Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 78937
Vorher
Instrument Systems Optische Messtechnik GmbH
Eingetragen
4.6.1986
Branche
Herstellung von optischen und fotografischen Instrumenten und GerätenHerstellung von PrüfmaschinenHerstellung von elektrischen Mess-, Kontroll-, Navigations- u. ä. Instrumenten und Vorrichtungen
Gegenstand
Entwicklung, Fertigung sowie Vertrieb von Anlagen, Geräten und Systemen der optischen Meß- und Analysetechnik sowie alle damit zusammenhängenden Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Marc Dr. Lünnemann
seit 16.1.2026
Geschäftsführer
Yuta Dr. Yamanoi
seit 30.4.2024
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Konica Minolta, Inc.
51.00%
Konica Minolta, Inc.JPN
49.00%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Konica Minolta Business Solutions Deutschland GmbH
Germany
306.000 €
51.00%
Konica Minolta, Inc.
Japan
294.000 €
49.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Instrument Systems GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024

Bilanz zum 31. März 2024

Aktiva

31.3.2024 31.3.2023
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 150.969,00 210.687,00
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 150.969,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 2.122.130,01 2.494.039,01
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.010.947,00 4.166.590,62
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 6.133.077,01 11.411,47 6.672.041,10
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 5.710.147,11 5.710.147,11
11.994.193,12 12.592.875,21
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 14.676.059,97 11.243.065,91
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 3.924.514,23 3.512.648,41
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 4.857.556,44 8.249.918,95
4. Geleistete Anzahlungen 362.260,56 23.820.391,20 611.079,03 23.616.712,30
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.873.235,42 8.897.037,95
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 52.258.879,96 52.103.548,21
3. Sonstige Vermögensgegenstände 2.633.540,82 63.765.656,20 2.797.408,79 63.797.994,95
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.610.342,85 4.913.154,24
89.196.390,25 92.327.861,49
C. Rechnungsabgrenzungsposten 553.635,52 499.827,49
D. Aktive Latente Steuer 0,00 23.445,23
101.744.218,89 105.444.009,42

Passiva

31.3.2024 31.3.2023
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 600.000,00 600.000,00
II. Bilanzgewinn 94.058.410,42 94.058.410,42
94.658.410,42 94.658.410,42
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 856.812,31 856.812,31
2. Sonstige Rückstellungen 3.287.118,46 6.358.721,75
4.143.930,77 7.215.534,06
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 629.028,16 603.484,03
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.674.582,82 1.080.274,15
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 318.182,62 453.586,17
4. Sonstige Verbindlichkeiten 320.084,10 1.429.116,17
- davon aus Steuern EUR 282.613,96 (i. Vj. EUR 298.581,05) -
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 18.877,93 (i. Vj. EUR 68.414,58) -
2.941.877,70 3.566.460,52
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 0,00
E. Passive Latente Steuer 0,00 3.604,42
101.744.218,89 105.444.009,42

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. April 2023 bis 31. März 2024

2023/2024 2022/2023
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 39.649.862,14 66.344.795,94
2. Verminderung (i. Vj. Erhöhung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -2.626.689,86 647.765,26
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 239.587,64 478.937,02
4. Sonstige betriebliche Erträge 1.982.665,18 4.872.516,74
- davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 1.806.669,68 (i. Vj. EUR 4.167.025,47) -
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -11.180.300,37 -21.627.269,10
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -2.694.123,89 -13.874.424,26 -2.743.363,28 -24.370.632,38
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -17.284.442,71 -17.900.964,35
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -4.081.455,54 -21.365.898,25 -3.640.156,01 -21.541.120,36
- davon für Altersversorgung EUR 250.883,41 (i. Vj. EUR 254.956,74) -
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.596.784,69 -1.664.913,92
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -10.433.660,92 -18.529.914,73
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 1.409.082,70 (i. Vj. EUR 3.930.215,06) -
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.517.340,00 9.396,68
-davon aus verbundenen Unternehmen EUR 1.498.082,70 (i. Vj. EUR 9.396,68) -
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -7.730,51 -9.017,22
-davon an verbundene Unternehmen EUR 0,00 (i. Vj. EUR 0,00)
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -44.365,92 -2.019.324,87
12. Ergebnis nach Steuern -6.560.099,45 4.218.488,16
13. Sonstige Steuern -1.098,41 -1.545,47
14. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages ausgeglichene Verluste 6.561.197,86 -
15. Jahresüberschuss 0,00 4.216.942,69

