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Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
WSZ Holding UG (haftungsbeschränkt) | 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
DAY4 SYSTEMS GmbHZimmern ob RottweilJahresabschluss zum 31. Dezember 2011LageberichtGesamtwirtschaftliche EntwicklungDas Jahr 2011 war gesamtwirtschaftlich durch die Schuldenkrise europäischer Staaten gekennzeichnet. Die Unsicherheiten der eigenen Staats-Refinanzierung traf allen voran Griechenland, gefolgt von Portugal, Spanien und Italien. Konzertierte Maßnahmen der europäischen Zentralbank sowie der Finanzministerkonferenz konnten drastischere Einbrüche des Finanzmarktes verhindern. Zentrale Maßnahmenpakete sind dabei der EFSF sowie der zeitlich später versetzt beginnende ESM, beide sind als sog. Euro Rettungsschirme bekannt. Im Krisenverlauf konnte Deutschland seine große Bedeutung für den Fortbestand des Euros als sichere Währung und als wichtige Volkswirtschaft in Europa untermauern. Entgegen vielen anderen Ländern genießt Deutschland in der Welt großes Ansehen bei den Produkten, Unternehmen und Solidität der Staatsfinanzen. Als Indikator kann man hierfür den Zinssatz von 10-jährigen deutschen Staatsanleihen heranziehen, der 2011 unter die 2% Marke gefallen ist. Für kurzfristige Staatsanleihen kürzer als 1 Jahr zahlten sogar Anleger dem deutschen Fiskus Geld, was einem negativen Zins entspricht. Besondere Anerkennung soll noch der Automobilindustrie und dem Maschinenbau gelten, die insbesondere in Baden-Württemberg als Job- und Konjunkturmotor fungieren. Des Weiteren begründet die Tsunami-Katastrophe in Japan in dessen Folge ein Atomkraftwerk nahe Fukushima havarierte, einen drastischen Wechsel in der Energiepolitik Deutschlands. Der einst beschlossene Atomenergiekurs wird aufgegeben und soweit möglich auf andere atomenergiefreie Energieerzeugung umgestellt. Photovoltaik BrancheDie Solarstrom Branche kann auch im Jahre 2011 nach Angaben des Bundesverbandes Solarwirtschaft auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. Im Inland hat sich 2011 im Vergleich zu 2010 die installierte Leistung nochmals signifikant erhöht. Spekulationen bezüglich möglicher Änderungen im Rahmen der Einspeisevergütung führten dazu, dass sowohl institutionelle Anleger als auch Privathaushalte noch rechtzeitig ihre Photovoltaik-Systeme bauen und ans Netz bringen wollten. Dieser weiter gestiegene Bedarf an Photovoltaik und damit die dafür benötigten Solarmodule hat jedoch auch insbesondere die internationale Konkurrenz in Asien weiter gestärkt und signifikante Produktionserweiterungen für Solarzellen und Solarmodule ausgelöst. Dabei übernahmen China und Taiwan in Asien eine dominierende Rolle bei der Herstellung von Solarzellen und Standardmodulen in zwischenzeitlich guter Qualität zu extrem niedrigen Preisen. Gefördert und getragen von strategischen Ausbauplänen der chinesischen Regierung entwickelten sich mehr als ein Dutzend chinesische Solarzellen- und Modulhersteller zu weltweit führenden Anbietern. Die weltweiten Produktionskapazitäten einschließlich China und Taiwan beliefen sich Ende 2011 auf eine Jahresproduktionskapazität von 60 bis 70 MWp denen ein Weltmarktbedarf von 25 bis 30 MWp jährlich gegenüber standen. Diese Entwicklung führte insbesondere im 2. Halbjahr 2011 zu einem "ruinösen" Wettbewerb zwischen den verschiedenen Anbietern, in deren Folge die deutschen Solarzellen- und Modulhersteller, aber auch ihre chinesischen Wettbewerber Verluste - je nach Firmengröße - bis zu hohen dreistelligen Millionenbeträgen einfuhren. Darstellung GeschäftsverlaufJahreszeitbedingt war die Nachfrage im 1. Quartal 2011 nach Solarmodulen im deutschsprachigen Raum verhalten und es konnten nur geringe Umsätze realisiert werden. Im 2. Quartal zog jedoch die Nachfrage deutlich an und die verfügbaren Day4-Module aus der OEM-Produktion von JABIL aus Polen konnten problemlos abgesetzt werden, die Verkaufsmengen lagen bei um ca. 30% niedrigeren Verkaufspreisen im Vergleich zum Vorjahr auf gleichem Niveau. Day4 Systems GmbH als 100% Tochter der Day4 Energy Inc. musste sich jedoch im Verlaufe des 2. Quartals der Ende Februar durch das