frischli Milchwerke GmbH
Bahndamm 4, 31547 Rehburg-Loccum, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Kerstin, geb. Hädrich Schmidt seit 8.3.2024 | Geschäftsführer |
Frank Feuerriegel seit 5.9.2023 | Prokura |
Oliver Jörn Günther Käckenhoff seit 9.5.2023 | Prokura |
Thomas Piepenbrink seit 9.5.2023 | Prokura |
Kerstin Schmidt seit 21.7.2022 | Prokura |
Timo Dr. Winkelmann seit 26.7.2006 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
frischli Milchwerke GmbHRehburgKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024Konzernbilanz zum 31. März 2024frischli Milchwerke GmbH, Rehburg-LoccumAKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 2023/24frischli Milchwerke GmbH, Rehburg-Loccum
KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023/2024FRISCHLI MILCHWERKE GMBH, REHBURG-LOCCUM 1 Allgemeine Angaben und Erläuterungen 1.1 Allgemeine Angaben zum Konzernjahresabschluss Der Konzernjahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023/2024 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt; er enthält keine vom deutschen Recht abweichend angewandten Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden. Soweit zwischen den erforderlichen Angaben in Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang ein Wahlrecht besteht, wurde grundsätzlich der Ausweis im Anhang vorgezogen. Die frischli Milchwerke GmbH (im Folgenden kurz "frischli" oder "Mutterunternehmen"), Rehburg- Loccum, ist Mutterunternehmen des Konzerns und erstellt einen Konzernabschluss und -lagebericht gemäß §§ 290 ff. HGB. Der Konzernabschluss und -lagebericht von frischli wird im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt. Das Geschäftsjahr der Gesellschaft und aller einbezogenen Tochtergesellschaften läuft vom 1.4. bis zum 31.3. des Folgejahres. 1.2. Sitz und Handelsregistereintragung Die Firma des Mutterunternehmens lautet frischli Milchwerke GmbH. Sie hat ihren Sitz in Rehburg- Loccum und ist beim Registergericht Walsrode unter der Registernummer HRB 100425 eingetragen. 2. Grundsätze 2.1 Aufstellungsgrundsätze/Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss wurden gemäß § 294 Abs. 1 HGB frischli als Mutterunternehmen und alle ihre Tochterunternehmen einbezogen. Als Tochterunternehmen werden grundsätzlich alle Gesellschaften, bei denen frischli unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte der Gesellschafter zusteht, angesehen. Der Konsolidierungskreis umfasst danach insgesamt zehn Gesellschaften; die Zusammensetzung ergibt sich aus der dem Anhang beigefügten Anlage. Auf die Einbeziehung der frischli Molkereiverbund GmbH wurde nach § 296 Abs. 2 HGB verzichtet. Anteile der Sahnemolkerei Hubert Wiesehoff GmbH wurden zum 1. Juli 2017 durch die frischli Milchwerke GmbH übernommen und diese in den Konzernabschluss im Rahmen der at equity Bewertung aufgenommen. Weitere Anteile wurden zum 1.1.2021 durch die frischli Milchwerke GmbH übernommen. Die Sahnemolkerei Wiesehoff GmbH wurde zum 31.03.2021 nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen. 2.2 Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung erfolgt für Erwerbsvorgänge vor dem 1. Oktober 2010 auf den ursprünglichen Erwerbszeitpunkt (Erstkonsolidierung). Dabei wurden die Anschaffungskosten mit dem auf sie entfallenden anteiligen Eigenkapital nach der Buchwertmethode verrechnet. Auf die Anwendung der Neubewertungsmethode nach DRS 4 wurde wegen Unwesentlichkeit der Unterschiede verzichtet. Auf Erwerbsvorgänge nach dem 31. Dezember 2009 wird die Neubewertungsmethode gem. § 301 HGB angewandt. Die aktivischen Unterschiedsbeträge wurden zunächst gemäß § 301 Abs. 1 Satz 3 HGB auf bilanzierte Vermögensgegenstände (insbesondere Grundstücke) verteilt. Die sich bei der Erstkonsolidierung der erstmals in den Konzern einbezogenen Tochtergesellschaften ergebenden passiven Unterschiedsbeträge stellen wirtschaftlich betrachtet Konzern-Gewinnvorträge dar, da die Beteiligungen an diesen Gesellschaften seit deren Gründung bestehen bzw. der Erwerb vor dem 1.4.2006 erfolgte. Soweit Konzernfremde an einbezogenen Unternehmen beteiligt sind, wird der ihnen vom Eigenkapital und Jahresergebnis des jeweiligen Unternehmens zuzurechnende Anteil als Ausgleichsposten für Anteile in Fremdbesitz ausgewiesen. Die Equity-Bewertung von assoziierten Unternehmen wird nach der Buchwertmethode zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung der assoziierten Unternehmen vorgenommen. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden um anteilige Eigenkapitalmehrungen (Jahresüberschüsse) und anteilige Eigenkapitalminderungen (Jahresfehlbeträge, Dividendenausschüttung sowie Auflösung eines Unterschiedsbetrages) fortgeschrieben. Zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden Leistungen ausgeführt, die zum Bilanzstichtag als Aktiva bei der empfangenen Gesellschaft ausgewiesen werden. Eine Zwischengewinneliminierung war jedoch gemäß § 304 Abs. 2 HGB nicht erforderlich. Die Forderungen/Verbindlichkeiten und die Erträge/Aufwendungen zwischen den einbezogenen Gesellschaften wurden im Rahmen der Schulden bzw. Aufwands-/Ertragskonsolidierung verrechnet. Auf die ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgänge werden soweit erforderlich Steuerabgrenzungen gemäß § 306 HGB vorgenommen. 3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt; die Gliederung erfolgt gemäß § 298 Abs. 1 HGB nach den Vorschriften des § 275 Abs. 2 HGB. Die Gliederung der Bilanz erfolgt gemäß § 298 Abs. 1 HGB nach § 266 Abs. 2 HGB. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich unverändert beibehalten. Die Bewertung folgt den Vorschriften des § 308 HGB. Abgestellt wird grundsätzlich auf die Bewertungsgrundsätze, die im Einzelabschluss des Mutterunternehmens angewandt wurden. Abweichungen zu diesen Bewertungsgrundsätzen bestehen bei den anderen in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften nicht. Es ergaben sich im Rahmen des § 308 HGB keine Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede zwischen Handelsbilanz II und Steuerbilanz, so dass keine Steuerabgrenzungen nach § 298 Abs. 1 i.V.m. § 274 HGB erforderlich waren. Von dem Wahlrecht nach § 274 HGB zum Ansatz aktivisch latenter Steuerforderungen insbesondere auf Verlustvorträge wurde kein Gebrauch gemacht. Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten und, soweit es sich um gewerbliche Schutzrechte und Software handelt, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen. Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern linear pro rata temporis. Die Sachanlagen werden auf der Grundlage der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Der Umfang der Anschaffungs- und Herstellungskosten entspricht der steuerlich zulässigen Wertuntergrenze. Zugänge des Geschäftsjahres werden pro rata temporis abgeschrieben. Die Möglichkeiten degressiver Abschreibungen wurden genutzt. Bei Mehrschichtnutzung erfolgt eine entsprechende Verkürzung der Nutzungsdauern. Wirtschaftsgüter, die nach dem 31.12.2008 und bis zum 31.12.2010 und ab dem 01.4.2020 bis 31.12.2021 erworben wurden, werden degressiv abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter (GWG) werden sofort abgeschrieben und ihr Abgang unterstellt. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Der Wertansatz der Beteiligungen ist durch die erwarteten Ergebnisse der Beteiligungsgesellschaften gedeckt. Die Wertpapiere und Ausleihungen sind zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Abschreibungen auf einen niedrigeren Börsenkurs am Bilanzstichtag oder außerplanmäßige Abschreibungen wurden im Geschäftsjahr nicht vorgenommen. Die Vorräte werden zu Konzern- Anschaffungs- und Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren erfolgt auf Basis der letzten Anschaffungskosten vor dem Abschlussstichtag. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennbetrag bilanziert, soweit nicht in Einzelfällen ein niedrigerer Wertansatz geboten ist. Erkennbaren Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko, sonstige Risiken sowie Zinsverluste und Bearbeitungskosten werden durch eine angemessene Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Fremdwährungsforderungen bestanden zum Stichtag nicht. Liquide Mittel sind zum Nennbetrag angesetzt. Den Pensionsrückstellungen (frischli GmbH) liegt ein versicherungsmathematisches Gutachten zu Grunde. Es wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren angewandt und hierbei ein Zinssatz von 1,83 %, ein Rententrend von 2,83 %, ein Einkommenstrend von 3,00 % sowie die "Richttafeln 2018G" von Dr. Klaus Heubeck berücksichtigt. Neue Zusagen wurden nicht erteilt. Diese sind in Höhe von T€ 2.676 (VJ: T€ 2.616) mit Finanzanlagen (Anschaffungswert: T€ 2.563 beizulegender Zeitwert: T€ 2.676) gem. HGB verrechnet. Bei den Finanzanlagen handelt es sich um verpfändete Rückdeckungsversicherungen, deren Anschaffungskosten den beizulegenden Zeitwert entsprechen. Der ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes der letzten 10 bzw. 7 Geschäftsjahre beträgt T€ 45 (VJ: T€ 370). Neue Zusagen wurden nicht erteilt. Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von Euro 61.876. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit den nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträgen angesetzt. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem jeweiligen Erfüllungsbetrag passiviert. Fremdwährungsverbindlichkeiten bestanden nicht. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen in voller Höhe Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. 4. Erläuterungen zur Konzernbilanz 4.1 Entwicklung des Konzernanlagevermögens Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagespiegel dargestellt. Name und Sitz der Unternehmen, von denen das Mutterunternehmen mindestens den fünften Teil der Anteile besitzt, sind in der dem Anhang als Anlage 3b beigefügten Aufstellung des Anteilsbesitzes aufgeführt. Auf einen gesonderten Ausweis eines assoziierten Unternehmens nach § 311 Abs. 1 HGB und auf eine Bewertung gemäß § 312 HGB ("Equitymethode") wurde gem. § 311 Abs. 2 HGB wegen untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage verzichtet. Der Ansatz erfolgte zu Anschaffungskosten unter den Finanzanlagen als Beteiligung. Die aus der Erstkonsolidierung der Tochtergesellschaft frischli Milchwerke GmbH & Co. Huber oHG resultierenden aktiven Unterschiedsbeträge wurden überwiegend auf Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens gem. § 301 Abs. 1 Satz 3 HGB a. F. verteilt. Zum 31.3.2024 resultieren hieraus noch Mehrwerte von T€ 1.726 für Grund und Boden und T€ 429 für Gebäude. Der aus der Vollkonsolidierung der Sahnemolkerei Hubert Wiesehoff GmbH resultierende Firmenwert (ursprünglich 2.097 T€) wird über 10 Jahre abgeschrieben. Im Vorjahr wurden stille Reserven in Grundstücken von 851 T€ und in Gebäuden von 578 T€ aktiviert. Latente Steuern wurden entsprechend § 306 HGB auf die im Rahmen der Kapitalkonsolidierung aufgedeckten stillen Reserven und Lasten nach § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB mit einem Steuersatz von 30% angesetzt. Entwicklung der latenten Steuern in TEUR:
4.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr. 4.3 Entwicklung des Konzernkapitals Die Entwicklung des Konzernkapitals ist aus dem Konzern-Eigenkapitalspiegel (siehe Anlage 5) erkennbar. 4.4 Sonderposten für Investitionszuschüsse Ausgewiesen werden öffentliche Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen. 4.5 Struktur der Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich wie folgt:
Vorjahr:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in voller Höhe durch Grundpfandrechte, Verpfändung von Bankkonten sowie Raumsicherungsübereignung gesichert. 5. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 5.1 Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen sowie nach geographisch bestimmten Märkten Von den Umsatzerlösen entfallen auf Exportumsätze Mio. € 227 (Vorjahr: Mio. € 246). 5.2 Periodenfremde Erträge und Aufwendungen Der Posten sonstige betriebliche Erträge enthält Gewinne aus Anlageabgängen, Erträge aus Auflösungen von Wertberichtigungen und Rückstellungen, Investitionszulagen sowie übrige periodenfremde Erträge im Gesamtbetrag von T€ 4.137 (Vorjahr: T€ 394). Der Posten sonstige betriebliche Aufwendungen enthält Verluste aus Anlageabgängen und Erhöhung der Einzel- und Pauschalwertberichtigung im Gesamtbetrag von T€ 619 (Vorjahr: T€ 90). Der Posten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthält aperiodische Erträge im Gesamtbetrag von T€ 266 (Vorjahr: T€ -23). 5.3. Aufwand aus der Abzinsung von Pensionsrückstellungen In den Zinsaufwendungen sind Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von 106 T€ (Vorjahr 219 T€) enthalten. 6. Sonstige Angaben 6.1. Finanzinstrumente Es werden Bewertungseinheiten zur Absicherung des Milchpulverpreises für kontrahierte bzw. fest geplante Milchpulververkäufe (cash flow hedge) gebildet. Hierfür werden OTC Milch pulververkaufskontrakte abgeschlossen. Es handelt sich um sogenannte Micro Hedges. Die erfolgt über die Critical Terms Match Methode. Am Bilanzstichtag waren Kontrakte über 0 Tonnen im Wert von EUR 0,0 Mio. offen. Der Marktwert der Kontrakte betrug EUR 0,0 Mio. Zum Ende des Geschäftsjahres wurden auf der Grundlage eines Rahmenvertrags Forderungen mit einem Volumen von 0,0 Mio € (Vorjahr 25,0 Mio €) an ein Factoring- Unternehmen veräußert. Die Forderungen wurden zur Reduktion der Bankverbindlichkeiten und Verbesserung der Bilanzstruktur übertragen. Spezifische Risiken und Vorteile, außer der Verbesserung der Bilanzstruktur, ergeben sich nicht. 6.2 Mitglieder des Geschäftsführungsorgans des Konzernmutterunternehmens Im Geschäftsjahr waren zu Geschäftsführer bestellt:
Prokurist Schmidt, Kerstin Käckenhoff, Oliver Jörn Günther (seit 09.05.2023) Piepenbrink, Thomas (seit 09.05.2023) Freuerriegel, Frank (seit 05.09.2023) 6.3 Mitglieder des Aufsichtsrats des Konzernmutterunternehmens Im Geschäftsjahr gehörten dem Aufsichtsrat an:
6.4 Organbezüge beim Konzernmutterunternehmen
6.5 Bezüge früherer Organmitglieder des Konzernmutterunternehmens Frühere Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrats und ihre Hinterbliebenen bezogen im Geschäftsjahr T€ 429. 6.6 Bezüge der Abschlussprüfer Der Abschlussprüfer hat Honorare für das Geschäftsjahr 2023/2024 in Höhe von T€ 30 für Steuerberatung und T€ 44 für sonstige Beratungsleistungen erhalten zzgl. einer Rückstellung für die Prüfung des Jahresabschlusses in Höhe von T€ 90. 6.7 Pensionsrückstellungen für frühere Organmitglieder des Konzernmutterunternehmens Der Betrag der für frühere Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrats gebildeten Pensionsrückstellungen beläuft sich auf T€ 6.959 (Vorjahr: T€ 6.153). 6.8 Sonstige finanzielle Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3 HGB Derartige Verpflichtungen bestehen beim Konzernmutterunternehmen in Höhe von zurzeit ca. T€ 1.357 je Jahr für Miete an die Besitzgesellschaft. 6.9 Durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten Im Durchschnitt waren während des Geschäftsjahres bei den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen beschäftigt:
6.10 Angaben nach § 264 und § 264 b HGB Die Tochterunternehmen frischli Milchwerk Weißenfels GmbH, Milchwerke Einkaufs- und Vertriebsgesellschaft mbH, HSW Versicherungs-Vermittlung GmbH, frischli Molkerei Gifhorn Verwaltungs- GmbH und frischli Milchwerke Verwaltungs- GmbH machen im Hinblick auf die Offenlegung von der Befreiung gem. § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch. Das Tochterunternehmen frischli Milchwerke GmbH & Co Huber oHG macht im Hinblick auf die Aufstellung eines Lageberichtes und die Offenlegung und die frischli Molkerei Gifhorn GmbH & Co. KG und frischli Milchwerk Rehburg GmbH & Co. KG im Hinblick auf die Offenlegung von der Befreiung gem. § 264 b HGB Gebrauch. 7. GewinnverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn des Mutterunternehmens von 26.895 T€ auf neue Rechnung vorzutragen. 8. Nachtragsbericht Die derzeitige Entwicklung lässt weiterhin nicht auf ein baldiges Ende des Krieges in der Ukraine schließen. Zudem herrschen weiterhin starke politische Spannungen in Israel. Es wird daher weiterhin davon ausgegangen, dass die Energiekosten vorerst nicht das Niveau vor Ukraine-Krieg erreichen werden. Der private Konsum in Deutschland ist aufgrund der starken Inflation der letzten Jahre gedämpft. Wenngleich die aktuelle Preissteigerung deutlich gesunken ist, wird aufgrund der Nachwirkungen der letzten Jahre nur mit geringen Impulsen in diesem Segment gerechnet. Der Absatz im Foodservice wird sich, insbesondere durch Fokus auf die stärker wachsenden Segmente, an die Vor-Corona-Zeit annähern. Die Einführung pflanzlicher Alternativen zum Geschäftsjahresende wird einen weiteren Wachstumsimpuls geben.
