des Warenspektrums. Durch die hohen Preise sind die realen Lohnkosten so niedrig wie lange nicht mehr, während die Einnahmen der öffentlichen Haushalte sprudeln. Das IfW Kiel rechnet in diesem Jahr mit einer Inflation von +5,4 %. Wichtig sei ein entschlossenes Gegensteuern der Geldpolitik. (Quelle: Kiel Institut für Weltwirtschaft (IfW Kiel)

Der Maschinenbau in Deutschland steuert 2023 auf ein herausforderndes Jahr zu. Die VDMA-Volkswirte rechnen mit einem Rückgang der realen Produktion in Höhe von -2 %. Diese Prognose ist weiterhin mit einer hohen Unsicherheit behaftet, denn die weitere wirtschaftliche Entwicklung hängt von vielen Faktoren ab, die aktuell nur schwer abschätzbar sind. Noch immer tobt in der Ukraine ein Krieg mitten in Europa, der festgefahren scheint. Und mit Blick auf den nächsten Winter stellt sich die Frage, ob die Energieversorgung in den Unternehmen sichergestellt werden kann. Noch haben viele Unternehmen ein solides Auftragspolster, dieses wird im Jahresverlauf aber teilweise schmelzen. Weiter angespannte Lieferketten und die Zurückhaltung bei den Bestellungen infolge der zahlreichen Unsicherheiten sind dafür maßgeblich verantwortlich. Sorgen bereitet insbesondere der Fachkräftemangel. Viele Unternehmen möchten Personal einstellen, finden jedoch keine oder nur zu wenige Leute. Insgesamt schauen laut VDMA-Blitzumfrage trotz aller Widrigkeiten knapp die Hälfte der Unternehmen optimistisch auf das bevorstehende Jahr, 38 % der Befragten zeigen aber auch eine gemischte Stimmungslage. Lediglich 14 % der Unternehmen sind pessimistisch gestimmt. (Quelle: VDMA (Originaltext))

Konjunktur und Maschinen- und Anlagenbau in der Schweiz, UK und Spanien

Für die Schweizer Wirtschaft wird für das Jahr 2023 ein deutlich unterdurchschnittliches Wachstum von 1,1 %, gefolgt von 1,5 % im Jahr 2024 (Sportevent-bereinigtes BIP) erwartet. Die Energielage in Europa hat sich in den vergangenen Monaten entspannt. Der Teuerungsdruck bleibt international aber hoch.

Prognosen Schweiz

Ohne weitere Angabe Veränderungen in %

2023 * 2024 *
Bruttoinlandprodukt (BIP) und Komponenten, Sportevent-bereinigt **
BIP 1.1 (1.0) 1.5 (1.6)
Privater Konsum 1.5 (1.5) 1.2 (1.3)
Staatskonsum -0.6 (-2.1) -1.8 (-2.1)
Bauinvestitionen -1.3 (-0.2) 0.2 (0.1)
Ausrüstungsinvestitionen 1.7 (1.7) 1.3 (1.4)
Exporte 3.5 (3.5) 4.4 (4.5)
Importe 3.7 (3.9) 3.8 (3.8)
Vollzeitäquivalente Beschäftigung 1.1 (0.7) 0.7 (0.7)
Arbeitslosenquote in % 2.0 (2.3) 23 (2.4)
Landesindex der Konsumentenpreise 2.4 (2.2) 1.5 (1.5)
BIP, nicht Sportevent-bereinigt 0.8 (0.7) 1.8 (1.9)

* BIP und Komponenten: real, saisonbereinigt; Aussenhandel: ohne Wertsachen. Prognosen der Expertengruppe Konjunkturprognosen des Bundes vom 16.03.2023. Prognosen vom 13.12.2022 in Klammern.
** Von Sportevent-Effekten betroffen sind: BIP, Exporte, Importe.

(Quelle: https://www.seco.admin.ch/seco/de/home/wirtschaftslage- wirtschaftspolitik/Wirtschaftslage/konjunkturprognosen.html)

Stellvertretend für den Schweizer Maschinen- und Analgenbau zitieren wir den Geschäftsausblick auf das Jahr 2023 aus dem Geschäftsbericht 2022 der Mikron SA: "Trotz dieser günstigen Ausgangslage mit einem hohen Auftragsbestand Ende 2022 bleiben konkrete Prognosen schwierig. Die globale Wirtschaftslage ist nach wie vor fragil. Lieferengpässe und stark steigende Preise werden Mikron weiterhin beschäftigen. Hinzu kommt der Krieg in der Ukraine mit seinen schwer abschätzbaren Auswirkungen. Schließlich ist die Corona-Pandemie noch nicht in allen Teilen der Welt überwunden. Die Mikron Gruppe hat in den letzten Monaten ihre Widerstandsfähigkeit bewiesen und die globalen Krisen gut gemeistert. Dies stimmt zuversichtlich: Die Mikron Gruppe wird ihren eingeschlagenen Weg weitergehen, konsequent in der Verfolgung ihrer Ziele und flexibel in der Umsetzung. Für das Geschäftsjahr 2023 erwartet die Gruppe eine ähnliche EBIT-Marge wie im Jahr 2022." (Quelle: https://2022.report.mikron.com/de/lagebericht/ausblick/)

Für das Jahr 2023 wird für das Vereinigte Königreich ein Rückgang des Wachstums um 0,8 % erwartet. Erst 2024 soll sich die Wirtschaftsleistung mit einem Plus von 1,4 % erholen und 2025-26 bei etwa 1,5 % liegen. Hohe Gas- und Stromrechnungen schmälern die Haushaltseinkommen und dämpfen die Konsumnachfrage. Anhaltende Lieferengpässe und steigende Gemeinkosten machen die Unternehmen vorsichtig und verlangsamen das Wachstum der Anlageinvestitionen.

