Stammdaten

Register
Amtsgericht Stendal HRB 31942
Vorher
BEUMER Minerals & Mining GmbH
Eingetragen
8.4.2022
Branche
Herstellung von BergwerksmaschinenErbringung von Dienstleistungen für den sonstigen Bergbau und die Gewinnung von Steinen und ErdenGewinnung von Kaolin und anderem kaolinhaltigen Ton und Lehm
Gegenstand
Die Entwicklung, die Planung, der Vertrieb, die Herstellung und die Lieferung von Förder- und Umschlagsanlagen zur Gewinnung und Aufbereitung von Rohstoffen und anderer artverwandter Anlagen sowie die Erbringung von Serviceleistungen für diese Anlagen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Bruno Viana Castro
seit 19.5.2025
Prokura
Thomas Lange
seit 4.1.2024
Prokura
Alexander Tigges
seit 11.8.2023
Prokura
Ulf Gläsmann
seit 11.8.2023
Prokura
Torsten Gerlach
seit 13.10.2022
Geschäftsführer
Thomas Hänsel
seit 13.10.2022
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
1.050.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

FAM Minerals & Mining GmbH

Magdeburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

"BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die FAM Minerals & Mining GmbH, Magdeburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der FAM Minerals & Mining GmbH, Magdeburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der FAM Minerals & Mining GmbH, Magdeburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Münster, den 30. April 2024

Clauß Paal & Partner mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Stefan Evers
Wirtschaftsprüfer

Michael Benkhoff
Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

A K T I V A

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte 268.412,19 230.144,50
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, Rechte und Lizenzen 516.438,81 746.191,50
784.851,00 976.336,00
II. Sachanlagen
1.Technische Anlagen und Maschinen 1,00 1,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 380.431,00 343.352,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 50.294,44 0,00
430.726,44 343.353,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 4.714.446,07 10.142.035,56
5.930.023,51 11.461.724,56
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 28.256.820,32 7.933.463,53
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.072.563,39 2.685.738,88
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.571.863,94 3.667.132,88
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.057.214,00 6.950,66
6.701.641,33 6.359.822,42
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 8.946.456,98 5.948.065,25
43.904.918,63 20.241.351,20
C. Rechnungsabgrenzungsposten 578.980,14 7.539,70
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 3.930.679,26 5.530.475,88
54.344.601,54 37.241.091,34

P A S S I V A

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.050.000,00 1.050.000,00
II. Kapitalrücklage 1.000.000,00 1.000.000,00
III. Gewinn-/Verlustvortrag -7.580.475,88 0,00
IV. Jahresüberschuss-/fehlbetrag 1.599.796,62 -7.580.475,88
IV. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 3.930.679,26 5.530.475,88
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 3.015.222,51 1.096.563,72
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlung auf Bestellungen 35.113.843,43 12.836.139,31
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.678.243,07 1.678.417,56
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 3.678.243,07 (Vj.: EUR 1.678.417,56)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 12.270.189,57 21.190.746,58
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 2.705.876,57 (Vj.: EUR 616.881,58)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 9.564.313,00 (Vj.: EUR 20.573.865,00)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 267.102,96 439.224,17
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 267.102,96 (Vj.: EUR 439.224,17)
- davon aus Steuern: EUR 210.809,14 (Vj.: EUR 435.773,90)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 33.372,56 (Vj.: EUR 0,00)
51.329.379,03 36.144.527,62
54.344.601,54 37.241.091,34

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 35.515.438,10 5.844.676,64
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen -35.468.181,85 -11.704.133,54
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 47.256,25 -5.859.456,90
4. Vertriebskosten -2.503.008,21 -1.090.560,14
5. Allgemeine Verwaltungskosten -1.441.945,79 -619.321,08
6. Sonstige betriebliche Erträge 1.822.479,06 361.365,76
- davon aus Währungsumrechnung: EUR 386.884,77 (Vj.: EUR 1.014,29)
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.628.847,13 -43.117,36
- davon aus Währungsumrechnung: EUR 210.558,28 (Vj.: EUR 10.098,71)
8. Betriebsergebnis -3.704.065,82 -7.251.089,72
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 7.943.853,80 15.364,39
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 7.926.907,76 (Vj.: EUR 15.364,39)
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.104.967,16 -321.546,55
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 949.196,00 (Vj.: EUR 314.548,00)
11. Finanzergebnis 6.838.886,64 -306.182,16
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.474.042,89 -20.732,50
13. Ergebnis nach Steuern 1.660.777,93 -7.578.004,38
14. Sonstige Steuern -60.981,31 -2.471,50
15. Jahresüberschuss 1.599.796,62 -7.580.475,88

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die FAM Minerals & Mining GmbH mit Sitz in Magdeburg ist eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Stendal unter der Nummer HRB 31942.

