Stammdaten

Register
Amtsgericht Bad Homburg HRB 9342
Vorher
Mainfrost Tiefkühlkost GmbH
Eingetragen
8.9.2003
Branche
Herstellung von FertiggerichtenHerstellung von Würzmitteln und SoßenHerstellung von Frucht- und Gemüsesäften
Gegenstand
die Produktion und der Vertrieb von Tiefkühlkost

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Hyokyo Suh
seit 8.2.2019
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
CJ CheilJedang Corp.KOR
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

CJ CheilJedang Corp.
South Korea
153.600 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

CJ Mainfrost Foods GmbH

Oberursel

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immatertielle Vermögensgegenstände
3. Geschäfts- oder Firmenwert 47.679,00 52.615,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücks- gleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.835.862,90 3.794.278,90
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.776.437,00 6.384.746,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 400.821,91 433.027,76
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 389.193,92 90.459,16
III. Finanzanlagen
3. Beteiligungen 10.000,00 10.000,00
Summe Anlagevermögen 11.459.994,73 10.765.126,82
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.835.519,01 4.200.577,81
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.546.463,11 3.478.563,47
4. Sonstige Vermögensgegenstände 664.444,99 830.261,73
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.427.626,09 1.532.389,49
C. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten
1. Aktive Rechnungsabgrenzung 49.797,58 37.772,02
Summe Umlaufvermögen 12.523.850,78 10.079.564,52
Summe Aktiva 23.983.845,51 20.844.691,34

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 153.600,00 153.600,00
IV. Gewinnvortrag/Verlustvortrag 2.034.873,11 677.268,85
V. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 2.097.459,35 1.357.604,26
Summe Eigenkapital 4.285.932,46 2.188.473,11
B. Rückstellungen
2. Steuerrückstellungen 366.095,73 934.464,71
3. Sonstige Rückstellungen 2.545.589,84 1.123.169,49
Summe Rückstellungen 2.911.685,57 2.057.634,20
C. Verbindlichkeiten
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 12.000.000,00 12.000.000,00
4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 973.995,03 1.122.804,83
6. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.792.179,77 2.553.787,72
8. Sonstige Verbindlichkeiten 1.020.052,68 921.991,48
- davon aus Steuern: 81.745,69 (72.623,82)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: -3.610,01 (-1.704,76)
Summe Verbindlichkeiten 16.786.227,48 16.598.584,03
Summe PASSIVA 23.983.845,51 20.844.691,34

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

CJ MAINFROST FOODS GMBH, Oberursel

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR % EUR
1. Umsatzerlöse 47.834.400,84 € 100% 37.063.740,89 €
2. Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen - € - €
3. Sonstige betriebliche Erträge 572.486,70 € 1,20% 597.975,91 €
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren - 26.205.781,36 € -54,78% - 20.842.243,23 €
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter - 7.964.702,11 € - 6.274.970,42 €
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung - 1.382.258,29 € - 9.346.960,40 € -19,54% - 1.491.621,90 €
6. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sowie auf aktivierte Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs - 1.199.039,65 € -2,51% - 984.491,38 €
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen - 8.489.373,15 € -17,75% - 5.974.643,81 €
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge - € 0,00% - €
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 528.520,97 € -1,10% - 114.732,10 €
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 2.637.212,01 € 5,51% 1.979.013,96 €
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - 528.951,49 € - 618.510,60 €
12. Sonstige Steuern - 10.801,17 € - 539.752,66 € - 2.899,10 €
13. Jahresüberschuss 2.097.459,35 € 1.357.604,26 €

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben

Die CJ Mainfrost Foods GmbH hat ihren Sitz in Oberursel, Taunus und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Bad Homburg (Reg. Nr. 9342).

Der vorliegende Jahresabschluss erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) und den Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) sowie den einschlägigen Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags.

Der Abschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und den Anhang (einschließlich Anlagespiegel). Die Gewinn- und Verlustrechnung ist entsprechend § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert.

Grundsätze zur Bilanzierung und Bewertung/Erläuterungen zur Bilanz und GuV

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer abzüglich planmäßiger Abschreibungen, angesetzt. Die beweglichen Anlagegüter werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer pro rata temporis linear abgeschrieben.

Geringwertige bewegliche Anlagegüter mit einem Einzelanschaffungspreis bis zu € 800,00 netto werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Nach der Abgangsfiktion wird ihr Abgang nach fünf Jahren unterstellt.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren erfolgt zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten und -Preisminderungen bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalbetrag angesetzt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen worden.

Die flüssigen Mittel sind in Höhe ihres Nennwerts angesetzt.

