CSM Caritas Service Management GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Erich Michael Dr. Rösch seit 10.6.2015 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Caritasverband für die Diözese Speyer e.V. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
CSS Caritas Servicegesellschaft mbH SpeyerSpeyerJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Grundlagen der CSS Caritas Servicegesellschaft mbH Speyer Die CSS Caritas Servicegesellschaft mbH Speyer (CSS) wurde am 26. November 2014 gegründet. Die Eintragung ins Handelsregister B beim Amtsgericht Ludwigshafen erfolgte unter der Nummer HRB 64226. Die Eintragung erfolgte am 18. Dezember 2014. Die Gesellschafterversammlung vom 8. Juni 2018 hat eine Änderung des Gesellschaftsvertrags in § 2 Abs. 1 (Gegenstand des Unternehmens) und mit ihr die Änderung des Unternehmensgegenstandes beschlossen. Die Eintragung ins Handelsregister erfolgte am 13. Juli 2018. Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung von Serviceleistungen aller Art an Einzelpersonen sowie den Caritasverband für die Diözese Speyer e. V., Speyer, die mit diesen verbundenen Unternehmen, insbesondere die CBS Caritas Betriebsträgergesellschaft mbH Speyer sowie an deren verbundene Unternehmen oder andere Einrichtungen dieser Art, insbesondere durch die Erbringung von Reinigungs-, Küchen- und Wäschereinigungsleistungen sowie niedrigschwellige Betreuungsleistungen. Die Geschäftsführung der CSS wird durch Herrn Vinzenz du Bellier und Herrn Dr. Erich Rösch wahrgenommen. Die Gesellschaft verfügt selbst über keinen eigenständigen Aufsichtsrat. Die Geschäftsführung der Gesellschaft wird von der Gesellschafterversammlung und - über Regelungen sowohl im Gesellschaftsvertrag der CBS Caritas Betriebsträgergesellschaft mbH Speyer (CBS), als auch in den Geschäftsordnungen für die jeweilige Geschäftsführung - mittelbar auch vom Aufsichtsrat der CBS Caritas Betriebsträgergesellschaft mbH Speyer überwacht. Die CSS ist nach dem Gesamtbild der Verhältnisse finanziell, organisatorisch und wirtschaftlich in das Unternehmen der CBS Caritas Betriebsträgergesellschaft mbH Speyer eingegliedert. Es liegt eine umsatzsteuerliche Organschaft im Sinne des § 2 Abs. 2 Nr. 2 UStG vor. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 % (vgl. Pressemitteilung DESTATIS vom 15. Januar 2023). Hiernach dämpfen die, trotz der jüngsten Rückgänge, nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Die negative Entwicklung der deutschen Wirtschaft wirkt sich allerdings kaum auf den Geschäftsverlauf der Gesellschaft aus, da im Wesentlichen Leistungen für den Caritasverband für die Diözese Speyer e. V. und dessen verbundene Unternehmen erbracht werden. Diese erbringen Leistungen im gemeinnützigen Bereich, insbesondere in der Alten-, Jugend- und Eingliederungshilfe. Jedoch unterliegt gerade dieser Bereich in den letzten Jahren weitreichenden Veränderungen der Rahmenbedingungen, die den wirtschaftlichen Druck auf die Einrichtungen konstant wachsen lässt. In der Vergangenheit waren die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen für unsere Gesellschaft von untergeordneter Bedeutung. Nach dem Beginn des Angriffskrieges Russlands gegen die Ukraine hat sich dies zumindest in Teilen geändert. Rohstoffmangel mit einem entsprechenden Anstieg der Einstandspreise, dies insbesondere bedingt durch gestörte Lieferketten, haben nun auch für unsere Gesellschaft unmittelbare, spürbare Auswirkungen. Des Weiteren führen massive inflationäre Tendenzen zu stark steigenden Lohnforderungen der Tarifpartner, was für unsere Gesellschaft eine zusätzliche Problemlage darstellt. Auch hat die rasant steigende Inflation die Notenbanken zum Handeln gezwungen. So wurden ab dem Geschäftsjahr 2022 die Refinanzierungszinsen, insbesondere durch die Europäische Zentralbank (EZB), massiv erhöht. Dies wird sich auf unsere Gesellschaft aktuell zwar nicht auswirken, jedoch schränken die stark steigenden Zinsen unsere möglichen Handlungsfelder für die Zukunft ein. 2.2 Geschäftsverlauf Versorgt werden seit 2015 15 Einrichtungen der CBS Caritas