DG Immobilien Invest GmbH
Selbe AdresseVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
René Hille seit 4.2.2025 | Geschäftsführer |
Christian Seidl seit 4.2.2025 | Geschäftsführer |
Christian Spieker seit 6.8.2024 | Prokura |
Helmut Gruber seit 6.8.2024 | Geschäftsführer |
Stephan Thomas Reinermann seit 6.8.2024 | Prokura |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Thomas Duvenbeck Invest GmbH (vormals: Thomas Duvenbeck Holding GmbH)BocholtKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021KONZERNLAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021THOMAS DUVENBECK HOLDING GMBH, BOCHOLTDer Lagebericht wird in folgende Berichtsteile untergliedert: 1. Grundlagen des Unternehmens a. Geschäftsmodell des Unternehmens b. Forschung und Entwicklung 2. Wirtschaftsbericht a. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen b. Geschäftsverlauf c. Lage d. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 3. Prognosebericht 4. Chancen- und Risikobericht a. Chancenbericht b. Risikobericht c. Gesamtaussage 5. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten 6. Gesamtaussage 1. Grundlagen des Unternehmens a. Geschäftsmodell des Unternehmens Der Unternehmensgegenstand des Konzerns der Thomas Duvenbeck Holding GmbH, Bocholt (im Folgenden auch: das Unternehmen, der Duvenbeck Konzern), ist die Entwicklung und Installation von Logistiksystemen und Konzepten, die Installation und Übernahme von Logistikmanagement- und Steuerungssystemen, die Herstellung und Installation von Logistiksoftware sowie die Erbringung von Transport- und Logistik-Dienstleistungen im Bereich Transport- und Logistik-Outsourcing im In- und Ausland. Zudem erbringt das Unternehmen Montagedienstleistungen. Insgesamt bietet das Unternehmen Produkte für die Bereiche Beschaffungslogistik, Produktionslogistik, Distributionslogistik und Montagetätigkeiten für die Kundengruppen Automotive und None Automotive sowie Agrar- und High-Tech-Logistik an. Neue, am Markt ausgerichtete Konzepte, modernste Technik und Spezial Equipment sorgen dafür, dass sich unsere Kunden gegenüber den Mitbewerbern einen wesentlichen Vorteil am Markt verschaffen können. Die Kundenstruktur des Duvenbeck Konzerns setzt sich vornehmlich aus Großkunden der Automobil- und der Automobilzulieferindustrie, Landmaschinentechnik und Hightechindustrie zusammen. Zu den Kunden des Unternehmens zählen über 30 namhafte Hersteller aus der Automobil- und Automobilzulieferindustrie. Für die Kunden werden Speditions- und Transportdienstleistungen, Lager- und Umschlagsleistungen, Traileryardbewirtschaftungen, Montagen und Value Added Services durchgeführt. Wesentliche Veränderungen in den Geschäftsbeziehungen zu solchen Kunden können Auswirkungen auf den Umsatz haben. Ein zu starker Ergebnisrückgang kann jedoch durch einen kurzfristigen Abbau von variablen Kosten verhindert werden. In den Konzernabschluss wurden neben der Muttergesellschaft, der Thomas Duvenbeck Holding GmbH, folgende in- und ausländische Gesellschaften mit einbezogen: Duvenbeck Kraftverkehr GmbH & Co. Spedition KG, Bocholt Duvenbeck Consulting GmbH & Co. KG, Bocholt DUVENBECK Logistics GmbH, Bocholt Duvenbeck Transport GmbH, Bocholt DUVENBECK Solution and Engineering GmbH, Bocholt DUVENBECK Logistics Europe GmbH, Bocholt Thomas Duvenbeck Vermietungs GmbH, Bocholt Thomas Duvenbeck Objekt GmbH, Bocholt Emplion GmbH, Bocholt DUVENBECK Assembly and Logistics GmbH, Bocholt Duvenbeck Logistik GmbH, Graz, Österreich Duvenbeck Logistik s.r.o., Volduchy, Tschechien Thomas Duvenbeck Immobilien sro, Volduchy, Tschechien Duvenbeck Slovensko s.r.o., Bratislava, Slowakische Republik DUVENBECK LOGISTIK Sp. z o.o., Wroclaw, Polen DUVENBECK LOGISTICA S.L, Vitoria-Gasteiz, Spanien Duvenbeck Logistik SRL, Brasov, Rumänien S.C. DUVENBECK IMOBILIARE S.R.L., Brasov, Rumänien Duvenbeck Logizstikai Kft., Csehbanya, Ungarn DUVENBECK IMMO Logizstikai Kft.,Kecskemét, Ungarn THOMAS DUVENBECK IMMOBILIEN INVEST Kft, Veszprém, Ungarn Duvenbeck Consulting & Administration GmbH, Graz, Österreich Die Geschäftsführung prüft derzeit Möglichkeiten der Geschäftsausweitung. Hierbei kann es zu Ausweitungen der Gesellschafterstruktur kommen, die entsprechende Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Thomas Duvenbeck Holding GmbH haben könnten. Das Unternehmen ist nach handelsrechtlichen Vorschriften zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichts verpflichtet. b. Forschung und Entwicklung Zur permanenten Optimierung der eigenen Geschäftsprozesse und Optimierung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit im Hinblick auf effiziente Abläufe der Supply Chain beschäftigt das Unternehmen ein Team von Mitarbeitern in der Prozessoptimierung und IT-Entwicklung. Dies soll auch in den nächsten Jahren leistungsfähige Abläufe sicherstellen. 2. Wirtschaftsbericht a. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2021 um 2,9 % gewachsen, nachdem es durch die Corona-Krise im Jahr 2020 zu einem kräftigen Einbruch des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) gekommen war. Die Industrie litt im letzten Jahr unter gravierenden Lieferengpässen bei zentralen Vorprodukten und konnte ihre Produktion - trotz voller Auftragsbücher - nicht wieder richtig hochfahren. Einige Bereiche der Dienstleistungen mussten pandemiebedingt zu Beginn und auch wieder gegen Ende des Jahres schmerzhafte Einschränkungen ihrer wirtschaftlichen Aktivitäten verkraften (Quelle: BMWi, Pressemitteilung vom 14.01.2022). Laut der Bundesvereinigung Logistik (BVL) ist die Leistung der Logistikbranche (Transport der Güter und ihre Lagerung) im Jahr 2020 aufgrund der Einflüsse der Corona-Pandemie gesunken. Von diesem niedrigeren Niveau konnte sich die Leistung in diesem Wirtschaftsbereich erholen. Im Jahr 2021 konnte die Branche daher einen Wiederanstieg von ca. 5 % verzeichnen. b. Geschäftsverlauf Die Geschäftsführung des Konzerns kann trotz der negativen Einflüsse durch die COVID-19-Pandemie auf ein positiv abgeschlossenes Geschäftsjahr 2021 zurückblicken. Aufgrund