Bei Bildung der Rückstellungen ist den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen worden. Sie sind in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem jeweiligen Erfüllungsbetrag passiviert.

Angaben zu einzelnen Posten der Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im nachfolgenden Anlagespiegel dargestellt.

Umlaufvermögen

Die Vorräte teilen sich wie folgt auf:

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.448.313,62
unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen; 0,00
fertige Erzeugnisse und Waren 2.387.205,39

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stellen sich wie folgt dar:

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Sonstige Vermögensgegenstände

davon mit Restlaufzeit mehr als 1 Jahr davon mit Restlaufzeit mehr als 1 Jahr
Geschäftsjahr Vorjahr
5.210.908,10 € 0,00 € 4.308.825,20 € 0,00 €

Eigenkapital

Das Stammkapital von € 153.600,00 ist mit dem Nennbetrag angesetzt.

Der Bilanzgewinn entwickelt sich wie folgt:

Gewinnvortrag zum 31. Dezember 2022: 2.034,873,11 €
Jahresüberschuss 2023: 2.097.459,35 €
Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2023: 4.285,932,46 €

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Bonusrückstellungen in Höhe von TEUR 653 und TEUR 560 für "Bibigo" Markenlizenzgebühren 2023 an CJ Cheiljedang.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

31.12.2021 davon Restlaufzeit bis 1 Jahr davon Restlaufzeit über 1Jahr davon Restlaufzeit über 5 Jahre
Verbindlichkeiten 16.786.227,48 € 16.786.227,48 € 0,00 € 0,00 €
Vorjahr davon Restlaufzeit bis 1 Jahr davon Restlaufzeit über 1Jahr it davon Restlaufzeit über 5 Jahre
Verbindlichkeiten 16.598.584,03 € 16.598.584,03 € 0,00 € 0,00 €

Sonstige Angaben

Arbeitnehmer

Am Bilanzstichtag waren im Unternehmen durchschnittlich 111 Mitarbeiter beschäftigt.

Geschäftsführung

Name, Vorname Tätigkeit/ausgeübter Beruf
Beckmann, Onne Geschäftsführer
Suh, Hyokyo Geschäftsführer

Die Voraussetzungen des § 264 Abs. 2 Satz 2 HGB liegen hinsichtlich dieses Jahresabschlusses nicht vor.

Soweit dieser Anhang keine Angaben über sonstige, nach den §§ 264 ff, 284 ff HGB angabepflichtige Sachverhalte enthält, haben diese im Geschäftsjahr nicht vorgelegen.

 

Oberursel, den 03.04.2024

gez.

Herr Onne S. Beckmann

und

Herr Hyokyo Suh

Anlagenentwicklung

CJ Mainfrost Foods GmbH

Anlagengruppe Anschaffungskosten Ansch.wert Anfang Zugang Abgang Umbuchung Ansch.wert bis 31.12.2023
0036 Gechäfts- oder Firmenwert 74.000,00 0 0 0 74.000,00
0085 Grundstückwerte eigener bebauten Grundst 525.760,90 0 0 0 525.760,90
0100 Fabrikbauten (eigener Grund) 3.460.054,27 153.628,24 0 0 3.613.682,51
0210 Maschinen 1.050.963,40 549.833,16 0 40.800,00 1.641.596,56
0240 Maschinelle Anlagen 7.419.694,89 755.088,08 0 -40.800,00 8.133.982,97
0260 Transportanlagen u.ä. 66.264,00 4.572,73 0 0 70.836,73
0280 Betriebsvorrichtungen 20.377,50 0 0 0 20.377,50
0290 Techn.Anlagen und Maschinen im Bau 0 403.693,92 -14.500,00 0 389.193,92
0321 PKW 58.804,24 0 0 0 58.804,24
0380 Sonst. Transportmittel 37.545,40 0 0 0 37.545,40
0400 Geschäftsausstattung 428.867,07 27.176,47 -1.483,92 -1.379,63 454.559,62
0410 Betriebsausstattung 282.562,16 94.093,44 0 0 376.655,60
0420 Büroeinrichtung 29.234,24 226,1 0 0 29.460,34
0480 Geringwertige Wirtschaftsgüter 2008 24.692,11 18.253,90 0 0 42.946,01
Summe Gesamt 13.478.820,18 2.006.566,04 -15.983,92 -1.379,63 15.469.402,30
Anlagengruppe Abschreibung Abschreibung Vorjahr Abschreibung Jahr Abschreibung bis 31.12.2023 Restbuchwert 31.12.2023
0036 Gechäfts- oder Firmenwert 21.385,00 4.936,00 26.321,00 47.679,00
0085 Grundstückwerte eigener bebauten Grundst 0 0 0 525.760,90
0100 Fabrikbauten (eigener Grund) 196.536,27 107.044,24 303.580,51 3.310.102,00
0210 Maschinen 760.227,40 129.903,16 890.130,56 751.466,00
0240 Maschinelle Anlagen 1.380.048,89 777.533,08 2.157.581,97 5.976.401,00
0260 Transportanlagen u.ä. 23.106,00 8.328,73 31.434,73 39.402,00
0280 Betriebsvorrichtungen 9.171,50 2.038,00 11.209,50 9.168,00
0290 Techn.Anlagen und Maschinen im Bau 0 0 0 389.193,92
0321 PKW 36.018,24 9.797,00 45.815,24 12.989,00
0380 Sonst. Transportmittel 22.743,40 5.452,00 28.195,40 9.350,00
0400 Geschäftsausstattung 220.532,16 89.397,18 308.549,71 146.009,91
0410 Betriebsausstattung 119.092,16 44.201,44 163.293,60 213.362,00
0420 Büroeinrichtung 8.353,24 1.996,10 10.349,34 19.111,00
0480 Geringwertige Wirtschaftsgüter 2008 24.533,29 18.412,72 42.946,01 0
Summe Gesamt 2.821.747,55 1.199.039,65 4.019.407,57 11.449.994,73

