Primera Retail GmbHLiquidiert

Harkortstraße 24, 48163 Münster, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Münster HRB 3578
Eingetragen
8.5.1991
Branche
Einzelhandel mit BekleidungGroßhandel mit TextilienEinzelhandel mit Textilien
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens sind der Handel (Groß-und Einzelhandel) mit modischer Bekleidung und Accessoires sowie alle damit in Zusammenhang stehenden Geschäfte und Dienstleistungen

Historie

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Management

NameRolle
Thomas Dr. Kleinhenz
seit 15.7.2009
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

Primera Retail GmbH

Münster

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.11.2007 bis zum 31.10.2008

Bilanz

A K T I V A

31.10.2008 31.10.2007
 
A. ANLAGEVERMÖGEN    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 148.831,00 0,00
2. Geschäfts- und Firmenwert 0,00 0,00
  148.831,00 0,00
II. Sachanlagen    
1. technische Anlagen und Maschinen 2.366,80 1.774,54
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.174.986,13 2.817.111,60
3. geleistete Anzahlungen 110.250,00 2.520,00
  4.287.602,93 2.821.406,14
  4.436.433,93 2.821.406,14
B. UMLAUFVERMÖGEN    
I. Vorräte 7.293.368,98 5.444.157,93
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 552.344,67 1.367.326,60
davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen: € 87.626,68 (Vj. € 682.883,16)    
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 348.872,94 654.153,07
  8.194.586,59 7.465.637,60
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 21.399,44 11.791,18
D. NICHT DURCH EIGENKAPITAL GEDECKTER FEHLBETRAG 4.187.534,15 4.187.534,15
  16.839.954,11 14.486.369,07

P A S S I V A

   
  31.10.2008 31.10.2007
 
A. EIGENKAPITAL    
I. Gezeichnetes Kapital 511.291,88 511.291,88
II. Verlustvortrag 4.698.826,03 4.698.826,03
III. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 4.187.534,15 4.187.534,15
  0,00 0,00
B. RÜCKSTELLUNGEN 941.374,87 839.316,18
C. VERBINDLICHKEITEN    
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 16,00 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 393.954,96 285.425,95
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 15.161.769,73 12.999.659,93
davon gegenüber Gesellschafter: € 13.074.299,78 (Vj. € 11.218.542,96)    
4. sonstige Verbindlichkeiten 298.438,55 317.567,01
davon aus Steuern: € 161.798,55 (Vj. € 198.162,62)    
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 24.319,24 (Vj. € 10.136,76)    
  15.854.179,24 13.602.652,89
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 44.400,00 44.400,00
  16.839.954,11 14.486.369,07

Gewinn- und Verlustrechnung

  01.11.2007 - 31.10.2008 01.11.2006 - 31.10.2007
 
1. Rohergebnis   10.452.764,97   9.783.588,11
2. Personalaufwand:        
a) Löhne und Gehälter 5.362.053,54   4.319.272,28  
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 1.096.182,95   904.001,45  
davon für Altersversorgung: € 33.551,92 (Vj. € 24.110,74)        
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 663.003,73   648.800,85  
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 7.186.859,24 14.308.099,46 6.551.279,25 12.423.353,83
    -3.855.334,49   -2.639.765,72
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 26.023,03   14.763,34  
davon aus verbundenen Unternehmen: € 22.860,33 (Vj. € 10.556,61)        
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 244.567,33   77.912,02  
davon an verbundene Unternehmen: € 94.348,85 (Vj. € 16.932,37)        
Finanzergebnis   -218.544,30   -63.148,68
7. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   -4.073.878,79   -2.702.914,40
8. sonstige Steuern   632,00   525,47
    -4.074.510,79   -2.703.439,87
9. Ertrag aus Verlustübernahme   4.074.510,79   2.703.439,87
10. Jahresüberschuss   0,00   0,00

Anhang

A. ALLGEMEINE ANGABEN

Bei der Gesellschaft handelt es sich gemäß § 267 Abs. 2 HGB um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Die Bilanzierung und Bewertung erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung, da die Geschäftsleitung davon ausgeht, das die Finanzierung der Gesellschaft durch die Muttergesellschaft sicher gestellt wird bzw. werden kann. Die Geschäftsleitung verweist auf die Ausführungen unter Punkt "Risikobericht - Finanzielle Risiken" im Lagebericht.

1. Bilanzierungs‑ und Bewertungsmethoden

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear auf die voraussichtliche Nutzungsdauer von 3 bis 10 Jahren abgeschrieben.

Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen. Das Sachanlagevermögen wird linear pro rata temporis abgeschrieben.

Zugänge von geringwertigen Wirtschaftsgütern mit Anschaffungskosten bis zu € 410,00 bis zum 31.12.2007 werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben und als Abgang behandelt. Zugänge geringwertiger Anlagegüter ab dem 01.01.2008 werden entsprechend § 6 Abs. 2 EStG im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben, wenn der Wert des einzelnen Wirtschaftsgutes € 150,00 nicht übersteigt. Für die Anlagegüter, die einen Wert von € 150,00 im Einzelnen übersteigen, aber nicht € 1.000,00, wird entsprechend § 6 Abs. 2a EStG ein Sammelposten gebildet. Der Sammelposten wird im Sachanlagevermögen ausgewiesen und im Wirtschaftsjahr der Bildung und in den vier folgenden Wirtschaftsjahren jeweils zu einem Fünftel abgeschrieben. Scheidet ein Wirtschaftsgut im Sinne des § 6 Abs. 2a EStG aus dem Betriebsvermögen aus, wird der Sammelposten nicht vermindert.

Geleistete Anzahlungen sind zum Nennbetrag angesetzt.

Roh‑, Hilfs‑ und Betriebsstoffe sowie die Waren werden mit den Anschaffungskosten bewertet. Posten mit verminderter Marktgängigkeit werden auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden erkennbare Risiken durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Die Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Aufwendungen des Geschäftsjahres 2008/2009.

Der Ausweis des Eigenkapitals erfolgt gem. § 272 HGB.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt.

2. Grundlagen der Währungsumrechnung

Die in fremder Währung abgewickelten Geschäftsvorfälle der britischen Betriebsstätte wurden im Geschäftsjahr 2007/08 nach der sog. Modifizierten Stichtagskursmethode umgerechnet, d.h. die Umrechnung der Salden der Bilanz zum 31.10.2008 erfolgte mit dem Stichtagskurs, die Salden der Gewinn- und Verlustrechnung wurden mit dem Durchschnittskurs umgerechnet.

Alle anderen Geschäftsvorfälle in fremder Währung wurden wie folgt abgebildet:

Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgte bei den Forderungen mit dem Briefkurs am Entstehungstag bzw. mit dem niedrigeren Kurs am Abschlussstichtag sowie bei den Verbindlichkeiten mit dem Geldkurs am Entstehungstag bzw. dem höheren Kurs am Abschlussstichtag.

B. ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ist auf der folgenden Seite dargestellt. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter wurden bis zum 31.12.2007 im Jahr des Zugangs als Abgang erfasst. Ab dem 01.01.2008 werden Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen € 150,00 und € 1.000,00, für die entsprechend § 6 Abs. 2a ESTG ein Sammelposten gebildet wurde, im Wirtschaftsjahr der Bildung und in den folgenden vier Wirtschaftsjahren jeweils zu einem Fünftel abgeschrieben. Scheidet ein Wirtschaftsgut des Sammelpostens aus, wird der Sammelposten nicht vermindert.

Die Abschreibungen des Geschäftsjahres bestehen ausschließlich aus planmäßigen Abschreibungen.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen debitorische Kreditoren und Steuererstattungsansprüchen.

In den saldierten Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind keine Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten.

Forderungen gegen Gesellschafter bestanden zum Abschlussstichtag nicht.

  Anschaffungs-/Herstellungskosten
  Stand Zugang Abgang Umbuchungen Stand
  01.11.2007       31.10.2008
 
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 202.209,72 164.073,63 0,00 0,00 366.283,35
2. Geschäfts- oder Firmenwert 17.128,28 0,00 0,00 0,00 17.128,28
  219.338,00 164.073,63 0,00 0,00 383.411,63
II. Sachanlagen          
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.044.075,65 2.017.143,47 22.122,79 2.370,00 10.041.466,33
2. geleistete Anzahlungen 2.520,00 110.100,00 0,00 -2.370,00 110.250,00
  8.046.595,65 2.127.243,47 22.122,79 0,00 10.151.716,33
  8.265.933,65 2.291.317,10 22.122,79 0,00 10.535.127,96
  kumulierte Abschreibungen
  Stand Zugang Abgang Stand
  01.11.2007     31.10.2008
 
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 202.209,72 15.242,63 0,00 217.452,35
2. Geschäfts- oder Firmenwert 17.128,28 0,00 0,00 17.128,28
  219.338,00 15.242,63 0,00 234.580,63
II. Sachanlagen        
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.225.189,51 647.761,14 8.837,25 5.864.113,40
2. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  5.225.189,51 647.761,14 8.837,25 5.864.113,40
  5.444.527,51 663.003,77 8.837,25 6.098.694,03
  Buchwert Buchwert Abschreibung des Geschäftsjahres
  31.10.2008 31.10.2007  
 
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 148.831,00 0,00 15.242,63
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 0,00
  148.831,00 0,00 15.242,63
II. Sachanlagen      
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.177.352,93 2.818.886,14 647.761,14
2. geleistete Anzahlungen 110.250,00 2.520,00 0,00
  4.287.602,93 2.821.406,14 647.761,14
  4.436.433,93 2.821.406,14 663.003,77

3. Eigenkapital

a) Gezeichnetes Kapital € 511.291,88

b) Jahresfehlbetrag € 0,00

c) Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag € 4.187.534,15

Das negative Jahresergebnis in Höhe von € - 4.074.510,79 wurde aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages durch die Primera GmbH & Co. KG (vormals Primera AG) ausgeglichen.

4. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen die Rückstellung der Urlaubsansprüche der Belegschaft, Weihnachtsgeld und Kreditorenrückstellungen.

5. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeitenspiegel zum 31.10.2008

  Restlaufzeit bis zu einem Jahr Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren Gesamtbetrag davon durch Pfandrechte und ähnliche Rechte gesichert
 
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 16,00 0,00 0,00 16,00 -
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 393.954,96 0,00 0,00 393.954,96 -
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 15.161.769,73 0,00 0,00 15.161.769,73 -
4. sonstige Verbindlichkeiten 298.438,55 0,00 0,00 298.438,55 -
Gesamtsumme 15.854.179,24 0,00 0,00 15.854.179,24  

Alle in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Abgesehen von branchenüblichen Eigentumsvorbehalten sind die ausgewiesenen Verbindlichkeiten nicht weiter besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter betragen € 13.074.299,78. Der Ausweis dieser Verbindlichkeit erfolgt unter der Position Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

C. SONSTIGE ANGABEN

1. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Nach § 251 und § 268 Abs. 7 HGB waren folgende Haftungen zu vermerken:

Verbindlichkeiten aus der Begebung und Übertragung von Wechseln T€ 0
davon durch Pfandrechte und sonstige Sicherheiten gesichert: T€ 0    
davon gegenüber verbundenen Unternehmen: T€ 0    
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften, Wechsel- und Scheckbürgschaften T€ 311.216
davon durch Pfandrechte und sonstige Sicherheiten gesichert: T€ 0    
davon gegenüber verbundenen Unternehmen: T€ 0    
Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen T€ 0
davon durch Pfandrechte und sonstige Sicherheiten gesichert: T€ 0    
davon gegenüber verbundenen Unternehmen: T€ 0    
Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten T€ 0
davon durch Pfandrechte und sonstige Sicherheiten gesichert: T€ 0    
davon gegenüber verbundenen Unternehmen: T€ 0    

An sonstigen finanziellen Verpflichtungen von Bedeutung werden genannt:

Verpflichtungen aus Leasingverträgen, Gesamtbetrag T€ 38
davon werden 2008/09 fällig: T€ 24    
davon gegenüber verbundenen Unternehmen: T€ 0    
Devisentermingeschäfte, Gesamtbetrag T€ 0
davon werden 2008/09 fällig: T€ 0    
davon gegenüber verbundenen Unternehmen: T€ 0    
Mietverträge (ohne Nebenkosten), Gesamtbetrag T€ 16.396
davon werden 2008/09 fällig: T€ 2.981    
davon gegenüber verbundenen Unternehmen: T€ 158    
Wartungs- und Dienstleistungsverträge, Gesamtbetrag T€ 48
davon werden 2008/09 fällig: T€ 41    
davon gegenüber verbundenen Unternehmen: T€ 0    

Weitere vermerkpflichtige Haftungsverhältnisse oder sonstige finanzielle Verpflichtungen von Bedeutung bestanden zum 31. Oktober 2008 nicht.

2. Geschäftsführung

Geschäftsführer

Mitglieder der Geschäftsführung sind:

Herr Michael Krauledat, kaufmännischer Geschäftsführer

Herr Jochen Halfmann, Vertriebsgeschäftsführer

Frau Doris Strätker, Geschäftsführerin Einkauf (bis 13.06.2008)

Der Geschäftführung wurden im Geschäftsjahr 2007/2008 keine nach § 285 Nr. 9a HGB angabepflichtigen Bezüge gewährt.

3. Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt waren bei der Gesellschaft 260 Angestellte - ohne Geschäftsführung - und 6 Auszubildende beschäftigt.

4. Name und Sitz des Mutterunternehmens

Die Primera GmbH & Co. KG (vormals Primera AG), Münster, ist Mutterunternehmen der Gesellschaft und hält 100 % der Anteile.

Die Primera GmbH & Co. KG ist wiederum eine 100 %-Tochtergesellschaft der ESCADA AG, München, und wird in den Konzernabschluss der ESCADA AG einbezogen. Der von der ESCADA AG erstellte Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen, in den die Primera Retail GmbH einbezogen ist, wird im Bundesanzeiger veröffentlicht. Die Einreichung erfolgt beim Amtsgericht München, HR B Nr. 74942. Für einen kleineren Kreis von Unternehmen wird kein Konzernabschluss aufgestellt.

