ETFlab Investment GmbHLiquidiert

80807 München, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 172117
Eingetragen
7.2.2008
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenBeteiligungsgesellschaftenFondsmanagement
Gegenstand
Verwaltung von richtlinienkonformen Sondervermögen und Spezial-Sondervermögen, für die - bis auf die in den §§ 91 bis 95 InvG geregelten Ausnahmen die Vorschriften über richtlinienkonforme Sondervermögen zu beachten sind, sowie von Gemischten Sondervermögen als Publikums- oder Spezial-Sondervermögen, die nach dem Grundsatz der Risikomischung sowie den Vorschriften des Investmentgesetzes verwaltet werden; außerdem gehören folgende Dienstleistungen und Nebendienstleistungen im Sinne des Investmentgesetzes dazu; Vertrieb von Anteilen, die nach den Vorschriften des Investmentgesetzes ausgegeben worden sind oder die nach den §§ 130 bis 140 InvG öffentlich vertrieben werden dürfen; sonstige mit den in diesem Absatz und in Absatz 1 genannten Dienstleistungen und Nebendienstleistungen unmittelbar verbundene Nebentätigkeiten.

Historie

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Management

NameRolle
Andreas Lau
seit 7.5.2013
Geschäftsführer
Prokura
Prokura
Jörg Bieber
seit 11.4.2008
Prokura
Andreas Fehrenbach
seit 7.2.2008
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

ETFlab Investment GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011 und Lagebericht 2011

L A G E B E R I C H T

Gegenstand der Gesellschaft

Gegenstand des Unternehmens ist die Verwaltung von richtlinienkonformen Sondervermögen und Spezial-Sondervermögen, für die - bis auf die in den §§ 91 bis 95 InvG geregelten Ausnahmen - die Vorschriften über richtlinienkonforme Sondervermögen zu beachten sind, sowie von Gemischten Sondervermögen als Publikums- oder Spezial-Sondervermögen, die nach dem Grundsatz der Risikomischung sowie den Vorschriften des Investmentgesetzes verwaltet werden.

Zum Gegenstand gehören außerdem folgende Dienstleistungen und Nebendienstleistungen im Sinne des Investmentgesetzes:

Vertrieb von Anteilen, die nach den Vorschriften des Investmentgesetzes ausgegeben worden sind oder die nach den §§ 130 bis 140 InvG öffentlich vertrieben werden dürfen;

sonstige mit den vorgenannten Dienstleistungen und Nebendienstleistungen unmittelbar verbundene Nebentätigkeiten.

Die Gesellschaft darf sich an Unternehmen beteiligen, wenn der Geschäftszweck des Unternehmens gesetzlich oder satzungsmäßig im Wesentlichen auf Geschäfte ausgerichtet ist, welche die Gesellschaft selbst betreiben darf, und eine Haftung der Gesellschaft aus der Beteiligung durch die Rechtsform des Unternehmens beschränkt ist. Die Gesellschaft ist außerdem berechtigt, die zur Anlage ihres eigenen Vermögens erforderlichen Geschäfte zu betreiben und unselbständige Zweigstellen zu errichten.

Branchenentwicklung

Der ETF-Markt konnte relativ zur Asset-Management-Branche gewinnen. Nach 11 Jahren ETFs in Deutschland sind sie endgültig im deutschen Markt etabliert.

Im Detail: 2011 war ganz klar ein Jahr der Anleihen. Die Zinsen gingen wegen der expansiven Politik der Notenbank und der Flucht in die Sicherheit noch mal deutlich zurück. So legten zehnjährige Bundesanleihen im Kurs glatt 12 Prozent zu. Bei Aktien war das Bild gemischt: Deutliche Rückgänge in Europa mit der Euro-Schuldenkrise, rund 15 Prozent waren es beim DAX, beim Euro STOXX 50 sogar 17,5 Prozent. Doch die amerikanischen Märkte schlugen sich wacker. Der Marktbreite S & P 500 schloss kaum verändert, der Nasdaq Composite verzeichnete ein kleines Minus von 2,2 Prozent und der Dow Jones schaffte sogar 5,6 Prozent plus. Bei den Rohstoffen konnte nur Gold mit den Anleihen mithalten, in seiner schwarzen wie gelben Form. 13 Prozent zog der Preis für Öl an, der des Edelmetalls elf Prozent. Silber, hochgelobt als das bessere Gold, verlor fast neun Prozent. Andere Rohstoffe waren mit zweistelligen Verlusten dabei.

Vor diesem Hintergrund waren die Rollen auch bei den ETFs klar verteilt. Renten-ETFs profitierten, am stärksten mit amerikanischen Anleihen in Euro gerechnet, weil Währungsgewinne zu Buche schlugen. 17 Prozent und mehr konnte man erzielen. Selbstredend glänzten auch Hebelprodukte: auf Renten long und Aktien short. Bei den klassischen Aktien-ETFs ragte auf der Gewinnerseite der Gesundheitssektor mit elf Prozent heraus, auf der Verliererseite mussten Länder-ETFs auf Indien und Vietnam herbe Verluste von 50 Prozent einstecken.

Da Aktien-ETFs den Markt mit einem Anteil von rund zwei Dritteln dominieren, war klar, dass das verwaltete Vermögen die sprunghafte Entwicklung von 30 Prozent mehr pro Jahr nicht mehr fortsetzen konnte. Und in der Tat: Die Assets under Management (AuM) in Europa gingen erstmals seit Jahren zurück, um 2,2 Prozent auf 204,5 Milliarden Euro. An neuen Produkten mangelte es dagegen nicht. 1.341 Indexfonds werden in Europa gehandelt, 17 Prozent mehr als noch vor einem Jahr.

Das Bild bei den Anlageklassen überrascht ein wenig. Aktien haben bei den AuM verloren, klar, aber es waren gerade mal 5,3 Prozent auf 133,3 Milliarden Euro. Renten haben gewonnen, auch klar. Aber knapp zwei Prozent auf 35,3 Milliarden Euro erscheinen angesichts der starken Kursavancen wenig. Der Geldmarktfonds wurde nicht gesucht, das Volumen sank auf 5,1 Mrd. Euro. Obwohl bei den Rohstoffen – abgesehen von Öl und Gold – starke Preisrückgänge dominierten, legte das verwaltete Vermögen für diese Anlageklasse überraschend deutlich zu, um 20,4 Prozent auf 22,8 Milliarden Euro.

Die Entwicklung bei den AuM erklärt sich, wenn man das Nettomittelaufkommen betrachtet. Trotz starker Kursverluste profitierten die Aktien erheblich. Das Aufkommen betrug im Jahr 2011 immerhin 10,8 Milliarden Euro, wobei schon sichtbar war, dass seit dem Kursrückschlag im August kontinuierlich Geld abgeflossen ist. Das gute erste Halbjahr war entscheidend für die positive Bilanz. Bei den Anleihen floss per saldo Geld ab, rund eine Milliarde Euro, erstaunlich angesichts der Kursgewinne. Auffällig war 2011 auch, dass die Anleihenbilanz in den meisten Monaten negativ war und sich der Abfluss gegen Jahresende verstärkte. Offenbar haben sich viele Investoren neu positioniert, weil sie nicht mehr einen weiteren Rückgang der Zinsen erwarteten. Stark profitieren konnten die Rohstoffe. 2,4 Milliarden Euro verbuchten sie, wobei das Aufkommen seit September in jedem Monat positiv war, also genau in der Zeit, als die Rohstoffpreise überwiegend ins Rutschen gerieten. Aber es gab ja mit Gold und Öl auch klar positive Schwergewichte dieser Anlageklasse. Die Bilanz insgesamt für die ETF-Branche kann sich so sehen lassen. 11,5 Milliarden Euro flossen in diesem sehr schwierigen Jahr 2011 zu, nicht so viel wie im Jahr davor – 2010 waren es 18,3 Milliarden Euro -, aber weiterhin ein positives Aufkommen.