(Quelle: https://www.wko.at/service/aussenwirtschaft/die-wirtschaft-im-vereinigten-koenigreich.html)

Auf die Entwicklung der britischen Wirtschaft insgesamt blicken die Anfang April befragten deutschen Unternehmen mit britischen Niederlassungen skeptisch: Nur 23 % der Betriebe haben laut "German-British Business Outlook Spring 2023" positive Zukunftserwartungen an die britische Konjunktur; 37 % gehen von einer Verschlechterung aus. Im Gegensatz dazu rechnen 43 % für die kommenden zwölf Monate mit einer Verbesserung ihrer eigenen Geschäfte. Der gestiegene Optimismus schlägt auch auf die Investitions- und Beschäftigungspläne durch: 32 % der Befragten möchten mittelfristig mehr investieren. Die größte Herausforderung für die Betriebe ist aktuell der Fachkräftemangel: 46 % nennen dieses - teils durch die neuen aufenthaltsrechtlichen Restriktionen verursachte - Problem als Geschäftshemmnis. Jeweils 40 % der Befragten kämpfen mit Handelsbarrieren und anderen Brexit-bedingten administrativen Mehraufwendungen beziehungsweise mit gestiegenen Energiekosten. (Quelle: https://www.dihk.de/de/aktuelles-und-presse/aktuelle-informationen/deutsch-britische-wirtschaft-trotzt-der-schwachen-uk-konjunktur-94134 )

Für das Jahr 2023 wird das Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts in Spanien auf rund 1,5 % prognostiziert. In Kontinuität zum Vorjahr ist das Investitionsverhalten des für die spanischen Maschinen- und Anlagenbauer wichtigen Automobil- und Automobilzulieferer-sektors defensiv. Allerdings gibt es erste Anzeichen einer Besserung.

b) Geschäftsverlauf

Der kumulierte, konsolidierte Auftragseingang der Unternehmensgruppe beläuft sich per 30.04.2023 auf 30 Mio. €. Das sind 1,2 Mio. € (-4%) weniger im Vergleich zu dem sehr guten Auftragseingang im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Der kumulierte Umsatz der Gruppe beträgt per Ende April 2022 22,4 Mio. € und liegt damit 1,2 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres.

In den Monaten Januar bis April 2023 fiel der Auftragseingang der RNA-DE mit 14,6 Mio. € besser aus als geplant (+ 14 %). Die zum Ende des letzten Jahres erwartete Rezession der deutschen Wirtschaft ist nicht in dem Umfang wie erwartet eingetreten. Jedoch zeigt der Vergleich zu dem außergewöhnlich guten Auftragseingang des Vergleichszeitraums des Jahres 2022 die spürbare Abkühlung der Konjunktur (- 26 %). Seit ca. 2 Monaten ist eine Beruhigung der generellen Nachfrage festzustellen, die aber durch ein stabiles Geschäft mit den Stammkunden kompensiert werden kann.

Der Auftragsbestand betrug zum 30.04.2023 20,1 Mio. € und liegt damit auf dem Vorjahresniveau.

Der kumulierte Umsatz der RNA-DE in den ersten Monaten des Jahres 2023 betrug 12,9 Mio. € und liegt damit 0,4 Mio. € über dem Umsatz des Vorjahreszeitraums. Bei der Abwicklung der Aufträge sind nach wie vor viele Herausforderungen zu meistern: Zwar beginnen sich die Beschaffungsprobleme zu entspannen, aber es gibt immer wieder einzelne, nicht verfügbare Bauteile, die die Auslieferung von ganzen Maschinen verzögern. Preissteigerungen auf der Einkaufseite steht ein zunehmender Preisdruck auf der Verkaufsseite gegenüber. Zusätzlich bereiten Probleme die schwierige Verfügbarkeit von Personal. Dieser Engpass beschränkt sich nicht wie in den Vorjahren auf Fachpersonal. Die Krankenquote war im ersten Quartal 2023 hoch, hat sich mit dem besseren Wetter in letzter Zeit etwas verringert.

Trotz des niedrigeren Auftragseingangsniveaus ist die gesamte Geschäftssituation der RNA-DE in den ersten Monaten des Jahres 2023 besser als im Vorjahr.

Die PSA-DE profitiert von einer konstant guten und stabilen Nachfragesituation.

Für den Zeitraum Januar bis April 2023 verzeichnete das Unternehmen einen kumulierten Auftragseingang in Höhe von 1,8 Mio. €. Das sind zwar 0,9 Mio. € weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, dabei ist aber zu berücksichtigen, dass Anfang Mai die Messe Schema in Frankfurt stattgefunden hat und im Vorfeld dieser Messe immer schon schwächere Auftragseingänge zu verzeichnen waren, die in den Folgemonaten aufgeholt wurden. Das Interesse an den Produkten der PSA-DE insbesondere in Kombination mit den Möglichkeiten, die sich aus der Digitalisierung ergeben (siehe auch 1.a)) war auf der Messe sehr hoch.

