Stammdaten

Register
Amtsgericht Ulm HRB 745151
Vorher
Blitz 22-688 GmbHEurotech SG Casting GmbH
Eingetragen
5.5.2022
Branche
BeteiligungsgesellschaftenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebHerstellung von sonstigen Armaturen
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Die Herstellung und der Vertrieb von Armaturen und Apparaten sowie die Erbringung von Armaturen und Apparate betreffenden Dienstleistungen. Die Gesellschaft ist zu allen Geschäften und Rechtshandlungen befugt, die unmittelbar oder mittelbar im Zusammenhang mit dem Gegenstand des Unternehmens stehen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jürgen Häckel
seit 22.1.2025
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Identifizierte Personen (6)

NameAnteil
27.70%
F***** N*****
8.89%
A***** N*****
4.36%

Ungelöste Beteiligungen (2)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Schuck Group GmbH

Steinheim am Albuch (vormals: Schwäbisch Gmünd)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BILANZ ZUM 31.DEZEMBER 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 138.333,34 148.333,34
II. Sachanlagen 35.142,08 0,00
III. Finanzanlagen 19.800,00 19.800,00
193.275,42 168.133,34
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte 7.846.926,74 6.091.624,47
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.031.103,45 930.369,29
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 587.254,00 2.226.918,70
9.465.284,19 9.248.912,46
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 286.853,13 386.628,13
9.945.412,74 9.803.673,93

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 39.023,33 0,00
III. Jahresüberschuss 1.533.165,26 39.023,33
1.597.188,59 64.023,33
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 16.200,00 16.200,00
2. Sonstige Rückstellungen 2.153.274,24 3.544.804,37
2.169.474,24 3.561.004,37
C. VERBINDLICHKEITEN 6.178.749,91 6.178.646,23
9.945.412,74 9.803.673,93

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR ZUM 31. DEZEMBER 2023

2023 Rumpfgeschäftsjahr 2022
EUR EUR
1. Rohergebnis 18.295.671,70 3.338.662,44
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -8.127.047,35 -1.546.520,07
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.745.586,38 -439.134,59
- davon für Altersversorgung: EUR 17.552,91 (Vorjahr: EUR 5.008,92)
-9.872.633,73 -1.985.654,66
3. Abschreibungen
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -14.907,92 -1.666,66
-14.907,92 -1.666,66
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -6.739.122,37 -1.295.858,29
- davon aus der Währungsumrechnung: EUR 12.200,16 (Vorjahr: EUR 470,46)
5. Betriebsergebnis 1.669.007,68 55.482,83
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -135.842,42 -259,50
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 -16.200,00
8. Ergebnis nach Steuern 1.533.165,26 39.023,33
9. Jahresüberschuss 1.533.165,26 39.023,33

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Schuck Group GmbH hat ihren Sitz in Steinheim am Albuch und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Ulm (Reg. Nr. HRB 745151).

Der vorliegende Jahresabschluss der Schuck Group GmbH zum 31. Dezember 2023 ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sind, soweit nicht anders angegeben, gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich unverändert angewendet worden.

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet.

Der im Jahr 2022 entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wird planmäßig linear über eine Nutzungsdauer von fünfzehn Jahren abgeschrieben. Wir gehen davon aus, dass wir die technischen Beschreibungen und Zeichnungen fünfzehn Jahre nutzen können.

Fremdkapitalzinsen sind in die Herstellungskosten des Anlagevermögens sowie in die der Vorräte nicht einbezogen worden.

Bei der Bemessung der Nutzungsdauer stellen wir auf die betrieblichen Erfahrungen ab, die sich weitgehend mit den Angaben in den amtlichen AfA-Tabellen decken.

Die beweglichen Anlagegüter werden linear abgeschrieben.

Außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen haben wir nicht vorgenommen.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert aktiviert.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit den durchschnittlichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten (bei Vorräten aus der Insolvenzmasse abzüglich eines Reichweitenabschlags), dem letzten Einkaufspreis bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten bzw. auf Basis voraussichtlich erzielbarer Verkaufspreise abzüglich eines Abschlags für noch anfallende Herstellungskosten, Vertriebskosten und Verwaltungskosten, wenn dieser Wert niedriger ist. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten auch anzusetzende Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie produktionsbedingte Verwaltungsgemeinkosten.

Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und eingeschränkter Verwendbarkeit ergeben, sind in ausreichendem Umfang vorgenommen worden; insgesamt sind die Vorräte verlustfrei bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände, Kasse und Bank werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt.

Soweit uns bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bei der Bilanzaufstellung bereits Risiken bekannt wurden, haben wir diese durch ausreichende Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Im Übrigen wurde zur Abgeltung weiterer Risiken eine angemessene Pauschalwertberichtigung in Höhe von 0,25 % für Inlands- und Auslandsforderungen gebildet.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das Eigenkapital ist zum Nennbetrag angesetzt worden.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken für ungewisse Verpflichtungen mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgte bei den Forderungen und Verbindlichkeiten mit dem Tageskurs des Geschäftsvorfalles und ggf. mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag.

3. Angaben zur Bilanz

Das von der Franz Schuck GmbH und der Franz Schuck Holding GmbH im Zuge der Übernahme des Geschäftsbetriebes erworbene Sachanlagevermögen wurde im Rahmen eines Sale & Lease back bereits im Jahr 2022 an eine Leasinggesellschaft veräußert und zurück geleast. Der Leasingvertrag hat zum Stichtag noch eine Restlaufzeit von 35 Monaten.

Unter Finanzanlagen sind die Anteile an der Schuck Trading and Services (Shanghai) Co. Ltd. mit Sitz in Shanghai, Volksrepublik China und an der Valvulas y Servicicios de Mexico Schuck Group de R.L. de C.V., Alvaro Obregon, Mexico in Höhe von insgesamt EUR 19.800,00 ausgewiesen. Weitergehende Angaben unterbleiben gem. § 286 Abs. 3 S. 1 Nr. 1 HGB.

Die Entwicklung der in der Bilanz des Berichtsjahres erfassten Anlagegegenstände ist in einer Anlage zum Anhang dargestellt.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren vollumfänglich aus Lieferungen und Leistungen.

Die Forderungen gegen Gesellschafter resultieren vollumfänglich aus deren Verrechnungskonto.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden grundsätzlich im offenen Factoring einem Factor angedient. Für angekaufte Forderungen übernimmt der Factor das Ausfallrisiko.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr lagen nicht vor.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen mit TEUR 1.216 Restrukturierungsmaßnahmen, i.H.v. TEUR 407 ausstehende Rechnungen und mit TEUR 302 Personalrückstellungen. Die Übrigen sonstigen Rückstellungen betreffen Jahresabschlusskosten, Gewährleistungen & Kulanzen, Lieferantenboni und Archivierungskosten.

Verbindlichkeitenspiegel Davon mit einer Restlaufzeit Davon durch Pfandrechte und ähnliche Rechte gesichert
31.12.2023 bis zu einem Jahr von mehr als einem Jahr von mehr als fünf Jahren Art der Sicherheiten
EUR EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.194.755,53 1.194.755,53 0,00 0,00 1.194.755,53 Sicherungsübereignung
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.681.810,44 1.681.810,44 0,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 443.308,87 443.308,87 0,00 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 2.858.875,07 2.858.875,07 0,00 0,00 2.531.257,46 Sicherungsübereignung
6.178.749,91 6.178.749,91 0,00 0,00 3.726.012,99

Weiterhin bestehen für die Verbindlichkeiten unsererseits nur im üblichen Umfang branchenübliche bzw. kraft Gesetzes entstandene Sicherheiten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Raum-Sicherungsübereignung des Warenlagers besichert.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch einen branchenüblichen Eigentumsvorbehalt gesichert.

Unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind weitgehend erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen passiviert.

Weitere sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen im Wesentlichen aus Leasingverträgen für Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von rd. EUR 2,8 Mio., sowie für Mietverträge in Höhe von rund EUR 8,7 Mio. Die Restlaufzeiten der sonstigen finanziellen Verpflichtungen liegen zwischen 35 und 106 Monaten. Neben der Bilanzneutralität beim Leasing und den damit verbundenen Rating-Vorteilen steht als Vorteil insbesondere die Kostenkongruenz (Liquiditätsvorteile) bzw. der sog. "pay-as-you-earn-Gedanke" im Vordergrund der Leasingentscheidung.

