HanChris GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Norbert Biermann seit 10.5.2024 | Prokura |
Thomas Kollmann seit 10.5.2024 | Prokura |
Christian Meyer seit 10.5.2024 | Prokura |
Mike Spottke seit 27.11.2023 | Prokura |
Robert Dr. Berengeno seit 27.11.2023 | Prokura |
Christian Karl Biechteler seit 12.10.2023 | Geschäftsführer |
Sandra Behnert seit 13.7.2023 | Prokura |
Markus Oswald seit 23.2.2023 | Geschäftsführer |
Jörn Fiebig seit 12.1.2016 | Prokura |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
PrimaCom Berlin GmbHLeipzigJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 20221. Geschäftstätigkeit und RahmenbedingungenDie PrimaCom Berlin GmbH (PCB), Leipzig, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Leipzig unter HRB 29927, ist eine Tochtergesellschaft der PrimaCom Holding GmbH (PCH), Leipzig. Die PCH hält 100 % der Gesellschaftsanteile. Die PCH gehört zu 100 % zur Tele Columbus Gruppe mit der Konzernmutter Tele Columbus AG, Berlin. Die Tele Columbus AG mit Sitz Kaiserin-Augusta-Allee 108, in Berlin (Handelsregister Charlottenburg HRB 161349), stellt als oberste Holdinggesellschaft den Tele Columbus-Konzernschluss und Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2022 auf. Dieser wird im Bundesanzeiger veröffentlicht. Gegenstand der PCB ist der Erwerb, der Besitz und die Veräußerung sowie die Beratung von Unternehmen und Unternehmensteilen im Bereich der Telekommunikationsbranche sowie der Betrieb von eigenen und fremden Telekommunikationsanlagen und -netzen, sowie die Erstellung, die Vermarktung und das Anbieten von Telekommunikationsdiensten und telekommunikationsgestützten Diensten. Neben dem Kabelmarkt ist die PCB insbesondere in den Bereichen Internet und Telefonie tätig und erwirtschaftet ihre Umsätze mit vertraglich gebundenen Wohneinheiten. Die Investitionstätigkeit ist daher im Wesentlichen auf die Kabel-TV-Netze sowie den Ausbau in das Breitbandnetz ausgerichtet. In Deutschland gilt die Unterteilung der Breitbandkabelnetze in vier Netzebenen (NE): NE 1 umfasst die Programmproduktion und Übertragung des Signals bis zur TV-Sendestelle/zum Satelliten. NE 2 umfasst die Einspeisung des Signals von der TV-Sendestelle bis zum Kernnetz bzw. Kopfstelle. Bei Bezug über eigene Kopfstellen entfallen für den Netzbetreiber die Signallieferungsentgelte an den Vorlieferanten. Die PCB ist daher stetig bemüht, die Kunden durch eigenes Signal zu versorgen. NE 3 reicht von der Kopfstelle bis zum Übergabepunkt im oder am Haus. NE 4 beginnt am Übergabepunkt und beinhaltet die gesamte Innenhausverkabelung bis zur Kabelanschlussdose in der einzelnen Wohneinheit. Entscheidend für die technische Qualität eines Breitbandkabelnetzes ist der Ausbau der NE 3 und NE 4 auf bis zu 1 GHz Bandbreite und die Bereitstellung eines Rückkanals für Daten- und Sprachdienste. Erst diese technischen Rahmenbedingungen ermöglichen es, den Kunden neben Fernsehen und Rundfunk auch breitbandige Internetzugänge, Telefondienste über Internet Voice over IP (VoIP) und weitere interaktive Dienste anzubieten. In der Vergangenheit nutzten die Kabelnetzkunden vorwiegend unverschlüsselte analoge Fernseh- und Rundfunksignale. Infolge der Volldigitalisierung Anfang 2019 werden sämtliche Angebote an frei empfangbaren Programmen der öffentlich-rechtlichen und privaten Senderketten sowie "Pay-TV"-Angebote ausschließlich digital ausgestrahlt. Die seit einigen Jahren betriebene Aufrüstung der Breitbandkabelnetze in interaktive Datennetze ermöglicht zusätzliche Produktangebote wie breitbandige Internetdienste und Telefonie auf Basis von VoIP, auch in verschiedenen Kombinationen als Produktbündel. Unter der Marke PΫUR bietet das Unternehmen Highspeed-Internet einschließlich Telefon sowie mehr als 200 TV-Sender auf einer digitalen Entertainment-Plattform an, die klassisches Fernsehen mit Videounterhaltung auf Abruf vereint. Die PCB ist neben den östlichen Bundesländern (Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen) in den Bundesländern Baden-Württemberg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Saarland tätig. 2. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenDas preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2022 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 1,9 % höher als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug das Wirtschaftswachstum 2,0%. Laut Statistischem Bundesamt war die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine wie den extremen Energiepreiserhöhungen. Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise beispielsweise für Nahrungsmittel sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Covid-19-Pandemie. Trotz dieser nach wie vor schwierigen Bedingungen konnte sich laut des Statistischen Bundesamts die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 insgesamt gut behaupten. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2022 um 0,7 % höher. 1 In Deutschland gibt es derzeit rund 37,7 Millionen Breitbandanschlüsse. Gemessen am Vorjahreswert ist dies ein Anstieg von 1,9 %. Dabei ist das Kabel-TV-Netz im deutschen Breitbandmarkt nach ADSL und VDSL die zweitwichtigste Zugangstechnologie mit ca. 9,2 Millionen genutzten Anschlüssen. Im Kabel-TV-Netz wurde 2021 ein Wachstum von 2,2 % realisiert. Echte Glasfaseranschlüsse, definiert als FTTB- (Fiber-to-the-Building) oder FTTH- (Fiber-to-the-Home) Anschlüsse, verzeichneten mit 30,8 % Wachstum die stärkste Entwicklung im Jahresvergleich, von 2,6 Millionen auf 3,4 Millionen genutzten Anschlüssen. 2 Die bestehenden Kabel-TV-Netze, die ursprünglich nur für die Rundfunkübertragung gebaut worden sind und aus Koaxialkabeln bestanden, werden von den Kabel-TV-Anbietern zunehmend durch leistungsfähigere Glasfaserstrecken ergänzt. Die dadurch entstehenden hybriden Netze aus Koaxialkabeln und Glasfaser (HFC - Hybrid Fiber Coax) können immer größere Datenmengen transportieren und werden der Nachfrage nach, zunehmend leistungsfähigeren Breitbandanschlüssen gerecht. Die Übertragungstechnik DOCSIS 3.1 ermöglicht bereits Download-Geschwindigkeiten von 1 Gbit/s. 3. Unternehmenssituation und GeschäftsverlaufDie PCB ist im Geschäftsfeld Privatkunden aktiv. Das Leistungsangebot umfasst dabei Internet-, TV- und Telefonie-Dienste. Technische Grundlage bildet ein hochleistungsstarkes Breitbandnetz, über welches Internet- und Datendienste mit Bandbreiten von momentan bis zu 1000 Mbit/s angeboten werden. Auch im Geschäftsjahr 2022 konnte sich die PCB in einem nach wie vor schwierigen, dynamischen und regulierenden Telekommunikationsmarktumfeld behaupten, das durch intensiven Wettbewerb und hohen Preisdruck gekennzeichnet ist. Der operative Geschäftsverlauf der PCB wird im generellen auch von der technologischen Entwicklung hochleistungsfähiger Glasfasernetze beeinflusst, insbesondere in Bezug auf die Einführung von digitalen und interaktiven Breitbandkabeldiensten. Die PCB wird anhand der folgenden bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren gesteuert:
Der Umsatz sank gegenüber 2021 leicht um TEUR 2.439 auf TEUR 110.901 und lag somit im Rahmen der Planung für das Geschäftsjahr 2022, welche einen leicht rückläufigen Umsatz erwartete. Der Umsatzrückgang ist im Wesentlichen durch die rückläufige Entwicklung der Umsätze im Geschäftsfeld "Kabel-TV" um TEUR 3.991 auf TEUR 48.825 aufgrund der rückläufigen Geschäftsentwicklung verursacht. Gegenläufig wirkte der Anstieg der Umsätze im Geschäftsfeld "Internet & Telefonie" um TEUR 2.116 auf TEUR 45.218 aus. Die getätigten Investitionen (Capex) betrugen im Geschäftsjahr 2022 TEUR 28.638 (26 % des Umsatzes) und haben sich gegenüber dem Vorjahr (TEUR 20.669) wie prognostiziert deutlich gesteigert. Das Ergebnis nach Steuern ist um TEUR 23.665 auf TEUR -13.151 gesunken. Im Geschäftsjahr ist es gelungen die Messgröße für Kundenzufriedenheit, bezogen auf die konzernweit gemeinsame Marke PYÜR zu steigern. Der Gesamt Net-Promoter-Score (NPS) betrug im Gesamtjahr 2022 17,6 % und hat sich gegenüber dem Vorjahr um +10,7 Prozentpunkte verbessert. Zur Berechnung des NPS wird der Anteil begeisterter Kunden (Promoter) von dem der unzufriedenen Kunden (Detraktor) abgezogen 4. Vermögens-, Finanz- und ErtragslageErtragslage Getrieben durch die rückläufige Kundenzahl im TV-Geschäft sind die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr mit TEUR 110.901 im Vergleich zu TEUR 113.340 im Vorjahr gesunken. Der Rückgang der Umsatzerlöse aus Kabelfernsehgeschäft konnte dabei nicht vollständig durch die gestiegenen Umsatzerlöse im Bereich Internet und Telefonie sowie Verkauf und Vermietung von Hardware ausgeglichen werden. Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken deutlich von TEUR 10.454 auf TEUR 1.199. Diese beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Verjährung von Kundenverbindlichkeiten (TEUR 357), Erträge aus Anlagenverkäufen (TEUR 151) sowie Erträge aus Mahngebühren (TEUR 236). Der starke Rückgang ist insbesondre auf den Ertrag aus Veräußerung der Anteile an der Tochtergesellschaft KSP - Kabelservice Prenzlau GmbH, Prenzlau im Geschäftsjahr 2021 zurückzuführen (TEUR 6.838). Der Materialaufwand ist im Geschäftsjahr um TEUR 9.024 auf TEUR 83.147 gestiegen. Diese Veränderung ist auf die erhöhten Konzernumlagen zurückzuführen, die im Geschäftsjahr insbesondere durch Kosten für EDV-Dienstleistungen und den Zentraleinkauf geprägt ist. Die Abschreibungen in Höhe von TEUR 31.774 (2021: TEUR 29.360) sind ebenfalls angestiegen. Dies ist auf die weiterhin hohen Investitionen in die Netzinfrastruktur zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind mit TEUR 4.808 über Vorjahresniveau (2021: TEUR 4.434) und beinhalten im Wesentlichen Miet- und Mietnebenkosten sowie Aufwendungen aus Forderungsverlusten bzw. Wertberichtigungen auf Forderungen. Der Anstieg im Geschäftsjahr ist insbesondere durch aufwandwirksame Anlagenabgänge (TEUR 1.404) betreffend der NE 4 geprägt. Das Finanzergebnis in Höhe von TEUR -6.002 (2021: TEUR -5.499) ist im Wesentlichen durch die gegenüber dem Vorjahr schlechtere Ertragslage der Tochtergesellschaft geprägt. Insgesamt beträgt Ergebnis vor Steuern von TEUR -13.151 (2021: TEUR 10.514), was auf den deutlichen Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge sowie den Anstieg der Materialaufwendungen zurückzuführen ist. Der Rückgang des Jahresergebnisses vor Gewinnabführung lag im Rahmen der Planung für das Geschäftsjahr 2022, welche einen rückläufigen Jahresergebnis vor Gewinnabführung erwartete. Der Jahresüberschuss bleibt aufgrund von Ergebnisabführungsverträgen wie im Vorjahr bei null. Vermögenslage Die Bilanzsumme der PCB beträgt zum 31. Dezember 2022 TEUR 320.914 (2021: TEUR 305.134). Der Anstieg auf der Aktivseite resultiert insbesondere aus einer Zunahme der Forderungen gegen verbundene Unternehmen auf TEUR 171.049 (2021: TEUR 149.795), von denen der größte Anteil auf den stichtagsbedingt gestiegenen Cash-Pooling-Bestand in Höhe von TEUR 141.952 (2021: TEUR 129.594) zurückzuführen ist. Der Anstieg ist mit Forderungen aus Ergebnisabführungsverträgen in Höhe von TEUR 13.078 (2021: TEUR 0) zu begründen. Der Anstieg auf der Passivseite spiegelt sich vor allem in der Zunahme der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen auf TEUR 124.231 (2021: TEUR115.783 wider. Dies resultiert insbesondere aus den gestiegenen endfälligen Zinsverbindlichkeiten des Darlehens in Höhe von TEUR 31.173 (2021: TEUR 26.678). Das Anlagevermögen mit TEUR 141.382 ist im Vergleich zu dem Vorjahr (TEUR 145.947) trotz der gestiegenen Investitionen in Höhe von TEUR 28.638 (2021: TEUR 20.669) leicht gesunken. Grund hierfür sind die unverändert hohen planmäßigen Abschreibungen der Sachanlagen in Höhe von TEUR 27.646 (2021: TEUR 26.006), die außerplanplanmäßige Abschreibung auf den Bestand an Modems und Receivern in Höhe von TEUR 1.519 sowie stichtagsbedingt geringere Anzahlungen und Anlagen im Bau (TEUR 14.667, 2021: TEUR 17.107) Die Eigenkapitalquote ist zum 31. Dezember 2022 auf 8,18 % im Vergleich zu 8,61 % im Vorjahr leicht gesunken. Der Rückgang der Eigenkapitalquote resultiert aus der erhöhten Bilanzsumme. Der Anstieg der sonstigen Rückstellungen um TEUR 692 auf TEUR 6.397 resultiert zum überwiegenden Teil aus höheren Rückstellungen für ausstehende Rechnungen. Grund hierfür ist der Anstieg der Investitionen im Rahmen der Fiber-Champion-Strategie sowie die Inanspruchnahme damit verbundener Dienstleistungen im vierten Quartal 2022. Finanzlage Die untenstehende Tabelle stellt eine Übersicht der Entwicklung der Finanzlage dar.
