Stammdaten

Register
Amtsgericht Hannover HRB 219986
Vorher
F2O Holding GmbH
Eingetragen
15.6.2020
Branche
Großhandel mit elektronischen Bauteilen und TelekommunikationsgerätenGroßhandel mit Geräten der UnterhaltungselektronikGroßhandel mit medizinischen und orthopädischen Artikeln, Dental- und Laborbedarf
Gegenstand
Der Handel mit elektronischen Bauelementen, Medizinprodukten und persönlicher Schutzausrüstung sowie der Aufbau und der Betrieb von Distributionsnetzwerken

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Torben Sprick
seit 8.1.2025
Prokura
Norman Kühn
seit 20.3.2024
Geschäftsführer
Marcel Fehrmann
seit 15.6.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

25.22% identifiziert74.78% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
23.29%
N***** K***+1
1.93%

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
CoDeDi Solutions GmbH
Germany
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

AMEC GmbH

Wedemark

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Einleitung / Angaben zum Geschäftsmodell

Seit Gründung der AMEC GmbH mit Sitz in der Wedemark im Jahr 2006 beschäftigt sich das Unternehmen mit dem Vertrieb elektronischer Bauelemente aus den Bereichen Aktiv-, Passiv-, Optoelektronik sowie Elektromechanik. Die vertriebenen Bauelemente werden dabei primär von Herstellern aus dem asiatischen Raum erworben und in Deutschland sowie weiteren europäischen Ländern an Abnehmer aus der produzierenden Industrie veräußert. Unsere Zielsetzung ist es, der Kundschaft durch den Einsatz unserer Komponenten einen wirtschaftlichen und / oder technischen Mehrwert zu schaffen und entlang der Lieferkette Produktionsstätte - AMEC GmbH - Kunde eine Win-Win-Win Situation zu kreieren.

2. Wirtschaftliche Entwicklung

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Jahr 2023 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % gefallen. "Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken" teilte Ruth Brand bei der Pressekonferenz Bruttoinlandsprodukt 2023 für Deutschland" mit. Die anhaltend hohen Preise für Produkte und Dienstleistungen haben in Kombination mit nachteiligen Finanzierungsbedingungen in Form historisch hoher Zinsen einen bremsenden Effekt auf die Konjunktur. Die in den Vorjahren zu spürende Erholung der der Wirtschaft vom Einbruch im Jahr 2020 konnte nicht weiter fortgesetzt werden. Positiv zu erwähnen ist die deutliche Entspannung im Jahr 2023 bei den globalen Logistikketten. Im Überfluss vorhandene Kapazitäten haben für einen Rückgang der Logistikkosten verantwortlich gezeichnet (DESTATIS - Statistisches Bundesamt, 2024).

Die in den beiden Vorjahren erzielten starken Auftragseingänge konnten in 2023 nicht fortgesetzt werden. Es gab im Gegenteil in 2023 neun Monate mit rückläufigen Bestellungen verglichen zum jeweiligen Vorjahresmonat. Insgesamt sind die Auftragseingänge in 2023 um 2,2% hinter denen des Vorjahres zurückgeblieben, wie der Fachverband ZVEI berichtet (ZVEI Konjunkturbarometer, 2024). Die Nachfrage nach elektronischen Bauelementen war im Verlauf des Jahres rückläufig. Als Gründe sind die eingetrübte Konjunktur als auch deutlich erhöhte Lagerbestände der produzierenden Unternehmen als Resultat der Corona Pandemie in Verbindung mit Verfügbarkeitsengpässen zu nennen, welche zu einer Art "Hamsterverhalten" geführt haben. Lieferzeiten elektronischer Bauelemente haben sich größtenteils normalisiert, so dass Verfügbarkeitsengpässe - wenn überhaupt - nur noch in vernachlässigbarem Umfang auftreten.

Wie bereits in 2022 sorgt die anhaltend herausfordernde weltpolitische Lage mit den Spannungen zwischen den USA, China sowie der EU als auch der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine für ein entsprechendes Maß an Verunsicherung bezüglich der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung. Ein Forecast ist naturgemäß nicht möglich, die Lage bleibt unsicher.

