PD Frankfurt GmbHLiquidiert

60325 Frankfurt am Main, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 91360
Vorher
Internos Vermögensverwaltungs GmbHInternos Real Investors Kapitalanlagegesellschaft mbHInternos Global Investors Kapitalangegesellschaft mbHINTERNOS Global Investors Kapitalanlagegesellschaft mbHINTERNOS Global Investors Kapitalverwaltungsgesellschaft mbHPrincipal Real Estate Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH
Eingetragen
7.7.2011
Branche
Managementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem AnteilsbesitzBeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gegenstand
Die Verwaltung eigenen Vermögens. Die Gesellschaft darf sich an Unternehmen beteiligen, wenn der Geschäftszweck des betreffenden Unternehmens gesetzlich oder satzungsmäßig im Wesentlichen auf die Geschäfte ausgerichtet ist, welche die Gesellschaft selbst betreiben darf und eine Haftung der Gesellschaft aus der Beteiligung durch die Rechtsform des Unternehmens beschränkt ist.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Torsten Major
seit 26.9.2024
Liquidator
Ute Suhrbier-Hahn
seit 18.12.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert5.10% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
London and Frankfurt LimitedGBR
5.10%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

London and Frankfurt Limited
United Kingdom
15.300 €
5.10%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Principal Real Estate Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Principal Real Estate Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH i.L.

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Principal Real Estate Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Institute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Hervorhebung eines Sachverhalts

Wir verweisen auf die Ausführungen der gesetzlichen Vertreter in Abschnitt "I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss" des Anhangs sowie die Angaben in den Abschnitten "Prognosebericht" und "Chancenbericht" des Lageberichts, welche die Einstellung der Unternehmenstätigkeit der Gesellschaft und die darauf basierende Bilanzierung zu Liquidationswerten aufgrund der Abkehr vom Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit beschreiben.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind diesbezüglich nicht modifiziert.

Verantwortung der Liquidatorin und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die Liquidatorin ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Institute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist die Liquidatorin verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist die Liquidatorin dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur geordneten Liquidation der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der geordneten Liquidation der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage der Abkehr vom Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern der Fortführung der Unternehmenstätigkeit tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist die Liquidatorin verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist die Liquidatorin verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von der Liquidatorin angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von der Liquidatorin dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen darüber, ob die Aufstellung des Jahresabschlusses durch die Liquidatorin unter Abkehr vom Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit angemessen ist, sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur geordneten Liquidation der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unsere Prüfungsurteile zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft die geordnete Liquidation ihrer Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von der Liquidatorin dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von der Liquidatorin zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Eschborn/Frankfurt am Main, den 22. Juli 2021

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Kruskop, Wirtschaftsprüfer

Bordt, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2020

Aktivseite

31.12.2020 31.12.2019
EUR EUR EUR
1. Forderungen an Kreditinstitute 2.454.267,50 2.630.140,73
2. Forderungen an Kunden 776,13 32.918.803,94
3. Immaterielle Anlagewerte
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.372,06 0,00
4. Sachanlagen 9.225,56 17.127,91
5. Sonstige Vermögensgegenstände 183.876,39 510.035,71
darunter: an verbundene Unternehmen 131.962,96 EUR (Vorjahr 477.098,58 EUR)
6. Rechnungsabgrenzungsposten 9.977,00 13.339,58
Summe der Aktiva 2.662.494,64 36.089.447,87

Passivseite

31.12.2020 31.12.2019
EUR EUR EUR
1. Sonstige Verbindlichkeiten 24.467,41 32.854.027,16
darunter: an verbundene Unternehmen 10.187,42 EUR (Vorjahr 32.822.752,17 EUR)
2. Rückstellungen
a) Steuerrückstellungen 0,00 50.357,44
b) andere Rückstellungen 428.199,34 428.199,34 227.857,88
3. Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital 300.000,00 300.000,00
b) Kapitalrücklage 750.000,00 750.000,00
c) Bilanzgewinn 1.159.827,89 2.209.827,89 1.907.205,39
Summe der Passiva 2.662.494,64 36.089.447,87

Für Anteilinhaber verwaltete Sondervermögen

1 Stück (Vorjahr 1 Stück) 8.379.832,21 333.062.567,84

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis 31. Dezember 2020

Aufwendungen

Aufwendungen 01.01.-31.12.2020 01.01.-31.12.2019
EUR EUR EUR EUR
1. Zinsaufwendungen 370,00 2.246,00
2. Provisionsaufwendungen 8.581.819,52 35.431.100,45
3. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 857.521,92 600.894,11
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 55.682,63 913.204,55 66.695,90
darunter:
für Altersversorgung 0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR)
b) andere Verwaltungsaufwendungen 351.778,03 1.264.982,58 423.765,48
4. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 7.995,37 2.277,37
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen 583.990,44 135.603,09
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 14.119,38
7. Jahresüberschuss 0,00 24.357,67
Summe der Aufwendungen 10.439.157,91 36.701.059,45
1. Jahresfehlbetrag 747.377,50
2. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.907.205,39
3. Bilanzgewinn 1.159.827,89

Erträge

01.01.-31.12.2020 01.01.-31.12.2019
EUR EUR
1. Provisionserträge 9.669.461,95 36.617.626,91
2. Sonstige betriebliche Erträge 22.318,46 83.432,54
3. Jahresfehlbetrag 747.377,50 0,00
Summe der Erträge 10.439.157,91 36.701.059,45

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt unter der Nummer HRB 91360 eingetragen.

Die Gesellschaft ist mit einem Stammkapital in Höhe von EUR 300.000,00 ausgestattet.

Die Gesellschaft ist eine Kapitalverwaltungsgesellschaft im Sinne von § 17 Abs. 1, Abs. 2 Nr. 1 Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB); Gegenstand des Unternehmens ist die Auflegung und Verwaltung von Immobilien-Fonds, sowie die Anlageberatung gemäß KAGB. Die Lizenz der Gesellschaft wurde zum 01. Juni 2021 zurück gegeben, das Erlöschen der Erlaubnis tritt mit dem 02. Juni 2021 ein.

Die Gesellschaft ist seit dem 16. April 2018 Teil von Principal Real Estate Europe bzw. der Principal Financial Group.

Die Principal Real Estate Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH, i.L. weist für das Geschäftsjahr 2020 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 747.377,50 (Vorjahr: Jahresüberschuss EUR 24.357,67) aus. Das Eigenkapital beträgt EUR 2.209.827,89 (Vorjahr: EUR 2.957.205,39).

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 wurde unter Beachtung der handelsrechtlichen Vorschriften und der Vorschriften des GmbH-Gesetzes und des KAGB erstellt. Die ergänzenden Vorschriften zur Rechnungslegung nach der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) wurden beachtet.

Die Gesellschaft wendet die Ausweis- und Bewertungsvorschriften für Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute gemäß § 340 a-h HGB an.

Die Gliederung des Jahresabschlusses erfolgt nach den Formblättern (Formblatt 1 und 2) für die Gliederung des Jahresabschlusses von Kreditinstituten und Finanzdienstleistungsinstituten gemäß RechKredV.