Rehburg-Loccum, 15. August 2024 Marus Kraus Dr. Timo Winkelmann Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. März 2024
Aufstellung des Anteilsbesitzesfrischli Milchwerke GmbH, Rehburg-Loccum
Zu 1.,3.,5.,6 ( i.L. keine Abführung).: Vor Ergebnisabführungsvertrag Zu 2.: Die Berichtsgesellschaft ist unbeschränkt haftender Gesellschafter dieses Unternehmens. Konzern-Kapitalflussrechnungfrischli Milchwerke GmbH, Rehburg-LoccumIn der Kapitalflussrechnung sind die Zahlungsströme nach den Cashflows für die Bereiche der laufenden Geschäftstätigkeit, der Investitions- und der Finanzierungstätigkeit gesondert dargestellt. Die Ermittlung erfolgt unter Anwendung des Deutschen Rechnungslegungs-Standards Nr. 21 (DRS 21).
Konzern-Eigenkapitalspiegel zum 31. März 2024frischli Milchwerke GmbH, Rehburg-Loccum
ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT ZUM EINZELABSCHLUSS UND ZUM KONZERNABSCHLUSS FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023/2024FRISCHLI MILCHWERKE GMBHREHBURG-LOCCUMDieser Bericht ist ein gem. § 315 Abs. 5 in Verbindung mit § 298 Abs. 2 HGB zusammengefasster Lagebericht. In den Konzernabschluss sind einbezogen:
A. GRUNDLAGEN DES KONZERNS / UNTERNEHMENS 1. Beschreibung des Geschäftsmodells / der Geschäftstätigkeit Das Unternehmen verfügt über die vier Molkereistandorte Rehburg, Weißenfels, Eggenfelden und Schöppingen, die in getrennten Gesellschaften betrieben werden. Der Vertrieb der Produkte aller Unternehmen erfolgt über die frischli Milchwerke GmbH. Die frischli Milchwerke produzieren verschiedene Milchprodukte für den Markt der Bundesrepublik Deutschland sowie in steigendem Umfang für den Export innerhalb und außerhalb der EU (Umsatzanteil ca. 28 %). Die Zielmärkte des Unternehmens sind:
2. Ziele und Strategien Das Unternehmen formuliert seine Strategie in einer Unternehmenskonzeption. Die aktuelle Version ist die Unternehmenskonzeption 2028/2029, die zum Ende des Wirtschaftsjahres 2023/2024 erstellt worden ist. Dabei handelt es sich bewusst um eine Evolution der Strategie, da sich die bisherige Strategie auch in den Krisenjahren als äußerst robust erwiesen hat. Schwerpunkt dieser Konzeption lag in der Überprüfung und Weiterentwicklung der Zielmärkte sowie der Ableitung der Maßnahmen dieser Zielmärkte. Zudem ging die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens als Nachhaltig-keitsstrategie in die Unternehmenskonzeption ein, um so den zukünftigen Anforderungen an eine ressourcenschonende Herstellung und einen ressourcen-schonenden Vertrieb von Molkereiprodukten Rechnung zu tragen. Erstmals war auch das Personalwesen Teil der Unternehmensstrategie, da es generell schwieriger wird erforderliche Fachkräfte für die frischli Milchwerke zu gewinnen und langfristig an das Unternehmen zu binden. Sowohl auf der Ebene der Geschäftsführung als auch auf der Ebene der Geschäftsbereichsleitung wurde die Managementstruktur neu organisiert. Die Entwicklung erfolgte in enger Abstimmung mit dem Aufsichtsrat. Die Umsetzung der damit einhergehenden Neustrukturierung einzelner Aufgabenbereiche erfolgte in enger Zusammenarbeit mit den führenden Mitarbeitern des Unternehmens. In der Unternehmenskonzeption ist als oberste Zielsetzung der langfristige Erhalt als selbstständiges Familienunternehmen formuliert. Dies erfolgt durch die Sicherung der Rentabilität, der Liquidität und der Absicherung gegen Risiken. Für die Teilbereiche dieser obersten Zielsetzung sind Kennzahlen zur Steuerung mit Mindest- und Sollvorgaben definiert. Diese werden regelmäßig geprüft und sind Maßstab für die Beurteilung der Pläne. Die Umsetzung dieser Unternehmensstrategie beruht dabei auf 5 Säulen. Diese sind:
Die folgende Grafik zeigt die Schwerpunkte dieser Säulen:
3. Forschung und Entwicklung Die Entwicklung von Neuprodukten und Produktmodifikationen wird im Rahmen eines Stage-Gate Prozesses überwacht und durch aktives Projektmanagement zielgerichtet gesteuert. Es besteht ein gut organisierter Innovationsprozess. Dies führt zur Verbesserung der Entwicklungstätigkeit und zur Optimierung der priorisierten Innovationen. B. WIRTSCHAFTSBERICHT 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 1.1 Erläuterungen zum gesamtwirtschaftlichen Umfeld zum Ende des Wirtschaftsjahres. Die Einschätzung der wirtschaftlichen Lage entspricht der Gemeinschaftsdiagnose der deutschen Wirtschaftsinstitute vom März 2024. Diese wird im Folgenden wiedergegeben. 1.1.1 Wirtschaftliche Lage am Weltmarkt Im Jahr 2023 expandierte die Weltwirtschaft nur moderat, zeigte sich aber robust angesichts vielfältiger Belastungen. Nachdem sich die internationale Konjunktur im zweiten Halbjahr 2023 abgeschwächt hatte, scheint sie Anfang 2024 wieder an Schwung zu gewinnen. Die Stimmungsindikatoren haben sich verbessert, und die Aktienkurse sind stark gestiegen. Niedrigere Energiepreise und die wieder steigende Kaufkraft wirken anregend. Das internationale Konjunkturbild ist sektoral und regional stark differenziert. Dienstleistungen expandierten im vergangenen Jahr deutlich stärker als die Industrie, während der Welthandel mit Waren zurückging. Die US-Wirtschaft wuchs überraschend stark, während die Produktion in der Europäischen Union (EU) und in Großbritannien nur geringfügig zunahm. In Japan rutschte die Wirtschaft im zweiten Halbjahr in eine Rezession. Auch innerhalb der Schwellenländer war die Konjunktur differenziert: In China beeinträchtigte die Immobilienkrise die Erholung, während rohstoffexportierende Länder unter Preisrückgängen litten. Indien verzeichnete ein hohes Expansionstempo, und Russland kompensierte Handelsverluste mit Europa durch verstärkten Austausch mit China und anderen asiatischen Ländern. Die Inflation ging vielerorts schneller zurück als erwartet. Die Erdölpreise blieben stabil, seit dem Jahreswechsel sind sie leicht gestiegen. Die Erdgaspreise liegen jedoch deutlich unter den Vorjahreswerten, insbesondere in Europa. Deflationäre Tendenzen in China dämpfen weltweit die Preise für Güter des Verarbeitenden Gewerbes. Entscheidend für die Inflationsentwicklung in den USA und Europa wird die Lohnentwicklung sein. In den USA stiegen die Lohnstückkosten moderat und sind mit dem Inflationsziel von 2 % vereinbar, während sie im Euroraum aufgrund rückläufiger Arbeitsproduktivität stark anstiegen. Es wird erwartet, dass sich dieser Anstieg im Euroraum verringert. Die erwartete Zinswende für Frühsommer 2024 ist in den USA nun für das Jahresende geplant, im Euroraum gibt es bereits eine Senkung um -0,25% Punkte. Insgesamt bleiben die Leitzinsen jedoch das ganze Jahr über hoch. In China versucht die Politik, eine Finanzkrise zu verhindern, und die Finanzpolitik stützt die schwache Konjunktur und den Immobiliensektor. In fortgeschrittenen Volkswirtschaften bleibt die Finanzpolitik leicht restriktiv, auch weil Maßnahmen gegen den Energiekostenschub weitgehend entfallen sind. Angesichts höherer Zinsen halten sich viele Regierungen bei zusätzlichen Ausgaben zurück, um fiskalpoli-tische Regeln einzuhalten. In den USA begrenzt der Parteienstreit die Staatsausgaben, obwohl Investitionspakete weiterhin Impulse geben. Die Aussichten für die Weltkonjunktur haben sich verbessert, die Expansion bleibt jedoch moderat. Im Euroraum werden höhere Reallöhne den Konsum stärken, aber ein kräftiger Aufschwung ist unwahrscheinlich da durch den Wegfall russischen Gas immer noch höhere Gaspreise die Wettbewerbsfähigkeit verringern. In den USA hat die restriktive Geldpolitik