der pandemiebedingten Umsatzeinbrüche während des gesamten Jahres lag der Umsatz zwar unter den Umsatzerwartungen, jedoch deutlich über dem Vorjahresniveau. Der im Vorjahr prognostizierte Umsatz von 780 Mio. EUR konnte mit 729 Mio. EUR nicht erreicht werden. Ursächlich hierfür waren im Wesentlichen die pandemiebedingten Produktionsausfälle bei Kunden, die zu entsprechenden Ausfällen erwarteter Umsätze des Konzerns geführt haben. Der Materialaufwand hat sich proportional zum Umsatz entwickelt, während die Personalkosten sich unterproportional zum Umsatz entwickelt haben. Das Finanzergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 12 erhöht. Dies ist u.a. auf Veränderungen der Finanzierungskonditionen durch die staatlich geförderten KfW-Unternehmerkredite des Jahres 2020 zurückzuführen. Das Ergebnis vor Ertragsteuern ist gegenüber dem Vorjahr um ca. 9,3 Mio. EUR auf 15,9 Mio. EUR gestiegen. Das Konzernergebnis beträgt 10,0 Mio. EUR und liegt damit im Rahmen unserer Erwartungen (Prognose im Vorjahr: 10,0 Mio. EUR). c. Lage Im Folgenden werden die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens dargestellt. Ertragslage Die aus der Gewinn- und Verlustrechnung abgeleitete Gegenüberstellung der Erfolgsrechnungen der beiden Geschäftsjahre 2021 und 2020 zeigt folgendes Bild der Ertragslage und ihrer Veränderungen:
Bei einem Fortbestand der gegenwärtigen Konzernstrukturen, rechnet der Konzern für das Geschäftsjahr 2022 mit einem steigenden Umsatz (TEUR 760.000). Welche Auswirkungen die COVID-19-Pandemie und der Ukraine-Konflikt vor diesem Hintergrund auf das Jahresergebnis haben werden, lässt sich abschließend noch nicht beurteilen. So führen die politischen Sanktionen und Auswirkungen auf die konjunkturelle Entwicklung zu Unsicherheiten. Hierzu zählen Störungen von globalen Liefer- und Logistikketten, die hohe Volatilität der Rohstoff- und Energiemärkte, gesteigerte Frachtkosten sowie höhere Inflationsraten. Das Unternehmen rechnet zurzeit mit einem Konzernjahresüberschuss im Geschäftsjahr 2022 von TEUR 10.000. Finanzlage Zur Beurteilung der Finanzlage wurde die nachfolgende Cash-Flow Darstellung mit entsprechendem Vorjahresausweis erstellt:
Der Finanzmittelfonds hat sich gegenüber dem Vorjahr verringert, er ist gegenüber dem Vorjahr von TEUR 30.925 auf TEUR 6.656 gesunken. Ursachen hierfür sind im Wesentlichen der gesunkene Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit sowie ein gesunkener Cash-Flow aus laufender Finanzierungstätigkeit. So war letzterer geprägt durch Zuflüsse durch die Aufnahme der Unternehmerkredite der KfW in Höhe von TEUR 35.000. Die unmittelbaren und mittelbaren Auswirkungen der COVID-19-Pandemie sowie des Ukraine Konflikts auf unsere Geschäftstätigkeit lassen sich nicht abschließend beurteilen. Wie beschrieben, können die politischen Sanktionen und Auswirkungen auf die Konjunktur zu nachhaltigen negativen Effekten führen. Das Unternehmen rechnet aber trotzdem für das Geschäftsjahr 2022 mit einem steigenden Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit, was allerdings insbesondere im zweiten Halbjahr eine gesamtwirtschaftliche Erholung und Nachholeffekte ausbleibender Produktionen europäischer Automobilhersteller bedingt. Ziel des Finanzmanagements ist eine optimale Bewirtschaftung des Working Capital. Dabei stehen das Debitorenmanagement und die Senkung der in Anspruch genommenen Kontokorrente sowie die Sicherung der Fahrzeugfinanzierungen im Mittelpunkt. Alle Zahlungsströme werden konzernweit grundsätzlich zentral gesteuert. Dadurch konnten die Zahlungsströme innerhalb der Gruppe optimiert und die Ziele der Finanzplanung erleichtert werden. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten, Factoring, Leasing und über Kreditlinien verschiedener Banken. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Im März 2020 hat die Ausbreitung des Corona-Virus in Europa wesentliche Auswirkungen auf Liefer- und Logistikketten produzierender Unternehmen in Europa genommen. Dies führte zu Lieferengpässen und in Folge mit Produktionsreduzierungen in zahlreichen Unternehmen. Durch den Einfluss der Corona-Pandemie und den Umsatzeinbruch im Geschäftsjahr 2020 wurde zur Stärkung der Finanzierungsbasis ein Unternehmerkredit bei der KfW beantragt und in Höhe von TEUR 35.000 aufgenommen. Die hieraus abrufbaren Mittel betragen insgesamt TEUR 50.000. Es handelt sich um endfällige Darlehen zum 30. September 2022, die mit einem Zinssatz von 2,0% p.a. verzinst werden. Sie unterliegen den Beihilfen nach den "Bundesregelungen niedrigverzinslicher Darlehen 2020" und den "Bundesregelung Bürgschaften 2020". Die derzeitigen Planungen zu Rückzahlungen im Geschäftsjahr 2022 sollen eine sichere Refinanzierung des Konzerns sicherstellen. Basis für diese Maßnahmen stellt ein detailliertes, rollierendes Liquiditätsmanagement dar. Dies stellt eine mittelfristige Liquiditätsausstattung zur Finanzierung der Unternehmensgruppe sicher. Vermögenslage Aktiva
Es wurde für das Jahr 2021 mit einem, gegenüber dem Vorjahr, höheren Eigenkapital geplant. Das Eigenkapital ist um 10,7 Mio. EUR (Vorjahr 2,6 Mio. EUR) gestiegen. Zum 31.12.2022 geht das Unternehmen ebenfalls mit einem Anstieg des Eigenkapital aus. Dies setzt allerdings voraus, dass die beschriebenen Effekte aus dem Ukraine-Konflikt keine nachhaltigen, negativen Auswirkungen auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung besitzen. Für unsere interne Unternehmenssteuerung sind die folgenden Kennzahlen von Bedeutung: Eigenkapitalquote und durchschnittlicher Umsatz pro Mitarbeiter. Die Eigenkapitalquote hat sich im Geschäftsjahr trotz des Anstiegs der Bilanzsumme von 28,2 % auf 29,6 % erhöht. Der durchschnittliche Umsatz pro Mitarbeiter betrug im Geschäftsjahr TEUR 128 (Vorjahr: TEUR 129). Die Mitarbeiter als Leistungsträger sind dem Konzern wichtig. Eine hohe Mitarbeiterzufriedenheit ist daher ein Teil unserer Unternehmenskultur. Die geringe Fluktuation und die wiederholten sehr gute Platzierungen bei der Focus Umfrage "bester Arbeitgeber Deutschlands" spiegeln die Zufriedenheit der Mitarbeiter wider. 