Stammdaten

Register
Amtsgericht Neuss HRB 16283
Eingetragen
16.9.2011
Branche
Herstellung von Schrauben und NietenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebHerstellung von Schlössern und Beschlägen aus unedlen Metallen
Gegenstand
Herstellung von und der Handel mit Schrauben und damit zusammenhängenden Produkten nach Übernahme des Geschäftsbetriebes der Max Mothes GmbH, Düsseldorf.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
SUMEEKO Industries Co., Ltd
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
SUMEEKO Industries Co., Ltd
TWN
3.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Max Mothes GmbH

Neuss

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Grundlagen des Unternehmens

Max Mothes ist Hersteller und Großhändler von Schrauben, Muttern und damit zusammenhängenden Verbindungselementen. Hauptkunden sind die Automobilindustrie, Maschinenbauindustrie, Industriekunden wie auch Händler. Max Mothes verkauft neben DIN-Schrauben insbesondere Sonderschrauben und Zeichnungsteile. Der überwiegende Anteil des Geschäftes entfällt auf Handelsware. Anspruchsvolle und besonders zeitkritische Teile werden in der eigenen Fertigung hergestellt, die auf ein großes Lager von Stangenmaterial zurückgreifen kann. Der Anteil, der aus der Fertigung kommenden Artikel, wird kontinuierlich ausgebaut. Dazu wurden und werden immer noch entsprechende Investitionen getätigt. Investiert wird in Automation, neue Technologien wie Induktivhärten, Waschanlagen für die höchsten Reinheitsanforderungen und entsprechendes Equipment für das hauseigene Labor.

Das Tochterunternehmen Max Mothes Baglanti Elemanlari Ltd. in der Türkei beliefert strategische Kunden mit logistischen Dienstleistungssystem wie KANBAN. Der Standort Türkei wird als logistischer Standort für unsere Kunden weiter ausgebaut. Die türkische Gesellschaft entwickelt sich trotz der schwierigen politischen Lage operativ positiv. Die Herausforderung lag in den starken Währungsschwankungen der türkischen Lira.

Die MAX MOTHES GmbH wird in den Konzernabschluss des Mehrheitsgesellschafters SUMEEKO Industries Co., Ltd., Kaohsing City, Taiwan einbezogen. Die Muttergesellschaft unterliegt den Berichterstattungspflichten eines börsennotierten Unternehmens in Taiwan.

Die SUMEEKO Industries ist ein führender Hersteller für Verbindungselemente und gehört zu den größten Produzenten in dem Bereich Sonderteile / kaltumformt in Taiwan und ist an der Börse in Taipeh notiert. SUMEEKO Industries generiert über 50 % des Umsatzes in Nordamerika. Die globale Präsenz wird in allen wichtigen Märkten (Asien, Europa und Nordamerika) ausgebaut. Die Gruppe bietet somit alle Fertigungsverfahren, Kaltumformung, Warmumformung und mechanische Bearbeitung, im eigenen Haus an. Die Synergieeffekte für unsere Kunden sind immens. Unserer Vision, einer der weltweit führenden Anbieter im Bereich der Verbindungselemente zu werden, kommen wir durch unseren stetigen Ausbau der Produktionskapazitäten näher. Der Ausbau unserer globalen Präsenz, im Bereich der Fertigung und technischen Beratung, steht weiterhin im Fokus unsers Handelns

Die Gruppe steht im Wettbewerb sowohl mit Händlern als auch mit Herstellern von Verbindungsteilen. Die Stärken der Gruppe liegen dabei eher bei speziellen und qualitativ anspruchsvollen Teilen.

2. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Jahr 2023 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Die Erholung der deutschen Wirtschaft nach dem tiefen Einbruch im Corona Jahr 2020 setzte sich somit nicht fort. Ursache hierfür waren neben den hohen Preisen auf allen Wirtschaftsstufen auch ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In - und Ausland.

Die Nachfrage entwickelte sich trotz der anhaltenden Corona-Krise in den meisten unserer Zielbranchen wie Automotive, Energiesektor und Maschinenbau positiv. Der Auftragsbestand ist seit Anfang des Jahres 2022 kontinuierlich gestiegen. Die Produktion in Neuss konnte trotz der bestehenden Krise den Output auf Jahressicht stark steigern.

3. Darstellung des Geschäftsverlaufs

3.1. Ertragslage

Max Mothes hat im Geschäftsjahr 2023 Umsatzerlöse in Höhe von € 38,9 Mio.