3. Geschäftsverlauf

Das Unternehmen konnte das erfolgreiche Geschäftsjahr 2022, wie von der Geschäftsleitung erwartet, nicht wiederholen bzw. nicht noch weiter steigern. Dies lag wie im vorherigen Absatz dargelegt daran, dass Kunden branchenweit über die letzten zwei Jahre sehr signifikante Lagerbestände aufgebaut haben, welche wiederum dazu geführt haben, dass weniger Bestellungen im Jahr 2023 platziert wurden, da der Abbau der Lagerbestände Priorität haben muss. Hinzu kommt, dass Kunden aufgrund der überschaubaren konjunkturellen Aussichten verhaltener in die Zukunft blicken, was sich ebenfalls negativ auf das Bestellverhalten auswirkt. Zudem sind außerplanmäßige Umsätze (sogenannte "Einmalgeschäfte") in 2022 angefallen, welche erwartungsgemäß in 2023 nicht erneut angefallen sind. Der erwartete Wegfall dieser außerplanmäßigen Umsätze ist der wesentliche Grund für den Rückgang des Umsatzes verglichen zu 2022.

Das Unternehmen geht davon aus, dass sich die oben beschriebenen negativen Effekte im Laufe der zweiten Jahreshälfte 2024 auflösen werden, da die Lagerbestände dann weitestgehend abgebaut sein werden und die erwarteten Zinssenkungen die Konjunktur beleben dürften.

Die grundsätzliche Stärke des Unternehmens, mit Hilfe der Herstellerwerke in hohem Maße flexibel auf Kundenwünsche einzugehen und diese mit kundenspezifischen Lösungen auch bei kleinen und mittleren Stückzahlen zu realisieren, findet weiterhin Anklang im Markt, was sich in einer entsprechend großen Anzahl an Neuprojekten in der Sales-Pipeline dokumentiert. Verglichen zu deutlich größeren Marktbegleitern sieht sich das Unternehmen aufgrund der schlanken Struktur und der damit einhergehenden Arbeitsgeschwindigkeit im Vorteil. Das Unternehmen ist im Markt etabliert und behauptet sich Jahr für Jahr erfolgreich.

Auch im Geschäftsjahr 2023 wurden weitere E- bzw. Hybrid-Fahrzeuge angeschafft, welche über die unternehmenseigene PV-Anlage geladen werden, um einen Beitrag zur Energiewende zu leisten.

Das in 2022 von der Gesellschaft erworbene Gewerbeobjekt in der Wedemark wurde nach Abschluss der notwendigen Umbauarbeiten erfolgreich in Betrieb genommen und dient nun als zweiter Lagerstandort. Die ebenfalls im Objekt befindlichen Büroräumlichkeiten konnten größtenteils langfristig vermietet werden. Die noch verbleibenden, nicht vermieteten Räumlichkeiten werden als Reserve für die Gesellschaft vorgehalten.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die für die Gesellschaft wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren sind der Umsatz, der Rohertrag, das Betriebsergebnis sowie der Auftragseingang.

Diese Indikatoren werden konstant mit Hilfe des eingesetzten ERP Systems überwacht und im Rahmen von monatlichen Reports ausgewertet.

5. Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage

Die im Geschäftsjahr 2023 erzielten Umsatzerlöse lagen bei TEUR 22.374, wovon gut 74,3 % im Inland erzielt wurden.

Als Materialaufwand wurden TEUR 13.960 verbucht, der Roherlös lag im Berichtsjahr bei TEUR 8.415.

Unter Berücksichtigung von sonstigen Aufwendungen sowie den anfallenden Ertragssteuern ergab sich ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 2.987.

Die Eigenkapitalquote lag zum Stichtag 31.12.2023 bei 94,0 %.

Zum Stichtag wurden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.650 ausgewiesen sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 900.

Die liquiden Mittel lagen mit TEUR 2.252 auf einem Niveau, welches es der Gesellschaft jederzeit ermöglicht hat, den Zahlungsverpflichtungen pünktlich nachzukommen.

Die Gesellschaft tätigt ihr Geschäft ausschließlich aus dem Cash-Flow und nimmt keinerlei Kreditlinien bei Kreditinstituten in Anspruch.

6. Chancen- und Risikobericht

Durch die Beendigung der COVID-19 Pandemie ist die Gefahr erneuter Lockdowns gebannt, woraus ein Mehr an Planbarkeit für die Gesellschaft resultiert. Regelmäßige Außendiensttermine bei Kunden sind wieder möglich und werden sich langfristig positiv auf den Geschäftsgang auswirken.