3. Prognosebericht In den ersten beiden Monaten des Jahres 2022 haben sich die global bestehenden Probleme der Liefer- und Logistikketten produzierender Unternehmen auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft ausgewirkt. Hierzu zählen Liefer- und Produktionsverzögerungen im gesamten Zulieferprozess, was in der Automobilbranche zu verminderten Produktionsmengen bzw. Produktionsstilllegungen in den europäischen Werken führt. Zudem wird die Eskalation des Ukraine-Konflikts hin zu einem Krieg auf europäischem Boden zu zusätzlichen Auswirkungen führen. Der Umfang der wirtschaftlichen Auswirkungen durch Sanktionen, die Unterbrechung von osteuropäischen Produktions- und Lieferketten sowie die weiteren konjunkturellen Konsequenzen (z. B. Energiepreis- und Zinsentwicklungen) lassen sich noch nicht quantifizieren. Der Preisanstieg für Treibstoffe hat starke Auswirkung auf die Transportpreise. Das Unternehmen begegnet diesen Risiken durch vertraglich vereinbarte Diesel-Floater, die Preisveränderungen zeitversetzt an Kunden im Wesentlichen weitergeben. In welcher Höhe diese Kostenveränderungen Auswirkungen auf das Jahresergebnis haben werden, lässt sich abschließend noch nicht beurteilen. Gleiches gilt für weitere negative gesamtwirtschaftliche Effekte. Die genannten Effekte besitzen insgesamt einen negativen Einfluss auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung im Geschäftsjahr 2022. Das Unternehmen begegnet diesen Effekten mit verschiedenen Maßnahmen, wie z.B. kurzfristigen alternativen Tätigkeiten im Speditionsbereich sowie der Anmeldung zur Kurzarbeit innerhalb der gesetzlichen Möglichkeiten. Das Unternehmen hat keine Kunden- oder Lieferantenbeziehung zu russischen Geschäftspartnern. Der negative Einfluss wirkt sich daher hier nur indirekt aus. In der Ukraine ergeben sich derzeit Speditionsleistungen in Höhe von ca. TEUR 4.500, die im Wesentlichen durch einen ukrainischen Subunternehmer ausgeführt werden. Die entsprechenden Umsätze haben sich derzeit stark reduziert. Die Unternehmensgruppe konnte hierfür kurzfristig kompensierende Geschäfte abschließen. Es wird allerdings erwartet, dass sich im zweiten Halbjahr 2022 durch angekündigte Mehrproduktionen der Automobilhersteller ein positiver Nachholeffekt ergeben wird, der sich sowohl auf den Speditions- als auch auf den Logistikbereich positiv auswirken wird. Vor diesem Hintergrund geht die Geschäftsführung derzeit davon aus, dass diese Entwicklungen die genannten negativen Effekte im Wesentlichen kompensieren werden. Unter dieser Annahme geht die Geschäftsführung von einem Konzernjahresüberschuss von 10 Mio. EUR aus, sowie von einer Steigerung der Umsatzerlöse auf 760 Mio. EUR. 4. Chancen- und Risikobericht a. Chancenbericht Die europäische und insbesondere die deutsche Wirtschaft ist stark mittelständisch geprägt. Der deutsche Mittelstand erwirtschaftet nahezu die Hälfte des gesamten Umsatzes aller deutschen Unternehmen. Für Unternehmen mittlerer Größe bedeutet die fortschreitende Internationalisierung häufig auch eine Herausforderung für die eigenen Logistikprozesse. Durch die Zusammenarbeit mit einem Logistikdienstleister können diese Abläufe effizienter gestaltet werden. Auf der Beschaffungsseite können wir auf eine breite Palette von Lieferanten zurückgreifen. Unsere hohen Qualitätsansprüche setzen wir durch Qualitätskontrollen, Kennzahlenreports und Zertifizierungen durch. Dem Wettbewerb am Markt, vor allem durch die zunehmende Konkurrenz der Anbieter in unserem Segment, werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen. Die Volkswirtschaft in Europa wurde und wird durch die Corona-Pandemie sowie den Ukraine-Konflikt beeinflusst. Kommt es im Anschluss wieder zu einer wachsenden europäischen Volkswirtschaft, werden ein steigender Absatz unserer Kunden uns neue Umsatzpotentiale eröffnen. Führungskräfte müssen zum Teil beherrschbare Risiken bewusst eingehen, um Chancen gezielt nutzen zu können. Zur Bewertung und Nachverfolgung sind eine Reihe von systematischen Kontrollinstrumenten installiert worden, die die Planungssicherheit erhöhen. Der Konzern investiert in die Förderung der eigenen Mitarbeiter. Die Ausbildungsangebote der eigenen "Duvenbeck-Akademie" und die bestehenden Kooperationen mit Hochschulen wurden erweitert. Damit wird die hohe Qualifikation der Mitarbeiter und Zufriedenheit weiterhin sichergestellt. Unsere Prozesse unterliegen einer stetigen Optimierung. Effizienzsteigerungen können zu Renditesteigerungen führen, wie z.B. durch die Reduzierung von Leerkilometern durch die Disposition. Weitere Chancen zur Steigerung der Rendite und Diversifizierung sieht der Konzern u.a. in der Verlängerung der Wertschöpfung im Rahmen der Logistiksparte. Entwicklungen durch die Corona-Pandemie und den Ukraine-Konflikt Das Ausmaß der Einflüsse durch die Corona-Pandemie und den Ukraine-Konflikt auf die Speditions- und Logistikbranche ist noch nicht abschließend bestimmbar. Durch unsere starke Fokussierung auf die Digitalisierung, die Ausrichtung unserer Unternehmenssteuerung anhand von zentralen Leistungsindikatoren sowie konsequentes Management, bestehen Chancen, dass wir zu den langfristigen Profiteuren einer möglichen Marktkonsolidierung gehören. b. Risikobericht Branchenrisiken Aufgrund der starken Abhängigkeit vom produzierenden Gewerbe wirken sich Produktionsänderungen in der Industrie stark auf Logistikdienstleister aus. Aus Sicht des Unternehmens bestehen Risiken im Bereich der internationalen Supply Chain. Weitere Risiken werden durch steigende Energie- und Transportpreise, die mögliche Insolvenz von Dienstleistern und den Fachkräftemangel gesehen. Zudem besteht nach Ansicht vieler Unternehmen in der Transportbranche eine Tendenz zu ruinöser Konkurrenz, die den Anstieg der Preise verhindert und somit den Substanzerhalt in der Transportbranche gefährdet. Risiken durch die Corona-Pandemie Die mittel- und langfristigen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und