Anlagenspiegel zum 31. März 2024

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.4.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.3.2024
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.831.035,56 24.524,02 -2.380,00 0,00 2.853.179,58
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2.831.035,56 24.524,02 -2.380,00 0,00 2.853.179,58
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 7.069.606,34 296.494,64 -133.701,10 0,00 7.232.399,88
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.593.009,10 633.814,71 -261.844,02 70.387,80 9.035.367,59
3. Geleistete Anzahlungen 11.411,47 58.976,33 0,00 -70.387,80 0,00
15.674.026,91 989.285,68 -395.545,12 0,00 16.267.767,47
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 5.710.147,11 0,00 0,00 0,00 5.710.147,11
5.710.147,11 0,00 0,00 0,00 5.710.147,11
24.215.209,58 1.013.809,70 -397.925,12 0,00 24.831.094,16
Kumulierte Abschreibungen
1.4.2023 Zugänge Abgänge 31.3.2024
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.620.348,56 84.242,02 -2.380,00 2.702.210,58
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
2.620.348,56 84.242,02 -2.380,00 2.702.210,58
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 4.575.567,33 654.007,64 -119.305,10 5.110.269,87
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.426.418,48 858.535,03 -260.532,92 5.024.420,59
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
9.001.985,81 1.512.542,67 -379.838,02 10.134.690,46
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
11.622.334,37 1.596.784,69 -382.218,02 12.836.901,04
Buchwerte
31.3.2024 31.3.2023
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 150.969,00 210.687,00
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
150.969,00 210.687,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 2.122.130,01 2.494.039,01
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.010.947,00 4.166.590,62
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 11.411,47
6.133.077,01 6.672.041,10
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 5.710.147,11 5.710.147,11
5.710.147,11 5.710.147,11
11.994.193,12 12.592.875,21

Anhang für das Geschäftsjahr 2023/24

I. Allgemeine Angabe

Der Jahresabschluss der Instrument Systems GmbH, München, wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs unter Beachtung der Regelungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gesellschaft ist im Handelsregister B des Amtsgerichts München unter der Nummer HRB 78937 eingetragen.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft.

Neben dem Hauptsitz München besteht eine weitere Betriebsstätte.

Der Ergebnisabführungsvertrag vom 03.04.2023 mit der Konica Minolta Business Solutions Deutschland GmbH mit Sitz in Langenhagen (Amtsgericht Hannover HRB 61209) als herrschende Gesellschaft, ist erstmalig für das Geschäftsjahr 2023/2024 wirksam geworden.

Des Weiteren besteht mit der oben erwähnten herrschenden Gesellschaft, eine ertragsteuerliche Organschaft, welche zum 01.04.2023 wirksam wurde.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige lineare Abschreibungen (Nutzungsdauer 3 bis 5 Jahre) vermindert.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um die planmäßige lineare Abschreibung (Nutzungsdauer 1 bis 15 Jahre) vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend den steuerlichen Vorschriften linear vorgenommen. Zugänge bis zu einem Wert von EUR 1.000,00 werden planmäßig sofort abgeschrieben.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 5.710 werden zu Anschaffungskosten angesetzt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. In die Herstellungskosten werden neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Sofern der beizulegende Wert von Vorräten am Abschlussstichtag niedriger ist, wird dieser angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit den Nennwerten angesetzt und werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Liquide Mittel werden mit dem Nennwert bilanziert.

Ausgaben vor dem Bilanzstichtag werden in Höhe ihres Nominalbetrages als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen, sofern sie sich auf einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag beziehen.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die Vorjahre betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen decken alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in angemessener Höhe ab. Die Bewertung erfolgt auf Basis einer vernünftigen kaufmännischen Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Forderungen, Bankguthaben und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet.

Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Konica Minolta, Inc., Tokyo/Japan, und deren verbundenen Unternehmen wurden als Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen.

Umsatzerlöse werden realisiert, wenn der Gefahrenübergang erfolgt ist. Hierbei kommen für In- und Auslandslieferungen verschiedene Incoterms zur Anwendung.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze blieben gegenüber dem Vorjahr unverändert.

III. Angaben zu bestimmten Bilanzpositionen sowie zur Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen:

Die Aufgliederung und die Entwicklung des Anlagevermögens ergeben sich aus dem Anlagespiegel (siehe Anlage zum Anhang).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände:

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Fälligkeit bis zu einem Jahr bestehen in Höhe von TEUR 8.873 (Vorjahr TEUR 8.850). Forderungen mit einer Fälligkeit größer ein Jahr bestehen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 47).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Forderungen aus Cash Pooling und Darlehensforderungen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Fälligkeit bis zu einem Jahr belaufen sich auf TEUR 730 (Vorjahr TEUR 901). Forderungen mit einer Fälligkeit größer ein Jahr bestehen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 0).

Die Forderung aus Cash Pooling beträgt TEUR 44.723 (Vorjahr TEUR 51.203), die Darlehensforderung TEUR 245 (Vorjahr TEUR 0).

Aus dem mit der Konica Minolta Business Solutions Deutschland GmbH geschlossenen Ergebnisabführungsvertrag bestehen Forderungen in der Höhe von 6.561 TEUR (Vorjahr 0). Aus dem bestehenden Darlehensvertrag zur Tochter in Korea stehen noch Forderungen in Höhe von 244.800 EUR.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind solche mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 6 (Vorjahr TEUR 628) enthalten.

Aktive latente Steuern:

Aufgrund der ertragsteuerlichen Organschaft erfolgt der Ansatz der aktiven latenten Steuer nicht mehr auf Ebene der Organgesellschaft, sondern nur noch beim Organträger, wodurch sich die aktiven latenten Steuern auf TEUR 0 (Vorjahr TEUR 23) belaufen. Die Veränderung von TEUR 23 führte zu einem latenten Steueraufwand von TEUR 23.

