Hellmann Spedition GmbH & Co. KG
Selbe AdresseSpeditionen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sven Jansen seit 21.12.2023 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Hellmann Worldwide Logistics SE & Co. KGOsnabrückKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernlagebericht 2022Inhaltsverzeichnis Das globale Familienunternehmen Grundlagen des Konzerns 1. Geschäftstätigkeit des Konzerns 2. Forschung und Entwicklung 3. Finanzmanagement 4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung 2. Entwicklung in der Transport- und Logistikbranche 3. Geschäftsverlauf 4. Lage des Konzerns Chancen- und Risikobericht 1. Chancen- und Risikomanagement 2. Chancen 3. Risiken Gesamtbeurteilung Prognosebericht Das globale Familienunternehmen Hellmann Worldwide Logistics wurde 1871 in Osnabrück gegründet. Heute gehört das Unternehmen zu den etablierten global tätigen Full-Service Logistik-Dienstleistern und ist konzernweit mit 241 eigenen Standorten in 54 Ländern vertreten. Die Unternehmensphilosophie von Hellmann Worldwide Logistics basiert auf den traditionellen Werten eines Familienunternehmens und steht für einen engen, mittelständisch geprägten Zusammenhalt der Mitarbeiter*innen und langjährige Kundenbeziehungen. Das Thema Nachhaltigkeit ist für den Hellmann-Konzern sowohl im operativen Geschäft als auch in der strategischen Unternehmensaufstellung seit jeher von zentraler Bedeutung: Ökonomisches, ökologisches und soziales Handeln sind fest in der Unternehmenskultur verankert. Grundlagen des Konzerns 1. Geschäftstätigkeit des Konzerns Der Hellmann-Konzern ist ein Full-Service Logistik-Dienstleister und bietet über die Produktbereiche Road&Rail, Air, Sea sowie Contract Logistics weltweit intermodale Transportlösungen an. Um die spezifischen Logistik-Anforderungen einzelner Branchen zu erfüllen, bietet Hellmann Worldwide Logistics hochwertige, spezialisierte Industry Solutions für folgende Bereiche an: Automotive, FMCG & Retail, Fashion, Healthcare, Industrial, Marine & Cruise, Renewables, and High-Tech. 2. Forschung und Entwicklung Der Hellmann-Konzern entwickelt einen Teil seiner Transportmanagement Systeme selbst und arbeitet hier kontinuierlich aktiv an neuen Transportkonzepten sowie -technologien. Eine eigene Forschung wird nicht betrieben. 3. Finanzmanagement Das Finanzmanagement umfasst die Beschaffung von liquiden Mitteln und Finanzierungsinstrumenten, das Absichern von Zins- und Währungsrisiken, die interne und externe Konzernfinanzierung, die Vergabe von Bürgschaften und Patronatserklärungen, den konzernweiten Netting-Prozess sowie die Kommunikation mit den Fremdkapitalgebern und Kreditversicherern. Die Verantwortung dafür trägt der Chief Financial Officer (CFO), fachlich wird die Aufgabe durch das Group Treasury wahrgenommen. Die Hauptaufgabe des Finanzmanagements liegt darin, finanzielle Risiken und Kapitalkosten zu minimieren und dabei die nachhaltige Stabilität und Flexibilität des Konzerns zu erhalten. Im Mai 2022 wurde der Finanzbedarf des Unternehmens durch die vorzeitige Refinanzierung und Erhöhung eines syndizierten Kredits für die nächsten fünf Jahre gesichert. Mit einer Linie von EUR 200 Mio. bis Mai 2027 verfügt das Unternehmen sowohl für den operativen Liquiditätsbedarf als auch für den Investitionsbedarf nach jetziger Einschätzung über hinreichende Mittel. Die Linie wurde zum 31. Dezember 2022 ausschließlich für Bürgschaften mit EUR 28,2 Mio. in Anspruch genommen. Der Fremdmittelbedarf wird darüber hinaus vor allem über Forderungsfinanzierungen, Immobilienfinanzierungen, operatives Leasing und bilaterale lokale Kreditlinien gedeckt. Das internationale Factoringprogramm, das im Dezember 2014 gemeinsam mit der Coface Finanz GmbH geschlossen wurde, umfasste zum 31. Dezember 2022 insgesamt vier Länder (Niederlande, Mexiko, Australien und Österreich). Für Deutschland und Spanien werden ebenfalls Forderungen im Rahmen eines Verbriefungsprogramms verkauft. Zum Stichtag 31. Dezember 2022 betrug das finanzierte Volumen insgesamt EUR 84,7 Mio. 4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren a. Finanzielle Leistungsindikatoren Im Rahmen des Monitorings liegt der Schwerpunkt bei der Vermögenslage und der Ertragskraft des Konzerns insbesondere auf folgenden Kennzahlen:
b. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Das Thema Nachhaltigkeit - mit seinen drei Säulen - ist für den Hellmann-Konzern seit jeher ein zentraler Baustein der Unternehmensentwicklung und ist integraler Bestandteil der Corporate Strategy. Dabei verstehen wir unter Nachhaltigkeit die ausgeglichene Integration von Aspekten aus den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmenssteuerung in unsere operativen Prozesse und die strategische Ausrichtung des Konzerns. Vor dem Hintergrund unserer langfristigen Ambitionen im Bereich Nachhaltigkeit wurde unter anderem ein Nachhaltigkeitsrat gegründet. In diesem regelmäßig tagenden Gremium, bestehend aus Vertretern aller Produktbereiche und relevanter Fachabteilungen, wird unter Federführung des Gesamtvorstands eine Nachhaltigkeitsstrategie entwickelt, die in den kommenden Jahren als zentraler Baustein der übergeordneten Unternehmensstrategie umgesetzt werden soll. Die Ergebnisse der im Berichtsjahr durchgeführten Wesentlichkeitsanalyse bilden die Basis für die in 2023 zu definierende Nachhaltigkeitsstrategie. Die wesentlichen Themen für den Konzern sind demnach:
Auf Basis der Wesentlichkeitsanalyse wurde im Berichtsjahr 2022 damit begonnen, die Kennzahlen, Konzepte und Ziele der definierten Themen zu überarbeiten. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Die Entwicklung der Weltwirtschaft war auch 2022 weiterhin von der anhaltenden Corona-Pandemie geprägt und wurde zudem durch den Krieg Russlands gegen die Ukraine stark beeinflusst. Diese Ereignisse haben die Weltwirtschaft erneut vor große Herausforderungen gestellt. Zur Eindämmung der Pandemie war das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben weltweit auch im Berichtsjahr nach wie vor massiv eingeschränkt, wenn auch regional in unterschiedlichem Ausmaß und von abweichender Dauer. Der Krieg gegen die Ukraine hatte insbesondere in Europa starke Auswirkungen auf die Rohstoffmärkte sowie weltweit auf die Versorgung mit Nahrungsmitteln. Während das Bruttoinlandsprodukt 2021 in den meisten Ländern noch deutlich angestiegen ist, wird für 2022 eine deutliche Abschwächung des Wachstums erwartet: Im Berichtsjahr wuchs die Weltwirtschaft trotz der anhaltenden Pandemie und des Krieges gegen die Ukraine, sodass der International Monetary Fund (IMF) für 2022 ein reales Wachstum des weltweiten Bruttoinlandsproduktes von 3,4% erwartet, nach 6% im Vorjahr. Das im Jahresvergleich deutlich geringere Wirtschaftswachstum wurde begleitet von einer weltweit steigenden Inflation, die für 2022 bei 9,5% liegt (Vorjahr 5,1%). Dieser negative Entwicklungstrend spiegelt sich auch in der Euro-Zone wider: So wird insgesamt ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 3,5% erwartet. Das Ausmaß des Anstiegs ist in den Mitgliedsstaaten allerdings sehr unterschiedlich ausgeprägt. Während für Deutschland ein Anstieg von nur 1,9% erwartet wird, wird zum Beispiel für Spanien ein Wachstum von 5,2% prognostiziert. In Großbritannien und Kanada wird die Steigerung der Wirtschaftsleistung ähnlich der Euro-Zone sein und voraussichtlich 4,1% bzw. 3,5% betragen. Die USA befinden sich mit 2,0% auf einem ähnlichen Niveau wie Deutschland. Auch für den asiatischen Raum wird eine sehr diverse Wirtschaftsentwicklung für den Berichtszeitraum erwartet. Für China wird nur noch ein Wachstum von 3,0% prognostiziert, während in Indien ein Wachstum von 6,8% erwartet wird. Dagegen wird in Japan von einem Wachstum der Wirtschaftsleistung um lediglich 1,4% ausgegangen. In Lateinamerika und der Karibik erwartet man einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 3,9%. Für die größten Volkswirtschaften der Region, Brasilien und Mexiko, beträgt das erwartete Wachstum jeweils nur 3,1%. 