MVZ Rottal-Inn GmbH
Selbe AdresseErbringung von ergotherapeutischen Dienstleistungen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Alexander Thomas Zugsbradl seit 9.4.2015 | Geschäftsführer |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Rottal-Inn-Kliniken GmbHEggenfeldenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2013 bis zum 31.12.2013Bilanz zum 31. Dezember 2013AKTIVSEITE
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2013
Anhang für das Geschäftsjahr 2013I. Allgemeine AngabenDer Jahresabschluss 2013 ist entsprechend den Vorschriften für große Kapitalgesellschaften unter Beachtung der Bestimmung des Gesellschaftsvertrages sowie der für Gesellschaften mit beschränkter Haftung geltenden Regelungen unter Berücksichtigung der Vorschriften der Krankenhaus-Buchführungsverordnung (KHBV) aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz entspricht § 266 HGB, die Gewinn- und Verlustrechnung gliedert sich nach dem Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 1 HGB. Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung wurden um branchenspezifische Posten nach der Krankenhaus-Buchführungsverordnung ergänzt. II. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten, vermindert um die nach § 253 Abs. 2 HGB planmäßigen Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode ermittelt. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern orientieren sich an den allgemeinen AfA-Tabellen bzw. der AfA-Tabelle Gesundheitswesen. Sie umfassen grundsätzlich 1 bis 50 Jahre. Anlagegüter mit Anschaffungskosten zwischen EUR 150,00 und EUR 1.000,00 ohne Umsatzsteuer werden entsprechend § 6 Abs. 2a EStG in einem Sammelposten zusammengefasst und über 5 Jahre abgeschrieben. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten oder Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Für die jeweiligen Stationen wurde ein Festwert nach § 240 Abs. 3 HGB gebildet. Bei den unfertigen Leistungen handelt es sich um die im alten Jahr erbrachten Leistungen bei stationär über den Bilanzstichtag hinaus behandelte Patienten im DRG-Bereich und der Geriatrie. Erstmals erfolgte in 2013 auch eine Bewertung für die psychosomatischen Patienten gemäß PEPP. Die Bewertung erfolgt retrograd anhand einer von der BKG empfohlenen Methode, die sich an den erzielten Erlösen orientiert. Die Forderungen, liquiden Mittel, sonstigen Vermögensgegenstände und das Eigenkapital sind mit ihrem Nominalbetrag angesetzt. Möglichen Forderungsausfällen wird durch Wertberichtigungen Rechnung getragen. Im Einzelfall wurden erkennbare Einzelrisiken durch angemessene Einzelwertberichtigungen berücksichtigt bzw. uneinbringliche Forderungen wurden im Abschlussjahr abgeschrieben. Zur Berücksichtigung des allgemeinen Kreditrisikos wurde der nicht einzelwertberichtigte Forderungsbestand pauschal mit 1 % wertberichtigt. Die Forderungen nach dem Krankenhausfinanzierungsrecht in Höhe von TEUR 177 (i. Vj. TEUR 230) betreffen im Berichtsjahr mit TEUR 176 vor allem Forderungen nach § 17a KHG an den Ausgleichsfonds für Ausbildung aus der Abwicklung des landesweiten Ausbildungszuschlages für 2013 und für 2012. In Folge des Frühumstiegs in der Psychosomatik auf das für 2014 gesetzlich vorgeschriebene pauschalierte Entgeltsystem (PEPP) wurde der Ausgleich nach § 15 Abs. 2 BPflV aufgrund der bis dato unklaren Gemengelage und mangels Vorliegen eines zwischen den Kassen und der BKG abgestimmten Berechnungsschemas aus Vorsichtsgründen nicht angesetzt. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden gebildet für geleistete Zahlungen im abgelaufenen Geschäftsjahr, die erst in künftigen Geschäftsjahren aufwandswirksam werden. Der Sonderposten aus Fördermitteln nach dem KHG, der Sonderposten aus Zuweisungen und Zuschüssen der öffentlichen Hand sowie der Sonderposten aus Zuwendungen Dritter werden in den Sonderposten zum Anlagevermögen eingestellt und entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer des Anlagevermögens aufgelöst. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet und sind so bemessen, dass sie allen erkennbaren und ungewissen Verpflichtungen Rechnung tragen. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Langfristige Rückstellungen wurden abgezinst. Die aus dem Vorjahr vorgetragenen Aufwandsrückstellungen nach § 249 Abs. 2 HGB a. F. wurden gemäß Art. 67 Abs. 3 EGHGB beibehalten, sofern im abgelaufenen Geschäftsjahr kein Verbrauch stattgefunden hat bzw. sofern der Grund für die Bildung der Rückstellung nicht entfallen ist. Instandhaltungsrückstellungen gemäß § 249 Abs. 1 S. 2 Nr. 1 HGB n. F. werden mit der Maßgabe gebildet, dass die Durchführung der Maßnahmen im ersten Quartal des Folgejahres erfolgt. Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Der Ausgleichsposten für Darlehensförderung wird nach § 5 Abs. 4 KHBV gebildet. Die Auflösung erfolgt in Höhe der geförderten Abschreibungsanteile. Passive Rechnungsabgrenzungsposten wurden gebildet für erhaltene Zahlungen im abgelaufenen Geschäftsjahr, die erst in künftigen Geschäftsjahren ertragswirksam werden. III. Erläuterungen zu den Posten der BilanzAnlagevermögen Die Aufgliederung der Anlageposten und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr 2013 sind als Anlage zu diesem Anhang dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Restlaufzeiten der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände liegen unter einem Jahr. Eigenkapital Das Stammkapital in Höhe von TEUR 2.000 wird in voller Höhe vom Landkreis Rottal-Inn gehalten und ist vollständig eingezahlt. Die Kapitalrücklage hat sich im Geschäftsjahr 2013 wie folgt entwickelt:
Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des Sachanlagevermögens Erhaltene Fördermittel aus Zuwendungen zur Finanzierung des Sachanlagevermögens werden in Sonderposten eingestellt und entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der finanzierten Vermögensgegenstände aufgelöst. Die Sonderposten in Höhe von TEUR 53.408 (i. Vj. TEUR 56.621) entsprechen grundsätzlich den Restbuchwerten der als gefördert klassifizierten Anlagegüter. Rückstellungen Die Rückstellungen mit TEUR 8.696 (i. Vj. TEUR 8.696) sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung für alle erkennbaren Risiken gebildet worden. Sie betreffen mit 150 TEUR Steuerrückstellungen (i. V. TEUR 120) und mit TEUR 8.546 sonstige Rückstellungen (Vj. TEUR 8.576). In den sonstigen Rückstellungen sind insbesondere Personalrückstellungen mit TEUR 5.289 (i. Vj. TEUR 5.398) für Urlaub/Überstunden, Ruf-/Bereitschaftsdienste/Dienste zu ungünstigen Zeiten sowie Sonderzahlungen und Altersteilzeiten ausgewiesen. Ferner sind im Rahmen der sonstigen Rückstellungen, Aufwandsrückstellungen nach § 249 Abs. 2 HGB a. F. mit TEUR 1.291 (i. Vj. TEUR 1.386), Rückstellungen für Rechts- und Beratungskosten mit TEUR 550 (i. Vj. TEUR 482), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen mit TEUR 397 (i. Vj. TEUR 146), Instandhaltungsrückstellungen nach § 249 Abs. 1 S. 2 Nr. 1 HGB n. F. mit TEUR 187 (i. Vj. TEUR 290), Rückstellungen für Rückzahlungen aus MDK-Prüfungen mit TEUR 695 (i. Vj. TEUR 618) und übrige Rückstellungen mit TEUR 137 (i. Vj. TEUR 157) erfasst. Der Altersteilzeitrückstellung liegt ein versicherungsmathematisches Gutachten zu Grunde. Sie wurde mit dem durchschnittlichen Zinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre in Höhe von 3,59 % abgezinst. Bei der Bewertung der Altersteilzeitrückstellung wurde mit einer zukünftigen Tariferhöhung von 2,00 % p. a. gerechnet. . Die Rückstellung für Archivierungskosten wurde unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Aufbewahrungsfristen für Patientenakten und Buchhaltungsbelege mit den entsprechenden Durchschnittszinssätzen der vergangenen sieben Geschäftsjahre (4,34 % bzw. 3,59 %) abgezinst. Die Rückstellung für künftige Jubiläumsverpflichtungen ist entsprechend mit dem Durchschnittszinssatz von 4,22 % abgezinst. Die Aufwandsrückstellung nach § 249 Abs. 2 HGB a. F. wurde, vermindert um Inanspruchnahmen und Auflösungen, gemäß Art. 67 Abs. 3 EGHB fortgeführt. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind grundsätzlich durch Höchstbetragsbürgschaften des Gesellschafters besichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter mit TEUR 1.676 (i. Vj. TEUR 1.119) betreffen zum 31. Dezember 2013 größtenteils den Zinsverbund, bedingt durch ein negatives Bankguthaben. Latente Steuern Die Gesellschaft verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne der Abgaben-ordnung (AO). Sie erfüllt mit Ausnahme von wenigen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieben die Voraussetzung des § 67 AO. Auf Grund der nur unwesentlichen Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden in den wirtschaftlichen Geschäftsbetrieben wurde auf den Ansatz latenter Steuern verzichtet. IV. Erläuterung zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 380 (i. Vj. TEUR 870) enthalten. Hierzu zählen größtenteils Erträge aus Kostenerstattungen früherer Jahre in Höhe von TEUR 354 (i. Vj. TEUR 596). Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 396 (i. Vj. TEUR 568) enthalten. Hierzu zählen größtenteils die sonstigen betriebsbedingten Zahlungen mit TEUR 265 (i. Vj. TEUR 434). Die Differenz aus der Vereinnahmung der landesweiten Ausbildungszuschläge 2013 (TEUR 1.398) und den monatlichen Abführungen an den Ausgleichsfonds für Ausbildung (TEUR 1.435) ergibt für 2013 eine Forderung nach dem KHG. Mangels Finanzierungswirkung ist die Abwicklung des landesweiten Ausbildungszuschlages erfolgsneutral zu behandeln. Abschreibungen Im Geschäftsjahr wurden ausschließlich planmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 5.370 (i. Vj. TEUR 5.313) vorgenommen. Zinsergebnis Gemäß § 277 Abs. 5 HGB werden die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge mit TEUR 13 (i. Vj. TEUR 94) ausgewiesen. Im Vorjahr beinhalteten die Zinsen die erstmalige Abzinsung von langfristigen Rückstellungen. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern hieraus belaufen sich im Geschäftsjahr 2013 auf TEUR 1. V. Ergänzende AngabenGeschäftsführung Im Geschäftsjahr 2013 war Herr Dr. Riefenstahl Geschäftsführer der Gesellschaft. Die Angabe über die Bezüge der Geschäftsführung unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB in Verbindung mit § 285 Nr. 9 HGB. Aufsichtsrat Dem Aufsichtsrat gehören folgende Mitglieder an:
An den Aufsichtsrat wurde im Berichtsjahr 2013 ein Sitzungsgeld von TEUR 3 (i. Vj. TEUR 2) gezahlt. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus Inspektionsverträgen, Mietverträgen und auf Grund von Wärmelieferverträgen ergeben sich sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 1.635 (i. Vj. TEUR 1.524).
Die wesentlichste Einzelposition umfasst den Wärmelieferungsvertrag am Krankenhaus Simbach am Inn. Dieser hat eine Laufzeit bis in das Geschäftsjahr 2019 und umfasst insgesamt eine sonstige finanzielle Verpflichtung von TEUR 1.236 (i. Vj. TEUR 1.442). Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers Die erfassten Honorare und Dienstleistungen beziehen sich auf die Abschlussprüfungsleistungen der Solidaris Revisions-GmbH mit TEUR 33 brutto (Vj. TEUR 33) sowie Steuerberatungsleistungen mit 9 TEUR brutto. Personal Durchschnittlich waren im Berichtsjahr 1.103 Mitarbeiter beschäftigt. Der Mitarbeitereinsatz verteilt sich wie folgt auf die Dienstarten:
Verlustausgleich durch den Gesellschafter Der Gesellschafter verpflichtete sich gemäß Beschlusspaket vom 29. April 2010 Jahresfehlbeträge, soweit diese auf die Erbringung von Dienstleistungen, die dem allgemeinen wirtschaftlichen Interesse entsprechen entfallen, in maximal festgelegter Höhe auszugleichen.