bisher überraschend wenig gedämpft, aber der Konsum wird an Schwung verlieren, da Extra-Ersparnisse zur Neige gehen. Es gibt keine weiteren Impulse durch die Finanzpolitik, sodass 2024 nur mit einem Produktionsanstieg entsprechend dem Wachstumspotenzial zu rechnen ist. In den Schwellenländern wird das Wachstum wenig verändert bleiben, während China unter Problemen im Immobiliensektor und handelspolitischen Spannungen leidet. Das Expansionstempo dürfte auf unter 5 % fallen. Insgesamt rechnen die Institute mit einem Zuwachs der Weltproduktion um 2,5 % im Jahr 2024 und um 2,6 % im Jahr 2025. In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften wird der Produktionsanstieg bei 1,6 % im laufenden und 1,7 % im nächsten Jahr liegen. Das Konjunkturgefälle zwischen den USA und Europa wird geringer, und die Dynamik zwischen Dienstleistungen und Industrie dürfte sich zugunsten der Industrie verschieben. Die Unternehmensinvestitionen werden etwas an Schwung gewinnen, und die Investitionen im Wohnungsbau werden deutlich anziehen. Nach einem Rückgang im vergangenen Jahr wird der weltweite Warenhandel 2024 um 1,3 % zunehmen und 2025 um 2,2 % wachsen. Die Inflation wird im Jahresdurchschnitt 2024 von 4,7 % auf 2,6 % zurückgehen und 2025 nahe der 2 %-Marke liegen. Die Weltwirtschaft ist großen geopolitischen Risiken ausgesetzt. Aktuelle Kriege könnten eskalieren und Energiekrisen oder Migration verursachen. Konflikte in Asien würden den Welthandel stören. Ein wesentliches Risiko für 2024 besteht darin, dass die Inflation in fortgeschrittenen Volkswirtschaften hartnäckiger bleibt, was eine Lockerung der Geldpolitik verzögern könnte. Handelspolitische Spannungen zwischen den USA, China und der EU sind ein weiteres Risiko, ebenso wie die Unsicherheit durch die anstehende US-Präsidentschaftswahl. 1.1.2 Wirtschaftliche Lage in Deutschland Die deutsche Wirtschaft durchläuft eine Phase der Schwäche, bedingt durch sowohl konjunkturelle als auch strukturelle Faktoren. Aktuell ist die Wirtschaftsleistung kaum höher als vor der Pandemie, und die Produktivität stagniert. Die Erwerbstätigenzahl ist um über 600.000 gestiegen, was jedoch hauptsächlich die verringerte durchschnittliche Arbeitszeit kompensiert. Ein erhöhter Krankenstand trägt ebenfalls zu diesem Bild bei. Sollte sich dieser bis Ende nächsten Jahres zurückbilden, könnte ein um 1,5 % höheres Arbeitsvolumen verfügbar sein. Die erwartete Erholung der Wirtschaftsleistung im Winterhalbjahr blieb aus. Obwohl der private Konsum leicht stützend wirkte, gab es mehr Gegen- als Rückenwind in der Binnen- und Außenwirtschaft. Deutsche Exporte sanken trotz eines Anstiegs der weltwirtschaftlichen Aktivität. Die Nachfrage nach deutschen Investitions- und Vorleistungsgütern blieb schwach, und energieintensive Produkte verloren an preislicher Wettbewerbsfähigkeit. Investitionen, insbesondere im Wohnbau, stocken wegen hoher Baupreise und Zinsen. Die Ausrüstungsinvestitionen stiegen bis Q3 2023, fielen jedoch im Q4 stark ab. Hohe Auftragsbestände stabilisieren die Industrie weniger als erwartet. Industrielle Kapazitäten sind unterausgelastet, was auf unprofitable Aufträge hinweisen könnte. Auch gesamtwirtschaftlich sind die Produktionskapazitäten unterausgelastet. Der hohe Krankenstand schränkt die Produktionsmöglichkeiten ein. Seit Mitte letzten Jahres sinkt die Auslastung unter das Normalniveau, was auf eine Konjunkturkrise hinweist. Die Konjunkturprognose der Institute bleibt bestehen, wobei der private Konsum im laufenden Jahr die Haupttriebkraft ist. Realeinkommen steigen wieder durch abnehmende Preissteigerungen und höhere Lohnabschlüsse. Monetäre Sozialleistungen verzeichnen ein reales Plus. Die Bauinvestitionen bleiben schwach, insbesondere der Wohnbau. Unternehmensinvestitionen bleiben ebenfalls schwach, beeinflusst durch wirtschaftspolitische Unsicherheiten. Es wird eine Normalisierung des Welthandels erwartet, was deutschen Exporteuren bessere Absatzchancen bieten könnte. Konjunkturelle Impulse von dieser Seite werden jedoch erst ab Mitte des Jahres prognostiziert. Die Fehlbeträge im Staatshaushalt sollen von 2,1 % (2023) auf 1,2 % (2025) sinken. Die Einnah-menquote soll Rekordwerte erreichen. Die Finanzpolitik wird dieses Jahr kon-traktiv und nächstes Jahr nahezu neutral wirken. Die Geldpolitik bleibt dämpfend. Die BIP-Prognose für 2024 wird auf 0,1 % nach unten korrigiert, für 2025 werden 1,4 % erwartet. Die Inflationsraten sollen auf 2,3 % (2024) und 1,8 % (2025) sinken, wobei die Kerninflation höher bleibt. Der robuste Arbeitsmarkt stabilisiert die Konjunktur, trotz steigender Arbeitslosigkeit und schwacher Arbeitsproduktivität. Effektivverdienste sollen 2024 um 4,6 % und 2025 um 3,4 % steigen, was die Reallöhne langsam wieder anhebt. Strukturelle und demografische Veränderungen bergen Risiken für das Produktionspotenzial. Die Institute haben ihre Schätzungen seit 2019 mehrfach gesenkt. Dekarbonisierung und demografische Entwicklungen, aber auch die steigende Regulierungsdichte, könnten das Produktionspotenzial weiter einschränken. Eine Neugestaltung der Finanzverfassung wird empfohlen, um kommunale Investitionen zu stabilisieren und die konjunkturellen Schwankungen bei Bund und Ländern abzufangen. Zusammenfassend stehen die Institute weiterhin vor erheblichen Unsicherheiten bezüglich des Produktionspotenzials und der zukünftigen Wirtschaftsentwicklung. Ein umfassender Reformansatz könnte helfen, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu stabilisieren und zukünftige Risiken besser zu managen. 1.2 Molkereispezifische Rahmenbedingungen Auch im Wirtschaftsjahr 2023/24 haben eine Fülle von außerordentlichen Effekten den Markt für die deutsche Milchwirtschaft gekennzeichnet. Die Milchanlieferung war letztendlich knapp über dem Vorjahr (+1.5%) während die Preise für Milchprodukte sukzessive zurückgingen. Der durchschnittliche Preis für konventionelle Milch ab Hof mit 4,0 % Fett und 3,4 % Eiweiß ohne Mehrwertsteuer hat sich einschließlich Nachzahlungen für 2023 auf 45,3 Cent/kg belaufen - eine deutliche Senkung zum Wert von 53,2 Cent im Vorjahr. Trotz des Preisverfalls zeigt sich zunächst eine leichte Reduktion, ab Mitte Februar jedoch eine Lieferung auf, bzw. über dem Vorjahresniveau. Das Konsumverhalten der Verbraucher zeigte auch im Jahr 2023 einen leicht verminderten Verzehr von Milchprodukten, am deutlichsten ausgeprägt bei Konsummilch. Im Foodservice-Sektor zeigte sich weiter eine Belebung, allerdings mussten auch in diesem Sektor gesteigerte Kosten weitergegeben werden. Demgegenüber stehen weite Verbraucherschichten, die ihre Ausgaben im Angesicht hoher Inflationsraten zunehmend restriktiver handhaben. Die Folge ist teilweiser Konsumverzicht oder der Besuch günstigerer Lokalitäten. Davon profitiert beispielsweise die Systemgastronomie. Im Segment der Kantinen limitiert nach wie vor das nun etablierte Arbeiten von zu Hause ein Wachstum. Generell ist festzustellen, dass trotz der ab der zweiten Jahreshälfte sinkenden Verbraucherpreise, keine signifikant gesteigerte Nachfrage bei Grundnahrungsmitteln entsteht, ein Fokus liegt weiter auf der Preiseinstiegsstufe. Stärker als der Binnenkonsum schwankt üblicherweise der Export auf dem Weltmarkt. Dieser ist insbesondere von der Nachfrage in China als auch von der weltwirtschaftlichen Entwicklung geprägt. Da auch im abgelaufenen Wirtschaftsjahr weiterhin Krisen das wirtschaftliche Klima belastet haben und die Nachfrage in China, u.a. aufgrund erhöhter Eigenproduktion, nicht signifikant gestiegen ist, blieb die Nachfrage verhalten. Die für Milcherzeuger, Molkereiindustrie und Verbraucher gleichermaßen wichtige Versorgungslage im Energiesektor hat sich im abgelaufenen Wirtschaftsjahr deutlich stabilisiert. Einher gingen leicht reduzierte Energiekosten. Unter der Voraussetzung, dass keine neuen Krisen in Erzeugergebieten auftreten, ist von einer weiteren Stabilisierung der Versorgung und abschmelzenden Energiekosten für das folgende Wirtschaftsjahr auszugehen. Das Jahr 2024 hat mit sehr uneinheitlichen Preisen für Milchkomponenten begonnen. Auffällig ist der hohe Butterpreis, insbesondere im Verhältnis zum deutlich schwächeren Pulvermarkt. Es ist davon auszugehen, dass der hohe Fettpreis die Rohmilchpreise, insbesondere für das zweite Halbjahr, steigen lässt. Wo sich die Balance zwischen Angebot und Nachfrage einpendelt, bleibt abzuwarten. Aufgrund der Tarifabschlüsse im Jahr 2024 ist von leicht erhöhten Produktionskosten auszugehen. 