Frachtkapazitäten sind über die verschiedenen Verkehrsträger Luft-, See-, Bahn- und LKW-Fracht wieder in ausreichendem Maße verfügbar. Frachtraten sind in 2023 durch die Kombination aus schrumpfender Nachfrage sowie Kapazitätsaufbau weiter spürbar gesunken, was jedoch notwendig war, da die extrem signifikanten Erhöhungen der Vorjahre nicht dauerhaft durch die Gesellschaft hätten kompensiert werden können. Aus dem weiterhin anhaltenden Konflikt zwischen China und Taiwan könnten sich beschaffungsseitig Risiken für das Unternehmen ergeben, welche faktisch die ganze Branche und darüber hinaus die komplette Welt treffen würden, da China und Taiwan zwei führende Produktionsstandorte der Branche und darüber hinaus der restlichen Welt sind. Sollte es durch die EU Sanktionen gegenüber in China gefertigten Produkten geben und dürften diese nicht mehr in die EU importiert werden, würde die Wirtschaft zum Erliegen kommen. Ein solches Worst Case Szenario erscheint in hohem Maße unwahrscheinlich.

Das Risiko von Zahlungsausfällen wird gemanaged durch das Vorhalten einer Warenkreditversicherung samt regelmäßiger Überprüfung und Aktualisierung der Kreditlimits pro Kunde. Ein ausreichendes Maß an Liquidität zur Ausübung der Geschäfte war zu jedem Zeitpunkt sichergestellt. Das Unternehmen befindet sich in einer sehr soliden finanziellen Position und verzichtet wie in 2022 und den davor gelegenen Geschäftsjahren gänzlich auf die Nutzung von Kreditlinien.

Wechselkursrisiken werden durch den Abschluss von Devisentermingeschäften, also Kauf von USD zu Fixterminen zur Begleichung von Kreditorenrechnungen, in entsprechendem Umfang auf ein absolutes Minimum reduziert.

Die Kundenstruktur der Gesellschaft ist auch in 2023 als ausgewogen zu bezeichnen, so dass kein "Klumpenrisiko" besteht in Form eines Kunden mit überproportional großem Umsatzanteil.

Für Schadensfälle und daraus möglicherweise abgeleitete Haftungsrisiken bestehen entsprechende Haftpflichtversicherungen, welche die Auswirkungen auf Liquidität und Ertragssituation begrenzen.

Das seit 2018 eingesetzte ERP System wird konstant aktualisiert und entspricht den Anforderungen der Gesellschaft vollumfänglich. Das System liefert für die Belegschaft und die Geschäftsleitung alle notwendigen Informationen zur Ausübung und Führung der Geschäfte. Ergänzend zum ERP System wird derzeitig ein digitales Dokumentenmanagementsystem implementiert, welches über eine Schnittstelle mit dem ERP System verbunden sein wird und die komplette Buchhaltung digitalisieren wird.

Risiken und Belastungen, welche den Fortbestand des Unternehmens gefährden oder die Entwicklung massiv beeinträchtigen, sind derzeitig nicht erkennbar.

7. Prognosebericht

Wie bereits im letztjährigen Prognosebericht dargelegt, hat die Reduktion des Geschäfts in 2023 erwartungsgemäß stattgefunden. Im Gegensatz zum letztjährigen Prognosebericht erwartet die Gesellschaft ein starkes Wachstum beim Umsatz jedoch nicht mehr in 2024, sondern erst ab dem Jahr 2025. Der kundenseitige Abbau der überproportional hohen Lagerbestände dauert länger als ursprünglich angenommen. Ebenso sorgen die nach wie vor hohen Zinsen für sehr überschaubare konjunkturelle Aussichten.

Basierend auf einer Vielzahl an geführten Kundengesprächen ist die Erwartungshaltung der Geschäftsleitung, dass der Auftragseingang ab der zweiten Jahreshälfte 2024 anziehen wird, nachdem die hohen Lagerbestände der Kundschaft auf ein normales Maß reduziert wurden.

Ebenso sollten die von der EZB angedeuteten zwei bis drei Zinsschritte nach unten förderlich auf die Konjunktur wirken und einen nachfragefördernden Effekt haben.

Durch eine sehr gut gefüllte Projekt-Pipeline mit Neuprojekten im Umfang eines hohen siebenstelligen Umsatzvolumens p.a. ist die Geschäftsleitung optimistisch, ab 2025 wieder auf einen über Marktdurchschnitt liegenden Wachstumspfad zurückkehren zu können.

