Midsona Deutschland GmbH

Zur Davert 7, 59387 Ascheberg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Coesfeld HRB 7603
Vorher
EBnedgeinRnöRtöutnugng DAVERT GmbH
Eingetragen
21.6.2004
Branche
Großhandel mit Mehl und GetreideproduktenGroßhandel mit Getreide, Rohtabak, Saatgut und FuttermittelnGroßhandel mit Fisch und Fischerzeugnissen
Gegenstand
Handel, der Import und der Export und die Bearbeitung von Getreide sowie Nahrungsmitteln aller Art, vorwiegend aus biologischem Anbau und die Vornahme aller zur Durchführung dieses Zwecks erforderlichen Geschäfte und Rechtshandlungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Wolfgang Schey
seit 26.6.2024
Geschäftsführer
Heiko Hintze
seit 22.3.2023
Geschäftsführer
Carsten Pudwell
seit 7.12.2022
Prokura

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Midsona Deutschland GmbH

Ascheberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

A. Grundlagen

Die Midsona Deutschland GmbH ist aus der Umfirmierung der DAVERT GmbH (Gründung 1984) hervorgegangen und ist Hersteller und Vertreiber von biologischen Lebensmitteln im deutschsprachigen Raum mit über 200 Mitarbeitern.

Das Unternehmen ist auf die Beschaffung und schonende Veredelung von Rohwaren aus dem Ursprung spezialisiert, die auf Basis der EG-Bio-Richtlinie sowie weiterer Verbandsrichtlinien (Bioland, Naturland, Demeter etc.) angebaut und zertifiziert wurden.

Mit Wirkung zum 1. Januar 2020 ist die 100%ige Tochtergesellschaft Eisblümerl Naturkost GmbH, Lauterhofen, auf die Midsona Deutschland GmbH verschmolzen worden. Die Eisblümerl Naturkost GmbH war spezialisiert auf hochwertige Bio-Nuss- und Schokoladenaufstriche, die nunmehr unter den Marken Eisblümerl und DAVERT im Naturkostfachhandel und im Lebensmitteleinzelhandel (LEH) angeboten werden.

Durch ihre 3 strategischen Geschäftsfelder (Marke, Private Label und Rohstoffhandel (Food- Service)) ist die Midsona Deutschland GmbH in allen wesentlichen Vertriebskanälen des Biomarktes aktiv.

Die Gesellschaft wird über die finanziellen Leistungsindikatoren Umsatz, Rohertrag und Jahresergebnis sowie über das Erreichen der Midsona-Nachhaltigkeitsziele gesteuert.

B. Wirtschaftsbericht

1. Marktsituation

Im Jahr 2022 wurden die Wirtschaft und die Gesellschaft von mehreren Faktoren beeinflusst. Ein entscheidender Faktor war der Angriffskrieg auf die Ukraine und die damit einhergehenden Verwerfungen in den Lieferketten. Dies führte zu Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Rohstoffen und anderen Gütern und trug zu einem Anstieg der Kosten bei, insbesondere im Bereich der Energie und der Rohstoffe. Zusätzlich verstärkte die Inflation, die durch eine Vielzahl von Faktoren verursacht wurde, einschließlich der gestiegenen Kosten für den Transport und der Rohstoffe, die wirtschaftlichen Herausforderungen. Die Folgen der Coronakrise waren immer noch spürbar, was zu weiteren Belastungen der Wirtschaft führte. Schließlich gab es zum Jahresende hin Anzeichen für eine Rezession, die weitere Unsicherheit und Herausforderungen für das kommende Jahr mit sich bringen könnte.

Im Jahr 2022 war der Lebensmitteleinzelhandel die treibende Kraft beim Bio-Umsatz, da er seine Erlöse um 3,2 Prozent auf 10,2 Mrd. EUR steigerte. Dadurch entfielen zwei Drittel des Bio-Marktes auf den Lebensmitteleinzelhandel. Insbesondere die Discounter erweiterten ihr Angebot und lockten damit Kunden in ihre Läden. Obwohl in der Coronazeit viele neue Haus-halte für Bio-Lebensmittel gewonnen wurden, blieben diese auch während der Inflation bei ihren Einkäufen treu, kauften jedoch preisbewusster ein. Die Umsätze mit Bio-Lebensmitteln stiegen vor allem bei den Discountern, auch wenn diese die Preise für viele Bio-Produkte erhöhten. Die Vollsortimenter hielten die Verbraucherpreise weitgehend stabil und verloren nur geringfügig an Bio-Umsatz. Sowohl frische als auch trockene Bio-Produkte entwickelten sich 2022 in ähnlichem Maße. Die günstigeren Handelsmarken waren mit Abstand die Umsatzgewinner, während der Umsatz an Markenprodukten nach zwei starken Vorjahren zurückging.

Der Naturkosthandel verzeichnete 2022 erwartungsgemäß Umsatzrückgänge, nachdem er in den beiden Vorjahren einen starken Corona-Boom erlebt hatte. Die Umsätze liegen nun fast auf dem Vor-Corona-Niveau von 2019, und insgesamt verkauften die Bio-Fachhändler im Jahr 2022 Lebensmittel und Getränke im Wert von 3,14 Mrd. EUR. Der Marktanteil des Bio-Fachhandels liegt nun bei 20 Prozent.

Auch sonstige Einkaufsstätten, wie Hofläden, Online-Handel (inkl. Lieferdienste), Wochenmärkte, Bäckereien, Metzgereien und Reformhäuser, verfehlten den Umsatz aus dem Jahr 2021, da Verbraucher wieder vermehrt auswärts speisten und seltener zu Hause kochten. Diese Einkaufsstätten erreichten 2022 einen Umsatz von 1,97 Mrd. EUR, was einem Rückgang von 18 Prozent gegenüber 2021 entspricht und 13 Prozent der Bio-Umsätze ausmacht. Der Run auf erzeugernahe Einkaufsstätten nahm erwartungsgemäß ab, aber diese Einkaufsstätten verzeichneten immer noch ein Plus von 19 Prozent gegenüber 2019. Die Direktverkäufe, wie der Naturkosthandel, litten darunter, dass Kunden vermeintlich hochpreisige Einkaufsstätten mieden und versuchten, ihr Geld zusammenzuhalten. Insgesamt kamen weniger Kunden in die Läden, aber die Kunden, die kamen, gaben ähnlich viel Geld aus wie zuvor.