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches für Kapitalgesellschaften aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB.

Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach § 266 Abs. 2 und 3 sowie § 275 Abs. 3 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt.

Eine Zusammenfassung einzelner Posten erfolgt nicht.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Der Jahresabschluss ist in Euro aufgestellt. Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Going Concern-Prämisse aufgestellt.

Die FAM Minerals & Mining GmbH wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 04. April 2022 gegründet. Die Gesellschaftsgründung erfolgte mit dem Zweck am M&A-Prozess in Bezug auf die insolvente FAM GmbH teilzunehmen und um insoweit bereits die rechtliche Hülle für einen Kauf vorzuhalten. Die Gesellschaft wurde am 04. April 2022 zunächst mit der Firmierung BEUMER Minerals & Mining GmbH in das Handelsregister des Amtsgerichts Münster unter der Nummer HRB 20235 und mit Geschäftssitz Beckum eingetragen.

Mit Vollzug am 09. Juni 2022, 24 Uhr, hat die BEUMER Minerals & Mining GmbH gemäß rechtsverbindlich und notariell beurkundeten Asset Purchase Agreement wesentliche Vermögenswerte der insolventen FAM GmbH erworben.

Ein Gesellschafterbeschluss aus dem Oktober 2022 regelt die Änderung der Firmierung von BEUMER Minerals & Mining GmbH in FAM Minerals & Mining GmbH sowie die Sitzverlagerung von Beckum nach Magdeburg. Die Umfirmierung ist vor dem Hintergrund der langen Marktpräsenz der Marke FAM und der damit einhergehenden Kundenbeziehungen erfolgt.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit ihren Anschaffungskosten abzüglich der Abschreibungen angesetzt. Die planmäßigen linearen Abschreibungen erfolgen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 1 Jahr bis 20 Jahren. Lizenzen werden planmäßig über die Vertragslaufzeit abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird zu den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen bewertet. In die Herstellungskosten werden Einzelkosten und angemessene Teile der Gemeinkosten entsprechend § 255 Abs. 2 Satz 2 HGB einbezogen. Investitionszuschüsse werden von den Anschaffungs- und Herstellungskosten abgesetzt. Zinsen für Fremdkapital werden nicht aktiviert. Das Sachanlagevermögen wird planmäßig linear entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben.

Vermögensgegenstände mit Einzelanschaffungskosten von bis zu EUR 800,00 wurden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben.

Den planmäßigen Abschreibungssätzen liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde. Soweit es erforderlich ist, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Nutzungsdauer
Jahre
Technische Anlagen und Maschinen Mai 20
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Mrz 15

Die Finanzanlagen, bestehend aus Anteilen an verbundenen Unternehmen, werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Bei dauerhaften Wertminderungen der Finanzanlagen werden entsprechende Abschreibungen vorgenommen.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit ihren Anschaffungskosten bewertet. Zum Bilanzstichtag werden Wertberichtigungen nach dem Niederstwertprinzip sowie Gängigkeit vorgenommen.

Die unfertigen Leistungen werden mit den Material-, Fertigungs- und Sondereinzelkosten zuzüglich Material-, Fertigungs- und Verwaltungsgemeinkosten bewertet. Sofern die Werte der vorhandenen Bestände die zu erwartenden Erlöse abzüglich der noch anfallenden Kosten übersteigen, wird ausgehend von den Erlösen eine retrograde Bewertung vorgenommen, um eine verlustfreie Bewertung sicherzustellen.

Geleistete und erhaltene Anzahlungen werden zum Nennwert bilanziert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden in der Bilanz mit dem Nennwert angesetzt. Für zweifelhafte Forderungen werden im notwendigen Umfang Einzelwertberichtigungen vorgenommen.

Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert bilanziert. Die Bewertung der Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten in ausländischer Währung erfolgte zum Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Bilanzstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Die Ansätze der sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle bekannten Risiken in ausreichender Höhe. Die Bewertung erfolgt mit dem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag. Künftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Die Rückstellungen für Gewährleistungsverpflichtungen werden auf Basis von Erfahrungswerten und konkreten Geschäftsvorfällen ermittelt. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr erfolgt eine Abzinsung nach § 253 Abs. 2 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank festgesetzten Diskontierungssatz. Effekte aus Zinssatzänderungen werden im Finanzergebnis ausgewiesen.

Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden mit dem Kurs im Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung bewertet. Die Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag angesetzt. Das Niederstwertprinzip für Forderungen bzw. das Höchstwertprinzip für Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden beachtet.

C. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens in seinen einzelnen Positionen ist in einem Anlagespiegel als Anlage zum Anhang dargestellt.