(i.Vj: € 38,0 Mio.) erzielt. Dies entspricht einer Steigerung der Umsatzerlöse in Höhe von 2,2 % im Vergleich zum Vorjahr unter anderem infolge von Neukundengeschäft und Preissteigerungen.

Die Umsatzerlöse verteilen sich mit € 15,7 Mio. (i.Vj: € 14,5 Mio.) auf das Inland und € 23,2 Mio. (i.Vj.: € 23,5 Mio.) auf das Ausland.

Die Rohertragsquote reduzierte sich von 36,2 % auf 35,4 % und sank damit um 0,7 % Punkte in 2023 vornehmlich durch höhere Einkaufskosten. Der Personalaufwand stieg im Jahr 2023 um 403 T€ auf 7.756 T€ (i. Vj: 7.352 T€). Der Anstieg ist vor allem bedingt durch notwendige Anpassungen des Lohn- und Gehaltsniveaus im Produktions- und Logistikbereichs und den damit verbundenen Anstieg der Sozialnebenkosten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten um 482 T€ im Vergleich zum Vorjahr reduziert werden. (2023: 4.979 T€; i.Vj. 5.461 T€). Diese Entwicklung wurde insbesondere durch Einsparungen im Verwaltungsbereich (niedrigere Leasingaufwendungen in Höhe von 162 T€, weiterbelastete Abschluss- und Prüfungskosten ./. 56 T€ und reduzierte Aus- und Weiterbildungskosten ./. 37 T€) erzielt. Weiterhin konnten die variablen Vertriebskosten um 175 T€ und die Raumkosten um 105 T€ (durch eine Reduzierung v. Mietflächen) stark gesenkt werden.

Das Finanzergebnis entwickelte sich in 2023 mit ./. 719 T€ (i. VJ: ./. 453 T€) deutlich negativ. Hauptsächlich verursacht durch die von der Europäischen Zentralbank ab dem Jahr 2022 vorgenommenen Erhöhungen der Leitzinsen. Am 22 Dezember 2022 wurde der Leitzins auf 2,5 % angehoben. Im Februar 2023 erfolgte eine weitere Erhöhung auf 3,0 %, im März 2023 auf 3,5 %, im Juni auf 4,0 %, im Juli auf 4,25 % und im September 2023 letztendlich auf 4,5 %. Diese Entwicklung führte, trotz einer weitreichenden Umstrukturierung der Finanzierungsstruktur (Reduzierung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um ./. 7,1 Mio. € durch Gesellschafterdarlehen), zu einer deutlichen Verschlechterung des Finanzergebnisses.

Trotz eines Anstiegs der Gesamtleistung in Höhe um 430 T€ auf 38.666 T€ in 2023 (i.Vj: 38.236 T€) reduzierte sich das Rohergebnis (ohne sonstige betriebliche Erträge) von 13.823 T€ in 2022 auf 13.697 T€. Das Betriebsergebnis 2023 reduzierte sich somit gegenüber dem Vorjahr leicht um 30 T€ (2023: 1.172 T€ / 2022: 1.202 T€). Es wurde ein Jahresüberschuss in Höhe von 42 T€ erzielt.

Mit dem in 2023 erzielten Betriebsergebnis ist die Geschäftsführung unter den gegebenen Umständen zufrieden. Die Strategieänderung im Geschäftsjahr 2018, die Fertigungskapazitäten aufzubauen und sich auf festgelegte Produktsegmente zu konzentrieren, hat auch im Jahr 2023 zu einem positiven Trend beigetragen. MAX MOTHES wird zukünftig die Position als Produzent weiter ausbauen, was eine große Vorfinanzierung im Bereich der Fertigung verlangt hat.

3.2. Vermögenslage

Die Bilanzsumme per 31.12.2023 beträgt € 26,1 Mio. (i.Vj: € 26,8 Mio.). Davon entfallen € 3,6 Mio. (i.Vj: € 3,7 Mio.) auf das Anlagevermögen.

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr Investitionen in Höhe von T€ 252 in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände getätigt. Der operative Schwerpunkt der Investitionen betraf mit T€ 101 den Ausbau in den Maschinenpark und mit T€ 54 die Erweiterung der sonstigen Betriebs- und Geschäftsausstattung und mit 36 T€ Investitionen in Hardware.