Die Aktivitäten der RNA-DS-DE konzentrieren sich wie im Vorjahr im Wesentlichen auf gruppeninterne Entwicklungsaufträge und die Unterstützung der anderen Unternehmen der Gruppe bei der Nutzung der Digitalisierungs-Tools zur Gewinnung und Bearbeitung von Kundenaufträgen.

Die sehr positive Geschäftsentwicklung der HSH setzt sich im Jahr 2023 nochmal verbessert fort. Im ersten Quartal des Jahres 2023 betrug der Auftragseingang 13,6 Mio. CHF. Wie bereits im Vorjahr sind Aufträge für die Verpackung von pharmazeutischen Produkten der entscheidende Treiber für die Entwicklung. Vor diesem Hintergrund ist der für das Jahr 2023 geplante Umsatz von 17 Mio. € als erzielbar anzusehen. Um diesen Umsatz, der eine Steigerung gegenüber dem Vorjahresumsatz von 25% bedeuten würde, erzielen zu können, wurden und werden Aufträge an die Schwesterunternehmen RNA-UK und Vibrant-ES untervergeben. Zudem wird verstärkt mit Leih-Personal gearbeitet sowie alle nicht Know-How trächtigen Arbeiten extern vergeben.

Die Geschäftssituation der RNA-UK in den ersten Monaten dieses Jahres ist schwierig: Der kumulierte Auftragseingang per 30.04.2023 in Höhe von 1,7 Mio. € fällt 1 Mio. € geringer aus als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Aktuell gibt es ein Angebotsvolumen von 3,2 Mio. €, bei dem die RNA-UK - wenn die Investitionen bei den Kunden ausgelöst werden - sehr gute Auftragschancen hat. Der kumulierte Umsatz per 30.04.2023 in Höhe von 1,7 Mio. € fällt 1 Mio. € geringer aus als geplant. Grund hierfür sind im Wesentlichen technische Probleme. Unter der Voraussetzung, dass sich die Investitionszurückhaltung der Kunden in den kommenden zwei Monaten löst, hat die RNA-UK noch die Möglichkeit, den Umsatzrückstand bis zum Jahresende aufzuholen.

Der spanische Markt stabilisiert sich. Die Vibrant-ES verzeichnete in den ersten vier Monaten des Jahres einen Auftragseingang in Höhe von 1,9 Mio. € und befindet sich damit auf dem Niveau des Vorjahres. Der Umsatz des gleichen Zeitraums betrug 2,1 Mio. € und konnte damit um 0,4 Mio. € gegenüber dem Vorjahreszeitraum gesteigert werden. Grund hierfür sind im Wesentlichen veränderte Organisationsabläufe in der Fertigung, die eine höhere Produktivität ermöglichen.

Den vorstehenden Ausführungen ist zu entnehmen, dass die aktuelle Geschäftssituation der einzelnen Unternehmen der Gruppe verschieden ist. Bei der PSA-DE und HSH-CH wird es aller Voraussicht nach ein gutes bis sehr gutes Geschäftsjahr werden. Auch bei der RNA-DE und Vibrant-ES erwarten wir ein gegenüber dem Vorjahr verbessertes Ergebnis. Bei der RNA-UK sind die nächsten Monate entscheidend, ob zumindest die Planzahlen erreicht werden können.

Angesichts der Vielzahl gesellschaftlicher / politischer Probleme und großer wirtschaftlicher Herausforderungen fällt es schwer über die Einschätzung hinaus eine verlässliche Prognose über den weiteren Geschäftsverlauf zu machen.

Ausgehend von den uns aktuell vorliegenden Informationen erscheint im Geschäftsjahr 2023 für die Gruppen das Erreichen des geplanten Umsatzes in Höhe von 72 Mio. € möglich.

In einer überschlägigen Hochrechnung leitet sich aus dieser Umsatzprognose für das Jahr 2023 ein Ergebnis vor Steuern von ca. 3 Mio. € ab.

Der laufend aktualisierte Liquiditäts-Forecast zeigt, dass sich die Bankguthaben in den kommenden Sommermonaten aufgrund von Sonderzahlungen im Personalbereich (Urlaubsgeld, Auszahlungen der Prämien für das vergangene Jahre) und Gewinnausschüttung an die Gesellschafter reduzieren werden. Aus dem Abbau der Vorräte sollte aber Liquidität generiert werden können.

Die Ausstattung des Unternehmens mit ausreichender Liquidität zur Finanzierung des operativen Geschäfts ist gesichert.

4. Sonstige Angaben

Zum Beginn des Jahres 2022 ist die PSA-DE in eine neue, größere Mietimmobilie umgezogen, um dem erhöhten Platzbedarf durch das stark wachsende Geschäft gerecht zu werden.

Von dem Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine ist die Gruppe nur indirekt durch Beschaffungsprobleme betroffen.

Da die Produktionstätigkeit keines hohen Energieeinsatzes bedarf, sind die einzelnen Unternehmen der Gruppe nur in einem geringen Ausmaß von den Energiekostensteigerungen betroffen.