Lagebericht zum 31. Dezember 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die CJ Mainfrost Foods GmbH gehört mit 100% der Unternehmensanteile zur koreanischen CJ- Gruppe in Cheiljedang. Herr Onne Beckmann (ehemaliger 100% Anteilseigner des Ursprungs- Familienunternehmens) hat seine restlichen Anteile von 26% im Dezember 2023 an die CJ Cheiljedang abgetreten. Sitz der Gesellschaft ist Oberursel und wird in 2024 Bad Homburg. Als Produktions- und Handelsbetrieb beliefert das Unternehmen den Lebensmittelhandel in Europa mit eigenen Erzeugnissen und zugekauften Handelswaren und setzt sich für eine nachhaltige Entwicklung der Branche ein. Die Kernkompetenzen des Unternehmen CJ Mainfrost Foods GmbH, liegen in den Bereichen Zubereitung von koreanischen Teigtaschen mit verschiedenen Füllungen und in unterschiedlichen Formen und Größen am deutschen Standort Nidderau. Das Unternehmen entwickelt, produziert und liefert hochwertige Gefrierwaren- und Convenience-Food für den europäischen Nahrungsmittelhandel. Der wesentliche Tätigkeitsbereich der CJ Mainfrost Foods GmbH ist von dem Nahrungsmittelhandel abhängig. Die Nahrungsmittelindustrie zählt nach wie vor zu den bedeutendsten Wirtschaftszweigen in Deutschland und Europa. Dabei ist ihre Stabilität gerade in wirtschaftlich & politisch angespannten Zeiten ein wichtiger Beitrag für Wohlstand, Wachstum und Beschäftigung. Das Unternehmen gliedert sich in zwei Geschäftsbereiche, die eigene Produktion vor Ort und die Handelswaren aus der CJ Gruppe (in Asien). Diese ergänzen sich gegenseitig und ermöglichen eine effiziente Produktions- und Vertriebsstruktur. Somit kann ein breites Sortiment an hochwertigen asiatischen und insbesondere koreanischen Spezialitäten angeboten werden.

2. Unternehmensziele

die Unternehmensstrategie ist auf Expansion ausgelegt, wobei das Unternehmensziel ein jährlicher Umsatzzuwachs von wenigstens 30% vorsieht. Das Unternehmen hat sich in den vergangenen 6 Jahren vom Familienbetrieb mit Produktion deutscher Gerichte hin zum Internationalen Zulieferer koreanischer und asiatischer Gefrierwaren entwickelt. Die Investitionen in den Jahren 2019 bis 2023 ermöglichen es heute auch größere Auftragslagen bewältigen zu können. Weitere Investitionen sind kurz- und mittelfristig in Planung. Ferner ist der Personalstamm in den vergangenen Jahren von 70 auf 120 Mitarbeiter in allen Bereichen angewachsen und weitere Anstellungen stehen an. Der Plan ist das Unternehmen in seinem Gebiet innerhalb Europas zur Nr. 1 zu machen, was auch dem Firmenmotto "only one" in Korea entspricht.