Der Bestand der Anteile an verbundenen Unternehmen stellt sich am 31. Dezember 2023 folgendermaßen dar:

Eigenkapital Anteil am Gesellschaftskapital Anschaffungskosten Buchwert Ergebnis
TEUR TEUR % TEUR TEUR TEUR
Verbundene Unternehmen
a) FAM America Latina Ltda., Santiago de Chile, Chile 10.175 5 99 4.714 4.714 4.351

Von den geleisteten Anzahlungen in Höhe von 4.353 TEUR betreffen TEUR 0 verbundene Unternehmen.

Es bestehen keine Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr.

Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen TEUR 2.252 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Andere Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen ein Darlehen an die ehemalige Tochtergesellschaft FAM Materials Handling Systems India Pvt. Ltd. in Höhe von TEUR 320. Das Darlehen hat eine Restlaufzeit bis 2027. Alle anderen Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und beinhalten u. a. Vorsteuererstattungsbeträge in Höhe von TEUR 921, Lieferantenguthaben in Höhe von TEUR 132 sowie Forderungen ggü. ehemaligen Mitarbeitern in Höhe von TEUR 4.

Von den Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 8.946 sind zum Bilanzstichtag TEUR 1.957 in Devisen (US Dollar) und TEUR 1.442 in Devisen (Kanadischer Dollar) vorhanden.

In den sonstigen Rückstellungen zum 31. Dezember 2023 sind im Wesentlichen Rückstellungen für Personal, Rückstellungen für ausstehende Rechnungen sowie Rückstellungen für Gewährleistungsverpflichtungen enthalten.

Die Verbindlichkeiten teilen sich wie folgt auf:

davon mit einer Laufzeit
31.12.2023 bis 1 Jahr > 1Jahr davon über 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 35.114 35.114 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.678 3.678 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 12.270 2.706 9.564 0
-   davon aus Darlehen 9.564 0 9.564 0
-   davon aus Lieferungen und Leistungen 262 262 0 0
-   davon Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.444 2.444 0 0
-   davon sonstige Verbindlichkeiten 0 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 267 267 0 0
Gesamt 51.329 41.765 9.564 0

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse betreffen im Wesentlichen den Verkauf von fördertechnischen Anlagen. Nach geographischen Merkmalen ergibt sich folgende Zusammensetzung:

2023
TEUR
Umsätze
Inland 24.798
Ausland 10.717
35.515
davon mit
verbundenen Unternehmen 16.169

Der Materialaufwand gliedert sich wie folgt auf:

2023
TEUR
Materialaufwand
Aufwendungen für Roh- , Hilfs- und Betriebsstoffe 28.102
Aufwendungen für bezogene Leistungen 4.948
33.050

Der Personalaufwand gliedert sich wie folgt auf:

2023
TEUR
Personalaufwand
Löhne und Gehälter 14.829
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 2.515
- davon für Altersversorgung EUR 8.750,00
17.344

Unter den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Beteiligungserträge aus verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 7.920 sowie Zinserträge aus verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 7 enthalten.

Unter den sonstigen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsaufwendungen mit verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 949 enthalten.

Weiterhin sind im Ergebnis außerordentliche Aufwände in Höhe von TEUR 1.146 und außerordentliche Erträge in Höhe von TEUR 863 für den Kauf und Verkauf von Forderungen enthalten.

E. Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag konnten erfolgreich Aufträge mit einem Volumen von knapp TEUR 6.000 eingebucht werden. Die erzielten Auftragseingänge sind über die Divisionen New Systems und Customer Support per Ende April 2024 unter dem geplanten Budget.

Darüber hinaus gab es keine Ereignisse, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zum 31.12.2023 beeinflussen.

F. Sonstige Angaben

Bewertungseinheiten

Die Gesellschaft ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit Währungsrisiken ausgesetzt. Deren Absicherung erfolgt im Wesentlichen durch den Einsatz von Devisentermingeschäften. Sofern die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen, werden Bewertungseinheiten i.S.d. § 254 HGB gebildet.

Grundlage für die Ermittlung der Wirksamkeit (Effektivität) der Bewertungseinheit ist die Übereinstimmung der bewertungsrelevanten Parameter von Grund- und Sicherungsgeschäft (Nominalvolumen, Wechselkurs und Laufzeit). Die Wirksamkeit wird mittels der Critical-Term-Match-Methode festgestellt. Die beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente werden mit marktüblichen Bewertungsmethoden unter Berücksichtigung der am Bewertungsstichtag vorliegenden Marktdaten (Marktwerte) ermittelt.