Alle Beträge sind gemäß § 244 HGB in Euro angegeben.

Die Gesellschaft hat in 2019 in Abstimmung mit den Anlegern des einzig verwalteten Investmentvermögens Principal Hotel Immobilien Spezial Fonds den Verkauf des Immobilien- Portfolios des Investmentvermögens begonnen und im Februar 2020 finalisiert. Die Verwaltung des Investmentvermögens Principal Hotel Immobilien Spezial Fonds wurde mit Wirkung zum Ablauf des 28. Februar 2021 auf das Schwesterunternehmen Principal Real Estate Spezialfondsgesellschaft mbH innerhalb der Principal Real Estate Europe Gruppe übertragen. Durch die Übertragung und spätere Schließung des Fonds entfällt die derzeit einzige Geschäftsgrundlage für die PKVG als Kapitalverwaltungsgesellschaft. Mit der in der Gesellschafterversammlung am 31. Mai 2021 beschlossenen Liquidation der Gesellschaft ist die Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgegeben worden. Der Jahresabschluss wird daher nicht mehr unter der Annahme der Unternehmensfortführung nach § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB aufgestellt, sondern der Rechnungslegung wird eine Abwicklung der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft zugrunde gelegt. Bei der Bilanzierung ist eine erwartete Liquidation zum 30. Juni 2022 zu Grunde gelegt worden.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und Grundlagen der Währungsumrechnung

Die Bilanz soll das aus der Liquidation erzielbare Reinvermögen zeigen. Daher werden nur Aktivposten in der Bilanz angesetzt, die bis zur erwarteten Aufgabe der Unternehmenstätigkeit noch zu verwerten sind. Forderungen an Kreditinstitute sind zum Nennwert angesetzt. Forderungen an Kunden sind mit dem Nominalwert bewertet und ausgewiesen. Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt, insoweit die Nutzung bis zum Liquidationszeitpunkt vorgesehen ist.

Sonstige Vermögensgegenstände sind, mit dem Nominalwert bewertet und ausgewiesen. Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für die Zeit nach diesem Stichtag bis längstens zum Zeitpunkt der erwarteten Vollendung der Liquidation darstellen.

Sonstige Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle bis zur Bilanzerstellung bekannt gewordenen ungewissen Verpflichtungen, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen sowie bis zur Liquidation auf Grund der Einstellung der Unternehmenstätigkeit zwangsläufig folgen. Sie wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt und bewertet. Bei den Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Abschlussstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen zehn Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank monatlich bekannt gegeben werden. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr wird auf eine Abzinsung verzichtet.

Die Gesellschaft hat von ihrem Wahlrecht gemäß § 274 HGB Gebrauch gemacht und auf den Ansatz von aktiven latenten Steuern verzichtet.

III. Angaben zur Bilanz

Forderungen an Kreditinstitute (Täglich fällige Forderungen)

Hierbei handelt es sich um Sichtguthaben bei der Hypovereinsbank, Frankfurt am Main, in Höhe von EUR 2.454.267,50 (Vorjahr: EUR 2.630.140,73).

Forderungen an Kunden

Die Forderungen an Kunden in Höhe von EUR 776,13 (Vorjahr: EUR 32.918.803,94) haben eine Restlaufzeit von unter drei Monaten. Es handelt sich hierbei um Asset-Management Gebühren für Dezember 2020.

Immaterielle Anlagewerte

Die in 2020 erworbene und genutzten immateriellen Anlagewerte bestehen aus Investitionsmaßnahmen innerhalb der gesamten Principal Real Estate Europe Gruppe in ein neues IT-Netzwerk, IT-Sicherheit und IT-Infrastruktur. Der Wert dieser Position beträgt zum Geschäftsjahresende EUR 4.372,06 (Vorjahr: EUR 0,00). Es ist geplant, diese Anlagegüter in 2021 auf die Schwestergesellschaft Principal Real Estate Spezialfondsgesellschaft mbH zu Buchwerten zu übertragen. Der Anlagespiegel liegt als Anlage bei.

Sachanlagen

Die Gesellschaft besitzt Einrichtungsgegenstände sowie Büroausstattung im Wert von EUR 9.225,56 (Vorjahr: EUR 17.127,91). Die nicht auf die Schwestergesellschaft Principal Real Estate Spezialfondsgesellschaft mbH zu Buchwerten in 2021 übertragbaren Anlagegüter wurden außerplanmäßig in Höhe von EUR 2.164,43 abgeschrieben. Der Anlagespiegel liegt als Anlage bei.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 183.876,39 (Vorjahr EUR 510.035,71) umfassen insbesondere Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 131.962,96 (Vorjahr: EUR 477.098,58) aus dem Profit Sharing Agreement EUR 131.962,96 (Vorjahr: EUR 2.302,71) und Forderungen aus Ertragssteuern in Höhe von EUR 18.770,80 (Vorjahr: EUR 32.890,18). Die sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von mehr als drei Monaten bis zu einem Jahr.

Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten umfassen Zahlungen für Aufwendungen des nächsten Jahres bis längstens zum Zeitpunkt der erwarteten Vollendung der Liquidation, hier insbesondere für IT & Software Lizenzen EUR 6.824,71 (Vorjahr: EUR 9.531,77), und Anderes EUR 3.152,29 (Vorjahr: EUR 3.807,81).

Sonstige Verbindlichkeiten

Die Position besteht im Wesentlichen aus folgenden Positionen: Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von insgesamt EUR 10.187,42 (Vorjahr: EUR 32.822.752,17), diese entfallen auf den Gesellschafter, Principal Real Estate Limited, London ("Gesellschafter"). Daneben bestehen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistung in Höhe von EUR 6.079,08 (Vorjahr: EUR 15.872,26), und Verbindlichkeiten aus der Gehaltsabrechnung Dezember 2020 in Höhe von EUR 8.200,91 (Vorjahr: EUR 13.978,32). Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Zum Bilanzstichtag wurden keine Sicherheiten gewährt.

Rückstellungen

Die Position Rückstellungen besteht aus Anderen Rückstellungen in Höhe von insgesamt EUR 428.199,34 (Vorjahr: EUR 227.857,88) zusammen. Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um Aufwendungen für Personalfreistellung und Abfindung in Höhe von EUR 202.324,00 (Vorjahr: EUR 0,00). Weiterhin sind in den anderen Rückstellungen Beträge für Urlaubsverpflichtungen in Höhe von EUR 6.922,70 (Vorjahr: EUR 6.529,09), sowie Bonus-Rückstellungen in Höhe von EUR 95.518,18 (Vorjahr: EUR 149.504,00), Rückstellungen für die Erstellung und die Prüfung des Jahresabschlusses in Höhe von EUR 73.525,00 (Vorjahr: EUR 44.190,00), Rückstellung für Steuerberatungsleistungen und Innenrevision EUR 13.700,00 (Vorjahr: EUR 16.775,00), Aufwendungen für Beiträge, Rechtliche Beratung und Gebühren in Höhe von EUR 16.838,29 (Vorjahr: EUR 863,00), Bankgebühren in Höhe von EUR 12.000,00 (Vorjahr: EUR 0,00), und Andere Aufwendungen in Höhe von EUR 7.371,17 (Vorjahr: EUR 4.791,79) enthalten. Steuerrückstellungen für Ertragssteuern 2020 waren nicht zu bilden (Vorjahr: EUR 50.357,44)

Eigenkapital

Das Eigenkapital setzt sich wie folgt zusammen:

EUR
Gezeichnetes Kapital 300.000,00
Kapitalrücklage 750.000,00
Gewinnvortrag 1.907.205,40
Jahresfehlbetrag 747.377,50
Summe 2.209.827,89

Die in 2019 beschlossene Erhöhung der Kapitalrücklage um insgesamt EUR 500.000,00 war zum Bilanzstichtag in Höhe von EUR 25.500,00 auf dem Bankkonto eingezahlt.