Eggenfelden, den 14. Februar 2014 Rottal-Inn-Kliniken GmbH Der Geschäftsführer Dr. Robert Riefenstahl Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2013 wurde am 2. Oktober 2014 festgestellt. Anlagennachweis für das Jahr 2013
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2013A. Geschäft und Rahmenbedingungen1. Leistungsfelder/Gesellschafter Die Gesellschaft mit Sitz in Eggenfelden betreibt drei Krankenhäuser mit insgesamt 574 Betten an den Standorten Eggenfelden, Pfarrkirchen und Simbach am Inn. Die Krankenhäuser bieten Krankenhausleistungen der gehobenen Grund- und Regelversorgung für den Landkreis Rottal-Inn, angrenzende Gebiete sowie in speziellen Fachgebieten mit einem überregionalen Einzugsgebiet an. Neben den stationären Akut-Leistungen erstreckt sich das Leistungsangebot auch auf stationäre Rehabilitationsleistungen sowie auf ambulante Diagnostik und Versorgung. Alleiniger Gesellschafter ist der Landkreis Rottal-Inn. 2. Entwicklung im Gesundheitswesen Gemäß dem aktuellen Krankenhausbarometer des Deutschen Krankenhausinstituts von 2013 hat 2012 jedes zweite Akutkrankenhaus (51 %) Verluste geschrieben. Gegenüber dem Vorjahr, als noch 31 % einen Jahresfehlbetrag aufwiesen, entspricht dies einer deutlichen Steigerung. Umgekehrt ist der Anteil der Krankenhäuser mit einem Jahresüberschuss von 55 % auf 43 % gesunken. Der Anteil der Krankenhäuser mit einem ausgeglichenen Jahresergebnis hat sich von 14 % auf 7 % halbiert. Vor allem kleine Häuser haben überproportional häufig einen Jahresfehlbetrag, in der Größenordnung 50 - 299 Betten waren es 2012 ca. 57 %. Bei Einrichtungen mittlerer Größe ist der Anteil von Einrichtungen mit negativem Jahresergebnis von 2011 auf 2012 von 30 % auf 38 % gestiegen. In mehr als der Hälfte der Krankenhäuser war das Jahresergebnis im Vergleich zu den korrespondierenden Bezugsjahren 2011 und 2010 rückläufig. Insgesamt hat sich die wirtschaftliche Situation der deutschen Krankenhäuser im Jahre 2012 dramatisch verschlechtert. Im Frühjahr 2013 beurteilten 53 % der Krankenhäuser ihre Lage als eher unbefriedigend ein. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich auch die Einschätzung der wirtschaftlichen Lage merklich verschlechtert. Für 2014 erwarten nur 22 % der Krankenhäuser eine Verbesserung, 39 % der Krankenhäuser gehen von einer Verschlechterung ihrer wirtschaftlichen Situation aus. Der Grund für die schlechte Prognose liegt zum einen in den hohen Tarifsteigerungen für Ärzte (TV-Ärzte (VKA), die rückwirkend zum 1. Januar 2013 linear um 2,6 % und zum 1.1.2014 nochmals um 2 % gestiegen sind. Im Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst wurde für den 1.1.2013 eine Steigerung um 1,4 % und ab 1.8.2013 nochmalig um 1,4 % festgelegt. Diese Kostensteigerungen werden über den Kostenorientierungswert weiterhin nicht refinanziert. Der Veränderungswert für die Erlössteigerung im Krankenhaus lag für 2013 bei 2,03% und wird 2014 bei 2,81 % liegen. Enttäuschend entwickelte sich auch die Steigerung des bayerischen Landesbasisfallwerts: 2012: 3.052 Euro; 2013: 3.090 Euro; 2014: 3.188 Euro. Erfreulich waren in 2013 die Gewährung eines Hygienezuschlags in Höhe von 40 TEUR und eines Versorgungszuschlags in Höhe von 318 TEUR für die Rottal-Inn-kliniken GmbH. Eine weitere Herausforderung stellt für Krankenhäuser die Unterfinanzierung zusätzlicher Patienten dar. Für Mehrleistungen gelten zwei Regelungen, die als doppelte Degression bezeichnet werden. 1. Bei der Vereinbarung des Basisfallwerts auf der Landesebene sind Mehrleistungen zu 100 absenkend zu berücksichtigen. Die zusätzlichen Kosten dafür werden in Höhe des geschätzten Anteils der variablen Kosten an den Fallpauschalen erhöhend berücksichtigt. 2. Auf der Ebene vor Ort verbleiben den Krankenhäusern von dieser Mehrleistung in 2013 und 2014 jeweils nur 75 %, wenn Sie die Mehrleistung vereinbart haben. Ohne Vereinbarung verbleiben nur 35 %. In 2013 betrug der Mehrerlösausgleich der Rottal-Inn-Kliniken knapp 730 TEUR. Neben den finanziellen Herausforderungen bestehen weiterhin erhebliche Schwierigkeiten für Krankenhäuser in der Gewinnung von qualifizierten Fachkräften, insbesondere von Ärzten und Pflegekräften. Im Koalitionsvertrag finden sich weitreichende Vereinbarung für die Weiterentwicklung des Gesundheitswesens im Allgemeinen und die Krankenhäuser im Speziellen. So soll u.a. der Qualitätsaspekt eine größere Relevanz für die Zuweisung von Geldmitteln durch die Krankenkassen erhalten, die Degression des Landesbasisfallwerts bei Mengensteigerungen (s.o.) reduziert werde, Vorhaltekosten für die Notfallversorgung stärker Berücksichtigung finden sowie der Orientierungswert stärker auf die spezifischen Gegebenheiten im Krankenhausbereich abstellen. Wann und in welcher Form diese für den Krankenhaussektor prinzipiell positiv zu bewertenden Vorhaben umgesetzt werden ist derzeit noch nicht absehbar. 3. Entwicklung im Unternehmen Insgesamt hat sich die wirtschaftliche Lage der Rottal-Inn-Kliniken in 2013 sehr erfreulich entwickelt. Die Leistungen im DRG-Bereich konnte gegenüber 2012 um 721 CM-Punkte gesteigert werden. In der Psychosomatik konnten aufgrund der gestiegenen Bettenzahl über 10.000 zusätzliche Pflegetage erbracht werden und auch im Bereich der geriatrischen Rehabilitation konnten die Pflegetage um über 1.000 Pflegetage gegenüber 2012 erhöht werden. Damit sind die Rottal-Inn-Kliniken auf deutlichem Konsolidierungskurs. Um unsere Servicequalität und die Wirtschaftlichkeit weiter zu erhöhen, haben wir 2013 in Eggenfelden und Pfarrkirchen die Telefonanlage komplett ausgetauscht. Sukzessive wurde damit begonnen, alle Betten mit Terminals auszustatten, die über Radio, Fernsehen, Internet und weitere potenzielle Anwendungsbereiche für die Patienten verfügen. Große Anstrengungen wurden darauf verwandt, die Qualität der Versorgung weiter zu verbessern und aktiv zu kommunizieren. Im Verlauf des ganzen Jahres gab es viele verschiedene Patienten-Veranstaltungen und medizinische Fachvorträge, dazu aber auch zahlreiche Fortbildungen für das medizinische Personal aus den Bereichen Chirurgie (Vorträge Schulterverletzungen, Bauchwandbrüche, Gallenwegchirurgie), Innere