AAT Xiashu Intelligence GmbH
Selbe AdresseForschung und Entwicklung im Bereich Biotechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Tonchy Ugrinovic seit 2.6.2020 | Geschäftsführer |
Michaël Gerrits seit 2.6.2020 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
EW GROUP GmbHVisbekKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2019 bis zum 30.06.2020Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019/20201. Geschäft und Umfeld a) Konzernstruktur und Geschäftstätigkeit Die EW GROUP GmbH ist mit ihren verbundenen Unternehmen in den Bereichen der Basiszucht von Tieren (Geflügel / Fisch), der Tiergesundheit, der Tierernährung und der Diagnostik tätig. Der Bereich der Forschung und Entwicklung hat bei der EW GROUP traditionell einen sehr hohen Stellenwert. Intensive und kontinuierliche Forschungsarbeit ist die Voraussetzung dafür, dass die Unternehmen der Gruppe ihre führende Position im Markt beständig ausbauen können. Zu diesem Zweck beschäftigt die EW GROUP eine Vielzahl eigener Wissenschaftler und unterhält ein weltweites Netzwerk zu führenden Universitäten und Forschungsinstituten. Die EW GROUP GmbH bedient mit seinen mehr als 150 verbundenen Unternehmen - sowie über Distributoren - Kunden in mehr als 160 Ländern mit Ihren Produkten. Der Geschäftsbereich "Broiler-/Turkey-Breeding" umfasst die Firmengruppe Aviagen. Die Marken Ross, Arbor Acres, Indian River und Rowan Range (Broiler), sowie Nicholas Turkeys, Hockenhull Turkeys und B.U.T. (Turkey) stehen für erstklassige Forschungs- und Entwicklungsarbeit in Kombination mit innovativen Hygiene- und Tierwohlkonzepten. Dank eines internationalen Vertriebsnetzwerkes können Kunden weltweit mit einer breiten Palette an Zuchtlinien versorgt werden. Seit 2018 ist die Firma Hubbard als weiteres unabhängiges Unternehmen (Basiszucht von Broilern) Teil der Gruppe. Hubbard beliefert den Weltmarkt sowohl mit konventionellen, modernen Zuchtlinien als auch mit einer großen Anzahl traditioneller, langsam wachsender Rassen. Der zweite große Geschäftsbereich "Layer Breeding und Reproduction" umfasst die sogenannte Basiszucht von Legehennen und Legehennenvermehrung. Mit drei voneinander unabhängigen Zuchtprogrammen (Lohmann, Hy-Line und H&N International) ist die Gruppe weltweit aktiv. Auf der nachgelagerten Stufe der Vermehrung werden die Zuchttiere sowohl über eigene Tochtergesellschaften als auch über externe Distributoren an die weltweite Kundschaft vertrieben. Neben dem Geflügel widmet sich die Gruppe auch dem Bereich "Fishbreeding" von Lachs, Forelle und Tilapia. Die AquaGen Gruppe beliefert von Basiszuchtstandorten in Norwegen, Schottland, Dänemark und Chile aus die globalen Fischproduzenten mit befruchteten Eiern und bedient so die wachsende Nachfrage nach tiergerecht und kosteneffizient erzeugten hochwertigen Lachsen und Forellen. Die GenoMar Gruppe hat sich auf die Basiszucht und Vermehrung von Tilapia spezialisiert. Ein weiterer Geschäftsbereich umfasst die Bereiche "Animal Health und Diagnostics", welche durch die Firmengruppen Vaxxinova und BioChek repräsentiert werden. Vaxxinova ist mit Forschungs- und Produktionsstandorten in den Niederlanden, Deutschland, Brasilien, Japan, USA, Norwegen und Italien vertreten. Entwicklung, Service-Diagnostik, Herstellung sowie Vertrieb und technischer Service erfolgen in einem geschlossenen Servicekonzept und umfassen autogene und registrierte Impfstoffe für Geflügel, Schwein, Rind, Fisch und Heimtiere. Die Firmengruppe BioChek entwickelt, produziert und vertreibt international Diagnostische Systeme zur Überwachung der Tiergesundheit für die Geflügel- und Schweinehaltung. Das Tochterunternehmen BioteCon Diagnostics GmbH setzt den unternehmerischen Schwerpunkt in innovativen Schnellnachweissystemen für die Lebensmitteldiagnostik. Der Geschäftsbereich "SPF- und Clean-Eggs" steht für die Produktion und Lieferung von qualitativ hochwertigen und sehr hygienisch produzierten Hühnereiern, sogenannten Impfstoffeiern, die sowohl in der Human- und Tierimpfstoffproduktion als auch in der pharmazeutischen Forschung eingesetzt werden. Mit Produktionsstandorten in