Es bestehen keine Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

TEUR
Kraftfahrzeugleasing - bis zum Übertrag des Vertrages auf die Principal Real Estate Spezialfondsgesellschaft mbH 6
6

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Erträge bestehen hauptsächlich aus Provisionserträgen in Höhe von EUR 9.669.461,95 (Vorjahr: EUR 36.617.626,91). Die Provisionserträge enthalten Leistungsprämien für den Hotelverkauf in Höhe von EUR 8.322.829,00 (Vorjahr EUR 29.921.961,00), Veräußerungsgebühren in Höhe von EUR 511.500,00 (Vorjahr: EUR 2.214.875,00), Performance Fee in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 2.043.001,84) und Management Fees in Höhe von EUR 495.533,78 (Vorjahr: EUR 1.638.825,26). Direkt dem Geschäftszweck zuordenbare Erträge im Rahmen des Transfer Pricing der Principal Real Estate Europe Gruppe wurden in Höhe von EUR 299.849,17 (Vorjahr: EUR 798.963,81) erzielt.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus Transfer Pricing in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 11.217,74), die nicht direkt mit dem Geschäftszweck im Zusammenhang stehen, Erträge nach dem Aufwendungsausgleichsgesetz in Höhe von EUR 548,98 (Vorjahr EUR 7.116,00), Sachbezug PKW-Gestellung für Mitarbeiter in Höhe von EUR 13.261,02 (Vorjahr EUR 13.477,16), Zinserträge aus Steuererstattungen in Höhe von EUR 156,00 (Vorjahr EUR 14.571,00) sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von EUR 4.704,45 (Vorjahr: EUR 9.099,97).

Die Provisionsaufwendungen enthalten Aufwendungen aus dem Transfer Pricing in Höhe von EUR 8.581.819,52 (Vorjahr: EUR 35.431.100,45), da es sich hierbei um Aufwendungen handelt, die unmittelbar in Zusammenhang mit der Tätigkeit der Gesellschaft - der Verwaltung von Immobiliensondervermögen und Dienstleistungen für Dritte - stehen.

Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen enthalten Personalaufwendungen in Höhe von EUR 913.204,55 (Vorjahr: EUR 667.590,01) und andere Verwaltungsaufwendungen in Höhe von EUR 351.778,03 (Vorjahr: EUR 423.765,48). Darin enthalten sind die Aufwendungen in Höhe von EUR 70.110,85, die mit der Liquidation zusammenhängen und nicht direkt mit dem Geschäftszweck in Zusammenhang stehenden Aufwendungen aus konzerninternen Dienstleistungen in Höhe von EUR 36.320,71 (Vorjahr: EUR 51.025,78), Aufwendungen für Interne Revision in Höhe von EUR 44.230,94 (Vorjahr: EUR 44.486,53), Marketingkosten in Höhe von EUR 808,28 (Vorjahr: EUR 32.535,00), Beratungskosten in Höhe von EUR 52.359,71 (Vorjahr: EUR 50.829,21), KFZ- und Reisekosten in Höhe von EUR 25.550,96 (Vorjahr: EUR 53.609,50), im Rahmen der Principal Real Estate Europe Gruppe direkt auf die Gesellschaft entfallende IT-Kosten EUR 43.207,61 (Vorjahr: EUR 55.671,67) sowie sonstige Bürokosten.

Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von EUR 583.990,44 (Vorjahr: EUR 133.645,26) handelt es sich im Wesentlichen um die Abschreibung der Forderung aus der nicht eingezahlten Kapitalerhöhung des Jahres 2019 gegenüber dem Gesellschafter Principal Real Estate Limited. Diese Forderung muss im Zusammenhang mit der beschlossenen Liquidation der Gesellschaft als nicht mehr werthaltig eingeschätzt werden und wurde daher in voller Höhe von 474.500,00 abgeschrieben. Weiterhin enthält diese Position nicht abzugsfähige Vorsteuern in Höhe von EUR 87.077,52 (Vorjahr: EUR 84.397,85), andere IT-Kosten in Höhe von EUR 4.213,88 (Vorjahr: EUR 8.704,59), und Versicherungsaufwand EUR 9.692,89 (Vorjahr: EUR 15.056,16) sowie andere betriebliche Aufwendungen in Höhe von EUR 9.670,34 (Vorjahr: EUR 25.486,66). In diesem Posten wurden des Weiteren periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 1.564,19 (Vorjahr EUR 1.957,83) verzeichnet, die auf Steuererstattungen für Vorjahre beruhen.

Die Steueraufwendungen fallen für das abgelaufene Geschäftsjahr nicht an (Vorjahr: EUR 14.119,38).

IV. Nachtragsbericht

Mit der Übertragung und späteren Schließung des einzigen durch die Gesellschaft geführten Fonds und der damit erloschenen einzigen Geschäftsgrundlage für die PKVG als Kapitalverwaltungsgesellschaft wurde in Erwägung gezogen, die Gesellschafteranteile zu verkaufen. Zu Beginn des Geschäftsjahres 2021 wurden bereits konkrete Verhandlungen mit potentiellen Kaufinteressenten geführt; jedoch war dieses Vorhaben nicht realisierbar. Daher wurde vom Aufsichtsrat die Empfehlung ausgesprochen, die Gesellschaft zu liquidieren. Mit Beschluss vom 31.05.2021 wurde die Liquidation begonnen. Zu diesem Stichtag wurden die beiden Geschäftsführer entlastet und abberufen. Gleichzeitig wurde Frau Suhrbier-Hahn als alleinige Liquidatorin eingesetzt. Durch am gleichen Tage, vorausgehend, stattgefundene Gesellschafterversammlung wurde die Firma geändert sowie der Gesellschaftszweck, der Aufsichtsrat wurde abberufen und aufgelöst. Genannte Änderungen der Firma, des Gesellschaftszwecks sowie der Satzung bezüglich des Aufsichtsrats sind konstitutiver Natur und somit erst mit Veröffentlichung im Handelsregister wirksam. Daran anschließend erfolgte am 01.06.2021 2021 die Rückgabe der Erlaubnis zur Verwaltung von Investmentvermögen an die ausreichende Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht.