4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 407 betreffen im Wesentlichen Erträge aus Erträge aus Sachbezügen (KFZ-Nutzung u. a.) und übrige sonstige Erträge.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen insbesondere Kosten der Warenabgabe (TEUR 1.177), Mieten und Leasing für Maschinen (TEUR 1.081) und Kosten für Raummiete und Unterhalt (TEUR 972).

Die Geschäftsführung der Schuck Group GmbH schlägt vor den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

5. Sonstige Angaben

Während des Geschäftsjahres 2023 waren durchschnittlich (ohne 6 Auszubildende und Geschäftsführung) beschäftigt:

Gewerbliche Arbeitnehmer 108
Angestellte 72
180

Einzelvertretungsberechtigte Geschäftsführer im Geschäftsjahr waren

 

Herr Hannes Mahlknecht, Prad am Stilfserjoch, (bis August 2023)

 

Herr Frederik P. Müller, Sauerlach (seit August 2023)

Die Angabe gemäß § 285 Satz 1 Nr. 9 Buchstabe a HGB über die Höhe der gewährten Bezüge der Geschäftsführung für das Geschäftsjahr unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

6. Nachtragsbericht

Wir verweisen auf die Darstellung zum Geschäftsverlauf und der weiteren Entwicklung im Lagebericht. Darüber hinaus sind nach Abschluss des Geschäftsjahres 2023 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.

 

Steinheim a. Albuch, den 1. März 2024

Schuck Group GmbH

gez. Frederik Peter Müller, Geschäftsführer

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR ZUM 31. DEZEMBER 2023

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
ANLAGEVERMÖGEN
Immaterielle Vermögensgegenstände
Geschäfts- oder Firmenwert 150.000,00 0,00 0,00 150.000,00
150.000,00 0,00 0,00 150.000,00
Sachanlagen
Technische Anlagen und Maschinen 0,00 2.360,00 0,00 2.360,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 37.690,00 0,00 37.690,00
0,00 40.050,00 0,00 40.050,00
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 19.800,00 0,00 0,00 19.800,00
19.800,00 0,00 0,00 19.800,00
169.800,00 40.050,00 0,00 209.850,00
169.800,00 40.050,00 0,00 209.850,00
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
01.01.2023 Zuführungen Auflösungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
ANLAGEVERMÖGEN
Immaterielle Vermögensgegenstände
Geschäfts- oder Firmenwert 1.666,66 10.000,00 0,00 11.666,66
1.666,66 10.000,00 0,00 11.666,66
Sachanlagen
Technische Anlagen und Maschinen 0,00 196,67 0,00 196,67
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 4.711,25 0,00 4.711,25
0,00 4.907,92 0,00 4.907,92
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
1.666,66 14.907,92 0,00 16.574,58
1.666,66 14.907,92 0,00 16.574,58
NETTOBUCHWERTE
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
ANLAGEVERMÖGEN
Immaterielle Vermögensgegenstände
Geschäfts- oder Firmenwert 138.333,34 148.333,34
138.333,34 148.333,34
Sachanlagen
Technische Anlagen und Maschinen 2.163,33 0,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 32.978,75 0,00
35.142,08 0,00
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 19.800,00 19.800,00
19.800,00 19.800,00
193.275,42 168.133,34
193.275,42 168.133,34

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR ZUM 31. DEZEMBER 2023

Executive Summary

2023 war für die Schuck Group GmbH ein Jahr signifikanter Herausforderungen, aber auch bemerkenswerter Erfolge und strategischer Anpassungen. Trotz globaler Unsicherheiten und wirtschaftlicher Schwankungen, verstärkt durch den Konflikt in der Ukraine, hat unser Unternehmen seine Resilienz und Anpassungsfähigkeit unter Beweis gestellt. Wir erzielten einen Umsatz von ca. EUR 27,3 Mio., wobei wir unsere Marktposition in Schlüsselsegmenten festigten und unsere Produktlinien erfolgreich erweiterten. Durch strategische Maßnahmen in den Bereichen Risikomanagement, Innovation und Diversifikation blicken wir zuversichtlich auf die Zukunft.

