EUROFOOD Handelsgesellschaft mbH

Jacobsrade 86, 22962 Siek, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Lübeck HRB 4810 AH
Eingetragen
20.9.2005
Branche
Großhandel mit Mehl und GetreideproduktenGroßhandel mit Fisch und FischerzeugnissenGroßhandel mit Fleisch und Fleischwaren
Gegenstand
Der Handel mit Waren aller Art, insbesondere mit Nahrungs- und Genußmitteln.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Ernst Matthias Peters
seit 22.3.2019
Prokura
Thomas Arlt
seit 22.3.2019
Prokura
Jens Alfred Vergin
seit 20.9.2005
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Jens Vergin
Hamburg
250.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

EUROFOOD Handelsgesellschaft mbH

Siek

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

Grundlagen der Gesellschaft

EUROFOOD ist im Handel von Nüssen, Schalen- und Trockenfrüchten tätig. Im Wesentlichen werden die genannten Produkte verkaufsfertig von einer Schwestergesellschaft sowie mehreren kleineren Lieferanten in Afrika und Asien bezogen und an den Lebensmitteleinzelhandel (LEH) verkauft.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Jahr 2022 war die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland von den Folgen des Kriegs in der Ukraine wie den extremen Energiepreiserhöhungen gekennzeichnet. Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise, beispielsweise für Nahrungsmittel, sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie. Damit befindet sich Deutschland in einer tiefen wirtschaftlichen Krise. Trotz dieser nach wie vor schwierigen Bedingungen konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 insgesamt gut behaupten.

Das deutsche Bruttoinlandsprodukt stieg 2022 preisbereinigt gegenüber dem Vorjahr um 1,9 % (Quelle: Statistisches Bundesamt DESTATIS - Pressemitteilung 20 vom 13.01.2023).

Der Einzelhandel erzielte nach Schätzungen im Jahr 2022 real 0,3 % weniger Umsatz und nominal 8,2 % mehr Umsatz. Die Differenz zwischen den nominalen und realen Ergebnissen spiegelt die im Einzelhandel wider. Im Jahr 2021, in welchem der bisher höchste Jahresumsatz seit Beginn der Zeitreihe erzielt wurde, stiegen die Umsätze real gegenüber dem Vorjahr 2020 um 0,8 % und gegenüber 2019 um 5,6 % (Quelle: Statistisches Bundesamt DESTATIS - Pressemitteilung 006 vom 06.01.2023).

Geschäftsverlauf

Die Absatzmengen bei Nüssen und Trockenfrüchten steigen weiter. Der Lebensmitteleinzelhandel weitet diese Kategorie immer weiter aus, so dass wir über alle Artikel unseren Absatz und Umsatz weiter steigern konnten.

Hauptumsatzträger waren dabei wieder Pistazien in der Schale.

Pistazienkerne sind weiterhin eine wachsende Kategorie. Obwohl die Absatzmenge deutlich geringer als bei Pistazien in der Schale ist, ist der relative Umsatz aufgrund ihres hohen Preises sehr hoch.

Daneben wurden folgende Produkte in nennenswerten Umsatzgrößenordnungen gehandelt:

Treenuts (Mandeln, Cashews, Haselnüsse, Walnüsse in der Schale, Macadamia, Pekan)

Erdnüsse in der Schale

Kürbiskerne

Trockenfrüchte (Mango, Ananas, Blaubeeren, Physalis, Sauerkirschen, Feigen und Datteln)

Durch höhere und neue Umsätze mit allen Kunden konnten wir in diesem Bereich erfolgreich diversifizieren, mit dem Effekt einer besseren Kundenstruktur.

Die in den letzten Jahren angefangene Diversifikationsstrategie wurde auch 2022 weiter vorangetrieben. Dabei hat die Diversifizierung weiterhin das Ziel, einen stabilen ganzjährigen Umsatz und für die Produktion in der Schwestergesellschaft eine stabile ganzjährige Auslastung zu erreichen.

Durch den wiederholten Gewinn verschiedener Tender bei mehreren großen Lebensmitteleinzelhändlern sind die Mengen bei Erdnüssen und Pistazien im Vergleich zum Vorjahr deutlich erhöht.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 konnte ein Umsatz von knapp EUR 328,5 Mio. erzielt werden. Der Umsatz ist damit gegenüber dem Vorjahr um mehr als 22,3 % gestiegen. Auf Grund der vorstehend genannten Entwicklungen war der Umsatz damit höher als prognostiziert.

Durch den weiteren Ausbau und die Modernisierung des vorhandenen Maschinenparks unseres Produktionspartners konnten wir die Nachfrage unserer Kunden problemlos erfüllen. Damit konsolidiert sich der Umsatz bzw. Absatz auf hohem Niveau.

