Stammdaten

Register
Amtsgericht Nürnberg HRB 11969
Vorher
NOVUM Gesellschaft für Unternehmensberatung, Systementwicklung und Informationsmanagement mbH
Eingetragen
22.9.1993
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieUnternehmensberatungErbringung von sonstigen Dienstleistungen der Informationstechnologie
Gegenstand
Tätigkeit einer Unternehmensberatungsgesellschaft, darunter fallen Tätigkeiten auf dem Gebiet der elektronischen Datenverarbeitung, Erstellung und Implementierung von Programmen, Schulung von Anwendern, Beschaffung und Vermittlung von Informationen aus Datenbanken und anderen Informationsquellen, ferner alle damit zusammenhängenden und den Geschäftszweck fördernden Geschäfte mit Ausnahme der Rechts- oder Steuerberatung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Thomas Ludwig
seit 11.3.2024
Prokura
Kai-Uwe Reiter
seit 3.11.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
RGI S.p.A.ITA
97.94%
NOVUM-RGI Germany GmbHEigenbeteiligung
2.06%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
RGI S.p.A.
Italy
97.94%
NOVUM-RGI Germany GmbH
Germany
2.06%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Novum-RGI Germany GmbH

Nürnberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2021

A. Darstellung des Geschäftsverlaufs

1. Allgemeines

Novum-RGI Germany GmbH (kurz: Novum-RGI) entwickelt innovative Softwarelösungen für den internationalen Versicherungsmarkt, interdisziplinär in Zentraleuropa, nach dem Qualitätsanspruch "Made in Germany".

Durch die Erfahrung von über 25 Jahren in der Entwicklung und Einführung von zukunftsorientierten IT-Lösungen verfügt Novum-RGI über bewährte Methoden und Verfahren für eine aus unserer Sicht sichere, risikominimierte und kosteneffiziente Einführung seiner Softwarelösungen der V'ger-Produktfamilie. Novum-RGI entwickelt sowohl fachliche Standardsoftware, als auch individuelle Lösungen für Versicherer, Finanzdienstleister und FinTechs. Auf Basis der bereits mehrfach ausgezeichneten Novum Cloud Platform lassen sich auch Third-Party-Anwendungen als SaaS-Lösung (= Software as a Service) nutzen.

Seit 2019 gehört Novum-RGI zur RGI Group, einem unabhängigen Softwareanbieter und europäischen Marktführer im Bereich des digitalen Wandels von Versicherungsunternehmen. Über 1.200 Mitarbeiter sind an 21 Standorten in Italien, Frankreich & Luxemburg, der Region DACH & Slowenien, Irland, und in der Region Nordafrika tätig. Davon beschäftigt Novum-RGI 150 Mitarbeiter im DACH-Raum an den Standorten Nürnberg, Köln, und St. Gallen sowie über Tochtergesellschaften in Salzburg, Österreich und Maribor, Slowenien und ist weiter auf Expansionskurs.

2. Markt und Gesamtwirtschaft

2.1 Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Die Annahmen zur Entwicklung der Gesamtwirtschaft veränderten sich im Laufe der Zeit. So wurde zum Anfang des Jahres mit einem Rückgang gerechnet, der sich dann wieder drehen sollte.

Zum Jahresende 2020 wuchs die Wirtschaftsleistung in Deutschland noch geringfügig. Für das erste Quartal 2021 war aber mit einem Rückgang zu rechnen.

https://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/konjunkturprognose-2021.html)

Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet für das Jahr 2021 mit einer Zunahme der globalen Wirtschaftsleistung um 5,9 %. Das Wachstum hat sich allerdings zum Jahresende 2021 aufgrund der Liefer- und Materialengpässe sowie des erneut angestiegenen Infektionsgeschehens deutlich abgeschwächt. Steigende Erzeugerpreise, Lieferengpässe und ein Anstieg der privaten Nachfrage haben in vielen Regionen der Welt im zweiten Halbjahr 2021 zu einem kräftigen Auftrieb der Inflation geführt.

https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2022/01/25/world-economic-outlook-update january-2022

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland lag nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2021 (preisbereinigt) um 2,7 Prozent höher als im Jahr 2020. Die konjunkturelle Entwicklung war auch im Jahr 2021 stark abhängig vom Corona-Infektionsgeschehen und den damit einhergehenden Schutzmaßnahmen. Trotz der andauernden Pandemiesituation und zunehmender Liefer- und Materialengpässe habe sich die deutsche Wirtschaft nach dem Einbruch im Vorjahr aber erholt, wenngleich die Wirtschaftsleistung das Vorkrisenniveau noch nicht wieder erreicht habe. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, sei das BIP 2021 noch um 2,0 Prozent niedriger gewesen.

Die Wirtschaftsleistung im Jahr 2021 hat sich in fast allen Wirtschaftsbereichen gegenüber dem vorangegangenen Krisenjahr erhöht. Auch die meisten Dienstleistungsbereiche hätten gegenüber 2020 merkliche Zuwächse verzeichnet. So habe die Wirtschaftsleistung der Unternehmensdienstleister, zu denen Forschung und Entwicklung, Rechts- und Steuerberater sowie Ingenieurbüros zählen, um 5,4 Prozent zugenommen.

https://www.bundesbank.de/de/aufgaben/themen/deutsche-wirtschaft-waechst-2021-um-2-7-prozent-883750

2.2 Entwicklung der Branche

Bei der Entwicklung der Branche sind sowohl der IT-Markt als auch die Versicherungswirtschaft gesondert darzustellen.

IT Markt

Das Jahr 2021 zeigte stabiles Wachstum in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld: In der Bitkom-Branche legen Umsatz und Beschäftigung -trotz der Herausforderungen von Pandemie, Lieferengpässen, Inflation und Fachkräftemangel weiter zu. Zum Ende des Jahres 2021 waren 1,25 Millionen Menschen in der Branche beschäftigt. Das Geschäftsklima bewegt sich auf einem ähnlich hohen Niveau wie vor Ausbruch der Corona-Pandemie Anfang 2020. Der Bitkom-ifo-Digitalindex lag im Dezember 2021 mit 24,0 Punkten um 17 Punkte höher als das Geschäftsklima der Gesamtwirtschaft. Wirtschaft, Staat und große Teile der Gesellschaft wollen die Digitalisierung beschleunigen und investieren in digitale Infrastrukturen, Geräte, Software und Services. Die Corona-Pandemie hat der Digitalisierung Schwung gegeben und das belebt den Markt. Bereits 2021 stieg der Umsatz auf dem IT-Markt deutlich. Das Volumen wuchs um 3,9 Prozent auf 178,4 Milliarden Euro, was vor allem am guten Geschäft mit IT-Hardware und Software lag.

https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Bitkom-Branche-waechst-stabil-und-schafft-neue-Jobs

Versicherungsmarkt

Das Niedrigzinsumfeld, der demografische Wandel, die Transformation zu einer nachhaltigen Wirtschaft und Gesellschaft und die Digitalisierung führen derzeit zu tiefgreifen den Veränderungen am Versicherungsmarkt. Die Innovationsdynamik hat sich beschleunigt. Der Wettbewerb ist intensiver geworden.

