MDV MITTELDEUTSCHE VERWALTUNGSGESELLSCHAFT Limited
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Juan Chen seit 12.6.2024 | Geschäftsführer |
Wen Shi seit 10.8.2020 | Geschäftsführer |
Giorgio Foresti seit 8.4.2020 | Geschäftsführer |
Xing Ling seit 13.9.2019 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Techdow Pharma Germany GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020LageberichtInhaltsverzeichnis 1. Grundlagen des Unternehmens 1.1 Geschäftsmodell 1.2 Forschung und Entwicklung 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2.2 Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren 2.3 Geschäftsentwicklung und Lage des Unternehmens 2.3.1 Ertragslage 2.3.2 Finanz- und Vermögenslage 3. Chancen-, Risiko- und Prognosebericht 3.1 Chancenbericht 3.2 Risikomanagementsystem 3.3 Risikobericht 4. Prognosebericht 1. Grundlagen des Unternehmens 1.1 Geschäftsmodell Die Techdow Pharma Germany GmbH ("TPG") mit Sitz in Berlin ist die deutsche Tochtergesellschaft des chinesischen Konzerns Shenzhen Techdow Pharmaceutical Co., Ltd ("Techdow"), der im Jahr 1998 gegründet wurde und durch intensive Entwicklungs- und Forschungsarbeit heute einer der weltweit größten Produzenten unfraktionierten Heparins ist, das von Techdow global vertrieben wird. Techdow verfügt über modernste Herstellungs- und Abfüllanlagen, die regelmäßigen von den zuständigen Behörden der USA, der EU, Chinas, etc. geprüft und zertifiziert werden. So beliefert Techdow auch seit vielen Jahren mehrere renommierte pharmazeutische Unternehmen in den USA und Europa. Techdow entwickelte auch das erste Enoxaparin-Natrium-Biosimilar, das aus Heparin gewonnen wird, und ist heute einer der führenden Produzenten von Enoxaparin-Natrium, das in über 50 Länder exportiert wird. TPG konzentriert sich dabei auf die Vermarktung und den Vertrieb von Inhixa®, dem Enoxaparin- Natrium-Biosimilar, in Deutschland. Die Produktion der in Deutschland vertriebenen Präparate findet ausschließlich in China statt. Neben der Produktion von unfraktioniertem Heparin (Active Pharmaceutical Ingredient, API) für die pharmazeutische Industrie (60 % des globalen Umsatzes) oder Enoxaparin-Natrium hat Techdow weitere Betätigungsfelder: • Cytovance Biologics Inc., Oklahoma, USA ist eine Firma für die Auftragsentwicklung und -herstellung von biologisch Wirkstoffen für klinische Studien, wie z. B. Antikörper, therapeutisch wirksamen Proteinen oder Enzymen. • Kymab, Cambridge, UK entwickelt therapeutische Antikörper auf der Basis seiner AntikörperPlattform Kymouse™. Mehrere dieser Wirkstoffe sollen in Kürze in klinischen Studien getestet werden. Die TPG ist eine Vertriebsgesellschaft, die für den Techdow-Konzern den deutschsprachigen Markt in Deutschland und Österrreich bedient. Der Bereich Logistik ist ausgelagert, die Distribution und Lagerung der Waren erfolgt in Deutschland durch die SK Pharma Logistics GmbH und in Österreich durch die IHCS Arzneimittel Vertriebs GmbH. TPG beliefert über diese Logistikdienstleister sowie einige weitere Dienstleister im europäischen Ausland den pharmazeutischen Großhandel, Apotheken und Krankenhäuser. Die wesentlichen Steuerungskennzahlen der Gesellschaft sind neben Umsatz EBIT/EBITDA. 1.2 Forschung und Entwicklung Die Forschung und Entwicklung (F & E) -Aktivitäten werden zentral vom Hauptsitz der Gruppe in Shenzhen, PR China aus durchgeführt. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2020 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 5,0 % niedriger als im Vorjahr (5,3% kalenderbereinigt). Die deutsche Wirtschaft ist damit nach einer zehnjährigen Wachstumsphase im Corona-Krisenjahr 2020 in eine tiefe Rezession geraten, ähnlich wie zuletzt während der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009.