Die Rohwarenpreise entwickelten sich auch im Jahr 2022 uneinheitlich. Die Preise für Pistazien waren im Vergleich zum Vorjahr auf ähnlichem Niveau. Die Cashew-Preise sind im Laufe des Jahres um 10 % teurer geworden. Ähnliche Entwicklungen hatten wir bei Mandeln und anderen Produkten.

Die in der Pandemie angespannte Beschaffungssituation hat sich im Verlauf des Jahres 2022 sukzessiv entspannt. Insbesondere die Frachten sind für alle Destinationen gesunken und teilweise auf das Niveau vor der Pandemie zurückgefallen.

Nüsse und Trockenfrüchte sind mittlerweile ein Teil unserer täglichen Ernährung geworden und werden ganzjährig konsumiert. War früher die sogenannte Nuss- und Trockenfrucht-Saison in der kalten Jahreszeit, insbesondere zu Weihnachten, ist der Konsum ganzjährig stark angestiegen und damit Ausdruck eines gesunden und aktiven Lebensstils.

Die Nachfrage hat sich daher mittlerweile verstetigt und ist während des ganzen Jahres auf hohem Niveau mit Schwerpunkten zu den Feiertagen insbesondere zur Weihnachtszeit.

Der in Folge positive Geschäftsabschluss 2022 und die sich abzeichnenden Perspektiven zeigen, dass das Unternehmen auf dem richtigen Weg ist.

Auch im abgelaufenen Jahr haben wir uns nach IFS zertifizieren lassen, was wir erfolgreich abschließen konnten.

Ertragslage

2022
TEUR
% 2021
TEUR
% Veränderung
TEUR
Umsatzerlöse 328.504 100,0 268.566 100,0 59.938
Materialkosten -314.632 -95,8 -259.536 -96,6 -55.096
Bruttoergebnis/ Rohertrag 13.872 4,2 9.030 3,4 4.842
Löhne und Gehälter -51 0,0 0 0,0 -51
Sonstige betriebliche Aufwendungen -11.406 -3,5 -8.687 -3,2 -2.719
Sonstige betriebliche Erträge 242 0,0 59 0,0 183
Betriebsergebnis 2.657 0,8 402 0,1 2.255
Finanzergebnis 0 0,0 0 0,0 0
Ertragssteuern -752 -0,2 -109 0,0 -643
sonstige Steuern 0 0,0 0 0,0 0
Jahresüberschuss 1.905 0,6 293 0,1 1.612

Aufgrund der oben beschriebenen Einflüsse sind die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr um EUR 59,9 Mio. (+ 22,3 %) gestiegen. In Folge des Anstiegs des Umsatzvolumens kam es auch zu einem Anstieg des Materialaufwands (+ 21,2 %). Dieser Anstieg des Materialaufwands fiel im Vergleich zu der Entwicklung der Umsatzerlöse geringer aus, was zu einem höheren Rohertrag von EUR 13,9 Mio. führt.

Durch die erstmalige Beschäftigung von eigenen Angestellten werden in 2022 Löhne und Gehälter ausgewiesen.

Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um EUR 2,7 Mio. ist im Wesentlichen auf höhere Ausgangsfrachten zurückzuführen.

Der Jahresüberschuss betrug etwas über EUR 1,9 Mio. und ist damit aufgrund des höheren Rohertrags zum Vorjahr deutlich gestiegen. Der Jahresüberschuss liegt damit aufgrund von höherem Umsatz und Rohertrag auch deutlich oberhalb des im Lagebericht des Vorjahres prognostizierten Wertes. Hier war ursprünglich von einem ähnlichen Ergebnis wie 2021 ausgegangen worden.

Finanzlage

Die Gesellschaft weist eine Eigenkapitalquote von 29,1 % aus. Aufgrund des Geschäftsmodels der Gesellschaft als reine Vertriebsgesellschaft mit einem hohen Lagerumschlag finanziert sich die Gesellschaft im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die liquiden Mittel betragen zum Bilanzstichtag EUR 13,0 Mio. Folglich ist die Liquidität im Vergleich zum Vorjahr stark angestiegen (+ 252,5 %) und die Gesellschaft weiterhin in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Aufgrund des europaweiten Geschäfts setzt sich der Bestand an liquiden Mitteln aus EUR und GBP Beträgen zusammen.

Begründet durch die Art des Geschäfts, mit Einkauf in EUR und Verkauf in EUR bzw. im kleinen Umfang in GBP, besteht ein überschaubares Wechselkursrisiko.

Im Berichtszeitraum hat die Gesellschaft keine wesentlichen Investitionen vorgenommen.

