Voßhenrich Immobilien GmbH & Co. KG
Selbe AdresseKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jörn Dipl.-Ing. Begemann seit 1.7.2025 | Prokura |
Sebastian Rost seit 1.7.2025 | Prokura |
Bernd Schäkel seit 31.8.2022 | Geschäftsführer |
Christoph Moser seit 31.8.2022 | Geschäftsführer |
Oliver Voßhenrich seit 5.8.2011 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
POS TUNING Udo Voßhenrich GmbH & Co. KG | 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
POS TUNING GmbHBad SalzuflenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Gesamtwirtschaftliches Umfeld/Rahmenbedingungen Der globale Welthandel im Jahr 2023 wurde maßgeblich von den Auswirkungen zunehmender geopolitischer Spannungen im Nahostkonflikt sowie des anhaltenden Ukrainekriegs geprägt. Volatile Energiepreise und kräftige Zinsanhebungen dämpften den Privatkonsum und die Investitionstätigkeit. Gleichzeitig zeigen sich deutliche regionale Unterschiede. In den Schwellenländern blieb das Wirtschaftswachstum hoch, was zu einem moderaten Wachstum des gesamten Welthandels beitrug. Der Welthandel wuchs jedoch insgesamt langsamer als zunächst erwartet. Die WTO prognostizierte ursprünglich ein Wachstum von 1,7 %, hat diese Schätzung jedoch auf 0,8 % revidiert. Im EURO-Raum belasteten die schwächelnde Industrie infolge des Energiepreisschocks sowie Kaufkraftverluste durch hohe Inflation die realwirtschaftliche Entwicklung. Der knapp positive Zuwachs der Wirtschaftsleistung von 0,6 % resultierte daraus, dass die Importe stärker sanken als die Exporte. Deutschland konnte die wirtschaftlichen Folgen des Krieges in der Ukraine bewältigen, indem es innerhalb weniger Monate unabhängig von russischen Energielieferungen wurde und mit bundeseigenen Entlastungspaketen versuchte, die hohen Energie- und Verbraucherpreise abzumildern. Der Konsum und die Baukonjunktur reagierten jedoch weiterhin zurückhaltend auf die nach wie vor hohe Inflation und steigende Finanzierungskosten. Darüberhinaus wirkte sich die unsichere Haushaltslage in Deutschland dämpfend auf die gesamte Investitionstätigkeit aus. Die angebotsseitigen Engpässe verloren im Jahr 2023 an Bedeutung, aber als Exportnation leidet Deutschland stärker unter dem insgesamt schwachen Welthandel als andere Länder. 2. Geschäftsentwicklung 2023 Die weltweit schwache Industrieproduktion regulierte das Angebot und die Preisentwicklung auf dem Rohstoffmarkt. Die dadurch verbesserte Verfügbarkeit und die Preissenkungen hatten zusätzlich positive Effekte auf unsere gute Auftragslage. Die rückläufige Inflation und die sich stabilisierenden Realeinkommen beeinflussten den privaten Konsum positiv, was zu einer steigenden Nachfrage nach unseren innovativen Produktlösungen führte. Unsere Geschäftspotentiale konnten wir sowohl im Handel als auch im Industriebereich, einschließlich der Tabakbranche, weiter deutlich ausbauen. Auf der EuroShop 2023 in Düsseldorf fanden unsere zahlreichen Innovationen großen Zuspruch beim internationalen Publikum. Trotz geopolitischer Unsicherheiten konnten wir auf dieser Grundlage den Exportumsatz mit einem Plus von 15 % deutlich steigern. Der größte Exportumsatz wurde in der EU erzielt, wobei das überdurchschnittliche Wachstum in Großbritannien maßgeblich von einer organisatorischen Umstrukturierung des Vertriebs vor Ort profitierte. Gleichzeitig entwickelten sich auch die UAE und Südamerika weiter positiv. Die kontinuierliche Optimierung der Produktionsprozesse ermöglichte die Abwicklung des gestiegenen Auftragseingangs. Der damit verbundene Personalbedarf, insbesondere an Fachkräften, konnte erfreulicherweise vom regionalen Arbeitsmarkt gedeckt werden. Entgegen den globalen Abwärtsrisiken wie Inflation, Zinssteigerungen und geopolitischen Unsicherheiten führten strategische Produktentwicklungen und flexible Produktionsverfahren zu einem Gesamtumsatzplus von rund 25 % gegenüber dem Vorjahr. In diesem gesamtwirtschaftlichen Umfeld konnten wir unser EBIT gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöhen und sind mit der Geschäftsentwicklung sehr zufrieden. 