Laufzeit Nominalvolumen Marktwert
31.12.2023 31.12.2023
TEUR TEUR
Devisentermingeschäft Commerzbank für EUR/CAD 28.03.2024 5.447 -13

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Bestellobligo belaufen sich am Bilanzstichtag auf TEUR 14.617. Darüber hinaus bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus KfZ-Leasing in Höhe von TEUR 125.

Die durchschnittliche Beschäftigtenzahl beträgt für das Geschäftsjahr 2023 188.

Angestellte Gewerbliche 2023
Arbeitnehmer Gesamt
Vollzeitbeschäftigte 178 0 178
Teilzeitbeschäftigte 10 0 10
Auszubildende 0 0 0
188 0 188

Angaben zum Abschlussprüferhonorar

Gemäß § 285 Nr. 17 HGB haben wir die Erleichterung hinsichtlich der Angaben des vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 berechneten Gesamthonorars in Anspruch genommen. Die Angaben sind im Konzernabschluss der BEUMER Group GmbH & Co. KG, Beckum, (HRA 7620 des Amtsgerichts Münster) einbezogen, welcher beim elektronischen Unternehmensregister offengelegt wird.

Mitglieder der Geschäftsführung

- Herr Dr. Jörn Fontius, Magdeburg (bis 1. Februar 2023)

- Herr Torsten Gerlach, Magdeburg (Vorsitzender der Geschäftsführung)

- Herr Marco Beyl, Magdeburg (Geschäftsführung bis 11. August 2023)

Die Geschäftsführerbezüge beliefen sich im Berichtsjahr auf zwei Geschäftsführer und werden nach der Befreiungsvorschrift § 286 Abs. 4 HGB nicht gesondert angegeben.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.600 auf neue Rechnung vorzutragen.

Konzernabschluss

Den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen, in den die FAM Minerals & Mining GmbH einbezogen ist, stellt die BEUMER Group GmbH & Co. KG, Beckum auf. Die Aufstellung des Konzernabschlusses des Mutterunternehmens erfolgt gem. § 315e HGB nach internationalen Rechnungslegungsstandards (International Financial Reporting Standards). Der Konzernabschluss und Konzernlagebericht der BEUMER Group GmbH & Co. KG werden beim Betreiber des elektronischen Unternehmensregisters elektronisch eingereicht.

 

Magdeburg, den 30. April 2024

Torsten Gerlach
Geschäftsführung

Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr 2023

Anschaffungskosten/Herstellungskosten
Stand 1.1.2023 Zugang Abgang Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.147.306,01 46.793,87 0,00 1.194.099,88
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.253,91 0,00 0,00 1.253,91
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 436.816,24 211.902,94 24.674,93 624.044,25
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 50.294,44 0,00 50.294,44
438.070,15 262.197,38 24.674,93 675.592,60
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 10.142.035,56 0,00 5.427.589,49 4.714.446,07
11.727.411,72 308.991,25 5.452.264,42 6.584.138,55
Kumulierte Abschreibungen
Stand 1.1.2023 Zugang Abgang Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 170.970,01 238.278,87 0,00 409.248,88
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.252,91 0,00 0,00 1.252,91
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 93.464,24 151.923,94 1.774,93 243.613,25
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
94.717,15 151.923,94 1.774,93 244.866,16
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
265.687,16 390.202,81 1.774,93 654.115,04
Buchwerte
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 784.851,00 976.336,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1,00 1,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 380.431,00 343.352,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 50.294,44 0,00
430.726,44 343.353,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 4.714.446,07 10.142.035,56
5.930.023,51 11.461.724,56

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Geschäftsmodell

Die FAM Minerals & Mining GmbH (im Nachfolgenden kurz: FAM) ist ein Unternehmen mit Hauptsitz in Deutschland. Die Mitarbeiter der FAM verfügen über das Know-how für Schüttgut-Anlagen, Tagebautechnik, Lagerplatztechnik, Aufbereitungstechnik, Verladesysteme, Fördertechnik und Hafentechnik. Das Leistungsangebot beinhaltet die Entwicklung, die Planung, die Herstellung und die Lieferung dieser Förder- und Umschlagsanlagen zur Gewinnung und Aufbereitung von Rohstoffen sowie die Serviceleistungen für diese Anlagen.

Vertrieb und Service erfolgen sowohl über den Hauptsitz in Deutschland als auch über die Tochter- und Gruppengesellschaften in den relevanten Hubs. Die Hubs orientieren sich an den Zielmärkten und sind in den Regionen Europa, Nordamerika, Südamerika sowie Indien ausgeprägt. Die globale Aussteuerung der Konstruktion erfolgt überwiegend ausgehend vom Hauptsitz der Gesellschaft in Magdeburg.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Wirtschaftsjahr 2023 ist Weiterhin durch die Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine geprägt. Kostenschocks haben sowohl Energie- als auch Erzeugerpreise nach oben schnellen lassen und die Unternehmen nicht nur vor Versorgungsprobleme gestellt, sondern auch die Produktionskosten erheblich beeinflusst. Der vom Statistischen Bundesamt mit Pressemitteilung Nr. 020 vom 16. Januar 2024 veröffentlichte Verbraucherpreisindex bestätigt diese Entwicklung. Die Inflationsrate von +5,9 % im Jahresdurchschnitt liegt weiterhin auf historisch hohem Niveau.