 

Aachen, im Mai 2023

Die Geschäftsführung

Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2022

AKTIVSEITE

Stand 31.12.2022 Vorjahr
EUR EUR TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 147.456,83 152,8
2. Geschäfts- und Firmenwert 2.424.220,69 2.727,3
2.571.677,52 2.880,1
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 5.973.930,85 6.250,3
2. technische Anlagen und Maschinen 761.486,97 784,9
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.989.961,07 2.746,2
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 318,4
9.725.378,89 10.099,9
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 512.000,00 512,0
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 206.221,14 0,0
3. geleistete Anzahlungen auf Finanzanlagen 28.595,21 28,6
746.816,35 540,6
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 8.306.874,42 6.075,1
2. unfertige Erzeugnisse 7.061.883,24 5.529,9
3. fertige Erzeugnisse und Waren 3.639.888,12 2.323,1
4. geleistete Anzahlungen 79.854,17 158,6
5. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -5.935.250,37 -5.598,9
13.153.249,58 8.487,7
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 12.821.637,00 8.812,1
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 0,00 (i.V. TEUR 0,0)
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 87.285,01 0,0
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 0,00 (i.V. TEUR 0,0)
3. sonstige Vermögensgegenstände 319.237,53 1.018,0
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 0,00 (i.V. TEUR 725,4) 13.228.159,54 9.830,1
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 5.216.354,19 10.088,2
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 427.476,02 154,7
D. Aktive latente Steuern 692.310,00 690,2
45.761.422,09 42.771,5

PASSIVSEITE

Stand 31.12.2022 Vorjahr
EUR EUR TEUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 2.100.000,00 2.100,0
II. Kapitalrücklage 6.000.000,00 6.000,0
III. Gewinnrücklagen
andere Gewinnrücklagen 766.937,82 766,9
IV. Konzernbilanzgewinn 3.457.052,14 1.008,9
V. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung 1.439.145,85 1.364,6
VI. Nicht beherrschende Anteile 369.658,95 214,2
14.132.794,76 11.454,6
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 5.913.707,00 5.813,6
2. Steuerrückstellungen 651.111,52 220,6
3. sonstige Rückstellungen 4.603.524,70 3.986,2
11.168.343,22 10.020,4
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 9.084.276,42 8.815,0
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 967.931,77 (i.V. TEUR 963,4)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.430.044,21 1.418,8
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 1.430.044,21 (i.V. TEUR 1.418,8)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 568.345,12 581,0
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 568.345,12 (i.V. TEUR 581,0)
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 7.800.306,11 9.222,8
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 7.800.306,11 (i.V. TEUR 9.222,8)
5. sonstige Verbindlichkeiten 1.563.442,43 1.198,0
davon aus Steuern: EUR 773.863,67 (i.V. TEUR 627,6)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 43.447,41 (i.V. TEUR 42,5)
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 1.563.442,41 (i.V. TEUR 1.198,0)
20.446.414,29 21.235,6
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 13.869,82 60,9
45.761.422,09 42.771,5

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2022

2022 Vorjahr
EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 67.820.698,89 65.222
2. Erhöhung (i. V. Verminderung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 2.097.561,76 361
3. sonstige betriebliche Erträge 1.172.571,71 649
davon Erträge aus der Währungsumrechnung: EUR 103.140,18; i.V. TEUR 0,1
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 25.217.833,80 23.514
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.849.291,78 1.585
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 27.411.406,84 24.936
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 4.819.508,08 4.394
davon für Altersversorgung: EUR 318.990,46; i.V. TEUR 247,5
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.437.391,01 1.361
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 7.148.511,41 6.598
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung: EUR 41.414,69; i.V. TEUR 103,1
8. Erträge aus Gewinnabführung 609,47 26
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,00 113
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 0,00; i. V. TEUR 113
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 18.532,15 15
davon Erträge aus der Abzinsung: EUR 13.606,28; i.V. TEUR 7,0
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 0,00; i. V. TEUR 0,0
11. Equity-Ergebnis aus at Equity bewerteten Anteilen an assoziierten Unternehmen 206.221,14 0
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 401.796,10 2.016
davon an verbundene Unternehmen: EUR 74.258,00; i.V. TEUR 1.442,4
davon Aufwendungen aus der Aufzinsung: EUR 163.368,00; i.V. TEUR 394,8
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 326.520,52 323
davon Erträge aus passiven latenten Steuern: EUR 0,00 i.V. TEUR 1,7
davon Erträge aus aktiven latenten Steuern: EUR 2.060,00 i.V. TEUR 82,6
14. Ergebnis nach Steuern 2.703.935,58 937
15. sonstige Steuern 42.771,06 45
16. Erträge aus Verlustübernahme 0,00 710
17. Jahresüberschuss 2.661.164,52 1.602
18. Nicht beherrschenden Anteilen zustehender Gewinn 213.037,88 130
19. Konzern-Jahresüberschuss 2.448.126,64 1.472
20. Konzerngewinnvortrag 1.008.925,50 -463
21. Konzernbilanzgewinn 3.457.052,14 1.009

Konzern-Anhang

I. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft ist unter der Firma Rheinnadel GmbH mit Sitz in Aachen im Handelsregister des Amtsgerichts Aachen unter der Nummer HRB 97 eingetragen.

Der gemäß § 290 HGB vorgeschriebene Konzernabschluss wurde zum 31. Dezember 2022 erstellt. Die Befreiung gemäß § 291 Abs. 2 HGB wurde nicht in Anspruch genommen. Entsprechend den gesetzlichen Vorschriften werden die Abschlüsse der einzelnen Unternehmen zur Einbeziehung in den Konzernabschluss nach den bei der Muttergesellschaft geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.