Daher steht der vorliegende Jahresabschluss nicht mehr unter der Annahme der Unternehmensfortführung nach § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB.

V. Sonstige Angaben

Transfer Pricing

Im Hinblick auf die Tatsache, dass die Principal Real Estate Kapitalgesellschaft mbH, i.L. zusammen mit den anderen Gesellschaften der Principal Real Estate Europe Gruppe seit dem 16. April 2018 zu der Principal Financial Gruppe gehören, wurde das bislang bestehende Profit Sharing Agreement (datierend vom 20. Dezember 2013) durch ein Profit-Split-Agreement ersetzt.

Aufgrund des Profit-Split-Agreement können zusätzliche Erträge für die Gesellschaft anfallen und sich damit der Gewinn erhöhen, wenn die Mitarbeiter der Principal Real Estate Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH, i.L. für andere zur Principal Real Estate Europe Gruppe gehörende Gesellschaften tätig waren. Vice versa fallen zusätzliche Aufwendungen an, wenn Mitarbeiter anderer zur Principal Real Estate Europe Gruppe gehörenden Gesellschaften für die Gesellschaft tätig waren. Hierdurch kann eine Reduzierung des Ergebnisses der Principal Real Estate Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH, i.L. bedingt sein.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen werden zu marktüblichen Konditionen abgewickelt.

Anzahl der Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt wurden insgesamt 1,9 Mitarbeiter beschäftigt. 1 Mitarbeiter in der Verwaltung Corporate und 0,9 Mitarbeiter in der Fondsverwaltung. Für den vorstehenden Ausweis der Anzahl der Mitarbeiter wurden die Geschäftsführer nicht miteingerechnet.

Darüber hinaus waren bei der Gesellschaft 4,1 weitere Mitarbeiter beschäftigt, wobei die Gehaltszahlung durch eine andere deutsche Gesellschaft der Principal Real Estate Gruppe erfolgt ist, Diese Mitarbeiter waren in der Verwaltung Corporate (Compliance und Risikomanagement) sowie in der Fondsverwaltung tätig. Wenn diese Beschäftigten mitberücksichtigt werden, hat die Gesellschaft im Jahresdurchschnitt insgesamt 6 Mitarbeiter beschäftigt.

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das Gesamthonorar für das Geschäftsjahr 2020 beträgt EUR 36.417 und betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen.

Geschäftsführung der Gesellschaft:

Der Geschäftsführung der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2020 gehörten an:

 

Herr Paul Heinrich Muno, Frankfurt (Vertrieb, Innenrevision, Produktkonzeption, Compliance, Corporate Accounting, Personal) - bis zum 31. Mai 2021

 

Herr Jochen Schäfer-Suren, London (Asset Management, Fond Steuerung / Administration, Research, An- und Verkauf) - bis zum 31. Mai 2021

Die Angabe zu den Gesamtbezügen der Geschäftsführung unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB, da nur einem Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2020 Bezüge gewährt wurden. Einer der beiden aktuell bestellten Geschäftsführer bezieht von der Gesellschaft keine Bezüge.

Die Geschäftsführer der Gesellschaft üben keine Aufsichtsgremienmandate bei großen Kapitalgesellschaften aus.

Aufsichtsrat

Andrew David Thornton, Vorsitzender

Chief Executive Officer von Principal Real Estate Europe, London, United Kingdom

Jenefer Greenwood, unabhängiges Mitglied

Former Board Member of The Crown Estate, Grosvenor und BCSC President, London, United Kingdom

Jonathan Ottley Short, stellvertretender Vorsitzender

Chairman von Principal Real Estate Europe, London, United Kingdom

An die Mitglieder des Aufsichtsrats wurden in 2020 keine Bezüge gewährt.

Konzernverhältnisse

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Principal Financial Group Inc., Des Moines, USA, einbezogen. Dieser ist der Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen und wird am Sitz der Muttergesellschaft offengelegt.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres vorzutragen.

 

Frankfurt am Main, den 12. Juli 2021

Principal Real Estate Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH, i.L.

Ute Suhrbier-Hahn, Liquidatorin

Anlagespiegel

Anschaffungskosten 31.12.2019 Zugänge/ Umgliederungen (U) Abgänge/ Umgliederungen (U) Anschaffungskosten 31.12.2020
EUR EUR EUR EUR
Betriebs- und Geschäftsausstattung 56.149,12 0,00 39.727,88 16.421,24
Software 1.250,00 4.465,08 1.250,00 4.465,08
Gesamt 57.399,12 4.465,08 40.977,88 20.886,32
Abschreibungen 31.12.2019 Zugänge/ Umgliederungen (U) Abgänge/ Umgliederungen (U) Außerplanmäßig Abschreibungen 31.12.2020
EUR EUR EUR EUR EUR
Betriebs- und Geschäftsausstattung 39.021,21 5.737,92 39.727,88 2.871,10 7.902,35
Software 1.250,00 93,02 1.250,00 0,00 93,02
Gesamt 40.271,21 5.830,94 40.977,88 2.871,10 7.995,37
Nettobuchwerte 31.12.2019 Nettobuchwerte 31.12.2020
EUR EUR
Betriebs- und Geschäftsausstattung 17.127,91 9.225,56
Software 0,00 4.372,06
Gesamt 17.127,91 13.597,62

Lagebericht zum 31. Dezember 2020

1. Geschäftsmodell der Gesellschaft

Die Principal Real Estate Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH, i.L., eingetragen im Handelsregister B des Amtsgerichts Frankfurt am Main unter der Nummer 91360 (PKVG oder Gesellschaft genannt) ist seit dem 30. Mai 2012 (Datum der Erlaubniserteilung durch die BaFin) eine Kapitalverwaltungsgesellschaft für Immobilien-Spezial-Sondervermögen. Der Geschäftsbetrieb wurde am 24. Juli 2012 mit der Auflage des Principal Hotel Immobilien Spezialfonds aufgenommen.

Am 17. Dezember 2014 hat die Gesellschaft die Zulassung von der BaFin als Kapitalverwaltungsgesellschaft gem. §§ 20, 22 KAGB erhalten.

Seit dem 16. April 2018 ist die PKVG Teil der Principal Real Estate Europe Gruppe, der europäischen Abteilung für Immobilien-Investmentmanagement der Principal Financial Group, Inc. mit Sitz in den USA, einer an der NASDAQ notierten, weltweit tätigen, Finanzdienstleistungsorganisation mit einem verwalteten Immobilienvermögen von über 80 Milliarden US-Dollar.

Die Principal Real Estate Europe Gruppe beschäftigt ein Team von um die 100 Mitarbeiter in 8 Büros in London, Frankfurt, Paris, Amsterdam, Madrid, Luxemburg, Lissabon und Mailand.

