intive automotive GmbHLiquidiert

93053 Regensburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Regensburg HRB 10434
Vorher
iNTENCE automotive electronics GmbH
Eingetragen
5.2.2007
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieEntwicklung und Programmierung von AnwendungssoftwareHerstellung elektrischer und elektronischer Ausrüstungsgegenstände für Kraftwagen
Gegenstand
Die Entwicklung von Software und Steuerungssystemen sowie entwicklungsbegleitende Dienstleistungen, insbesondere in der Automobilelektronik, ferner Coaching und Beratung im Bereich Softwarequalität.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Slawomir Kupczyk
seit 14.11.2022
Geschäftsführer
Prokura
Rolf Thomas Pasel
seit 12.10.2020
Geschäftsführer
Wolfgang Bodensteiner
seit 20.9.2017
Prokura

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

intive automotive GmbH

Regensburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021

Inhaltsverzeichnis

1 GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS

1.1 Rechtliche Verhältnisse

1.2 Ziele und Strategien

2 WIRTSCHAFTSBERICHT

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.2 Geschäftsverlauf

2.3 Ertragslage

2.4 Finanzlage

2.4.1 Kapitalstruktur

2.4.2 Investitionen

2.4.3 Liquidität

2.5 Vermögenslage

2.6 Finanzielle Leistungsindikatoren

3 PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

3.1 Prognosebericht

3.2 Risikobericht

3.2.1 Risikomanagement

3.2.2 COVID-19-Pandemie

3.2.3 Operative Risiken

3.2.4 Wettbewerbssituation

3.2.5 IT-Fachkräftemangel in Deutschland

3.2.6 Politische und makroökonomische Rahmenbedingungen

3.2.7 Politische Lage zwischen Russland und Ukraine

3.2.8 Kundenverlust

3.2.9 Compliance-Risiken

3.2.10 Forderungsausfälle und Liquiditätsrisiko

3.2.11 Gesamtbild der Risiken

3.3 Chancenbericht

3.3.1 Projektgeschäft

3.3.2 Technologietrends

3.3.3 Fachkräftemangel auf Kundenseite

3.3.4 Konzernwachstum

1 Grundlagen des Unternehmens

1.1 Rechtliche Verhältnisse

Die intive automotive GmbH ("intive automotive'') hat ihren Sitz in Regensburg und ist dort beim Amtsgericht im Handelsregister unter Nr. HRB 10434 eingetragen. Die intive automotive GmbH gehört zur intive-Gruppe mit Entwicklungszentren in Deutschland, Polen, Argentinien, der Ukraine, Irland, Rumänien und den USA.

Das Geschäftsfeld der Gesellschaft ist die Entwicklung softwareintensiver Systeme für die deutsche Automobilbranche. An den Standorten Regensburg, Ingolstadt, München sowie an den Nearshore Standorten Krakow und Kiew, bietet die Gesellschaft ihren Kunden als Entwicklungs- und Technologiepartner Softwareentwicklung über den ganzen Entwicklungsprozess von der Vorentwicklung bis zur projektübergreifenden Systemintegration. Das Leistungsspektrum der Gesellschaft umfasst Entwicklungs-Services für Advanced Driver Assistance Systems, Body, Comfort & Connect, HMI und Infotainment, Cloud- & Backend-Lösungen sowie KI & Algorithmik.

1.2 Ziele und Strategien

Die Digitalisierung ist eine der großen Herausforderungen in der Forschung und Entwicklung für die Automobilbranche. Ziel des Unternehmens ist ein Schlüsselpartner für große Automobilhersteller und Zulieferer für die digitale Transformation im Fahrzeug und zugehörigen Systemen und Services zu sein.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die konjunkturelle Lage in Deutschland war im Jahr 2021 gekennzeichnet durch die tiefgreifenden Auswirkungen der Corona-Pandemie.

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2021 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 2,7 % höher als im Jahr 2020 (auch kalenderbereinigt). Die konjunkturelle Entwicklung war auch im Jahr 2021 stark abhängig vom Corona-Infektionsgeschehen und den damit einhergehenden Schutzmaßnahmen. Trotz der andauernden Pandemiesituation und zunehmender Liefer- und Materialengpässe konnte sich die deutsche Wirtschaft nach dem Einbruch im Vorjahr erholen, wenngleich die Wirtschaftsleistung das Vorkrisenniveau noch nicht wieder erreicht hat. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2021 noch um 2,0 % niedriger.

Im Vergleich zum vorangegangenen Krisenjahr 2020, in dem die Produktion im Zuge der Corona-Pandemie teilweise massiv eingeschränkt worden war, hat sich die Wirtschaftsleistung im Jahr 2021 in fast allen Wirtschaftsbereichen erhöht.

Die Hersteller und Zulieferer der deutschen Automobilindustrie investieren von 2022 bis 2026 mehr als 220 Mrd. in Elektromobilität inkl. Batterietechnik, Digitalisierung und andere Forschungsfelder. Damit investiert die deutsche Automobilindustrie in diesem Zeitraum jährlich rechnerisch mehr als 44 Mrd. Das ist mehr als die Bundeshaushalte für Wirtschaft und Energie (10,6 Mrd.), für Bildung, Forschung inkl. der Raumfahrt (20,2 Mrd.) und für internationale Zusammenarbeit (10,8 Mrd.) zusammen in 2022 ausgeben werden. Mit den Ausgaben für Forschung und Entwicklung demonstriert die Branche ihre Entschlossenheit, die Transformation zu einer internationalen Erfolgsgeschichte zu machen. 1