Bilanzgewinn:

Der Bilanzgewinn entwickelte sich wie nachfolgend dargestellt:

31.3.2024 31.3.2023
EUR EUR
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 94.058.410,42 93.441.467,73
Ausschüttung aus dem Gewinnvortrag 0,00 -3.600.000,00
Jahresüberschuss 0,00 4.216.942,69
Bilanzgewinn Geschäftsjahresende / Gewinnvortrag 94.058.410,42 94.058.410,42

Rückstellungen:

Die sonstigen Rückstellungen betreffen Aufwandsabgrenzungen aus dem Lohn- und Gehaltsbereich in Höhe von TEUR 1.002 (Vorjahr TEUR 1.259), Gewährleistungsrückstellungen in Höhe von TEUR 468 (Vorjahr TEUR 708) sowie sonstige Rückstellungen u. a. für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 1.818 (Vorjahr TEUR 4.391), davon Rabatte unseres Großkunden in Höhe von 1,1 Mio. EUR (Vorjahr 3,6 Mio. EUR).

Verbindlichkeiten:

Die Fristigkeit der Verbindlichkeiten ergibt sich aus dem folgenden Verbindlichkeitenspiegel (in Klammern Angabe der Vorjahreswerte):

Restlaufzeit
bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre gesamt samt
TE UR TEU R TE UR TE EUR
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 629 (603) 0 (0) 0 (0) 629 (603)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.675 (1.080) 0 (0) 0 (0) 1.675 (1.080)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 318 (454) 0 (0) 0 (0) 318 (454)
Sonstige Verbindlichkeiten 320 (1.429) 0 (0) 0 (0) 320 (1.429)
2.942 (3.566) 0 (0) 0 (0) 2.942 (3.566)

Sämtliche Verbindlichkeiten sind, bis auf die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, für welche übliche Eigentumsvorbehalte bestehen, ungesichert.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 283 (Vorjahr TEUR 299) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit von TEUR 19 (Vorjahr TEUR 68) enthalten. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 318 (Vorjahr TEUR 454).

Passive latente Steuern:

Aufgrund der ertragsteuerlichen Organschaft erfolgt der Ansatz der passiven latenten Steuer nicht mehr auf Ebene der Organgesellschaft, sondern nur noch beim Organträger, wodurch sich die passiven latenten Steuern auf TEUR 0 (Vorjahr TEUR 4) belaufen. Die Veränderung von TEUR 4 führte zu einem latenten Steuerertrag von TEUR 4.

Umsatzerlöse:

Aufgliederung Umsatzerlöse nach Regionen

2023/24 2022/23
geographische Märkte TEUR TEUR
Gesamt 39.650 66.345
Asien 21.385 40.679
Nordamerika 7.172 7.995
Deutschland 4.133 3.088
Europa (ohne Deutschland) 6.778 14.074
Übrige 182 509

Erträge/Aufwendungen aus anderen Geschäftsjahren:

Es wurden Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 95 (Vorjahr TEUR 242) erfasst, da die zum Abschlussstichtag des Vorjahres gebildeten Rückstellungen nicht in voller Höhe verbraucht wurden.

IV. Sonstige Angaben

Das für den Abschlussprüfer im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar für Abschlussprüfungsleistungen beträgt TEUR 136 (Vorjahr TEUR 136).

Konzernzugehörigkeit:

Die Instrument Systems GmbH wird in den Konzernabschluss der Konica Minolta, Inc., Tokyo/Japan, einbezogen, der den kleinsten und größten Konsolidierungskreis darstellt. Der Konzernabschluss der Konica Minolta Inc., Tokyo/Japan, wird am Tokyo Stock Exchange offengelegt.

Die Geschäftsanteile der Instrument Systems GmbH, München, werden von der Konica Minolta Business Solutions Deutschland GmbH, Langenhagen (BD), sowie von der Konica Minolta, Inc., Tokio, Japan (KMI), gehalten. Die Konica Minolta, Inc., Tokio, Japan stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf. Dieser wird in englischer Sprache im Unternehmensregister veröffentlicht und ist auf Anforderung bei der Gesellschaft erhältlich. Dadurch ist die Instrument Systems GmbH gemäß § 292 HGB in Verbindung mit § 1 und § 2 KonBefrV von der Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichts für den kleinsten Kreis von Unternehmen befreit. Der Konzernabschluss der KMI wurde nach IFRS-Rechnungslegungsvorschriften aufgestellt.

Anteile an verbundenen Unternehmen:

Die Instrument Systems GmbH unterhält unmittelbare Beteiligungen an den folgenden Unternehmen.

Instrument Systems Vietnam Company Ltd., Bac Ninh Province / Vietnam (SISV)

Instrument Systems Korea Company Ltd., Gyeonggi-do Province / Korea (SISK)

Die Angaben des Eigenkapitals und des Jahresergebnisses erfolgen zu dem Abschlussstichtag 31.03.2024.

Anteil am Kapital Gez. Kapital Jahresergebnis
SISV (Vietnam) 100 % TEUR 428 TEUR 81
SISK (Korea) 100 % TEUR 151 TEUR 448

Sonstige finanzielle Verpflichtungen:

Die Sonstigen finanziellen Verpflichtungen aufgrund von Mietverträgen für die Geschäftsräume der Gesellschaft und für Wohnungen von Angestellten betragen für das Geschäftsjahr 2024/25 insgesamt TEUR 2.110. Insgesamt bestehen für Verträge mit einer bekannten Laufzeit Verpflichtungen von TEUR 8.636.

