Solle Spedition GmbH
Hafenstraße 61, 59067 Hamm, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sven Knopik seit 24.11.2022 | Geschäftsführer |
Klaus Erfmann seit 1.4.2011 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Solle Spedition GmbHHammJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtI. Grundlagen des Unternehmens In Deutschland war die Solle Spedition GmbH im Berichtszeitraum unverändert als Transport- und Speditionsunternehmen tätig. Den wesentlichen Schwerpunkt der Geschäftsaktivitäten bildet der Transport von rieselfähigen Chemikalien, wie z. B. Ruß oder Kieselsäure in speziellen Silofahrzeugen. Neben dem Silotransport bilden nationale und internationale Gütertransporte von Komplettladungen jeder Art und Größe ein weiteres geschäftliches Standbein. Darüber hinaus hat der Geschäftsbereich Spedition mit Kunden und insbesondere Subunternehmern in Europa seine wesentliche Bedeutung bestätigt. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland war im Jahr 2023 von den Folgen der globalen Krisen geprägt. Wie auch in den anderen großen Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) hat sich auch in Deutschland die Wirtschaft im 4. Quartal 2023 abgekühlt. Die Preise blieben auf allen Wirtschaftsstufen weiterhin hoch und dämpften die Konjunktur. Zusätzlich verschlechterten sich die Finanzierungsbedingungen aufgrund steigender Zinsen und die Nachfrage sowohl im In- als auch im Ausland nahm ab. Somit konnte sich die deutsche Wirtschaft nicht weiter vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 erholen. Für das gesamte Jahr 2023 lag den Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) zufolge, das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Im Güterverkehr sieht sich das Lkw-Verkehrsgewerbe bereits seit dem Jahr 2022 mit einem außergewöhnlich hohen Gesamtkostenanstieg konfrontiert, in dem mehrere Komponenten, vor allem der Dieselkraftstoffpreis, die Personal- und die Fahrzeuganschaffungskosten, zusammenwirken. Durch die kräftige Anhebung der Mautsätze ab dem 01.12.2023 um 16 Cent pro Kilometer bzw. 83 % (Euro-6, fünf und mehr Achsen) wurde der Kostendruck noch erhöht. 2. Geschäftsverlauf Wir blicken auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Trotz der herausfordernden Rahmenbedingungen konnte die Marksituation unseres Unternehmens auch in 2023 weiter gefestigt werden. Dies gelang auch durch unsere Beteiligungen an der ungarischen Eurolux-Trans Kft. und der französischen SOLLE FRANCE CBK SASU. Beide Tochtergesellschaften sind auf den Transport von Carbon Black und pulverförmiger Kieselsäure spezialisiert. Die Solle Spedition GmbH ist jeweils mit 100 % Alleingesellschafterin dieser Unternehmen. Auch das Speditionsgeschäft mit Kooperationspartnern aus Polen und Ungarn wurde in 2023 weiter erfolgreich fortgeführt. In Ungarn wird der Fuhrpark des Beteiligungsunternehmens Eurolux-Trans Kft. eingesetzt, in Polen besteht nach wie vor eine Partnerschaft mit einem Unternehmen, das für die Beförderung eigene Sattelzugmaschinen mit von der Solle Spedition GmbH gemieteten Siloaufliegern benutzt. In ihrer Prognose im letztjährigen Lagebericht ging die Geschäftsführung von einem leichten Anstieg der Umsatzzahlen aus und rechnete aufgrund der hohen Inflation insbesondere bei notwendigen Investitionen in den Fuhrpark mit einem Rückgang des Ergebnisses vor Steuern um 10 %. Der Umsatz der Solle Spedition GmbH sank aufgrund der schwierigen