2. Geschäftsverlauf 2.1 Darstellung des Geschäftsverlaufs 2.1.1 Beschaffungsbereich Die Anlieferung des Standortes Rehburg entsprach im abgelaufenen Wirtschaftsjahr mit 508 Mio. kg Eigenmilch der Planung und damit der Flexibilisierungsstrategie. Im abgelaufenen Wirtschaftsjahr konnte die Menge an H-Milch im Lebensmitteleinzelhandel wieder ausgebaut werden. Die freien Eiweißmengen wurden über die Trocknung verwertet und weltweit erfolgreich vermarktet. Die Anlieferung von Weißenfels lag mit 96 Mio. kg Eigenmilch in etwa auf Höhe des Vorjahres und somit im Zielbereich. Dies gilt auch für Eggenfelden. Dort wurden ca. 73 Mio. kg Eigenmilch angeliefert. Das gleiche Bild zeigt sich ebenfalls in Schöppingen, wo rd. 110 Mio. kg Eigenmilch verarbeitet wurden. Die durchschnittliche Anlieferungsmenge je Vertragslandwirt stellt sich an den einzelnen Standorten unterschiedlich dar. In Rehburg lag die durchschnittliche Betriebsgröße im GJ 23/24 bei 1.167 TSD kg Anlieferungsmenge (Größenwachstum 0,7 %), in Weißenfels lag sie bei 3.317 TSD kg (Größenwachstum 7,9 %), in Eggenfelden betrug sie 377 TSD kg (Größenwachstum 6,9 %). In Schöppingen betrug die durchschnittliche Anlieferungsmenge im abgelaufenen Wirtschaftsjahr 1.107 TSD kg (Größenwachstum 2,9 %). Der Milchpreis lag entsprechend der Entwicklung in den Standorten Rehburg, Weißenfels, Eggenfelden und Schöppingen sehr deutlich unter dem Vorjahr. Dabei war der Rückgang an den Standorten in Rehburg, in Weißenfels und in Schöppingen (rd. 25 %) deutlich höher als in Eggenfelden (14 %) und erklärt sich über die Tatsache, dass frischli an diesen Standorten stärker im Wettbewerb zu den norddeutschen Konzentrat- und Sahneproduzenten steht, die im abgelaufenen Wirtschaftsjahr bedingt durch ein sehr hohes Preisniveau die höchsten Verwertungen realisieren konnten. Die Milchauszahlungspreise und die Entwicklung gegenüber dem Vorjahr stellen sich an den Standorten für das Wirtschaftsjahr wie folgt dar: Milchauszahlungen an den Standorten
Zum Ende des Wirtschaftsjahres zeigte sich jedoch, dass sich trotz auskömmlicher Milchmengen die Preise wieder nach oben entwickelten, insbesondere der Fetteanteil verteuerte sich Zusehens, wohingegen die Pulverpreise, basierend auf einem relativen verhaltenen Weltmarkt, besonders niedrig waren. Wir erwarten, dass sich dieser Trend zumindest bis in den Herbst 2024 fortsetzten wird und die durchschnittlichen Auszahlungspreise im Geschäftsjahr 2024/2025 deutlich steigen werden. Diese Erwartung wurde in die Kontraktverhandlungen mit dem Lebensmitteleinzelhandel einbezogen. Gemäß der Unternehmensstrategie werden an allen Standorten gezielt Rohmilch, Sahne und Konzentrat zugekauft, um die geplanten Produktionsmengen herzustellen. Der große Teil dieses Zukaufes ist über Jahreskontrakte abgesichert. 2.1.2 Absatzbereich Vor dem Hintergrund der beschriebenen wirtschaftlichen Entwicklung ergab sich im Wirtschaftsjahr für frischli die folgende Absatzentwicklung: Im Zielmarkt Lebensmitteleinzelhandel (LEH)-Bereich wurde das Auslastungsniveau stabil gehalten. Auf einen weiteren Ausbau wurde verzichtet, da entsprechende Mehrmengen nur zu deutlich weniger attraktiven Preisen abgeschlossen werden konnten. Die Kapazitäten für die Standorte Rehburg und Weißen-fels blieben damit ordentlich ausgelastet. Im März 2023 wurde damit begonnen, die Belieferung des Lebensmitteleinzelhandels mit H-Milch auf die sogenannte Haltungsform 3 Stufe umzustellen. Die vollständige Umsetzung auf H-Milch der Haltungsform Stufe 3 wurde im 2. Quartal des Geschäftsjahres 2023/2024 abgeschlossen. Die Absatzmengen im Bereich Food Service haben im abgelaufenen Wirtschaftsjahr leicht abgenommen, da teilweise auf Absatz in preissensitiven Segmenten verzichtet wurde. Dennoch liegt die Absatzmenge noch immer rd. 7 % unter dem Vor- Corona Niveau 2019/2020. Die Absatzrückgänge in der Betriebsverpflegung durch Mitarbeitende, die von zuhause arbeiten, konnten noch nicht vollständig aufgefangen werden. Wir gehen davon aus, dass im laufenden Wirtschaftsjahr ein weiterer Schritt gelingen wird, das Vor-Corona-Niveau zu erreichen. Dies ist vor allem auf die weiteren Umsetzungen in Wachstumssegmenten wie z.B.: Quick Service Restaurant oder dem Segment der Schulverpflegung zurückzuführen, dass die im abgelaufenen Jahr gestartete Zusammenarbeit mit einem der bedeutenden Systemgastronomen im Quick Service weiter ausgebaut wird. Die Strategie zur Rohstoffversorgung der Trocknung und der Spezialisierung wurde weiterhin erfolgreich umgesetzt. Hier hat sich der Ansatz zur Flexibilisierung (Schaukelfunktion) weiterhin bewährt. An der Verbesserung der Verwertung der Walzenpulverproduktion wird weiter intensiv gearbeitet. Die Kooperation mit einem Marktbegleiter, auf Basis einer Lohnproduktion in Eggenfelden, trägt weiter zum Ausbau der Mengen und Stabilisierung der Roherträge bei. Zudem wurden im abgelaufenen Wirtschaftsjahr der Ausbau der Verladung begonnen. 2.1.3 Investitions- und Finanzierungsbereich Die Investitionen konzentrierten sich im Wirtschaftsjahr auf den Ausbau und Ersatz von Anlagen sowie auf den Bau neuer Produktions- und Lagerkapazitäten. 2.1.3.1 Rehburg Am Standort Rehburg wurden der Bau eines neuen Produktionsgebäudes begonnen. Darüber hinaus wurde im Wesentlichen in die Erweiterung der Produktionskapazitäten in Form neuer Abfüllanlagen investiert. 2.1.3.2 Weißenfels Im Werk Weißenfels wurde im abgelaufenen Wirtschaftsjahr, wie geplant, die Investition in die Kapazitätserweiterung in Form von Abfüllanlagen abgeschlossen. Darüber hinaus folgten Ersatzinvestitionen in den Fuhrpark. 2.1.3.3 Eggenfelden Neben Ersatzinvestitionen wurde in Eggenfelden im abgelaufenen Geschäftsjahr die Investitionen in die Erweiterung der Walzenvollmilchpulverkapazität fertiggestellt. Darüber hinaus wurde mit dem Bau neuer Verladekapazitäten für das Milchpulver begonnen. Diese Investition wird im Wirtschaftsjahr 2024/2025 abgeschlossen werden. 2.1.3.4 Schöppingen Die Investitionen zur Herstellung von "Eisbase" wurde abgelaufenen Wirtschaftsjahr abgeschlossen. Zudem erfolgten Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen in neue Produktionsanlage, Tanks sowie den Fuhrpark. 2.1.4 Personal frischli ist sich bewusst, dass die Voraussetzung für das Erreichen der Unternehmenszielsetzungen motivierte, gut ausgebildete und selbstständig handelnde Mitarbeiter sind. Im Rahmen der Überarbeitung der aktuell gültigen Unternehmenskonzeption im Sinne eines Strategie Fit wird zudem dem Thema Human Ressource zukünftig eine noch größere Bedeutung zukommen. Diese Entwicklung wird gefördert durch:
Das seit einigen Jahren im Unternehmen laufende Verbesserungsvorschlagswesen entwickelt sich weiter positiv. Ebenso wichtig ist eine offene Informationspolitik über aktuelle Entwicklungen und regemäßige Gesprächsangebote. Dazu gehören auch regelmäßige Betriebsversammlungen, die in der Regel als Hybridveranstaltung durchgeführt werden. 2.1.5 Zusammenarbeit Landwirte Die vertrauensvolle Zusammenarbeit in der Wertschöpfungskette ist für frischli eine wichtige Zielsetzung. Dies beinhaltet insbesondere auch die Zusammenarbeit mit den kontinuierlich liefernden Milchlieferanten der frischli Milchwerke. Im Rahmen unserer Strategie zur Strukturverbesserung der frischli Milchwerke wurden verschiedene Modelle zur Mengensteuerung auf Ebene des Landwirtes diskutiert. Insbesondere hat frischli ein Modell zur flexiblen Rohstoffversorgung unter Beibehaltung der Lieferbeziehungen mit seinen Landwirten umgesetzt. Dies dient dazu, auf Verwertungsänderungen reagieren zu können und die Zusammenarbeit mit den Vertragslieferanten der frischli Milchwerke auf der bestehenden Basis zu erhalten. Mit dem Lebensmitteleinzelhandel konnte ein Mehrwertprogramm (Haltungsform 3) für die Herstellung und den Vertrieb von H-Milch umgesetzt werden. Den beteiligten Landwirten ermöglicht dieses Programm eine bessere Verwertung des erzeugten Rohstoffes. Die an der Wertschöpfung beteiligten Verbände haben eine gemeinsame Strategie 2030 erstellt (siehe MIV, DBV und DRV). Diese Strategie ist in der Umsetzung. Die frischli Milchwerke unterstützen diesen Ansatz. Im Kern können und müssen alle Beteiligten sich den Anforderungen des Marktes stellen. Dies eröffnet auch Chancen für alle Beteiligten, aber auch Risiken. Ein Schwerpunkt der Entwicklung ist die Schaffung risikobegrenzender Instrumente zur Nutzung für die Beteiligten. Aufgrund der Herausforderungen, die der Markt bringt, gewinnt die kontinuierliche und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unseren Milchlieferanten eine zusätzliche Bedeutung. Frischli gestaltet die Zusammenarbeit mit den Milcherzeugern offen und transparent, tauscht sich regelmäßig mit Milcherzeugergemeinschaften zu Entwicklungen, z.B. zum CO 2 -Fußabdruck aus. Allerdings muss auch anerkannt werden, dass jeder Landwirt seinen Betrieb nach seinen individuellen Grundsätzen führt, die Entscheidungen der einzelnen Landwirte müssen wir akzeptieren und respektieren. 2.1.6 Firmenethik Die frischli Milchwerke haben ihre eigene Firmenethik entwickelt und umgesetzt. Diese ist im Internet für Dritte einsehbar. Im Rahmen dieser Zielsetzung werden regelmäßig Nachhaltigkeitsberichte erstellt. Kritische Punkte können vorgebracht und bewertet werden. Ein regelmäßiges Review wird durchgeführt, eine Whistleblower Hotline wurde im Geschäftsjahr 2023/24 installiert. 2.1.7 Managementsystem Zurzeit verfügt die Unternehmensgruppe über folgende Zertifizierungen mit folgenden Auditständen:
Im Geschäftsjahr 2023/24 wurden in der gesamten frischli Gruppe (inkl. Wiesehoff) 43 (Vorjahr 31) Audits erfolgreich bestanden. Die Produktionsstandorte von frischli stehen entsprechend den gesetzlichen Vorgaben unter der Kontrolle der zuständigen Behörden. 2023/24 fanden in der frischli Gruppe (inkl. Schöppingen) 9 (Vorjahr 8) Behördenaudits zur Lebensmittelsicherheit und Hygiene statt. Im Geschäftsjahr 2023/24 waren keine behördlich angeordneten Rückrufe oder Rücknahmen zu verzeichnen. Es erfolgten keine behördlichen Sperrungen von Standorten oder Anlagen. Neben den behördlichen Inspektionen und Zertifizierungsaudits waren zudem 10 (Vorjahr 13) Kundenaudits abzulegen. 2.1.8 Nachhaltigkeitsbericht Die frischli Milchwerke erstellen im Verlaufe des Wirtschaftsjahres 2023/2024 den 4. Nachhaltigkeitsbericht, der alle Bereiche der Wertschöpfungskette im und außerhalb des Unternehmens beinhaltet. Ein Programm zur kontinuierlichen Verbesserung ist schon mit dem letzten Nachhaltigkeitsbericht gestartet und wird kontinuierlich einem Monitoring unterzogen. Der aktuelle Status ist wie folgt: Nachhaltigkeitsprogramm - Ziele und Maßnahmen nach Aktionsfeld
2.1.9 Energie Managementsystem Die frischli Milchwerke haben in der gesamten Unternehmensgruppe ein Energie Managementsystem nach ISO 50001 eingeführt. Im Rahmen dieses Energie- Managementsystems wird ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess gepflegt. Es werden Risiken bezüglich der Energieversorgung erhoben. 2.1.9.1 Energiebeschaffung, -planung und -prognose Die Beschaffung von Strom und Erdgas wird von der Geschäftsführung durchgeführt, unterstützt durch den Einkauf und den EUM. Basis für die Beschaffung ist die jeweils aktuelle Energieprognose unter Berücksichtigung der geplanten Verbesserungsmaßnahmen bzw. Um- und Neubauten. Diesel und Heizöl wird gem. Prozess "2.06 Beschaffung" durch den Einkauf beschafft. Die Energieprognose ist Bestandteil der "Bewertung der Hauptenergieverbraucher" im nachfolgend skizzierten Energieplanungsprozess. Zu erwartende Veränderungen, die sich aus der Prognose heraus ergeben, sind auch bei der Aufstellung/Formulierung der Energieziele zu berücksichtigen. Die Energieplanung und -prognose ist ein kontinuierlicher Prozess. Ziel dieses Systems ist:
Um diese Ziele zu erreichen, haben wir an allen Standorten unseres Unternehmens ein Energiemanagementsystem nach der Norm DIN EN ISO 50001 und in Rehburg, Weißenfels und Eggenfelden zusätzlich ein Umweltmanagement DIN EN ISO 14001 eingeführt. Hier einige interessante (z. T. noch laufende) Maßnahmen aus dem letzten Geschäftsjahr:
2.1.10 Erklärung zur Unternehmensführung In Umsetzung des Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst hat die Gesellschafterversammlung für den Frauenanteil im Aufsichtsrat und in der Geschäftsführung aufgrund der aktuellen Situation des Unternehmens keine Quote festgelegt. Der Aufsichtsrat hat sich zum Vorjahr nicht verändert. Auch zum 31. März 2024 waren in dem aus insgesamt acht Mitgliedern bestehenden Aufsichtsrat zwei Frauen vertreten. Hieraus ergibt sich ein Frauenanteil von 25 %. In der aus insgesamt zwei Mitgliedern bestehenden Geschäftsführung wurde zum 1. März eine Frau zur Geschäftsführerin bestellt. Ab dann betrug der Frauenanteil 50%. Auf der Ebene der Bereichsleitung gab es ebenfalls keine Veränderung. Somit lag die Frauenquote, wie im Vorjahr, bei 20%. Für die beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung ist festgelegt, dass sich jeweils bis spätestens zum 1. März 2024 der Anteil der Frauen auf mindestens 25 % belaufen soll. Da es dort keine nennenswerten Veränderungen gab, betrug der Frauenanteil auf diesen Ebenen wiederum 25%. 3. Lage Im Folgenden werden sowohl unsere finanziellen als auch unsere nichtfinanziellen Leistungsindikatoren und deren Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr diskutiert. Dabei zählen die Milchauszahlungspreise und das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sowie der Personalbedarf und die Abfallmenge zu unseren bedeutsamsten Indikatoren. 3.1 Ertragslage Nachdem der Milchpreis im Vorjahr einen historischen Höchstwert auswies (Nov 22 60,04 ct/kg), war bis August ein Verfall des Milchpreises festzustellen (Aug'23 40,4 ct /kg). Aufgrund der von August bis Dezember in Vergleich zum Vorjahr leicht rückläufigen Milcherzeugung in Verbindung mit einer stabilisierten Binnen Nachfrage stiegen die Milchpreise bis zum Ende des Geschäftsjahresende wieder auf 43,20 ct/kg. Die Preise für Konsummilch entwickelten sich ebenfalls im Laufe des Jahres nach unten, allerdings mit einem deutlichen Zeitversatz. So waren die Preise aufgrund der Abschlüsse vom Vorjahr noch stabil, anschließend kam es zu deutlichen Preissenkungen. Zusammenfasst lässt sich sagen, dass im Geschäftsjahr 2023/24 die zuvor drastisch gestiegenen Preise sukzessive wieder gesenkt wurden. Da dies aber mit Augenmaß und in Relation zu sinkenden Kosten geschah, weisen die frischli Milchwerke wieder eine positive Ergebnisentwicklung aus, das Planergebnis im Jahr 2023/2024 wurde deutlich übertroffen. Die Entwicklung bei den frischli Milchwerken stellt sich im Wirtschaftsjahr wie folgt dar: Rehburg