Medizin (Darmkrebs-Prävention), Gynäkologie (Brustkrebsaktionstag; Inkontinenztag), Notfallmedizin (Notfallsymposium in Zusammenarbeit mit dem BRK Rottal-Inn), Orthopädie und anderen Fachgebieten. In das Jahr 2013 fiel zudem der Start des Gesundheits-Magazins "RIKs" mit zwei Ausgaben. In diesem Magazin werden verschiedene Fachbereiche aus den drei Krankenhäusern in Eggenfelden, Pfarrkirchen und Simbach a. Inn vorgestellt und allgemein interessante Themen aus dem Bereich Gesundheit aufgegriffen. Das Magazin "RIKs" liegt kostenfrei in den Krankenhäusern und an verschiedenen Stellen (z .B. Apotheken, Arztpraxen, Gemeindeverwaltungen) aus. Die Beteiligung an der bayernweiten Aktion des Bundesministeriums für Umwelt und Gesundheit unter dem Motto "Gesund.Leben.Bayern - Aktiv gegen Krebs" war ein besonderes "Highlight" im Jahr 2013. Höhepunkt war eine Großveranstaltung im Sportstadion Eggenfelden - in Zusammenarbeit mit dem Landratsamt und dem Sportverein Eggenfelden wurde ein von Sponsoren unterstützter "Lauf & -Walk" organisiert. Mit der Teilnahme an der bundesweiten Imagekampagne der Deutschen Krankenhausgesellschaft "Wir alle sind das Krankenhaus" mit einer groß angelegten Plakataktion im Landkreis Rottal-Inn unterstützten die Rottal-Inn-Kliniken die Bemühungen, die Bedeutung einer flächendeckenden und finanziell solide abgesicherten stationären Patientenversorgung stärker ins Bewusstsein der Bürgerinnen und Bürger zu holen. Krankenhaus Eggenfelden Das Krankenhaus Eggenfelden hat 294 Planbetten und ist Lehrkrankenhaus der Universität Regensburg. An Fachdisziplinen werden zwei Internistische Abteilungen mit den Schwerpunkten Gastroenterologie sowie Kardiologie / Diabetologie vorgehalten. Außerdem besitzt das Krankenhaus Eggenfelden drei chirurgische Fachbereiche, die Unfallchirurgie, die Allgemeine- und Visceralchirurgie sowie die Gefäßchirurgie. Darüber hinaus existiert am Krankenhaus eine Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe. Als Belegabteilungen verfügt das Krankenhaus über eine HNO-Abteilung und eine Abteilung für Urologie. Der Ausbau des Krankenhauses Eggenfelden zur Schwerpunktklinik des Landkreises Rottal-Inn wurde in 2013 weiter vorangetrieben. Intern wurden 2013 alle Bettenabteilungen restrukturiert und ein neues Belegungskonzept erstellt. Des Weiteren lag der Schwerpunkt auf der Reorganisation der Ablaufprozesse von Notaufnahmezentrum und zentralem Belegungsmanagement. Bereits im Januar konnte das 20-jährige Jubiläum der Minimal-Invasiven Chirurgie gefeiert werden, aus diesem Anlass wurde auch ein Symposium mit bekannten Experten veranstaltet. Krankenhaus Pfarrkirchen Am Krankenhaus Pfarrkirchen besteht eine Fachklinik für Orthopädie. Die Innere Medizin wurde gem. Kreistagsbeschluss vom Februar 2013 in Pfarrkirchen belassen und unter eine eigenständige chefärztliche Leitung gestellt. Die Spezialisierung der Inneren Medizin in Pfarrkirchen liegt auf der Pneumologie und - zusammen mit der Akutgeriatrie - auf der Altersmedizin. Neben der Akutmedizin besteht im Krankenhaus weiterhin eine geriatrische Rehabilitationseinrichtung. Der Chefarzt der geriatrischen Rehabilitation übernahm 2013 ebenfalls die Verantwortung für den Bereich der Akutgeriatrie. Im Rahmen der diesjährigen Pflegesatzverhandlung für die Geriatrische Rehabilitationseinrichtung konnte für 2014 eine deutliche Steigerung des Tagessatzes von 171,37 € auf 190,50 € erzielt werden. Ein großer Schritt für die Klinik war der Umzug der Palliativ-Station vom Krankenhaus Eggenfelden ins Krankenhaus Pfarrkirchen im Juni 2013: ermöglicht wurde dadurch die Aufstockung der Bettenzahl auf jetzt 10 Betten, dies kommt dem gestiegenen Bedarf entgegen. Die offizielle Einweihung der Station fand unter großer Beteiligung der Bevölkerung im September statt. Ein weiterer wichtiger Schritt in die Zukunft, insbesondere für den Krankenhausstandort Pfarrkirchen, war die Unterzeichnung des Kooperationsvertrags zum gemeinschaftlichen Betrieb einer Multimodalen Schmerztherapie, die seit Januar 2014 vor allem für Patienten mit chronischen Schmerzen eine kompetente Anlaufstelle ist. Krankenhaus Simbach Im Jahre 2013 wurde die Anzahl der Betten im Krankenhausplan von 120 auf 140 angehoben. Auch die 140 Betten konnten 2013 voll ausgelastet werden. Im Frühjahr 2013 wurden die wirtschaftlichen Auswirkungen einer Wiederimplementierung der internistischen Grundversorgung am Krankenhaus Simbach geprüft. Im Februar 2013 beschloss der Kreistag daraufhin keine Wiederimplementierung einer internistischen Abteilung am Standort Simbach vorzusehen. Im Januar 2014 ist auch die Klage der Bürgerinitiative vor dem Verwaltungsgericht gescheitert. Der kommunale Prüfungsverband hat die Berechnungen der Rottal-Inn-Kliniken weitestgehend bestätigt. Der Umbau zur psychosomatischen Fachklinik wurde deshalb in 2013 weiter vorangetrieben, insbesondere wurden mehrere zusätzliche Gruppen- und Einzeltherapieräume geschaffen. Als weiterer Kernpunkt ist für das Berichtsjahr die freiwillig erfolgte Umstellung der psychosomatischen Leistungsabrechnung auf pauschalierte Entgelte (PEPP's) für Aufnahmen ab 01.05.2013 zu nennen. Der Hauptvorteil des freiwillig um ein Jahr vorgezogenen Umstieges ist der für das Umstiegsjahr gewährte günstige Mehrerlösausgleichssatz von 65 %, sofern die Mehrerlöse mehrmengen- und nicht codierbedingt sind. Die Leistungsabrechnung bei psychosomatischen Behandlungen erfolgt nunmehr ebenso auf Basis von tagesbezogenen Bewertungsrelationen (CM-Punkte) und den derzeit noch krankenhausindividuellen Basisentgeltwerten. 4. Belegungssituation