Geht man noch tiefer in die Statistik und schaut auf den Euro STOXX 50, den DAX und den MSCI Emerging Markets, bestätigt sich das globale Bild. Aktien-ETFs sind gefragt, aber selektiv. Die DAX-ETFs glänzten, sie gewannen per saldo 8,8 Milliarden neue Mittel, Europa-ETFs gemessen am Euro STOXX 50 litten, zwei Milliarden Euro flossen ab. Die Emerging Markets verloren ebenfalls per saldo, um rund 600 Millionen Euro ging das Aufkommen netto 2011 zurück.

Desweiteren sind neue Anbieter in den Markt gekommen. Darüber hinaus wurden von mehreren Anbietern in der Branche nicht nur Exchange Traded Funds (= Publikumsfonds) angeboten, sondern auch Zertifikate (Schuldverschreibungen unter dem Label ETN (Notes), ETP (Products) oder ETC (Commodities)). Dies führte zu einer deutlichen Verunsicherung in der Branche und einem erhöhten Informationsbedarf der (potentiellen) Anleger.

Gleichzeitig war das Jahr 2011 aber auch geprägt von Risikodiskussionen zum Thema swap-basierte ETFs bzw. Wertpapierleihe bei full-replication ETFs. Der Ruf nach Regulierung und Einheitlichkeit wurde immer größer.

Geschäftsentwicklung

Risiko- und Ergebnissteuerung

Über nicht-finanzielle sowie finanzielle Leistungsindikatoren messen wir, wie weit wir auf dem Weg „nachhaltiges und wertorientiertes Wachstum“ vorangeschritten sind. Ein umfassendes Reporting zur Steuerung gibt uns frühzeitig darüber Auskunft, ob die strategischen und operativen Maßnahmen greifen oder Änderungen erforderlich sind – und ob wir uns hinsichtlich des angestrebten Rendite-Risiko-Verhältnisses im Zielkorridor bewegen.

1. Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Die nicht-finanziellen Leistungsindikatoren beziehen sich auf die unterschiedlichen Dimensionen unseres operativen Geschäfts und zeigen an, wie erfolgreich wir mit unseren Produkten am Markt agieren und wie effizient unsere Geschäftsabläufe sind.

Zentrale Steuerungsgrößen im Asset Management sind

die Nettovertriebsleistung als Leistungsindikator zum Absatzerfolg,

die Assets under Management (AuM),

die Fondsperformance und die Fondsratings zur Messung der Produktqualität,

die durchschnittliche Entwicklungszeit neuer Produkte sowie der Anteil neuer Produkte am Vertriebserfolg zur Messung von Innovationskraft und –effizienz,

2. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die finanziellen Leistungsindikatoren werden durch die nicht-finanziellen über unterschiedliche Ursache-Wirkungs-Mechanismen beeinflusst. Die Risiko-, Ergebnis- und Eigenkapitalsteuerung des DekaBank-Konzerns wird im Wesentlichen über zwei zentrale finanzielle Kennzahlenkonzepte abgebildet. Zum einen ist dies die monatliche Risikotragfähigkeitsanalyse, zum anderen das wirtschaftliche Ergebnis, welches grundsätzlich auf den IFRS Rechnungslegungstandards basiert.

Die maßgebliche finanzielle Zielgröße im Asset Management ist das Provisionsergebnis.

Allgemeine Geschäftsentwicklung

Die aktive Geschäftstätigkeit als Investmentgesellschaft wurde am 14. März 2008 aufgenommen. Im Berichtsjahr wurde das Anlagespektrum der Indexfonds nur leicht erweitert und damit noch stärker auf die Bedürfnisse der Sparkassen zugeschnitten. Um die wachsende Nachfrage der Kunden nach den transparenten und preisgünstigen Produkten zu erfüllen, wird das ETF-Geschäft weiter forciert und insbesondere die erhöhten Transparenzanforderungen erfüllt. Ziel ist, das passive Investment der Sparkassen über Produkte der ETFlab abzubilden. Auch im aktiven Asset Management – vor allem bei Dachfonds – finden die ETFs zunehmend Verwendung.

Die passiv gemanagten Indexfonds (ETFs) wurden anhand der Bedürfnisse unserer Zielkunden und deren unterschiedlichen Anlagestrategie auf neue Anlageklassen ausgedehnt und das Strategiespektrum auf diese Weise erweitert. Aufgrund der Nachfrage unserer institutionellen Kunden nach Renten-ETFs in den Core-Märkten stand dabei die Fixed-Income-Seite im Fokus.

Folgerichtig haben wir unsere Produktpalette um ETF mit dem Anlagekonzept „französische Staatsanleihen“ erweitert. Gleichzeitig haben wir der Nachfrage unserer Kunden Rechnung getragen, dass wir einen weiteren Corporate Fonds aufgelegt haben, der aber – im Unterschied zum bestehenden Produkt – ausschließlich in Non-financial Unternehmen investiert. Mit diesen neuen Produkten sehen wir uns mit unserer Produktpalette gut aufgestellt. Dies gilt insbesondere, weil Investoren in Krisenzeiten zunehmend heimatnahe ETFs bevorzugen.

Desweiteren haben wir in 2011 ein sehr stark ausgeprägtes Investorenbedürfnis nach Transparenz über die ETFs festgestellt. Hierfür haben wir viele neue Reportings entworfen, die wir zur Verfügung stellen. Großer Bedarf war insbesondere nach GromiKV-Reports und Wertpapierleihe-Auslastungen in den einzelnen Fonds zu spüren. Wir sind davon überzeugt, dass wir im Support bzw. in der Informationsbereitstellung führend sind.

Im Rahmen einer Investoren-Umfrage durch das Anlegermagazin „Börse online“ wurde ETFlab als ETF-Anbieter auch wieder in 2011 - wie in 2010 - ausgezeichnet. Die Gesellschaft genießt laut abschließendem Ranking das höchste Vertrauen unter allen ETF-Anbietern und erreicht ebenfalls Spitzenbewertungen für Gesamtzufriedenheit, Internetauftritt, Kompetenz der Mitarbeiter und Übersichtlichkeit der Produktstruktur. Auch die konservative Philosophie wird von vielen Investoren honoriert; wo immer möglich bildet ETFlab die zugrunde liegenden Indizes mit voller Replikation nach.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

1. Vermögenslage

Die Vermögenslage ist geprägt durch die Forderungen an Kreditinstitute in Höhe von 12.449 TEUR, die überwiegend gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen. Die Bilanzsumme der Gesellschaft ist mit 12.561 TEUR gegenüber dem Vorjahr um 695 TEUR gesunken.

2. Finanzlage

Die Gesellschaft ist in die bei der DekaBank Deutsche Girozentrale-Konzern etablierten Planungs, Steuerungs- und Kontrollprozesse voll integriert, so dass die Gesellschaft für wesentliche Tätigkeiten auf die Mitwirkung von anderen Konzerneinheiten angewiesen ist. Die Liquidität der Gesellschaft war aufgrund der Barbestände und der kurzfristig realisierbaren Forderungen jederzeit gegeben.

Das gezeichnete Kapital beträgt 1.000 TEUR und hat sich ebenso wie die Kapitalrücklage in Höhe von 9.000 gegenüber dem Vorjahr nicht verändert.