Der Konzernabschluss der ESCADA AG, München, wird nach vom deutschen Recht abweichenden, in Übereinstimmung mit der EU-Richtlinie 83/349/EWG stehenden, internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IAS/IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind), erstellt.

D. VORSCHLAG ZUR VERWENDUNG DES ERGEBNISSES

Der Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2007/2008 in Höhe von € 4.074.510,79 wird gemäß Ergebnisabführungsvertrag von der Muttergesellschaft ausgeglichen.

Münster, den 31. März 2009

Die Geschäftsleitung

Lagebericht

1. GESCHÄFTS UND RAHMENBEDINGUNGEN

1.1 ÜBERBLICK ÜBER DAS UNTERNEHMEN

Die Primera Retail GmbH mit Sitz in Münster, ist eine 100%ige Tochter der Primera GmbH & Co. KG (vormals Primera AG). Zwischen der PRIMERA AG und der Primera Retail GmbH besteht ein Ergebnisabführungsvertrag.

1.2 Geschäftstätigkeit Und Rahmenbedingungen

1.2.1 Segmente und die wesentlichen Standorte

Das Einzelhandelsunternehmen Primera Retail mit 69 Flächen (Stand: 31. Oktober 2008) positioniert sich sowohl im mittleren (Vertrieb der Eigenmarke apriori), als auch im gehobenen Preissegment (Vertrieb der Eigenmarke Laurèl). Die Flächen werden mit folgenden Vertriebsformen betrieben:

apriori stores

apriori concessions

Laurèl stores

Laurèl concessions

Outlets

Die apriori-Kollektion positioniert sich im Segment der Coordinate Marken bzw. im Bridge-Segment, die aktuell als die "Neue-DOB" bezeichnet wird.

Als internationale Premiummarke spricht Laurèl die anspruchsvolle, aktive und selbst­bewusste Frau an. Die Kollektionen von Laurèl entsprechen dem Lebensgefühl der Zielgruppe: sie sind feminin, zeitgemäß und spielen mit Farben, Drucken und Details. Hochwertigste Produktqualität und perfekte Passform geben der Laurèl-Kundin ein per­fektes Fitting und haben Vorrang vor kurzlebigen Trends. Die Attribute der Laurèl-Frau und damit die Attribute der Marke sind: Smart, playful, fulfilled, balanced, sowie feminine beauty.

Das Filialportfilio der Primera Retail GmbH besteht aktuell aus 10 apriori stores, 36 apriori-concessions, 3 apriori Outlets, 7 Laurèl stores, 1 Laurèl concession, 4 Laurèl Outlets und 7 BiBA-Flächen (2 Stores und 5 concessions). Da die Primera Retail GmbH bereits über eine Niederlassung in den Niederlanden verfügte, als BiBA den Markteintritt in den Niederlanden durchgeführt hat, wurden diese Flächen rechtlich bei der Primera Retail Niederlande geführt. Neben den aufgeführten Fachgeschäften betreibt die Primera Retail GmbH noch ein Outlet am Firmensitz in Münster. In diesem Outlet werden die aktuellen Kollektionen der Firma apriori, BiBA, cavita und Laurèl angeboten. Ingesamt wurde die Flächenanzahl gegenüber dem Vorjahr um 23,2 % gesteigert (Vorjahr: 56 Flächen). Die Erhöhung resultiert vorwiegend aus der weiteren Expansion der Marke "apriori" (concession).

Nachfolgend eine Übersicht der Vertriebsstruktur:

Bild

1.2.2 Wesentliche Absatzmärkte und die dort erreichte Wettbewerbsposition

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(Quelle: Finanzbuchhaltung der PRIMERA GmbH & Co. KG und Buchhaltungssysteme der externen Dienstleister von ausländischen Niederlassungen)

Auf den vergleichbaren Flächen, d.h. diejenigen Flächen die bereits im Geschäftsjahr 2006/2007 existierten, musste im Geschäftsjahr 2007/2008 ein Umsatzrückgang von 3,7 % ausgewiesen werden. Bereinigt um die Umsatzentwicklung der Outlets, beträgt das Umsatzminus für die Fachgeschäfte 6,7 % (ca. 0,9 Mio. €) gegenüber dem Vorjahr. Gesamt wurden in 2007/2008, bedingt durch Flächenausweitungen, Umsatzsteigerungen in Höhe von T€ 915 oder ca. 4,8 % erzielt.

Nachfolgend die monatliche Umsatzentwicklung der Markten apriori und Laurèl auf vergleichbarer Fläche. Als vergleichbare Fläche werden diejenigen Flächen definiert, die im Vorjahr bereits eröffnet waren und somit einen Vergleichsmonat ausweisen:

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1.2.3 Wesentliche rechtliche und wirtschaftliche Einflussfaktoren

Im Zuge der internationalen Ausrichtung der Marke apriori sowohl im Wholesale, als auch im Retail-Bereich, hat die apriori Textilvertriebs GmbH für eine Vielzahl an Länder die Markenrechte aufgefrischt bzw. neu angemeldet.

1.3 Darstellung Geschäftsverlauf

1.3.1 Gesamtwirtschaftliches Umfeld

WELT

Ende 2008 befand sich die Weltwirtschaft am Rande einer Rezession. Die Vielzahl negativer Entwicklungen aus dem Ausland verschlechterte auch das Konjunkturklima in Deutschland. Der private Konsum stagnierte infolge der stark anziehenden Energie- und Nahrungsmittelpreise. Die hohe Inflationsrate verursachte nicht nur einen ungewohnt starken Kaufkraftentzug, sondern führte auch zu einer nachhaltigen Verunsicherung der Konsumenten.

Der Klimaindikator für die Weltwirtschaft hat sich im ersten Quartal 2009 weiter verschlechtert. Damit fiel der Indikator auf einen neuen historischen Tiefstand. Der Grund dafür ist ausschließlich die ungünstige Einschätzung der gegenwärtigen wirtschaftlichen Lage. Für die kommenden sechs Monate wird kaum mit einer Erholung gerechnet (siehe Abb. I).[1]

Abb. I: Weltwirtschaft (Index, 1995 = 100)

Bild

Euroraum

Das Wirtschaftsklima für den Euroraum hat sich im ersten Quartal 2009 zum sechsten Mal in Folge verschlechtert. Der Geschäftsklimaindex sank auf 45,8 Punkte. Im vierten Quartal 2008 hat der Index noch bei 50,9 Zählern gelegen. Der Rückgang des ifo Indikators korreliert mit den eher negativen Urteilen zur gegenwärtigen Wirtschaftslage. Die Erwartungen für die nächsten sechs Monate haben sich etwas aufgehellt; die Befragten bleiben aber weiter skeptisch (siehe Abb. 2).[2]

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Deutschland

Das Geschäftsklima in Deutschland hat sich abgekühlt. Die Unternehmen zeigten sich deutlich unzufriedener mit ihrer derzeitigen Geschäftslage, sehen der Geschäftsentwicklung in den kommenden Monaten aber weniger pessimistisch entgegen. Dennoch bleiben die Erwartungen meist skeptisch. Von einer konjunkturellen Wende kann nach den Befragungsergebnissen nicht gesprochen werden (siehe Abb. 3).[3]