Akutbereich: Im Vergleich zum Vorjahr sind die Belegungsdaten wieder erfreulich angestiegen. Insbesondere tragen dazu die beiden internistischen Abteilungen Gastroenterologie und Kardiologie am Standort Eggenfelden bei. Dagegen war die Belegung der Inneren Medizin am Standort Pfarrkirchen rückläufig. Gleiches gilt für die Akutgeriatrie. Die vier chirurgischen Abteilungen an der Klinik Eggenfelden konnten allesamt gegenüber dem Vorjahr einen Belegungsanstieg verzeichnen. Die Gynäkologie und die Belegabteilung Orthopädie lagen ebenfalls, wenn auch nur geringfügig, über dem Belegungsniveau des Vorjahres. Psychosomatik und Geriatrische Rehabilitation: Mit der Erhöhung der Planbetten von 120 auf 140 Betten war in der Psychosomatik ein deutlicher Anstieg bei den Fallzahlen und Belegungstagen verbunden. Gleiches gilt es für die Geriatrische Rehabilitation zu vermelden. Auch hier lag die Belegung 2013 über dem Vorjahr. 5. Beschaffungs- und Investitionsmaßnahmen Nachdem der 3. Bauabschnitt am Krankenhaus Eggenfelden bereits 2011 abgeschlossen wurde, ist die letzte Fördermittelrate für die Indexsteigerung für Baukosten noch offen. Die für 2013 angenommene Auszahlung hat sich verzögert. Es wird nun mit der Fördermittelzuweisung in 2014 gerechnet. Mit der Inbetriebnahme des Blockheizkraftwerkes Mitte Februar 2013 ist zwischenzeitlich eine Energieeinsparung und damit eine Reduzierung der Stromkosten verbunden. Als größere Investitionen wurde im Geschäftsjahr die Anschaffung einer Telefonanlage mit einem Investitionsvolumen von rund 1.200 TEUR € vorgenommen. Zur Finanzierung der Telefonanlage erfolgte die Aufnahme eines langfristigen Darlehens. Parallel wurden auch 2013 wieder diverse Investitionen mit Hilfe des pauschalen Fördermittelkontingents in Höhe von 1.300 TEUR getätigt. Dabei wird das Ziel einer kontinuierlichen Sicherung und Verbesserung des medizinischen Standards verfolgt. Als weitere Investitionsmaßnahme ist der Bau einer Krankenhauskapelle in 2014 vorgesehen. Hierzu lag 2013 die Entwurfsplanung vor; die Bietergespräche sind abgeschlossen und führten noch im Geschäftsjahr mit einer Auftragssumme von insgesamt ca. 320 TEUR zur Auftragsvergabe. 6. Personal- und Sozialbereich Im Gesamtunternehmen hat sich mit fast 18 Vollkräften ein Anstieg von 830,52 im Vorjahr auf 848,36 Vollkräften in 2013 ergeben. Dabei fand im Ärztlichen Dienst mit 4,8 Vollkräften eine Personalanpassung statt, die insbesondere durch Stellenmehrungen in der Kardiologie und im Notfallaufnahmezentrum bedingt war. Der Med.-technische Dienst erfuhr eine Personalanhebung von 146,99 auf 152,00 Vollkräften, die insbesondere auf die Stellenanpassung in der Psychosomatik (Bettenaufstockung), im Sozialdienst und bei den Diätassistentinnen zurückzuführen ist. Der weitere Aufbau des Notfallaufnahmezentrums und des Zentralen Belegungsmanagements führten im Funktionsdienst mit 2,8 Vollkräften zu einer moderaten Stellenerhöhung. Im Wirtschafts- und Versorgungsdienst bezieht sich die Mitarbeitermehrung von 3,6 Vollkräften auf die Bereiche Zentraler Reinigungsdienst und Speisenversorgung, u. a. bedingt durch die Bettenausweitung in der Psychosomatik in der Fachklinik Simbach/Inn. Die Entwicklung der Personalkosten von 50.528 TEUR auf 53.386 TEUR war bedingt durch die Tarifsteigerungen beim Ärztlichen Dienst mit 2,6 % ab dem 01.01.2013 und beim Nichtärztlichen Dienst mit 1,4 % ab dem 01.01.2013 sowie weiteren 1,4 % ab dem 01.08.2013. 7. Umweltschutz Neben der Verantwortung für den Umweltschutz durch Geschäftsführung und Unternehmensleitung ist auch die Belegschaft fortlaufend aufgerufen, durch entsprechendes Verhalten zur Einhaltung von Umweltschutzmaßnahmen beizutragen. Mit der stufenweisen Umrüstung auf energiesparende Lampen und der Installation von Bewegungsmeldern wird an den drei Klinikstandorten u. a. durch Reduzierung des Strombedarfs dem Umweltschutz Rechnung getragen. 8. Qualitätsmanagement Seit 2005 sind die Rottal-Inn-Kliniken GmbH erfolgreich nach KTQ ® (Kooperation für Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen) zertifiziert. Im Jahr 2014 wird eine Zertifizierung nach der DIN EN ISO 9001 angestrebt. Hier werden die Standorte jährlich von externen Experten begutachtet, ob die Anforderungen der Norm erfüllt werden. Mit dem Umstieg des Qualitätsmanagement-Modells werden folgende Ziele verfolgt:
Das Brustzentrum der gynäkologischen Abteilung am Krankenhaus Eggenfelden wurde erstmals im April 2004 durch die Deutschen Gesellschaft für Senologie sowie der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert. Auch im Wiederholungsaudit im Juli 2013 wurden keine Abweichungen festgestellt. Eine Empfehlung zur Aufrechterhaltung des Zertifikates wurde uneingeschränkt ausgesprochen. Seit 2010 sind die Rottal-Inn-Kliniken berechtigt das Zertifikat "Babyfreundliche Einrichtung" der Geburts- und Kinderheilkunde zu führen. Alle drei Jahre wird geprüft, ob unsere Einrichtung dem Qualitätsstandard "Babyfreundlich" weiterhin entspricht. Die Zertifizierung wird von der unabhängigen Zertifizierungsstelle ClarCert GmbH durchgeführt. Die nächste Re-Zertifizierung ist für Februar 2014 vorgesehen. Das Schlaflabor ist seit Dezember 2004 durch die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) akkreditiert. Alle zwei Jahre wird das Schlaflabor mit Hilfe eines Fragebogens überprüft. Im Jahr 2012 wurde die Akkreditierung für weitere zwei Jahre verlängert. Seit Oktober 2008 besteht eine erfolgreiche Teilnahme am Zertifizierungsverfahren der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie. Seitdem ist die unfallchirurgische Abteilung als regionales Trauma-zentrum im TraumaNetzwerk Ostbayern registriert. Die letzte Prüfung vor Ort fand im Februar 2012 statt. Das erteilte Zertifikat ist bis 2015 gültig. Seit 2006 ist das Krankenhaus Eggenfelden durch die Deutsche Diabetesgesellschaft (DDG) als Behandlungseinrichtung für Patienten mit Typ 2 - Diabetes anerkannt. Die Zertifikatserteilung durch den Vorstand der DDG erfolgt jeweils für den Zeitraum von 3 Jahren. Die Berechtigung diese Bezeichnung zu führen, gilt aktuell bis Mai 2015. Seit 2011 besteht unser zertifiziertes Hernienzentrum in Eggenfelden, das der Fachabteilung Allgemein- und Visceralchirurgie zugeordnet ist. Hierzu beteiligt sich die Abteilung an der deutschlandweiten Qualitätssicherungsstudie "Herniamed". Aufgrund positiver Ergebnisse dieses Vergleichs hat das Hernienzentrum Eggenfelden das Siegel für "Qualitätsgesicherte Hernienchirurgie" erhalten - als eine von derzeit nur 16 Einrichtungen in Bayern. Damit einher ging eine offizielle Zertifzierung durch die Deutsche Herniengesellschaft. Die Re-Zertifizierung erfolgt in 2014. Im November 2011 erfolgte die Zertifizierung zum Kompetenzzentrum für Minimal-Invasive Chirurgie durch die Fachgesellschaft CAMIC, ein Organ der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Die Zertifizierung ist bis November 2014 gültig. Als zusätzliche Auszeichnung belegt das Krankenhaus im Dezember 2011 bayernweit Top 3 bei laparoskopischen Gallenblasenentfernungen. Stationäre Einrichtungen in der medizinischen Rehabilitation sind gesetzlich verpflichtet, an einem Qualitätsmanagementsystem-Verfahren teilzunehmen, das von der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR) anerkannt worden ist. 2012 konnte die Geriatrische Rehabilitation am Standort Pfarrkirchen erfolgreich nachweisen, dass die Anforderungen des Kriterienkatalog der KTQ ® Reha 1.1 inklusive der BAR-Kriterien erfüllt werden. 