2. Entwicklung in der Transport- und Logistikbranche Die Entwicklung der Corona-Pandemie und die von den Staaten verhängten Schutzmaßnahmen sowie der Krieg Russlands gegen die Ukraine haben erwartungsgemäß auch im Berichtsjahr einen erheblichen Einfluss auf die Logistikbranche gehabt: Während im Vorjahr Supply-Chains aufgrund massiver Kapazitätsengpässe, insbesondere in den Bereichen Luft- und Seefracht, stark eingeschränkt waren, haben sich die Lieferketten in 2022 trotz dieser Krisen, stabilisiert. Diese Entwicklung war gekennzeichnet durch hohe Frachtraten im ersten Halbjahr 2022, die sich jedoch im zweiten Halbjahr wieder rückläufig entwickelten. Der globale Seehandel war in 2022 weiter rückläufig: Der Global Container Trade ist gegenüber 2021 im Volumen insgesamt um 3,9% zurück gegangen und auch der Hellmann-Konzern konnte sich diesem Trend nicht entziehen. Entsprechend verzeichnete das Unternehmen einen Volumenrückgang bei den Controlled TEUs von 4,6%, nachdem Hellmann in 2021 entgegen dem Markttrend gewachsen ist. Nachdem die Frachtraten bis Mitte 2022 aufgrund der Kapazitätsverknappung rapide gestiegen sind, hat sich dieser Trend in der zweiten Jahreshälfte 2022 vollständig gedreht. Verantwortlich hierfür ist eine geminderte Nachfrage, die zur Auflösung der Kapazitätsknappheit und sogar einem Überangebot an Ladekapazitäten sowie entsprechend sinkenden Raten geführt hat. In einzelnen Trades sind die Marktraten bereits auf Pre-Covid Levels gesunken. Ab Q2 2022 haben sich auch die Luftfrachtvolumen weltweit stark reduziert. Entsprechend sind die Volumen im Gesamtjahr 2022 insgesamt im Markt um 3% gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Der Rückgang ist insbesondere einer deutlichen Volumenreduktion in den Bereichen Fashion, Hightech und Automotive zuzuschreiben. Treiber dieser Entwicklung war zum einen der Ausbruch des Krieges gegen die Ukraine, der zu einem erheblichen Anstieg der Energiekosten und einer deutlich stärkeren Inflation führte. Zum Anderen lag die Luftfrachtnachfrage im chinesischen Markt sogar noch maßgeblich hinter der weltweit ohnehin niedrigen Nachfrage, da China bis Q4 2022 an der Null-Covid-Strategie festgehalten hat. Zusätzlich zu der gesunkenen Nachfrage war der Luftfrachtmarkt im Berichtsjahr durch Kapazitätszuwächse gekennzeichnet: Durch die Rückkehr des Personenflugverkehrs entstand eine deutliche Steigerung der sogenannten Belly-Kapazitäten in der Luftfracht. Des Weiteren kamen in 2022 viele neue Frachtflugzeuge in den Markt, sodass die Luftfrachtkapazität im Berichtsjahr insgesamt bereits wieder auf Vor-Covid-Niveau war. Die deutlich gesunkene Nachfrage und parallel erhöhte Kapazitäten hatten zur Folge, dass die Raten besonders im zweiten Halbjahr sehr stark gefallen sind. Beispielhaft ist hier der Einzelmonat Dezember, der einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr in Höhe von -30% aufweist. 3. Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2022 ist für den Konzern, trotz der in weiten Teilen der Welt anhaltenden Corona-Pandemie und des Krieges gegen die Ukraine, sehr erfolgreich verlaufen. Im Laufe des Jahres hat sich Hellmann aufgrund des Krieges von drei russischen Gesellschaften sowie von seiner weißrussischen Gesellschaft getrennt. Während die Anzahl der Sendungen gegenüber dem Vorjahr weiter gestiegen ist, sind die Volumen, bei insgesamt weiter gestiegenen Frachtraten, gegenüber 2021 jedoch zurückgegangen. Trotz des Volumenrückgangs konnte durch die gestiegenen Frachtraten und die Fokussierung auf Kernkompetenzen sowie das Anbieten maßgeschneiderter Transportlösungen für Kunden auch in dem herausfordernden Marktumfeld ein Umsatzanstieg von 23,9% bzw. von 25,4% bei der Rohertragsmarge erzielt werden. Es ist dem Management gelungen, die Sendungsmengen deutlich zu steigern und insbesondere durch den Preisanstieg eine erhebliche Verbesserung des EBIT zu realisieren. So beläuft sich das EBIT für das Jahr 2022 auf EUR 210,8 Mio. nach EUR 160,1Mio. im Vorjahr und liegt damit deutlich über den Erwartungen. Trotz der durch diese Entwicklung weiter gestiegenen Bilanzsumme, konnte die Eigenkapitalquote erhöht werden und betrug zum Stichtag 28,5%. Die im letzten Prognosebericht geäußerte Erwartung hinsichtlich der Entwicklung des Geschäftsjahres war mit erheblichen Unsicherheiten aufgrund der Corona-Pandemie und des Krieges gegen die Ukraine behaftet. Die Abweichungen sind durch die stark volatile Marktentwicklung für Logistikunternehmen begründet, die der Vorstand zum Zeitpunkt der letztjährigen Prognoseberichterstattung nicht absehen konnte. 4. Lage des Konzerns a. Vermögenslage Die Konzernbilanzsumme hat sich im Berichtsjahr um 8,3% oder EUR 104,0 Mio. auf EUR 1.362,5 Mio. erhöht. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen getrieben durch Zuwächse des Anlagevermögens sowie eine Steigerung der Liquidität in Folge des verbesserten Ergebnisses. Der Konzern hat, auch während der durch die Corona-Pandemie und der durch den Krieg gegen die Ukraine ausgelösten Marktdisruptionen, an dem eingeschlagenen Kurs der Investitionen in das digitale Geschäftsmodell festgehalten. Zudem erwarb der Konzern die ausstehenden Anteile des Joint-Ventures in Peru und weitere Teile der HS/HIS Gruppe. Hinzu kam der Erwerb der Optimnet Gruppe, sowie die Gründung einer neuen Gesellschaft in der Schweiz. Diese Investitionen sind der Hauptgrund für den Anstieg des Anlagevermögens um EUR 47,3 Mio. Davon entfallen allein EUR 40,2 Mio. auf den Goodwill durch den Erwerb der Unternehmensanteile. Nach einer Verringerung der Days Sales Outstanding / DSO (definiert als durchschnittlichen Forderungsbestand aus Lieferung und Leistung multipliziert mit 360 geteilt durch die Umsatzerlöse) im Vorjahr haben sich die DSO in 2022 wieder von 47,7 auf 49,2 Tage erhöht. Durch die Entspannung bei den Luft- und Seefrachtkapazitäten wurde der Effekt der einseitigen Verschiebung der Marktposition zu Gunsten der Anbieter wieder aufgehoben, so dass die Days Payable Outstanding (definiert als die Summe aus dem durchschnittlichen Verbindlichkeitsbestand aus Lieferung und Leistung sowie der durchschnittlichen Rückstellung für ausstehende Rechnungen multipliziert mit 360 geteilt durch den Materialaufwand) von 52,6 auf 57,9 Tage gestiegen sind. Das Working Capital (definiert als Vorräte plus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, abzüglich Rückstellungen für ausstehende Rechnungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) sank dadurch trotz der Erhöhung der DSO von EUR 147,2 Mio. auf EUR 30,5 Mio. Diese Entwicklung trug neben dem gesteigerten Ergebnis wesentlich zur weiter verbesserten finanziellen Ausstattung des Unternehmens bei, so dass sich die liquiden Mittel noch einmal deutlich erhöht haben, während die Bankverbindlichkeiten weiter zurück gingen. Die Nettoverschuldung blieb auf Null, da die liquiden Mittel die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten weiterhin übersteigen. Die sonstigen Rückstellungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 22,8% auf EUR 421,7 Mio. angestiegen. Haupttreiber dieser Zunahme sind die Rückstellungen für Drohverlustrückstellungen, die sich um EUR 52,3 Mio. erhöht haben. Wesentlich hierfür sind bestehende langfristige Beschaffungsverträge für Frachtraum auf Containerschiffen. Für diese besteht das Risiko, dass der Hellmann Worldwide Logistics Konzern die in den Verträgen fest vereinbarten Bezugspreise für Frachtraum aufgrund gefallener Frachtraten nicht mehr zu wettbewerbsfähigen Preisen weiterverkaufen kann und hat eine entsprechende Rückstellung gebildet. Sonstige Rückstellungen
Insgesamt ist das Geschäftsjahr erfolgreich verlaufen und der Konzern konnte seine wirtschaftliche Situation trotz des schwierigen Geschäftsumfeldes weiter verbessern. b. Finanzlage Das Innenfinanzierungsvolumen ist im Vergleich zum Vorjahr nochmals deutlich angestiegen. Insgesamt hat der Konzern einen Geldzufluss von EUR 124,7 Mio. realisieren können. Wesentlicher Bestandteil dieser sehr guten Liquiditätsentwicklung ist der Cash-Flow aus operativer Tätigkeit, der im Jahr 2022 EUR 268,7 Mio. betrug (Vorjahr EUR 117,5 Mio.). Basis dieses Zuflusses ist der erheblich verbesserte Konzernjahresüberschuss (EUR 153,3 Mio.; Vorjahr EUR 129,0 Mio.) sowie die oben erläuterte Veränderung des Working Capitals, die sich aus den veränderten Marktbedingungen auf der Einkaufsseite ergeben hat. Der Cash-Flow aus Investitionstätigkeit wird maßgeblich durch den Erwerb der Anteile der HS/HIS Gesellschaften, der Optimnet Gruppe sowie der ausstehenden Anteile der peruanischen Gesellschaft beeinflusst. Bereinigt um diesen Effekt hat der Konzern einen Cash-Flow aus Investitionstätigkeit von - EUR 37,8 Mio. erzielt. Die durch das Konzernergebnis erwirtschafteten Mittel wurden genutzt, um die Nettoverschuldung auf Null zu halten. Insgesamt wurden EUR 47,6 Mio. für Tilgungen von Bankverbindlichkeiten aufgebracht. Zusammen mit weiteren finanzierungsbezogenen Zahlungen beträgt der Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit EUR -61,9 Mio. Zum Stichtag hatte der Konzern EUR 246,6 Mio. Kreditlinien exkl. Factoring und langfristiger Darlehen. Davon waren EUR 22,8 Mio. ausgenutzt und EUR 223,8 Mio. frei. Der Konzern war zu jeder Zeit in der Lage, seinen Zahlungsverpflichtungen bei Fälligkeit nachzukommen. c. Ertragslage Die Ertragslage des Konzerns stand wie bei allen Unternehmen weiterhin unter dem Einfluss der Corona-Pandemie und dem Krieg gegen die Ukraine. Dem Markttrend folgend waren auch beim Hellmann-Konzern die Volumen in der Luft- und in der Seefracht im Geschäftsjahr rückläufig. Durch das rückläufige Konsumverhalten und den Abbau von Vorräten kam es, insbesondere zum Ende des Jahres, zu einem Rückgang der Nachfrage sowohl in der Luftfracht als auch in der Seefracht. Die Auswirkungen dieser zum Ende des Jahres stattfindenden Entwicklung kamen jedoch zu spät, um noch einen wesentlichen negativen Einfluss auf das durchschnittliche Preisniveau des Jahres zu haben, welches insbesondere in der ersten Jahreshälfte noch einmal deutlich über dem bereits hohen Niveau des Vorjahres lag. Sowohl die Erhöhung der Einkaufspreise als auch den erhöhten Organisationsaufwand hat der Konzern - wie branchenüblich - in Form von Preissteigerungen an die Kunden weitergegeben. Aufgrund adjustierter Preisstrukturen in dem sich veränderten Marktumfeld 2022 sowie den Zukäufen der HS/HIS Gesellschaften, der Optimnet Gruppe und der Übernahme der Anteile des Partners des Joint Ventures in Peru hat sich der Umsatz des Konzerns um EUR 970,6 Mio. bzw. 23,9% erhöht und liegt damit erstmalig über EUR 5 Mrd. Eine weitergehende Aufgliederung des Umsatzes nach Regionen und Produkten erfolgt im Anhang. Der Materialaufwand ist um 21,5% auf nun EUR 3.936,8 Mio. gestiegen, was zu einer Erhöhung des Rohertrags auf EUR 1.075,0 Mio. führt (+25,4% im Vorjahresvergleich). Die Rohertragsmarge steigt damit leicht auf 21,3%. Das anhaltend herausfordernde Marktumfeld forderte den besonderen Einsatz der Mitarbeiter*innen im Konzern, um die Abwicklung der Kundenaufträge bei gleichbleibend hoher Servicequalität zu gewährleisten und somit die Verbesserung des Rohertrags zu erzielen. Um diesen Einsatz zu honorieren, wurde allen nicht bonusberechtigten Mitarbeiter*innen ein Sonderbonus bezahlt. In Summe stiegen die Personalaufwendungen daher um 22,7% auf EUR 548,0 Mio., wovon der Sonderbonus EUR 10,0 Mio. ausmachte. Das sonstige Ergebnis verschlechtert sich um EUR 37,1 Mio. auf EUR 276,7 Mio. Wesentlich hier ist der Anstieg der Kosten für Gebäude durch Mietaufwendungen sowie die deutlich gestiegenen IT-Aufwendungen, die sich u.a. aus der konsequenten Weiterverfolgung der Digitalisierungs-Strategie ergeben. Die wesentlichen Aufwandspositionen gliedern sich wie folgt auf: Sonstiges Ergebnis
Das Finanzergebnis ist um EUR 4,8 Mio. rückläufig, von EUR 12,0 Mio. auf EUR 7,2 Mio. Die geringere Nutzung von zugesagten Kreditlinien hält die Zinsbelastung weiterhin niedrig, während die Ergebnisse der Beteiligungsunternehmen einen Wertbeitrag von EUR 7,3 Mio. zum Konzernergebnis beisteuern (Vorjahr: EUR 9,3 Mio.). Chancen- und Risikobericht 1. Chancen- und Risikomanagement Als global agierender Logistik-Dienstleister ist der Hellmann-Konzern einer Reihe von Risiken ausgesetzt. Ein Bruch der Covenants (Kreditbedingungen) oder ein Zusammenbruch der IT-Infrastruktur zum Beispiel durch eine Cyber-Attacke, nachteilige wirtschaftliche, sozioökonomische sowie politische Entwicklungen können zu erheblichen Risiken für das Unternehmen führen. Die Wahrnehmung von sich bietenden Chancen sowie die aktive Steuerung bzw. Vermeidung von Risiken im Rahmen des Chancen- und Risikomanagements sind wesentliche Voraussetzungen für den nachhaltigen Erfolg des Unternehmens und entsprechend wesentlicher Bestandteil der Managementaufgaben. 