Vermögenslage

31.12.2022 31.12.2021 Veränderung
Vermögen TEUR % TEUR % TEUR %
Vorräte 18.521 21,5 11.962 16,3 6.559 54,8
Kurzfristige Forderungen 54.729 63,5 57.708 78,7 -2.979 -5,2
Flüssige Mittel 12.969 15,0 3.679 5,0 9.290 252,5
86.219 100,0 73.349 100,0 12.870 17,5
Kapital
Eigenkapital 25.054 29,1 23.148 31,6 1.906 8,2
Rückstellungen und kurzfristige Verbindlichkeiten 61.165 70,9 50.201 68,4 10.964 21,8
86.219 100,0 73.349 100,0 12.870 17,5

Als Vertriebsgesellschaft sind die Veränderungen im Bereich der Vorräte, kurzfristigen Forderungen, flüssigen Mittel sowie kurzfristigen Verbindlichkeiten vor allem stichtagsbedingt.

Das Eigenkapital ist durch den Jahresüberschuss auf EUR 25,1 Mio. angestiegen.

Chancen- und Risikobericht

Der Ukraine Krieg mit den dadurch ergebenen Verwerfungen im Energiesektor, die hohe Inflation und der damit verbundene Wohlstandsverlust, sind die treibenden Kräfte der nächsten Jahre.

Die Situation bei den Frachten und den Kosten für Verpackungsmaterial wird sich im Jahr 2023 weiter entspannen.

Obwohl die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen schwierig sind - gekennzeichnet durch den anhaltenden Krieg in der Ukraine, die Situation auf dem Energiemarkt und den Pessimismus, der in Deutschland allgegenwärtig ist - erwarten wir ein erfolgreiches Jahr 2023.

Insbesondere bei Pistazien haben wir die verarbeitete Menge mit allen Kunden signifikant erhöht. Das war insofern wichtig, da ein großer Kunde ab Ende 2024 seine Pistazien selbst verarbeiten wird.

Wir haben daher ab Ende 2022 noch ca. eineinhalb Jahre, um uns auf diese Situation einzustellen.

Umso wichtiger werden unsere anderen Kunden im Lebensmitteleinzelhandel, mit denen wir schon in den letzten Jahren unsere Geschäftsbeziehung ausgeweitet haben.

Wurden in den letzten Jahren quantitative Wachstumsziele erreicht, werden wir versuchen qualitativ, das heißt mit Produkten höherer Wertschöpfung, zu wachsen. Wir haben dazu alle Möglichkeiten und unserer Geschäftsfeld, Nüsse und Trockenfrüchte, wächst weiterhin.

Die Geschäftsführung ist hoch motiviert, sich den zukünftigen Aufgaben zu stellen.

Prognosebericht

Mit den im letzten Quartal 2022 abgeschlossenen Geschäften erwarten wir, dass Umsatz, Absatz und Gewinn das Ergebnis des Vorjahres übertreffen werden. Wichtiger Indikator dafür ist unserer Hauptprodukt Pistazien, das um mehr als 10 % teurer geworden ist. Damit bestätigt sich zum wiederholten Mal das hohe Niveau der letzten Jahre.

Für das Jahr 2024 rechnen wir aufgrund des genannten Verlustes eines Großkunden mit einem rückläufigen Gesamtumsatz.

 

Siek, den 29. Februar 2024

Jens Vergin

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2022

AKTIVA

31.12.2022
31.12.2021
A. UMLAUFVERMÖGEN 86.218.840,14 73.349.602,76
I. Vorräte 18.521.219,86 11.962.336,48
1. Fertige Erzeugnisse und Waren 16.607.906,06 10.592.302,47
2. Geleistete Anzahlungen 1.913.313,80 1.370.034,01
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 54.728.441,73 57.708.291,40
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 49.475.396,77 51.731.983,77
2. Sonstige Vermögensgegenstände 5.253.044,96 5.976.307,63
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 12.969.178,55 3.678.974,88
86.218.840,14 73.349.602,76

PASSIVA

31.12.2022
31.12.2021
A. EIGENKAPITAL 25.053.654,71 23.148.515,32
I. Gezeichnetes Kapital 250.000,00 250.000,00
II. Bilanzgewinn 24.803.654,71 22.898.515,32
- davon Gewinnvortrag: € 22.898.515,32 (Vorjahr: € 22.604.939,50)
B. RÜCKSTELLUNGEN 1.181.013,29 994.300,00
1. Steuerrückstellungen 322.933,29 0,00
2. Sonstige Rückstellungen 858.080,00 994.300,00
C. VERBINDLICHKEITEN 59.984.172,14 49.206.787,44
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 59.945.864,78 49.093.372,78
2. Sonstige Verbindlichkeiten 38.307,36 113.414,66
- davon aus Steuern: € 916,99 (Vorjahr: € 113.414,66)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 0,00 (Vorjahr: € 0,00)
86.218.840,14 73.349.602,76