2014 wird hier auf QS-Geriatrie für Reha umgestellt. Das Krankenhaus Eggenfelden erhielt im März 2012 die Zertifizierungs-Urkunde für seine Stroke Unit. Das bedeutet, dass die Versorgung von Schlaganfall-Patienten in dieser Klinik den strengen fachlichen Kriterien genügt, die für eine solche Zertifizierung gelten. Die Besonderheit daran ist, dass die Stroke Unit Eggenfelden mit Telemedizin betrieben wird. Das erteilte Zertifikat ist bis Februar 2015 gültig. Die Rottal-Inn-Klinken haben mit ihrer Website am Wettbewerb "Deutschlands Beste Klinikwebsite 2012/13" teilgenommen und die imedOn-Kriterien einer patientenfreundlichen Website erfüllt. Aus diesem Grund erhält das Unternehmen das imedON-Zertifikat für 2013 als Nachweis für Patientenfreundlichkeit. B. ErtragslageIm Geschäftsjahr 2013 wurde ein Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 1.690 (i. Vj. TEUR 1.791) erzielt. Das Operative Ergebnis weist mit TEUR 1.021 eine deutliche Reduzierung des negativen Jahresergebnisses von TEUR 3.334 in 2012 auf TEUR 2.313 im Geschäftsjahr aus. Dagegen hat sich das positive Ergebnis aus dem neutralen und periodenfremden Bereich in Höhe von TEUR 610 (i. Vj. TEUR 1.449) verschlechtert. Damit beläuft sich das Ergebnis des betrieblichen Bereichs auf einen Fehlbetrag von TEUR 1.703. Dem steht ein Fehlbetrag von TEUR 1.885 im Vorjahr gegenüber. Unter Einbeziehung des Finanzergebnisses von TEUR 13 in 2013 gegenüber TEUR 94 in 2012 errechnet sich ein Jahresfehlbetrag von TEUR 1.690 (i. Vj. TEUR 1.791). Das Finanzergebnis 2012 bildet sich größtenteils aus Erträgen aus der erstmaligen Abzinsung langfristiger Rückstellungen, gemäß BilMoG. Die mit dem operativen Ergebnis korrespondierende Belegungssituation ist aus der angeführten Tabelle ersichtlich.
Im Hinblick auf das operative Ergebnis erhöhen sich die Erträge aus Krankenhausleistungen gegenüber dem Geschäftsjahr 2012 um TEUR 4.210 bzw. 6,7 % auf TEUR 67.492. Wie oben beschrieben liegen die maßgeblichen Gründe für die Erhöhung bei den Erlösen in den bereits dargestellten Belegungsänderungen bei den internistischen und chirurgischen Abteilungen am Standort Eggenfelden sowie in der Psychosomatik am Standort Simbach. Die Steigerung bei den Erlösen aus ambulanten Leistungen des Krankenhauses steht in Verbindung mit dem Rückgang bei den Nutzungsentgelten der Ärzte und basiert auf der Änderung der Buchungszuordnung der Erlöse aus Notfallambulanzen. Die deutliche Differenz bei den Bestandsveränderungen sind in 2013 weitestgehend durch die erstmalige Bewertung der unfertigen Leistungen der Psychosomatik, bedingt durch die seit dem Geschäftsjahr geänderte Abrechnung nach PEPP, mit TEUR 373 zurückzuführen. In Sachkostenbereich basiert die Steigerung beim Med. Bedarf mit TEUR 898 wesentlich auf der Erhöhung des Röntgenbedarfs und Gefäßprothesen einhergehend mit der Leistungssteigerung in der Kardiologie und Gefäßchirurgie. Die sonstigen ordentlichen Aufwendungen weisen einen Anstieg von TEUR 2.108 im Vorjahr auf TEUR 2.751 im Berichtsjahr aus und beruhen auf der deutlichen Erhöhung der Rückführung der Erstattungen für das Asylbewerberwohnheim an den Landkreis Rottal-Inn. Diesbezüglich liegen aber entsprechend auch die Erträge über denen des Vorjahres. Die Veränderung des positiven neutralen und periodenfremden Ergebnisses von TEUR 1.449 im Vorjahr zu TEUR 610 in 2013 basiert insbesondere auf den Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen mit TEUR 597 (i. Vj. TEUR 1.219). Die im Vergleich zum Wirtschaftsplan für 2013 (Jahresfehlbetragsprognose: rd. -2.360 TEUER) deutliche Ergebnisverbesserung (Jahresfehlbetrag: -1.690 TEUR) ist vornehmlich auf vorgenannte Leistungssteigerungen im Akutbereich (rd. +721 CM-Punkte), in der Psychosomatik (+10.120 Berechnungstage) sowie in der Geriatrie (+1.005 Pflegetage) und die damit verbundene positive Entwicklung der Erlöse aus Krankenhausleistungen (+ 4.210 TEUR) zurückzuführen. C. FinanzlageAuch 2013 erfolgte weder eine Aufnahme von Baudarlehen noch von Terminkrediten. Dagegen wurde die Investition für die neue Telefonanlage mit einem Darlehen in Höhe von TEUR 1.200 finanziert. Weitere Anschaffungen erfolgten u. a. über Leasingverträge oder als Mietkauf. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich daher gegenüber dem Vorjahr von TEUR 1.222 auf TEUR 2.107 erhöht. Der Finanzmittelfonds beläuft sich zum 31. Dezember 2013 auf TEUR -3.669 (i. Vj. TEUR -3.109) und beinhaltet aus dem Zinsverbund Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 3.672 (i. Vj. in TEUR 3.113) sowie flüssige Mittel in Höhe von TEUR 3 (i. Vj. TEUR 4). Die Abnahme des Finanzmittelfonds lässt sich über die Darstellung der Cash-Flow-Entwicklung erklären. Demzufolge zeigen sich die Cash-Flows aus der laufenden Geschäftstätigkeit mit -3.451 TEUR (Vorjahr: -4.844 TEUR) sowie Investitionstätigkeit mit -2.991 TEUR (Vorjahr: 3.584 TEUR) anhaltend negativ. Zuzüglich des positiven Cash-Flows aus der Finanzierungstätigkeit mit 5.882 TEUR (Vorjahr: 4.717 TEUR) ergibt sich per Saldo die Abnahme des Finanzmittelfonds um -560 TEUR (Vorjahresabnahme: -3.711 TEUR). Die Gesellschaft verfügte im Geschäftsjahr 2013 über ausreichende liquide Mittel beziehungsweise Kreditrahmen, um die laufenden finanziellen Verpflichtungen bedienen zu können. D. VermögenslageDie Bilanzsumme der Gesellschaft beläuft sich zum 31. Dezember 2013 auf TEUR 77.561 (i. Vj. TEUR 78.491). Das Anlagevermögen der Gesellschaft hat sich um TEUR 2.360 auf TEUR 65.867 reduziert. Insbesondere mit der Investitionsmaßnahme Telefonanlage ergeben sich im Geschäftsjahr 2013 Anlagenzugänge von TEUR 3.050, denen Abschreibungen in Höhe von TEUR 5.370 gegenüberstehen. Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2013 ein Eigenkapital von TEUR 6.702 (i. Vj. TEUR 6.673) aus. In der Beschlussfassung des Gesellschafters vom 29. April 2010 sind u. a. auch die jährlichen Verlustausgleiche durch den Gesellschafter beinhaltet, die jährlich der Kapitalrücklage zugeführt werden. Die zum Bilanzstichtag gebildeten Rückstellungen mit TEUR 8.696 haben sich gegenüber dem Vorjahr insgesamt betragsmäßig nicht verändert. Dennoch haben einzelne Rückstellungen größere Änderungen erfahren. So haben sich die Urlaubsrückstellungen von TEUR 1.103 auf TEUR 735 im Berichtjahr verringert. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden auf der Grundlage eines größeren Bewertungszeitraumes von TEUR 432 im Vorjahr auf TEUR 693 erhöht. Ebenfalls eine Erhöhung erfuhr die Rückstellung für Rechtsverfolgungskosten, die sich auf eine Steigerung der Summe für die Haftpflichtfälle bezieht. Dagegen konnte die im Vorjahr gebildete Rückstellung für eine Fördermittelrückerstattung in Höhe von TEUR 100 in vollem Umfang aufgelöst werden, da die geplante Übernahme von ehemals geförderten Flächen im Krankenhaus Pfarrkirchen durch eine Arztpraxis nicht zum Tragen kam. E. NachtragsberichtAm 15.01.2014 wurde die Feststellungsklage des Bürgerbegehrens vom Verwaltungsgericht Regensburg abgewiesen. Damit ist klargestellt, dass es bei dem Kreistagsbeschluss vom 25. Februar 2013 bleibt, d.h. eine Abteilung für Innere Medizin in Simbach nicht wieder eingerichtet wird. Das Krankenhaus Simbach/Inn soll deshalb weiter in Richtung Psychosomatische Fachklinik ausgebaut werden. Seit 16.01.2014 hat die Multimodale Schmerztherapie in Pfarrkirchen, zunächst mit acht Betten, ihren Betrieb aufgenommen. Am 16.02.2014 ist die Krankenpflegeschule in die neuen Räumlichkeiten des ehemaligen HAWI-Gebäudes gezogen. F. RisikoberichtUnternehmerische Entscheidungen und lfd. Betriebsprozesse können durch unvorhersehbare maßgebliche Veränderungen in den betrieblichen Geschehnissen und durch externe Änderungen in den gesetzlichen Regelungen maßgeblich und nachhaltig beeinflusst werden. Um solchen Einflussfaktoren rechtzeitig begegnen zu können, ist im Laufe des Berichtsjahres ein aussagekräftiges betriebsinternes Berichtswesen mit der Implementierung einer Kostenträgerrechnung installiert und aufgebaut worden. Für das Jahr 2014 wurden erstmalig Abteilungsbudgets abgestimmt. Parallel wird das seit Jahren im Einsatz befindliche Risikomanagementsystem durch die lfd. Bearbeitung von sogenannten CIRS-Meldungen und durch die Aufnahme jährlich neu aktualisierter Unternehmensrisiken kontinuierlich bearbeitet. 1. Belegungs- und Erlösrisiko Das Belegungsrisiko in der psychosomatischen Fachklinik in Simbach ist als gering einzustufen. Dort wird vor dem Hintergrund der zurückliegenden Leistungsentwicklung sowie langer Wartelisten weiterhin von einer sehr guten Belegungssituation ausgegangen. Die Auslastung in Pfarrkirchen ist derzeit noch nicht zufriedenstellend. Die Leistungszahlen blieben hinter den prognostizierten Erwartungen aus dem Strukturkonzept zurück. Insbesondere die Innere Medizin in Pfarrkirchen soll 2014 wieder stark wachsen, aber auch hier besteht ein gewisses Risiko, ob sich die avisierten Fallzahlen realisieren lassen. Bei der Geriatrischen Rehabilitation befindet man sich aktuell in Verhandlungen über eine neue AOK-Fallpauschale. Derzeit konnte noch keine Einigung über die Höhe der Fallpauschale erzielt werden. Ohne zeitnahe Vereinbarung besteht auch in der Geriatrischen Rehabilitation bei der Belegung durch AOK-Versicherte ein erhöhtes Belegungsrisiko. Die Auslastung in Eggenfelden hat sich 2013 sehr positiv entwickelt. Ein Risiko in der Kardiologie besteht 2014 nach wie vor darin, dass bislang kein weiterer Kardiologe zur Verstärkung im Bereich der Interventionen gefunden werden konnte. Vor diesem Hintergrund hat die Kardiologie die Erwartungen übertroffen. Durch die Spezialisierung in der Inneren Medizin auf die beiden Bereiche Kardiologie und Gastroenterologie wird auch 2014 eine weitere Zunahme an Patienten erwartet. Das Belegungsrisiko im Bereich der Gynäkologie, Geburtshilfe wird momentan als gering angesehen. Im Bereich der Chirurgie wird davon ausgegangen, dass sich die Gefäßchirurgie weiterhin positiv entwickelt. Auch die Unfall- und Allgemein/Visceralchirurgie haben sich 2013 über Plan entwickelt. Für 2014 wird ebenfalls eine positive Entwicklung erwartet. Die vorliegenden politischen Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen und insbesondere die zunehmend restriktive Vorgehensweise bei den MDK-Prüfungen sowie eine anhaltend unterproportionale Entgeltentwicklung im Vergleich zur Preis- und Tarifentwicklung in den führenden Kostenbereichen (insb. Personal), lassen auch in Zukunft keine Entspannung der Ertragssituation erwarten. 2. Investitionsrisiko In Fortsetzung zu den vergangenen Jahren zeigte sich auch 2013 eine deutliche Lücke bei der Finanzierung des für den Betriebsprozess notwendigen Investitionsbedarfs. Die für das jeweilige Geschäftsjahr zur Verfügung stehenden pauschalen Fördermittel konnten demgemäß auch 2013 wieder nur anteilig den Finanzierungsbedarf für das notwenige Investitionsaufkommen decken. Der überwiegende Teil des Gesamtinvestitionsvolumens bedurfte auch 2013 der Finanzierung durch Eigenmittel. Für die unterlassenen Instandhaltungsmaßnahmen sind Rückstellungen in entsprechender Höhe gebildet worden. 