2.1. Vertrieb Die während der Coronazeit häufig genutzten Online-Meetings haben sich als klassische Kommunikationsform etabliert. Dies führt zu einem schnelleren und effektiveren Austausch mit unseren Kunden. Insbesondere im Ausland konnten wir bestehende Kundenbeziehungen weiter ausbauen und neue Kunden gewinnen. Unsere Leitmesse, die EuroShop in Düsseldorf, hat dazu beigetragen, unsere Stellung als Innovationsführer in der Branche weiter zu festigen. Das Jahr 2023 war zusätzlich geprägt von unserem 25-jährigen Firmenjubiläum, welches auch ein zusätzlicher Anlass für unsere Kunden war, uns auf der Messe in Düsseldorf zu besuchen. Der Bereich Tabak hat sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich positiv entwickelt und bleibt unser umsatzstärkster Bereich. Alternative Tabakprodukte stellen für die Tabakkonzerne weiterhin den Markt mit dem höchsten Wachstumspotenzial dar. Den gesunkenen Umsätzen im konventionellen Bereich versucht die Branche mit verstärkten Marketinganstrengungen zu begegnen, wovon wir auch im abgelaufenen Geschäftsjahr profitiert haben. Der Handel, unser zweitgrößter Bereich, konnte im Jahr 2023 deutliche Zuwächse verzeichnen. Die Preissteigerungen im Handel haben sich auch 2023 weiter fortgesetzt. Der Handel kämpfte weiterhin mit deutlich höheren Kosten, die zu Preissteigerungen in allen Kategorien führten. Hier finden unsere patentierten Lösungen, die mit immer geringerer Komplexität überzeugen, großen Zuspruch. Die einfache und unkomplizierte Anwendung unserer Systeme steht dabei weiterhin im Fokus. 2.2. Produktion In der Fertigung konnten durch eine Reihe technischer, organisatorischer und personeller Maßnahmen weitere Effizienz- und Qualitätssteigerungen erzielt werden. Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei auf der Optimierung des Werkzeugbereichs. Durch gezielte Verbesserungen in diesem Bereich konnten wir die Leistungsfähigkeit unserer Produktionsprozesse erheblich steigern. Die umgesetzten Maßnahmen trugen im Jahr 2023 maßgeblich zur Stärkung unserer Wirtschaftlichkeit bei. Diese Verbesserungen bildeten die Grundlage für weitere Prozessoptimierungen, die sowohl die Produktivität als auch die Qualität unserer Fertigung nachhaltig erhöhen. Wir sind überzeugt, dass diese kontinuierlichen Verbesserungen uns helfen werden, auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben und den hohen Anforderungen unserer Kunden gerecht zu werden. 2.3. Beschaffung/Einkauf Im Kunststoffsektor war der Beschaffungsmarkt im Jahr 2023 von verschiedenen Entwicklungen geprägt. Aufgrund des wachsenden Umweltbewusstseins und der zunehmenden regulatorischen Anforderungen stieg die Nachfrage nach recycelten Kunststoffen und nachhaltigen Alternativen erheblich an. Diese Entwicklung spiegelte den globalen Trend wider, verstärkt auf umweltfreundlichere Materialien zu setzen und die Umweltauswirkungen der Produktion zu reduzieren. Gleichzeitig waren zu Beginn des Jahres allgemeine Lieferengpässe und Preisschwankungen zu beobachten, die durch globale Markttrends und geopolitische Ereignisse verursacht wurden. Diese Faktoren erhöhten den Druck auf Unternehmen im Kunststoffsektor, ihre Beschaffungsstrategien anzupassen und ein stärkeres Augenmerk