Die zahlungswirksame Veränderung aus dem Cash-Pooling wird im Berichtsjahr erstmalig dem Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit zugeordnet. Im Vorjahr erfolgte die Zuordnung innerhalb des Cash-Flows aus betrieblicher Tätigkeit. Dieser ist stichtagsbedingt, durch den Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen im Zuge des gruppenweit aktiven Cash-Managements im vierten Quartal 2022 deutlich gestiegen. Der Cash-Flow aus Investitionstätigkeit in Höhe von TEUR -25.700 (Vorjahr: TEUR -20.036) resultiert im Wesentlichen aus Investitionen in das Sachanlagevermögen und in immaterielle Vermögensgegenstände. Der Bestand des Darlehens inklusive der aufgelaufenen Zinsen der Gesellschaft gegenüber ihrer Gesellschafterin PrimaCom Holding GmbH belief sich auf TEUR 158.173. Das endfällige Darlehen wird bei einer Laufzeit bis zum 15. Oktober 2024 mit 3,54 % verzinst. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgte weiterhin über den operativen Cashflow sowie die Tele Columbus AG. Die Gesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, allen Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen. Die PCB bedient sich aktuell und im Hinblick auf die Zukunft im Wesentlichen der folgenden Finanzierungsquellen:
Insgesamt ist auch für die Zukunft der kurz- und langfristige Finanzierungsbedarf über die Muttergesellschaft bzw. die Eingliederung in die Tele Columbus Gruppe gedeckt. Bezüglich der Liquiditätssituation wird auf den Abschnitt "Finanzwirtschaftliche Risiken" verwiesen. 5. GesamtaussageInsgesamt vermittelt die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage ein zutreffendes Bild der Situation der Gesellschaft. Der Geschäftsverlauf zeigte in 2022 eine gegenüber dem Vorjahr deutlich rückläufige Entwicklung. Durch die hohen Investitionen in zukunftsträchtige Technologien geht die Gesellschaft davon aus, dass eine positive Geschäftsentwicklung mittelfristig eintreten wird. Im Hinblick auf die mit hohem Risiko eingeschätzten Liquiditätsrisiken kann es zu einer Neubewertung dieser Einschätzung kommen. Bezüglich der Liquiditätssituation wird auf den Abschnitt "Finanzwirtschaftliche Risiken" verwiesen. 6. Chancen- und RisikoberichtDer Konzern betreibt ein konzernweites Risikomanagement-System, welches durch den Auf- und Ausbau des internen Kontrollsystems kontinuierlich verbessert wird, in welches die PCB mit eingebunden ist. Chancen und Risikofaktoren der Branche Die PCB ist allgemeinen Risiken ausgesetzt, die sich aus der Veränderung von Rahmenbedingungen durch die Gesetzgebung oder aus anderen Vorschriften ergeben. Solche Regelungen betreffen insbesondere das Telekommunikationsgesetz, die Landesmediengesetze sowie allgemein den Datenschutz, das Arbeits-, Verbraucher- oder Steuerrecht. Aufgrund der Beschränkung der Unternehmenstätigkeit auf Deutschland sind in der Regel etwaige Veränderungen im gesetzlichen Umfeld nicht überraschend zu erwarten, so dass eine ausreichende Reaktionszeit gewährleistet ist. Beim Telekommunikationsmarkt handelt es sich um einen stark regulierten Markt. Insbesondere die Novelle des europäischen Rechtsrahmens für Telekommunikation hat eine Reihe von Änderungen in der nationalen Gesetzgebung nach sich gezogen. Auch national werden etwa zum deutschen Rundfunkstaatsvertrag der Länder und im Telemediengesetz des Bundes sowie im Wettbewerbsrecht konkrete Anpassungen an Digitalisierung und Konvergenz der Medien regelmäßig thematisiert. Die am 1. Dezember 2021 in Kraft getretene TKG-Novelle hat Neuerungen und Änderungen für Telekommunikationsunternehmen mit sich gebracht. Dies betrifft insbesondere Beschränkungen bzw. Einschränkungen sowie Dokumentationsanforderungen im Zusammenhang mit Vertragsabschlüssen am Telefon, bei der automatischen Verlängerung von Verträgen mit Kunden sowie beim Abschluss von Verträgen vor Ort beim Kunden (Haustürgeschäfte). Die PCB ist in allen Geschäftsbereichen einem signifikanten Preisdruck ausgesetzt, regionale Märkte sind teils gesättigt sind und eine Neukundengewinnung ist nur durch Abwerbung bei direkten Konkurrenten möglich. Diesen neuen Anforderungen ist die PCB mit wesentlichen Anpassungen bzw. Optimierungen interner prozessualer bzw. organisatorischer Aspekte sowie zusätzlichen Steuerungs- und Überwachungsmaßnahmen begegnet. Dies umfasst insbesondere den Ausbau kontextbezogener Analysen hinsichtlich des Wechselverhaltens von Kunden, die Implementierung neuer zusätzlicher Kombinationen von Produktangeboten sowie die Attraktivierung von Vertragsverlängerungsangeboten. (Hohes Risiko) Die PCB generiert ihre Einnahmen hauptsächlich aus Anschlussgebühren, die von Endkunden für den Bezug eines Kabel-TV-Produktes oder für Internet und Telefonie gezahlt werden. Ein signifikanter Anteil der Kabel-TV-Kunden sind Mieter in Mehrfamilienobjekten, die zum Bestand von Gesellschaften oder Genossenschaften der Wohnungswirtschaft zählen, oder von diesen verwaltet werden. Die PCB hat mit diesen Unternehmen dauerhafte Gestattungs- und Signallieferungsverträge abgeschlossen, was eine nachhaltige Erlösbasis sicherstellt. Mitte 2024 entfällt das Nebenkostenprivileg und damit sollen TV-Kabelverträge nicht mehr vom Vermieter abgeschlossen und auf die Nebenkosten umgelegt werden können. Die PCB reagiert darauf mit direkten Kundenkontakt, um in den angeschlossenen Haushalten Einzelverträge abzuschließen (Hohes Risiko). Der Bedarf an Bandbreite zur Nutzung von Multimedia-Diensten steigt weiter an. Staatlich geförderte Investitionsprogramme zum Ausbau der Kommunikationsnetze kommen diesem Bedarf auch für strukturschwache Regionen nach. Hier kann sich eine Chance für die PCB ergeben, auch außerhalb des Kerngebietes der Städte im ländlichen Raum sogenannte "weiße Flecken" durch den Ausbau der Netzinfrastruktur zu erschließen. (Hohe Chance) Chancen und Risiken aus der technischen Infrastruktur / Netzausbau Die Geschäftstätigkeit der PCB ist schnellem technologischen Wandel unterworfen, und falls die PCB nicht in der Lage ist, auf technologische Entwicklungen rechtzeitig zu reagieren, kann dies negative Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit haben. Das Risiko wird insgesamt als gering eingeschätzt. Die PCB nutzt für die Erbringung von Übertragungsleistungen für ihre Kunden teilweise die technische Infrastruktur und Räumlichkeiten von Geschäftspartnern (i.d.R. Gemeinden und Kommunen). Dies betrifft insbesondere entsprechende verlegte Leitungen, Kapazitäten bzw. technische Anlagen (bspw. Netzknoten). Für die Nutzungsrechte bestehen mit den Geschäftspartnern Pachtverträge. In Folgejahren enden ausgewählte Pachtverträge und sind demnach neu zu