Das Bruttoinlandsprodukt der deutschen Wirtschaft ist im Jahr 2023 um 0,3 % gesunken, so berichtet es der BDI (Bundesverband der Deutschen Industrie e.V.) in seinem Quartalsbericht Q1-2024. Das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts bezogen auf die Weltwirtschaft liegt im Vergleich bei +2,7 %. 1

1 Vgl. Aktualisierte Konjunkturprognose Mai 2024 des Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, S. 14.

Nach Angaben des Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA) hat sich die Wachstumsdynamik EU weit sukzessiv abgeschwächt, sodass für das Jahr 2023 die Produktionsentwicklung für den Maschinen- und Anlagenbau über die 27 EU-Staaten im Durchschnitt und preisbereinigt bei +0,7 % im Vergleich zum Vorjahr lag. Für den deutschen Maschinenbau ist es isoliert betrachtet ein leichter Rückgang von -1 %.

Die Rahmenbedingungen in den wichtigsten Absatzmärkten differieren stark. Die Rohstoffpreise sind jedoch weiterhin auf einem hohen Niveau und sichern grundsätzlich eine stabile Investitionsbereitschaft. Andererseits geht mit dem Ausstieg aus den fossilen Energieträgern der Markt im Primärenergiesektor insbesondere in Europa verloren. Der Fokus im Absatzgeschäft verschiebt sich insofern nachhaltig auf alternative Rohstoffe, die unter anderem auch für alternative Energiegewinnung und deren Nutzung relevant sind. So macht Kupfer zukünftig einen dieser Schwerpunkte aus. Der anhaltende Krieg in der Ukraine führt nicht nur zum Wegfall eines potenziellen Absatzmarktes, sondern bedingt natürlich weltpolitische Unsicherheiten und damit einhergehende Verzögerungen der Investitionsbereitschaft in einigen Zielmärkten.

Die Anforderungen unserer Kunden zeigen klare Tendenzen hin zu mehr lokaler Wertschöpfung und einem damit einhergehenden stärker regional ausgerichteten Abwicklungsmodell.

2. Geschäftsverlauf

Die FAM Minerals & Mining GmbH wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 04. April 2022 gegründet. Der wesentliche Geschäftsvorfall im Jahr 2022 war der Kauf von Vermögenswerten der insolventen FAM GmbH im Rahmen eines Asset Purchase Agreement. Vermögenswerte sind in diesem Zusammenhang immaterielle Werte wie das Know-how der Mitarbeiter, Kundenbeziehungen oder der Firmenname FAM, aber auch Anlagevermögen, Auftragsbestände oder Finanzanteile an Unternehmen. Die zweite Jahreshälfte 2022 war durch den Post Merger Integration-Prozess geprägt. Die zielgerichtete Integration der erworbenen Vermögenswerte in die Strukturen der BEUMER Group GmbH & Co. KG (im Nachfolgenden kurz: BEUMER Group) war ein wesentlicher Treiber, um das Geschäftsmodell der FAM kurzfristig anschlussfähig zu bekommen und im Marktumfeld wieder präsent zu sein. Der Integrationsprozess wurde auf Fachbereichsebene vorangetrieben und hatte neben der Angleichung von Prozessen und Rahmenbedingungen auch das Herausarbeiten von Synergien zum Ziel. Im Status-quo sind die wesentlichen Funktionen und Leitlinien harmonisiert und der Integrationsprozess ist nahezu abgeschlossen.

Innerhalb der BEUMER Group ist die FAM funktional dem Center of Competence (CoC) Minerals & Mining zugehörig, für das die FAM global die Führungsrolle übernommen hat. In diesem Zusammenhang wurden für das CoC Minerals & Mining die wesentlichen Eckpfeiler herausgearbeitet, die gleichzeitig als langfristige, strategische Ausrichtung des Geschäftsbereichs fungieren. Die Eckpfeiler sind spezifisch und individuell auf die drei Hauptfunktionen abgestimmt: Vertrieb, Abwicklung und Customer Support. In den Leitlinien ist unter anderem festgehalten:

auf welche Absatzmärkte und Rohstoffe sich das CoC zukünftig fokussieren wird,

wie die Abwicklung von Großaufträgen und vor allem die Zusammenarbeit in der globalen Hub-Struktur effizient und effektiv erfolgen soll und

wie der Customer Support möglichst proaktiv und schnell auf Kundenbedürfnisse reagieren kann.