Die Corona-Pandemie hinterließ im Jahr 2020 deutliche Spuren in nahezu allen Wirtschaftsbereichen. Die Produktion wurde sowohl in den Dienstleistungsbereichen als auch im Produzierenden Gewerbe teilweise massiv eingeschränkt. Im Produzierenden Gewerbe (ohne Bau), ging die preisbereinigte Wirtschaftsleistung gegenüber 2019 um 9,7 % zurück, im Verarbeitenden Gewerbe sogar um 10,4 %. Im Dienstleistungsbereich waren ebenfalls starke Rückgänge zu verzeichnen, z. B. im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe, mit -6,3 % gegenüber 2019. Der Umsatz auf dem deutschen Pharmamarkt belief sich 2020 auf rund 49,5 Milliarden Euro (+6,7 % vs. 2019). Damit ist das Volumen des Arzneimittelmarktes in Deutschland in den letzten fünfzehn Jahren nahezu verdoppelt. Deutschland ist damit wichtigste europäische Pharmamarkt und liegt damit auf Platz vier der Weltrangliste. Der Umsatz verteilt sich dabei auf den Klinikmarkt mit rund 6,9 Milliarden Euro und den sechsmal größeren Apothekenmarkt mit rund 42,6 Milliarden Euro. Im Jahr 2020 beliefen sich die Gesundheitsausgaben auf fast 441 Mrd. Euro und entsprachen 13,1 % des BIP. Außerdem machten die Arzneimittelausgaben 14,5 % der gesamten Gesundheitsausgaben aus. Kleine und mittlere Unternehmen (KMUs) überwiegen im Pharmamarkt. Im Jahr 2020 hatten rund 69,2 % aller Pharmaunternehmen in Deutschland weniger als 100 Mitarbeiter. Es handelt sich um eine hochkonzentrierte Branche, in der die zehn größten Pharmakonzerne einen Anteil von mehr als 40 % am Gesamtumsatz der Branche in Deutschland haben.1 2.2 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren neben dem Umsatz sind: EBITDA EBITDA (Earnings Before Interest, Tax, Depreciation and Amortization) ist eine Kennzahl, die den operativen Gewinn vor Abzug von Zinsen, Steuern, Wertminderungen und Abschreibungen misst. Das Management nutzt sie, um die Ergebnisse im Zeitverlauf zu evaluieren. Das ermöglicht einen Vergleich mit anderen Unternehmen der Branche. EBIT Das EBIT (Earnings Before Interest and Taxes) ist eine Kennzahl, die den operativen Gewinn vor Abzug von Zinsen und Steuern misst. Wie EBITDA wird auch EBIT verwendet, um die Ergebnisse im Zeitverlauf zu bewerten, was einen Vergleich mit anderen Unternehmen der Branche ermöglicht.
Die positive Prognose für 2019 in Bezug auf die Verbesserung des EBIT/EBITDA wurde sich in 2020 erfüllt. 2.3 Geschäftsentwicklung und Lage des Unternehmens Im Folgenden werden der Geschäftsverlauf und die Lage des Unternehmens erläutert. 2.3.1 Ertragslage Es wurde ein Jahresüberschuss von TEUR 1.898 erzielt, der somit im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 9.985 gestiegen ist. Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahr um 1.750 TEUR (6%) auf 30.199 TEUR. Dies ist hauptsächlich auf das gestiegene Krankenhausgeschäft (+84% in Einheiten) aufgrund von Lieferverträgen mit den größten Krankenhausversorgungsgruppen zurückzuführen. Demgegenüber schrumpfte der Gesamtmarkt für Enoxaparin im Einzelhandel im Jahr 2020 um 7,0% aufgrund von Covid-19 (weniger Operationen im Krankenhaus bedeuten weniger Folgeverordnungen im Einzelhandel). Der Einzelhandelsumsatz von TPG ging um 17,9 % in Einheiten zurück, was auf den Markteintritt neuer Biosimilar-Unternehmen seit 2019 zurückzuführen ist. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 6.848 TEUR (Vorjahr 83 TEUR) resultieren im Geschäftsjahr im Wesentlichen aus einer Verrechnungspreisanpassung. Die Aufwendungen für Waren sanken gegenüber dem Vorjahr um 277 TEUR (1 %) auf 30.362 TEUR insbesondere aufgrund von Rabattierungen eines Lieferanten vor dem Hintergrund der Covid-19-Pandemie. Der Personalaufwand verringerte sich im Berichtsjahr um ca. 35% im Wesentlichen aufgrund der geringeren Anzahl von Mitarbeitern im Vergleich zum Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen hauptsächlich Werbekosten, Büromieten, Rechts- und Buchhaltungsberatungskosten, kommerzielle Aktivitäten sowie Kommunikationskosten für medizinisches Marketing. Diese betrieblichen Aufwendungen verminderten sich gegenüber dem Vorjahr um 1.202 TEUR (38 %). Der Rückgang ist vor allem darauf zurückzuführen, dass viele Aktivitäten in 2019 nur einmalige Aktivitäten zum Aufbau von Strukturen waren und sich die Kosten für den Außendienst in 2020 reduziert haben. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden für die Steuerung der Gesellschaft nicht zu Grunde gelegt. 2.3.2 Finanz- und Vermögenslage Die Bilanzsumme beläuft sich zum 31. Dezember 2020 auf 42.290 TEUR (Vorjahr: 28.275 TEUR). Die Aktiva erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr aufgrund des Anstiegs der Vorräte um 4.376 TEUR. Dies ist aufgrund des deutlichen Anstiegs des Marktumsatzes nötig, um eine sichere Versorgung des Marktes zu gewährleisten. Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres führte zu einer Verminderung des nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrags. Die liquiden Mittel stiegen um 1.418 TEUR (100 %) auf 2.837 TEUR. Analog entwickelten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen. Der Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 1.015 TEUR (22 %) auf 3.595 TEUR ist hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass ein Kunde, der Ende 2019 ein großes Volumen gekauft und somit eine hohe Verbindlichkeit gegenüber Techdow Deutschland zum Stichtag 31.12.2019 hatte. Diese sind mittlerweile ausgeglichen. Die konzerninternen Forderungen (6.886 TEUR) sind aufgrund von Verrechnungspreisanpassungen der Muttergesellschaft Techdow Hong Kong angestiegen. Die Verbindlichkeiten nahmen insbesondere aufgrund erhöhter konzerninterner Verbindlichkeiten und anderer Rückstellungen zu. Der Anstieg der konzerninternen Verbindlichkeiten um 13.975 TEUR ist auf eine Vereinbarung zwischen Techdow Deutschland, Techdow Hongkong und Health-Med Polen zurückzuführen, durch die Verbindlichkeiten der Techdow Deutschland gegenüber der Health-Med Polen auf die Techdow Hongkong übertragen wurden. Der Rückgang der sonstigen Rückstellungen um 364 TEUR ist im Wesentlichen auf geringere Rückstellungen aus Open-House-Verträgen mit Krankenkassen zurückzuführen. Finanzlage Die TPG weist einen Zahlungsmittelbestand in Höhe von TEUR 2.837 auf, im Vergleich zu TEUR 1.419 im Jahr 2019. Die Veränderung des Finanzmittelbestandes resultiert überwiegend aus dem Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit. 3. Chancen-, Risiko- und Prognosebericht 3.1 Chancenbericht Retail-Bereich: Der Gesamtmarkt für Enoxaparin im Retailbereich (Apotheken) ist im Jahr 2020 aufgrund der Covid-19-Pandemie zurückgegangen. Im Geschäftsjahr 2020 betrug die Anzahl der über Apotheken abgegebenen Spritzen 43,8 Mio. (-7,0 % vs. 2019), was einem Umsatz von 167,4 Mio. Euro (Herstellerabgabepreis, -12,3 % vs. 2019) entspricht (Insight Health Apotheken-Daten)2. Positiv daran und für das TPG Geschäft der nächsten Jahre von Bedeutung ist die Tatsache, dass der Anteil der Enoxaparin-Biosimilar kontinuierlich zunimmt. Im Jahr 2020 liegt er beispielsweise bereits bei 34,4 % (2018: 12,0 %, 2019: 22,5 %; bezogen auf Spritzen, Insight Health Apothekendaten). Krankenhaus-Markt: Für den Enoxaparin-Markt im Krankenhaus liegen keine genauen Umsatz-/Absatz-Daten vor (nur Panel-Extrapolation). Laut IQVIA sinkt der Markt für Enoxaparin im Jahr 2020 gegenüber 2019 um 6,8 % auf 24,4 Mio. Einheiten, was mit der im Einzelhandel beobachteten Entwicklung des Verordnungsvolumens übereinstimmt. Folgende Chancen bestehen für Techdow Pharma Deutschland - gemessen am Potential in absteigender Reihenfolge: 1. Die im Jahr 2020 umgesetzte Krankenhausstrategie sollte eine Umsatzsteigerung oder zumindest eine Stabilisierung des Marktanteils im Einzelhandel durch den sogenannten "Spill-over"-Effekt ermöglichen, d. h. Inhixa, das im Krankenhaus verwendet wird, wird auch weiterhin im niedergelassenen Bereich verschrieben. Aufgrund des starken Rückgangs der TPG-Verkäufe im Einzelhandel wurde im Jahr 2020 eine eingehende Analyse der Krankenhausstrategie 2020 eingeleitet, um die Strategie im ersten Quartal 2021 im Hinblick auf mehr Effizienz anzupassen. 2. Kurz- und mittelfristiger Anstieg des Enoxaparin-Marktes aufgrund der Covid-19-Pandemie (therapeutischer/prophylaktischer Nutzen von Antithrombotika bei schweren Covid-19- Verläufen) 3. Verbesserung der Marge durch günstigere Lieferanten bei den Spritzen sowie einer generellen Erhöhung der produzierten Stückzahlen. 3.2 Risikomanagementsystem TPG ist mit dem europäischen zentralen Risikomanagement von Techdow B.V. verbunden. Das zentrale Risikomanagement identifiziert, bewertet und überwacht Risiken der einzelnen Bereiche von TPG bzw. Techdow Europe B.V. Diese Prozesse orientieren sich dabei an den von Techdow Europe B.V. und Techdow Shenzhen vorgegebenen Kriterien. Zusätzlich erfolgt eine regelmäßige Evaluierung durch die interne Revision von Techdow Shenzhen. Basierend auf dem Risikomanagementsystem erfolgt eine kontinuierliche Überprüfung aller operativen Vorgänge auf mögliche Risiken, die sich negativ auf das Geschäft auswirken können. So werden neben dem Befolgen von grundsätzlichen Vorgaben bei der Planung neuer Geschäftsideen auch etablierte Abläufe regelmäßig überprüft und damit verknüpfte Notfallszenarien ggfs. angepasst, um im Falle einer signifikanten Veränderung der äußeren und inneren Umstände zeitnah und angemessen reagieren zu können. 3.3 Risikobericht Folgende Punkte stehen dabei im Mittelpunkt, wobei einige davon vor allem durch Techdow Europe B.V. und Techdow Shenzhen monitort und kontrolliert werden: a) Gewährleistung der ausreichenden Verfügbarkeit von Rohstoffen und anderen Verpackungsmaterialien, die für die Herstellung der Produkte erforderlich sind; b) Ständige Verbesserung der internen Prozesse und Kontrollen; c) Stringente Kosten- und Ausgabenkontrolle, um die zur Verfügung stehenden Mittel möglichst effizient einsetzen zu können; d) Saubere Dokumentation der finanziellen Abläufe und sonstiger Kennzahlen für Berichte und Erklärungen nach außen, z. B. Steuer. Folgende Risiken bestehen für Techdow Pharma Deutschland - gemessen am Schadenspotential in absteigender Reihenfolge: e) Das größte Risiko besteht darin, dass sich