1. Geschäft und Rahmenbedingungen

1.1 Aktivitäten des Unternehmens

Die Schuck Group stellt hochwertige Armaturen für die Energieversorgung mit Öl, Gas, Wasser und Fernwärme her. Die Kunden waren weltweit Stadtwerke, Energieversorger sowie Ingenieur- und Planungsbüros für Verteilnetze in Mitteleuropa, zum anderen weltweite Betreiber und Planungsbüros für Transportsysteme. Die Produktgruppen gliederten sich in die Sparten Transport, Verteilung und Service.

Im Segment Transport werden Armaturen (Großkugelhähne, Isolierstücke und Antriebe) überwiegend im werkvertraglichen Projektgeschäft zum Transport von Öl, Gas und Wasser hergestellt. Im Verteilungsbereich werden Hauseinführungen (Einzelanfertigungen, Klein- und mittelgroße Serien) für Gas, Wasser, Strom und Datenübertragung produziert. Der Bereich Service befasste sich mit Dienstleistungen in Verbindung mit Armaturen und Antrieben im Segment Transport.

1.2 Gesamtwirtschaft

Der russische Krieg in der Ukraine belastete die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland auch im Jahr 2023 merklich und bringt große politische und wirtschaftliche Unsicherheiten mit sich.

Das BIP sank preisbereinigt um 0,3 %. Die Inflationsrate lag im Betrachtungszeitraum bei + 5,9 %, damit war sie geringer als im Vorjahr mit 6,9 %, erreichte jedoch den höchsten Wert seit 1981.

Die hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur in Deutschland deutlich. Hinzu kam eine geringe Nachfrage aus dem In- und Ausland. In der Folge konnte sich die Erholung der Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fortsetzen.

2. Branchenentwicklung und Geschäftsverlauf

Der Boom der Baubranche der vergangenen Jahre ist insbesondere in Mitteleuropa weitgehend zum Erliegen gekommen. Bereits im ersten Quartal 2023 war dadurch das Auftragsvolumen in den Hauptmärkten der Verteilung um mehr als ein Drittel eingebrochen. Weiterhin belasten der Fachkräftemangel und Baumaterialengpässe die Branche.

Im Laufe des Jahres 2023 führten die Diskussionen um das Gebäudeenergiegesetz in Deutschland zu großen Unsicherheiten in der Branche, die mit dem Gesetzesbeschluss im September 2023 ihren Höhepunkt erreichten. In der Konsequenz führte dies zu einer Zurückhaltung der Kunden und zu einem Rückgang der Nachfrage insbesondere nach Hauseinführungen für Gas im Segment Verteilung, welches seine wichtigsten Kunden in Deutschland hat.

Das Segment Transport hingegen erwies sich sowohl in Zentral- und Nord-Europa als auch in den Regionen Asien und Amerika als zunehmender Wachstumsmarkt. Durch die geopolitischen Veränderungen der letzten Jahre und den Bedarf der erhöhten Energie-Versorgungssicherheit wurden weltweit neue Transportleitungen geplant und kommen nun zunehmend in die Umsetzung. Dort trug auch der im Vergleich um Segment Verteilung deutlich höhere Exportanteil zur Auslastung des Unternehmens bei. In Deutschland und EU wurden durch die Gesetzgebung größere Investitionen für den Aus- und Umbau von Wasserstoffnetzen freigegeben. Die Schuck Group konnte sich hierfür in 2023 erfolgreich neu qualifizieren und erwartet auch in dieser Region ab 2024 ein starkes Umsatzwachstum.

Zur Realisierung eines Wachstums wird der Fachkräftemangel in der Region Baden-Württemberg zunehmend als Risiko wahrgenommen, weshalb wir bei der Schuck Group das Outsourcing von Arbeiten mit geringerer Wertschöpfung bzw. Nicht-Kern-Kompetenzen zugleich mit der Ausbildung von jungen Fachkräften und Rekrutierung von Fachkräften aus dem nahen Ausland vorantrieben.

In Summe gelang es uns die Position der Schuck Group im Wettbewerb zu stärken und die Resilienz des Unternehmens zu stärken.

3. Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Umsatz in Höhe von rd. EUR 27,3 Mio. erzielt. Dabei entfallen auf das Segment Verteilung rd. 72 % des Umsatzes und auf das Segment Transport und den dazugehörigen Service rd. 28 %. Die Exportquote betrug 32 %.