Mitarbeiterzahl:

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer hat sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt verändert:

2023/24 2022/23
Angestellte 253 264
Gesamt 253 264

Ergebnisverwendung:

Gemäß gültigen Gewinnabführungsvertrag erfolgt in Übereinstimmung mit § 302 AktG eine Verlustübernahme durch die Organträgerin Konica Minolta Business Solutions Deutschland GmbH mit Sitz in Langenhagen, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Hannover unter HRB 61209.

Geschäftsführung:

Herr Dr. Markus Ehbrecht, Physiker, München

Herr Dr. Yuta Yamanoi, Wissenschaftler, München

Auf die Angabe der Geschäftsführergehälter wird gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da sich anhand dieser Angaben die Bezüge eines Mitglieds der Geschäftsführung feststellen lassen.

Angaben nach § 42 Abs. 3 GmbHG:

Gegenüber den Gesellschaftern bestehen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 61 (Vorjahr TEUR 98) und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 13 (Vorjahr TEUR 12). Aus dem mit der Konica Minolta Business Solutions Deutschland GmbH geschlossenen Ergebnisabführungsvertrag bestehen Forderungen in der Höhe von 6.561 TEUR .

Ereignisse nach dem Abschlussstichtag:

Es liegen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, vor.

 

München, den 25. Juni 2024

Dr. Markus Ehbrecht, Geschäftsführer

Dr. Yuta Yamanoi, Geschäftsführer

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/24

A. Grundlagen der Gesellschaft

I. Geschäftsmodell und Organisationsstruktur

Die Instrument Systems GmbH ist ein Tochterunternehmen der Konica Minolta Group, Tokio, Japan, und hat in Deutschland zwei Standorte: Zum einem den Firmenhauptsitz in München (Kastenbauerstraße 2, 81677 München) sowie den Standort in Berlin (Kaiserin-Augusta-Allee 16-24, 10553 Berlin).

Die Eigentümerstruktur der Instrument Systems GmbH hat sich innerhalb der Konica Minolta Group im März 2023 geändert. Die Konica Minolta Inc, Tokio, Japan, hält 49 % der Anteile, die Konica Minolta Business Solutions Deutschland GmbH, Langenhagen, Deutschland hält 51 % der Anteile. Mit der Konica Minolta Business Solutions Deutschland GmbH wurde am 3. April 2023 ein Gewinnabführungsvertrag unterschrieben im Rahmen einer Organschaft.

Des Weiteren erbringt die Instrument Systems Vietnam Company Ltd. in Hanoi, eine 100%- Tochter der Instrument Systems GmbH, derzeit Kalibrierungsdienstleistungen und sonstigen technischen Support für die Kunden vor Ort.

Für den koreanischen Markt ist die Instrument Systems Korea Co., Ltd, eine 100 % Tochter der Instrument Systems GmbH, für Entwicklung, Produktion und Vertrieb der eigenen Produkte als auch für den Vertrieb der von Instrument Systems GmbH produzierten Produkte zuständig.

Gegenstand der Instrument Systems GmbH ist die Entwicklung, Fertigung sowie der Vertrieb von Anlagen, Geräten und Systemen der optischen Mess- und Analysetechnik sowie alle damit zusammenhängenden Rechtsgeschäfte. Als einer der führenden Anbieter in der LED- Messtechnik hat sich das Unternehmen bereits eine vorteilhafte Position geschaffen, welche auf weitere Anwendungen wie die Display- sowie die allgemeine Lichtmesstechnik, Spektralradiometrie und SSL-Messtechnik ausgeweitet wurde. Der Einsatz der Messgeräte ist in der LED-Industrie weitverbreitet, sowohl in der Forschung und Entwicklung als auch in der Qualitätssicherung und im Produktionstest. In der Unterhaltungselektronik werden die Geräte zunehmend bei der Kalibrierung und beim Test von hochwertigen Displays eingesetzt. Ferner nutzen namhafte Unternehmen in der Automobil- sowie Luftfahrtindustrie die Messgeräte der Gesellschaft bei der Qualifizierung von Komponenten im Fahrzeuginnen- und -außenraum.

Die Hauptprodukte der Gesellschaft sind Spektrometer in Array-Bauweise und daraus abgeleitete Geräte sowie Leuchtdichte- und Farbmesskameras. Diese Messgeräte werden durch ein umfangreiches Programm an Zubehör mit entsprechender Software für Labor- und Produktionsanwendungen ergänzt. Darüber hinaus stellt die Gesellschaft komplette Messanlagen für den Test von Scheinwerfern und Signalleuchten in der KFZ- und Verkehrstechnik sowie Lampen und Leuchten in der Allgemeinbeleuchtung her.

Der Absatz der Produkte erfolgt sowohl im Direktvertrieb als auch über selbstständige Vertriebspartner mit den Schwerpunkten Asien, Nordamerika und Europa sowie über Vertriebsgesellschaften des Mutterkonzerns Konica Minolta Inc..