Abb. 3: Geschäftsklima Deutschland (Index, 2000 = 100, saisonbereinigt)

Bild

Konsumklima Deutschland

Das Konsumklima hat sich im Februar 2009 ein wenig aufgehellt. Nachdem die Konjunktur- und Einkommenserwartungen in den letzten Monaten rückläufig waren, legten nun beide Indikatoren zu. Ursache für die verbesserte Stimmung bei den deutschen Verbrauchern sind sowohl die stabilen Preise als auch die Abwrackprämie für Altautos. Die Konsumenten sehen durch die Maßnahmen des Konjunkturpaktes II ihre Kaufkraft gestärkt und schätzen folglich ihre Einkommensaussichten optimistischer ein. Die Anschaffungsneigung - Sieger im Monat Januar 2009 - hat nur minimale Einbußen zu verzeichnen und liegt über dem Vorjahresniveau. Das Konsumklima prognostiziert - nach 2,3 Punkten im Februar 2009 - nun 2,6 für März 2009. Das ist zwar ein positives Ergebnis, zeigt aber auch, dass das Niveau des Indikators weiterhin niedrig ist.

Insgesamt verstärken sich demnach die Anzeichen, dass der Konsum in diesem Jahr hilft, den Konjunktureinbruch etwas abzudämpfen. Die stark rückläufigen Exporte und Investitionen können jedoch nicht in vollem Umfang kompensiert werden. Dafür befindet sich das Konsumklima doch noch auf einem zu niedrigem Niveau.

Die Maßnahmen zur Stabilisierung der Binnennachfrage und auch die niedrige Inflationsrate können ein wichtiger Eckpfeiler der Konsumkonjunktur werden. Daher prognostiziert die GfK auch weiterhin einen leichten Anstieg der Konsumausgaben 2009 von einem halben Prozent.

Wie sich die Konsumkonjunktur weiterhin entwickelt, bestimmt letztlich der Arbeitsmarkt. Es bleibt abzuwarten, ob und wie stark die Finanzkrise zu einer Arbeitsmarktkrise wird. Sollte die Arbeitslosigkeit stark steigen, würde sich auch die Verbraucherstimmung schnell eintrüben.[4]

1.3.2. Entwicklung der Branche

Das Jahr 2008 verlief für die deutsche Textil- und Bekleidungsindustrie negativ. Bei allen Kernindikatoren gab es teilweise erhebliche Rückgänge. Das meldet der Gesamtverband Textil + Mode, Berlin. Die Umsätze der Textil- und Bekleidungsanbieter gingen nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt 4,2% auf 19,1 Mrd. Euro zurück. Die Textilindustrie verbuchte einen Umsatz von 11,1 Mrd. Euro, das ist ein Minus von 4,7%. Die Erlöse der Bekleidungshersteller sanken um 3,5% auf rund 8 Mrd. Euro.

Die Auftragseingänge beider Sparten lagen 5% unter Vorjahr (Textil: minus 4,9%; Bekleidung: minus 4,9%). Nach Verbandsangaben wird der anhaltend schlechte Auftragseingang die Ertragslage im ersten und voraussichtlich auch im zweiten Quartal 2009 negativ beeinflussen. Die Produktion im Inland ging im vergangenen Jahr um insgesamt 7,2% zurück. Die Bekleidungsanbieter fertigten 16,7% weniger Artikel in Deutschland, bei den Textilherstellern nahm die Produktion um 4,2% ab.

Ebenfalls rückläufig waren die Ausfuhren. 2008 wurden 3,9% weniger Waren exportiert. Die Zahl der Beschäftigten ging um 3,8% auf 99.155 zurück In der Textilindustrie waren 2008 66.692 Mitarbeiter (minus 3,3%) beschäftigt. Bei der Bekleidungsindustrie ging die Zahl der Mitarbeiter um 5% auf 32.463 zurück. Seit Januar 2007 berichten aufgrund des Mittelstands-Entlastungsgesetzes nur noch Betriebe mit über 50 Mitarbeitern an das Statistische Bundesamt. Daher geben die oben genannten Beschäftigtenzahlen nicht den gesamten Branchenumfang wieder.[5]

Im deutschen Textileinzelhandel hat sich die Stimmung nach den Insolvenzanträgen mehrerer großer Filialisten 2008 weiter verschlechtert. Der Markt befindet sich nach wie vor in einer Konzentrationsphase, die voraussichtlich auch 2009 noch andauern wird. Die Zahl der Wettbewerber dürfte sich daher weiter rückläufig entwickeln.

1.3.3 Entwicklung der Primera Retail GmbH

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Wettbewerbssituation

Da die Primera Retail GmbH insbesondere das Geschäftsmodell "apriori" betreibt, soll die oben aufgeführte Graphik die Positionierung der Marke apriori im Markenumfeld aufzeigen.

Um verstärkt Synergien zwischen dem wholesale apriori und dem Retail zu generieren und Entscheidungswege sehr gering zu halten, wurden hierzu bereits im Berichtsjahr Maßnahmen getroffen. Unter anderem betrifft das folgende Punkte:

Wöchentlicher Jour fix zwischen Einkauf / Verkauf (Retail) und der Geschäftsleitung von apriori mit Daten zu Abverkaufsquoten, Umsätze etc.

Feedback - Gespräche zwischen Verkauf und Geschäftsleitung apriori zur Akzeptanz der Kollektionen am Point of Sale

2. ERTRAGSLAGE

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2.1 Entwicklung des Geschäftsergebnisses

Die Umsatzrendite auf EBIT-Basis der Primera Retail GmbH hat sich im Geschäftsjahr 2007/2008 negativ entwickelt. Auf den vergleichbaren Flächen, d.h. diejenigen Flächen die bereits im Geschäftsjahr 2006/2007 existierten, musste im Geschäftsjahr 2007/2008 ein Umsatzrückgang von 3,7 % ausgewiesen werden. Bereinigt um die Umsatzentwicklung der Outlets, beträgt das Umsatzminus für die Fachgeschäfte 6,7 % (ca. 0,9 Mio. €) gegenüber dem Vorjahr.

Aufgrund der Flächenexpansion aus den Geschäftsjahren 2006/2007 und 2007/2008 liegen sowohl die Personalkosten, als auch die sonstigen betrieblichen Aufwendungen über dem Vorjahr. Das Ergebnis verschlechterte sich von -2,70 Mio. € um 1,37 Mio. € auf - 4,07 Mio. €.

Das negative Jahresergebnis in Höhe von -4,07 Mio. € wurde wie im Vorjahr - aufgrund des bestehenden Gewinnabführungsbetrages - von der Muttergesellschaft Primera GmbH & Co. KG ausgeglichen.

2.2 Entwicklung des Umsatzes

Insgesamt wurden für die Primera Retail GmbH in 2007/2008, bedingt durch Flächenausweitungen der letzten Jahre Umsatzsteigerungen im Geschäftsjahr 2007/2008 in Höhe von T€ 915 oder ca. 4,8 % erzielt.