Soweit Jahresabschlüsse in fremder Währung in den Konzernabschluss einzubeziehen sind, erfolgt die Umrechnung in EURO für die Werte der Aktiv- und Passivseite, außer dem Eigenkapital, zum amtlichen Devisenkassamittelkurs des Stichtags des Konzernabschlusses. Das Eigenkapital ist mit den historischen Kursen umzurechnen. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung wurden mit dem Jahresdurchschnittskurs umgerechnet.

Der Ausweis der einzelnen Bilanzposten ist nach den Vorschriften der §§ 265 und 266 HGB erfolgt. Die Gliederung der Bilanz ist gemäß § 265 Abs. 5 HGB um die Posten "Anteile an assoziierten Unternehmen", "geleistete Anzahlungen auf Finanzanlagen", "Eigenkapitaldifferenz auf Währungsumrechnung", "Nicht beherrschende Anteile" und "Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern" erweitert worden.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB gegliedert. Die in § 275 Abs. 2 HGB aufgeführte Gliederung wurde um die Posten "Erträge aus Gewinnabführung", "Equity-Ergebnis aus at Equity bewerteten Anteilen an assoziierten Unternehmen" sowie "Nicht beherrschender Anteile zustehender Gewinn" erweitert.

II. Angaben zum Konsolidierungskreis

Name Sitz Handelsregister Anteil am Kapital
Angaben zu einbezogenen Unternehmen
Rheinnadel GmbH Aachen Amtsgericht Aachen HRB 97 100,00
Rhein-Nadel Automation GmbH Aachen Amtsgericht Aachen HRB 15626 100,00
PSA Zuführtechnik GmbH Aachen Amtsgericht Aachen HRB 16974 76,00
RNA Digital Solutions GmbH Aachen Amtsgericht Aachen HRB 26385 70,00
HSH Handling Systems AG Herzogenbuchsee (Schweiz) Handelsregisteramt des Kantons Bern CHE - 103.608.523 100,00
RNA Automation Limited Birmingham (England) Companies House CRN 2037916 100,00
VIBRANT S.A.U. Cornellä de Llobregat (Spanien) Handelsregister von Barcelona A - 08266256 100,00
Automated Production Limited Birmingham (England) Companies House CRN 09830077 50,00
Rheinguss GmbH Aachen Amtsgericht Aachen HRB 24312 100,00
Angaben zu nicht einbezogenen Unternehmen
Lammertz Industrienadel GmbH Aachen Amtsgericht Aachen HRB 5789 100,00
Altek Beissel Needles Limited Kelambakkam (Indien) nicht bekannt 15,62

Die Rheinnadel GmbH stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf.

Die Industrieholding- und Handelsgesellschaft stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf.

III. Angaben zu den Konsolidierungsmethoden

Die Automated Production Limited, Birmingham/ England wurde erstmals zum Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 nach der Equity-Methode als assoziiertes Unternehmen einbezogen, da der Industrieholding- und Handelsgesellschaft mbH mittelbar 50 % der Anteile am Kapital sowie den Stimmrechten zustehen. Die Anteile wurden zum 15. März 2017 erworben. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird über ein 10-Jahreszeitraum abgeschrieben, §309 Abs. 1 i. V. m. §253 Abs. 3 S. 3 und S. 4 HGB.

Die ALTEK Beissel Needles Ltd., Madras/Indien, wird nicht in den Konsolidierungskreis der Gesellschaft gem. § 296 Abs. 1 Nr. 1 HGB einbezogen, da erhebliche und andauernde Beschränkungen die Ausübung der Rechte des Mutterunternehmens in Bezug auf das Vermögen und die Geschäftsführung des Unternehmens nachhaltig beeinträchtigen. Dies ist der Fall, da der Gesellschafterin (Lammertz Industrienadel GmbH) keine Informationen zur Verfügung gestellt werden und sämtliche Kontaktaufnahmen nicht erwidert werden.

Die Lammertz Industrienadel GmbH, Aachen, wird gem. § 296 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen, da die Beteiligung von untergeordneter Bedeutung für die Darstellung der tatsächlichen Verhältnisse der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sind. Dies ist der Fall, da sie lediglich die abgewerteten Anteile an der ALTEK Beissel Needles Ltd. hält und keinen Geschäftsbetrieb ausübt.

IV. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Bei der Konsolidierung der ausländischen Tochterunternehmen ist die vorherige Umrechnung der Fremdwährungsbeträge in EURO erforderlich. Gemäß § 308a HGB sind die Posten der Aktiv- und Passivseite, außer dem Eigenkapital, zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Das Eigenkapital ist zum historischen Kurs umzurechnen. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung zum Durchschnittskurs. Die Umrechnungsdifferenz beträgt EUR 1.439.145,85 und wird innerhalb des Eigenkapitals als "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen.

Die Kurse betragen:

 

1 CHF = 0,9893 EUR (Mittelkurs); 1,0051 EUR (Durchschnittskurs)

 

1 GBP = 0,8843 EUR (Mittelkurs); 0,8523 EUR (Durchschnittskurs)

Aktiva

Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Der Geschäftswert wird über eine Nutzungsdauer von zehn Jahren abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt.

Umlaufvermögen

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Für bestimmte Vorräte (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe) werden die Werte mithilfe zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren unter Beachtung des Niederstwertprinzips ermittelt. Dabei wurden teilweise die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen mit Festwerten aktiviert.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden.

In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten und angemessenen Gewinn vorgenommen.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert unter Berücksichtigung gebotener Wertberichtigungen bilanziert.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bilanziert.