II. Steuerungssystem

Die Unternehmenssteuerung erfolgt auf Basis eines (mit dem Mutterkonzern abgestimmten) jährlichen Budgets. Das monatliche Berichtswesen hat neben der GuV und der Bilanz etliche weitere Kennzahlen als Bestandteile des Reporting Packages an den Mutterkonzern. Auf Basis dieser Werte werden umfangreiche Plan-Ist-Vergleiche und Abweichungsanalysen vorgenommen. In diversen Forecasts mit dem Mutterkonzern im Laufe eines Geschäftsjahres fließen diese Ergebnisse ein.

Bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren sind vor allem Umsatz und das operatives Ergebnis. Darunter versteht sich das EBIT ohne Währungseffekte.

III. Forschung & Entwicklung

In dem Berichtsjahr konnten durch Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten neue Projekte sowie Verbesserungen für laufende Produkte erzielt werden. Die Anforderungen seitens der Kunden bzw. des Marktes an die Produkte steigen kontinuierlich. Neben neuen Versionen von kundenspezifischen Geräten für die Produktion von Consumer Elektronik wurden Verbesserungen von Geräten für den allgemeinen Markt durchgeführt und bereits teilweise in den Markt eingeführt. Dazu zählen diverse Versionen der LumiTop und LumiCam zur Charakterisierung von Displays bzw. 2D-Lichtquellen. Weiterhin wurde an weiterführenden Kalibrierstandards, Lösungen zur LED-Messtechnik sowie an SW-Paketen für diverse Anwendungen in der Lichtmesstechnik gearbeitet. Ein aktuelles Entwicklungsfeld stellt die Nutzung der 2D-Messtechnik für die Vermessung von pixilierten Lichtquellen dar, z. B. μDisplays oder auch μAFS. Die Verbesserung der Tools und Methoden im Prüfwesen ist ein kontinuierliches Thema, an dem auch im vergangenen Jahr intensiv gearbeitet wurde. Mit den VTCs (VCSEL Test Cameras) wurden die Systeme zur 2D-Analyse von IR-Emittern in den Markt eingeführt und weiterentwickelt. Hinzu kommen Technologie- und Produktentwicklungen, die auf den aufkommenden AR/VR-Markt zielen.

Im Berichtsjahr wurden EUR 9,6 Mio (24,2 % vom Umsatz) (Vj.: EUR 10,9 Mio; 16,5 % vom Umsatz) an FuE-Aufwendungen getätigt.

B. Wirtschaftsbericht

I. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr eingetrübt. Auch wenn sich die Kurse in der Hi-Tech-Branche bei Apple, Meta, Google und Co wieder teilweise erholt haben, ist nach wie vor eine Investitionszurückhaltung zu verzeichnen, die insbesondere auch im deutschsprachigen Raum zu spüren ist. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % gesunken. Im Vorjahr gab es eine Steigerung von 1,9 %. (Quelle: https://de.statista.com)

Aus den USA wurden wieder positivere Zahlen gemeldet. Das BIP stieg um 2,5 %. Im Vorjahr betrug die Steigerung des BIP noch 2,1 %. (Quelle: https://de.statista.com) Auch in China konnte das BIP in 2023 wieder ordentlich zulegen, und zwar um 5,2 %. Im Vorjahr betrug die Steigerung des BIP noch 2,99 %. (Quelle: https://de.statista.com)

II. Branchenentwicklung

Die Aussichten in der Photonik-Branche sind laut dem Fachverband Spectaris aber weiterhin gut. So erwartet man für die nächsten Jahre eine durchschnittliche jährliche Steigerungsrate weltweit von ca. 6 %.

Der Gesamtumsatz der Branche in Deutschland ist im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um nominal 7,5 % (Vj.: 18,0 %) auf EUR 53,9 Mrd (Vj .: EUR 50,2 Mrd) gestiegen.

Getragen wurde das Ergebnis dabei sowohl von einem starken Inlandsgeschäft als auch Auslandsgeschäft, die beide um 7,7 % bzw. 7,0 % zulegen konnten.

Die große Bedeutung des internationalen Geschäfts zeigt sich in der Exportquote von 73 %: 39,2 Mrd. Euro Umsatz wurden im Ausland erzielt. (Quelle: https://www.spectaris.de)

III. Geschäftsverlauf der Instrument Systems GmbH

In der Umsatz- und Ergebnisprognose für das Berichtsjahr aus dem letztjährigen Lagebericht wurde aufgrund der geringeren Nachfrage für das Geschäftsjahr 2023/24 ein leichter Rückgang im Umsatz erwartet sowie ein leicht geringeres operatives Ergebnis. Die Prognose hat sich nicht erfüllt.

Der Umsatz ist um 40,2 % gesunken auf nunmehr EUR 39,6 Mio (Vj.: EUR 66,3 Mio).

Das operative Ergebnis (als Leistungsindikator für die Kommunikation mit der Muttergesellschaft) ist um -240 % auf EUR -8,4 Mio gesunken (Vj.: EUR 6,0 Mio).

In diesem Geschäftsjahr hat die gesamte Branche der Unterhaltungselektronik erhebliche Reduzierungen in ihren Investitionen ggü. dem Vorjahr eingeleitet.

Einen großen Anteil am Geschäftsvolumen haben Aufträge eines Großkunden aus der Unterhaltungselektronik gehabt. Zum Ende des Geschäftsjahres lag ein Auftragsbestand in Höhe von EUR 7,5 Mio (Vj.: EUR 8,9 Mio) vor.