3. Forschung und Entwicklung

Im Spannungsfeld zwischen ökonomischen Zwängen, Verbrauchererwartungen und gesellschaftlichen Forderungen stehen Unternehmen der Branche vor der Herausforderung und auch der Chance neue nachhaltige Produkte am Markt zu etablieren. Auch hier sind die Weichen für die Entwicklung eigener weiterer Produkte am Standort Nidderau gelegt und die Abteilung R&D etabliert, die eine enge Zusammenarbeit mit der CJ CheilJedang pflegt. Die Verbraucherwünsche nach gesunder und zeitgemäßer Ernährung stehen dabei im Mittelpunkt.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

1.1 Gesamtwirtschaftliche Bedingungen

Die deutsche Wirtschaft müht sich aus der Stagnation. Die Wirtschaftsleistung wird jedoch nur verhalten zulegen. Insgesamt dürfte das Bruttoinlandsprodukt im laufenden Jahr um 0,1 Prozent und im Jahr 2025 um 1,2 Prozent steigen und damit deutlich niedriger als das Kieler Wirtschaftsinstitut in seiner Winterprognose erwartet hatte. Eine große konjunkturelle Dynamik ist leider nicht absehbar. Die recht kräftigen Zuwächse des real verfügbaren Einkommens werden den privaten Konsum anschieben, auch wenn die tariflichen Steigerungen unter der Inflation lagen. Die Zinswende belastet jedoch weiterhin die Baubranche und größere Impulse seitens der Weltwirtschaft lassen auf sich warten. Zudem wird die sich nach dem Bundesverfassungsgerichtsurteil zum Nachtragshaushalt 2021 abzeichnende Konsolidierung die wirtschaftliche Expansion bremsen. Bezogen auf das Gesamtjahr 2023 war die konjunkturelle Schwäche vor allem dem rückläufigen Konsum und einem darbenden Auslandsgeschäft geschuldet. Auch die Bauaktivität zeigte sich in der Tendenz weiter abwärtsgerichtet. Das Finanzierungsdefizit des Staates dürfte von 2,5 Prozent in Relation zum Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2022 auf 0,7 Prozent im Jahr 2025 zurückgehen. Der Schuldenstand wird im gleichen Zeitraum von 66,1 Prozent auf 62,4 Prozent sinken.

Im Folgenden werden die Wirtschaftsregionen BRD und UK betrachtet, in denen das Unternehmen im Wesentlichen tätig ist.

BRD: Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt ist im Geschäftsjahr 2023 auf 1,5 % (für 2024 liegt die Prognose bei +0,2%) gesunken. Die Verbraucherpreise stiegen im Geschäftsjahr 2023 um 5,9 % (für 2024 wird eine Inflationsrate von 2,3 erwartet). Die Arbeitslosenquote liegt im Geschäftsjahr 2023 bei 5,3 %.

UK: Für das Vereinigte Königreich lag im Geschäftsjahr 2023 ein Anstieg beim Bruttoinlandsprodukt von 4,10% vor (für 2024 liegt die Prognose bei 0,48%). Tendenziell ist die Inflation im Vereinigten Königreich rückläufig: Im Herbst 2022 hatte sie ein Hoch von 11,1 Prozent erreicht. Nach Berechnungen des ONS war das die höchste Rate seit mehr als vier Jahrzehnten. Hintergrund waren vor allem steigende Energie- und Rohstoffpreise wegen des russischen Kriegs gegen die Ukraine. Die Verbraucherpreise lagen Anfang 2024 4,0 % über dem Vorjahresniveau. Die Arbeitslosenquote lag im Geschäftsjahr 2023 bei 4,1 %.

Bei der Markt- und Wettbewerbsposition sowie den rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen lagen im Jahr 2023 in beiden Ländern insgesamt die gleichen wesentlichen Veränderungen vor.