Eine neue Bedrohung der Automobilindustrie aufgrund der Pandemie ist im letzten Jahr stark zu tragen gekommen. Die internationalen Lieferketten sind branchenübergreifend gestört. In der Automobilbranche sind Mikrochips für Steuergeräte seit Ende letzten Jahres Mangelware. Die Chip-Hersteller beliefern vor allem die Produzenten von Unterhaltungselektronik wie Smartphones, Computern oder Spielekonsolen, die aufgrund der Pandemie eine erhöhte Nachfrage sehen. Bei allen deutschen Autobauern standen deshalb zeitweise die Bänder in der Produktion still und die Belegschaft war entsprechend in Kurzarbeit. Die Produktionsengpässe bremsten auch den Absatz von Neuwagen in Deutschland. Das Jahr 2021 endete für den deutschen Pkw-Markt insgesamt sehr unerfreulich. Im Dezember 2021 gab es knapp 27 Prozent weniger Neuzulassungen als im Dezember des Vorjahres mit einer Jahresbilanz für 2021 von 10,1 Prozent weniger Neuwagen. Nicht zu stoppen ist der Trend bei E-Autos: Fast verdoppelt hat sich die Anzahl der neu zugelassenen Elektro-Pkw (BEV) (+83,3 %). Ihr Anteil stieg auf 13,6 Prozent an. Die zweithöchsten Zuwächse waren bei den Pkw mit Plug-in-Hybrid-Antrieb (+62,3 %) zu beobachten, deren Anteil auf rund 12,4 Prozent stieg. 2 Damit ist unterstrichen, dass der Technologiewandel in der deutschen und internationalen Automobilindustrie im vollen Gange ist.

Der globale Markt für Softwareentwicklung im Bereich der digitalen Transformation ist ein stetig wachsender Markt. Grand View Research sagt ein jährliches Wachstum von 23,1 % im Zeitraum von 2022 bis 2030 voraus und geht von einer Basis von 723,8 Milliarden US-Dollar im Jahr 2022 aus. 3

2.2 Geschäftsverlauf

Der positive Trend der Gesamtwirtschaft hat sich auf den Geschäftsverlauf der intive automotive ausgewirkt.

Die Gesellschaft hat durch umsichtige Hygienemaßnahmen und die weitestgehende Arbeit im Home- Office die Lieferfähigkeit erhalten und den andauernden Einfluss von Corona auf den Geschäftsablauf erfolgreich minimiert. Die Gesellschaft konnte durch den Fokus auf die langjährigen Großkunden den Umsatz stärker ausbauen als bei anhaltendem Pandemiegeschehen prognostiziert war. Treiber waren hier insbesondere die zuverlässige Lieferfähigkeit, die technische Expertise in neuen Technologiefeldern sowie der hohe Qualitätsstandard. So war es möglich, neue Projekte innerhalb der Bestandskunden zu erschließen und bestehende Engagements zu verlängern. Aufgrund der kritischen Rahmenbedingungen lag der Fokus der Gesellschaft nicht auf der Neukundengewinnung.

Die Geschäftsorganisation der intive automotive wurde in 2021 angepasst. Durch ein neues Management wurden vor allem die Geschäftsbeziehungen mit Bestandskunden intensiviert, sodass die Umsatzerlöse mit einer Steigerung von 23,7% deutlich über der Prognose des Vorjahres (11 %) liegen.

Die teilweise hohe Nachfrage an Fachpersonal führte zu einer Kostenerhöhung im Bereich der Mitarbeiter und des Zeitpersonals. Die EBITDA-Marge fiel daher mit -2,37% niedriger aus als prognostiziert (5,0%).

1 https://www.vda.de/vda/de/presse/Pressemeldungen/211230_Deutsche-Autoindustrie-investiert-bis-2026-ber-220-Mrd-Euro-in-Forschung-und-Entwicklung
2 https://www.kba.de/DE/Statistik/Fahrzeuge/Neuzulassungen/Jahresbilanz_Neuzulassungen/jahresbilanz_node.html
3 https://www.grandviewresearch.com/industry-analysis/digital-transformation-market

Das Mitarbeiterwachstum an den Standorten München, Ingolstadt und Regensburg war kontinuierlich, am Standort Regensburg erheblich, so dass die Mitarbeiterzahl im Laufe des Geschäftsjahres auf durchschnittlich 226 gestiegen ist.

2.3 Ertragslage

Die Gesellschaft schloss das Geschäftsjahr 2021 mit einem Jahresfehlbetrag (vor Ergebnisabführung) von TEUR -1.044 (Vorjahr: Jahresüberschuss: TEUR 396) ab. Die deutliche Umsatzsteigerung (plus 23,7% zum Vorjahr) führte zu einer Aufstockung des Personals und zu höheren Fremdleistungen. Auf Grund von Mehrkosten, erhöhter Personalfluktuation und sinkenden Verkaufspreisen aufgrund intensiven Wettbewerbes, ist die EBIT-Marge von 2,0% im Vorjahr auf -3,89% im Berichtsjahr zurückgegangen.

An Aufwendungen für bezogene Leistungen fielen im Berichtszeitraum TEUR 4.587 an. Im Vorjahr 2020 belief sich der entsprechende Wert auf TEUR 2.651. Dies entspricht einer Erhöhungsrate gegenüber dem Vorjahr von 73%. Die Erhöhung ist als Konsequenz der erhöhten Nutzung von Kapazitäten der Konzerngruppe (Polen und Ukraine) im Vergleich zum Vorjahr zu verstehen, da nicht alle Aufträge mit den eigenen Mitarbeitern abgearbeitet werden konnten.

Der Anstieg der Personalkosten ist auf die Vergrößerung des Personalstamms sowie auf die allgemeinen Gehaltssteigerungen zurückzuführen. Die Löhne und Gehälter 2021 betrugen TEUR 14.401 gegenüber TEUR 11.918 im Vergleichszeitraum 2020. Die absolute Veränderung beträgt damit TEUR 2.483. Dies ergibt eine Erhöhungsrate von 20,8%. An sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung fielen im Berichtsjahr 2021 TEUR 2.261 an. Im Jahr 2020 belief sich der entsprechende Wert auf TEUR 1.851. Der Betrag der absoluten Veränderung beläuft sich auf TEUR 410. Dies entspricht einer Erhöhungsrate von 22,1%.

Die Umsatzrentabilität betrug -4,25 %. Im Vorjahr 2020 lag dieser Wert bei 2,01 %.