Grundsätzlich befindet sich die Gesellschaft im Markt elektronischer Bauelemente in einem überproportional wachsenden Markt, so dass die Geschäftsleitung für die Folgejahre uneingeschränkt positiv im Hinblick auf die Geschäftsentwicklung gestimmt ist. Es gilt, während der aktuellen temporären "Durststrecke" die Voraussetzungen für ein darauffolgendes starkes Wachstum zu stellen durch konstante Leadgenerierung und Befüllung der Projekt-Pipeline. Da die Gesellschaft mit einem wesentlichen Teil der Bedarfsträger elektronischer Bauelemente in Deutschland noch keine Geschäftsbeziehungen unterhält, ergibt sich zudem hieraus signifikantes Wachstumspotential.

Für 2024 erwartet die Geschäftsleitung Umsatzerlöse, die ca. 15% unter Vorjahresniveau liegen aufgrund der vorstehend genannten Gründe. Als EBITDA werden > 4.000.000,00 Euro angepeilt.

 

Wedemark, den 23. Mai 2024

Die Geschäftsführung

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.896.209,61 2.079.662,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.624,00 6.501,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.624,00 6.501,00
II. Sachanlagen 1.894.585,61 2.073.161,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.636.851,00 1.700.780,00
2. technische Anlagen und Maschinen 30.259,00 123.758,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 218.235,00 248.623,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 9.240,61
B. Umlaufvermögen 33.008.342,35 39.797.794,49
I. Vorräte 4.196.791,97 5.393.376,03
1. fertige Erzeugnisse und Waren 3.606.668,98 4.573.827,13
2. geleistete Anzahlungen 590.122,99 819.548,90
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 26.559.235,29 29.189.450,89
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.649.707,28 4.738.399,00
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 24.749.545,68 21.679.652,28
3. sonstige Vermögensgegenstände 159.982,33 2.771.399,61
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.252.315,09 5.214.967,57
C. Rechnungsabgrenzungsposten 29.872,21 31.986,73
Aktiva 34.934.424,17 41.909.443,22

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 32.852.177,66 33.764.867,67
I. Gezeichnetes Kapital 30.000,00 30.000,00
II. Kapitalrücklage 32.187.920,04 32.187.920,04
III. Bilanzgewinn 634.257,62 1.546.947,63
davon Gewinnvortrag 1.546.947,63
B. Rückstellungen 598.714,88 3.713.052,85
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 0,00 276,00
2. Steuerrückstellungen 123.446,88 2.573.926,85
3. sonstige Rückstellungen 475.268,00 1.138.850,00
C. Verbindlichkeiten 1.483.531,63 4.431.522,70
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 22.785,80
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 32.692,33
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 899.875,40 4.067.230,81
4. sonstige Verbindlichkeiten 528.178,10 364.291,89
davon aus Steuern 505.525,88 277.853,08
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 53,12 0,00
Passiva 34.934.424,17 41.909.443,22

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 22.374.176,52 56.551.140,29
2. sonstige betriebliche Erträge 753.426,85 2.237.186,08
3. Materialaufwand 13.959.501,85 42.570.974,85
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 13.922.241,45 42.436.418,34
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 37.260,40 134.556,51
4. Personalaufwand 2.566.315,07 2.906.308,63
a) Löhne und Gehälter 2.354.890,78 2.705.111,61
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 211.424,29 201.197,02
davon für Altersversorgung 7.211,00 9.730,00
5. Abschreibungen 164.711,43 111.754,15
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 164.711,43 111.754,15
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.193.346,09 2.640.377,59
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 125.525,83 127.380,35
davon Erträge aus Abzinsung 109,00 233,00
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 7.398,00
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.372.442,80 3.352.573,38
10. Ergebnis nach Steuern 2.989.413,96 7.333.718,12
11. sonstige Steuern 2.103,97 641,00
12. Jahresüberschuss 2.987.309,99 7.333.077,12
13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.546.947,63
14. Ausschüttung 3.900.000,00 5.786.129,49
15. Bilanzgewinn 634.257,62 1.546.947,63

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: AMEC GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Wedemark
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Hannover
Register-Nr.: HRB 219986

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. In der Bilanz sind sämtliche Aktiva und Passive vollständig enthalten.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Die geleisteten Anzahlungen sind ohne Umsatzsteuer ausgewiesen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt.

Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nennwert ausgewiesen.

Die Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Ausgaben im Geschäftsjahr für Aufwendungen der Folgejahre.