Zum 31. Dezember 2020 verwaltete die Principal Real Estate Europe Gruppe Immobilien und Fondsvermögen von insgesamt 2,79 Milliarden Euro mit über 140 Immobilien in 7 europäischen Ländern. Der Schwerpunkt liegt auf Investitionen in den Immobilienmärkten Westeuropas, mit Schwerpunkt auf Frankreich, Deutschland und den Niederlanden, aber auch Appetit auf Italien, Spanien, Portugal, Schweden, Polen, Großbritannien und Österreich.

Die Gruppe konzentriert sich auf die traditionellen Immobiliensektoren Geschäftsbüros, Einzelhandel und Industrie/Logistik, aber auch auf spezialisierte Sektoren wie Hotels und Gesundheitsimmobilien.

Die Principal Real Estate Europe Gruppe wird über die lokalen Gesellschaften von den Aufsichtsbehörden in Großbritannien (FCA), Deutschland (BaFin) und Frankreich (AMF) beaufsichtigt und verfügt über ein Risikomanagementsystem und ein Governancemodell.

Zum 31. Dezember 2020 verwaltet die PKVG noch das Spezial-Sondervermögen Principal Hotel Immobilien Spezialfonds, jedoch sind seit dem Februar 2020 die letzten Immobilien des Sondervermögens verkauft, so dass der Fonds zu diesem Zeitpunkt lediglich Barbestände verwaltet, die schrittweise an die Investoren zurückgezahlt werden.

Als Kapitalverwaltungsgesellschaft führt die Gesellschaft keine eigenen Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung durch.

2. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das wirtschaftliche, politische und sozioökonomische Umfeld des Jahres 2020 war geprägt durch die COVID 19 Pandemie und die Präsidentschaftswahlen in den USA, die einen Regierungswechsel nach sich zogen.

Der Wechsel von Trump zu Biden hat die gesamtpolitische Weltlage etwas verändert, jedoch nicht derart, dass sich dies in konkreten Wachstumszahlen zeigen würde. Zusätzlich hat die COVID 19 Pandemie weiterhin einen starken Einfluss auf das wirtschaftliche Geschehen weltweit. Lokale Impfkampagnen laufen nur schleppend, im Frühjahr 2021 sind bisher erst ca. 20% der Bevölkerung geimpft, wie man Medienberichten entnehmen kann. Insbesondere in unserem Heimatmarkt Deutschland zeigen sich die Auswirkungen des politischen Handels sehr deutlich, da weiterhin perspektivische Unklarheit bezüglich sich bietender Chancen am Markt besteht. Einzelhandelsbetriebe sowie Hotels- und Gastronomie befinden sich weiterhin in einer weitestgehenden Zwangsschließung, die aktuell auf Basis des als Messgröße erhobenen sog. Inzidenzwertes in ihrer Ausdehnung noch nicht absehbar ist. Die Folgen sind weitere, zu erwartende Ausfälle bei unseren Mietern. Da die von der Gesellschaft verwalteten Liegenschaften, verschiedene Hotels, zuletzt im Februar 2020 veräußert wurden, treffen diese negativen Entwicklungen die Gesellschaft an dieser Stelle nicht.

Die Eurozone verzeichnete im Jahr 2020 eine Verringerung des BIP um 5,4% verglichen zum Vorjahr. Bei weiterhin niedrigen Leitzinsen wirkt die COVID19 Krise deutlich negativ auf die wirtschaftliche Lage der Eurozone.

Die weiterhin niedrigen Zinsen bewirkten auch in 2020 eine hohe Nachfrage an Immobilienanlagen durch Investoren, verlangsamt wurde dies zeitweise allerdings durch die weltweit herrschende Pandemie Lage. Da zu diesem Zeitpunkt der Verkauf des Hotelportfolios allerdings bereits weitestgehend abgeschlossen war und keine Zukäufe geplant sind, erübrigen sich weitere Ausführungen zur Marktsituation an dieser Stelle.

Geschäftsverlauf

Das vergangene Geschäftsjahr der Principal Real Estate Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH, i.L. war durch den Abschluss des Verkaufs des gesamten Hotelportfolios gekennzeichnet und der einzige Fonds der Gesellschaft verwaltete somit seit Februar 2020 keine Immobilien mehr.

Das verwaltete Netto-Fondsvolumen der Gesellschaft belief sich ab diesem Zeitpunkt auf das Fondsvolumen in Bargeld von ca. 134 Millionen EUR, welches sich auf den Fondskonten des Principal Hotel Immobilien Spezial Fonds befand und im Verlauf des Jahres 2020 auf ungefähr 8 Millionen EUR reduziert wurde, nach Rückführung aller Darlehen sowie Zahlung an die Investoren. Eine weitere Reduktion dieses Betrages ist vorgesehen im Laufe der weiteren Abwicklung des Fonds. Ab dem Zeitpunkt des Verkaufs der letzten Immobilie erhielt die Gesellschaft eine Management Fee für die Verwaltung des genannten Geldbetrages.

Insgesamt beurteilen wir den Verlauf des Geschäftsjahres 2020 und die Lage der Gesellschaft anhand oben skizzierter Eckdaten als wie geplant. Es werden keine Investitionen mehr getätigt, der einzige verwaltete Fonds wurde mit Ablauf des 28.02.2021 an die PSG übertragen und wird in die Abwicklung übergeben, reduzierte Einnahmen aus der Verwaltung des Fonds sind vorhanden.

Durch die Übertragung an die PSG und spätere Schließung des Fonds entfällt die derzeit einzige Geschäftsgrundlage für die PKVG als Kapitalverwaltungsgesellschaft. Mit der per Gesellschafterbeschluss vom 31.05.2021 begonnenen Liquidation der Gesellschaft ist eine Fortführung der Unternehmenstätigkeit, einhergehend mit dem Verkauf aller Immobilien und dem Übertrag des Principal Hotel Immobilien Spezial Fonds an die PSG, nicht mehr intendiert. Der Jahresabschluss wird daher nicht mehr unter der Annahme der Unternehmensfortführung nach § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB aufgestellt, sondern der Rechnungslegung wird eine Abwicklung der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft zugrunde gelegt.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Mit der begonnenen Liquidation der Gesellschaft wurde die Bilanzierung des vorliegenden Jahresabschlusses unter Abkehr von der Going-Concern-Prämisse vorgenommen. Der Schwerpunkt der aktuellen Bilanzierung liegt nunmehr auf der Ermittlung des Reinvermögens der Gesellschaft zum 31.12.2020.

Es wird darauf geachtet, dass mit dem Zahlungsmittelbestand und den Zuflüssen aus der operativen Geschäftstätigkeit bis zum Zeitpunkt des Beschlusses über die Liquidierung der Gesellschaft alle notwendigen Zahlungen bis zum Ende des Liquidierungszeitraumes bedient werden können. Die Ausgaben der Gesellschaft sind durch die Überführung von Personal in die PSG, als auch durch den Wegfall der sonst fondstypischen Ausgaben im Zusammenhang mit der Verwaltung des Fonds, stark gesunken. Dadurch ist auch nach Übertrag des einzigen verwalteten Fonds an die PSG sichergestellt, dass die Gesellschaft die notwendigen Zahlungen leisten kann. Die Gesellschaft verfügt über ausreichende liquide Mittel zur Deckung der monatlichen verbliebenen Kosten und geordneten Liquidation.