3. Ertragslage

Die Ertragslage der Gesellschaft wird insbesondere durch den Provisionsüberschuss sowie die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen (Personal- und andere Verwaltungsaufwendungen) bestimmt. Das Provisionsergebnis für 2011 beträgt 7.001 TEUR und ist um 285 TEUR gegenüber dem Vorjahr gesunken. Der Personalaufwand beträgt im Berichtsjahr 2.662 TEUR. Die anderen Verwaltungsaufwendungen in Höhe von 10.101 TEUR (Vorjahr: 10.104 TEUR) setzen sich überwiegend aus Lizenzgebühren von 3.122 TEUR und Aufwendungen aus der Verrechnung von konzerninternen Dienstleistungen in Höhe von 2.138 TEUR zusammen.

Das negative Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit beträgt im Geschäftsjahr 2011 5.581 TEUR (im Vorjahr: -5.656 TEUR). Der Jahresverlust nach Abzug der Steuern wird in Höhe von 5.582 TEUR, aufgrund eines bestehenden Ergebnisabführungsvertrages von der Gesellschafterin DekaBank Deutsche Girozentrale übernommen.

Risikoberichterstattung

Die Besonderheit im Risikomanagement einer Kapitalanlagegesellschaft besteht darin, dass es neben der Sicherung der eigenen Unternehmensexistenz sowie des künftigen Unternehmenserfolges vor allem auf die Sicherung der Anlegerinteressen und dem Anlegerschutz ausgerichtet sein muss.

Risiken können sowohl auf Ebene der Gesellschaft als auch auf Ebene der Sondervermögen bestehen. Dies erfordert eine systematische Erfassung und Steuerung aller Risiken und deren Wechselwirkungen sowohl in Bezug auf das eigene Vermögen als auch auf die Verwaltung der Sondervermögen im Rahmen eines ganzheitlichen Risikomanagementansatzes.

Dieser ganzheitliche Ansatz erfolgt in der Gesellschaft durch ein Risikomanagementsystem (RMS), welches die in der Tabelle aufgeführten Risikokategorien unterscheidet.

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Risikoart Definition der Risikoart
Adressenausfallrisiko Risiko eines Verlusts aufgrund des Ausfalls oder der Bonitätsverschlechterung eines Geschäftspartners.
Marktpreisrisiko Risiko eines Verlusts aufgrund nachteiliger Veränderungen von Marktpreisen oder preisbeeinflussender Parameter.
Liquiditätsrisiko Risiko, Zahlungsverpflichtungen zum Zeitpunkt ihrer Fälligkeit nicht nachkommen zu können.
Operationelle Risiken Risiko eines Schadens infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder durch externe Einflüsse.
Geschäftsrisiken Risiko eines Schadens durch nachteilige oder unvorteilhafte ökonomische, gesetzliche oder steuerliche Rahmenbedingungen der Geschäftstätigkeit.

1. Adressenausfallrisiko

Das Adressenausfallrisiko untergliedert sich, wie in der folgenden Tabelle dargestellt:

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Risikoart Definition der Risikoart
Emittenten- und Kontrahentenrisiko Risiko des Wertverlustes von Positionen aufgrund des Ausfalls oder der Bonitätsverschlechterung von Emittenten bzw. Kontrahenten.
Wiedereindeckungsrisiko Das Wiedereindeckungsrisiko ist die Gefahr, dass bei Ausfall des Geschäftspartners ein Ersatzgeschäft zu ungünstigeren Marktkonditionen getätigt werden muss.
Vorleistungsrisiko Das Vorleistungsrisiko ist das Risiko, dass der Kontrahent nach erbrachter Vorleistung seine Gegenleistung nicht erbringt.
Dienstleisterrisiko Risiko von Verlusten durch den Ausfall von sonstigen Dienstleistern (Auslagerungspartner, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer, Datenlieferanten, etc.)

1.1. Adressenausfallrisiko auf Gesellschaftsebene

Um Adressausfallrisiken auf Ebene der Gesellschaft zu minimieren, erfolgt die Eigenmittelanlage der ETFlab Investment GmbH ausschließlich in Kontoguthaben bei der DekaBank Girozentrale, Frankfurt am Main.

Die operative Steuerung und Überwachung des Ausfallrisikos von Dienstleistern erfolgt innerhalb der Kompetenzregelungen und unter Einhaltung vorgegebener Standards durch die Abteilungen, die innerhalb der ETFlab die Schnittstelle zu den Dienstleistern darstellen (insbesondere das Fondscontrolling und dem IT-Koordinator) und im Rahmen des Auslagerungscontrollings eine permanente Überwachung sicherstellen. Die Informationen werden der Geschäftsführung der ETFlab bereitgestellt und dort zusammengeführt.

Die Methoden und Verfahren zur Messung, Überwachung und Limitierung der Emittenten- und Kontrahentenrisiken aus der Eigenmittelanlage der ETFlab sind in den Adressenausfallrisiko-Fachkonzepten sowie in der konzernweit gültigen Anweisungen für das Betreiben von Handelsgeschäften dokumentiert. Im Rahmen des Systems zum Management und Controlling Operationeller Risiken wird regelmäßig eine Bewertung des Ausfallrisikos von Dienstleistern in Form von Szenarien vorgenommen. Einer starken Abhängigkeit von einzelnen Dienstleistern wird, soweit dies unter Berücksichtigung der Marktgegebenheiten sowie von Qualitäts- und Kostengesichtspunkten möglich und sinnvoll ist, durch Diversifizierung vorgebeugt.

1.2. Adressenausfallrisiko auf Sondervermögensebene

Die Verantwortung für ein adäquates Controlling der Adressausfallrisiken der Sondervermögen liegt bei der Geschäftsführung der Gesellschaft. Die Gesellschaft hat Tätigkeiten zur Überwachung der Adressausfallrisiken teilweise an konzernexterne Dienstleister (z.B. Anlagegrenzprüfung, Kontrahentenrisiken gemäß DerivateV) bzw. die DekaBank ausgelagert. Das Auslagerungscontrolling wird in der Gesellschaft vom hierfür zuständigen Geschäftsführer wahrgenommen, der dabei vom Fondscontrolling unterstützt wird. Die Verantwortung für die Umsetzung der erforderlichen Maßnahmen in den Sondervermögen liegt beim Fondsmanagement. Die Überwachung der gesetzlichen und internen Vorgaben hinsichtlich der Emittenten- und Kontrahentenrisiken der Sondervermögen erfolgt auf Basis der täglichen Bestände und Geschäfte. Diese wird im Rahmen der täglichen Prüfung der gesetzlichen Anlagegrenzen sowie der internen Limite auf Basis der dazu vom externen Auslagerungspartner zur Verfügung gestellten Kontrollberichte vorgenommen. Die Geschäftsführung kann die Mindestanforderungen an die Risikostreuung zusätzlich erhöhen. Von der Geschäftsführung beschlossene zusätzliche Restriktionen werden dem Fondsmanagement durch die Geschäftsführung unmittelbar nach Beschlussfassung kommuniziert und vom Fondscontrolling in die tägliche Überwachung aufgenommen.

2. Marktrisiko

Die Kategorisierung des Marktpreisrisikos ist in der folgenden Tabelle dargestellt:

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Risikoart Definition der Risikoart
Zinsänderungsrisiko Risiko eines Verlusts durch nachteilige Veränderung von einem oder mehreren Referenzzinssätzen.
Devisenrisiko Risiko des Wertverlusts von Fremdwährungspositionen oder Fremdwährungs-Cashflows aufgrund von nachteiligen Wechselkursveränderungen.
Aktienkursrisiko Risiko des Wertverlusts von Aktienpositionen aufgrund von nachteiligen Veränderungen der Aktienkurse.
Sonstige Preisrisiken Risiko eines Wertverlustes durch nachteilige Veränderung der Kurse entsprechender Vermögenswerte.