Management der kanadischen Mutter getroffenen Entscheidung beugen und zur Kenntnis nehmen, dass aufgrund des zu erwartenden weiteren ruinösen internationalen Wettbewerbs, insbesondere mit chinesischen Wettbewerbern, Day4 Energy Inc. die bei JABIL laufende OEM-Produktion komplett einstellte. Da bei Modulverkäufen insbesondere in größere PV-Anlagen die erzielbaren Verkaufspreise unter Herstellkosten lagen, hatte das bisherige Geschäftskonzept keine realistische Überlebenschance. Alternativ sollten Premium-Produkte mit der herausragenden Day4-Verschaltungstechnik zukünftig bei mehreren deutschen und europäischen Modulherstellern in Lizenz gefertigt und von dort zugekauft werden. Day4 stellte dazu das erforderliche Schlüsselequipment zur Umrüstung der dort bereits vorhandenen Produktionslinien zur Verfügung. Allerdings waren nur ein deutscher und ein niederländischer Modulhersteller in der Lage, ihre Produktion mit deutlicher zeitlicher Verzögerung im 4. Quartal hochzufahren und wenigstens kleinere Mengen der benötigten Day4-Module herzustellen. Aufgrund der obigen Entscheidungen, die vor dem Hintergrund des zu erwartenden weiteren Kostendrucks und der damit verbundenen möglichen Verluste durchaus konsequent waren, brach unser Umsatz im 3. und 4. Quartal signifikant ein. Die nur noch sehr eingeschränkt verfügbaren Mengen an Modulen wurden an die bereits seit mehreren Jahren mit Day4 Systems GmbH in Geschäftskontakt stehenden Kunden in Deutschland, Italien, Österreich und der Schweiz verkauft. Dabei standen die Verkaufspreise unter extremem Wettbewerbsdruck und die erzielbaren Verkaufspreise konnten nur schwer die Herstell- und Vertriebskosten auf der Day4-Seite abdecken. Die verfügbaren Modulmengen erlaubten es im Jahre 2011 auch nicht mehr, neben den Verkäufen direkt an die "Channel Partner" als dem etablierten Kundenstamm der Day4 Systems GmbH, weiter eigene PV-Projekte schlüsselfertig zu realisieren und an Investoren zu verkaufen. Der Preisdruck, aber auch der zwischenzeitlich entstandene Wettbewerb bei der Herstellung derartiger Anlagen, ließ diese Entscheidung leichter fallen. Die Day4 Systems GmbH beschäftigte Anfang 2011 insgesamt 18 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zum Jahresende waren es noch 16. Die Personalanpassung resultierte vor allen Dingen daraus, dass keine schlüsselfertigen PV-Projekte mehr realisiert wurden. Insgesamt war das Jahr 2011 für die Firma Day4 Systems GmbH ein sehr schwieriges und nicht zuletzt aufgrund eigener Entscheidungen der kanadischen Muttergesellschaft sehr zyklisches Geschäft. Konnten im 2. Quartal 2011 noch Solarmodule in Mengen auf Niveau des vergleichbaren Vorjahreszeitraumes abgesetzt werden, so bewegten sich die verfügbaren und damit verkaufbaren Mengen im 3. und 4. Quartal signifikant unter denen des Vorjahres. Nur durch ein weiterhin sehr aktiv betriebenes konsequentes Marketing, bei dem die herausragende Leistung der speziellen Day4 Verschaltungstechnik und die damit erzielbaren höheren Energieerträge herausgestellt wurden, war es möglich einen wenigstens einigermaßen ausgeglichenen Geschäftsverlauf sicher zu stellen. Darstellung der LageErtragslage Im 1. Quartal war, wie in den bereits vorangegangenen Jahren, aufgrund der verhaltenen Nachfrage und dem Überangebot an Solarmodulen die Ertragslage nicht zufriedenstellend. Im 2. Quartal konnte durch die sprunghaft wieder angestiegene Nachfrage bei noch auskömmlichen Preisen die Verluste wieder ausgeglichen und ein leicht positives Ergebnis erwirtschaftet werden. Im 3. und 4. Quartal konnten die stark eingeschränkt verfügbaren Mengen an Solarmodulen aus den zwischenzeitlich neu etablierten Lizenzproduktionen bei kleineren europäischen Modulherstellern, trotz eines extrem harten Wettbewerbs, mit auskömmlichen Preisen ohne Verluste abgesetzt werden. Bei einem Jahresumsatz von 36,6 Mio. EUR und damit lediglich rund einem Drittel des Umsatzes aus dem Jahre 2010 konnte das Jahr 2011 mit einem ausgeglichenen, ja leicht positiven Ergebnis (0,1 Mio. EUR) abgeschlossen werden. Finanzlage Die in der Regel vereinbarten Zahlungsbedingungen für Kunden verlangen eine Zahlung der entsprechenden Rechnungsbeträge