verhandeln. Im Rahmen der Neuverhandlungen kann es weiter zur Notwendigkeit der technischen Klärung von Leitungsverkäufen bzw. zur Aktualisierung von Eigentumsverhältnissen kommen. Risiken bestehen aus erhöhten Pachtentgelten, Kosten für technische Aufklärungen sowie ggf. im Bedarfsfall Neuverlegung von Leitungen. Abstimmungsgespräche mit Geschäftspartnern zur Klärung sind initiiert. (Hohes Risiko) Deutschland steht mit der Bereitstellung verfügbarer Bandbreiten weit hinter anderen Industrienationen. Im Koalitionsvertrag hat die deutsche Bundesregierung vereinbart, den flächendeckenden Ausbau von Gigabit-Netzen bis 2025 voranzutreiben und eigens dazu ein Bundesförderprogramm zum Breitbandausbau entwickelt. Im Rahmen von Förderprojekten wird die PCB enger mit den Städten und Gemeinden zusammenarbeiten. Die PCB nutzt die Chance, sich am Ausbau des Glasfasernetzes noch stärker zu beteiligen. Insbesondere in sogenannten "Smart Cities" kann sich die PCB somit Wettbewerbsvorteile gegenüber DSL-Wettbewerbern verschaffen. (Hohe Chance) Der strategische Ausbau des Glasfasernetzes soll der PCB dazu diesen, insbesondere im wachsenden Internetgeschäft gegenüber dem (DSL-) Marktumfeld zu behaupten. Durch den Einsatz der Glasfaser-Technologie werden weniger Störungen auftreten, die Kundenzufriedenheit wird steigen, das Anruf-Volumen in den Call-Centern wird sich verringern sowie die damit verbundenen Kosten sinken. Der Netzausbau wird durch den Rollout des Daten-Übertragungsstandard DOCSIS 3.1. ergänzt. Dieser ermöglicht Geschwindigkeiten von bis zu einem Gigabit pro Sekunde. Dies bietet für die PCB die Chance, deutlich höhere Geschwindigkeiten am Markt anzubieten und sich damit von DSL-Anbietern zu differenzieren. Im Rahmen einer entsprechenden Kommunikationsstrategie kann dies eine hohe Medienaufmerksamkeit erreichen, die die Vertriebsstrategien unterstützt und zu Umsatzwachstum führt. (Hohe Chance) Chancen und Risikofaktoren im Zusammenhang mit der operativen Geschäftstätigkeit Durch die Beteiligung eines strategischen Investors nutzt PCB mittelbar die Chance, den Netzausbau weiter voranzutreiben, die sich im stark entwickelnden Markt gebotenen Potenziale auszunutzen. Durch Technologie und Reichweite des Kabelnetzes sieht sich PCB in den adressierten regionalen Märkten gut positioniert. Eine Chance bietet sich durch die stärkere Ausrichtung der Vertriebsstrukturen auf regionale Märkte, die zu einer höheren Akzeptanz der Marke PŸUR bei den kommunalen Unternehmen der Wohnungswirtschaft sowie auf Geschäftskunden- und Endkundenebene führt. Bereits erschlossene Regionen werden zukünftig verstärkt hinsichtlich einer möglichen Anbindung von weiteren Haushalten analysiert. Unterstützt wird dies durch eine verstärkte Kooperationsbereitschaft der verschiedenen Netzanbieter. Dadurch können die Reichweite erhöht und zusätzliche Regionen erschlossen werden. Insgesamt bieten diese Maßnahmen großes Potenzial, weitere Kunden zu gewinnen. (Latente Chance) Da PCB den Zugang für den überwiegenden Teil ihrer Kunden über ein eigenes Netz auch in der "letzten Meile" kontrolliert, kann sie bei der Produktplanung und Produktbereitstellung u.a. von Premium TV-Services flexibler agieren. Darüber hinaus ergeben sich im Vergleich zu Anbietern ohne eigenes Zugangsnetz kürzere Vorlaufzeiten bis zur Markteinführung und einige Kostenvorteile. Die PCB beabsichtigt, während der kommenden Jahre weitere Teile der adressierbaren Haushalte, die heute noch nicht in der Lage sind, bidirektionale Dienstleistungen zu empfangen, an das eigene Netz anzuschließen. Diese Maßnahmen werden zu zusätzlichen vermarktbaren Wohneinheiten führen, was verbesserte Wachstumschancen in Bezug auf Umsatzerlöse insbesondere für das Internet- und Telefonie-Geschäft eröffnen wird. (Hohe Chance) Mit dem gestiegenen Bedarf an Bandbreite zur Nutzung von Multimedia-Diensten geht ein verändertes Kundenverhalten einher. Klassische Fernsehprodukte werden vermehrt von Streaming-Diensten abgelöst. Dadurch steigen die Anforderungen an zusätzliche Netzkapazitäten und attraktiver on-demand-Produkten. Gleichzeitig sinkt die Nachfrage nach linearem TV. (Latentes Risiko) Darüber hinaus ist die PCB im Kabel- und Telekommunikationsmarkt weiterhin einem hohen Wettbewerbsdruck ausgesetzt. Insbesondere die Deutsche Telekom wie auch neue Marktteilnehmer, z. B. regionale und lokale Anbieter von Infrastrukturnetzen, drängen stetig in den Markt vor, infolgedessen kommt es bei Ausschreibungen von Gesellschaften oder Genossenschaften der Wohnungswirtschaft zu einem erhöhten Preisdruck. (hohes Risiko) Unter Beachtung des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes ist die effiziente, termingerechte und kostengünstige Beschaffung von Lieferungen und Leistungen wesentliche Grundlage insbesondere für die Erreichung der mit dem strategischen Ausbau des Glasfasernetzes sowie der Nachhaltigkeitsstrategie verbundenen Zielstellungen. Im Geschäftsjahr war im gesamten Beschaffungsportfolio eine weitere signifikante Verteuerung zu verzeichnen. Ursächlich hierfür sind insbesondere die Verknappung zu beschaffender Güter, bspw. auf Grund des Chip-Mangels als auch erhöhter Wettbewerb im Bereich zu beschaffender Leistungen zu sehen (bspw. Baudienstleistungen). Die Gesellschaften der Tele Columbus Gruppe begegnet den daraus resultierenden Beschaffungsrisiken mit der Optimierung von Beschaffungsstrukturen, der Identifizierung von Synergiepotentialen im Konzernverbund als auch mit der weiteren Etablierung bzw. dem Ausbau von strategischen Partnerschaften mit ausgewählten Lieferanten bzw. Dienstleistern (Kritisches Risiko) Die Ausbreitung und Auswirkungen von Cyber-Kriminalität in seinen verschiedenen Ausprägungen hat stark zugenommen. Die PCB begegnet derartigen Angriffen vorwiegend mit präventiven Maßnahmen, wie ständig angepasster IT-Sicherheitsverfahren (Melde- und Analyse-Tools für Spam-Mails, Viren und Trojaner, externen Assessments) sowie auch spezifischen Schulungen von Mitarbeitern. Da sich hinter den meisten Angriffen inzwischen nicht mehr Einzelpersonen, sondern ganze kriminelle Vereinigungen oder Unternehmen verbergen, hat die Entwicklung neuer gezielter Angriffsmethoden rasant an Geschwindigkeit gewonnen. Dies erfordert den weiteren Aufbau entsprechender Ressourcen. Die Gruppe hat dies erkannt und plant, sowohl die technische als auch die personelle Ausstattung im Konzern entsprechend zu optimieren. (Hohes Risiko) Finanzwirtschaftliche Risiken Zur Abdeckung des Risikos einer Überschuldung hat die Tele Columbus AG, Berlin, in 2016 eine unbefristete Patronatserklärung mit Rangrücktritt zugunsten PCH ausgesprochen. Die