Rechnungsabgrenzungsposten

In dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben ausgewiesen, die Aufwand nach dem vorliegenden Abschlussstichtag darstellen.

Aktive latente Steuern

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Schulden und ihren steuerlichen Wertansätzen werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden saldiert ausgewiesen.

Passiva

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft ist voll eingezahlt.

Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen in angemessener Weise die ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages dotiert.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der PUC-Methode unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" ermittelt. Als Abzinsungsfaktor werden seit dem 01.01.2016 der von der Deutschen Bundesbank ermittelte Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre anstatt der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre verwendet. Der neue Abzinsungssatz betrug zum Bilanzstichtag 1,78 %. Der nach bisherigen Regeln ermittelte Abzinsungssatz betrug zum Bilanzstichtag 1,44 %.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Rechnungsabgrenzungsposten

In dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen ausgewiesen, die Ertrag nach dem vorliegenden Abschlussstichtag darstellen.

Auf fremde Währung lautende Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

V. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz

AKTIVA

Anlagevermögen

Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt.

Die Anteile an dem assoziierten Unternehmen, der Automated Production Limited, Birmingham, England, wird entsprechend unter den Anteilen an assoziierten Unternehmen ausgewiesen. Aufgrund des erstmalig positiven Equity-Wertes beträgt der bilanzielle Ausweis EUR 206.221,14. Die Zugänge innerhalb des Anlagengitters zum Posten "Anteile an assoziierten Unternehmen" enthalten Ergebnisanteile aus der Fortschreibung des Equity-Wertansatzes in Höhe von EUR 206.164,75. Der Geschäfts- oder Firmenwert beträgt zum 31. Dezember 2022 EUR 77.764,67. Die Änderung des Equity-Werts ist in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung vor Kürzung um Ertragsteuern ausgewiesen.

Die ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwerten resultieren zum einen aus einer Übernahme eines Produktprogramms durch die Rhein-Nadel Automation GmbH (EUR 1,00) und zum anderen auf die Erstkonsolidierung der RNA Digital Solutions GmbH (EUR 2.424.220,69).

Da der Geschäfts- oder Firmenwert aus der Erstkonsolidierung der RNA Digital Solutions GmbH (EUR 3.030.274,15) nicht verlässlich geschätzt werden kann, erfolgt die Abschreibung über 10 Jahre gem. § 309 Abs. 1 i. V. m. § 253 Abs. 3 S. 3 und S. 4 HGB.

Die Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 313 Abs. 2 Nr. 4 HGB ist auf Seite 9 dargestellt.

Latente Steuern

Die latenten Steuern wurden mit einem Steuersatz von 32,2 % ermittelt und haben sich wie folgt entwickelt:

Sachverhalt 31.12.2022 Veränderung zum Vorjahr
TEUR TEUR
Geschäfts- oder Firmenwert 7,9 -1,7
Jubiläumsrückstellungen 12,1 -0,9
Pensionsrückstellungen 670,3 4,6

PASSIVA

Eigenkapital

Die Bilanz wurde unter Berücksichtigung der Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt. Somit wird im Eigenkapital gemäß § 268 Abs. 1 HGB der Posten Konzernbilanzgewinn ausgewiesen. Der Konzerngewinnvortrag beträgt EUR 3.457.052,14.

Der Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter beträgt zum 31. Dezember 2022 EUR 369.658,95. Darin enthalten sind die Gewinnanteile für das Geschäftsjahr 2022 in Höhe von EUR 213.037,88.

Rückstellungen

Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 190.609,00. In Höhe dieses Unterschiedsbetrages sind die passivierten Rückstellungen für Pensionen und der Zinsaufwand im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz nach bisheriger Ermittlung niedriger angesetzt. Der abzinsungsbedingte Unterschiedsbetrag ist gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB für die Ausschüttung gesperrt.

Der Wert der Pensionsverpflichtung beträgt zum 31. Dezember 2022 EUR 5.913.707.

Der Unterschiedsbetrag aus der Bewertung nach dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz zum 01. Januar 2010 betrug EUR 944.034,00. Der Betrag wurde im Geschäftsjahr zu 1/15 erfolgswirksam erfasst (EUR 62.936). Der Restbetrag zum 31. Dezember 2022 beträgt EUR 125.866.

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen gebildet für Urlaubsverpflichtungen (TEUR 562), Altersteilzeit (TEUR 285), erfolgsabhängige Prämien (TEUR 1.938), Garantierückstellungen (TEUR 547), ausstehende Rechnungen (TEUR 228), Mitarbeiterbeteiligung (TEUR 172) sowie für Überstunden (TEUR 373).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben in Höhe von TEUR 8.116,3 eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr, davon haben wiederum in Höhe von TEUR 3.410,0 eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren.

Sämtliche übrigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 5.326 grundpfandrechtlich sowie in Höhe von TEUR 78 durch Sicherungsübereignung von Maschinen besichert.

Es bestehen im Berichtsjahr Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 7.800.

VI. Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse wurden ausschließlich im Maschinenbau erzielt.

Die Umsatzerlöse werden in folgenden Gebieten erwirtschaftet:

TEUR
EU 47.187,3
Drittländer 20.633,4
67.820,7

VII. Sonstige Angaben

§ 314 Abs. 1 Nr. 4 HGB:

Die durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 430 (i.V. 404).

§ 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB:

Geschäftsführer im Geschäftsjahr der Konzern-Muttergesellschaft ist Herr Dipl.-Ing. Klaus-Peter Pavel, Hauset/Belgien, sowie Herr Christopher Pavel, Köln.