2. Chancen a. Chancen der Digitalisierung Im Zuge der Digitalisierung verändert sich das Marktumfeld grundlegend. Für dynamische Unternehmen wie den Hellmann-Konzern ergeben sich daraus Chancen, zum einen deutlich effizienter zu werden und zum anderen den Kundenservice noch weiter zu optimieren und so die Wettbewerbsposition nachhaltig auszubauen. So hat das Unternehmen auch im Berichtsjahr umfangreiche Projekte initiiert, um interne und externe Prozesse zu digitalisieren und weiterzuentwickeln. Die umfassende Einführung von weltweiten Prozessstandards in Kombination mit Next Generation TMS-Systemen in den Bereichen Air, Sea sowie Road&Rail wird in den nächsten Jahren auch weiterhin die Prozesseffizienz erhöhen und unterstützt die weitere Digitalisierung der Dienstleistungen. Weiterhin wurde eine Digitaleinheit gegründet, welche sich ausschließlich auf die digitale Kundenerfahrung der Services fokussiert. Darüber hinaus wurde ein Innovation Lab im Umfeld künstliche Intelligenz initiiert. Weiterhin ergeben sich große Chancen aus der Weiterentwicklung der bestehenden Geschäftsmodelle sowie der Einführung neuer Geschäftsmodelle im Logistikumfeld. b. Chancen aus dem Marktumfeld Die globale Vernetzung von Wertschöpfungsketten, auch über Kontinente hinweg, wird für die Weltwirtschaft wichtig bleiben. Obwohl die Corona-Pandemie, Kriege und Handelskonflikte die Globalisierung und wirtschaftliche Entwicklung nach wie vor hemmen können, ist davon auszugehen, dass sich der Globalisierungstrend - trotz insgesamt zunehmender national-orientierter wirtschaftspolitischer Initiativen - langfristig fortsetzen und weiterhin zum weltweiten Wohlstand beitragen wird. Der Hellmann-Konzern hat in seinen Kernmärkten und darüber hinaus weltweit noch erhebliches Wachstumspotenzial. Chancen bestehen im Bereich Seefracht insbesondere aufgrund der hohen Flexibilität von Hellmann sowie der Resilienz der individuellen vertikalen Industry-Solutions. Aufgrund der hervorragenden Positionierung von Hellmann in Indien, dem Mittleren Osten sowie Asien ist das Entwicklungspotenzial in diesen Wachstumsmärkten als besonders hoch einzustufen. Im Bereich Road ergeben sich weitere Chancen durch den Ausbau von Cross-Border-Trades und des KEP-Geschäfts (Kurier-, Express- und Paketdienstleistungen). Darüber hinaus ergeben sich Chancen durch den weiteren Ausbau der Rail-Verbindungen auf der sogenannten "Neuen Seidenstraße" zwischen Asien und Europa. Diese Verkehre ruhten größtenteils zu Beginn des Krieges in der Ukraine und werden nun wieder verstärkt aufgenommen. Weitere Chancen bestehen in der Geschäftsentwicklung in Deutschland durch die Stabilisierung des nationalen Stückgutnetzwerkes im Rahmen des veränderten Partnernetzwerkes. Die System Alliance wurde durch das NG.network ersetzt und bietet den Partnern einen stabileren und sicheren Rahmen, um den Kunden gezielt und zuverlässig einen noch besseren Service zu bieten. Ziel ist es, als Partner und Gesellschafter von NG.network steigende Mengen zu generieren. Auch für den Produktbereich Contract Logistics ergeben sich Wachstumschancen: Im Rahmen der globalen Standardisierung wird in den nächsten Jahren ein weltweit einheitliches Lagerverwaltungssystem (LVS) eingeführt. Darüber hinaus zeichnete sich der Bereich Contract Logistics im Berichtszeitraum durch ein überproportionales Wachstum aufgrund einer Vielzahl von langjährigen Neugeschäften, insbesondere im Heimatmarkt Deutschland, aus. Von diesen Neugeschäften gehen weitere Wachstumschancen für den gesamten Hellmann-Konzern aus - sowohl in Deutschland als auch weltweit. Ferner werden diese Neugeschäfte langfristig zu einer deutlichen Renditesteigerung beitragen. Eine wesentliche Herausforderung dabei ist jedoch die Rekrutierung von entsprechendem Fachpersonal. Hier ist der Druck auf den Bereich Contract Logistics durch die vergleichsweise hohe Personalintensität besonders hoch. Allerdings liegt hier auch eine Chance zur Transformation hin zu noch höheren Standards in den Bereichen Automatisierung, Digitalisierung und Innovationsmanagement. Weitere Wachstumschancen ergeben sich durch Veränderungen im Marktumfeld, wie zum Beispiel durch die Verlagerung der Produktion zurück nach Europa bzw. nach Deutschland (Friend-Shoring, Near-Shoring etc.) 3. Risiken Risiken für den Hellmann-Konzern ergeben sich insbesondere aus der aktuellen Marktentwicklung: Ein weltweit gedämpftes Wirtschaftswachstum gepaart mit hohen Inflationsraten führt zu einem abgeschwächten Konsumverhalten und entsprechend einer geringeren Nachfrage nach Transportleistungen. Darüber hinaus entstehen Risiken aus dem bestehenden Preiswettbewerb und entsprechend sinkenden Raten sowie zunehmend auch aus der maßgeblich erhöhten Gefahr von Cyber-Angriffen. Auch politische Entwicklungen, insbesondere der im Februar 2022 durch den Angriff russischer Truppen ausgebrochene Ukraine-Krieg, sowie der Eintritt neuer Marktteilnehmer im Zuge der Digitalisierung stellen heute zentrale Risiken dar. Auch das Thema Fachkräftemangel wird länderübergreifend zunehmend zu einem zentralen Risiko, dem der Konzern durch eine aktive und Mitarbeiter*innen-orientierte HR-Arbeit entgegenwirkt. Die Klassifizierung der Risiken erfolgt qualitativ in den Abstufungen groß / mittel / klein gemäß der aktuellen Bedeutung für den Hellmann-Konzern. a. Risiken der Gruppe großer Risiken Risiken der IT-Infrastruktur (& Digitalisierung) Die Sicherheit und Performance (Stabilität und Geschwindigkeit) der Informationssysteme hat für den Hellmann-Konzern einen hohen Stellenwert, denn Opfer eines Cyber-Angriffs zu werden, ist eines der höchsten Risiken. Durch die ständige Weiterentwicklung des Cyber-Security Konzepts sowie die Umsetzung weiterer Security-Maßnahmen, reduziert und mitigiert das Unternehmen das Risiko eines erfolgreichen Cyber-Angriffs. Ziel ist es, die IT-Systeme mit einer hohen Verfügbarkeit zu betreiben und unberechtigte Zugriffe auf die System- und Applikationslandschaft zu vermeiden. Dafür hat das Management Richtlinien, Standards und Verfahren entwickelt, die auf der internationalen Norm ISO 27001 für das Management von Informationssicherheit basieren. IT-Risiken werden regelmäßig betrachtet, bewertet und überwacht. Oberstes Ziel ist, sicherzustellen, dass Geschäftsprozesse reibungslos funktionieren und zur Verfügung stehen. Der Konzern betreibt dafür zwei eigene Rechenzentren und Services bei den großen Cloud-Anbietern. Darüber hinaus sind die Systeme so gestaltet, dass Komplettausfälle in der Regel vermieden werden können. Die gesamte Softwarelandschaft wird regelmäßig aktualisiert, um Sicherheitslücken zu schließen. Aufgrund der beschriebenen Maßnahmen ist Hellmann sehr gut aufgestellt, um einen reibungslosen Betrieb sicherzustellen. Regulierungsrisiken Grundsätzlich können Veränderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen und regulatorischen Vorgaben auf nationaler, aber auch internationaler Ebene Risiken für das Geschäft des Hellmann-Konzerns darstellen. In diesem Zusammenhang sind insbesondere folgende Regulierungen zu nennen, die in den nächsten Jahren europaweit in Kraft treten werden: "Green-Deal" (CSRD), EU-Taxonomie, Regelungen zu Menschenrechten und Lieferketten. Darüber hinaus steigt das Risiko aus Exportregularien immer weiter. Fachkräftemangel Im Berichtszeitraum hat der Fachkräftemangel erheblich zugenommen, sodass die Besetzung von offenen Stellen - im gewerblichen sowie im kaufmännischen Bereich - weltweit eine zentrale Herausforderung für die Wirtschaft und für den Hellmann-Konzern geworden ist. Damit ist der Fachkräftemangel als ein Risiko mit Blick auf die Umsetzung der konzernweiten Wachstumsziele einzustufen. Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, betreibt Hellmann eine Mitarbeiter*innen-orientierte HR-Politik, die es sich zum Ziel gesetzt hat, faire, werteorientierte und Lebensphasen-unterstützende Arbeitsbedingungen zu schaffen und Mitarbeiter*innen attraktive Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten. b. Risiken der Gruppe mittlerer Risiken Risiken aus der Finanzierung Der Hellmann-Konzern betreibt ein aktives zentrales Liquiditätsmanagement, um einerseits entsprechende Risiken zu minimieren und zu kontrollieren und andererseits die Liquiditätssteuerung zu optimieren. Hierzu setzt das Management verschiedene Finanzierungsinstrumente ein. Neben dem Konsortialkreditvertrag sowie den Forderungsfinanzierungen bestehen eine Reihe bilateraler Kreditlinien bei einzelnen Konzerngesellschaften in geringem Umfang. Ferner werden zur Liquiditätssteuerung im Konzern Intercompany Darlehens-Vereinbarungen (HICA) genutzt. In den vorliegenden Kreditvereinbarungen hat sich der Konzern zur Einhaltung einer marktüblicher Finanzkennzahl, sog. Financial Covenant, verpflichtet. Grundsätzlich besteht in diesem Zusammenhang das Risiko der Nicht-Einhaltung des Covenant, was zu einer Kündigung der Kreditzusagen führen könnte. Auf Basis der heutigen Erkenntnisse wird dies als unwahrscheinlich angesehen. Mögliche zukünftige Liquiditätsrisken können weiterhin durch die Konzern-Liquiditätsplanung frühzeitig erkannt werden und durch die Ausweitung der Forderungsfinanzierungen entgegengewirkt werden. Insgesamt ist das Liquiditätsrisiko als gering zu beurteilen. Trotz des anhaltend steigenden Zinsniveaus wurde bislang aufgrund der bestehenden Finanzierungsstruktur auf den Abschluss von Zinssicherungsgeschäften verzichtet. Sollte sich hier eine Änderung abzeichnen, wird die Notwendigkeit zur Sicherung von Zinsrisken neu bewertet. Ausfallrisiken Auch aus den Geschäftsbeziehungen mit Kunden können sich Kreditrisiken ergeben, denen der Hellmann-Konzern mit Bonitätsauskünften, der Festlegung und Überwachung von Kreditlimits sowie einer Prüfung offener Forderungen begegnet. Darüber hinaus hat der Hellmann-Konzern Warenkredit-Versicherungen abgeschlossen. Risiken aus dem Wettbewerbsumfeld Der Markteintritt neuer Wettbewerber ist aufgrund neuer Technologien erheblich einfacher geworden, was spürbare Auswirkungen auf die Wettbewerbslandschaft hat. Es ist für Unternehmen von entscheidender Bedeutung, am Markt relevant zu bleiben, indem zusätzliche digitale Services bereitgestellt werden, um Kunden im Zeitalter zunehmend dynamischer Lieferketten hinsichtlich Transparenz und Planbarkeit optimal zu unterstützen. Diese neuen Anforderungen sind im Berichtszeitraum insbesondere auch durch die Corona-Pandemie oder den Ukraine-Krieg zum Tragen gekommen. Der Hellmann-Konzern reagiert auf diese Risiken aus dem Wettbewerbsumfeld mit dem Auf- und Ausbau digitaler Fähigkeiten. So gewährleistet das Unternehmen den Kunden einen Dienstleistungszugang, der den Anforderungen und Erwartungen einer zunehmend digitalisierten Wirtschaft entspricht (siehe Chancen der Digitalisierung). Preisrisiken Im aktuellen Marktumfeld besteht im operativen Einkauf ein erhöhtes Preisrisiko, sofern die Frachtraten sinken, wir als Logistikdienstleister jedoch mit unseren Lieferanten fixe Einkaufsverträge mit festen Raten vertraglich abgeschlossen haben. Dies hat negative Auswirkungen auf die Margen- und entsprechend die Ergebnisentwicklung des Hellmann-Konzerns, wenn dies nicht auch über langfristige Verträge auf der Verkaufsseite an die Kunden weitergegeben werden kann. Da die meisten Verträge kurzfristig sind, ist dieses Risiko temporär. Hinzu kommt aktuell das Risiko, das sich aus der zur Zeit steigenden Inflation ergibt, die zu Kostensteigerungen führen kann. Sofern diese nicht eingespart oder zeitnah an Kunden weitergegeben werden können, besteht das Risiko, dass die Inflation zu einer Verschlechterung der Ergebnisse führt. Politische Risiken Die Ungewissheit über die weitere Entwicklung handelspolitischer Konflikte und geopolitischer Krisenherde birgt Risiken für die weltweite Wirtschafsentwicklung und damit für den Hellmann-Konzern. Insbesondere der anhaltende Krieg Russlands gegen die Ukraine, und die damit verbundene Destabilisierung des Friedens in Europa und der Welt, stellen ein erhebliches Risiko für den globalen Handel, die Wachstumschancen in Osteuropa und damit für den Hellmann-Konzern dar. c. Risiken der Gruppe kleiner Risiken Risiken aus Sendungsverlusten und Transportschäden Risiken aus Sendungsverlusten und Transportschäden begegnet Hellmann mit einem effizienten Risk Management und - soweit das Unternehmen dem Kunden oder Dritten gegenüber haftet - durch den Abschluss entsprechender Versicherungen. Risiken aus Fremdwährungstransaktionen Auch schwankende Wechselkurse können den internationalen Geschäftsverkehr stark beeinflussen. Vor allem bei hoher Volatilität sind die Einnahmen und Kosten des internationalen Handelsgeschäfts nicht gänzlich kalkulierbar. Für Transaktions- und Wechselkursveränderungen setzt das Unternehmen fallweise Devisenterminkontrakte ein. Die Sicherungsgeschäfte werden auf Basis von bereits bilanzierten oder zukünftigen Grundgeschäften abgeschlossen. Gesamtbeurteilung Die Gesamtbeurteilung der Risiken und Chancen ergibt, dass der Hellmann-Konzern im branchenüblichen Ausmaß und Umfang von Markt- und Leistungsrisiken betroffen ist. Der Vorstand geht zum Zeitpunkt der Berichterstattung davon aus, dass die Risiken den Fortbestand des Konzerns nicht gefährden. Vielmehr ist davon auszugehen, dass die Nutzung beschriebener Chancen langfristig zu einer nachhaltig positiven Weiterentwicklung des Unternehmens führen wird. Prognosebericht Neben der Corona-Pandemie, welche die Wirtschaft in den letzten beiden Jahren vor nicht absehbare Herausforderungen gestellt hat, war das Berichtsjahr stark durch den Krieg Russlands gegen die Ukraine geprägt. Die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens wurde mit der konsequenten Umsetzung der Digitalisierungs-Strategie sowie der strategischen Akquisition von Unternehmen und Unternehmensteilen fortgesetzt. Um die globale Wettbewerbsposition über alle Produktbereiche hinweg auszubauen, werden auch im laufenden Geschäftsjahr strategische Investitionen in Mitarbeiter*innen, die Integration von Zukäufen, ökologische Nachhaltigkeitsziele aber auch in die Modernisierung von Systemen und Prozessen getätigt bzw. weitergeführt. Durch diese Investitionen in die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens schafft das Management die strukturellen Voraussetzungen für weiteres strategisches Wachstum. Die Auswirkungen der erwarteten Rezession auf die Logistikbranche sind derzeit nicht quantifizierbar. Hier sind insbesondere in den großen Volkswirtschaften deutliche Inflationstendenzen erkennbar, die Druck auf das Zinsniveau ausüben, wodurch es weiterhin zu einer Verlangsamung des erwarteten globalen Wirtschaftswachstums kommen kann. Auch die langfristigen Auswirkungen des Krieges gegen die Ukraine sind derzeit nicht vorhersehbar. Hieraus könnten sich nachhaltige negative Auswirkungen auf das operative Geschäft sowie auf die strategischen Wachstumsziele des Hellmann-Konzerns ergeben. Unter Berücksichtigung oben genannter Entwicklungen und in der Annahme, dass die globale Wirtschaft ihren Wachstumskurs, wenn auch auf niedrigerem Niveau fortsetzt, erwartet der Hellmann-Konzern für das laufende Geschäftsjahr 2023 eine im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 leicht rückläufige Entwicklung des Rohertrags und des EBIT, während die Rohertragsmarge moderat ansteigt.