Nachfolgend die Umsatzaufteilung nach Marken:

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2.3 Veränderungen in der Struktur der Aufwendungen und Erträge

In der Struktur der Aufwendungen und Erträge kam es zu folgenden Veränderungen:

Die Personalkosten erhöhten sich insbesondere durch die Full-Year-Effekte der Neueröffnungen aus dem Geschäftsjahr 2006/07 und den Neueröffnungen im Berichtsjahr 2007/2008.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 0,69 Mio. € gestiegen, wobei der Anstieg der Raumkosten den größten Teil ausmachten. Die Erhöhung der Raumkosten resultierte ebenfalls aus den Full-Year-Effekten der Neueröffnungen aus dem Geschäftsjahr 2006/07 und den Eröffnungen im Berichtsjahr.

3. FINANZLAGE

3.1 Finanzmanagement

Die Primera Retail GmbH war im Geschäftsjahr 2007/2008 vollständig in ein Cash-pooling mit der Muttergesellschaft PRIMERA GmbH & Co. KG eingebunden.

Die Primera Retail GmbH verfügt dadurch über keinen eigenen Finanzierungsrahmen, sondern finanziert sich somit vollständig über die Muttergesellschaft PRIMERA GmbH & Co. KG, die über ausreichende Finanzierungsmöglichkeiten verfügt.

Des Weiteren war und ist per heute die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft durch eine Patronatserklärung der Muttergesellschaft, der Primera GmbH & Co. KG, Münster, sichergestellt.

3.2 Kapitalflussrechnung

Kapitalflussrechnung nach DRS 2

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Der Finanzmittelfonds hat sich im Vergleich zum 31. Oktober 2007 um 305 TEUR verringert. Bei diesen Guthaben zum jeweiligen Stichtag handelt es sich um kurzfristige Zahlungseingänge auf Bankkonten (z.B. von Geldtransportunternehmen). Die Verringerung resultiert daraus, dass zum Stichtag 31.10.2008 weniger unterwegs befindliche Gelder gegenüber dem Vorjahr auszuweisen waren mussten. Zum Teil resultiert die Reduzierung daraus, dass im Vorjahr die Bargelder der neueröffneten BiBA-Flächen in den Niederlanden (Partner: Vroom & Dreesman) zunächst auf das Konto bei Vroom & Dreesmann eingezahlt wurde und erst zum späteren Zeitpunkt an die Primera Retail GmbH überwiesen bzw. verrechnet wurde. Ansonsten besteht weiterhin das cash-pooling mit der Muttergesellschaft.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit hat sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 2.035 verschlechtert. Die Gründe hierfür sind insbesondere in den im Vergleich zum Vorjahr - aufgrund des Flächenwachstums und der Kollektionsschwäche - um T€ 1.849 gestiegenen Vorräten zu sehen. Unter Eliminierung dieses Wachstumseffektes entwickelte sich der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit im Geschäftsjahr 2007/20008 leicht negativ (T€ 186).

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit verschlechterte sich von - T€ 627 in 2006/07 um T€ 1.664 auf T€ -2.291 in 2007/2008, so dass die Alleingesellschafterin im Geschäftsjahr 2007/2008 mit T€ 6.832 im Saldo um ca. 83 % mehr Finanzmittel als im Vorjahr (T€ 3.726) zur Verfügung stellen musste. Die Erhöhung der Investitionen in Sachanlagen (Shops) resultiert aus Investitionen für Neueröffnungen, insbesondere dem Flagship-Store von Laurèl in Düsseldorf (1,1 Mio. €).

4. VERMÖGENSLAGE

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Die Erhöhung des Anlagevermögens um 1,6 Mio. € resultiert im Wesentlichen aus Sachanlageninvestitionen für neueröffnete Filialen im Berichtsjahr, insbesondere durch den neuen Flagship-Store von Laurèl in Düsseldorf (1,1 Mio. €).

Die Vorräte stiegen gegenüber dem Vorjahr um 1,8 Mio. €. Zum Einen resultiert die Erhöhung aus der gestiegenen Flächenanzahl für die einzelnen Konzepte und zum Anderen aus den geringeren Umsätzen. Des Weiteren wurde das erste Farbthema der neuen Saison 0910 für die Laurèl-Standorte bereits Ende Oktober 2008 geliefert.

Die Reduzierung der liquiden Mittel resultiert daraus, dass zum Stichtag weniger sich im Umlauf befindliche Gelder gegenüber dem Vorjahr vorhanden waren.

Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags mit der Primera GmbH & Co. KG bleibt das Eigenkapital und die Position "Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag" unverändert.

Die Erhöhung der Rückstellung um 12,2 % resultiert aus der Expansion und der damit erhöhten Mitarbeiteranzahl und den damit verbundenen Rückstellungen für Personalkosten (Urlaubsrückstellungen, Rückstellungen für Weihnachtsgeld, etc.).

Die Verbindlichkeiten stiegen aufgrund des gestiegenen Finanzbedarfes der Gesellschaft gegenüber dem Vorjahr um 2,3 Mio. €. Dieser resultiert zum Einen aus den Investitionen in neu eröffnete Filialen und zum Anderen aus den gestiegenen Vorräten.

5. NACHTRAGSBERICHT

Mit dem mit Eintragung im Handelsregister am 27.11.2008 wirksam gewordenen Formwechsel der Muttergesellschaft PRIMERA AG in die Rechtsform einer Kommanditgesellschaft und der erfolgten Beendigung des Ergebnisabführungs- und Beherrschungsvertrages zwischen der PRIMERA AG und der ESCADA AG, haben sich mittelbar auch für die Primera Retail GmbH, insbesondere die Möglichkeiten der Finanz- und Liquiditätsausstattung sowie das Verlustdeckungspotential durch die Alleingesellschafterin PRIMERA GmbH & Co. KG für das neue Geschäftsjahr verschlechtert.

Die Negativentwicklung hinsichtlich der Möglichkeiten der Liquiditätsausstattung bzw. der Finanzierung der Primera Retail GmbH wird dadurch verstärkt, dass bei der PRIMERA GmbH & Co. KG seit dem 01.11.2008 keine vertragliche Vereinbarung über die weitere Aufrechterhaltung sämtlicher in Anspruch genommener Kredite bzw. Kreditlinien durch die ESCADA AG mehr besteht. Lediglich 25,0 Mio. € sind über eine Kreditfazilität zugesichert. Zwar wurden wie bisher darüber hinaus benötigte liquide Mittel der PRIMERA GmbH & Co. KG bzw. der PRIMERA Gruppe seitens der Konzernmuttergesellschaft ESCADA AG zur Verfügung gestellt, diese jedoch ohne eine schriftliche Vereinbarung bezüglich Höhe und Rückzahlungszeitpunkt der zur Verfügung gestellten liquiden Mittel.

Darüber hinaus steht der PRIMERA Gruppe seit Anfang Oktober 2008, im Rahmen der Neuverhandlungen der ESCADA AG mit den Konsortialbanken über die Finanzierung der ESCADA Gruppe weggefallene Kontokorrentlinie in Höhe von 5,0 Mio. € nicht mehr zur Verfügung.

Die derzeitige Inanspruchnahme von Krediten seitens der ESCADA AG durch die PRIMERA GmbH & Co. KG beträgt Mitte März 2009 54,1 Mio. €, die bis auf 25,0 Mio. € jederzeit fällig gestellt werden könnten.

