AMB
APPARATE + MASCHINENBAU GMBH
Langweid a.
Lech
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2009 bis zum 31.12.2009
Lagebericht
Das Jahr 2009 war überschattet von der globalen
Finanzkrise, die auch deutliche Spuren in der Solarbranche
hinterlassen hat. Für AMB bedeutete dies, dass ein
vollständiger Abriss der Auftragssituation erfolgte
und die Gesellschaft ausschliesslich von der Abarbeitung
des Auftragsbestandes lebte. Diese Situation hat auch ihre
Auswirkungen auf das gesamte Jahr 2010.
Die Gesellschaft hat die Zeit genutzt, um neue
Marktsegmente zu erschließen. Die zugehörigen
Entwicklungsaufwendungen haben sowohl das Finanzjahr 2009,
als auch insbesondere das Jahr 2010 belastet. Der
Markteintritt ist für 2011 geplant.
Die von der AMB adressierten Marktsegmente
gehören zu den Kernmärkten der Meyer Burger
Technology AG, die durch die Gesellschafterversammlung der
Gesellschaft repräsentiert ist. Auf dieser Basis haben
sich die Gesellschafter bereit erklärt die AMB
vollumfänglich bis zur Erreichung eigenständiger
Finanzierung auf der Basis eigenen Cashflows zu
finanzieren. Entsprechend wurde für die bestehenden
Verbindlichkeiten eine Rangrücktrittsvereinbarung mit
der AMB getroffen.
Dazu existiert eine Liquiditätssicherungszusage
der Meyer Burger Technology AG, die den Fortbestand der
Gesellschaft auf der Basis einer Finanzierungszusage
sichert, die im Falle der Erfüllung der Zusage zu
einer qualifiziert nachrangigen Verbindlichkeit führen
würde.
Die Gesamtleistung der AMB belief sich im
Berichtszeitraum auf T€ 1.690 (2008 T€ 3.659),
der deutliche Rückgang insbesondere an Umsatz (T€
639, 2008 T€ 4.202) hat mehrere Ursachen. Eine davon
ist das schwierige wirtschaftliche Umfeld im
Berichtszeitraum, das zur Verschiebung und Stornierung von
bereits erteilten Aufträgen, sowie zur
Zurückhaltung bei der Erteilung von Neuaufträgen
führte.
Die Abhängigkeit von nur wenigen Key Kunden,
sowie die generellen Veränderung der Bedingungen im
Zielmarkt der AMB verstärkten die Auswirkungen dieses
konjunkturellen Einbruchs auf den Geschäftsverlauf
zusätzlich.
Die strategische Neuausrichtung der AMB wurde bereits
zu Beginn 2009 mit der Entwicklung von Ausrüstung zur
Waferherstellung eingeleitet. Durch die wirtschaftlich
schwierige Situation waren Kunden zwar zurückhaltend,
wenn es um Platzierung neuer Technologien bzw. gemeinsamer
Evaluierung von Vor-Serien Maschinen ging. Trotzdem konnte
Ende 2009 die erste Nassvereinzelung an einen Kunden
ausgeliefert werden, um dort unter echten
Produktionsbedingungen weitere Erkenntnisse für die
Weiterentwicklung des Produktes zu erhalten. Die
Entwicklung zusätzlicher Elemente entlang der
Wertschöpfungskette prägt den Ergebnisverlauf im
Berichtszeitraum.
Neben dem Bereich Waferherstellung wurde das
bestehende Produktportfolio Handlingsysteme
vollständig neu aufgesetzt. Ziel ist es ein in sich
geschlossenes flexibel konfigurierbares Angebotsportfolio
für die Vermarktung in 2012 bereit zu stellen.
Diese kapitalintensiven Aktivitäten wurden durch
die Unterstützung der Meyer Burger Technology
ermöglicht. Per 31.12.2009 wurden T€ 3.340 aus
der Darlehenszusage in Anspruch genommen. Dieses Darlehen
unterliegt einem qualifizierten Rangrücktritt, ebenso
wie die weiterhin benötigten Finanzierungen seitens
der Meyer Burger Technology AG.
Bilanz
Aktiva
|
|
31.12.2009
EUR |
31.12.2008
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
666.467,00 |
583.827,00 |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
95.650,00 |
79.506,00 |
| II.
Sachanlagen |
570.817,00 |
504.321,00 |
| B.
Umlaufvermögen |
2.991.325,52 |
2.855.260,56 |
| I.