Bio-Lebensmittel wurden aufgrund der Inflation teurer, jedoch weniger stark als konventionelle Lebensmittel. Der AMI Verbraucherpreisindex zeigt für alle Bio-Frischeprodukte eine Preiserhöhung von 6,6 Prozent, während die Preiserhöhung bei konventionellen Produkten fast doppelt so hoch war - nämlich 12 Prozent.

(Quellen: AMI, BÖLW)

2. Geschäftsverlauf

Die Planungen für das Wirtschaftsjahr 2022 wurden auf der Annahme erstellt, dass die Pandemie beendet ist und die damit verbundenen Verwerfungen bei den Lieferketten und im Handel abklingen werden. Allerdings wurden wir am 24. Februar 2022 mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine vor neue und bisher nicht bekannte Herausforderungen gestellt. Die erhöhte Nachfrage und die steigenden Preise bei vielen Grundnahrungsmitteln und Energie im März führten zu Verwerfungen bei der Beschaffung von Rohwaren, Packmitteln und Hilfsstoffen. Der daraus resultierende Kostendruck bei der Rohmarge konnte kundenseitig nicht ausreichend und zeitlich wirksam weitergegeben werden und führte zu einem Margenverlust. Dieser konnte erst in den letzten Monaten des Jahres teilweise aufgefangen werden. Kostensteigerungen im Bereich Transport, Energie, Mieten, Versicherungen etc. konnten nur teilweise durch starkes Kostenmanagement im 2. Halbjahr kompensiert werden und belasteten das Betriebsergebnis stark.

Im Vertrieb lag der Fokus im Jahr 2022 auf der Sicherung der Rohmarge durch notwendige Preiserhöhungen. Marktseitig litten die Markenumsätze unter der negativen Entwicklung des Bio-Fachhandels und der zunehmenden Nachfrage nach günstigeren Produktalternativen von Handelsmarken. Die Umsätze im Bereich des Lebensmitteleinzelhandels konnten weitgehend stabil gehalten werden.

Getrieben durch Inflations- und Rezessionsentwicklungen am Markt stieg die Nachfrage nach Eigenmarkenprodukten während des Jahres stetig an. Der Geschäftsbereich Private Label konnte von dieser positiven Entwicklung profitieren und verzeichnete gegenüber dem Vorjahr ein leichtes Umsatzwachstum. Diese positive Entwicklung spiegelte sich jedoch margenseitig nicht wider, da die steigenden Rohwarenkosten am Markt nicht analog weitergegeben werden konnten.

Auch der Geschäftsbereich FoodService & Rohwarenhandel entwickelte sich umsatzseitig positiv, bei einem gleichzeitigen Rückgang der Rohmarge.

Insgesamt konnte im Jahr 2022 der Umsatz gegenüber dem Vorjahr gehalten werden, wobei jedoch ein leichter Absatzrückgang durch Preiseffekte kompensiert werden musste. Die Rohmarge entwickelte sich negativ, da steigende Rohwarenpreise nicht in gleichem Umfang am Markt umgesetzt werden konnten.

3. Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2022 lag der Umsatz mit T€ 81.022 um 1,3 % unter dem Vorjahr (T€ 82.120), davon resultierten 2,2 % (T€ 1.767) aus dem Verkauf von Artikeln der Marke Urtekram (Vorjahr: T€ 1.827) sowie 13,3 % (T€ 10.767) aus dem Verkauf von Eisblümerl-Produkten (Vorjahr: T€ 11.419). Der Rohertrag als Summe aus Umsatzerlösen und Bestandsveränderung abzüglich Materialaufwand von T€ 21.335 stellt sich gegenüber dem Vorjahr (T€ 24.638) um T€ 3.303 (-13,4 %) schlechter dar, wesentlich bedingt durch deutliche Umsatzverluste sowie erhöhte Materialbeschaffungskosten gegenüber dem Vorjahr. Neben dem erheblichen Rückgang des absoluten Rohertrags reduzierte sich die Bruttomarge um 2,9 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr (29,7 %). Wesentlicher Grund dafür waren die allgemein gestiegenen Rohstoffbeschaffungspreise sowie die Beschaffungsnebenkosten.

Die Personalkosten (T€ 10.770) stiegen gegenüber dem Vorjahr (T€ 10.435) um 3,2 %. Eine wesentliche Begründung für diesen Anstieg liegt in der Durchführung von Restrukturierungsmaßnahmen.

Auf die im Jahr 2018 angeschaffte Kombinations-Produktionsanlage (Puffinganlage und HighEnd-Brix-Coatieranlage) wurde eine außerplanmäßige Abschreibung von T€ 5.086 vorgenommen. Daher lagen die Abschreibungen von T€ 8.759 deutlich über dem Niveau des Vorjahres (T€ 3.881).

Weiterhin betragen die Abschreibungen bei den immateriellen Wirtschaftsgütern -hauptsächlich im Zusammenhang mit der Verschmelzung des Anlagevermögens der Eisblümerl Naturkost GmbH mit der Midsona Deutschland GmbH sowie dem aus dieser Verschmelzung zu aktivierenden Geschäfts- oder Firmenwert und aufgedeckten immateriellen Vermögenswerten - insgesamt T€ 1.780. Aus dem Bereich der Sachanlagen - insbesondere der Bereich der technischen Anlagen und Maschinen - resultieren die übrigen Abschreibungen in Höhe von T€ 1.893.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (T€ 13.002) beinhalten einerseits wesentliche Steigerungen bei den Energiekosten - vorwiegend Strom - um T€ 370 und andererseits, insbesondere in den ersten 9 Monaten, deutliche Steigerungen bei den externen Lagerkosten um T€ 188. Kostenreduzierungen, vorwiegend erzielt bei den verschiedenen betrieblichen Kosten, den periodenfremden Aufwendungen, Reise- und Werbekosten sowie den Verlusten aus Wertminderungen des Umlaufvermögens, trugen dazu bei, dass die sonstigen betrieblichen Aufwendungen annähernd auf dem Niveau des Vorjahres (T€ 12.917) geblieben sind.