Im Geschäftsjahr 2023/24 wurden Investitionen (Umbaumaßnahmen, Infrastruktur und Geschäftsausstattung) im üblichen Rahmen getätigt. Insgesamt flossen 989 TEUR (Vj.: 1.022 TEUR) an Investitionen in Sachanlagen, die aus dem Eigenkapital finanziert werden konnten.

Ertragslage

Da zwischen der Konica Minolta Business Solutions Deutschland GmbH und der Instrument Systems GmbH ein Gewinnabführungsvertrag (PLTA - Profit and Loss Transfer Agreement) besteht, ist am Ende des Geschäftsjahres der Jahresüberschuss = Null (0) EUR.

Die Ertragslage für das Geschäftsjahr 2023/24 der Instrument Systems GmbH stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

in Mio EUR 2023/24 2022/23 prozentuale Veränderung
Gesamtleistung 39,2 72,3 -45,8%
Materialaufwand -13,9 -24,4 -43,1%
Personalaufwand -21,4 -21,5 -0,5%
Abschreibungen -1,6 -1,7 -5,9%
Sonstige betriebliche Aufwendungen -10,4 -18,5 -43,7%
Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) -8,1 6,2 -204%
Ergebnis vor Steuern (EBT) -6,5 6,2 -204%
Erhaltener Verlustausgleich aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags (PLTA) 6,6 0
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag und sonstige Steuern -0,05 -2,0 -97,5%
Jahresüberschuss 0 4,2

Die Umsatzerlöse des abgelaufenen Geschäftsjahres betrugen 39.649 TEUR (Vj.: 66.344 TEUR). Der Rückgang ist vor allem auf die reduzierte Nachfrage aus der Unterhaltungselektronik zurückzuführen.

Die Gesamtleistung des Geschäftsjahres 2023/24 enthält dabei eine Reduzierung der Bestände von fertigen und unfertigen Erzeugnissen in Höhe von 2.626 TEUR (Vj.: Erhöhung um 647 TEUR) und sonstige betriebliche Erträge in Höhe von 1.982 TEUR (Vj.: 4.872 TEUR). Durch die Fakturierung des Großkunden in USD und die Währungsschwankungen im Berichtsjahr schlägt im Vergleich zum Vorjahr dieser Effekt in den sonstigen betrieblichen Erträgen mit 1.806 TEUR (Vj.: 4.167 TEUR) durch. Demgegenüber stehen aber auch Währungsverluste in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit 1.409 TEUR (Vj.: 3.930 TEUR).

Die Reduzierung der Materialaufwendungen auf 13.874 TEUR (Vj.: 24.370 TEUR) ist auf die Umsatzreduzierung zurückzuführen.

Die Reduzierung bei den Personalkosten lag in einem Bereich um -0,8 %, bedingt durch eine leichte Reduktion der Mitarbeiterzahlen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr erheblich gesunken durch eine Reduzierung bei den Währungsverlusten im Vergleich zum Vorjahr, aber auch durch weitergehende Reduzierung in fast allen anderen Bereichen durch Kosteneinsparungen.

Die Zinserträge sind aufgrund geänderter Zinsen im Rahmen des Cash-Pooling-Programm stark angestiegen (1.409TEUR).

Die Reduktion bei den Steuern erfolgte aufgrund der ertragsteuerlichen Organschaft mit der Konica Minolta Business Solutions Deutschland GmbH, da die Steuern bei der Organträgerin ausgewiesen werden.

Vermögenslage

Die Vermögenslage der Instrument Systems GmbH wird im Folgenden mit Stand zum 31. März 2024 zusammengefasst und dem Vorjahr gegenübergestellt.

in Mio EUR 31.03.2024 31.03.2023
Anlagevermögen 12,0 12,6
Vorräte 23,8 23,6
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8,9 8,9
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 52,3 52,1
Übrige Vermögensgegenstände 2,6 2,8
Liquide Mittel 1,6 4,9
Rechnungsabgrenzungsposten 0,5 0,5
Summe Aktiva 101,7 105,4
Eigenkapital 94,7 94,7
Rückstellungen 4,1 7,2
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1,7 1,1
Übrige Verbindlichkeiten 1,2 2,5
Summe Passiva 101,7 105,4

Die Bilanzsumme reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr von 105.444 TEUR auf 101.744 TEUR. Die Eigenkapitalquote betrug 93,0 % (Vj.: 89,8 %) der Bilanzsumme.

Das Sachanlagevermögen verringerte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr aufgrund der planmäßigen Abschreibung und der geringen Neu-Investitionen um 539 TEUR.

Das Vorratsvermögen ist um 203 TEUR ggü. dem Vorjahr gestiegen, wobei die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe um 3.432 TEUR erhöht und die fertigen und unfertigen Erzeugnisse um 2.980 TEUR reduziert wurden. Grund für den Aufbau bei RHB waren langfristige Lieferverpflichtungen aus dem letzten Jahr, wobei ein nicht erfolgter (ursprünglich geplanter) Produktionsanlauf für einen Großkunden hier nicht für einen Abbau der RHB genutzt werden konnte. Es wurden kaum Geräte produziert, dafür vom Lager her bestehende Produkte abverkauft.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen waren zum Stichtag ggü. dem Vorjahr um 23,8 TEUR gesunken. Die aktuellen Forderungen sind hauptsächlich bedingt durch noch ausstehende Zahlungen des Großkunden bzw. dessen Partnerfirmen. Das Risiko eines Forderungsausfalls ist bei diesen Kunden aber sehr gering.