Vorräte |
2.820.860,00 |
1.919.566,80 |
| 1.
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen, offen
abgesetzt |
314.770,00 |
130.933,20 |
| II.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
168.757,54 |
934.206,68 |
| III.
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks |
1.707,98 |
1.487,08 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
0,00 |
5.650,00 |
| D.
nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag |
5.274.939,49 |
1.010.587,30 |
| Bilanzsumme,
Summe Aktiva |
8.932.732,01 |
4.455.324,86 |
Passiva
|
|
31.12.2009
EUR |
31.12.2008
EUR |
| A.
Eigenkapital |
0,00 |
0,00 |
| I.
gezeichnetes Kapital |
30.000,00 |
30.000,00 |
| II.
Kapitalrücklage |
109.604,21 |
109.604,21 |
| III.
Verlustvortrag |
1.150.191,51 |
-3.103,49 |
| IV.
Jahresfehlbetrag |
4.264.352,19 |
1.153.295,00 |
| V.
nicht gedeckter Fehlbetrag |
5.274.939,49 |
1.010.587,30 |
| B.
Rückstellungen |
136.000,00 |
277.156,00 |
| C.
Verbindlichkeiten |
8.796.732,01 |
4.178.168,86 |
| davon
mit Restlaufzeit bis 1 Jahr |
8.796.732,01 |
4.178.168,86 |
| Bilanzsumme,
Summe Passiva |
8.932.732,01 |
4.455.324,86 |
Anhang
I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde nach den
Vorschriften des 3. Buches des Handelsgesetzbuches und des
GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gesellschaft weist zum
Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer
kleinen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 HGB
auf.
II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Sachanlagen und
immaterielle Vermögensgegenstände werden
zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige
Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden nach
der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer
ermittelt. Die Anlagegüter werden nach
Maßgabe der jeweils kürzesten steuerlich
für zulässig gehaltenen Nutzungsdauer
i. d. R. linear abgeschrieben. Geringwertige
Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis 150 €
werden im Zugangsjahr grundsätzlich aktiviert und voll
abgeschrieben. Der steuerliche Sonderposten für
Anlagegüter mit Anschaffungskosten von 150 € bis
1.000 € wurde in die Handelsbilanz übernommen, da
der vorliegende Sammelposten für das Unternehmen von
untergeordneter Bedeutung ist. Er wird entsprechend der
steuerlichen Regelungen auf 5 Jahre abgeschrieben.
Die Bewertung der
fertigen und unfertigen Erzeugnisse erfolgt zu
Herstellungskosten.
Die
Waren werden zu Anschaffungskosten bewertet. Das
Niederstwertprinzip wird beachtet.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert
bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren
Wert angesetzt. Dem allgemeinen Kreditrisikos wird
durch Wertberichtigungen Rechnung getragen.
Das
gezeichnete Kapital entspricht der Eintragung im
Handelsregister.
Die
sonstigen Rückstellungen werden in Höhe
des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger
kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum
Bilanzstichtag drohenden Verluste und ungewissen Risiken
Rechnung zu tragen.
Verbindlichkeiten werden mit Ihrem
Rückzahlungsbetrag angesetzt.
Fremdwährungsforderungen oder
-verbindlichkeiten werden zum Wechselkurs zum Zeitpunkt
der Verbuchung umgerechnet. Das Niederstwertprinzip zum
Bilanzstichtag wird beachtet.
III. sonstige Angaben
Die
Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren
aus Lieferungen und Leistungen.
Die
Verbindlichkeiten gegenüber verbundene
Unternehmen resultieren aus
Darlehen 3.340.108,50 €
Lieferungen und Leistungen /
Verrechnungen 233.897,20 €
Das Darlehen ist mit einem qualifizierten
Ragrücktritt versehen.
Der Geschäftsführung gehörten folgende
Personen an:
Bernhard Brain, Techniker, Gersthofen
Wichard von Grotthuss, Dipl.-Ing. (FH), Roßtal
Langweid, den 15. September 2010
Bernhard Brain Wichard von Grotthuss
Angabe der
Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten
gegenüber Gesellschaftern
1.1.2009 -
31.12.2009
Der Betrag der Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenstände gegenüber
Gesellschaftern beträgt 0,00 EUR.
1.1.2008 -
31.12.2008
Der Betrag der Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenstände gegenüber
Gesellschaftern beträgt 60.100,66 EUR.
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