https://www.gdv.de/resource/blob/24006/5af05fa64d298eaf464c27946fd82a03/keyfact-booklet-die-versicherungswirtschaft-fakten-im-ueberblick-download-data.pdf

Im ablaufenden Jahr dürfte das Beitragsplus über alle Sparten hinweg bei etwa zwei Prozent gelegen haben. Unter den Bedingungen der Corona-Pandemie war dies solide.

https://www.handelsblatt.com/finanzen/vorsorge/versicherung/versicherung-deutsche-versicherer-erwarten-2022-bis-zu-drei-prozent-wachstum/27909284.html

B. Darstellung der Lage

1. Vorbemerkung

Im Geschäftsjahr 2021 wurden zum 1. Januar 2021 die eigenständigen deutschen Gesellschaften die Novum Köln GmbH, RGI Germany GmbH und die RGI Deutschland GmbH auf die Novum RGI verschmolzen, so dass sich wesentliche Auswirkung auf die Bilanz, insbesondere in den Positionen immaterielle Vermögensgegenstände, Beteiligungen, im Eigenkapital und sonstigen Verbindlichkeiten ergaben. Es gilt daher anzumerken, dass die Vorjahreswerte daher insgesamt sowohl auf Bilanz- als auch auf Gewinn- und Verlustrechnungsebene nur eingeschränkt vergleichbar sind.

2. Umsatz- und Ertragslage

Die zu Anfang des Jahres erwartete schnellere Erholung Mitte des Jahres, mit einer daraus folgenden stärkeren Nachholung von Investitionen im Digitalbereich, konnte so für die Novum RGI nicht bestätigt werden. Insbesondere das Geschäft mit den Neukunden bzw. der Akquise von neuen Großaufträgen blieb hinter den Erwartungen zurück.

Für das Jahr 2021 konnte ein Umsatz von T€ 9.128 erzielt werden, was eine Steigerung der Umsätze zum Vorjahr von 4,3% darstellt. Die Steigerung des Umsatzes resultiert im Wesentlichen aus der Fusion von den im Vorjahr noch eigenständigen Gesellschaften Novum Köln GmbH, RGI Germany GmbH und der RGI Deutschland GmbH auf die Novum-RGI. Die generierten Umsätze setzen sich aus dem Verkauf von Software als Lizenz oder SaaS (= Software as a Service), den dazugehörigen Wartungs- und Supportleistungen sowie der Systemintegration zusammen. Der Bereich SaaS lief zufriedenstellend und es konnten neue Kunden gewonnen werden. Der Umsatz hat sich aus einem niedrigen Bereich im Vergleich zum Vorjahr von T€ 97 auf mehr als T€ 454 vervierfacht. Im Bereich Lizenzierung konnten zusätzliche Lizenzen verkauft und ein Umsatz von T€ 253 erzielt werden. Im Vorjahr wurde auf Grund einer Rückabwicklung ein negativer Umsatz von T€ -238 erreicht. Die Umsätze im Wartungs- und Supportbereich lagen mit T€ 1.048 über dem Niveau des Vorjahres (T€ 833). Dies resultiert durch die Übernahmen von Wartungsverträgen aus den fusionierten Gesellschaften. Der operative Umsatz im Bereich des Professional Services, Enhancement sowie der Intercompany Dienstleistungen sank vom Vorjahr T€ 7.808 auf T€ 7.453 in 2021. Dies resultierte vorwiegend aus dem Abgang und zurückgestellten Geschäft von zwei Kunden in 2021.

Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen um T€ 234 zum Vorjahr auf T€ 427 an. Die Hauptgründe der Steigerung lagen in der Auflösung von Rückstellungen eines Teils von Rechtsstreitigkeiten (T€ 99) und sonstigen Bonus-/ Personalrückstellungen (T€ 50) sowie höheren Verrechnung sonstiger Sachbezüge (KfZ) durch den Personalanstieg im Zuge der Fusionen T€ 78.

Die Kosten im Jahr 2021 wiesen insgesamt einem Materialaufwand von T€ 1.955 (2020 T€ 3.453) aus. Die Reduktion von den bezogenen Leistungen von ca. M€ 1,5 resultiert hierbei aus der konsolidierten Darstellung, da zum Vorjahr der Betrag um die Verrechnungen zwischen den fusionierten Gesellschaften bereinigt wurde. Auf Grund des gestiegenen Umsatzes sowie dem gesunkenen Materialaufwands sank die Materialquote auf 20,1% in 2021 (2020 38,6%).

Der Anstieg des Personalaufwand um ca. M€ 2,5 resultiert aus der Personalübernahme im Zuge der Fusionen.

Der Jahresfehlbetrag betrug im Geschäftsjahr T€ -3.174 und hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr aufgrund von einzelnen Projektrisiken wie der Verlust eines Großkunden sowie der Restrukturierung im Rahmen der Fusionen verdoppelt. Die Struktur und Fähigkeiten der Gesellschaft bieten die Möglichkeit weitere Projekte umzusetzen. Die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft ist insgesamt als befriedigend zu bezeichnen.

3. Finanzlage

3.1 Kapitalstruktur

Das Eigenkapital der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 beläuft sich auf T€ 14.820 (im Vorjahr negativ mit T€ 935). In Bezug auf die Bilanzsumme in Höhe von T€ 25.798 (im Vorjahr T€ 7.380) errechnet sich zum Ende des Geschäftsjahres 2021 eine Eigenkapitalquote in Höhe von 57,4 % (im Vorjahr -12,7 %). Die Kapitalrücklage in Höhe von T€ 18.930 ist durch den Verschmelzungsvorgang entstanden, mit der Folge, dass die im Vorjahr bestandene bilanzielle Überschuldung beseitigt wurde.

3.2 Investitionen

Die Zugänge bei den immateriellen und materiellen Vermögensgegenständen resultieren im Wesentlichen aus dem Verschmelzungsvorgang, so dass im Geschäftsjahr 2021 keine nennenswerten Investitionen zu vermelden sind. Bei den Finanzanlagen resultieren die Zugänge einerseits aus dem Verschmelzungsvorgang für die Beteiligungen an der Skupina NOVUM IT d.o.o., Slowenien (T€ 6.386) sowie an der Novum cc Services GmbH, Österreich (T€ 277) sowie andererseits aus dem Zukauf der Flexperto GmbH mit Sitz in Berlin (T€ 12.812) im März 2021.

3.3 Liquidität

Die Liquidität der Gesellschaft stellt sich wie folgt dar:

2021 2020
Barliquidität 7% 6%
Liquidität 2. Grades 39% 53%
Liquidität 3. Grades 51% 89%

Die laufenden Verbindlichkeiten werden zeitgerecht bedient, Forderungen in der Regel innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele vereinnahmt. Zahlungsfähigkeit war jederzeit gegeben und die Gesellschaft kann ihren Liquiditätsbedarf aus dem operativen Geschäft generieren. Etwaige benötigte zusätzliche Liquidität kann jederzeit unter Rückgriff auf den Konzern RGI Group beschafft werden. Eine entsprechende Konzern-Cashpooling-Vereinbarung ist im folgenden Geschäftsjahr abgeschlossen worden.