Betriebsträgergesellschaft mbH Speyer mit Reinigungs- und Küchenleistungen sowie 8 Einrichtungen des Caritasverbandes für die Diözese Speyer e. V. mit Reinigungsleistungen. Außerdem erbringt die CSS Reinigungsleistungen bei 20 externen Kunden und 186 Privathaushalten. Neu hinzugekommen ist im Jahr 2023 die Malteser Hilfsdienst gGmbH in Schifferstadt. Die Gesellschaft schließt im Geschäftsjahr 2023 mit einem Jahresüberschuss von 44 TEUR (Vorjahr: Jahresfehlbetrag von 84 TEUR). Gegenüber dem Wirtschaftsplan 2023, der ein ausgeglichenes Jahresergebnis vorsah, ergibt sich somit ein um 44 TEUR besseres Jahresergebnis. Die Umsatzerlöse und die Personalaufwendungen des Jahres 2023 sind dabei deutlich höher als im Wirtschaftsplan berücksichtigt. Die Umsatzerlöse werden mit 800 TEUR und die Personalaufwendungen um 660 TEUR höher ausgewiesen. Ursächlich für die deutliche Planabweichung ist eine erhöhte Auftragslage, verbunden mit einem erhöhten Personaleinsatz. Die Ergebnisverbesserung gegenüber dem Vorjahr (+ 128 TEUR) steht insbesondere im Zusammenhang mit dem Anstieg der Umsatzerlöse (+ 1.265 TEUR), der um 298 TEUR über der Erhöhung der Personal- und Materialaufwendungen lag. Des Weiteren minderten sich die Aufwendungen im Bereich des Verwaltungsbedarfs um 78 TEUR im Vorjahresvergleich. Die Geschäftsleitung beurteilt die Geschäftsentwicklung im abgelaufenen Jahr als zufriedenstellend. 2.3 Lage der CSS Caritas Servicegesellschaft mbH Speyer 2.3.1 Ertragslage Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 2023 Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 15.378 (Vorjahr: 14.113 TEUR) erzielt, die im Wesentlichen aus Leistungen für den Verbundbereich des DiCV resultieren. Die Erlöse im Verbundbereich machen 95,9 % (Vorjahr: 96,1 %) der Umsatzerlöse aus und haben sich im Vorjahresvergleich um 9 % erhöht. Die externen Erlöse konnten im Vorjahresvergleich deutlich, um 76 TEUR bzw. 14 % erhöht werden. Der Personalaufwand stellt den größten Aufwandsposten dar. Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 9.254 TEUR (Vorjahr: 8.715 TEUR) verausgabt. Die Zahl der Mitarbeitenden der CSS betrug zum 31. Dezember 2023 369 Köpfe (Vorjahr 371 Köpfe). Die Personalaufwendungen haben einen Anteil von 59,7 % (Vorjahr: 60,2 %) an den Gesamtaufwendungen. Die Personalaufwandsquote beläuft sich im Berichtsjahr auf 60,2 % und hat sich gegenüber dem Vorjahr um 1,6 %-Punkte verringert. Die Sachaufwendungen belaufen sich im Berichtsjahr auf 6.236 TEUR und haben sich gegenüber dem Vorjahr um 463 TEUR bzw. 8 % erhöht. Der Anstieg resultiert insbesondere aus gestiegenen Materialaufwendungen im Bereich der Lebensmittel im Zusammenhang mit Preissteigerungen und einem leicht erhöhten Bedarf. 2.3.2 Finanzlage Die Liquidität der CSS war jederzeit gewährleistet. Die fälligen Verbindlichkeiten konnten ohne Inanspruchnahme von Kontokorrentkrediten erfüllt werden. Die liquiden Mittel betrugen zum 31. Dezember 2023 1.419 TEUR (Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sowie Wertpapiere des Umlaufvermögens (Vorjahr: 1.718 TEUR). 2.3.3 Vermögenslage Die Vermögenslage der Gesellschaft ist geordnet. Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 62,8 % (Vorjahr: 57,9 %). Das Anlagevermögen wird durch Kapital gleicher Fristigkeit gedeckt. Die betriebswirtschaftlich wünschenswerte Übereinstimmung von Kapitalbindungs- und Kapitalüberlassungsvorschriften ist damit zum Bilanzstichtag weiterhin vollständig gegeben. Die Liquidität auf kurze Sicht beträgt zum Bilanzstichtag 1.193 TEUR. Sie reicht aus, um den betriebsgewöhnlichen monatlichen Finanzbedarf in Höhe von 1.286 TEUR für 0,9 Monate zu decken. 2.3.4 Finanzielle Leistungsindikatoren Die zentralen finanziellen Leistungsindikatoren sind das Jahresergebnis und die Umsatzerlöse. Bezügliche dieser Entwicklung verweisen wir auf unsere Ausführungen weiter oben. Das durchschnittliche Alter der Mitarbeitenden beträgt 48,89 Jahre. Der Anteil der Frauen liegt bei 88,35 %. Ca. 14,91 % der Mitarbeiter haben einen Beschäftigungsumfang über 0,75 Vollzeitstellen (VZS), 47,83 % der Mitarbeiter haben einen Beschäftigungsumfang von 0,5-0,75 VZS und 37,27 % arbeiten mit einen Beschäftigungsumfang bis 0,5 VZS. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Die mit der Unternehmensaufspaltung im Jahr 2018 intendierte Schwerpunktsetzung in der Zielsetzung der Unternehmen konnte 2019 erfolgreich umgesetzt und abgeschlossen werden. Das Jahr 2023 zeigte weiterhin die Richtigkeit dieser Entscheidung. Die CS-Gruppe umfasst drei Unternehmen:
Allen drei GmbHs ist es gestattet, Dienstleistungen außerhalb der über den Caritasverband für die Diözese Speyer e. V. verbundenen Einrichtungen zu erbringen und auch im ambulanten Sektor tätig zu sein. Damit wurde das Risiko der Monostruktur des Käufermarktes deutlich reduziert. Im Geschäftsjahr 2023 wurden Umsatzerlöse in Höhe von 15.378 TEUR erzielt. Für das Jahr 2024 ist im Wirtschaftsplan ein Umsatz in Höhe 15.748 TEUR geplant. Es wird mit einer allgemeinen Erhöhung der Sachkosten von durchschnittlich 2,5 % gerechnet. Außerdem werden in der Planung auch einzelne Veränderungen in den Einrichtungen berücksichtigt. Die Personalkosten für das Jahr 2024 wurden in Höhe von 9.635 TEUR geplant. In diesen Kosten ist die Tariferhöhung nach den Richtlinien für Arbeitsverträge des Caritasverbandes (AVR) in Höhe von 12 % enthalten sowie Lohnerhöhung nach dem Mindestlohntarifvertrag für Gebäudereiniger West. Des Weiteren werden auch die Auszahlungen im Zusammenhang mit der Inflationsausgleichsprämie berücksichtigt. Im Jahr 2023 betrug der Personalaufwand insgesamt 9.254 TEUR. Gegenüber den Aufwendungen des Berichtsjahres ergibt sich somit ein geplanter Anstieg des Personalaufwands von 381 TEUR, der damit leicht, um 11 TEUR, über dem geplanten Anstieg der Umsatzerlöse liegt. Zentrale Herausforderung der kommenden Jahre wird die Personalakquise sein. Ein weiteres Risiko besteht in steigenden Personalaufwendungen durch die Tarifabschlüsse im Reinigungsgewerbe sowie die deutlich und überproportional gestiegenen Preise im Bereich der Lebensmittel und Haushaltsverbrauchsmaterialien. Insgesamt bedingen diese beiden Effekte eine durchschnittliche Preissteigerung in den Leistungspauschalen in Höhe von 8 %. Durch die in den letzten Jahren stabilen und guten Jahresergebnisse verfügt die Gesellschaft über eine stabile Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, die es ermöglicht, auf kurzfristige Schwankungen und die ausgeführten Herausforderungen entsprechend zu reagieren. Die Gesellschaft weist keinerlei Drittfinanzierung aus und wird somit nicht durch regelmäßige Zins- und Tilgungszahlungen belastet. Die liquiden Mittel und Wertpapiere des Umlaufvermögens machen zudem 63,6 % der Bilanzsumme aus. Wesentliche Chance ist zudem die Fortführung des Ausbaus der externen Kunden/Erlöse. Die sich aus dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz ergebenden Risiken wurden im zentralen Risikomanagement der Muttergesellschaft erfasst und werden von der Geschäftsführung für alle Unternehmensteile bearbeitet. Grundsatzerklärungen der zentralen Lieferanten liegen bereits vor, eine eigene Grundsatzerklärung für den Diözesancaritasverband und alle seine Tochtergesellschaften ist bereits im Unterschriftenverfahren. Für das Geschäftsjahr 2024 sieht die Wirtschaftsplanung ein ausgeglichenes Jahresergebnis vor. Gegenüber dem Jahresergebnis des Berichtsjahres ist somit eine leichte Ergebnisverschlechterung (- 44 TEUR) geplant. Ursächlich für den geplanten Rückgang ist im Wesentlichen der im Wirtschaftsplan berücksichtigte Anstieg der Personalaufwendungen (Tarifsteigerungen und Inflationsprämie), der durch den geplanten Anstieg der Umsatzerlöse nicht vollständig ausgeglichen werden kann. Der Wirtschaftsplan berücksichtigt die Auswirkungen der Lohn- und Preissteigerungen. Bis auf die genannten Risiken gibt es keine außergewöhnlichen oder unkontrollierten finanzintensiven und sonstigen risikoreichen Geschäftsvorfälle. Bestandsgefährdende Risiken, insbesondere mit Auswirkungen auf die Liquidität der Gesellschaft, sind auf Basis der vorgelegten Unterlagen für die folgenden 12 Monate nicht zu erkennen.