2.4 Finanzlage

2.4.1 Kapitalstruktur

Das Eigenkapital der intive automotive zum 31. Dezember 2021 hat sich zum Vorjahr nicht verändert und beträgt TEUR 5.979.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Leistungsverrechnungen IC betrugen am 31. Dezember 2021 TEUR 2.400, verglichen mit TEUR 1.220 im Vorjahr. Die Verbindlichkeiten sind im Vergleich zum Vorjahr um 96,7% angestiegen. Der Anteil an Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stieg von TEUR 1.093 auf TEUR 2.000 um 83 %.

2.4.2 Investitionen

Investitionen erfolgten in Höhe von TEUR 2.779 im Wesentlichen für den Umzug in das neue Bürogebäude auf dem Gelände der ehemaligen Nibelungenkaserne in Regensburg und für Software-Lizenzen.

In das Objekt TechCampus wird die intive automotive nach umfangreichen individuellen Ein- und Umbaumaßnahmen Mitte April 2022 einziehen. Die Anschaffungen belaufen sich auf TEUR 2.336.

Im Zuge der Gesamtinvestitionen hinsichtlich des Umzuges in die neuen Geschäftsräume wurde ein Darlehen in Höhe von TEUR 2.380 (VJ: TEUR 0) bei einem Kreditinstitut aufgenommen.

2.4.3 Liquidität

Der Cash-Flow der Gesellschaft wird durch das Global Treasury Management der intive Gruppe verwaltet. Zum Geschäftsjahresende hat die intive automotive GmbH liquide Mittel in Höhe von TEUR 2.437 (VJ: TEUR 2.751).

Die Finanzkraft des Unternehmens ist ausreichend gesichert, um Investitionen zu tätigen und die unter normalen Bedingungen gegebene Geschäftstätigkeit der Gesellschaft zu sichern.

2.5 Vermögenslage

Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen belaufen sich zum 31. Dezember 2021 auf TEUR 3.325 (VJ: TEUR 921). Im Vergleich zum Vorjahr ist das Anlagevermögen aufgrund Ersatz- und Neuanschaffungen für Hardware und Büroausstattungen sowie Ausbauarbeiten im gemieteten Campus Bürogebäude, vermindert um reguläre Abschreibung, gestiegen.

Zum Geschäftsjahresende bestehen noch nicht abgerechnete unfertige Leistungen in Höhe von rund TEUR 58 (VJ: TEUR 79). Dies resultiert im Wesentlichen daher, dass für die finale Abrechnung von bereits erbrachten Leistungen die Abnahmeprotokolle von den Kunden noch nicht vorliegen.

2.6 Finanzielle Leistungsindikatoren

Die wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren sind für die intive automotive GmbH der Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände (EBITDA) sowie der Umsatz.

2021 2020
Umsatzerlöse 24.550.434,89 € 19.845.344,08 €
EBITDA -580.865,41 € 798.734,94 €

3 Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Prognosebericht

Die noch immer bestehende COVID-19 Pandemie mit ihren Folgen auf die Chiphersteller für den Automobilsektor und der zu Beginn des Jahres 2022 ausgebrochene Krieg in der Ukraine sowie deren Auswirkungen auf die Weltwirtschaft und im speziellen der betroffenen Lieferketten im Automobilsektor, führen zu einer erhöhten Unsicherheit in Bezug auf eine Prognose für das Geschäftsjahr 2022.

Auf Basis der zum Zeitpunkt der Verfassung des Lageberichts bekannten Auswirkungen der COVID-19-Pandemie und unter Einbeziehung der erwarteten Auswirkungen, die sich aus der Krise in der Ukraine ergeben können, sowie aufgrund der Tatsache, dass Unternehmen nach wie vor in den Ausbau der Digitalisierung ihrer Unternehmen investieren müssen (vgl. Punkt 2.1) strebt die intive automotive nach den Einschätzungen und Prognosen der Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2022 eine ambitionierte Umsatzsteigerung von 15% und eine EBITDA Marge von 2% an.

Dies soll vor allem durch Konzentration auf Großkunden mit hohem Umsatzpotenzial und die Steigerung des "Share of Wallet" (der Anteil von intive automotive am gesamten Software-Outsourcing-Budgets eines Kunden) im bestehenden Kundenstamm erreicht werden.

Sollte die Pandemie jedoch durch neue Varianten nochmals außer Kontrolle geraten oder die Auswirkungen in der z.B. Halbleiterknappheit bei den Bestandskunden derart massiv verlaufen, dass getätigte Bestellungen und laufenden Projekte gestoppt werden, wird sich die Geschäftsführung auf den Erhalt der Geschäftstätigkeit und -fähigkeit der Gesellschaft und das Halten der Belegschaft konzentrieren. In diesem Fall strebt die Geschäftsführung keine Umsatzsteigerung an und zielt darauf ab kostendeckend zu arbeiten; in diesem Szenario sind auch deutlich rückläufige Umsatzerlöse und ein deutlich rückläufiges EBITDA nicht auszuschließen.

Wesentliche geplante Investitionen für 2022, vorbehaltlich entsprechender Umsatz- und Cashflow-Entwicklung, sind der weitere Aufbau von Personal im Bereich der Projektdurchführung, weitere Zertifizierungen sowie in IT-Ausstattung.

3.2 Risikobericht

3.2.1 Risikomanagement

Als einen integralen Bestandteil der Unternehmenssteuerung betrachten wir ein wirksames, vorausschauendes Risikomanagement sowie ein umfängliches Controlling. Als permanente Aufgabe versuchen wir dabei einerseits entstehende Risiken frühzeitig zu erkennen und mit zielgerichteten Maßnahmen zu bewältigen und andererseits die sich am Markt bietenden Chancen zu nutzen.