Weitere finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren haben sich wie folgt entwickelt:
Weißenfels
Die für die Geschäftsleitung wesentlichen finanziellen und nicht finanziellen Leistungsindikatoren haben sich wie folgt entwickelt:
Eggenfelden
Die für die Geschäftsleitung wesentlichen finanziellen und nicht finanziellen Leistungsindikatoren haben sich wie folgt entwickelt:
Schöppingen
3.2 Finanzlage 3.2.1 Grundsätze und Ziele des Finanzmanagementsystems Die Liquidität wird im Rahmen der strategischen Planung unter Berücksichtigung langfristiger Investitionen und der GuV-Planung zur Ermittlung des langfristigen Finanzierungsbedarfs abgeleitet und mit den Hausbanken abgestimmt. Im Rahmen der Jahresplanung erfolgt eine unterjährige Liquiditätsplanung und eine monatliche Überprüfung auf Basis einer rollierenden 12-Monats-Ertragsplanung. Es sind klare Grundsätze über die maximale Fremdfinanzierung, über Kredite sowie die notwendigen Kontokorrentlinien formuliert. Die Finanzierung wird durch eine Kontokorrentlinie von 19 Mio. Euro und ein flexibel nutzbares Factoring bis zu einer Höhe von 40 Mio. Euro sichergestellt. Per 31.03.2024 wurden weder die Kontokorrentlinie noch das Factoring in Anspruch genommen. Die Instrumente zur Finanzierung wurden festgelegt. Aus den obersten Unternehmenskennzahlen sind entsprechende Vorgaben gesetzt, die einzuhalten sind. Zusammen mit dem jährlichen Investitionsplan werden Entscheidungen über den Umfang der Investitionsfinanzierungen getroffen und mit der Hausbank abgestimmt. Im abgelaufenen Wirtschaftsjahr ist damit begonnen worden, die zugrunde liegende langfristige Finanzierungsstrategie zu überarbeiten. Es ist davon auszugehen, dass die neue Strategie im 2. Quartal des Geschäftsjahres 2023/2024 erfolgreich mit den beteiligten Banken formuliert und im Nachgang umgesetzt werden kann. 3.2.2 Darstellung und Analyse der Kapitalstruktur Rehburg
Weißenfels
Eggenfelden
Schöppingen
C. Risiken und Risikoabsicherung Risiken existieren im Wesentlichen durch die hohe Prognoseunsicherheit und hohe Volatilität der Agrarmärkte. Darüber hinaus sind die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Marktparametern vielfältig und nicht mit genügender Sicherheit quantifizierbar. Unabhängig davon verfügt die Gruppe über eine strategische 5-Jahresplanung sowie regelmäßige, unterjährige Forecasts, um Abweichungen zu erkennen und gegensteuern zu können. Prognosen werden mit unabhängigen Expertenteams für die wichtigsten Eckprodukte quartalsweise durchgeführt. Zielsetzung ist ebenfalls, Abweichungen frühzeitig zu erkennen und eine konsistente Planungsbasis zu bekommen. Darüber hinaus sind Maßnahmen aktiv, um das Risiko aus verschiedenen Geschäftsbereichen zu mischen bzw. flexible Handlungszeitpunkte zu definieren, um negativen Entwicklungen bestimmter Bereiche ausweichen zu können. Ein Beispiel dafür ist der Weiterentwicklung der Trocknung; unter anderem im Rahmen einer Verwertungsschaukel. Die wesentlichen Risiken werden gesehen in:
In diesem Geschäftsjahr 2023/24 wurde die Unternehmensstrategie überarbeitet, insbesondere auch um die Erfahrungen und Lehren der vorherigen, durch Krisen geprägten Jahre, strukturell zu übernehmen. Zusätzlich wurde sichergestellt, dass für frischli in der Zukunft wichtiger werdende Themen, wie z.B. Nachhaltigkeit, entsprechende Beachtung und Umsetzung finden. Rollierende Ergebnishochrechnung Eine monatliche Überarbeitung wurde bereits im Geschäftsjahr 2021/2022 eingeleitet und zur Steuerung eingeführt. Geplant ist, diese rollierende Planung auch in das Kostenrechnungssystem zu übernehmen; die Abbildung der rollierenden Planung in Felix ist für das Wirtschaftsjahr 2024/25 vorgesehen. Auch die Liquiditätsvorschau wurde auf Basis der rollierenden Planung optimiert. Die begonnene Zentralisierung aller Daten (Single Source of Data) wurde im Wirtschaftsjahr erfolgreich weiter umgesetzt. In Umsetzung sind verschiedenen Folgeprojekte. Weitere Zielsetzung ist, weitere Bereiche zu integrieren. Währungsrisiko Da ausschließlich in EUR fakturiert wird, besteht kein direktes Währungsrisiko. Die Risikominimierung wird in den einzelnen Unternehmensbereichen wie folgt vorgenommen: Volatilität/Prognosegenauigkeit Die Entwicklungen im Milchwirtschaftsbereich lassen sich nicht mit genügender Sicherheit vorhersehen. Prognosen sind nur mit im Zeitablauf schnell abnehmender Genauigkeit möglich. Die Veränderlichkeit der Märkte ist dabei hoch. Die Teilmärkte entwickeln sich in versetzten Rhythmen. frischli versucht, im Rahmen der bestehenden Sortimente eine entsprechende Risikomischung zu realisieren, die einen Risikoausgleich gewährleistet. An einer weiteren Entwicklung dieser Strategie wird kontinuierlich gearbeitet. Szenariorechnung frischli ist aufgrund der eingesetzten Instrumente in der Lage, bei Bedarf Szenario-Rechnungen kurzfristig durchzuführen. Das Instrument der Szenario Rechnung wird regelmäßig im Zuge der rollierenden Monatsplanung eingesetzt. Strategische Businessplanung Zur Steuerung des Unternehmens wird ein Tool zur strategischen Businessplanung genutzt. Dort werden die Teilplanungen von Verkauf, Produktion und Erfassung in ein Gesamtsystem zusammengeführt. GuV und Bilanz werden für Einzelgesellschaften und auch konsolidiert geführt und gesteuert. Neben der Planung für das laufende Wirtschaftsjahr wird eine strategische Planung für den folgenden Fünf-Jahres-Zeitraum mitgeführt. Diese strategische Planung ist aus der Unternehmensstrategie abgeleitet. Rollierende Ergebnishochrechnung Die monatliche rollierende Ergebnishochrechnung für die 12 Folgemonate auf Basis einer Zielmarktplanung bzgl. Mengen und Preisen und einer Rohstoffpreisplanung wird als Szenario Rechnung durchgeführt, um die Erreichung bzw. Nicht- Erreichung des Plans vorausschauend zu zeigen und ggf. Maßnahmen einzuleiten. Milchanlieferung Es wird eine laufende Prognose der Milchanlieferung durchgeführt. Ausgehend von einer zentralen Hochrechnung werden Einzelinformationen berücksichtigt. Das Instrument arbeitet besser als die vorher erhobenen zusätzlichen Einzelprognosen der Milcherzeuger. QM Milch Frischli Milchwerke arbeitet in allen 4 Milcheinzugsgebieten mit dem bundesweit einheitlichen Qualitätsmanagementsystem Milch (QM Milch). Durch dieses einheitliche System wird die vorhandene hohe Sicherheit im Erzeugungsprozess unterstützt und es werden Anstöße zu weiteren Verbesserungen auf dem landwirtschaftlichen Sektor gegeben. Das System hat sich in der Praxis bewährt. frischli arbeitet an einem Ansatz für Zusatzmodule mit Zusatzvergütung für die Landwirte intensiv mit und hat federführend die Einführung der Haltungsform 3 mit dem Handel vorangetrieben. Das