Die Finanzierung der Investitionen erfolgte im Wesentlichen durch Fremdmittel.

Die Vorräte haben sich um T€ 1.540 T€ auf € 17,0 Mio. reduziert (i.Vj: € 18,53 Mio.). Diese Reduzierung ist vor allem auf einen deutlich niedrigeren Forecast im Auftragsbestand für das 1. Quartal 2024 zurückzuführen. Im Vergleich zum Vorjahr (1. Quartal 2023) ist das Auftragsbestandsvolumen um ca. 1,7 Mio. € im Forecast zurückgegangen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind um T€ 506 gestiegen (2023: T€ 4.872 / 2022: T€ 4.367). Dabei sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um T€ 495 abgebaut worden. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Gesellschafter sind hingegen um T€ 574 angestiegen. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind um T€ 427 angestiegen.

Das gezeichnete Kapital beträgt € 3,0 Mio. Die bilanzielle Eigenkapitalquote beträgt 20,7 % (i.Vj; 20,0 %).

Die sonstigen Rückstellungen stiegen leicht um T€ 52 auf insgesamt T€ 1.048 (i.Vj: T€ 996) an, insbesondere bedingt durch höheren Rückstellungsbedarf für ausstehende Rechnungen und Urlaubsrückstände.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen konnten durch den positiven Cashflow um T€ 1.161 auf T€ 3.388 (i.Vj: T€ 4.549) reduziert werden. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind aufgrund einer Umstrukturierung der Finanzierung um T€ 7.083 reduziert worden. Entsprechend erhöhten sich die Verbindlichkeiten aus Gesellschafterdarlehen (+ T€ 7.500).

Die sonstigen Verbindlichkeiten erhöhten sich um T€ 3.585, aufgrund von Umgliederungen der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern nach dem Ausscheiden eines Minderheitsgesellschafters im Jahr 2023.

3.3. Finanzlage

Die Gesellschaft nutzt als Finanzierungsinstrumente neben Eigenkapital, Gesellschafterdarlehen auch die Banken, Mietkauf und Leasing.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beliefen sich zum Stichtag auf T€ 4.693 und damit um T€ 7.083 T€ unter dem Vorjahresniveau, bedingt durch eine Umstrukturierung der Außenfinanzierung. Kreditfinanzierungen wurden durch Gesellschafterdarlehen ersetzt. Sämtliche Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten waren kurzfristig.

Die Leasingverpflichtungen wurden im Geschäftsjahr planmäßig getilgt.

Der Zinsaufwand 2023 erhöhte sich, bedingt durch Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen (weitere Erhöhung der Leitzinsen durch EZB im Jahr 2023), auf T€ 795 (i.Vj: T€ 464).

Der Brutto Cashflow ist mit T€ 504 positiv. Der Cashflow aus Finanzierung ist aufgrund von ausgereichten Gesellschafterdarlehen in Höhe von T€ 7.500 bei Rückführung von Bankkrediten in Höhe von T€ 3.500 insgesamt positiv. Der Gesamt-Cashflow nach Investitionen von T€ 269 fällt mit T€ 4.105 positiv aus.

Die Geschäftsführung beurteilt die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als angemessen.

4. Personal

Die Gesellschaft hat zum Stichtag 156 Vollzeitstellen. Dies entspricht einer Reduzierung von 4 Vollzeitbeschäftigen im Vergleich zum Vorjahr.

5. Chancen und Risikobericht

Max Mothes betrachtet wirksames, vorausschauendes Risikomanagement als integralen Bestandteil der Unternehmenssteuerung. Hierzu werden Margenentwicklung, Auftragsbestand, Forderungen, Produktivität, Qualität etc. ständig analysiert. Die sich am Markt bietenden Chancen zur Umsatz- und Ergebnissteigerung zu nutzen, dabei entstehende Risiken frühzeitig zu erkennen und mit zielgerichteten Maßnahmen zu bewältigen, ist eine permanente Aufgabe.

Das Unternehmen hat eine Reihe von Steuerungs- und Überwachungssystemen, insbesondere strategische und operative Planung und Controlling, eingeführt. In Verbindung mit den von den Einzelbereichen selbst ergriffenen Maßnahmen unterstützen diese die Geschäftsführung dabei, Risikomanagement im Rahmen der Unternehmenssteuerung zu betreiben.