3.2.2 COVID-19-Pandemie

Die noch immer andauernde weltweite COVID-19-Pandemie stellt weiterhin ein Risiko für die intive Automotive dar. Dieses Risiko ist aufgrund von Virusmutationen nur schwer abschätzbar. Neben aktuellen Lockerungen an Maßnahmen sind aber auch Verschärfungen durch bspw. erneute Lockdowns in Regionen zu beobachten. Die Gesellschaft adressiert dieses Risiko im Rahmen des betrieblichen Risikomanagements (3.2.1) auf wöchentlicher Basis. Die intive Automotive, als auch die Gruppe, haben die jeweiligen Pläne zur Sicherstellung der Betriebskontinuität aktiviert und für absehbare Risiken Gegenmaßnahmen zur Risikomitigierung eingeleitet. Das Risiko durch COVID-19 strahlt auf die Risiken 3.2.3 bis 3.2.9 ab, soll aber hier gesondert bewertet werden.

Zum Schutz der Belegschaft sind weitreichende Hygiene-Maßnahmen in den Arbeitsstätten, die Reduzierung von Dienstreisen, die Anordnung von Home-Office und Selbstisolation in Verdachtsfällen sowie die Aufhebung von Präsenzregeln erlassen worden.

Die Projektlieferung und Betriebsführung, kann dank einer modernen und mehrfach redundanten IT-Ausstattung für die große Mehrheit der Projekte und Abteilungen aus dem Home-Office erfolgen. Entsprechend ist zum Schutz der Belegschaft Home-Office wo möglich angeordnet. Erhöhte Hygiene-Maßnahmen, räumliche Trennung sowie rollierende Anwesenheitszeiten schützen die Belegschaft, die die Betriebsstätten zur Arbeitsverrichtung aufsuchen müssen.

Das gesamtwirtschaftliche Risiko (vgl. 3.2.6) aufgrund von COVID-19 und das daraus resultierende Risiko für den Kunden- oder Projektverlust (vgl. 3.2.7) ist als erheblich einzustufen. Durch sehr engen Kontakt zu allen Kunden und eine gesonderte Risikobewertung ist das Risiko im Rahmen der Möglichkeiten des Unternehmens gemindert.

Die Liquidität der Gesellschaft ist durch die gute Kapitalausstattung und die Einbettung in das intive-Netzwerk aktuell nicht gefährdet.

3.2.3 Operative Risiken

Es besteht das Risiko eines Kalkulationsfehlers bei Projekten, die Kunden mit einem Festpreis bzw. einem Lieferversprechen angeboten werden und die tatsächlichen Kosten die vereinbarten Preise übersteigen bzw. das versprochene Lieferdatum nicht eingehalten wird. Das Risiko wird durch marktübliche Schätzungsmethoden sowie die Einpreisung von Risikopuffern bei Abschluss eines Werkvertrages sowie detailliertes Scope- und Change-Request-Tracking in der Umsetzung des Projektes gemindert.

Geplante bzw. geforderte Gewährleistungsrückstellungen werden wie in der WIP-Bewertung berechnet. Die Auswertung innerhalb des Projektes erfolgt auf Basis von Arbeitspaketen. Hier findet eine individuelle Fortschrittsbewertung in % statt. Daraus wird der Erlösanteil im Verhältnis zum kontrahierten Budget pro Arbeitspaket berechnet. Der aktuelle Softwarestand in bewerteten Projekten stellt die geplante Umsetzung der funktionalen Anforderungen dar. Durch Sicherstellung einer hohen Testabdeckung und der Fehlerbehebungsaktivitäten sowie der Fehlerbehebungslieferungen könnten diese Risiken maximal reduziert werden. Dieses ist speziell notwendig in Projekten mit hohen Anforderungen an der Prozess- und Qualitätsanforderungen nach z.B. Automotive SPiCE.

3.2.4 Wettbewerbssituation

intive automotive steht im Wettbewerb zu verschiedenen Gruppen von Unternehmen am Markt, die sich wie folgt einteilen lassen:

Automobilzulieferer

Anbieter von Ingenieursdienstleistungen

Software-Entwickler

IT-Outsourcing-Unternehmen

Weiterhin unterliegt der Markt einer Transformationswelle, die durch die Pandemie in Teilaspekten signifikant beeinflusst wird. Im Digital Auto Report 2021 stellt PwC fest, dass die zunehmende Aufmerksamkeit des Marktes für Nachhaltigkeit und der Wettbewerbsdruck durch heranreifende digitale Disruptoren, die Strategie der Führungskräfte in der Automobilindustrie in Richtung vernetzte, elektrische, automatisierte und intelligente Mobilität stark beeinflusst.

Die intive automotive entwickelt ihr Angebot in Anlehnung an die Zukunftsstrategien der großen deutschen Automobilhersteller stetig weiter, um sich vom Wettbewerb zu differenzieren. Hervorzuheben sind hier die Bereiche des autonomen Fahrens, Infotainment und Künstliche Intelligenz (Kl) im Fahrzeug.

Im Rahmen der Entwicklung der Unternehmensstrategie beobachtet die intive-Gruppe die Marktentwicklung, um die Strategie anzupassen, indem zukunftsträchtige Services entwickelt werden oder Unternehmen mit benötigten Kompetenzen zugekauft werden, um im Wettbewerb konkurrieren zu können.

3.2.5 IT-Fachkräftemangel in Deutschland

Für die Erbringung seiner Leistungen ist die Gesellschaft auf qualifiziertes Fachpersonal angewiesen. Laut einer Umfrage des Branchenverbands BITKOM ist der IT-Fachkräftemangel zu einer Herausforderung in Deutschland geworden. Im Jahr 2021 fehlten für die Digitalisierung der Wirtschaft immer mehr Personal. Branchenübergreifend ist die Zahl freier Stellen für IT-Fachkräfte 2021 auf 96.000 gestiegen. Das sind 12 Prozent mehr als 2020. 4

Die Gesellschaft begegnet diesen Risiken zum einen mit dem Aufbau von Nearshoring-Kapazitäten innerhalb der intive-Gruppe in Polen und der Ukraine, um Entwickler außerhalb Deutschlands für den lokalen Markt verfügbar zu machen als auch mit einem Maßnahmenmix, der auf die Anforderungen der umworbenen Fachkräfte eingeht. Dazu gehören Fortbildungs- & Trainingsmaßnahmen, moderne Büros und Arbeitsmittel, die Möglichkeit des internen Wechsels zwischen Projekten, vielfältige und abwechslungsreiche internationale und nationale Projekte sowie eine Vielzahl von "Well-Being-Initiativen" (Ergonomie-Schulungen, Online-Events, kostenloses Obst und Getränke und sobald wieder möglich Betriebsfeste, Sportveranstaltungen etc.).