konjunkturellen Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 um 1,7 %. Demgegenüber konnte der Materialaufwand sowohl bei den Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (-19,8 %) als auch bei den bezogenen Leistungen (-1,3 %) reduziert werden. Das betriebliche Ergebnis (EBIT) stieg um 16,6 % auf T€ 1.690 bei einer EBIT-Marge von 8,3 % (Vorjahr 7,0 %). Der Jahresüberschuss lag bei T€ 1.155 (Vorjahr T€ 999). Das Ergebnis vor Steuern liegt bei T€ 1.704 und damit deutlich über dem prognostizierten Wert. Fuhrpark Erweiterungs- und Ersatzinvestitionen wurden in 2023 wie geplant durchgeführt. Zum Jahresende bestand der Fuhrpark aus 37 Sattelzugmaschinen und 162 Aufliegern, davon 137 Silo- und 25 Planen-Auflieger. Von den 37 Sattelzugmaschinen sind 34 EURO-VI Diesel-Fahrzeuge, 1 EURO-IV Diesel-Fahrzeug, und 2 LNG-Gasfahrzeuge. In Ungarn wurden 47, in Polen 50 und in Frankreich 1 Silo-Auflieger eingesetzt. Personal Zum Geschäftsjahresende 2023 waren beschäftigt: 12 (Vorjahr 12) Angestellte (einschließlich Geschäftsführung), 14 (15) Aushilfen, 44 (44) Kraftfahrer, 0 (1) Azubi techn., insgesamt also 70 (72) Mitarbeiter. Dieselpreis Der durchschnittliche Preis für Dieselkraftstoff in Deutschland lag in 2023 bei € 1,72 und hat sich im Vergleich zum Vorjahr um rd. 11,5 % reduziert. Die Volatilität des Kraftstoffpreises war auch im Laufe des Jahres 2023 hoch. Der Monat Januar war mit € 1,83 der teuerste und der Monat Mai mit € 1,59 der billigste Tank-Monat im Jahr 2023. 3. Lage a) Ertragslage Die Gesamtleistung ist im Jahr 2023 um 1,3 % gesunken. Die Umsatzerlöse haben sich um 1,7 % reduziert. Dem Rückgang der Umsatzerlöse steht ein Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge gegenüber. Innerhalb der Umsatzerlöse sind vor allem die Erlöse aus Silotransporten Inland (-11,1 %) und der Speditionsumsatz Inland (-2,5 %) gesunken. Gestiegen sind die Umsatzerlöse in den Sparten Silotransporte Ausland (+82,1 %) und Speditionsumsatz Ausland (+5,6 %). Der Materialaufwand ist um 4,6 % gesunken. Dies resultiert aus einem Rückgang der Aufwendungen für Roh-, HiIfs- und Betriebsstoffe (-19,8 %) und einem Rückgang bei den Aufwendungen für bezogene Leistungen (-1,3 %). Die geringeren Aufwendungen für Roh-, HiIfs- und Betriebsstoffe sind im Wesentlichen begründet durch den gesunkenen durchschnittlichen Preis für Dieselkraftstoff. Insgesamt hat sich das Rohergebnis um T€ 352 auf T€ 7.877 verbessert. Der Personalaufwand stieg in 2023 um 5,4 % bzw. T€ 165. Im Verhältnis zum Rohergebnis entspricht dies einer Personalaufwandsquote von 41,2 % (Vorjahr: 40,9 %). Die Abschreibungen waren in 2023 rückläufig mit T€ -110. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um T€ 89 (+3,4 %) auf T€ 2.740 gestiegen. Insgesamt fällt das Betriebsergebnis mit T€ 1.686 um T€ 207 (+14,0 %) höher als im Vorjahr aus. Unter Berücksichtigung eines um T€ 23 verbesserten Finanzergebnisses ergibt sich ein Ergebnis vor Steuern von T€ 1.704 (Vorjahr T€ 1.473) und einen Jahresüberschuss von T€ 1.155. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies einen Anstieg um T€ 156 (+15,6 %). b) Finanzlage Die Gesellschaft war im Berichtsjahr jederzeit in der Lage, ihre finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen und investitionsbedingte Bankverbindlichkeiten konnten im Geschäftsjahr planmäßig getilgt werden. Die anfallenden finanziellen Verpflichtungen wurden stets - i. d. R. unter Erwirtschaftung von Skontoerträgen - durch schnelle Zahlung erfüllt. Zahlungsfähigkeit war jederzeit gegeben. Die liquiden Mittel haben sich im Geschäftsjahr um T€ 197 auf T€ 316 erhöht und ebenso sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um T€ 83 (+3,3 %) angestiegen. Der Cashflow des Berichtsjahres aus Jahresüberschuss und Abschreibungen in Höhe von T€ 1.360 zeigt eine geordnete Liquiditätslage. Die Fremdkapitalquote ist bei einer um T€ 175 gestiegenen Bilanzsumme mit weiterhin ausgewogener Fälligkeitsstruktur auf 46,0 % gestiegen (Vorjahr 43,7 %). Korrespondierend dazu hat die Eigenkapitalquote abgenommen von im Vorjahr 56,3 % auf 53,9 %. c) Vermögenslage Das Gesamtvermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 175 (+1,8 %) auf T€ 10.042 erhöht. Das Anlagevermögen reduzierte sich geringfügig um 1,1 % von T€ 5.722 auf T€ 5.656. Begründet ist dies im Wesentlichen durch die in 2023 erfolgte Reduzierung der Sachanlagen um T€ 80 auf T€ 529. Die grundsätzliche Abschreibungspolitik blieb in 2023 unverändert. Bei den Finanzanlagen gab es eine Erhöhung von T€ 26 bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen und eine Reduzierung bei den sonstigen Ausleihungen von T€ 3. Die übrigen Finanzanlagen blieben unverändert zum Vorjahr. Eine Erhöhung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um T€ 102 (+2,7 %) und des Bestandes an liquiden Mitteln um T€ 197 (+165,3 %) bei gleichzeitigem Rückgang der Vorräte um T€ 58 (-23,5 %) führten zu einem Anstieg des Umlaufvermögens im Berichtsjahr um 5,9 % von T€ 4.105 auf T€ 4.346. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden angemessen und ausreichend wertberichtigt. Demzufolge sind die hieraus resultierenden Risiken nach vernünftigem Ermessen eliminiert. Aufgrund des Jahresüberschusses von T€ 1.155 und unter Berücksichtigung einer Gewinnausschüttung von T€ 1.300 ist das Eigenkapital der Gesellschaft mit T€ 5.412 um 2,6 % gesunken. Das etwas geringere Eigenkapital bei gleichzeitig um T€ 175 gestiegener Bilanzsumme führen zusammen zu einem leichten Absinken der Eigenkapitalquote von 56,3 % auf 53,9 %. Das Fremdkapital ist kurz- und mittelfristig zu bedienen. Die Rückstellungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 80,6 % von T€ 231 auf T€ 418 gestiegen. Begründet ist dies durch Erhöhungen bei den Steuerrückstellungen (T€ +127) und den sonstigen Rückstellungen (T€ +61). Die Verbindlichkeiten sind in Summe um T€ 140 auf T€ 4.200 gestiegen. Der Anstieg betrifft mit T€ +485 vor allem die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen mit T€ +81. Gesunken sind dagegen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (T€ - 368) und die sonstigen Verbindlichkeiten (T€ -57), hier vor allem die Umsatzsteuerverbindlichkeiten. Die Ergebnissituation der Eurolux-Trans Kft. in Ungarn, an der eine 100 %-Beteiligung besteht, hat sich im Vergleich zu 2022 etwas verschlechtert. Nach einem Gewinn in Höhe von T€ 104 im Vorjahr ergab sich in 2023 nur ein Gewinn von T€ 7. Für das Geschäftsjahr 2024 wird wieder eine positive Ergebnissituation erwartet. Die französische Beteiligungsgesellschaft SOLLE FRANCE CBK SASU konnte die Ergebnissituation im Vergleich zu 2022 deutlich verbessern und hat das Jahr 2023 mit einem positiven Ergebnis von T€ 208 abgeschlossen. Auch bei der SOLLE FRANCE CBK SASU wird für 2024 mit einem erneut positiven Ergebnis gerechnet aufgrund einer stabil verlaufenden Umsatzsituation in 2024. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Der Cashflow unter Berücksichtigung der Abschreibungen und der Veränderungen der Rückstellungen erhöhte sich von T€ 1.367 auf T€ 1.547. Die Eigenkapitalquote reduzierte sich von 56,3 % auf 53,9 %. Im Vergleich zum Vorjahr ergeben sich für 2023 folgende Kennzahlen:
5. Gesamtaussage Unsere Geschäftspolitik zielt darauf ab, Marktanteile in Deutschland zu behaupten und im internationalen Bereich auszubauen. Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als gut ein. Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung ist erfreulich verlaufen, unter Berücksichtigung der schwierigen Rahmenbedingungen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. III. Maßnahmen und Projekte zur Förderung der Nachhaltigkeit Die Solle Spedition GmbH verpflichtet sich als Unternehmen einer zielgerichteten Erbringung hochqualitativer Leistungen. Dies schließt auch die Wartung, Instandhaltung und Erneuerung des gepflegten Fuhrparks ein. Zudem sind wir uns der Verantwortung bewusst, als Transportunternehmen unseren Teil zur Verringerung von CO2-Emissionen beizutragen und haben in diesem Kontext bereits verschiedene Projekte initiiert. Gemeinsam mit einem Hersteller von Sattelzugmaschinen, den Stadtwerken sowie dem regionalen Gaskraftwerk wurden Testreihen zur Evaluierung von Wasserstofffahrzeugen vereinbart. Sobald entsprechende Fahrzeuge und ausreichend lokal hergestellter Kraftstoff zur Verfügung stehen, wird die Solle Spedition GmbH diese neue, saubere Antriebsart ausgiebig testen mit dem Ziel, den Fuhrpark absehbar umzustellen. Ebenfalls auf das Thema Dekarbonisierung zielen Gespräche mit unseren Kunden und Partnern, in denen es darum geht, möglichst sinnvoll und effizient auch elektrisch angetriebene Zugmaschinen für Transporte zu nutzen. Hier wird auch evaluiert, inwiefern gemeinsame Lösungen hinsichtlich der notwendigen Ladeinfrastruktur gefunden und umgesetzt werden können. Weitere kurzfristig umsetzbare Pläne betreffen die Nutzung alternativer, die CO 2 -Emissionen massiv mindernder Kraftstoffe wie Bio LNG oder HVO100. Auch hier wurden bereits erste Gespräche zunächst mit Schlüsselkunden geführt, die ihrerseits großes Interesse an der Verringerung von Schadstoffausstößen haben und diese teils aktiv einfordern. Die Solle Spedition GmbH ist mit der proaktiven Herangehensweise entsprechend gut vorbereitet. Zusätzlich zur Nutzfahrzeugflotte wurde und wird auch der Fuhrpark an Dienstfahrzeugen sukzessive auf nachhaltigere Antriebe ausgerichtet. Neben dem Austausch von Diesel hin zu Hybridfahrzeugen ist bereits der nächste Schritt in Richtung reiner Elektrofahrzeuge in Planung. Die Ladeinfrastruktur (Wallbox) steht am Betriebsstandort bereits zur Verfügung und soll in Zukunft weiter ausgebaut werden. Im Zusammenspiel mit der bereits installierten Photovoltaikanlage auf dem Dach des Verwaltungsgebäudes wird entsprechend sowohl dem ökologischen als auch dem ökonomischen Aspekt Rechnung getragen. IV. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Prognosebericht Wir beurteilen die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens positiv. Um die positive Entwicklung des Unternehmens zu unterstützen, werden wir weiterhin nachhaltig in unseren Fuhrpark investieren und unsere Marketing- und Vertriebsinstrumente weiter ausbauen. In unserer Planung für 2024 erwarten wir einen leichten Anstieg der Umsatzzahlen gegenüber dem Vorjahr im einstelligen Prozentbereich in den Hauptumsatzbereichen Generalcargo- und Silotransport und ein erneut positives Jahresergebnis, das voraussichtlich aufgrund der anhaltend hohen Inflation um ca. 10 % niedriger ausfallen wird. Für die kommenden Jahre rechnen wir mit einer weiterhin positiven Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. 