Die Vermögenslage der Gesellschaft wird auf der Aktivseite der Bilanz durch die Forderungen an Kreditinstitute, die sonstigen Vermögensgegenstände und die Forderungen an Kunden geprägt. Dabei reduzierten sich die Forderungen an Kreditinstitute im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 2.630 um TEUR 176 auf TEUR 2.454 und die sonstigen Vermögensgegenstände (Vorjahr: TEUR 510) um TEUR 326 auf TEUR 184. Die Forderungen an Kunden reduzierte sich (Vorjahr: TEUR 32.919) um TEUR 32.918 auf TEUR 0,7. Diese signifikante Reduzierung der Forderungen an Kunden resultiert hauptsächlich aus dem Wegfall des aktiven Geschäftes mit dem einzigen verwalteten Immobilienfonds.

Zum Stichtag wurde das Anlagevermögen unter dem Gesichtspunkt des Wegfalls der Fortführungsannahme bewertet und teilweise außerplanmäßig abgeschrieben. Die mit TEUR 4 ausgewiesenen Immateriellen Anlagewerte und die mit noch TEUR 9 enthaltenen Sachanlagen werden im Folgejahr an die PSG zu Buchwerten übereignet. Die im Vorjahr im Posten Sonstige Vermögensgegenstände abgebildete, noch ausstehende, Einzahlung in die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 474 wurde zum Stichtag abgeschrieben, da mit der Zahlung nicht mehr zu rechnen ist. Die Rechnungsabgrenzungsposten mit TEUR 10 wurden auf den zu erwartenden einjährigen Liquidationszeitraum abgegrenzt.

Auch auf Passivseite zeigt sich deutlich der Effekt aus dem Wegfall des aktiven Geschäftes mit dem einzigen verwalteten Immobilienfonds; im Vergleich zum Vorjahr reduzierte sich der Wert der Position der Sonstigen Verbindlichkeiten von TEUR 32.854 (Vorjahr) auf TEUR 24. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen belaufen sich dadurch auf TEUR 10 (Vorjahr: TEUR 32.823)

Zum Geschäftsjahresende wurden Andere Rückstellungen in Höhe von insgesamt TEUR 428 (Vorjahr: TEUR 228) gebildet. Insbesondere wurden unter dem Gesichtspunkt des Wegfalls der Fortführungsannahme für im Rahmen der Liquidation bereits jetzt absehbaren Aufwand Rückstellungen in Höhe von insgesamt TEUR 271 erfasst. Diese enthalten unter anderem Beträge für Archivierung, Steuerberatung, Wirtschaftsprüfung, Miete, Gehalt für Zeiträume der Freistellung, sowie Abfindung.

Steuerrückstellungen waren nicht zu bilden (Vorjahr: TEUR 50).

Das Eigenkapital enthält folgende Positionen: gezeichnetes Kapital TEUR 300, Kapitalrücklage TEUR 750 (Vorjahr: TEUR 750) und Bilanzgewinn TEUR 1.160 (Vorjahr: TEUR 1.907), dieser wiederum bestehend aus Jahresfehlbetrag von TEUR 747 und dem Gewinnvortrag aus den Vorjahren TEUR 1.907. Die Kapitalrücklage ist in Höhe von insgesamt TEUR 275,5 eingezahlt. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt 82,99 % (Vorjahr: 8,19 %) der Bilanzsumme.

Die liquiden Mittel bestehen aus Guthaben auf den Bankkonten in Höhe von TEUR 2.454 (Vorjahr: TEUR 2.630). Die Liquidität beträgt am Bilanzstichtag 92,18 % (Vorjahr: 7,29 %) der Bilanzsumme. Die Begleichung fälliger Verpflichtungen ist gesichert.

Wichtigste Ertragsparameter der Gesellschaft waren auch in 2020 die Verkaufsprovisionen, weiterhin die Einnahmen aus Verwaltungsgebühren für die Verwaltung des Principal Hotel Immobilien Spezial Fonds, und im Verlauf aus der Verwaltung der vorhandenen Liquidität, als auch bis Februar 2020 Erträge aus Asset-Management-Dienstleistungen. Diese Einnahmen wurden als Provisionserträge ausgewiesen. Dabei entfallen auf die Verwaltung des Principal Hotel Immobilen Spezial Fonds und das Asset Management Provisionserträge in Höhe von TEUR 506 (Vorjahr: TEUR 3.681) und auf die Verkaufsprovisionen für den erfolgreichen Verkauf des letzten Hotels an die AXA-Gruppe TEUR 8.834 (Vorjahr: TEUR 32.137). Durch für die Gesellschaften der Principal Real Estate Europe Gruppe erbrachte Dienstleistungen aus Investment Advisory wurde Einkommen in Höhe von TEUR 300 (Vorjahr: TEUR 799) generiert.

Die mit der Verwaltung des Principal Hotel Immobilen Spezial Fonds zusammenhängenden Kosten für Investment Advisory Service und Cost Allocation aus Gesellschaften der Principal Real Estate Europe Gruppe werden als Provisionsaufwendungen in Höhe von TEUR 8.582 (Vorjahr: TEUR 35.431) ausgewiesen.

Die Allgemeinen Verwaltungsaufwendungen i.H. von TEUR 1.265 (Vorjahr: TEUR 1.091) resultierten im Wesentlichen aus dem Personalaufwand in Höhe von TEUR 913 (Vorjahr: TEUR 668), Prüfungs- und Beratungskosten in Höhe von TEUR 187 (Vorjahr: TEUR 137) und Kostenweiterbelastung im Rahmen des neuen Profit-Sharing-Vertrages von TEUR 59 (Vorjahr: TEUR 96), Gebühren für IT Leistungen und Software-Lizenzen von TEUR 44 (Vorjahr: TEUR 56), Bankgebühren von TEUR 33 (Vorjahr: TEUR 16) und KFZ und Reisekosten von TEUR 25 (Vorjahr: TEUR 54). Vor dem Hintergrund der vorherigen Ausführungen erzielte die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2020 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 747 (Vorjahr: Jahresüberschuss TEUR 24).

Aufgrund der Überwachung durch die KVG sowohl im Hinblick auf die Liquiditätslage und die Fähigkeit, den fälligen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen, ist davon auszugehen, dass Gefährdungen der Gläubiger auch innerhalb der anstehenden Liquidierungsperiode unwahrscheinlich sind.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Arbeitnehmerbelange:

Die Mitarbeiteranzahl der PKVG hat sich verringert. Zum Ende des Jahres 2020 hat die Gesellschaft insgesamt 1 Mitarbeiter (ohne Geschäftsführer, Vorjahr: 4 Mitarbeiter).

Kundenbeziehungen:

Die Gesellschaft unterhält Beziehungen zu Geschäftspartnern im In- und Ausland und arbeitete intensiv mit diesen zusammen.