Ausstehende Forderungen werden regelmäßig überprüft und sind unter der Berücksichtigung der Kundenbonität teilweise über Ausfallversicherungen abgedeckt.

Die Marke Max Mothes ist seit 1918 eingeführt und genießt einen hohen Bekanntheitsgrad. Durch Modernisierung des Maschinenparks der Eigenfertigung, Prozessverbesserungen und Ausweitung des Lieferprogramms hat die Gesellschaft die Voraussetzungen für ein gesundes Wachstum gelegt. Max Mothes etabliert seit 2018 auch eigene Produkte vornehmlich für die Automobilindustrie auf dem Markt. Des Weiteren wird auch in komplett neue Fertigungstechnologien investiert. Im Geschäftsjahr hat die Gesellschaft über die Gründung einer Tochtergesellschaft in einen neuen Standort in den USA investiert.

Im Hinblick auf die hohen Anforderungen der Kunden und ein prozessorientiertes Handeln, hat Max Mothes ein international ausgerichtetes Qualitätsmanagementsystem implementiert und ist nach IATF 16949: 2018 und ISO 14001 zertifiziert.

Auf Wunsch bietet Max Mothes seinen Kunden auch einen erhöhten Standard, zur Erfüllung der Anforderungen an Vorlieferanten, angelehnt an IRIS an.

Max Mothes bietet neben Standardprodukten in erheblichem Umfang qualitativ hochwertige Sonderschrauben an, zum Teil aus eigener Produktion und überwiegend von europäischen Herstellern. In diesem Bereich waren bisher die Hersteller aus fernöstlichen Niedriglohnländern nicht erfolgreich. Mit zunehmender Industrialisierung und technischem Fortschritt in diesen Ländern besteht das Risiko, dass auch die Hersteller aus Fernost qualitativ hochwertige Schrauben in den Marktsegmenten von Max Mothes in Europa anbieten. Unsere Kunden haben höchste Ansprüche an Termintreue und Qualität, die bei Nichterfüllung wirtschaftliche Konsequenzen nach sich ziehen würden.

Die Gesellschaft sieht sich zukünftig, aufgrund der starken vertrieblichen Branchen- und Produktausrichtung, in verbesserter Lage, die in der eigenen Produktion hergestellten Produkte besser zu vertreiben. Die Neuausrichtung in der Fertigung unterstützt dies nachhaltig. Die Fertigung in Neuss ist in eine Großserienfertigung, Kleinserienfertigung mit weiteren Bearbeitungsschritten und einen Montagebereich aufgeteilt. Die Geschäftsführung erwartet daraus zukünftig nachhaltig positive Ergebnisbeiträge.

Chancen ergeben sich vor allem durch die Spezialisierung im Absatz auf festgelegte Produktgruppen und Zielbranchen. Gerade die Bereiche Automotive im Bereich der E-Mobility und Energie bieten große Wachstumschancen. Die Risiken einer Abhängigkeit in diesen Bereichen müssen, durch noch stärkere Diversifikation, vermieden werden.

Durch den weiterhin starken Ausbau der Fertigung ergeben sich zusätzliche Chancen, neue Kunden bzw. Absatzmärkte zu erschließen. Im Segment der erneuerbaren Energien konnten einige neue Kunden gewonnen werden.

Durch den Konzernverbund mit SUMEEKO stehen Kundenpotentiale zur Verfügung, die eine Belieferung aller namhaften OEM's ermöglichen. Durch die globale Präsenz haben wir die Möglichkeit unsere Kunden lokal zu bedienen, was uns einen großen Wettbewerbsvorteil schafft. Die Synergien des Zusammenschlusses werden erst in den kommenden Jahren sichtbar werden.

Eine stetige Zunahme der Fokussierung auf Lieferanten bietet im Einkauf die Möglichkeiten Volumen zu bündeln, Einkaufsvorteile zu erarbeiten und darüber hinaus strategische Partnerschaften aufzubauen. Das Risiko von Abhängigkeiten wird durch eine klare Zwei-Lieferanten-Strategie vermieden.

Die Ukraine Krise, ausgelöst durch einen Angriffskrieg Russlands, hat zu massiven Kostensteigerungen im Allgemeinen und erhöhten Beschaffungspreisen im Besonderen geführt. Die Max Mothes GmbH und der wesentliche Teil unserer Kunden sind aber nicht direkt von Sanktionen oder Ausfuhrbeschränkungen betroffen.