1.2 Branchenbezogene Rahmenbedingungen

In Deutschland ist die Lebensmittelindustrie unverändert zu den Vorjahren ein bedeutender Geschäftszweig innerhalb des verarbeitenden Gewerbes und sichert auch weiterhin nach Pandemiezeiten und zu Kriegszeiten in Europa die notwendige Grundversorgung der Haushalte. Die Lebensmittelindustrie ist ein Teil vom sogenannten Agribusiness (u.a. Futtermittel-, Getränke-, Landtechnik-, Pflanzenschutz-, Düngemittel- und Agrarrohstoffindustrie). Die Geschäftsführung hat auf die steigenden Rohstoff- und Energiepreise mit Umstrukturierung im Bereich Einkauf und Logistik und moderaten Preisanpassungen reagiert, weitere Anpassungen der Lebensmittelhersteller werden womöglich unumgänglich sein. Der zunehmende internationale Wettbewerb und die Marktkonzentration im deutschen Lebensmitteleinzelhandel schränken die Möglichkeiten für höhere Verkaufspreise dabei empfindlich ein. Der steigende Druck auf die Erträge belastet die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit der deutschen Lebensmittelproduktion. Immer mehr Kosten und Regulierung führen dazu, dass sich der Konsolidierungsdruck in der Branche fortsetzt. Im Inland als auch innerhalb Europas müssen sich die Hersteller auf immer höhere Anforderungen an Lebensmittel und ein steigendes Konsumbewusstsein einstellen. Der Online-Lebensmittelhandel hat dank Corona seine Position stärken können. Im Ausland finden sie zunehmende Handelsbarrieren vor, insbesondere der Ukrainekrieg und mangelnde Stabilität um den Suez-Kanal seien hier benannt. Verstärkt wird der harte Wettbewerb zusätzlich durch Unsicherheiten des Rohstoff- und Energiemarktes verursacht durch den Ukrainekrieg und des Wechsels zur Nachhaltigkeit, der das hohe Kostenniveau in der Lebensmittelproduktion weiter befeuert. Durch die Mindestlohnpolitik und die geltenden neuen Tarifabschlüsse steigen hierzu parallel die Lohnkosten.

2. Geschäftsverlauf und Lage

Die Umsätze der CJ Mainfrost Foods GmbH im Jahr 2022 sind von TEUR 37.064 um TEUR 10.771 auf TEUR 47.834 angestiegen. Die Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus der Erschließung weiterer Marktanteile in ganz Europa mittels einer stark expansiven Sales- und Marketingstrategie. Die Nachfrage im In- und Ausland nach asiatischen Gefrierprodukten ist weiterhin noch für Steigerungen offen. Damit hat sich die Wachstumsdynamik - wie von uns bereits zu Jahresbeginn erwartet - aufgrund des Markterfolgs unserer permanenten Produkterweiterung und der Expansion im In- und Ausland weiter beschleunigt. Ein wesentlicher Faktor für den Erfolg war der schnelle Aufbau einer neuen Produktionslinie mit höherer Kapazität und damit einhergehenden geringeren Produktionsstückkosten. Es bestehen keine wesentlichen Abhängigkeiten von Kunden oder Zulieferern. Letztere haben wir sogar diversifiziert, um schneller auf Lieferprobleme eingehen zu können. Die wesentlichen Rahmenbedingungen haben sich nicht verändert. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl der CJ Mainfrost Foods GmbH beträgt 111.

2.1 Allgemeine Vorbemerkung

Die Lage des Unternehmens muss im Jahr 2023 noch unter dem Gesichtspunkt des Abschlusses des Umbaus und der Optimierung der Abläufe betrachtet werden, der sich in 2024 hineinzieht. Hierzu zählen auch Projekte im Bereich Nachhaltigkeit und Effizienzsteigerung. Das Unternehmen setzt weiter auf ein organisches Wachstum mittels Investitionen aus erwirtschafteten Mitteln. Die Vermögens- und Finanzlage spiegelt dies in den folgenden Zahlen wieder.

2.2 Ertragslage

Das Unternehmen hat seine Kapazitäten in der Produktion und am Absatzmarkt bereits deutlich steigern können. Entsprechend verhält es sich mit der Kostenstruktur. Die Summe aus Material- und Personalaufwand, Abschreibungen, den sonstigen betrieblichen Aufwendungen hat sich gegenüber dem Vorjahr um 27% erhöht (auch aufgrund gestiegener Energie- Lohn- und Rohstoffkosten), während die Erhöhung der Umsatzerlöse 2% höher bei 29% liegt.

31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
Umsatzerlöse 47.834 TEUR 37.064 TEUR 29%
Sonstige betriebliche Erträge 572 TEUR 598 TEUR -4%
Materialaufwand -26.206 TEUR -20.842 TEUR 26%
Personalaufwand -9.347 TEUR -7.767 TEUR 20%
Abschreibungen -1.199 TEUR -984 TEUR 22%
Sonstige betriebliche Aufwendungen -8.489 TEUR -5.974 TEUR 42%
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -529 TEUR -115 TEUR 361%
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -529 TEUR -619 TEUR -14%
Sonstige Steuern -11 TEUR -3 TEUR 273%
Jahresgewinn (-) 2.097 TEUR 1.358 TEUR 54%

