Stammdaten

Register
Amtsgericht Ansbach HRB 519
Eingetragen
15.5.1979
Branche
Großhandel mit sonstigen Baustoffen und BauelementenGroßhandel mit AnstrichmittelnTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Baustoffen und Anstrichmitteln
Gegenstand
Der Groß- und Einzelhandel mit Baustoffen, insbesondere aber die pachtweise Übernahme und Fortführung des bisher unter der Firma Huber & Riedel Inh. Dipl.-Kfm. Thomas Riedel betriebenen Groß- und Einzelhandels in Baustoffen und Brennstoffen, die Unterhaltung von Baustoffwerken und die Vornahme von Schiffahrtsgeschäften mit eigenen und fremden Binnenschiffen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Markus Geißelmeyer
seit 17.4.2020
Prokura
Hans Riedel
seit 23.1.2012
Geschäftsführer

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
7.14%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Huber & Riedel GmbH

Gunzenhausen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen

Die Firma Huber & Riedel GmbH ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Der Stammsitz befindet sich in Gunzenhausen. Der Sitz der Gesellschaft ist in der Alemannenstr. 19 in Gunzenhausen. Unternehmensgegenstand ist der Groß- und Einzelhandel mit Baustoffen. Die Geschäftsführung wird durch Hr. Dipl. Volkswirt Hans Riedel ausgeführt.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Jahr 2023 war für die Baubranche ein Jahr voller Herausforderungen. Die wirtschaftlichen Folgen des Ukraine-Kriegs und die Corona-Nachwehen, einhergehend mit einer hohen Inflation, haben zu einer generellen Abschwächung der Baukonjunktur 2023 geführt und das deutsche Baugewerbe unter Druck gesetzt.

Die gesamte Bauwirtschaft verzeichnete im Jahr 2023 im Bauhauptgewerbe einen Umsatzrückgang von real 5,2 %. Das geht aus den Pressemitteilungen des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes e.V. (ZDB) sowie des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie e.V. (HDB) hervor. Stark gestiegene Bau- und Finanzierungskosten, Lieferengpässe und der anhaltende Fachkräftemangel waren die Gründe dafür. Zusätzlich sorgten die erhöhten Gaspreise zu einer Gesamtkostensteigerung der Energiekosten.

Der Wohnungsbau war in den letzten Jahren eine Stütze der Baukonjunktur, doch vor allem durch die gestiegenen Baukosten, die aktuelle Zinsentwicklung sowie aufgrund einer weiteren Verschärfung der energetischen Standards bei gleichzeitiger Kürzung der Neubauförderung ist hier ein Rückgang festzustellen. Die Genehmigungszahlen im Neubau gingen konstant zurück. Von seitens der Bundesregierung angestrebten 400.000 Wohnungen wurden im Jahr 2023 nur rund 270.000 fertiggestellt. Auch die Politik der Regierung hat in der Baubranche zur Unsicherheit beigetragen.

Insgesamt verbuchte der Wohnungsbau einen Umsatzrückgang von nominal 4,0 % auf € 58,7 Mrd. (Vorjahr € 61 Mrd.), real betrachtet rund 11,0 %.

Das Bauhauptgewerbe im Wirtschaftsbau verzeichnete 2023 ein Umsatzniveau von € 59,6 Mrd. (Vorjahr € 55,8 Mrd.), was real betrachtet einem Rückgang von 2,0 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Im Wirtschaftsbau lässt sich eine zweigeteilte Entwicklung feststellen. Die konjunkturelle Stagnation in Deutschland schlägt sich im Wirtschaftshochbau erkennbar nieder. Dies resultiert daraus, dass die Zinsentwicklung und die Energiepreisentwicklung die Investitionen für Bauten ausbremsen. Anders im Wirtschaftstiefbau, denn hier sind große Projekte im öffentlichen Nahverkehr aber auch für den Stromtrassenausbau in Auftrag gegeben worden.