Osnabrück, den 31. März 2022 Reiner Heiken Martin Eberle Jens Wollesen Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2022
Konzerneigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2022
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 20221. Allgemeine Angaben Die Hellmann Worldwide Logistics SE & Co. KG, Osnabrück ist beim Handelsregister A des Amtsgerichts Osnabrück unter der Handelsregisternummer HRA 3760 gemeldet. Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde unter Beachtung der gesetzlichen Gliederungs- und Bewertungsvorschriften aufgestellt. Die Gliederung der Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den Erfordernissen des § 298 HGB in Verbindung mit §§ 265 ff. HGB. Die Bewertungsgrundsätze gemäß §§ 252 ff. HGB blieben im Vergleich zum Vorjahr - soweit nicht ausdrücklich genannt - unverändert. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde im Geschäftsjahr das Gesamtkostenverfahren gewählt. Die Bilanzierung erfolgt unter Beachtung der Going-Concern-Prämisse gem. § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB. Angaben, die wahlweise in der Bilanz oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. Darüber hinaus wurden zwecks Erhöhung der Klarheit und Übersichtlichkeit des Jahresabschlusses alle Davon-Vermerke der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung in den Anhang übernommen. 2. Angaben zur Konsolidierung a) Konsolidierungskreis Im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen wurden diejenigen Tochtergesellschaften der Hellmann Worldwide Logistics SE & Co. KG, Osnabrück, bei denen die Voraussetzungen des § 290 Abs. 1 HGB erfüllt sind. Aufgrund untergeordneter Bedeutung für die Darstellung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind abweichend von diesen Grundsätzen 3 Gesellschaften nach § 296 Abs. 2 HGB nicht konsolidiert worden. Der Ausweis dieser nicht einbezogenen Unternehmen erfolgt unter den Anteilen an verbundenen Unternehmen. Diejenigen Gesellschaften, auf die ein maßgeblicher Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik ausgeübt wird, wurden entsprechend § 311 Abs. 1 HGB (At Equity) einbezogen. In Ausübung des Wahlrechts nach § 311 Abs. 2 HGB wurden 6 assoziierte Unternehmen nicht nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen, wenn diese für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind. Der Ausweis dieser nicht einbezogenen Unternehmen erfolgt unter den Beteiligungen. Die Aufstellung des Konsolidierungskreises gemäß § 313 Abs. 2 HGB befindet sich ab Seite 21 dieses Anhangs. Folgende Gesellschaften haben den Konzernkreis im Geschäftsjahr verlassen: • BATOR Management KG, Düsseldorf • Taurus Equity GmbH & Co. KG, Osnabrück • Hellmann eCommerce Verwaltungsgesellschaft mbH, Osnabrück • Rhenus & Hellmann Geschäftsführungsgesellschaft mbH, Unna • China Ocean Enterprises Ltd., Hongkong • World Harbour Enterprises Ltd., Hongkong • Hellmann Customs Broker OOO, Russland • Hellmann East Europe Distributor OOO, Russland • Hellmann East Europe Logistic OOO, Russland • Hellmann East Europe SOOO, Weißrussland (Belarus) • LH Bekleidungs-Verwaltungsgesellschaft mbH, Köln • LH Bekleidungsgesellschaft mbH & Co. KG, Köln Folgende Gesellschaften wurden im Geschäftsjahr erstmalig konsolidiert: • Hellmann Spedition GmbH & Co. KG, Osnabrück • Hellmann Internationale Spedition Beteiligungsges. mbH, Osnabrück • Hellmann Internationale Spedition GmbH & Co. KG (Honold), Augsburg • Hellmann Worldwide Logistics Karlsdorf GmbH, Karlsdorf-Neuthard • Hellmann Spedition GmbH & Co. KG, Bielefeld • Hellmann Spedition Verwaltungsges. mbH, Bielefeld • Hellmann Worldwide Logistics AG, Kloten, Schweiz • Hellmann Worldwide Logistics Polska Sp.z o.o., Nowy Tomysl, Polen • OptimNet Solutions s.r.o., Prag, Tschechien • OptimNet Solutions SK s.r.o., Bratislava, Slowakei • Pelorus Shipping Line Limited, Hongkong • Care Supply Chain Logistics Services LLC, Jeddah, Saudi Arabien Folgende Gesellschaften wurden im Geschäftsjahr erstmalig im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen, im Vorjahr nach der At Equity Methode: • Hellmann Worldwide Logistics S.A.C., Lima, Peru • Hellmann Calipar Healthcare Logistics DWL-LLC, Ltd., Dubai, Vereinigte Arabische Emirate b) Befreiungsvorschriften für inländische Tochtergesellschaften sowie für die Muttergesellschaft Die folgenden Tochtergesellschaften nehmen die Erleichterungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB hinsichtlich der Veröffentlichung ihrer Jahresabschlüsse in Anspruch: • Hellmann Worldwide Logistics GmbH, Bielefeld • EUROS Versicherungssysteme GmbH, Osnabrück • Hellmann Worldwide Logistics International GmbH, Osnabrück • Hellmann Worldwide Logistics Karlsdorf GmbH Die folgenden Tochtergesellschaften nehmen die Erleichterungsvorschrift des § 264 b HGB hinsichtlich der Aufstellung eines Anhangs und eines Lageberichtes sowie der Veröffentlichung ihres Jahresabschlusses in Anspruch: • Hellmann Worldwide Logistics Germany GmbH & Co. KG • Hellmann East Europe GmbH & Co. KG, Osnabrück • Hellmann Worldwide Logistics Dresden GmbH & Co. KG • Hellmann Internationale Spedition GmbH & Co. KG • Hellmann Spedition GmbH & Co. KG Die folgenden Tochtergesellschaften nehmen die Erleichterungsvorschrift des § 264 b HGB hinsichtlich der Aufstellung eines Anhangs sowie der Veröffentlichung ihres Jahresabschlusses in Anspruch: • Hellmann Worldwide Logistics Contract Logistics Industrial GmbH & Co. KG, Osnabrück • Hellmann Immobilien SE & Co. KG, Osnabrück Des Weiteren nimmt die Hellmann Worldwide Logistics SE & Co. KG, Osnabrück auch die Erleichterungsvorschrift des § 264 b HGB sowie die Erleichterungen hinsichtlich der Aufstellung eines Anhangs und eines Lageberichtes sowie der Veröffentlichung ihres Jahresabschlusses in Anspruch. c) Konsolidierungsmethoden Kapitalkonsolidierung Von den genannten Ausnahmen abgesehen sind alle Tochterunternehmen der Hellmann Worldwide Logistics SE & Co. KG, Osnabrück, im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen worden. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß § 301 Abs. 1 Nr. 1 HGB für alle Tochterunternehmen, die vor dem 31. Dezember 2009 erworben wurden, nach der Buchwertmethode. Für neu erworbene Tochterunternehmen ab dem 1. Januar 2010 erfolgt die Kapitalkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode nach § 301 Abs. 1 HGB. Der Zeitpunkt der Erstkonsolidierungen erfolgt zum jeweiligen Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. In Ausnahmen erfolgt eine Erstkonsolidierung zum 1. Januar eines Geschäftsjahres, in welchem die Gesellschaft nicht mehr von untergeordneter Bedeutung ist. Die Beteiligungen an den assoziierten Unternehmen sind nach der Equity-Methode gemäß § 312 Abs. 1 Nr. 1 HGB mit dem Buchwert angesetzt worden. Als Zeitpunkt der Gegenüberstellung des Buchwerts mit dem anteiligen Eigenkapital der assoziierten Unternehmen wurde grundsätzlich der Zeitpunkt gewählt, zu dem das Unternehmen assoziiertes Unternehmen geworden ist. Schuldenkonsolidierung Die Schuldenkonsolidierung entspricht den handelsrechtlichen Konsolidierungsvorschriften (§ 303 HGB). In die Schuldenkonsolidierung wurden alle Forderungen und Verbindlichkeiten einbezogen, die in den Einzel- und Konzernabschlüssen der einbezogenen Gesellschaften als Forderungen und/oder Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bzw. Gesellschaftern bei Tochterunternehmen ausgewiesen werden. Aufwands- und Ertragskonsolidierung Im Konzernabschluss wurden die aus dem Liefer- und Leistungsverkehr zwischen den einbezogenen Gesellschaften sich ergebenden Erträge mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet. Hierbei wurde grundsätzlich unterstellt, dass den von den