2. Risikobericht a) Branchenspezifische Risiken Ein grundsätzliches branchenspezifisches Risiko besteht weiterhin in der anhaltend hohen Inflationsrate. Diese könnte die Konjunktur stärker dämpfen als von den Wirtschaftsinstituten vorhergesagt. Die Solle Spedition GmbH, die im Bereich Silotransporte von Carbon Black und Silikaten tätig ist, sieht sich mit sich verändernden Warenströmen und steigendem Wettbewerb aus osteuropäischen Märkten konfrontiert. Auch in dem Marktsegment General Cargo ist der Konkurrenzdruck durch osteuropäische Wettbewerber im grenzüberschreitenden Verkehr weiterhin hoch. Hiermit einher geht auch ein erheblicher Preisdruck auf die zu erzielenden Frachtraten. Durch Intensivierung der Kundenbindung wird das Unternehmen weiterhin versuchen, in diesem Kampf eine gute Position zu erreichen. Der Mangel an qualifizierten Fachkräften, insbesondere Lkw-Fahrern, bleibt ein zentrales Problem. Dies kann zu Engpässen in der Transportkapazität und zu höheren Lohnkosten führen. Die Solle Spedition GmbH versucht dieser Entwicklung auch durch die vermehrte Ausbildung von Berufskraftfahrern entgegenzuwirken. Neue Umweltvorschriften und Sicherheitsstandards können zusätzliche Kosten und Verwaltungsaufwand verursachen. Dies umfasst auch mögliche Änderungen bei der Maut, Emissionsvorschriften und die Einführung von Umweltzonen. Die Notwendigkeit, in neue Technologien wie Telematiksysteme, autonome Fahrzeuge und digitale Plattformen zu investieren, kann eine Herausforderung darstellen. Gleichzeitig birgt der Technologiewandel auch das Risiko von Cyberangriffen und Datenverlust. Der Zustand und die Verfügbarkeit der Transportinfrastruktur sind kritisch. Baustellen, Verkehrsstaus und unzureichende Straßenverhältnisse können zu Verzögerungen und höheren Betriebskosten führen. Um diese Risiken zu bewältigen, hat sich die Solle Spedition zum Ziel gesetzt, proaktiv zu handeln, indem sie in Technologie investiert, ihre Prozesse optimiert, Risiken diversifiziert und eng mit politischen und wirtschaftlichen Entscheidungsträgern zusammenarbeitet. b) Ertragsorientierte Risiken Die Solle Spedition GmbH hat für sich folgende wesentliche ertragsorientierten Risiken identifiziert: Volatilität der Kraftstoffpreise Schwankende Kraftstoffpreise können die Betriebskosten erheblich beeinflussen. Steigende Kraftstoffpreise führen zu höheren Kosten, die nicht immer vollständig an die Kunden weitergegeben werden können, was die Gewinnmargen schmälert. Zinsrisiken Steigende Zinssätze können die Finanzierungskosten erhöhen. Fachkräftemangel und Lohnkosten Der Mangel an qualifizierten Lkw-Fahrern kann zu höheren Lohnkosten führen. Wettbewerbsdruck und Preisgestaltung Der intensive Wettbewerb innerhalb der Branche kann zu Preiskämpfen führen, was die Margen reduziert. Regulatorische Kosten Neue Vorschriften und Compliance-Anforderungen können zusätzliche Kosten verursachen. Beispielsweise können Umweltauflagen oder Sicherheitsvorschriften Investitionen in neue Technologien oder Ausrüstungen erfordern. Instandhaltungs- und Betriebskosten Unvorhergesehene Wartungsarbeiten und Reparaturen können die