Die Veränderung bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 200 TEUR entfällt überwiegend auf das Cash-Pooling-Programm (-7,19 Mio EUR), ggü. Konica Minolta Business Solutions Deutschland GmbH für den Verlustausgleich auf Basis des Ergebnisabführungsvertrages (6,6 Mio EUR) sowie aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die Reduktion der liquiden Mittel um 3,3 Mio. EUR ist stichtagsbedingt abhängig von Kundenzahlungen.

Der Rückgang der Rückstellungen von 7.215 TEUR auf 4.143 TEUR ist im Wesentlichen auf eine reduzierte Rückstellung für den im Berichtsjahr noch nicht gezahlten Rabatt für unseren Großkunden zurückzuführen.

Die Veränderung bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 600 TEUR ist stichtagsbedingt abhängig von Lieferantenlieferungen gegen Ende des Geschäftsjahres.

Die Reduzierung bei den sonstigen Verbindlichkeiten bezog sich maßgeblich auf die 2. Teilzahlung für das erworbene Tochterunternehmen in Korea.

Finanzlage

Die äußerst gute Finanzsituation ermöglicht eine komplette Innenfinanzierung des Unternehmens. Sämtliche Investitionen als auch die Finanzierung der Außenstände erfolgten vollständig aus laufenden Bankguthaben. Es wurden keine Bankdarlehen in Anspruch genommen.

Mit dem Mutterkonzern bzw. dessen europäischen Töchtern besteht ein gemeinsames Cash- Management-System (CMS), in das seitens der Instrument Systems GmbH ein beträchtlicher Teil des Barvermögens eingezahlt wurde. Dieses Geld steht im Rahmen des CMS den Konzerntöchtern als Darlehen zur Verfügung, kann aber sehr kurzfristig zurückgerufen werden.

Gesamtaussage zur Lage der Gesellschaft

In diesem Jahr konnte die Gesellschaft bei weitem nicht an die Erfolge der letzten Jahre anknüpfen. Das letzte Geschäftsjahr hat gerade durch die drastisch reduzierten Investitionen der Großkunden einen erheblichen Umsatzrückgang sowie ein negatives Ergebnis herbeigeführt.

Die Zielmärkte LED- und Displaymesstechnik sowie Spektralradiometrie & Photometrie unterliegen schnellen technologischen Weiterentwicklungen. Die Gesellschaft investiert in die Entwicklung von Messtechnik um dieser Entwicklung gerecht zu werden. Jedoch ist der Markterfolg neuer Technologien unserer Kunden ungewiss und insbesondere die Einführung der AR-VR-Produkte verzögert sich. Gleichzeitig ist die Investitionsbereitschaft in der Post- Covid-Zeit gesunken, was auf starke Investitionen während der Corona-Pandemie zurückzuführen ist. Es wird erwartet, dass die Adaption neuer CE-Technologien im Markt länger dauern wird als vor einigen Jahren prognostiziert wurde. Somit werden neue Zielmärkte sich für unsere Gesellschaft auch langsamer entwickeln und die Umsätze werden nur langsam wieder steigen.

C. Nachtragsbericht

Nach dem Jahresabschluss zum 31.03.2024 bleibt die wirtschaftliche Gesamtlage leider weiter unverändert. Die aktuelle Lage wurde in dem Abschnitt zum Risikobericht und zur Prognose entsprechend berücksichtigt.

D. Chancen- und Risikobericht

Chancen

Die drei Geschäftsfelder LED-Messtechnik, Display-Messtechnik und Spektralradiometrie & Photometrie bieten weiterhin eine gute Grundlage für zukünftige Geschäftserfolge.

Während der Einsatz von LEDs in der Allgemeinbeleuchtung inzwischen kaum noch Wachstumseffekte zeigt, werden mit Mini- und u-LEDs neue Technologien entwickelt, die auch angepasste Messtechnik benötigen. Ein weiteres neues Feld stellen die VCSL dar, die in Consumer-Produkten verstärkt Einzug halten und ebenfalls eine spezielle Messtechnik erfordern. Insgesamt erzeugen wachsende Qualitätsansprüche und neue Applikationen einen Bedarf an hochwertiger Messtechnik, um die geforderte Qualität und Produktsicherheit herzustellen.

In der Display-Messtechnik kann durch neue Produkte mit größerer Flexibilität und durch die Gewinnung von Neukunden, insbesondere in der stark investierenden chinesischen Display- Industrie, die Chance auf Ausweitung des Marktes genutzt werden. Neben traditionellen Displays im Bereich der Mobiltelefone und Tablets entstehen neue Anwendungsfelder durch die Markteinführung von AR/VR/MR-Produkten, sowie neuer Sensor-Konfigurationen in mobilen Endgeräten, bei denen die Sensorik unter dem Display verbaut wird.

