Fire Glass Germany GmbH
Selbe AdresseVeredlung und Bearbeitung von Flachglas
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jens Oliver Dr. Reiners seit 12.3.2021 | Geschäftsführer |
Thomas Michael Kopp seit 1.7.2019 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
E.V.F. (Ergon Vehicle Fire) S.C.A. | 65.45% |
| 5.00% | |
PFP Management Fire S.C.A. | 3.28% |
| 3.03% | |
| 2.87% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
svt Holding GmbHSeevetalKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021Grundlagen des Konzerns svt Unternehmensgruppe Die svt Holding GmbH, Seevetal, ist alleinige Tochtergesellschaft der svt Beteiligungen GmbH, Seevetal, und als Holding Muttergesellschaft des Teilkonzerns wiederum alleinige, direkte Gesellschafterin folgender Tochtergesellschaften:
Die svt Vertrieb Ost hält sämtliche Geschäftsanteile an folgenden ausländischen Engagements:
Die Kuhn GmbH hält 90 % der Geschäftsanteile an der
Die PFP Group hält sämtliche Geschäftsanteile an folgenden Gesellschaften:
Darüber hinaus hält die PFP Group 2 % der Geschäftsanteile an der:
Die Odice SAS hält 98 % der Geschäftsanteile an der:
Die Fire TopCo GmbH, Seevetal, ist als Konzernholding alleinige, direkte Gesellschafterin der Fire AcquiCo GmbH, Seevetal. Die Fire AcquiCo GmbH wiederum ist alleinige und direkte Gesellschafterin der svt Beteiligungen GmbH, Seevetal, die sämtliche Anteile an der svt Holding GmbH hält. Auf die Tochtergesellschaften der svt Holding GmbH und deren Tochtergesellschaften übt die svt Holding GmbH unmittelbar und mittelbar einen beherrschenden Einfluss aus. Im Geschäftsjahr 2021 hat die svt Holding GmbH mit Kaufvertrag vom 19. März 2021 sämtliche Anteile an der DDL GmbH mit Sitz in Wernau erworben. Mit dem Erwerb der DDL in Wernau hat die svt Unternehmensgruppe ihr Produktportfolio um Durchführungstechnik und Dichtsysteme für Gebäude erweitert. Zusätzlich hat die svt Holding GmbH mit Kaufvertrag vom 6. August 2021 sämtliche Anteile an der FireTec Brandschutz GmbH mit Sitz in Dinslaken (kurz: Firetec) erworben. Mit der Firetec hat die svt Unternehmensgruppe ihre Präsenz im passiven baulichen Brandschutz in Nordrhein-Westfalen ausgebaut. Die Konzernstruktur mit den Gesellschaften der svt Unternehmensgruppe und den dazugehörigen Standorten ergibt sich aus dem Niederlassungsbericht in diesem Konzernlagebericht. Das Geschäftsjahr umfasst die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember eines Jahres. Geschäftsmodell des Konzerns Die svt Unternehmensgruppe ist einer der führenden Anbieter von Produkten und Dienstleistungen im Bereich des passiven baulichen Brandschutzes sowie der Schadensanierung in Deutschland. Durch kontinuierliche Forschungs- und Entwicklungsarbeit gewährleistet svt ein innovatives Spektrum an Produkten und Systemen für den passiven baulichen Brandschutz und für industrielle Brandschutzanwendungen sowie an Verfahren und Dienstleistungen im passiven baulichen Brandschutz und der Schadensanierung. Mit zahlreichen deutschen Niederlassungen, ausländischen Gesellschaften und internationalen Partnern ist svt immer nah am Kunden. Unsere wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren betreffen die Gesamtleistung (Umsatzerlöse (ohne Mieterträge) zuzüglich Bestandsveränderung) und den Deckungsbeitrag I (Gesamtleistung abzüglich variabler Kosten) bzw. die DB I - Marge (Deckungsbeitrag I im Verhältnis zur Gesamtleistung). Forschungs- und Entwicklungsbericht Die Forschung und Entwicklung des svt Konzerns wird am Hauptsitz der svt Vertrieb in Seevetal durch die Kuhn GmbH und das PTZ in Erndtebrück, durch die Flamro in Leiningen, die AIK in Kassel sowie durch die Firelab in Marly ausgeführt. Die anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung sowie die technische und ökonomische Fortentwicklung der Produktpalette steht im Vordergrund. Die Qualitätssicherung begleitet jede einzelne Stufe des Produktionsprozesses. Damit werden konstant hochwertige Materialeigenschaften für die eigenen Produkte und Systeme, die unter den Markennamen PYRO - SAFE, Geaquello, Flammadur, Kerafix und Roku eingetragen sind, garantiert. Es werden umfangreiche Testreihen der Produkte und Systeme in Zusammenarbeit mit anerkannten Materialprüfanstalten durchgeführt und dokumentiert. Externe wissenschaftliche Institute unterstützen die svt Unternehmensgruppe und prüfen neue Produkt- und Systementwicklungen auf Anwendertauglichkeit entsprechend der gesetzlichen Vorgaben und Richtlinien. Orientierende Brandversuche zur Weiter- und Neuentwicklung von svt Brandschutzsystemen und -produkten werden an Norm-Brandöfen an den Standorten Seevetal, Erndtebrück, Leiningen, Kassel und Marly durchgeführt. Am Brandofen nach DIN 4102-8 wird mit kalibrierter Temperatur- Messtechnik die für alle wesentlichen Brandschutz-Konstruktionen prüfrelevante Einheits-Temperaturzeitkurve (ETK) nach DIN 4102-2 (identisch zu ISO 834) im Brandofen reproduziert. Die Brandofen-Anlage in Erndtebrück wird auch von externen Prüfinstituten für Brandprüfungen genutzt. Durch die konsequente Forschungs- und Entwicklungsarbeit der svt Unternehmensgruppe wird die Zukunftsfähigkeit der eigenen Produktpalette gewährleistet. Im Geschäftsjahr 2021 konnten mehrere innovative Entwicklungsprojekte gestartet werden, so dass hieraus Aufwendungen in Höhe von 4.354 T€ aktiviert wurden. Aus am Markt eingeführten Entwicklungen resultieren Abschreibungen in Höhe von 1.063 T€. Die direkten externen Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betragen für das Geschäftsjahr 2021 1.066 T€ (2020: 1.149 T€). Eine Übersicht über den Status der zum Bilanzstichtag aktivierten Entwicklungsprojekte zeigt folgende Tabelle: Zahl der Entwicklungsprojekte mit Restbuchwert zum 31. Dezember 2021
Niederlassungsbericht Die svt Unternehmensgruppe unterhält an folgenden Standorten Niederlassungen:
Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die bauhauptgewerblichen Umsätze in Deutschland zeigen im Jahr 2021 im Vergleich zum Vorjahr in den für die svt Unternehmensgruppe relevanten Bereichen Wirtschaftsbau und öffentlicher Bau eine weiterhin positive Entwicklung. Trotz der Beeinträchtigungen durch die Covid-19 Pandemie war das Bauhauptgewerbe weitestgehend stabil. Geschäftsverlauf und Lage des Konzerns In der svt Unternehmensgruppe wird zwischen den Geschäftsbereichen Dienstleistung Brandschutz, Produktvertrieb Brandschutz, Dienstleistung Schadensanierung und Dienstleistung Brandschutzplanung unterschieden. In den einzelnen Geschäftsbereichen entwickelte sich die Gesamtleistung, wie folgt:
Im Geschäftsbereich Dienstleistung Schadensanierung konnte die Gesamtleistung um 8,9 Mio. € (+ 12,4 %) gesteigert werden. Das Wachstum resultiert aus dem Ausbau der bestehenden Standorte, einer Intensivierung der vertrieblichen Aktivitäten und dem Aufbau neuer Standorte. Im Geschäftsjahr 2021 konnte im Produktvertrieb Brandschutz die Gesamtleistung ebenfalls deutlich gesteigert werden. Im Wesentlichen resultiert dieser Anstieg daraus, dass im Geschäftsjahr 2021 die PFP Group für das volle Kalenderjahr mit ihrer Leistung berücksichtigt wurde (im Geschäftsjahr 2020: 3 Monate). Im Geschäftsbereich Dienstleistung Brandschutz konnte die Gesamtleistung gegenüber dem Vorjahr um 1,1 Mio. € (+2,5 %) leicht gesteigert werden. Im Inland konnte durch den Erwerb der Firetec Brandschutz GmbH die Leistung stabil gehalten werden. In Polen konnte die Leistung aufgrund eines großen Projektes gegenüber dem Vorjahr deutlich gesteigert werden. Der Geschäftsbereich Dienstleistung Brandschutzplanung wurde im Geschäftsjahr 2020 mit dem Erwerb der SIGRA neu geschaffen und wirkte sich daher ebenfalls erstmalig vollständig auf das Geschäftsjahr 2021 aus. Das operative Geschäft wird in den einzelnen Geschäftsbereichen bundesweit aus den dezentralen Standorten durchgeführt. Dabei wird in der Schadensanierung und Dienstleistung Brandschutzplanung die Gesamtleistung ausschließlich im Inland erzielt. Demgegenüber werden in den Geschäftsbereichen Dienstleistung Brandschutz und Produktvertrieb Brandschutz folgende Umsätze im Ausland erzielt:
Die im Ausland erzielte Leistung konnte im Produktvertrieb gegenüber dem Vorjahr deutlich um 19,2 Mio. € (+ 60,6 %) gesteigert werden. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Akquisition der PFP Group in 2020, deren Gesamtleistung erstmalig für ein gesamtes Geschäftsjahr vereinnahmt werden konnte. In der Dienstleistung konnte die Leistung in Polen infolge eines Großprojekts deutlich erhöht werden. Personal Die Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter (ohne Geschäftsführer) hat sich gegenüber dem Vorjahr erhöht. Die Aufgliederung stellt sich folgendermaßen dar:
Das Durchschnittsalter beträgt 43 Jahre bei einer durchschnittlichen Betriebszugehörigkeit von 6,22 Jahren. Ertragslage Die Analyse der Ertragslage des Konzerns erfolgt anhand der folgenden, nach betriebswirtschaftlichen Kriterien aufstellten Erfolgsrechnung:
Mit der Gesamtleistung von rund 212,5 Mio. € konnte das Vorjahresniveau deutlich übertroffen werden (+31,3 Mio. €). Die Steigerung resultiert im Wesentlichen aus der Berücksichtigung der PFP Group für ein komplettes Geschäftsjahr (+19,8 Mio. €) und der positiven Entwicklung im Bereich Dienstleistung Schadensanierung (+8,9 Mio. €). Die variablen Kosten erfassen vor allem Subunternehmerleistungen, Materialaufwand sowie variable Personalkosten der beschäftigten Mitarbeiter. Der sich nach Abzug der variablen Kosten ergebende Deckungsbeitrag I konnte gegenüber dem Vorjahr um 11,9 Mio. € (+18,6 %) auf 76,1 Mio. € deutlich gesteigert werden und entwickelte sich damit leicht überproportional zu der Umsatzsteigerung. Der Deckungsbeitrag wird positiv beeinflusst durch einen höheren Umsatzanteil des Segmentes Brandschutzprodukte infolge der Akquisition der PFP Group. Insgesamt ergibt sich mit einer DB I - Marge von 35,8 % eine Verbesserung gegenüber dem Vorjahr. Die Fixkosten stiegen vor allem aufgrund des Anstiegs der Beschäftigten (+ 8,8 Mio. €) um 12,6 Mio. € auf 61,9 Mio. €. Neben den fixen Personalaufwendungen (38,6 Mio. €) enthalten die Fixkosten vor allem Abschreibungen auf Sachanlagen (16,5 Mio. €), Raumkosten (2,1 Mio. €) und Rechts- und Beratungskosten (1,3 Mio. €) sowie gegenläufige aktivierte Eigenleistungen (4,4 Mio. €) und Skontovorteile beim Einkauf von Dienstleistungen (2,1 Mio. €). Das Konzernzinsergebnis von -7,2 Mio. € enthält Zinsaufwendungen aus Bank- und Gesellschafterfinanzierung. Das Periodenergebnis der svt Holding GmbH beläuft sich auf 4,6 Mio. €. Finanzlage Die Veränderungen der Finanz- und Liquiditätslage ergeben sich aus der nachfolgenden Kapitalflussrechnung, die nach IAS 7 aufgestellt wurde:
Infolge einer im Vergleich zum Vorjahr verstärkten Mittelbindung im Working Capital sowie durch höhere Ertragsteuerzahlungen (i. V. zusätzliche corona bedingte Herabsetzung bzw. Stundung aus dem Vorjahr) ist ein geringerer Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit im Geschäftsjahr 2021 zu verzeichnen. Nach Berücksichtigung der Investitions- und Finanzierungstätigkeiten ergibt sich ein Rückgang des Finanzmittelfonds. Die Investitionen betrafen im Geschäftsjahr 2021 mit 7,5 Mio. € die Akquisition der Unternehmen DDL und Firetec. Die Erst- und Ersatzinvestitionen im Jahr 2021 lagen bei 12,0 Mio. €. Neben den geschäftsüblichen Ersatzinvestitionen wurden auch weitere Erstinvestitionen insbesondere in den Ausbau der Produktionskapazitäten im Segment Vertrieb Brandschutzprodukte und in der Brandsanierung für Trocknungsgeräte getätigt. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit erfasst im Wesentlichen Mittelabschlüsse aus der Leasingfinanzierung in Höhe von 6,6 Mio. € sowie Zinszahlungen von 7,5 Mio. €. Gegenläufig wirkt sich die Aufnahme von kurzfristigen Finanzmitteln aus (+4,8 Mio. €). Der svt Unternehmensgruppe steht eine bedarfsgerechte Betriebsmittellinie von nunmehr 20,0 Mio. € zur Verfügung. Vermögenslage Die Bilanzsumme stieg insgesamt um 17,5 Mio. € auf 261,1 Mio. €. Die kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um 7,5 Mio. € auf 77,1 Mio. €. Die Vertragsvermögenswerte sowie die übrigen unfertigen Erzeugnisse stiegen um 1,0 Mio. € auf 8,2 Mio. €. Die Handelswaren haben sich um 0,2 Mio. € auf 4,9 Mio. € leicht reduziert. Aufgrund einer ausgeweiteten Bevorratung von Rohstoffen und steigender Rohstoffpreise werden zum Bilanzstichtag Rohstoffe von 8,4 Mio. € (Vorjahr: 4,1 Mio. €) ausgewiesen. Das Forderungsvolumen aus Lieferungen und Leistungen ist im Vergleich zum Vorjahr um 5,0 Mio. EUR auf 31,1 Mio. € gestiegen. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente belaufen sich auf 3,9 Mio. € (Vorjahr: 7,6 Mio. €). Aufgrund der seit 2018 erfolgten Akquisitionen stellen die langfristigen Vermögenswerte mit 184,1 Mio. € (+ 10,1 Mio. gegenüber dem Vorjahr) bzw. 71 % der Aktiva den bedeutsamsten Vermögensposten dar. Die bilanziellen Effekte aus den akquisitionsbedingten Kaufpreisallokationen sind aus der nachfolgenden Tabelle ersichtlich:
Insgesamt werden zum Bilanzstichtag akquisitionsbedingte Allokationen in den Firmenwert und in sonstige immaterielle Vermögenswerte (Marken, Zulassungen) in Höhe von 131,2 Mio. € ausgewiesen. Die Sachanlagen in Höhe von 33,8 Mio. erfassen mit 22,5 Mio. € Grundstücke und Bauten. Das Eigenkapital nimmt absolut mit 23,1 Mio. € deutlich zu. Die daraus resultierende Eigenkapitalquote stieg trotz der deutlichen Erhöhung der Bilanzsumme von 7,2 % auf 8,8 %. Langfristige Schulden bestehen in Höhe von 166,7 Mio. € (Vorjahr: 177,1 Mio. €). Die Abnahme betrifft die Rückführung von Darlehen. Die kurzfristigen Schulden sind mit 71,2 Mio. € stark angestiegen (Vorjahr: 48,5 Mio. €). Der Anstieg betrifft vor allem kurzfristige Finanzmittel aus der Konzernfinanzierung. Gesamtaussage zur Lage des Konzerns In dem Dienstleistungsbereich Brandschutz konnte der Konzern sein hohes Leistungsniveau stabilisieren. In der Schadensanierung konnte das hohe Wachstum der vergangenen Jahre durch die Entwicklung der bestehenden und neuen Niederlassungen konsequent fortgesetzt werden. Mit dem Erwerb der PFP Group konnten die Umsatz- und Ertragspotentiale im Unternehmensbereich Brandschutzprodukte deutlich ausgeweitet werden. Mit dem Erwerb der SIGRA wurde ein weiteres Geschäftsfeld mit Dienstleistungen im organisatorischen und planerischen Brandschutz begründet und befindet sich weiter im Aufbau. Im Geschäftsjahr 2021 haben sich aufgrund des Erwerbes der DDL und der Firetec abzgl. regelmäßiger Tilgungen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erhöht. Die Struktur unseres kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und unserer Verbindlichkeiten halten wir aufgrund unserer Erfahrungen im Finanzierungsbereich für stabil. Unsere Finanzlage ist als stabil zu bezeichnen. Die Lage des Konzerns kann insgesamt als gut beurteilt werden. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Prognosebericht Die svt Unternehmensgruppe ist zukunftsorientiert ausgerichtet. Die weitere Optimierung der internen Abläufe und nicht zuletzt die klare Gesellschafter- und Konzernstruktur führen dazu, dass die svt Unternehmensgruppe eine positive Geschäftsentwicklung erwartet. Entscheidend ist hierbei auch die geringe Abhängigkeit von bestimmten Branchen oder auch einzelnen Kunden. Die Entwicklung der kommenden Jahre wird durch den flächendeckenden Ausbau der Vertriebs- und Projektleitungsstruktur, einer Optimierung der Produktionskapazitäten sowie einer weiteren Internationalisierung in Verbindung mit einer unterstützenden schlanken Verwaltungsstruktur bestimmt. Für das Jahr 2022 (Budget rd. 240 Mio. €) wird von einer weiteren Steigerung der Gesamtleistung - bei zu 2021 moderat steigenden DB I-Margen - ausgegangen. Basis hierfür ist eine weiterhin marktbedingt hohe Nachfrage, die sich aus einem großen Volumen platzierter Angebote am Markt, einem weiteren Ausbau des Produktportfolios sowie aus dem hohen Auftragsbestand Ende 2021 ableitet. Aufgrund der Covid-19 Pandemie wird noch nicht mit einer davon abweichenden Gesamtleistung gerechnet. Die Ukraine Krise wird unsere Umsatzprognose kaum beeinflussen. Wir erwarten aber indirekte Auswirkungen durch weiter steigende Energie- und Kraftstoffkosten auf unsere DBI-Margen. Diese Auswirkungen werden wir über Preiserhöhungen versuchen zu kompensieren. Der Ausbruch des Coronavirus und die dadurch ausgelöste globale Pandemie haben heute weltweit andauernde, erhebliche, Auswirkungen. Diese werden in der Prognose für das laufende Jahr 2022 berücksichtigt, soweit sie für den Konzern relevant und zum heutigen Zeitpunkt einschätzbar sind. Aufgrund der erheblichen Unsicherheit der längerfristigen Entwicklung lässt sich über das Jahr 2022 hinaus keine Prognose hinsichtlich der Auswirkungen der Corona-Krise treffen. Je länger die Corona-Krise andauert, umso deutlicher werden sich die Auswirkungen in einer negativen Umsatz- und Ergebnisentwicklung niederschlagen. Die für das Geschäftsjahr 2021 im Vorjahr geplante Gesamtleistung wurde nicht erreicht. Ursächlich hierfür ist eine nur stabile Entwicklung in den inländischen und europäischen Aktivitäten des Produktvertriebs, so dass die in diesem Geschäftsbereich geplante positive Umsatzentwicklung nicht realisiert werden konnte. In der Schadensanierung konnte in einem insgesamt wieder stärkeren Markt eine signifikante Steigerung realisiert werden. Der Dienstleistungsbereich Brandschutz konnte hingegen sein Umsatzziel nicht erreichen. Die im Konzern im Vorjahr für 2021 prognostizierte DB I-Marge konnte nicht erreicht werden und lag bei 35,8 %. Ursächlich hierfür ist eine Margenverschlechterung in den Dienstleistungssegmenten gegenüber dem Geschäftsjahr 2020. Auch im Segment Produktvertrieb Brandschutzprodukte konnte die Marge nicht gesteigert werden. Der Bereich Dienstleistung Schadensanierung konnte sein hohes Umsatzniveau aus dem Vorjahr deutlich übertreffen, die Erwartungen aber nicht ganz erfüllen. Mit der weiteren Festigung der vorhandenen Standorte, dem Aufbau neuer Standorte und der Etablierung neuer Sanierungsverfahren, wird das in 2021 erreichte Umsatz- und Ergebniswachstum fortgeführt. In der Dienstleistung im Brandschutz wurde der geplante Umsatz nicht erreicht. In diesem Bereich wird svt seine Kunden mit dem vorhandenem Produktportfolio verstärkt im Bestandsschutz unterstützen sowie durch innovative Produkte aus dem F&E Bereich der svt Unternehmensgruppe neue Kundengruppen erschließen. Im Produktvertrieb Brandschutz wird durch den Erwerb der PFP Group und die weitere Integration der Kuhn Gruppe eine positive Entwicklung der nationalen wie internationalen Aktivitäten erwartet. Zudem wird in diesem Bereich durch den weiteren Ausbau der Entwicklungsaktivitäten mit einem Fokus auf die Weiterentwicklung des bestehenden Produktportfolios und der Neuentwicklung von Produkten für Anwendungen im Industriebereich ein positiver Umsatz- und Ergebniseffekt in den folgenden Jahren erwartet. Risikobericht Allgemeine Risiken ergeben sich aus den marktüblichen konjunkturellen Schwankungen, insbesondere im Baugewerbe. Grundsätzlich könnten sich aus negativen Prognosen für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung Nachteile für den Geschäftsbetrieb, insbesondere der Gesamtleistung, der svt Unternehmensgruppe ergeben. Der Umsatz sowie das Ergebnis der ersten zehn Monate im neuen Geschäftsjahr verliefen im Rahmen der Erwartungen und bestätigen die getroffenen Annahmen unter Covid-19 für das Jahr 2022. Die am Markt platzierten Angebote sowie die vorhandenen Auftragsbestände ließen eine weiter im Plan liegende Entwicklung für 2022 annehmen. Die Covid-19 Pandemie hat sich nach einem rückläufigen Infektionsgeschehen im Sommer vor allem ab dem Winter 2021 mit deutlich steigenden Infiziertenzahlen wieder dynamisch ausgebreitet. Neue Virusvariationen verstärken diese Dynamik. Zwar wurden die Maßnahmen gegen Co- vid-19 in vielen Ländern stark gelockert wurden, so gibt es zwar kaum noch Lockdowns, aber die Anzahl der Infizierten Personen in Isolation hat sich deutlich erhöht. Insgesamt erwarten wir durch die Covid-19 Pandemie noch Einschränkungen, aber keinen signifikanten Einbruch des Wirtschaftswachstums in der europäischen Währungsunion. Die konkreten finanziellen Auswirkungen im Geschäftsjahr 2022 können noch nicht beziffert werden; wir beurteilen Sie jedoch nicht als entwicklungsbeeinträchtigend oder bestandsgefährdend. Die Ukraine Krise wird sich indirekt durch weiter steigende Energie- und Kraftstoffkosten negativ auf unsere Aktivitäten auswirken. Wir werden über Preiserhöhungen versuchen, diese negativen Effekte zu kompensieren. Da aktuell nicht vorhersehbar ist wie lange die Krise dauert und ob sie zu einer signifikanten Reduzierung des Wirtschaftswachstums führt, können die konkreten finanziellen Auswirkungen im Geschäftsjahr 2022 noch nicht beziffert werden. Risiken aus Schadensfällen bzw. Produktrisiken sind überwiegend durch die bestehende Betriebsversicherung abgedeckt. Leistungsrisiken werden aufgrund des Qualitätsmanagements der svt Unternehmensgruppe minimiert. Zudem besteht teilweise die Möglichkeit, Leistungsmängel durch ausführenden Nachunternehmer beseitigen zu lassen, da Leistungen teilweise fremdvergeben werden. Wesentlichen Währungsrisiken ist die svt Unternehmensgruppe nicht ausgesetzt. Ein Teil der svt Unternehmensgruppe wurde im März 2022 Opfer eines Cyberangriffs. Die betroffenen Unternehmensteile konnten in kürzester Zeit wieder ihre operative Tätigkeit aufnehmen, so dass nur ein geringer wirtschaftlicher Schaden entstanden ist. Im Rahmen der IT Security werden unsere Abwehrmechanismen deutlich ausgeweitet und eine Deckung der Risiken über eine Versicherungslösung wird angestrebt. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Anteile an assoziierten Unternehmen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unterhemen sowie Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der svt Unternehmensgruppe ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Bestehenden Zahlungsausfallrisiken begegnet die Gesellschaft mit einem aktiven Forderungsmanagement in allen Niederlassungen. Zudem wird ein wesentlicher Teil des Debitorenbestandes gegen Zahlungsausfälle versichert. Der Eigenanteil der svt Unternehmensgruppe (außer Dienstleistung Schadensanierung) beträgt im Durchschnitt rd. 10 %. Forderungen im Bereich der Schadensanierung werden im Wesentlichen durch Sicherungsabtretungen der Versicherungsnehmer abgesichert. Insgesamt stufen wir das Risiko aus Zahlungsausfällen als gering ein. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Zudem besteht eine Warenkreditversicherung. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden. Die svt Unternehmensgruppe verfügt über ein zentral gesteuertes lang- und kurzfristiges Finanzmanagement. Die Finanzierung der Gruppe ist durch bestehende Finanzmittel und vertraglich gesicherte Kreditrahmen langfristig gewährleistet, so dass alle Konzerngesellschaften jederzeit auf ausreichend liquide Mittel zurückgreifen können. Aufgrund der Ausgestaltung der bestehenden Kreditverträge besteht darüber hinaus ein geringes Risiko aus dem eventuellen Anstieg des allgemeinen Zinsniveaus. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird für jedes nennenswerte Handelsgeschäft ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt. Aus dem bestehenden Finanzierungsvertrag zwischen der Fire AcquiCo GmbH mit acht Kreditinstituten ergibt sich die Pflicht zur Einhaltung einer Finanzkennzahl (sog. Financial Covenants). Wird ein etwaiger Verstoß gegen diese Verpflichtungen nicht vertragskonform geheilt, kann seitens der Bank am Ende einer Eskalationsstufe eine Kündigung ausgesprochen werden. Bei Vornahme einer derartigen außerordentlichen Kündigung wäre der Bestand des Konzerns gefährdet. Zum Bilanzstichtag wurden die Financial Covenants eingehalten. Auf Basis der vorhandenen Risikomanagementsysteme geht die Unternehmensführung davon aus, dass diese zukünftige Verpflichtung eingehalten wird. Das Risiko ist als gering zu beurteilen. Gesamteinschätzung Risiken Insgesamt schätzt die Unternehmensführung der svt Holding GmbH die Risiken als gering ein. Im svt-Konzern werden durch eine aktive Steuerung die Wahrscheinlichkeit einer Realisierung von Risiken reduziert und nicht vermeidbare Schäden so gering wie möglich gehalten. Die aktuelle Corona-Pandemie stellt ein gesamtwirtschaftliches Risiko dar, welches eine Absatzprognose erschwert. Sowohl vor- als auch nachgelagerte Prozesse könnten von den Auswirkungen der Krise beeinflusst werden. In der aktuellen Situation kann weder Dauer noch Ausmaß der Auswirkungen verlässlich beziffert werden. Die bisherigen Auswirkungen auf Umsatz- und Ertragsentwicklung des Konzerns sind begrenzt und werden durch Anpassungsmaßnahmen abgemildert. Aufgrund der unsicheren Entwicklung der Corona-Krise ist eine abschließende Risikoeinschätzung derzeit nicht möglich. Zu weiteren Ausführungen wird auf den Prognosebericht verwiesen. Chancenbericht Im Bereich Produktvertrieb Brandschutz wird durch den Erwerb der DDL, der PFP Group in 2020 und durch die fortschreitende Marktdurchdringung der neu entwickelten Produkte aus dem F&E Bereich der svt Unternehmensgruppe unseren bestehenden und neuen Kunden ein umfassenderes Produktportfolio angeboten. Darüber hinaus investieren wir in diesem Bereich in die Ausweitung und Optimierung unserer Produktionskapazitäten. Im Bereich der Schadensanierung wird in der flächendeckenden Ausbreitung neuer Sanierungsverfahren und dem weiteren Aufbau neuer Standorte ein positives Entwicklungspotential gesehen. Der Bereich Dienstleistung Brandschutz wird durch die Akquisition der Firetec und den weiteren Ausbau des Dienstleistungsportfolio an den bestehenden Standorten sowie die Nutzung innovativer Brandschutzprodukte aus der svt Unternehmensgruppe weiteres Entwicklungspotential haben. In allen Bereichen investieren wir in den Ausbau der Digitalisierung von Geschäftsprozessen und Arbeitsabläufen auf den Bauvorhaben. Dazu haben wir personelle Kapazitäten in der Unternehmensgruppe aufgebaut, um auch hier die Entwicklung aktiv zu gestalten.
Seevetal, den 5. Dezember 2022 Die Geschäftsführung Dr. Jens Reiners Frank Andreas Steiner Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021AKTIVA
PASSIVA
Konzerngesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 20211. Allgemeine Angaben Die svt Holding GmbH ist im Handelsregister des Amtsgerichts Lüneburg unter der Nummer HRB 201741 eingetragen. Der Sitz und die Geschäftsanschrift der Geschäftsleitung ist Glüsinger Str. 84/86 in 21217 Seevetal. Die svt Holding GmbH gliedert sich zu 100 % in die svt Unternehmensgruppe ein und bildet mit ihren Tochtergesellschaften (Abschnitt 29) den operativen Teil der Geschäftstätigkeit der svt Unternehmensgruppe ab (svt-"Gruppe" oder "Konzern"). Oberhalb der svt Holding GmbH bestehen weitere Holdinggesellschaften. Alleinige Gesellschafterin der svt Holding GmbH ist die svt Beteiligungen GmbH. Die svt Unternehmensgruppe ist einer der führenden Anbieter von Produkten, Dienstleistungen sowie Planung und Konzeptionierung im Bereich des passiven baulichen Brandschutzes sowie der Schadensanierung in Deutschland. Durch den Erwerb der PFP Group und den dazugehörigen Standorten in Frankreich, Norwegen und den USA sowie dem Erwerb der Flamepro B.V. in den Niederlanden wurde im Geschäftsjahr 2020 zudem die Präsenz im Ausland gestärkt. Durch kontinuierliche Forschungs- und Entwicklungsarbeit gewährleistet svt ein innovatives Spektrum an Produkten und Systemen für den passiven baulichen Brandschutz und für industrielle Brandschutzanwendungen sowie an Verfahren und Dienstleistungen im passiven baulichen Brandschutz und der Schadensanierung. Mit zahlreichen deutschen Niederlassungen, ausländischen Gesellschaften und internationalen Partnern ist svt immer nah am Kunden. Die svt Holding GmbH hat einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der unmittelbaren Muttergesellschaft, die svt Beteiligungen GmbH, abgeschlossen. Aufgrund dessen wird der gesamte handelsrechtliche Jahresüberschuss der svt Holding GmbH an die svt Beteiligungen GmbH abgeführt. Darüber hinaus sind die svt Holding und in die steuerliche Organschaft einbezogene Tochtergesellschaften keine Ertragsteuersubjekte. Die gesamte Ertragsteuerbelastung wird von der Organträgerin übernommen. 2. Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 2.1 Grundlagen der Aufstellung des Konzernabschlusses Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 wurde in Übereinstimmung mit den Regelungen der International Financial Reporting Standards, wie sie in der Europäischen Union (EU) verpflichtend anzuwenden sind, ("IFRS") erstellt. Ergänzend wurden die handelsrechtlichen Vorschriften des § 315e Abs. 1 HGB beachtet. Die Geschäftsjahre der Muttergesellschaft, der Tochterunternehmen und dem assoziierten Unternehmen entsprechen dem Kalenderjahr. Die Abschlüsse der Tochterunternehmen werden unter Anwendung einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Für die Gesamtergebnisrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Die folgenden Tochterunternehmen wurden nicht in den Konzernabschluss mit einbezogen, da sie einen unwesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben: Kuhn Service GmbH i. L., Tutzing (Anteilsbesitz 100 %) SVT ASIA PACIFIC PTE. LTD., Singapur, Singapur (Anteilsbesitz 100 %) svt Middle East F.Z.E., Ajman, Vereinigte Arabische Emirate (Anteilsbesitz (100 %) 2.2 Grundsatz der Unternehmensfortführung Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 wird in Anwendung des Grundsatzes der Unternehmensfortführung aufgestellt. Die Covid-19 Pandemie hat sich über das gesamte Geschäftsjahr 2021 in verschiedenen Ausprägungen auf die Geschäftsbereiche der svt Unternehmensgruppe ausgewirkt. Außerdem ergeben sich erhebliche Verwerfungen in den globalen Lieferketten. Der Krieg in der Ukraine und die damit verbundene Energiekrise verhindern zusätzlich die ursprünglich im Jahr 2022 prognostizierte Erholung des Wirtschaftswachstums in der europäischen Union. Die konkreten finanziellen Auswirkungen aus diesen Ereignissen im Geschäftsjahr 2022 können mit Ausnahme der unter Punkt 32 aufgeführten Posten noch nicht vollständig verlässlich beziffert werden. Sie werden jedoch nicht als bestandsgefährdend oder entwicklungsbeeinträchtigend beurteilt. 2.3 Neue und geänderte Standards und Interpretation Für das Geschäftsjahr 2021 wurden alle Rechnungslegungsstandards angewandt, die für Geschäftsjahre, die am oder vor dem 1. Januar 2021 beginnen, verpflichtend anzuwenden sind. Verschiedene neue Rechnungslegungsstandards und Interpretationen wurden veröffentlicht, sind jedoch für Berichtsperioden zum 31. Dezember 2021 nicht verpflichtend und wurden vom Konzern nicht vorzeitig angewendet. Die Auswirkungen dieser neuen Regelungen auf die laufende oder auf künftige Berichtsperioden werden vom Konzern als nicht wesentlich angesehen. 2.4 Konsolidierungsgrundsätze Konsolidierungskreis Die svt Holding GmbH besitzt Entscheidungsgewalt über ein Unternehmen (Tochterunternehmen), wenn sie über substanzielle Rechte verfügt, die ihr direkt oder über Dritte die gegenwärtige Möglichkeit zur Steuerung der relevanten Aktivitäten des Unternehmens verleihen. Diese Voraussetzung und damit die Konsolidierungspflicht ist im Regelfall gegeben, wenn die svt Holding GmbH unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte der Gesellschaft verfügt oder ähnliche Rechte besitzt. Bei den relevanten Aktivitäten handelt es sich um diejenigen, welche je nach Art und Zweck des Unternehmens dessen Rückflüsse wesentlich beeinflussen. Die Abschlüsse wesentlicher Tochterunternehmen werden vom Beginn bis zur Beendigung der Beherrschung in den Konzernabschluss einbezogen. Die Abschlüsse der in den Konsolidierungskreis einbezogenen deutschen und ausländischen Gesellschaften werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und jeweils auf den Abschlussstichtag 31. Dezember 2021 aufgestellt. Konzerninterne Salden und Transaktionen, einschließlich Zwischenergebnisse, werden in voller Höhe bei der Aufstellung des Konzernabschlusses eliminiert. Der Konsolidierungskreis kann der folgenden Tabelle entnommen werden. Der Anteilsbesitz der vollkonsolidierten Unternehmen kann der Liste unter Abschnitt 29 entnommen werden. Konsolidierungskreis