Der öffentliche Bau verzeichnete ein nominales Umsatzwachstum von ca. 5,0 %. (€44,0 Mrd.), was real einen Verlust von 2,0 % bedeutet. Die angekündigten Infrastrukturprojekte und Investitionen für das Jahr 2023 wurden nicht vollständig umgesetzt. Für 2024 wird in dieser Bausparte mit einem leichten Wachstum von 1,0 % gerechnet.

2. Geschäftsverlauf

Das Jahr 2023 war ein anspruchsvolles Jahr.

Die für 2023 befürchtete Baubremse hinterlässt Spuren. Am Anfang des Jahres meldete das Statische Bundesamt für das deutsche Bauhauptgewerbe ein Auftragsminus von 5,8 %. Der Abwärtstrend setze sich bei den Baugenehmigungen und den Aufträgen weiter fort.

Es wurden Ersatzinvestitionen und die üblichen dem Geschäftsverlauf erforderlichen Investitionen getätigt.

Gegenüber der Planung in Höhe von TEUR 23.000 wurde ein Umsatz von TEUR 22.949 erreicht. Insgesamt lag der Umsatz für die Warenverkäufe 19 % unter dem Vorjahreswert.

Im Jahr 2023 wurden drei Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter und 2 Azubis eingestellt, wobei aufgrund von ausscheidenden Mitarbeiterinnen/Mitarbeitern im Jahresdurchschnitt die Gesamtzahl der Mitarbeiter gegenüber dem Vorjahr unverändert blieb.

Im Geschäftsjahr wurde ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 11 erzielt.

III. Lage

1. Ertragslage

Im Geschäftsjahr wurde ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 11 (Vorjahr TEUR 525) erzielt.

Die Materialaufwendungen sind korrespondierend zu den niedrigeren Umsatzerlösen von TEUR 23.505 im Vorjahr um TEUR 4.215 auf TEUR 19.290 im Berichtsjahr gefallen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von TEUR 1.617 im Vorjahr auf TEUR 1.236 gefallen. Der Rückgang resultiert hauptsächlich aus gefallenen Energie -und Treibstoffkosten, sowie Reparaturkosten.

2. Finanzlage

Die Huber & Riedel GmbH verfügt über eine solide Finanzierung. Das Unternehmen verfolgt bei seiner Finanzierungsstrategie drei wesentliche Ziele: Sicherung der Liquidität, Gewährleistung unternehmerischer Flexibilität, Minimierung der Finanzierungskosten. Zur Erlangung von Liquiditätsvorteilen wird als weiteres Finanzierungsinstrument Sale and Lease-Back eingesetzt.

Die zugesagten, aber nicht ausgenutzten Kreditlinien der Gesellschaft betragen zum Stichtag TEUR 737.

Die Gesellschaft war im gesamten Geschäftsjahr 2023 in der Lage ihre fälligen Verbindlichkeiten zu bedienen.

3. Vermögenslage

Das Anlagevermögen blieb im Geschäftsjahr fast unverändert bei TEUR 1.340.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich um TEUR 2.923 und lagen mit TEUR 1.685 deutlich unter dem Vorjahreswert von TEUR 4.608. Die Ursache für den Rückgang ist die schnellere Fakturierung und der Rückgang der Umsatzerlöse.

Die liquiden Mittel zum Bilanzstichtag beliefen sich auf TEUR 2.064.

Das Eigenkapital hat sich aufgrund des erwirtschafteten Jahresüberschusses von TEUR 11 von TEUR 3.778 auf TEUR 3.789 erhöht. Damit errechnet sich eine Eigenkapitalquote im Geschäftsjahr von 40,5 % (Vorjahr: 36,1 %).

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erhöhten sich um TEUR 3 auf TEUR 294 (Vorjahr TEUR 291). Die sonstigen Rückstellungen verringerten sich um TEUR 47 auf TEUR 451 (Vorjahr TEUR 498).