Alle Eckpfeiler haben zum Ziel, das CoC als Qualitätsführer im Markt zu behaupten und das Geschäft auf solide Weise auszusteuern, um den langfristigen Erfolg zu gewährleisten.

Auftragslage

Das Geschäftsjahr 2023 wurde mit einem Auftragseingang in Höhe von TEUR 82.289 abgeschlossen. Der Auftragseingang wurde global erzielt, mit bedeutenden Kunden aus den Bereichen Bergbau, Hafenumschlag, Metallurgie und Düngemittel.

Der Auftragseingang setzte sich dabei im Jahr 2023 aus kleineren und mittleren Exportaufträgen zusammen sowie aus größeren Projekten in Nordamerika, Osteuropa, Asien und dem Nahen Osten.

2023
TEUR
Auftragseingänge Inland 5.242
Auftragseingänge Ausland 77.047
Auftragseingänge gesamt 82.289

Im Geschäftsjahr wurden circa 94 % der Aufträge außerhalb Deutschlands realisiert.

Zum 31. Dezember 2023 beläuft sich der Auftragsbestand auf TEUR 81.723.

2023
TEUR
Auftragsbestand Inland 653
Auftragsbestand Ausland 81.070
Auftragsbestand gesamt 81.723

Nahezu 100 % des Auftragsbestands entfallen auf Aufträge außerhalb Deutschlands.

Personal- und Sozialbereiche

Am 31. Dezember 2023 waren in der FAM 187 Mitarbeiter/-innen beschäftigt.

3. Lage

Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2023 ergab sich bei einer Gesamtleistung in Höhe von TEUR 53.386 ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.600. Der Gewinn lässt sich im Wesentlichen auf ein positives Finanzergebnis zurückführen, welches durch eine Dividendenzahlung im Jahr 2023 in Höhe von TEUR 7.920 der chilenischen Tochtergesellschafft begründet ist.

Der Rohertrag (Umsatzerlöse + Bestandsveränderung - Materialaufwand) beträgt für das Jahr 2023 TEUR 20.336, was zu einer Rohertragsmarge von gut 57,3 % führt. Das Margendefizit ist die Folge von Bestandsabwertungen für Neuanlagenprojekte in Höhe von TEUR 3.392, sowie gestiegene Rohstoffpreise. Insbesondere die angearbeiteten Projektaufträge schlagen sich lediglich margenneutral in der Bestandserhöhung nieder.

Finanzlage

Die Gesellschaft hat zum Jahresanfang 2023 einen erhöhten Liquiditätsabfluss gezeigt, der sich anhand des Fortschritts in der Projektabwicklung erläutern lässt. Ab dem zweiten Quartal 2023 wurde die Liquiditätslage des Unternehmens durch weitere Kundenanzahlungen deutlich besser und pegelte sich bis zum Jahresende leicht über Planniveau bei TEUR 8.946 ein. Durch ungeplante Liquiditätszuflüsse aus dem Anteilsverkauf der Tochterunternehmen und der ausgeschütteten Dividende durch die FAM America Latina, konnten TEUR 9.400 aus liquiden Mitteln zur Tilgung des bestehenden Darlehens gegenüber der BEUMER Beteiligungsgesellschaft mbH genutzt werden.

Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir, durch die nun anstehende Beschaffungsphase in den Projekten, im ersten Halbjahr einen starken Liquiditätsabfluss. In Kombination mit ausstehenden Kundenzahlungen, werden wir hier mittelfristig einen Teil der uns zur Verfügung stehenden Kreditlinie in Anspruch nehmen, um mögliche Liquiditätsengpässe abfedern zu können.

Branchentypisch wird die laufende Auftragsabwicklung im Wesentlichen durch Kundenanzahlungen vorfinanziert.

Die Finanzierung der laufenden Geschäftstätigkeit ist durch eine Kreditlinie des Gesellschafters gesichert. So gewährt die BEUMER Beteiligungsgesellschaft mbH zum Aufstellungszeitpunkt des Lageberichts eine Kreditlinie in Höhe von TEUR 10.000, wovon zum 31.12.2023 keine Tranche in Anspruch genommen wurde. Die Kreditlinie dient lediglich der anfänglichen Absicherung und ist daher auf den 31.12.2027 begrenzt.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme beläuft sich auf TEUR 50.414. Wobei sich das Vermögen auf der Aktivseite wie folgt verteilt: TEUR 5.930 entfallen auf das Anlagevermögen, der Großteil mit TEUR 43.905 ist dem Umlaufvermögen zuzuordnen und ein kleiner Anteil entfällt auf Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 579.