2.1. Marktpreisr i siko auf Gesellschaftsebene

Um Marktpreisrisiken auf Ebene der Gesellschaft zu vermeiden, erfolgt die Eigenmittelanlage der ETFlab Investment GmbH ausschließlich in Kontoguthaben bei der DekaBank Girozentrale, Frankfurt am Main.

2.2. Marktpreisrisiko auf Sondervermögensebene

Das Marktpreisrisiko im passiven Fondsmanagement besteht darin, dass das Marktpreisrisiko des Sondervermögens von dem des dem ETF zugrunde liegenden Index abweicht, da daraus in der Regel ein Tracking Error resultieren wird. Dies ist bei voll replizierenden Fonds der Fall, wenn die Zusammensetzung des Sondervermögens nicht mit der des Index übereinstimmt. Um dies zu vermeiden, erfolgt bei der ETFlab eine Risikosteuerung für voll replizierende Fonds durch den Investitionsgrad, den Duplizierungsgrad, sowie die Grenze für die Kreditaufnahme. Diese Steuerungsgrößen sind gesetzlich festgelegt bzw. vertraglich vereinbart. Intern sind, sofern erforderlich, restriktivere Limite festgelegt. Neben diesen auch extern kommunizierten Maßen zur Risikobegrenzung überwacht die ETFlab Abweichungen einer Wertpapiergattung im Sondervermögen von mehr als +/- 1% gegenüber der korrespondierenden Position in der relevanten Benchmark auf Basis des täglich erstellten Divergenzreports. Abweichungen oberhalb dieser Grenzen werden an die Geschäftsführung gemeldet. Die ex-post-Überwachung der Anlagegrenzprüfung erfolgt im Fondscontrolling der ETFlab auf Basis des vom Auslagerungspartner bereitgestellten Reportings.

Bei der indirekten Nachbildung eines Index über den Einsatz von Swaps entspricht das Marktpreisrisiko aufgrund einer entsprechenden fachlichen Konstruktion der Swaps nahezu dem des nachzubildenden Index. Darüber hinaus wird das Marktpreisrisiko beim Einsatz von Derivaten durch die Derivate-Verordnung sowie restriktivere interne Limite begrenzt.

Die Steuerung der Marktpreisrisiken auf Sondervermögensebene erfolgt innerhalb der Limite und Kompetenzregelungen durch das Fondsmanagement, die Überwachung der Marktpreisrisiken auf Sondervermögensebene erfolgt durch das Fondscontrolling.

Für Zwecke der Datenbereitstellung für Anleger erfolgt zusätzlich eine Quantifizierung der mit den Fondsanlagen verbundenen Marktpreisrisiken über die Ermittlung der Kennzahl Value-at-Risk gemäß dem vom BVI vorgeschlagenen Varianz-Kovarianz-Ansatz.

3. Liquiditätsrisiko

Die Kategorisierung ist in der folgenden Tabelle dargestellt:

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Risikoart Definition der Risikoart
Liquiditätsrisiko Risiko, Zahlungsverpflichtungen zum Zeitpunkt ihrer Fälligkeit nicht oder nur mit Verlusten nachkommen zu können.

3.1. Liquiditätsr i siko auf Gesellschaftsebene

Die Steuerung und Überwachung der Liquiditätsrisiken auf Gesellschaftsebene erfolgt zentral durch den Konzern. Grundlage dafür sind die erwarteten Zahlungsströme, die durch die ETFlab zeitnah und in hoher Qualität bereitgestellt werden.

Hinsichtlich des Liquiditätsrisikos auf Gesellschaftsebene ist die ETFlab in das System zur Steuerung und Überwachung der Liquiditätsposition des DekaBank-Konzern integriert. Das System basiert zur Zeit im Wesentlichen auf der Überwachung der Liquiditätsposition auf der Grundlage der erwarteten Zahlungsströme in unterschiedlichen Laufzeitbändern (Liquiditätsvorschau), wobei in Abhängigkeit vom Zeithorizont unterschiedliche Instrumente zum Einsatz kommen. Dem Marktliquiditätsrisiko wird durch die Beschränkung auf ausreichend liquide Titel bzw. Anlagen im Rahmen der Eigenmittelanlage der ETFlab Rechnung getragen.

3.2. Liquiditätsr i siko auf Sondervermögensebene

Die Steuerung der fondsbezogenen Liquiditätsströme der Sondervermögen ist Aufgabe des Fondsmanagements der ETFlab. Da die Abwicklung von Creations und Redemptions bei den Sondervermögen von ETFlab in der Regel in Verbindung mit einem Geschäft über einen Wertpapierbasket erfolgt, liegen Liquiditätsrisiken – verglichen mit denen von aktiv gemanagten Fonds – nur eingeschränkt vor.

Im Rahmen des passiven Management der Sondervermögen, ist somit ein aktives Liquiditätsmanagement nur in Ausnahmefällen erforderlich. Dies kann der Fall sein, wenn eine massive Rückgabe von Anteilsscheinen eines oder mehrerer Anleger gegen „cash“ direkt an die KAG erfolgt, zum Anderen prozentual große Anteilscheinrücknahmen, wenn das Sondervermögen hohe Forderungen z. B. aus Dividenden im Bestand hat.

In diesem Fall informiert das Fondsmanagement die Geschäftsführung. Verantwortlich für die Feststellung, dass eine massive Anteilrücknahme vorliegt, ist die Geschäftsführung. Die Geschäftsführung ist weiterhin unter Beachtung der externen und internen Regeln für die Initiierung der erforderlichen Maßnahmen verantwortlich, die aus der Feststellung massiver Anteilscheinrücknahmen im obigen Sinne resultieren.

4. Operationelle Risiken

Die Kategorisierung der operationellen Risiken auf Gesellschaftsebene ist in der folgenden Tabelle dargestellt:

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Risikoart Definition der Risikoart
Technologie Schäden, die ursächlich auf das Versagen oder die Unangemessenheit von IT-Systemen, Kommunikationssystemen oder der Infrastruktur zurückzuführen sind.
Mitarbeiter Schäden, die durch Bearbeitungsfehler der Mitarbeiter, inadäquate Mitarbeiterausstattung (quantitativ und qualitativ) oder durch kriminelle Handlungen der Mitarbeiter verursacht werden.
Interne Verfahren Schäden, die durch Mängel in der Aufbau-/Ablauforganisation, bei internen Dienstleistern/Lieferanten, im Projektmanagement, in der internen Kommunikation oder durch ungeeignete Methoden und Modelle entstehen.
Externe Einflüsse Schäden, die durch Katastrophen, Abhängigkeiten von Lieferanten und Dienstleistern, politische Einflüsse oder externe Kriminalität entstehen.

Operationelle Risiken (OR) beschreiben mögliche Verluste durch die Unangemessenheit oder das Versagen von internen Prozessen und Systemen, durch fehlerhaftes Verhalten von Menschen oder durch externe Ereignisse; hierzu zählen auch Änderungen von politischen oder gesetzlichen Rahmenbedingungen. Sofern etwaige Schadensfälle auf Fehlern der Gesellschaft beruhen, treten in der Folge häufig weitere Risiken hinzu, deren Schadenspotenzial ebenfalls zu berücksichtigen ist. Beispiele für solche Sekundärrisiken sind Reputations- und Rechtsrisiken.

Aufgrund des prozessspezifischen Charakters der operationellen Risiken (OR) verfolgt der DekaBank-Konzern zu deren Identifikation, Bewertung und Steuerung einen dezentralen Ansatz. Dieser basiert auf einem koordinierten Zusammenwirken der nachfolgend dargestellten Einheiten.