Eine Rückzahlung der jederzeit fälligen Kredite in Höhe von 29,1 Mio. € ist der Alleingesellschafterin PRIMERA GmbH & Co. KG aus eigener Kraft - auch teilweise - derzeit nicht möglich. Dieses bestandsgefährdende Risiko trifft auch die Primera Retail GmbH, da diese der Aufrechterhaltung des bestehenden bzw. gegebenenfalls eines weiteren finanziellen Engagements der Gesellschafterin PRIMERA GmbH & Co. KG zu Fortführung ihrer Geschäftstätigkeit bedarf.

Die Geschäftsführungen der PRIMERA GmbH & Co. KG und der Primera Retail GmbH gehen davon aus, dass die gewährten Kredite von der ESCADA AG deshalb auch nicht fällig gestellt und erst im Rahmen geplanten des Verkaufes der PRIMERA Gruppe nach entsprechenden Verhandlungen von dem Käufer abgelöst werden.

Als wesentliche Vorgänge möchten wir zudem vermerken, dass die Entscheidung getroffen wurde, die Aktivitäten der Primera Retail wieder von Duisburg nach Münster zu verlagern. Diese Verlagerung wird bis spätestens Mai 2009 vollzogen sein.

Des Weiteren wurde die Entscheidung getroffen, unrentable Flächen sukzessive zu schließen. Hierzu wurden für das Budget 2008/2009 bereits 24 Flächen definiert, deren Schließung bis Oktober 2009 abgeschlossen sein wird.

6. RISIKOBERICHT

Die Risiken, die mit den geschäftlichen Aktivitäten der Primera Retail GmbH verbunden sind, werden durch ein Risikomanagementsystem überwacht. Dazu werden regelmäßig Risikoberichte mit Identifikation von Risiken und deren Quantifizierung, der Eintrittswahrscheinlichkeit, der Veränderungsmöglichkeiten und der Gegenmaßnahmen erstellt und für die Geschäftsführung zusammengefasst.

Das Risikomanagement-System versetzt die Primera Retail GmbH in die Lage, Risiken frühzeitig zu erkennen und zeitnah und angemessen darauf zu reagieren.

Im Geschäftsjahr 2007/2008 gab es hinsichtlich des Risikomanagement-Systems und dessen einzelner Kategorie keine Veränderungen gegenüber dem Vorjahr.

Alle den Unternehmensfortbestand gefährdenden Risiken sowie Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind nach vorliegenden Erkenntnissen, Auswertungen und Einschätzungen identifiziert, analysiert, bewertet und kommuniziert worden.

Die PRIMERA GmbH & Co. KG arbeitet an einer ständigen Weiterentwicklung des Risikomanagement-Systems. Die implementierten Steuerungs- und Kontrollinstrumente sind funktionsfähig und ausreichend.

Risiken in Vorräten

Da die Vorräte einen zentralen Bestandteil des wöchentlichen bzw. monatlichen Berichtswesens bilden, können wesentliche Abweichungen schnell erkannt und notwendige Gegenmaßnahmen zur Vermeidung von Warenüberhängen unverzüglich eingeleitet werden. Somit wird das Risiko der Vermarktung von Warenüberhängen mit hohen Preisreduzierungen so weit als möglich minimiert, wobei ein als wesentlich zu betrachtendes Restrisiko in den bereits georderten Warenbeständen verbleibt.

Marktrisiken

Als Mode-Unternehmen sieht sich die Primera Retail GmbH mit jeder neuen Saison bzw. Farbkapsel dem Risiko ausgesetzt, dass Teile der entsprechenden Kollektionen/Farbkapseln nur unzureichend angenommen werden.

Ständige Beobachtungen der Märkte ermöglichen das Erkennen und Aufspüren von Trends, die aufgrund der kurzfristigen Einsteuerung der Farbkapseln berücksichtigt werden können.

Dieses Risiko wird durch permanenten Austausch zwischen den Bezirksleitungen und den Produktmanagement der Hersteller minimiert. Bei diesen Analysen werden aktuelle Erkenntnisse aus den bestehenden Kollektionen besprochen und Veränderungen und Modetrends werden in den zukünftigen Kollektionen berücksichtigt.

Standortrisiken

Für Akquisitionen, Verwaltung und Standortanalysen besteht mit der Douglas Immobilien-Abteilung in Hagen eine Zusammenarbeit. Da die Douglas-Immobilien-Abteilung die vorgenannten Aufgaben sowohl für das eigene Unternehmen als auch für andere Unternehmen durchführt, werden die Risiken

Falsche Standortwahl, 1B- oder 1C-Lage anstatt 1A-Lage

Erhöhte Vermittlungskosten

Erhöhte Index-Anpassungen von Vermietern

weitgehend vermieden, wobei Restrisiken hinsichtlich der Standortwahl verbleiben.

Markenschutz

Die Sicherung des Markenschutzes für die Marken apriori und Laurèl werden zentral von den Schwestergesellschaften apriori Textilvertriebs GmbH bzw. Laurèl GmbH durchführt. Durch die Sicherung der Markennamen in den jeweiligen Ländern wird der Marktauftritt von möglichen Konkurrenzunternehmen mit gleichlautenden Markennamen verhindert und somit ein Umsatzrisiko minimiert. Durch die Exklusivität der Markennamen findet eine klare Unterscheidung der eigenen Produkte von Konkurrenzprodukten statt.

IT-Risiko

Die Einführung der Standardsoftware SAP Retail zum April 2009 und die damit verbundene Ablösung der langjährig genutzter selbst entwickelter Software zählt zu den wichtigsten strategischen Projekten, da somit das Risiko der Personenabhängigkeit ausgeschlossen werden kann.

Rechtliche Risiken

Die Primera Retail GmbH ist in keine Rechtsstreitig­keiten verwickelt, die das Ergebnis in Zukunft signifikant beeinflussen könnten.

Finanzrisiken/Bestandsgefährdende Risiken

Die Finanzierung der Primera Retail GmbH wie für die gesamte PRIMERA GRUPPE erfolgt zentral über die PRIMERA GmbH & Co. KG (vormals Primera AG) in ihrer Funktion als Finanz- und Verwaltungsholding. Zu diesem Zweck ist zwischen der PRIMERA GmbH & Co. KG und der Primera Retail GmbH ein Cash Pool eingerichtet worden.

Die wesentliche Fremdfinanzierungsquelle der Primera GmbH & Co. KG ist ihre Muttergesellschaft, die ESCADA AG, die Liquidität entweder direkt über Darlehen oder über Abspaltung von ihr gewährten Bankkreditlinien der Primera GmbH & Co. KG zur Verfügung stellt.

Im Rahmen der von der ESCADA AG ausgegebenen Anleihe in Höhe von 200,0 Mio. € und den bestehenden Konsortialverträgen mit Geschäftsbanken sind wesentliche Vermögenswerte der PRIMERA GmbH & Co. KG und deren Tochterunternehmen zur Sicherung der Ansprüche der Anleihegläubiger und der Konsortialbanken abgetreten. Deshalb konnte bzw. kann die Primera GmbH & Co. KG sowohl im abgelaufenen Geschäftsjahr 2007/2008, als auch bis dato keine eigenen wesentlichen Fremdfinanzierungsquellen erschließen.