Das Betriebsergebnis/EBIT von T€ -10.145 verschlechterte sich gegenüber dem Vorjahr (T€ -944) um T€ 9.201. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) reduzierte sich im Berichtsjahr 2022 von T€ 2.937 im Vorjahr um T€ 4.323 auf insgesamt T€ -1.386.

Neben einem deutlich um T€ 3.303 reduzierten Rohertrag (-13,4 %) gab es zusätzlich eine Gesamtkostensteigerung um T€ 5.299. Dies entspricht gegenüber dem Vorjahr einer Kostenzunahme um 19,4 %.

Die Finanzierungskosten (Zinsmehraufwand) stiegen um 34,3 % gegenüber dem Vorjahr (T€ 817) auf T€ 1.097. Im Geschäftsjahr 2022 ergibt sich ein Jahresfehlbetrag in Höhe von T€ -8.090 (Vorjahr: T€ -1.481).

Die im Vorjahresbericht prognostizierte niedrigere Rohertragsmarge für das Jahr 2022 im Ver- gleich zum Jahr 2021 hat sich bestätigt bzw. ist noch deutlicher hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Der im Vorjahresbericht genannte Umsatzforecast auf Basis Mai 2022 von T€ 83.533 wurde um T€ 2.511 (-3,1 %) unterschritten. Ohne Berücksichtigung der außerplanmäßigen Abschreibungen in Höhe von T€ 5.086 aufgrund des durchgeführten Impairment-Tests betrugen die operativen Kosten T€ 27.474. Sie lagen damit T€ 1.111 höher als ursprünglich für 2022 geplant (T€ 26.363).

4. Finanzlage

Die Gesellschaft finanziert sich durch Eigenkapital, Gesellschafterdarlehen und Bankdarlehen. Die jederzeit fälligen und erfüllbaren Gesellschafterdarlehen in Höhe von T€ 13.490 (Vorjahr: T€ 31.796) sind unbefristet und unbesichert zu einem 3-Monats-Euribor +0,5 %-Punkte gewährt. Die Verringerung der Gesellschafterdarlehen gegenüber dem Vorjahr resultiert haupt- sächlich aus der Teilrückzahlung des Gesellschafterdarlehens in Höhe von Mio. € 15,0 im Dezember 2022. Die Bankdarlehen sind durch Sicherungsübereignungen von Forderungen, Vorräten sowie Teilen des Anlagevermögens besichert und werden - je nach Laufzeit der Verträge - zu Konditionen von 1,3 % bis 2,0 % abgerechnet.

Das Eigenkapital erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr (T€ 9.227) insgesamt um T€ 6.911 auf T€ 16.138. Die Ursache für die Erhöhung des Eigenkapitals liegt einerseits in der Einzahlung von Mio. € 15,0 durch die Muttergesellschaft Midsona AB, Malmö/Schweden, in die freie Kapitalrücklage und andererseits an dem Jahresfehlbetrag 2022 in Höhe von T€ 8.090. Die Bankdarlehen sind gegenüber dem Vorjahr durch planmäßige Tilgungen um T€ 978 auf T€ 3.277 zurückgegangen. Hiervon haben T€ 2.571 eine Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren. Bankdarlehen über eine Restlaufzeit von über 5 Jahren hinaus bestehen nicht. Die planmäßigen, quartalsweise zu leistenden Tilgungen betragen derzeit jährlich T€ 705 und laufen in den Jahren 2023 bis 2027 aus.

Die Gesellschaft ist nicht fristenkongruent finanziert. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass die Gesellschafterdarlehen der Midsona AB, Malmö/Schweden, auch langfristig zur Verfügung stehen. Die Gesellschaft ist in 2022 in das konzernweite Cash-Pooling mit der Midsona AB einbezogen. Hieraus wird zum 31.12.2022 eine Forderung von T€ 641 ausgewiesen (Vorjahr: Verbindlichkeit aus Cash-Pooling in Höhe von T€ 2.689). Die Finanzierung der Gesellschaft ist durch eine bis zum 31. Dezember 2024 laufende harte Patronatserklärung des Gesellschafters vom 13. Januar 2023 abgesichert.

Die Eigenkapitalrentabilität (ROE) liegt mit -50,1 % deutlich unter dem Niveau des Vorjahres (-16,1 %).

5. Vermögenslage

Das Anlagevermögen ist durch Neu-Investitionen, vermindert um die planmäßigen Abschreibungen sowie außerplanmäßige Abschreibungen und Abgänge, gesunken und stellt mit 30,2 % der Bilanzsumme einen geringeren Anteil gegenüber dem Vorjahr (37,9 %) dar. Das Umlaufvermögen verringerte sich gegenüber dem Vorjahr deutlich um 23,6 %, hauptsächlich bedingt durch den Abbau der Vorräte um T€ 5.740. In Verbindung mit den unterjährig laufend erstellten Umsatz- und Rohertragsforecasts wurde die Rohwarenbeschaffung im letzten Quartal 2022 deutlich reduziert und trug entsprechend zum Bestandsabbau bei den Vorräten bei.

Die Verringerung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände resultiert haupt- sächlich aus dem Abbau der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die sich konform zur Umsatzentwicklung reduzierten.