Wesentlicher Motor für die Ertragslage ist der Umsatzanstieg von 29%. Die Sonstigen betrieblichen Erträge sind von TEUR 598 um TEUR 25 auf TEUR 572 gesunken. Der Materialaufwand ist niedriger als der Umsatz um 26% gestiegen. Der Personalaufwand ist (um 20%) von TEUR 7.767 um TEUR 1.580 auf TEUR 9.347 gestiegen. Die Abschreibungen sind aufgrund der Aktivierung der Investitionen aus Anlagen im Bau und weiterer Investitionen von TEUR 984 um TEUR 215 auf TEUR 1.199 gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von TEUR 5.975 um TEUR 2.515 auf TEUR 8.489 gestiegen. Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen sind wegen der steigenden Zinsen und des aufgestockten Darlehens von 12 Mio. von TEUR 115 um TEUR 414 auf TEUR 529 gestiegen. In 2023 die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag von TEUR 619 im Vorjahr um TEUR 90 auf TEUR 529 gesunken, hierbei wurden im Jahr 2022 Steuern aus Vorjahren berücksichtigt. Die Sonstigen Steuern sind von TEUR 3 im Vorjahr um TEUR 8 auf TEUR 11 gestiegen. Daraus resultiert ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 2.097 gegenüber dem Jahresüberschuss in 2022 von TEUR 1.358.

2.3 Finanzlage

Die Finanzierung des Unternehmens wird durch ein mittelfristiges Bankdarlehen der Woori Bank Frankfurt in Höhe von EUR 4 Mio. EUR und durch ein mittelfristiges Bankdarlehen der Woori Bank London in Höhe von EUR 4 Mio., sowie ein mittelfristiges Bankdarlehen der Shinhan Bank in Höhe von EUR 4 Mio. gesichert. Für diese Darlehen ist die CJ CheilJedang als Bürge eingetragen. Sieben Mio. EUR sind für die Investitionstätigkeiten gedacht, fünf Mio. EUR als Working Capital.

Im Jahr 2023 sind wesentliche Investitionen in Höhe von 2 Mio. EUR getätigt worden. Diese wurde maßgeblich aus den laufenden Zuflüssen finanziert.

Anfang Oktober 2023 wurden die Bankdarlehen der Woori Bank Frankfurt und der Woori Bank London, in Höhe von 8 Mio. EUR um ein weiteres Jahr verlängert.

Die Bilanzsumme ist um TEUR 3.139 bzw. 15 % auf TEUR 23.984 gestiegen.

2.4 Vermögenslage

31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
Immaterielle Vermögensgegenstände 48 TEUR 53 TEUR -9%
Sachanlagen 11.402 TEUR 10.703 TEUR 7%
Finanzanlagen 10 TEUR 10 TEUR 0%
Vorräte 3.836 TEUR 4.201 TEUR -9%
Forderungen 4.546 TEUR 3.479 TEUR 31%
Sonstige Vermögensgegenstände 664 TEUR 830 TEUR -20%
Liquide Mittel 3.428 TEUR 1.532 TEUR 124%
EK 4.501 TEUR 2.188 TEUR 106%

Das Anlagevermögen ist von TEUR 10.755 um TEUR 695 auf TEUR 11.450 gestiegen. Die Zugänge zum Anlagevermögen betrugen im Geschäftsjahr 2023 TEUR 2.007. Davon entfallen TEUR 0 auf immaterielle Vermögensgegenstände, TEUR 2.007 auf Sachanlagen und TEUR 0 auf Finanzanlagen. Die Abschreibungen auf das immaterielle Vermögen und das Sachanlagevermögen betragen TEUR 1.199. Es wurde im Wesentlichen in technische Anlagen und Maschinen sowie in andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung investiert.

Zum Abschlussstichtag liegen keine wesentlichen Investitionsverpflichtungen vor. Die Finanzierung der Investitionen vom CJ Mainfrost Foods GmbH erfolgt aus dem Cashflow, vorhandenen Finanzmitteln bzw. neuen Kreditaufnahmen. Die Vorräte sind von TEUR 4.201 um TEUR 365 auf TEUR 3.836 gesunken. Die Verringerungen ergeben sich maßgeblich aufgrund der hohen Verkaufszahlen zu Ende des Jahres, der laufenden Produktion, des Einkaufs, der Lagerhaltung und der damit im Zusammenhang stehenden Schwankungen. Dazu haben sich Lagerwerte wegen erhöhter Kapazität und Nachfrage angepasst. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind von TEUR 3.479 um TEUR 1.068 auf TEUR 4.546 gestiegen. Die liquiden Mittel sind von TEUR 1.532 um TEUR 1.895 auf TEUR 3.428 gestiegen. Die CJ Mainfrost Foods GmbH konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr stets seine Zahlungsverpflichtungen erfüllen. Es liegen keine absehbaren Liquiditätsengpässe vor und die Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen ist sichergestellt. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind von TEUR 830 um TEUR 166 auf TEUR 664 gesunken. Das Eigenkapital in Höhe von TEUR 2.188 ist in 2023 zu Eigenkapital in Höhe von TEUR 4.286 angewachsen, aufgrund des Jahresüberschusses TEUR 2.097.

3. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
Rückstellungen 2.697 TEUR 2.058 TEUR 31%
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 12.000 TEUR 12.000 TEUR 0%
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 974 TEUR 1.123 TEUR -13%
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.792 TEUR 2.554 TEUR 9%
Sonstige Verbindlichkeiten 1.020 TEUR 922 TEUR 11%

Die Rückstellungen sind von TEUR 2.058 um TEUR 854 auf TEUR 2.912 gestiegen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind unverändert TEUR 12.000. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind von TEUR 1.123 um TEUR 149 auf TEUR 974 gesunken. Die Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen sind von TEUR 2.554 um TEUR 238 auf TEUR 2.792 gestiegen. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind von TEUR 922 um TEUR 98 auf TEUR 1.020 gestiegen.

4. Gesamtaussage

Trotz der bedingten Herausforderungen erhöhter Winterkrankenstände, Ukraine-Krieges und der Suez-Kanal Unruhen beurteilen wir die Geschäftsentwicklung im Unternehmen insgesamt als zufriedenstellend. Die strategische Expansion des Unternehmens und der Firmenstruktur wird weitergeführt, um in den kommenden Jahren als ein leistungsfähiger Wettbewerber am Markt zu fungieren. Durch die Konkurrenz am Markt und die Anbieter von relativ identischen Produkten ergibt sich ein steigender Margendruck, durch die großen Lebensmitteldiscounter als zentrale Abnehmer. Den eingeschlagenen Wachstumskurs haben wir im Berichtsjahr fortgesetzt, wir haben unsere gesteckten Ziele trotz des Ukrainekrieges und erhöhter Winterkrankenstände erreicht und erwarten das ebenso für unsere Ziele im Jahr 2024.

III. Sonstige Angaben

Ein Kernelement unserer Strategie des profitablen Wachstums ist die umfassende Produktoffensive in allen Geschäftsfeldern, mit der wir neue Kunden gewinnen und zusätzliche Märkte erschließen. Das Liquiditätsmanagement stellt sicher, dass das Unternehmen jederzeit seine Zahlungsverpflichtungen erfüllen kann. Hierzu ermittelt die CJ Mainfrost Foods GmbH die Zahlungsströme aus dem operativen Geschäft und gleichzeitig den Finanzierungsbedarf. Dabei wird darauf geachtet, die als notwendig erachtete Liquidität kostenoptimal bereitzustellen. Diesbezüglich können wir uns zusätzlich auf den Hauptanteilseigner, CJ CheilJeadang verlassen.

IV. Chancen- und Risikobericht

Die Geschäftsfelder vom CJ Mainfrost Foods GmbH sind einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Im Rahmen des Strategieprozesses werden anhand der vom Marketing und Vertrieb zusammen gestellten Marktzahlen weitere profitable Märkte ermittelt. Um unternehmerische Risiken und Chancen frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und konsequent zu handhaben, werden monatliche Management- Meetings mit allen Abteilungsleitern, sowie der Geschäftsleitung abgehalten in denen wirtschaftliche Kennzahlen besprochen werden, ferner finden mit einigen Abteilungsleitern wöchentliche Meetings statt. Das Risikomanagement des CJ Mainfrost Foods GmbH stellt sicher, dass bestehende und drohende Risiken erfasst, analysiert und hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und Tragweite bewertet werden. Dazu stehen der Geschäftsleitung interne und externe Reports zum Marktverhalten, Wettbewerb, Einkaufspreise am globalen Beschaffungsmarkt, internationale Verkaufspreise zur Verfügung. Ziel ist es, identifizierte Risiken auf ein akzeptables Niveau bei möglichst geringem Kostenaufwand zu begrenzen und Chancen am europäischen Markt anhand von globaler Produktion und optimierten Vertrieb zu ergreifen. Insbesondere der Energiemarkt und Beschaffungsmarkt für Rohstoffe wird derzeit permanent überwacht und Risiken werden mittels Einkaufsverträgen begrenzt, günstigere Lieferanten werden identifiziert und bewertet. Zusätzlich zur Regelberichterstattung gibt es für unerwartet auftretende Risiken eine Unternehmensinterne Berichterstattungspflicht an die Unternehmensgruppe.