Auf die Angabe der im Geschäftsjahr an die Geschäftsführer gewährten Gesamtbezüge wird in analoger Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Der Beirat besteht aus folgenden Herren:

 

Dr. Edgar Stein, Rechtsanwalt, Aachen (Vorsitzender)

 

Dipl.-Ing. Klaus-Peter Pavel, Geschäftsführer, Hauset/Belgien (stellvertretender Vorsitzender)

 

Prof. Dr. Günther Schuh, Aachen.

Für frühere Mitglieder der Geschäftsführung der Rheinnadel GmbH sind Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 2.635 enthalten. Es sind Pensionszahlungen in Höhe von TEUR 239 an diese Personengruppe erfolgt.

§ 264 Abs. 3 HGB:

Folgende Gesellschaften sind gem. § 264 Abs. 3 HGB von der Pflicht zur Offenlegung befreit:

Rhein-Nadel Automation GmbH

Rheinguss GmbH

§ 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB:

Das von dem Abschlussprüfer des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2022 berechnete Honorar für die steuerliche Beratung betrugen TEUR 18,8 und für Abschlussprüfungen TEUR 54,0. Weitere Leistungen wurden nicht erbracht.

§ 314 Abs. 1 Nr. 26 HGB:

Die Geschäftsführung der Rheinnadel GmbH schlägt vor, das Jahresergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.

VIII. Aufstellung des Anteilsbesitzes

Aufstellung des Anteilsbesitzes

Name, Sitz Eigenkapital Anteil am Kapital
unmittelbare Beteiligungen
Rhein-Nadel Automation GmbH, Aachen EUR 3.334.319,37 Prozent 100,00
PSA Zuführtechnik GmbH EUR 1.413.921,32 Prozent 76,00
RNA Digital Solutions GmbH, München EUR 101.059,43 Prozent 70,00
Handling Systems AG, Herzogenbuchsee/Schweiz EUR 6.667.789,87 Prozent 100,00
RNA Automation Ltd, Birmingham/England EUR 3.811.717,53 Prozent 100,00
VIBRANT S.A., Barcelona/Spanien EUR 2.477.766,88 Prozent 100,00
Automated Production Limited, Birmingham/England EUR 630.184,34 Prozent 50,00
Rheinguss GmbH, Aachen EUR 25.000,00 Prozent 100,00
Lammertz Industrienadel GmbH, Aachen EUR 512.000,00 Prozent 100,00
mittelbare Beteiligungen
Altek Beissel Needles Limited, Madras/Indien *) / **) EUR 834.474,98 Prozent 15,62

*) Daten zum 31. März 2021
**) Auf Grund von Kapitalherabsetzungen und darauf folgende Kapitalerhöhungen, die ohne Kenntnis der Lammertz Industrienadel GmbH durchgeführt wurden, verringerte sich die mittelbare Anteilsquote von 70,68% auf mittlerweile 15,62%. Die Gesellschaft hat dagegen rechtliche Schritte eingeleitet.

 

Aachen, 01. Juni 2023

Konzern-Kapitalflussrechnung

2022 2021
TEUR TEUR
1. Konzernjahresergebnis 2.448 1.472
2. + Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 1.437 1.361
3. - Abnahme (i. V. Zunahme) der langfristigen Rückstellungen -63 426
4. + Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen 33 95
5. = Jahres-Cash Flow 3.855 3.354
6. + Zunahme der übrigen Rückstellungen 691 723
7. - Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -25 -10
8. + Zinsaufwendungen 383 2.002
9. - Zunahme (i. V. Abnahme) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva -7.885 1.745
10. + Zunahme (i.V. Abnahme) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva 277 -1.724
11. +/- laufender Ertragsteueraufwand/ -ertrag 327 323
12. +/- Ertragsteuerzahlungen -249 -316
13. = Mittelabfluss (i.V. Mittelzufluss) aus laufender Geschäftstätigkeit -2.627 6.098
14. - Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -73 -74
15. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 44 52
16. - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -701 -1.034
17. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 0 497
18. - Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -206 -113
19. - Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis 0 -2.906
20. + Abgänge aus dem Finanzanlagevermögen aus Verschmelzung 0 12.818
21. + Erhaltene Zinserträge 19 14
22. = Mittelabfluss (i.V. Mittelzufluss) aus Investitionstätigkeit -918 9.254
23. +/- Änderungen im Konsolidierungskreis 156 122
24. - Gewinnübernahmen nicht konsolidierter Unternehmen -1 -26
25. - Gezahlte Zinsen -402 -2.016
26. + Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von Krediten 1.200 3.300
27. - Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und Krediten -934 -783
28. - Auszahlungen aus der Tilgung von Gesellschafterdarlehen -1.422 0
29. + Einzahlung in die Kapitalrücklage 0 6.000
30. - Abnahme durch Verschmelzung 0 -21.369
31. = Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit -1.404 -14.772
32. Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands -4.948 580
33. + Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelbestands 74 453
34. + Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 10.086 9.053
35. = Finanzmittelbestand am Ende der Periode 5.212 10.086

Der Finanzmittelfonds am Ende der Periode setzt sich wie folgt zusammen:

31.12.2022 31.12.2021
TEUR TEUR
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 5.217 10.088
abzüglich kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Kontokorrentverbindlichkeiten 5 2
5.212 10.086

