PP AWG GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Wilhelm Schnicke seit 10.12.2025 | Geschäftsführer |
Miroslaw Purpura seit 28.7.2025 | Geschäftsführer |
Samuel Veijo Rayburn seit 28.7.2025 | Prokura |
Stefan Armin Wehner seit 12.6.2025 | Prokura |
Jan Lukas Zweiffel seit 12.9.2024 | Prokura |
Jenna Michelle Myszak seit 7.6.2023 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Fluid Management Operations Inc. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
AWG Fittings GmbHBallendorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023der AWG Fittings GmbH, BallendorfI. Grundlagen des Unternehmens Die AWG Fittings GmbH ("AWG") entwickelt, produziert und vertreibt technische Ausrüstungsgegenstände für die Brandbekämpfung sowie für den vorbeugenden Brandschutz. Dabei wird ein nahezu komplettes Sortiment für die Wasserführung und Verteilung einschließlich Zumischungssystemen für Löschmittel angeboten. Die Produktpalette reicht von Kupplungen für Schläuche in vielen internationalen Standards über Armaturen zur Wasserentnahme und -verteilung bis hin zu Strahlrohren für Wasser und Schaum. Die Gesellschaft produziert außerdem Monitore und Pumpen für Feuerwehrfahrzeuge. Ein kleiner Teil des Umsatzes wird mit Anwendungen in der allgemeinen Industrie getätigt. Die Umsatzerlöse der Gesellschaft sind etwa in gleich große Teile aufgeteilt auf Direktlieferungen an Feuerwehrfahrzeughersteller und Fachhändler für Feuerwehrausrüstungen. Zum 1. Juli 2016 wurde die PP AWG GmbH, Ballendorf (Muttergesellschaft der AWG), vom bisherigen Eigentümer PARAGON, München, an die LUKAS HYDRAULIK GmbH, Erlangen ("LUKAS HYDRAULIK"), verkauft und gehört somit zur IDEX Corporation, Lake Forest, Illinois, USA ("IDEX"); einem an der US-Börse notiertem Unternehmen (unter dem Kürzel "IEX"). Die AWG gehört innerhalb von IDEX dem Fire & Safety Unternehmensbereich an, zu dem unter anderem auch die LUKAS HYDRAULIK gehört. Am 14. Dezember 2021 wurde zwischen der AWG und der LUKAS HYDRAULIK ein Ergebnisabführungsvertrag mit Wirkung auf den 1. Januar 2021 geschlossen. Der größte Einzelmarkt ist Deutschland, gefolgt von China und den USA. Im Anschluss folgen Länder des europäischen Kernmarktes wie Österreich, Italien, die Niederlande und Portugal. Insgesamt belieferte die AWG an Händler bzw. Fahrzeughersteller in rund 49 Märkten weltweit. Nach Einschätzung des VDMA Feuerwehrtechnik hat sich das Umsatzvolumen für Feuerwehrtechnik am Standort Deutschland im Jahr 2023 weitgehend stabil entwickelt. Die Neuzulassungen von Feuerwehrlöschfahrzeugen waren im Vergleich zum Vorjahr leicht rückläufig. Die aktuelle Geschäftslage sowie die Aussichten werden vom Verband weiterhin als gut gesehen. II. Wirtschaftsbericht 1. Umsatz- und Ertragslage Insgesamt ist der Umsatz, als bedeutsamer finanzieller Leistungsindikator, im Vorjahresvergleich um rund 12% gesunken. Dabei sind nach einem Anstieg um 11% im Vorjahr, sowohl die Umsätze in Deutschland als auch die in ausländischen Märkten, nahezu im selben Umfang zurückgegangen. Während die Umsätze im deutschen Kernmarkt um 14% gesunken sind, war die Geschäftstätigkeit in China mit -39% signifikant rückläufig. Andere Auslandsmärkte haben sich dagegen stabiler entwickelt. Der Auftragsbestand des Jahres 2023 entwickelte sich rückläufig und liegt daher rund 16% unter dem Niveau des Vorjahres. Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhältnis zu den Umsatzerlösen) hat sich im Berichtsjahr von 43,0% auf 38,8% verbessert. Diese Entwicklung ist insbesondere auf deutlich reduzierte Fremdleistungen zurückzuführen. Der Rückgang des Personalaufwands von 11.072 TEUR auf 10.676 TEUR resultiert insbesondere aus der reduzierten der Anzahl der Mitarbeitenden, zudem haben sich geringere Aufwendungen bezüglich der Pensionsrückstellung ausgewirkt. Teilweise kompensiert wurden diese Effekte von Gehalts- und Tariferhöhungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Berichtsjahr um 21,3% auf 4.188 TEUR zurückgegangen. Ursächlich