Tele Columbus AG verpflichtet sich die PCH stets finanziell so ausgestattet zu halten, dass diese alle gegenwärtigen und zukünftigen Verbindlichkeiten gegenüber sämtlichen Gläubigern bei Fälligkeit erfüllen kann. Die PCB ist durch die Patronatserklärung der Tele Columbus AG indirekt abgesichert. Darüber hinaus ist die PCB in das Cash-Pooling der Tele Columbus Gruppe eingebunden. Das Risikomanagement von Tele Columbus ist darauf ausgerichtet, mögliche Risiken zu erkennen und negative Auswirkungen daraus auf die finanzielle Entwicklung der Gruppe zu minimieren. Die Unternehmensfortführung der Gesellschaft ist daher von der Aufrechterhaltung dieser finanziellen Unterstützung der Tele Columbus AG abhängig. Tele Columbus AG wiederum agiert in einem Markt, in dem große und nachhaltige Investitionen notwendig sind. Daraus ergibt sich ein hoher Kapital- und Liquiditätsbedarf. Die Tele Columbus aktuell zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel sind beschränkt und ermöglichen Investitionen nur in einem begrenzten Rahmen. Es erfolgt ein regelmäßiges und umfangreiches Reporting an den Vorstand über die laufende sowie geplante Liquidität. (Hohes Risiko) Ausweislich der aktuellen Liquiditätsplanung geht der Vorstand der Tele Columbus AG davon aus, dass im vierten Quartal 2023 bezogen auf den Gesamtkonzern eine Liquiditätslücke entsteht, die sich in den nachfolgenden Monaten vergrößert. Die geplanten Investitionen werden voraussichtlich nicht durch die bestehende Liquidität sowie den Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit oder Finanzierungstätigkeit gedeckt. Die daraus zu erwartende Liquiditätslücke ist durch die Aktionäre oder Dritte mittels liquider Mittel in Form von Eigen- oder Fremdkapital zu schließen. Diesbezüglich steht der Vorstand der Tele Columbus AG fortwährend im Austausch mit dem Aufsichtsrat und den Hauptaktionären. Daher ist die Fähigkeit der Gruppe, ihre finanziellen Verpflichtungen und Zusagen bei Fälligkeit zu erfüllen und die Unternehmenstätigkeit fortzuführen, von der Beschaffung von Fremd- oder Eigenkapital zur Refinanzierung in den nächsten zwölf Monaten abhängig. Dies stellt eine wesentliche Unsicherheit dar, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann. Der Vorstand der Tele Columbus AG ist davon überzeugt, dass die derzeitigen Verhandlungen mit Eigen- und Fremdkapitalgebern erfolgreich verlaufen werden und liquide Mittel eingeworben werden können und die Gruppe so in der Lage sein wird sämtliche finanzielle Verpflichtungen zu erfüllen. Auf Grund der engen finanziellen Einbindung in den Tele Columbus Konzern bestehen die genannten wesentlichen Unsicherheiten und möglichen Folgen für die Fortführung der Unternehmenstätigkeit ebenfalls auf Ebene der PCB. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass die weitere Finanzierung auf Konzernebene gegeben sein wird und hat den Jahresabschluss daher unter Zugrundelegung der Going-Concern Prämisse aufgestellt. (Hohes Risiko) Langfristige, variabel verzinsliche Finanzinstrumente, bei denen die Verzinsung an einen Marktzins wie den EURIBOR gekoppelt ist, sind einem Risiko bezüglich der zukünftigen Zahlungsströme ausgesetzt. Dies ist bei Akquisition von Fremdkapital zu angemessenen Konditionen zu berücksichtigen. Die Darlehensverbindlichkeiten der Gesellschaft gegenüber ihrer Gesellschafterin PrimaCom Holding GmbH belaufen sich zum Stichtag auf TEUR 158.173. Das endfällige Darlehen wird bei einer Laufzeit bis zum 15. Oktober 2024 mit 3,54 % verzinst. Das Marktzinsniveau wird beobachtet, um im Bedarfsfall entsprechende Maßnahmen zur Absicherung bzw. Steuerung der Zinsen vorzunehmen. (Kritisches Risiko) Compliance Risiken Die Einhaltung von Recht und Gesetz sowie ethischen Grundsätzen hat für die Gesellschaft höchste Priorität. Zur Erreichung dieser Zielstellung sind entsprechende Strukturen zusammengefasst als Compliance Management System (CMS) implementiert. Dies umfasst typische Elemente eines CMS wie beispielsweise entsprechende interne Vorgaben mit Definiton eines Code of Conduct, benannten Ansprechpartnern bzw. Gremien mit Compliance Officer, Ombudsperson und Compliance Committee, regelmäßigen Compliance-Schulungen sowie einer standardisierten und regelmäßigen Berichterstattung an die Geschäftsführung. Im Geschäftsjahr wurden über bestehende implementierte Strukturen hinaus Maßnahmen und Projekte initiiert bzw. gestartet, die weitere erkannte und zukünftige Compliance Risiken vermeiden bzw. reduzieren sollen. Hierzu zählen insbesondere Risiken in Zusammenhang mit regulatorischen Anforderungen aus dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz bzw. den Vorgaben zur Vermeidung geschäftlicher Aktivitäten mit sanktionierten Personen. Schwerpunkt dieser Maßnahmen bzw. Projekte ist insbesondere die weitestgehend durchgängige Automatisierung entsprechender prozessualer Aktivitäten. (Kritisches Risiko) 7. PrognoseberichtDie Bundesregierung erwartet für das Jahr 2023 eine leichte Zunahme des Bruttoinlandsprodukts um 0,2 %. 2024 soll die Wirtschaft um 1,8 % wachsen. Die im Berichtsjahr 2022 hohe Inflationsrate von durchschnittlich 7,9 % geht langsam zurück. Die Bundesregierung rechnet für 2023 mit einem Anstieg des Verbraucherpreisniveaus von 6,0 %. Insgesamt bestehen für 2023 weiterhin große Unsicherheiten aufgrund des Kriegs in der Ukraine, der schwachen weltwirtschaftlichen Entwicklung und der hohen Energiepreise. In 2021 wurde mit der Umsetzung der Fiber Champion Strategie begonnen und in 2022 in Form zahlreicher Initiativen und Projekte fortgeführt. Im Geschäftsjahr 2023 geht es nun darum, die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens aufrechtzuerhalten bzw. zu stärken. Die Investitionen werden ähnlich dem Niveau des Berichtsjahres ausfallen. Vor allem der weitere Ausbau der Glasfaser-Infrastruktur, Kapazitätssteigerungen durch Aufrüstung auf den Übertragungsstandard DOCSIS 3.1 und die Erhöhung der Anzahl zweikanalfähig ausgebauter Haushalte soll vorangetrieben werden. Getrieben durch eine weiterhin rückläufige Kundenzahl im TV-Geschäft wird auch im Geschäftsjahr 2023 mit einem deutlichen Rückgang der Erlöse gerechnet. Im Internet- und Telefonie-Geschäft hingegen soll sich in 2023 das Kundenwachstum des Vorjahres fortsetzen und kombiniert einem höheren Anteil margenstarker Produkte den Rückgang im TV-Geschäft im Wesentlichen kompensieren. Aufgrund des Anstieges der Abschreibungen im Zuge der hohen Investitionen sowie bei Annahme gleichbleibender Zinsaufwendungen rechnet die Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 erneut mit einem negativen Jahresergebnis vor Verlustübernahme.