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Anzahl der investierten Anleger unverändert geblieben. Für das Geschäftsjahr 2021 wird in der Folge der geplanten kompletten Auflösung und des durchgeführten Übertrags des Fonds an die PSG der Rückzug aller Anleger erwartet.

Unselbstständige Zweigniederlassungen:

Die Gesellschaft unterhält keine Zweigniederlassungen.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Prognosebericht Geschäftsjahr 2021

Der vorliegende Prognosebericht umfasst den Zeitraum von einem Jahr.

In 2021 wird in Europa und weltweit auf Grund des Corona Virus eine fortschreitende Rezession erwartet.

Der neuartige COVID-19 Ausbruch seit Anfang 2020 in Europa hat zusätzliche Unsicherheiten im allgemeinen wirtschaftlichen Umfeld mit sich gebracht. Er hat potentiell Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit in einigen Branchen und das allgemeine wirtschaftliche Marktumfeld. Im Hinblick darauf, dass sämtliche Immobilien des einzigen von der PKVG gemanagten Fonds bereits vor Ausbruch der Krise verkauft wurden und der Fonds außerdem an die PSG übertragen wurde, ist der Principal Hotel Immobilien Spezialfonds, als auch die PKVG, nicht von den COVID-19 Auswirkungen betroffen. Vielmehr sind die fortlaufenden Vergütungen, die nun die PSG für die Verwaltung des verbleibenden Liquiditätsbestandes erhält, vertraglich gesichert und keinen Schwankungen unterworfen, die PKVG deckt noch verbleibende Kosten mit der vorhandenen Liquidität.

Vor diesem Hintergrund und in Verbindung mit der Geschäftsstrategie der Principal Real Estate Europe Gruppe verfolgt die PKVG nachfolgende Geschäftsstrategie:

vorbehaltlich der Notwendigkeit alle historischen Verbindlichkeiten, laufenden Zusicherungen oder Garantien zu erfüllen, den Fonds an die PSG zu übertragen und dort abzuwickeln

den Verkaufserlös zur Rückzahlung von Schulden und anderen Verbindlichkeiten und zur Rückgabe von Kapital an Investoren zu verwenden und

nachdem der Fonds übertragen wurde, die Gesellschaft zu liquidieren;

die Lizenz wurde zum 01.06.2021 mit Wirksamkeit zum 02.06.2021 zurückgegeben

die umfassenden Ressourcen der Principal Real Estate Europe Gruppe und der Principal Financial Group nutzen, um das Geschäft auf die kostengünstigste und effizienteste Weise geordnet abzuwickeln

Risikobericht

Die Gesellschaft verfügt über ein ganzheitliches und unternehmensweites Risiko-Management-System, das kontinuierlich weiterentwickelt wurde.

Das Risikomanagement der Gesellschaft verfolgt grundsätzlich das Ziel der umfassenden Messung, Überwachung und Steuerung wesentlicher Risiken. Zur Erreichung der festgelegten strategischen Unternehmensziele wird eine regelmäßige Bewertung der damit verbundenen Chancen und Risiken durchgeführt. Die von der Geschäftsführung festgelegte Risikomanagement-Strategie und die operative Durchführung des Risikomanagements werden dokumentiert und regelmäßig an die aktuellen Entwicklungen angepasst. Die unter Berücksichtigung des implementierten internen Kontrollsystems verbleibenden Nettorisiken der Gesellschaft werden monatlich in einem Risikobericht zusammengefasst und an die Geschäftsführung kommuniziert. Die PKVG hat ein Frühwarnsystem zur rechtzeitigen Erkennung eventuell eintretender Risiken implementiert, dass eine Beobachtung von quantitativen und qualitativen Indikatoren und den zugehörigen Toleranzgrenzen vorsieht.

Die Risiken der PKVG lassen sich grundsätzlich in Risiken auf Ebene der Gesellschaft und Risiken auf Ebene des von ihr verwalteten Sondervermögens einteilen. Auf Fondsebene sind diese durch den Verkauf aller Assets und Abschluss einer entsprechenden Versicherung, nahezu bei Null. Der Übertrag des Principal Hotel Immobilien Spezial Fonds auf die PSG hat sämtliche aus der Fondsebene resultierenden Risiken ausgeräumt.

Auf Gesellschaftsebene gibt es keine über die üblichen Risiken, Ausfallrisiken, Steuerrisiken, hinausgehenden zusätzlichen Risiken.

Im gesamten Geschäftsjahr 2020 war die Risikotragfähigkeit der PKVG gegeben und es wurden keine bestandsgefährdenden Risiken identifiziert.

Im Rahmen des Risikomanagementprozesses definierte die Geschäftsführung Ziele und Strategien sowie interne Kontrollverfahren für das Risikomanagement.

- Gesamtverantwortung der Geschäftsführung:

- Unabhängig von der Geschäftsordnung sind die Geschäftsführer der PKVG für die ordnungsgemäße Organisation und Weiterentwicklung der Geschäfte und damit für deren Anpassung an die aktuellen Unternehmens- und Aufsichtsbedingungen verantwortlich. Im Rahmen ihrer Gesamtverantwortung sind sie dafür verantwortlich, dass das Risikomanagement in Übereinstimmung mit der Art, dem Umfang und der Komplexität des Geschäfts und dem Risikoprofil der PKVG durchgeführten oder beabsichtigten Transaktionen ordnungsgemäß funktioniert.

- Dazu gehörte die regelmäßige Überprüfung und Weiterentwicklung des Risikomanagementsystems. In diesem Rahmen plante das Management das Risikomanagement und traf Entscheidungen, die die personellen und materiellen Voraussetzungen für die Implementierung des Risikomanagementsystems schaffen.

- Risikostrategie und Risikoprofil:

- Das Management entwickelt die Geschäftsstrategie und stellt sicher, dass die Risikostrategie mit ihr übereinstimmt und darauf ausgerichtet ist. Die Verantwortung für die Definition der Strategien liegt ausschließlich beim Management und kann nicht delegiert werden. Das Management stellt die Umsetzung beider Strategien sicher und führt mindestens einmal jährlich eine Überprüfung oder Anpassung durch.

- Risikobereitschaft

- Das Management hat eine Risikobereitschaft für alle identifizierten Schlüsselrisiken der PKVG festgelegt. Darüber hinaus beinhalten die Aussagen zur Risikobereitschaft auch Aussagen des übergeordneten Kontrollumfelds für das Management dieser Risiken. Detailliertere Beschreibungen dieser Kontrollen und die Verantwortlichkeiten für die Sicherstellung, dass diese Kontrollen eingeführt sind, sind im Risikohandbuch und im Risikomanagement-Tool enthalten.

- Risikotragfähigkeit

- Die Geschäftsleitung berücksichtigt die Bestimmung der Risikotragfähigkeit der KVG im Rahmen der Definition oder regelmäßigen Anpassung der Geschäfts- und Risikostrategie.

- Risikomanagement- und Kontrollprozesse:

- Zur Umsetzung der Geschäfts- und Risikostrategie und zur Sicherstellung der angemessenen Risikotragfähigkeit ist das Management dafür verantwortlich, geeignete Risikomanagement- und Kontrollprozesse sowohl auf Unternehmensebene als auch auf Ebene der verwalteten Investmentfonds einzurichten.