Deutschland, Spanien, Frankreich, USA, Mexiko, Brasilien und Australien wird den Kunden ein Höchstmaß an Liefersicherheit geboten. Die Firmengruppe EW Nutrition spiegelt den Bereich "Animal Nutrition" wider. EW Nutrition ist hier im Bereich funktioneller und innovativer Futter- und Lebensmittelzusätze aktiv. Von Deutschland aus steuert das Unternehmen weitere internationale Standorte auf allen Kontinenten. Der Geschäftsbereich "Food" umfasst den Anbau und Vermarktung von frischen Pilzen und Pilzspezialitäten. Im Geschäftsbereich "Grain Storage" verfügt das Gruppenunternehmen Magdeburger Getreide GmbH über eine Vielzahl an Erfassungsstellen in der Magdeburger Börde. Mit einer Gesamtkapazität von 700.000 Tonnen Lagerraum und einem eigenen Hafen am Mittellandkanal kann das Unternehmen jederzeit flexibel auf sich ändernde Warenströme reagieren. b) Mitarbeiter Die Anzahl der in der EW GROUP beschäftigten Arbeitnehmer betrug im Durchschnitt des Geschäftsjahres 2019/2020 14.848 Mitarbeiter gegenüber 13.077 im Geschäftsjahr 2018/2019. c) Forschung und Entwicklung Der Schwerpunkt der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der EW GROUP liegt in der Weiterentwicklung der Basiszuchtlinien sowie in der Entwicklung von innovativen Impfstoffen, Diagnostika und Futtermittelzusatzstoffen. d) Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Das Jahr 2020 ist weltweit geprägt von der Corona-Pandemie. Durch eine Vielzahl von getroffenen Maßnahmen zur Eindämmung, welche teils mit starken Eingriffen in die Wirtschaft verbunden waren, sind global Rückgänge des Bruttoinlandsprodukts zu erkennen. Durch Schließungen des Einzelhandels oder ganzer Produktionswerke ist einerseits das Angebot eingeschränkt und andererseits fehlt die Nachfrage nach Konsum- und Investitionsgütern, da Konsumenten mit geringeren Einkommen rechnen. Bereits im 1. Quartal 2020 waren wesentliche Rückgänge des Bruttoinlandsprodukts der Länder zu erkennen, so verringerte sich dieses in China im Vergleich zum Vorquartal beispielsweise um knapp 10 %. Europäische Länder, wie Italien oder Frankreich, haben hier Einbrüche von rund 5 % zu verzeichnen. In Deutschland verringerte sich das Bruttoinlandsprodukt um etwas mehr als 2 %. Im 2. Quartal 2020 war im Vergleich zum Vorquartal hier eine negative Veränderung von ca. 9,7 % zu erkennen. Die weitere Entwicklung der Weltwirtschaft ist stark abhängig vom weltweiten Infektionsgeschehen. Erst bei Rückgang der Infektionen ist auch mit einem Stopp der Negativentwicklung der Wirtschaft zu rechnen. In Deutschland wird aktuell z.B. durch Ausgleichzahlungen versucht, die Wirtschaft zu unterstützen. e) Geschäftsverlauf Die Corona Pandemie hat auf den Konzern der EW GROUP GmbH keine einschlägigen Auswirkungen gezeigt. Das Geschäftsjahr 2019/20 verlief für die EW GROUP erfreulich. Insgesamt wurde ein Umsatz von € 2.982 Mio. (Vorjahr: € 2.723 Mio.) erwirtschaftet. Zur geographischen Verteilung des Umsatzes wird auf den Anhang verwiesen. Die Umsatzerlöse im größten Bereich Basiszucht von Tieren stiegen um 10,0 % auf € 2.479,1 Mio. f) Beschaffung Die Kernaktivitäten der EW GROUP Unternehmen sind geprägt durch einen hohen Grad interner Wertschöpfung, der in der aufwendigen züchterischen Bearbeitung der Basiszuchtlinien begründet ist. Die Abhängigkeiten von Beschaffungsmärkten oder Lieferanten sind daher als eher gering einzuschätzen. Als Ausnahme sind Futtermittel anzuführen. In diesem Markt kann es zu nicht unerheblichen Preisschwankungen kommen, die bei ständiger Marktbeobachtung über geeignete Gegenmaßnahmen und Instrumente (Kontrakte) gesteuert und optimiert werden. Wie in den Vorjahren hat auch im Berichtsjahr nur ein unwesentlicher konzerninterner Austausch von Produkten und Dienstleistungen stattgefunden. Einkaufsvorteile werden durch firmenübergreifende Bündelung von Bedarfen sowie die Vereinbarung von Lieferanten-Rahmenverträgen realisiert. g) Investitionen und Akquisitionen Im Geschäftsjahr 2019/2020 fanden die in Abschnitt III des Konzernanhangs genannten Akquisitionen statt. Im Geschäftsjahr 2019/2020 wurden Sachinvestitionen in Höhe von € 325,6 Mio. (Vorjahr: € 259,2 Mio.) durchgeführt. h) Ökologie und Umweltschutz Animal Welfare In den Geflügelbeständen der Tochterunternehmen werden die höchsten Tierwohlstandards gewährleistet. Neben strengen Vorgaben im Bereich der Bio-Security und einer ständigen Weiterentwicklung der Management-Tools nehmen die Tierwohlparameter im Rahmen der züchterischen Tätigkeit (Selektion) eine bedeutende Position ein. Beispielhaft werden die Robustheit, die Darmgesundheit, die Lauffähigkeit und Beinstabilität sowie die Herz-Lungen-Funktion genannt, die in den Zuchtprozessen signifikant verbessert werden konnten. Ein System eigener, unangekündigter, regelmäßiger Audits stellt die kontinuierliche Einhaltung der hohen Tierwohlparameter sicher. Ressourcenschonung Die intensiven Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten im Bereich der Geflügelzucht gewährleisten einen nachhaltigen Beitrag zur Ressourcenschonung. Beispielhaft sei darauf hingewiesen, dass allein durch Zuchtanstrengungen, die für die Produktion von einer Tonne Ei in den 70ziger Jahren notwendigen 2,5 t Futter bis heute auf nur noch 2 t Futter pro Tonne Ei gesenkt werden konnte. Diese 20prozentige Reduzierung des Futteraufwandes pro Tonne Ei spart jährlich weltweit über 40. Mio. Tonnen Futter ein und trägt somit erheblich zur Verminderung der für die Futtererzeugung in der Legehennenhaltung benötigten Ackerfläche bei. Weiterhin sei auf die Verbesserung der Futterverwertungsrate bei den Masthähnchen hingewiesen. Hier konnte durch die züchterischen Tätigkeiten der Futtereinsatz zur Herstellung eines Kilos Lebendgewicht in den letzten 50 Jahren um über zwei Kilogramm gesenkt werden. Dies entspricht bei der heutigen globalen Broilerproduktion einer jährlichen Einsparung von ca. 140 Mio. t Futter, was wiederum einer landwirtschaftlichen Anbaufläche von über 35 Mio. ha gleichkommt, der 3-fachen Anbaufläche Deutschlands. Durch die positive Korrelation zwischen Futter- und Wasserverbrauch bedeutet die kontinuierliche züchterische Verbesserung der Futterverwertung beim Geflügel gleichzeitig auch eine Erhöhung der Nachhaltigkeit der Erzeugung von Geflügelfleisch, indem züchterisch der Verbrauch der knappen Ressource Wasser gesenkt wird. Allein durch die Verbesserung der Futterverwertung konnten somit jährlich weltweit 252 Mio. m 3 Wasser durch den kontinuierlichen Zuchtfortschritt eingespart werden. Auch im Hinblick auf den Klimaschutz wirkt sich die züchterische Absenkung des Futteraufwands je kg Produkt positiv auf den CO2-Footprint bei der Erzeugung von Geflügelprodukten aus, denn dieser ist zu über 70 % durch den Futterverbrauch bedingt. Beispielhaft ist hier die züchterische Absenkung der CO2-Emissionen bei der Produktion von einem kg Hähnchenfleisch zu nennen, die seit dem Beginn der 70-iger Jahre züchterisch um 50 % vermindert wurden. Diese jährliche weltweite CO2 Einsparung entspricht den durchschnittlichen Emissionen von 45 Mio. deutschen PKWs. 2. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Im Rahmen der Darstellung von Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ist grundsätzlich zu berücksichtigen, dass mehr als die Hälfte der Geschäftstätigkeit des Konzerns in USD bilanziert werden. Der Konzernabschluss der EW GROUP GmbH muss in Euro aufgestellt werden und damit müssen auch die Kennzahlen auf Euro lauten. Dadurch sind die Kennzahlen durch Währungseffekte aufgrund der Veränderung des Umrechnungskurses zwischen Euro und USD mit beeinflusst. Die EW GROUP GmbH betrachtet die Umsatzerlöse sowie das EBITDA als bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren. a) Vermögenslage Das Anlagevermögen ist vollständig durch lang- und mittelfristig zur Verfügung stehende Mittel gedeckt. Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Bilanzsumme von € 2.963 Mio. auf € 3.018 Mio. erhöht. Die kurzfristig fälligen Verbindlichkeiten sind vollständig durch kurzfristig gebundene Vermögensgegenstände gedeckt. Die Eigenkapitalquote hat sich von 63,9 % auf 74,2 % erhöht. Sie ist maßgeblich durch das positive Konzernergebnis beeinflusst. b) Ertragslage Der Jahresüberschuss ist gegenüber dem Vorjahr auf € 407 Mio. gestiegen. Die Umsatzerlöse im größten Bereich Basiszucht von Tieren stiegen um 10,0 % auf 2.479.082 T€. Innerhalb der Herstellungskosten stieg der Materialaufwand um 5,3 % auf 1.200.225 T€. Der Personalaufwand stieg auf 551.769 T€. Der EBIT hat sich um 14,1 % auf 567.760 T€ erhöht. Die Umsatzrentabilität (ausgedrückt durch das Verhältnis von operativem Ergebnis zuzüglich Equity-Ergebnis zu Umsatzerlösen) hat sich von 18,4 % auf 19,4 % erhöht. c) Finanzlage Die Sicherung der Liquidität und der langfristigen finanziellen Flexibilität sind vorrangige Ziele des Finanzmanagements der EW GROUP. Art und Umfang der Transaktionen orientieren sich am operativen und finanziellen Grundgeschäft der Gruppe. Zur Ermittlung des Liquiditätsbedarfes werden 12-monats Cashflow-Planungsrechnungen eingesetzt, die monatlich überwacht und gegebenenfalls angepasst werden. Ausgehend vom Konzernjahresüberschuss hat sich der Cashflow aus laufender Geschäfts tätigkeit von 463.242 T€ auf 572.788 T€ erhöht. Die Liquidität (ausgedrückt durch das Verhältnis von Umlaufvermögen zu kurzfristigen Verbindlichkeiten und kurzfristigen Rückstellungen) hat sich zum Stichtag von 1,56 auf 1,54 verringert. Der Konzern ist jederzeit fähig, seine Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. 3. Risikobericht Der Konzern EW GROUP ist im Rahmen seiner weltweiten geschäftlichen Tätigkeiten unter-schiedlichen Risiken ausgesetzt. Der Umgang mit Risiken und Chancen zielt darauf ab, vorhandene Chancen optimal auszuschöpfen und Risiken nur dann einzugehen, wenn ihnen die Chance auf eine entsprechende Wertsteigerung entgegensteht. Das Risikomanagementsystem der EW GROUP ist als integraler Bestandteil in die Unternehmens-führung eingebunden. Es basiert auf einer jährlichen Risikoinventur, in deren Rahmen die Chancen und Risiken sowie die Stärken und Schwächen der einzelnen Konzernbereiche erfasst, analysiert und bewertet werden. Auf dieser Grundlage werden Strategien zur Risikovermeidung bzw. zur Reaktion auf Risikoereignisse erarbeitet. Das Management der operativen Risiken erfolgt weitgehend dezentral, bereichsübergreifende oder internationale Risiken werden zentral überwacht. Ein zielorientiertes Gruppencontrolling sowie ein regelmäßiger Strategieabgleich sorgen dafür, dass bei unternehmerischen Entscheidungen Chancen und Risiken in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen, frühzeitig erkannt und transparent dargestellt werden. Alle Zuchtgesellschaften treffen durch eine weitgehende Diversifizierung der Zucht- und Produktionsbestände auch weiterhin Vorsorge gegen eventuelle Exportbeschränkungen. In allen Anlagen wird die Durchführung und Einhaltung höchstmöglicher Hygiene- und Qualitätsstandards dokumentiert und kontrolliert. Damit bestehen für den Konzern keine wesentlichen Risiken aus dem Ausbruch von Krankheiten und Infektionen. Aus der Aufnahme von Bankdarlehen können sich grundsätzlich Zinsrisiken aufgrund von variablen Zinsvereinbarungen ergeben. Zudem findet eine enge Begleitung der aktuellen Zinskurven und der Entwicklungen an den Märkten statt, sodass bei Bedarf kurzfristig reagiert werden kann. Ein signifikanter Anteil der geschäftlichen Aktivitäten der EW GROUP findet außerhalb des EURO-Raumes statt, insbesondere in den Währungen US-Dollar, Britisches Pfund, Brasilianischer Real, Japanischer Yen und Chinesischer Renminbi, sodass durch Währungsschwankungen das Ergebnis wesentlich beeinflusst werden kann. Währungsrisiken aus Finanzinstrumenten bestehen bei Forderungen, Verbindlichkeiten und Zahlungsmitteln. Diesem Risiko wird in der EW GROUP dadurch begegnet, dass die weltweit operierenden Unternehmen der Gruppe in der Regel die zugrunde liegenden Geschäfte in ihrer funktionalen Währung abwickeln. Angestrebt wird, dass Zahlungsverpflichtungen in einer Währung durch Zahlungseingänge in derselben Währung abgedeckt werden, um Wechselkursrisiken zu vermeiden. Wie für alle Unternehmen besteht auch für die EW GROUP ein Liquiditätsrisiko in der Form, dass aufgrund einer mangelhaften Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln bestehende oder zukünftige Zahlungsverpflichtungen nicht erfüllt werden können. Zur Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit werden, zentral auf Holdingebene gesteuert, liquide Mittel vorgehalten, um konzernweit sämtliche geplante Zahlungsverpflichtungen zur Fälligkeit erfüllen zu können. Diese liquiden Mittel können sowohl aus operativen Zahlungsströmen als auch aus zugesagten kurzfristigen Kreditlinien bestehen, wobei jederzeit eine ausreichende Reserve vorgehalten wird. Die EW GROUP sieht durch die aktuelle Corona-Pandemie kein weitergehendes Risiko für die Konzernunternehmen. 