auf Nachhaltigkeit und das Management der Lieferketten zu legen. Der Beschaffungsmarkt im Kunststoffsektor war somit im Jahr 2023 von zunehmender Komplexität geprägt. Im Jahr 2023 haben wir mit unseren Partnern Mengenkontrakte mit Laufzeiten von 3 bis 6 Monaten abgeschlossen, um die Preis- und Liefersicherheit zu gewährleisten. Diese Verträge boten uns eine stabile Grundlage, um den Herausforderungen des Marktes zu begegnen und eine konstante Versorgung sicherzustellen. Um die Verfügbarkeit der Mengen- und Qualitätskontingente zu sichern, setzen wir auf eine sehr enge Kommunikation und vorausschauende Planung mit unseren strategischen Partnern. 2.4. Organisation/Personal Die beachtliche Umsatzausweitung im Jahr 2023 konnte durch eine Reihe strategischer Maßnahmen ermöglicht werden. Zu diesen Maßnahmen zählten Neueinstellungen, Produktivitätssteigerungen, verlängerte Werkbänke und der Einsatz eines Pools an Zeitarbeitnehmern. Unser Personalbestand wurde sowohl qualitativ als auch quantitativ erweitert, um den gestiegenen Anforderungen gerecht zu werden. Ein wesentlicher Faktor für unseren Erfolg war die Digitalisierung und organisatorische Verbesserung des Recruitingprozesses. Durch den Einsatz moderner Technologien und optimierter Verfahren konnten wir effizienter neue Mitarbeiter gewinnen und diese integrieren. Darüberhinaus haben wir unsere Steuerungs- und Arbeitsprozesse im Unternehmen weiter optimiert. Diese Maßnahmen zielten darauf ab, die Effizienz zu steigern und langfristig abzusichern. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Schulung, Ausbildung und Weiterbildung unserer Mitarbeiter. Im Laufe des Jahres 2023 haben wir diesen Bereich ausgebaut, um die Fähigkeiten und das Wissen unserer Belegschaft zu erweitern. Insgesamt haben diese umfassenden Maßnahmen dazu beigetragen, unsere Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und das Umsatzwachstum nachhaltig zu unterstützen. 3. Vermögens-, Finanz und Ertragslage 3.1. Ertragslage
Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten wir unser Rohergebnis um TEUR 8.017, unser EBITDA (+TEUR 4.449) und unser EBIT (+4.313) deutlich im Jahresvergleich steigern. Dabei haben sich die Inlandsumsätze überproportional um EUR 8,4 Mio. erhöht (48% der Gesamtumsätze). Die Material- und Personalaufwendungen sind zwar absolut gestiegen, konnten aber relativ gegenüber dem Vorjahr reduziert werden. Um das Auftragsvolumen bewältigen zu können, haben wir neues Personal einstellen müssen, so dass sich der Personalaufwand um EUR 2,0 Mio. erhöht hat. Höhere Instandhaltungsaufwendungen und höhere Messekosten (aufgrund der Teilnahme an der EuroShop) konnten durch Einsparungen nicht kompensiert werden, so dass bei um TEUR 1.380 gestiegenen sonstigen Aufwendungen ein um TEUR 4.449 verbessertes EBITDA erzielt werden konnte. Der Jahresüberschuss wird mit TEUR 7.854 ausgewiesen und liegt um rd. EUR 3,0 Mio. über dem letztjährigen Ergebnis. 3.2. Vermögens- und Finanzlage Die Entwicklung der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft kann anhand der folgenden Unternehmensdaten nachvollzogen werden:
Die durchgeführten Investitionen lagen mit EUR 3.6 Mio. über den Abschreibungen von EUR 1,3 Mio. Das Thema Nachhaltigkeit/Umweltschutz rückt immer mehr in den Fokus unternehmerischen Handelns. Dem wurde im 4.Quartal mit der Anschaffung einer PV-Anlage (TEUR 729) Rechnung getragen. Ein automatisches Transportsystem, sowie neue Sprießgussmaschinen und zusätzliche Werkzeuge für die technischen Innovationen rundeten die Investitionen ab. Der Schwestergesellschaft Voßhenrich Immobilien GmbH wurden zur Finanzierung der Immobilieninvestition Mittel in Höhe von rd. EUR 6,0 Mio. darlehensweise zur Verfügung gestellt. Insbesondere durch die Zunahme der sonstigen Rückstellungen und der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ergab sich eine geringere bilanzielle Kapitalbindung, so dass der Mittelzufluss aus der laufenden Tätigkeit deutlich über dem cash-flow lag. Der Finanzmittelbestand konnte im Jahresvergleich - trotz der hohen Investitionen und der Mittelbereitstellung an die Schwestergesellschaft - auf einem konstanten Niveau gehalten werden. Insgesamt sind wir daher mit der Geschäftsentwicklung im abgelaufenen Jahr sehr zufrieden. 4. Voraussichtliche Entwicklung mit wesentlichen Chancen und Risiken 4.1. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Die weitere Geschäftsentwicklung wird durch eine starke Nachfrage nach unseren Produkten im In- und Ausland bestimmt. Da wir ausschließlich in Deutschland produzieren und auch die meisten Vorprodukte in Deutschland hergestellt werden, sind wir weitgehend unabhängig von Versorgungsengpässen aus Asien. Wir reagieren auf den wachsenden Trend (und die regulatorischen Anforderungen) zum nachhaltigen Handeln mit dem Einsatz umweltfreundlicher Rohstoffe und der konsequenten Umsetzung nachhaltiger Produktionsprozesse. Klimafreundliche Energieversorgung und ressourcensparende Produktionsverfahren schaffen den notwendigen Spielraum für ein ertragssicheres Wachstum. Die weniger stark steigende Inflation und eine absehbare Entlastung des Zinsniveaus deuten auf eine leicht steigende Investitionsbereitschaft hin. Der Krieg in der Ukraine hat bisher keine direkten Auswirkungen auf unser Geschäft, da wir keine Kunden in Russland betreuen und das Geschäft mit der Ukraine von untergeordneter Bedeutung ist. Der aktuelle Nahostkonflikt hat ebenfalls keine Auswirkungen auf unser Geschäft. Die Wahlen in den USA könnten durch neue Zölle zu Handelsbarrieren führen, die jedoch für uns kaum relevant sind, da wir weder aus den USA importieren noch nennenswerte Umsätze dort erzielen. Langfristig erwarten wir, dass unsere innovativen und patentierten Produktlösungen gut im Markt angenommen werden und wir unsere Marktanteile weiter ausbauen können. Die Digitalisierung unserer Produkte erwies sich in der kontaktarmen Pandemiesituation als richtungsweisende Strategie und wird zukünftig einen wichtigen Wachstumsfaktor darstellen. Neue Produkte für die zunehmende Digitalisierung des Lebensmitteleinzelhandels werden bereits heute vom Markt angenommen und kontinuierlich weiterentwickelt. Als Innovationsführer nehmen wir die Herausforderungen an und schaffen durch organisatorische und strukturelle Maßnahmen die Rahmenbedingungen für zukünftige Wachstumspotentiale. Die Erschließung neuer Wachstumspotentiale wird in allen strategischen Sparten erwartet, insbesondere durch den Ausbau unserer Nachbarmärkte in Frankreich und Großbritannien. Neue Produkte im Bereich Consumer Packaged Goods (CPG) werden als neuer Präsentationsstandard vom Markt angenommen und bieten neue Potentiale außerhalb von Tabak und Handel. Im Bereich Tabak wächst der Anteil an alternativen Tabakprodukten kontinuierlich, was für uns durch passende Präsentationslösungen weiteres Wachstum bedeutet. Die neue Regulierung (TPD3) zur Kennzeichnung alternativer Tabakprodukte wird zusätzliches Potential in den Ländern bringen, in denen TPD3 eingeführt wird. Dies wird zu verstärkter Vertriebsaktivität unserer Kunden und einer weiteren Steigerung unserer Umsätze mit der Tabakindustrie führen. Investitionen in den Ausbau der Infrastruktur und in analytische Softwaretools schaffen den Rahmen für die zukünftigen Herausforderungen. Der Handel