In den kommenden Jahren werden weitere Investitionen in Kommunikationselektronik inkl. diverser Display-Technologien erwartet. Zugpferd für diese Entwicklung ist der Bereich AR/VR/MR, der aktuell und in den kommenden Jahren ein zentrales Investitionsfeld für die Hersteller von Consumer Elektronik wird. Auch im Automotive-Bereich kommen Innovationen zum Tragen: Durch sehr große Displays wird das Fahrzeugcockpit neugestaltet und durch pixilierte Lichtquellen wird die Funktion der Frontscheinwerfer erweitert. Die Gesellschaft kann von diesen Entwicklungen profitieren.

Risiken

Ein aktuelles Risiko stellt die Entwicklung unseres Großkunden dar. Das Geschäftsvolumen ist schwer vorherzusagen und auch unterjährigen Schwankungen unterworfen. Im vergangenen Geschäftsjahr stagnierte der Umsatz auf niedrigem Niveau. Es wird erwartet, dass der Großkunde eine neue Produktlinie in den Markt einführen wird. Die mit Spannung erwartete Einführung einer neuen Produktlinie des Hauptkunden ist viel später und langsamer und insbesondere mit deutlich geringerem Volumen erfolgt, so dass dies den Umsatz der Gesellschaft bisher nur wenig unterstützt hat. Basierend auf der Kommunikation mit dem Kunden sehen wir eine Stabilisierung des Bedarfs und schätzen das Risiko eines weiteren Umsatzrückgangs moderat ein.

Weitere Risiken ergeben sich aus den politischen Rahmenbedingungen, so zum Beispiel aus dem Ukrainekrieg, der den aktuellen Welthandel und den Konsum von hochwertiger Elektronik beeinflussen kann, oder dem Handelskonflikt zwischen den USA und China. Hierdurch können sich für unsere Hochtechnologie-Kunden neue Rahmenbedingungen ergeben, die Auswirkungen auf ihre Investitionsentscheidungen haben. Das resultierende Geschäftsrisiko wird als mittel eingestuft.

Ein weiteres Risiko stellt die durch diverse Gründe gestörte Lieferkette dar. Insbesondere die Beschaffung von elektronischen Bauteilen war in den letzten Jahren immer wieder schwierig. Hier wurde durch das Platzieren von langfristigen Rahmenaufträgen sowie die teils teurere Beschaffung von Komponenten über Broker entgegengewirkt. Das Risiko kann aktuell daher auf eine geringe Einstufung reduziert werden.

Generell besteht ein Währungsrisiko, da der größte Teil des Geschäfts in USD abgewickelt wird. Mit dem Mutterkonzern Konica Minolta Inc. werden aber Sicherungsgeschäfte zur Währungsabsicherung getätigt, so dass dieses Risiko als gering eingestuft wird.

Die Höhe des Lagerbestandes sowie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen binden erhebliche Kapitalmittel. Aufgrund des hohen Eigenkapitals ist jedoch kein Liquiditätsengpass zu erwarten und das Risiko damit gering.

Ausfall- und Liquiditätsrisiken werden aufgrund der Erfahrungen der Vergangenheit als äußerst gering eingeschätzt. Da die Gesellschaft keine Fremdfinanzierung in Anspruch nimmt, ist ein Zins- und Kreditrisiko nicht gegeben.

E. Prognosebericht

Wie schon im Risikobericht dargestellt, ist die Prognose angesichts des Ukrainekriegs und der reduzierten Marktnachfrage nach den Produkten unseres Großkunden extrem schwierig.

Kurzfristig sehen wir eine leichte Belebung des Bedarfs unserer Kunden. Da dies bei weitem noch nicht das Niveau früherer Jahre erreichen wird, werden wir durch eine Kapazitätsanpassung Personalkosten reduzieren. Die mittelfristigen Geschäftserfolge werden durch die Dauer und Intensität der weltweiten Krisenherde und der konjunkturellen Entwicklung bestimmt sein, die die Akzeptanz und Investitionsbereitschaft in neue Produkte bestimmen wird. Mittel- und langfristig sehen wir durch die erkennbaren Technologieentwicklungen, insbesondere im AR/VR-Segment, gute Chancen, in unseren Zielmärkten weiterhin erfolgreich zu sein und unsere Kunden mit neuen Produkten und Dienstleistungen zu unterstützen.

Bei der moderaten Nachfrage nach unseren Produkten und der geplanten Kostenreduzierung erwarten wir ggü. dem Vorjahr beim Umsatz einen leichten Anstieg und ein leicht verbessertes operatives Ergebnis für das Geschäftsjahr 2024/25.

 

München, den 25. Juni 2024

Dr. Markus Ehbrecht, Geschäftsführer

Dr. Yuta Yamanoi, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Instrument Systems GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Instrument Systems GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Instrument Systems GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der Geschäftsführung für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die Geschäftsführung ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist die Geschäftsführung dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von der Geschäftsführung angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von der Geschäftsführung dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von der Geschäftsführung angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von der Geschäftsführung dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von der Geschäftsführung zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 28. Juni 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Hutzler, Wirtschaftsprüfer

Ratkovic, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. März 2024 wurde am 28. Juni 2024 festgestellt.

Ergebnisverwendung

Der Bilanzgewinn von EUR 94.658.410,42 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

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