6. Voraussichtliche Entwicklung - Prognosebericht

Die Geschäftsführung hat für das Jahr 2024 einen im Vergleich zum Vorjahr gleichbleibenden Umsatz geplant. Die Geschäftsleitung kann aktuell die zukünftige Lage sehr schwer einschätzen, einerseits durch die Ukraine Krise und weitere geopolitische Unsicherheiten als auch andererseits durch weiterhin im Moment zunehmende gestörte Lieferketten, was immer wieder zu starken Verschiebungen im Auftragsbestand bei unseren OEM Kunden führt. Vornehmlich politische Entscheidungen könnten die Geschäftstätigkeit der Max Mothes GmbH einschränken. Diese Krisen führen generell zu stark steigenden Rohstoffpreisen und fehlenden Komponenten in der Industrie, was zu reduzierten Produktionsvolumen mancher unserer Kunden führen kann. Die hohe Kerninflation in der EURO-Zone, die mittlerweile gebremst wurde, wird aber immer noch in vielen Bereichen weitere Kostensteigerungen nach sich ziehen

Der aktuelle Auftragsbestand für die kommenden Monate entspricht noch nicht der Planung für 2024. Das zweite Quartal liegt im Auftragsbestand auf dem Niveau von 2023 es ist aber eine starke Abschwächung in den Sommermonaten zu sehen. Die Umsätze im Jahresverlauf werden bei Erhalt einiger Neuprojekte nach aktuellem Stand den geplanten Umsätzen entsprechen.

Die Geschäftsführung plant für das Geschäftsjahr 2024 Investitionen in Höhe von ca. T€ 378 und nach aktuellem Stand einen leicht über Vorjahresniveau liegenden Jahresüberschuss für die MAX MOTHES GmbH.

Die tatsächlichen Ergebnisse können wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen, da die angespannte weltpolitische Situation noch stärkere Auswirkungen auf die globale Wirtschaft haben können.

 

Neuss, den 30. Mai 2024

gez. Martin Schermbach, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 3.594.329,82 3.734.944,50
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 47.144,16 59.937,04
II. Sachanlagen 2.098.798,52 2.243.043,07
III. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.448.387,14 1.431.964,39
B. Umlaufvermögen 22.482.837,83 22.995.097,76
I. Vorräte 16.990.313,32 18.530.276,19
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.872.289,41 4.366.618,91
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 620.235,10 98.202,66
C. Rechnungsabgrenzungsposten 46.780,13 27.295,88
Bilanzsumme, Summe Aktiva 26.123.947,78 26.757.338,14

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 5.401.172,29 5.358.698,55
I. gezeichnetes Kapital 3.000.000,00 3.000.000,00
II. Kapitalrücklage 6.400.000,00 6.400.000,00
III. Verlustvortrag 4.041.301,45 4.372.696,34
IV. Jahresüberschuss 42.473,74 331.394,89
B. Rückstellungen 1.047.737,15 996.082,69
C. Verbindlichkeiten 19.675.038,34 20.402.556,90
Bilanzsumme, Summe Passiva 26.123.947,78 26.757.338,14

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 13.906.626,58 14.015.220,28
2. Personalaufwand 7.755.518,99 7.352.128,64
a) Löhne und Gehälter 6.387.955,01 6.068.157,98
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.367.563,98 1.283.970,66
davon für Altersversorgung 82.430,22 82.008,31
3. Abschreibungen 409.403,79 416.540,41
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 409.403,79 416.540,41
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.979.423,17 5.460.965,36
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 22.343,57 26.700,70
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 76.056,13 11.292,67
davon aus verbundenen Unternehmen 75.222,88 0,00
6. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 1,00
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 795.224,02 463.907,65
davon an verbundene Unternehmen 70.039,99 67.472,22
8. Ergebnis nach Steuern 43.112,74 332.969,89
9. sonstige Steuern 639,00 1.575,00
Jahresüberschuss 42.473,74 331.394,89

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Max Mothes GmbH, Neuss

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrags/der Satzung aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht.

Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma Max Mothes GmbH mit Sitz in Neuss im Handelsregister des Amtsgerichts Neuss unter der Nummer HRB 16283 eingetragen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der linearen Abschreibungsmethode ermittelt.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren beizulegenden Werten am Bilanzstichtag angesetzt.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten und angemessenen Gewinn vorgenommen.

Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder - falls einschlägig- niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Angaben zum Anteilsbesitz

Währung Beteiligung
%
Eigenkapital
in Mio. LW
Ergebnis
in Mio. LW
Max Mothes Baglanti Elemanlari San. Ve Ticaret Ltd. Sti., Istanbul/Türkei TTYR 100 4.428 +1.675

Im Dezember 2023 hat die Max Mothes GmbH die Max Mothes LLC, Fraser/USA gegründet. Die Max Mothes GmbH ist Alleingesellschafterin und zu 100 % beteiligt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände enthalten EUR 250.000,00 (Vj. EUR 2.311,69) Forderungen gegen Gesellschafter. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von EUR 657.400,75 (Vj. EUR 330.683,66) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.

Die Verbindlichkeiten umfassen solche gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 7.848.649,93.

in TEUR 31.12.2023 Restlaufzeit 31.12.2022 Restlaufzeit
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre bis 1 Jahr mehr als 1 Jahr Gesamt
1. Verb. gegenüber Kreditinstituten 4.693 0 0 11.777 0 11.777
2. Erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen 1 0 0 25 0 25
3. Verb. aus Lieferung und Leistung 3.388 0 0 4.549 0 4.549
4. Verb. gegenüber Gesellschaftern 7.849 0 0 2.902 1000 3.902
5. Sonstige Verbindlichkeiten 2.735 0 1000 150 0 150
- aus Steuern 55 90
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0 0

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind 890 TEUR durch Sicherungsübereignungen von Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung, Warenlager und Vorräte sowie von Abtretung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sind in Höhe von EUR 7.848.649,93 Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und ebenfalls in Höhe von EUR 348.536,60 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie in Höhe von EUR 7.500.113,33 sonstige Verbindlichkeiten.

Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Die Gesellschaft hat für das Jahr 2023 mit nahestehenden Unternehmen (Unternehmen einer Schlüsselposition) einen Management Service Vertrag abgeschlossen, der zu nicht marktüblichen Bedingungen zustande gekommen ist. Das Entgelt für die erbrachten Dienstleistungen betrug 250.000 EUR.

Gewinnverwendungsbeschluss/Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 42.473,74 auf neue Rechnung vorzutragen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die nicht bilanzierten Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen betragen TEUR 7.143 (i.Vj.: TEUR 7.833).

Sonstige Angaben

Mitglieder der Geschäftsführung:

Schermbach, Martin Kaufmann

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Gem. § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Organbezüge nach § 285 Nr. 9a HGB verzichtet.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

Angestellte 76
Arbeiter 80
156
Auszubildende 4
160

Konzernverhältnisse

Die Sumeeko Industries Co., Ltd., Kaohsing City, Taiwan, stellt als Mutterunternehmen einen Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Dieser ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich.

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.

 

Neuss, 30. Mai 2024

Geschäftsführung

gez. Martin Schermbach, Geschäftsführer

Anlagespiegel

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.100.038,67 23.762,50 0,00 1.123.801,17
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstückgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 336.862,19 32.438,03 0,00 369.300,22
2. technische Anlagen und Maschinen 3.345.997,66 101.225,00 0,00 3.447.222,66
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.719.079,74 94.940,83 0,00 1.814.020,57
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.431.964,39 16.422,75 0,00 1.448.387,14
Summe Anlagevermögen 7.933.942,65 268.789,11 0,00 8.202.731,76
Abschreibungen
Stand 01.01.2023
EUR
Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.040.101,63 36.555,38 0,00 1.076.657,01
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstückgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 311.291,11 28.540,08 0,00 339.831,19
2. technische Anlagen und Maschinen 1.606.870,25 208.572,60 0,00 1.815.442,85
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.240.735,16 135.735,73 0,00 1.376.470,89
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 4.198.998,15 409.403,79 0,00 4.608.401,94
Buchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 47.144,16 59.937,04
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstückgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 29.469,03 25.571,08
2. technische Anlagen und Maschinen 1.631.779,81 1.739.127,41
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 437.549,68 478.344,58
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.448.387,14 1.431.964,39
Summe Anlagevermögen 3.594.329,82 3.734.944,50

sonstige Berichtsbestandteile

 

Neuss, den 30. Mai 2024

gez. Martin Schermbach, Geschäftsführer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 04.11.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Bei dem anliegenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Max Mothes GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Max Mothes GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Max Mothes GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 19. Juli 2023

KSP Audit GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Christoph Michels, Wirtschaftsprüfer

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