Die Rückstellungen (T€ 2.950) erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr (T€ 2.759) um T€ 191. Dabei bilden die Rückstellungen für ausstehende Lieferantenrechnungen mit T€ 1.284 (Vorjahr: T€ 1.308) den größten Einzelposten. Weitere wesentliche Rückstellungen wurden für Restrukturierungen in Höhe von T€ 452 (Vorjahr: T€ 0), Rückvergütungen an Kunden mit T€ 262 (Vorjahr: T€ 460) und für Schadensersatzleistungen an Kunden mit T€ 357 (Vorjahr: T€ 296) berücksichtigt.

Neben dem Anlagevermögen stellen die Vorräte mit 45,6 % (Vorjahr: 44,8 %) einen wesentlichen Teil des Vermögens dar. Die Bilanzsumme (T€ 41.859) verringerte sich gegenüber dem Vorjahr (T€ 55.390) um 24,4 %.

Insgesamt blieb das Geschäftsjahr 2022 deutlich hinter den Erwartungen zurück. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens ist unverändert solide.

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Risiken

Zur Reduzierung von Prozess- und Wertschöpfungsrisiken verfügt die Midsona Deutschland GmbH über ein umfassendes Qualitätsmanagement, klare Richtlinien zur Produkt- und Arbeitssicherheit sowie zum Umweltschutz. Neben kontinuierlicher Verbesserung der Abläufe und Prozesse findet im Rahmen des jährlichen IFS-Audits eine Revalidierung des Qualitätsmanagements und seiner Richtlinien statt.

Witterungsbedingt wird es auch 2023 Risiken von Ernteausfällen geben, die zu Lieferengpässen und steigenden Rohstoffpreisen führen können. Diesem grundsätzlichen Risiko begegnet die Midsona Deutschland GmbH durch langjährige und intensive Marktbeobachtung, Lieferantenbeziehung und Besuche durch unsere Mitarbeiter bei unseren Lieferanten im Ursprung. Währungsrisiken werden gegebenenfalls durch geeignete Instrumente abgesichert. Auch in Zukunft muss von steigenden Aufwendungen im Bereich der Analytik ausgegangen werden, um den zunehmenden Herausforderungen der Biobranche bei der Beschaffung von rückstandsfreier Ware gerecht zu werden.

Hinsichtlich eines möglichen Finanzierungs- und Liquiditätsbedarfs ist die Finanzierung der Gesellschaft über das Darlehen der Muttergesellschaft Midsona AB, Malmö/Schweden, sowie durch die Teilnahme am Midsona-Gruppen-Cash-Pooling gut aufgestellt. Aus der Konzernfinanzierung erwarten wir angesichts der stabilen Ertrags- und Finanzlage des Konzerns keine Risiken.

Die anhaltende Ukraine-Krise wird sich auch in 2023 deutlich auf die Beschaffung und den Transport von Rohwaren aus Ursprungsländern wie zum Beispiel China, Indien und der Türkei auswirken. Gesperrte Häfen, Rohwaren- und Personalmangel können zu Verfügbarkeitsproblemen und erheblichen Kostensteigerungen führen. Aufgrund von guten Beziehungen zu Lieferanten in verschiedenen Ursprungsländern und somit Substitutionsmöglichkeiten können wir diese Risiken teilweise mindern. Zusätzlich wird sich die Ukraine-Krise weiterhin negativ auf Energie- und Transportkosten sowie Währungseffekte von Euro zu US-Dollar auswirken.

2. Chancen

Mit ihren drei strategischen Geschäftsbereichen und Investitionen in innovative Herstellverfahren, Infrastruktur und Mitarbeiter sieht sich die Midsona Deutschland GmbH sehr gut aufgestellt, die Potentiale des dynamischen Biomarktes zu erschließen. Zukünftige Chancen sieht die Midsona Deutschland GmbH zusätzlich in der Erschließung neuer Geschäftsfelder in allen Geschäftsbereichen, deren Grundlage die in den letzten Jahren getätigten Investitionen in neue Herstelltechnologien wie auch strategische Akquisitionen sind.

Weitere Chancen ergeben sich durch Synergien im Bereich der Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von neuen und bereits bestehenden Produkten innerhalb der Midsona-Gruppe. Im Rahmen der Wachstumsstrategie der Midsona-Gruppe wird die Midsona Deutschland GmbH 2023 neben dem organischen Wachstum auch für mögliche strategische Zukäufe offen sein.

3. Prognosebericht

Das Jahr 2023 wird weiterhin von den Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine sowie von steigenden Zinsen und einer einsetzenden Rezession geprägt sein. Diese Faktoren werden zu Herausforderungen in den Lieferketten und Vertriebskanälen führen. Vor diesem Hintergrund wird sich die Konsolidierungsbewegung bei Großhändlern, Bio-Ketten und Herstellermarken im Bio-Fachhandel verstärken.

Für das Jahr 2023 erwarten wir einen Umsatz, der auf dem Niveau des Vorjahres liegt. Nach Abschluss im Juni 2023 liegt der kumulierte Umsatz um 16 % unter dem des Vorjahres.

Die Nachfrage von Marken- hin zu Eigenmarkenartikeln und teilweise sinkende Rohstoffpreise können in der öffentlichen Wahrnehmung und im Handel für Unverständnis sorgen. Der Druck auf der Rohmargenentwicklung wird bestehen bleiben, da die Umsetzung von notwendigen Preiserhöhungen im LEH erschwert wird.

Der Fokus liegt 2023 auf dem Erreichen eines positiven Betriebsergebnisses und einer weiteren Verbesserung des Working Capitals. Durch Margenverbesserungen im Bereich Marke und Private Label wird die Rohmarge zum Vorjahr leicht ansteigen und ein konsequentes Kosten- und Vorratsmanagement wird das Working Capital weiter verbessern. Insgesamt erwarten wir ein ausgeglichenes Jahresergebnis. Um den Umsatz zu stützen, wird sich der Fokus im Vertrieb von Preiserhöhungen auf Mengenwachstum durch Distributionsausweitung verlagern. Das Erzielen von zusätzlichen Erträgen wird die Voraussetzung sein, um trotz Margendruck Kostensteigerungen im allgemeinen Kostenbereich zu kompensieren. Die Herausforderung im Bereich des Working Capitals wird es sein, die Vorräte anteilig zum Umsatz weiter zu reduzieren, ohne dabei die Lieferfähigkeit negativ zu beeinflussen.