4. Vermögenslage

Die Bilanzsumme (T€ 25.798) ist gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen (Vorjahr T€ 7.379). Durch die Verschmelzungen mit der RGI Germany GmbH, RGI Deutschland GmbH sowie Novum Köln GmbH zu Anfang des Jahres erhöhte sich durch Eingliederung deren Vermögenswert die Bilanzsumme um 6.663 T€. Zum anderen stieg durch die Akquisition der Flexperto GmbH die Bilanzsumme um weitere T€ 12.812. Die Finanzanlagen summieren sich in 2021 dadurch auf T€ 19.474 (Vorjahr T€ 0) und stellen damit 75 % des Aktivvermögens dar. Gegenläufig wirkte sich eine Reduzierung der Forderungen insgesamt um T€ 65. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich durch die fusionierten Gesellschaften zum Abschlussstichtag deutlich um T€ 575 wobei überkompensierend der Erhöhung eine Verringerung der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen um T€ 640 gegenübersteht. Die Vorräte betreffen unfertige Leistungen noch nicht abgeschlossener Projekte im Versicherungsbereich. Die Liquiden Mittel erhöhten sich um T€ 206, wobei hier auf die vereinnahmte erhaltene Anzahlung für Projektleistungen T€ 840 zum Jahresende zu verweisen gilt.

Die Passivseite verzeichnet durch die Verschmelzung ein gestiegenes Eigenkapital um T€ 15.755 auf T€ 14.820. Im Vorjahr wies die Gesellschaft ein negatives Eigenkapital mit T€ 935 aus. Die Rückstellungen belaufen sich in 2021 auf T€ 1.982 (Vorjahr T€ 1.015) was insbesondere durch den Anstieg der sonstigen Rückstellungen um T€ 985, auf Grund abgegrenzte Personalaufwendungen sowie Abfindungsansprüche für ehemalige Führungskräfte resultiert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie gegenüber verbundenen Unternehmen sind um insgesamt T€ 1.978 angestiegen. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen durch die Fusion zu Beginn des Jahres begründet.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind im Geschäftsjahr 2021 von T€ 677 auf T€ 306 gesunken und reflektieren im Wesentlichen die Abgrenzung der erhaltenen Zahlungen von SaaS- und Wartungsrechnungen. Die hieraus resultierenden Erträge stellen zukünftige Umsatzerlöse dar, welche entsprechend der vertraglich vereinbarten Laufzeit anteilig realisiert werden.

Unter Berücksichtigung der allgemeinen Rahmenbedingungen mit einer vorsichtigen Bewertung der zukünftigen Gewinnaussichten wurden die aktiven latenten Steuern reduziert. Steuerlich gegenläufig wirkte sich die Reduktion der Abschreibung auf selbstgeschaffene Vermögensgegenstände aus, was in 2021 dazu führt das aktiven latenten Steuern reduziert T€ 523 (Vorjahr T€1.390) wurden und die passiven latenten Steuern sich auf T€ -596 (Vorjahr T€ -714) reduzierten. Insgesamt führt das zu einer Reduktion von T€ 748 der latenten Steuern.

Aktive latente Steuern Passive latente Steuern Saldo
31.12.2020 1.390 -714 676
31.12.2021 524 -596 -72
Veränderung -867 118 -748

Die Gesellschaft bezieht ihre Leistungen fast ausschließlich in Euro-Währung, ebenso werden die fakturierten Leistungen in Euro abgerechnet werden, so dass Wechselkurseinflüsse die Vermögenslage nicht wesentlich beeinflussen. Derivative oder andere derartige Finanzinstrumente werden von der Gesellschaft nicht verwendet.

5. Mitarbeiter

Mit ihrem Engagement und ihrer Kompetenz leisten unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen entscheidenden Beitrag zum Unternehmenserfolg. Unsere Servicemitarbeiter beraten unsere Kunden überwiegend Online, begleiten sie bei der Einführung unserer Lösungen. Durch Ihren Einsatz und Kompetenz tragen Sie wesentlich zu Verbesserungen, Innovationen und der Kundenzufriedenheit bei.

Eine wertschätzende und leistungsorientierte Unternehmenskultur und die Gesundheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter liegt uns am Herzen. Daher sind unsere Mitarbeiter ab dem Zeitpunkt der Ausbreitung der Corona Pandemie überwiegend ins Homeoffice gewechselt, von wo aus diese mit der bereitgestellten technischen Ausstattung Ihre Aufgaben problemlos verrichten können.

Die Weiterbildungskultur des Unternehmens ermöglicht aus unserer Sicht lebenslanges Lernen für jeden und jede und fördert digitale Fachkompetenzen.

6. Forschung und Entwicklung

Unsere Forschungs- und Entwicklungstätigkeit orientiert sich generell am Lebenszyklus unserer Produkte mit dem Ziel unseren Kunden praxisgerechte und wirtschaftlich sinnvolle Lösungen zu bieten. Bestehende Produkte und Verfahren werden mit einem kurz- bis mittelfristigen Zeithorizont weiterentwickelt und optimiert.

V'ger ist unsere zentrale Produktsuite, mit der Versicherungsgesellschaften ihre Vertragsbestände sowohl für Komposit- als auch Lebensversicherungen vollständig administrieren können. V'ger besteht aus mehreren Komponenten wie zum Beispiel Produkt, Vertrag Schaden, Provision, In/Exkasso. Darüber hinaus gibt es noch die Novum Cloud Platform (NCP). Dabei handelt es sich um eine sichere Cloud-Umgebung auf der unsere Kunden ihre Applikationen und Daten vollständig sicher und regelkonform betreiben können.

Die F&E Aktivitäten lassen sich in folgende Schwerpunkte gliedern:

1.

Wartung, Fehlerbehebung, Erweiterungen von regulatorischen Anforderungen

2.

Herstellen und Verbesserung der Cloud Fähigkeiten unserer Produkte

3.

Schaffung eines Ökosystems, d.h. einer Plattform zur Bereitstellung von Lösungen aus der RGI-Gruppe sowie von Partnerunternehmen für unsere Kunden.

C. Kapitalflussrechnung

Die Geldflussrechnung, die unter Anwendung der indirekten Methode in Anlehnung an DRS 21 erstellt wurde, zeigt die Veränderung des Finanzmittelbestandes aus der Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit. Es bestehen keine Verfügungsbeschränkungen über Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente.

1. Operativer Cashflow

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt im Geschäftsjahr T€ -1.696 (Vorjahr T€ 2.808). Der negative Cashflow resultiert hauptsächlich aus dem negativen Periodenergebnis in 2021.

2. Cashflow aus Investitionstätigkeit

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit mit einem negativen Cashflow von T€ -93 (Vorjahr T€ -98) bewegt sich auf dem Niveau des Vorjahres.

3. Cashflow aus Finanzierungstätigkeit

Im Berichtszeitraum hat die Gesellschaft aus Finanzierungstätigkeit einen Mittelzufluss i.H. von T€ 1.741 (Vorjahr T€ -2.674) welcher überwiegend aus einmaligen erhaltenen Anzahlungen (T€ 1.000), sowie Zahlungen der Muttergesellschaft resultieren.