wird weiterhin mit steigenden Einkaufspreisen bei Zulieferern aus der Lebensmittelindustrie konfrontiert sein. Geringere Handelsmargen könnten zu einer veränderten Investitionsbereitschaft unserer Kunden führen. Lösungen, die dem Handel Kosteneinsparungen und Prozessoptimierungen bringen, werden daher immer wichtiger. Entsprechend haben wir neue Produkte und Prozesslösungen entwickelt, die wir 2023 auf der EuroShop vorgestellt haben. Insolvenzrisiken bei den Kunden begegnen wir mit konsequentem Debitorenmanagement, und das Lagerrisiko wird durch auftragsbezogene Produktion auf einem niedrigen Niveau gehalten. Der Fachkräftemangel wird durch die aktuelle Arbeitsmarktentwicklung etwas entschärft, da viele Unternehmen den wirtschaftlichen Herausforderungen mit Kurzarbeit oder Entlassungen begegnen. 4.2. Künftige Entwicklung und Ausblick Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2024 hängt maßgeblich von mehreren Faktoren ab, darunter der Rückgang der Inflation und die damit verbundene Zinspolitik. Inwieweit die kräftigen Zinserhöhungen den Finanzsektor in Bezug auf eigene Refinanzierungskosten belasten und dadurch die Investitionen der Wirtschaft bremsen, bleibt weiterhin ungewiss. Kurzfristig bleibt der inflationsbedingte Kaufkraftverlust ein zentraler Belastungsfaktor für die konjunkturelle Entwicklung. Eine Zunahme der geopolitischen Spannungen zwischen den USA und China könnte den globalen Warenhandel und die internationalen Lieferketten erneut beeinträchtigen. Für das Jahr 2024 wird erwartet, dass die weltweiten Bemühungen zur Eindämmung der Inflation erste Früchte tragen, was zu einer Stabilisierung der Zinspolitik führen könnte. Diese Entwicklungen könnten das Vertrauen der Investoren stärken und die wirtschaftlichen Aktivitäten anregen. Dennoch bleibt das wirtschaftliche Umfeld herausfordernd, da geopolitische Unsicherheiten weiterhin bestehen und neue Risiken für die globalen Märkte darstellen. Wir werden unsere Vertriebsstrukturen und -prozesse weiter gezielt auf die für uns wesentlichen Bereiche ausrichten und steuern. Insbesondere der Handel, die Industrie und die strategischen Wiederverkäufer stehen weiterhin im Fokus unserer Vertriebsaktivitäten. Neue Produkte, die teilweise auch auf der EuroShop in Düsseldorf vorgestellt wurden, tragen zum Ausbau bestehender Kundenbeziehungen und zur Gewinnung neuer Kunden bei. Wir sehen zudem neue Geschäftsfelder durch sich verändernde Prozesse im Einzelhandel, für die wir ebenfalls neuartige Lösungen entwickelt haben. Effizienz und Prozesseffektivität werden auch im Jahr 2024 durch die Optimierung unseres ERP- Systems weiter gesteigert. Diese Maßnahmen sind darauf ausgerichtet, unsere betriebliche Leistung zu verbessern und Kosten zu senken, was uns in einem volatilen Marktumfeld zugutekommen wird. Wir planen, die von unserer Schwestergesellschaft Voßhenrich Immobilien GmbH & Co. KG neu gebaute und uns zur Verfügung gestellte Immobilie, im September zu beziehen. Zur Finanzierung des Neubaus werden wir weitere Mieterdarlehen in Höhe von ca. EUR 3,5 Mio. zur Verfügung stellen. Im Übrigen planen wir Ergänzungsinvestitionen (Maschinen und Werkzeuge) im Gesamtvolumen von EUR 2,3 Mio. sowie die Anschaffung einer weiteren Photovoltaikanlage auf dem Dach der neuen Immobilie (EUR 0,3 Mio.). Aufgrund eines hohen Auftragsbestands und der positiven Akzeptanz unserer Lösungen gehen wir für das Geschäftsjahr 2024 von einer leichten Umsatzsteigerung und einem steigenden EBIT im Vergleich zu 2023 aus. Unsere Strategie, auf Innovation und Nachhaltigkeit zu setzen, wird uns dabei helfen, auch in einem anspruchsvollen Umfeld erfolgreich zu sein.