die Kriterien für die Verschreibung oder Kostenerstattung einschneidend ändern mit dem Ziel, den Markt zu regulieren und die Arzneimittelkosten einzudämmen (sinkende Referenzpreise, geringere Unterstützung von Biosimilars, exklusive Krankenkassenverträge (Ausschreibung!) mit hohen Rabatten, zunehmender Einfluss von Einkaufsgemeinschaften, etc.). f) Weiterer Rückgang oder anhaltend geringere Umsätze auf dem Enoxaparin-Markt aufgrund der Covid 19-Pandemie. g) Zusätzliche Abnahme der Marge aufgrund steigender Herstellungskosten, z. B. aufgrund höherer Rohstoffkosten (Roh-Heparin). h) Neue Wettbewerber mit alternativen Medikamenten/Wirkstoffen im Bereich der Gerinnungshemmung. Techdow Pharma Deutschland ist finanziell von der Gesellschafterin abhängig. Nach Ansicht der Geschäftsführung gibt es keine Risiken, die einzeln oder insgesamt den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Die vorgenannten Chancen und Risiken bestehen im Wesentlichen aus Konzernsicht, da die Gesellschaft aufgrund ihres verrechnungspreistechnischen Risikoprofiles als reine Vertriebsgesellschaft auf einen kleinen, aber stabilen operativen Gewinn ausgesteuert wird. 4. Prognosebericht Makroökonomisches Umfeld Für das Jahr 2021 und auch für 2022 wird das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands aufgrund der Covid-19-Pandemie sowie dem Ukraine-Konflikt und der damit verbundenen nationalen und globalen Sperren, die erforderlich sind, um die Pandemie unter Kontrolle zu bringen bzw. zu halten, zurückgehen. Zukünftige Entwicklung von TPG Für 2021 und 2022 erwartet Techdow Deutschland eine anhaltend positive Geschäftsentwicklung, die zu einer einstelligen Wachstumsrate des Umsatzes in Kombination mit einer deutlichen Verbesserung des EBIT/EBITDA führt. Aufgrund eines Sondereffektes durch die Umsetzung von Verrechnungspreisüberlegungen gehen wir im Jahr 2021 von einem positiven EBIT/EBITDA im niedrigen einstelligen Millionenbereich aus. Künftig wird die Gesellschaft eine geringe risikoadäquate Marge erwirtschaften. Wirkungen von Covid-19 Im Jahr 2020 hatte Covid-19 eine erhebliche Auswirkung auf das Enoxaparin-Geschäft (jeweils ca. -7% im Enoxaparin-Einzelhandels- und Krankenhausmarkt). In Anbetracht der Ungewissheiten und potenziellen anhaltenden Einschränkungen im Zusammenhang mit der Entwicklung der Covid-19-Pandemie ist es schwierig, eine genaue Prognose der Auswirkungen der Pandemie auf das Geschäft von Techdow Deutschland im Jahr 2021 abzugeben. Wenn aufgrund der Anzahl der im Krankenhaus behandelten Patienten mit Covid-19-Symptomen die Anzahl der durchgeführten Routineoperationen, z. B. Hüft- oder Knieoperationen, auf dem niedrigeren Niveau von 2020 bleibt, wird auch die Gesamtnachfrage (Krankenhaus- und Einzelhandelsgeschäft) nach Enoxaparin zur Thromboseprophylaxe nach Operationen niedrig bleiben. Andererseits wird eine zunehmende Durchimpfung der Bevölkerung die kritische Situation in den Krankenhäusern entschärfen und wieder normalisieren. Ukraine Konflikt Die Gesellschaft hat keine direkten Geschäftsbeziehungen in die Ukraine oder Russische Föderation und bezieht auch indirekt keine Leistungen aus diesen Regionen. Die aktuelle Situation in der Ukraine sowie die Sanktionen gegen Russland bergen nicht einschätzbare Risiken für die globale wirtschaftliche Entwicklung und somit auch für die wirtschaftliche Entwicklung von Techdow Deutschland.