Die Einheit Controlling operationeller Risiken ist für zentrale Komponenten des Controllings der operationellen Risiken im Konzern verantwortlich. Ihr obliegen insbesondere die Methodenhoheit für operationelle Risiken (Konzeption und Weiterentwicklung sowie Begleitung der Implementierung und der fortlaufenden Durchführung der Methoden und Verfahren), das unabhängige OR-Reporting (Konzeption und Weiterentwicklung des Berichtswesens; Erstellen von Auswertungen und Analysen; Bereitstellung der Ergebnisse an den Vorstand und die Leiter der Konzerneinheiten) und die fachliche Betreuung der hierfür benötigten Infrastruktur.

Die dezentrale Risikoidentifikation, -messung und -steuerung wird innerhalb der einzelnen Konzerneinheiten durch folgende Rollen wahrgenommen:

Leiter der jeweiligen Konzerneinheiten: Umsetzung der Vorgaben aus der OR-Strategie (v.a. Bereitstellung Budget und Abstellen qualifizierter Mitarbeiter); Steuerung operationeller Risiken in der Konzerneinheit;

OR-Manager: Dezentrales OR-Controlling (v.a. dezentrale Anwendung entwickelter Methoden; Sicherstellung konsistenter Risikoeinschätzungen und Umsetzung risikomindernder Maßnahmen innerhalb der Konzerneinheit);

Assessoren: Identifikation von OR-Schadensszenarien im Rahmen des Self Assessments und Einschätzung potenzieller Schadenshöhe und Schadenshäufigkeit;

Schadensfallerfasser: Erfassung von tatsächlich eingetretenen OR-Schadensfällen in der Konzerneinheit.

Neben den von der Einheit Controlling operationeller Risiken im Konzern verantworteten Methoden spielen folgende Querschnittfunktionen der DekaBank eine wesentliche Rolle bei der Identifizierung, Bewertung und Steuerung operationeller Risiken:

Interne Revision;

Compliance;

Datenschutz;

Informationssicherheitsmanagement;

Corporate Security Management;

Beschwerdemanagement.

Bei allen genannten Funktionen ist das Zusammenwirken mit den von der Einheit Controlling operationeller Risiken verantworteten Methoden durch laufenden Abgleich so geregelt, dass Konsistenz und Überschneidungsfreiheit der Ergebnisse auch im Einzelfall gewährleistet sind.

Der DekaBank-Konzern setzt folgende Methoden und Instrumente zum Management der operationellen Risiken ein:

Das Self Assessment basiert auf detaillierten OR-Schadenszenarien und wird jährlich durchgeführt. Neben der Beschreibung und Bewertung der Risiken hinsichtlich Schadenshöhe und Eintrittshäufigkeit erfolgt in diesem Kontext die Identifikation geeigneter risikomindernder Maßnahmen. Derzeit verfügt der DekaBank-Konzern über rund 1.200 Einzelszenarien.

Die Szenarioanalyse dient der detaillierten Untersuchung und Bewertung von sehr seltenen, aber mit potenziell extremen Verlusten verbundenen Schadensereignissen aus operationellen Risiken, die aufgrund ihres einheitenübergreifenden Charakters bzw. ihres potenziell hohen Maximalschadens nicht adäquat durch das Self Assessment abgedeckt werden können. Dabei werden wesentliche Risikotreiber und Einflussfaktoren auf den Verlauf der Szenarien identifiziert, welche wiederum auch zur Überwachung der Risiken sowie zur Ableitung steuerungsrelevanter Impulse dienen können. Die Überprüfung der Bewertung der derzeit rund 50 Szenarioanalysen erfolgt vierteljährlich.

Faktoren, die den Zustand des Geschäftsumfelds bzw. des internen Kontrollsystems beschreiben, werden nicht im Sinne einer alleinstehenden Methodik überwacht. Vielmehr fließen solche Risikoindikatoren als regelmäßig aktualisierte Größen in die Bewertung der Szenarioanalysen ein, erhöhen somit deren Risikosensitivität und unterstützen die zeitnahe Identifikation von Entwicklungen sowie Ableitung von Steuerungsmaßnahmen.

Mit Hilfe der zentralen Schadensfalldatenbank werden in sämtlichen Konzerneinheiten fortlaufend alle eingetretenen Schadensfälle aus operationellen Risiken oberhalb einer Bagatellgrenze von 5.000 Euro erhoben. Dabei erfolgt neben der Beschreibung des Schadens auch eine Dokumentation der Ursachen und geeigneter Maßnahmen zur Vermeidung zukünftiger Fälle. Darüber hinaus werden die Erkenntnisse der Schadensfallerhebung zur Validierung der Risikoeinschätzungen im Rahmen der Self Assessments genutzt.

Der DekaBank-Konzern verwendet einen aufsichtsrechtlich anerkannten fortgeschrittenen Messansatz (AMA) zur Bestimmung des ökonomischen Kapitals für das operationelle Risiko. Hierbei wird das operationelle Risiko auf Grundlage einer Kombination von Self Assessments, Szenarioanalysen und internen sowie externen Verlustdaten quantifiziert. Die ermittelten Value-at-Risk-Werte fließen sowohl in die aufsichtsrechtliche Eigenkapitalanforderung als auch in die interne Risikotragfähigkeitsanalyse des Konzerns ein.

Die Wirkung von Stressszenarien für operationelle Risiken wird auf unterschiedlichen Ebenen berücksichtigt. Zum einen werden im Rahmen der Szenarioanalyse auch außergewöhnliche, aber grundsätzlich plausible Szenarioverläufe einbezogen. Zum anderen fließen bei der Ermittlung des Value-at-Risk auf der ex-post-Seite ebenfalls Extremereignisse durch die unskalierte Verwendung externer Großschäden ein. Auch die Auswirkungen der makroökonomischen Stresstests werden unter Berücksichtigung operationeller Risiken ermittelt.

Der vierteljährliche Risikobericht unterrichtet die Leiter der Konzerneinheiten über alle wesentlichen operationellen Risiken und ermöglicht somit eine effektive Steuerung. Zudem fließt der Value-at-Risk in die Risikotragfähigkeitsanalyse des Konzerns ein. Die Gesellschaft ist in die Vorgehensweise des Konzerns eingebunden und hat die beschriebene Systematik vollständig übernommen.

5. Geschäftsrisiko

Die Kategorisierung des Geschäftsrisikos auf Gesellschaftsebene ist in der folgenden Tabelle dargestellt:

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Risikoart Definition der Risikoart
Produktrisiken Risiko unerwartet niedriger Nettomittelzuflüsse oder unerwarteter Nettomittelabflüsse aufgrund einer unattraktiven Produktpalette. Gründe dafür können Produktqualitätsprobleme, eine Fehleinschätzung von Kundenbedürfnissen bei der Produktentwicklung oder generelle Trends zu anderen Anlageformen sein (z. B. aufgrund geänderter steuerlicher Rahmenbedingungen).
Vertriebsrisiken Risiko unerwartet niedriger Nettomittelzuflüsse, unerwarteter Nettomittelabflüsse oder eines hohen Anteils kurzfristiger Gelder an den Nettomittelzuflüssen aufgrund des Wegbrechens von Vertriebspartnern oder einer unzureichenden Vertriebssteuerung bzw. Vertriebsincentivierung.
Gesamtwirtschaftliche Risiken Risiko der negativen Entwicklung volkswirtschaftlicher Rahmenbedingungen (Konjunktur, Branchenentwicklung, steuerliche Änderungen etc.) z. B. unerwartete Nettomittelabflüsse aufgrund einer generell reduzierten Sparquote.