Der Jahresüberschuss 2023 (TEUR 1.600) saldiert mit dem Verlustvortrag der vergangenen Jahre (TEUR 7.580) erhöhen das negative Eigenkapital und reduzieren damit die Bilanzsumme auf der Passivseite. Wesentlicher Posten auf der Passivseite sind Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR 12.270) sowie erhaltene Kundenanzahlungen in Höhe von TEUR 35.114, für die in der Abwicklung befindlichen Aufträge.

4. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die FAM richtet ihre Geschäftstätigkeit u. a. nach den folgenden nichtfinanziellen Leistungsindikatoren aus, wobei zur internen Steuerung keine quantitativen Kennzahlen herangezogen werden.

Kunden und Wettbewerb

Die FAM hat sich im Bereich der Komplettlösungsanbieter als kundenorientierter Qualitätslieferant positioniert. Das intensive Wettbewerbsumfeld erfordert eine klare strategische Ausrichtung, die die FAM in Abhängigkeit von der Vertriebsregion und der Branche diversifiziert aufgestellt hat. Den Ansprüchen der Kunden wird individuell und mit spezifischen Produkt- und Systemlösungen begegnet. Weiterhin wird das Erschließen neuer Märkte durch den Aufbau weiterer Standorte oder durch das Bilden strategischer Partnerschaften stetig vorangetrieben, um die Marktbedürfnisse stets bedarfsgerecht erfüllen zu können.

Mitarbeiterzufriedenheit

Die FAM legt höchsten Wert auf die Zufriedenheit und das Gemeinsamkeitsgefühl der Mitarbeiter. Die FAM ist sich bewusst, dass die vorgegebenen Unternehmensziele nur dann erreicht werden können, wenn die Mitarbeiter bereichsübergreifend und miteinander agieren. Das Unternehmen sieht seine Mitarbeiter als einen der wesentlichen Erfolgsfaktoren. Um dieses Know-how zu erhalten und auszubauen, werden gezielte Fördermaßnahmen angeboten und umgesetzt.

III. Prognosebericht

Durch die deutliche Erholung des globalen Warenhandels und der damit verbundenen Industrieproduktion ist die Weltwirtschaft mit Schwung in das Jahr 2024 gestartet, sodass für das Gesamtjahr ein leichter Anstieg der Wirtschaftsleistung zu erwarten ist. Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung geht für die Weltwirtschaft von einem moderaten Wachstum von +2,6 % aus. Im Gegensatz zur Weltwirtschaft steht der Euroraum und vor allem Deutschland schlechter dar, sodass hier von einem geringeren Wirtschaftswachstum von 0,2 % im Jahr 2024 ausgegangen wird. Der VDMA prognostiziert für den Anlagen- und Maschinenbau eine weitere Verschlechterung des Wirtschaftswachstums aus und prognostiziert einen preisbereinigten Umsatzrückgang von -4 % für das Wirtschaftsjahr 2024.

Die zukünftige Ausrichtung der FAM und des CoC Minerals & Mining hat im Neuanlagengeschäft den wirtschaftlichen Einfluss des Energiewandels zu berücksichtigen. Das Ziel ist es, durch die globale Ausrichtung die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen. Hierzu wird ein internationales Konstruktions- und Abwicklungsnetzwerk etabliert.

Das Service- und Ersatzteilgeschäft soll kontinuierlich ausgebaut werden und damit einen wichtigen Beitrag zur Geschäftsausrichtung der FAM leisten. Aufgrund der Marktstellung, der Bekanntheit der FAM-Produkte und dem nachweislich guten Know-how rechnen wir uns realistische Chancen zur Erlangung von Aufträgen im energie- und rohstoffnahen Sektor aus.

Unter Berücksichtigung der aufgeführten Risiken und der Chancen erwarten wir für das Jahr 2024 derzeit einen Auftragseingang von TEUR 93.969, eine Gesamtleistung von TEUR 86.398 und einen Rohertrag von TEUR 10.382. Die Prognose aus dem Vorjahr wurde weitestgehend eingehalten.

Die für das Jahr 2023 getroffenen Annahmen wurden in der FAM Minerals & Mining nicht erfüllt. Dies ist zum einen durch kundenseitige Verschiebungen von Aufträgen und dem damit verbundenen geringeren Ergebnisbeitrag und zum anderen durch Margenverschlechterungen bei laufenden Projekten begründet. Insgesamt hat das CoC Minerals & Mining im Geschäftsjahr 2023 die Prognosen erfüllt und in einigen Bereichen sogar deutlich übertroffen.