vor Auslieferung bzw. alternativ Lieferung gegen Bankbürgschaft oder Akkreditive. Dadurch sind Zahlungsausfälle unter normalen Bedingungen ausgeschlossen und eine ausreichende Liquidität ist sicher gestellt. Bei etablierten Geschäftsbeziehungen und entsprechend solventen Kunden können Lieferungen mit Zahlungszielen von 21 bzw. 30 Tagen vereinbart werden. Diese Kunden und Beträge werden entweder über Kreditversicherer versichert bzw. erhalten im Rahmen einer finanziellen Kundenüberprüfung durch einen externen Kreditversicherer Day4 intern einen begrenzten Kreditrahmen in dem die Geschäfte abgewickelt werden. Jede einzelne Kreditierung wird dabei zusätzlich durch ein hausinternes Kreditkommitee behandelt und entsprechende Entscheidungen unter Einbezug der Muttergesellschaft in Kanada getroffen. Da im Verlaufe des Jahres 2011 ein nicht unerheblicher Anteil der Module aufgrund der in Italien höheren erzielbaren Verkaufspreise dorthin an Kunden verkauft wurden, kam es dort zu mehreren Zahlungsausfällen aufgrund von Insolvenzen. Die hierdurch angefallenen Zahlungsausfälle belaufen sich auf ca. 950 TEUR und wurden im Jahresabschluss 2011 entsprechend berücksichtigt und soweit erforderlich bei den noch offenen Forderungen abgehandelt. Die Day4 Systems GmbH hat keine langfristigen Verbindlichkeiten. Eingehende Rechnungen und fällige Zahlungen werden stets innerhalb der Zahlungsziele mit Skonto beglichen. Bankkonten werden stets im Haben geführt und für die in Ausnahmefällen für geleistete Anzahlungen zu stellenden Bankbürgschaften werden entsprechende Geldbeträge hinterlegt. Als 100%-ige Tochter der Day4 Energy Inc. mit Sitz in Vancouver/Kanada und der vereinbarten Zusammenarbeit als zuständige Vertriebstochter für den europäischen Markt bestehen vereinbarte Intercompany-Verbindlichkeiten durch entsprechende interne Verrechnungen. Vermögenslage Als Vertriebsgesellschaft verfügt die Day4 Systems GmbH über alle notwendigen Einrichtungen und Ausrüstungen, um einen erfolgreichen Geschäftsbetrieb vor dem Hintergrund der jeweils zu erwartenden Wachstumsraten sicher zu stellen. Hard- und Software-Tools befinden sich im Eigentum bzw. sind nur in Ausnahmefällen über vereinzelte Leasingverträge finanziert. Das Unternehmen befindet sich in angemieteten Räumen und der Produktumschlag erfolgt über ein entsprechend versichertes Zentralwarenlager eines international tätigen Speditionsunternehmens im näheren Umfeld. Durch die in Europa befindlichen Produktionsstätten erfolgen Produktlieferungen im Regelfall innerhalb von 36 Stunden, so dass keine zusätzliche Kapitalbindung für mehrwöchige Lieferungen der Produkte aus Asien notwendig wird. Die entsprechenden Produkte werden von der Muttergesellschaft zu definierten und vereinbarten Transferpreisen eingekauft und an die entsprechenden Kunden weiter berechnet. Quartalsweise Inventuren vor Ort in allen Lagerbereichen geben neben der EDV-geführten Lagerverwaltung eine genaue Übersicht über vorhandene Lagerbestände und eingelagerte Werte. Für drei schlüsselfertig realisierte Projekte mit einer Gesamtleistung von knapp 5 MWp und einem Umsatz von 12 Mio. Euro sowie darüber hinaus verkaufte Module sind Garantierückstellungen von 230 TEUR im Jahresabschluss 2011 eingestellt. Da sich das Management und der Aufsichtsrat der Muttergesellschaft Day4 Energy Inc. in Kanada zu Beginn des 2. Quartals 2012 dazu entschieden (siehe unten dazu Ausführungen unter Punkt "Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres"), sich komplett aus der Solarmodulproduktion zurückzuziehen, wurde auch der Day4 Systems GmbH im weiteren Verlauf des Jahres 2012 die eigentliche Geschäftsgrundlage für den Vertrieb von Modulen entzogen und die entsprechenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Ende des 2. Quartals 2012 gekündigt. Zwei im Anlagevermögen befindliche selbstbetriebene PV-Anlagen erstellt mit Modulen, die die hohen Qualitätsanforderungen und firmeninternen Tests im Rahmen der Qualifizierung für verkaufsfähige Produkte nicht bestanden hatten wurden im Jahresabschluss 2011 entsprechend abgeschrieben und zu einem angepassten Preis verkauft. Ebenso wurde aufgrund einer weiter unsicheren bzw. nicht mehr vorhandenen Geschäftsgrundlage der Firmenwert von ca. 360 TEUR zum Jahresende 2011 abgeschrieben. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des GeschäftsjahresAufgrund der im weiteren Jahresverlauf 2012 sich überschlagenden negativen Nachrichten aus der PV-Branche, was insbesondere die Preisentwicklung für Solarmodule und damit verbunden weiterhin zu erwartende Millionenverluste anging, wurde bei der Muttergesellschaft Day4 Energy Inc. in Kanada vom Management und vom Aufsichtsrat eine weitreichende Entscheidung getroffen, die auch direkten Einfluss auf die weitere Geschäftstätigkeit der Day4 Systems GmbH als Vertriebstochter haben sollte. Durch einen weitreichenden Beschluss wurde festgelegt, dass die Firma Day4 Energy Inc. sich komplett aus der Solarmodul-Produktion zurückzieht und damit auch keine Produkte mehr an seine Vertriebstochter Day4 Systems GmbH anbieten kann. Die in Kanada vorhandene Entwicklungsmannschaft sollte sich auf die Weiterentwicklung der Day4-Verschaltungstechnologie, sowie weitere Schlüsselprozesse für die Herstellung von Hochleistungssolarzellen konzentrieren und in Zukunft diese Ergebnisse über entsprechende Lizenzverträge oder Auftragsentwicklungen vermarkten. Als direkte Konsequenz hieraus ergab sich, dass eine Day4 Systems GmbH als Vertriebstochter für den Absatz von Solarmodulen in Europa nicht mehr benötigt und zum Ende des 2. Quartals 2012 alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gekündigt wurden. Die Geschäftsleitung bekam im weiteren Verlauf die Aufgabe übertragen, alle noch offenen Geschäftsvorgänge abzuschließen, eingehende Garantie- und Gewährleistungsansprüche zu bearbeiten bzw. auf andere Partner zu übertragen und das Unternehmen entweder inhaltlich neu auszurichten, sinnvolle Kooperationen bzw. Fusionen zu eruieren oder zu verkaufen. Auch wurden noch offene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen einen italienischen Kunden sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber einem italienischen Modullieferanten an die Muttergesellschaft Day4 Energy Inc. übertragen. Die Day4 Systems GmbH mit all ihren Geschäftsanteilen wurde im August 2012 an die ACI systems GmbH mit Sitz in Zimmern ob Rottweil verkauft. Im weiteren Geschäftsverlauf 2012 und zu Beginn des Jahres 2013 wurden noch vorhandene Modulrestbestände und Materialien weiter verwertet und zum Teil anfallende Garantieleistungen abgehandelt. Der eigentliche Geschäftsbetrieb ruht aktuell und über die weitere Zukunft des Unternehmens ist noch keine Entscheidung gefallen. Voraussichtliche Entwicklung der GesellschaftNachdem sich auch mit Beginn des Jahres 2012 der ruinöse hochdefizitäre Wettbewerb zwischen den verschiedenen Anbietern von Solarmodulen, insbesondere aufgrund der riesigen Importmengen aus China fortsetzte, erschien es äußerst schwierig eine, wenn überhaupt mögliche funktionierende Geschäftspolitik für das Jahr 2012 zu entwickeln. In jedem Falle hoffte man zunächst auf mehr Produkte und damit höhere Umsätze, um in jedem Falle die in der Day4 Systems GmbH vorhandenen Fixkosten abdecken zu können. Die Hoffnung lag auf steigenden verfügbaren Produktionsmengen von den beiden europäischen Lizenzproduzenten, aber auch auf möglichen Lieferungen des über entsprechende Lizenzverträge zwischenzeitlich neu bestehenden taiwanesischen Solarzellen- und Modulherstellers. Dieser hatte sich in der Absicht, für sein Unternehmen einen etablierten Vertriebskanal nach Europa zu erhalten, an der Day4 Energy Inc. als einer der Hauptaktionäre beteiligt und im Gegenzug entsprechende Lizenzen und Produktionseinrichtungen erhalten. So konnten im 1. und 2. Quartal Solarmodul-Umsätze mit den bestehenden Kundenkontakten unter nachwievor extremem Preisdruck realisiert werden. Der unter Punkt "Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres" dargelegte Sachverhalt der Einstellung der Solarmodulproduktion bei der Muttergesellschaft Day4 Energy Inc. hat zur Folge, dass nicht mehr wie geplant ausreichend Solarmodulmengen für die Aufrechterhaltung des originären Geschäftsbetriebes zur Verfügung stehen werden. Durch rechtzeitig getroffene Maßnahmen hat die Geschäftsleitung auf diese Situation reagiert und alle Beschäftigten zu Jahresmitte 2012 gekündigt. Im Jahre 2013 werden lediglich weiterhin Garantieleistungen in geringem Umfang abgehandelt, über die inhaltliche Zukunft des Unternehmens hat der neue Gesellschafter noch keine Entscheidung getroffen.