Limitsysteme

Die Geschäftsführung der PKVG trägt dafür Sorge, dass die festgelegten Limits eingehalten werden. Diese wird monatlich im Rahmen der Risk Management Meetings über die Auslastung der Limits informiert. Treten bedeutende Veränderungen auf, die die Einhaltung der Limits gefährden, oder werden Limits überschritten, ist die Geschäftsführung unmittelbar zu informieren und entsprechende Maßnahmen müssen eingeleitet werden.

Das Risikomanagement der Principal Real Estate Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH, i.L. verfolgt das Ziel der umfassenden Messung, Überwachung und Steuerung wesentlicher Risiken. Zur Erreichung der festgelegten strategischen Unternehmensziele wird eine regelmäßige Bewertung der damit verbundenen Chancen und Risiken durchgeführt. Die von der Geschäftsführung festgelegte Risikomanagement-Strategie und die operative Durchführung des Risikomanagements werden dokumentiert und an die aktuellen Entwicklungen angepasst.

Die unter Berücksichtigung des implementierten internen Kontrollsystems verbleibenden Nettorisiken der PKVG werden monatlich in einem Risikobericht zusammengefasst und an die Geschäftsführung kommuniziert. Die Principal Real Estate Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH, i.L. hat ein Frühwarnsystem zur rechtzeitigen Erkennung eventuell eintretender Risiken implementiert, dass eine Beobachtung von quantitativen und qualitativen Indikatoren und den zugehörigen Toleranzgrenzen vorsieht.

Wesentliche Risiken der PKVG

Im Einzelnen können folgende wesentliche Risikoarten für die PKVG ermittelt werden:

Adressenausfallrisiken

Liquiditätsrisiken

Operationelle Risiken

Existenzbedrohende Risiken

Sonstige Risiken

Adressenausfallrisiko

Adressenausfallrisiken, mit Ausnahme des potentiellen Ausfalls des Bankkontos, sind bei der PKVG nicht einschlägig, es gibt keine Kreditnehmer oder ähnliche, die ausfallen könnten was die Rückzahlung eines Darlehens angeht.

Marktpreisrisiko

Marktpreisrisiken sind für die PKVG irrelevant geworden und spätestens seit dem Verkauf des letztens Hotels nicht mehr existent.

Liquiditätsrisiko

Liquiditätsrisiken entstehen für das von der PKVG verwaltete Investmentvermögen als auch für die PKVG in geringerem Umfang, da keine Immobilien verwaltet werden und entsprechend auch nicht die Möglichkeit etwaiger OP-Risk Schäden besteht. Auch der Wegfall der Management Fee aus der Verwaltung der Liquidität des Principal Hotel Immobilien Spezial Fonds ist, da vertraglich vereinbart, äußerst unwahrscheinlich.

Operationelles Risiko

Eine der größten Risikogruppen, welche im Rahmen der Geschäftstätigkeit der PKVG identifiziert werden kann, ist die Gruppe der operationellen Dieses wird aufgrund des Wegfalls sämtlicher aus der Verwaltung des Principal Hotel Immobilien Spezial Fonds entstehenden Risiken als sehr gering eingestuft.

Auch das rechtliche Risiko kann den operationellen Risiken zugeordnet werden. Hierbei handelt es sich um Verlustrisiken aufgrund neuer gesetzlicher Regelungen oder deren Auslegung. Hier gilt gleiches wie bei den steuerlichen Risiken.

Personelle Risiken sind ebenfalls der Gruppe operationelle Risiken zu zuordnen. Bereits bei Einstellung von Mitarbeitern wird auf deren Qualifikation und deren Zuverlässigkeit großen Wert gelegt. Da sich die PKVG in der Abwicklung befindet und verbleibende Mitarbeiter auf die anderen Gesellschaften verteilt worden sind, ist dieses Risiko als praktisch nicht mehr existent einzustufen, es ging lediglich um die Aufrechterhaltung notwendiger Funktionen der Fondsverwaltung bis zum Übertrag an die PSG, wobei das Riskmanagement bereits zuvor über die PSG abgedeckt und in einer Doppelfunktion gearbeitet wurde.

Kontrolldefizite bezeichnen das Risiko, dass im Rahmen der täglichen Geschäftsprozesse Schäden durch eine mangelnde Durchführung von Kontrollen auftreten. Die Wahrscheinlichkeit einer Auswirkung in diesem Bereich ist aufgrund der sehr eingeschränkten Geschäftstätigkeit als sehr gering einzustufen.

Ein spezifisches Risiko, welches sich unter das operationelle Risiko subsumieren lässt, ist im Sinne von KAIT das IT-Risiko, welches sich durch den Ausfall von wesentlichen IT- Bestandteilen ergeben kann und entsprechend Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf haben kann. Dieses Risiko ist aufgrund eines IT-Services und Outsourcing Controlling der IT, sowie diverser Backup- und BCP Einrichtungen als gering einzustufen.

Risikosteuerung

Die Implementierung von Bewältigungsstrategien im Rahmen der Risikosteuerung dient der Reduzierung des Schadenspotenzials eines drohenden Schades. Grundsätzlich werden vier Bewältigungsstrategien zur Risikosteuerung unterschieden, dabei handelt es sich um einen kontinuierlichen, ständig sich wiederholenden Prozess:

Vermeiden: Risiken mit hoher Eintrittswahrscheinlichkeit und erheblichem Schadenpotenzial bis hin zur Existenzgefährdung, die sich einer Planung bzw. Steuerung weitgehend entziehen, werden vermieden. Konkret hätte dies zur Folge, dass die PKVG auf das risiko-behaftete Geschäft verzichten, demzufolge aber auch damit verbundene Chancen nicht wahrnimmt.

Vermindern: Maßnahmen zur Risikoreduzierung sollen die Eintrittswahrscheinlichkeit und/oder die Höhe des möglichen Schadens verringern.

Überwälzen: Übertragung der Risiken auf Dritte, z. B. durch Abschluss von Versicherungen oder vertraglichen Regelungen.

Akzeptieren/selbst tragen: Das Risiko wird bewusst selbst getragen. Eine aktive Vorsorge kann z. B. mit der Bildung von Rücklagen getroffen werden

Chancenbericht

Die Geschäftsführung hatte Anfang 2019 nach Absprache mit den Anlegern entschieden das gesamte Immobilienportfolio zu veräußern, was bis zum Februar 2020 geschehen ist. Als Folge dessen wurde der verwaltete Fonds in 2021 an die PSG übertragen, die PKVG befindet sich seitdem in der Abwicklung, die Lizenzrückgabe erfolgte zum 01.06.2021 mit Wirkung zum 02.06.2021. Ziel ist dementsprechend eine geordnete Liquidation der Gesellschaft.

 

Frankfurt am Main, den 12. Juli 2021

Principal Real Estate Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH, i.L.

Ute Suhrbier-Hahn, Liquidatorin

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