D. Leistungsindikatoren

1. Finanzielle Leistungsindikatoren

Unsere finanziellen Leistungsindikatoren sind Umsatz, EBITDA und das Jahresergebnis und setzen sich wie folgt zusammen:

2021 2020
Umsatzerlöse T€ 9.128 8.753
EBITDA T€ -1.811 -898
Jahresergebnis T€ -3.175 -1.353

Insgesamt beurteilen wir die Entwicklung der Gesellschaft durch die Herausforderungen am Markt sowie des internen Restrukturierungsprogramms als mittel- langfristig positiv.

. 2. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Die Gesellschaft als solche wird nicht anhand von nicht finanziellen Leistungsindikatoren gesteuert.

E. Chancen- und Risikobericht

Um den Unternehmenserfolg langfristig zu sichern, ist es unerlässlich, Risiken zu identifizieren, zu analysieren und diesen mit Hilfe von Steuerungsmaßnahmen entgegenzuwirken, daher setzen wir wirksame Steuerungs- und Kontrollsysteme ein.

Unternehmerisches Handeln besteht auch darin, Chancen zu erkennen und zu nutzen und so die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu sichern und auszubauen. Unternehmerische Chancen werden nicht innerhalb des Risikomanagementsystems der Gesellschaft berichtet, da das frühzeitige und regelmäßige Identifizieren, Analysieren und Nutzen von Chancen auf Konzernebene erfolgt und ein elementarer Bestandteil der Strategie des - RGI Konzerns ist.

Eintrittswahrscheinlichkeit

Die Bewertung der Chancen und Risiken wurde anhand folgender Kriterien vorgenommen:

Unwahrscheinlich < 10 %
Möglich 10% - 85 %
Mögliche finanzielle Auswirkung
Fast sicher > 85 %
Gering geringe negative Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Moderat moderate negative Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Hoch hohe negative Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Im Folgenden werden die Risiken und Chancen beschrieben, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Novum RGI haben können.

Darstellung der wesentlichen Risikofelder
Risikoart Eintrittswahrscheinlichkeit Mögliche finanzielle Auswirkung
Umfeld- und Branchenrisiken Möglich moderat
Investitionsrisiko Unwahrscheinlich gering
Produkt - und Technologierisiken Möglich gering
Finanzwirtschaftliche Risiken
Finanzierungs-, Liquiditätsrisiko Möglich gering
Währungsrisiko Möglich gering
Personal Risiken Möglich gering

Die beschriebenen Chancen und Risiken werden im Rahmen des konzernweit installierten Berichts- und Kontrollwesens evaluiert und adressiert. Nach unserer Einschätzung des Gesamtrisikos bestehen derzeit keine Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden oder ihre Finanz-, Vermögens- und Ertragslage wesentlich beeinträchtigen.

1. Umfeld- und Branchenrisiken und -chancen

Die zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie getroffenen Maßnahmen führten im Jahr 2021 sowohl weltweit als auch in Deutschland zu einer leichten Rezession. Aufgrund des Rückgangs des realen BIP im Jahr 2021 haben auch wir die negativen Auswirkungen der Corona Pandemie auf unser Geschäft gespürt. Trotzdem werden Unternehmen weiterhin in die Verbesserung und Optimierung ihrer internen Prozesse und Systeme investieren, so dass sich nach unserer Einschätzung diese Entwicklung positiv auf unsere Geschäfte und unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirkt.

Investitionsentscheidungen unserer Kunden sind jedoch abhängig von wirtschaftlichen und konjunkturellen Entwicklungen, sowie den Rahmenbedingungen des individuellen Marktumfeldes und des Gesamtmarktes. Durch den Rückgang des realen BIP im Jahr 2021 und dem im Augenblick prognostiziertem positiven Wachstum im Jahr 2022 sehen wir erhebliche Unsicherheiten, da die COVID-19-Krise die Wirtschaft nach wie schwächt. Zudem sind auch wir aufgrund zunehmender Wettbewerbsintensität im Unternehmenssoftwaremarkt einem erhöhten Konkurrenz- und Preisdruck ausgesetzt.

2. Produkt- und Technologierisiken und Chancen

Wesentliche Erfolgsfaktoren für die Erreichung unserer Unternehmensziele sind unsere Produkte. Mit unserem Produkt- und Leistungsangebot und unserer Präsenz im deutschsprachigen Raum von Deutschland, Österreich und der Schweiz sind wir gut positioniert. Innovationen und moderne Technologien spiegeln sich in unserer Produktpalette. Diese Produkte bieten wir unserer Kundenbasis an, zu denen wir unsere Bestandskunden mit langjährigen Kundenbeziehungen zählen, als auch unsere Neukunden. Dem Wettbewerb am Markt werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und ein hohes Maß an Qualität begegnen. Die im Markt erfolgreich eingeführten Produkte erfüllen die hohen Qualitätsanforderungen unserer Kunden. Neue Produkte oder Produkterweiterungen können jedoch noch nicht erkannte Fehler enthalten.

3. Finanzwirtschaftliche Risiken und Chancen

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Aufgrund andauernder Betriebsprüfungen besteht ein generelles Steuernachzahlungsrisiko, welches sich z.B. aus der Überprüfung von steuerlichen Wertansätzen ergeben könnte. Aus heutiger Sicht sind jedoch keine konkreten Risiken erkennbar. Währungsrisiken bestehen aufgrund der Beauftragungen in Euro-Valuta nicht.

Ausfallrisiken von Kundenforderungen erachten wir aufgrund der Covid19 Krise für möglich, sonstige Finanzierungs- und Liquiditätsrisiken erachten wir mit nach Fusionen sowie der seit 2022 bestehenden Cash-Pool-Vereinbarung für unwahrscheinlich.

4. Personal Risiken

Der Erfolg der Gesellschaft ist wesentlich von seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und deren Know-how abhängig, daher investiert der Konzern regelmäßig in deren Weiterbildung. Rund um den Globus wurden die Arbeitsgewohnheiten durch COVID-19 beeinflusst, da Quarantäneanordnungen die Mitarbeiter gezwungen haben, wenn möglich von zu Hause zu arbeiten. Die Zusammenarbeit hat sich dadurch drastisch verändert und auch die Kundenprojekte konnten plötzlich nicht in gewohnter Art und Weise fortgeführt werden.

Unser künftiger Erfolg ist abhängig von der erfolgreichen Durchführung von Großprojekten und der Gewinnung neuer Implementierungsprojekte. Im Dienstleistungsbereich versuchen wir durch ein intensives Projektmanagement und -controlling den Risiken aus Implementierungsaufträgen entgegenzuwirken, Probleme frühzeitig zu erkennen und diese gezielt zu beheben. Wir können Personalrisiken zwar nicht vollständig ausschließen, betrachten ihren Eintritt jedoch als unwahrscheinlich und stufen diese Risiken daher als gering ein.