Um den zukünftigen Herausforderungen am Markt nachhaltig begegnen zu können, wird der Bereich Vertrieb und Marketing durch die Einstellung eines zweiten Geschäftsführers verstärkt. Damit einhergehend wird es zu einer Neuausrichtung der Vertriebsorganisation kommen.

Insgesamt wird 2023 ein Jahr mit vielen Herausforderungen sein, auf die sich das Unternehmen intensiv vorbereiten wird. Mit der richtigen strategischen Ausrichtung und einem konsequenten Kosten- und Vorratsmanagement ist das Unternehmen jedoch gut aufgestellt, um trotz der schwierigen Marktbedingungen erfolgreich zu sein.

Die Geschäftsleitung bedankt sich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren persönlichen Einsatz und ihren Beitrag zum Gesamterfolg des Unternehmens Midsona Deutschland GmbH.

 

Ascheberg, den 13. Juli 2023

gez. Erk Schuchhardt

gez. Heiko Hintze

Bilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.625.651,50 2.728
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.354.012,00 2.031
2.979.663,50 4.759
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 2.046.407,66 2.125
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.910.505,00 12.916
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 600.005,50 740
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 38.700,00 389
9.595.618,16 16.170
III. Finanzanlagen
2. Beteiligungen 0,00 1
3. Genossenschaftsanteile 71.463,56 70
71.463,56 71
12.646.745,22 21.000
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 11.684.094,06 16.163
2. Fertige Erzeugnisse 6.914.532,26 8.421
3. Geleistete Anzahlungen 496.522,70 251
19.095.149,02 24.835
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.949.397,87 5.855
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 96.611,10 251
3. sonstige Vermögensgegenstände 1.383.893,58 2.749
6.429.902,55 8.855
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 633.083,40 541
26.158.134,97 34.231
C. Rechnungsabgrenzungsposten 215.022,23 159
D. Aktive latente Steuern 2.838.784,00 0
41.858.686,42 55.390

Passiva

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 300.000,00 300
II Kapitalrücklage 15.000.000,00 0
III Gewinnrücklagen
andere Gewinnrücklagen 7.000.000,00 7.000
IV. Gewinnvortrag 1.927.403,74 3.408
V. Jahresfehbetrag -8.089.576,50 -1.481
16.137.827,24 9.227
B. Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen
Sonderposten für Zuschüsse 124.000,00 154
124.000,00
C. Rückstellungen
sonstige Rückstellungen 2.949.586,13 2.759
2.949.586,13 2.759
D Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.276.643,00 4.255
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.580.121,58 6.599
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 0
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 13.490.198,02 31.796
5. Sonstige Verbindlichkeiten 300.310,45 296
- davon aus Steuern EUR 84.239,91 (Vorjahr: TEUR 91) 22.647.273,05 42.946
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 36.489,12 (Vorjahr: TEUR 56)
E. Passive latente Steuern 0,00 304
41.858.686,42 55.390

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

Vorjahr
EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 81.021.928,26 82.120
2. Erhöhung des Bestands an fertigen Erzeugnissen -1.506.158,94 777
3. Sonstige betriebliche Erträge 1.051.072,83 1.652
- davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 216.881,07(TEUR 164)
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -58.034.441,85 -58.142
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -146.171,98 -58.180.613,83 -117
5. Rohergebnis 22.386.228,32 26.290
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -8.930.496,50 -8.612
b) Soziale Abgaben -1.839.614,95 -10.770.111,45 -1.823
7. Abschreibungen -8.758.783,80 -3.881
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -13.002.151,15 -12.917
- davon Aufwenudngen aus der Währungsumrechnung EUR-130.876,21 (TEUR -186)
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 9.943,44 1
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.106.957,14 -818
- davon an verbundene Unternehmen EUR -1.054.422,71(TEUR -668)
11. Steuern vom Einkommen und Ertrag 3.180.495,43 306
- davon aus latente Steuern € 3.142.506,00 (T€ 306)
12. Ergebnis nach Steuern -8.061.336,35 -1.454
13. Sonstige Steuern -28.240,15 -27
14. Jahresfehlbetrag -8.089.576,50 -1.481

ANHANG zum Jahresabschluss auf den 31. Dezember 2022

der Midsona Deutschland GmbH Ascheberg

I. Allgemeines

Die Midsona Deutschland GmbH hat ihren Sitz in Ascheberg und ist im Handelsregister B des Amtsgerichts Coesfeld unter der Nummer HRB 7603 eingetragen. Ihr Name resultiert aus der Umfirmierung der DAVERT GmbH vom 10. Januar 2019. Alleingesellschafterin ist die Midsona AB, Malmö/Schweden.

Durch Verschmelzungsvertrag vom 29. Juni 2020 wurde die 100%ige Tochtergesellschaft Eisblümerl Naturkost GmbH, Lauterhofen, mit Wirkung vom 1. Januar 2020 auf die Midsona Deutschland GmbH verschmolzen.

Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 3 HGB.