Leipzig, den 26. April 2023 PrimaCom Berlin GmbH, Leipzig Geschäftsführer Markus Oswald
1 Quelle: Statistisches Bundesamt, 13. Januar
2023
Bilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Anhang für das Geschäftsjahr 20221. AllgemeinDie PrimaCom Berlin GmbH (PCB) hat ihren Sitz in der Messe-Allee 2, 04356 Leipzig, und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Leipzig unter HRB 29927 eingetragen. Die Tele Columbus AG, Berlin, ist Alleingesellschafterin der PrimaCom Holding GmbH, Leipzig, die wiederum Alleingesellschafterin der PCB ist. Deshalb wird die PCB in den Konzernabschluss der Tele Columbus AG, Berlin, einbezogen. Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang erfolgen können, werden teilweise im Anhang gemacht. Alle Beträge sind jeweils für sich kaufmännisch gerundet, so dass sich bei Additionen geringfügige Abweichungen ergeben können. Gemäß der von der Geschäftsführung vorliegenden aufgestellten Planung des Tele Columbus Konzerns sind die liquiden Mittel bis zum dritten Quartal 2023 ausreichend, um die voraussichtlich anfallenden Aufwendungen zu tragen. Danach kann sich eine Liquiditätslücke ergeben. Der Vorstand der Tele Columbus AG plant diese Lücke durch Aufnahme von Eigen- oder Fremdkapital zu decken. Diesbezüglich besteht jedoch eine wesentliche Unsicherheit, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann. Auf Grund der engen finanziellen Einbindung in den Tele Columbus Konzern bestehen die genannten wesentlichen Unsicherheiten und möglichen Folgen für die Fortführung der Unternehmenstätigkeit ebenfalls auf Ebene der PCB. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass die weitere Finanzierung auf Konzernebene gegeben sein wird und hat den Jahresabschluss daher unter Zugrundelegung der "Going-Concern" Prämisse aufgestellt. 2. Inhalt und Gliederung des JahresabschlussesDer Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellt. Alle Beträge sind in Tausend Euro ausgewiesen. Der Abschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und den Anhang. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 3 S. 2 HGB. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. 3. Grundsätze der Bilanzierung und BewertungDie Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden wie nachfolgend beschrieben ausgeübt: Bilanzierungsmethoden In dem vorliegenden Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Das Anlage- und Umlaufvermögen, das Eigenkapital, die Verbindlichkeiten, Rückstellungen und Rechnungsabgrenzungsposten sind in der Bilanz gesondert ausgewiesen und hinreichend gegliedert. Rückstellungen werden ausschließlich im Rahmen des § 249 HGB gebildet. Rechnungsabgrenzungsposten sind nach den Vorschriften des § 250 HGB angesetzt worden. Bewertungsmethoden Die Vermögensgegenstände und Schulden werden zum Abschlussstichtag einzeln bewertet. Es wird vorsichtig bewertet. Namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt. Angaben und Begründung bei Abweichungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Im Rahmen der Berichtspflicht über Stetigkeitsdurchbrechungen nach § 284 Abs. 2 Nr. 3 HGB sind Abweichungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden anzugeben und zu begründen. Die Angabepflicht umfasst dabei den jeweiligen Posten und die Beschreibung der Abweichungen gegenüber den Methoden des Vorjahres. Entgegen dem Vorjahr werden die abgegrenzten Umsatzerlöse nicht als aktive Rechnungsabgrenzungsposten über die Vertragslaufzeit, sondern als Abgrenzung der Umsatzerlöse bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen dargestellt Entgegen dem Vorjahr werden die abgegrenzten Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 2.644 (31.12.2021: TEUR 2.294) nicht als aktive Rechnungsabgrenzungsposten über die Vertragslaufzeit, sondern als Abgrenzung des Umsatzes in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen dargestellt. Entgegen dem Vorjahr werden die Aufwendungen aus Verlustübernahmen (TEUR 2.732; 2021: TEUR 1.445) der Tochtergesellschaft nicht nach dem Ergebnis nach Steuern, sondern innerhalb des Finanzergebnisses gesondert ausgewiesen. Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages mit der PrimaCom Holding GmbH hat dies keine Auswirkung auf den Jahresüberschuss. Anlagevermögen Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bilanziert. Die bilanzierten Geschäfts- oder Firmenwerte, als Bestandteil der immateriellen Vermögensgegenstände, werden über einen Zeitraum von 10, 12 bzw. 15 Jahren abgeschrieben. Der Grund für die unterschiedliche Nutzdauer ist in den wirtschaftlichen und technischen Gegebenheiten der erworbenen Unternehmen begründet. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert. In den Herstellungskosten für Sachanlagevermögen werden die direkt zuordenbaren Kosten sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie angemessene Teile der Verwaltungsgemeinkosten berücksichtigt. Es wurden keine Zinsen für Fremdkapital in die Herstellungskosten einbezogen. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden planmäßig und linear nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauern vorgenommen. Im Fall einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung ist eine außerplanmäßige Abschreibung vorzunehmen. Zuschreibungen aufgrund des Wertaufholungsgebots bei den Sachanlagen erfolgen bis zu den fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten, wenn die Gründe für eine dauerhafte Wertminderung nicht mehr bestehen. Geleistete Anzahlungen werden mit dem Nennbetrag bewertet. Selbständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, werden bei Anschaffung- oder Herstellungskosten bis zu EUR 250 sofort aufwandswirksam erfasst. Für Zugänge, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten mehr als EUR 250, jedoch nicht mehr als EUR 800 betragen, erfolgt eine Aktivierung und vollständige Abschreibung im Zugangsjahr. Als Nutzungsdauern werden angesetzt:
Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten, gegebenenfalls gemindert um Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert auf Grund voraussichtlich dauerhafter Wertminderungen. Dies ist der Fall, wenn objektive Hinweise, insbesondere Ereignisse oder veränderte Umstände, auf eine signifikante oder länger anhaltende Wertminderung hindeuten. Die Überprüfung der Werthaltigkeit erfolgt im Rahmen eines Wertminderungstests. Der Eigenkapitalwert errechnet sich dabei aus dem jeweiligen WACC diskontierten Vorjahres-Free-Cashflow, korrigiert um Finanzforderungen und -verbindlichkeiten, flüssige Mittel und Pensionsverpflichtungen. Für den Wertminderungstests werden bei allen Gesellschaften mit möglichen Anhaltspunkten für eine Wertminderung und deren Tochterunternehmen Planungen der Eigen- und Fremdkapitalgebern aus operativer Geschäftstätigkeit zur Verfügung stehenden Cashflows (Free Cashflow) über einen zwanzigjährigen (2021.: fünfjährigen) Planungshorizont zur Verfügung gestellt. Anhand dieser Planungen wird dann unter Verwendung eines DCF-Verfahrens der Unternehmenswert nach IDW S 1 i.V.m. IDW RS HFA 10 ermittelt und mit dem Buchwert der Beteiligung verglichen. Bei Fällen, in denen der so ermittelte Unternehmenswert