F. Voraussichtliche Entwicklung und Ausblick

Die Folgewirkungen aus der Bekämpfung der COVID-19-Pandemie hat auch zu Beginn des Jahres 2022 die Wirtschaftsentwicklung weltweit beeinträchtigt, und auch in Deutschland war die wirtschaftliche Aktivität vorübergehend reduziert, verbunden mit Einkommens- und Umsatzverlusten für Unternehmen. Zu den schon pandemiebedingten wirtschaftlichen Verwerfungen kam im Februar 2022 noch der Krieg gegen die Ukraine hinzu. Der Ukrainekrieg hat direkten Einfluss auf die steigenden Energiepreise und die Verknappung des Angebots im Rohstoffbereich. Die damit steigenden Produktionskosten führen zu der einer Inflation, deren Auswirkungen noch nicht abschätzbar sind. Erkennbar ist jedenfalls eine Zurückhaltung von Investitionen bei unseren Kunden.

Trotz der großen Unsicherheiten war die Gesellschaft bestrebt, Ihren Marktanteil weiter auszubauen, und dem Bedarf an neuen innovativen Softwarelösungen durch die Platzierung neuer Produkte und Technologien nachzukommen.

Die prognostizierte Gruppenumsatzsteigerung zwischen 10 % und 15 % für 2021 konnte mit -8,2 % nicht bestätigt werden. Auf Grund der stärkeren Ausrichtung als Produkthaus und damit einhergehende verstärkte Investitionen; daraus resultierte der negative EBITDA mit einem Verlust von über M€ 1,5.

Die Geschäftsanwendungen von Novum RGI sind auf die Versicherungsbranche spezialisiert und für die Cloud konzipiert, daher geht die Gesellschaft davon aus, dass der Anteil des Umsatzes im Bereich der strategischen Produkte weiter ansteigen wird, dennoch verzeichneten wir durch die erst zum Jahresende 2022 ansteigende Nachfrage einem leichten Rückgang der Umsatzerlöse im Jahr 2022. Die Geschäftsführung geht für 2022 von einem Umsatzrückgang zwischen 5 % und 10 % im Vergleich zum Vorjahr aus. Durch Ausschüttungen der Tochtergesellschaft wird mit einem prognostizierten EBITDA von über T€ 1.000 und einem positiven Jahresergebnis zwischen T€ 500 und T€ 700 gerechnet.

Das Jahr 2023 wird aus Sicht der Novum Gruppe auf Grund neuer Projekte zu einem starken Umsatzwachstum > 30% führen.

Auf der Kostenseite konzentrieren wir uns weiterhin eine strenge Kostendisziplin zu üben. Trotz aller Bestrebungen die Profitabilität im Geschäftsjahr 2022 gegenüber 2021 beizubehalten und die Vertriebsstrukturen intensiv zu nutzen, gehen wir von einem leichten Rückgang bei der EBITDA Marge aus. Wesentliche Änderungen in unserer Geschäftspolitik sind nicht zu erwarten. Für das Jahr 2023 ist auf Basis der Geschäftstätigkeiten mit einem starken Anstieg des EBITDA und Jahresergebnis auf die Größenordnung des Vorjahres zu rechnen.

Aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Lage bedingt durch den Ukrainekrieg und der folgenden Energiekrise unterliegen die weiteren wirtschaftliche Entwicklungen jedoch weiterhin einer sehr erheblichen Unsicherheit, die den prognostizierten Geschäftsverlauf der Gesellschaft noch negativer beeinflussen könnten.

 

Nürnberg, 14. Dezember 2023

Novum-RGI Germany GmbH

Kai-Uwe Reiter, Geschäftsführer

BILANZ zum 31. Dezember 2021

AKTIVA

31.12.2021
31.12.2020
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.852.930,00 2.220.413,00
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 462.271,00 8.545,00
2.315.201,00 2.228.958,00
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 177.352,00 173.749,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 19.474.722,68 0,00
21.967.275,68 2.402.707,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 160.700,00 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.427.518,71 852.669,99
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.491.030,22 2.131.282,88
3. sonstige Vermögensgegenstände 149.420,29 28.781,78
3.067.969,22 3.012.734,65
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 525.760,57 319.696,84
3.754.429,79 3.332.431,49
C. Rechnungsabgrenzungsposten 75.960,98 33.453,05
D. Aktive latente Steuern 0,00 675.962,31
E. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 0,00 935.294,56
25.797.666,45 7.379.848,41

PASSIVA

31.12.2021
31.12.2020
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 26.750,00 26.750,00
eigene Anteile -550,00 -550,00
26.200,00 26.200,00
II. Kapitalrücklage 18.930.200,88 0,00
III. Gewinnrücklagen
andere Gewinnrücklagen 550,00 550,00
IV. Verlustvortrag (VJ: Gewinnvortrag) -962.044,56 390.974,09
V. Jahresfehlbetrag -3.174.676,02 -1.353.018,65
VI. nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 0,00 935.294,56
14.820.230,30 0,00
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 321.476,00 340.738,00
2. Steuerrückstellungen 1.498,00 0,00
3. sonstige Rückstellungen 1.659.383,09 674.614,79
1.982.357,09 1.015.352,79
C. Verbindlichkeiten
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 840.336,13 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 149.626,69 176.286,53
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7.414.559,75 5.409.861,05
4. sonstige Verbindlichkeiten 211.719,93 100.815,98
8.616.242,50 5.686.963,56
- davon aus Steuern EUR 191.766,53 (EUR 87.639,61)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 18.116,89 (EUR 11.113,63)
D. Rechnungsabgrenzungsposten 306.345,83 677.532,06
E. Passive latente Steuern 72.490,73 0,00
25.797.666,45 7.379.848,41

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2021 bis 31. Dezember 2021

2021
2020
1. Umsatzerlöse 9.127.719,51 8.752.502,23
2. Erhöhung des Bestands an unfertigen Erzeugnissen 160.700,00 0,00
3. sonstige betriebliche Erträge 426.646,68 193.606,15
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.955.307,40 -3.453.958,83
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -6.509.023,55 -3.989.486,55
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.128.241,87 -821.980,37
- davon für Altersversorgung € -64.619,83 (€ -96.610,52)
-7.637.265,42 -4.811.466,92
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -573.315,32 -460.538,21
7. sonstige betriebliche Aufwendungen -1.933.029,06 -1.578.699,26
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -30.292,37 -70.120,80
- davon an verbundene Unternehmen € -27.504,89 (€ -20.847,32)
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -756.435,90 80.522,60
- davon Aufwand aus der Veränderung latenter Steuern € -748.453,04 (VJ : Ertrag aus der Veränderung latenter Steuern € 80.522,60)
10. Ergebnis nach Steuern -3.170.579,28 -1.348.153,04
11. sonstige Steuern -4.096,74 -4.865,61
12. Jahresfehlbetrag -3.174.676,02 -1.353.018,65

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Novum-RGI Germany GmbH (im Folgenden auch kurz "Gesellschaft") hat ihren Sitz in Nürnberg und ist beim Amtsgericht Nürnberg im Handelsregister unter der Registernummer 11969 eingetragen.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 1 HGB auf.

Der vorliegende Jahresabschluss der Gesellschaft wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB unter Berücksichtigung der einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrages aufgestellt.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurde teilweise von den größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften Gebrauch gemacht.

Angabe und Erläuterung von nicht vergleichbaren Vorjahreszahlen

EINGESCHRÄNKTE VERGLEICHBARKEIT MIT VORJAHRESZAHLEN AUFGRUND VON VERSCHMELZUNGEN

Gemäß § 265 Abs. 2 S. 1 HGB wurden für die Bilanz zum 31. Dezember 2021 und die Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021 die Beträge des vorangegangenen Geschäftsjahres der Gesellschaft angegeben.