Die durch den Krieg in der Ukraine ausgelöste Inflation und damit in Zusammenhang stehende massive Zinssteigerungen haben zu einem Rückgang der Bauwirtschaft im Bereich Haus-/ Wohnungs- und Gewerbeneubau geführt. Die Folgen waren für die Schuck Group stark spürbar und führten zu einem erheblich geringeren Umsatzvolumen im Bereich Verteilung, als im Rahmen der Geschäftsübernahme erwartet wurde. Dagegen steuern konnten wir zum Teil durch den Zugewinn von neuen Markanteilen angetrieben durch die hohe Service- und Produktqualität ("Qualitätsführerschaft"), als auch durch die Einführung neuer Produkte, insbesondere für den Markt der Gebäudesanierung.

Dagegen entwickelt sich der Bereich Transport im Jahr 2023 stabil mit starkem Zuwachs zum Ende des Jahres. Das im Rahmen der Geschäftsübernahme aufgelegte Sales-Push-Programm in diesem Bereich zeigte damit bereits Erfolge, die im Jahr 2024 und Folgejahr weiter ausgebaut werden.

Die Materialquote einschließlich Fremdleistung betrug unter Einbezug von Sondereffekten rd. 36,9 %, im Jahr vor der Insolvenz lag diese bei 58,9 %. Durch die Fertigstellung von Projekten deren Material teilweise von der insolventen Gesellschaft im Vorjahr übernommen wurden zeigt sich die Quote gering, wird in den kommenden Jahren jedoch planmäßig ansteigen. Zudem wird die Quote von den oben dargestellten Änderungen im Produktmix beeinflusst, weswegen die Quote oberhalb unserer ursprünglichen ersten Erwartung liegt, jedoch weit unterhalb der Jahre vor Insolvenz bleiben wird. Im ersten Jahr nach der Übernahme stand zudem die Lieferfähigkeit zum Kunden und damit die Verfügbarkeit des Materials noch im Vordergrund. Zugleich wurde stärker in die Optimierung durch erweitertes Sourcing und stärkere Standardisierung der werthaltigen Zulieferteile investiert, woraus mittelfristig mit gegenläufigen Effekten bzw. Verbesserungen bei der Materialquote zu rechnen ist. Die gestiegenen Materialpreise konnten 2023 und 2024 an die Kunden weitergegeben werden. In 2024 erwarten wir dadurch eine Materialquote von rd. 42 %.

Zum Ende des Jahres 2023 waren 184 Mitarbeiter beschäftigt. Die Gesamtleistung pro Mitarbeiter betrug rd. TEUR 150. Vor der Insolvenz waren 278 Mitarbeiter beschäftigt, der Abbau wurde im Rahmen einer Transfergesellschaft Ende 2022 und ein weiterer Abbau durchlaufend im Jahr 2023 umgesetzt. Insgesamt liegt die Personalaufwandsquote mit 35 % rd. 2 Prozentpunkte unterhalb des Jahres vor Insolvenz, jedoch leicht über unserem Zielwert. Dem unerwartet deutlichen Umsatzrückgang im Bereich Verteilung haben wir durch personelle Anpassungen schrittweise umgesetzt. Diese Reduktion wurde im Einklang mit dem Fachkräftemangel und einem für 2024 geplant höheren Umsatzniveau sowie unsere Verantwortung als Arbeitgeber berücksichtigend, umgesetzt. Mit Blick auf die Zukunft haben wir diesen kurzfristigen Kostennachteil 2023 bewusst getragen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben im Jahr 2023 rd. EUR 6,7 Mio. betragen und konnten damit um EUR 4,2 Mio. zum Jahr vor der Insolvenz als Teil unseres Sanierungsprogramms nachhaltig reduziert werden. In den verbliebenen Aufwendungen enthalten sind insbesondere unvermeidbare Aufwendungen für Mieten und Maschinenleasing. Stark gestiegenen Kosten z. B. im Bereich der Ausgangsfrachten konnten durch einen Sparkurs teilweise kompensiert werden. Zeitgleich enthält der Betrag jedoch auch Aufwendungen wie etwa die Zuführung zur pauschalen Garantierückstellung in einem 6-stelligen Bereich, die einzig dem Umstand geschuldet ist, das 2023 das erste volle Geschäftsjahr der Schuck Group war. Außerdem belasten weitere Kostenpositionen die dem Grunde oder der Höhe nach nicht vorhersehbar waren das Ergebnis über die geplanten Restrukturierungsaufwendungen hinaus. Jedoch sehen wir z. B. im Transportbereich ein nachlassendes Preisniveau, so dass wir in Verbindung mit einem höheren Umsatzniveau eine weitere spürbare Verbesserung der Quote für die Zukunft erwarten.