Zimmern ob Rottweil, den 26. März 2013 Prof. Dr. Wolfgang Schmutz Verkürzte BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Verkürzter Anhang1. Allgemeine AngabenDer Jahresabschluss der Day4 Systems GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuchs (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, im Anhang aufgeführt. 2. Angaben zu den Bilanzierungs- und BewertungsmethodenEntsprechend der schwierigen Marktsituation in der Photovoltaikbranche und der damit verbundenen Konzernentscheidung, sich aus der Produktion von Solarmodulen zurückzuziehen, wodurch die Gesellschaft nicht mehr als Vertriebsgesellschaft benötigt wird, wurde der Geschäftsbetrieb Mitte des Jahres 2012 weitestgehend eingestellt. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2011 wurde die Einstellung des Geschäftsbetriebs berücksichtigt. Die Bilanzierung erfolgte unter Abkehr von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Bezüglich der damit in Zusammenhang stehenden Aufwendungen verweisen wir auf die außerordentlichen Aufwendungen (siehe unten im 4. Abschnitt "Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung"). Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den Vorschriften des HGB und des GmbHG. Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 3 Jahren abgeschrieben. Der entgeltlich erworbenen Geschäfts oder Firmenwert wurde aktiviert. Die planmäßige Verteilung des aktivierten Wertes wurde aufgrund von betrieblichen Erfahrungswerten aus der Vergangenheit auf 15 Jahre festgelegt Zum Bilanzstichtag wurde der Geschäfts oder Firmenwert außerplanmäßig abgeschrieben, da eine weitere Nutzung nicht mehr geplant ist. Die Zugänge zum Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungskosten bilanziert. Die Zugänge zum Sachanlagevermögen wurden unter Berücksichtigung des Werteverzehrs linear abgeschrieben. Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung von 1 % auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen gebildet. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet und zum Erfüllungsbetrag, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken, angesetzt. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Im Falle des Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht und auf die Aktivierung verzichtet. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand insofern statt, dass nicht mehr unter der Prämisse der Unternehmensfortführung sondern unter Abkehr von der Fortführungsannahme bewertet wurde. 3. Angaben zur BilanzDer detaillierte Ausweis des Anlagevermögens erfolgt gemäß § 268 Abs. 2 HGB im Anhang des Jahresabschlusses. Zur Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens wird auf den beigefügten Anlagenspiegel verwiesen. Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (€ 3.875.421,58) enthalten Forderungen aus Darlehen (€ 3.740.870,62) sowie Zinsen (€ 134.550,96). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen wurden im Geschäftsjahr 2012 mit Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin Day4 Energy Inc. verrechnet. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit über fünf Jahre bestanden nicht. Sämtliche Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig und unbesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr und enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von € 3.514.240,31 (Vj.: € 11.918.156,60). Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von € 73.443,64 (Vj.: € 869.196,16) 4. Angaben zur Gewinn- und VerlustrechnungDie sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von € 210.376,78 die aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten (€ 87.540,62) der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen (€ 71.129,63) sowie aus der Auflösung von Rückstellungen (€ 51.706,53) resultieren. Die im Posten "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung" enthaltenen Aufwendungen für Altersversorgung betragen € 2.830,00 (Vj.: € 2.926,00). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremden Aufwand in Höhe von € 17.934,27. Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge enthalten solche aus verbundenen Unternehmen in Höhe von € 129.179,79 (Vj.: € 0,00). Die außerordentlichen Aufwendungen enthalten ausschließlich Aufwendungen, die aus der Abkehr von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit resultieren. Sie enthalten im Wesentlichen außerplanmäßige Abschreibungen (€ 503.773,80), die auf den Geschäfts- oder Firmenwert (€ 361.474,18) sowie auf andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung (€ 142.299,62) entfallen, sowie Zuführungen zu Rückstellungen (€ 238.930,19). Der Posten "Ertrag aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" enthält periodenfremde Erträge in Höhe von € 14.350,00. 5. Sonstige AngabenEs bestehen Haftungsverhältnisse aus Bürgschaft in Höhe von € 4.952,83 (Vj.: € 0,00). Für die zu Nominalwerten angesetzte Eventualschuld wurden keine Rückstellungen gebildet, da die zugrunde liegenden Verbindlichkeiten voraussichtlich erfüllt werden können und daher mit einer Inanspruchnahme oder Belastung der Gesellschaft nicht zu rechnen ist. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus langfristigen Miet- und Leasingverträgen betragen € 67.753,50 - davon € 58.375,50 gegenüber verbundenen Unternehmen und betreffen die angemieteten Büroräume in Zimmern o. R., Personenkraftwagen sowie Büroausstattung (Drucker, Kopierer). In allen Fällen handelt es sich um sog. Operating-Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Die Miet- und Leasingverträge wurden zum Zweck der Verbesserung der Liquidität abgeschlossen. Im Berichtsjahr wurden durchschnittlich beschäftigt gemäß § 267 Abs. 5 HGB:
Geschäftsführung Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht, da zwei Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhalten haben. Konzernzugehörigkeit Die Day4 Systems GmbH war bis zum 31. Juli 2012 eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Day4 Energy Inc. (jetzige 0944460 B.C. Ltd.) mit dem Sitz in Vancouver (vormals: Burnaby)/Kanada. Seit dem 1. August 2012 ist die ACI systems GmbH, Zimmern ob Rottweil, alleinige Gesellschafterin der Gesellschaft. Mutterunternehmen der Gesellschaft, das den Konzernabschluss für den größten und zugleich kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, in den die Gesellschaft zum 31. Dezember 2011 einbezogen wurde, war die Day4 Energy Inc. Der Kreis der verbundenen Unternehmen umfasste zum 31. Dezember 2011 das oberste Mutterunternehmen der Gesellschaft, die Day4 Energy Inc., und sämtliche Tochtergesellschaften dieses Mutterunternehmens. Der Konzernabschluss 2011 der Day4 Energy Inc. wird im kanadischen Unternehmensregister SEDAR (System for Electronic Document Analysis and Retrieval) auf deren Internetseite "www.sedar.com" unter der neuen Firma "0944460 B.C. Ltd." elektronisch veröffentlicht.
Zimmern ob Rottweil, 26. März 2013 Prof. Dr. Wolfgang Schmutz, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagenspiegel)
Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Day4 Systems GmbH, Zimmern ob Rottweil, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Geschäftsführers der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Geschäftsführers sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Pflichtgemäß weisen wir auf die Ausführungen des Geschäftsführers in den Abschnitten "Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres" und "Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft" des Lageberichts und im Abschnitt "2. Angaben zu den Bilanzierungs und Bewertungsmethoden" des Anhangs hin, in denen erläutert wird, dass der Geschäftsbetrieb der Gesellschaft im Jahr 2012 weitestgehend eingestellt wurde und der Jahresabschluss unter Abkehr vom Grundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) aufgestellt wurde.
Stuttgart, den 26. März 2013 PricewaterhouseCoopers
Reiner Kunz, Wirtschaftsprüfer ppa. Norbert Natterer, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss wurde noch nicht festgestellt. |
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