waren hierfür vor allem die umsatzvariablen Kosten. Die Erhöhung der Zinserträge um TEUR 176 resultiert aus den gestiegenen Zinsen auf Guthaben bei Kreditinstituten. Die ausgewiesenen Zinsaufwendungen sind im Wesentlichen auf die Pensionen zurückzuführen. Der Gewinn vor Steuern und Ergebnisabführung (bedeutsamer finanzieller Leistungsindikator) der AWG Fittings GmbH beträgt im Berichtsjahr 6.924 TEUR und ist im Einklang mit den gesunkenen Umsatzerlösen gegenüber dem Vorjahr (Gewinn vor Steuern) deutlich rückläufig. Die Prognose, welche einen leichten Rückgang des Umsatzniveaus sowie des Ergebnisses zeigte, ist eingetreten. . Die Ergebnisverschlechterung resultiert dabei vor allem aus fixen Kosten, unter anderem im Personalaufwandsbereich, die dem rückläufigen Umsatzvolumen nicht angepasst werden konnten. 2. Vermögens- und Finanzlage Das Eigenkapital der AWG Fittings GmbH beträgt unverändert 18,8 Mio. EUR; die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 63% (Vj. 61%). Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahr auf einem nahezu unveränderten Niveau. Durch aktives Working Capital Management konnten dabei die Vorräte um rund 29% abgesenkt werden, was zu einem entsprechenden Anstieg der Flüssigen Mittel führte. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen waren aus geringeren Umsätzen insbesondere gegen Jahresende rückläufig. Investitionen in das Anlagevermögen betrugen im Berichtsjahr rund 0,6 Mio. EUR und unterschritten die Abschreibungen; insgesamt reduzierte sich dadurch das Anlagevermögen leicht auf 6,4 Mio. EUR. Die sonstigen Rückstellungen gingen auf 1,8 Mio. EUR zurück, insbesondere aufgrund reduzierter Personal- und Gewährleistungsrückstellungen. Die Verbindlichkeiten untergliedern sich in Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von rund 0,3 Mio. EUR, in Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen mit 0,1 Mio. EUR und in sonstige Verbindlichkeiten mit rund 1,4 Mio. EUR. Dabei wurde wie im Vorjahr eine Vorauszahlung im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrags mit der LUKAS Hydraulik GmbH in Höhe des geschätzten Ergebnisses geleistet. Der Differenzbetrag zur tatsächlichen Ergebnisabführung ist in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen. Die Finanzlage des Unternehmens ist als stabil zu bezeichnen. Die Forderungen werden durch aktives Forderungsmanagement und ein effizientes Mahnwesen weitgehend innerhalb der Zahlungsziele vereinnahmt. Verbindlichkeiten werden größtenteils mit Skonto beglichen. Die Liquidität ist mit Bankguthaben von ca. 12,9 Mio. EUR als sehr gut zu bezeichnen. Die Geschäftsführung ist kontinuierlich auf Liquiditätssicherung bedacht. III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens Die Erwartungen für 2023 in Bezug auf den Umsatz wurden verfehlt, unter anderem aufgrund eines verhaltenen Nachfrageverhaltens basierend auf der konjunkturellen Entwicklung. Basierend auf den Zulassungsstatistiken des VDMA Feuerwehrtechnik sehen wir weiter einen stabilen Trend von Neuzulassungen von Feuerwehrfahrzeugen, die Knappheit an Chassis auf der Herstellerseite lässt weiter nach. Über unsere Händler erwarten wir stabile Bestellungen der deutschen Feuerwehren zur Erhaltung der Betriebsbereitschaft. Der Klimawandel eröffnet Chancen für unsere Produkte im Bereich Waldbrandbekämpfung. Neben den üblichen Erhaltungsinvestitionen sind im Jahr 2024 nur geringe Investitionen zur Steigerung der Produktivität vorgesehen. Für das Jahr 2024 erwartet die AWG grundsätzlich eine moderat steigende Umsatzentwicklung, jedoch zeichnet sich zum Aufstellungszeitpunkt des Lageberichtes bereits ab, dass aufgrund der konjunkturellen Rahmenbedingungen das Umsatzniveau leicht unterhalb des Vorjahres bleiben wird. Die AWG möchte sich weiterhin im Kernmarkt DACH auf die Bedürfnisse der Hauptkunden konzentrieren und mit innovativen Produkten ihre starke Marktstellung behaupten. Weiter sehen wir Chancen für Wachstum in Europa und im Nahen Osten. Die Verwerfungen