Nach § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB ist die Versorgungsverpflichtung in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages anzusetzen. Die Bewertung beruht auf der "projected unit credit method" (Methode der laufenden Einmalprämien). Als Rechnungsgrundlage dienten die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck - Lizenz Richttafeln GmbH, mit einem Rechnungszinsfuss von 1,82 % für eine pauschale Restlaufzeit von 15 Jahren, § 253 Abs. 2 HGB. Für den Vergleichswert zur Ermittlung des Unterschiedsbetrages gemäß § 253 Abs. 6 HGB wurde ein Rechnungszins von 1,74 % p.a. angesetzt. Der Ausschüttung Differenz gem. § 253 Abs. 6 HGB betrag beträgt 5 Euro.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Insofern sind im vorliegenden Jahresabschluss unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung enthalten. Bei einer Restlaufzeit über einem Jahr erfolgt die Umrechnung mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens. Bei Wechselkursänderungen bis zum Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung grundsätzlich zum Wechselkurs des Bilanzstichtags unter Beachtung des Niederstwertprinzips auf der Aktiv- und des Höchstwertprinzips auf der Passivseite.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Gesellschaft bildet im Geschäftsjahr erstmalig Bewertungseinheiten zur Absicherung von Währungsrisiken.

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr bis auf die erstmalige Bildung von Bewertungseinheiten fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs.

2. Vorräte

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Fertige Erzeugnisse und Waren 3.607 4.574
Geleistete Anzahlungen 590 820
Gesamt 4.197 5.394

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen haben wie im Vorjahr insgesamt eine Laufzeit von bis zu einem Jahr.

4. Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen ausschließlich die Forderungen gegenüber Gesellschaftern. Es sind Forderungen gegen Gesellschafter aus einem flexiblen Darlehen in Höhe von TEUR 24.750 (Vorjahr TEUR 21.680) enthalten. Das Darlehen ist endfällig am 31.12.2030 in einem Betrag zurückzuzahlen. Die Zinsen von 0,5 % werden jährlich berechnet.

5. Flüssige Mittel

Der Posten enthält den Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten.

6. Latente Steuern

Latente Steuern werden insbesondere für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und den steuerrechtlichen Wertansätzen von Drohverlustrückstellungen und sonstigen Rückstellungen ermittelt. Die Bewertung der temporären Differenzen erfolgt mit dem für das Geschäftsjahr geltenden Steuersatz für Körperschafsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer in Höhe von insgesamt 31,23 %. In 2023 ergab sich ein Überhang an aktiven latenten Steuern. Dieser wurde in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert.

7. Eigenkapital

Aus dem Gewinnvortrag wurden gemäß Beschlüssen der Gesellschafterversammlung TEUR 3.900 an die Gesellschafter ausgeschüttet.

8. Pensionsrückstellungen

Die Pensionsrückstellung wird in der Bilanz saldiert. Im aktuellen Geschäftsjahr gibt es einen Rückstellungsüberhang, da die Ansprüche aus der Rückdeckungsversicherung den Wert der Rückstellung in Höhe von TEUR 0,3 (Vorjahr TEUR 0,2) unterschreiten. Die Pensionsrückstellung wurde zum Ende des Geschäftsjahres auf das verbundene Unternehmen übertragen und ertragswirksam aufgelöst. Der Betrag aus der Übertragung der Pensionsrückstellung ist mit TEUR 0,3 in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten.

9. Rückstellungen

Von den Steuerrückstellungen entfallen TEUR 61 (Vorjahr 1.270 TEUR) auf die Gewerbesteuer und TEUR 63 (Vorjahr 1.305 TEUR) auf die Körperschaftssteuer.

Die sonstigen Rückstellungen decken alle erkennbaren Risiken ab. Sie betreffen vor allem Verpflichtungen aus dem Personalbereich (TEUR 330; Vorjahr TEUR 926), Jahresabschluss und Steuererklärungen (TEUR 56; Vorjahr TEUR 120) und ausstehende Rechnungen (TEUR 87; Vorjahr TEUR 90).