Verantwortlich für die Berücksichtigung der Geschäftsrisiken im Rahmen der Unternehmensplanung ist die Geschäftsführung der ETFlab. Die Methodenhoheit für das Management des Geschäftsrisikos liegt, im Gegensatz zu den operationellen Risiken, bei den Kapitalanlagegesellschaften. Planung und Forecast-Erstellung erfolgen innerhalb des DekaBank-Konzern.

Die qualitative und quantitative Geschäftsfeldplanung sowie die regelmäßige Forecast-Erstellung stellen die zentralen Instrumente zum Management und Controlling der Geschäftsrisiken dar. Während die jährlich zu aktualisierende Geschäftsfeldplanung die Ziele und strategischen Leitplanken definiert und mit einer darauf abgestimmten Mittelfristplanung verbindet, findet eine Forecast-Erstellung bzw. ein Soll-Ist-Abgleich hinsichtlich der wesentlichen Ertrags- und Kostenkomponenten statt. Die genannten Managementinstrumente stellen zudem die Basis für Management und Controlling der Geschäftsrisiken dar.

Die Berücksichtigung des Geschäftsrisiko als Risikoart ist für den DekaBank-Konzern insbesondere in den Geschäftsfeldern von Bedeutung, in denen aufgrund der Besonderheiten des Geschäftsmodells andere klassische Risikoarten, wie z. B. Markt- und Kreditrisiken, keine wesentliche Rolle spielen. Die Geschäftsführung der ETFlab entscheidet, insbesondere abhängig von der Entwicklung des Geschäftsvolumens der ETFlab und dem aus dem ETF-Geschäft bei gesamtheitlicher Betrachtung resultierenden Beitrag zum Geschäftsfeldergebnis, inwiefern Geschäftsrisiken mit in einer detaillierteren Methodik erfasst und gesteuert werden sollen.

Häufig führen schlagend gewordene Risiken auf Ebene des Sondervermögens oder der Gesellschaft in der Folge zu weiteren Risiken, sogenannten Sekundärrisiken oder Folgerisiken. Die ETFlab hat mit den Rechtsrisiken und den Reputationsrisiken zwei wesentliche Sekundärrisiken identifiziert.

Rechtsrisiken beinhalten das Risiko von Schäden durch Rechtsprozesse, Klagen und Nichtdurchsetzbarkeit von Verträgen. Sie können in der Folge von schlagend gewordenen Risiken entstehen und sind damit umfassender definiert als in der Rahmenanweisung Operationelle Risiken, in der eine ursächliche Beschränkung auf operationelle Risiken vorgenommen wird.

Aufgrund ihrer spezifischen Geschäftstätigkeit misst die ETFlab dem Reputationsrisiko eine große Bedeutung bei. Unter Reputationsrisiken wird die Gefahr der Rufschädigung gegenüber Kunden, Vertriebspartnern, Aufsichtsbehörden, Dienstleistern und sonstigen Geschäftspartnern mit nachteiligem Einfluss auf die zukünftige Geschäftstätigkeit verstanden.

Risikosituation der ETFlab Investment GmbH

In den aufgeführten Risikokategorien waren im Geschäftsjahr keine Risiken zu verzeichnen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährdet haben. Das quantitative Risikopotential der Gesellschaft wird insbesondere durch das niedrige Volumen und die Art der Eigenmittelanlage (derzeit nur Kontoguthaben bei der DekaBank) eingeschränkt.

Risiken bestehen vor allem durch Unsicherheiten hinsichtlich der weiteren Entwicklung der internationalen Wertpapiermärkte. Ein ungünstiger Verlauf könnte die angestrebte Wert- und Ertragsentwicklung beeinflussen.

Berichterstattung nach § 289 Abs. 2 HGB

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Geschäftsjahresabschluss haben sich nicht ereignet.

Prognosebericht

Die Geschäftsjahre ab 2012 werden durch die europäische Staatschuldenkrise in 2011 und deren Folgen geprägt sein. Dies bedeutet, dass wir aufgrund der erhöhten Transparenz- und Reportinganforderungen aber auch Informationsbedarf hierzu unseren Support ausbauen werden. Kostenseitig sehen wir uns für die Jahre 2012 und 2013 gut aufgestellt. Das wirtschaftliche Ergebnis vor unvorhersehbaren Effekten planen wir für die folgenden Geschäftsjahre auf einem stetigen, jedoch weiterhin negativen Niveau.

Unsere Produktpalette werden wir selektiv ergänzen, wobei aus heutiger Sicht noch keine konkreten Pläne bestehen. Die Nachfrage nach sicherheitsorientierten Anlagen wird uns dazu veranlassen, über die Auflage weiterer Rentenindexfonds nachzudenken. Aber auch ETF auf Dividendenstrategien könnten für das Jahr 2012 von Interesse sein. Grundsätzlich ist eine Erweiterung unserer Produktpalette aber ein fortlaufender Prozess, den wir kontinuierlich betreiben.

Unsere Vertriebsstruktur haben wir angepasst und werden diese in 2012 weiter optimieren. So werden die Vertriebsbemühungen zu ETFs ab Anfang 2012 in den Vertrieb der DekaBank integriert, so dass wir einen einheitlichen Vertriebsansatz bei unseren Kunden gewährleisten können. Wir sehen hierdurch mittelfristig, insbesondere ab 2013 ein großes Cross-Selling-Potential.

Wir werden – weiterhin – in einem fortlaufenden Prozess die Tracking-Qualität unserer ETFs verfolgen und weiter verbessern. Wir verstehen uns hier auch als Vorreiter.

Die Grundlage für ein erfolgreiches Agieren im ETF-Markt wird mit der oben beschriebenen Geschäftsstrategie gelegt, die durch zunehmenden Wettbewerb zwischen den ETF-Anbietern geprägt ist. In einem weiterhin von Wachstum dominierten Segment entstehen hierdurch Chancen auf ein überdurchschnittliches Marktwachstum. Weiterhin hoch wird die Nachfrage nach ETFs bleiben bzw. sich auf weitere Kundengruppen ausweiten. Risiken bestehen für das Unternehmen insbesondere durch potentiellen Wegfall von Market Makern und durch anorganische Marktkonzentration.

Bilanz

Aktivseite

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      Stand 31.12.2011
EUR
Stand 31.12.2010
EUR
1. Forderungen an Kreditinstitute        
a) täglich fällig     12.448.622,12 13.106.281,08
2. Forderungen an Kunden        
a) täglich fällig     40,26 0,00
3. Immaterielle Anlagewerte     10.808,00 20.547,00
4. Sachanlagen     20.501,00 35.655,00
5. Sonstige Vermögensgegenstände     6.209,62 3.734,49
6. Rechnungsabgrenzungsposten     74.770,37 89.742,46
Summe der Aktiva     12.560.951,37 13.255.960,03

Passivseite

       
  EUR Stand 31.12.2011
EUR
EUR Stand 31.12.2010
EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten        
a) täglich fällig   42.449,30   73.404,14
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden        
a) täglich fällig   0,00   0,00
3. Sonstige Verbindlichkeiten   856.299,26   153.211,09
4. Rückstellungen        
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 0,00   40,10  
b) andere Rückstellungen 1.653.478,62 1.653.478,62 3.020.580,51 3.020.620,61
5. Eigenkapital        
a) Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00   1.000.000,00  
b) Kapitalrücklage 9.000.000,00   9.000.000,00  
c) Gewinnrücklage 535,06   535,06  
d) Bilanzgewinn 8.189,13 10.008.724,19 8.189,13 10.008.724,19
Summe der Passiva   12.560.951,37   13.255.960,03
Für die Anteilinhaber verwaltete Sondervermögen        
Summe der Inventarwerte TEUR   3.504.430   5.030.222
Anzahl der verwalteten Sondervermögen   40   35