II. Bilanzierungs-, Bewertungs- und Gliederungsgrundsätze

Die Gliederung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2022 entspricht den Bestimmungen der §§ 266 und 275 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Die Bilanz wurde auf der Aktivseite um die Position A. Anlagevermögen III. Finanzanlagen Nr. 2 Genossenschaftsanteile erweitert. Darüber hinaus wurde im Rahmen der Verschmelzung mit der Eisblümerl Naturkost GmbH für die übernommenen Zuschüsse der öffentlichen Hand entsprechend dem HFA 1/1984 ein separater Posten nach § 265 Abs. 5 HGB in das Gliederungsschema der Bilanz aufgenommen. Der Sonderposten wird ratierlich in Anlehnung an die Nutzungsdauer der mit dem Zuschuss angeschafften Anlagegüter aufgelöst.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten erfolgte unter Beachtung der Vorschriften des HGB für Kapitalgesellschaften und der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände, Bauten und bewegliche Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend den steuerlichen Vorschriften linear vorgenommen. Erworbene Lizenzrechte sowie der im Rahmen der Verschmelzung mit der Eisblümerl Naturkost GmbH aktivierte Kundenstamm, Markenname und Geschäfts- und Firmenwert werden über eine vorsichtig geschätzte Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben. Hierbei wurde insbesondere einerseits die Schnelllebigkeit in der Lebensmittelindustrie bzw. im Lebensmittelhandel berücksichtigt und andererseits der oftmals schnellen Wandlung im Kaufverhalten der Verbraucher Rechnung getragen. In den wesentlichen Bereichen der Bauten (Mietereinbauten) liegen die Nutzungsdauern zwischen 10 und 20 Jahren, bei den technischen Anlagen und Maschinen zwischen 8 und 14 Jahren. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen haben eine Nutzungsdauer zwischen 3 und 10 Jahren.

Seit dem Geschäftsjahr 2018 wurden die geringwertigen Vermögensgegenstände bis € 800,00 Anschaffungswert im Jahr der Anschaffung sofort abgeschrieben.

Für geringwertige Vermögensgegenstände mit einem Einzelanschaffungswert von mehr als € 410,00 bis € 1.000,00 wurde bis einschließlich dem Anschaffungsjahr 2017 ein Sammelposten gebildet und auf 5 Jahre linear abgeschrieben.

Ein Anlagenspiegel ist als Anlage 1 zu diesem Anhang beigefügt.

Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten bilanziert. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert erfolgen im Fall einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren sind mit den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bilanziert. Die Wertermittlung erfolgt nach dem Verfahren des gleitenden Durchschnitts. Die fertigen Erzeugnisse sind mit den Herstellungskosten bewertet. Das Prinzip der verlustfreien Bewertung wurde beachtet. Die Herstellungskosten umfassen die Material- und Fertigungseinzelkosten sowie anteilige Gemeinkosten einschließlich des Werteverzehrs des Anlagevermögens. Fremdkapitalzinsen werden nicht angesetzt. Geleistete Anzahlungen sind mit den Anschaffungskosten bewertet.

Die Bewertung der Forderungen erfolgt zum Nominalwert abzüglich Wertberichtigungen für Ausfallrisiken und zu erwartende Skontoabzüge, Zinsverluste sowie Mahn- und Einzugskosten.

Sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bewertet.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert bilanziert.

Der Rechnungsabgrenzungsposten ist mit dem Betrag zum 31. Dezember 2022 bilanziert, der Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellt.

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sowie für steuerliche Verlustvorträge angesetzt. In Ausübung des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB werden die sich daraus ergebenden zukünftigen Steuerentlastungen als aktive latente Steuern in der Bilanz angesetzt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des unternehmensindividuellen Ertragsteuersatzes in Höhe von 30,3 % (Vorjahr: 30,3 %).

Das Eigenkapital der Gesellschaft wird zum Nennwert bilanziert.

Der Sonderposten wurde für erhaltene Investitionszuschüsse gebildet und wird über die Nutzungsdauer der bezuschussten Vermögensgegenstände des Anlagevermögens aufgelöst.

Sonstige Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten und alle erkennbaren Risiken gebildet, wobei die Dotierung nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erfolgt. Sie werden zum Erfüllungsbetrag bewertet. Künftige Preis- und Kostensteigerungen werden bei der Ermittlung der Rückstellungen berücksichtigt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag bilanziert. Die Fristigkeiten ergeben sich aus dem in der Anlage beigefügten Verbindlichkeitenspiegel.

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden zum Tageskurs erfasst und mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

III. Erläuterungen zur Bilanz

a) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind wie im Vorjahr kurzfristiger Natur. Sonstige Vermögensgegenstände haben in Höhe von T€ 9 (Vorjahr: T€ 23) Laufzeiten von mehr als einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit T€ 97 (Vorjahr: T€ 251) Lieferungen und Leistungen.

b) Eigenkapital

Im Dezember 2022 hat die Muttergesellschaft, Midsona AB, Malmö/Schweden, einen Betrag von Mio. € 15,0 in die freie Kapitalrücklage der Midsona Deutschland GmbH eingezahlt.

Nach Abzug des gemäß § 268 Abs. 8 HGB (TEUR 2.839; Vorjahr: TEUR 0) ausschüttungsgesperrten Betrages aufgrund der Anwendung des Wahlrechtes aus § 274 HGB (Aktivierung latenter Steuern) verbleibt ein ausschüttungsfähiges Eigenkapital in Höhe von TEUR 12.999 (Vorjahr: TEUR 8.927).

c) Aktive latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern resultieren hauptsächlich aus der Aktivierung latenter Steuern auf den Verlustvortrag 2022. Eine Steuerplanungsrechnung belegt, dass das Unter- nehmen die steuerlichen Verluste in den Jahren 2023 bis 2027 nutzen wird, da entsprechende Gewinne in den Folgejahren 2023 bis 2027 erwartet werden. Auf die gesamten steuerlichen Verlustvorträge wurden latente Steuern von T€ 3.144 berechnet, davon betreffen T€ 154 das Vorjahr.

Die im Jahr 2020 im Rahmen der Verschmelzung mit der Eisblümerl Naturkost GmbH aufgedeckten und aktivierten immateriellen Vermögensgegenstände (Kundenstamm, Markenname) weisen zum 31.12.2022 eine latente Steuerschuld von T€ 305 aus. Die Veränderung innerhalb des Geschäftsjahres beläuft sich auf T€ 152.