den Buchwert unterschreitet, werden entsprechende außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Sind die Gründe für die Wertminderung aus den Vorjahren oder in den Folgejahren ganz oder teilweise entfallen, erfolgt eine Wertaufholung bis höchstens zu den Anschaffungskosten. Umlaufvermögen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Sofern erforderlich werden Gängigkeitsabwertungen vorgenommen. Unfertige Erzeugnisse werden mit Herstellungskosten bewertet unter Beachtung der verlustfreien Bewertung bilanziert. Die Ermittlung der Herstellungskosten erfolgt zu Material- und Herstellungseinzelkosten sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie angemessene Teile der Verwaltungsgemeinkosten berücksichtigt. Es wurden keine Zinsen für Fremdkapital in die Herstellungskosten einbezogen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag beziehungsweise niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Ausfallrisiken der Forderungen werden durch Einzelwertberichtigungen und pauschalisierte Einzelwertberichtigungen entsprechend der Wahrscheinlichkeit des Ausfalls sowie unter Berücksichtigung der Altersstruktur berücksichtigt. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden mit ihren Nennwerten bilanziert. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden mit den anteiligen Ausgaben aus der Zeit vor dem Abschlussstichtag, die Aufwendungen für Folgejahre darstellen, bewertet. Das Eigenkapital ist zum Nennwert bilanziert. Die Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken, ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden, mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten und ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, bei Pensionsrückstellungen der vergangenen zehn Geschäftsjahre, abgezinst. Abweichend vom Grundsatz der Einzelbewertung wird der Gesamtbestand der Pensionsrückstellungen pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen und unter Beachtung der Vorschriften des HGB. Als Bewertungsmethode wurde, die Projected Unit Credit Method verwendet. Bei der Ermittlung wurde ein 10-Jahresdurchschnittszinsatz in Höhe von 1,78 % (2021.: 1,87 %) gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB berücksichtigt. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen mit dem 7-Jahresdurchschnittszinssatz von 1,44 % (2021: 1,35 %) würde zum Bilanzstichtag zu einer um TEUR 1 höheren Rückstellung führen. Dieser Betrag unterliegt einer Ausschüttungssperre gem. § 253 Abs. 6 HGB. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck verwendet. Zukünftig erwartete Rentensteigerungen in Höhe von 2,00 % (2021: 1,75%) wurden ebenfalls bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Bei der Bewertung wurden keine Entgeltsteigerungen berücksichtigt, weil die Zusagen nicht gehaltsabhängig sind. Erhaltene Anzahlungen werden mit dem Nennbetrag bewertet. Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zu den Erfüllungsbeträgen. Sofern zum Stichtag Verbindlichkeiten in Fremdwährungen vorhanden sind, werden diese zu Umrechnungskursen am Tag ihrer Entstehung oder zu höheren Stichtagskursen bewertet. Soweit ihre Restlaufzeit unter einem Jahr liegt, erfolgt eine Stichtagsbewertung gemäß § 256a HGB. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Einzahlungen vor dem Bilanzstichtag, soweit diese Erträge für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. 4. Erläuterungen zur BilanzAktiva Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Anschaffungs- und Herstellkosten und der Abschreibungen aus dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel ersichtlich. Die Anlagenzugänge sind insbesondere durch Investitionen in den Ausbau des Breitbandkabelnetztes geprägt. Die außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von TER 1.519 ist auf die Neubewertung des Bestandes an Modems und Receivern zurückzuführen. Aufstellung des Anteilsbesitzes Anteilsbesitzliste der PrimaCom Berlin GmbH zum 31.12.2022
1) Die Gesellschaft hat für den Jahresabschluss 2022 von den Befreiungsvorschriften der §§ 264 Abs. 3, 264b HGB Gebrauch gemacht Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 171.049 (2021: TEUR 149.795) beinhalten Forderungen aus dem Cash Pooling in Höhe von TEUR 141.952 (2021: TEUR 129.594). Der verbleibende Teil der Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultiert aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 8.687 (2021: TEUR 15.030) sowie übrigen Forderungen in Höhe von TEUR 20.411 (2021: TEUR 5.171). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen gegen die Gesellschafterin PrimaCom Holding GmbH in Höhe von TEUR 151.288 (2021: TEUR 130.285). In den sonstigen Vermögensgegenständen sind langfristige Forderungen in Höhe von TEUR 109 (2021: TEUR 110) enthalten. Diese resultieren aus Kautionen für Mietobjekte an eine Geschäftsbank. Alle übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Passiva Eigenkapital Aufgrund des mit der PrimaCom Holding GmbH geschlossenen Ergebnisabführungsvertrages wurden keine Gewinne in die Rücklagen eingestellt. Es ergaben sich insgesamt keine Veränderungen im Eigenkapital. Das Eigenkapital beträgt unverändert TEUR 26.258. Rückstellungen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag werden Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 71 ausgewiesen. Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen beläuft sich auf TEUR 71. Der Zuführungsbetrag nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB betrug zum 1. Januar 2010 TEUR 203, wobei von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht wurde, diesen Betrag jährlich zu 1/15 bis zum 31. Dezember 2024 der Rückstellung zuzuführen. Im Geschäftsjahr 2022 wurden TEUR 14 zugeführt, somit verbleibt zum Bilanzstichtag ein Verteilungsbetrag von TEUR 26. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 6.397 (2021: TEUR 5.705) beinhalten Rückstellungen für ausstehende Rechnungen und Jahresabschlussprüfung in Höhe von TEUR 5.667 (2021: TEUR 5.025). Die übrigen sonstigen Rückstellungen betreffen Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen. Verbindlichkeiten Die Fristigkeit der Verbindlichkeiten ist dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel zu entnehmen (in Klammern Vorjahresbeträge): Verbindlichkeitenspiegel (Vorjahreswerte in Klammern)
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 124.409 (2021: TEUR 115.783) beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 85.097 (2021: TEUR 74.054) sowie aus dem Cash Pooling in Höhe von TEUR 35.453 (2021: TEUR 29.343), Ergebnisabführungsverträgen in Höhe von TEUR 2.732 (2021: TEUR 11.959) und Umsatzsteuer von TEUR 1.128 (2021: TEUR 427). Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin PrimaCom Holding GmbH in Höhe von TEUR 158.173 (2021: TEUR 153.678) betreffen Darlehen- und Zinsverbindlichkeiten. 5. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Als Umsatzerlöse werden Erlöse aus Kundenverträgen auf dem Gebiet der Telekommunikation in den Bereichen TV, Internet & Telefonie und sonstiges (hierzu zählen Erträge aus Wartung, Hardwareverkauf und Bauleistungen) nach Abzug von Erlösschmälerungen und der Umsatzsteuer ausgewiesen.
