Elisa camLine Holding GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Bölstler Frank seit 20.1.2023 | Geschäftsführer |
Evelyn Tag seit 13.1.2023 | Geschäftsführer |
Sandra Pöschl seit 13.1.2023 | Prokura |
Bernhard Völker seit 13.1.2023 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
camLine GmbHPetershausenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Bescheinigung zur Offenlegung In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach §§ 276 und 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: "Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die camLine GmbH, Petershausen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der camLine GmbH, Petershausen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der camLine GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
München, den 3. Mai 2024 KPMG
AG
Mühlhuber, Wirtschaftsprüfer Blochberger, Wirtschaftsprüferin ANHANG zum 31.12.2023camLine GmbH, PetershausenAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Die Gesellschaft nimmt teilweise die größenabhängigen Erleichterungen gem. § 288 HGB in Anspruch. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 wurden im Jahr ihres Zugangs voll abgeschrieben. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände von 1 - 13 Jahren linear vorgenommen. Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:
Die fertigen Erzeugnisse und teilfertigen Leistungen wurden unter Berücksichtigung des Bearbeitungsstandes zu aktivierungspflichtigen Herstellungskosten angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert angesetzt. Aktive latente Steuern wurden in Ausübung des bestehenden Ansatzwahlrechts nicht aktiviert. Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag für alle erkennbaren Risiken aus ungewissen Verbindlichkeiten angesetzt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Bei Vermögensgegenständen und Schulden in fremder Währung und mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr erfolgte die Umrechnung gemäß § 256 a S. 2 HGB ohne Beachtung des Anschaffungskosten- bzw. Realisations- und Imparitätsprinzips. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Angaben zur Bilanz Mitzugehörigkeitsvermerke Einzelne Sachverhalte können im vorliegenden Gliederungsschema mehreren Bilanzposten zugeordnet werden. Aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit wird dazu folgende Erläuterung gegeben: Die Mitzugehörigkeitsvermerke betreffen folgende Posten und Sachverhalte: Es bestehen Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 426.188,48 (Vorjahr EUR 860.305,03). Darin sind keine Forderungen gegenüber Gesellschaftern enthalten (Vorjahr EUR 0,00). Außerdem bestehen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 7.304.354,77 (Vorjahr EUR 2.986.941,95), wobei Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 5.651.204,59 (Vorjahr EUR 475.018,38) enthalten sind. Die starke Erhöhung der Verbindlichkeiten ggü. Gesellschaftern ist durch den gezeichneten Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag vom 04.01.23 begründet. Die entsprechende HR-Eintragung erfolgte am 12.01.23. Verschmelzung camLine Dresden GmbH Am 13.04.23 wurde die camLine Dresden GmbH (übertragende Gesellschaft) mit Wirkung zum 01.01.23 mit der camLine GmbH (übernehmende Gesellschaft) verschmolzen. Die Verschmelzung der camLine Dresden GmbH erfolgt im Ganzen gem. §2 Nr. 1, §§46 ff. UmwG (Verschmelzung durch Aufnahme) und unter Fortführung der Buchwerte. Die camLine GmbH übernimmt alle Rechten und Pflichten der camLine Dresden GmbH. Folgende Bilanzposten wurden zum 01.01.23 von der camLine GmbH auf Grund der Verschmelzung übernommen:
ANLAGENSPIEGEL zum 31. Dezember 2023camLine GmbH, 85238 PetershausenAnlagenspiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.
Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten:
Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestanden zum Abschlussstichtag in Höhe von EUR 5.651.204,59 (Vorjahr EUR 475.018,38). Finanzielle Verpflichtungen Es liegen Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 550,4 vor. Dabei sind TEUR 358,9 der Verpflichtungen gegenüber Gesellschaftern. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt und gegliedert. Sonstige Angaben Konzernzugehörigkeit Die camLine GmbH wird in den Konzernabschluss der Elisa Oyi., Helsinki/ Finnland, einbezogen, der den kleinsten und größten Konsolidierungskreis darstellt. Der Konzernabschluss der Elisa Oyi., Helsinki/ Finnland, wird am OMX Helsinki 25 gehandelt. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Mitarbeitende Die nachfolgenden Gruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeitenden beträgt damit 82. Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen bis zum 31.12.23 geführt, sowie Einzelprokura an Frau Pöschl erteilt:
Ergebnisverwendung Zwischen der Elisa camLine Holding GmbH (Muttergesellschaft) und der camLine GmbH wurde am 04.01.23 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvetrag geschlossen, welcher am 12.01.23 im Handelsregister eingetragen wurde. Der Gewinn des Geschäftsjahres 2023 wird daher unmittelbar nach der Gesellschafterversammlung der camLine GmbH an die Elisa camLine Holding GmbH abgeführt. Unterschrift der Geschäftsführung
Petershausen, den 26.04.2024 Frank Bölstler Evelyn Tag Bernhard Völker Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023camLine GmbH, PetershausenGeschäfts- und Rahmenbedingungen1 Unternehmensstruktur, Geschäftstätigkeit Die camLine GmbH wurde am 10.08.1989 gegründet und hat ihren Sitz in Petershausen. Am 23.12.2020 wurde die camLine-Gruppe, zu der auch die camLine GmbH gehört, durch das börsennotierte Unternehmen Elisa Oy. mit Hauptsitz in Helsinki, Finnland, übernommen. Am 13.04.2023 wurde die camLine Dresden GmbH (übertragende Gesellschaft) mit Wirkung zum 01.01.2023 mit der camLine GmbH (übernehmende Gesellschaft) verschmolzen. Die Verschmelzung der camLine Dresden GmbH erfolgt im Ganzen gem. §2 Nr. 1, §§46 ff. UmwG (Verschmelzung durch Aufnahme). Weitere Standorte - auch von Schwestergesellschaften - befinden sich in China, Indonesien, Malaysia, Singapur, Ungarn, Rumänien, Taiwan und USA. Die Geschäftstätigkeit der camLine GmbH umfasst Softwarelösungen für Manufacturing Excellence mit begleitenden Dienstleistungen wie Integration, Beratung, Training, Maintenance und Hotline. Unser Produktprogramm umfasst die LineWorks-Produktfamilie, die Statistiksoftware Cornerstone, die MES-Komplettlösung InFrame Synapse und die F&E-Prozesse Automatisierungsanwendung XperiDesk. Diese Programme werden maßgeschneidert an die Softwareumgebung der Kunden angepasst und integriert, es werden Trainings der Mitarbeiter vorgenommen sowie Maintenance- bzw. Hotline-Leistungen angeboten. Das Leitbild der Gesellschaft, Softwarelösungen für Produktionsunternehmen zu entwickeln, die diese Hersteller darin unterstützen, ihren Vorsprung weiter auszubauen und ihre Produktionsstandorte zu sichern, stützt sich dabei auf die Bereiche Kunden, Prozesse und Mitarbeiter. Im Bereich Kunden werden die Problemstellungen zunächst exakt analysiert, um die passenden Softwarelösungen zur Verfügung stellen zu können. Der Fokus liegt auf einer langfristigen und partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit den Kunden. Die camLine GmbH mit dem wesentlichen Standort Petershausen und weiteren Standorten in Dortmund und Dresden beschäftigt zum 31.12.2023 insgesamt 82 Angestellte. Die Vorgehensweise ist prozessorientiert, was die Zusammenarbeit über Abteilungen und Organisationen hinweg strukturiert und erleichtert. Die camLine GmbH fördert eine offene Unternehmenskultur und motiviert die Mitarbeiter, ihre Kreativität effektiv einzusetzen. Die enge Zusammenarbeit mit Kunden bedeutet für die Mitarbeiter ständigen Erfahrungsgewinn und unterstützt innovatives Denken. Die Steuerung der camLine-Gruppe ist unverändert und die Unternehmensentwicklung wird in monatlichen Review-Meetings überprüft, wobei dabei vor allem die Kennzahlen für Umsatz und EBIT herangezogen werden. 