Programm ist nun umgesetzt und die gesamte Menge an H-Milch auf die Haltungsstufe 3 erfolgreich umgestellt. Nachhaltigkeit Eine wesentliche Anforderung für die Zukunft wird in dem Beleg der nachhaltigen Produktionsweise der frischli Milchwerke und der Vorlieferanten gesehen. Hier liegen zahlreiche Anforderungen vor, eine gute, nachhaltige Produktionsleistung zu belegen und unter anderem die Reduzierung von CO 2 voranzutreiben. Vor diesem Hintergrund wird für den Produktionsbereich ein Nachhaltigkeitsbericht der frischli Milchwerke regelmäßig erstellt. Für die Landwirte ist eine Nachhaltigkeits-Statuserhebung seit Januar 2014 umgesetzt. Dies soll eine regelmäßige Verbesserung, aber auch eine regelmäßige Kommunikation mit den Stakeholdern erlauben. Zudem wurde ein Programm zur Ermittlung der CO 2 Bilanz bei den Landwirten entwickelt und im Geschäftsjahr 2023/24 gestartet. Forderungs-Ausfallversicherung Inland/Ausland Für alle wesentlichen Inlands- und Auslandskunden besteht eine Forderungs-Ausfallversicherung. Eingeschlossen ist auch eine Insolvenzanfechtungsversicherung. Für Kunden, die aus der Versicherungsfähigkeit herausgenommen wurden, ist die Belieferung eingestellt oder auf Vorkasse umgestellt. Versicherungshöchstgrenze Inland/Ausland Es besteht ein klares System zur Überwachung. Das System stellt sicher, dass beim Überschreiten von versicherten Forderungshöchstgrenzen keine Lieferungen mehr erfolgen. Das System der Absicherung funktioniert aus Sicht der Geschäftsführung zufriedenstellend. Mahnung Zahlungseingang Es besteht eine klare Vorgabe, wie im Falle von Mahnungen zu verfahren ist. Grundsätzlich liegt die Verantwortung für die Mahnungsverfolgung in den Verkaufsbereichen. Eine Lieferung wird generell bei Erreichen einer bestimmten Mahnstufe eingestellt. Es besteht eine klare Abgrenzung zwischen Verkauf und Mahnungsabwicklung für den Verkauf. Zahlungszielvereinbarung Die Zahlungszielvereinbarungen mit den wesentlichen Kundengruppen werden quartalsweise überprüft und Abweichungen mit den Kunden diskutiert. Managementsystem Im Managementsystem ist die Handhabung von Risiken und deren Umgang mit Risiken systematisch abgebildet. Dies gilt auch für Risiken im wirtschaftlichen Bereich. Daraus resultiert eine verbesserte Klarheit in der Behandlung und in der Absicherung der Risiken. Das in den Vorjahren ermittelte Risikoinventar inklusive entsprechende Maßnahmen wurde fortgeschrieben. Im kommenden Geschäftsjahr soll das Risikomanagement neu aufgesetzt und in IT-Systeme übertragen werden. D. Chancenbericht Unsere Chancen liegen in dem langfristig weltweit steigenden Bedarf für Agrarprodukte. Dies gilt insbesondere auch für Milchprodukte. Bei steigender Weltbevölkerung steigt der Bedarf an Nahrungsmitteln. Gleichzeitig steigt in den sich entwickelnden Regionen der Verbrauch pro Einwohner. Beide Entwicklungen führen langfristig zu steigendem Absatz. Zudem führt die Konkurrenz knapper werdender Anbauflächen mit Energieerzeugung zu einer Konkurrenz der Anbauflächen für Lebensmittel und Energieerzeugungspflanzen. Damit lassen sich längerfristig steigende Agrarpreise vorhersehen. Daher hat die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Milchlieferanten, mit denen ein Dauerlieferverhältnis besteht, für frischli Milchwerke eine hohe Priorität. Dazu gehören auch die offene Information und die kritische Diskussion der laufenden Entwicklungen und eine glaubwürdige Haltung zu den Herausforderungen der Zukunft. Dies schafft die Basis für eine stabile Zusammenarbeit auch in volatilen Märkten bei schwankenden Verwertungen. Mit der Ergänzung des haltbaren Sortiments um den Frischebereich in Foodservice und Industrie, sowie der klaren Fokussierung auf Wachstumssegmente im Rahmen der aktualisierten Strategie, ist der Grundstein für eine weitere positive Entwicklung gelegt. Die Umsetzung von Festpreisen und Warentermingeschäften eröffnet die Chance, Verwertungen abzusichern und Unsicherheit zu beseitigen. Die bestehenden Projekte für Risikomanagement bzw. Festpreise bei Landwirten lassen ein größeres Potential auch für die frischli Milchwerke erkennen. Im abgelaufenen Wirtschaftsjahr wurde auf den Trend der "pflanzlichen Ernährung" dahingehend reagiert, dass im Food Service ein Sortiment an pflanzenbasierten Produkten eingeführt und weiterentwickelt wurde. Weitere Entwicklungsprojekte in diesem Segment sind in Planung, eine erste Umsetzung wird für das folgende Geschäftsjahr erwartet. frischli ist nachhaltig auf der Suche nach Kooperationspartnern, die es erlauben, die Unternehmensstrategie umzusetzen. Dazu wird ein systematischer Ansatz verfolgt. Der Kernpunkt ist dabei das Interesse von möglichen Kooperationspartnern, die Projekte und die Realisation einfacher Lösungen zum beiderseitigen Vorteil. E. Prognosebericht Die Planung für das Wirtschaftsjahr 2024/2025 geht davon aus, dass sich im Foodservice der Absatz, insbesondere durch Fokus auf die stärker wachsenden Segmente, an Vor-Corona Zeiten annähern und er im Umsatz weiter übertroffen wird. Im Zusammenspiel mit den ab Juli 2024 gültigen Kontrakten im Retail wird insgesamt mit einem positiven Ergebnis gerechnet. Zusätzlich wird mit der Einführung von pflanzlichen Alternativen zum Geschäftsjahresende ein kontinuierlicher Wachstumsimpuls erwartet.Die Mehrjahresplanung wurde aufgrund der überarbeiteten Unternehmensstrategie aktualisiert und zeigt deutliches Wachstum sowie die Einhaltung der Finanz Kennzahlen in den folgenden Jahren. Die Planung für das Wirtschaftsjahr geht von deutlich stabileren Bedingungen als in den Vorjahren aus. Dennoch wurden mögliche Risiken diskutiert. Die Ergebnisse zeigen, dass bei den unterstellten Szenarien die Liquidität der frischli Milchwerke gesichert ist. Die Märkte zeigen auf der Verwertungsseite für 2024/2025 eine steigende Linie. Der Verlauf der damit einhergehenden Auszahlungspreise wird in den Verkaufspreisen geplant. Wir gehen unter den geschilderten Rahmenbedingungen insgesamt von einer Normalisierung, d.h. einem deutlich geringeren Jahresergebnis (EBIT) aus. Der durchschnittliche Auszahlungspreis wird an allen Produktionsstandorten höher als im Vorjahr erwartet. Der Personalbedarf sowie die Abfallmenge werden sich auf dem Niveau des abgelaufenen Geschäftsjahres bewegen.
Rehburg-Loccum, 09.07.2024 BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN KONZERNABSCHLUSSPRÜFERSAn die frischli Milchwerke GmbH, Rehburg-Loccum: Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der frischli Milchwerke GmbH, Rehburg-Loccum, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. März 2024, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lagebericht (nachfolgend; Lagebericht) der frischli Milchwerke GmbH, Rehburg-Loccum, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft Die im Abschnitt 2.1.10 des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) und die in den Abschnitten 2.1.7 bis 2.1.9 des Lageberichts enthaltenen Angaben zum Managementsystem und Nachhaltigkeitsbericht haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die im Abschnitt "Prüfungsurteile" genannten, nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Lageberichts. Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Konzernabschlussprüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten zu dem Schluss gelangen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 5. September 2024 Hamburger
Treuhand Gesellschaft
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