4. Prognosebericht Gesamtwirtschaftliche Prognose: Für die Entwicklung der Volks- und Weltwirtschaft ist essenziell wichtig, wie sich der weitere Verlauf der Corona-Pandemie entwickelt und wie bzw. mit welchen Maßnahmen die einzelnen Volkswirtschaften auf hohe Infektionszahlen reagieren. Zurzeit ist weltweit wieder ein Anstieg der Infektionszahlen zu beobachten. Die einzelnen Länder haben Maßnahmen getroffen, bei denen nun abzuwarten bleibt, wie sich diese auswirken. Verringern sich die Neuinfektionen mit dem Coronavirus, so ist weltweit wieder mit einem Anstieg des Wirtschaftswachstums zu rechnen. Gleichzeitig muss auch mit einem weiteren Einbruch zu rechnen sein, falls sich das Infektionsgeschehen nicht verbessert oder weitere Infektionswellen eintreten. Am Ende bleibt die Unsicherheit der Konsumenten, Produzenten und der Volkswirtschaft, da der Zeitpunkt des Endes der Pandemie nicht abzuschätzen ist. Mit einem Impfstoff ist gegen Ende des Jahres 2020 zu rechnen. Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es noch immer keine Einigung zwischen dem Vereinigten Königreich und den anderen EU Mitgliedsstaaten zum Brexit. Die Volkswirtschaft des Vereinigten Königreich hat sich in den letzten Monaten stark negativ entwickelt. Sollte mit der EU keine Einigung getroffen werden können, ist mit einem weiteren Rückgang der Wirtschaftsleistung zu rechnen. Die Übergangsphase endet mit dem 31.12.2020, bis jetzt bleibt fraglich, wie es ab Januar 2021 zwischen dem Vereinigten Königreich und der EU weitergehen wird. Ein zusätzlicher Streitpunkt innerhalb der Regierung ist auch die Debatte um die Behandlung Nordirlands. Die Prognosen für den Leitzins der EZB sind auch für 2021 weiterhin unverändert, also bei 0 %, anzusehen. Die Wahrscheinlichkeit für das Bestehenbleiben des negativen Einlagezinssatz sind als hoch zu vermerken. Auch die FED zeigt aktuell keine Bestrebungen den Leitzins anzuheben. Segment Agrarwirtschaft: Die langfristigen Wachstumstreiber behalten für die EW GROUP GmbH unverändert ihre Gültigkeit. In der Mehrzahl der entwickelten Länder gibt es weiterhin eine ungebrochen positive Nachfrage nach Geflügelfleisch, Eiern und Fisch. Aus unserer Sicht wird sich dieser Trend angesichts der aktuellen Klima und Nachhaltigkeitsdiskussion weiter fortsetzen, da Geflügel- und Fisch-Proteine eine sehr günstige Klima und Nachhaltigkeitsbilanz aufweisen. Insgesamt erwarten wir deshalb ein kontinuierliches Wachstum für unsere maßgeblichen Geschäftsbereiche, um die stetig wachsende Nachfrage nach tierischen Proteinquellen zu erfüllen. Mit dem Ziel der steigenden Nachfrage nach gesunden Proteinquellen und um den wachsenden Herausforderungen im Tierschutz gerecht zu werden, wird die EW GROUP GmbH auch zukünftig nennenswerte Beträge in die Forschung- und Entwicklung investieren. Die EW GROUP wird im laufenden Geschäftsjahr 2020/2021 an die erfolgreiche Entwicklung im Berichtsjahr anknüpfen. Eine negative Auswirkung auf die Unternehmen der EW GROUP durch die Corona-Pandemie ist nicht zu erwarten. Eine grundsätzliche Prognose für das laufende Geschäftsjahr bleibt aufgrund der volatilen Märkte am Rohstoff-, Futtermittelmarkt, der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie auch der Entwicklung der Umrechnungskurse und damit einhergehender Währungseffekte auf finanzielle Leistungsindikatoren weiterhin schwierig. Die EW GROUP erwartet unter Berücksichtigung der relevanten Einflussfaktoren für das laufende Geschäftsjahr einen geringfügig höheren Umsatz und dementsprechend ein gestiegenes EBIT.