auf unser Kerngeschäft sind noch nicht abschließend bestimmbar. Weltweite Lieferketten und Produktionen sind unterbrochen bzw. eingeschränkt. Dies hat negative Auswirkungen auf unsere kurz- und mittelfristige Finanz- und Ertragslage. Eine mögliche längerfristige nachteilige Auswirkung ist nicht auszuschließen. Zur Eindämmung der Ausweitung der Corona-Pandemie waren in Europa die Reisemöglichkeiten teilweise zwischen den EU-Ländern für den Personenverkehr deutlich eingeschränkt. Weitere Maßnahmen wie Ausgangssperren, führten ebenfalls zu einem negativen Einfluss auf die Wirtschaft und den Warenverkehr. Der grenzüberschreitende Warenverkehr war zwar nicht unterbrochen, allerdings war er aufgrund verstärkter Grenzkontrollen von diesen Maßnahmen beeinflusst. Dies erschwerte und verlangsamte unsere Transportleistungen und kann dauerhafte Auswirkungen besitzen. Die Einflüsse des Ukraine-Konfliktes haben ebenfalls noch nicht quantifizierbare Auswirkungen auf unsere betrieblichen Leistungen. Rohstoffmangel und politische Sanktionen führen ebenso wie Produktionsstillstände unserer Kunden, wie auch der Mangel an Halbleitern, zu weiteren negativen Auswirkungen auf Liefer- und Logistikketten. Hinzukommen etwaige mittel- bis langfristige Fahrermängel aus dem osteuropäischen Raum. Dadurch können sich weitreichende Auswirkungen auf Logistikketten in Europa ergeben, die auch Auswirkungen auf unsere Kunden und deren Produktion besitzen. Wettbewerbsrisiken Der Eintritt neuer Wettbewerber oder der Verlust eigener Wettbewerbsvorteile gegenüber bestehenden Wettbewerbern am Markt, kann für das Unternehmen zu einem Risiko führen, die eigenen Logistiklösungen nicht mehr profitabel abwickeln zu können. Das Marktumfeld in der Logistikbranche ist durch eine Vielzahl von Anbietern mit geringen Marktanteilen gekennzeichnet. Durch diese Vielzahl kommt es in einigen Bereichen des Logistikmarktes zu einer hohen Wettbewerbsintensität. Dabei sind die Wettbewerber bestrebt, durch Größenvorteile oder auf Grund besonders effizienter Unternehmensstrukturen Wettbewerbsvorteile zu generieren. Der hohen Wettbewerbsintensität wird durch Konsolidierungen und lose Zusammenschlüsse, vor allem Allianzen, begegnet. Diese Zusammenschlüsse wesentlicher Wettbewerber oder auch Strategiewechsel infolge der Veränderung von Gesellschafterstrukturen können zu einer Verschiebung gegenwärtiger Wettbewerbspositionen führen. Das Entstehen von deutlich finanzkräftigeren Logistikkonzernen kann einen Wettbewerbsnachteil bedeuten, wenn zum Beispiel zukünftige Kundenanforderungen wesentliche Investitionen verlangen, die nicht im benötigten Rahmen umgesetzt werden können. Diesen Risiken begegnet die Geschäftsführung aktiv mit der Prüfung entsprechender Maßnahmen. Darüber hinaus kann die höhere Finanzkraft dieser Konzerne auch Auswirkungen auf die für das Unternehmen erzielbaren Preise haben, wenn Wettbewerber durch aggressives Preisverhalten danach streben, Kundenprojekte zu übernehmen. Hinzu kommen Risiken auf Grund der geänderten Kabotagebeschränkungen innerhalb der EU und des sich damit stetig intensivierenden Wettbewerbs durch Anbieter aus Ländern mit niedrigeren Lohn- und sonstigen Kostenniveaus, wie beispielsweise die osteuropäischen EU-Länder. Durch Veränderungen der globalen politischen Lage können weitere Risiken entstehen. Nachfrage- und Kundenrisiken Die Abhängigkeit von Kunden ist für einen Logistikdienstleister ein geschäftsimmanentes Risiko seiner unternehmerischen Tätigkeit. Durch die Kundenstruktur des Unternehmens bestehen besonders hier Risiken bei Neuausschreibungen auslaufender Kundenverträge. Das Unternehmen begegnet diesen Risiken mit ständiger Innovation und Effizienzsteigerungen in Kundenprojekten sowie einem umfassenden Customer Relationship Management. Allerdings reduziert sich das Risiko für das Unternehmen, da eine große Anzahl von unabhängigen Einzelprojekten mit unterschiedlichen Vertragslaufzeiten existiert. Risiken können sich aus strategischen Veränderungen auf Kundenseite ergeben, zum Beispiel durch Produktionsverlagerungen, Marktveränderungen oder Unternehmenszusammenschlüssen. Das Unternehmen ist bemüht, diese Risiken durch entsprechende vertragliche Gestaltungen zu minimieren. Insbesondere in Bereichen, in denen kundenspezifische Kapazitäten vorgehalten werden oder Infrastruktur zur Verfügung gestellt wird, ist das Unternehmen dem Risiko einer unerwartet niedrigen Nachfrage nach den vorgehaltenen Ressourcen ausgesetzt. Veränderungen der Nachfrage oder der Kundenanforderungen können zu veränderten Anforderungen für Einkauf und Vorhaltung von Infrastruktur führen. Das Risiko einer Unterauslastung des operativen Geschäfts wird durch flexible Kostenstrukturen mit hohen Fremdvergabeanteilen bei einfachen Dienstleistungen aufgefangen. Durch die Nutzung von Synergien aus der Zusammenarbeit zwischen den Geschäftsfeldern wird dieses Risiko zusätzlich reduziert. Bei Neukundenprojekten kann es zu zusätzlichen Aufwendungen in der Anlaufphase kommen. Das Unternehmen begegnet diesem Risiko durch detaillierte Prozessplanungen unter Einbeziehung des Kunden. Beschaffungsrisiken Für einen wesentlichen Teil der für die Kunden erbrachten Leistungen setzt das Unternehmen - insbesondere im Transportbereich - Subunternehmer und Lieferanten ein. Eine Nichtverfügbarkeit ausreichender Transportkapazitäten oder deren nachhaltige Verteuerung kann zu erheblichen Einkaufspreissteigerungen führen, die nicht in allen Fällen unmittelbar und zeitnah an Kunden weitergegeben werden können. Zu einer wesentlichen Verteuerung der erbrachten Dienstleistungen kann es ebenfalls durch die Verknappung von Rohstoffen kommen. Es besteht das Risiko, solche Kostensteigerungen nur zeitversetzt an den Kunden weitergeben zu können. Das Unternehmen versucht dieses Risiko durch Preisanpassungsklauseln in den Verträgen zu minimieren. Finanzrisiken Das Unternehmen finanziert sich durch ein detailliertes, rollierendes Liquiditätsmanagement. Das Liquiditätsmanagement ist dabei u.a. auf die