In den letzten Jahren haben diese Maßnahmen Wirkung gezeigt. Der Abgang von Mitarbeitern fiel gering aus und die Gesellschaft hat in jedem Jahr ein Nettowachstum bei der Mitarbeiterzahl verzeichnet.

4 https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/IT-Fachkraefteluecke-wird-groesser

3.2.6 Politische und makroökonomische Rahmenbedingungen

Die derzeitige makroökonomische Unsicherheit verursacht durch die COVID-19-Pandemie sowie internationale Handelsstreitigkeiten zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und China stellen ein unmittelbares wirtschaftliches Risiko für intive automotive dar.

Zusätzlich stellt die derzeitige politische Lage zwischen Russland und der Ukraine ein weiteres Risiko dar. Die wirtschaftlichen Auswirkungen bedingt durch die Sanktionen, Lieferkettenprobleme, Rohstoffbeschaffung, um nur einige Risken zu nennen, können in Abhängigkeit des weiteren Verlaufs der Krise erheblich sein.

Die Kunden der intive automotive GmbH sind zumeist international agierende Konzerne, die durch die oben genannten Entwicklungen in ihrem weltweit operierenden Geschäft negativ beeinflusst werden könnten. Es besteht die Gefahr, dass Kunden in Folge einer solchen konjunkturellen Lage Budgets und Etats kürzen.

Als Bestandteil des gruppenweiten Risikomanagements verfolgt die Gruppe eine Diversifizierung über verschiedene Branchen sowie über verschiedene Wirtschaftsräume, um das Risiko im Rahmen des Unternehmens zu mindern.

3.2.7 Politische Lage zwischen Russland und Ukraine

Die Gesellschaft führt über die Einbettung in die Konzerngruppe Projekte im Lieferzentrum in Kiew in der Ukraine durch. Die Konfliktlage zwischen Russland und Ukraine stellt ein Risiko für die Lieferfähigkeit des dortigen Lieferzentrums dar.

Als Bestandteil des gruppenweiten Risikomanagements und Business Continuity Plannings hat die Gruppe einen Contingency Plan für die Ukraine aufgestellt, der im Krisenfall die Sicherheit der lokalen Mitarbeiter, die IT-Sicherheit und die Lieferfähigkeit gegenüber den Kunden durch Projektverlagerung in andere Länder gewährleistet, um das Risiko im Rahmen des Unternehmens zu mindern.

3.2.8 Kundenverlust

Es besteht das Risiko des Verlusts eines Kunden oder einzelner Projekte und damit einhergehend der Nichterreichung von Umsatzzielen. Die Gesellschaft unterhält langhaltende Kundenbeziehungen basierend auf langfristigen Rahmen- und Projektverträgen. Konsequente frühzeitige Vertragsverlängerungen sowie eine sehr enge Zusammenarbeit mit den Kunden minimieren das Risiko eines unerwarteten Kundenverlustes aus Gründen, die die GmbH zu verantworten hat. Das Risiko aus 3.2.6 besteht unabhängig davon.

3.2.9 Compliance-Risiken

Durch die zunehmende Durchsetzung und Neu- bzw. Erst-Interpretation der Regelungen der DSGVO ergeben sich für die intive automotive neue und weitere Risiken. Zum einen werden die Anforderungen an die intive automotive selbst größer als auch die Anforderungen der Kunden an die intive automotive zur Erfüllung dieser Datenschutzverordnungen und der Sicherheit der entwickelten Softwarelösungen. Hier entstehen zusätzliche Aufwände auch in Zukunft durch Einführung von Maßnahmen zur Sicherstellung der Einhaltung dieser Verordnungen als auch in Form von Erweiterung des Versicherungsumfangs, die teilweise auch direkt von Kunden eingefordert werden.

Darüber hinaus ist insgesamt der Aufwand gestiegen, in vielerlei Hinsicht Compliance sicherzustellen. Durch die zunehmende Größe der intive automotive werden auch Zertifizierungen von den Kunden immer mehr eingefordert, weil auch hier die Bedeutung der intive GmbH als Entwicklungspartner gestiegen ist und die Kunden sich ihrerseits absichern möchten. Dies kann zu einer Kostensteigerung führen und stellt ein Risiko dar im Falle eines Verstoßes.

Im Rahmen der intive-Gruppe unterliegt die Gesellschaft der Kontrolle durch zentrale Compliance- und Quality-Management-Einheiten mit lokalen Repräsentanten, um die Einhaltung von gesetzlichen Regelungen als auch Industriestandards sicherzustellen und das Risiko eines Verstoßes bzw. Verlustes einer Zertifizierung zu mindern.

3.2.10 Forderungsausfälle und Liquiditätsrisiko

Das Ausfallrisiko von Kundenforderungen stellt ein Geschäftsrisiko für die Gesellschaft dar. Im Finanzbereich des Unternehmens besteht ein stringenter Prozess zur Nachverfolgung ausstehender Forderungen.

Die Sicherstellung der Liquidität von intive automotive erfolgt durch eine regelmäßige Cashflow-Betrachtung und ein konsequentes Forderungsmanagement. Durch die gute Kapitalausstattung und die Einbettung in das intive-Netzwerk ist das Liquiditätsrisiko als gering einzustufen.