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich um TEUR 10 und lagen am Jahresende bei TEUR 781.

4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Zur Steuerung des Unternehmens werden folgende finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren herangezogen:

- Umsatzerlöse (Geschäftsjahr 2023: TEUR 22.949)

- Anzahl an Mitarbeiterneueinstellungen (5 FTE im Geschäftsjahr 2023)

IV. Prognose, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

Die aktuell ungewisse gesamtweltwirtschaftliche Lage macht aufgrund von Lieferengpässen, Rohstoffmangel, Fachkräftemangel sowie steigenden Preisen eine Prognose für das Jahr 2024 schwierig. Die Entwicklung der Baubranche wird maßgeblich von den gesamtwirtschaftlichen Ereignissen beeinflusst.

Für das Jahr 2024 wird ein weiterer Rückgang der nominalen Umsätze der gesamten Baubranche von rund € 154,4 Mrd. prognostiziert - real betrachtet bedeutet dies einen Umsatzrückgang von 3,0 %. Zudem wird davon ausgegangen, dass die Anzahl der Beschäftigten im Bauhauptgewerbe in 2024 deutlich sinken wird - um ganze 30.000 Mitarbeitende. Dies hätte zur Folge, dass die Anzahl der Beschäftigten im Bauhauptgewerbe unter die Marke von 900.000 Beschäftigten fallen würde.

In 2024 wird sich die Huber & Riedel GmbH in einem starken Wettbewerb sehen, in dem durch den Auftragskampf die Verkaufspreise weiter sinken werden.

Die Huber & Riedel GmbH plant durch Ihren gut aufgestellten Vertrieb mit einem leicht steigenden Umsatz für das Jahr 2024 in Höhe von TEUR 24.271. Es wird von einem Jahresergebnis in Höhe von TEUR 5 ausgegangen.

Die Huber & Riedel GmbH plant für das Geschäftsjahr 2024 keine Einstellung von neuen Mitarbeiter/innen.

2. Risikobericht

Die Huber & Riedel GmbH hat sich in den vergangenen Jahren überaus positiv entwickelt. Insgesamt wird in den kommenden Jahren jedoch von einer rückläufigen Bautätigkeit ausgegangen.

Die Bautätigkeit wird abnehmen. Der Mangel an bebaubaren Flächen und die teils deutlich gestiegenen Grundstückspreise sowie gestiegene Zinsen könnten diese Entwicklung beschleunigen. Die erhebliche Verschuldung der öffentlichen Hand aufgrund der Corona-Kreise und des Ukrainekrieges kann zudem einen Rückgang der Bauinvestitionen zur Folge haben.

Ein zunehmendes Risiko stellt der Mangel an geeigneten Fachkräften dar. Die Arbeits- und Dienstleistungsmodelle im Baustoffhandel müssen stetig überdacht und angepasst werden.

Finanzwirtschaftliche Risiken sind nicht zu erkennen.

3. Chancenbericht

Auch in der derzeit schwierigen Zeit ergeben sich neue Chancen vor Allem im gesteigerten Verkauf von Artikeln des Sanierungsbereichs. Dies ist das bereits an den hohen Besucherzahlen im Verkaufsgebäude zu erkennen. Im Vertrieb ist die Firma Huber & Riedel mit kompetenten Mitarbeitern sehr gut aufgestellt. Hieraus ergeben sich gute Chancen, da der Marktbereich wieder stärker umkämpft ist.

Auch neue Sortimente wie der Vertrieb von Photovoltaikanlagen kann eine Chance für die Zukunft sein.