Inanspruchnahme von Kontokorrenten sowie umfangreiches Factoring ausgerichtet. Etwaige Zinssteigerungen (z.B. durch mittelbar durch Leitzinssteigerungen der EZB) können zu einer deutlichen Erhöhung der Finanzierungskosten des Unternehmens bzw. der Unternehmensgruppe führen. Dies kann sich wesentlich auf die Ertragslage auswirken. Regulierungs- und Umweltrisiken Der Betrieb eigener Tankanlagen oder die Erbringung von Dienstleistungen im Kundenauftrag unterliegt im Unternehmen den jeweils gültigen rechtlichen Regeln und Vorschriften. Diese umfassen in vielen Ländern Transportlizenzen, die in einigen Fällen nationale von internationalen Aktivitäten unterscheiden. Weitere Beschränkungen und Lizenzerfordernisse können uhrzeit- oder wochentags abhängig vorliegen. In verschiedenen Kundenprojekten ist das Unternehmen auf das Fortbestehen der vorhandenen Lizenzen und Genehmigungen angewiesen. Ein Verlust könnte daher erhebliche negative wirtschaftliche Konsequenzen haben. Wesentliche Veränderungen bei der Erhebung von Abgaben, wie Maut oder sonstigen nutzungsabhängigen Entgelten sowie der Besteuerung, können erhebliche Auswirkungen auf die Wirtschaftlichkeit bestehender Geschäfte haben und sich negativ auf die Ertragslage auswirken. Gleiches gilt für weitere regulatorische Bestimmungen wie den europäischen Arbeitsschutz, der durch die Absenkung zulässiger Arbeitszeiten zu einer nachhaltigen Verteuerung der Landverkehrsaktivitäten führt. Umweltrechtliche Vorschriften und Auflagen sind im Unternehmen insbesondere in solchen Bereichen relevant, in denen die Erbringung der Logistik- und/oder Transportleistungen den Umgang mit potenziell gefährdenden Stoffen einschließt, wie etwa der Betrieb von Tankstellen oder von Tankreinigungsanlagen sowie auch die Erbringung von Gefahrguttransportleistungen. Das Unternehmen geht davon aus, durch konsequente Einhaltung aller Sicherheitsvorschriften und sonstige Vorkehrungsmaßnahmen die Risiken in diesem Bereich weit gehend ausgeschlossen zu haben. Das Unternehmen ist bereits seit einigen Jahren zertifiziert nach ISO 14001 (Energiemanagement) und ISO 50001 (Umweltmanagement). Rechtliche, IT- und sonstige Risiken Das Risiko operativer Schäden und Qualitätsmängel wird durch anerkannte Qualitätsmanagementsysteme, kundenorientierte Pflichtenhefte und umfangreiche Logistik-Controlling-Maßnahmen gemindert. In sicherheitskritischen Bereichen verfügt das Unternehmen über ausgefeilte Notfallpläne. Zudem hat das Unternehmen ein professionelles Vertrags- und Haftungsmanagement etabliert. Die Harmonisierung der IT-Systemlandschaften wird durch eigene Fachkräfte permanent weiterentwickelt um Risiken gering zu halten. Mitarbeiterrisiken Die Einführung des Mindestlohns in Deutschland und deren Erhöhung hat Auswirkung auf den Einsatz von Mitarbeitern der Unternehmensgruppe in Deutschland. Etwaige Änderungen im Lohngefüge können zu höheren Personalkosten führen. Das Unternehmen hat zu der Einführung des Gesetzes umfangreiche Rechtsmeinungen eingeholt, um alle Risiken rechtzeitig zu erkennen und hat notwendige Maßnahmen ergriffen. Eine eventuelle weitere Erhöhung des Mindestlohns birgt weitere Risiken. Auch in der Corona-Pandemie bleibt der Fachkräftemangel eine Herausforderung für die deutsche Wirtschaft. Laut einer Studie der Bertelsmann Stiftung gaben 66% der befragten Unternehmen an, dass bei ihnen momentane Fachkräfteengpässe bestehen. Schon heute wird es für viele Firmen in bestimmten Wirtschaftsbereichen immer schwieriger, vakante Stellen mit qualifizierten Fachkräften zu besetzen. Dem Risiko des Know-How-Verlustes wird durch eine breitere Know-How-Verteilung Rechnung getragen. Risikomanagementsystem Das Risikomanagementsystem des Unternehmens ist Teil des Planungs- und Controllingsystems und umfasst in einem einheitlichen System das gesamte Unternehmen. Ziel dieses Systems ist die frühzeitige Identifikation und Steuerung von Risiken, die die VFE-Lage des Unternehmens gefährden, um bestehende Erfolgspotenziale langfristig zu sichern und den Aufbau neuer Erfolgspotenziale zu ermöglichen. Die Risikoidentifikation beginnt in den dezentralen operativen Einheiten des Unternehmens. Die dort erfassten Risiken werden in den Führungsgesellschaften der Unternehmensbereiche sowie auf Gesellschafter-Geschäftsführer-Ebene zusammengeführt. Durch dieses System ist sichergestellt, dass auf den einzelnen Ebenen eine kritische Auseinandersetzung mit den identifizierten Risiken erfolgt. Zur Unterstützung unseres Risikomanagements besitzt die Unternehmensgruppe ein Compliance-Management-System. Dieses unterliegt stetiger Kontrollen und einer der Unternehmensgruppe angemessenen Weiterentwicklung. c. Gesamtaussage Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir weiterhin in einem schwierigen Wettbewerbsumfeld, steigenden Rohstoffpreisen, einem stagnierenden Preisniveau sowie kurz- und mittelfristig in den Auswirkungen der Corona-Pandemie und des Ukraine-Konfliktes auf die wirtschaftliche Entwicklung in Europa und unserem Kerngeschäft. Weitere Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. Zu den Risiken aus der Corona-Pandemie und des Ukraine-Konfliktes wird auf die oben beschriebenen Punkte verwiesen. 5. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Zudem werden Risiken aus Wechselkursschwankungen abgesichert. Die Absicherungen bestehen stets innerhalb gebildeter Bewertungseinheiten, um eine Übersicherung zu vermeiden. 6. Gesamtaussage Das Geschäftsjahr 2021 konnte trotz der Einflüsse der Corona-Pandemie positiv abgeschlossen werden, die Entwicklung des Unternehmens wurde damit bestätigt. Die richtigen Strategien der vergangenen Jahre haben ein stabiles Fundament für die weitere Unternehmensentwicklung geschaffen. Auch wenn sich im Jahr 2022 ungeplante Auswirkungen durch die Corona-Pandemie und den Ukraine-Konflikt ergeben, sind wir zuversichtlich, dass diese Entwicklung mittelfristig fortgeführt werden kann. Hierzu werden auch mögliche Geschäftsausweitungen und Erweiterungen der Gesellschafterstruktur zählen.