Assoziierte Unternehmen sind grundsätzlich solche Beteiligungen, bei denen die svt Holding GmbH - in der Regel aufgrund eines Anteilsbesitzes zwischen 20 % und 50 % - einen maßgeblichen Einfluss ausübt. Erwerb von Tochterunternehmen Der Erwerb von Geschäftsbetrieben im Sinne des IFRS 3 wird nach der Erwerbsmethode bilanziert. Danach werden die Anschaffungskosten des Unternehmenserwerbs auf die erworbenen, einzeln identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden entsprechend ihrer beizulegenden Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt verteilt. Ein verbleibender aktiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert angesetzt, ein etwaiger passiver Unterschiedsbetrag wird nach erneuter Überprüfung erfolgswirksam vereinnahmt. Anschaffungsnebenkosten werden aufwandswirksam erfasst. 2.5 Funktionale Währung und Währungsumrechnung Der Konzernabschluss wird in Euro als funktionaler Währung aufgestellt. Alle Angaben erfolgen in tausend Euro (TEUR), sofern nichts anderes angegeben ist. Dabei wird jeweils auf den nächsten Tausender (TEUR) gerundet. Negative Werte werden innerhalb von Tabellen in Klammern dargestellt. Durch die Angabe in TEUR können sich Rundungsdifferenzen ergeben. Fremdwährungsgeschäfte werden mit den zum Transaktionszeitpunkt geltenden Wechselkursen in die funktionale Währung der jeweiligen Konzerngesellschaft umgerechnet. Monetäre Fremdwährungsposten werden in der Folgezeit zum jeweiligen Stichtagskurs umgerechnet. Bei der Erfüllung von Fremdwährungsgeschäften sowie aus der Umrechnung monetärer Fremdwährungsposten zum Stichtagskurs entstehende Währungsumrechnungsdifferenzen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung als sonstiger betrieblicher Aufwand oder Ertrag erfasst. Die funktionale Währung der Auslandsgesellschaften ist die jeweilige Landeswährung, da die jeweilige Auslandsgesellschaft ihr Geschäft in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig betreibt. Vermögenswerte und Schulden ausländischer Tochtergesellschaften werden zum Jahresende mit ihren jeweiligen Stichtagskursen, Aufwendungen und Erträgen mit Jahresdurchschnittskursen in Euro umgerechnet. Eigenkapitalbestandteile werden zu historischen Kursen zu den Zeitpunkten ihrer jeweiligen aus Konzernsicht erfolgten Zugänge umgerechnet. Die sich gegenüber der Umrechnung zu Stichtagskursen ergebenden Unterschiedsbeträge werden im Eigenkapital im Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen. 2.6 Umsatzrealisierung Im Konzern wird zwischen den Geschäftsbereichen Dienstleistung Brandschutz, Produktvertrieb Brandschutz, Dienstleistung Schadensanierung und Dienstleistung Organisatorischer Brandschutz unterschieden. Außer im Geschäftsbereich Produktvertrieb Brandschutz erlangt der Kunde laufend die Verfügungsgewalt, über die im Rahmen der Projektleistungen erstellten bzw. verbesserten Vermögenswerte, sodass die Umsatzerlöse entsprechend dem Fertigstellungsgrad über den Zeitraum der Leistungserbringung erfasst werden. Der Fertigstellungsgrad wird aus dem Anteil, der bis zum Ende des Geschäftsjahres erbrachten Leistungen zu den zu erbringenden Gesamtleistungen ermittelt. Auf die bis zum Bilanzstichtag angefallenen Projektkosten wird der aktuell für das Gesamtprojekt erwartete Deckungsbeitrag anteilig realisiert und somit die Umsatzerlöse aus den Projekten periodengerecht abgegrenzt. Die Auftragserlöse umfassen neben dem ursprünglich im Vertrag vereinbarten Preis Zahlungen für Abweichungen im Gesamtwerk, Nachforderungen für Kosten aus Leistungen, die im Vertragspreis nicht enthalten waren, und Prämien. Diese Einschätzung wird zu jedem Abschlussstichtag aktualisiert. Erwartete Verluste werden sofort aufwandswirksam berücksichtigt. Die Anwendung der Percentage of Completion Method bedarf unter Umständen Ermessensentscheidungen sowie Schätzungen, da insbesondere die voraussichtlich anfallenden Gesamtprojektkosten zu Beginn eines Projekts ermittelt und laufend überprüft werden müssen. Darüber hinaus beurteilt das Management sowie das Controlling die erwartete Produktivität und Verfügbarkeit von Arbeitnehmern und Subunternehmern, die Komplexität des Auftrags und die Projektdauer. Das Controlling und das Management überprüfen monatlich den Leistungsfortschritt und die Erfüllung der Leistungsverpflichtungen. In diesem Zusammenhang werden auch die Projektfortschritte nebst Risiken und Chancen sowie deren Auswirkungen auf die erwarteten Umsatzerlöse und Kosten beurteilt. svt gewährt über gesetzliche Verpflichtungen hinaus keine Rücknahme-, Erstattungs- oder ähnliche Verpflichtungen. Über die gesetzlichen Gewährleistungsfristen hinaus gewährte Garantien führen nur in unwesentlichem Umfang zu einer Umsatzerfassung nach Auftragsabnahme. Der Ausweis der nach dem Leistungsfortschritt bewerteten Projektleistungen erfolgt unter den Vertragsvermögenswerten und bezieht sich auf einen bedingten Anspruch einer Gegenleistung für die vollständige Erfüllung der vertraglichen Leistung. Der Konzern erhält Zahlungen von Kunden auf der Grundlage von Abrechnungsplänen (feste Zeiträume oder bei Erreichen bestimmter Milestones), welche Bestandteile der Verträge sind. Wenn die Zahlungen vorzeitig, also vor Erfüllung der vertraglichen Leistungen, erhalten wurden oder fällig geworden sind, wird eine Vertragsverbindlichkeit erfasst und in der Bilanzposition "Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen" auswiesen. Die Vertragsverbindlichkeiten werden als Umsatzerlöse realisiert, sobald die vertragliche Leistung erbracht wird. Die Bilanzierung der Vertragsvermögenswerte und -schulden wird auf Vertragsebene beurteilt. Darüber hinaus erwirtschaftet der Konzern im Geschäftsbereich Produktvertrieb Brandschutz Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Gütern. Diese Umsatzerlöse werden mit dem beizulegenden Wert der erhaltenen oder zu erhaltenden Gegenleistung abzüglich der gewährten Preisnachlässe und Mengenrabatte bemessen. Die Erträge werden erfasst, wenn der Kunde die Verfügungsgewalt über den zugesagten Vermögenswert erlangt und die svt Unternehmensgruppe die Leistungsverpflichtung erfüllt hat. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden erfasst, wenn der Anspruch auf Erhalt der Gegenleistung unbedingt wird. 2.7 Latente Steuern Da die svt Holding GmbH seit 2018 Organgesellschaft ist, werden in den Ertragsteuern nur noch Beträge aus Vorjahren abgewickelt. Latente Steuerunterschiede werden mit Ausnahme der Unterschiede aus der Kaufpreisallokation der PFP Group im Geschäftsjahr 2020 bei der Organträgerin, der Fire AcquiCo GmbH, Seevetal, erfasst. 2.8 Immaterielle Vermögenswerte Geschäfts- oder Firmenwert Die aus einem Unternehmenszusammenschluss resultierenden Geschäfts- oder Firmenwerte werden zu Anschaffungskosten abzüglich aller kumulierten Wertminderungsaufwendungen bewertet und haben eine unbestimmte Nutzungsdauer. Die Werthaltigkeit wird mindestens einmal jährlich überprüft. Die Geschäfts- oder Firmenwerte wurden zum 31. Dezember dieses Geschäftsjahres einem Werthaltigkeitstest (Impairment-Test) unterzogen. Für Geschäfts- oder Firmenwerte dürfen keine Wertaufholungen erfasst werden. Die Prüfung des Geschäfts- oder Firmenwerts erfolgt auf Ebene einer Cash Generating Unit bzw. einer Gruppe von Cash Generating Units, zu denen der Geschäfts- oder Firmenwert zugewiesen wurde. Eine Cash Generating Unit ist die kleinste Gruppe von Vermögenswerten, die Mittelzuflüsse erzeugt, die weitestgehend unabhängig von den Mittelzuflüssen anderer Vermögenswerte oder einer anderen Gruppe von Vermögenswerten sind. Ein Geschäfts- oder Firmenwert, der im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben wurde, wird der Cash Generating Unit bzw. einer Gruppe von Cash Generating Units zugeordnet, von der erwartet wird, dass sie einen Nutzen aus den Synergien des Zusammenschlusses zieht. Die im Konzern definierten Cash Generating Units entsprechen den Geschäftsbereichen und betreffen die Schadensanierung (RM), die Brandschutz Installation (PFP-I), die Brandschutz-Produkte (PFP-P) sowie den organisatorischen Brandschutz (OFP). Im Rahmen der Bestimmung der erzielbaren Beträge der Geschäftsbereiche wurde zunächst der jeweilige Nutzungswert auf Basis der von der Gesellschafterversammlung verabschiedeten Unternehmensplanung mit einem Planungszeitraum von fünf Jahren ermittelt. Aus dem letzten Planungsjahr wurden die Cashflows zur Berechnung der ewigen Rente abgeleitet. Die Planung wurde unter Berücksichtigung beeinflussbarer sowie nicht beeinflussbarer Faktoren ermittelt. Die Unternehmensleitung hat die budgetierten Cashflows der Detail-planungsphase basierend auf den positiven Entwicklungen des Geschäftsmodells in der Vergangenheit und den Erwartungen bezüglich der zukünftigen Marktentwicklung bestimmt. Bei den im Wesentlichen im Inland operierenden Geschäftsbereichen RM sowie PFP-I sind die wesentlichen Werttreiber die geplante Steigerung des Umsatzes und des EBITDA auf Basis der weiteren Ausweitung der Geschäftsaktivitäten. Aus der Krise der Covid-19-Pandemie haben sich aufgrund des Geschäftsmodells zu diesem Zeitpunkt nur unwesentliche Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit ergeben und werden derzeit auch nicht in zunehmendem Maße erwartet. Im Geschäftsbereich PFP-P wird die Steigerung des Umsatzes und des EBITDA mit der weiteren Markterschließung und der weiteren Ausweitung des Produktportfolios im In- und Ausland begründet. Weitere wesentliche Parameter für die Ermittlung des erzielbaren Betrags sind die gewogenen durchschnittlichen Gesamtkapitalkosten (WACC) vor Steuern und die nachhaltige Wachstumsrate der ewigen Rente. Die gewogenen durchschnittlichen Gesamtkapitalkosten (WACC) berücksichtigen mit der Kapitalstruktur gewichtete marktgerechte Eigenkapital- und Fremdkapitalkosten. Die Ermittlung erfolgte auf Basis des in Theorie und Praxis verwendeten Capital Asset Pricing Model (CAPM). Dabei werden ein risikofreier Zinssatz, eine marktgerechte Risikoprämie (Marktrisikoprämie und Beta-Faktor) sowie ein Risikoaufschlag von Industrieanleihen berücksichtigt. Die verwendete Marktrisikoprämie beträgt im Berichtsjahr 7,50 Prozent. Die Ermittlung erfolgt unter Berücksichtigung von Vergleichsdaten einer sogenannten Peer-Group. Die nachhaltige Wachstumsrate bildet die künftig erwartete Marktentwicklung ab.