3.2.11 Haftungsrisiken und Covenantsvereinbarungen

Die Intive automotive ist in den Konzernverbund der Intive Group GmbH integriert, dessen Finanzierung unter anderem durch Bankkredite erfolgt. Hieraus ergeben sich Haftungsrisiken aus der Verpfändung von Bankguthaben. Die Bankkredite unterliegen Covenants-Vereinbarungen (quartalsweise zu erfüllen), die zu den letzten mit der Bank vereinbarten Zeitpunkten (31. Dezember 2021 und 31. März 2022) eingehalten wurden. Auf Basis der aktuellen Planung für 2022 geht die Geschäftsführung von der Einhaltung der Covenants-Vereinbarungen aus.

3.2.12 Gesamtbild der Risiken

Sofern einzelne oder mehrere Risiken kumuliert auftreten, wäre die künftige Entwicklung der Gesellschaft stark beeinträchtigt bzw. sogar gefährdet. Die Geschäftsführung geht nach heutigem Wissensstand in der Beurteilung ihrer Gesamteinschätzung davon aus, dass die gegenwärtige Risikolage nicht zu einer Bestandsgefährdung führt.

3.3 Chancenbericht

3.3.1 Projektgeschäft

Die Gesellschaft bedient Mitglieder und Zulieferer der Volkswagen-Gruppe, die über das drittgrößte FuE-Budget der Welt verfügt. Entsprechend liegen im sogenannten Up- & Cross-Selling an diesen Kundenstamm starke Wachstumschancen.

3.3.2 Technologietrends

Eine Vielzahl von technologischen Trends prägt das Geschäftsfeld der intive automotive. Im Branchenjargon werden dieser unter C.A.S.E. zusammengefasst:

1.

Connected: Durch die Vernetzung von Fahrzeugen wird die Grundlage für neue Serviceangebote und Dienstleistungen geebnet. Funktionen für Komfort, Sicherheit und Unterhaltung rücken in den Vordergrund.

2.

Autonomous: Künstliche Intelligenz und fortschrittliche Sensortechnik ebnen den Weg hin zum autonomen Fahrzeug - PWC sieht in ihrem Report großes Potenzial in ÖPNV und Lastentransport.

3.

Smart/Shared Mobility: Die Entwicklung von Services, die den Automobilunternehmen helfen von Fahrzeugherstellern zu Mobilitätsdienstleistern zu werden und so neue Umsatzquellen mit weniger autoaffinen Zielgruppen wie sog. Millenials oder Großstadtbewohnern zu erschließen.

4.

Electric: Die Elektrifizierung des Antriebsstrangs als Ersatz für den Verbrennungsmotor.

Die Gesellschaft adressiert in Zusammenarbeit mit der intive-Gruppe nachhaltig die ersten drei Bereiche durch Investitionen in Fortbildungen, Proof-of-Concepts sowie technische Ausstattung.

Die Konnektivität von Fahrzeugen schreitet voran; bis 2025 werden in Europa 50 % des gesamten Fahrzeugbestands vernetzt sein (USA bis 2023, China bis 2029). Während die OEMs mit ihrem Kundenstamm für vernetzte Dienste eine kritische Größe erreichen, kämpfen sie immer noch mit der zuverlässigen Bereitstellung von Diensten in großem Umfang (Over-the-Air-Update-Funktionalität).

Die Elektromobilität befindet sich in Europa an einem Wendepunkt, angetrieben durch starke staatliche Anreize und Vorschriften, mit einem Anteil von 27 % BEV an den Neuwagenverkäufen im Jahr 2025, noch vor China (19 %), den USA (6 %) und Japan (5 %). Der langsame Aufbau der Ladeinfrastruktur wird bald das größte Wachstumshindernis sein.

Die Aussichten für das automatisierte Fahren sind ähnlich wie im Vorjahr. Im Personenverkehr wird die Technologie den Markt mit einer Reihe spezifischer Anwendungsfälle durchdringen, die schwer zu skalieren sind.

Trotz der Zurückhaltung der Verbraucher bei der gemeinsamen Nutzung von Fahrzeugen oder Mitfahrgelegenheiten während der Pandemie wird erwartet, dass intelligente Mobilitätsformen, die über den Besitz von Fahrzeugen hinausgehen, langfristig wachsen werden.

Intive Automotive und die Gesellschafter können hier als gleichberechtigte Partnerschaften der Lieferanten und Technologieunternehmen werden und gemeinsam Lösungswege mitgestalten - hier sieht die Gesellschaft eine große Chance für die Geschäftsentwicklung.

3.3.3 Fachkräftemangel auf Kundenseite

Der in 3.2 genannte Fachkräftemangel stellt zusammen mit den Technologietrends aus 3.3.2 eine Chance für die intive automotive dar. Durch den heftigen Umschwung in der strategischen Ausrichtung der Automobilkonzerne sind diese nicht in der Lage ihren Personalbedarf im Bereich der Software-Entwicklung und Digitalisierung zeitnah zu decken. Die intive automotive ist mit ihrer strategischen Ausrichtung in der Lage in diese Lücke zu stoßen, zumal sie durch die im Jahr 2021 getätigten Akquisitionen der Konzernmutter im 2022 auf zusätzliche Fachkräfte und Know-how zurückgreifen kann.

3.3.4 Konzernwachstum

Eine große Chance für die intive automotive liegt in der Zusammenarbeit mit dem verbundenen Unternehmen intive GmbH ("intive"), die durch den Fokus auf die Entwicklung von mobilen Applikationen, Web-Front-Ends sowie Cloud-Lösungen, das Leistungsportfolio der intive automotive im Bereich der Digitalisierung ergänzt. Auch die neuen Kompetenzen in den Feldern 5G, Blockchain und Tokentechnologie eröffnet völlig neue Geschäftsmöglichkeiten. In diesen Bereichen eröffnen sich sogenannte Up-Selling und Cross-Selling-Möglichkeiten beim Kundenstamm der intive automotive.