Bocholt, 30.03.2021 Thomas Duvenbeck Holding GmbH Thomas Duvenbeck, Geschäftsführer KONZERNBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2021THOMAS DUVENBECK HOLDING GMBH, BOCHOLTAKTIVA
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021
KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021THOMAS DUVENBECK HOLDING GMBH, BOCHOLTA. Allgemeine Angaben Die Thomas Duvenbeck Holding GmbH, Bocholt, mit Sitz in Bocholt ist beim Registergericht Coesfeld unter der Nummer HRB 9920 geführt. Die Gesellschaft hat erstmalig am 31. Dezember 2003 einen Konzernabschluss nach den Vorschriften §§ 290 ff. HGB aufgestellt. B. Angaben zum Konsolidierungskreis a) Vollkonsolidierung Der Konsolidierungskreis der Vollkonsolidierung umfasst neben der Muttergesellschaft nachstehende Tochtergesellschaften:
Die Gesellschaften sind unter den Voraussetzungen des § 264 Abs. 3 HGB bzw. des § 264b HGB von der Offenlegung befreit. b) Gemäß § 296 HGB nicht einbezogene Unternehmen Die nachfolgend aufgeführten Gesellschaften wurden auf Grund von untergeordneter Bedeutung für den Konzernabschluss nicht in den Konsolidierungskreis einbezogen.
C. Konsolidierungsmethoden 1. Abschlussstichtag Der Konzernabschluss der Thomas Duvenbeck Holding GmbH, Bocholt, sowie die Einzelabschlüsse sämtlicher in den Konzernabschluss einbezogener Unternehmen wurden einheitlich auf den Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens aufgestellt. Die Konzerngesellschaften wurden mit ihrem für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021 für Konsolidierungszwecke erstellten Abschluss in den Konzernabschluss einbezogen. 2. Kapitalkonsolidierung Hinsichtlich der Kapitalkonsolidierung aus Geschäftsjahren, die vor dem 31. Dezember 2009 begonnen haben, wurde im Rahmen der Erwerbsmethode im Sinne des § 301 HGB a. F. von der Buchwertmethode Gebrauch gemacht. In Geschäftsjahren, die nach dem 31. Dezember 2009 begonnen haben, werden neu konsolidierte Gesellschaften im Rahmen der Neubewertungsmethode nach § 301 Absatz 1 Satz 2 HGB in den Konzernabschluss einbezogen. Die Gesellschaften wurden auf Grundlage der Wertansätze zu dem Zeitpunkt erstmalig einbezogen, zu dem die Unternehmen Tochterunternehmen geworden sind. Die sich aus der Kapitalkonsolidierung ergebenden aktivischen Unterschiedsbeträge wurden im Rahmen der Erstkonsolidierung als Geschäfts- oder Firmenwert dargestellt und planmäßig abgeschrieben. Soweit sich aus der Kapitalkonsolidierung ergebende aktive Unterschiedsbeträge entsprechend § 309 Abs. 1 S. 3 HGB a. F. offen mit den Rücklagen verrechnet wurden, wurde die Verrechnung zum Bilanzstichtag beibehalten. Die sich aus der Kapitalkonsolidierung aus Vorjahren ergebenden passivischen Unterschiedsbeträge wurden als Konzernrücklage ausgewiesen (§ 309 Abs. 2 HGB a. F.). 3. Schuldenkonsolidierung Die Schuldenkonsolidierung erfolgt gemäß der gesetzlichen Grundlage (§ 303 Abs. 1 HGB) durch Eliminierung der Forderungen mit den entsprechenden Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. 4. Aufwands- und Ertragskonsolidierung In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurden konzerninterne Umsätze und sonstige Erträge mit den entsprechenden Aufwendungen gemäß § 305 HGB verrechnet. 5. Zwischenergebniseliminierung Auf eine Eliminierung von Zwischenergebnissen wurde verzichtet, da sie für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind. 6. Latente Steuerabgrenzung Die in der Konzernbilanz ausgewiesenen passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 737 beruhen im Wesenlichen auf Konzernkonsolidierungen und wurden entsprechend § 306 HGB gebildet. Passiven latenten Steuern aus der Aufdeckung von stillen Reserven und Lasten im Rahmen der Anwendung der Neubewertung stehen aktive latente Steuern aufgrund von Abweichungen auf Ebene der Einzelabschlüsse gegenüber. Eine Verrechnung der latenten Steuern (Passivüberhang) für eine Steuerabgrenzung i.S.d. § 274 HGB i.V.m. §298 HGB sowie aus durchgeführten Konsolidierungsmaßnahmen nach § 306 HGB wurde vorgenommen. Die Differenzen aus der Anwendung der Neubewertungsmethode sowie aus Abweichungen auf Ebene der Einzelabschlüsse wurden mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen der betroffenen Gesellschaften bewertet. 7. Entwicklung des Konzerneigenkapitals Die separate Entwicklung des Konzerneigenkapitals ist nach § 297 Abs. 1 HGB integraler Bestandteil des Konzernabschlusses und nach DRS 22 im Rahmen des Konzerneigenkapitalspiegels gesondert dargestellt. Der ausschüttbare Betrag innerhalb des erwirtschafteten Konzerneigenkapitals beträgt TEUR 6.542 (Vorjahr: TEUR 4.971) und entspricht dem Bilanzgewinn des Einzelabschlusses der Thomas Duvenbeck Holding GmbH, Bocholt, zum 31. Dezember 2021. D. Währungsumrechnung Sofern die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen nicht in Euro aufgestellt sind, erfolgte die Währungsumrechnung der Bilanzposten zu Stichtagskursen bzw. der Posten der Gewinn- und Verlustrechnung zu Durchschnittskursen. Die sich aus der Umrechnung der Fremdwährungen ergebenden Differenzen wurden nach § 308a HGB erfolgsneutral in den Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" eingestellt. E. Angaben zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Abschlüsse des Mutterunternehmens und der Tochterunternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungsgrundsätzen aufgestellt (§§ 300, 308 HGB). Dies waren die nachfolgend genannten, für die Erstellung des Konzernabschlusses maßgebenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden: Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Herstellungskosten aktiviert und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten aktiviert und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Der Geschäfts- oder Firmenwert resultierend aus der Kapitalkonsolidierung wurde zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung aktiviert. Eine Abschreibung erfolgt entsprechend den zugrunde liegenden stillen Reserven. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Zugänge des Berichtsjahres wurden linear abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Die Vorräte wurden mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Forderungen wurden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, wurden angemessene Wertabschläge vorgenommen. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wurden Pauschalwertberichtigungen auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen gebildet. Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nominalwert bewertet. Rechnungsabgrenzungsposten wurden auf der Aktivseite der Bilanz gebildet für Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Bezüglich der Behandlung der aktivischen und passivischen Unterschiedsbeträge wird auf die Angaben zur Kapitalkonsolidierung im Rahmen der Konsolidierungsmethoden verwiesen. Der Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter beinhaltet die Unterschiedsbeträge aus den Kapitalkonsolidierungen auf den Zeitpunkt der Erstkonsolidierung, Einlagen und Entnahmen sowie die anderen Gesellschaftern zustehenden Ergebnisse. Pensionsverpflichtungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen und unter Berücksichtigung eines Rechnungszinses nach § 253 Abs. 2 S. 2 HGB von 1,88 % ermittelt, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der Ausschüttungssperre unterliegt ein Differenzbetrag in Höhe von EUR 1.249,00. Die Steuerrückstellungen wurden für die noch nicht veranlagten Steuern des Geschäftsjahres und der Vorjahre gebildet. Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag drohenden Verluste und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken. Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten wurden auf der Passivseite der Bilanz gebildet für Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, die Erträge für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die passiven latenten Steuern wurden unter Berücksichtigung der untenehmensindividuellen Steuersätze bewertet. Die Personalaufwendungen umfassen Aufwendungen für Löhne und Gehälter sowie für soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung. Bei der Auszahlung des Kurzarbeitergeldes an die Arbeitnehmer und dessen Erstattung durch die Bundesagentur für Arbeit handelt es sich um einen durchlaufenden Posten innerhalb der Löhne und Gehälter. Sozialversicherungsbeiträge, die auf Arbeitsausfälle während des Bezugs von Kurzarbeitergeld entfallen und die die Gesellschaft alleine zu tragen hatte, wurden von der Bundesagentur für Arbeit gemäß § 2 Abs. 1 KugV erstattet. Die Erträge aus der Erstattung werden im Personalaufwand direkt von den gezahlten Sozialversicherungsbeiträgen gekürzt. F. Erläuterung der Konzernbilanz Anlagevermögen Die Aufgliederung der Anlageposten und ihre Entwicklung in 2021 ist im beigefügten Konzernanlagespiegel dargestellt. Latente Steuern Die in der Konzernbilanz ausgewiesenen passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 737 beruhen im Wesenlichen auf Konzernkonsolidierungen und wurden entsprechend § 306 HGB gebildet. Passiven latenten Steuern aus der Aufdeckung von stillen Reserven und Lasten im Rahmen der Anwendung der Neubewertung stehen aktive latente Steuern aufgrund von Abweichungen auf Ebene der Einzelabschlüsse gegenüber. Eine Verrechnung der latenten Steuern (Passivüberhang) für eine Steuerabgrenzung i.S.d. § 274 HGB i.V.m. §298 HGB sowie aus durchgeführten Konsolidierungsmaßnahmen nach § 306 HGB wurde vorgenommen. Die Differenzen aus der Anwendung der Neubewertungsmethode sowie aus Abweichungen auf Ebene der Einzelabschlüsse wurden mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen der betroffenen Gesellschaften bewertet. Darüber hinaus bestehen folgende Differenzen nach § 274 HGB: Passive Steuerlatenzen ergeben sich, auf der Ebene der Einzelabschlüsse einzelner Konzerngesellschaften, aus Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz im Anlagevermögen und bei Rückstellungen, die sich in späteren Geschäftsjahren abbauen. Aktive Steuerlatenzen ergeben sich, auf der Ebene der Einzelabschlüsse einzelner Konzerngesellschaften, aus entsprechenden Differenzen im Anlagevermögen, bei Rückstellungen sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen einzelner Konzerngesellschaften.
Pensionsrückstellungen Die Pensionsrückstellungen sind mit dem nach versicherungsmathematischen Grundsätzen (Projected Unit Credit Method) errechneten Wert auf der Basis eines Rechnungszinses nach § 253 Abs. 2 S. 2 HGB in Höhe von 1,88 % angesetzt, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Lohn- und Gehaltssteigerungen waren bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen nicht zu berücksichtigen. Den biometrischen Annahmen bei der Ermittlung der Pensionsrückstellungen liegen die Heubeck Richttafeln 2005 G zugrunde. Der Unterschiedsbetrag der sich aus der Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz für 7 bzw. 10 Geschäftsjahre i.S.d. § 253 Abs. 6 HGB ergibt, beträgt EUR 1.047,00. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind im Einzelnen im folgenden Verbindlichkeitenspiegel dargestellt:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundschulden gesichert. G. Erläuterung der Konzern-Gewinn und Verlustrechnung Ergebnis vor Ertragsteuern und Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte Das Konzernergebnis vor Ertragsteuern und Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte stellt sich, ausgehend vom Ergebnis nach Steuern, wie folgt dar:
H. Sonstige Angaben Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung gemäß § 314 Nr. 23 HGB sowie Erträge und Aufwendungen, die einem anderen Geschäftsjahr zuzurechnen sind gemäß § 314 Nr. 24 HGB Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten in Höhe von EUR 1.002.856,64 Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen, in Höhe von EUR 2.743.299,78 Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sowie Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 884.004,71. Die Personalaufwendungen enthalten in Höhe von EUR 927.769,69 Erträge aus öffentlichen Zuwendungen aufgrund der Erstattung von Sozialversicherungsbeiträgen. Die Erstattungen erfolgten im Rahmen der Beantragung von Kurzarbeitergeld, welches in Höhe von EUR 1.391.654.54 in Anspruch genommen wurde und mit den Personalaufwendungen saldiert wurde. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten in Höhe von EUR 533.200,97 Aufwendungen aus dem Abgang von Anlagevermögen. Zudem enthalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von EUR 1.527.678,13 Aufwendungen aufgrund von Einzelwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten Zur Absicherung des Währungsrisikos aus Schulden wurden Devisentermingeschäfte für tschechische Kronen abgeschlossen. Diese werden im Rahmen von Micro Hedges zu Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB zusammengefasst. Die bilanzielle Abbildung erfolgt durch Verwendung der Einfrierungsmethode. Zum Bilanzstichtag bestehen entsprechende Devisentermingeschäfte mit einem Nominalwert von bis zu TEUR 20.200. Das Grundgeschäft in Höhe von bis zu TEUR 20.200 ist zum Bilanzstichtag vollständig abgesichert. Es liegt eine wirksame Sicherungsbeziehung vor, die über die Critical Terms-Match-Methode sichergestellt wird. Die gegenläufigen Wert- und Zahlungsstromänderungen werden sich im Geschäftsjahr 2022 und 2023 ausgleichen. Die Höhe der tatsächlich abgewickelten Termingeschäfte ist von der Kursentwicklung der tschechischen Kronen abhängig. Eine Übersicherung findet dabei nicht statt. Angaben zur Kapitalflussrechnung Die Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr (Anlage 4) wurde in Anlehnung an den Rechnungslegungsstandard DRS 21 erstellt. Demnach enthält der Finanzmittelfonds den Bestand an Zahlungsmitteln (TEUR 10.565) abzüglich des Bestandes an jederzeit fälligen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (TEUR 3.909). Angaben zu nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 2 HGB Diverse Konzerngesellschaften haben zur Verbesserung der Liquiditätsausstattung und zur Erschließung zusätzlicher Finanzierungsquellen ihren Fuhrpark im Wesentlichen durch Leasingverträge finanziert. Insgesamt haben die abgeschlossenen Leasingverträge bis zu 60 Monate Restlaufzeit. Die Leasingverpflichtungen belaufen sich auf ingesamt EUR 79.505.149,08 (Vorjahr: EUR 87.235.451,21) netto. Dabei gewährt ein Teil der Verträge zum Ende der Vertragslaufzeit dem Leasinggeber ein Andienungsrecht. Der andere Teil der Verträge beinhaltet zum Zeitpunkt des Ende der Vertragslaufzeit eine Kaufoption für die jeweilige Konzerngesellschaft. Je nach Marktlage bestehen daraus Chancen auf Buchgewinne. Die sich aus Verträgen mit einem Andienungsrecht ergebenden Restwerte sind in der Summe der Leasingverpflichtungen berücksichtigt. Sie betragen insgesamt EUR 22.698.355,61 (Vorjahr: EUR 23.765,207,37) netto. Die Fristigkeiten künftiger Abflüsse von Finanzmitteln aus Leasingverträgen gliedern sich wie folgt auf:
Zudem veräußern diverse Konzerngesellschaften zur Verbesserung der Liquiditätslage im Rahmen eines Factorings Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an einen Factor. Die Verkäufe führen zum Übergang des Delkredererisikos auf den Factor. Daneben tragen die Verkäufe zu einer von den tatsächlichen Zahlungszielen der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen unabhängigen Liquiditätsausstattung bei. Im Geschäftsjahr haben die entsprechenden Konzerngesellschaften insgesamt Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 714.659.944,61 (Vorjahr: EUR 623.121.249,11) an einen Factor angedient, die überwiegend auch angekauft wurden. Durch den Verkauf der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entstehen den beteiligten Konzerngesellschaften Factoringgebühren und Zinsaufwendungen. Factoringgebühren und Zinsaufwendungen können mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr entstehen. Die Höhe zukünftiger Aufwendungen ist von den tatsächlichen Forderungsverkäufen abhängig. Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 2a HGB Mietverpflichtungen: EUR 52.553.516,67 (Vorjahr: EUR 48.578.377,57) Die Mietverpflichtungen belaufen sich insgesamt auf EUR 52.553.516,67 (Vorjahr: EUR 48.578.377,57) und haben Restlaufzeiten bis zu 92 Monaten. Aufgliederung der Umsatzerlöse gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 3 HGB Segmentierung der geographischen Märkte nach dem Ort der jeweiligen Betriebstätigkeit (Umsatzherkunft)
Zahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 4 HGB
Angaben zum Abschlussprüferhonorar gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB Das Honorar des Abschlussprüfers für die Abschlussprüfungsleistungen beträgt im Geschäftsjahr EUR 140.000,00 netto. Mitglieder des Geschäftsführungsorgans gemäß § 285 Nr. 10 HGB Herr Thomas Duvenbeck Herr Christian Schweckhorst Herr Peter Overkamp (seit dem 26. Juli 2021) Die Herren Thomas Duvenbeck und Christian Schweckhorst sind einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Herr Peter Overkamp ist vertretungsberechtigt gemeinsam mit einem anderen Geschäftsführer. Unterlassen von Angaben Die Angabe der Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung des Mutterunternehmens für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben wird in analoger Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB unterlassen. Nachtragsbericht (§ 314 Abs. 1 Nr. 25 HGB) In den ersten Monaten des Jahres 2022 haben sich die global bestehenden Probleme der Liefer- und Logistikketten produzierender Unternehmen auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft ausgewirkt. Hierzu zählen Liefer- und Produktionsverzögerungen im gesamten Zulieferprozess, was in der Automobilbranche zu verminderten Produktionsmengen bzw. Produktionsstilllegungen in den europäischen Werken führt. Hinzugekommen sind durch die Eskalation des Ukraine-Konflikts hin zu einem Krieg auf europäischem Boden zusätzliche negative Auswirkungen. Der Umfang der wirtschaftlichen Auswirkungen durch die politisch vereinbarten Sanktionen, die Unterbrechung von Produktions- und Lieferketten sowie die weiteren konjunkturellen Konsequenzen lassen sich noch nicht quantifizieren. So dürften sich weitere Störungen von globalen Liefer- und Logistikketten, eine hohe Volatilität der Rohstoff- und Energiemärkte, gesteigerte Frachtkosten sowie höhere Inflationsraten auswirken. Die genannten Effekte besitzen insgesamt einen negativen Einfluss auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung im Geschäftsjahr 2022. Die Gesellschaft begegnet diesen Effekten mit verschiedenen Maßnahmen, wie z.B. kurzfristigen alternativen Tätigkeiten im Speditionsbereich sowie der Anmeldung zur Kurzarbeit innerhalb der gesetzlichen Möglichkeiten. Die Unternehmensgruppe hat derzeit keine Geschäftsbeziehungen mit Kunden oder Lieferanten in Russland. In der Ukraine ist die Unternehmensgruppe unter Einsatz eines ukrainischen Subunternehmers als Spediteur tätig (Volumen ca. TEUR 4.500 pro Jahr). Das dortige Transportvolumen ist derzeit stark reduziert, wird allerdings möglichst durch alternative Geschäfte kompensiert. Angaben zum Vorschlag für die Verwendung des Ergebnisses gem. § 314 Nr. 26 HGBDie Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn des Mutterunternehmens in Höhe von EUR 6.542.131,93 auf neue Rechnung vorzutragen.
Bocholt, den 30. März 2021 Thomas Duvenbeck
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersTHOMAS DUVENBECK HOLDING GMBH, BOCHOLTAn die Thomas Duvenbeck Holding GmbH, Bocholt Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Thomas Duvenbeck Holding GmbH, Bocholt, und ihrer Tochtergesellschaften - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der KonzernGewinn und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Thomas Duvenbeck Holding GmbH, Bocholt, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens, Finanz und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung der Thomas Duvenbeck Holding GmbH, Bocholt, Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bonn, den 31. März 2022 Flick
Gocke Schaumburg GmbH
Hoppen, Wirtschaftsprüfer Dr. Rottke, Wirtschaftsprüfer KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNGTHOMAS DUVENBECK HOLDING GMBH, BOCHOLT
KONZERN-EIGENKAPITALSPIEGELTHOMAS DUVENBECK HOLDING GMBH, BOCHOLT
Der Jahresabschluss wurde am 19. Dezember 2022 gebilligt. |
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