in den globalen Lieferketten der letzten Jahre haben auch die AWG hinsichtlich der termingerechten Lieferung mancher Produkte an Kunden getroffen, hier ist bereits in 2023 eine deutliche Entspannung eingetreten, daher sehen wir dies aktuell grundsätzlich nicht mehr als relevantes Thema. Eine Ausnahme stellt dabei das unten aufgeführte Risiko bezüglich der Vorprodukte aus China dar. Die in den Vorjahren stark gestiegenen Preise von Aluminium und der Kosten der Energieträger haben sich stabilisiert und sind teilweise leicht rückläufig. Aufgrund des geringeren Umsatzvolumens, kombiniert mit einem schlechteren Produktmix, rechnet die AWG mit einem weiteren leichten Rückgang des Gewinns vor Steuern und Ergebnisabführung gegenüber 2023. 2. Forschung und Entwicklung Im Produktbereich AWG fokussiert sich die Entwicklungsarbeit sowohl auf neue Produkte als auch auf die Modifikation bestehender Produkte. Dies geschieht zum einen aus eigenen Überlegungen heraus, zum anderen als Reaktion auf Kundenanforderungen. Im Bereich Alco steht neben der Standardisierung des bestehenden Produktportfolios die Entwicklung und Modifikation von Monitoren in enger Zusammenarbeit mit Kunden aus dem Bereich der Fahrzeugherstellung im Mittelpunkt. Darüber hinaus sehen wir zunehmend Chancen Monitore auch im Industriebereich als Lösung für die Brandbekämpfung anzubieten. 3. Risikobericht Die AWG hat für das Erkennen wesentlicher Risiken ein umfassendes Controlling- und Risikomanagement implementiert. Die eingesetzten Steuerungs- und Überwachungssysteme werden fortlaufend weiterentwickelt, um noch besser das Maß der Risiken bewerten und handhaben zu können. Zudem hat die Gesellschaft seit ihrer Zugehörigkeit zum IDEX-Konzern monatliche Reporting-Pflichten sowie interne Audits aus den unterschiedlichsten Bereichen wie Compliance, SOX und Exportkontrolle. Die Gesellschaft verfügt über ein effizientes Mahnwesen; Forderungsausfälle bei unseren Kunden sind in der Regel nicht zu erwarten. Währungsrisiken bestehen nur in eingeschränktem Maße, da der Großteil der Ein- und Verkäufe in Euro fakturiert wird. Für die Gesellschaft besteht das Risiko, gestiegene Rohstoffpreise nicht vollständig und nicht zeitnah an die Kunden weitergeben zu können. Die AWG unterliegt zudem dem Risiko von konjunkturbedingten Nachfrageschwankungen. Für mögliche Schadensersatzforderungen aus Produkthaftungsfällen unterhält die AWG eine Versicherung. Das interne Qualitätsmanagementsystem trägt darüber hinaus dazu bei, Risiken aus Produktgarantiefällen zu minimieren. Auch wenn der Ukraine-Krieg bislang keine direkten Auswirkungen auf die Gesellschaft hatte und Russland keinen der Hauptabsatzmärkte der AWG darstellte, besteht ein unverändert das Risiko, dass infolge des Krieges wieder steigende Energie- und Rohstoffkosten einen negativen Einfluss auf die Kosten- und Ergebnissituation der AWG haben können. Spannungen zwischen der EU und der Volksrepublik China könnte die Versorgung mit wesentlichen Vorprodukten aus China gefährden. Es besteht weiterhin das Risiko, dass sich die schlechtere konjunkturelle Entwicklung in Deutschland negativ auf die Budgets der Gemeinden für Ersatzbeschaffungen im Feuerwehrbereich auswirken. Investitionen werden in der Regel als Einmalzahlung aus der Liquidität bezahlt. Insgesamt sind im Rahmen der Analyse der aktuell erkennbaren Einzelrisiken keine Anhaltspunkte ersichtlich, die entweder für sich alleine oder in Kombination den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten. Dabei sind sowohl die eingeleiteten als auch die abgeschlossenen Aktivitäten mit einbezogen. Dieser Lagebericht enthält Aussagen und Prognosen, die sich auf die künftige Entwicklung der Gesellschaft beziehen. Diese Prognosen stellen Einschätzungen dar, die auf Basis der zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen wurden. Sollten die zugrunde liegenden Annahmen nicht eintreten, können die Ergebnisse bzw. die tatsächliche Entwicklung von den getroffenen Einschätzungen abweichen.