Berlin, den 20.07.2022 Foresti, Giorgio Wen, Shi 1 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/158096/umfrage/pharma-gesamtmarkt-umsatzentwicklung-seit-2006/ :~:text=Der%20Umsatz%20auf%20dem%20deutschen,letzten%20f%C3%BCnfzehn%20Jahren%20nahezu%20verdoppelt. 2 Insight Health Apotheken-Daten: Die Apotheken-Daten umfassen die Einkäufe der öffentlichen Apotheken bei pharmazeutischen Großhändlern und die direkten Einkäufe der öffentlichen Apotheken (Panelgröße: mehr als 5.700 kontinuierlich berichtende Apotheken) bei Arzneimittelherstellern in Deutschland auf nationaler Ebene. BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2020Techdow Pharma Germany GmbH, Berlin1. Allgemeine Angaben Der vorliegende Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) §§ 242 ff. und §§ 264 ff. und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Techdow Pharma Germany GmbH hat ihren Sitz in Berlin. Die Gesellschaft wird beim Amtsgericht Berlin (Charlottenburg), Handelsregister B unter der Nummer HRB 184119 geführt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB. Von denvorgesehenen größenabhängigen Erleichterungen nach § 288 Abs. 2 HGB sowie der §§ 325 ff. HGB haben wir Gebrauch gemacht. Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266 und 275 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die im Vorjahr angewandten Bewertungsgrundlagen wurden beibehalten. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungsfragen und Bewertungsmethoden maßgebend. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen. Zum 31. Dezember 2020 weist die Gesellschaft einen "Nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag" in Höhe von TEUR 9.314 aus. Die Gesellschafterin, TD Pharma B.V., Amsterdam, Niederlande, hat unter dem Datum vom 1. Dezember 2018 eine Patronatserklärung abgegeben. Durch die Patronatserklärung verpflichtet sich die TD Pharma B.V., Amsterdam, Niederlande uneingeschränkt dafür Sorge zu tragen, dass sie die Techdow Pharma Germany GmbH, Berlin, finanziell stets so ausstatten und leiten wird, dass sie jederzeit in der Lage ist, ihren Verpflichtungen gegenüber Dritten pünktlich nachzukommen. Des Weiteren hat Techdow Hong Kong Limited, Hongkong, China, zur Vermeidung einer gegebenenfalls bestehenden oder in Zukunft, aufgrund einer Krise der Techdow Pharma Germany GmbH, Berlin, drohenden Überschuldung, mit Vereinbarung vom 1. November 2018 der Techdow Pharma Germany GmbH, Berlin, ein Darlehen mit qualifiziertem Rangrücktritt in Höhe von insgesamt TEUR 5.965 gewährt. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibung wird nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Einkaufspreisen unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Die Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände und flüssigen Mittel sind zum Nominalwert bilanziert. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten umfassen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Verbindlichkeiten werden zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger sind gemäß § 256a Satz 2 HGB ohne Berücksichtigung des Anschaffungskostenprinzips (§ 253 Abs.1 Satz 1 HGB) und Realisationsprinzips (§ 252 Abs.1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag erfasst. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird der Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag gemäß § 256a Satz 1 HGB nur zu Grunde gelegt, sofern dieser bei Vermögensgegenständen unter und bei Verbindlichkeiten über dem jeweiligen Tageskurs zum Zeitpunkt der Erfassung des Geschäftsvorfalls liegt. 3. Erläuterung zu den einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind EUR 0,13 Erträge aus der Währungsumrechnung (Vorjahr: EUR 0) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind EUR 325,72 Aufwendungen aus der Währungsumrechnung (Vorjahr: EUR 0) enthalten. Von den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betreffen TEUR 31 Zinsen gegenüber verbundene Unternehmen. 4. Erläuterungen zum Jahresabschluss 4.1. Aktiva Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibung des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 6.886 (Vorjahr: TEUR 1.358) entfallen TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) gegen die Gesellschafterin, TD Pharma B.V., Amsterdam, Niederlande. Die restlichen Forderungen stammen aus Lieferungen und Leistungen. Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr, mit Ausnahme der sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 24 (Vorjahr: TEUR 17), innerhalb eines Jahres fällig. 4.2. Passiva Das voll eingezahlte Stammkapital beträgt EUR 25.000. Die sonstigen Rückstellungen betreffen insbesondere Verpflichtungen im Personal- und Sozialbereich, Rabatte Krankenkassen sowie ausstehende Rechnungen. Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 40.390 (Vorjahr: TEUR 26.416) entfallen TEUR 244 (Vorjahr: TEUR 232) auf die Gesellschafterin, TD Pharma B.V., Amsterdam, Niederlande. Sämtliche Verbindlichkeiten sind unbesichert und haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr mit Ausnahme der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, die in Höhe von TEUR 38.381 eine Fristigkeit zwischen einem bis fünf Jahre haben. 5. Sonstige Angaben 5.1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Stichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus abgeschlossenen Miet- und Leasingverträgen. Insgesamt ging die Gesellschaft finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 457 ein, wobei davon TEUR 125 eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr haben. 5.2. Mitarbeiter Während des Geschäftsjahres waren durchschnittlich 6 Arbeitnehmer beschäftigt.