Im Geschäftsjahr 2023 konnte wegen des Sparkurses ein Jahresergebnis in Höhe von rd. EUR 1,5 Mio. erzielt werden. In Anbetracht des starken Umsatzrückgangs zu Beginn des Neustarts im Bereich Verteilung bei gleichzeitig hohen Personal- und Sachkosten sehen wir das Ergebnis als äußerst positiv an. Die Geschäftsübernahme hat die Schuck Group in ihrem ersten vollen Geschäftsjahr 2023 vor zahlreiche unerwartete Herausforderungen gestellt und zusätzliche Kapazitäten gebunden. Wir erwarten daher für 2024 uns noch stärker auf die Optimierung von Prozessen und den Ausbau des Geschäftes kümmern zu können, um unsere Ziele bestmöglich zu erreichen.

4. Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme beträgt zum Stichtrag rd. EUR 9,9 Mio.. Die maschinellen Anlagen wurden bereits im Jahr 2022 verkauft und zurück geleast. Deshalb sind außer dem Geschäftswert keine weiteren wesentlichen Abschreibungen angefallen.

Das Vorratsvermögen beträgt zum Stichtag EUR 8,8 Mio. (vor Anzahlungen), einem Anstieg von rd. EUR 2,0 Mio.. Vor dem Hintergrund des stabilen aber reduzierten Umsatzes im Bereich Verteilung und des starken Umsatzwachstums des kapitalintensiveren Bereiches Transport wird sich der Vorfinanzierungsbedarf durch diese Verschiebung im Produktmix weiter erhöhen. Die Schuck Group arbeitet hierzu mit Anzahlungen, welche Großteils besichert werden müssen. Zur Deckung des (erhöhten) Finanzierungsbedarfes ist eine zusätzliche externe Finanzierung zur Sicherstellung des Wachstums geplant.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind, u. a. durch Einführung von Factoring, lediglich i. H. v. TEUR 509 bilanziert.

Der Rückgang der sonstigen Rückstellungen im Geschäftsjahr betrifft insbesondere die Inanspruchnahme der Restrukturierungsrückstellung des Unternehmens. Dem gegenüber stehen insbesondere erhöhte Rückstellungen für ausstehende Rechnungen zum Stichtag.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten betrugen zum Stichtag EUR 1,68 Mio..

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestanden zum Jahresende 2023 in Höhe EUR 1,19 Mio., sowie TEUR 200 in Form von Avalkrediten.

5. Liquiditätslage

Einen wesentlichen Einfluss auf die Liquidität, hatten die Phasen der Vorfinanzierung der Umsätze im Segment Transport. Die Vorfinanzierungen konnten mit der Ausreichung von Avalbürgschaften liquiditätsschonend gestaltet werden. Darüber hinaus stand eine Kontokorrentlinie zur Verfügung.

Die Gesellschaft war jederzeit fähig, ihren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.

Die stetige Erhöhung des Auftragsbestands in diesem Segment brachte eine Ausweitung des Working Capitals und des Finanzbedarfs mit sich. Zur Deckung des steigenden Vorfinanzierungsbedarfs im Transportsegment und der sonstigen Verbindlichkeiten ist eine weitere Fremdfinanzierung in 2024 geplant, um das zukünftige Geschäft der Schuck Group GmbH sicherzustellen.