Der Ausweis der aktiven latenten Steuern verringert sich um die vorgenannten passiven latenten Steuern von T€ 305. Nach Verrechnung mit den passiven latenten Steuern werden insgesamt T€ 2.839 aktive latente Steuern ausgewiesen. Der in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene Ertrag aus der Veränderung der latenten Steuern beläuft sich auf insgesamt T€ 3.143 (Vorjahr: T€ 306).

d) Sonstige Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen wurden im Wesentlichen für ausstehende Lieferantenrechnungen (T€ 1.284), Rückvergütungen an Kunden (T€ 262), nicht in Anspruch genommenen Urlaub und Überstunden (T€ 118), Berufsgenossenschaftsbeiträge (T€ 17), Tantiemen (T€ 24) sowie für Gewährleistungsverpflichtungen (T€ 145) und Jahresabschlusskosten (T€ 50) gebildet.

e) Verbindlichkeiten

Die Fristigkeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem Verbindlichkeitenspiegel (Anlage 2 zum Anhang).

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen zum Bilanzstichtag nicht (Vorjahr: T€ 0). Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern i.H.v. T€ 13.490 (Vorjahr: T€ 31.796), die gleichzeitig Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen darstellen, handelt es sich um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (T€ 405; Vorjahr: T€ 381), Forderungen aus dem Cash-Pool (T€ 641; Vorjahr: Verbindlichkeiten aus dem Cash-Pool T€ 2.689) sowie Darlehen (T€ 13.726; Vorjahr: T€ 28.726). Im Dezember 2022 wurden Forderungen der Muttergesellschaft Midsona AB, Malmö/Schweden, in Höhe von Mio. € 15,0 zurückgezahlt.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

a) Umsatzerlöse

Von den Umsatzerlösen entfallen T€ 67.547 (Vorjahr: T€ 67.154) auf das Inland und T€ 13.475 (Vorjahr: T€ 14.966) auf das Ausland. Der Markengeschäftsanteil trägt dabei einen Anteil von 26,9 % (Vorjahr: 29,0 %). Der Private-Label-Anteil liegt bei 38,0 % (Vorjahr: 37,4 %); das Rohstoffhandelsgeschäft trägt mit 35,1 % (Vorjahr: 33,6 %) zu den Umsatzerlösen bei.

b) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf T€ 1.051 (Vorjahr: T€ 1.652) und beinhalten neben periodenfremden Erträgen (T€ 52) und den Erträgen aus Kursdifferenzen (T€ 217) insbesondere Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen i.H.v. T€ 228 sowie Erträge aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen auf Forderungen i.H.v. T€ 460.

c) Abschreibungen

Eine im Dezember 2018 angeschaffte Kombinations-Produktionsanlage, bestehend aus einer Single-Puffinganlage und einer Kombinationsanlage für HighEnd-Brix-Coatieranlage, Granola/Crunch-Müslianlage sowie Nussröstung, wurde auf dem Wege eines im August 2022 durchgeführten Impairment-Tests mit einer außerplanmäßigen Abschreibung von T€ 5.086 belegt. Der Impairment-Test ergab bei einem Buchwert von T€ 6.354 per 31. August 2022 einen Nutzungswert von T€ 1.269.

d) Periodenfremdes Ergebnis

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 52 (Vorjahr: T€ 67) und in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind perioden- fremde Aufwendungen in Höhe von T€ 219 (Vorjahr: T€ 368) enthalten. Die perioden- fremden Aufwendungen im Berichtsjahr resultieren hauptsächlich (T€ 194) aus Werbe-kostenzuschussabrechnungen von Kunden, nachträglichen Vermarktungslizenzkosten, Warenkreditverssicherungsprämien, Reparaturaufwendungen sowie nachträglichen Abrechnungen von Lagerkosten und Beratungsleistungen.

e) Währungsumrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 217 (Vorjahr: T€ 164).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 131 (Vorjahr: T€ 186).

V. Sonstige Angaben

a) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Finanzielle Verpflichtungen bis zum Laufzeitende bestehen insgesamt in Höhe von T€ 944 aus Miet- und Leasingverträgen sowie in Höhe von T€ 5.607 aus einem langfristigen Pachtvertrag mit der Niehoff-Davert-Vermietungs- und Verpachtungs-GmbH, insgesamt T€ 6.551.

Von den sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind innerhalb eines Jahres fällig € 1,4 Mio. und innerhalb von 5 Jahren € 2,5 Mio.

b) Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten differenziert nach Gruppen betrug im Kalenderjahr 2022 (auf Vollzeitbasis umgerechnet):

Angestellte 103
113
Gewerbliche Arbeitnehmer 216

Weiterhin wurden 10 Auszubildende beschäftigt.

c) Gesellschaftsorgane

Alleinvertretungsberechtigte Geschäftsführer der Gesellschaft sind Herr Erk Schuchhardt, Münster, und Herr Heiko Hintze, Hamburg (seit 9. Februar 2023). Beide üben ihre Tätigkeiten hauptberuflich bei der Gesellschaft aus. In Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB wird die Angabe über die Gesamtbezüge der Geschäftsführung unterlassen.

d) Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Der seit dem 24. Februar 2022 andauernde Kriegszustand zwischen Russland und der Ukraine führen auch in 2023 zu spürbaren Beeinträchtigungen der Weltwirtschaft. Das Geschäft der Midsona Deutschland GmbH wird in 2023 weiterhin durch gestiegene Energiekosten, höhere Rohstoff- wie auch Beschaffungsnebenkosten beeinflusst. Wir verweisen zu den hieraus entstehenden Risiken auf die Ausführungen in Abschnitt C.1. "Risiken" des Lageberichts.