IV. Risiko- und Chancenbericht

1. Risikobericht

Die Risikopolitik der FAM zielt darauf ab, vorhandene Chancen optimal auszuschöpfen und nur Risiken einzugehen, wenn ihnen im Gegenzug die Chance auf eine entsprechende Wertsteigerung gegenübersteht. Im Rahmen einer grundlegenden Risikobegrenzung werden nur die Risiken eingegangen, die mit anerkannten Methoden und Maßnahmen innerhalb der Organisation handhabbar sind. Hierbei wird stets die Risikotragfähigkeit der FAM berücksichtigt. Hierzu werden mithilfe des integrierten Managementsystems (IMS) und basierend auf Continuous Business Improvement (CBI) Risiken systematisch erfasst, bewertet und durch entsprechende Maßnahmen minimiert bzw. ausgeschlossen.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Unter Berücksichtigung der Unternehmensplanung und ausgehend von den daran anknüpfenden Szenarien zur Sensitivierung werden die Finanzierungsrisiken im Prognosezeitraum als niedrig beurteilt.

Währungsrisiken

Aufgrund der internationalen Ausrichtung der FAM bestehen Währungsrisiken. Um diese Risiken beherrschbar zu machen, werden wesentliche Verträge in Euro abgeschlossen. Sollten die Marktverhältnisse einen Abschluss in Euro nicht zulassen, werden die Währungsrisiken abgesichert. Diese Absicherung erfolgt zum einen über den Einsatz von Finanzderivaten, aber auch mit dem Grundgedanken des Natural Hedging. In diesem Zusammenhang ist der internationale Einkauf weiterhin gefordert, Währungsrisiken bei Exportaufträgen zu minimieren.

Beschaffungsrisiken

Für die Projekte werden bedarfs- und termingerecht Lieferantenverträge geschlossen. Die Beschaffungspreise sind teilweise von der Entwicklung der einschlägigen Rohstoffindizes abhängig. Durch das Etablieren eines strategischen Einkaufs sollen die möglichen Beschaffungsrisiken kontinuierlich und aktiv gesteuert werden. Übliche Mittel sind das Vereinbaren von Großkundenverträgen oder Kooperationen mit Lieferanten sowie die Berücksichtigung dieser Risiken in vertraglichen Preisgleitklauseln.

Absatzrisiken

Die FAM ist Absatzrisiken ausgesetzt, wenn Investitionsentscheidungen seitens Kunden verschoben oder vollständig ausgesetzt werden. Um eine entsprechende Diversifizierung des Angebotsportfolios zu erreichen und somit die Absatzrisiken zu begrenzen, hat die FAM im Rahmen der Unternehmensplanung eine Markt- und Wettbewerbsanalyse durchgeführt. Darauf basierend wurden sowohl in Bezug auf das angebotene Produkt- und Serviceportfolio als auch in Hinblick auf die bearbeiteten regionalen Märkte und ihre Rohstoffe strategische Schwerpunkte festgelegt. Generell wird der Ansatz verfolgt, ein in Bezug auf die Absatzrisiken regional diversifiziertes Portfolio anzubieten, das den Rückgang des Kohlemarktes berücksichtigt und zugleich genügend Margenpotenzial mit sich bringt.

2. Chancenbericht

Als Chance sieht die FAM den fortwährenden Ausbau der Unternehmensausrichtung im Bereich der sogenannten System Solution Providers. Der gesamte Produktlebenszyklus soll vom Unternehmen begleitet werden und dem Kunden als Gesamtlösung angeboten werden. Sowohl die bestehenden Kundenbeziehungen als auch die vielfältigen Referenzprojekte in unterschiedlichen Rohstoffbereichen ermöglichen eine Marktposition des Unternehmens in einem diversifizierten Marktumfeld. Die FAM repräsentiert nach eigenem Selbstverständnis einen Anbieter hochwertiger Schüttgut- und Aufbereitungsanlagen, der aufgrund seiner Qualität weltweit von den Kunden geschätzt wird. Die Grundlage ist vor allem in dem langjährigen Know-how im Bereich der Produkt- und Systemtechnology für die Gewinnung, Förderung, Lagerung, Zerkleinerung, Homogenisierung und Verladung von Mineralien, Rohstoffen und Gütern zu sehen. Die Chancen können sich positiv auf den Auftragseingang und den Rohertrag auswirken.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten und Finanzierungsstruktur

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzierungsinstrumenten zählen im Wesentlichen Eigenkapital sowie vom Gesellschafter überlassene Darlehen. Darüber hinaus werden Standardinstrumente der Währungsabsicherung verwendet. Die eingesetzten Finanzinstrumente bergen nur geringe Risiken. Die Absicherung wird lediglich zur Risikominimierung des operativen Geschäfts verwendet.

 

Magdeburg, den 30. April 2024

Torsten Gerlach
Geschäftsführer

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