2 Geschäftsverlauf Entwicklung der Gesamtwirtschaft Die gesamtwirtschaftliche konjunkturelle Situation blieb in Deutschland, USA und Asien im abgelaufenen Wirtschaftsjahr trotz andauernder Handelsspannungen und des anhaltenden Russland-/Ukraine-Krieges, sowie des Nahost-Konflikts weiterhin stabil. Entwicklung der Branche Nach Angaben der bitkom-Studie (Stand 1/2024, https://www.bitkom.org/Marktdaten/ITK-Konjunktur/ITK-Markt-Deutschland.html) lag das Umsatzwachstum im ITK-Markt im Geschäftsjahr 2023 bei 2,0%. Dabei zeigt sich die Informationstechnik mit einem Umsatz im Jahr 2023 von 142,9 Milliarden Euro und einem leicht höheren Wachstum von 2,2% zwar stabil, bleibt damit aber hinter dem Vorjahresniveau-Wachstum von 8,7% bei einem Unsatzvolumen von 139,8 Milliarden Euro. Mit einem Volumen von 41,5 Milliarden Euro konnte das Software-Segment im Jahr 2023 ein Zuwachs von 9,6% erneut deutlich zulegen, bleibt jedoch im punkto Wachstum hinter dem Vorjahresniveau mit 37,9 Milliarden Euro Umsatz und einer Steigerung von 15,0%. Auch die IT-Services verzeichneten im Jahr 2023 wieder ein Plus von 5,1% mit einem Volumen von 49,4 Milliarden Euro nach einem Volumen von 47,0 Milliarden im Geschäftsjahr 2022. In der Jahres-Pressekonferenz 2024 vom 10. Januar 2023 (https://www.bitkom.org/Presse/ Presseinformation/Digitalbranche-von-Krisen-unbeeindruckt) wird für die ITK-Branche weiterhin ein Wachstum von 4,4% in einem schwierigen konjunkturellen Umfeld vorausgesagt. Für den reinen Software-Markt wird sogar von einer Steigerung von 8,1% ausgegangen. Die Beschäftigtenzahl ist im Berichtsjahr 2023 sogar auf 1,332 Millionen gestiegen und soll im Folgejahr um weitere 36.000 Arbeitsplätze ansteigen. Einschätzung der Unternehmensleitung Die Geschäftsentwicklung der camLine GmbH war auch im Geschäftsjahr 2023 insgesamt positiv. Trotz der anhaltenden Herausforderungen durch die hohe Inflation, gestörte Lieferketten sowie die schwierige Wettbewerbssituation und trotz der Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China, konnten wir im Geschäftsjahr 2023 einen EBIT in Höhe von 4,8 Mio. EUR erzielen. Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der camLine GmbH hat sich im Geschäftsjahr 2023 ebenfalls positiv weiterentwickelt. 1. Ertragslage Die Auftrags- und Umsatzentwicklung ist sehr gut und liegt wieder über dem Vorjahresniveau. Dies war durch unsere weltweit tätigen Kunden möglich, welche weiterhin ihre Strategie der Standort-standardisierung vorantreiben und Ihre Standorte mit MES- und Qualitätslösungen von camLine ausstatten. Es wird erwartet, dass die Standardisierung bei unseren Kunden und potenziellen Neukunden auch 2024 weiter anhalten wird. Dabei wurde der Umsatz im Geschäftsjahr 2023 zu 58,4% im Drittland (VJ: 63,5%), 28% im Inland (VJ: 23%) und 13,6% durch Kunden aus dem EU-Ausland (VJ: 13,5%) erwirtschaftet. Der Rohertrag konnte um 2.602,8 TEUR (+14,0%) auf 21.260,3 TEUR gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Personalkosten um 3.210,4 TEUR (+ 54,2%) gestiegen. Der starke Anstieg lässt sich im Wesentlichen durch die Verschmelzung der camLine Dresden GmbH auf die camLine GmbH, sowie mit gewährten Gehaltserhöhungen begründen. Der sonstige betriebliche Aufwand reduziert um 554,3 TEUR (-7,2%), welcher im Wesentlichen durch die reduzierten Währungskursverluste von - 133 TEUR und reduzierten Aufwendungen für Fremdarbeiten (Verwaltung, Vertrieb und Produktentwicklung) von -673 TEUR zu erklären ist und nur zum Teil durch die erhöhten Werbe- und Reisekosten von +84 TEUR (Post-COVID),und erhöhten internen IT-Aufwendungen von +126 TEUR kompensiert wird. Insgesamt liegt der EBIT mit 4.870,9 TEUR (-1,3%) leicht unter dem Vorjahr von 4.935,4 TEUR. Auf Grund des am 04.01.2023 zwischen der Elisa camLine Holding GmbH (Muttergesellschaft) und der camLine GmbH geschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvetrag, welcher am 12.01.2023 im Handelsregister eingetragen wurde beträgt der Jahresüberschuss 0,00 EUR (VJ: 3.535,9 TEUR). Der Gewinn des Geschäftsjahres 2023 wird daher unmittelbar nach der Gesellschafterversammlung der camLine GmbH an die Elisa camLine Holding GmbH abgeführt. 2. Finanzlage Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug im Berichtszeitraum 4,4 Mio. EUR (Vorjahr: 4,1 Mio. EUR). Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit belief sich im Geschäftsjahr 2022 auf - 122 TEUR (Vorjahr: - 134 TEUR). Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit wies im Berichtszeitraum 6 TEUR (Vorjahr: 22 TEUR) aus. Die Liquiditätslage unseres Unternehmens war im Geschäftsjahr weiterhin sehr gut und konnte erneut gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Wir rechnen damit, auch künftig unsere finanziellen Verpflichtungen jederzeit erfüllen zu können. Die Vermögens- und Kapitalstruktur zeigt den soliden Aufbau unserer Unternehmensfinanzierung. Alle Investitionen im Geschäftsjahr konnten ohne die Aufnahme weiterer Fremdmittel finanziert werden und erfolgten weiterhin aus Eigenmitteln. Mit unserer geordneten Vermögens- und Finanzlage sehen wir eine wesentliche Voraussetzung erfüllt, um auch künftig erfolgreich arbeiten zu können. 3. Vermögenslage Die Bilanzsumme von camLine GmbH belief sich zum Bilanzstichtag auf EUR 32,4 Mio. EUR und hat sich gegenüber dem Vorjahr (EUR 26,5 Mio. EUR) um 22,2% gesteigert. Dabei hat das Anlagevermögen zum 31.12.2023 einen Anteil von 0,93% (Vorjahr 1,15%). Umlaufvermögen sowie aktive Rechnungsabgrenzungsposten haben sich gegenüber dem Vorjahr auf 32,1 Mio. EUR (+22,5%) gesteigert. Der Anteil an flüssigen Mitteln hat sich mit 75,78% der Bilanzsumme (Vorjahr: 72,75%) weiter erhöht. Vorräte machen 7,77% der Bilanzsumme (Vorjahr: 7,13%) aus, welche im Geschäftsjahr 2023 einzig aus teilfertigen Leistungen und immer je nach Stand der aktuellen Auftragsabwicklung variieren können. Der Anstieg ist durch die gestiegene Anzahl an parallel laufenden Projekten verursacht. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind von 3,6 Mio. EUR auf 2,5 Mio. EUR gesunken. Dies ist im Wesentlichen dadurch begründet, dass Wartungs- und Support-Rechnungen erst im neuen Geschäftsjahr abgerechnet wurden. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind von 860,3 TEUR auf 426,2 TEUR gesunken und durch die Begleichung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen verursacht. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit 1,6 Mio. EUR (VJ: 116,3 TEUR) stark gestiegen. Der Anstieg lässt sich im Wesentlichen durch Steuerrückforderungen auf Grund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages mit der Elisa camLine Holding GmbH (Muttergesellschaft) begründen. Der Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme ist mit 49,5% (Vorjahr: 57,3%) gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken. Die Rückstellungen sinken von 2,3 Mio. EUR auf 2,0 Mio. EUR im Wesentlichen auf Grund der geringeren Steuerrückstellungen. 32,4% der Bilanzsumme entfallen auf kurzfristige Verbindlichkeiten (Vorjahr: 21,2%) und sind damit gegenüber dem Vorjahr weiter gestiegen. Dies ist im Wesentlichen durch die gestiegenen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen begründet und abhängig von der jeweiligen Rechnungsstellung. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind im Geschäftsjahr 2023 mit 3,9 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr (3,4 Mio. EUR) wieder gestiegen. Dies ist mit dem erhöhten wiederkehrenden Umsatz für Wartungs- und Hotlineverträge begründet und steht in Abhängigkeit zur jeweiligen Rechnungsstellung. Prognosebericht Das Rohergebnis liegt mit 21,2 Mio. EUR für das Geschäftsjahr 2023 über der Prognose (20 Mio. EUR). Die Steigerung ist durch die Verschmelzung der camLine Dresden GmbH auf die camLine GmbH begründet. Der EBIT bleibt mit 4,8 Mio. EUR bleibt, wie prognostiziert auf Vorjahresniveau. Die Geschäftsentwicklung in den ersten beiden Monaten des Geschäftsjahres 2024 war stabil und der Umsatz ist auf VJ-Niveau. Das EBIT-Ziel für das 1. Quartal 2024 wird voraussichtlich ebenfalls erreicht werden. Insbesondere die andauernden Lieferketten-Engpässe, die hohe Inflation und Zinssteigerungen sowie der anhaltende Konfikte (Russland-/Ukraine-Krieg, Nahost-Konflikt) sind für camLine beunruhigend, da ein nicht unerheblicher Teil unseres Umsatzes in Europa generiert wird. Unsere Kunden sind weiterhin zum Teil direkt von den anhaltenden Konflikten durch Lieferengpässe sowie Produktionsausfälle/ -stopp betroffen. Positive Impulse, wie Investitionen für Industrie 4.0-Themen und die erneut erhöhte Nachfrage im Halbleiter-Markt, lassen camLine weiterhin