Gewinn- und Verlustrechnung

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  EUR EUR 2011
EUR
2010
EUR
1. Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften   74.407,37   42.866,60
2. Zinsaufwendungen   0,00 74.407,37 0,00
3. Laufende Erträge aus Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren     1.021,89 0,00
4. Provisionserträge   7.037.977,84   7.286.090,37
5. Provisionsaufwendungen   37.000,00 7.000.977,84 5,00
6. Sonstige betriebliche Erträge     211.471,96 357.624,07
7. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen        
a) Personalaufwand        
aa) Löhne und Gehälter 2.398.762,37     2.687.591,60
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 263.772,74 2.662.535,11   502.307,74
darunter:        
für Altersversorgung EUR 72.052,14 ( Vorjahr: EUR 316 704,96)        
b) andere Verwaltungsaufwendungen   10.101.246,37 12.763.781,48 10.103.570,24
8. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen     31.527,09 29.146,39
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen     73.926,38 20.323,40
10. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit     -5.581.355,89 -5.656.363,33
11. Außerordentliche Erträge   0,00   0,00
12. Außerordentliche Aufwendungen   0,00   649,32
13. Außerordentliches Ergebnis     0,00 -649,32
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag     -28,75 66,26
15. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 9 ausgewiesen     926,00 2.778,00
16. Erträge aus Verlustübernahme     5.582.253,14 5.659.856,91
17. Jahresüberschuss     0,00 0,00
18. Gewinnvortrag     8.189,13 8.189,13
19. Bilanzgewinn     8.189,13 8.189,13

Anhang

I. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), dem für Kapitalanlagegesellschaften geltenden Investmentgesetz, der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) und dem Gesetz betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) erstellt worden.

Die Gliederung des Jahresabschlusses erfolgt nach der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute vom 11.12.1998. Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Formblatt 3 angewendet.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den Vorschriften für Kreditinstitute. Fremdwährungsbeträge werden, soweit zulässig, zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten oder mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die Betriebs- und Geschäftsausstattung wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend den steuerlich anerkannten Sätzen bilanziert. Wirtschaftsgüter im Sinne des § 6 Abs. 2 Einkommensteuergesetz (EStG) werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben.

Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet.

Für Pensionsverpflichtungen wird der Verpflichtungsumfang durch unabhängige versicherungsmathematische Gutachter bewertet. Dabei wird zu jedem Abschlussstichtag der Barwert der erdienten Pensionsansprüche nach dem Verfahren laufender Einmalprämien (Projected Unit Credit Method) ermittelt. Für fondsgebundene Versorgungszusagen, deren Höhe sich ausschließlich nach dem beizulegenden Zeitwert des korrespondierenden Fondsvermögens bestimmt, werden die Pensionsverpflichtungen zum beizulegenden Zeitwert der zugrunde liegenden Fonds angesetzt, soweit dieser Wert einen zugesagten Mindestbetrag überschreitet.

Für die betriebliche Altersversorgung wurde durch ein Contractual Trust Arrangement (CTA) saldierungspflichtiges Deckungsvermögen gemäß § 246 Abs. 2 HGB geschaffen. Dieses wird durch einen rechtlich unabhängigen Treuhänder – den Deka Trust e.V. – gehalten. Das Deckungsvermögen besteht für die fondsgebundenen beitragsorientierten Versorgungszusagen im Wesentlichen aus dem pro Mitarbeiter individuell zugeordneten Fondsvermögen sowie weiterer Vermögensmittel zur Deckung der biometrischen Risiken aus vorzeitigen Versorgungsfällen und des Nachfinanzierungsrisikos. Darüber hinaus sind auch die Verpflichtungen aus Endgehaltsplänen und Gesamtversorgungssystemen durch die Schaffung von Deckungsvermögen mittels CTA ausfinanziert. Dieser Teil des Deckungsvermögens ist insbesondere in einen Spezialfonds investiert, dessen Anlagestrategie auf einer integrierten Asset Liability Betrachtung basiert. Das Deckungsvermögen wird zum beizulegenden Zeitwert bewertet und mindert den Bilanzansatz der Pensionsrückstellungen. Die Erträge und Aufwendungen aus dem Deckungsvermögen werden mit Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsverpflichtungen verrechnet.

Des Weiteren besteht für die Mitarbeiter zusätzlich die Möglichkeit, in Arbeitszeitkonten einzubezahlen. Die Konten werden in Geld geführt und sind analog zu den leistungsorientierten Zusagen durch Deckungsvermögen im Deka Trust e.V. gedeckt. Der Bilanzansatz ergibt sich aus der Differenz von Verpflichtungsumfang und beizulegenden Zeitwert des Deckungsvermögens.

Gegenüber dem Ausweis im Jahresabschluss zum 31.Dezember 2010 ergab sich im Berichtsjahr nachfolgende Änderung. Gemäß der Klarstellung des IDW sind Rückstellungen für Arbeitszeitkonten ausdrücklich nicht im Posten Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen auszuweisen. Diese Ausweisänderung wurde im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011 vorgenommen. Der Ausweis der Rückstellungen für Arbeitszeitkonten erfolgt unter den anderen Rückstellungen.

Bei der Bemessung der Rückstellungen wurde allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen angemessen und ausreichend Rechnung getragen.

II. Erläuterungen zur Bilanz

1. Forderungen an Kreditinstitute

Es handelt sich um Forderungen gegen verbundene Unternehmen, die überwiegend gegenüber der Gesellschafterin DekaBank Deutsche Girozentrale, Berlin/Frankfurt am Main in Höhe von 11.942 TEUR bestehen.

2. Entwicklung des Anlagevermögens (in TEUR)

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  Anschaffungs-
kosten 01.01.2011
Zugänge Abgänge Anschaffungs-
kosten 31.12.2011
Kumulierte Abschreibungen Ab-
schreibungen lfd. Jahr
Immaterielle Anlagewerte 41 1 - 42 31 11
Sachanlagen: Betriebs- und Geschäftsausstattung 57 5   62 42 21
Gesamt Anlagevermögen 98 6 - 104 73 32
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  Buchwert 31.12.2011 Buchwert 31.12.2010
Immaterielle Anlagewerte 11 21
Sachanlagen: Betriebs- und Geschäftsausstattung 20 36
Gesamt Anlagevermögen 31 57

3. Sonstige Vermögensgegenstände

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 3 TEUR und Forderungen an den Deka Trust e.V. in Höhe von 2 TEUR ausgewiesen. Weiterhin besteht ein Erstattungsanspruch aus Körperschaftsteuerguthaben in Höhe von 1 TEUR, der seit 2008 in zehn gleichen Jahresraten ausgezahlt wird.

4. Rechnungsabgrenzungsposten

Unter dem Rechnungsabgrenzungsposten der Aktivseite werden im Wesentlichen die Gehaltszahlungen für Januar 2012 in Höhe von 75 TEUR, welche bereits im Dezember 2011 abflossen, ausgewiesen.

5. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die täglich fälligen Verbindlichkeiten bestehen gegenüber der Gesellschafterin (verbundenes Unternehmen) DekaBank Deutsche Girozentrale, Berlin/Frankfurt am Main in Höhe von 43 TEUR.

6. Sonstige Verbindlichkeiten

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind insbesondere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 789 TEUR, aus noch abzuführenden Lohn- und Kirchensteuern sowie Solidaritätszuschlag in Höhe von 36 TEUR ausgewiesen.

7. Rückstellungen

Die Berechnung der Pensionsverpflichtungen erfolgte unter Verwendung der Heubeck-Richttafeln 2005 G auf der Basis folgender versicherungsmathematischer Parameter:

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in % 31.12. 2011 31.12. 2010
Rententrend für Anpassungen nach § 16 Abs. 2 BetrAVG 1) 2,0 2,0
Rentenanpassung bei Gesamtrentenfortschreibung 1) 2,5 2,5
Gehaltstrend 1) 2,5 2,5
1) Für die Bewertung der fondsbasierten Zusagen nicht relevant, da diese nicht endgehaltsabhängig sind.    