Konzern-Eigenkapitalspiegel 2021

Eigenkapital des Mutterunternehmens
(Korrigiertes) Gezeichnetes Kapital Rücklagen
Kapitalrücklage Gewinnrücklagen
Stammkapital Eigene Anteile Summe nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB andere Gewinnrücklagen Summe
Stand am 31.12.2020 2.100.000,00 0,00 2.100.000,00 0,00 766.937,82 766.937,82
Kapitalerhöhung/- herabsetzung
Einforderung/ Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen
Einstellung in/Entnahmen aus Rücklagen 6.000.000,00
Ausschüttung
Währungsumrechnung
Sonstige Veränderung
Änderungen des Konsolidierungskreises
Konzernjahresüberschuss
Stand am 31.12.2021 2.100.000,00 0,00 2.100.000,00 6.000.000,00 766.937,82 6.766.937,82
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Eigenkapitaldifferenz aus Währungs Bilanzgewinn Summe
umrechnung
Stand am 31.12.2020 911.316,42 -462.916,16 3.315.338,08
Kapitalerhöhung/- herabsetzung
Einforderung/ Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen
Einstellung in/Entnahmen aus Rücklagen
Ausschüttung
Währungsumrechnung 453.333,48
Sonstige Veränderung
Änderungen des Konsolidierungskreises
Konzernjahresüberschuss 1.471.841,66
Stand am 31.12.2021 1.364.649,90 1.008.925,50 11.240.513,22
Nicht beherrschende Anteile
Summe
Nicht beherrschende Anteile vor Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung und Jahresergebnis Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne/ Verluste
Stand am 31.12.2020 0,00 0,00 92.184.88 92.184,88
Kapitalerhöhung/- herabsetzung
Einforderung/ Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen
Einstellung in/Entnahmen aus Rücklagen
Ausschüttung
Währungsumrechnung
Sonstige Veränderung
Änderungen des Konsolidierungskreises 122.036,19
Konzernjahresüberschuss
Stand am 31.12.2021 0,00 0,00 214.221,07 214.221,07
Konzerneigenkapital
Summe
Stand am 31.12.2020 3.407.522,96
Kapitalerhöhung/- herabsetzung
Einforderung/ Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen
Einstellung in/Entnahmen aus Rücklagen
Ausschüttung
Währungsumrechnung
Sonstige Veränderung
Änderungen des Konsolidierungskreises
Konzernjahresüberschuss
Stand am 31.12.2021 11.454.734,29

Der Eigenkapitalspiegel ist gemäß DRS 22 des Deutschen Standardisierungsrates aufgestellt.

Konzern-Eigenkapitalspiegel 2022

Eigenkapital des Mutterunternehmens
(Korrigiertes) Gezeichnetes Kapital Rücklagen
Kapitalrücklage Gewinnrücklagen
Stammkapital Eigene Anteile Summe nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB andere Gewinnrücklagen Summe
Stand am 31.12.2021 2.100.000,00 0,00 2.100.000,00 6.000.000,00 766.937,82 6.766.937,82
Kapitalerhöhung/- herabsetzung
Einforderung/ Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen
Einstellung in/ Entnahmen aus Rücklagen
Ausschüttung
Währungsumrechnung
Sonstige Veränderung
Änderungen des Konsolidierungskreises
Konzernjahresüberschuss
Stand am 31.12.2022 2.100.000,00 0,00 2.100.000,00 6.000.000,00 766.937,82 6.766.937,82
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Bilanzgewinn Summe
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung
Stand am 31.12.2021 1.364.649,90 1.008.925,50 11.240.513,22
Kapitalerhöhung/- herabsetzung
Einforderung/ Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen
Einstellung in/ Entnahmen aus Rücklagen
Ausschüttung
Währungsumrechnung 74.495,95
Sonstige Veränderung
Änderungen des Konsolidierungskreises
Konzernjahresüberschuss 2.448.126,64
Stand am 31.12.2022 1.439.145,85 3.457.052,14 13.763.135,81
Nicht beherrschende Anteile
Summe
Nicht beherrschende Anteile vor Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung und Jahresergebnis Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne/ Verluste
Stand am 31.12.2021 0,00 0,00 214.221,07 214.221,07
Kapitalerhöhung/- herabsetzung
Einforderung/ Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen
Einstellung in/ Entnahmen aus Rücklagen
Ausschüttung -57.600,00
Währungsumrechnung
Sonstige Veränderung
Änderungen des Konsolidierungskreises
Konzernjahresüberschuss 213.037,88
Stand am 31.12.2022 0,00 0,00 369.658,95 369.658,95
Konzerneigenkapital
Summe
Stand am 31.12.2021 11.454.734,29
Kapitalerhöhung/- herabsetzung
Einforderung/ Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen
Einstellung in/ Entnahmen aus Rücklagen
Ausschüttung
Währungsumrechnung
Sonstige Veränderung
Änderungen des Konsolidierungskreises
Konzernjahresüberschuss
Stand am 31.12.2022 14.132.794,76

Der Eigenkapitalspiegel ist gemäß DRS 22 des Deutschen Standardisierungsrates aufgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Rheinnadel GmbH, Aachen

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Rheinnadel GmbH, Aachen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Rheinnadel GmbH, Aachen, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Kassel, den 01. Juni 2023

Prof. Dr. Ludewig u. Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Prof. Dr. Thomas Olbrich, Wirtschaftsprüfer

Dipl.-Kfm. Fritz Güntzler, Wirtschaftsprüfer

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde in der Gesellschafterversammlung vom 07. Juni 2023 gebilligt.

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