Betriebskosten in die Höhe treiben. Zudem können steigende Kosten für Ersatzteile und Dienstleistungen die Rentabilität belasten. Technologieinvestitionen Investitionen in neue Technologien, wie Telematik, autonome Fahrzeuge oder digitale Plattformen, können kurzfristig hohe Kosten verursachen, auch wenn sie langfristig Effizienzgewinne bringen. Um diesen Gefährdungen gezielt begegnen zu können und unsere Rentabilität zu sichern, überprüfen wir unsere Kostenstruktur regelmäßig, kalkulieren wir Preisanpassungen sorgfältig, ergreifen wir effizienzsteigernde Maßnahmen und betreiben ein robustes Finanzmanagement. c) Finanzwirtschaftliche Risiken Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens zu Beginn des Wirtschaftsjahres 2024 sind wesentliche Liquiditätsengpässe derzeit nicht erkennbar. Die hohe Eigenkapitalquote und das gute Rating der Gesellschaft ermöglichen den problemlosen Zugang zu Liquiditätshilfen in Form von Betriebsmittelkrediten. d) Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Die Finanzinstrumente der Gesellschaft bestehen im Wesentlichen aus Ausleihungen, Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird für jede nennenswerte Investition ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. 3. Chancenbericht Besondere Chancen sind für das Unternehmen in einer weiteren Steigerung des Marktanteils im Bereich Silo-Transporte - insbesondere in Osteuropa - zu sehen. Durch die Beteiligung an der SOLLE FRANCE CBK SASU und den damit einhergehenden zusätzlichen Silokapazitäten, hat die Solle auch eine höhere Flexibilität und bessere Marktabdeckung in Richtung Benelux und Südeuropa. Die Solle Spedition GmbH sieht in ihrem gut funktionierenden Qualitäts- und Umweltmanagementsystem Chancen für die eigene zukünftige Ausrichtung. Das SQAS Assessment ebenso wie die Zertifizierungen nach ISO 9001, ISO 14001, GMP und IFS sind messbare Beiträge zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit im sich verschärfenden globalen Markt und markante Unterscheidungsmerkmale gegenüber Mitbewerbern. Immer häufiger sind dies auch Zugangsbedingungen für die Teilnahme an Vergabe- und Ausschreibungsverfahren und eröffnen neue Chancen. Hieraus erwarten wir mittelfristig weitere Ertragsbereiche. Die fortschreitende Digitalisierung eröffnet zahlreiche Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung und Kostenreduktion. Technologien wie Telematiksysteme, GPS-Tracking und IoT können die Flottenverwaltung optimieren und die Routenplanung verbessern. Das wachsende Bewusstsein für Umwelt- und Klimaschutz eröffnet Chancen im Bereich der grünen Logistik. Durch Investitionen in emissionsarme oder -freie Fahrzeuge, wie Elektro- oder Wasserstoff-Lkw, können neue Kunden gewonnen und staatliche Förderungen genutzt werden. Nachhaltigkeitszertifikate und umweltfreundliche Dienstleistungen können als Wettbewerbsvorteil genutzt werden. 4. Gesamtaussage Risiken der kurz- bis mittelfristigen Entwicklung sehen wir weiterhin in steigenden Energie- und Personalkosten sowie Rohstoffpreisen und in den wirtschaftlichen Auswirkungen des anhaltenden Fahrermangels. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität und der langjährig gefestigten Marktposition unserer Gesellschaft sind wir für die Bewältigung der zukünftigen Risiken dennoch gut gerüstet. Bestandsgefährdende oder entwicklungsbeeinträchtigende Risiken sind derzeit nicht erkennbar und werden auch mittelfristig nicht erwartet.