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

2022
2021
1. Umsatzerlöse 328.503.633,27 268.566.396,71
2. Sonstige betriebliche Erträge 242.419,73 59.408,10
3. Materialaufwand 314.631.452,07 259.535.993,36
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 314.545.823,71 259.482.664,75
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 85.628,36 53.328,61
4. Personalaufwand 51.387,23 0,00
a) Löhne und Gehälter 42.520,00 0,00
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 8.867,23 0,00
- davon für Altersversorgung: € 0,00 (Vorjahr: € 0,00)
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen 11.406.070,29 8.687.532,32
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 29,45 29,45
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 752.033,87 108.732,76
8. Ergebnis nach Steuern 1.905.138,99 293.575,82
9. Sonstige Steuern -0,40 0,00
10. Jahresüberschuss / (Jahresfehlbetrag) 1.905.139,39 293.575,82
11. Gewinnvortrag 22.898.515,32 22.604.939,50
12. Bilanzgewinn 24.803.654,71 22.898.515,32

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

I. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr wurde unter Berücksichtigung der Vorschriften des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) nach den deutschen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechend den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 242 ff. HGB) und den Bestimmungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahres wurden unverändert fortgeführt.

Die EUROFOOD Handelsgesellschaft mbH, Jacobsrade 86, 22962 Siek, hat ihren Sitz in Siek und ist unter der Nummer HR B 4810 im Handelsregister des Amtsgerichts Lübeck eingetragen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt (§ 275 Abs. 2 HGB).

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

(a) Vorräte

Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Anschaffungsnebenkosten wurden pauschal berücksichtigt.

(b) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Zweifelhafte Forderungen sind individuell wertberichtigt.

Zur Abdeckung des allgemeinen Ausfallrisikos ist eine Pauschalwertberichtigung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (netto) gebildet.

(c) Grundlagen der Währungsumrechnung

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sind mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

Bankguthaben sind zum Nennwert bewertet.

(d) Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zum Erfüllungsbetrag für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

(e) Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Bilanzierung erfolgt vor Gewinnverwendung.

III. Angaben zu Bilanz und GuV

(a) Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen mit TEUR 671 (Vorjahr: TEUR 825) ausstehende Rechnungen und mit TEUR 105 (Vorjahr: TEUR 103) Versicherungsbeiträge.

(b) Verbindlichkeiten und Sicherheitsrechte

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr bzw. mehr als 5 Jahren bestehen wie im Vorjahr nicht.

Es bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte der Lieferanten. Weitere Sicherungsrechte oder Pfandrechte bestehen nicht.

(c) Fremdwährungsumrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind TEUR 126 (Vorjahr: TEUR 16), in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen TEUR 259 (Vorjahr: TEUR 1) aus der Währungsumrechnung enthalten.

(d) Periodenfremde Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 115 (Vorjahr: TEUR 0) für beschädigt gelieferte Ware enthalten.

IV. Sonstige Angaben

(a) Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Person geführt:

Herr Jens Vergin, Kaufmann, Hamburg.

Der Geschäftsführer ist alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

(b) Geschäftsführerbezüge

Die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung unterbleibt nach § 286 Abs. 4 HGB.

(c) Arbeitnehmer

Die EUROFOOD Handelsgesellschaft mbH hat während des Geschäftsjahres neben dem Geschäftsführer 2 Angestellte (Vorjahr: 0) beschäftigt.

(d) Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss zusammen mit dem Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen.

(e) Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 46. Das genannten Honorar betrifft Abschlussprüfungsleistungen in Höhe von TEUR 35 und Steuerberatungsleistungen in Höhe von TEUR 11.

V. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind durch den in Nahost ausgebrochenen militärischen Konflikt eingetreten. Trotz zu verzeichnender Einflüssen auf einzelner Regionen, aus denen die Gesellschaft verschiedene Waren bezieht, werden für das Jahr 2022 keine negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erwartet. Hierzu wird auf die Darstellung im Lagebericht unter Prognose-, Chancen- und Risikobericht verwiesen.

 

Siek, den 29. Februar 2024

gez. Jens Vergin

Zu dem vollständigen Jahresabschluss zuzüglich Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die EUROFOOD Handelsgesellschaft mbH, Siek

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der EUROFOOD Handelsgesellschafts mbH, Siek, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der EUROFOOD Handelsgesellschafts mbH, Siek, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 20. März 2024

COUNSEL TREUHAND GMBH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Tönjes Langemann, Wirtschaftsprüfer

Arndt Ochs, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses und Beschluss über die Gewinnverwendung

Durch Gesellschafterbeschluss vom 04. April 2024 wurde der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 der EUROFOOD Handelsgesellschaft mbH, Siek festgestellt. Zudem wurde beschlossen, den Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2022 in Höhe von EUR 24.803.654,71 auf neue Rechnung vorzutragen.

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