10. Verbindlichkeiten

Stand 31.12.2023 (31.12.2022)
in EUR
Gesamt < 1 Jahr >1 Jahr Davon > 5 Jahre
Verbindlichkeiten 1.483.531,63 1.483.531,63 0,00 0,00
(4.431.522,70) (4.431.522,70) (0,00) (0,00)
davon gegenüber Kreditinstituten 22.785,80 22.785,80 0,00 0,00
(0,00) (0,00) (0,00) (0,00)
davon aus erhaltenen Anzahlungen 32.692,33 32.692,33 0,00 0,00
(0,00) (0,00) (0,00) (0,00)
davon aus Lieferungen und Leistungen 899.875,40 899.875,40 0,00 0,00
(4.067.230,81) (4.067.230,81) (0,00) (0,00)
davon Sonstige Verbindlichkeiten 528.178,10 528.178,10 0,00 0,00
(364.291,89) (364.291,89) (0,00) (0,00)

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 506 (Vorjahr TEUR 278) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 0).

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Dabei wurden 74,30 % der Umsätze im Inland (TEUR 16.623), 16,93 % im europäischen Ausland (TEUR 3.788) und 8,77 % in Drittländern (TEUR 1.963) erzielt.

Sonstige betriebliche Erträge

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 0,3 (Vorjahr TEUR 3,7) ausgewiesen.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 164 (Vorjahr TEUR 213) enthalten. Es werden auch die Erträge aus den Währungssicherungsgeschäften von TEUR 274 (Vorjahr TEUR 847) ausgewiesen.

Personalaufwand

Im Posten "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung" sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 7 (Vorjahr TEUR 10) enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 79 (Vorjahr TEUR 0) ausgewiesen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten außerdem Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 183 (Vorjahr TEUR 220). Darunter sind auch die Aufwendungen aus Währungssicherungsgeschäften von TEUR 0 (im Vorjahr TEUR 0) ausgewiesen.

Finanzergebnis

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge betreffen mit TEUR 111 (Vorjahr TEUR 100) verbundene Unternehmen.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 19 (davon Vollzeitbeschäftigte 16).

Finanzinstrumente

Die Gesellschaft sichert Währungsrisiken mit geeigneten Sicherungsinstrumenten ab. Die Regelungen zur Bildung einer Bewertungseinheit zur kompensatorischen Bewertung der Sicherungsbeziehung werden angewandt.

Die Gesellschaft hat zum Stichtag 31. Dezember 2023 offene USD Terminkäufe in Höhe von TEUR 4.544 mit unterschiedlichen Laufzeiten. Der Marktwert der Termingeschäfte zum Stichtag betrug TEUR 4.391.

Geschäftsführung

Marcel Fehrmann, Geschäftsführer, Wedemark

Sebastian Neelen, Geschäftsführer, Wedemark

Norman Kühn, Geschäftsführer, Neustadt am Rübenberge

Durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 26.02.2024 und Eintragung im Handelsregister vom 20. März 2024 wurde auch Norman Kühn zum Geschäftsführer der Gesellschaft bestellt und Herr Kühn und Herr Neelen sind gesamtvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 Alt. 2 BGB befreit. Ebenso ist Herr Fehrmann von den Beschränkungen des § 181 Alt. 2 BGB befreit.

An Mitglieder der Geschäftsführung sind Darlehen in Höhe von insgesamt TEUR 497 gewährt worden. Im Geschäftsjahr wurden die Darlehen vollständig getilgt und wurden bis zur Rückzahlung im April 2023 mit 1% verzinst.

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Mitglieder des Geschäftsführungsorgans nach § 285 Nr. 9 a und b HGB wurde in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Honorar für Leistungen des Abschlussprüfers

Die Honorare für Abschlussprüfungsleistungen des gesetzlichen Abschlussprüfers betrugen für das Geschäftsjahr 2023 insgesamt TEUR 15.

Nachtragsbericht

Im Februar 2024 hat der Gesellschafter die Mehrheit seiner Anteile an der AMEC GmbH veräußert. Der Gesellschafter bleibt weiterhin mittelbar beteiligt.

Ergebnisverwendung

Der Jahresüberschuss des laufenden Geschäftsjahres sowie der Gewinnvortrag wurde in Höhe von EUR 3,9 Mio. teilweise an die Gesellschafter ausgeschüttet. Der verbleibende Bilanzgewinn von EUR 634.257,62 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Wedemark, den 23.05.2024

gez. Marcel Fehrmann

gez. Sebastian Neelen

gez. Norman Kühn

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 23.05.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die AMEC GmbH, Wedemark

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der AMEC GmbH, Wedemark, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der AMEC GmbH, Wedemark, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen.

Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hannover, den 04. Juni 2024

Niedersächsische Revision und Treuhand GmbH - Nierut.
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
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Christopher Hesse, Wirtschaftsprüfer

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