Hamm, 28. Juni 2024 Solle Spedition GmbH gez. Klaus Erfmann, Geschäftsführer gez. Andreas Otter, Geschäftsführer gez. Sven Knopik, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangGrundsätzliches zum Jahresabschluss Die Solle Spedition GmbH hat ihren Sitz in Hamm, ist im Geschäftsjahr 2023 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB und eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Hamm (Reg.Nr. HRB 1765). Der Jahresabschluss der Solle Spedition GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten. Vermögensgegenstände des Anlagevermögens (einschließlich immaterielle Anlagewerte) werden grundsätzlich zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Nutzungsdauern werden aufgrund der betrieblichen Erfahrungen ermittelt, die sich weitgehend mit den Angaben in den steuerlichen AfA-Tabellen decken. Unbewegliche und bewegliche Anlagegüter werden - soweit sie einer Abnutzung unterliegen - linear abgeschrieben. Zugänge werden zeitanteilig abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu € 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Die Tochtergesellschaft in Ungarn hat wie im Vorjahr auch in 2023 einen Gewinn erzielt. Das Gleiche gilt auch für die Tochtergesellschaft in Frankreich, die auch wie im Vorjahr in 2023 einen Gewinn erwirtschaftet hat. Es wird davon ausgegangen, dass in beiden Tochtergesellschaften sich die positive Ergebnisentwicklung in den folgenden Jahren weiter fortsetzt. Deshalb erfolgt die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen weiterhin mit den Anschaffungskosten. Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten bzw. mit dem am Bilanzstichtag niedrigen beizulegenden Wert bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert unter Berücksichtigung des erkennbaren und latent vorhandenen Ausfallrisikos bewertet. Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen und alle erkennbaren weiteren ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste werden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung erfolgt gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Die Pensionsrückstellung wird für bereits laufende Rentenverpflichtungen gebildet. Die Bewertung erfolgt mit dem Barwert der zukünftigen Pensionsleistungen nach dem Teilwertverfahren. Für die Abzinsung wird der von der Bundesbank zum 31.12.2023 veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der letzten 10 Jahre berücksichtigt, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der gemäß § 253 Abs. 6 HGB anzugebende Unterschiedsbetrag zwischen dem 10-jährigen (1,82 %) und dem 7-jährigen Durchschnittszinssatz (1,74 %) beträgt € 67,00. Für die Berechnungen zum 31.12.2023 wurden folgende Annahmen getroffen:
Die Berechnung des Rückstellungswertes zum 31.12.2022 basierte auf den gleichen Annahmen. Lediglich der Zinssatz wurde mit 1,78 % angesetzt. Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Im Berichtsjahr und im Vorjahr stehen aktiven latenten Steuern aus der unterschiedlichen Bewertung der Pensionsrückstellungen passive latente Steuern aufgrund der Inanspruchnahme der nur steuerlich anerkannten IT-Abschreibung gegenüber. Insgesamt ergeben sich passive latente Steuern in Höhe von Euro 12.705,50. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das eine Minderung um Euro 6.127,25. Der zugrunde gelegte Steuersatz beträgt 32,1 %. Erläuterung zur Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagespiegel. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten in Höhe von T€ 1.053 kurzfristige Darlehen (einschließlich Zinsforderungen) und in Höhe von T€ 93 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Es besteht eine Ausschüttungssperre in Höhe von € 67,00. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben alle eine Restlaufzeit von weniger als fünf Jahren. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Bei der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB angewandt. Die Kraftfahrzeugsteuern wurden wie in den Vorjahren unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Sonstige Angaben Beschäftigte Im Geschäftsjahr 2023 waren ohne Auszubildende im vierteljährlichen Durchschnitt 69 Mitarbeiter beschäftigt. Diese Zahl setzt sich wie folgt zusammen: 3 Geschäftsführer 9 Angestellte 13 Aushilfen 44 Kraftfahrer 69 Mitarbeiter Geschäftsführer Geschäftsführer im Berichtsjahr waren: Herr Andreas Otter, Geschäftsführer Supply Chain Management Herr Klaus Erfmann, Geschäftsführer Finanzen Herr Sven Knopik, Geschäftsführer Supply Chain Management Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Beirat Mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 30.03.2012 hat die Gesellschafterversammlung einen Beirat benannt. Der Beirat setzt sich im Berichtsjahr wie folgt zusammen: Herr Dr. Maximilian Altmann, Vorstand Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Beirates wird unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Beteiligungen Die Gesellschaft ist am Bilanzstichtag mit 100,0 % an der Eurolux-Trans Kft., Felsozsolca, Ungarn, beteiligt. Der Anteil am Stammkapital beträgt € 1.533.976. Das Eigenkapital der Gesellschaft zum 31.12.2023 beträgt € 992.693. Im Jahr 2023 erzielte die Tochtergesellschaft einen Jahresüberschuss von € 6.624. Die Solle Spedition GmbH hält am Bilanzstichtag außerdem 100,0 % an der SOLLE FRANCE CBK SASU, Canteleu, Frankreich. Der Anteil am Stammkapital beträgt 2 Mio. €. Das Eigenkapital der Gesellschaft zum 31.12.2022 beträgt € 868.773. Im Jahr 2022 erzielte die Tochtergesellschaft einen Jahresüberschuss von € 52.784 (die geprüften Zahlen für 2023 liegen noch nicht vor). Haftungsverhältnisse Es bestehen Haftungsverhältnisse aus einer Garantie gegenüber einem Gläubiger eines verbundenen Unternehmens. Bei den Verpflichtungen der Tochtergesellschaft handelt es sich um eine Betriebsmittelkreditzusage von 1 Mio. €, die am Bilanzstichtag mit T€ 963 in Anspruch genommen war. Die Schuldnerin ist bislang ihren Zahlungsverpflichtungen uneingeschränkt nachgekommen. Aufgrund der erwarteten wirtschaftlichen Entwicklung wird davon ausgegangen, dass dies auch in Zukunft so sein wird und deshalb eine Inanspruchnahme sehr unwahrscheinlich ist. Angaben zu sonstigen finanziellen Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestehen Leasingverträge für Sattelzugmaschinen und Auflieger. Der Bestand der Restverpflichtungen zum 31.12.2023 beträgt T€ 3.275, diese enthalten Restwertverpflichtungen in Höhe von T€ 1.575. Von den laufenden Leasingraten sind T€ 703 innerhalb eines Jahres fällig. Verpflichtungen aus einem Erbbaurecht bestehen bis 2037 in Höhe von jährlich T€ 48. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ergeben. ErgebnisverwendungsvorschlagDas Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem Gewinnvortrag von € 3.570.846,34 und einem Jahresüberschuss von € 1.154.535,87 ab. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.
Hamm, 28. Juni 2024 Solle Spedition GmbH gez. Klaus Erfmann, Geschäftsführer gez. Andreas Otter, Geschäftsführer gez. Sven Knopik, Geschäftsführer Anlagenspiegel zum 31.12.2023
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 09.12.2024 festgestellt. Ergebnisverwendung: Die Gesellschafterversammlung hat am 09.12.2024 beschlossen, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen. BestätigungsvermerkIn dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss der Solle Spedition GmbH, Hamm, für das Geschäftsjahr 2023 wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender uneingeschränkter Bestätigungsvermerk erteilt: BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Solle Spedition GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Solle Spedition GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Solle Spedition GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Beirates für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Ingolstadt, 5. September 2024 RSV
gez. Adelheid Ruhl, Wirtschaftsprüferin |
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