Speyer, den 22. März 2024 Vinzenz du Bellier, Geschäftsführer Dr. Erich Rösch, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVSEITE
PASSIVSEITE
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 20231. Allgemeine Angaben Die CSS Caritas Servicegesellschaft mbH Speyer hat ihren Sitz in 67346 Speyer und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Ludwigshafen am Rhein unter der Nummer HRB 64226. Sie wurde am 26. November 2014 gegründet. Die CSS Caritas Servicegesellschaft mbH Speyer ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften des HGB. Die Gliederung der Bilanz entspricht § 266 HGB, die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz wurde nach § 265 HGB erweitert. Im Jahresabschluss wurden gegenüber dem Vorjahr keine Ausweisänderungen vorgenommen. Bei der Bewertung wurde von der Fortsetzung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände (Lizenzen) und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungskosten abzüglich der bisher aufgelaufenen und im Geschäftsjahr planmäßig fortgeführten Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen erfolgen nach Maßgabe der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear. Steuerlich sogenannte geringwertige Anlagegüter werden im Jahr des Zugangs sofort vollständig abgeschrieben. Die Vorräte betreffend Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Die Wertpapiere des Umlaufvermögens sind zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Kassenbestände und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zu ihren Nominalbeträgen angesetzt. Unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind nur Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, ausgewiesen. Mittelbare Versorgungszusagen gegenüber den Arbeitnehmern aus Altersversorgungsverpflichtungen bestehen bei der kirchlichen Zusatzversorgungskasse KZVK in Köln. Hinsichtlich dieser mittelbaren Pensionsrückstellungen besteht nach Art. 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB ein Passivierungswahlrecht. Vom Wahlrecht gemäß Art. 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB wurde dahingehend Gebrauch gemacht, dass auf die Passivierung einer mittelbaren Pensionsverpflichtung verzichtet wurde. Während der Zeit der Beschäftigung der Arbeitnehmer besteht für die Gesellschaft eine Umlagepflicht, die einerseits aus einer Versicherungsrentenverpflichtung und andererseits aus einer Versorgungsverpflichtung besteht. Die auf die Gesellschaft entfallende finanzökonomische Deckungslücke für die Versorgungszusagen aus der Zeit vor 2002 (ehemals Abrechnungsverband S), die durch die Erhebung der Finanzierungsbeiträge geschlossen werden sollte, betrug am 31. Dezember 2019 674 TEUR. Es ist auf Basis der Erläuterungen und Ausführungen der KZVK davon auszugehen, dass diese Deckungslücke auch im neuen Finanzierungssystem nur langfristig geschlossen werden wird. Unter der Annahme einer linearen Schließung der Deckungslücke bis zum Jahr 2040 beträgt der Barwert dieser Lücke am 31. Dezember 2023 582 TEUR. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen. Sie sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. 3 Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagennachweis dargestellt, der diesem Anhang abschließend beigefügt ist. Die Forderungen gegenüber verbundenen und nahestehenden Unternehmen resultieren aus der laufenden Verrechnung. Die Altersteilzeitverpflichtungen sind durch Planvermögen bei der LIGA Bank eG gesichert. Dieses dient ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus den Altersteilzeitverpflichtungen und ist daher dem Zugriff aller anderen Gläubiger entzogen. Die Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände des Planvermögens betragen 48 TEUR. Die beizulegenden Zeitwerte der Vermögensgegenstände betragen 48 TEUR. Der Erfüllungsbetrag der Altersteilzeitverpflichtungen beläuft sich auf 76 TEUR. Nach Saldierung des Erfüllungsbetrags der Altersteilzeitverpflichtungen mit den zum Zeitwert bewerteten Vermögensgegenständen des Planvermögens ergibt sich eine Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von 29 TEUR. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten neben der Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen Rückstellungen für Urlaubsansprüche und Mehrarbeitsstunden für Mitarbeiter (212 TEUR), Kosten für die Prüfung des Jahresabschlusses (20 TEUR) und die Berufsgenossenschaftsbeiträge (15 TEUR). Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten geht aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel hervor:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus der laufenden Verrechnung. Unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen werden Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von 28 TEUR ausgewiesen. 4 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Folgende Gewinn- und Verlustrechnung-Posten enthalten Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung: Innerhalb der Personalaufwendungen werden Aufwendungen im Zusammenhang mit Zahlungen an die Mitarbeiter in Form einer Inflationsausgleichsprämie gemäß Beschluss des AVR-Tarifabschlusses ausgewiesen. Die Zahlungen belaufen sich auf 1.500 EUR je Vollzeitstelle. Insgesamt wurden 250 TEUR im Geschäftsjahr an die Mitarbeiter ausgezahlt. 5 Sonstige Angaben 5.1 Geschäftsführung Geschäftsführer der Gesellschaft sind Vinzenz du Bellier, Rödersheim, und Dr. Erich Rösch, Speyer. Die Mitglieder der Geschäftsführung erhalten durch die Gesellschaft keine Vergütungen. 5.2 Aufsichtsrat (oder vergleichbares Organ) Die Gesellschaft verfügt über keinen eigenen Aufsichtsrat. Die Überwachung der Geschäftsführung erfolgt über den Aufsichtsrat der Muttergesellschaft CBS. Die Mitglieder des Aufsichtsrates haben für ihre Tätigkeit keine Vergütung erhalten. 5.3 Mutterunternehmen Der Abschluss der CSS Caritas Servicegesellschaft mbH Speyer, Speyer, wird in den von der CBS Caritas Betriebsträgergesellschaft mbH Speyer, Speyer, aufgestellten Konzernabschluss miteinbezogen, der im elektronischen Unternehmensregister veröffentlicht wird. Dieser stellt zugleich den kleinsten und größten Konsolidierungskreis dar. 5.4 Haftungsverhältnisse Mittelbare Versorgungszusagen gegenüber den Arbeitnehmern aus Altersversorgungsverpflichtungen bestehen bei der Kirchlichen Zusatzversorgungskasse KZVK in Köln. Diese Zusagen werden durch entsprechendes Deckungsvermögen der KZVK, laufende Beiträge und zusätzliche Mehr-/Finanzierungsbeiträge der beteiligten Unternehmen vollständig finanziert. Ein Risiko der Inanspruchnahme besteht in Höhe einer eventuellen Deckungslücke. Bezüglich der mittelbaren Pensionsverpflichtungen bei der KZVK verweisen wir auf unsere Ausführungen unter den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zu den Rückstellungen. Das Risiko einer Inanspruchnahme wird als gering eingeschätzt. 5.5 Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Gesellschaft hat sonstige finanzielle Verpflichtungen insbesondere aus Mietverträgen. Diese Verpflichtungen bestehen gegenüber dem Gesellschafter. Die Aufwendungen hierfür betrugen im Berichtsjahr 324 TEUR. 5.6 Mitarbeiter der Gesellschaft Im Jahr 2023 waren 356 Mitarbeiter beschäftigt. Hiervon sind 307 in Teilzeit und 49 in Vollzeit beschäftigt. 5.7 ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in die Gewinnrücklagen einzustellen.
Speyer, 22. März 2024 Vinzenz du Bellier, Geschäftsführer Dr. Erich Rösch, Geschäftsführer Anlagennachweis für das Geschäftsjahr 2023
In dem beigefügten, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss auf den 31. Dezember 2023 wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die CSS Caritas Servicegesellschaft mbH Speyer, Speyer PrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der CSS Caritas Servicegesellschaft mbH Speyer, Speyer, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der CSS Caritas Servicegesellschaft mbH Speyer, Speyer, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichtes geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Mainz, 19. April 2024 Solidaris
Revisions-GmbH
Lea Kling, Wirtschaftsprüferin Dirk Riesenbeck-Müller, Wirtschaftsprüfer Hinweis zur Feststellung des JahresabschlussesGesamtprotokoll der Gesellschafterversammlung der Caritas Servicegesellschaften CSS/CSI/CSM vom 18.11.2024TOP 3 Jahresabschlüsse 2023Die Gesellschafter stellen die Jahresabschlüsse 2023 der Gesellschaften fest und stimmen einstimmig für die Einstellung der Gewinne der Gesellschaften in die Gewinnrücklagen. |
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