4. Gesamtaussage

Im Jahresverlauf 2023 gab es viele negative Folgen aus den Krisenszenarien des Ukrainekrieges, der Inflation, den Rohstoffengpässen, den galoppierenden Energiekosten und den massiven Preiserhöhungen. Es gab auch immer wieder aufhellende Nachrichten. Diese haben aber noch nicht für eine Besserung der Stimmungslage gesorgt. Trotz dieser positiven Nachrichten in unsicheren Zeiten bleibt die Erkenntnis, dass die Investitionsbereitschaft deutlich gesunken ist und die Bau-Aktivitäten in 2024 entsprechend beeinflusst werden. Auf der anderen Seite ergeben sich weiterhin genügend Chancen, um optimistisch zu bleiben. Angesichts der ambitionierten Klimaschutzziele der Regierung wird beispielsweise die energetische Sanierung für die nächsten Jahre einer der Treiber in der Baubranche sein.

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.339.947,56 1.337.047,03
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 52.742,08 92.609,51
II. Sachanlagen 1.095.110,93 1.108.217,97
III. Finanzanlagen 192.094,55 136.219,55
B. Umlaufvermögen 7.948.218,02 9.077.879,78
I. Vorräte 3.117.300,00 3.308.800,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.766.856,40 5.692.572,21
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.064.061,62 76.507,57
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.774,39 4.774,66
D. Aktive latente Steuern 63.600,71 57.026,39
Aktiva 9.354.540,68 10.476.727,86

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 3.788.631,26 3.777.832,60
I. Gezeichnetes Kapital 61.355,03 61.355,03
II. Gewinnvortrag 3.716.477,57 3.191.005,18
III. Jahresüberschuss 10.798,66 525.472,39
B. Rückstellungen 910.679,40 996.010,40
C. Verbindlichkeiten 4.655.230,02 5.702.884,86
Passiva 9.354.540,68 10.476.727,86

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 3.761.912,79 4.880.691,71
2. Personalaufwand 2.159.849,73 2.142.651,92
a) Löhne und Gehälter 1.778.026,87 1.799.927,53
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 381.822,86 342.724,39
davon für Altersversorgung 30.992,48 8.709,65
3. Abschreibungen 326.054,52 296.703,08
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 326.054,52 296.703,08
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.235.731,60 1.616.567,92
5. Erträge aus Beteiligungen 6.525,80 10.077,69
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 30.109,98 3.249,80
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 34.858,94 57.527,71
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 8.945,88 192.507,84
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 6.574,32 57.026,39
9. Ergebnis nach Steuern 33.107,90 588.060,73
10. sonstige Steuern 22.309,24 62.588,34
11. Jahresüberschuss 10.798,66 525.472,39

Anhang 2023

A. Allgemeine Angaben

Sitz der Gesellschaft ist in der Alemannenstraße 19 in 91710 Gunzenhausen.

Das zuständige Registergericht ist Ansbach. Die Handelsregisternummer lautet HRB 519.

Der Jahresabschluss der Huber & Riedel GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagenvermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen.

Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten angesetzt und soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag niedrigere beizulegende Wert angesetzt.

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten angesetzt. Bei den Forderungen werden erkennbare Risiken durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Die flüssigen Mittel und Rechnungsabgrenzungsposten sind zu Nennwerten angesetzt.

Latente Steuern werden für zeitliche, sich in der Zukunft voraussichtlich umkehrende Differenzen zwischen den Handels- und steuerrechtlichen Bilanzansätzen gebildet. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt dabei auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes der Gesellschaft von aktuell 26,95 %. Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Im Jahr 2023 ergab sich ein Überhang an aktiven latenten Steuern. Dieser wurde in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB aktiviert.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Die Berechnung erfolgte auf der Grundlage der 'Richttafeln 2018G' von Prof. Dr. Klaus Heubeck nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren mittels der sog. Projected-Unit-Credit-Methode (PUC-Methode). Es wurden ein Rechnungszins von 1,82 % zugrunde gelegt. Ein Rententrend sowie künftige Gehaltssteigerungen und Annahmen einer Fluktuation wurden nicht zusätzlich berücksichtigt. Der Rechnungszins entspricht dem durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten 10 Jahre (Bundesbankzins), der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen enthalten zudem eine wertpapiergebundene beitragsorientierte Pensionszusage. Die Bewertung der Pensionsrückstellung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert der korrespondierenden Wertpapiere. Der beizulegende Zeitwert der Wertpapiere und somit auch der Wert Pensionsverpflichtung beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 25. Zur Erfüllung der Pensionsverpflichtung existieren verpfändete Rückdeckungsversicherungsverträge. Entsprechend werden die Pensionsverpflichtungen und der Aktivwert der Rückdeckungsversicherung nach § 246 Abs. 2 HGB saldiert ausgewiesen.