Auf dieser Basis hat die ESCADA AG der PRIMERA GRUPPE in den vergangenen Geschäftsjahren bedarfsgerecht Kredite bzw. Kreditlinien zur Verfügung gestellt, die in Ihrer jeweiligen Höhe und zeitlichen Befristung vertraglich zugesichert waren. Diese Kreditlinien haben der PRIMERA GRUPPE die Sicherheit für die weitere Finanzierung ihres operativen Geschäftsbetriebs gegeben.

Seit dem Beginn des Geschäftsjahres 2008/2009 haben sich die Rahmenbedingungen der Finanzierung der PRIMERA GmbH & Co. KG und damit auch der PRIMERA Gruppe deutlich verändert.

Seit dem 01.11.2008 besitzt die PRIMERA GmbH & Co. KG keine vertragliche Vereinbarung über die weitere Aufrechterhaltung sämtlicher, in Anspruch genommenen Kredite bzw. Kreditlinien durch die ESCADA AG. Lediglich 25,0 Mio. € sind über eine Kreditfazilität zugesichert, deren Höhe bisher bedarfsgerecht jeweils zeitlich befristet angepasst wurde. Zwar wurden wie bisher entsprechende liquide Mittel seitens der Konzernmuttergesellschaft ESCADA AG zur Verfügung gestellt, diese jedoch ohne eine schriftliche Vereinbarung bezüglich Höhe und Rückzahlungszeitpunkt der zur Verfügung gestellten Liquiden Mittel.

Darüber hinaus ist seit Anfang Oktober 2008 im Rahmen der Neuverhandlungen der ESCADA AG mit den Konsortialbanken über die Finanzierung der ESCADA GRUPPE eine Kontokorrentlinie in Höhe von 5,0 Mio. € bei der Dresdner Bank weggefallen, die seitens der ESCADA AG der Primera GmbH & Co. KG zur Verfügung stand.

Die derzeitige Inanspruchnahme von Krediten seitens der ESCADA AG beträgt Mitte März 2009 54,1 Mio. €, die bis auf 25,0 Mio. € jederzeit fällig gestellt werden könnten.

Eine Rückzahlung der jederzeit fälligen Kredite in Höhe von 29,1 Mio. € ist der PRIMERA GmbH & Co. KG aus eigener Kraft - auch teilweise - derzeit nicht möglich. Die Geschäftsführungen der PRIMERA GmbH & Co. KG und der Primera Retail GmbH gehen davon aus, dass die gewährten Kredite von der ESCADA AG deshalb auch nicht fällig gestellt und erst im Rahmen des Verkaufes der PRIMERA Gruppe nach entsprechenden Verhandlungen von dem Käufer abgelöst werden.

Neben der fehlenden vertraglichen Vereinbarung hinsichtlich bereits ausgereichter Kredite besteht insbesondere aus der in Durchführung befindlichen Entflechtung der Geschäftsaktivitäten der ESCADA AG und der PRIMERA Gruppe für das Geschäftsjahr 2008/2009 weiterer Finanzbedarf in Höhe von ca. 9 Mio. € (Stand: Mitte März 2009), der plangemäß ebenfalls durch die ESCADA AG finanziert werden soll. Auch hinsichtlich der Deckung dieses Finanzbedarfes gehen die Geschäftsführungen der Primera GmbH & Co. KG und der Primera Retail GmbH davon aus, dass dieser durch die Muttergesellschaft ESCADA AG vollständig zur Verfügung gestellt werden kann und wird.

Aufgrund der bestehenden Abhängigkeit der Primera Retail GmbH von der Aufrechterhaltung bzw. gegebenenfalls einer Erhöhung des finanziellen Engagements der PRIMERA GmbH & Co. KG stellen vorgenannte bestandsgefährdende Risiken der Gesellschafterin auch bestandsgefährdende Risiken der Primera Retail GmbH dar.

Die Geschäftsleitung der Primera Retail GmbH geht davon aus, dass die jederzeitige Liquidität der PRIMERA GmbH & Co. KG und der PRIMERA Gruppe und damit der Primera Retail GmbH - wie in vorstehendem Abschnitten erläutert - durch die Aufrechterhaltung bestehender Kredite bzw. des bestehenden Engagements sowie geplanter, ergänzender Finanzierungsmaßnahmen seitens der Konzernmuttergesellschaft ESCADA AG sichergestellt bleibt, die der Planung der Geschäftsentwicklung für das Geschäftsjahr 2008/2009 zugrunde liegenden Annahmen eintreten werden und damit per heute der Fortbestand der Primera Retail GmbH als wahrscheinlich betrachtet werden kann. Dabei wird vom Fortbestand der Muttergesellschaft PRIMERA GmbH & Co. KG und der Konzernmuttergesellschaft ESCADA AG ausgegangen.

Die Bilanz der Primera Retail GmbH weist zum Bilanzstichtag 31.10.2008 zudem einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von - 4.188 TEUR aus. Diese bilanzielle Überschuldung kann ein Indiz für eine Überschuldung im rechtlichen Sinne und damit ein Indiz für eine Bestandsgefährdung sein.

Die Unternehmensleitung hat unter Berücksichtigung der im Folgenden dargestellten Erklärungen der Muttergesellschaft Primera GmbH & Co. KG einen Überschuldungsstatus aufgestellt und geht als Ergebnis hieraus von einer Fortführung der Unternehmenstätigkeit aus, da eine Überschuldung im rechtlichen Sinne nicht vorliegt.

Mit Datum vom 31.10.2008 hat die Primera GmbH & Co. KG zur Sicherung der jederzeitigen Liquidität eine Patronatserklärung erneuert, in der sie sich verpflichtet hat, im erforderlichen Falle durch geeignete Maßnahmen sicherzustellen, dass die Primera Retail GmbH, Münster, jederzeit in der Lage ist, ihre Verpflichtungen zu erfüllen. Hinsichtlich der Unsicherheiten der jederzeitigen Liquidität siehe die vorherigen Ausführungen.

Des Weiteren hat die Primera AG für gegenüber der Primera Retail GmbH bestehende Forderungen in der Höhe einen Rangrücktritt erklärt, in der das Stammkapital nicht durch Aktivvermögen gedeckt ist.

Der Jahresabschluss der Primera Retail GmbH wurde dementsprechend unter der Prämisse des "going-concern" aufgestellt.