Der im vierten Quartal durchgeführte Werthaltigkeitstest führte für alle Geschäftsbereiche jeweils zu einer deutlichen Überdeckung der Buchwerte. Die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte wurde bestätigt. Separat erworbene immaterielle Vermögenswerte Die nicht aus Unternehmenserwerben resultierenden immateriellen Vermögenswerte betreffen insbesondere erworbene Software. Sie werden zu Anschaffungskosten erfasst und über ihre betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Anschaffungskosten umfassen im Wesentlichen den Erwerbspreis und direkt zurechenbare Kosten für die Vorbereitung des Vermögenswerts auf seine beabsichtigte Nutzung. Daneben werden eventuelle Fremdkapitalzinsen berücksichtigt. Alle immateriellen Vermögenswerte unterliegen folgenden begrenzten Nutzungsdauern: Nutzungsdauern
Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte (Forschungs- und Entwicklungskosten) Die selbst erstellten immateriellen Vermögenswerte betreffen im Wesentlichen aktivierte Eigenleistungen für Entwicklungsprojekte sowie Zertifizierungen, bei denen es wahrscheinlich ist, dass dem Konzern der künftige wirtschaftliche Nutzen aus dem Vermögenswert zufließen wird und die Herstellungskosten verlässlich bewertet werden können. Entwicklungskosten werden nur dann aktiviert, wenn die technische und kommerzielle Nutzbarkeit des Vermögenswertes zum Verkauf oder Eigennutzung nachgewiesen ist und der Vermögenswert künftig einen wirtschaftlichen Nutzenzufluss generieren wird. Die Abschreibung erfolgt linear unter Berücksichtigung der oben genannten Nutzungsdauern. Bis zum Ende der Nutzungsdauer findet eine jährliche Überprüfung des künftigen wirtschaftlichen Nutzens statt. Sollte dieser verneint werden so wird der Vermögenswert in dem Jahr der Verneinung vollständig abgeschrieben. Ausgaben für Forschung werden in der Periode als Aufwand erfasst in der sie angefallen sind. Aus einem Unternehmenszusammenschluss erworbene immaterielle Vermögenswerte Die aus Unternehmenserwerben resultierenden immateriellen Vermögenswerte betreffen insbesondere erworbene Marken, Zertifizierungen, Software sowie Fertigungs- und Vertriebsrechte. Sie werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten erfasst, die dem beizulegenden Zeitwert zum Übernahmezeitpunkt entsprechen, und werden über ihre oben genannte betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Für Marken wird grundsätzlich eine Nutzungsdauer von 20 Jahren zugrunde gelegt. 2.9 Sachanlagen Vermögenswerte des Sachanlagevermögens werden zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. Planmäßige Abschreibungen werden nach der linearen Methode vorgenommen. Dabei werden die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern zu Grunde gelegt. Grund und Boden unterliegt nicht der planmäßigen Abschreibung. Die planmäßigen Abschreibungen bemessen sich nach den folgenden Nutzungsdauern, die konzerneinheitlich angewendet werden: Nutzungsdauern
2.10 Leasingverhältnisse Die svt Unternehmensgruppe ist Leasingnehmer von folgenden Vermögenswerten:
Bei Vertragsabschluss wird geprüft, ob der Vertrag ein Leasingverhältnis darstellt oder ein solches beinhaltet. Ein Vertrag stellt ein Leasingverhältnis dar oder enthält ein solches, wenn er dazu berechtigt, die Kontrolle über die Nutzung (Right-of-Use) eines identifizierten Vermögenswertes für eine festgelegten Zeitraum gegen Entgelt auszuüben. Zur Beurteilung, ob ein Vertrag diese Anforderung erfüllt, werden die folgenden Kriterien herangezogen:
Beide Kriterien müssen über die gesamte Laufzeit des Vertrages erfüllt werden. Die erstmalige Bewertung des Nutzungsrechtes erfolgt zu Anschaffungskosten. Diese umfassen den Wert der Leasingverbindlichkeiten bei erstmaliger Bilanzierung, zuzüglich direkt zurechenbarer Kosten und abzüglich erhaltener Leasinganreize, die bei oder vor Vertragsabschluss geleistet wurden. Der Konzern macht von dem Wahlrecht Gebrauch, die Leasing- und Nichtleasingkomponenten als ein einziges Leasingverhältnis zu bilanzieren. Das Nutzungsrecht wird im Folgenden linear über die Laufzeit des Leasingvertrages oder der wirtschaftlichen Nutzungsdauer des Leasinggegenstandes abgeschrieben. Sofern die Ausübung einer Kaufoption zu Beginn des Leasingvertrages hinreichend sicher ist oder Vertrag einer Eigentumsübertragung auf den Leasingnehmer am Ende der Vertragslaufzeit vorsieht, wird die erwartete wirtschaftliche Nutzungsdauer des Leasingobjektes als Nutzungsdauer des bilanziellen Nutzungsrechtes herangezogen. Die Leasingverbindlichkeit wird zu Beginn des Leasingverhältnisses in Höhe des Barwerts der zukünftigen Leasingraten erfasst. Die Berechnung des Barwertes wird, sofern bestimmbar, mit dem, dem Leasingverhältnis zugrunde liegenden Zinssatz vorgenommen. Andernfalls werden die zukünftigen Leasingzahlungen mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz abgezinst. Die in die Berechnung des Barwertes einfließenden Leasingraten umfassen folgenden Komponenten
Die Leasingverbindlichkeit wird zum fortgeführten Buchwert unter Nutzung der Effektivzinsmethode bewertet. Sie wird neu bewertet, wenn sich die künftigen Leasingzahlungen aufgrund einer Anpassung eines Index oder Zinssatzes verändern, wenn der Konzern seine Schätzung zu den voraussichtlichen Zahlungen im Rahmen einer Restwertgarantie anpasst, wenn der Konzern seine Einschätzung über die Ausübung einer Kauf-, Verlängerungs- oder Kündigungsoption adjustiert oder wenn sich eine de facto feste Leasingzahlung ändert. Bei einer solchen Neubewertung der Leasingverbindlichkeit wird eine entsprechende Anpassung des Buchwertes des Nutzungsrechtes vorgenommen bzw. wird diese erfolgswirksam vorgenommen, wenn sich der Buchwert des Nutzungsrechtes auf null verringert hat. 2.11 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind nicht derivative Finanzinstrumente und werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, da die Zahlungsstrombedingungen erfüllt sind und sie zur Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme gehalten werden. Im Hinblick auf Forderungen in Fremdwährungen wird auf Abschnitt 2.5 verwiesen. 2.12 Wertminderung nicht finanzieller Vermögenswerte Die Buchwerte der nicht finanziellen Vermögenswerte des Konzerns werden mit Ausnahme der Vorräte, der Vertragsvermögenswerte und der latenten Steueransprüche an jedem Bilanzstichtag überprüft, um einzuschätzen, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen. Wenn ein solcher Anhaltspunkt vorliegt, wird der erzielbare Betrag des betroffenen Vermögenswerts ermittelt. Für Geschäfts- oder Firmenwerte und immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer oder noch nicht nutzungsbereite immaterielle Vermögenswerte wird der erzielbare Betrag unabhängig vom Vorliegen eines Anhaltspunktes für eine Wertminderung an jedem Bilanzstichtag geschätzt. Liegen Anhaltspunkte vor, dass die Gründe für eine Wertminderung nicht mehr vorliegen, prüft der Konzern, ob die Wertminderung ganz oder teilweise, bis höchstens zu den fortgeführten Anschaffungskosten, aufzulösen ist. Der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit ist der höhere der beiden Beträge aus Nutzungswert und beizulegendem Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten. Für Zwecke des Werthaltigkeitstests werden Vermögenswerte zu der kleinsten Gruppe von Vermögenswerten zusammengefasst, die Mittelzuflüsse aus der fortgesetzten Nutzung erzielt, die weitgehend unabhängig von den Mittelzuflüssen anderer Vermögenswerte oder Gruppen von Vermögenswerten sind ("zahlungsmittelgenerierende Einheit"). Eine erfolgswirksame Wertminderung wird erfasst, wenn der Buchwert eines Vermögenswerts oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit den geschätzten erzielbaren Betrag übersteigt. Wertminderungen einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit werden verteilt, indem zunächst der Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwerts, der der Einheit zugeordnet ist, und dann anteilig entsprechend der relativen beizulegenden Zeitwerte die Buchwerte der anderen Vermögenswerte der Einheit gemindert werden. 2.13 Finanzinstrumente und sonstige Vermögenswerte/Verbindlichkeiten Kurzfristige Ausleihungen an Dritte und Arbeitnehmer, Gehalts- und Reisekostenvorschüsse, Mietkautionen, Schadensersatzforderungen, Umsatzsteuerforderungen und Erstattungsansprüche sowie aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden als sonstige Vermögenswerte eingestuft. Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern, Umsatzsteuerverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern und Sozialabgaben sowie abgegrenzte Schulden (bspw. infolge nicht genutzter Urlaubstage) werden als sonstige Verbindlichkeiten eingestuft. Sonstige Vermögenswerte/Verbindlichkeiten werden den Finanzinstrumenten zugerechnet, wenn sie einen Vertrag darstellen, der bei einem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit/Vermögenswert führt. Erfüllen die finanziellen Vermögenswerte die Geschäftsmodell- sowie die Zahlungsstrombedingung, werden sie zu den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Eine Wertberichtigung wird vorgenommen, wenn innerhalb der kommenden zwölf Monate ein (teilweiser) Ausfall erwartet wird. Finanzielle Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert, sofern sie nicht zu Handelszwecken gehalten werden. Derivate Finanzinstrumente werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert bilanziert. Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte/Verbindlichkeiten werden ebenfalls zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. 2.14 Vorräte Die Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Der Nettoveräußerungswert bestimmt sich als geschätzter Verkaufspreis abzüglich der erwarteten Kosten bis zur Fertigstellung und der Veräußerungskosten. 2.15 Zahlungsmittel Die Zahlungsmittel umfassen Barbestände, auf Abruf zur Verfügung stehende Bankguthaben und andere kurzfristige hochliquide finanzielle Vermögenswerte, die im Zeitpunkt der Anschaffung eine Laufzeit von bis zu drei Monaten aufweisen. Sie werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert, ohne dass bisher eine Wertminderung erfasst werden musste. 2.16 Eigenkapital Ein Eigenkapitalinstrument ist ein Vertrag, der einen Residualanspruch an den Vermögenswerten eines Unternehmens nach Abzug aller dazugehörigen Schulden begründet. Rückkäufe von eigenen Eigenkapitalinstrumenten werden direkt vom Eigenkapital abgezogen. Weder Kauf- noch Verkauf, Ausgabe oder Einziehung von eigenen Eigenkapitalinstrumenten werden im Gewinn- oder Verlust erfasst. Das gilt entsprechend für die damit im Zusammenhang stehenden Aufwendungen. 2.17 Pensionsrückstellungen Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgt nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected Unit Credit Method"). Dabei erfolgt die Zuordnung künftiger Leistungen im Verhältnis der bereits zurückgelegten zu der bis zum Eintritt des jeweiligen Versorgungsfalls möglichen Dienstzeit. Der bilanzierte Betrag entspricht dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (Defined Benefit Obligation - DBO). Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste sowie die darauf entfallenden latenten Steuern werden in der Periode, in der sie anfallen, in der Konzerngesamtergebnisrechnung als sonstiges Ergebnis, das zukünftig nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert wird, ausgewiesen. Es wurden die Heubeck-Richttafeln 2018 G als biometrische Grundlagen verwendet. Neben den biometrischen Annahmen der Berechnung der Rückstellung für leistungsorientierte Pläne wurde ein Abzinsungssatz von 1,0 % (Vorjahr: 0,7 %) und ein Renten- sowie ein Gehaltstrend von jeweils 2,0 % (Vorjahr: 2,0 %) zugrunde gelegt. Die Erhöhung und Verringerung des Abzinsungssatzes oder des Rententrends um einen Prozentpunkt bei sonst gleichen Annahmen ist als unwesentlich zu klassifizieren. Der Zinsaufwand aus der Bewertung der Pensionsverpflichtungen wird in der Gewinn- und Verlustrechnung im Finanzergebnis ausgewiesen. 2.18 Finanzschulden Die Finanzschulden werden zum Zeitpunkt des erstmaligen Ansatzes mit ihrem beizulegenden Zeitwert unter Berücksichtigung von Transaktionskosten und im Rahmen der Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Unverzinsliche Verbindlichkeiten werden zum Barwert angesetzt. Die Finanzschulden werden als kurzfristig klassifiziert, sofern der Konzern nicht das unbedingte Recht hat, die Tilgung der Verbindlichkeit auf einen Zeitpunkt mindestens zwölf Monate nach dem Bilanzstichtag zu verschieben oder deren Erfüllung innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag erwartet wird. 2.19 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Der beizulegende Zeitwert am Tag des Vertragsabschlusses entspricht grundsätzlich den Anschaffungskosten. 2.20 Schätzungsunsicherheiten und Ermessensausübung Die Abschlusserstellung in Übereinstimmung mit den IFRS erfordert Schätzungen und die Ausübung von Ermessen hinsichtlich einzelner Sachverhalte durch das Management, die Auswirkungen auf die angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und die ausgewiesenen Vermögenswerte und Schulden haben können. Die tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen. Schätzungen und die diesen zu Grunde liegenden Annahmen werden fortlaufend überprüft. Schätzungsänderungen werden in der Berichtsperiode der Änderung und in allen zukünftigen Perioden erfasst, die von der Änderung betroffen sind. Die wichtigsten Annahmen und Schätzungsunsicherheiten bei der Anwendung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die zu wesentlichen Anpassungen der in der Konzernbilanz angesetzten Werte führen können, betreffen insbesondere den Ansatz und die Bewertung der Vermögenswerte der erworbenen Tochtergesellschaften im Rahmen von Kaufpreisallokationen, die Einschätzung der Parameter für Wertminderungen (Impairment) und für die zeitraumbezogene Umsatzrealisierung. Einschätzungen bezüglich Höhe und Eintrittswahrscheinlichkeit von Eventualverbindlichkeiten sind ebenfalls von Schätzunsicherheiten betroffen. Folgende Abschlussangaben sind von diesen wesentlichen Schätzunsicherheiten betroffen:
3. Erwerb von Tochterunternehmen DDL GmbH, Wernau Am 31. März 2021 erwarb der Konzern 100 % des vollständig stimmberechtigten Stammkapitals an der DDL GmbH, Wernau und erlangte damit Beherrschung über diese Gesellschaft. Die DDL GmbH stellt einen Geschäftsbetrieb nach IFRS 3 dar. Sie ist im Vertrieb von Brandschutzprodukten tätig und erweitert das Produktportfolio insbesondere in den Bereichen Dichtungstechnik und Durchführungssysteme. Die beizulegenden Zeitwerte für die identifizierten Vermögenswerte und Schulden stellen sich zum Erstkonsolidierungszeitpunkt am 31. März 2021 wie folgt dar: DDL GmbH
Aus der Kaufpreisallokation ergibt sich ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 4.231 TEUR. Der Geschäfts- oder Firmenwert resultiert aus Synergien der gemeinschaftlichen Tätigkeit beider Unternehmen. Die Buchwerte der erworbenen Forderungen berücksichtigen bereits erforderliche Wertberichtigungen und entsprechen ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt. Seit der Erstkonsolidierung ist die DDL GmbH mit Umsatzerlösen in Höhe von 1.823 TEUR und mit einem Operativen Ergebnis in Höhe von 118 TEUR in der Gesamtergebnisrechnung enthalten. Wäre die Gesellschaft bereits am 1. Januar 2021 vollkonsolidiert worden, hätte sie Umsatzerlöse in Höhe von 2.456 TEUR sowie zum Operativen Ergebnis in Höhe von 260 TEUR beigetragen. Firetec Brandschutz GmbH, Dinslaken Am 12. August 2021 erwarb der Konzern 100 % des vollständig stimmberechtigten Stammkapitals an der Firetec Brandschutz GmbH, Dinslaken und erlangte damit Beherrschung über diese Gesellschaft. Die Firetec Brandschutz GmbH stellt einen Geschäftsbetrieb nach IFRS 3 dar. Sie ist in der Brandschutzinstallation sowie im Trockenbau tätig und wurde aus Gründen der weiteren Markterschließung erworben. Die beizulegenden Zeitwerte für die identifizierten Vermögenswerte und Schulden stellen sich zum Erstkonsolidierungszeitpunkt am 12. August 2021 wie folgt dar: Firetec Brandschutz GmbH
Aus der Kaufpreisallokation ergibt sich ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 1.858 TEUR. Der Geschäfts- oder Firmenwert resultiert aus Synergien der gemeinschaftlichen Tätigkeit beider Unternehmen. Die Buchwerte der erworbenen Forderungen berücksichtigen bereits erforderliche Wertberichtigungen und entsprechen ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt. Seit der Erstkonsolidierung ist die Firetec Brandschutz GmbH mit Umsatzerlösen in Höhe von 2.756 TEUR und mit einem Operativen Ergebnis in Höhe von 282 TEUR in der Gesamtergebnisrechnung enthalten. Wäre die Gesellschaft bereits am 1. Januar 2021 vollkonsolidiert worden, hätte sie Umsatzerlöse in Höhe von 3.708 TEUR sowie zum Operativen Ergebnis in Höhe von 339 TEUR beigetragen. svt Products B.V. (vormals Flamepro B.V.), Bleiswijk, Niederlande Im Zuge der endgültigen Kaufpreisallokation veränderte sich der Geschäfts- oder Firmenwert der svt Products B.V. (vormals Flamepro B.V.) auf 152 TEUR (Vorjahr: 44 TEUR). 4. Umsatzerlöse Im Geschäftsjahr 2021 gliederten sich die Umsatzerlöse, die ausschließlich aus Verträgen mit Kunden im Sinne des IFRS 15 realisiert wurden, wie folgt auf:
Die Umsatzerlöse des Berichts- und des Vorjahres enthalten im Wesentlichen ausschließlich in der jeweiligen Periode erfüllte Leistungsverpflichtungen. 5. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten folgende Positionen:
6. Materialaufwand
Die Aufwendungen für bezogene Leistungen betreffen in erster Linie die Aufwendungen für Subunternehmer. 7. Personalaufwand
Der Anstieg der Löhne- und Gehälter begründet sich durch den Anstieg der durchschnittlichen Arbeitnehmerzahl von 769 im Vorjahr auf 907 Mitarbeiter im Geschäftsjahr 2021. Die Arbeitgeberbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung betragen 3.711 TEUR (Vorjahr: 3.283 TEUR). 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die größten Einzelveränderungen ergaben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr aus der Restrukturierung und Erweiterung der Bereiche Marketing und IT. Dies beinhaltet die Erstellung von neuen Marketingkonzepten sowie die Einführung neuer Softwaresysteme, die im Zuge von Software-as-a-Service nicht vollständig aktivierungsfähig sind. Daneben sind die allgemeinen Kostensteigerungen in nahezu allen Bereichen verantwortlich für den Großteil der Erhöhungen. Einzig der Bedarf an Rechts- und Beratungsaufwendungen konnte aus Gründen der geringeren Akquisitionsaktivität deutlich gesenkt werden. 9. Finanzergebnis