verhalten positiv in die Zukunft blicken. Eine Prognose der zukünftigen Geschäftsentwicklung sind vor dem Hintergrund der andauernden Handelsstreitigkeiten und der anhaltenden Konflikte, sowie der daraus resultierenden konjunkturellen Entwicklung weiterhin erschwert. Zur voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft wird im Einzelnen aufgeführt: Für das laufende Geschäftsjahr 2024 erwarten wir einen leichten Anstieg des Rohergebnisses auf ca. 22 Mio. EUR; wobei wir davon ausgehen, dass der EBIT nur leicht auf rd. 5 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden kann. Die Mitarbeiteranzahl wird voraussichtlich auf Vorjahresniveau verbleiben und nur im Bedarfsfall leicht erhöht werden, um unsere Dienstleistungen kontinuierlich weiter auszubauen. Auch im Jahr 2024 werden wir die Zusammenarbeit mit dem Mutterkonzern Elisa Corp. weiter vorantreiben, um den Knowhow-Austausch in der gesamten camLine-Gruppe, insbesondere in der Produktentwicklung und im Vertrieb, zu fördern und damit unseren Marktanteil weiter auszubauen. Weiterhin werden AI und ML-Algorithmen der Elisa Group weiter in das camLine-Portfolio integriert, wie auch Lösungen in Bezug auf Verarbeitung großer Datenmengen in der Cloud (z.B. DataLake) angebunden. Dies wird die Stellung von camLine am Markt verbessern bzw. weiter ausbauen. Die camLine-Gruppe wird weierhin unsere Initiativen in der gesamten Organisation für effizientere und transparente Prozesse vorantreiben. Außerdem werden wir auch im Geschäftsjahr 2024 schnell und flexibel auf die Herausforderungen der Inflation und der Konflikte (Russland-/Ukraine-Krieges, Nahost-Konflikt) reagieren und unsere Kosten aktiv steuern. Risikobericht Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken Die hohe Volatilität des USD gegenüber dem EUR hat sich im Berichtsjahr negativ ausgewirkt und stellt für die camLine GmbH ein mittleres Risiko dar. Da sowohl auf der Beschaffungs- als auch auf der Absatzseite Geschäfte mit USD getätigt werden, wird damit ein Teil des Währungsrisikos gemindert. Um weitere Währungsrisiken zu vermeiden, werden die Geschäfte - auch in Asien - vorwiegend in den Währungen EUR und USD abgewickelt. Währungssicherungsgeschäfte wurden weiterhin nicht abgeschlossen und werden ausschließlich von der Konzernmutter Elisa Oy., Helsinki/ Finnland, vorgenommen. Die aktuellen hohen Preissteigerungen aufgrund der anhaltenden hohen Inflation sowie die gestiegenen Zinsen am Kapitalmarkt können sich negativ auf die Rentabilität auswirken. Die Geschäftsführung schätzt dies weiterhin als mittleres Risiko ein und monitort die Kostenstruktur entsprechend. Investitions-/Finanzierungsrisiken Auf Grund der soliden finanziellen Basis der camLine GmbH wird das Risiko eines Liquiditätsengpasses weiterhin als sehr gering angesehen. Personalrisiken Die camLine GmbH ist für die Realisierung ihrer strategischen Ziele auf qualifizierte Fach- und Führungskräfte angewiesen, was wiederum ein mittleres Risiko darstellt. Die Rekrutierung qualifizierten Personals ist auf Grund der starken Konkurrenzsituation und des weiter anhaltenden "War for Talent" weltweit schwierig und hat sich durch die hohe Inflation noch weiter verschärft. Die kontinuierliche Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeitenden sichert uns die fachliche Kompetenz des Personals. Geopolitsche Konflikte Der Einfluss der geopolitischen Konflikte, wie Russland-/ Ukraine-Krieg oder Nahost-Konflikt, auf die zukünftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage durch gestörte Lieferketten besteht weiterhin. Die Geschäftsleitung schätzt dies als mittleres Risiko ein und steht hierzu im engen Austausch mit unseren Kunden. Chancen Die Chip-Nachfrage im Halbleiter-Markt sowie die anhaltenden Investitionen im Bereich Industrie 4.0 werden durch die Geschäftsführung weiterhin als wichtige Chancen zur Umsatzsteigerung gesehen. Auch die Erweiterung des camLine-Produktportfolios durch AI und ML-Algorithmen sowie Lösungen in Bezug auf Verarbeitung großer Datenmengen in der Cloud (z.B. DataLake) sind auch weiterhin Chancen, die Stellung im Markt weiter auszubauen. Unterschrift der Geschäftsführung
Petershausen, den 26.04.2024 Frank Bölstler Evelyn Tag Bernhard Völker |
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