Daneben unterhält intive 7 Entwicklungszentren in Deutschland, Polen, Ukraine, Irland, Rumänien, USA sowie Argentinien mit rund 2.700 Mitarbeitern, die eine schnelle Skalierung im Personal als auch preisattraktive Projekte im sogenannten Nearshoring oder Offshoring ermöglichen.

3.3.5 Gesamtbild der Chancen

Nach Ablauf des ersten Quartals 2022 zeigt sich bereits die prognostizierte Umsatzsteigerung. Zusammenfassend werden die Chancen als positiv beurteilt.

 

Regensburg, den 20. Mai 2022

Unterschrift

Bilanz zum 31. Dezember 2021

Aktiva

31.12.2021 Vorjahr
EUR EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 454.400,53 360
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 382.812,78 410
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.488.101,34 152
2.870.914,12 562
3.325.314,65 922
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Unfertige Erzeugnisse und unfertige Leistungen 57.509,78 79
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 10
57.509,78 89
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.698.873,01 5.151
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.043.869,67 47
3. Sonstige Vermögensgegenstände 67.828,95 69
7.810.571,63 5.267
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 2.437.334,71 2.751
10.305.416,12 8.107
C. Rechnungsabgrenzungsposten 247.330,27 171
13.878.061,04 9.200

Passiva

31.12.2021 Vorjahr
EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25
II. Gewinnvortrag 5.954.430,11 5.954
III. Jahresüberschuss 0,00 0
5.979.430,11 5.979
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 61.083,62 119
2. Sonstige Rückstellungen 2.156.191,84 1.066
2.217.275,46 1.185
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.380.222,36 0
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.434.119,47 824
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 965.710,49 396
4. Sonstige Verbindlichkeiten 901.303,15 816
davon aus Steuern EUR 594.040,96 (Vorjahr: TEUR 777)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 27.677,08 (Vorjahr: TEUR 38)
5.681.355,47 2.036
13.878.061,04 9.200

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021

2021 Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 24.550.434,89 19.845.344,08
2. Verminderung des Bestands
an unfertigen Erzeugnissen und unfertigen Leistungen -21.560,69 -115.755,88
3. Gesamtleistung 24.528.874,20 19.729.588,20
4. Sonstige betriebliche Erträge 224.888,54 850.850,86
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 150.780,66 95.154,10
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 4.586.733,05 2.650.624,13
4.737.513,71 2.745.778,23
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 14.401.219,13 11.917.786,48
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.260.800,06 1.850.944,06
16.662.019,19 13.768.730,54
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 375.259,92 402.478,79
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.935.094,65 3.266.863,68
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 0,00
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 26.691,71 0,00
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 61.052,62 0,00
12. Ergebnis nach Steuern -1.043.869,06 396.587,82
13. Sonstige Steuern 0,00 331,67
14. Ertrag (Vorjahr: Aufwand) aus Verlustübernahme (Vorjahr: Gewinnabführung) -1.043.869,06 396.256,15
15. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2021

A. Allgemeine Angaben

Die intive automotive GmbH hat ihren Sitz in Regensburg und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Regensburg (HRB Reg. Nr. 10434).

Der Jahresabschluss der intive automotive GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Die Gesellschaft nimmt als mittelgroße Kapitalgesellschaft die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB zum Teil in Anspruch.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Das Geschäftsjahr beginnt jeweils am 1. Januar und endet am 31. Dezember eines Jahres.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2021 waren in Bezug auf Ansatz- und Bewertungsvorschriften unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu den Anschaffungskosten, vermindert um die planmäßigen linearen Abschreibungen bewertet. Die Nutzungsdauer beträgt zwischen ein und fünf Jahren.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen basieren auf den wirtschaftlichen Nutzungsdauern und werden innerhalb der zugelassenen Zeiträume linear vorgenommen. Die Nutzungsdauern betragen drei bis 15 Jahre.

Geringwertige Vermögensgegenstände bis zu 800,00 Euro netto werden sofort abgeschrieben.

Geleistete Anzahlungen werden mit dem Nennwert angesetzt.

In die Herstellungskosten der Vorräte wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Die Vorräte des Berichtsjahres enthalten im Wesentlichen unfertige Leistungen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert angesetzt. Erkennbare Risiken werden durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt.

Liquide Mittel werden zum Nominalwert angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Ausgaben vor dem Abschluss-Stichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten. Sie werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit größer ein Jahr werden mit dem von der Deutschen Bundesbank herausgegebenen Zinssatz diskontiert.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Erhaltene Anzahlungen werden mit dem Nennwert angesetzt.

Kurzfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Stichtag umgerechnet. Langfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung bestehen nicht.

Die Realisierung der Umsatzerlöse erfolgt grundsätzlich nach der Leistungserbringung.

C. Angaben zu den einzelnen Posten der Bilanz

Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Zusammensetzung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände zum Bilanzstichtag ist aus nachfolgender Übersicht ersichtlich.

Stand zum 31.12.2021 Stand zum 31.12.2020
TEUR TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.698,9 5.151,5
davon mit Restlaufzeit größer ein Jahr 0,0 0,0
Sonstige Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.043,7 47,6
davon mit Restlaufzeit größer ein Jahr 0,0 0,0
Sonstige Vermögensgegenstände 67,8 68,5
davon mit Restlaufzeit größer ein Jahr 30,7 30,7

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten solche gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von TEUR 133,7 (Vorjahr TEUR 0).

Bei den Sonstigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich um Forderungen gegenüber dem Gesellschafter aus der Verlustübernahme in Höhe von TEUR 1.043,7. Im Vorjahr wurden sonstige Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 47,6 ausgewiesen, die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betreffen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen Kautionsforderungen in Höhe von TEUR 30,7 (VJ TEUR 30,7).

Stammkapital

Das eingetragene Stammkapital beträgt unverändert zum Vorjahr TEUR 25. Der Gewinnvortrag bleibt unverändert bei TEUR 5.954,4.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen solche für Personal TEUR 1.101,0 (VJ TEUR 698,4) und Gewährleistungen TEUR 909,5 (VJ TEUR 304,5).