Durch Ermittlung der Pensionsrückstellungen auf Basis eines durchschnittlichen 10-jährigen Markzinssatzes (§ 253 Abs. 6 HGB) resultiert ein ausschüttungsgesperrter Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 14.

Im Geschäftsjahr 2019 wurde eine unmittelbare Pensionszusage an eine Unterstützungskasse mit dem Dotierungsvolumen von TEUR 644 ausgelagert. Der zum damaligen Zeitpunkt notwendige Erfüllungsbetrag der Verpflichtung war höher als das Vermögen der Unterstützungskasse. In Höhe dieses Differenzbetrags von TEUR 287 ist daher weiterhin eine Rückstellung zu passivieren. Am Bilanzstichtag betrug das Kassenvermögen der Unterstützungskasse TEUR 402, der notwendige Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtung TEUR 804. Die Unterdeckung zum Bilanzstichtag beträgt somit TEUR 402. Der Differenzbetrag zwischen Unterdeckung (TEUR 402) und passivierter Rückstellung (TEUR 287) beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 115 (Subsidiärhaftung).

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sind für alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung anzusetzen ist.

Verbindlichkeiten sind mit Ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

C. Angaben zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

1. Angaben zur Bilanz

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagewerte ist aus dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, i.H.v. TEUR 548 (Vorjahr: TEUR 561) resultieren aus dem laufenden Liefer- und Leistungsverkehr.

In Höhe der aktiven latenten Steuern besteht gemäß § 268 Abs. 8 HGB eine Gewinnausschüttungssperre von TEUR 64.

Es wurden sonstige Rückstellungen in Höhe von insgesamt TEUR 451 gebildet. Diese resultieren insbesondere aus Rückstellungen für Urlaub und Überstunden in Höhe von TEUR 331 sowie aus Rückstellungen für Inflationsausgleichprämien in Höhe von TEUR 32.

Verbindlichkeitsspiegel

2023 <= 1 Jahr
EUR
>1 bis 5 Jahre
EUR
> 5 Jahre
EUR
Gesamtbetrag
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 71.399 234.931 0 306.330
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 780.718 0 0 780.718
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.047.618 0 0 3.047.618
Sonstige Verbindlichkeiten 182.765 201.047 136.752 520.564
davon aus Steuern 18.111 0 0 18.111
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 62.440 201.047 136.752 400.239
2022
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 505.317 282.450 31.686 819.453
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 791.426 0 0 791.426
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.489.702 0 0 3.489.702
Sonstige Verbindlichkeiten 205.132 189.409 207.763 602.304
davon aus Steuern 19.643 0 0 19.643
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 60.390 189.409 207.763 457.562

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten i. H. v. TEUR 38 sind durch Sicherungsübereignung finanzierter Fahrzeuge besichert.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, i. H. v TEUR 372 (Vorjahr: TEUR 475).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern i. H. v. TEUR 3.048 (Vorjahr: TEUR 3.490).

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus der Übertragung einer Pensionszusage auf eine Unterstützungskasse im Jahr 2019 besteht für die Gesellschaft eine mittelbare Einstandspflicht im Rahmen der Subsidiärhaftung.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen zum Bilanzstichtag TEUR 4.160 Darin enthalten sind finanzielle Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen i. H. v. TEUR 3.840.

2. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 31 (Vorjahr: TEUR 9) enthalten.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten Erträge aus der Veränderung der aktiven latenten Steuer von TEUR 7 (Vorjahr: TEUR 57).

D. Sonstige Angaben

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss von TEUR 11 soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Mitarbeiter gemäß § 267 Abs. 5 HGB

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter betrug im Geschäftsjahr 2023 45 (davon 35 Vollzeitkräfte, zehn Teilzeitkräfte und zwei Auszubildender).

Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Person geführt:

Hans Riedel, Diplom Volkswirt

Unterschrift der Geschäftsleitung

Anlagenpiegel zum 31.12.2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
31.12.2023
Euro
ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 147.405,93 3.105,00 0,00 0,00 150.510,93
147.405,93 3.105,00 0,00 0,00 150.510,93
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte und Bauten 3.338,93 0,00 0,00 0,00 3.338,93
2. Technische Anlagen und Maschinen 22.507,33 0,00 0,00 0,00 22.507,33
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.537.752,64 119.975,05 163.875,01 0,00 2.493.852,68
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 150.000,00 0,00 0,00 150.000,00
2.563.598,90 269.975,05 163.875,01 0,00 2.669.698,94
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 136.219,55 59.000,00 3.125,00 0,00 192.094,55
136.219,55 59.000,00 3.125,00 0,00 192.094,55
2.847.224,38 332.080,05 167.000,01 0,00 3.012.304,42
kumulierte Abschreibungen
01.01.2023
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
31.12.2023
Euro
ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 54.796,42 42.972,43 0,00 0,00 97.768,85
54.796,42 42.972,43 0,00 0,00 97.768,85
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte und Bauten 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 17.427,51 1.528,16 0,00 0,00 18.955,67
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.437.953,42 281.553,93 163.875,01 0,00 1.555.632,34
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
1.455.380,93 283.082,09 163.875,01 0,00 1.574.588,01
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
1.510.177,35 326.054,52 163.875,01 0,00 1.672.356,86
Buchwerte
31.12.2023
Euro
31.12.2022
Euro
ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 52.742,08 92.609,51
52.742,08 92.609,51
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte und Bauten 3.338,93 3.338,93
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.551,66 5.079,82
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 938.220,34 1.099.799,22
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 150.000,00 0,00
1.095.110,93 1.108.217,97
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 192.094,55 136.219,55
192.094,55 136.219,55
1.339.947,56 1.337.047,03

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 31.10.2024 festgestellt.

BESTäTIGUNGSVERMERK DES UNABHäNGIGEN ABSCHLUSSPRüFERS

An die Huber & Riedel GmbH, Gunzenhausen

Eingeschränktes Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und Prüfungsurteil zum Lagebericht

Wir haben den Jahresabschluss der Huber & Riedel GmbH, Gunzenhausen, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Huber & Riedel GmbH, Gunzenhausen, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der Auswirkungen der im Abschnitt "Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und für das Prüfungsurteil zum Lagebericht" beschriebenen Sachverhalte in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften. Der Jahresabschluss vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkung des Prüfungsurteils zum Jahresabschluss zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und für das Prüfungsurteil zum Lagebericht

In einer Größenordnung von TEUR 126 werden Forderungen gegen Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht zu hoch ausgewiesen. In einer Größenordnung von TEUR 110 werden Waren zu hoch ausgewiesen.

Demzufolge sind insbesondere die Materialaufwendungen um TEUR 236 zu niedrig sowie das Eigenkapital und der Jahresüberschuss um rund TEUR 236 zu hoch ausgewiesen.

Diese Sachverhalte beeinträchtigen auch die im Lagebericht erfolgte Darstellung des Geschäftsverlaufs einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft sowie die Darstellung der Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung.

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser eingeschränktes Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und unser Prüfungsurteil zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Regensburg, den 23.10.2024

SR Audit GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Andreas Selmer, Wirtschaftsprüfer

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