10. Ertragsteuern Laufende Steuern Die Ertragsteuerforderungen des Konzerns betragen 73 TEUR (Vorjahr: 301 TEUR). Die Ertragsteuerverbindlichkeiten betragen 94 TEUR (Vorjahr: 8 TEUR). Die Ertragsteuerforderungen und -verbindlichkeiten betreffen dabei ausschließlich Vorjahre, da die svt Holding GmbH seit 2018 als Organgesellschaft in den Organkreis der Fire AcquiCo GmbH, Seevetal, eingegliedert wird. Vor diesem Hintergrund werden mit Ausnahme der Unterschiede aus der Kaufpreisallokation der PFP Group in Höhe von 5.929 TEUR (Vorjahr: 6.275 TEUR) auch keine latenten Steuern erfasst. Darüber hinaus wird auch auf die Angabe einer steuerlichen Überleitungsrechnung mangels Relevanz verzichtet. 11. Geschäfts- oder Firmenwert Der Geschäfts- oder Firmenwert entwickelte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr wie folgt:
und entfällt dabei auf folgende Unternehmens- bzw. Unternehmensgruppenerwerbe:
Die Kuhn Gruppe wurde im April 2018 erworben. Im Geschäftsjahr 2020 wurde unter anderem die PFP Group akquiriert. Zu ihr zählen drei Gesellschaften in Frankreich, zwei in Norwegen und eine Gesellschaft in den USA. Daneben wurden eine Gesellschaft in den Niederlanden sowie eine Tochter in Deutschland erworben. Die deutsche Tochtergesellschaft begründete den neu geschaffenen Unternehmensbereich "Organisatorischer Brandschutz (OFP)". Die im Geschäftsjahr 2021 erworbene DDL GmbH ist dem Geschäftsbericht Brandschutz-Produkt (PFP-P) und die Firetec Brandschutz GmbH dem Geschäftsbericht Brandschutz Dienstleistung (PFP-I) zugeordnet. Die Geschäfts- und Firmenwerte verteilen sich auf die Geschäftsbereiche (Cash Generating Units):
Die verpflichtende jährliche Werthaltigkeitsprüfung für den Geschäfts- oder Firmenwert der Geschäftsbereiche wurde im vierten Quartal des Berichtsjahres durchgeführt. Im Rahmen der Bestimmung der erzielbaren Beträge wurde eine aktuelle Unternehmensbewertung zugrunde gelegt. Diese führte für alle Unternehmensbereiche jeweils zu einer deutlichen Überdeckung der Buchwerte. 12. Sonstige immaterielle Vermögenswerte Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte entfallen auf folgende Positionen:
Kumulierte Abschreibungen
13. Sachanlagen Die Sachanlagen stellen sich wie folgt dar:
Kumulierte Abschreibungen
14. Leasingverhältnisse nach IFRS 16 Die svt Unternehmensgruppe mietet Büro- und Geschäftsräume, Garagen und Lagerflächen. Diese Leasingvereinbarungen haben in der Regel eine initiale feste Laufzeit mit ein- oder mehrmaliger Verlängerungsoption. Danach können sie mit Einhaltung einer bestimmten Frist durch die Vertragspartner gekündigt werden. Bei der Ermittlung der Laufzeit wird jeweils die feste Laufzeit oder die bis zum nächsten möglichen Kündigungstermin angesetzt, außer es lagen konkrete Hinweise auf eine kürzere Nutzung vor. Einzelne Leasingvereinbarungen sehen dabei Mietanpassungen auf Basis der Veränderung lokaler Preisindizes vor. Mit dem Erwerb der PFP Group im Geschäftsjahr 2020 wurden Leasingvereinbarungen über Maschinen mit einer Restlaufzeit von nunmehr noch einem Jahr übernommen. Verlängerungsoptionen besteht nicht. Eine Kaufoption liegt vor, wobei eine Inanspruchnahme noch nicht mit hinreichender Sicherheit angenommen werden kann. Die Laufzeiten der Leasingvereinbarungen für Pkw und Nutzfahrzeuge liegen in der Regel zwischen drei und vier Jahren. Verlängerungsoptionen und Kaufoptionen liegen in der Regel nicht vor bzw. werden nur ausgeübt sofern ein Ersatz- bzw. Folgefahrzeug nicht zum vereinbarten Termin geliefert werden kann. Für kurzfristige Mietvereinbarungen wird ein monatlicher fester Betrag unterstellt, der jährlich überprüft und angepasst wird. In geringem Umfang liegen Leasingvereinbarungen über Bürogeräte (Kopierer) vor. Die Laufzeiten betragen dabei bis zu fünf Jahre. Kauf- oder Verlängerungsoptionen bestehen nicht bzw. werden nicht ausgeübt. Die in den Sachanlagen enthaltenen Nutzungsrechte stellen sich wie folgt dar:
Die Leasingverbindlichkeiten bis zu einem Jahr enthalten neben den Barwerten aus Leasingverträgen auch Werte für kurzfristige Mietverhältnisse. Die Verbindlichkeiten aus Leasing über fünf Jahre beziehen sich ausschließlich auf Mietverträge für Büro, Geschäfts- und Lagerräume. Die Abzinsung der Leasingverpflichtungen erfolgt mit einem festen Zinssatz von 3 Prozent (Vorjahr: 3 Prozent). Die Leasingverbindlichkeiten teilen sich auf folgende Bilanzposten auf:
Die Leasingverbindlichkeiten gliedern sich dabei in folgende Fälligkeiten:
15. Sonstige langfristige Vermögenswerte
Die Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen die SVT ASIA PACIFIC PTE. LTD., Singapur, Singapur sowie die svt Middle East F.Z.E., Ajman, Vereinigte Arabische Emirate. Im Geschäftsjahr 2020 erfolgte zudem die Entkonsolidierung der Kuhn Service GmbH i. L. Die Beteiligungen enthalten im Wesentlichen die Anteile der AO svt-Eurasia, Protwino, Moskau, Russland in Höhe von 50 %. 16. Vorräte Die Vorräte umfassen alle Vermögenswerte, die zum Verkauf im normalen Geschäftsgang gehalten werden (fertige Erzeugnisse und Handelswaren), sich in der Herstellung befinden (mit Ausnahme von Vertragsvermögenswerten) oder die bei der Herstellung verbraucht werden. Sie setzen sich wie folgt zusammen:
17. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig und werden in der Bilanz unter den kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lassen sich wie folgt aufteilen:
Die nicht wertgeminderten Forderungen setzen sich nach Zeitbändern wie folgt zusammen:
Für die überfälligen nicht wertgeminderten Forderungen wird kein Wertberichtigungsbedarf gesehen. Im Berichtsjahr sowie in den Vorjahren waren keinen wesentlich Forderungsausfälle zu verzeichnen. Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte haben sich wie folgt entwickelt:
18. Sonstige kurzfristige Vermögenswerte Die sonstigen kurzfristigen Vermögenwerte unterteilen sich in finanzielle und nicht-finanzielle Vermögenswerte:
19. Vertragsvermögenswerte/Vertragsverbindlichkeiten Die Vertragsvermögenswerte und -verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
Die Vertragsvermögenswerte sind innerhalb eines Jahres fällig und werden in der Bilanz unter den kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesen. Zudem bestehen vor diesem Hintergrund keine wesentlichen Finanzierungskomponenten und Vertragsanbahnungskosten werden daher zum Zeitpunkt ihres Entstehens aufwandswirksam erfasst. Zum 31. Dezember 2021 beläuft sich der Gesamtbetrag, der den nicht oder teilweise erfüllten Leistungsverpflichtungen zugeordneten Transaktionspreisen auf 60.008 TEUR (Vorjahr: 38.975 TEUR). 20. Eigenkapital 20.1 Stammkapital Das voll eingezahlte Stammkapital der Muttergesellschaft svt Holding GmbH beträgt unverändert 100 TEUR. 20.2 Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage der Gesellschaft resultiert aus über den Nennbeträgen hinausgehende Kapitaleinzahlungen in Höhe von unverändert 4.200 TEUR. 20.3 Kumuliertes übriges Eigenkapital Das kumulierte übrige Eigenkapital setzt sich aus dem Ausgleichsposten aus der Umrechnung von Fremdwährungsabschlüssen, dem Bilanzgewinn sowie den Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter zusammen. Infolge des Gewinnabführungsvertrags mit der svt Beteiligungen GmbH wird jährlich der gesamte handelsrechtliche Jahresüberschuss oder -fehlbetrag der svt Holding GmbH von Gesetzes wegen abgeführt. Diese Gewinnabführung wirkt sich mindernd oder erhöhend auf den Bilanzgewinn aus. Der Bilanzgewinn - bestehend aus Gewinnvortrag und Periodenergebnis - gliedert sich wie folgt:
Die Veränderung des sonstigen Ergebnisses (other comprehensive income) betrifft die versicherungsmathematischen Verluste der Pensionsrückstellungen nach Abzug darauf entfallender latenter Steuern. 21. Pensionsrückstellungen Die Pensionsverpflichtungen aus leistungsorientierten Versorgungsplänen bestehen in der svt Holding GmbH, svt Brandschutz Vertriebsgesellschaft mbH International, svt Brandschutz GmbH sowie der AIK Flammadur Brandschutz GmbH, alle Seevetal (Deutschland) und entwickelten sich wie folgt:
Die Pensionsverpflichtungen entfallen auf folgende Leistungsempfänger:
22. Sonstige langfristige Verbindlichkeiten Unter den sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten werden im Wesentlichen die langfristigen Leasingverbindlichkeiten mit TEUR 9.757 (Vorjahr: TEUR 7.860) und die langfristigen sonstigen Darlehen mit TEUR 101 (Vorjahr TEUR: 112) ausgewiesen. 23. Finanzschulden Die langfristigen Finanzschulden bestehen ausschließlich aus Darlehen gegenüber verbundenen Unternehmen und dienen im Wesentlichen dem Erwerb und der Finanzierung von Tochterunternehmen.