Verbindlichkeiten

Die Zusammensetzung der Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag ist aus nachfolgender Übersicht ersichtlich.

Stand zum 31.12.2021 Stand zum 31.12.2020
TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.380,2 0,0
davon mit Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre 2.380,2 0,0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.434,1 824,0
davon mit Restlaufzeit bis ein Jahr 1.434,1 824,0
Sonstige Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 965,7 396,3
davon mit Restlaufzeit bis ein Jahr 965,7 396,3
Sonstige Verbindlichkeiten 901,3 815,6
davon mit Restlaufzeit bis ein Jahr 901,3 815,6

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von TEUR 1.034,0 (VJ TEUR 696,4).

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer sowie Umsatzsteuer.

Sicherheiten wurden nicht gewährt.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus der vorzeitigen Beendigung eines Mietvertrages zum 31.12.2020 bestehen bis 31.07.2023 Haftungsverpflichtungen für Mietzahlungen in Höhe von TEUR 39,3 (VJ TEUR 64,2).

Am 26. November 2020 wurde eine Vereinbarung über eine Verpfändung von Kontoguthaben geschlossen. Gesichert werden die Ansprüche der Bank aus einer Darlehensvereinbarung mit der intive Group GmbH. Die Kontoverpfändung umfasst im Rahmen der Inanspruchnahme den gesamten Rahmen des Bankkontos. Eine Inanspruchnahme ist bisher nicht absehbar.

Zum Abschlussstichtag bestehen folgende finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen:

TEUR
fällig im folgenden Geschäftsjahr 1.912
fällig zwischen den zweiten bis fünften Geschäftsjahren 6.376
fällig nach dem fünften Geschäftsjahr 6.651

D. Angaben zu den einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen TEUR 224,8 (VJ TEUR 850,9) sind im Wesentlichen Erträge für Personalgestellung in Höhe von TEUR 169,6 und Kosten-Weiterberechnungen an verbundene Unternehmen TEUR 32,5 (VJ TEUR 17,9) enthalten.

Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen

Erträge aus Auflösungen von Rückstellungen lagen im Geschäftsjahr nicht vor (VJ TEUR 580,8).

Aufwendungen für Altersversorgung

Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 43,1 (VJ TEUR 30,1) enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 0,0 (VJ TEUR 28,6) und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 0,0 (VJ TEUR 0,2) enthalten.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Seit dem Vorjahr liegt eine körperschaftsteuerliche Organschaft mit dem Organträger intive Group GmbH mit dem Sitz in München (Amtsgericht München, HRB 248231) vor.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Gesellschaft hat am 19. Oktober 2020 mit der intive GmbH (Organträger) mit dem Sitz in Regensburg (Amtsgericht Regensburg, HRB 9158) als herrschender Gesellschaft einen Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen. Der Jahresfehlbetrag wird in vollem Umfang ausgeglichen.

E. Sonstige Pflichtangaben

Angaben über die Mitglieder der Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Rolf Pasel, Chief Commercial Officer der intive GmbH

Lutz Höppner, Head of Business Unit Automotive (bestellt am 09. Juni 2021)

Peter Schmidt, Managing Director (bis zum 17. März 2021)

Vergütungen der Geschäftsführer

Die Gesellschaft hat gemäß § 286 Abs. 4 HGB auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge verzichtet.

Angaben zum Konzernabschluss § 285 Nr. 14 HGB

Die Gesellschaft ist ein 100-prozentiges Tochterunternehmen der intive GmbH, Regensburg. Mutterunternehmen der Kapitalgesellschaft, das den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt (dieser wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht):

intive Group GmbH, München

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Angestellte 226

Von den Mitarbeitern sind 22 in der Verwaltung, 2 im Bereich Marketing, 3 im Bereich Sales und 199 im Bereich Produktion tätig.

Nachtragsbericht

Die Auswirkungen aus dem kriegerischen Konflikt in der Ukraine sind aktuell schwer absehbar. Bislang ergaben sich im Geschäftsjahr 2022 keine nennenswerten Auswirkungen hieraus auf die Gesellschaft. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres im Sinne des § 285 Nr. 33 HGB sind uns nicht bekannt.

 

Regensburg, den 20. Mai 2022

Die Geschäftsführung

Anschaffungskosten / Herstellkosten
Stand 01.01.2021 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Recht und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 806.235,67 239.094,40 - - 1.045.330,07
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 806.235,67 239.094,40 - - 1.045.330,07
II. Sachanlagen
1 Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.423.201,54 203.796,33 - - 1.626.997,87
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 151.822,76 2.336.278,58 - - 2.488.101,34
Summe Sachanlagen 1.575.024,30 2.540.074,91 - - 4.115.099,21
Summe Anlagevermögen 2.381.259,97 2.779.169,31 - - 5.160.429,28
Abschreibungen
Stand 01.01.2021 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Recht und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 446.427,17 144.502,37 - - 590.929,54
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 446.427,17 144.502,37 - - 590.929,54
II. Sachanlagen
1 Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.013.427,54 230.757,55 - - 1.244.185,09
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - - - - -
Summe Sachanlagen 1.013.427,54 230.757,55 - - 1.244.185,09
Summe Anlagevermögen 1.459.854,71 375.259,92 - - 1.835.114,63
Buchwerte
Stand 31.12.2021 Stand 31.12.2020
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Recht und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 454.400,53 359.808,50
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 454.400,53 359.808,50
II. Sachanlagen
1 Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 382.812,78 409.774,00
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.488.101,34 151.822,76
Summe Sachanlagen 2.870.914,12 561.596,76
Summe Anlagevermögen 3.325.314,65 921.405,26

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die intive automotive GmbH, Regensburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der intive automotive GmbH, Regensburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der intive automotive GmbH, Regensburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 20. Mai 2022

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Marco Farrenkopf, Wirtschaftsprüfer

Florian Traub, Wirtschaftsprüfer

Angabe gemäß § 328 (1a) HGB

Der Jahresabschluss wurde am 30.8.2022 festgestellt.

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