5.3. Angaben über Unternehmensbeziehungen Die Techdow Pharma Germany GmbH, Berlin, ist ein 100%iges Tochterunternehmen der TD Pharma B.V., Amsterdam, Niederlande. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der TD Pharma B.V., Amsterdam, Niederlande (kleinster Konsolidierungskreis) und den Konzernabschluss der Shenzhen Hepalink Pharmaceutical Group Co. Ltd., Shenzhen, China (größter Konsolidierungskreis) einbezogen. Der Konzernabschluss (größter Konsolidierungskreis) der Shenzhen Hepalink Pharmaceutical Group Co. Ltd. ist als Download auf der Homepage im Internet unter http://www.hepaLink.com/en/index.aspx erhältlich. 5.4. Angaben über die Mitglieder der Unternehmensorgane Alleinvertretungsberechtigte Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2020: • Sven Olav Clein, Friedrichsdorf, Deutschland (bis 08.04.2020) • Ling Xing, Shanghai, China (bis 10.08.2020) • Giorgio Foresti, Asti, Italien (ab 08.04.2020) • Wen Shi, Shanghai, China (ab 10.08.2020) Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Da nur einer der Geschäftsführer ein Gehalt bezogen hat, haben wir auf die Angabe der Gesamtbezüge des Geschäftsführungsorgans gemäß § 285 Nr. 9 a und b HGB unter Verwendung von § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 5.5. Nachtragsbericht Im Jahr 2020 hatte Covid-19 ab Q2 sichtbare Auswirkungen auf den gesamten Markt der niedermolekularen Heparine (Krankenhaus und Apothekenmarkt, MIDAS Market Data from IQVIA). Der Absatzrückgang betrug in 2020 für beide Bereich etwa 6% als auch für den Enoxaparin-Marktinsgesamt. Grund sind hier sehr wahrscheinlich verschobene bzw. ausgefallene Operationen aufgrund der angespannten Lage in den Krankenhäusern sowie die dann ausbleibenden Folge-Verschreibungen für die Thrombose-Prophylaxe nach der Operation. Insgesamt wird aber erwartet, dass die Corona-Pandemie auf Umsatz und Kosten und damit auf das Ergebnis von TPG keine wesentlichen dauerhaften negativen Auswirkungen haben wird. Aufgrund eines Sondereffektes durch die Umsetzung von Verrechnungspreisüberlegungen gehen wir im Jahr 2021 und 2022 von einem positiven EBIT im niedrigen einstelligen Millionenbereich aus. Künftig wird die Gesellschaft eine geringe risikoadäquate Marge erwirtschaften. Erstmalig wurde im Jahr 2020 eine Verrechnungspreisanpassung in Höhe von TEUR 6.706 vorgenommen, die sich auf die Erträge ausgewirkt hat. Gemäß der abgeschlossenen Vereinbarung (Marktbeitrags- / Unterstützungsvereinbarung) zwischen der Gesellschaft und Techdow Hong Kong erhält die Gesellschaft eine Vergütung für Markterschließungskosten, Marketingaufwendungen und ähnliche Kosten, die die Gesellschaft trägt, die aber einen Mehrwert für die gesamte Gruppe darstellen.
Berlin, den 20.Juli 2022 Giorgio Foresti Wen Shi AnlagespiegelBrutto-Anlagenspiegel zum 31.12.2020 Techdow Pharma Germany GmbH, Berlin
sonstige Berichtsbestandteile
gez. durch, Geschäftsführer Foresti, Giorgio Shi, Wen Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 20.10.2022 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Techdow Pharma Germany GmbH, Berlin PrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der Techdow Pharma Germany GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Techdow Pharma Germany GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt " Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Hinweis zur Hervorhebung eines SachverhaltsWir verweisen auf die Ausführungen in Abschnitt 4 des Lageberichts, wonach die Gesellschaft in 2021 aus Gründen der Umsetzung von Verrechnungspreisüberlegungen mit einem signifkant höheren Jahresergebnis rechnet. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind diesbezüglich nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Heidelberg, den 21. September 2022 FALK
GmbH & Co KG
Steffen Ahrens, Wirtschaftsprüfer Bastian Wenk, Wirtschaftsprüfer |
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