Weitere Ereignisse nach dem Abschlussstichtag, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unserer Gesellschaft haben, sind uns nicht bekannt geworden.

e) Abschlussprüferhonorar

Für den Abschlussprüfer ist im Geschäftsjahr 2022 ein Honorar von T€ 61 als Aufwand für die Abschlussprüfung erfasst worden.

f) Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag 2022 in Höhe von € 8.089.576,50 auf neue Rechnung vorzutragen.

g) Konzernzugehörigkeit

Die Midsona Deutschland GmbH wird in den nach IFRS aufgestellten Konzernabschluss der Midsona AB, Malmö/Schweden, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten und den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss wird im schwedischen Unternehmensregister unter www.bolagsverket.se unter der Registernummer 556241-5322 offengelegt sowie auf der Internetseite der Midsona AB veröffentlicht.

 

Ascheberg, den 13. Juli 2023

gez. Erk Schuchhardt

gez. Heiko Hintze

Entwicklung des Anlagevermögens 2021

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2022 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.937.551,05 1.200,00 0,00 0,00 5.938.751,05
2. Geschäfts- oder Firmenwert 3.310.032,29 0,00 0,00 3.310.032,29
9.247.583,34 1.200,00 0,00 0,00 9.248.783,34
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 2.903.162,33 21.729,49 0,00 117.841,25 3.042.733,07
2. Technische Anlagen und Maschinen 20.578.526,10 101.303,57 0,00 489.112,77 21.168.942,44
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.906.198,26 24.764,22 0,00 0,00 2.930.962,48
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 389.547,85 258.606,17 2.500,00 -606.954,02 38.700,00
26.777.434,54 406.403,45 2.500,00 0,00 27.181.337,99
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 6.840,65 0,00 5.000,00 -1.840,65 0,00
2. Genossenschaftsanteile 70.250,00 0,00 0,00 1.840,65 72.090,65
77.090,65 0,00 5.000,00 0,00 72.090,65
36.102.108,53 407.603,45 7.500,00 0,00 36.502.211,98
Abschreibungen
01.01.2022 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.210.007,05 1.103.092,50 0,00 4.313.099,55
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.279.014,29 677.006,00 0,00 1.956.020,29
4.489.021,34 1.780.098,50 0,00 6.269.119,84
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 777.737,67 218.587,74 0,00 996.325,41
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.662.777,10 6.595.660,34 0,00 14.258.437,44
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.166.519,76 164.437,22 0,00 2.330.956,98
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
10.607.034,53 6.978.685,30 0,00 17.585.719,83
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 5.627,09 0,00 5.000,00 -627,09 0,00
2. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 627,09 627,09
5.627,09 0,00 5.000,00 0,00 627,09
15.101.682,96 8.758.783,80 5.000,00 0,00 23.855.466,76
Buchwerte
31.12.2022 31.12.2020
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.625.651,50 2.727.544,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.354.012,00 2.031.018,00
2.979.663,50 4.758.562,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 2.046.407,66 2.125.424,66
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.910.505,00 12.915.749,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 600.005,50 739.678,50
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 38.700,00 389.547,85
9.595.618,16 16.170.400,01
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 1.213,56
2. Genossenschaftsanteile 71.463,56 70.250,00
71.463,56 71.463,56
12.646.745,22 21.000.425,57

Verbindlichkeitenspiegel

Restlaufzeit
bis 1 Jahr über 1 Jahr über 5 Jahre Gesamtbetrag
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 705.443,00 2.571.200,00 0,00 3.276.643,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.580.121,58 0,00 0,00 5.580.121,58
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 13.490.198,02 0,00 0,00 13.490.198,02
4. Sonstige Verbindlichkeiten 300.310,45 0,00 0,00 300.310,45
davon aus Steuern (84.239,91) (84.239,91)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (36.489,12) (36.489,12)
Gesamtsumme 20.076.073,05 2.571.200,00 0,00 22.647.273,05
Art + Form der Sicherheit
Abtretung Warenb. Globalzession Eigentumsvorbehalt
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.276.643,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.580.121,58
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern
4. Sonstige Verbindlichkeiten
davon aus Steuern
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit
Gesamtsumme 3.276.643,00 5.580.121,58

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Sicherungsübereignung des Warenlagers, der finanzierten Maschinen und technischen Anlagen sowie Einrichtungsgegenständen besichert. Für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen besteht eine Globalzession.

Verbindlichkeitenspiegel Vorjahr

Restlaufzeit
bis 1 Jahr über 1 Jahr über 5 Jahre Gesamtbetrag
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 978.508,00 2.762.723,00 513.920,00 4.255.151,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.599.490,08 0,00 0,00 6.599.490,08
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 31.795.934,66 0,00 0,00 31.795.934,66
4. Sonstige Verbindlichkeiten 295.758,43 0,00 0,00 295.758,43
davon aus Steuern (90.826,96) (90.826,96)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (55.682,41) (55.682,41)
Gesamtsumme 39.669.691,17 2.762.723,00 513.920,00 42.946.334,17
Art + Form der Sicherheit
Abtretung Warenb. Globalzession Eigentumsvorbehalt
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.255.151,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.599.490,08
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern
4. Sonstige Verbindlichkeiten
davon aus Steuern
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit
Gesamtsumme 4.255.151,00 6.599.490,08

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Sicherungsübereignung des Warenlagers, der finanzierten Maschinen und technische Anlagen sowie Einrichtungsgegenständen besichert. Für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen besteht eine Globalzession.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Sicherungsübereignung des Warenlagers, der finanzierten Maschinen und technische Anlagen sowie Einrichtungsgegenständen besichert. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen besteht eine Globalzession.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Midsona Deutschland GmbH, Ascheberg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Midsona Deutschland GmbH, Ascheberg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Midsona Deutschland GmbH, Ascheberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 13. Juli 2023

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Jörg Wiederhold, Wirtschaftsprüfer

Thomas Neu, Wirtschaftsprüfer

Datum der Feststellung

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde am 21. August 2023 festgestellt.

Ergebnisverwendung

Gemäß Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 21. August 2023 wird der Jahresfehlbetrag 2022 in Höhe von € 8.089.576,50 auf neue Rechnung vorgetragen.

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