Visbek, den 8. Januar 2021 EW GROUP GmbH Erich Wesjohann Dirk Wesjohann Jan Wesjohann Albert Cordts als Geschäftsführer der EW GROUP GmbH Konzernbilanz zum 30. Juni 2020der EW GROUP GmbH, VisbekAKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Juli 2019 bis 30. Juni 2020der EW GROUP GmbH, Visbek
KONZERNANHANG für das Geschäftsjahr 2019/2020der EW GROUP GmbH, VisbekI. Allgemeines Die EW GROUP GmbH hat ihren Sitz in Visbek und ist unter der Registernummer HRB 200251 in das Handelsregister beim Amtsgericht Oldenburg eingetragen. Die EW GROUP GmbH ist als Mutterunternehmen und Kapitalgesellschaft gemäß § 290 HGB verpflichtet, einen Konzernabschluss aufzustellen. Bedingt durch den Geschäftszweig "Basiszucht von Tieren" ist die Gliederung des Sachanlagevermögens um den Posten "Biologische Vermögensgegenstände" erweitert worden. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt. Dabei werden den Umsatzerlösen die zur ihrer Erzielung angefallenen Aufwendungen - gegliedert nach den Funktionsbereichen Herstellung, Vertrieb und Verwaltung sowie Sonstige - gegenübergestellt. II. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss sind neben der EW GROUP GmbH als Mutterunternehmen 51 inländische und 188 ausländische Unternehmen einbezogen worden, bei denen die EW GROUP GmbH unmittelbar oder mittelbar einen beherrschenden Einfluss ausüben kann. Wegen insgesamt untergeordneter Bedeutung wurden insgesamt 41 Unternehmen nicht in die Konsolidierung einbezogen. Im Wesentlichen handelt es sich um inaktive Unternehmen und Komplementärgesellschaften. Nach den Vorschriften über assoziierte Unternehmen wurden 1 inländisches und 16 ausländische Beteiligungen gemäß § 311 f. HGB im Konzernabschluss "at equity" bilanziert. Bei 16 Unternehmen, bei denen die Beteiligungsquote zwischen 20 % und 50 % liegt, wurde wegen insgesamt untergeordneter Bedeutung dieser Unternehmen auf die Equity-Bilanzierung verzichtet. Diese Beteiligungen werden als sonstige Beteiligungen ausgewiesen. Zur Darstellung des Konsolidierungskreises und des Beteiligungsbesitzes insgesamt verweisen wir auf die Anlage 2 zum Anhang (Liste des Anteilsbesitzes). III. Konsolidierungsgrundsätze und Währungsumrechnung 1. Vollkonsolidierung Einheitliche Bilanzierung und Bewertung Die Abschlüsse der einzelnen Konzernunternehmen wurden in den Konzernabschluss nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden einbezogen. Soweit Abschlüsse von Gesellschaften des Konsolidierungskreises von den einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden abweichen, erfolgen die Anpassungen in einer Handelsbilanz II. Alle Tochtergesellschaften stellen ihre Einzelabschlüsse auf den 30. Juni eines Jahres auf. Kapitalkonsolidierungen Ab dem Geschäftsjahr 2004/2005 erfolgen Kapitalkonsolidierungen nach der Neubewertungsmethode. Im Geschäftsjahr 2019/2020 fanden folgende wesentliche Akquisitionen statt. Im Rahmen dieser Akquisitionen sind Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von insgesamt 41.277 T€ entstanden. Akquisitionen:
Aufwands- und Ertragskonsolidierung, Schuldenkonsolidierung Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge zwischen den Unternehmen des Konsolidierungskreises sind miteinander verrechnet worden. Konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den Unternehmen des Konsolidierungskreises sind weggelassen worden. Zwischenergebniseliminierung Wesentliche Zwischenergebnisse wurden eliminiert. Dies erfolgte überwiegend im Bereich der Biologischen Vermögensgegenstände und Vorräte. 2. Assoziierte Unternehmen Bei der Equity-Konsolidierung assoziierter Unternehmen wurde die Buchwertmethode angewendet. Bewertungsanpassungen an die einheitliche Bewertung im Konzern und Zwischenergebniseliminierungen wurden gemäß § 312 Abs. 5 bzw. § 304 HGB nicht vorgenommen. Die von den assoziierten Unternehmen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen im Wesentlichen denen des Mutterunternehmens. Investitionen in at-equity bewertete Beteiligungen Wesentliche Investitionen in at-equity bewertete Beteiligungen sind im Konzern EW GROUP GmbH im Geschäftsjahr 2019/2020 nicht vorgenommen worden. 3. Währungsumrechnung Die Bücher der EW GROUP GmbH werden in Euro geführt. Der Konzernabschluss zum 30. Juni 2020 wird in Euro aufgestellt. Im Konzernabschluss werden die Vermögens- und Schuldposten bzw. die Aufwendungen und Erträge der ausländischen Tochterunternehmen außerhalb des Euro-Raumes mit dem Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtages bzw. mit dem Durchschnittskurs des Geschäftsjahres in Euro umgerechnet. Das Eigenkapital der ausländischen Tochterunternehmen außerhalb des Euroraumes wird mit dem historischen Kurs in Euro umgerechnet. Im Rahmen der Folgekonsolidierung wird die Differenz zwischen diesem historischen Kurs und dem aktuellen Stichtagskurs in den Posten Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung eingestellt. IV. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen auf der Grundlage branchenüblicher Nutzungsdauer, bewertet. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung wird der niedrigere beizulegende Wert angesetzt. Die Herstellungskosten für die biologischen Vermögensgegenstände umfassen Einstandspreise für erforderliche Rohstoffe und die Aufzuchtkosten einschließlich anteiliger Gemeinkosten bis zur Produktionsreife der Tiere. Die Abschreibungen werden linear vorgenommen. Die Herstellungskosten der Elterntiere in der Produktion werden bis auf die erwarteten Restverkaufspreise über ihre Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben. Übrige geringwertige Anlagegüter werden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben und als Abgang behandelt. Anteile an verbundenen Unternehmen sowie sonstige Beteiligungen werden mit Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden mit dem Buchwert der Beteiligung (§ 312 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 HGB), erhöht oder vermindert um die anteiligen Eigenkapitalveränderungen, angesetzt. Die Vorräte sind mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Ungängige Bestände wurden abgewertet. Die Herstellungskosten umfassen die Herstellungseinzelkosten und Zuschläge für Material- und Fertigungsgemeinkosten. Soweit die erzielbaren Verkaufspreise die Herstellungskosten nicht decken, werden die Erzeugnisse verlustfrei bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert abzüglich erforderlicher Einzelwertberichtigungen angesetzt. Bankguthaben und Kassenbestände sind mit dem Nominalwert bewertet. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren bilanziert. Bei diesem Verfahren werden nicht nur die am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbene Anwartschaften, sondern auch künftige zu erwartende Steigerungen von Gehältern bei vorsichtiger Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berücksichtigt. Die Berechnung beruht auf versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung biometrischer Rechnungsgrundlagen und international anerkannter Sterbetafeln. Als Rechnungszinssatz wurden 1,9 % angesetzt, als erwartete Lohn- und Gehaltssteigerung wurde 2 % angesetzt. Die Rückstellungen wurden im Übrigen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen Geschäftsjahre abgezinst. Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen. Fremdwährungsforderungen werden zum Briefkurs und Fremdwährungsverbindlichkeiten zum Geldkurs im Zeitpunkt des Geschäftsvorfalles bewertet. Buchverluste aus Kursänderungen werden durch Neubewertung zum Bilanzstichtag berücksichtigt. V. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung Anlagevermögen Die Zusammensetzung und Entwicklung der Immateriellen Vermögensgegenstände, der Sachanlagen und der Finanzanlagen sind aus dem Anlagenspiegel (siehe Anlage 1) ersichtlich. Nutzungsdauer entgeltlich erworbener Geschäfts- oder Firmenwerte Die in der Konzernbilanz ausgewiesenen entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte betreffen folgende Konzernbereiche (Branchen):
Die Geschäfts- oder Firmenwerte haben eine betriebliche Nutzungsdauer von fünfzehn und drei bzw. fünf Jahren. Allen Geschäfts- oder Firmenwerten liegt bei der Einschätzung der Nutzungsdauern jeweils eine hohe Stabilität und voraussichtlich hohe Bestandsdauer der Branche der erworbenen Unternehmen, verbunden mit eher hohen Eintrittsbarrieren der jeweiligen Branchen zugrunde. Es ist bei allen Geschäfts- oder Firmenwerten von einer längeren Dauer der Beherrschung der erworbenen Unternehmen auszugehen. Den Geschäfts- oder Firmenwerten der Konzernbereiche Broiler Breeding and Reproduction und Fischzucht lag der Erwerb von Unternehmen mit hoher Bestandsdauer zugrunde. Die Geschäfts- oder Firmenwerte dieser Konzernbereiche werden daher - bemessenen nach ihren Buchwerten - ganz überwiegend über 15 Jahre abgeschrieben. Die Geschäfts- oder Firmenwerte der Konzernbereiche Layer Breeding and Reproduction, Animal Health sowie Diagnostik betreffen Unternehmenserwerbe, bei denen im Fall von Layer Breeding and Reproduction das Marktumfeld und im Fall von Animal Health und Diagnostik die erforderlichen künftigen eigenen Entwicklungen eine vorsichtige Festlegung der Nutzungsdauern der Geschäfts- oder Firmenwerte auf 3 bzw. 5 Jahre erfordert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenstände haben im Einzelnen folgende Restlaufzeiten:
Eigenkapital Die Entwicklung des Konzerneigenkapitals ist im Eigenkapitalspiegel des Konzernabschlusses dargestellt. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Die Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung ist durch die Umrechnung von auf fremde Währung lautende Abschlüsse ausländischer Tochterunternehmen verursacht. Nicht beherrschende Anteile Die nicht beherrschenden Anteile am Kapital von Tochterunternehmen betragen 168.294 T€. In diesem Posten enthalten sind Anteile am Kapital und Rücklagen dieser Tochterunternehmen und Gewinn- und Verlustvorträge sowie Anteile am Konzernjahresergebnis von 27.703 T€. Der Anteil nicht beherrschender Anteile am Konzernergebnis in Höhe von 27.703 T€ teilt sich auf in einen Gewinnanteil in Höhe von 29.379 T€ und einen Verlustanteil in Höhe von -1.676 T€. Sonstige Rückstellungen Die Sonstigen Rückstellungen bestehen insbesondere für den Personalbereich (3.812 T€) sowie für Restrukturierungsmaßnahmen (15.727 T€). Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten haben im Einzelnen folgende Restlaufzeiten:
Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind 57.405 T€ durch Pfandrechte, Sicherungsübereignungen und ähnliche Rechte gesichert. Im Übrigen bestehen für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Negativ- und Gleichbehandlungserklärungen. Latente Steuern Für Ansatz- und Bewertungsunterschiede zwischen den Wertansätzen in der Konzernbilanz und den nach lokalen steuerlichen Vorschriften zulässigen Wertansätzen erfolgte - soweit sich diese Unterschiede in den Folgejahren voraussichtlich ausgleichen - eine Steuerabgrenzung. Wesentliche latente Steuern aus erfolgswirksamen Konsolidierungsdifferenzen haben sich nicht ergeben. Der angewendete durchschnittliche Steuersatz für die Ermittlung der latenten Steuern beträgt im Geschäftsjahr 2019/2020 rund 30 %. Der Steuersatz setzt sich aus pauschalen sachgerechten Steuersätzen (Annahmen) für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag sowie Gewerbesteuer zusammen. Die Salden der aktiven und passiven latenten Steuern entwickelten sich im Berichtsjahr wie folgt:
Die Differenzen, welche zu aktiven latenten Steuern führen, resultieren im Wesentlichen aus handelsrechtlich und steuerlich unterschiedlichen Wertansätzen bei Immateriellen Vermögensgegenständen und Pensionsrückstellungen. Die Differenzen, welche zu passiven latenten Steuern führen, resultieren im Wesentlichen aus handelsrechtlich und steuerlich unterschiedlichen Wertansätzen bei Immateriellen Vermögensgegenständen, Sachanlagen (einschließlich Biologische Vermögensgegenstände) und Vorräten. Verrechnungen nach § 246 Abs. 2 HGB Die Anschaffungskosten der verrechneten Vermögensgegenstände entsprechen im Wesentlichen deren beizulegenden Zeitwerten.