1. Mit notariellem Verschmelzungsvertrag vom 14. April 2021 wurde die NOVUM Gesellschaft für Unternehmensberatung, Systementwicklung und Informationsmanagement mbH mit Sitz in Köln (Amtsgericht Köln HRB 32050) (übertragender Rechtsträger), auf die NOVUM Gesellschaft für Unternehmensberatung, Systementwicklung und Informationsmanagement mbH, Nürnberg (übernehmender Rechtsträger), rückwirkend zum Verschmelzungsstichtag 1. Januar 2021 verschmolzen. Die Verschmelzung wurde im Handelsregister der Gesellschaft am 26. April 2021 eingetragen und erfolgte nach § 24 UmwG zu Buchwerten. Die NOVUM Köln wurde am 11. Mai 2021 im Handelsregister gelöscht. Aus der Verschmelzung wurde ein Nettovermögen von € 493.193 übernommen und in die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB eingestellt.

2. Mit notariellem Verschmelzungsvertrag vom 14. April 2021 wurde die RGI GERMANY GmbH mit Sitz in Würzburg (Amtsgericht Würzburg HRB 14756) (übertragender Rechtsträger) auf die NOVUM Gesellschaft für Unternehmensberatung, Systementwicklung und Informationsmanagement mbH, Nürnberg (übernehmender Rechtsträger), rückwirkend zum Verschmelzungsstichtag 1. Januar 2021 verschmolzen. Die Verschmelzung wurde im Handelsregister der Gesellschaft am 21. Mai 2021 eingetragen und erfolgte nach § 24 UmwG zu Buchwerten. Die RGI GERMANY GmbH wurde am 15. Juni 2021 im Handelsregister gelöscht. Aus der Verschmelzung wurde ein Nettovermögen von € 20.084.391 übernommen und in die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB eingestellt.

3. Mit notariellem Verschmelzungsvertrag vom 14. April 2021 wurde die RGI Deutschland GmbH mit Sitz in Würzburg (Amtsgericht Würzburg HRB 11820) (übertragender Rechtsträger) auf die NOVUM Gesellschaft für Unternehmensberatung, Systementwicklung und Informationsmanagement mbH, Nürnberg (übernehmender Rechtsträger), rückwirkend zum Verschmelzungsstichtag 1. Januar 2021 verschmolzen. Die Verschmelzung wurde im Handelsregister der Gesellschaft am 15. Juni 2021 eingetragen und erfolgte nach § 24 UmwG zu Buchwerten. Die RGI Deutschland GmbH wurde am 18. Juni 2021 im Handelsregister gelöscht. Aus der Verschmelzung wurde ein Nettovermögen von € -690.733 übernommen und mit frei verfügbaren Eigenkapitalteilen verrechnet.

Zum 15. Juni 2021 erfolgte zusätzlich eine Änderung des Firmennamens von NOVUM Gesellschaft für Unternehmensberatung, Systementwicklung und Informationsmanagement mbH, Nürnberg zu Novum-RGI Germany GmbH, Nürnberg.

Durch die rückwirkend auf den 01. Januar 2021 vollzogene Verschmelzung der oben genannten Gesellschaften auf die Novum-RGI Germany GmbH ist die Vergleichbarkeit der ausgewiesenen Vorjahreszahlen im Jahresabschluss nicht mehr gegeben. Zur Herstellung der Vergleichbarkeit wurden die Vorjahreszahlen der verschmolzenen Unternehmen zusammengefasst und mit den Stichtagswerten und tatsächlichen Vorjahreswerten abgebildet (Drei-Spalten-Form).

Die "davon-Vermerke" betreffen das Vorjahr. Die im Anhang genannten Vergleichszahlen des Vorjahres beziehen sich auf die tatsächlichen Vorjahreszahlen der Gesellschaft.

Bilanz
AKTIVA Geschäftsjahr
EUR
31.12.2021
Vergleichswert
EUR
31.12.2020
Vorjahr
EUR
31.12.2020
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2.315.201,00 2.790.017,00 2.228.958,00
II. Sachanlagen 177.352,00 185.062,00 173.749,00
III. Finanzanlagen 19.474.722,68 6.662.882,65 0,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 160.700,00 28.228,83 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.067.969,22 2.685.948,11 3.012.734,65
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 525.760,57 778.485,60 319.696,84
C. Rechnungsabgrenzungsposten 75.960,98 36.165,45 33.453,05
D. Aktive latente Steuern 0,00 675.962,31 675.962,31
E. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 0,00 0,00 935.294,56
25.797.666,45 13.842.751,95 7.379.848,41
PASSIVA
Geschäftsjahr
EUR
31.12.2021
Vergleichswert
EUR
31.12.2020
Vorjahr
EUR
31.12.2020
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 26.200,00 26.200,00 26.200,00
II. Kapitalrücklage 18.930.200,88 6.448.968,77 0,00
III. Gewinnrücklagen 550,00 550,00 550,00
IV. Verlustvortrag (VJ: Gewinnvortrag) -962.044,56 390.974,09 390.974,09
V. Jahresfehlbetrag -3.174.676,02 -1.894.173,06 -1.353.018,65
nicht gedeckter Fehlbetrag 0,00 0,00 935.294,56
14.820.230,30 4.972.519,80 0,00
B. Rückstellungen 1.982.357,09 1.408.308,79 1.015.352,79
C. Verbindlichkeiten 8.616.242,50 6.779.391,30 5.686.963,56
D. Rechnungsabgrenzungsposten 306.345,83 682.532,06 677.532,06
E. Passive latente Steuern 72.490,73 0,00 0,00
5.797.666,45 13.842.751,95 7.379.848,41
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Geschäftsjahr
EUR
31.12.2021
Vergleichswert
EUR
31.12.2020
Vorjahr
EUR
31.12.2020
1. Umsatzerlöse 9.127.719,51 9.866.230,59 8.752.502,23
2. Erhöhung des Bestands an unfertigen Erzeugnissen 160.700,00 -105.948,17 0,00
3. sonstige betriebliche Erträge 426.646,68 273.972,04 193.606,15
4. Materialaufwand -1.955.307,40 -2.656.650,62 -3.453.958,83
5. Personalaufwand -7.637.265,42 -6.490.150,75 -4.811.466,92
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -573.315,32 -571.490,73 -460.538,21
7. sonstige betriebliche Aufwendungen -1.933.029,06 -2.180.241,44 -1.578.699,26
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -30.292,37 -70.283,52 -70.120,80
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -756.435,90 46.667,65 80.522,60
10. Ergebnis nach Steuern -3.170.579,28 -1.887.894,95 -1.348.153,04
11. sonstige Steuern -4.096,74 -6.278,11 -4.865,61
12. Jahresfehlbetrag -3.174.676,02 -1.894.173,06 -1.353.018,65

ÜBERNOMMENE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE UND SCHULDEN

Im Rahmen der Verschmelzungen wurden folgende Vermögensgegenstände und Schulden der Gesellschaften übernommen:

Novum Köln GmbH
EUR
RGI Germany GmbH
EUR
RGI Deutschland GmbH
EUR
Summe 31.12.2020
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände 100 560.954 5 561.059
Sachanlagen 9.946 0 1.367 11.313
Finanzanlagen 0 20.641.920 0 20.641.920
Anlagevermögen 10.046 21.202.874 1.372 21.214.292
Vorräte 0 0 28.229 28.229
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.252.031 153.549 616.268 2.021.848
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 392.388 25.238 41.163 458.789
Umlaufvermögen 1.644.419 178.788 685.659 2.508.866
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 2.164 0 549 2.712
Summe Anlagevermögen, Umlaufvermögen und Rechnungsabgrenzung 1.656.629 21.381.662 687.580 23.725.870
Rückstellungen 59.228 15.488 318.240 392.956
Verbindlichkeiten 1.104.207 1.281.782 1.055.073 3.441.062
Passive Rechnungsabgrenzungsposten 0 0 5.000 5.000
Summe Verbindlichkeiten, Rückstellungen und Rechnungsabgrenzung 1.163.435 1.297.270 1.378.313 3.839.018
Nettovermögen 493.193 20.084.391 -690.733 19.886.852
(+ positiv / - negativ)


2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

2.1 Bilanzierung

Der Jahresabschluss wird unter Beachtung der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches erstellt. Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewendeten Ansatz- und Bewertungsmethoden werden stetig angewendet.

2.2 Bewertung

Das Wahlrecht zum Ausweis der selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände wurde gemäß § 248 Abs. 2 HGB in Anspruch genommen. Diese werden zu Herstellungskosten (Entwicklungskosten) aktiviert, sofern zum Abschlussstichtag zumindest eine hohe Wahrscheinlichkeit der tatsächlichen Entstehung eines Vermögensgegenstandes besteht. Zu den Herstellungskosten zählen die einzeln zurechenbaren Kosten durch den Verbrauch von Gütern und die Inanspruchnahme von Diensten sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten und des durch den Entwicklungsprozess veranlassten Werteverzehrs von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte werden planmäßig nach der linearen Methode pro rata temporis über die jeweilige voraussichtliche Nutzungsdauer (10 Jahre) abgeschrieben.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer (zwischen 3 und 5 Jahren), bewertet.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, angesetzt. Bei den Anschaffungskosten werden Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungskostenminderungen berücksichtigt. Die beweglichen Anlagegegenstände werden linear entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer (zwischen 1 und 13 Jahren) abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten und gegebenenfalls abzüglich Wertberichtigungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert, werden bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung vorgenommen.

Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgte nach handelsrechtlichen Vorschriften zu (gegebenenfalls um Abschreibung verminderte) Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, soweit nicht ein niedrigerer Wert anzusetzen war.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 0,5 % auf die Netto-Forderungen ausreichend Rechnung getragen.

Die flüssigen Mittel werden mit dem Nennwert angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen.

Rückstellungen für Pensionen sind nach den anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der Projected-Unit-Credit-Methode errechnet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Dr. Klaus Heubeck verwendet. Im Jahr 2021 wird ein Rechnungszinssatz (10-Jahres-Durchschnitt) von 1,87 % bei der Bewertung zugrunde gelegt. Gehalts- und Rentenanpassungen sowie Fluktuationstrends wurden mit 0,0 % p.a. berücksichtigt.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Erlöse für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen.

Die passiven latenten Steuern werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Als Umsatzerlöse werden Erlöse aus dem Verkauf von Produkten und der Erbringung von Dienstleistungen ausgewiesen. Sie sind mit dem Übergang der tatsächlichen Verfügungsmacht auf den Käufer, d.h. dem Zeitpunkt der Lieferung realisiert. Umsatz- und Gewinnrealisierung fallen zeitlich zusammen. Erlöse aus Dienstleistungen werden mit Rechnungsstellung der bereits erbrachten Leistung realisiert.

3. Angaben zur Bilanz

3.1 Anlagevermögen

Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagegegenstände ist in einer Anlage zum Anhang dargestellt (Anlagenspiegel). Dort werden auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres vermerkt.

Forschungs- und Entwicklungskosten

Im Geschäftsjahr wurden keine weiteren Entwicklungskosten als Zugänge aktiviert.

Im Folgenden werden die Angaben zu Unternehmen zusammengefasst, an denen die Gesellschaft Anteile von mehr als 20 % hält.

Name Sitz Anteil am Kapital
(%)
Eigenkapital

31.12.2021
Jahresergebnis

31.12.2021
Skupina NOVUM IT, d.o.o Maribor, Slowenien 100,0 3.935.792,31 259.089,80
Novum ccServices GmbH Wals-Siezenheim, Österreich 100,0 -325,13 -35.325,13
Flexperto GmbH Berlin, Deutschland 100,0 -111.775,20 -517.571,01

3.2 Umlaufvermögen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von € 1.411.030,22 (Vorjahr € 2.131.282,88) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Davon beläuft sich der Wert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Gesellschafter auf € 189.525,00 (Vorjahr: € 0,00). Die Forderungen aus sonstigen Forderungen gegen Gesellschafter belaufen sich auf € 80.000,00 (Vorjahr: € 0,00).

Sonstige Vermögensgegenstände

Der Betrag der sonstigen Vermögensgegenständen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt € 54.648,86 (Vorjahr € 0,00).

3.3 Eigenkapital

Die Darstellung des Eigenkapitals erfolgt gemäß § 272 HGB unter Berücksichtigung des Gesellschaftsvertrages. Die Bilanz wurde ohne Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.

Im Zuge der Akquisition der Flexperto GmbH wurde ein Betrag iHv T€ 13.022 in die Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB eingestellt.

Ausschüttungssperre

Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt € 1.326.487,42.

Zum Abschlussstichtag bestehen folgende ausschüttungsgesperrte Beträge:

Gesamtbetrag gemäß Ausschüttungssperre
Unterschiedsbetrag aus Pensionsrückstellungen 69.645,00
Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens 1.852.930,00
Summe 1.922.575,00
Abzüglich passiver latenter Steuern 596.087,58
Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge nach § 268 Abs. 8 HGB 1.326.487,42
Zur Deckung der Beträge i.S. des § 268 Abs. 8 HGB zur Verfügung stehende Eigenkapitalanteile
Kapitalrücklagen i.S.d. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB 18.930.200,88
Gewinn-/ Verlustvortrag aus dem Vorjahr -962.044,56
Jahresergebnis des abgelaufenen Geschäftsjahrs -3.174.676,02
Gesamtbetrag der frei verfügbaren Eigenkapitalanteile 14.793.480,30
Maximal ausschüttbarer Betrag 13.466.992,88

3.4 Rückstellungen

Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von T€ 70; dieser ist nach § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrt.

Der Zinsaufwand aus Pensionsverpflichtung beträgt T€ 9. Der Aufwand aus Altersversorgung beträgt T€ 12. Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen T€ 16. Die Saldierung der Aufwendungen und Erträge aus Pensionsrückstellungen beträgt T€ 5.

Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:

Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden T€
Erfüllungsbetrag der Schulden 466
Zeitwert der verrechneten Vermögenswerte = Rückdeckungsversicherung -144
Betrag aus Vermögensverrechnung 322

Die sonstigen Rückstellungen enthalten insbesondere Rückstellungen für den noch nicht genommenen Urlaub, für Überstunden, für die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses, für Rechtskosten, für Boni, für Tantiemen, für Abfindungen und Freistellungen, für Aufbewahrungspflicht und für noch ausstehende Rechnungen.

3.5 Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeitspositionen gliedern sich wie folgt:

Betrag Restlaufzeit
T€ bis zu 1 Jahr
T€
über 1 Jahr
T€
über 5 Jahre
T€
durch Grundpfandrechte gesichert
T€
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 840 840 0 0 0
Lieferungen und Leistungen 150 150 0 0 0
gegenüber verbundenen Unternehmen 7.415 7.415 0 0 0
- davon gegenüber Gesellschaftern 1.565 1.565 0 0 0
- davon aus Lieferungen und Leistungen 6.274 6.274 0 0 0
Sonstige 212 212 0 0 0

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

3.6 Latente Steuern

Der Saldo der passiven latenten Steuern am Ende des Geschäftsjahres beträgt € 72.490,73.

Im Vorjahr betrug der Saldo der aktiven latenten Steuern € 675.962,31. Das entspricht eine Änderung am Saldo der latenten Steuern von € 748.453,04.

Aktive latente Steuern Passive latente Steuern Saldo
31.12.2020 1.390.269,17 -714.306,86 675.962,31
31.12.2021 523.596,85 -596.087,58 -72.490,73
Veränderung -866.672,32 118.219,28 -748.453,04

3.7 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Mietverträgen über Geschäftsräume sowie aus Leasingverträgen über KFZ ergeben sich Zahlungsverpflichtungen von T€ 887; davon sind im folgenden Geschäftsjahr T€ 614 zur Zahlung fällig.

4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von € 1.999,92 (Vorjahr € 1.445,56).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von € 4.356,91 (€ i.V. 1.811,56).

5. Sonstige Angaben

5.1 Durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 77 (Vorjahr 53). Durch die Verschmelzungen kamen 18 Arbeitnehmer hinzu.

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 0,00
Angestellte 77,00

5.2 Mitglieder der Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Michael Kraus, Geschäftsführer (ausgeschieden am 09.09.2021)

Kai-Uwe Reiter, Geschäftsführer (seit 09.09.2021)

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

5.3 Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft wird über ihre Alleingesellschafterin RGI S.p.A, Mailand/Italien einbezogen, welche als Mutterunternehmen einen Konzernabschluss nach internationalen Rechnungslegungsgrundsätzen für den kleinsten Kreis einzubeziehender Unternehmen aufstellt, welcher beim Handelsregister "Registro delle Imprese - Camera di Commercio di Milano", Mailand/Italien eingereicht und offenlegt wird. Der Konzernabschluss für den größten Kreis einzubeziehender Unternehmen wird nach internationalen Rechnungslegungsgrundsätzen von der Corsair Linda II (UK) Limited, London/Großbritannien aufgestellt, der bei dem Handelsregister "Companies House", Cardiff/Großbritannien, eingereicht und offengelegt wird.

5.4 Vorgänge von besonderer Bedeutung

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind folgende Vorgänge von besonderer Bedeutung, die weder in der Bilanz noch in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt sind, eingetreten:

Im Jahr 2022 wurde die Unternehmensgruppe RGI von CVC Capital Partners Fund VIII übernommen.

Dieser Verkauf hatte weitreichende Auswirkungen auf den Jahresabschluss, insbesondere in Bezug auf die Eigentümerstruktur und die Unternehmensführung.

Des Weiteren wurde im selben Geschäftsjahr die österreichische Tochtergesellschaft "Novum ccServices" liquidiert. Im Rahmen der Liquidation ergab sich für die Novum RGI-Germany GmbH ein Verlust aus dem Abgang von Finanzanlagen in Höhe von T€ 107. Die Vermögensgegenstände dieser Gesellschaft wurden an die neu gegründete Betriebsstätte in Österreich verkauft und übertragen.

Im darauffolgenden Geschäftsjahr (2023) wurde die Skupina NOVUM IT, d.o.o. mit der Novum-RGI Germany GmbH verschmolzen.

5.5 Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresfehlbetrag in Höhe von € -3.174.676,02 wird mit dem bestehenden Verlustvortrag in Höhe von € -962.044,56 verrechnet und sodann als Verlustvortrag in Höhe von € -4.136.720,58 auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Nürnberg, 14. Dezember 2023

Novum-RGI Germany GmbH

Kai-Uwe Reiter, Geschäftsführer

ANLAGENSPIEGEL zum 31. Dezember 2021

Anschaffungskosten/Herstellungskosten
Stand 01.01.2021
Zugänge
Zugänge Verschmelzung Abgänge
Stand 31.12.2021
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.429.910,35 0,00 0,00 0,00 3.429.910,35
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 152.596,28 0,00 722.639,55 0,00 875.235,83
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 3.582.506,63 0,00 722.639,55 0,00 4.305.146,18
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 563.389,64 95.188,02 65.025,17 5.640,36 717.962,47
Summe Sachanlagen 563.389,64 95.188,02 65.025,17 5.640,36 717.962,47
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 12.811.840,03 6.662.882,65 0,00 19.474.722,68
Summe Finanzanlagen 0,00 12.811.840,03 6.662.882,65 0,00 19.474.722,68
Summe Anlagevermögen 4.145.896,27 12.907.028,05 7.450.547,37 5640,36 24.497.831,33
Abschreibungen
01.01.2021
Zugänge
Zugänge Verschmelzung
Abgänge
Stand 31.12.2021
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.209.497,35 367.483,00 0,00 0,00 1.576.980,35
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 144.051,28 107.333,00 161.580,55 0,00 412.964,83
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 1.353.548,63 474.816,00 161.580,55 0,00 1.989.945,18
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 389.640,64 98.499,32 53.712,17 1.241,66 540.610,47
Summe Sachanlagen 389.640,64 98.499,32 53.712,17 1.241,66 540.610,47
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 1.743.189,27 573.315,32 215.292,72 1.241,66 2.530.555,65
Buchwerte
Stand 31.12.2021
Stand 31.12.2020
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.852.930,00 2.220.413,00
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 462.271,00 8.545,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 2.315.201,00 2.228.958,00
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 177.352,00 173.749,00
Summe Sachanlagen 177.352,00 173.749,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 19.474.722,68 0,00
Summe Finanzanlagen 19.474.722,68 0,00
Summe Anlagevermögen 21.967.275,68 2.402.707,00

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Novum-RGI Germany GmbH, Nürnberg

Prüfungsurtei le

Wir haben den Jahresabschluss der Novum-RGI Germany GmbH, Nürnberg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Novum-RGI Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Hinweis auf einen sonstigen Sachverhalt - Vergleichsangaben

Der Jahresabschluss und der Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und somit die Vergleichsangaben zum 31. Dezember 2020 und für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sind nicht geprüft.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 14. Dezember 2023

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Holger Lutz, Wirtschaftsprüfer

Christian König, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2021 wurde am 21.12.2023 festgestellt.

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