Die kurzfristigen Finanzschulden betreffen ausschließlich Kontokorrentverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 24. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Die Verbindlichkeiten gegenüber Lieferungen und Leistungen in Höhe von 17.293 TEUR (Vorjahr: 13.992 TEUR) haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Es bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte und andere Sicherheiten. Die Buchwerte entsprechen im Wesentlichen den beizulegenden Zeitwerten. 25. Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten Die sonstigen kurzfristige Verbindlichkeiten und Abgrenzungsposten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Sie gliedern sich wie folgt auf:
Die zusätzlichen Angaben nach IFRS 16 zu den Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen werden in Abschnitt 14 des Konzernanhangs dargestellt. Von den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten entfallen auf:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen im Wesentlichen kurzfristige Finanzierungen durch den Gesellschafter svt Beteiligungen GmbH in Höhe von 35.919 TEUR (Im Vorjahr: 23.193 TEUR). In den Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern sind sowohl am Bilanzstichtag noch nicht gezahlte Löhne und Gehälter als auch abgegrenzte Schulden in Form von Verpflichtungen aus ausstehendem Urlaub und Jahressonderzahlungen enthalten. Die Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern betreffen abzuführende Abzugssteuern aus der Personalabrechnung. 26. Weitere Angaben zu Finanzinstrumenten 26.1 Zinsrisiko Zinsrisiken ergeben sich hauptsächlich aus Änderungen des Marktzinssatzes für finanzielle Vermögenswerte und Finanzverbindlichkeiten. Der Konzern begegnet diesem Risiko, soweit er dieses als wesentlich erachtet, mit Sicherungsgeschäften. Zum Bilanzstichtag bestanden keine Sicherungsgeschäfte zur Absicherung von Zinsrisiken. Bezüglich originärer Finanzinstrumente mit fester Verzinsung wirken sich Marktzinsänderungen nur dann auf das Ergebnis aus, wenn diese Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Alle zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente mit fester Verzinsung unterliegen keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7. 26.2 Kreditrisiko und Ausfallmanagement Das Kreditrisiko ist das Risiko eines finanziellen Verlusts, wenn Kunden oder die andere Partei eines Finanzinstruments ihren vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommen. Dieses Risiko betrifft im Konzern hauptsächlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte. Im Konzern wird jeder neue größere Kunde auf seine Kreditwürdigkeit überprüft. Bei Vertragsabschlüssen wird auf die Minimierung von Ausfallrisiken bei den Zahlungs- und Lieferungsbedingungen geachtet. Die Überprüfung schließt externe Ratings ein, sofern diese verfügbar sind. Durch die Vereinbarung und den regelmäßigen Abruf von Kundenanzahlungen wird eine zeitnahe Bezahlung der erbrachten Leistungen sichergestellt. Soweit eine Absicherung durch eine Kreditausfallversicherung möglich ist, wird dieses Instrument ebenfalls zur Reduzierung des Ausfallrisikos genutzt. Eventuell ausfallgefährdete Forderungen unterliegen außerdem der regelmäßigen Überwachung. Im Geschäftsjahr 2021 haben sich keine wesentlichen Risikokonzentrationen gebildet. Für das allgemeine Kreditrisiko wird eine Pauschalwertberichtigung für Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr von 1,0 % gebildet. Bei Forderungen gegen Versicherungen beträgt die Pauschalwertberichtigung 0,5 %. Die Wertberichtigungen beziehen sich auf die Gesamtlaufzeit und berücksichtigt zukunftsbezogene Informationen sowie historische Ausfallquoten. Ferner werden Kreditbesicherungen und -ausfallversicherungen, die für eine große Anzahl von Kunden abgeschlossen worden sind, berücksichtigt. Das maximale Ausfallrisiko entspricht den Buchwerten. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Zudem besteht eine Warenkreditversicherung. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden. 26.3 Liquiditätsrisiko Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, dass der Konzern nicht in der Lage ist, seine finanziellen Verpflichtungen bei Fälligkeit zu erfüllen. Der Ansatz des Konzerns zur Steuerung der Liquidität zielt darauf ab, so weit wie möglich sicherzustellen, dass sowohl unter normalen als auch unter angespannten Bedingungen immer ausreichend Liquidität zur Begleichung der fälligen Verbindlichkeiten zur Verfügung steht, ohne dass inakzeptable Verluste eingegangen oder eine Beschädigung des Ansehens des Konzerns riskiert wird. Der Konzern setzt zur Kalkulation seiner Projektleistungen eine auftragsbegleitende softwaregestützte Projektkalkulation ein, wodurch auch die Überwachung des Liquiditätsbedarfs unterstützt und die Renditeerzielung optimiert wird. Mit einer ständigen Liquiditätsüberwachung, einer monatlich erstellten rollierenden mittelfristigen Liquiditätsplanung und einem effektiven Working-Capital Management begrenzt der Konzern das Liquiditätsrisiko. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird für jedes nennenswerte Handelsgeschäft ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt. In der nachfolgenden Tabelle sind die vertraglich vereinbarten Tilgungszahlungen der originären Finanzverbindlichkeiten zum 31. Dezember 2021 zusammengestellt:
Zum 31. Dezember 2020 bestanden folgende vertraglich vereinbarten Tilgungszahlungen der originären Finanzverbindlichkeiten:
Einbezogen sind alle Finanzverbindlichkeiten, die am Bilanzstichtag bereits im Bestand waren und für die Zahlungen vertraglich vereinbart sind. Planzahlen für künftige neue Verbindlichkeiten sind nicht einbezogen. Die zahlungswirksamen und nicht-zahlungsunwirksamen Veränderungen der langfristigen Finanzschulden und sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten werden in der folgenden Tabelle dargestellt:
27. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente setzen sich aus Barmitteln und Sichteinlagen zusammen, die gerechnet vom Erwerbszeitpunkt Restlaufzeiten bis zu drei Monaten aufweisen.
Die Bankguthaben werden von Banken mit höchster Bonität verwahrt, weshalb keine Wertminderung zu erfassen war. Zahlungsmitteläquivalente werden nicht gehalten. 28. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen Nach IAS 24 "Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen" werden als nahestehende Unternehmen und Personen u. a. Mutter- und Tochterunternehmen sowie Tochtergesellschaften einer gemeinsamen Muttergesellschaft, assoziierte Unternehmen, juristische Personen unter Einfluss des Managements und das Management des Unternehmens definiert. Geschäftsvorfälle zwischen der svt Holding GmbH und ihren Tochterunternehmen werden durch Konsolidierung eliminiert und somit im Anhang nicht erläutert. Da die svt Holding GmbH als Teilkonzern in den Konzernabschluss der Fire TopCo GmbH, Seevetal eingeht, ergeben sich wesentliche Geschäftsvorfälle mit Ihrer Muttergesellschaft, der svt Beteiligungen GmbH, Seevetal, bzw. den darüber eingegliederten Holding-Gesellschaften Fire AcquiCo GmbH, Seevetal, (100 % der Anteile an der svt Beteiligungen GmbH) sowie der Fire TopCo GmbH, Seevetal, als 100 %-ige Anteilseignerin der Fire AcquiCo GmbH. Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der svt Beteiligungen GmbH sowie eine umsatz- und ertragsteuerliche Organschaft mit der Fire AcquiCo GmbH. Aus diesen Geschäftsbeziehungen resultieren Forderungen gegen verbundene Unternehmen von 18.393 TEUR (im Vorjahr: 17.327 TEUR). Die Konzernfinanzierung erfolgt zum einen über Darlehen der Fire AcquiCo GmbH. Diese stellt insgesamt Mittel über 138.608 TEUR (im Vorjahr: 138.608 TEUR) zu Finanzierung von Unternehmenserwerben zur Verfügung. Daneben besteht eine Kontokorrentkreditlinie über 20,0 Mio. EUR. Über beide Finanzierungsmittel kann die svt Holding GmbH im Rahmen von lang- und kurzfristigen Darlehen zu Zinssätzen in einer Bandbreite von 3,0 - 4,5 % verfügen. Zum anderen erfolgt eine Darlehensgewährung von 8.537 TEUR (im Vorjahr: 19.935 TEUR) von der svt Beteiligungen GmbH. Die langfristigen Darlehen sind auf unbestimmte Zeit gewährt. Daneben bestehen weitere Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 35.919 TEUR (im Vorjahr: 23.193 TEUR). Die Zinsaufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen belaufen sich auf 6.560 TEUR (im Vorjahr: 4.987 TEUR). Die svt Holding GmbH nimmt darüber hinaus Dienstleistungen (u.a. Geschäftsführung) der Fire AcquiCo GmbH mit einem Volumen von 1.524 TEUR (im Vorjahr: 1.449 TEUR) in Anspruch. Weitere Geschäftsbeziehungen, die mit nicht konsolidierten Unternehmen oder mit assoziierten Unternehmen bestehen, sind insgesamt von untergeordneter Bedeutung. 29. Anteilsbesitzliste nach § 313 Abs. 2 HGB
*) Diese Tochtergesellschaften nehmen die
Befreiungsvorschriften des § 264 Abs. 3 HGB in
Anspruch.
30. Mitarbeiter Die Mitarbeiterzahl der Konzerngesellschaften betrug durchschnittlich:
31. Honorar des Konzernabschlussprüfers Der Konzern hat auf die Angabe des Honorars des Konzernabschlussprüfers verzichtet, da der Konzernabschluss in den Konsolidierungskreis der Fire TopCo GmbH, Seevetal, mit einbezogen wird und die Angaben im Konzernabschluss der Fire TopCo GmbH enthalten sind. 32. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag Folgende Ereignisse nach dem Abschlussstichtag werden zwar als wesentlich identifiziert, haben aber keine Auswirkung auf den vorliegenden Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021: Firetec Brandschutz GmbH, Dinslaken Im Zuge der endgültigen Kaufpreisallokation veränderte sich der Geschäfts- oder Firmenwert der Firetec Brandschutz GmbH auf 2.038 TEUR (Vorjahr: 1.858 TEUR). Erwerb der CH Materials Ltd., Lancaster, Großbritannien Am 25. Juli 2022 erwarb der Konzern 100 % des vollständig stimmberechtigten Stammkapitals an der CH Materials Ltd., Lancaster und erlangte damit Beherrschung über diese Gesellschaft. Die CH Materials Ltd. stellt einen Geschäftsbetrieb nach IFRS 3 dar. Sie ist im Vertrieb von Brandschutzprodukten tätig und wurde aus Gründen der Marktpräsenz in Großbritannien erworben. Die beizulegenden Zeitwerte für die identifizierten Vermögenswerte und Schulden stellen sich zum Erstkonsolidierungszeitpunkt am 1. August 2022 wie folgt dar: CH Materials Ltd.
Aus der vorläufigen Kaufpreisallokation ergibt sich ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 306 TEUR. Der Geschäfts- oder Firmenwert resultiert aus Synergien der gemeinschaftlichen Tätigkeit beider Unternehmen. Die Buchwerte der erworbenen Forderungen berücksichtigen bereits erforderliche Wertberichtigungen und entsprechen ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt. Ein zusätzlicher, bisher nicht in den Anschaffungskosten berücksichtigter, Kaufpreis kann abhängig vom Ergebnis des Geschäftsjahres 2022 fällig werden. Er beträgt maximal 150 TGBP. Beteiligung an der AO svt-Eurasia Aufgrund der derzeitigen wirtschaftlichen Sanktionen gegen den russischen Staat in Zusammenhang mit dem im Februar 2022 ausgebrochenen Krieg in der Ukraine wurde der Wert der Beteiligung an der AO svt-Eurasia auf 0 TEUR abgeschrieben. Die Auswirkung aus dieser Abschreibung beträgt 90 TEUR. Gleichzeitig wurden alle Geschäfte in den russischen, belarussischen und ukrainischen Raum eingestellt. Gemessen an den Vorjahresumsätzen in diesen Regionen wird mit einem entgangenen Umsatz von ca. 1 bis 1,2 Mio. EUR gerechnet.
Seevetal, den 5. Dezember 2022 Dr. Jens Reiners Frank Andreas Steiner Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021
Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die svt Holding GmbH, Seevetal Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der svt Holding GmbH, Seevetal, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der svt Holding GmbH, Seevetal, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, 5. Dezember 2022 Ebner
Stolz GmbH & Co. KG
Jürgen Richter, Wirtschaftsprüfer Till Kohlschmitt, Wirtschaftsprüfer Der Konzernabschluss der svt Holding GmbH, Seevetal, zum 31. Dezember 2021 wurde in der Gesellschafterversammlung am 6. Dezember 2022 gebilligt. |
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