Die übrigen Umsatzerlöse betreffen Wartungs- und Serviceverträge. Alle Umsatzerlöse wurden in Deutschland erzielt. Sonstige betriebliche Erträge Die periodenfremden Erträge belaufen sich auf TEUR 218 (2021: TEUR 8.485) und betreffen im Wesentlichen Erträge aus Anlageabgängen aus dem Verkauf eines Grundstücks sowie von Fahrzeugen in Höhe von TEUR 151 (2021: TEUR 7.718). Die Erträge aus Anlagenverkäufen im Vorjahr betrafen im Wesentlichen die Veräußerung der Anteile an der Tochtergesellschaft KSP - Kabelservice Prenzlau GmbH, Prenzlau. Sonstige betriebliche Aufwendungen Periodenfremde Aufwendungen sind in Höhe von TEUR 1.404 (2021: TEUR 210) angefallen. Erträge aus Beteiligungen Die Erträge aus Beteiligungen an verbundenen Unternehmen betragen TEUR 2 (2021: TEUR 568). Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Unter den Zinserträgen sind im Wesentlichen Zinsen aus dem Cash Pooling mit verbundenen Unternehmen in Höhe von insgesamt TEUR 1.373 (2021: TEUR 336) enthalten. Die Erträge aus der Abzinsung betragen wie im Vorjahr TEUR 0. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Bei den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 4.654 (2021: TEUR 4.957) handelt es sich im Wesentlichen um Zinsen aus dem Cash Pooling mit verbundenen Unternehmen. Aus der Bewertung der Rückstellungen für Pensions- und Jubiläumsverpflichtungen resultieren Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung in Höhe von insgesamt TEUR 1 (2021: TEUR 2). 6. Sonstige AngabenOrgane Geschäftsführer der PrimaCom Berlin GmbH:
Die Geschäftsführer waren von den Beschränkungen des § 181 BGB 2. Alt. befreit. Die Geschäftsführung erhält für ihre Tätigkeit keine Vergütung der Gesellschaft. Arbeitnehmer Während des Geschäftsjahres 2022 waren wie im Vorjahr keine Mitarbeiter bei der Gesellschaft beschäftigt. Honorare des Abschlussprüfers Das Gesamthonorar vom dem Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft für das Geschäftsjahr 2022 ist in der entsprechenden Anhangsangabe im Konzernabschluss der Tele Columbus AG enthalten. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Verpflichtungen aus Verträgen gegenüber Dritten setzen sich wie folgt zusammen:
Durch die eingegangenen mittel- und langfristigen Miet- und Serviceverträge wird eine Preisstabilität beabsichtigt, welche zu stabilen Aufwendungen in diesen Bereichen führt Haftungsverhältnisse und Bestellobligo Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB bestehen am Bilanzstichtag nicht. Die bis zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 eingegangenen Verpflichtungen für Investitionen, die in den folgenden Berichtsperioden zu Zahlungsmittelabflüssen in Höhe von rund TEUR 7.993 führen, werden in der Finanzplanung berücksichtigt. Angaben über Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Alle Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen oder Personen wurden zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossen. Konzernverhältnisse Die PrimaCom Berlin GmbH nimmt die Erleichterungsvorschrift des §291 HGB in Anspruch und verzichtet auf die Aufstellung eines Teilkonzernabschlusses. PrimaCom Berlin GmbH gehört zum Konzern der Tele Columbus AG, Berlin. Die Tele Columbus AG als Muttergesellschaft stellt Konzernabschluss für den kleinsten Konzernkreis dar. Die Tele Columbus, Berlin, erstellt einen für die PrimaCom Berlin GmbH GmbH befreienden Konzernabschluss und Konzernlagebericht gemäß § 291 HGB, der im Bundesanzeiger und auf der Homepage des Unternehmens veröffentlicht wird. Die Hilbert Management GmbH, mit Sitz in Frankfurt am Main stellt den Konzernabschluss für den größten Konzernkreis auf. Der Konzernabschluss wird im deutschen Bundesanzeiger veröffentlicht.
Leipzig, den 26. April 2023 PrimaCom Berlin GmbH, Leipzig Geschäftsführer Markus Oswald Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die PrimaCom Berlin GmbH, Leipzig Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der PrimaCom Berlin GmbH, Leipzig, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der PrimaCom Berlin GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Angaben in Abschnitt "1. Allgemein" im Anhang sowie die Angaben im Abschnitt "6. Chancen- und Risikobericht", Unterabschnitt "Finanzwirtschaftliche Risiken" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass der Fortbestand der Gesellschaft von der Aufrechterhaltung der Finanzierung durch die Tele Columbus AG abhängig ist. Die Aufrechterhaltung der Finanzierung durch die Tele Columbus AG wiederum ist von der Schließung einer Liquiditätslücke durch die Gesellschafter der Tele Columbus AG oder Dritte mittels liquider Mittel in Form von Eigen- oder Fremdkapital abhängig. Wie in Abschnitt "1. Allgemein" des Anhangs und in Abschnitt "6. Chancen- und Risikobericht", Unterabschnitt "Finanzwirtschaftliche Risiken" des Lageberichts dargelegt, deuten diese Ereignisse und Begebenheiten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, den 28. April 2023 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Susanne Patommel, Wirtschaftsprüferin ppa. Christian Dennler, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31.12.2022 wurde am 19.10.2023 festgestellt. |
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