Ballendorf, 18. Dezember 2024 Bilanz zum 31. Dezember 2023der AWG Fittings GmbH, BallendorfAktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023der AWG Fittings GmbH, Ballendorf
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023der AWG Fittings GmbH, BallendorfInhaltsverzeichnis A. Allgemeine Angaben B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden C. Erläuterungen zur Bilanz D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung E. Sonstige Angaben A. Allgemeine Angaben Die Gesellschaft ist im Handelsregister B des Amtsgerichts Ulm unter der Nummer HRB 725886 und der Firma "AWG Fittings GmbH" eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist Ballendorf. Die AWG Fittings GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des HGB und den ergänzenden Bestimmungen des GmbH-Gesetzes erstellt. Das Berichtsjahr umfasst den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der Jahresabschluss wurde nach den Bestimmungen des § 266 Abs. 2 und 3 und des § 275 Abs. 2 HGB gegliedert. Die Bewertung der einzelnen Vermögens- und Schuldposten erfolgte nach den handelsrechtlichen Vorschriften. Im Einzelnen: 1. Anlagevermögen Die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Anlagen, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter mit Einzelanschaffungskosten bis EUR 800,00 werden im Jahr der Anschaffung zu 100 % in voller Höhe abgeschrieben. Sonstige Ausleihungen werden zum Nennwert angesetzt. Zudem werden erforderliche Abschreibungen auf die niedrigeren beizulegenden Werte am Bilanzstichtag im Falle einer voraussichtlichen dauerhaften Wertminderung vorgenommen. 2. Umlaufvermögen Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus den Anschaffungs- oder Herstellungskosten und dem Nettoveräußerungswert bewertet. Die Anschaffungskosten von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und Waren werden auf Basis des gleitenden Durchschnittspreises ermittelt. Die Herstellungskosten von fertigen und unfertigen Erzeugnissen enthalten Rohstoffe, Fertigungslöhne, andere direkte Kosten und dem Produkt zurechenbare Gemeinkosten, die auf normaler Kapazitätsauslastung basieren. Nicht enthalten sind Finanzierungskosten. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der Kosten für die Fertigstellung und den Vertrieb. Der Ansatz von Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen erfolgte zum Nennwert oder zu dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert. Im Rahmen der Bewertung wurde erkennbaren Risiken durch Einzelwertberichtigungen in ausreichendem Maße Rechnung getragen. Die liquiden Mittel werden mit den Nennwerten angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. 3. Rückstellungen Die Rückstellungen werden grundsätzlich mit dem Erfüllungsbetrag bewertet. Die Berechnung der Rückstellungen für Pensionen zum 31. Dezember 2023 erfolgt unter Anwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren mit einem Rechnungszins von 1,83 % (Vj. 1,79 %) und einem Rententrend von 2,25 % für die Folgejahre. Die Bewertung erfolgte unter Verwendung des durchschnittlichen Zinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren. Bei Verwendung des durchschnittlichen Zinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren würde sich zum 31. Dezember 2023 eine um TEUR 98 höhere Pensionsrückstellung ergeben. Bei den sonstigen Rückstellungen sind alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme angesetzt. 4. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag zum Bilanzstichtag passiviert. Verbindlichkeiten in Fremdwährung sind zum Anschaffungskurs oder dem höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Verbindlichkeiten in fremder Währung mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr werden mit den jeweils am Bilanzstichtag gültigen Devisenkassamittelkursen bewertet. 5. Latente Steuern Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. C. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände betreffen EDV-Software. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen enthalten keine Posten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von EUR 43.080,78 (Vj. EUR 611.619,13) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Zudem besteht eine Finanzforderung gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 1.131.656,15 (Vj. EUR 853.856,55). 3. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 25.000,00. Die Kapitalrücklage beträgt unverändert EUR 18.761.270,26 und entfällt auf andere Zuzahlungen nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB. Unter Berücksichtigung der Kapitalrücklage und des Gewinnvortrags in Höhe von EUR 47.438,54 besteht ein Eigenkapital in Höhe von insgesamt EUR 18.833.708,80 (Vj. EUR 18.833.708,80). 4. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen umfassen insbesondere Rückstellungen aus dem Personalbereich in Höhe von EUR 537.011,28 (Vj. EUR 668.817,11), Bonusverpflichtungen gegenüber Kunden in Höhe von EUR 554.000,00 (Vj. EUR 562.000,00), Verpflichtungen aus Produktgarantien und Retourenverpflichtungen in Höhe von EUR 162.500,00 (Vj. EUR 222.600,00) sowie aus Beratungs- und Prüfungskosten. 5. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten, untergliedert nach Restlaufzeiten, sind dem Verbindlichkeitenspiegel zu entnehmen. Vorjahresbeträge wurden in Klammern vermerkt.
Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen zum Teil branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Vermögensgegenständen. 6. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen, soweit diese nicht in der Bilanz ausgewiesen sind, stellt sich wie folgt dar:
D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Derivative Finanzinstrumente Keine. 2. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt auf:
3. Sonstige betriebliche Erträge Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 132. Weiterhin sind Erträge aus Kursdifferenzen in Höhe von TEUR 125 enthalten. 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten keine außerordentlichen oder außergewöhnlichen Posten. 5. Finanzergebnis In dem Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen sind EUR 136.214,00 (Vj. TEUR 135) aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen enthalten. 6. Aufgrund vom Ergebnisabführungsvertrag abgeführter Gewinn Die Gesellschaft hat am 14. Dezember 2021 mit Wirkung zum 1. Januar 2021 einen Ergebnisabführungsvertrag mit der LUKAS Hydraulik GmbH, Erlangen geschlossen. Der für das Geschäftsjahr abgeführte Gewinn beträgt EUR 6.868.343,85. E. Sonstige Angaben 1. Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer
2. Angaben zum Geschäftsführungsorgan Als Geschäftsführer sind
Die Geschäftsführer sind jeweils von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Alle Geschäftsführer erhalten keine unmittelbare Vergütung von der AWG Fittings GmbH. 3. Honorar des Abschlussprüfers
4. Angaben zum Konzernabschluss Die Gesellschaft ist mittelbare Tochtergesellschaft der IDEX Corporation mit Sitz in Lake Forest/ Illinois/USA, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Konsolidierungskreis erstellt. Der Konzernabschluss der IDEX Corporation ist auf der Homepage des Unternehmens (http://www.idexcorp.com/) erhältlich. 5. Nachtragsbericht Bedeutsame Vorgänge, welche die übliche Geschäftstätigkeit erheblich beeinflussen, sind im Geschäftsjahr 2024 bisher nicht eingetreten.
Ballendorf, den 18. Dezember 2024 Fabio Ferrari, Geschäftsführer Keith Brian Miller, Geschäftsführer Jenna Michelle Myszak, Geschäftsführerin Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die AWG Fittings GmbH, Ballendorf Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der AWG Fittings GmbH, Ballendorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Dar- über hinaus haben wir den Lagebericht der AWG Fittings GmbH, Ballendorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Nürnberg, den 18. Dezember 2024 Deloitte
GmbH
Julius Pinckernelle, Wirtschaftsprüfer Andreas Kiefer, Wirtschaftsprüfer |
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