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden mit dem von der Deutschen Bundesbank im Oktober 2011 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, dieser Zinssatz beträgt 5,13 %. Für die verfallbaren Anwartschaften wird bei der Berechnung ein Fluktuationsprofil mit dem Faktor 1,5 angesetzt.

In dieser Position sind Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen enthalten, sofern der Verpflichtungsumfang den beizulegenden Zeitwert des Deckungsvermögens übersteigt.

Die Rückstellungen nach der Verrechnung sind in der folgenden Tabelle dargestellt:

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Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen nach Verrechnung des Deckungsvermögens 2011 (TEUR) 2010 (TEUR)
Pensionsrückstellungen    
Anschaffungskosten Deckungsvermögen 570 448
Zeitwert Deckungsvermögen 613 523
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 613 523
Erträge aus dem Deckungsvermögen -31 45
Aufwendungen aus der Aufzinsung 27 12
Passivierung des Unterdeckungsbetrages 0 0

Die anderen Rückstellungen betreffen überwiegend Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von 607 TEUR und Rückstellungen für Personalkosten in Höhe von 1.004 TEUR für Tantiemen, Urlaubslöhne- und Ausgleichstunden.

Die anderen Rückstellungen enthalten auch Rückstellungen für Arbeitszeitkonten in Höhe von 25 TEUR (Vorjahr 16 TEUR), die gem. § 246 Abs. 2 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert des Deckungsvermögens in Höhe von 25 TEUR (Vorjahr 16 TEUR) verrechnet werden.

8. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt 1.000 TEUR und hat sich ebenso wie die Kapitalrücklage in Höhe von 9.000 TEUR, die Gewinnrücklagen von 1 TEUR und der Gewinnvortag von 8 TEUR gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. Alleinige Gesellschafterin ist die DekaBank Deutsche Girozentrale, Berlin/Frankfurt am Main.

9. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft nimmt Leistungen der DekaBank Deutsche Girozentrale, Berlin/Frankfurt am Main (verbundenes Unternehmen) und anderer Konzerngesellschaften in Anspruch, die insbesondere die Vertriebsunterstützung; Marktgerechtheitsprüfung, Depot- und Wertpapierdienstleistungen, Rechnungswesen, Interne Revision, Raummanagement, Personalverwaltung und DV-Versorgung betreffen. Die Höhe der zu leistenden Vergütung ist abhängig vom Umfang der in Anspruch genommenen Leistungen. Im Geschäftsjahr betrug sie 2.138 TEUR. Die entsprechenden Geschäftsbesorgungsverträge sind mit einer Kündigungsfrist von drei Monaten zum Geschäftsjahresende des Kündigenden kündbar.

Die Fondsadministration wurde an einen externen Dienstleister ausgelagert, der Vertrag ist mit einer Kündigungsfrist von drei Monaten kündbar. Die Vergütung betrug im Geschäftsjahr in Abhängigkeit vom Fondsvermögen 775 TEUR.

10. Sonstige Angaben zur Bilanz

Auf der Aktivseite stehen Forderungen in Fremdwährung in Höhe von 65 TEUR und auf der Passivseite Verbindlichkeiten in Fremdwährung in Höhe von 144 TEUR zu Buche.

III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Erträge

Die Erträge von insgesamt 7.325 TEUR beinhalten im Wesentlichen Provisionserträge in Höhe von 7.038 TEUR und Zinserträge in Höhe von 74 TEUR aus angelegten liquiden Mitteln. Die sonstigen betrieblichen Erträge resultieren überwiegend aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 188 TEUR.

2. Aufwendungen

Die Gesamtaufwendungen von 12.906 TEUR gliedern sich überwiegend in Personalaufwendungen in Höhe von 2.662 TEUR und andere Verwaltungsaufwendungen in Höhe von 10.101 TEUR.

Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages mit der DekaBank Deutsche Girozentrale, Berlin/Frankfurt am Main wird der Jahresverlust in Höhe von 5.582 TEUR von der Gesellschafterin übernommen.

IV. Sonstige Angaben

Die Gesellschaft ist eine 100%ige Tochter der DekaBank Deutsche Girozentrale, Berlin/Frankfurt am Main. Im Berichtsjahr bestand eine umsatz-, gewerbe- und körperschaftsteuerliche Organschaft.

Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der DekaBank Deutsche Girozentrale einbezogen. Dieser wird beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht und veröffentlicht.

Bezüge

Die Gesamtbezüge an die Geschäftsführer beliefen sich auf 860.898 Euro. Die Bezüge früherer Mitglieder der Geschäftsführung betragen 157.500 Euro, Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen für diesen Personenkreis bestehen in Höhe von 126.760 Euro. Es wurden Vergütungen für den Aufsichtsrat in Höhe von 51.187 Euro gezahlt.

Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt waren 17 Mitarbeiter beschäftigt, davon waren 15 in Vollzeit beschäftigt.

AUFSICHTSRAT

Vorsitzender:

Oliver Behrens (ab 15. Juli 2011)

Mitglied des Vorstandes der DekaBank Deutsche Girozentrale,

Berlin/Frankfurt am Main

Walter Groll (bis 30. Juni 2011),

Mitglied des Vorstandes der DekaBank Deutsche Girozentrale,

Berlin/Frankfurt am Main

Stellvertretender Vorsitzender:

Dr. h. c. Friedrich Oelrich,

Mitglied des Vorstandes der DekaBank Deutsche Girozentrale,

Berlin/Frankfurt am Main

Mitglied:

Oliver Behrens (ab 1. Juli 2011 bis 15. Juli 2011)

Mitglied des Vorstandes der DekaBank Deutsche Girozentrale,

Berlin/Frankfurt am Main

Steffen Matthias,

Berater, Berlin

GESCHÄFTSFÜHRUNG

Andreas Fehrenbach,

- Vorsitzender -

Ottobrunn

Rolf Janka,

Kronberg im Taunus

 

München, den 15. März 2012

Fehrenbach

Janka

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der ETFlab Investment GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Frankfurt am Main, den 16. März 2012

PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Stefan Palm, Wirtschaftsprüfer

Stefan Peetz, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat hat sich regelmäßig von der Geschäftsführung über die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft und ihrer Fonds unterrichten lassen und sich von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung sowie des Jahresabschlusses und des Lageberichts der Geschäftsführung überzeugt.

Die PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat den von der Geschäftsführung aufgestellten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2011 bis 31. Dezember 2011 geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Aufsichtsrat stimmt dem Prüfungsergebnis zu.

Der Jahresabschluss und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2011 werden vom Aufsichtsrat nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung gebilligt und der Gesellschafterversammlung mit dem Vorschlag vorgelegt, sie zu genehmigen.

Ferner schlägt der Aufsichtsrat der Gesellschafterversammlung vor, der Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2011 Entlastung zu erteilen und die PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zum Abschlussprüfer für den Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2012 (einschließlich der Darstellung des organisatorischen Aufbaus der Gesellschaft im Hinblick auf die Verwaltung jeder gesetzlichen Fondskategorie) sowie sämtlicher von ihr verwalteten Sondervermögen, deren Geschäfts-, Rumpfgeschäftsjahresende bzw. Übertragungsstichtag in das Kalenderjahr 2012 fällt, zu wählen.

 

Frankfurt am Main, im Mai 2012

Vorsitzender des Aufsichtsrates

Der Jahresabschluss wurde am 10.05.2012 festgestellt.

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