3. Personalrisiko Im Bereich Personal sind die stark ansteigenden Personalkosten als Folge der zu erwartenden Tarifsteigerungen als wirtschaftliches Risiko anzusehen, da die Rottal-Inn Kliniken, für die Gesundheitsbranche üblich, mit einem Anteil von rd. 67 % an den operativen Aufwendungen, eine sehr hohe Personalintensität aufweisen. In Bezug auf die Personalgewinnung stehen die Rottal-Inn-Kliniken zunehmend vor der Herausforderung auf dem Markt qualifiziertes Fachpersonal, insbesondere für den ärztlichen Bereich, zu gewinnen. Hier spielen sowohl der demographische Wandel, der Standort sowie der Fachkräftemangel im medizinischen Bereich im Allgemeinen die wesentlichen Rollen. Risiken resultieren aus dem verschärften Wettbewerb bei der Akquise und Bindung von geeignetem Fachpersonal, was in Folge Leistungsrisiken wegen nichtbesetzter Stellen in sich birgt. Der hier besonders betroffene medizinische Bereich steht zudem vor der Gefahr, dass beim Ausscheiden qualifizierter Mitarbeiter, diese Stellen nicht adäquat und zeitnah nachbesetzt werden können und das Niveau an Leistung und Wissen durch das vorhandene Personal nicht in der notwendigen Qualität kompensiert werden kann. Insbesondere im 1. Halbjahr konnte dem Personalmangel im ärztlichen Bereich nur durch den Einsatz von Honorarärzten abgefangen werden. Im 2. Halbjahr hat sich die Situation am Bewerbermarkt leicht entspannt und es konnten wieder Ärzte gewonnen werden. 4. Liquiditäts- und Kapitalisierungsrisiken Mit der nach wie vor geringen Kapitalrücklage bleibt der Gestaltungsspielraum der Rottal-Inn-Kliniken GmbH auch weiterhin eingeschränkt. Dagegen hat sich die Liquidität zunehmend entspannt. Die aktuelle Erlössituation und die Aussicht auf die Auszahlung einer höheren Fördersumme für den früheren 3. Bauabschnitt am Krankenhaus Eggenfelden lassen mit Bezug auf den bestehenden Kreditrahmen keine Liquiditätsengpässe in naher Zukunft erwarten. G. PrognoseberichtDas im Jahr 2010 beschlossene Gesamtkonzept wurde hinsichtlich der bisher erfolgten Umsetzung in 2013 umfänglich evaluiert. In wesentlichen Teilen ist die Umsetzung abgeschlossen, in einigen Teilen wurde das Konzept modifiziert. Mit der Neuausrichtung des Krankenhauses Simbach als psychosomatische Fachklinik, des Krankenhauses Pfarrkirchen als Fachklinik für Orthopädie, Innere Medizin und Geriatrie sowie des Krankenhauses Eggenfelden als Schwerpunkthaus (Spezialisierung in der Inneren Medizin auf die Bereiche Gastroenterologie und Kardiologie; Spezialisierung der Chirurgie auf die Bereiche Unfallchirurgie, Allgemein- / Visceralchirurgie und Gefäßchirurgie; Implementierung des eigenständigen Notaufnahmezentrums) konnte der Restrukturierungsprozess zunächst abgeschlossen werden. Mit dem Umzug der Palliativmedizin von Eggenfelden nach Pfarrkirchen wurde der letzte Baustein des bestehenden Konzepts durchgeführt. Mit der Implementierung der Multimodalen Schmerztherapie wurde ein weiterer wichtiger Schritt in der Positionierung des Krankenhauses Pfarrkirchen unternommen. Wir gehen davon aus, dass wir diesen Bereich in 2014 weiter ausbauen können. Ein Fokus liegt auch auf dem weiteren Ausbau und der Stabilisierung der Inneren Medizin in Pfarrkirchen, nachdem in 2013 die Strukturen auch politisch bekräftigt wurden. Für 2014 wollen wir insbesondere die Kooperationen stärken und neue Kooperationen initiieren. Wir sind davon überzeugt, dass die Vernetzung der Krankenhäuser untereinander als auch mit dem vor-und nachgelagerten Bereichen in Zukunft einen existenziellen Stellenwert einnehmen wird. Darauf haben wir unsere Strategie ausgelegt. Ein weiterer wichtiger Fokus wird darauf liegen, unsere Qualität- sowie unsere Qualitätsstandards transparenter zu machen. Ein hoher Druck wird 2014 weiterhin auf Maßnahmen der Kostenreduzierung liegen. Als Transparenzinstrument dient auch in 2014 wieder die Kostenträgerrechnung. Das Berichtswesen wird weiter ausgebaut. Mit dem Jahresfehlbetrag 2013 von 1.690 TEUR verbessert sich das Gesamtergebnis im Vergleich zum Vorjahr mit 100 TEUR nur geringfügig. Der operative Bereich entwickelte sich aber erfreulicherweise gegenüber dem Vorjahr mit einer deutlichen Verbesserung. Im Gegenzug hat sich das vorjährige positive Ergebnis im neutralen und periodenfremden Bereich deutlich verringert. Diese Entwicklung bedarf auch in den Folgejahren seiner Fortsetzung, um mit einer mittelfristigen Sanierung der wirtschaftlichen Situation das angekündigte Ziel, ein ausgeglichenes Jahresergebnis zu erzielen, zu realisieren. Dabei gilt es die Standortsicherung der Klinik Pfarrkirchen mit einem kontinuierlichen Anstieg der stationären Fälle zu erreichen. Die Umsetzung der für 2014 ambitionierten Leistungsplanung für die Innere Medizin Pfarrkirchen wird dabei einen maßgeblichen Teil zu dessen Gelingen beitragen müssen. Die aktuelle Antragstellung auf Erhöhung der derzeit 140 Planbetten der psychosomatischen Fachklinik Simbach/Inn wird - einer Genehmigung vorausgesetzt - mit der damit verbundenen Erlössteigerung, auch unter Beachtung der Ausgleichsproblematik im ersten Jahr der Leistungsausweitung, ihren Teil zur weiteren Konsolidierung der Kliniken beitragen. Für das Jahr 2014 erwarten wir einen Anstieg des Jahresfehlbetrages um rd. 250 TEUR auf rd. 1.940 TEUR. Dabei liegt der Focus insbesondere auf der Leistungsentwicklung der internistischen Abteilung am Standort Pfarrkirchen. Aber auch mit dem Erreichen der ambitionierten Leistungsplanung der Inneren Medizin Pfarrkirchen und dem Ziel eine insgesamt deutliche Erhöhung des prognostizierten Erlösvolumens aus allgemeinen Krankenhausbehandlungen im Folgejahr mit annähernd 71.900 TEUR zu erreichen, lässt sich die überproportionale Kostensteigerung insbesondere auf dem Personalsektor nicht vollständig kompensieren. Neben den tariflichen Erhöhungen sind Personalverstärkungen vorgesehen, um den geplanten Leistungsausweitungen und dem Aufbau der Schmerztherapie gerecht zu werden.
Eggenfelden, den 14.02.2014 Rottal-Inn-Kliniken GmbH Der Geschäftsführer Dr. Robert Riefenstahl Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Rottal-Inn-Kliniken GmbH, Eggenfelden, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den Vorschriften der Krankenhaus-Buchführungsverordnung liegen in der Verantwortung der gesetztlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den Vorschriften der Krankenhaus-Buchführungsverordnung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, den 2. April 2014 Solidaris
Revisions-GmbH
Silke Ammenwerth, Wirtschaftsprüferin Norbert Wiedermann, Wirtschaftsprüfer |
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