V. Prognosebericht

Die starke Nachfrage aus dem Inland, europäischen Ausland und England für das Unternehmen besteht weiterhin und wirkt sich positiv auf die Verkaufszahlen aus. Das Interesse des europäischen Lebensmittelhandels an qualitativ hochwertigen Produkten "Made in Germany" ist groß und gleichermaßen sind asiatischen Lebensmittel weiterhin im Aufschwung. Es sind aus heutiger Sicht keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar. Die folgenden im Prognosebericht getroffenen Aussagen basieren auf der von der Geschäftsführung verabschiedeten operativen Planung des CJ Mainfrost Foods GmbH. Grundlage dieser Planung sind die von uns gesetzten Prämissen zu den gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und zur Entwicklung der Lebensmittelbranche. Dabei handelt es sich um Einschätzungen der Geschäftsführung, die sich auf einschlägige Analysen verschiedener renommierter Wirtschaftsforschungsinstitute, internationaler Organisationen und Branchenverbände stützen. Die dargestellten Einschätzungen für den künftigen Geschäftsverlauf orientieren sich an Zielsetzungen unserer Geschäftsfelder sowie an den Chancen und Risiken, die die erwarteten Marktbedingungen und die Wettbewerbssituation im Planungszeitraum bieten. Derzeit bestehen enorme Ungewissheit hinsichtlich des Ukrainekrieges, der Lage am Suez- Kanal und der Stabilität in der Region um Israel, die eine genaue Absatzprognose erschweren. Das Ausland bietet weiterhin Wachstumschancen, so dass die CJ Mainfrost Foods GmbH bei einer stabilen Preisentwicklung weiterhin von einer Steigerung des mengenmäßigen Absatzes ausgeht. Die von uns skizzierte Entwicklung unterliegt verschiedenen Chancen und Risiken, die vorstehend im Risiko- und Chancenbericht detailliert erläutert werden. Auch bei den meisten Worst Case Szenarien gehen wir davon aus, dass die Nachfrage nach Lebensmitteln im In- und Ausland nicht einbrechen wird. Aus dem vollzogenen Brexit erwarten wir aufgrund unserer strategischen Ausrichtung keine wesentlichen Auswirkungen auf das Geschäft der CJ Mainfrost Foods GmbH, obgleich wir einen erhöhten Administrativen Aufwand erfahren. Wir erwarten für das Geschäftsjahr 2024 einen Anstieg der Umsatzerlöse über 30% aus den Umsätzen aus Eigenproduktion und dem Handelswarengeschäft.

 

Oberursel, den 03.04.2024

gez.

Herr Onne S. Beckmann

und

Herr Hyokyo Suh

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die CJ Mainfrost Foods GmbH, Oberursel

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der CJ Mainfrost Foods GmbH, Oberursel,-bestehend aus Bilanz zum 31. Dezember 2023, der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden-geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der CJ Mainfrost Foods GmbH für das Geschäftsjahr 1. Januar bis 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zu Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) habe ich in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 zweiter Halbsatz HGB erkläre ich, dass nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschiften entspricht und unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023, und der Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt.

In allen wesentlichen Belangen steht der Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Mein Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 erster Halbsatz HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses bzw. Lagebericht geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und angemessen sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und der Gesellschafterversammlung für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeiten der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, sofern einschlägig, Sachverhalte im Zusammenhang der Fortführung des Unternehmenstätigkeit anzugeben sowie dafür, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, dass dieser insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um angemessene und ausreichende Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Die Gesellschafterversammlung ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und einen Vermerk zu erteilen, der mein Prüfungsurteil zum Jahresabschluss beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage des Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung übe ich während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und angemessen sind, um als Grundlage für mein Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Angaben bzw. Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinne ich ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der Gesellschaft abzugeben.

beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie die Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Darstellungen unangemessen sind, mein Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der mein Prüfungsurteil zum Lagebericht beinhaltet.

Im Rahmen der Abschlussprüfung prüfe ich den Lagebericht in Übereinstimmung mit § 317 Abs. 2 HGB unter Beachtung der vom IDW festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Lageberichtsprüfung.

In diesem Zusammenhang hebe ich hervor:

Die Prüfung des Lageberichts ist in die Prüfung des Jahresabschlusses integriert.

Ich gewinne ein Verständnis von den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen (Systemen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind), jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme) abzugeben.

Ich führe Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis angemessener und ausreichender Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die Vertretbarkeit dieser Annahmen sowie die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht. Es besteht ein erhebliches Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen werden.

Ich gebe zu den einzelnen Angaben im Lagebericht ebenfalls kein eigenständiges Prüfungsurteil ab, sondern zum Prüfungsurteil des Lageberichts als Ganzes.

 

Bad Homburg, den 5.4.2024

Dr. Godehard Puckler, Wirtschaftsprüfer

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