6. Beschaffung

Die Rohstoffpreise gaben im Jahr 2023 insgesamt nach, die Bezugskosten von Stahlerzeugnissen waren in 2023 leicht rückläufig. Nickelpreise sind nach einem Zwischenhoch zu Beginn des Jahres 2023 wieder stark gefallen. Nach dem Hoch im Jahr 2022 sind auch die Transportkosten 2023 wieder gefallen. Der Preisindex für Primärenergie lag im Jahr 2023 rd. 33 % niedriger als im Vorjahr. Strompreise und Netzentgelte haben sich dagegen erhöht.

7. Investitionen

Das Gesamtunternehmen hat 2023 insbesondere in die Anpassung der Kostenstrukturen und in Sales-Push-Aktivitäten sowie in notwendige Substanzerhaltung investiert. Hierfür wurden für Instandhaltung und Werkzeuge TEUR 360 aufgewendet.

Die Investitionen in das Sachanlagevermögen beliefen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 40.

8. Personal- und Sozialbereich

Die Durchschnittszahl der Beschäftigten lag im Jahresmittel bei 187 Mitarbeitern. Am Jahresende waren 184 Mitarbeiter beschäftigt.

Zum Jahresende waren darüber hinaus 6 Auszubildende beschäftigt. Die Schuck Group sieht in der Ausbildung junger Menschen eine große Chance in Zukunft den Unwägbarkeiten des regionalen Arbeitsmarktes zu begegnen.

Es war weiter schwer, qualifizierte Mitarbeiter auf dem Arbeitsmarkt zu finden. Um dem vorherrschenden Fachkräftemangel zu begegnen, sind vermehrt Maßnahmen zur Rekrutierung in der Region unternommen worden.

9. Forschung und Entwicklung

Im Jahr 2023 haben wir unsere Produkte punktuell weiterentwickelt. Im Fokus der Tätigkeiten stand weiterhin die Wasserstofftauglichkeit unseres gesamten Produktportfolios und die Standardisierung unserer Armaturen sowie die Modernisierung wichtiger Anwendungen im Segment Antriebe.

10. Chancen- und Risikobericht

Die Schuck Group sieht sich durch die Ausweitung des internationalen Transportgeschäfts den üblichen Risiken ausgesetzt. Hierzu zählen u. a. Fremdwährungsrisiken, Zahlungs- und Abnahmerisiken. Diese wurden durch die dem Unternehmen zur Verfügung stehenden Instrumente wie z. B. Anzahlungen weitestgehend eliminiert. Die Schuck Group Steinheim hat ihr Projektgeschäft ausschließlich in Euro und USD abgewickelt, die Tochtergesellschaften zusätzlich in den jeweiligen Landeswährungen.

Die sich verändernden Strukturen und Zielsetzungen in der Klimapolitik bringen vor allem im Hauptmarkt Deutschland gleichermaßen Chancen wie auch Risiken mit sich. Vor allem die Entwicklungen und Umbrüche im Zuge des Gebäudeenergiegesetzes der Bundesregierung und der propagierten Abkehr von fossilen Energieträgern führen zu Unsicherheiten bei Händlern und Endkunden und erschweren die Planung der Geschäftsentwicklung vor allem im gewichtigen Verteilungsgeschäft. Dazu hat das hohe Zinsniveau dazu geführt, dass Projekte im Bereich Wohnungsbau (u. a. Mehrparteienobjekte und Quartiere) überwiegend "auf Eis" liegen.

Mittel- und langfristig wird der Druck auf Politik und Bauwirtschaft aufgrund des anhaltend hohen Bedarfs an Wohnraum jedoch steigen, so dass wir für den Bereich Verteilung mittelfristig gute Chancen für eine Erholung sehen.

Sehr erfreulich sind die Entwicklungen im Bereich Wasserstoff, der immer mehr zu einem wesentlichen Bestandteil einer nationalen Strategie für eine sichere Energieversorgung wird. Durch die Sicherstellung der Wasserstofffähigkeit des Produktportfolios entstehen für die Schuck Group hier Chancen, ein wichtiger Lieferant für die geplanten Wasserstoffnetze zu werden.

Die Entwicklungen im Rahmen des Russischen Krieges in der Ukraine, vor allem die gegenüber Russland ausgesprochenen Sanktionen ebenso wie schwere Zugänglichkeit zu potenziellen Absatzmärkten im Öl- und Gasmarkt des Nahen Ostens begrenzen die Möglichkeiten internationalen Wachstums. Wir werden das internationale Geschäft dennoch weiter ausbauen, wobei wir auf die bestehende große Menge bereits in den vergangenen Jahrzehnten erfolgreich installierten Produkte aufbauen können.