7. PROGNOSEBERICHT

7.1 Gesamtwirtschaftliche Aussichten 2009

Die Weltwirtschaft blickt eher düster in die Zukunft. Der Internationale Weltwährungsfonds (IWF) geht davon aus, dass die Finanzkrise weltweit einen Schaden von 2,2 Billionen Dollar (1,65 Billionen Euro) anrichtet. Der IWF korrigierte damit im Januar 2009 seine letzte Prognose vom Oktober 2008 nach unten. Im veröffentlichten "Globalen Finanzstabilitätsbericht" heißt es, sei wegen der weltweiten Finanzkrise für 2009 nur noch ein Wachstum von 0,5 Prozent zu erwarten. Im Oktober waren es noch 3,0 Prozent. Damit komme die Wirtschaft praktisch zum Stillstand. Die Revision sei nötig geworden, weil die Verluste durch den Ausfall vor allem von Immobilienkrediten auf dem US-Markt noch höher seien als zunächst erwartet. Diese Kreditausfälle beträfen den Finanzsektor rund um die Welt.[6]

Die Bundesregierung zeigt sich optimistisch, dass Deutschland die Wirtschaftskrise bewältigen wird. Beim Jahresempfang der Wirtschaft im Januar sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel, in den kommenden beiden Jahren würden in den Konjunkturpakten 80 Milliarden Euro eingesetzt, um die Rezession abzufedern. Das werde aber nur gelingen, wenn die staatlichen Hilfen auch angenommen werden.[7]

Das Ifo-Institut rechnet damit, dass die Abwärtsdynamik für den Rest des Jahres 2009 nachlässt, jedoch wird eine Stabilisierung der Wirtschaft nicht vor Mitte 2010 erwartet.[8]

7.2. Entwicklung Einzelhandel

Der deutsche Einzelhandel geht davon aus, dass ihn die Wirtschaftskrise treffen wird - allerdings ist ungewiss wann, wie hart und wie lange. Der entscheidende Faktor ist die Entwicklung am Arbeitsmarkt. Auf der Konjunktur-Pressekonferenz des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels (HDE) sagte Hauptgeschäftsführer Stefan Genth, die Voraussetzungen für den Einzelhandel seien nicht schlecht. Die verfügbaren Einkommen würden 2009 angesichts steigender Löhne und monetärer Sozialleistungen trotz Beschäftigungsabbau steigen. Die Sparquote würde nach Einschätzungen des HDE stagnieren, möglicherweise sogar leicht zurückgehen. Die Verbraucherpreise insgesamt würden voraussichtlich um etwa ein Prozent steigen. Die Einzelhandelspreise sähe man in diesem Jahr im Durchschnitt bei unter einem Prozent. Gegenüber dem Vorjahr würden die privaten Konsumausgaben deshalb voraussichtlich sogar leicht steigen. Der HDE rechnet daher damit, dass der Einzelhandel im ersten Halbjahr 2009 das Vorjahresniveau halten kann. Laut Genth hängt die zweite Jahreshälfte entscheidend vom Arbeitsmarkt ab. Komme es zu einer deutlichen Zunahme der Arbeitslosigkeit, würde dies den Konsum treffen. Daher rechne man für das zweite Halbjahr 2009 mit einer etwas schlechteren Umsatzentwicklung.

Der HDE stimmt verhalten optimistisch. Die Unternehmen seien heute besser aufgestellt als etwa in der Rezession nach 2001, daher könne der Abwärtstrend nicht so stark sein, wie viele vermuten. Der nominale Einzelhandelsumsatz 2009 dürfte sich insgesamt in einem Korridor von Null bis minus ein Prozent bewegen. [9]

7.3 Aussichten der Primera Retail GmbH auf 2009

Für 2008/2009 rechnen wir mit einem Umsatzrückgang in einstelligen Prozentbereich. Da für das Geschäftsjahr 2008/2009 keine Neueröffnungen geplant sind, wird sich die Anzahl der Flächen um die definierten Filialschließungen reduzieren. Da für die bestehenden Flächen ein Null-Wachstum unterstellt ist, resultiert der Umsatzrückgang ausschließlich aus den Filialschließungen.

Für das Jahresergebnis 2008/2009 vor Gewinnabführung/Verlustübernahme wird, unter der Annahme eines Marktumfeldes und einer Konsumneigung wie im Geschäftsjahr 2007/2008, sowie der Bereinigung des bestehenden Filialportfolios von einer deutlichen Verbesserung ausgegangen. Diese Einschätzung unterliegt - aufgrund der derzeitigen Unsicherheit hinsichtlich Zukunftsaussichten und Entwicklung - gewissen Unsicherheitsfaktoren. Im Geschäftsjahr 2009/2010 sieht die Geschäftsführung - unter der Prämisse einer gesamtwirtschaftlichen Erholung - wieder eine Umsatz- und Ergebnissteigerung über die des Geschäftsjahres 2008/2009 hinaus.

Münster, April 2009

[1] Quelle: http://www.ifo.de/portal/page/portal/ifoHome/a-info/d1index/ 20indexwes

[2]Quelle: http://www.ifo.de/portal/page/portal/ifoHome/a-info/d1index/25indexweseuro

[3] Quelle: http://www.ifo.de/portal/page/portal/ifoHome/a-winfo/d1index/10indexgsk

[4] Quelle: http://www.gfk.com/group/press_information/press_releases/

003617/index.de.html

[5] Quelle: www.textil-mode.de/_obj/8BD331C4-F5F1-4E3C-920A-433097539B90/outline/02-Konjunkturbericht-Februar-2009.pdf

[6] Quelle: http://www.dw-world.de/dw/episode/0,,3963630,00.html?maca

[7] Quelle: http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/merkel-draengt-wirtschaft-zur-annahme-von-staatshilfe;2132774

[8] Quelle: http://www.cesifo-group.de/portal/page/portal/ifoContent/N/data/forecasts/forecasts_container/GD20090423/GD-20090423-SUMMARY-e.pdf

[9] Quelle: http://www.einzelhandel.de/servlet/PB/menu/1094362_yno/

index.html

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Primera Retail GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. November 2007 bis 31. Oktober 2008 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der Primera Retail GmbH den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir darauf hin, dass Fortbestand des Unternehmens durch Risiken bedroht ist, die im Abschnitt "Bestandsgefährdende Risiken" im Lagebericht dargestellt sind. Zum einen ist dort aufgeführt, dass der Fortbestand des Unternehmens nur dann gewährleistet ist, wenn die jederzeitige Liquidität der Gesellschaft durch die Aufrechterhaltung bestehender Kredite bzw. des bestehenden Engagements sowie geplanter, ergänzender Finanzierungsmaßnahmen seitens der Konzernmuttergesellschaft ESCADA AG zugunsten der Alleingesellschafterin PRIMERA GmbH & Co. KG bzw. der PRIMERA Gruppe sichergestellt bleibt und die der Planung der Geschäftsentwicklung für das Geschäftsjahr 2008/2009 zugrunde liegenden Annahmen eintreten werden. Zum anderen ist das Stammkapital der Gesellschaft in Höhe von € 511.291,88 durch Verluste in Höhe von € 4.698.826,03 aufgebraucht ist, so dass zum 31. Oktober 2008 auf der Aktivseite der Bilanz ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von € 4.187.534,15 auszuweisen ist. Zur Beseitigung einer möglichen Überschuldung der Gesellschaft im Sinne der Insolvenzordnung hat die Gesellschafterin Primera GmbH & Co. KG eine Rangrücktrittserklärung abgegeben sowie im Rahmen einer Patronatserklärung sich gegenüber ihrer Tochtergesellschaft verpflichtet, durch geeignete Maßnahmen sicherzustellen, dass die Gesellschaft jederzeit in der Lage ist, ihre Verpflichtungen zu erfüllen.

München, den 30. April 2009

AWT Horwath GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

   
ppa. E. Jarraß G. Wörl
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