einbezogenen Gesellschaften gemeldeten Erträgen in gleicher Höhe Aufwendungen gegenüberstehen. Zwischenergebniseliminierung Auf eine Zwischenergebniseliminierung wurde verzichtet, da diese für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung ist (§ 304 Abs. 2 HGB). Währungsumrechnung Die Vermögenswerte, einschließlich Geschäfts- oder Firmenwerte, und die Verbindlichkeiten ausländischer Tochterunternehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden zum Devisenkassamittelkurs am Ende des Berichtszeitraums umgerechnet. Aufwendungen und Erträge werden hingegen zu unterjährigen Durchschnittskursen umgerechnet. Die sich aus der Umrechnung ergebenden Unterschiedsbeträge werden erfolgsneutral im Eigenkapital ausgewiesen. Erst mit dem Verkauf einer ausländischen Tochtergesellschaft erfolgt eine ergebniswirksame Behandlung im Rahmen einer Entkonsolidierung. Fremdwährungsbewertung Transaktionen, die auf eine von der funktionalen Währung einer Unternehmenseinheit abweichende Währung lauten, werden in der funktionalen Währung zum Devisenkassamittelkurs am Tag ihrer erstmaligen Bilanzierung erfasst. Am Ende des Berichtszeitraums werden auf Fremdwährung lautende monetäre Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in der funktionalen Währung mit dem dann gültigen Devisenkassamittelkurs bewertet. Gewinne und Verluste aus diesen Fremdwährungsbewertungen werden erfolgswirksam erfasst. Nicht monetäre Konzernbilanzposten in Fremdwährung werden zu historischen Wechselkursen fortgeführt. Gewinne und Verluste aus der Fremdwährungsbewertung bezogen auf langfriste Darlehen zwischen verbundenen Unternehmen, von deren Rückzahlung in absehbarer Zeit nicht auszugehen ist, werden erfolgsneutral verrechnet. 3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden gemäß § 253 Abs. 3 HGB mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungssätze bemessen sich für Neuzugänge ab dem 1. Januar 2010 nach der tatsächlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände. Das Wahlrecht nach § 248. Abs. 2 s. 1HGB zur Aktivierung von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen aus dem Vorjahr (T€ 15.372) wird ab dem Berichtsjahr nicht mehr ausgeübt. Für geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut € 800 nicht übersteigen, wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden unter Berücksichtigung der zukünftigen Nutzung über die voraussichtlich wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Vor dem Geschäftsjahr 2010 erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte werden über eine Nutzungsdauer von 15 Jahren linear abgeschrieben. Die betriebliche Nutzungsdauer der ab 2010 neu hinzugekommenen Geschäfts- oder Firmenwerte beträgt aufgrund von § 253 Abs. 3 HGB planmäßig 10 Jahre. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert gemäß § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB bilanziert. Die assoziierten Unternehmen wenden zum Teil die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Handelsgesetzbuches an bzw. richten sich nach den lokalen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Die Summe der negativen Equity-Werte beträgt zum 31. Dezember 2022 T€ 342. Das Vorratsvermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Die Bewertung der Herstellungskosten erfolgt unter Einbezug des Mindestumfangs der Gemeinkosten gemäß § 255 Abs.2 HGB. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit ihrem Nominalwert angesetzt. Für erkennbare Einzelrisiken und das allgemeine Ausfallrisiko wurden Wertberichtigungen gebildet. Die flüssigen Mittel sind mit dem Nominalwert bilanziert. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Latente Steuern wurden nach dem "Temporary-Konzept" als Differenz zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen für alle Bilanzposten separat berechnet. Es wurden nur diejenigen Differenzen berücksichtigt, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder abbauen. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auf die bestehenden steuerlichen Verlustvorträge gebildet, soweit innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung zu erwarten ist. Die aktiven und passiven latenten Steuern im Geschäftsjahr werden auf Ebene der Gesellschaften saldiert und in Ausübung des Wahlrechts nach § 306 S. 2 HGB unsaldiert ausgewiesen. Die Bewertung der anzusetzenden Bilanzposten für latente Steuern basiert auf den unternehmensindividuellen Steuersätzen im jeweils zu erwartendem Zeitpunkt des Abbaus der jeweiligen Differenzen. Die Kapitalanteile der Kommanditisten werden zum Nennwert bilanziert. Die Pensionsverpflichtungen in Deutschland werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Gutachten nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected Unit Credit Method") unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck passiviert. Die erwarteten Lohn- und Gehaltssteigerungen betragen 0 v.H. Für die Abzinsung der Pensionsverpflichtung wird nicht mehr der auf Basis der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre (1,44 %) zugrunde gelegt, sondern der nach § 253 Abs. 2 HGB veränderte Rechnungszins auf Basis der letzten 10 Jahre, welcher (für 2022) 1,78 % beträgt. Der Differenzbetrag der Rückstellung aus den beiden unterschiedlichen Zinssätzen beträgt T€ 325 (Vorjahr T€ 468). Die Rückstellungen sind gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt worden. Die Verbindlichkeiten sind gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt worden. Als passiver Rechnungsabgrenzungsposten sind Einzahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Auf die Anpassung an die konzerneinheitliche Bewertung bei assoziierten Unternehmen gemäß § 312 Abs. 5 HGB wurde verzichtet. Die aus Bewertungseinheiten, die zur Absicherung von Währungsrisiken gebildet wurden, resultierenden Aufwendungen und Erträge werden gemäß § 254 HGB i.V.m. § 256a HGB saldiert dargestellt. 4. Angaben und Erläuterungen zum Konzernabschluss a. Bilanz Anlagevermögen Die Gliederung und Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und die Abschreibungen des Berichtsjahres sind im beigefügten Anlagenspiegel dargestellt. Im Geschäftsjahr 2022 erhöht sich das immaterielle Anlagevermögen auf T€ 62.029 (Vorjahr T€ 45.448), im Wesentlichen durch eine Zunahme des Geschäfts- oder Firmenwerts durch Akquisitionen in Höhe von T€ 40.201. Mit Wirkung zum 31.12.2022 wurde der verbleibende Geschäfts- oder Firmenwert der Hellmann East Europe Gruppe in Höhe von T€ 11.127 außerplanmäßig aufgrund mangelnder Werthaltigkeit abgeschrieben. Durch Akquisition sowie durch Neubau einer Immobilie erhöht sich das Sachanlagevermögen auf T€ 163.940 (Vorjahr T€ 133.791). In den sonstigen Ausleihungen sind unverändert zum Vorjahr Ausleihungen an Gesellschafter in Höhe von T€ 15.226 (Vorjahr T€ 15.226) enthalten. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Ansprüche aus Kautionen und Zöllen in Höhe von T€ 0 (Vorjahr T€ 0). Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält wie auch im Vorjahr keinen aufgenommenen Unterschiedsbetrag (Disagio). Latente Steuern Die aktiven und passiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus Steuern auf zeitliche Buchungsunterschiede sowie steuerliche Verlustvorträge. Latente Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von T€ 176.721 (Vorjahr T€ 236.294) wurden nicht aktiviert, da von einer Realisierung der Steueransprüche in absehbarer Zeit nicht auszugehen ist. Die Verlustvorträge zum 31. Dezember 2022, auf die aktiven latenten Steuern gebildet wurden, betreffen die Muttergesellschaft sowie in- und ausländische Tochtergesellschaften. Folgende Differenzen und Steuersätze wurden bei der Berechnung zugrunde gelegt:
Zum Bilanzstichtag ergibt sich nach Gesamtdifferenzenbetrachtung der unsaldierten bilanzierten aktiven und passiven latenten Steuern ein Aktivüberhang der latenten Steuern von T€ 43.754 (Vorjahr T€ 29.504). Ausschüttungssperre Der Betrag i.H.v. T€ 43.754 unterliegt der Ausschüttungssperre i.S.d. § 268 Abs. 8 HGB. Der Betrag i.H.v. T€ 325 unterliegt der Ausschüttungssperre i.S.d § 253 Abs. 6 S.2 HGB. Eigenkapital Der Konzernbilanzgewinn enthält einen Gewinnvortrag in Höhe T€ 256.398 (Vorjahr T€ 164.483). Anteile im Fremdbesitz In den Anteilen im Fremdbesitz sind negative Anteile mit einem Gesamtbetrag von T€ 1.260 (Vorjahr T€ 542) saldiert ausgewiesen. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten und die Besicherung sind im beigefügten Verbindlichkeitenspiegel dargestellt. Haftungsverhältnisse Es bestehen keine Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften gegenüber Banken (Vorjahr T€ 3.800). b. Gewinn- und Verlustrechnung Aufgliederung der Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt nach Regionen und Geschäftsbereichen zusammen:
Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung In den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung sind in Höhe von T€ 325 (Vorjahr T€ 472) Aufwendungen für die Altersversorgung enthalten. Zinsen und ähnliche Erträge In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen werden Erträge aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von T€ 57 (Aufwendungen Vorjahr T€ 28) ausgewiesen. Aufwendungen und Erträge von außergewöhnlicher Bedeutung Im Geschäftsjahr 2022 wurden Erträge von außergewöhnlicher Bedeutung i.H.v. T€ 2.592 aus der Auflösung von Rückstellungen für die Cyberattacke 2021 erzielt. Diese sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten. Außergewöhnliche Aufwendungen im Geschäftsjahr 2022 sind vor allem in den Kosten für bezogene Dienstleistungen i.H.v. T€ 51.100 enthalten. Aufgrund von langfristigen Verträgen über den Einkauf von Frachtraum zu festgelegten Raten sind unter Berücksichtigung der aktuell gefallenen Frachtraten für den Zeitraum 2023 bis 2025 Verpflichtungsüberschüsse entstanden, für die gem. § 249 I HGB Drohverlustrückstellungen zu bilden sind. Darüber hinaus sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen außergewöhnliche Aufwendungen i.H.v. T€ 11.488 enthalten, da in Folge des Krieges, den Russland seit Februar 2022 gegen die Ukraine führt, die Bewertung der in 2021 erworbenen Anteile an der Hellmann East Europe Gruppe korrigiert wurde und der verbleibende Geschäftswert abgeschrieben wurde. Periodenfremde Aufwendungen und Erträge
Aufwendungen und Erträge aus der Währungsumrechnung In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 118.783 (Vorjahr T€ 60.369) enthalten. Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 108.674 (Vorjahr T€ 69.401) sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Erträge aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern in Höhe von T€ 11.839 (Vorjahr T€ 9.775) enthalten. Ergebnisanteile der Minderheitsgesellschafter In den Ergebnisanteilen anderer Gesellschafter sind im Geschäftsjahr Verluste in Höhe von T€ 204 (Vorjahr T€ 580) enthalten. 5. Sonstige Angaben a) Mitarbeiter Der Hellmann-Konzern beschäftigte im Geschäftsjahr 2022 durchschnittlich 11.697 (Vorjahr 10.355) Mitarbeiter. Die Ermittlung erfolgte quartalsweise einschließlich der Teilzeitkräfte. Aufteilung der Anzahl der Mitarbeiter nach Regionen:
b) Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen belaufen sich am 31. Dezember 2022 auf T€ 189.962. Sie resultieren aus Miet- und Leasingverträgen. Hiervon entfallen T€ 176.855 auf Mietverträge und T€ 13.108 auf Operating-Leasingverträge. Die subsidiäre Haftung eines Tochterunternehmens als Trägerunternehmen gegenüber einem Pensionsfond beträgt zum 31. Dezember 2022 T€ 20.089 (Vorjahr T€ 9.822). c) Art und Zweck sowie Risiken und Vorteile von nicht in der Konzernbilanz enthaltenen Geschäften gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 2 HGB Leasing Zum Teil wird die Betriebs- und Geschäftsausstattung über Operating-Leasing finanziert. Dies trägt zur Verringerung der Kapitalbindung bei. Das Investitionsrisiko verbleibt beim Leasinggeber. Die Leasingverträge haben eine Restlaufzeit von bis zu vier Jahren. Die Leasingaktivitäten sind mit finanziellen Belastungen in den nächsten vier Jahren von T€ 13.108 verbunden, die Bestandteile der sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind. ABS-Transaktionen und Factoring Es bestehen eine revolvierende ABS-Transaktion und eine Factoring-Vereinbarung, bei denen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verkauft werden. Diese dienen der Beschaffung liquider Mittel zwecks Finanzierung des operativen Geschäfts. Können Forderungen durch geringe Limit-Vergabe nicht verkauft werden, kann sich dies belastend auf die freie Liquidität auswirken. Zum 31. Dezember 2022 beläuft sich der Bestand an verkauften Forderungen auf € 99,7 Mio. Dementgegen stehen Forderungen gegenüber der Ankaufgesellschaften aus Einbehalten in Höhe von € 17,0 Mio. Zudem ergaben sich Verbindlichkeiten aus den Zahlungseingängen auf, die an die Ankaufgesellschaften verkauften Forderungen in Höhe von insgesamt € 2,0 Mio. Unter Berücksichtigung des vertraglich vereinbarten Sicherheitseinbehalts sowie von Zahlungseingängen zwischen dem letzten Abrechnungsdatum und dem Bilanzstichtag sind dem Hellmann-Konzern hieraus liquide Mittel in Höhe von € 84,7 Mio. zugeflossen. Der Hellmann-Konzern ist für das Forderungsmanagement der verkauften Forderungen im ABS-Programm selbst verantwortlich. d) Honorar und Dienstleistungen des Abschlussprüfers gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB Das vom Abschlussprüfer des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar setzt sich wie folgt zusammen:
e) Nachtragbericht Es sind keine Ereignisse von wesentlicher Bedeutung nach dem Stichtag bekannt. f) An Geschäftsführer gewährte Darlehen Im Geschäftsjahr 2022 wurden keine Darlehen an die Geschäftsführer gewährt (Vorjahr T€ 0). g) Gesetzliche Vertreter Der Vorstand der persönlich haftenden Gesellschafterin im Geschäftsjahr 2022 waren: Herr Reiner Heiken, Hamburg, CEO der Hellmann Worldwide Logistics SE & Co. KG Gruppe Herr Jens Wollesen, Lilienthal, COO der Hellmann Worldwide Logistics SE & Co. KG Gruppe Herr Martin Eberle, Osnabrück, CFO der Hellmann Worldwide Logistics SE & Co. KG Gruppe h) Bezüge der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird in analoger Anwendung der Schutzklausel des § 314 Abs. 3 i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates betrugen im Geschäftsjahr 2022 T€ 798.
Osnabrück, den 31. März 2023 Hellmann Verwaltung SE, Osnabrück Reiner Heiken Martin Eberle Jens Wollesen Konsolidierungskreis(Anlage 1 zum Konzernanhang)
Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens(Anlage 2 zum Konzernanhang)
1 Korrektur der historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie Abschreibungen ohne Veränderungen der Buchwerte sowie Korrekturen aufgrund von Verschmelzungen.
Konzernverbindlichkeitenspiegel(Anlage 3 zum Konzernanhang)
An die Hellmann Worldwide Logistics SE & Co. KG, Osnabrück Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Hellmann Worldwide Logistics SE & Co. KG, Osnabrück, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Hellmann Worldwide Logistics SE & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Münster, den 31. März 2023 KPMG
AG
Reuter, Wirtschaftsprüfer Schilling, Wirtschaftsprüferin Billigung des KonzernabschlussesDer Konzernabschluss der Hellmann Worldwide Logistics SE & Co. KG zum 31. Dezember 2022 wurde am 25. April 2023 gebilligt. |
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