Haftungsverhältnisse
Angaben nach 314 Nr. 19 HGB zu Haftungsverhältnissen Aufgrund der geordneten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der durch die Haftungsverhältnisse Begünstigten ist das Risiko einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen derzeit als gering zu bewerten. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse gliedern sich nach geographischen Märkten wie folgt:
Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Tätigkeitsbereichen wie folgt:
Materialaufwand
Personalaufwand
Angabe nach § 297 Abs. 2 HGB Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten ergebniswirksame währungsbedingte Umrechnungsdifferenzen aus ausländischen Konzernbereichen in Höhe von -16.525 T€. Periodenfremdes Ergebnis Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von 6.912 T€, insbesondere aus der Auflösung von Rückstellungen (1.339 T€) und Erträge aus dem Abgang von immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen (5.573 T€). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 2.694 T€ aus Verlusten aus dem Abgang von immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen. VI. Sonstige Angaben Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen Über die in der Konzernbilanz ausgewiesenen Schuldposten hinaus bestehen außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen in Form von Pacht-, Miet- und Leasingverträgen sowie Dienstleistungsverträgen und übrigen finanziellen Verträgen mit folgenden geschätzten Belastungen:
Bei den außerbilanziellen Geschäften und sonstigen finanziellen Verpflichtungen handelt es sich um Pacht-, Miet- und Leasingverträge über die Anmietung betriebsnotwendiger Vermögensgegenstände. Dies trägt zur Verringerung der Kapitalbindung bei. Ferner handelt es sich bei den außerbilanziellen Geschäften um Dienstleistungsverträge über die Erbringung von Zucht- und Vermehrungsdienstleistungen im Bereich der Legezucht. Weitere besondere Vorteile oder Risiken aus diesen Geschäften ergeben sich nicht. Mitarbeiter
Organbezüge Die im Geschäftsjahr 2019/2020 für die Mitglieder des Geschäftsführungsorgans gewährten Gesamtbezüge betragen 1.806 T€. Gesamthonorar Abschlussprüfer
Befreiungsoption gemäß § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264 b HGB Folgende inländische Tochtergesellschaften können im Geschäftsjahr 2019/2020 von der Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264 b Nr. 4 HGB Gebrauch machen:
Verwendung der Ergebnisses des Mutterunternehmens Über die Verwendung des Jahresergebnisses liegt folgender Vorschlag vor: Vortrag auf neue Rechnung. Nachtragsbericht Nach dem Ende des Geschäftsjahres haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung ergeben, die weder in der Bilanz noch in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt worden sind.
Visbek, den 8. Januar 2021 EW GROUP GmbH Erich Wesjohann Dirk Wesjohann Jan Wesjohann Albert Cordts als Geschäftsführer der EW GROUP GmbH Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens
Liste des Anteilsbesitzes der EW GROUP GmbH, Visbek
Auf die Angabe des weiteren Beteiligungsbesitzes wurde in Anwendung des § 313 Abs. 3 Satz 1 HGB verzichtet. Kapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Juli 2019 bis 30. Juni 2020der EW GROUP GmbH, Visbek
Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2019/2020der EW GROUP GmbH, Visbek
"Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers zum vollständigen KonzernabschlussAn die EW GROUP GmbH, Visbek Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der EW GROUP GmbH, Visbek und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 30.06.2020, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.07.2019 bis zum 30.06.2020 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der EW GROUP GmbH, Visbek für das Geschäftsjahr vom 01.07.2019 bis zum 30.06.2020 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/hgb-konzern-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks."
Steinfeld, den 8. Januar 2021 KOHL
& ZERHUSEN GMBH
durch: C. Zerhusen, Wirtschaftsprüferin M. Kohl, Wirtschaftsprüfer |
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