Es ist davon auszugehen, dass die Infrastruktur der Armaturen und Leitungen in jedem Fall weiterhin notwendig sein wird, so dass eine Verschiebung von Projektierungen in Richtung verlässlicher geopolitischer Partner zu erwarten ist (bspw. Nordafrika oder Skandinavien).

11. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den Finanzinstrumenten zählen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Verbindlichkeiten wurden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen beglichen. Die Lieferantenrechnungen wurden - soweit möglich - mit Skonto bezahlt.

Die kurzfristige Finanzierung war über eigene Mittel, sowie den vereinbarten Kredit- und Avallinien mit den Hausbanken, gesichert.

Die Schuck Group bediente sich für Ihre Forderungen eines Factoringpartners. Fakturabel waren in erster Linie Kunden aus der DACH-Region im Segment Verteilung sowie ausgewählte kreditwürdige Kunden aus europäischen Ländern.

Unsere Risikopolitik bezüglich der Finanzpositionen war konservativ. Das Finanz- und Risikomanagement war auf die Sicherstellung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art ausgerichtet.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar waren, wurden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügten wir über ein adäquates Debitorenmanagement.

12. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft & Zusammenfassung

Die Schuck Group GmbH konnte sich in ihrem ersten Geschäftsjahr stabilisieren und trotz unerwarteten negativen Einflüssen von außen auf die Bauwirtschaft ein Ergebnis von rd. EUR 1,5 Mio. erzielen. Insbesondere das hohe Zinsniveau und die weiteren schlechten Rahmenbedingungen haben zu einer Verunsicherung von Projektentwicklern und Bauherren geführt und damit unser Segment Verteilung beeinträchtigt. Um Rückgänge zu kompensieren konnten jedoch erfolgreich Markanteile gewonnen werden und neue Produkte für neue Medien erfolgreich am Markt etabliert werden. Das Segmentwachstum ist aufgrund dessen erhöhten Vorfinanzierungsbedarf mit der zur Verfügungstellung zusätzlicher finanzieller Mittel für die Schuck verbunden. Wir verhandeln derzeit hierüber mit interessierten Finanzierungsinstituten und Kapitalgebern. Für das laufende Geschäftsjahr erwarten wir ein Umsatzvolumen von bis zu EUR 33 Mio., wovon auf den Transportbereich rd. 40 % entfallen werden. Ausreichende personelle Kapazitäten in der Produktion halten wir hierfür vor, so dass wir nach aktuellen Planungen für das Geschäftsjahr 2024 ein spürbar höheres EBIT erwarten.

 

Steinheim am Albuch, den 1. März 2024

Schuck Group GmbH

gez. Frederik Peter Müller, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Der nachfolgende Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss der Schuck Group GmbH zum 31. Dezember 2023 und den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023. In der vorliegenden Offenlegungsversion wurden die Erleichterungsvorschriften nach den §§ 276, 288 und 327 HGB in Anspruch genommen.

An die Schuck Group GmbH, Steinheim am Albuch

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Schuck Group GmbH, Steinheim am Albuch, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Schuck Group GmbH, Steinheim am Albuch, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Hinweis zur Hervorhebung eines Sachverhalts

Wir verweisen auf die Ausführungen in Abschnitt 4. und 12. des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Gesellschaft auf die zur Verfügungstellung zusätzlicher finanzieller Mittel angewiesen ist um die Planung erreichen zu können. Über die Bereitstellung zusätzlicher finanzielle Mittel zur Erreichung der Planung befindet sich die Gesellschaft derzeit in Verhandlungen. Planungen sind mit einem zunehmenden Unsicherheitsgrad verbunden je weiter diese in der Zukunft liegen. Erhebliche negative Abweichungen zur Planung können die künftige Entwicklung des Unternehmens wesentlich beeinträchtigen. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind diesbezüglich nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/1-v2-hgb-ja-non-pie/ eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.

 

Porta Westfalica, den 20. März 2024

AUDITAS GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. ppa. W. Winkelmann, Wirtschaftsprüfer

Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 20.06.2024

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