Bad Salzuflen, den 08.07.2024 POS TUNING GmbH Oliver Voßhenrich Christoph Moser Bernd Schäkel Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVSEITE
PASSIVSEITE
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar - 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 20231. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Gesellschaft ist unter der Firma POS TUNING GmbH (vormals POS Tuning Global GmbH) beim Handelsregister Lemgo unter HRB 7544 eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist Bad Salzuflen. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft gem. § 267 Abs. 2 und Abs. 3 HGB auf. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften HGB aufgestellt. Die Gesellschaft richtet sich bei der Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften der §§ 275 ff. HGB und wendet hierbei das Gesamtkostenverfahren an. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Das Sachanlagevermögen und die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten vermindert um nutzungsbedingte planmäßige Abschreibungen angesetzt. Grundlage der planmäßigen Abschreibung ist die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes. Bei den entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenständen erfolgt die Abschreibung linear. Bewegliche und unbewegliche Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Der Abschreibungszeitraum lag für Maschinen und Betriebsvorrichtungen zwischen 5 und 21 Jahren. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben. Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten, ggf. vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen bewertet. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu den jeweiligen Anschaffungskosten, soweit nicht ein niedrigerer Wert beizulegen war. Für die Ermittlung der Anschaffungskosten wird das Verbrauchsfolgeverfahren nach der Fifo- Methode angewendet. Fertige und unfertige Erzeugnisse werden zu produktionsbezogenen Herstellungskosten nach § 255 Abs. 2 Satz 2 HGB angesetzt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie Abgrenzungsposten werden mit Nominalwerten oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Für das allgemeine Kreditrisiko wird ein Pauschalabschlag vorgenommen. Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet. Zweifelhafte Forderungen wurden wertberichtigt. Der Ansatz der börsennotierten sonstigen Wertpapiere erfolgt zum Kurswert zum Bilanzstichtag bzw. höchstens zu Anschaffungskosten. Flüssige Mittel werden zu Nominalwerten bilanziert. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden gem. § 251 HGB gebildet. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Umsatzerlöse sind um Erlösschmälerungen gekürzt. 3. Angaben zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem gesondert aufgestellten Anlagengitter gem. § 284 Abs. 3 HGB. Sonstige Rückstellungen In den sonstigen Rückstellungen sind Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern enthalten, wie Resturlaub-/Gleitzeitverpflichtungen und Prämien. Daneben sind im Wesentlichen Verpflichtungen aus ausstehenden Rechnungen, aus Kundenboni, aus Tantiemen sowie aus der Aufstellung und Prüfung des Jahresabschlusses erfasst. Für Gewährleistungsansprüche von Kunden wurden ebenfalls Rückstellungen gebildet. Forderungen/Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen Der Ausweis beinhaltet die laufenden Verrechnungskonten mit den verbundenen Unternehmen und betrifft solche aus Lieferungen und Leistungen. Verbindlichkeiten Die Einzelheiten zu den Laufzeiten und Besicherungen der Verbindlichkeiten ergeben sich aus der folgenden Verbindlichkeitenübersicht.
Es bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte der Lieferanten Sonstige finanzielle Verpflichtungen: Verpflichtungen aus Miet- und Wartungsverträgen
Verpflichtungen aus Leasingverträgen:
Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Aufgliederung der Umsatzerlöse nach geographisch bestimmten Märkten
4. Sonstige Angaben Aufgliederung der Arbeitnehmer nach Gruppen
In der Mitarbeiteranzahl sind 26 Teilzeit- bzw. geringfügig (Minijobs) Beschäftigte enthalten. Beteiligungsbesitz
Gesamtbezüge der Geschäftsführer und der früheren Geschäftsführer Die Schutzklausel gem. § 286 Abs. 4 HGB wird in Anspruch genommen. Geschäftsführung Die Geschäftsführung wird durch die persönlich haftende Gesellschafterin ausgeübt. Deren Geschäftsführer sind
Bad Salzuflen, den 8. Juli 2024 POS TUNING GmbH Oliver Voßhenrich Christoph Moser Bernd Schäkel Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagenspiegel) zum 31.12.2023
Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 15.07.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die POS TUNING GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der POS TUNING GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der POS TUNING GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen..
Bad Salzuflen, den 9. Juli 2024 HORSTBRINK
& PARTNER mbB
gez. Scharenberg, Wirtschaftsprüfer gez. Horstbrink, Wirtschaftsprüfer |
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